05.06.2015 Aufrufe

Route der Moderne

ISBN 978-3-86859-008-1

ISBN 978-3-86859-008-1

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

BRESLAU/WROCŁAW

INHALTSVERZEICHNIS

6 Vorwort

8 Einleitung

BRESLAU/WROCŁAW

10 Stadtplan

12 Stadtgeschichtliche Anmerkungen

14 Welterbe Jahrhunderthalle

18 Das Zentrum

19 Heinrich Rump: Städtische Sparkasse

19 Adolf Rading: Mohrenapotheke

20 Richard Plüddemann: Markthalle

21 Hans Poelzig: Büro- und Geschäftshaus

24 Erich Mendelsohn: Kaufhaus Petersdorff

25 Hermann Dernburg: Bau für Wertheim

25 Lothar Neumann: Postscheckamt

26 Rudolf Fernholz: Polizeipräsidium

28 Siedlungs- und Wohnungsbau

29 Hermann Wahlich, Paul Heim:

Siedlung Zimpel

30 Werkbundsiedlung „Wohnung und

Werkraum“ WUWA

30 Hans Scharoun: Ledigenheim

GÖRLITZ

32 Stadtplan

34 Stadtgeschichtliche Anmerkungen

36 Carl Schmanns: Kaufhaus zum Strauss

40 Görlitz und der „Stil um 1910“

40 Bernhard Sehring: Stadthalle

42 Krematorium

NIESKY

44 Stadtplan

46 Niesky und der Holzbau

47 Konrad Wachsmann

48 Die Holzbauten in der Stadt

49 Kurt Langer: St.-Josef-Kirche

LÖBAU

50 Stadtplan

52 Stadtgeschichtliche Anmerkungen

54 Hans Scharoun: Haus Schminke

60 Die „Anker“-Teigwarenfabrik

DRESDEN

62 Stadtplan

64 Stadtgeschichtliche Anmerkungen

66 Das Lebensmodell „Gartenstadt Hellerau“

67 Gartenstadt Hellerau

68 Fabrik

69 Festspielhaus

72 Pensionshäuser

73 Holzhäuser

74 Um 1910

74 Martin Dülfer: Beyerbau

74 Martin Dülfer: Chemische Institute

74 Fritz Schumacher: Krematorium des

Johannisfriedhofes

76 Martin Hammitzsch: Tabakfabrik Yenidze

76 Hans Erlwein: „Erlwein-Speicher“

78 Hans Erlwein: Großer Gasometer

80 Die 20er Jahre

80 Paul Wolf: Sachsenbad

80 Paul Wolf: Straßenbahndepot, Waltherstraße

80 Paul Wolf: Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium

80 Paul Wolf: Heizkraftwerk am Wettiner Platz

82 Hans Richter, Hans Waloschek u. a.:

Siedlung Trachau

83 Wilhelm Kreis: Hygienemuseum

CHEMNITZ

84 Stadtplan

86 Stadtgeschichtliche Anmerkungen

88 Erich Mendelsohn: Kaufhaus Schocken

89 Bauten für Gewerbe, Industrie und Verkauf

89 Erich Basarke: Deutsche Bank

90 Spinnereimaschinenbau Chemnitz

90 Hans Poelzig: Textilfabrik Goeritz

91 Erich Basarke: Maschinenfabrik

Schubert & Salzer

94 Öffentliche Bauten

94 Friedrich Wagner-Poltrock: Industrieschule

94 Emil Eberts: Georgius-Agricola-Gymnasium

94 Martin Alfred Otto: Hauptverwaltung der

städtischen Wasserwerke

94 Friedrich Wagner-Poltrock: Diesterwegschule

94 Martin Alfred Otto, Fritz Weber: Stadtbad

96 Wohnen in Chemnitz

96 Henry van de Velde: Villa Esche

96 Münnich + Schäller: Gablenzsiedlung

98 Curt am Ende: Wissmannhof

LEIPZIG

100 Stadtplan

102 Stadtgeschichtliche Anmerkungen

104 Lossow und Kühne: Hauptbahnhof

106 Messe- und Kaufhäuser

106 Friedrich von Seltendorff, Emil Friedrich Rayher,

Maximilian J. R. Korber, Möller: Städtisches

Kaufhaus

106 Theodor Kösser: Mädlerpassage

108 August Hermann Schmidt, Arthur Johlige:

Kaufhaus Topas

108 Otto Droge: Untergrundmessehalle

110 Um 1910

110 Bruno Schmitz, Clemens Thiele: Völkerschlachtdenkmal

110 Großstadt der 20er Jahre

112 Hubert Ritter, Carl Wilhelm Zweck,

Hans Voigt: Neues Grassimuseum

112 Hubert Ritter, Franz Dischinger,

Hubert Rüsch: Großmarkthallen

112 Wilhelm Kreis: „Volkspalast“

113 Hubert Ritter: Rundling

114 German Bestelmeyer: Bankhaus Kroch

114 Otto Paul Burghardt: Europahaus

HALLE

116 Stadtplan

118 Stadtgeschichtliche Anmerkungen

120 Um 1910

120 Wilhelm Jost: Stadtbad

120 Wilhelm Jost, Georg Lindner: Krematorium

122 Marktplatz und Zentrum

122 Wilhelm Jost u. a.: Ratshof

122 Bruno Föhre: Kaufhaus

122 Bruno Föhre: Kaufhaus am Waisenhausring

127 Reinhold Knoch, Friedrich Kallmeyer:

Haus für eine Weinhandlung

127 Heinrich Schlumpp: Textilhaus

127 Otto Steinkopff: Geschäfts- und Wohnhaus

128 Die Bauten der 20er Jahre

128 Alfred Gellhorn, Martin Knauthe: Haus Sernau

129 Wilhelm Ulrich: Katholische Kirche

zur Heiligsten Dreieinigkeit

129 Wilhelm Jost, Wilhelm Freise: Luthersiedlung

129 Wilhelm Jost, Oskar Muy: Wasserturm

130 Wilhelm Jost, Walter Engels: Pestalozzischule

132 Wolfgang Bornemann, Wilhelm Jost:

Diesterwegschule

DESSAU

134 Stadtplan

136 Stadtgeschichtliche Anmerkungen

138 Das Bauhaus und Dessau

141 Die 20er Jahre – Bauhaus & Co.

141 Walter Gropius: Bauhaus

146 Walter Gropius: Meisterhäuser

148 Walter Gropius: Versuchssiedlung

Dessau-Törten

150 Walter Gropius: Konsumgebäude

150 Hannes Meyer: Laubenganghäuser

151 Carl Fieger: Kornhaus

ANHANG

152 Stilgeschichtliche Anmerkungen

152 Wilhelminismus

153 Jugendstil

153 Um 1910

154 Neue Sachlichkeit und neues bauen

155 Ausgewählte Literatur

156 Architektenregister

158 Bildverzeichnis

160 Impressum

4

5


BRESLAU/WROCŁAW

Einleitung

Dieses ist ein Reiseführer zur Architektur. Er zeigt

entlang einer Route von Breslau bis Dessau Bauten

aus der Zeit zwischen 1900 und 1930 – der Zeit, die

als die „Geburt der architektonischen Moderne“ bezeichnet

werden kann.

Der Autor eines Reiseführers hat immer mit einem

Problem zu kämpfen, nämlich dem, dass der Weg

von einer Stadt zur anderen und von einem Gebäude

zum nächsten innerhalb einer Stadt nicht dem baugeschichtlichen

Ablauf folgen kann – der Bau einer

Stadt folgt nicht der allgemeinen Baugeschichte,

sondern dem bestimmten Ort. Und es wäre unsinnig,

die Besucher im Zickzack durch die Region oder die

jeweilige Stadt zu führen, nur um der zeitlichen oder

stilgeschichtlichen Logik gerecht zu werden.

Andererseits folgt dieses Buch dann doch nicht ganz

exakt den Wegen durch eine Stadt – da geht der

Bauhistoriker mit dem Verfasser durch. Zudem lesen

wohl nur wenige einen Reiseführer in der vorgegebenen

Folge. Vermutlich wählt man doch eher einzelne

Orte aus, um dann gezielt die Informationen abzurufen.

Daher wird versucht, die einzelnen Städte in ihren

architektonischen Schwerpunkten zu würdigen. Dabei

sind die Bauten je zu Gruppen zusammengefasst;

eine Karte gibt dazu den Überblick.

Am Beginn eines jeden Kapitels fi nden sich die wichtigsten

Daten zur Stadtgeschichte und ein Blick auf

diese von heute aus. Dann wird das „Highlight“, die

architektonische Besonderheit, vorgestellt, der Höhepunkt,

weswegen sich der Besucher in der Stadt

befi ndet – sofern er nicht ganz andere Gründe hat.

Anschließend werden dann die Bauten beschrieben.

Dabei kam es uns nicht auf enzyklopädische Vollständigkeit

an; deshalb werden tabellarisch auch weitere,

nicht näher beschriebene Gebäude aufgeführt. Die

nach Einschätzung des Verfassers aber bemerkenswertesten

Bauten, mit durchaus subjektiver Perspektive,

werden genauer gezeigt.

Leser, denen das entsprechende Fachwissen fehlt,

fi nden am Ende des Buches eine kleine stilgeschichtliche

Hilfestellung, indem in knapper Form die wichtigsten

Entwicklungen und Begriffe in ihrem baugeschichtlichen

Zusammenhang beschrieben werden,

um die Einordnung der jeweiligen Bauten zu erleichtern.

Ich danke Philipp Sperrle vom JOVIS Verlag für das

Lektorat und Andreas Bednarek für seine Hilfe bei der

Überprüfung der polnischen Namen im Text.

Gert Kähler

Hamburg, 2009

8

9


BRESLAU/WROCŁAW


BAUTEN VON MAX BERG IN BRESLAU

1910 Säuglingsheim, ul. Hoene Wrońskiego

1913 Jahrhunderthalle, ul. Zygmunta Wroblewskiego

1914 Städtische Badeanstalt, ul. Marii Skłodowskiej-Curie/ul. Nehringa

1920 – 1921 Friedhofskapelle (mit Albert Kempter), ul. Osobowicka

1922 – 1924 Wasserkraftwerk Süd (mit Ludwig Moshamer), ul. Nowy Swiat 46

1924 – 1925 Wasserkraftwerk Nord (mit P. Schneider), ul. Księsca Witolda 3a/ul. Pomorska

Welterbe Jahrhunderthalle

rechts: Stanisław Hempel, „Nadel“, 1948

unten: Max Berg, Jahrhunderthalle, 1913, Innenraum

Max Berg, Jahrhunderthalle, 1913, innere Kuppel und Schnitt

Betonbögen, die als dunkle Sockelzone die Halle

dominieren, darüber der eigentliche Kuppelraum, der

in 32 Rippen aufgelöst und mit vier gestaffelten Fensterbändern

ringsum hell belichtet ist und Kuppel wie

Gesamtraum dominiert. Heute sind die Fenster meist

zugehängt, weil die Halle als Veranstaltungsraum

dient.

Das hat schon, trotz des rohen Materials, sakrale Wirkung;

immerhin ist die überspannte Fläche dreimal so

groß wie die der Kuppel des Petersdomes, und die

Konstruktion erinnert an die der Hagia Sophia in Istanbul.

Diese Wirkung wird nicht durch Schmuckelemente

hervorgerufen, sondern im Gegenteil durch die

elementare Einfachheit der Formen – da trifft sich die

Jahrhunderthalle beinahe mit dem Völkerschlachtdenkmal

und einem stilistischen Ansatz um 1910, in

dem ein „deutscher“ Stil in monumentaler Reduktion

und in „Wahrhaftigkeit“ des Materials gesucht wurde,

von Hans Poelzig oder Hermann Muthesius bis Peter

Behrens und Fritz Schumacher.

Max Berg (1870 – 1947), der Architekt der Halle, hat

das durchaus so gesehen; er schrieb über seine Materialwahl,

er habe den Stahlbeton nicht nur gewählt,

weil er billiger gewesen sei, sondern weil er „auch

eine architektonisch und konstruktiv bedeutungsvollere

Gestaltung zulässt. Auf diese Weise wurde es

ermöglicht, die bisher bedeutendste stützenlose

Überspannung eines Raumes in rein massiver Konstruktion“

zu errichten. Aber spannend fanden es die

Beteiligten schon, ob auch alles so hielte wie berechnet

und entworfen; der Anekdote nach hat Berg den

Abbau des die Kuppel stützenden Gerüstes mit geladener

Pistole in der Tasche verfolgt – wenn sie zusammengekracht

wäre, hätte er sich erschossen. Das

waren noch Architekten!

Keine Frage: Der unglaublich kühnen Konstruktion

stand kein entsprechend kühner Gesamtentwurf des

Messegeländes gegenüber, und das liegt nicht daran,

dass es im Wesentlichen von dem anderen bedeutenden

Architekten in Breslau entworfen wurde, nämlich

von Hans Poelzig (1869 – 1936). Es wäre unsinnig,

einen Gegensatz zwischen einem „modernen“

Max Berg und einem „konservativen“ Hans Poelzig

konstruieren zu wollen. Man wird bei beiden ähnliche

Anschauungen vermuten können, denn noch 1924

hat Berg eine forumsähnliche Eingangssituation für

die Jahrhunderthalle mit – wenn auch ebenfalls betonierten

– Säulenreihen gebaut; Hans Poelzig aber

schuf die ebenso römisch-kaiserlich anmutende halbrunde

Wasserfl äche mit der heute schön bewachsenen,

betonierten Pergola und außerdem den Vierkuppel-Pavillon,

der einer eigenen Ausstellung aus dem

seinerzeit gegebenen Anlass diente.

In dieses Ensemble fügt sich die sogenannte „Nadel“

(„Iglica“) von 1948 ein, obwohl ihr vordergründiger

Zweck kurz nach der Übernahme der Stadt durch die

Polen gewiss ein anderer war: Sie sollte – drei Jahre

nach Ende des Krieges, in einer zu großen Teilen

immer noch zerstörten Stadt – die Leistungsfähigkeit

der polnischen Technik im Rahmen einer Ausstellung

der „wiedergewonnenen Gebiete“ beweisen – und

dafür gab es in der Tat keinen besseren Ort als den

gegenüber der genialen Jahrhunderthalle!

16

17


GÖRLITZ

Carl Schmanns: Kaufhaus zum Strauss

Weder Jugendstil noch der Stil um 1910 oder gar die

klassische Moderne der 20er Jahre prägen die Stadt

Görlitz, und doch gibt es eine Reihe hochrangiger

Bauten gerade aus den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg

der schönste ist zweifellos das „KAUFHAUS

ZUM STRAUSS“ von Carl Schmanns (heute Hertie) mitten

in der Stadt, am Marienplatz.

Das Kaufhaus war ein erst wenige Jahre zuvor entwickelter

Bautyp, der aus Paris zunächst nach Berlin

gekommen war, wo ihn Unternehmer wie Wertheim

und Tietz realisiert hatten. Die wichtigsten deutschen

Vorgängerbauten des sehr viel kleineren Görlitzer

Baus waren Joseph Maria Olbrichs Kaufhaus Tietz

in Düsseldorf (1906 – 1908) und Alfred Messels berühmtes

Kaufhaus Wertheim in Berlin (1896 – 1904),

über das ein Zeitgenosse schrieb: „Wer das Haus

Wertheim zum ersten Male betritt, empfängt den Eindruck

eines erdrückenden Gewirres. Menschen fast

zu jeder Tageszeit in ununterbrochenen Strömen; unabsehbare,

immer neue Reihen von Verkaufsständen;

ein Meer von Warenmassen, ausgebreitet; Treppen,

Aufzüge, Etagen, sichtbar wie die Rippen eines Skeletts;

Säle, Höfe, Hallen; Gänge, Winkel, Kontore;

Enge und Weite, Tiefe und Höhe; Farben, Glanz,

Licht und Lärm: ein ungeheuerliches Durcheinander,

scheinbar ohne Plan und Ordnung.“ 1

Beide Bauten besaßen Gemeinsamkeiten mit dem

Görlitzer „Kaufhaus zum Strauss“, dessen Architekt

aus Potsdam kam und sicher mit dem Kaufhaus

Wertheim vertraut war: die großformatig gegliederten,

stark vertikal geprägten Fassaden in Naturstein und

ein repräsentativer Eingang, der auf einen Lichthof

zuführt, durch den sich das Kaufhaus als Ganzes erschließt.

Der Besucher konnte von hier aus die Geschossigkeit

überblicken und die symmetrisch angelegten

Treppenanlagen sehen.

Carl Schmanns (über den als Architekt wenig bekannt

ist) übernahm in Görlitz die großstädtischen

Elemente; die Werksteinfassade seines Kaufhauses

besitzt eine großzügige Pfeilerfront, die auf einer

Seite in zweigeschossigen Arkaden endet. Über den

Haupteingang, vom heutigen Marienplatz aus, betritt

man das Gebäude und blickt auf den innen liegenden,

verglasten und ausgemalten Lichthof mit der Treppe

in die einzelnen Geschosse – eine höchst eindrucksvolle

Anlage, die dem Besucher noch heute einen

Eindruck davon vermittelt, wie das Kaufhaus zum urbanen

Element der Stadt wurde.

Der Eindruck ist dem hervorragenden Erhaltungszustand

des Hauses zu verdanken. Nachdem das

Kaufhaus 1991 von der Karstadt AG zurückerworben

worden war, die es schon in den Jahren 1929 bis

1946 betrieben hatte, wurde der Bau sorgfältig restauriert

und behutsam und denkmalgerecht heutigen

Ansprüchen des Verkaufs angepasst. Hier hat ein

Unternehmen ein denkmalpfl egerisches Verständnis

demonstriert, das man gern öfter sähe. Das Ergebnis

beweist, dass eine Anpassung an heutige Vorstellungen

vom Verkaufen möglich ist, weil die Qualität und

der Charme des alten Gebäudes zum Verkaufsargument

werden – man geht gern dorthin, gerade weil

der Bau nicht nur die nackte Funktion vermittelt, sondern

echte historische Patina bietet, Atmosphäre und

Charakter, mithin das, was anderswo als „Einkaufserlebnis“

künstlich hergestellt werden muss.

Seiten 37 – 39: Carl Schmanns,

Kaufhaus zum Strauss, 1912 – 1913

1 Göhre, Paul: Das Warenhaus (1907). zitiert nach: Strohmeyer,

36 Klaus: Warenhäuser. Berlin 1980, S. 86

37


Die Holzbauten in der Stadt

NIESKY

Die Holzbauten in der Stadt

Wachsmann wurde nur deshalb für die Moderne entdeckt,

weil er nach seiner Emigration in die USA 1941

mit Walter Gropius zusammenarbeitete, der als Vertreter

der Moderne nach Amerika geholt worden war.

Erst dort konnte Wachsmann seine Forschungen

über vorgefertigte, weit gespannte Bausysteme und

Hallen fortsetzen – in Stahl. In Niesky hat er nur ein

einziges Haus bauen können, 1927 für einen Direktor

der Fabrik.

Der Markt in den USA war gegenüber den Erkenntnissen

einer rationellen, preisgünstigen Produktion

und der Entwicklung neuer Verfahren aufgeschlossener,

was sicher mit der amerikanischen Bautradition

des balloon frame zu tun hat, einer Bauweise, die von

ungelernten Arbeitern bewältigt werden konnte. Dort

waren das Holzhaus und der häufi ge Umzug immer

noch weit verbreitet; die europäische Tradition des

Einmal-fürs-Leben-Bauens kennt man in den USA

nicht. Deswegen konnte Wachsmann mit eigener

Produktion, Entwicklung und Lehre sehr erfolgreich

arbeiten, die sich keineswegs nur auf Holz und

Wohnhaus beschränkten. Doch immer stand die rationelle,

serielle Produktion im Vordergrund, nicht die

Form an sich.

In Niesky gibt es heute noch rund 85 Holzhäuser aus

der Fabrik, ein Konrad-Wachsmann-Museum ist im

Aufbau. Es lohnt sich, die Straßenzüge abzulaufen, in

denen sich ganze Siedlungen erhalten haben (ein

Faltblatt mit Informationen und Lageplan der Bauten

ist in der Touristeninformation am zentralen Zinzendorfplatz

erhältlich): Man sieht, wie gut diese Bauten

altern können; sie sind technisch wie formal zeitlos

und bestens gepfl egt. Als Architekt allerdings wird

man vielleicht enttäuscht sein, weil sich der Aufbruch

in die Moderne so gar nicht im Äußeren der Bauten

spiegelt – die Bauten sind, sozusagen, ideologiefrei.

Klar, dass sie auch nach 1933 ohne Bruch produziert

werden konnten.

Andererseits: Der Bau „moderner“, weißer Häuser mit

Flachdach stellt an sich keine moralische Kategorie

dar. Im Denken und in der Radikalität des Ansatzes

war Konrad Wachsmann im Hinblick auf die Leitbauaufgabe

der 20er Jahre, möglichst viele Familien zu

bezahlbaren Preisen in brauchbaren Wohnungen unterzubringen,

moderner als die meisten Künstler-Architekten,

deren Entwürfe heute zum Kanon der Moderne

zählen.

Ein Gebäude, das auffällig aus dem Rahmen der

Wohnhäuser hervorsticht, ist die bereits erwähnte

katholische ST.-JOSEF-KIRCHE (Sonnenweg 18). Sie

wurde 1935 von Christoph & Unmack mit dem Breslauer

Architekten und Spezialisten für Sakralbauten

Kurt Langer gebaut. Sie zeigt die gleiche Grundhaltung

wie die Wohnbauten: Nicht formale Moderne

war das Ziel (das wäre 1935 auch kaum noch möglich

gewesen), sondern eine Neuinterpretation historischer

Formen unter Berücksichtigung der konstruktiven

Erfordernisse des Holzbaus. So wirkt die Kirche

wie eine reduzierte, vorsichtig uminterpretierte gotische

Kirche. Der Innenraum offenbart die Ständerkonstruktion,

wenngleich die eigentlich tragenden

Elemente verkleidet sind – auch das eine Interpretation

gotischer Baukunst, auf das Element Holz übertragen.

Der verputzte, an den Chor angefügte Technikraum

war ursprünglich ebenfalls in Holz gebaut.

oben: Kurt Langer, St.-Josef-Kirche, Sonnenweg 18, 1935

Touristeninformation und Museum Niesky

mit Ausstellung zur Brüdergemeine, zum Holzbau

und zu Konrad Wachsmann

Zinzendorfplatz 8, 02906 Niesky

Tel.: 03588/25600

Fax: 03588/255815

48 E-mail: museum@niesky.de

49


Hans Scharoun: Haus Schminke

LÖBAU

Hans Scharoun: Haus Schminke

Hans Scharoun, Haus Schminke, 1930 – 1933

Seite 54: Zustand vor der Sanierung

Seiten 55 – 57: Nach der Sanierung durch

die Wüstenrot Stiftung 1999 – 2000

Das Haus Schminke in Löbau bietet so etwas wie

das perfekte Gegenstück zu Niesky: Bei dieser Villa

für einen wohlhabenden Bauherrn geht es um die Ästhetik

der klassischen Moderne und das sorgsam detaillierte

Einzelstück, nicht um Produktionsabläufe und

preiswerte Massenprodukte (was keine qualitative

Unterscheidung sein soll, sondern eine beschreibende).

Man stelle sich vor: 1933, in der Lausitzer Provinz, in

einer Stadt mit weniger als 20.000 Einwohnern, von

denen die meisten noch nie von den Goldenen 20er

Jahren oder dem Aufbruch zu einer neuen Architektur

gehört hatten, entsteht ein Wohnhaus, das von einem

der größeren Unternehmer der Stadt für den eigenen

Bedarf gebaut wird. Als Arbeitgeber und Steuerzahler

ist der Nudelfabrikant ein wichtiger Mann in der Stadt;

was er tut, erregt Aufmerksamkeit. Und der baut nun

ein Haus, das nach dem Abbau der Gerüste weiß,

strahlend und völlig neuartig in seiner Umgebung

steht: eine Sensation!

In einer Kleinstadt, in der nichts auf Modernität und

Aufbruch hindeutet, entstand eines der schönsten

Wohnhäuser der klassischen Moderne. Die Bürger

der Stadt müssen den Bauherrn für verrückt gehalten

haben, wenn sie es wohl auch nur hinter vorgehaltener

Hand geäußert haben.

Immerhin ließ das Bauherrenehepaar das Haus für

sich und die vier Kinder ein wenig abseits, hinter

der Fabrik, errichten: ein Haus, das Offenheit zur Maxime

machte – nicht nur vordergründig in den großen

Fenstern, sondern vor allem im Prinzip der Grundrissanordnung.

Das war keine bürgerliche Villa mit dem

Fabrikanten in der Rolle des kleinen Königs, wie man

sie noch im 19. Jahrhundert gebaut hätte; das war

Form gewordene Bewegung, schon im Grundriss mit

seiner Verschränkung von zwei im Winkel von 30

Grad zueinander stehenden Ordnungen ablesbar. In

diesem Grundriss drückt sich auch ein neues Verständnis

von Ehe und Partnerschaft aus, nicht nur,

weil die Bauherrin Einfl uss genommen hat, sondern

weil er erkennbar für seine Bewohner, nicht für die

Repräsentationsbedürfnisse eines Unternehmers entworfen

worden ist.

Gleich nach Betreten der Eingangshalle wird der Besucher

zu einer Richtungsentscheidung gedrängt:

entweder die Treppe in das Obergeschoss hinauf, in

Obergeschoss

Erdgeschoss

54 55


Um 1910

DRESDEN

oben und unten: Fritz Schumacher, Krematorium, 1908 – 1911

Fassade, die diese Monumentalität und Schwere hervorruft,

es ist die gesamte Anlage in ihrer betonten

Axialität. Diese wird zwar durch das dem Bau vorgelagerte

Wasserbecken durchbrochen, der Besucher

kann also nicht direkt die Achse entlanglaufen, gleichzeitig

führen ihn jedoch die Freitreppen links und

rechts vom Eingang wieder auf eine zentrale Gerade

zurück. Auf der Rückseite des Krematoriums mit der

Feierhalle befi ndet sich ein geschlossener Urnenhof

mit umlaufendem Arkadengang – auch er würdig, feierlich,

wie es der Aufgabe angemessen ist.

Ein Krematorium war zu der Zeit noch keine Architekturaufgabe,

für die eine eigene Typologie entwickelt

gewesen wäre; die Verbrennung der Toten war eine

relativ neue Form der Bestattung. Auf der Suche

nach historischen Bezugspunkten lehnte sich Schumacher

nicht nur an das Grabmal Theoderichs in

Ravenna aus dem 5. Jahrhundert an, sondern mit

dem vorgelagerten Wasserbecken auch an das im

Bau befi ndliche Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.

Die Formensprache im Detail ist jedoch nicht historisierend,

selbst wenn die Gesamtanlage traditionelle

Bezüge herstellt. Der Friedhof selbst wurde ebenfalls

nach dem Entwurf von Fritz Schumacher und Paul

Wolf sowie des Gartenarchitekten Willy Meyer bis

1929 fertiggestellt.

Die anderen wichtigen Bauten dieser Jahre kurz vor

dem Ersten Weltkrieg bekommen ihre Bedeutung als

Gegenstück zu Hochschule und Krematorium, die als

„richtige“ Architektur galten. Dass dagegen Bauten

der technischen Infrastruktur und Gewerbebauten

von Architekten entworfen wurden, war nicht das

Normale. Im Fall der TABAKFABRIK YENIDZE wurde es

gemacht, weil es eigentlich um die Verkleidung eines

Fabrikgebäudes ging, das am Rande der Innenstadt

und damit an für das Stadtbild empfi ndlicher Stelle

lag. Außerdem versprach sich der Fabrikbesitzer und

Bauherr Hugo Zietz eine erhebliche Werbewirkung

von einem so fremdartigen Gebäude, einer vermeintlichen

Moschee – die „Tabakmoschee“ hieß der Bau

üblicherweise –, aber was wäre eine „Tabakmoschee“?

Nur als Camoufl age sind die prächtige Verkleidung,

die Kuppel und die Schornsteine in Form

von Minaretten der als Zigarettenfabrik genutzten Anlage

zu verstehen – eine Art gebautes Märchen aus

Tausendundeiner Nacht, das allerdings unter den

Bürgern der Stadt zu heftigen Auseinandersetzungen

führte. Heute ist das Haus restauriert und dient als

Bürogebäude; unter der Kuppel befi ndet sich ein Restaurant.

Eine neue Nutzung hat auch der sogenannte „ERL-

WEIN-SPEICHER“, der Städtische Speicher an der Elbe

erfahren. So wird vom stadtbildprägenden Bau zumindest

noch die äußere Form und damit die Wirkung

von der Elbseite her erhalten; der Speicher

dient heute als nobles Kongresshotel in unmittelbarer

Nähe zum sächsischen Landtag.

Beim Speicher handelte es sich eindeutig um einen

Zweckbau – ein Eisenbeton-Skelettbau, dessen Material

unverkleidet belassen wurde, weil alles andere

nur Geld gekostet hätte. Allein in der lebhaft gegliederten

Dachzone ging der Architekt Hans Erlwein

(1872 – 1914), seit 1905 Stadtbaurat Dresdens und

als Leiter des Hochbauamtes für sämtliche öffentlichen

Bauten und die der Infrastruktur der Stadt zuständig,

von der kargen Einfachheit ab, indem er ihre

Gliederung an derjenigen der Bürgerhäuser der Stadt

orientierte. Auch die vielen, funktionell kaum notwendigen

Fenster deuten darauf hin, dass hier die Sicht

auf die Stadt von der Elbe aus nicht zu sehr verschandelt

werden sollte – heute bieten gerade die

vielen Fenster die Chance für eine Hotelnutzung.

oben: Hans Erlwein, Städtischer Speicher, 1914

Reinhardt + Sander GmbH: Umbau zum Kongresshotel

(2004/05)

unten: Martin Hammitzsch, Tabakfabrik Yenidze, 1912

76 77


HALLE

Die Bauten der 20er Jahre


DIE BAUTEN DER 20ER JAHRE

1919 Wilhelm Jost: Straßenbahndepot, Freiimfelder Straße 74/75

1921 – 1922 Alfred Gellhorn, Martin Knauthe: Forsterhof (ehemaliges Bürohaus Sernau), Forsterstraße 29

1924 – 1925 Wilhelm Ulrich: Eigenes Wohnhaus, Ratswerder 7

1925 – 1926 Walter Thurm: Kino „Capitol“, Lauchstädter Straße 1

1927 Georg Roediger: Christuskirche, Freiimfelder Straße 89

1927 – 1928 Wilhelm Jost, Oskar Muy: Wasserturm, Lutherplatz

1929 Wilhelm Jost, Wilhelm Freise: Siedlung Lutherplatz

1928 – 1929 Wilhelm Jost, Walter Engels: Pestalozzischule, Vor dem Hamstertor 12

1929 Wilhelm Jost: Trafostation, Universitätsring/Geiststraße

1929 – 1930 Wilhelm Ulrich: Kirche zur Heiligsten Dreieinigkeit, Lauchstädter Straße 14b

1930 Wolfgang Bornemann, Wilhelm Jost: Diesterwegschule, Diesterwegstraße 38

1930 – 1931 Heinrich Faller: Siedlung Vogelweide, Vogelweide 1 – 29

1931 – 1932 Martin Knauthe: Verwaltungsgebäude der AOK, Robert-Franz-Ring 16

Die Bauten der 20er Jahre

Wenn man die Architekten der wichtigsten Bauten

Halles aus den 20er Jahren betrachtet, dann fällt auf,

dass kein außerhalb der Stadt bekannter Name dabei

ist (selbst Alfred Gellhorn dürfte nur Spezialisten ein

Begriff sein). Genau das aber zeigt eine Tendenz, die

über die Stadt hinaus weist und verallgemeinert werden

kann: nämlich die unterschiedliche Akzeptanz

und Verbreitung der sich nach dem Weltkrieg entwickelnden

neuen Architektur, des neuen bauens,

das zudem keineswegs in sich homogen war. Es zeigt

auch, wie schnell sich der Formenkanon der Moderne

ausweitete, selbst wenn man nicht als Architekt von

sich behaupten konnte, man hätte eigenständige Beiträge

dazu geliefert. Dass die neue Architektur der

20er Jahre vor allem im Wohnungs- und Siedlungsbau

zur Geltung kam, belegt nicht nur, dass es sich

beim Wohnungsbau um die „Leitbauaufgabe“ jener

Jahre handelte, die auch am intensivsten diskutiert

wurde, sondern dass diese Architektur programmatisch

als Ausdruck einer neuen Gesellschaft begriffen

wurde: die neue Architektur für den neuen Wohnungsbau!

Angefangen aber hat dieser Zeitabschnitt in Halle

nicht mit einer Siedlung, sondern mit einem Bürohaus

eines Exporteurs von Spielwaren, dem ehemaligen

HAUS SERNAU von Alfred Gellhorn und Martin Knauthe,

die bis Mitte der 20er Jahre ein Büro in Halle

führten. 1921 gab es praktisch noch keine Beispiele

des neuen bauens in Deutschland, auf die man sich

hätte beziehen können. Tatsächlich ist das Haus auch

nicht wirklich eine Inkunabel einer neuen Ästhetik –

dazu wirkt es zu massiv durch die tiefen Fensterleibungen,

die Sockelzone und die wulstigen Formen.

Dennoch: Es entsteht eine horizontale Bandwirkung

der Fenster, und der weiße Putzbau mit fl ach geneigtem

Dach nimmt einiges vorweg, das zum Kanon der

Moderne gehört.

Ebenfalls in diese Phase eines sich entwickelnden

Stils gehört der Architekt Wilhelm Ulrich, den man

weitläufi g dem Expressionismus zuordnet, ohne dass

der Begriff sein Denken und Arbeiten erklärte. Tatsächlich

hat Ulrichs Architektur etwas vom Eigenbrötlerisch-Skurrilen,

wie es auch das Bauhaus in Weimar

nach 1919 prägte, als Gropius dort das Ideal der mittelalterlichen

Bauhütte propagierte und „kleine, geheime

und autarke Verbände, Logen, Hütten und Verschwörungen“

plante, um „künstlerisch ein Geheimnis,

ein Körnchen Glauben, zu hüten und zu gestalten“ 2 .

So auch Ulrich, der das Geheimnis der Architektur

in der sechseckigen Wabe fand und sein eigenes

WOHNHAUS 1924 aus sechs identischen Waben baute,

die regelmäßig um eine siebte gruppiert sind. Erst

1930 konnte er sein Konzept auch in einem öffentlichen

Gebäude entwickeln, und dort passt es wesentlich

besser, weil die Waben nicht als geschlossene

Räume begriffen wurden: Die KATHOLISCHE KIRCHE

ZUR HEILIGSTEN DREIEINIGKEIT nimmt vorweg, was in

den Jahren um 1970 herum im Bürohausbau Furore

machte: den 60-Grad-Winkel als formprägendes Element.

In diesem Kircheninnenraum, bei dem eine

Wabe den Altarbereich defi niert, der geschickt indirekt

belichtet ist, passt das System, weil es die

„Waben“ als kombinierbare, offene Struktur versteht.

Von außen allerdings kommt der Bau recht schlicht

daher.

Als eine in jeder Hinsicht für die 20er Jahre charakteristische

Anlage kann die LUTHERSIEDLUNG einschließlich

ihres zentral gelegenen WASSERTURMES

gelten: eine Anlage mit kleinen Wohnungen auf der

Grundlage staatlicher Förderung in einer Architektur,

die sich vom traditionellen Heimatstil gelöst, aber

noch keineswegs völlig der Moderne zugewandt hat.

links: Alfred Gellhorn, Martin Knauthe, Forsterhof

(ehemaliges Bürohaus Sernau), 1921 – 1922

Seite 129 oben und unten: Wilhelm Ulrich, Kirche

zur Heiligsten Dreieinigkeit, 1929 – 1930

2 Gropius, Walter: Programm des Staatlichen Bauhauses in Weimar,

zitiert nach: Conrads, Ulrich (Hg.): Programme und Manifeste zur

128 Architektur des 20. Jahrhunderts. Gütersloh 1964, S. 47

129


CHEMNITZ


BAUTEN FÜR GEWERBE, INDUSTRIE UND VERKAUF

1922 ff. Erich Basarke: GEG Kauffahrtei, Johann Esche-Straße

1922 – 1928 Hans Poelzig: Textilfirma Goeritz, Zwickauer Straße 106 – 108

1924 Heinrich Straumer: Dresdner Bank, Johannisplatz

1925 Erich Basarke: Deutsche Bank, Falkeplatz 2

1926 Willy Schönefeld: Fa. Cammann, Blankenauer Straße 74, (1996 revoniert)

1926 Hans und Oskar Gerson: Lagerhaus Emden & Söhne, Dresdner Straße 50

1927 – 1930 Erich Mendelsohn: Kaufhaus Schocken, Brückenstraße/Bahnhofstraße

1927 Erich Basarke: Maschinenfabrik Schubert & Salzer AG mit Uhrturm,

Lothringer Straße/Annaberger Straße

1927 Ehemalige Spinnereimaschinenbau Chemnitz, Altchemnitzer Straße 27

1929 Friedrich Wagner-Poltrock: Umspannwerk, Getreidemarkt

1929 Wilhelm Schönefeld: Astra-Werke, Altchemnitzer Straße 41 (heute Regierungspräsidium)

1930 Martin Alfred Otto, Stadtsparkasse, Stollberger Straße 2

Volker Staab: Umbau zum Museum Gunzenhauser (2007)

Bauten für Gewerbe, Industrie und Verkauf

Seite 92: Erich Basarke, Uhrturm der Maschinenfabrik

Schubert & Salzer AG, 1927

Friedrich Wagner-Poltrock, Industrieschule, 1924 – 1928

92

93


Die 20er Jahre – Bauhaus & Co.

DESSAU

links: Vestibül, Junkers-Heizkörper, Eingang zum

Werkstattflügel

oben: Detail des Schriftzugs auf der Südseite des Gebäudes

unten: Werkstatt-Trakt mit der dreigeschossigen Verglasung

144 145

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!