Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

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Vorlesungsverzeichnis

Sommersemester 20��

Institut für Humanwissenschaften

Abteilung Soziologie / Politikwissenschaft


Soziologie / Politikwissenschaft

Katja Schleicher

Einführung in das Gesundheitssystem

BA-GFÖ

Mo 10.15 – 11.45 Uhr

Das Gesundheitswesen in Deutschland hat eine lange Tradition. In Verbindung mit

weiteren Teilen der sozialen Sicherung, insbesondere der Renten- Unfall- und

Arbeitslosenversicherung stellt es sich gleichwohl in Augen vieler Gesundheitsdienstleister

und -nutzer, Professionellen und Laien gleichermaßen, als sehr kompliziertes

und kaum überschaubares Gebilde dar.

Wie funktioniert das Gesundheitswesen? Welche Strukturen und Leistungen sind

zentraler Bestandteil des deutschen Gesundheitswesens bzw. Gesundheitssystems?

Welche Stärken und Schwächen hat das System?

Im Seminar wird ein einführender Überblick über das Gesundheitswesen in der

Bundesrepublik Deutschland gegeben. Zentrale Bereiche wie die Betrachtung der

Zusammenarbeit der verschiedenen Player (Krankenkassen, Ärzte, …), Strukturen

und Arbeitsweise einzelner Leistungsträger und Versorgungsbereiche u. ä. werden

aufgegriffen und im Gesamtkontext analysiert und erläutert.

Literatur:

Grundlegend:

Simon, M. (2010): Das Gesundheitssystem in Deutschland: Eine Einführung in

Struktur und Funktionsweise. 3. überarb. u. akt. Auflage. Bern: Huber.

Ergänzend:

Bäcker, G. u. a. (2007): Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland Bd. 2:

Gesundheit und Gesundheitssystem, Familie, Alter, Soziale Dienste (4. Aufl.)

Opladen: VS-Verlag.

Nagel, E. (Hrsg.) (2007): Das Gesundheitswesen in Deutschland. Struktur,

Leistungen, Weiterentwicklung. Köln: Deutscher Ärzte-Verlag.

Preusker, U.K. (2008): Das deutsche Gesundheitssystem verstehen. Strukturen und

Funktionen im Wandel. Heidelberg: Economica.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Dr. Sandra Kostner

Migrationssoziologie

Lehramt M2, BA Frühe Bildung

Hauptseminar

Di 14.15 – 15.45 Uhr

Migrationsbewegungen führen seit Jahrtausenden zur ethnischen und sprachlichen

Veränderung von Gesellschaften und somit zur Entstehung neuer, hybrider Kultur-

und Wirtschaftsräume. Die Migrationssoziologie beschäftigt sich schwerpunktmäßig

mit den Ursachen von Migrationsbewegungen sowie mit den sozialstrukturellen und

kulturellen Folgen von Migration für die Gesellschaften in den Entsende- und Aufnahmeländern.

Folgende Themen werden wir im Seminar genauer betrachten:

� Wie kommt es zu Migrationsbewegungen und welche Formen der Migration gibt

es?

� Wie verlaufen Integrationsprozesse von Migranten und inwiefern hängt der

Verlauf dieser Prozesse von den Strukturen der Aufnahmegesellschaft sowie

dem sozialen, kulturellen und ökonomischen Kapital der Migranten ab?

� Wie wirkt sich Immigration auf die nationale Identität und die kulturellen Eigenvorstellungen

der Aufnahmegesellschaften aus?

� Wie wirkt sich ein permanenter Wohnortwechsel über nationalstaatliche Grenzen

hinweg auf die Identität und die kulturellen Muster von Migranten aus?

� Die Wechselwirkungen von Migration und Globalisierung.

Das Hauptgewicht wird in der Veranstaltung auf dem Verlauf von Integrationsprozessen

liegen, wobei wir uns vor allem die Dimensionen Bildung, Arbeitsmarkt

und soziale Beziehungen anschauen werden. Um die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten

und daraus resultierenden Verlaufsformen von Integration beleuchten

zu können, werden wir Migrations- und Integrationsprozesse in verschiedenen

Einwanderungsgesellschaften untersuchen.

Literatur:

Han, Petrus (2010): Soziologie der Migration: Erklärungsmodelle, Fakten, politische

Konsequenzen, Perspektiven, 3rd rev. ed. Stuttgart: Lucius & Lucius.

Oswald, Ingrid (2007): Migrationssoziologie. Konstanz: UVK Verlags-Gesellschaft.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Prof. Dr. Stefan Immerfall

Fortgeschrittene Modelle der Bildungssoziologie

Diplom, MA BiWi BAS.2 LV2, Lehramt: M2

Hauptseminar

Di 16.15 – 17.45 Uhr, A 210

Bildung zählt zu den zentralen Schnittstellen der Reproduktion sozialer Ungleichheit.

Mehr Bildung muss aber nicht zu weniger sozialer Schichtung führen. Spätestens

seit den international vergleichenden Leistungsstudien ist auch einer breiteren

Öffentlichkeit bekannt, dass das deutsche Bildungssystem Bildungsungleichheiten

besonders „gut“ konserviert.

Im Seminar werden neuere Untersuchungen zu den Ursachen für sozial ungleiche

Bildungschancen erörtert. Dabei sollen verschiedene Effekte unterschieden und

quantifiziert werden. Ziel ist es, in systematischer Weise soziale Mechanismen aufzuzeigen,

die Bildungserfolge mit sozialer Herkunft verknüpfen. Dazu werden Rationalchoice-Modelle

herangezogen, aber auch konflikt-, institutionen- und sozialisationstheoretische,

phänomenologische und organisationsbezogene Konzepte der

Bildungssoziologie berücksichtigt.

Literatur:

Becker, Rolf / Lauterbach, Wolfgang (Hrsg.) (2005): Bildung als Privileg?

Erklärungen und Befunde zu den Ursachen der Bildungsungleichheit.

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Dr. Elke Hemminger

Jugend, Medien und Gesellschaft: klassische Theorien und aktuelle Forschung

Lehramt: M2, Diplom

Hauptseminar kompakt, A003b

Mi 06.04.2011: 11.00 – 18.00 Uhr

Fr 08.04.2011: 10.00 – 17.00 Uhr

Sa 09.04.2011: 10.00 – 17.00 Uhr

Mediensoziologie ist eine noch junge Disziplin, die insbesondere in der Forschung

vor immer neue Herausforderungen gestellt wird. Die rasante Entwicklung digitaler

Medien und deren gesellschaftliche Voraussetzungen und Folgen müssen wissenschaftlich

beobachtet und analysiert werden; in der praktischen Umsetzung können

dabei vielfältige Methoden angewandt, sowie unterschiedlichste Perspektiven

eingenommen werden.

Diese Veranstaltung greift soziologische Theorien und deren Anwendung in der

aktuellen Forschung, ganz besonders in Bezug auf jugendliche Nutzer, auf. Die

Studierenden gewinnen einen Einblick in zentrale Fragestellungen und Methoden

und diskutieren die gesellschaftliche und pädagogische Relevanz von Ergebnissen.

Englischkenntnisse sind zur Vorbereitung einschlägiger Forschungsberichte von

Vorteil.

Teilnehmerbegrenzung

Anmeldung bitte vorab per E-Mail: elke.hemminger@ph-gmuend.de

Literatur:

Schäfers, Bernhard/Scherr, Albert (2005): Jugendsoziologie. Einführung in Grundlagen

und Theorien. 8. umfassend aktualisierte und überarbeitete Auflage. Wiesbaden,

Verlag für Sozialwissenschaften.

Pfaff-Rüdiger, Senta/Meyen, Michael (Hrsg.) (2007): Alltag, Lebenswelt und Medien.

Qualitative Studien zum subjektiven Sinn von Medienangeboten. Berlin: Lit Verlag.

Schorr, Angela (Hrsg.) (2009): Jugendmedienforschung. Forschungsprogramme,

Synopse, Perspektiven. Wiesbaden: VS Verlag.

Ziemann, Andreas (2006): Soziologie der Medien. Bielefeld: transcript.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Prof. Dr. Stefan Immerfall

„Alles was Sie schon immer von Soziologie wissen wollten ...“

Lehramt: M2, EWS IKU

Hauptseminar

Mi 10.00 – 12.00, HS 2

Im Seminar werden – teilweise in Arbeitsgruppen – drei bis vier soziologische

Forschungsfragen sekundäranalytisch bearbeitet.

Die Forschungsfragen werden von den Teilnehmern gestellt. Schicken Sie bis

spätestens zum 3. April 2011 Ihren Vorschlag an folgende Adresse:

Forschungsfrage@online.ms

Ihr Fragenvorschlag muss nur drei Bedingungen erfüllen:

1. Er muss Sie besonders interessieren.

2. Er muss sich auf soziale Wirklichkeit beziehen.

3. Er muss empirisch beantwortbar sein.

Wir werden dann versuchen, die ausgewählten Fragen gemeinsam mit Hilfe von

existierendem Wissen und vorhandenen Theorien zu beantworten.

Anmeldung mit Forschungsfrage an o. a. E-Mail-Adresse erforderlich!

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Soziologie / Politikwissenschaft

Dr. Elke Hemminger / Sandra Wächter

Einführung in die Jugendsoziologie

Lehramt: M1/M2

Seminar

Mi 14.00 – 16.00 Uhr, A 107

Binge-Drinking und Computerspiel-Sucht, Lehrstellenmangel und Gewaltausbrüche -

über „die Jugend“ wird in der Öffentlichkeit meist nur in Zusammenhang mit

Problemen geschrieben und geredet. Die Darstellungen sind oft undifferenziert und

geben wenig Auskunft über die wirklichen Verhältnisse, in denen junge Menschen in

Deutschland aufwachsen, leben und lernen.

Dieses Seminar befasst sich mit Jugend aus soziologischer Sicht. Was verbirgt sich

hinter dem Begriff überhaupt? Welche Stellung nehmen Jugendliche in unserer

Gesellschaft ein und was bedeutet es, in dieser Gesellschaft als junger Mensch zu

leben?

Jugendliche durchlaufen verschiedenste Entwicklungsprozesse, sie arbeiten an ihrer

Identität, schließen sich Gruppen an und fügen sich mehr oder weniger gut in

bestehende gesellschaftliche Grundgebilde ein.

Ziel des Seminars ist es, durch intensive Auseinandersetzung mit Jugend in unserer

Gesellschaft und deren spezifischem Erleben gesellschaftlicher Probleme neue

Einblicke zu gewinnen und Verständnis für die Bedürfnisse Jugendlicher zu entwickeln,

so dass sinnvolles pädagogisches Handeln möglich wird.

Teilnehmerbegrenzung

Anmeldung bitte vorab per E-Mail: elke.hemminger@ph-gmuend.de

Literatur:

Schäfers, Bernhard/Scherr, Albert (2005): Jugendsoziologie. Einführung in Grundlagen

und Theorien. 8. umfassend aktualisierte und überarbeitete Auflage. Wiesbaden,

Verlag für Sozialwissenschaften.

Abraham, Martin/Hinz, Thomas (Hrsg.) (2005): Arbeitsmarktsoziologie. Probleme,

Theorien, empirische Befunde. VS Verlag.

Heinz, Walter R. (1995): Arbeit, Beruf und Lebenslauf. Eine Einführung in die

berufliche Sozialisation. Weinheim: Juventa Verlag.

Hurrelmann, Klaus (2005): Lebensphase Jugend. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche

Jugendforschung. 8. Auflage, Weinheim: Juventa-Verlag.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Prof. Dr. Stefan Immerfall

Soziale Ungleichheit und Gesundheit

BA GFÖ, EWS GFÖ

Seminar

Mi 14.15 – 15.45 Uhr

Obwohl sich die Gesundheit der Bevölkerung in modernen Gesellschaften als

Ganzes positiv verändert hat, bilden soziale Ungleichheiten von Gesundheit und

Krankheit eines ihrer zentralen gesundheitspolitischen Probleme. Wie kann der

Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit erklärt werden?

Welche Mechanismen und Prozesse liegen dem sozialen Gradienten in der

Gesundheit zugrunde? Wie lassen sich gesundheitliche Ungleichheiten reduzieren?

Das Seminar bietet einen ersten Überblick über Erklärungsansätze, Forschungsergebnisse

und praktische Implikationen. Erörtert werden auch methodische Überlegungen

und multivariate Analysen.

Literatur:

Siegrist, Johannes / Marmot, Michael (Hrsg.) (2008): Soziale Ungleichheit und Gesundheit:

Erklärungsansätze und gesundheitspolitische Folgerungen (aus dem

Englischen von Anja Kauß und Simone Weyers). Bern etc.: Hans Huber.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Günay Kayhan

Die türkische Gesellschaft und ihre kulturellen Strömungen:

Literatur – Musik – Kunst

Lehramt: M1/M2, Diplom, EWS Interkulturelle Bildung

Seminar

Mi 14.15 – 15.45 Uhr

Ziel dieses Seminars ist es, den Weg der Türkei bei der Annäherung an Europa nach

Gründung der türkischen Republik im Jahre 1923 bis heute darzustellen. Themen,

die dabei angesprochen werden, sind die politische, gesellschaftliche und kulturelle

Entwicklung der Türkei auf ihrem stetigen Weg nach Westen unter Berücksichtigung

wirtschaftlicher Zwänge, die Auswanderung von Teilen der türkischen Bevölkerung

als sog. Gastarbeiter in europäische Länder, vor allem nach Deutschland, die

unterschiedlich restriktiven Zwänge der Einreiseländer, gegenseitige immer wieder

hochgespielte Vorurteile der türkischen und europäischen Volksgruppen sowie die

Bedeutung religiös fundamentalischer Grundstrukturen.

Viele haben die Türkei fast ständig im Blick als Urlaubziel, im Rahmen der

Diskussion um eine EU- Mitgliedschaft, wenn es um den Islam geht und vor allem

durch die vielen türkischen bzw. türkischstämmigen Mitbürger. Oft ist der Blick

einseitig, oft verhindert Unkenntnis ein besseres Verständnis. Wir lenken den Blick

auf das für Deutschland so wichtige Brückenland zwischen Europa und Asien. Dabei

nähern wir uns von verschiedenen Seiten.

Zwischen Thrakien und Ostanatolien liegen „Welten“. Höhfeld (1995) gibt daher

seinem Buch den Untertitel „Schwellenland der Gegensätze“.

Die Türkei liegt dort, wo Europa und Asien aufeinandertreffen und ist durch eine

enorme kulturelle und ethnische Vielfalt geprägt. Das Seminar umfasst diese

kulturelle Vielfalt, türkische Gesellschaft und ihre kulturellen Strömungen; Literatur,

Musik, Kunst.

Unterrichtsmaterialien: Zeitungs-und Zeitschriftenartikel, Atlas, CD“s, Filme, Film und

Fernsehausschnitte, Kurzgeschichten, Fotos.

Literatur:

Akkaya, Cigdem; Özbek, Yasemin; Sen, Faruk (1998): Länderbericht Türkei.

Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Bardakoglu, Ali (2008): Religion und Gesellschaft. Neue Perspektiven aus der Türkei.

Köln.

Füchslin, Puran (2009): Sufi Geschichten, von Mevlana Jelaleddin Rumi. Zürich:

Verlag Petama Projekt.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Höhfeld, Volker (1995): Türkei. Schwellenland der Gegensätze. Gotha.

Kayayerli, Müjdat: „Nasreddin Hoca“ der Türke, der die Welt zum Lachen bringt.

König, Helmut; Sicking, Manfred (2005): Gehört die Türkei zur Europa?– Konturen

einer Diskussion. Transcript Verlag.

Leggewie, Claus (2004): Die Türkei und Europa. University of Michigan: Suhrkamp.

Mungan, Murathan: „Palast des Ostens“– und „Tschador“

Pamuk, Orhan: Der Koffer meines Vaters

Safak, Elif :(Shafak) „ Liebe“

Seufert, Günter; Kubaseck, Christopher (2006): Die Türkei – Politik, Geschichte,

Kultur. München: C. H. Beck Verlag.

Stautner, Stefan (2004): Türkei, Europa oder Orient?. Berlin: Rhombos Verlag.

Steinbach, Udo (1996): Die Türkei im 20.Jahrhundert.Schwieriger Partner Europas.

Bergisch Gladbach: Gustav Lübbe Verlag.

Steinbach, Udo (2003): Geschichte der Türkei. München: C. H. Beck Verlag.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Prof. Dr. Stefan Immerfall

Einführung in die Soziologie Europas

Lehramt: M1

Vorlesung / Seminar

Do 08.15 – 09.45 Uhr

Die Gestalt Europas und die Erfolgsaussichten der Europäischen Union werden wesentlich

davon beeinflusst, ob die Strukturen, Institutionen und Einstellungsmuster

der Mitgliedsgesellschaften zusammenpassen. Mit dieser, mit der sozialen Seite der

europäischen Integration (und Desintegration!) beschäftigt sich diese Vorlesung. Ihre

grundlegende Frage gilt den gesellschaftlichen Grundlagen der europäischen Integration,

d. h. dem Verhältnis von gesellschaftlicher und politischer Integration.

Das umfasst die Analyse europäischer Gemeinsamkeiten, die Untersuchung gemeinsamer

und gegenläufiger gesellschaftlicher Entwicklungen und die Frage nach

dem Wechselverhältnis zwischen der Lebenswirklichkeit und den Verhaltensorientierungen

der Bevölkerungen und der europäischen Institutionenbildung. Zu drei Fragen

vereinfacht: Was ist „europäisch“ an Europa? Kommt es zu einer „Europäisierung“

der Gesellschaften Europas? Bringt der europäische Herrschaftsverband den „europäischen“

Bürger hervor? Was sind die Ursachen und die Folgen der Euro-Krise?

Literatur:

Immerfall, Stefan, 2006: Europa – politisches Einigungswerk und gesellschaftliche

Entwicklung. Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Christine Dörge

Gesundheitsorganisation und -management

BA-GFÖ

Do 10.15 – 11.45 Uhr

Bei Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung handelt es sich um 2 verschiedene,

im Alltag nicht immer klar voneinander getrennte Konzepte. Den

vorzufindenden Begriffsnebel zu lichten, ist eines der Ziele des Seminars.

Im Seminar werden zunächst verschiedene organisationssoziologische Ansätze

vorgestellt. Anschließend werden Grundlagen und Ansätze des Gesundheitsmanagements

in Organisationen erarbeitet. Neben dem Aufzeigen von Merkmalen

und Effekten gesunder und ungesunder Organisationen wird ein kurzer theoretischer

Überblick über wissenschaftliche Erklärungsmodelle gesundheitlicher Belastungen in

Organisationen gegeben. Anschließend sollen in der Veranstaltung Beweggründe,

Anforderungen und Instrumente für ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement in

Organisationen identifiziert und kritisch hinterfragt werden.

Literatur:

Abraham, M. (2009): Einführung in die Organisationssoziologie. Heidelberg:

Springer.

Badura, B.; Ritter, W.; Scherf, M. (1999): Betriebliches Gesundheitsmanagement. Ein

Leitfaden für die Praxis.

Faller, G. (Hrsg.)(2010): Lehrbuch betriebliche Gesundheitsförderung. Bern: Huber.

Preisendörfer, P. (2008): Organisationssoziologie. Grundlagen, Theorien und Problemstellungen.

Heidelberg: Springer.

Schneider, C. (2010): Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Nebenwirkung

Gesundheit. Bern: Huber.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Christine Dörge

Einführung in die Gesundheitssoziologie

BA GFÖ, EWS GFÖ

Do 12.15 – 13.45 Uhr

Der öffentliche Diskurs zu den Themen Gesundheit und Gesundheitsverhalten erfolgt

bis heute noch vielfach unter der Dominanz einer medizinischen, auf Krankheiten

orientierten Perspektive. Wegen der Komplexität und Vielfältigkeit der Einflüsse,

denen Gesundheit als „ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und

sozialen Wohlbefindens und nicht nur als Abwesenheit von Krankheit oder

Behinderung“ (WHO 1946) unterliegt, muss die Auseinandersetzung mit diesem

Thema jedoch als Aufgabe und Herausforderung nicht nur einer, sondern einer

Vielzahl von wissenschaftlichen Disziplinen verstanden werden.

Nach einer einführenden Standortbestimmung werden im Seminar wichtige

Perspektiven und Fragestellungen der Gesundheitssoziologie herausgearbeitet.

Neben einem grundlegenden Verständnis bedeutsamer Determinanten von Gesundheit

sollen dabei aus gesellschaftswissenschaftlicher Sicht sowohl gesundheitsfördernde

als auch gesundheitsgefährdende Einflüsse, Bedingungen und Verhaltensweisen

in den Blick genommen werden. Dabei wird der spezifische Beitrag,

den die Gesundheitssoziologie zur Erklärung und Lösung gesundheitsrelevanter

Fragen leisten kann, herausgearbeitet.

Literatur:

Hurrelmann, K. (2006): Gesundheitssoziologie. Eine Einführung in sozialwissenschaftliche

Theorien von Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung. 6. völlig

überarbeitete Auflage. Weinheim: Juventa Verlag.

Hurrelmann, K.; Laaser, U.; Razum, O. (Hrsg.) (2006): Handbuch Gesundheitswissenschaft.

Weinheim: Juventa Verlag.

Waller, H. (2006): Gesundheitswissenschaft. Eine Einführung in Grundlagen und

Praxis. 4. überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Kohlhammer.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Dr. Sandra Kostner

Kultursoziologie

Lehramt M1, M2

Vorlesung / Seminar

Do 14:15 – 15:45 Uhr

Die Kultursoziologie thematisiert das Verhältnis zwischen Kultur und Gesellschaft.

Aufgrund der Spannbreite des Begriffs Kultur deckt dieser Zweig der Soziologie eine

breite Themenpalette ab, welche so unterschiedliche Felder, wie Religion, Musik,

Literatur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Medien und Mode umfasst. In anderen

Worten, die Kultursoziologie beleuchtet, inwiefern und auf welche Weise Gesellschaften

Kulturformen prägen bzw. inwieweit vorherrschende kulturelle Strömungen

auf Gesellschaften einwirken.

Im Seminar werden wir uns nach einer einführenden Betrachtung unterschiedlicher

Kulturbegriffe (z. B. Trivial-, Alltags-, Hochkultur) und Kulturtheorien, mit folgende

Themengebiete auseinandersetzen:

� Massenmedien und Gesellschaft

� Literatur und Gesellschaft

� Musik und Gesellschaft

� Architektur und Gesellschaft

� Konsum und Gesellschaft

� Mode und Gesellschaft

Wir werden uns dabei die obenstehenden Themengebiete zunächst durch die

Beschäftigung mit theoretischen Texten und empirischen Studien erschlieβen, um

uns dann in einem zweiten Schritt zu überlegen, wie diese Themen für die Schule

aufbereitet werden können.

Literatur:

Moebius, Stephan (2010): Kultur. Einführung in die Kultursoziologie, 2nd ed.

Bielefeld: transcript.

Wohlrab-Sahr, Monika (2010): Kultursoziologie: Paradigmen – Methoden – Fragestellungen.

Wiesbaden: VS Verlag.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Christine Dörge

Gesundheitsförderung in Settings

M.Sc. GFÖ

Do 16.15 – 17.45 Uhr

Leistungsdruck, Flexibilisierungszwang und der demografische Wandel kennzeichnen

unsere Arbeitswelt und erfordern eine neue Sichtweise auf den arbeitenden

Menschen. Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsarbeit sind gefragt, um

Mitarbeiter gesund zu erhalten und ihre Beschäftigungsfähigkeit zu fördern. Dies

veranlasst eine stetig wachsende Zahl von Unternehmen zur Formulierung einer

betrieblichen Gesundheitspolitik und ihrer Umsetzung mit Hilfe eines systematischen,

nachhaltig wirksamen betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Im Seminar setzen wir uns mit den Motiven, Herausforderungen und Zielen, mit dem

rechtlichen Rahmen und den wissenschaftlichen Grundlagen sowie den, Instrumenten

und Optionen betrieblichen Gesundheitsmanagements auseinander. Dabei

wird gleichermaßen auf zentrale gesundheitsfördernde Aspekte der Organisations-

wie der Personalentwicklung eingegangen.

Literatur:

Badura, B. (Hrsg.) (2009): Fehlzeitenreport 2008. Betriebliches Gesundheitsmanagement:

Kosten und Nutzen. Zahlen, Daten, Analysen aus allen Branchen der

Wirtschaft. Heidelberg. Springer.

Badura, B.; Ritter, W. Scherf. M. (1999): Betriebliches Gesundheitsmanagement. Ein

Leitfaden für die Praxis. Berlin: edition sigma.

Badura, B. Walter, U.; Hehlmann, T. (2010): Betriebliche Gesundheitspolitik. Der

Weg zur gesunden Organisation. 2. vollst. überarb. Auflage. Heidelberg:

Springer.

Esslinger, A.; Emmert. M.; Schöffski (Hrsg.) (2010): Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Mit gesunden Mitarbeitern zu unternehmerischem Erfolg.

Wiesbaden: Gabler.

Faller, G. (2010): Lehrbuch Betriebliche Gesundheitsförderung.

Uhle, T.; Treier, M. (2011): Betriebliches Gesundheitsmanagement. Gesundheitsförderung

in der Arbeitswelt. Mitarbeiter einbinden, Prozesse gestalten, Erfolge

messen. Heidelberg: Springer.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Viola Schalaster

Gesundheitsökonomische Steuerungsansätze

M. Sc. – GFÖ

Blockveranstaltung 29. / 30. April und 03. / 04. Juni

Ziele und Inhalte des Seminars:

Sie

� erwerben Kenntnisse über die ökonomische Denkweise und die Theoreme,

Methoden und Vorgehensweisen der Gesundheitsökonomie,

� kennen alternative Finanzierungs- und Vergütungsmodelle in den verschiedenen

Sektoren des Gesundheitswesens und können deren Wirkungen auf Angebot

und Nachfrage von Gesundheitsdienstleistungen beurteilen,

� analysieren aktuelle gesundheitspolitische Reformansätze vor dem Hintergrund

des Wissens über Probleme, Möglichkeiten und Grenzen finanzieller Steuerung.

Literatur:

Wird Anfang des Semesters am schwarzen Brett Gesundheitsförderung bekannt

gegeben.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Prof. Dr. Stefan Immerfall / Christine Dörge

Mentorenprogramm „Personenbezogene Schlüsselqualifikationen“

BA – GFÖ (2. Semester)

14-tägig / Termin und Ort nach Absprache

An zahlreichen Hochschulen werden Studienanfänger in der Regel ohne Betreuung

und ohne Orientierung an den Start geschickt. Das Was, Wie, Warum des Studiums

bleibt zunächst offen, ist im Verlauf mühselig zu erarbeiten.

In einer den Studienstart begleitenden Kleingruppe werden wir im persönlichen und

laufenden Kontakt diese sich gerade zu Beginn des Studiums stellenden Fragen

aufgreifen, erläutern und erörtern. Neben Hinweisen zu den besonderen Herausforderungen

und Anforderungen des Studiums zielen die Treffen auf den Erwerb

wichtiger Schlüsselkompetenzen wie

� Lernmethoden / -systematik und -organisation

� Selbstmanagement und Teamkompetenz

Anhand konkreter Problemstellungen und Übungen erfolgen bedarfsorientiert

Hinweise auf/ Ratschläge zu Grundfertigkeiten und Techniken wissenschaftlichen

Arbeitens und die Schulung wissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweise.

Darüber hinaus bestehen sowohl in der Kleingruppe als auch in Einzelgesprächen

Beratungsmöglichkeiten bei aktuellen Fragen und Schwierigkeiten der/des Studierenden.

Hinweis:

Im Rahmen des Mentorenprogramms wurden insgesamt 8 von den Lehrenden des

Studiengangs betreute Kleingruppen gebildet. Die Zuordnung erfolgte über

Losprinzip. Herr Prof. Dr. Immerfall übernimmt zum SS die im WS 10/11 von Frau

Prof. Dr. Eva Brunner betreuten Studierenden.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Prof. Dr. Stefan Immerfall

Kolloquium zu wissenschaftlichen Abschlussarbeiten

Alle Studiengänge

Kolloquium / Übung

Di 14.15 – 15.45 Uhr

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Soziologie / Politikwissenschaft

Dr. Whitt Kilburn

Contemporary American Politics

Mo, 16.00 – 18.00, Hörsa. /Bibl. / H126

M1 / M2

This course is an introduction to the basic institutions and processesof the United

States political system. We will study current changesin American demography,

political parties, interest groups, and campaigns for elective office. Particular

attention will be paid to the Obama presidency and explaining Democratic and

Republican Party conflict over domestic and foreign policy issues, such as social

welfare, war, and terrorism. We will contrast American politics with that of other

European advanced industrial democracies, to see why politics in America is different

in some respects and similar in others.

Course Text:

Chapters will be assigned from Patterson, William. (2010). We The People: A

Concise Introduction to American Politics. New York: McGraw Hill. In addition,

some supplementary reading assignments will be provided by the instructor.

Course Requirements:

Regular attendance and participation in class discussions. Students will be expected

to prepare an oral presentation.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Dr. Whitt Kilburn

Elections and Voting Behaviour

Di, 12.00 – 14.00, B-Bau / B 320

M 2

This course focuses on learning theories of elections and voting behavior in political

science. We will study why individuals support particular parties or candidates for

public office, given recent national elections in the United States. From there, we will

study more generally how basic individual predispositions and social forces influence

the vote choice across advanced industrial democracies.

Students will watch a series of documentary films about American campaigns and

elections.

Course Text:

Reading assignments will be provided by the instructor.

Course Requirements:

Regular attendance and participation in class discussions. Students will be expected

to prepare an oral presentation and write an essay.

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Soziologie / Politikwissenschaft

Dr. Whitt Kilburn

Mass Media and Public Opinion

Do, 12.00 – 14.00, A-Bau / A106

M2

In this course, we will study the role of the mass media in United States politics.

Focusing upon the news media as a political institution, we will study how the media

influence American public opinion. One focus of the course will be explaining the

ingredients of public opinion, with attention to the importance of elite cues from media

public figures. Another focus will be the American media landscape with the rise of

the new digital media, and changes in the strategic interactions between political and

media establishments.

Course Text:

Reading assignments will be provided by the instructor.

Course Requirements:

Regular attendance and participation in class discussions. Students will be expected

to prepare an oral presentation and write an essay.

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