60 Jahre Faszination Unimog

mercedesbenz

60 Jahre Faszination Unimog

www.mercedes-benz.de | September 2008

Mercedes-Benz

Unimog

Das Magazin für den multifunktionalen Einsatz.

60 Jahre Faszination Unimog

Profis am Pumpwerk | Kontinuität in Oberbayern | „Kraftstoffsparer“ Unimog | Logistik auf neuen Wegen

2|2008


4 | Perfekt für den Wegebau

Einer der ersten U 20-Kunden, ein Unternehmer

und Diplom-Ingenieur aus

Kempten im Allgäu, entdeckte im U 20

sofort das Fahrzeug, das mit seinen

kompakten Maßen die richtige Lösung

für seine Arbeiten im Wegebau

bot. Er konstruierte und baute einen

Thermoaufbau mit Tank für Bitumen-

Emulsion mit Breitspritzgerät auf den

U 20 auf und ist heute im deutsch-österreichischen

Alpenraum (auf unserem

Foto in der Nähe von Füssen vor dem

weltberühmten Schloss Neuschwanstein)

in diesem Segment sehr gefragt.

1 | Profis am Pumpwerk

Insgesamt 145 oberflächennahe Trinkwasserbrunnen

haben die Stadtwerke Bielefeld zu betreuen.

Die Service- und Reparaturarbeiten werden

mit einem Unimog U 300 durchgeführt.

14 | Kontinuität in Oberbayern

Der Bauhof der oberbayerischen Stadt Mühldorf

am Inn sorgt u. a. für die verkehrstechnische

Sicherung wichtiger Straßen zu Autobahn und

Bundesstraße. Im Einsatz sind seit Jahrzehnten

Unimog und Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge.

8 | Strippenzieher

Kabelziehen ist eine Arbeit, bei der Unimog

zum Ziehen der Kabeltrommeln und der Kabel

selbst durch vorbereitete Kabelzugrohrtrassen

eingesetzt werden.

10 | „Bochumer Spezialität“

Für die Stadtwerke Bochum ist ein Mercedes-

Benz Unimog U 400 mit einer ausgeklügelten

Aufbauvariante eine „Bochumer Spezialität“.

16 | „Kraftstoffsparer“ Unimog

Zwei Tests, durchgeführt von den Ingenieuren

des Testzentrums Technik und Betriebsmittel

der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft

(DLG) erbringen den Beweis: Der Unimog egalisiert

– gegenüber dem Traktor – seinen Anschaffungspreis

allein durch Kraftstoff-Minderverbrauch!

18 | Logistik auf neuen Wegen

Statt Gabelstablern setzt die Produktion des

Produktbereichs Sonderfahrzeuge am Standort

Mercedes-Benz Werk Wörth vermehrt auf den

Einsatz von Niederflurhubwagen. Zusammen

mit dem Fahrzeugaufbauer Eggers in Brinkum-

Bremen wurde ein Fahrzeug für den Transport

von Montageteilen entwickelt.

0 | Daimler Worldwide

Die Daimler AG, der größte Nutzfahrzeug-Konzern

der Welt, kann auch außerhalb Europas

mit Erfolgsmeldungen aufwarten.

4 | Hoch hinaus in Fernost

Unimog ziehen, tragen, schieben und fahren

durch Wassertiefen bis zu 1,20 m, aber fliegen

nicht – Einsätze auf den Shinkansen-Neubaustrecken

bei der Japanese Railway Construction,

Transport and Technology Agency (JRTT) machen

allerdings kleine „Luftreisen“ notwendig.

5 | Rallye Transorientale

Rund 10.000 km durch Russland, Sibirien,

Kasachstan und die Volkrepublik China führt

die längste Rallye der Welt. Die sieben teilnehmenden

Unimog mit Teams aus Italien, Spanien

und Frankreich erreichten alle das Ziel.

6 | 60 Jahre Faszination Unimog

Der Unimog wird in diesem Jahr 60 und fasziniert

damals wie heute. Die Maschinenfabrik

Gebr. Boehringer im württembergischen Göppingen

begann 1948 mit der Serienfertigung

des Universal-Motor-Geräts.

7 | Menschen-Retter

Es ist die Geschichte von zwei Bauhof-Mitarbeitern

in der Albgemeinde Jungingen bei Hechingen

(Hohenzollern), die in der Hochwassernacht

des 2. Juni, mit ihrem Unimog unterwegs waren

und unvermutet zu Menschen-Rettern wurden.

Unimog 2|2008 Unimog 2|2008

Impressum

Herausgeber:

Daimler AG,

Produktbereich Sonderfahrzeuge

Verantwortlich für den Herausgeber:

Benjamin Syring,

Produktbereich Sonderfahrzeuge

Redaktionsbeirat:

Benjamin Syring, Marion Weisenburger,

Sabine Bremer, Dieter Mutard, Dieter Sellnau,

Claws E. Tohsche

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Texte und Fotos:

Dieter Mutard, DLG Testzentrum Technik,

Henrik Morlock, Produktbereich Sonderfahrzeuge

Redaktionsanschrift:

Daimler AG,

Produktbereich Sonderfahrzeuge,

Vertrieb Marketing, D-76742 Wörth

Gesamtherstellung:

Dieter Mutard DWM Pressebüro und Verlag,

Söflinger Straße 100, D-89077 Ulm

Die nächste Ausgabe erscheint im Frühjahr 2009.

Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos.

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

Printed in the Federal Republic of Germany

| Unimog als „Safety Car“

Rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr ist der

2-Wege-Unimog der Straßenbahn Betreibergesellschaft

Sétram im Motorsport-Mekka Le

Mans (Nordwestfrankreich) in Einsatzbereitschaft.


Perfekt für den Wegebau

„Für mich ist der U 20 mit seiner praxisgerechten Geschwindigkeitsabstufung und den

hydraulischen Leistungsmöglichkeiten wieder der Unimog, den wir für unsere Arbeit

brauchen“, so lautet eine Kundenaussage der Allgäuer Wegebau-Spezialisten der Firma

Hörmann GmbH, Kempten. Zusammen mit einem U 130 bildet der neue U 20 eine idea-

le Arbeitseinheit im Wegebau.

4 Unimog 2|2008

In Mitten der Voralpenlandschaft: Der U 20 mit Thermoaufbau

für Bitumen-Emulsion und der U 130 zur Splitteinbringung

Unimog 2|2008 5

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„Der Unimog U 20 mit dem Thermo-

aufbau Marke Eigenbau erfüllt unsere

spezifischen Anforderungen hervor-

ragend.“

Christian Hörmann,

Chef Firma Hörmann GmbH, Kempten

Das eingangs genannte Zitat stammt von

Christian Hörmann, Chef der gleichnamigen

Firma in Kempten im Allgäu, die sich

auf Bitumenemulsionen, Spritzdeckenbau sowie

Straßen- und Wegesanierung spezialisiert

hat. Die teilweise extremen Bedingungen vor

allem in den Bayrischen Alpen und der Allgäuer

Bergwelt halten vielseitige Einsätze für

das Unternehmen bereit. Es fallen immer wieder

Aufträge im Hochgebirge an, wie z. B. den

Bau von Wirtschafts- und Alpwegen (in diesem

Sommer beispielsweise am Jenner bei Berchtesgaden

und am Fellhorn, einem der berühmten

Skiberge bei Oberstdorf). Sonst ist die Firma

im Kommunalbereich in Bayern und Baden-

Württemberg tätig. Ab und zu geht es auch von

Kempten aus hinüber ins nahe gelegene österreichische

Nachbarland Vorarlberg. Von Seiten

Unimog wird Hörmann von Richard Karg,

Kundenberater beim Unimog Generalvertreter

Wohlgschaft in Wangen im Allgäu betreut, der

den Kunden in der Realisierung seines Vorhabens

mit seinem neuen U 20 bestärkt und ihm

mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat.

Warum aber ist der U 20 bei Hörmann so eine

Besonderheit? Schließlich gibt es in Deutschland

und seinen Nachbarländern mehrere

Firmen, die ähnliche Arbeiten ausführen. Der

U 20 bei Hörmann jedoch ist ein echtes Uni-


kat: Seit bekannt war, dass Mercedes-Benz den

„kleinen Unimog“ auf den Markt bringen wird,

hatte Christian Hörmann eine Idee für einen

eigenen Aufbau im Kopf, die der junge Diplomingenieur

schließlich selbst konstruierte und in

seiner Werkstatt baulich umsetzte. Er plante für

seinen Unimog U 20 einen Thermoaufbau mit

Tank für Bitumen-Emulsion und einem entsprechenden

Breitspritzgerät mit einer Spritzbreite

von bis zu 4 m zum Ausbringen des Bitumens.

Seit Juli ist diese Fahrzeugeinheit, U 20 mit

Thermoaufbau und Breitspritzgerät, nun im

Einsatz. Sieht man, wie gut die Arbeitsprozesse

der beiden tandemartig fahrenden Unimog ineinander

greifen, gebührt Christian Hörmann

Respekt für seine einzigartige Idee und deren

gelungene Realisierung.

Durch hügelige Voralpenlandschaft

Bei der Sanierung der Spazierwege durch den

Kurpark von Schwangau bei Füssen im Allgäu,

zu Füßen der Königsschlösser des Bayernkönigs

Ludwig II., werden die bautechnisch und

wirtschaftlich optimierten Arbeitsprozesse anschaulich.

Dabei wird deutlich, dass der U 20 in

seinen Abmessungen und Normen für den We-

gebau geradezu perfekt ist. Die schmalen, zu

sanierenden Wege verlaufen in der hügeligen

und manchmal auch recht steilen Voralpenlandschaft

über Kilometer hinweg zwischen grünen

Almwiesen und dunklen Waldstücken hindurch.

Das fünfköpfige Hörmann-Arbeitsteam

kommt im „hydrostatischen Tempo“ (bestimmt

durch die Fahrgeschwindigkeit des U 20 und

des folgenden U 130) mit der Aufbringung von

Bitumen und Splitt gut voran.

Während mit dem U 20 die Bitumenemulsion

mittels Breitspritzgerät aufgebracht wird,

Im „hydrostatischen Arbeitstempo“ geht’s voran.

Kaum ist das Bitumen vom U 20 aufgespritzt, wird

der Splitt direkt von der Ladepritsche des U 130

herunter eingebracht

Eine ideale Arbeitseinheit: der U 130 (l.) und der Geräteaufbau

des neuen U 20 ergänzen sich hervorragend

schüttet der rückwärts fahrende U 130 direkt

von der Ladepritsche den Splitt über die ganze

Wegbreite. Die drei begleitenden Arbeiter beobachten

den Ablauf und müssen nur hin und

wieder mit Besen oder Schaufel etwas korrigierend

eingreifen. Wenn die erste Schicht aufgebracht

und gewalzt ist, folgt die zweite und dritte

Schicht jedes Mal im gleichen Verfahren. Bis

zum Abend hat das Hörmann-Team einige Kilometer

geschafft. Neben den hervorragend abgestimmten

Arbeitsabläufen liegt ein weiterer

großer Vorteil des Unimog für dieses Geschäft

klar auf der Hand: Seine Nutzlast erlaubt einen

großen Einsatzradius und das erforderliche

Materialdepot zum Nachfassen von Splitt und

Bitumen kann unabhängig von Einsatz- und

Standort flexibel eingerichtet und nachgerückt

werden.

Ein Aufbau „made by Hörmann“

Die Branche der Straßenoberflächensanierer

und -bauer steht allgemein unter großem

Wettbewerbsdruck. Deshalb müssen die Anbieter

flexibel sein und eine schlagkräftige

Gerätschaft mit leistungsfähiger technischer

Ausstattung bereit halten. Um diesen Anforderungen

gerecht zu werden, war es für den Maschinenbauingenieur

Christian Hörmann von

Anfang an klar, auf eine Eigenkonstruktion zu

setzen. „Unsere spezifischen Anforderungen an

die Gerätekonfiguration sind im Markt so nicht

zu finden“ meint der Firmenchef. Daher brachte

er all sein konstruktives Wissen für diesen

Aufbau ein. Den Thermoaufbau einschließlich

Breitspritzgerät kennzeichnet ein Schaltschrank

mit der Elektrik zur Steuerung und Regelung

der Gesamteinheit. Zusätzlich zur Zweikreishydraulik

des U 20 war für dieses Gerät

der Einbau einer weiteren Hydraulikeinheit für

den Betrieb des Aggregats zur Emulsionsausbringung

notwendig. Ein 220-Volt-Brenner vom

schwäbischen Marktführer Weishaupt besorgt

die Temperierung der Emulsion, die schließlich

durch das Breitspritzgerät, das an einen

Heckkraftheber montiert ist, ausgebracht wird.

Abgerundet wird die Geräteausstattung durch

einen Frontkraftheber für eine Frontkehrmaschine

oder andere Anbaugeräte, die bei Bedarf

angebaut werden können. n

Eine sehenswerte Einheit: U 20 mit Tankaufbau für Bitumen und dem bis zu 4 m ausfahrbaren Breitspritzgerät, das

an einem Heckkraftheber angebaut ist (l.). Wenn der Tank auf dem U 20 leer ist, wird er am Basisfahrzeug, das über

20.000 l bei sich hat, in kürzester Zeit wieder aufgefüllt (r.)

Aus dem Fahrerhaus heraus wird der Thermoaufbau und die Ausbringung des Bitumens gesteuert (l.). Zwischen

Fahrerhaus und Bitumentank sitzt die Elektrik zur Steuerung der Gesamteinheit (r.)

6 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 7


Die Mitarbeiter ziehen das Kabel von einer Verteilstelle

zur anderen, um es von dort in den nächsten Kanal

umzuleiten (oben). Um Zugkräfte zu sparen oder Abknickungen

zu vermeiden, wird das Kabel an die Erdoberfläche

geführt und von dort in den neuen Kanal gezogen (unten)

Strippenzieher

Kommunikation und Energieversorgung spielen in unserer Gesellschaft

eine wichtige Rolle. Somit auch das Verlegen und Ziehen von Kabel.

Fast immer finden dabei Mercedes-Benz Unimog Verwendung, weil sie

hinsichtlich Geländegängigkeit, Nutzlast und Aufbaumöglichkeiten die

idealen Voraussetzungen für dieses Geschäft bieten.

In vielen Fällen kommen die Kundenfahrzeuge

regelmäßig entweder als Fernverkehrs-Lkw,

Bau-, Transport-, oder Servicefahrzeug an die

Stätten ihres Entstehungsprozesses zurück,

denn die Daimler AG arbeitet partnerschaftlich

mit ihren Kunden zusammen. So wurde beispielsweise

beim Bau einer neuen Produktionshalle

im Werk Mannheim die Firma HAKA mit

ihrem Mercedes-Benz Unimog U 300 engagiert.

In der Produktionshalle werden künftig Antriebe

der mittleren und schweren Leistungsklassen,

wie sie auch im Unimog Verwendung

finden, montiert.

Das Werk Mannheim der Daimler AG ist die

Produktionstätte von Mercedes-Benz Omnibussen,

der Mercedes-Benz Nutzfahrzeugmotoren

und Sitz der dazugehörigen Gießerei. Die Hagener

Kabelverlegungs GmbH war mit ihrem

Mercedes-Benz Unimog U 300 und vier Mitar-

beitern mehrere Tage vor Ort im Einsatz. Ihre

Aufgabenstellung war die Verlegung von Kabeln

für die elektrische Versorgung der neuen Halle.

Dazu mussten beinahe 7,8 km Kabel durch die

unter der Erde befindlichen Kabelzugrohrtrassen

und Energiekanäle des Werkes über eine

Gesamtdistanz von 3,6 km gezogen werden. Zu

diesem Zweck sind die Unimog von HAKA mit

Winden des Herstellers Lancier Cable GmbH

in Dernsteinfurt bei Münster ausgerüstet, die

auf der Pritsche montiert werden. Die Lancier-

Winde ist neben dem Kabeltrommelwagen als

Anhänger des Unimog das wesentlichste Gerät

für die Rohrverlegungsarbeiten.

Die Firma HAKA mit Sitz in der nordrheinwestfälischen

Stadt Wetter im Dreieck der

Großstädte Dortmund, Bochum und Hagen ist

eine Familiengesellschaft, die dem Firmenchef

Eberhard Streich, seiner Frau Renate und der

Tochter Kirsten sowie Schwiegersohn Karsten

Falk gehört. Seit dem Jahr 2005 ist das Unternehmen

als „Strippenzieher“ im Geschäft.

Eberhard Streich, der früher bei der Telekom

beschäftigt war, ist als Fernmeldetechniker

seit 50 Jahren mit der Branche und den immer

weiter wachsenden Anforderungen an

die Verlegetechnik für Kommunikations- und

Versorgungsleitungen unter der Erdoberfläche

bestens vertraut.

Hoch- und Niederdrucktechnik für den

Unimog U 20 / U 300 / U 400 / U 500

Unimog-Lieferprogramm:

✱ Universal-Hochdruckreinigungsgeräte

für den Front-, Mittel- und Heckanbau

✱ Flächenreinigungsgeräte:

- reine Hochdruckspritzbalkensysteme

- Kombination mit Kehrmaschinen

- Ausleger zur Wand/Deckenreinigung

- zur Reduzierung der Feinstaubbelastung

✱ Kombinierte Saug- und Spülbehälter

bis 5.500 l - Gesamtvolumen

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bis 6.000 l - Inhalt

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8 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008

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Heute ist die HAKA in diesem Sektor ein bekanntes

Dienstleistungsunternehmen und

unter anderem für Unternehmen wie den Energiekonzern

e.on und die Telekom tätig. Das

Einsatzgebiet umfasst ganz Deutschland und

die Nachbarländer Dänemark, Holland und

Österreich. Dabei sind die Einsatzbedingungen

nicht immer so „gepflegt“ wie im Werk Mannheim,

denn meistens geht’s mit den Unimog

(U 300, U 1600, U 424 und dem Triebkopffahr-

Kabel marsch! Die computergesteuerte Lancier­Winde auf

der Pritsche des Unimog zieht das bereits verlegte Kabel

wieder an die Erdoberfläche, bevor es danach erneut in

Kabelkanälen verschwindet

Wenn der Kabelvorrat zu Ende ist, wird mit Unimog und

Kabelziehwagen neues Verlegematerial angeschafft (links)

zeug U 1700 als Zugmaschine für Trommelwinden

bis 10 t) „quer durch den Busch“, wie sich

Eberhard Streich ausdrückt. Dies gilt vor allem

bei der Erschließung von Bau- und Industriegebieten.

n


Aufbaukonzept = „Bochumer Spezialität“

Die Stadtwerke Bochum GmbH sieht eines ihrer Unternehmensziele darin, rund um die Uhr ein zuverlässiger

Garant für die sichere und kostengünstige Wasser- sowie Energieversorgung (Strom, Gas, Fernwärme) der Groß-

stadt im Ruhrgebiet zu sein. Ihr Fuhrpark spielt in diesen Belangen eine bedeutende Rolle. Ein Mercedes-Benz

Unimog U 400 stellt in der 150 Fahrzeuge zählenden Flotte eine ganz eigene Bochumer Spezialität dar.

Die drei Funktionsbereiche des Fuhrparks

der Stadtwerke Bochum umfassen Transport,

Logistik einschließlich Disposition und

eine große leistungsfähige Werkstatt, in der die

Fahrzeuge und Geräte gewartet werden. Die Palette

des Fuhrparks reicht vom Pkw über Atego

Lkw bis zu einem selbstfahrenden 25-t-Autokran.

Auch drei Mercedes-Benz Unimog zählen

dazu: ein U 1600 mit Hiab-Kran und Palettengabel,

der neue U 400 mit Sattelkupplung und

Pritsche sowie ein U 1450. Für die insgesamt

15 Beschäftigten herrscht also immer reger Betrieb.

Je nach Auftragslage und Bedarf können

all diese Mitarbeiter als Fahrer für die Unimog

und Krane oder als Monteure eingesetzt werden,

wodurch ein Höchstmaß an Flexibilität erreicht

wird. Das Aufbaukonzept des Unimog U 400

macht ihn im Vergleich zu seinen beiden etwas

älteren „Kollegen“ und dem Vorgängerfahrzeug

als echten „Allround-Spezialist“ für mehrere

Anwendungsbereiche einsetzbar. In der Hauptsache

deckt er vier verschiedene Einsatzfelder

ab, wobei die Universalität des Fahrzeuges

künftig auch weiteren Nutzen ermöglicht. In der

Regel ist das Fahrzeug als Kabeltrommel-Transportfahrzeug

konfiguriert.

Das Transportgeschäft mit Anhängebetrieb und

der Winterdienst nehmen ein weiteres großes

Einsatzgebiet ein. Ab und an ist der Unimog als

Die gebräuchlichste Anwendung

stellt der U 400 mit Spezialanhänger im

Transporteinsatz für Kabeltrommeln dar

Zugmaschine für Stromaggregate im Einsatz,

wenn der dafür eingeplante Mercedes-Benz Lkw

Atego je nach Dispositionslage nicht zur Verfügung

steht.

Waldemar Strobel, Leiter Technische Dienste,

Transport und Büroservice bei den Stadtwerken

Bochum, ist verantwortlich für die funktionsgerechte

Fahrzeugausstattung des kommunalen

Energie-Dienstleisters. „Ich finde es ausgesprochen

interessant und praxisnah, dass es mit

dem Unimog ein Fahrzeug für unsere vielen

Aufgabenstellungen gibt, die wir zu erledigen

haben. Das ist für uns echter Nutzwert, der eine

Effizienzsteigerung schafft.“ Und Frank Müller,

„Ich finde es ausgesprochen inter-

essant und praxisnah, dass es mit

dem Unimog ein Fahrzeug für unsere

vielen Aufgabenstellungen gibt“

Waldemar Strobel, Leiter Technische Dienste, Transport

und Büroservice, Stadtwerke Bochum

Fuhrparkleiter, unterstreicht diese Strategie, die

zwar nicht erst mit dem neuen U 400 Einzug gehalten

hat, aber jetzt eine enorme Verbesserung

erfährt: „Die Aufbaulösung Sattelkupplung und

Pritsche auf einem Fahrzeug zu haben, hatten

wir zwar schon beim Vorgänger, einem U 1450,

aber mit dem neuen Fahrzeug haben wir in Zusammenarbeit

mit dem Aufbauhersteller Eggers

in Brinkum-Bremen eine wirklich flexible Lösung

realisiert.“ Das Neue daran ist, dass alle

Voraussetzungen für mehrere Anwendungen

gegeben sind. Die abnehmbare Pritsche ist

gegenüber früher mit einer ebenfalls abnehmbaren

Kabeltrommel-Lagerung ausgestattet.

Anz_IFAT_185x120_Sep:Anz_Schmidt_185x120 19.08.2008 14:08 Uhr Seite 1

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Damit kann die Pritsche auch für andere Transportzwecke

genutzt werden. Die Aufbauentwicklung

von Eggers ist eine Bereicherung, die

sich auch wirtschaftlich auszahlt. Wenn dann

Pritsche und Kabeltrommel-Lagerung abgebaut

sind, ist die Sattelkupplung mit einer Aufsattelhöhe

von 1.550 mm für die Aufnahme des speziell

konstruierten Ersatzstromerzeugers frei. Die

Sattellast beträgt 5,3 t und der ganze Zug liegt

bei 22,5 t zul. Gesamtgewicht einschließlich des

Ersatzstromerzeugers. Die von den Stadtwerken

Bochum vorgehaltenen Ersatzstromerzeuger

mit 630 kVA bzw. 420 kVA Leistung kommen

regelmäßig bei geplanten Umbauarbeiten z. B.

10 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 11

..

Unimog U 400 als Sattelzugmaschine mit einem Ersatzstromerzeuger

(links)

Abnehmbare Pritsche des U 400 mit Kabeltrommel­

Lagerung. Sie kann separat abgebaut werden, wenn ein

Transporteinsatz mit Pritsche ansteht (Mitte)

Mit dem Seitenstapler wird die Pritsche nach dem

Lösen aller Container­Verriegelungen abgehoben.

Die freiliegende Sattelkupplung ist deutlich zu sehen

(rechts)

an Krankenhäusern, öffentlichen Gebäuden

oder auf Kundenanforderung bei Industriebetrieben

zum Einsatz. Möglicherweise aber auch

nach Naturkatastrophen, wenn die Stromversorgung

streckenweise in Mitleidenschaft gezogen

wurde. Auch bei öffentlichen Veranstaltungen

wird das Fahrzeug häufig angefordert. Die Vorstellung,

dass bei einem Spiel der Bundesligamannschaft

des VfL im Ruhrstadion das Flutlicht

ausfallen würde, ist sicher für jeden Fan

furchtbar. Aber auch dann wäre der Unimog an

Ort und Stelle, um ein zusätzliches Stromerzeugungsaggregat

zu bringen. n


Profis am Pumpwerk

Rund 385.000 Einwohner der ostwestfälischen Großstadt Bielefeld und

Umfeld werden vom Energieunternehmen Stadtwerke Bielefeld GmbH

mit dem täglich benötigten Trinkwasser versorgt. Ein unverzichtbares

Rad im Versorgungsablauf ist ein Mercedes-Benz Unimog U 300, der

beim Service der insgesamt 145 oberflächennahen Brunnen eine besondere

Stellung einnimmt.

Fünfzig Prozent des jährlichen Bielefelder

Gesamtbedarfs von 17,8 Millionen Kubikmeter

Trinkwasser stammen aus oberflächennahen

Brunnen, die 20 bis 40 Meter tief in die

Erde reichen. Grundsätzlich sehen die Stadtwerke

Bielefeld die Qualitätssicherung des

Trinkwassers als hohe Verantwortung gegenü-

ber den Kunden an. „Diese Verantwortung setzen

wir mit einer regelmäßigen Kontrolle des

Trinkwassers vom Brunnen, über die Wasserspeicher

und das Verteilungsnetz um“, betont

Olaf Kulaczewski, Leiter der Wassergewinnung

bei den Stadtwerken. Und hier kommt nun auch

der seit Anfang des Jahres im Einsatz befind-

„Nach mehr als einem halben Jahr

können wir feststellen, dass der

Unimog in seiner Konfiguration mit

allen Geräten unsere Erwartungen

hinsichtlich Optimierung der Arbeitsprozesse

in jedem Bereich deutlich

erfüllt.“

Thomas Schroeder (l.), Leiter Fuhrpark und Sigmund

Buschke, stellv. Sachgebietsleiter Wassergewinnung

Monteur und Unimog-Fahrer Klaus

Wissmann trifft die ersten Arbeitsvorbereitungen

am bereits geöffneten

Brunnenschacht

liche Mercedes-Benz Unimog U 300 ins Spiel.

Ob nun die Überwachungszentrale der Pumpwerke

einen Störfall meldet oder der turnusmäßige

Service an diesen ansteht, die Profis der

Stadtwerke sind in jedem Fall mit ihrem neuen

Unimog U 300 schnellstens an Ort und Stelle

und können dank ihrer praxisnahen und ausgeklügelten

Ausrüstung vor Ort, weitab vom

lokalen Werkstattbetrieb, jegliche Schäden beheben.

„Das neue Fahrzeug ersetzt unser bisheriges

Servicefahrzeug, einen Unimog U 90. Bei der

Neuanschaffung waren mehrere Kriterien relevant.

Zum einen war ein leistungsfähiger Geräteträger

gefordert, zum anderen mussten wir

eine Optimierung der Arbeitsprozesse durch

neue Arbeitsgeräte berücksichtigen“, sagt

Thomas Schroeder, Leiter des Fuhrparks der

Stadtwerke. Der U 300 ist täglich für Transporteinsätze

und Reparaturarbeiten an den Wasserwerken,

Zwischenpumpwerken und Trinkwasserbehältern

unterwegs, die zum großen Teil in

der Senne-Landschaft am Südfuß des Teutoburger

Waldes liegen. Die Senne ist seit über 110

Jahren das Trinkwasserreservoir für Bielefeld

und die umliegenden Kommunen. Sie umfasst

etwa 250 Quadratkilometer in Ostwestfalen-

Lippe mit Heide-, Moorflächen und Wäldern.

Da ist die Geländegängigkeit des Unimog ein

unschlagbarer Vorteil für die Stadtwerke, um

mit der Mannschaft immer an Ort und Stelle zu

gelangen.

Der Mercedes-Benz Unimog U 300 hat einen

technisch einmaligen Aufbau, der mit der Firma

Eggers Fahrzeugbau in Brinkum-Bremen konzipiert

und realisiert wurde. Er ist exakt auf

die Arbeitsanforderungen durch die Stadtwerke

Bielefeld ausgerichtet. Da wäre zuerst der

5 m-t-Kran XS 055 von Hiab zu nennen, der

das früher zum Einsatz gekommene Dreibein

mit Flaschenzug abgelöst hat. Eine rückwärtige

Seilwinde von Rotzler wird zum Beiseite

schaffen von liegengebliebenen Baumstämmen

verwendet. Neu ist auch das Stromaggregat

auf der Ladefläche, das über die Unimog

Hydraulik angetrieben wird und eine Leistung

von 12 kVA oder 400 Volt bringt. Dieses Aggregat

ist wesentlich leistungsfähiger als das

frühere zapfwellengetriebene Vorbauaggregat.

Fast selbstverständlich ist schließlich die Frontanbauplatte,

die jederzeit auch die fundamentalste

Anwendung des Unimog – den Winterdiensteinsatz

mit Schneepflug – ermöglicht. n

Die Unterwasserpumpe eines der oberflächennahen

145 Trinkwasserbrunnen im Sennegebiet

muss aus- und wieder eingebaut werden

Das Notstromaggregat zur Versorgung der Elektrowerkzeuge

wurde von der Aufbaufirma Eggers auf der Pritsche

montiert (oben)

Nach der Montage der Pumpe wird die komplette

Pumpeinheit von Klaus Wissmann und seinem Kollegen

Robert Müller wieder in 22 Meter Tiefe eingebracht (oben

rechts)

Die Rückansicht des Aufbaus verdeutlicht, dass der

Aufbauer alle Gerätschaften und die Bedieneinheiten

für den Kran ergonomisch gerecht und übersichtlich

untergebracht hat (rechts)

1 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 1


Altstadt-Idyll in Mühldorf am Inn

mit Münchner Tor

Kontinuität in Oberbayern

Beständigkeit und Tradition prägen Mühldorf am Inn, Mittelzentrum im

Regierungsbezirk Oberbayern ebenso wie Innovation und Fortschritt.

Die über tausend Jahre alte Stadt ist immer ein wichtiger Handelsplatz

zwischen München und Salzburg gewesen. Als ehemalige Enklave des

Erzbistums Salzburg in Bayern hat Mühldorf eine wesentlich längere

salzburgische als bayerische Geschichte. Heute noch prägt der histo-

rische Stadtkern mit Bauten im Inn-Salzach-Stil das Zentrum der Stadt

und damit auch viele Arbeitsbedingungen des städtischen Bauhofs.

Unimog U 400 mit Söder Asphaltfräse. Die Anschaffung

dieses Geräts zum Ausfräsen des schadhaften Straßenbelags

(kleines Bild Mitte) hat die Flexibilität des Bauhofs

bei Straßenreparaturen deutlich erhöht

Wie viele andere Dinge des öffentlichen Lebens

und seiner Strukturen werden auch

in Mühldorf die Aufgaben und Arbeiten der

Stadtverwaltung und ihrer Ämter immer noch

von dieser historischen Tradition geprägt. Die

Stadt liegt an einem Schnittpunkt der Hauptverkehrswege

östlich von München, die teilweise

durch das Stadtgebiet führen. Diese Tatsache

gibt dem städtischen Bauhof und seinen Aufgabenfeldern

eine besondere Bedeutung, denn

der Bauhof muss den verkehrstechnischen Standard

der Straßen garantieren, die zur Autobahn

A94 und zur Bundesstraße 12 führen. Dies bestätigt

auch Bürgermeister Günter Knoblauch,

der sagt: „Ein leistungsfähiger Bauhof ist ein

Stück Sicherheit und Lebensqualität für die

Bürger unserer Stadt.“ Wolfgang Huber ist seit

10 Jahren im Bauhof tätig und heute dessen Leiter.

Er sieht die Anforderungen an den Bauhof

und seine 33 fest angestellten Mitarbeiter, die

dem Bauamt der Stadt, unter der Leitung von

Stadtbaumeister Richard Faßer, unterstellt sind,

ganz von der praktischen Seite: „Wir haben insgesamt

111 Kilometer Straße zu betreuen. Darunter

sind aufgrund der vorhandenen Altstadtstruktur

sehr viele enge Straßen, da sind wir

auf wendige, leistungsfähige Geräteträger und

Fahrzeuge angewiesen.“

Und damit sind bereits die Mercedes-Benz

Unimog verschiedenster Baureihen, die seit

Jahrzehnten im städtischen Bauhof eingesetzt

werden, im Spiel. Sie haben sich bis heute im

Winterdienst, in der Straßenreinigung, im Unterhalt

des Kanalnetzes und im Betriebsdienst

von 295 Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen

mannigfach bewährt. Da die Stadt

Mühldorf darüber hinaus auch Baulastträger

von Gehwegen, Park- und Grünflächen, Spielplätzen

und diversen städtischen Gebäuden

ist, fallen in dieser Hinsicht ebenfalls ständig

Aufgaben und Arbeiten an. Mit insgesamt

32 Fahrzeugen plus 62 Kommunal-Anbaugeräten

ist der städtische Bauhof für unterschiedlichste

Aufgaben gut gerüstet. Die Anwendung

von Mercedes-Benz Unimog und Lastwagen

spricht für sich und das kontinuierliche Vertrauen

zur Marke mit dem Stern und dem zuständigen

Unimog Generalvertreter Henne-Unimog

GmbH in Kirchheim-Heimstetten. Derzeit sind

ein Unimog U 400 mit Söder Asphaltfräse und

Winterdienst-Ausrüstung, ein U 290 für den

Winterdienst mit Gmeiner Streuer und ein

U 90 ebenfalls für den Winterdienst im Einsatz.

Der „Oldie“ in dieser Reihe ist ein U 1400, der

je nach Bedarf mit Vorbaukehrmaschine, Bankettmähgerät,

Fronthäcksler oder auch für den

Winterdienst ausgerüstet wird. In der Mühldorfer

Mercedes-Benz Nutzfahrzeugflotte sind zudem

weitere Fahrzeuge der Baureihe Axor und

Atego sowie ein Sprinter im täglichen Einsatz.

Doch was wären all diese Fahrzeuge, ohne die

versierten und mit reichlich Berufserfahrung

ausgestatteten Führungskräfte, die über deren

Einsatz und Anwendung entscheiden und Mitarbeiter,

die mit dem Umgang dieser Fahrzeuge

und Geräte vertraut sind. Einer davon ist der

stellvertretende Bauhofleiter Reinhard Mack,

der seit über 30 Jahren im städtischen Bauhof

arbeitet und heute den Fuhrpark und die Werkstatt

leitet. Die Leistungsfähigkeit und Ausstattung

derselben ist vorbildlich, so können u. a.

auch Bremsen-Sonderprüfungen durchgeführt

werden. Selbst die Mercedes-Benz Feuerwehrfahrzeuge,

die Mühldorf am Inn im Einsatz hat,

werden dort von den Mannen um Reinhard

Mack gewartet.

Die Unabhängigkeit von Fremdfirmen auch in

Bezug auf die Ausstattung mit Arbeitsgeräten

„Wir betreuen sehr viele enge Alt­

stadtstraßen. Hier können unsere

Unimog ihre Flexibilität voll aus­

Werkstattmeister Manfred Wimmer hält seine Unimog und Geräte fortlaufend in Schuss

ist für Wolfgang Huber ein klarer Vorteil. Dies

schildert er am praktischen Beispiel der Anschaffung

der Asphaltfräse. „Wir hatten früher

bei der Fremdvergabe derartiger Arbeiten das

Problem, dass die ausführenden Firmen alle

kleinflächigen Reparaturstellen in unserem

Zuständigkeitsbereich auf einmal ausgefräst

haben und dann erst nach und nach in weiteren

Arbeitsgängen die Stellen wieder geschlossen

haben. Wir mussten dann oftmals über Wochen

hinweg mit den offenen Frässtellen in den Straßen

leben, was häufig großen Ärger in der Öffentlichkeit

verursacht hat. Heute können wir

jederzeit einen Reparaturtrupp losschicken, der

die schadhafte Stelle ausfräst und die Straßendecke

umgehend wieder schließt.“ Der Betrieb

eines Bauhofs hängt also nicht nur von einer

gut funktionierenden Gesamtorganisation ab,

sondern auch von seiner flexiblen Leistungsfähigkeit,

die Vertrauen in die Verwaltung und

Zufriedenheit bei den Bürgern schafft. n

Ein Teil der Mitarbeitermannschaft des Städtischen Bauhofs Mühldorf am Inn und die Mercedes-Benz Nutzfahrzeugflotte

14 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 15

spielen“

Wolfgang Huber, Leiter Bauhof Mühldorf


„Kraftstoffsparer“ Unimog

Zwei Tests, durchgeführt im Juli dieses Jahres im Testzentrum Technik

und Betriebsmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)

im hessischen Groß-Umstadt brachten den Beweis an den Tag: Der

Mercedes-Benz Unimog U 400 ist im Kraftstoffverbrauch bei Transport-

fahrten und beim Mähen von Straßenbegleitgrün deutlich sparsamer als

vergleichbare Ackerschlepper.

Viele Anwender wissen es schon lange: Der

Unimog ist im Vergleich zu seinen Wettbewerbern

deutlich günstiger im Kraftstoffverbrauch.

Ein wesentliches Argument bei den

Schwankungen der Erdölpreisen. Längst nehmen

die Lohnkosten nicht mehr den größten

Einzelposten in der wirtschaftlichen Rechnung

ein. Vielmehr sind mittlerweile die Kraftstoffbzw.

Energiekosten an die erste Stelle gerückt.

Diese Entwicklung als auch die positiven Rückmeldungen

aus der Praxis haben wir zum Anlass

genommen, ein unabhängiges Gutachten

zum Kraftstoffverbrauch des Unimog erstellen

zu lassen. Und die Ergebnisse der Tests sind

enorm gut.

Das DLG-Testzentrum für Technik und Betriebsmittel

zählt mit ca. 800 Tests jährlich zu den bedeutendsten

Dienstleistern auf diesem Gebiet in

Europa. Vor dem Test legen die DLG-Ingenieure

die Testkriterien und -ziele fest. Getestet wird

nach modernen Messmethoden, nationalen und

Vorteil 1: Kraftstoffersparnis bis zu 40 %

internationalen Normen und Vorschriften. Die

Bewertung der Produktleistung wird anhand

festgelegter Bewertungsstandards vorgenommen.

Der Vorteil dieses Testverfahrens liegt

darin, dass Fragestellungen aus der Praxis

durch individuelle Prüfkonzepte beantwortet

werden. Die detaillierten Prüfberichte der

FokusTests 5810F für die Transportfahrt und

für den Mäheinsatz mit dem Mercedes-Benz

Unimog U 400 können kostenlos unter:

www.dlg-test.de heruntergeladen werden.

Anschaffungspreis wird durch

Minderverbrauch egalisiert

Der Unimog, so lässt sich errechnen, verbraucht

im Einsatz als Transport- und Zugmaschine für

Anhänger auf der Straße bis zu 40 Prozent weniger

Kraftstoff bei gleichzeitig entsprechend

geringerem CO 2 -Ausstoß als Ackerschlepper.

Die DLG-Studie weist einen durchschnittlichen

Mehrverbrauch von 13 l/h der Traktoren bei

gleicher Fahrgeschwindigkeit aus.

U 400 U 400 Mittelwert von

Vergleichsschleppern

Max. Fahrgeschwindigkeit 60 km/h 50 km/h 50 km/h

Fahrzeit 1.363 s 1.602 s 1.584 s

Durchschnitts-Geschwindigkeit 51,89 km/h 44,11 km/h 44,51 km/h

Gesamt-Verbrauch 8,80 l 8,41 l 14,03 l

Mittlerer Verbrauch 23,25 l/h 18,89 l/h 32,07 l/h

Errechneter Verbrauch 44,79 l/100 km 42,84 l/100 km 71,89 l /100 km

n Rechnet man dies auf etwa 10.000 Betriebsstunden

eines Fahrzeuglebens hoch, so ergibt

sich eine Betriebskostendifferenz von 195.000

Euro (13 l/h x 10.000 h x 1,50 E/l Diesel) zugunsten

des Unimog! Eine gewaltige Summe,

die auch eindrucksvoll bleibt, wenn nur die

Hälfte der Zeit im Transporteinsatz gefahren

wird.

n Kurz gesagt, der Unimog egalisiert seinen

kompletten Anschaffungspreis durch Minderverbrauch!

Berücksichtigt man darüber hinaus die heute

allseits prognostizierte weitere Verteuerung der

Kraftstoffpreise, dann wird der Unimog zum

wahrhaften Wirtschaftswunder.

Dieser enorme Energiespar-Vorteil beruht unter

anderem auch auf den zahlreichen technischen

Detaillösungen des Unimog. Einen wesentlichen

Beitrag dazu leistet das Leichtlaufgetriebe UG

100/8, da es über geringe Ölmengen verfügt

und einen hohen Wirkungsgrad durch schräg

Vorteil 2: Zeitersparnis

Bei 25 km einfacher Entfernung bis

zum Einsatzort und einer Durchschnitts-

geschwindigkeit von 40 km/h des

Unimog und 33 km/h des Ackerschleppers

ergibt sich ein Zeitvorteil

von 16 Minuten pro Einsatz

Grafik links: Auszug aus dem Gesamtergebnis der Transportfahrten

in der Ebene auf 19,5 km, jeweils Mittelwerte

aus zwei Messfahrten mit 21 t Anhängelast

Quelle: DLG e. V., Testzentrum Technik und Betriebsmittel

Unimog U 400 bei simulierten Mäharbeiten (links). Unimog U 400 bei der Transportfahrt im Testeinsatz der DLG

verzahnte, gehärtete und geschliffene Zahnräder

besitzt. Die Klauenkupplungen zur Schaltung

von Allradantrieb und Differenzialsperren

laufen äußerst verlustarm im Gegensatz zu

den nassen Lamellenkupplungen vieler Wettbewerbsprodukte.

Eine praxisgerechte Getriebeabstufung

mit 24 Gängen von 100 m/h bis 90 km/h

sowie die extrem reduzierte Motordrehzahl von

1200 U/min im Bereich von 60 bis 80 km/h

wirkt sich ebenfalls verbrauchsreduzierend aus.

Im Zusammenhang mit dem Kraftstoffverbrauch

schließt sich die Frage nach der Abgasemission

an. Auch hier kann der Unimog seine Vorteile

durch die BlueTec-Motorentechnologie im Vergleich

zu seinen Wettbewerbern voll nutzen.

Sie reduziert nicht nur den Kraftstoffverbrauch,

sondern auch den NOx- und Rußpartikelausstoß

(Feinstaub). Das macht ihn zum umweltfreundlichsten

Geräteträger seiner Klasse. Der Unimog

mit Euro 4 erhält die grüne Feinstaubplakette,

die freie Fahrt in Umweltzonen erlaubt.

Zusammenfassung DLG Fokus-Test

Kraftstoffverbrauch bei Transportfahrt*

Inhalt des Tests war die Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs

eines Mercedes-Benz Unimog

U 400 bei Transportarbeiten mit 21 t Anhängelast

auf einem Tandem-Starrdeichselanhänger.

Der Verbrauch wurde bei zwei verschiedenen

Fahrgeschwindigkeiten bei Fahrten im öffentlichen

Straßenverkehr ermittelt. Die gefahrenen

Strecken waren 19 km in der Ebene und etwa

5 km am Berg. Zum Vergleich wurden die Messergebnisse

anderer Schlepper herangezogen,

die mit demselben Anhänger auf denselben

Strecken gefahren wurden.

Bei den Straßenfahrten wurde über die jeweiligen

Gesamtstrecken der gesamte Zeitbedarf

und der Kraftstoffverbrauch für die Gesamtstrecke

ermittelt. Zusätzlich wurden sechs

Einzelmessungen im Konstantbetrieb während

der Fahrt mit einer Messstrecke von jeweils

200 m Länge durchgeführt. Dabei wurde auch

die Motordrehzahl gemessen. Der Verbrauch

wurde mit einem Pierburg-Messgerät PLU 116

im kurzen Kreislauf ermittelt. Zur Messung

von Strecke und Fahrgeschwindigkeit diente

ein Wegmessrad. Mit dem Unimog U 400 mit

Euro 3-Motor/Euromot 3A und 205 kW Leistung

bei 2.200/min, 7.940 kg Leergewicht und einer

Anhängelast von 21.000 kg, wurden zwei Fahrten

auf Bundesstraßen mit einer für diese Fahrzeugklasse

zulässigen Höchstgeschwindigkeit

von 60 km/h und zwei Fahrten mit reduzierter

Motordrehzahl bei etwa 50 km/h gemessen.

Die Messfahrten mit 50 km/h dienten hauptsächlich

zum Vergleich mit Schleppern mit einer

bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von

50 km/h, die häufig für Transporte in der Landwirtschaft

zum Einsatz kommen. Die Angabe

des Verbrauchs (siehe Tabelle) in Liter pro Stunde

(l/h) ist ein Maß für die mittlere Auslastung

des Motors während der Messfahrt. Die Angabe

des Verbrauchs in Liter auf 100 km (l/100 km)

wurde errechnet aus dem Gesamtverbrauch und

der Strecke für die gesamte Messung.

In der abschließenden Zusammenfassung und

Beurteilung zum Transporteinsatz heißt es

im DLG-Prüfbericht zum Unimog U 400 wörtlich:

„Bei den Transportmessungen auf ebener

Straße war der Kraftstoffverbrauch bezogen auf

vergleichbare Ackerschlepper wesentlich geringer.

Beim Fahren mit 60 km/h auf Bundes-

und Landstraßen kann die Motordrehzahl im

schnellsten Gang sehr weit reduziert werden,

so dass sich ein erheblicher Verbrauchsvorteil

ohne Einbuße an Fahrgeschwindigkeit ergibt.

Auch bei Bergfahrten lässt sich mit dem Fahrzeug

Kraftstoff sparen. Diese Ergebnisse werden

mit sehr gut bewertet.

Gute Ergebnisse auch beim Mähen

von Straßenbegleitgrün

Der Kraftstoffverbrauch bei Mäharbeiten wurde

im Powermixverfahren des DLG-Testzentrums

mit dem Zugleistungsmesswagen simuliert.

Für die Simulation der Mäharbeiten wurde ein

U 400 mit automatisiertem Schaltgetriebe

(EAS) und hydrostatischem Zusatz-Fahrantrieb

eingesetzt. Die Beurteilung des Unimog U 400

mit Euro 4-Motor und 175 kW Leistung bei

2.200/min ergibt bezogen auf die Referenzschlepper

beim Kraftstoffverbrauch:

im Gang 6 der Arbeitsgruppe ein „sehr gut“

mit hydrostatischem Antrieb im Gang Straße 2

ein „befriedigend“ und

mit hydrostatischem Antrieb im Gang Straße 3

ein „gut“

Zum Mäheinsatz schreiben die DLG-Testingenieure:

„Die Simulation der Mäharbeiten im

DLG-Powermix ergab für den Unimog im Vergleich

zu unter gleichen Bedingungen gemessenen

Ackerschleppern einen Kraftstoffverbrauch,

der je nach Getriebeeinstellung unter,

beziehungsweise nur wenig über dem eines

sparsamen Schleppers und unter dem eines

weniger sparsamen Schleppers lag.“ n

*Auszugsweise den Prüfungsberichten 5810F

und 5811F der DLG e.V. entnommen

16 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 17


Logistik auf neuen Wegen

Die Logistik in der Produktion des Produktbereich Sonderfahrzeuge

am Standort Mercedes-Benz Werk Wörth geht neue Wege. Die Materialversorgung

der Montage erfolgt zunehmend mit Eggers-Niederflurhubwagen

auf Basis Unimog U 5000, gegenüber dem früheren Einsatz von

Gabelstaplern.

Wo Gabelstapler eingesetzt werden, besteht

immer ein gewisses Unfallrisiko. Nicht

selten werden Fußgänger beim Rückwärtsfahren

übersehen oder es passieren schwere

Unfälle, ausgelöst durch verrutschende oder

abstürzende Lasten. Ohne den Einsatz bisher

üblicher Gabelstapler zum Be- und Entladen von

Montageteilen erhöht sich die Sicherheit in der

gesamten Materialflusskette spürbar. Im konkreten

Beispiel werden die Prozesse durch den

Einsatz eines Unimog U 5000 mit Eggers-Niederflurhubwagen

optimiert. Jürgen Drews, Lei-

Hydraulikzylinder

Triebkopf: Mercedes-Benz Unimog U 5000

Führung des

Aufbaues

ter Interne Logistik und Materialflussplanung:

„Uns haben Schnelligkeit, Ergonomie, allgemeine

Sicherheitsaspekte und die Möglichkeit der

Straßenzulassung vom neuen Konzept mit dem

U 5000 voll überzeugt“.

Seit Januar dieses Jahres fährt die erste Logistikeinheit

der zukünftig drei Unimog U 5000 im

30-Minuten-Takt vom Kommissionierbereich

in die Produktion. Das als Eggers Niederflurhubwagen

auf Basis Mercedes-Benz Unimog

U 5000 zugelassene Fahrzeug mit Zulassung

Hinterwagen als

Niederflurhubwagen

Ausstellklappe

und Rückladen

Aufbau als

Pritschenaufbau

nach STVZO (max. Geschwindigkeit 80 km/h)

ist nicht nur ein interessantes Fahrzeugkonzept

als solches, sondern darüber hinaus ein

einmaliges Aufbaukonzept mit Hubeinrichtung.

Die Fahrzeugeinheit wurde von Eggers,

einem erfahrenen Unimog Aufbaupartner in

Brinkum-Bremen entwickelt. Dort wurde der

serienmäßige U 5000, größter Vertreter der

Baureihe mit 218 PS und 14,0 t Gesamtgewicht,

Hochdach und automatisiertem Schaltgetriebe

EAS als Triebkopf umgebaut. Sein hydraulisch

heb- und senkbarer Aufbau (siehe dazu Grafik

links unten) ist eine Gemeinschaftsentwicklung

von Eggers und dem Team von Jürgen Drews

in Wörth. Er besteht aus einer kompletten

Stahlwanne mit Plane und isoliertem Sandwichdach.

Die lichte Ladehöhe liegt bei 2,50 m.

Der Hinterwagen, ein Niederflurhubwagen mit

variabler Hubeinrichtung ist mit Einzelradaufhängung,

Luftfederung und ABS ausgestattet

und bewältigt eine Hinterachslast von 8 t. Die

Nutzlast liegt bei 5,5 t. Der Aufbau kann bis auf

Bodenniveau abgesenkt oder bis auf Fahrhöhe

(500 mm) hochgehoben werden. Seine Gesamtlänge

beträgt 6,65 m und die Ladebreite liegt

bei 1,65 m bzw. 2,45 m. Den Abschluss des Aufbaus

bildet schließlich eine Laderampe.

Die staplerlose Produktionsversorgung nach

„Pull-Prinzip“ (Materiallieferung entsprechend

der Bedarfe der nachgelagerten Prozesse), hat

bis heute schon deutliche Qualitätsverbesserungen

gebracht. Einen wesentlichen Beitrag

dazu leistet der komplett geschlossene Aufbau

und das gefederte Fahrzeug, denn alle Bauteile

kommen unbeschädigt am Montageplatz an.

Die Ladungssicherheit wurde anhand der bisherigen

Praxiserfahrung mit entsprechenden

im Aufbau integrierten Detaillösungen realisiert.

Die Heckbeladung schließlich ermöglicht

eine hohe Variabilität ohne Restriktionen beim

Verstauen langer oder unhandlicher Teile. Noch

ein weiterer Vorteil der Unimog Lösung gegenüber

bisherigen Transportabläufen: Die Lieferfrequenz

ist merklich höher geworden, denn

der Unimog fährt seine Takte mit den im Werk

erlaubten 40 km/h anstatt der früher üblichen

10 km/h der herkömmlichen Routenwagen

ohne Federung.

Ein bisschen dürfen auch wir vom „Unimog Ma-

18 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 19

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gazin“ uns darüber freuen, dass in der Logistik

des Produktbereichs Sonderfahrzeuge in Wörth

neue Maßnahmen ergriffen wurden. Schließlich

war es die Reportage über den Mercedes-

Benz Unimog U 5000 des Österreichischen

Fernsehens (ORF) mit Niederflurhubwagen in

unserem Heft (2/2006), die bei der internen

Logistik und Materialflussplanung einen Denkanstoß

in diese Richtung ausgelöst hat. n

Fahrzeug ohne Aufbau. Gut sichtbar ist die hintere

Einzelradaufhängung (2. Bild von links)

Beladevorgang des Niederflurfahrzeugs mit

Kommissionierwagen (3. Bild von links)

Zum Aufbaukonzept gehört auch die Ladungssicherung

durch variabel einsetzbare Sicherungsstreben (oben)

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Daimler Worldwide Nachrichten

Bewältigt problemlos

die härtesten Aufgaben:

Western Star 6900 XD

als 40-t-Kipper

Rekordmarke erreicht

In Europa legt der Canter-Absatz um fast zehn Prozent zu

Auch in Europa überzeugt das Mitsubishi

Fuso Erfolgsmodell Canter mit

einem Absatzplus von 9,9 Prozent im

Jahr 2007: Mit 10.200 Fahrzeugen wurde

die höchste Verkaufszahl erreicht,

seit Daimler Mehrheitseigner der Mitsubishi

Fuso Truck and Bus Corporation

ist. Aufgrund der hohen Nachfrage

wurde 2007 im portugiesischen Mitsubishi

Fuso Werk die Produktion um

13,7 Prozent gesteigert.

Alexander Müller, Leiter Sales & Marketing

Mitsubishi Fuso Europa: „Die

um rund 40 Prozent gestiegenen

Auftragseingänge bereits im ersten

Quartal 2008 lassen auf eine weiterhin

positive Geschäftsentwicklung in

Europa hoffen. Der Canter etabliert

sich sowohl bei Einzel- als auch bei

Flottenkunden.“ Noch in diesem Jahr

wird Mitsubishi Fuso seine Präsenz in

Osteuropa ausbauen und den Vertrieb

in Ungarn, Bulgarien, Slowenien, Kroatien,

Bosnien-Herzegowina, Serbien

und Montenegro starten. Ziel ist ein

flächendeckendes Vertriebsnetz in insgesamt

30 europäischen Ländern.

Die derzeit wichtigsten Absatzmärkte

sind Frankreich, Großbritannien, Spanien,

Portugal und Italien. In Italien

erreichte der Canter 2007 den größten

Nachfragezuwachs. Auch weltweit

ist Mitsubishi Fuso auf Erfolgskurs:

16,6 Prozent beträgt das Absatzplus

der Mitsubishi Fuso Truck and Bus

Corporation in den Exportmärkten. n

www.mitsubishi-fuso.com

In den asiatischen Schlüsselmärkten ist der Canter längst

Marktführer. Jetzt setzt er sich auch in Europa durch

Gebaut für

schwerste Einsätze

Western Star stellt den 6900 XD als 40-t-Kipper vor

Mitte März dieses Jahres präsentierte

Western Star einen

neuen Kipper für schwerste Einsätze

in Tagebau und Steinbrüchen:

den Western Star 6900 XD

als 40-t-Kipper mit Aufbau von

J&J Truck Bodies & Trailers. Für

diese neue Konfiguration wurde

das Fahrzeug in vielerlei

Hinsicht optimiert, es zeichnet

sich durch äußerst niedrige Betriebskosten

aus. Wesentlichen

Anteil daran hat beispielsweise der

geringe Verbrauch. Der 6900 XD

benötigt jenseits der Kurzstrecke

bis zu 35 Prozent weniger Kraftstoff

als vergleichbare Fahrzeuge.

Vorbildlich ist auch der Antriebsstrang:

Mit ihm schafft der Lkw

selbst in voll beladenem Zustand

noch Spitzengeschwindigkeiten

von 65 Kilometern pro Stunde.

Durch diese Kombination erreicht

der 6900 XD Bestnoten im Bereich

Platzmaximierung

Neues Cascadia-Modell mit 72-Zoll-Kabine erhältlich

Daimler Trucks North America hat die Cascadia-Reihe

erweitert. Der Cascadia 72-inch XT ist

das zweite Modell des Fernverkehr-Trucks mit

Schlafkabine. Das neue Fahrerhaus bietet volle

Stehhöhe und kann wahlweise ein zweites Bett

oder zusätzliche Fächer aufnehmen. Der Cascadia

72-inch XT ist vornehmlich für den Einsatz

mit Tiefladern und Tankaufliegern

konzipiert. Die Freightliner

Trucks „Run Smart“-Philosophie

macht ihn dabei zu

einem der produktivsten, effizientesten

und komfortabelsten

schweren Lkw in Nordamerika.

„Bei Freightliner hört man auf

die Wünsche der Kunden“, sagt

Das Freightliner Flaggschiff Cascadia

ist nun mit noch größerer Schlafkabine

erhältlich

Wirtschaftlichkeit. Weitere Spezifikationen

des schweren Trucks sind

etwa das hohe Komfortangebot für

den Fahrer, leistungsfähige Achsen

mit Planetengetriebe und der Motor

von Detroit Diesel, der den aktuellen

amerikanischen Richtlinien

zur Abgasemission entspricht.

„Western Star ist für seine robusten

und langlebigen Trucks bekannt“,

sagt Chuck Whitehead, Vocational

Segment Manager bei Western

Star Trucks. „Jetzt stellen wir erstmals

ein Aufbauprogramm vor, das

spezifisch auf die allerschwersten

Einsätze zugeschnitten ist.“ Bill

Riggs, Präsident von J&J Truck

Bodies, fügt hinzu: „Unsere Aufbauten

sind eine ideale Ergänzung

für die Western Star Lkw. So lässt

sich noch mehr Nutzlast bewegen

und auch die schwierigste Strecke

meistern.“ n

www.westernstar.com

Melissa Kellogg, Director Product Marketing

bei Freightliner. „Und wir sind bestrebt, immer

wieder neue Modelle herauszubringen, die die

Erwartungen noch übertreffen.“ Dementsprechend

sollen noch in diesem Jahr weitere Modelle

auf den Markt kommen. n

www.daimler-trucksnorthamerica.com

Dreifach sicherer

Mit einer Reihe neuer optionaler Ausstattungen verbessert

Freightliner weiter die Sicherheit seiner Trucks. Für die Mehrheit

der Baureihen ist zum Beispiel jetzt ab Werk die Meritor

WABCO Electronic Stability Control (ESC) erhältlich. ESC

erhöht die Fahrstabilität ohne Zutun des Fahrers. Das System

analysiert kontinuierlich die Fahrsituation und greift bei

Bedarf selbsttätig ein. ESC ist eine hervorragende Ergänzung

zur bereits länger erhältlichen Roll Stability Control.

Eine weitere große Unterstützung des Fahrers ist das Eaton

VORAD Collision Warning System. Es warnt den Fahrer vor

stehenden oder langsam fahrenden Objekten. Eine sinnvolle

Ergänzung ist SmartCruise. Diese Technik nutzt die vom

VORAD Collision Warning System gesammelten Daten und

unterstützt den Fahrer darin, der Verkehrssituation angemessen

die Geschwindigkeit zu halten und den richtigen Abstand

zu wahren.

Das dritte neue Feature sind Druckluftscheibenbremsen für

alle schweren Freightliner Trucks. Die Bremsen zeichnen sich

durch besseres Bremsverhalten und leichtere Wartung aus.

www.daimler-trucksnorthamerica.com

Leise, verbrauchs- und emissionsarm:

Saf-T-Liner C2 mit Hybridmotor

Hybrid-Schulbus

Thomas Built Buses erprobt derzeit einen Saf-T-Liner C2

Schulbus mit Hybridmotor im Praxiseinsatz. Die Kombination

aus Diesel- und Elektromotor verspricht einen um bis zu 30

Prozent gesenkten Verbrauch. „Die Entwicklung der Hybridtechnologie

hat für uns Priorität“, sagt John O’Leary, Präsident

und CEO von Thomas Built Buses. Der im Saf-T-Liner C2

verwendete Antriebsstrang wurde zuvor schon zwei Jahre in

insgesamt 200 Verteiler-Lkw erprobt. Neben dem geringeren

Kraftstoffbedarf zeichnen sich Hybridmotoren durch weniger

Verschleiß – insbesondere der Bremsen – und eine geringere

Geräuschemission aus.

www.thomasbus.com

Zertifiziert sauber

Nach dem Columbia und Century Class S/T hat nun auch

der Freightliner Cascadia von der Environmental Protection

Agency (EPA) das SmartWay-Siegel erhalten. SmartWay ist

ein freiwilliges Programm der amerikanischen Transportindustrie,

das sich dem Umweltschutz verschrieben hat.

SmartWay-zertifizierte Lkw sind 10 bis 20 Prozent verbrauchsärmer

als vergleichbare Fahrzeuge und weisen eine um bis

zu 90 Prozent geringere Emission auf.

20 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 21


Ein „Safety Car“ für die Straßenbahn

Die Rennstrecke von Le Mans im Nordwesten Frankreichs ist im Zusammenhang mit dem jährlich stattfin-

denden 24-Stunden-Rennen seit über 80 Jahren weltbekannt. Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich auch

der Einsatzort eines Mercedes-Benz 2-Wege Unimog.

Mit deutlich weniger Getöse als die Boliden

des 24-h-Rennens, aber ebenfalls spektakulär,

ist der Unimog mit Schienenführungseinrichtung

des französischen Herstellers

CMAR (Construction Mécanique Automatisme

Rivard) in Durtal quasi als „Safety Car“ der Straßenbahn

Le Mans 24 Stunden am Tag, 365 Tage

im Jahr immer einsatzbereit. Ausgerüstet als

Abschleppfahrzeug für Straßenbahn-Triebzüge

im Notfall sowie als Wartungs- und Reparaturfahrzeug

für die Oberleitung ist das Fahrzeug

ein wichtiger Baustein im Sicherheitskonzept

der Tram-Betreibergesellschaft Sétram und

sorgt dafür, dass der Verkehr auf der Schiene

nie still steht. Wenn eine oder gar mehrere Straßenbahnen

liegen bleiben, ist schnelles Eingreifen

gefragt. Hier ist dann ein Unimog als vom

Leichte Aufgabe für den 2-Wege Unimog:

Abschleppen eines Triebzuges in die Werkstatt

der Straßenbahn

elektrischen Netz unabhängiges Zugfahrzeug

Gold wert, um die defekte Straßenbahn zu bergen

oder aus dem Gefahrenbereich zu ziehen.

Feuertaufe bereits bestanden

Dass so ein Notfall nicht nur in der Theorie

eintreten kann, musste Sétram-Teamleiter

Samuel Radigue, der mit seinen Mitarbeitern

für den Betrieb des 2-Wege-Unimog verantwortlich

ist, bereits einmal erfahren, seit die Tram

in Betrieb gegangen ist. Bei einem der insgesamt

23 Straßenbahnzüge des Typs Citadis 302

von Alstom war der Stromabnehmer gebrochen

und die Straßenbahn damit fahrunfähig. Die

Hilfe kam schnell. Der Unimog U 400 fuhr direkt

auf der Straße zum Ort des Geschehens,

um dann in unmittelbarer Nähe zu der liegen

gebliebenen Straßenbahn aufzugleisen. Die

defekte Tram konnte umgehend angekuppelt

werden und wurde zügig ins Depot geschleppt.

Die Feuertaufe war mit Bravour bestanden.

Das Leergewicht des Zuges von 39 t war für

den U 400 mit 6-Zylinder-Dieselmotor und

12 t Traktionsgewicht nie ein Problem, obwohl

die Schienenstrecke Steigungen von mehr als

70 Promille aufweist.

Die von der Firma CMAR auf dem Unimog aufgebaute

Hubarbeitsbühne mit einer Arbeitshöhe

von 10 m und einer Reichweite von 5 m

kommt nicht nur in Notfällen sondern täglich

zum Einsatz. In der kurzen Standzeit der Straßenbahn

zwischen 1.30 Uhr nachts und 4.30

Uhr morgens wird der U 400 für Wartungsar-

Techniker Claude Paris bei der Arbeit mit seinem neuen

Dienstfahrzeug

Wartungsarbeiten an der Oberleitung gehören zum

täglichen Einsatzspektrum des Unimog – auch in der

Werkstatthalle (rechts)

Zügig voran geht’s auch auf der Straße entlang der neuen

grünen Ader der Stadt (unten)

beiten an der Oberleitung auf dem gesamten

Schienennetz eingesetzt. Eine Besonderheit

dabei ist, dass der Bediener bei den Inspektionsfahrten

das Fahrzeug aus der Arbeitsbühne

heraus fernsteuern kann. Der hydrostatische

Fahrantrieb des Unimog erweist sich hier als

unschätzbarer Vorteil, denn der Servicemonteur

kann das Fahrzeug langsam und ruckfrei

in jede Fahrtrichtung bewegen. Darüber hinaus

ist er in der Lage das Fahrzeug punktgenau

an die Stelle zu steuern, an der er ohne Verzögerungen

die Wartungsarbeiten aufnehmen

kann.

Doch auch vor Inbetriebnahme der Straßenbahn

war der 2-Wege-Unimog bereits im Einsatz.

So wurden unter anderem mit Hilfe des

U 400 die neuen Züge an einer speziell hierfür

gebauten Rampe aus dem Spezial-Transporter

gezogen und von ihm auf der Schiene ins Depot

geschleppt.

Le Mans geht neue (Verkehrs-)Wege

Die Tramway Le Mans gilt als Vorzeigeprojekt

für weitere Städte Frankreichs, auch die erfolgreiche

Inbetriebnahme nach nur dreieinhalb

Jahren Bauzeit ist eine stolze Leistung. Dominique

Hetuin, verantwortlicher Direktor für

die Instandhaltung der gesamten Straßenbahnstruktur

kommt regelrecht ins Schwärmen,

wenn er über die Projektphase und den heute

fast problemlos laufenden Tagesbetrieb spricht:

„Der Bau der Infrastruktur war sowohl in Bezug

auf die Projektdauer als auch der Kosten

beispielhaft. Und heute, sechs Monate nach

der Eröffnung, befördert die Straßenbahn rund

45.000 Passagiere täglich – deutlich mehr als

erwartet.“

Vielfältige technische Möglichkeiten

auf Schiene und Straße

Doch nicht nur die Stadt Le Mans hat die immensen

Vorteile des schienengebundenen

Personen-Nahverkehr erkannt. Weltweit gewinnen

Straßenbahnen oder Metros besonders in

schnell wachsenden Metropolen an Bedeutung.

Viele Großstädte investieren aktuell in neue

Nahverkehrs-Netze und vertrauen dabei auch

auf die Leistungsfähigkeit des 2-Wege Unimog.

Durch seine hervorragenden Eigenschaften als

Geräteträger bietet der Unimog für die Betreiber

eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten.

In der Konfiguration als Hilfszug mit hydraulischen

Aufgleisgeräten kann er beispielsweise

entgleiste Straßenbahn- oder Metrozüge wieder

aufgleisen, mit einem Kehrmaschinenaufbau

Rillenschienen säubern und Haltestellen kehren,

mit Kran und Anhänger sind Wartungs-

und Reparaturarbeiten am Schienennetz möglich

und weiterhin kann er mit einem Aufbau

zum Schienenschleifen für wichtige Instandhaltungsarbeiten

eingesetzt werden. n

22 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 23


Hoch hinaus in Fernost

Der größte Einzelkunde für 2-Wege-Unimog

weltweit ist die Japanese Railway Construction,

Transport and Technology Agency

(JRTT), die insgesamt 83 Einheiten dieser Fahrzeuge

im Einsatz hat. Noch bilden 79 Unimog

der Vorgängerbaureihe SBU die Mehrheit des

2-Wege-Fahrzeugkontingents bei der JRTT.

Diese werden beim Neubau der Strecken für die

japanischen Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen

(deutsch: „neue Stamm-/Hauptlinie“) als

Rangierfahrzeug um Waggons mit Baumaterial

zu ziehen sowie als Arbeitsfahrzeuge mit Kran

oder Hubarbeitsbühne eingesetzt. Im März 2008

wurden nun die ersten vier Mercedes-Benz

U 400 (drei Rangierfahrzeuge, ein Rangierfahrzeug

mit Kran) an JRTT ausgeliefert.

Der Shinkansen zeichnet sich durch seine

durchgängig hohe Reisegeschwindigkeit aus,

auf einem vom Nah- und Güterverkehr baulich

komplett getrennten Schienennetz. Er gilt als

eines der sichersten Verkehrsmittel und als der

Als ob er federleicht wäre: Der mobile Schwerlastkran

hievt den etwa 12 t schweren Unimog problemlos auf die

Neubau-Fahrstrecke der Shinkansen-Züge (l.) und schon

steht er zum Einsatz auf der Schiene bereit (r.)

sicherste Hochgeschwindigkeitszug überhaupt.

Er war Vorbild für europäische Varianten wie

ICE, TGV oder Pendolino. Da es bei Shinkansen-

Strecken keine Schnittstellen mit dem öffentlichen

Straßennetz gibt, können die 2-Wege-

Unimog nicht, wie sonst in den meisten Fällen

Einweisung der JRTT-Mitarbeiter zu Ihrem neuen Arbeitsgerät

üblich, auf der Straße zu einem Bahnübergang

fahren, um dort bequem aufzugleisen. Aus diesem

Grund geht es für die Unimog erstmal hoch

hinaus. Mittels Schwerlastkran werden die Fahrzeuge

zum Arbeitseinsatz kurzerhand auf die

Neubaustrecke gehoben. n

Rallye Transorientale: Härtetest auf 10.000 km

Rund 10.000 Kilometer durch Russland, Sibirien,

Kasachstan und die Volksrepublik China

führte die längste Rallye der Welt, die Transorientale,

vom 12. bis 28. Juni dieses Jahres

von St. Petersburg nach Peking. Insgesamt 16

Etappen durch die endlosen Steppen Russlands

und Kasachstans sowie die Wüste Mu-Us in

der Inneren Mongolei, der autonomen Provinz

im Norden der Volksrepublik China, waren zu

bewältigen. Unter den 40 Lastwagen verschiedener

Marken waren auch sieben Mercedes-

Benz Unimog der Typen U 500L und U 400L,

24 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 25

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Große Freude nach der überstandenen Rallye

die von italienischen, spanischen und französischen

Teams gefahren wurden. Alle Unimog

erreichten das Ziel Peking. Mit dem Schrecken

kam das italienische Team Paccani (Gewinner

der Pharaonen Rallye 2007) davon (Fahrer: Giacomo

Paccani, Oscar Mor, und Techniker Attilio

Brevi), als es sich auf der 14. Etappe mit dem

Unimog überschlug und weit und breit keine

Hilfe zu sehen war. Zwei Teams sind in diesen

Tagen sogar achtlos an den liegen gebliebenen

Wettbewerbern vorbei gefahren. Dank eines

französischen Trucks konnte dann der U 400L

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Uniskop

nach zwei Tagen wieder aufgerichtet werden.

Die Weiterfahrt verlief völlig problemlos. Die

Italiener konnten sich bei ihren Helfern aus

Frankreich umgehend bedanken, in dem sie

deren Truck, der auf der letzten Etappe einen

Getriebeschaden erlitt, bis zum Zielort schleppten.

Somit reichte es dieses Mal für Giacomo

Paccani zu keiner Platzierung. Die beiden italienischen

Teams fuhren mit ihren Unimog

insgesamt 15.000 km (einschließlich An- und

Rückreise) und mussten auf dieser Strecke nur

zwei Ölfilter ersetzen. n


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Weiter machen, wo andere aufhören müssen.

Das Konzept Unimog – seit über 60 Jahren.

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60 Jahre Faszination Unimog

Vor 60 Jahren entwickelten Ingenieure von Daimler-Benz erstmals

ein landwirtschaftliches Fahrzeug: das Universal-Motor-Gerät, kurz

Unimog“ genannt. Das Allrad-Haubenfahrzeug gehört seither zu den

vielseitigsten und bekanntesten Nutzfahrzeugen.

Den Unimog-Baureihen von Mercedes-Benz

liegt ein weltweit einzigartiges Fahrzeugkonzept

zugrunde, welches als Synonym für

Zuverlässigkeit, Robustheit, Langlebigkeit und

Wertbeständigkeit steht. Das Einsatzgebiet der

Unimog aus Wörth ist vielfältig: In der Kommunal-

und Energiewirtschaft, bei gewerblichen

Lohnunternehmen, in der 2-Wege-Anwendung

(Straße/Schiene), im Brandschutz- und Rettungswesen

und nicht zuletzt im Dienste der

internationalen Sicherheit (UN-Friedensmissionen).

Zum 60. Jubiläum des Unimogs bietet sich ein

Rückblick an auf die Entstehung des „UNIversal-MOtor-Geräts

für die Landwirtschaft“, wie

es in auf der ersten Zeichnung des Konstruktionskonzepts

aus dem April 1946 heißt. Auf

Basis dieser Benennung hat Hans Zabel, Mit-

Die ersten Unimog aus der Produktion der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer aus

Göppingen fanden breite Zustimmung bei den Kunden

glied des damaligen Entwicklungsteams, den

Produktbegriff „UNIMOG“ geprägt. Dass der

Name weltweit in fast allen Fremdsprachen

geläufig ist, spricht für sich. Die Einführung

des Universal-Motor-Geräts für die Landwirtschaft

läutete in Nachkriegs-Deutschland die

Abkehr vom landwirtschaftlichen Traktor ein.

Von Anfang an setzten die Entwickler um Heinrich

Rößler, den „Vater“ der Unimog-Technik,

auf hohe Geländegängigkeit und Zugkraft. Das

erste Konzept zeigte Eigenschaften, die auch

heute noch die aktuellen Baureihen auszeichnet:

Extreme Geländegängigkeit durch Portalachsen,

vier gleich große Räder, Allradantrieb

mit Differenzialsperren vorne und hinten, eine

Hydraulikanlage, Gerätean- und aufbauräume

vorne, in der Mitte und am Heck sowie eine

Ladepritsche, die bei den ersten Fahrzeugen

eine Tragfähigkeit von einer Tonne aufwies.

Das große Poster „Das Konzept

Unimog – seit über 60 Jahren“ für

unsere Leser zum Herausnehmen

60 Jahre Unimog: Baureihen des

„Universal-Motor-Geräts“ im Überblick

In Schwäbisch Gmünd entstanden damals die

ersten Konstruktionsschritte für den Prototyp

„U 1“. In Göppingen hat 1947 die Serienfertigung

des Boehringer Unimog „U 70200 Diesel-

Schleppers“ begonnen.

Ausgangspunkt für den weltweit großen Erfolg

des Mercedes-Benz Unimog ist das Werk

Gaggenau. Dort lief im Jahre 1951 der erste

Unimog mit dem legendären „Ochsenkopf“

auf der Frontpartie vom Band. In 60 Jahren

wurden über 330.000 Einheiten gefertigt. Seit

1953 trägt er den Mercedes-Stern als Markenzeichen.

Im August 2002 wechselte die Produktion

nach Wörth am Rhein. Seitdem gehört der

Unimog zum Produktbereich Sonderfahrzeuge.

Bis heutige sind 25 Baureihen mit unzähligen

Baumustern entstanden.

Jüngster Beweis der über 60 Jahre steten Weiterentwicklung

ist die im letzten Jahr eingeführte

dritte Unimog Baureihe: Der U 20, ein wendiger,

kompakter Geräteträger in der Gewichtsklasse

bis 8,5 t. Er weist die gleiche Fahrwerks- bzw.

Systemkompetenz auf wie seine größeren Brüder,

der geländegängige Geräteträger U 300 bis

U 500 und das hochgeländegängige Transportfahrzeug

U 3000 bis U 5000. n

Heinrich Rößler, der technische Vater des Unimog, am Steuer des ersten Fahrgestells „U 1“

am 9. Oktober 1946. Ganz rechts Hans Zabel, der Erfinder des Markennamens „Unimog

Menschen­Retter

Die Nacht vom 2. Juni 2008 werden vier junge Männer

aus der baden-württembergischen Gemeinde Jungin-

gen (Zollern-Alb-Kreis), so schnell nicht vergessen:

Ihre Heimatgemeinde wurde von einem Unwetter mit

katastrophalen Ausmaßen heimgesucht.

Der nebenstehende Bericht von Klaus Stopper, Redakteur

des „Schwarzwälder Boten“ dokumentiert die ganze Dramatik

des Geschehens, als in dem Tal der Schwäbischen Alb aus

einem Sommergewitter eine Katastrophe wurde. Aus den beiden

Mitarbeitern des Junginger Bauhofs, Klaus Ritter und Frieder

Heinzmann, wurden zusammen mit Heiko Legnaro und Markus

Evers zu „Rettern in der Not“, ja sogar Menschen-Rettern. Für

die geretteten Menschen in Jungingen, die durch die Wassermassen

abgeschnitten waren, muss der Anblick des Unimog

U 1400 eine große Erleichterung gewesen sein. Was hinlänglich

aus vielen Katastropheneinsätzen bekannt ist, der Unimog

bewährte sich hier auch in der Albgemeinde. Der Schreiber dieser

Zeilen hat selbst einmal bei einer Hilfsaktion seinen Unimog

U 406 durch Hochwasserfluten gesteuert und kennt das Gefühl,

was es heißt, in einem stabilen Unimog zu sitzen, während um

einen herum die ungeahnte Kraft der Wassermassen alles mit

sich reisst und zerstörerische Gewalten freisetzt. Fazit für

Retter und Gerettete: Gut, dass es den Unimog und Retter in

der Not gibt! n

Vier mutige Lebensretter und ihr Unimog U 1400 vom Bauhof der Gemeinde Jungingen

Liebe Leser!

Haben Sie auch schon mal etwas außergewöhnliches

mit dem Unimog erlebt? Dann

senden Sie uns Ihre Geschichte mit entsprechenden

Bildern zu. Wir freuen uns auf

Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn gerne mit

einem Hinweis auf den Einsender.

Die Geschichte mit den Lebensrettern schickte

uns Daimler Mitarbeiter Josef Haiber, aus dem

Bereich Operations Engineering Mercedes Car

Group & Truck in Böblingen.

Ihre Zuschriften erbitten wir an:

Daimler AG,

Frau Marion Weisenburger

Produktbereich Sonderfahrzeuge TE/OMM-1

HPC 185

76742 Wörth am Rhein

26 Unimog 2|2008 Unimog 2|2008 27


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