Forschungsbericht 2008 - Pädagogische Hochschule - Schwäbisch ...

phgmuend

Forschungsbericht 2008 - Pädagogische Hochschule - Schwäbisch ...

MNW-Kolleg

Institut für Naturwissenschaften – Chemie

Leitung: Prof. Dr. Hans-Dieter Körner,

Prof. Dr. Roger Erb

Kontakt: hans-dieter.koerner@ph-gmuend.de

Projektmitarbeit: Wolfgang Becker,

Dipl.päd. Marcus Böhret,

Dipl.päd. Christian Mezes,

RL Stefan Schroedter MA,

RL Anna Stolz

Projektpartner: PH Ludwigsburg / PH Weingarten

Schlagwörter: Lernen in den Naturwissenschaften, Experimente

Kurzinhalt: Das Promotionskolleg 'Mathematisch-naturwissenschaftliches Lernen in

lebensnahen Anwendungskontexten' ist ein Kooperationsprojekt der Pädagogischen

Hochschulen Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Weingarten. Es nimmt die sich

durch internationale Vergleichsstudien und fachdidaktische Forschungsbeiträge abzeichnende

Entwicklung der mangelnden Aktivierung und des abnehmenden Interesses

bei Schülerinnen und Schülern im Bereich der Naturwissenschaften auf, um

eigene Fragestellungen und erste Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Besonderes

Augenmerk wird dabei auf das Experimentieren im Unterricht gelegt. Die Anbindung

an alltagsnahe Kontexte soll die Entwicklung von anwendbarem Wissen unterstützen.

Einen experimentellen Ansatzpunkt bietet dabei u. a. die Nutzung von Sensoren

aus dem Alltag, der Technik oder der Biologie, wobei sich gleichzeitig verschiedenste

Möglichkeiten der Datenauswertung, z. B. durch Computerunterstützung,

ergeben. Darüber sollen nicht zuletzt prozessorientierte Kompetenzen im

Bereich der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung befördert werden.

Ein Grund der mangelnden Initiierung individueller Lernprozesse könnte im geringen

Erleben eines persönlichen Kompetenzzuwachses bei der Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen

Lernumgebungen begründet sein. Im Teilkolleg Schwäbisch

Gmünd wird daher u. a. der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die Selbstwirksamkeitserwartung

beim Experimentieren, aber auch beim Umgang mit neuen

Medien hat und wie sie durch Unterrichtsmaßnahmen beeinflusst wird.

In der Abteilung Chemie richten wir dabei in einer Studie den Blick auf das Maß der

Eigenaktivität der Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Phasen des Unterrichts.

Von besonderem Interesse sind hier die Abschnitte in denen die Fragestellung,

die Hypotesengenerierung, das Planen und Durchführen eines Experiments

sowie das Bewerten der Hypothese aufgrund der Beobachtungsdaten stattfinden.

In einer zweiten Studie steht die Glaubwürdigkeit experimentell erhobener Evidenzen

im Mittelpunkt. Es soll geprüft werden, ob die Repräsentationsform eines experimentellen

Settings Einfluss darauf nimmt, dass die Lernenden den Beobachtungsdaten

trauen oder nicht. Neben Realexperimenten werden hier Computersimulationen

und Videofilme vergleichbaren Inhalts eingesetzt.

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