oho #2 - Das Magazin des Fürstentums Liechtenstein

liechtenstein.marketing

Das neue Liechtenstein-Magazin nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise. In den Rubriken Kultur/Genuss, Natur/Freizeit, Wirtschaft/Bildung sowie
Staat/Fürstenhaus gewähren wir Ihnen Einblick in die kleinen und grossen Geschichten des Mikrokosmos Liechtenstein. Der Themenschwerpunkt in dieser Ausgabe ist das Kulturleben im Fürstentum Liechtenstein.

oho

Das Magazin des

Fürstentums Liechtenstein

#2 2015/16

Kultur / Genuss

Natur / Freizeit

Wirtschaft / Bildung

Staat / Fürstenhaus

Seelen. Kino

Ankommen. Durchatmen.

Abheben

Innovativ. Stabil. Dynamisch

Klein. Fürstlich. Überraschend


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oho zum Zweiten

Liebe Leserin, lieber Leser

Es freut mich, Ihnen die zweite Ausgabe des Liechtenstein-

Magazins «oho» präsentieren zu dürfen. Die positiven Rückmeldungen

auf die erste Ausgabe haben uns motiviert, Ihnen

erneut mit kleinen und grossen Geschichten einen Einblick in

den Mikrokosmos Liechtenstein zu geben. Wenn wir Sie mit

der einen oder anderen Geschichte zum Staunen bringen,

dann haben wir unser Ziel erreicht.

Der Themenschwerpunkt in dieser Ausgabe ist das Kulturleben

im Fürstentum Liechtenstein. Dies ist nicht nur inhaltlich,

sondern auch visuell sichtbar. Wir konnten die Liechtensteiner

Künstlerin Anna Hilti dazu gewinnen, das Titelbild

und die Themeneinstiege mit Illustrationen zu gestalten. Nehmen

Sie sich Zeit und tauchen Sie ein in diese Bilder. Sie sind

Ausdruck der Vielfältigkeit Liechtensteins und Sie werden

Details entdecken, welche dieses Land ausmachen. Es sind genau

diese vielen kleinen Dinge, welche die Atmosphäre in

Liechtenstein beeinflussen.

Erweitern Sie Ihr Bild von Liechtenstein, denn Liechtenstein

ist mehr. Es ist klein und oho – und es hat viel zu bieten!

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.

Liechtenstein ist Kulturland

Das kulturelle Schaffen in und aus Liechtenstein ist ein spannender

Ausdruck der geistigen Freiheit des Landes. Kultur

und Kulturschaffen gehören zu Liechtenstein wie der Rhein,

das Schloss und die Berge. Die liechtensteinische Kultur hat

ihren Ursprung im Brauchtum. Diese alten Traditionen werden

auch heute noch mit grosser Liebe gepflegt. Und über die

Jahrzehnte hat sich das Kulturangebot in Liechtenstein enorm

weiterentwickelt.

2015 ist ein besonderes Jahr. Es ist das das Kulturjahr Liechtenstein.

Mit der Eröffnung der «Schatzkammer Liechtenstein»

und dem Erweiterungsbau des Kunstmuseums Liechtenstein

durch die Hilti Art Foundation erhält Liechtenstein

zwei neue Angebote mit internationaler Ausstrahlung. Doch

nicht nur diese beiden Neuheiten werden das Kulturjahr 2015

prägen. Zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen werden

Sie staunen, nachdenken und mitfeiern lassen.

Es freut mich sehr, dass sich die zweite Ausgabe des Liechtenstein-Magazins

«oho» dem Thema Kultur widmet. Sie werden

sehen, dass es zahlreiche Gründe gibt, nach Liechtenstein

zu kommen.

Ernst Risch

Geschäftsführer Liechtenstein Marketing

Herausgeber

Dr. Aurelia Frick

Ministerin für Äusseres, Bildung und Kultur


oho#2

Kultur / Genuss

Natur / Freizeit

Seelen. Kino

Ankommen. Durchatmen.

Abheben

Kultur. Jahr 8

Kultur. Gemeinden 14

Kunst. Szene 16

Körper. Sprache. Tanz 20

Klang. Spuren 24

Brauchtum. Alpabtrieb 28

Genuss. Schatzkammer 32

Natur. Entdecken 38

Sommer. Glücksgefühle 40

Adler. Wanderung 42

Wilderer. Touren 46

Grenz. Erfahrung 49

Winter. Action 50

Entdecker. Tipps 53

4


Wirtschaft / Bildung

Staat / Fürstenhaus

Innovativ. Stabil.

Dynamisch

Klein. Fürstlich.

Überraschend

Wirtschaft. Standort 56

Unternehmer. Land 58

Ideen. Schmiede 60

Erfolgsmodell. EWR 63

Gründer. Erfolg 68

Finanzplatz. Liechtenstein 72

Fürstlich. Tagen 76

Staatsfeiertag. Jubiläum 80

Geschichte. Übersicht 83

Kultur. Land 84

Dualismus 86

Blick aus Bern 88

Forget it! 90

Highlights 2015/2016 92

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Kultur/Genuss

Seelen.Kino


Kultur/Genuss

KUL

T

JAHR Liechtenstein

UR

8


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Die neue Schatzkammer, die neue Ausstellung der Hilti Art Foundation,

die internationale Skulpturenausstellung Bad Ragartz – dies

sind drei der Highlights, die bei einem Spaziergang durch Vaduz,

der Hauptort Liechtensteins, erlebbar sind. Eine kleine KulTour,

die in der Fussgängerzone beginnt .

Text: Dr. Wieslaw Piechocki

Fotos: Martin Walser, Eddy Risch, Anne Gabriel Jürgens

Vaduz ist klein, wie das gesamte Fürstentum, aber es überrascht

mit einer Fülle an Ausstellungen, Aktionen und Museen.

Insbesondere in diesem Jahr – dem «Kulturjahr

Liechtenstein». Wir starten zu Fuss im Bereich des Rathausplatzes.

Auf der rechten Seite sehen wir, wenn wir

nach Süden gehen – in Richtung Peter-Kaiser-Platz bzw.

Rheinquelle – zwei grosse, moderne Gebäude. Eines davon

ist schwarz, und es handelt sich dabei um das Ausstellungsgebäude

Liechtensteins, das in diesem Jahr sein

15-jähriges Jubiläum feiert. Der Spiegel des schwarzen Kubus,

der «Weisse Würfel», enthält die neue Ausstellung der

Hilti Art Foundation – mit 50 ausgewählten Gemälden und

Plastiken. Die einzigartigen Werke der zeitgenössischen

Kunst reichen von Seurat, Lehmbruck, Boccioni, über Picasso,

Léger, Kirchner, Marc, Magritte bis zu Klee und

Beckmann. Die beiden Gebäude ergänzen sich, bilden eine

gelungene Architektursymbiose. Und haben einen gemeinsamen

Eingang über das Kunstmuseum Liechtenstein.

Dr. Uwe Wieczorek, Kurator Hilti Art Foundation, und Michael Hilti,

Präsident Hilti Art Foundation

Kunstmuseum: «Schön, euch zu sehen!»

2015 erfreut sich das Publikum übrigens an einer besonderen

Ausstellung: Unter dem Titel «Schön, euch zu sehen!»

werden 160 ausgewählte Werke der Kunstmuseum-

Sammlung vorgestellt. Im September folgt ein weiteres

Jubiläumshighlight: Die Ausstellung «Ferdinand Nigg

(1865 – 1949) Gestickte Moderne» präsentiert anlässlich

des 150. Geburtstages des liechtensteinischen Künstlers

dessen Seiten als Zeichner, Lithograf, dann Grafiker und

Gestalter in München und Augsburg sowie seine Zeit als

didaktisch progressiver Professor an der Kunstgewerbeschule

Magdeburg.

Das «Selbstbildnis mit Glaskugel»

von Max Beckmann ist einer der Höhepunkte

der Eröffnungsausstellung

der Hilti Art Foundation.

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Johann Wilhelm Weinmann, Detail aus «Paeonia major flore rubro simplex,

Gichtrosen. Paeonia flore pleno rubro major, Pimoine, Pfingstrosen», ca. 1737

© LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna

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Und im frisch errichteten weissen Kubus der Hilti Art

Foundation können fortan kunstdurstige Besucher in drei

Ausstellungsräumen oder auf einer umgerechneten Fläche

von ca. 410 m 2 ihre Lieblingsmaler in Ruhe neu entdecken:

beispielsweise Dubuffet, Gauguin, Giacometti, Hodler,

Léger, Klee, Magritte und Picasso sowie viele mehr. Für die

klassische Moderne entstand entsprechend ein neues, weisses

Museum, ein Spiegel für den schwarzen Kubus.

Von allen Objekten der Schatzkammer Liechtenstein ist es vielleicht nicht das

Kostbarste, aber bestimmt das Speziellste: Das Mondgestein der ersten Mondlandung

1969 mit der Liechtenstein-Fahne, die ebenfalls auf dem Mond war.

Tipp

Briefmarken sind langweilig? Von wegen. Im

Postmuseum Liechtenstein wird der Prozess vom

Entwurf bis zur fertigen Briefmarke spannend

erklärt. Das Postmuseum befindet sich direkt

über der Schatzkammer Liechtenstein und ist

kostenfrei zu besichtigen. Daher nach dem Besuch

der Schatzkammer nicht den Ausgang, sondern

die Treppe nach oben wählen und in eine

besondere Welt eintauchen.

Schatzkammer und Postmuseum

Für Entdecker wartet – nur wenige Schritte vom Kunstmuseum

entfernt – im Erdgeschoss des Engländerbaus die

neu eingerichtete Schatzkammer: Der kleine Raum, der

nur durch eine Schleuse betreten werden kann, präsentiert

150 erlesene Kostbarkeiten. Sie sind Teil der Ausstellung

«Vom Fürstentum über die Welt ins Weltall». Der Titel

klingt ungewohnt, aber er stimmt. Denn neben der Fürstenhaube

(Fürstenkrone) sind unter anderem das berühmte

«Apfelblütenei» von Fabergé und das Mondgestein mit

den Fahnen Liechtensteins zu sehen, die von den Apollo-

11- und Apollo-17-Missionen auf den Mond stammen. Die

Geschichten, wie diese Schätze ihren Weg nach Liechtenstein

fanden, sind genauso interessant wie die Ausstellungsstücke

selbst.

Der originale Herzogshut von Fürst Karl I. ist spätestens seit 1781

verschwunden. In der Schatzkammer Liechtenstein kann man die

Replik bewundern, welche 1978 anlässlich des 40. Regierungsjubiläums

von Fürst Franz Josef II. erstellt wurde.

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Kultur/Genuss

Tipp

Auch das abendliche Kulturprogramm

spielt in Liechtenstein eine grosse Rolle.

Das TAK Theater Liechtenstein in

Schaan führt beispielsweise Thalia-

Liebhabern ein abwechslungsreiches

Programm vor. Das Repertoire beinhaltet

neben Bühnenklassikern ebenso

zeitgenössische Stücke, Eigenproduktionen

und Musikabende.

Zu den Highlights des Jahres 2015 gehören

das Konzert des Kammermusikensembles

der Deutschen Oper

Berlin, das auch Werke liechtensteinischer

Komponisten spielt, der Shakespeare-Abend

mit dem Wiener Bühnenstar

Klaus Maria Brandauer oder das

Treffen mit dem weltberühmten Saxofonisten

Jan Garbarek.

Landesmuseum und Skulpturen

Weiter geht unsere kleine Tour in Richtung

Landesmuseum. Das Gebäude direkt

neben der Schatzkammer ist übrigens

das «Liechtenstein Center» (Tourist

Office) mit vielen Informationen über

das Fürstentum Liechtenstein. Hier werden

Filme gezeigt, Souvenirs angeboten

und kostenfreies Informationsmaterial

verteilt. Auf den wenigen Schritten in

Richtung Landesmuseum fallen dem interessierten

Besucher zahlreiche Skulpturen

auf. Alleine diese wären eine eigene

Führung wert. Insbesondere in

diesem Jahr: Denn 2015 begegnen den

Besuchern zahlreiche, manchmal monumentale

Werke der weltweit bekannten

Skulpturenausstellung «Bad Ragartz».

Die eindrucksvollen Werke verteilen

sich in der Fussgängerzone.

Am Landesmuseum, das an eine Felswand

angebaut ist, angekommen, weht

einem in diesem historischen Gebäude

die Geschichte des Landes förmlich entgegen.

Die interdisziplinären Dauerausstellungen

stellen verschiedene Bereiche

des liechtensteinischen Kulturgutes vor.

Die Bandbreite reicht dabei von Archäologie,

Geschichte, lokale Brauchtümer bis

zur Naturkunde. Die Besucher haben die

Qual der Wahl: Welche Objekte besichtigt

man zu allererst? Die Fürstengalerie, das

1612 gefertigte Fastentuch aus Bendern

oder die Bronzegruppe von Balzers, deren

mehrere Statuetten auf das 5. bis 2.

Jahrhundert vor Christus datiert werden?

Und wer hat heutzutage das Glück, bei

einem Alpenspaziergang eine Gämse

oder einen Steinbock zu sichten? Hier ist

dies möglich! Kinder lieben diese Erlebnisse

– daher bietet das Landesmuseum

auch eigene Familienführungen.

Ganz unerwartet begrüsst in diesem

Jahr die Plakatfigur von Marilyn Monroe

die Gäste am Eingang des Landesmuseums.

Der Grund dafür ist die aktuelle

Sonderausstellung mit dem Titel «Marilyn

– Die starke Monroe». Gezeigt werden

400 originale Objekte aus dem

Nachlass der talentierten Sängerin und

Schauspielerin: Kleidung, Schuhe, Taschen,

aber auch ihr privates Telefonbuch,

ihr Testament, zahlreiche Drehbuchnotizen.

Das Kulturjahr – und noch mehr

Das «Kulturjahr Liechtenstein» bietet

mit der neuen Schatzkammer, der erstmaligen

Ausstellung der Hilti Art Foundation

und der nur alle drei Jahre stattfindenden

«Bad Ragartz» echte

Highlights in diesem Jahr. Die Kulturlandschaft

des Fürstentums insgesamt

Die Skulpturenausstellung „Bad Ragartz“

ist bis zum 1. November 2015 auch in Vaduz

zu bewundern: 41 Skupturen mit einem

eigenständigen, städtischen Charakter

verwandeln die Fussgängerzone in eine

einzigartige Kultur- und Flaniermeile.

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ist ebenso sehens- und erlebenswert. Da

lohnt sich beispielsweise ein Ausflug zu

den Gemeindemuseen, zum Gasometer

in Triesen, zum Rechen- und Schreibmaschinen

Museum in Schaan, dem Bäuerlichen

Wohnmuseum in Schellenberg,

dem Walsermuseum in Triesenberg oder

dem Domus (Museum und Galerie) in

Schaan sowie zum Küefer-Martis-Huus

in Ruggell. Wann und in welcher Reihenfolge

ist jedem selbst überlassen. Übrigens

können diese Museen alle mit dem

Rad erfahren werden – denn Liechtenstein

ist klein. Die KulTour per Rad hat

den Vorteil, dass gleichzeitig die einzigartige

Kulturlandschaft erfahren werden

kann – ein echtes Erlebnis!

Der Kultur

auf der Spur

Entdecken Sie Liechtensteins Kultur

und Geschichte bei einer Führung

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Liechtenstein Year of

Culture

Vaduz, like the whole of the Principality,

is small. Yet, at the same time, it

is home to a wide range of exhibitions,

installations and museums. This is

truer than ever in 2015, the Liechtenstein

Year of Culture. Three major

highlights await in the pedestrianized

area in the heart of the capital: the recently

opened Chamber of Treasures,

the new Hilti Art Foundation exhibition

and the Bad Ragartz international

sculpture festival. Visitors can also

look forward to a special exhibition

entitled «Nice to See You» showcasing

160 selected objects from the Liechtenstein

Museum of Fine Arts. The

eye-catching white cube in the city

centre houses three rooms totalling

410 m 2 ² displaying exhibitions of paintings

curated by the Hilti Art Foundation.

Located on the ground floor of

the English Building Art Space, just a

stone’s throw from the Museum of

Fine Arts, is the brand new Chamber

of Treasures. This small room, accessible

only through a security gate,

presents 150 items of exquisite beauty

to be appreciated and admired. Just a

few metres further along the pedestrianized

area, the Liechtenstein National

Museum recounts the history and

culture of the Principality through a

series of permanent exhibitions covering

everything from archaeology

and history to local traditions, culture

and the natural landscape. A great tip

for culture vultures is the new Museum

and Adventure Pass giving visitors

access to the most well-known

museums and attractions in the Principality

for just CHF 23. For more information

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Kultur/Genuss

Kultur.Gemeinden

RUGGELL Küefer-Martis-Huus

Kombination aus Museum und Kulturhaus: Das

denkmalgeschützte Gebäude ist ein Ort der Begegnung, in

dem Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Diskussionen

zu regionalen Themen stattfinden. www.kmh.li

PLANKEN Dreischwesternhaus

Kultureller Treffpunkt: Das Traditionshaus neben dem

Dorfplatz in Planken wird als Mehrzweckraum für

verschiedenste Anlässe genutzt – von gesellschaftlichen

über politische bis zu kulturellen Veranstaltungen.

www.planken.li

SCHAAN Domus

Galerie, Museum, Begegnungsraum, Ticket-Verkauf, Info-

Stelle für Besucher – das Domus ist multifunktionaler

Treffpunkt, der sich auch mit kulturellen, sozioökonomischen

Fragen einer sich verändernden

Gesellschaft auseinandersetzt. www.domus.li

VADUZ Kulturzentrum und Hauptort

Kunstvolle Kultur- und Flaniermeile: Kunstmuseum, Landesmuseum,

Postmuseum, Schatzkammer, Hilti Art Foundation, Kunstraum Engländerbau,

zahlreiche Skulpturen, eine einzigartige Architektur (historisch und modern),

Galerien und viele Sehenswürdigkeiten – das ist Vaduz. Eine kulturelle

Schatztruhe, die auf KulTouren entdeckt werden will. www.tourismus.li

BALZERS Burg Gutenberg

In der malerischen Kulisse des Innenhofes finden

zahlreiche Kulturevents und weitere Veranstaltungen

statt. www.burg-gutenberg.li

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MAUREN Kulturhaus Rössle

Vom Gast- zum Kulturhaus: Das «Rössle» verbindet das Gesellige mit dem

Kulturellen sowie Tradition und Moderne. Es ist das «Kulturhaus im

Liechtensteiner Unterland» – ein lebendiges Zentrum für Kulturtreibende

und Querdenker, das seit Jahresbeginn das Kulturleben in Liechtenstein

bereichert. www.mauren.li

SCHELLENBERG Bäuerliches Wohnhaus

Das Gebäude aus dem Jahr 1518 zeigt die bäuerliche Lebens- und Arbeitswelt

sowie die mittelalterliche Siedlungs- und Bauweise im Land; ältestes, komplett

erhaltenes Wohnhaus im Fürstentum. Tipp: Sehenswert ist auch «The Princely

Liechtenstein Tattoo» in der Burgruine Schellenberg im September.

www.schellenberg.li

ESCHEN Pfrundbauten

Das Fachwerkhaus am Dorfplatz prägt den Ortskern durch seine

historische Bedeutung und durch seine Nutzung als Ort der

Begegnung und für Kulturausstellungen. www.eschen.li

GAMPRIN Grossabünt

Die Freizeitanlage Grossabünt schafft es, Erlebnis, Natur,

Sport und Kultur ideal zu kombinieren.

www.grossabuent.li

TRIESEN Gasometer

Kunstausstellungen, Musik, Theater, Tanz, Literatur – das

Kulturzentrum in der ehemaligen Baumwollweberei zeigt

ein vielseitiges regionales und internationales Programm.

www.gasometer.li

TRIESENBERG Walsermuseum

Heimatmuseum zur Geschichte der Walser: Ausstellung mit einer

Multivisionsschau zum Brauchtum sowie der Walser- und Pfarreigeschichte.

Im Erdgeschoss ist eine permanente Ausstellung von Holzplastiken des

Künstlers Rudolf Schädler zu sehen. www.triesenberg.li

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Kultur/Genuss

K

UN

STSZENE Liechtenstein

Die junge Kunst- und Kulturszene Liechtensteins

ist bunt, gegensätzlich und einig zugleich, vielfältig

und verstreut. Konsens gibt es dennoch:

Die Qualität ist hoch, vieles läuft gleichzeitig und

sie macht neugierig. Text: Asha Ospelt-Riederer

Ob in Ausstellungen, an Filmtagen, durch Publikationen

oder Kunst am Bau, im Schauspiel, an Konzerten oder mittels

Kabarett: Liechtensteins junge Kunst- und Kulturschaffende

überraschen regelmässig. Und wissen sich auszudrücken.

Eine kulturelle Institution Liechtensteins, die ihnen eine

Plattform bietet, ist der Kunstverein Schichtwechsel. Der

Verein hat sich zum Ziel gesetzt, noch weitgehend unbekannte

Kunst- und Kulturschaffende national und international

zu vernetzen. Immer wieder holt er ausserdem Leute

aus verschiedensten Disziplinen, Gesellschaftsschichten

und Altersgruppen mit ins Boot und regt die Auseinandersetzung

mit Kunst in ihren verschiedensten Formen an.

Für sein Engagement hat der Verein Schichtwechsel 2014

den Prix Kujulie gewonnen. Ideen für neue Projekte entstehen

nahezu pausenlos: über Gespräche, durch Lektüre und

an neuen Orten.

Raus aus der Komfortzone, rein ins kunstsinnige, pralle

Leben: Der Kunstverein Schichtwechsel holt Menschen aus

ihrer Komfortzone. So gab es schon Projekte mit der Bewährungshilfe,

der Kunstgesellschaft, dem Gemeinschaftszentrum

Resch und mit Schulklassen. Bewusst gibt

es auch keinen festen Sitz, an dem Ausstellungen und

Events stattfinden. Das gesamte Land wird genutzt, vom

freistehenden Hotel über ein Gewächshaus bis zum ehemaligen

Supermarkt. Dort finden Ausstellungen statt, die regelmässig

Aufsehen erregen, beispielsweise «Jump! Sprung

ins Unbekannte» oder «Denn heute ist die beste Zeit» im

Kulturgarten «Im Bongert» in Balzers. «Wir möchten Leute

dazu anstiften, Neues auszuprobieren, sich selber Heraus-

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oho#2

Next generation art and culture

Liechtenstein’s young art and culture scene is colourful, contrasting

and yet, at the same time, driven by a common purpose.

Quality is high and there is a buzz that makes locals

and visitors curious and eager to find out more. Exhibitions,

film events, publications, installations, theatre, concerts and

stand-up comedy – whatever you’re into, come along and give

it a try. You will be surprised! For more information visit

www.tourismus.li

forderungen zu stellen und künstlerisch etwas zu wagen», erklärt der Vorstand

des Kunstvereins Schichtwechsel. Genau das ist es, was nicht nur

den Kunstverein Schichtwechsel ausmacht, sondern die gesamte junge

Kunst- und Kulturszene Liechtensteins auszeichnet: Sie ist und macht neugierig.

Und sie lädt ein, sich selbst ein Bild zu machen…

Anna Hilti

Künstlerin und Illustratorin

Anna Hilti lässt sich in keine Schublade stecken.

Sie hat in Luzern, Rotterdam und Berlin Illustration

und Kunst studiert und ist heute freischaffend in

diesen Bereichen tätig. Ihre Arbeiten sind spielerisch,

nachdenklich und unkonventionell zugleich,

genauso wie die Themen der Veranstaltungen, die

sie immer wieder organisiert unter Namen wie

«Verschwende deine Jugend» oder «Satan takes a

holiday». Anna Hilti hat die Opener für diese zweite

Ausgabe des oho-Magazins gestaltet. «Ich habe

versucht, das grosse Spektrum zu erfassen, das

jedes der vier Themen dieses Hefts in sich vereint.

So treffen in den Bildern die unterschiedlichsten

Figuren, Gebäude und Gegenstände aus den verschiedenen

Bereichen aufeinander und verbinden

sich zu einer neuen Landschaft.»

Anna Hiltis Werke wurden schon mehrfach ausgezeichnet,

unter anderem 2014 mit dem renommierten

Prix Mobilière. 2015/16 wird sie durch

das Werkjahr der Kulturstiftung Liechtenstein die

Möglichkeit erhalten, unter anderem in Amsterdam

und den USA zu arbeiten. Für 2016 wurde

ihr von visarte.ost ein viermonatiges Atelierstipendium

an der «Cité Internationale des Arts» in

Paris zugesprochen. Diesen Sommer werden Anna

Hiltis Arbeiten in der Gruppenausstellung «Wo

das Gras grüner ist» im Kunstmuseum Liechtenstein

zu sehen sein.

Text: Asha Ospelt-Riederer

Foto: Johanna Muther

Links zur Kunstszene Liechtensteins

www.schichtwechsel.li

www.bbkl.li

kreativ-12.liechtenstein.li

www.artnet.li

www.zukunftswerkstatt.li

@

Weitere Infos

zur Künstlerin

17

www.annahilti.com


SWAROVSKI.COM

Miranda Kerr


oho#2

Liechtenstein

an der Biennale

Im Oktober 2015 nehmen junge

Kunstschaffende aus Liechtenstein

erstmals an der Biennale in Venedig

teil. Die Nachwuchskünstler erwartet

zuerst eine Vorentscheidung und

dann eine grosse Premiere: Noblesse

oblige – auch in Venedig.

Kunst.Schule

Wie die Farben auf einer Palette vermischen

sich in einem Kleinstaat die Funktionen

der Kulturinstitutionen. Die Liechtensteiner

Kunstschule ist eine Aus- und

Weiterbildungsstätte für die bildenden und

angewandten Künste. Der individuelle

Wunsch, kreativ tätig zu sein, findet hier

die Bildungsplattform, die einen qualifizierten,

umfassenden und zeitgemässen

Einstieg in die Lebens- und Arbeitswelt

«Kunst» ermöglicht. Und sie bietet Orientierung

im Feld der kreativen Berufe.Die

Kunstschule in Nendeln richtet sich mit einem

vielseitigen Tätigkeitsrahmen sowohl

an Laien als auch an Künstler, die im Verlauf

einer holistischen Ausbildung ihre kreative

Persönlichkeit gestalterisch zur Geltung

bringen können. Die Förderung des

Staates ermöglicht erst die sichtbare breite

Ausbildung und hohe Qualität.

www.kunstschule.li

Den 37 Artisten aus dem Fürstentum

Liechtenstein, Island, Luxemburg

und Montenegro widmet man

zuvor im Vaduzer Kunstmuseum

eine Ausstellung, die vom Kunstverein

Schichtwechsel unter dem Titel

«Wo das Gras grüner ist» kuratiert

wird. Die Exposition dauert von

Ende Juli bis Ende November 2015

und wird ab August über eine Kooperation

mit einem Entwicklungsprojekt

ergänzt.

Eine Gelegenheit, um unterschiedliche

Probleme und Themen zu analysieren:

Kunst, Geld, Bewegung,

Armut, Spenden… Auf diese vielschichtige

Problematik erwartet

man Antworten sowohl von grösseren

Gremien als auch seitens

junger Künstler der Mikroländer. Zu

besichtigen sind die Werke der Premiere-Liechtensteiner

im Spätherbst

unter dem Titel The Silver Lining

im venezianischen Palazzo Trevisan

degli Ulivi.

• Kunstmuseum Liechtenstein

«Wo das Gras grüner ist».

2. Juli–22. November 2015

• Biennale Venedig

«The Silver Lining»

23. Oktober –1. November 2015

silverlining.li

19


Kultur/Genuss

Körper.Sprache.Tanz

Sie tanzt an Fassaden, auf Stühlen,

in Tüchern, aufgehängt an

Seilen oder in mit Wasser gefüllten

Wannen. Dabei dankt sie

ihrem Körper täglich für die

Strapazen, die dieser mit relativ

wenig Training wegsteckt. Tamara

Kaufmann aus Balzers

sucht neue Herausforderungen.

Und sie ist eine Frau mit vielen

Talenten.

Text: Asha Ospelt-Riederer · Fotos: John

McConkey und Michael Zanghellini

Tamara Kaufmann wurde am 26. Februar

1971 geboren. Seit Karrierebeginn ist sie

mit zahlreichen anderen renommierten

Künstlerinnen und Künstlern aufgetreten,

darunter Robbie Williams, Christina Aguilera,

Joe Cocker, Pink oder Nina Hagen, um

nur ein paar wenige zu nennen. 2001 hat

sie den Choreografie-Förderpreis der IBK

gewonnen, 2013 gewann sie den Josef Gabriel

von Rheinberger-Preis für kulturelle

Leistungen. Sie ist Tänzerin, Luftakrobatin,

Akrobatin, Regisseurin, Choreografin,

Artistin, Musicaldarstellerin und entwickelt

Gesamtkonzepte. Tamaras Training

besteht hauptsächlich aus Sportarten im

Freien, die ihr Spass machen wie Radfahren,

Snowboarden, Kiten oder Wandern.

www.tamarakaufmann.com

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oho#2

Tamara, hast du als Mädchen ‹Dirty Dancing›

geschaut und dir gesagt: «Das will ich auch»?

Tamara Kaufmann: Nein, gar nicht. Ich war

18, als ich mir den Kopf zerbrach, was ich

nach der Matura machen soll und stand eines

Abends mit einer Freundin im ‹Roxy› auf

der Tanzfläche, als sie zu mir sagte: «Du, ich

werde Profitänzerin.»

Und dann?

Es war, als ob ich vom Blitz getroffen wurde.

Mein ganzes Gesicht erhellte sich und ich

wusste: «Genau das ist es! Matura hin oder

her – auch ich werde Tänzerin!»

Wie wurdest du Profitänzerin?

Nach dem Kunstturnen als Kind nahm ich

Tanzstunden bei Beatrice Herzog und Jacqueline

Beck, die mich dann nach der Matura

neben vier anderen Tänzerinnen ein Jahr

lang täglich unterrichtet haben als Vorbereitung

auf ausländische Tanzschulen. Ich ging

nach Amsterdam, aber Jacquelines und Beatrices

Unterricht waren Fluch und Segen zugleich:

Sie haben uns fast schon zu Profitänzerinnen

gemacht. In Amsterdam empfand

ich mich unterfordert und nahm aus Frust

fürchterlich zu. Überspringen war verboten.

Übergewicht ist suboptimal für eine Tänzerin.

Was hast du dann gemacht?

Der Körper ist dein Werkzeug in diesem Beruf,

meiner funktionierte nicht mehr richtig,

weil die Seele litt. Ich habe die Schule abgebrochen,

was mir gar nicht ähnlich

sieht, nachdem ich mich unerlaubterweise

ohne Abschluss in Belgien

beworben hatte und angenommen

wurde. Der Company fehlte

dann aber das Geld für eine weitere

Tänzerin und ich stand vor dem Nichts. Ich

schlug mich in Zürich mit 100 Franken mit

Hilfe eines Babysitterjobs durch. Mit diesem

Hintergrund und zehn Kilos zu viel hatte ich

zwar die nötige Disziplin für das tägliche

Training, aber keine Aussicht auf Jobs. Jacqueline

hatte inzwischen eine Profi-Company

in Zürich aufgebaut und fing mich einmal

mehr auf. Von da an lief es dann rund. Ich

bin Jacqueline heute noch dankbar für alles,

was sie für mich getan hat.

Du warst im Benissimo-Ensemble ‹Friends›

und damit regelmässig im Schweizer Fernsehen

zu sehen. Hatte dies Folgen?

Ja. Ab dem Zeitpunkt, wo man mich im Fernsehen

gesehen hatte, «war ich plötzlich jemand».

Dabei habe ich vorher und nachher

viele Stücke getanzt, die viel bedeutender

und tiefsinniger sind und in denen der Tanz

eine künstlerische Ausdrucksform ist, um

mit dem Körper etwas zu erzählen.

Was war das Besondere bei Auftritten im

Fernsehen?

Das war eine pure Glitzer- und Glamourwelt.

Ich passte in die Showbranche mit meinem

Körperbau und ich liebte auch den schnellen

Wechsel, immer etwas Neues. Aber die Fernsehwelt

ist auch kurzlebig und eher oberflächlich

im Gegensatz zum modernen Ausdruckstanz.

Du hast im Fernsehen, in grossen Musicals,

weltweit in der Luft, im Wasser und auf Tüchern

getanzt, du singst, choreografierst,

bist in Schauspielstücken dabei und führst

Regie. Was machst du am liebsten?

Ich finde immer das am spannendsten, was

ich gerade mache, lebe darum meist im Hier

und Jetzt. Intensiv und interessant war die

Eröffnungsshow der Jugendolympiade zu

kreieren (EYOF 2015): Ich war für die Idee,

Regie, Choreografie, Requisiten, Musik und

Musikschnitt zuständig und habe neben meiner

Luftakrobaten-Gruppe auch alle anderen

Gruppen einstudiert. Das war toll, weil ich

alle Genres miteinander zu einem grossen

Ganzen verbinden konnte. Alle visuellen, auditiven

und emotionalen Sinne können sich

vereinen, wenn sie aus

einer Hand kommen.

Neben dem eigenen Tanz bildest du auch

Profis und Laien aus – was zeichnet dich

dabei aus?

Die letzten Jahre habe ich mich auf den vertikalen

Tanz spezialisiert und mir die Technik

der Aufhängungen angeeignet. Ich gebe in

Workshops gerne mein Erlerntes weiter.

«Geht nicht» gibt es nicht bei mir. Wenn man

will, schafft man alles. Die Mentalarbeit ist

wunderbar, wenn ich aus anderen etwas herausholen

kann, was sie sich selber nicht zugetraut

hätten.

Du lebst seit einigen Jahren im Ausland.

Wie stehst du zu Liechtenstein?

Ich bin gerade dabei, wieder hierher zu ziehen.

Ich liebe das Ländle mit seiner hohen

Lebensqualität und seiner Natur, die Menschen

sind herzlicher und zufriedener als in

vielen Ländern, die ich schon erlebt habe.

Welchen Wert hat für dich..?

Freiheit: Einen fast zu grossen.

Ehrlichkeit: Die Wahrheit ist das Grösste

überhaupt.

Sport: Ich liebe den Sport in der Natur.

Geld: Einen fast zu kleinen.

Ernährung: Gesunde Ernährung mit gutem

Nährwert finde ich sehr wichtig.

Lebensqualität: Ihretwegen will ich nach

Liechtenstein zurück.

Zukunftsmusik

Nach unzähligen Engagements in Musicals,

als Showtänzerin, Akrobatin und Schauspielerin

verschiebt sich Tamaras Karriere immer

weiter hin zur Verschmelzung ihrer Erfahrungen

in allen Genres. Eventorganisationen,

Inszenierungen und Regiearbeit vom

Konzept über Choreographie oder Schauspiel

bis hin zum Musikschnitt reizen sie mehr

und mehr.

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Kultur/Genuss

The Princely Liechtenstein

Tattoo Historische Burgruine Schellenberg

Dieses Tattoo in Liechtenstein hat sich aufgrund seines

Charmes, der einzigartigen Atmosphäre auf der

historischen Burgruine Schellenberg sowie dem gelebten

Kontakt und Austausch zwischen Publikum

und Teilnehmern bereits nach nur drei Jahren zu einem

internationalen Musikspektakel etabliert. Hier

präsentieren sich hochkarätige Militär- und Polizeimusik-Bands

aus Europa, überregionale Spitzenformationen

und nationale Kulturträger einem breiten

Publikum präsentieren mit einer einzigartigen Show.

290 Teilnehmer / 6 Nationen / über 4‘000 Zuschauer

Weitere Informationen

4.–6. September 2015

www.princely-tattoo.li

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The Princely

Liechtenstein Tattoo

Liechtenstein Tattoo

Princely

The

KULTUR IN LIECHTENSTEIN

Das junge THEATER

liechtenstein...

... ist als Non-Profit-Organisation und Verein in der Kulturund

Kreativwirtschaft tätig.

... realisierte seit 2001 jährlich 16 professionell geleitete

Theaterproduktionen mit Kindern, Jugendlichen und

Erwachsenen mit und ohne Beeinträchtigung.

... ist das theaterpädagogische Zentrum, koordiniert die

theaterpädagogischen Angebote in den Schulen

Liechtensteins und führt jährlich bis zu 60 Theater-

Schulprojekte durch.

... tritt als kultureller Botschafter Liechtensteins im

deutschsprachigen Raum auf.

Weitere Informationen

T +423 232 14 44 und www.jungestheater.li

Feinste Auswahl

für Kunstinteressierte

Die Galerie Art Felicia unterstützt und zeigt Künstler aus aller

Welt. Mit den Ausstellungen wird eine auserlesene Vielfalt vorgestellt.

Die Flexibilität auf die einzelnen Künstler individuell

einzugehen, mit dem eigenen Gespür zur Kunst ist eine Stärke

der Galerie. Auch Kunstinteressierte werden nach deren Vorlieben

und Geschmack fürs Private oder Geschäftliche beraten.

Durch die sehr gute Vernetzung mit Künstlern weltweit und in

allen Kunstrichtungen werden die eigenen Wünsche realisiert.

Weitere Informationen

T +423 791 20 30 und www.art-felicia.li


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Virtuosität.International

Fünf der sechs Finalisten des

internationalen Wettbewerbs

Eurovision Young Musicians

(50 Mio. Fernsehzuschauer)

sind Studierende der

Musikakademie.

Exzellente Musikakademie: Junge Spitzenmusiktalente aus aller Welt geniessen einen Teil ihrer Ausbildung

an der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein. Die Studentinnen und

Studenten werden professionell gefördert und zeigen ihr Können bei hochkarätigen Konzertanlässen.

Interview: Johannes Kaiser · Fotos: Internationale Musikakademie

Herr Domjanic, warum ist die Internationale

Musikakademie mehr als ein kultureller

Imageträger?

Drazen Domjanic: Ja, sie ist eindeutig mehr.

In Kreisen der Profimusiker besitzt die Musikakademie

einen einzigartigen Stellenwert.

Die Besten der Besten aus der ganzen

Welt werden ausgewählt und bekommen die

Möglichkeit, eine Woche lang bei hoch angesehenen

Professoren Unterricht zu besuchen

und das mehrmals pro Jahr. Zusätzlich

wird eine ganzheitliche Ausbildung für die

Persönlichkeitsentwicklung angeboten.

Diese Crème de la Crème der jungen Nachwuchskünstler

konzertiert heute schon in

den grössten Konzerthallen der Welt.

Was ist das Besondere?

Die Internationalität ist einer der wesentlichsten

Teile der Kultur der Musikakademie.

Im letzten Schuljahr waren es 102

Studierende aus 33 Ländern. Die Besonderheit

unserer Akademie ist, dass eine

20-prozentige Quote der Musizierenden

aus der Region stammt. Dies steigert die

Spitzenleistung im Fürstentum, wovon

auch andere Institutionen profitieren.

Es handelt sich bei den jungen Leuten

somit um Ausnahmekönner?

Ja. Unsere Musikstudentinnen und -studenten

sind die Besten in ihrem Metier

und erhalten hier in Liechtenstein die

Chance, ebenfalls bei den besten Professoren

der Welt zu lernen. Für mich persönlich

ist es schön zu verfolgen, wie die

jungen Musiktalente sich entwickeln, musikalisch

und persönlich wachsen und

schlussendlich zu den Top-Musikern zählen.

Der aus der Region stammende Cellist

Kian Soltani ist das aktuellste Beispiel

dafür.

Was imponiert den Teilnehmenden neben

dem Musizieren an unserem Fürstentum

am meisten?

Studierende, die nicht aus der Region sind,

bewundern die hohen Berge, die frische

Luft und das ruhige Leben in diesem kleinen

Staat. Das Schloss Vaduz ist immer wieder

eine faszinierende Sehenswürdigkeit.

Internationale Musikakademie

Die Internationale Musikakademie, gegründet

2010, ist eine gemeinnützige

Stiftung und wird zu über 90 Prozent

durch private Stiftungen, Institutionen

und Gönner finanziert. Das ist gelebte

Philanthropie in Liechtenstein.

Künstlerischer Leiter: Drazen Domjanic

Stiftungsratspräsident: Otmar Hasler

www.musikakademie.li

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Kultur/Genuss

Klang.Spuren

Liechtensteins Festivalsommer

Kleine, feine Festivals prägen die Kulturlandschaft

Liechtensteins. Sie reichen

vom «Beizafestival» über mehrtägige

Sommerfestivals wie das «LIFE» bis zu

Geheimtipps wie das Filmfest in Vaduz.

@

Eine Übersicht

über aktuelle

Events unter

www.tourismus.li/events

An zwei Tagen verwandelt sich beispielsweise Schaan

in eine grosse Bühne: Das Liechtenstein Festival LIFE

ist die grösste Kunst-, Kultur- und Musikveranstaltung

des Landes mit bis zu 6‘000 Zuschauern an einem Wochenende.

Am 3. und 4. Juli steigt das Festival bereits

zum sechsten Mal und wartet auch dieses Jahr mit

hochkarätigen Künstlern auf.

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Festival-Übersicht

68. Liechtensteiner Verbandsmusikfest

26.–28 Juni 2015

Eschen

www.hme.li

Liechtenstein Festival (LIFE)

3.–4. Juli 2015

Schaan, SAL Saal am Lindenplatz

www.schaan.li

Rock around Malbun

3.–5. Juli 2015 mit Smokie

Malbun

www.rockaroundmalbun.li

23. LiGiTa Liechtensteiner Gitarrentage

4.–11. Juli 2015

Liechtensteiner Unterland

www.ligita.li

Sommer im Hof

9.–11. Juli und 16. und 17. Juli 2015

Innenhof der Liechtensteinischen

Landesbank Vaduz, www.llb.li

Internationale Meisterkurse

4.–18. Juli 2015

Vaduz, www.meisterkurse.li

Film Fest Vaduz

12.–29. Juli 2015

Vaduz, Rathausplatz

www.filmfest.li

Staatsfeiertag

15. August 2015

Vaduz, Liechtenstein

www.staatsfeiertag.li

9. Liechtensteiner Weisenblasen

16. August 2015

Malbun, www.musikanten.li

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Kultur/Genuss

Beizafestival

18. September 2015

Schaan, www.beizafestival.li

Openair Wavejam

11. – 12. September 2015

Balzers, www.wavejam.li

Internationales Video-Festival

21. November 2015

21. Int. Videograndprix Liechtenstein

Ruggell, www.fvcl.com

Internationale Stars bei sommerlicher

Festivalatmosphäre

Pat’s Big Band feat. Pino Gasparini

feiern mit «A Tribute To

Frank Sinatra» den Swing und

eröffnen das Festival. Anschliessend

geht es im grossen Saal

soulig weiter, wenn Joss Stone

mit ihrer unglaublich gefühlvollen

Stimme das Publikum auf

eine emotionale Reise mitnimmt.

Am Samstag folgt mit Marlon

Roudette ein weiterer Topact:

Das frühere Mitglied des Duos

«Mattafix», das mit der Single

«Big City Life» einen Hit landetet,

ist auch als Solokünstler mit

Einflüssen von R’n’B bis zu karibischer

Musik sehr erfolgreich.

Sein grösster Hit «When the Beat

drops out» hielt sich wochenlang

an der Spitze der Charts.

www.yourlife.li

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Das TAK

Kleines Theater mit grossem Programm: Das TAK

Theater Liechtenstein mit rund 300 Sitzen ist ein kleines

Mehrspartenhaus, in dem die angesagten deutschsprachigen

Theaterbühnen wie das Burgtheater Wien

oder das Schauspielhaus Zürich ebenso zu Gast sind

wie internationale Orchester mit Solist/innen von

Weltrang. Darüber hinaus bietet es Liechtensteiner

Kinder- und Jugendtheater, Kabarett, Comedy, Tanz

und Literatur an. Abwechslungsreich, anregend – mit

regionalen und internationalen Künstlern.

TAK-Highlights 2015

30. 6. 2015 Sommernachtstraum mit Klaus Maria Brandauer

Das etwas andere Festival

Lust auf eine lange Nacht voller

Livemusik? In vielen kleinen

Bars und Lokalen auf unterschiedlichsten

Bühnen? Die ganze

Nacht Musik – von Rock bis

Folk über Latin und Pop bis zu

Volksmusik und Rock’n’Roll –,

das ist das Beizafest, das am 18.

September 2015 die Besucher

aus der gesamten Region in

Schaan und Vaduz erwartet.

www.beizafestival.li

Rock around Malbun

Die britische Rocklegende Smokie

tritt in Liechtensteins Bergen

auf: Beim «Rock around Malbun»

treffen in diesem Jahr unterschiedliche

Kultbands aufeinander.

Anlass ist das fünfjährige

Jubiläum des Festivals. Mit dabei

sind u. a. die Ursprung Buam

aus dem Zillertal (3. Juli), Smokie

(4. Juli) und Naturtrüeb.

Klein, fein, sehenswert: Legendäres

Festival vor der Kulisse

der majestätischen Alpen, gute

Stimmung auf 1`600 m ü. M.

Weitere Infos:

www.rockaroundmalbun.li

Filmfest Vaduz

Filme zum Lachen, Filme zum

Nachdenken – zum 20. Mal: Auf

dem Rathausplatz mitten in Vaduz

entsteht jedes Jahr ein Filmfest

der besonderen Art. Auch in

diesem Jahr werden vom 12. bis

29 Juli 2015, in Sichtweite des

Schlosses, exzellente Filme aus

aller Welt gezeigt. Filme, die Geschichten

erzählen, zum Denken

anregen, unterhalten, zum Lachen

bringen, ergreifen, berühren,

unter die Haut gehen. In der

Regel werden am Filmfest Vaduz

Filme in ihrer Originalversion

mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Informationen und das

aktuelle Programm unter

www.filmfest.li

25. 9. 2015 Rob Spence

30. 9. 2015 Jan Garbarek Group

Kontakt:

Reberastrasse 12, 9494 Schaan

T +423 237 59 69 oder www.tak.li

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Kultur/Genuss

Brauchtum.

Alpabtrieb

Zu Fuss ging es früher im Juni mit dem Vieh auf die

liechtensteinischen Alpen und im Spätherbst über das

alte Tunnel auf Gnalp retour. Wenn bis Mitte des letzten

Jahrhunderts die Landwirtschaft für die Bevölkerung

Arbeit und Brot bedeutete, hat sich die Viehwirtschaft

grundlegend verändert. Aber es gibt ihn heute noch –

den Alpabtrieb, der im Oktober feierlich zelebriert wird.

Text: Johannes Kaiser · Fotos: Martin Walser

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50 Jahre Liechtensteinische

Trachtenvereinigung

Wenn die Sennen auf die Alpen ziehen,

ist die Alpauffahrt nicht mehr

fern. Vor Jahrzehnten war es noch

sehr beschwerlich, das Vieh zu Fuss

auf die Alpen zu bringen, was heute

wie eh und je eine bemerksenswerte

Zeremonie geblieben ist, ist der Alpabtrieb.

Das Brauchtum der Rückkehr

aus dem Alpgebiet ist ein fester

Bestandteil der Kulturlandschaft

Liechtensteins. Die Kühe sind bunt

bekränzt, und in stolzer Begleitung

der Landwirte und seinen Gehilfen

wird ein Stück des Alpauszugs nach

alter Manier begangen. Dieser Akt

des früheren Brauchtums präsentiert

sich in der heutig hoch technisierten

Welt, die auch nicht vor der Türe des

Kuhstalls Halt gemacht hat, als ein

besonders attraktives, farbenfreudiges

und idyllisches Highlight der

liechtensteinischen Alpenwelt.

Der Alpabtrieb ist auch ein Akt der

Dankbarkeit, dass das Vieh wieder

gesund ins Tal zurückkehrt.

Mit viel Liebe und Geschick werden

die Kühe prachtvoll bekränzt.

Die Liechtensteinische Trachtenvereinigung feiert

dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Sie wurde

am 15. Dezember 1965 auf Initiative von Adulf Peter

Goop gegründet, der ihr bis 1998 als Präsident

vorstand. Er stellte seine Arbeit für das Trachtenwesen

in Liechtenstein unter das Motto ‚Zukunft

braucht Herkunft». Waren es bei der Gründung 12

Mitgliedsvereine, ist diese Zahl in den letzten Jahren

auf 18 angestiegen. Neben den elf Trachtenvereinen

aus den Gemeinden gehören die Musikvereine

Konkordia Mauren, Frohsinn Ruggell,

Cäcilia Schellenberg und die Harmoniemusik aus

Triesenberg, der Jodelclub Edelweiss, der Verein

der Krippenfreunde sowie die Alphorngruppe

Walserecho der Liechtensteinischen Trachtenvereinigung

an. Alle leisten einen wesentlichen Beitrag,

dass dieses Brauchtum gelebt wird und seine

Zukunft gesichert ist.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten

zum 50-jährigen

Bestehen

werden am

22. November

stattfinden. An

diesem Festakt

soll auch ein Buch vorgestellt werden, «welches

nicht nur die Geschichte der Trachtenvereinigung

darstellt, sondern auch das Trachtenwesen als Kulturausdruck

und als Teil unseres Brauchtums

würdigt», wie Präsidentin Emerita Büchel ausführt.

Darüber hinaus hat die Liechtensteinische

Post AG eine Sonderbriefmarke zum 50-jährigen

Bestehen der Liechtensteinischen Trachtenvereinigung

veröffentlicht, welche bei allen Poststellen

Liechtensteins bezogen werden kann.

www.trachten.li

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Kultur/Genuss

Made in

Liechtenstein

Briefmarken als Exportschlager

Klein, einzigartig, begehrt: Briefmarken aus dem Fürstentum Liechtenstein sind

gefragt. Im Kulturjahr 2015 sticht die Briefmarke von Karin Negele aus dem Jahr

2006 besonders hervor: Sie thematisiert das Kulturland «Fürstentum Liechtenstein».

Die Philatelie Liechtenstein überrascht regelmässig mit einzigartigen

Exemplaren und Serien. Und wird dafür international ausgezeichnet. Im Liechtenstein

Center gibt es eine Vielzahl an Briefmarken zu erwerben. Das Postmuseum

im Städtle 37 zeigt die über 100-jährige Briefmarkengeschichte hautnah.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen

T +423 399 44 66, www.philatelie.li und www.tourismus.li

Fürstliches Handwerk

Dass Holz modern aussehen kann, zeigen die handmade Sonnenbrillen

und Armbanduhren aus Liechtenstein.

Passend für Individualisten und Naturliebhaber. Die WOODLEX

Produkte wollen sich bewusst vom Acetat Massenmarkt abheben.

2013 entstand die Idee am Malbuner Skilift. Die Uhrenwerbung

eines Liechtensteiner Juweliers inspirierte zum Firmennamen.

Heute hat WOODLEX Fans und Vertriebspartner in Liechtenstein,

Schweiz, Österreich und Deutschland. Auch die Musiker Robin

Schulz und Aerosmith Frontmann Steven Tyler zählen dazu.

Die WOODLEX Kollektion ist im Hotel Turna in Malbun

sowie im Simonis Sehzentrum in Vaduz erhältlich.

Weitere Informationen

www.woodlex24.com

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Kulinarisch auf den Punkt gebracht

Catering mit regionaler Qualität

Unabhängig von Anlass, Lokalität, Personenzahl oder Budget – Ospelt

Catering erfüllt die individuellen Bedürfnisse für ein unvergessliches

kulinarisches Erlebnis. Mit erlesenen Genüssen, innovativen Ideen und

einem zuverlässigen Team wird der Anlass mit viel Engagement und Leidenschaft

realisiert. Von der Planung bis zur Durchführung, vom Tisch

bis zum Festzelt, vom Besteck bis zur Dekoration, alles wird geliefert,

um ganz nach den eigenen Vorstellungen genussvoll zu feiern.

Denn Ospelt Catering ist da zuhause wo die Gäste sich wohlfühlen.

Weitere Informationen:

T +423 377 88 00 und www.ospelt-ag.li

Souvenirstempel

Handgemachte

Liechtensteiner Naturseifen

Einzigartig, verwöhnend, liebevoll – die Naturseifen von

Liechtenkind.li werden mit viel Liebe in Liechtenstein

kreiert und mit viel Sorgfalt aus besten Zutaten gefertigt

– z.B. mit echtem Brauhaus Bier, edlem Demmel-Kaffee,

Liechtensteiner Milch oder Bio-Honig. Geniessernasen

werden verwöhnt mit feinen Düften und die Haut wird

streichelzart gepflegt. Jedes dieser Kunstwerke ist ein

duftendes Stück Liechtenstein zum Verschenken oder

selbst Geniessen! G’macht med vil Liabi…

Sehenswert und dekorativ: Der Souvenir-Stempel dokumentiert

den Aufenthalt im Fürstentum Liechtenstein.

Das Tourist Office bestätigt für 3 CHF (3 Euro) den

Besuch des Gastes in Liechtenstein.

Weitere Informationen

T +423 239 63 63 und www.tourismus.li

Weitere Informationen

T +423 373 93 03 und

www.liechtenkind.li oder

www.b2b.liechtenkind.com

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Kultur/Genuss

Genuss.Schatzkammer

Wer hätte gedacht, dass inmitten der Alpen auf rund 160 Quadratkilometern

wahre Köstlichkeiten produziert werden? Verwöhnte Gaumen und

Naschkatzen sind hier genau an der richtigen Adresse. Wein, Whisky,

Kaffee oder Schokolade – die Schatzkammer der Genüsse ist prall gefüllt.

Text: Renate Bachmann

Die Römer brachten im ersten Jahrhundert nach Christus

die Weinreben ins Land. In Kombination mit den warmen

Föhnwinden reifen an den Südhängen ausgezeichnete Weine,

die von heimischen Winzern seit Generationen zu exzellenten,

edlen Tropfen verarbeitet werden. Chardonnay,

Pinot Noir, Blauburgunder und Rotburgunder/Zweigelt,

Weissburgunder, Riesling, Sauvignon Blanc und Merlot

sind die bevorzugten Rebsorten. Der Tradition verpflichtet

und handverlesen werden die Weine von vier Profiwinzern

gekeltert, unter anderem von der Fürstlichen Hofkellerei.

Wer diese Köstlichkeiten probieren möchte, kann dies in

den Liechtensteiner Gastronomiebetrieben oder direkt bei

den Winzern. In den Export gelangen die edlen Tropfen in

der Regel nicht, da die Anbaumenge begrenzt ist und die

Liechtensteiner ihren Wein am liebsten selbst trinken….

Edle Tropfen

Die Wein- und Obstbautradition ist auch Inspiration für weitere

Köstlichkeiten – beispielsweise Edelbrände. Aus Getreide

entsteht eine besondere Rarität: Der Liechtensteiner

Whisky. Destilliert durch die Brennerei Telser in Triesen,

einem Familienunternehmen mit über 130-jähriger Tradition.

Dem Telsington, dem einzigartigen Liechtensteiner

Whisky, liegt eine wohlgereifte Konzeption zu Grunde. Er

ist ein echter, eigenständiger Whisky, der in seiner Sensorik

Liechtenstein vortrefflich einbindet und somit über seine

ausgesprochene Fruchtigkeit einen hohen Wiedererkennungswert

hat. Internationale Experten zählen den

Telsington zu den besten kontinentaleuropäsichen Whiskys

und zeichneten ihn mehrfach aus.

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Schoko de Luxe

Süsse Verführungen warten an vielen Ecken auf Genussmenschen:

Wie wäre es mit Schlosskugeln, Marzipanherzen,

Vaduzer Quittentropfen oder vielleicht doch Hollunderblüten

Carré? Mit viel Liebe zum Detail verkauft

beispielsweise das Dolce in Vaduz die köstlichen Eigenproduktionen.

Und wer im süssen Tal noch weitere Köstlichkeiten

sucht, ist bei Valle Dulcis mit den Princeley Choclates

genau richtig. Grand Cru Schokolade mit verschiedenen

Frucht-Edelbrand-Füllungen sorgen für ein süsses Feuerwerk,

hergestellt von Hand und mit grösster Sorgfalt.

Veredelter Kaffee

Zum Abschluss eine Tasse röstfrischer Kaffee gefällig? Am

Anfang dieses kleinen Wunders stehen zwei Geheimnisse:

Die Wahl eines exzellenten Rohkaffees. Und die Veredelung

durch eine schonende, langsame Röstung. Der Kaffeeröster

Demmel in Schaan verarbeitet nur Premium-Grünkaffee

von ausgewählten Händlern. Mehrmals wöchentlich

wird frisch geröstet und somit die Qualität garantiert. Ein

einzigartiges Erlebnis ist die Röstung über dem offenen

Feuer direkt vor den Augen der Besucher oder die Verkostung

von raffinierten Kreationen je nach Jahreszeit.

Viele weitere Überraschungen liegen noch in der Schatzkammer

der Genüsse, wie z. B. der Liechtensteiner Käse,

cremig, mild und doch würzig. Ein Geheimtipp ist der Bergkäse,

der zu ausgezeichneten Fondues verarbeitet wird.

Oder auch hausgemachtes Chutney, süss-sauer und pikant.

Frischer Fisch aus glasklarem Wasser, Pilze je nach Saison

oder Bio-Gemüse direkt vom Feld – mit viel Liebe zaubern

ausgewiesene Meister ihrer Zunft Traditionelles, Raffiniertes

und Modernes in Liechtensteiner Gasthöfen und Restaurants

auf die Teller.

Gourmettempel

Gemessen an der Einwohnerzahl verfügt die kleine Alpenmonarchie

wohl über die grösste Genussdichte weltweit.

Der «Sonnenhof» mit 16 Gault&Millau-Punkten und der

«Torkel» mit 16 Gault&Millau-Punkten – beide in Vaduz –

sowie das KOKON (Ruggell) mit erstmals 13 Gault&Millau-

Punkten sind echte Genussbringer, die weit über die Landesgrenzen

als Genussbotschafter bekannt sind. Wer das

legendäre Restaurant «Schatzmann» (Triesen) noch kennenlernen

und geniessen möchte, der muss sich beeilen:

Ende August 2015 geht Klaus Schatzmann (regelmässig

17 Gault&Millau-Punkte) in den Ruhestand.

Darüber hinaus gibt es im Fürstentum

Liechtenstein ein breites Spektrum an

Gastronomiebetrieben – von der exotischen

Sushi-Bar bis zum Traditionsgasthaus.

@

Weitere Infos

unter

www.tourismus.li

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Kultur/Genuss

Gast.Freundschaft

Gäste sind im Fürstentum Könige. Und noch mehr: Sie werden wie Freunde behandelt.

Zwei Hotels, die die Gastfreundschaft besonders pflegen, stellen sich auf dieser Seite vor.

Park Hotel Sonnenhof und

Spitzenrestaurant Marée

Im Park Hotel Sonnenhof erleben die internationalen

Gäste, was man sich unter einem «Süssen Leben in

privater Atmosphäre» vorstellt. Das vom Starkoch

Hubertus Real und seiner Familie sehr persönlich

und familiär geführte Relais & Châteaux Hotel bietet

mit Sicherheit den sonnigsten Blick auf die grandiose,

oft in ein magisches Licht getauchte Landschaftskulisse

– insbesondere von der majestätischen und

scheinbar in den Bäumen schwebenden «Adlernest»-

Terrasse. Ideal im Vierländereck von Liechtenstein,

Schweiz, Österreich und Deutschland gelegen.

Park Hotel Sonnenhof, Vaduz

T +423 239 02 02 www.sonnenhof.li

Familienhotel Turna in

Malbun

Drei Generationen sorgen sich im Hotel Turna um ihre

Gäste. Im Restaurant, dem Herzstück des Hauses, steht

der Hotelier höchstpersönlich am Herd und begeistert

mit seinen bekannten Steaks und Wildgerichten im

Herbst. In der Wellness-Oase mit grosszügigem Hallenbad,

Sauna, Dampfgrotte, Solarium und Whirlpool blickt

man auf die herrliche Bergwelt. Neu steht ein grosser

Saal für bis 120 Personen für Familienanlässe, Firmenevents,

Hochzeiten usw. zu Verfügung. Das ganze Haus

ist rollstuhlgängig.

Hotel Turna, Triesenberg/Malbun

T +423 265 50 40, www.turna.li

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Ihre Medienagentur in Liechtenstein.

PRINT I ONLINE I PLAKATE I ADSCREENS I VERKEHRSMITTEL I HR RECRUITING I RADIO I KINO

www.allmedia.li

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Natur/Freizeit

Ankommen.

Durchatmen.

Abheben

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Natur/Freizeit

Natur. Entdecken

@

Informationen

gibt es unter

www.tourismus.li

www.triesenberg.li

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Plätze für die Seele: Das Beleben der Sinne durch sattes Grün, hohe Berge, frische

Luft, sauberes Wasser, kleine und grosse Entdeckertouren – das ermöglicht

die intakte Natur- und Kulturlandschaft in den Liechtensteiner Alpen.

Rund 400 km beschilderte Wanderwege und kleine, feine Almen erwarten die

Besucher. Einfach die Seele baumeln lassen, Kraft tanken – entweder durch

gezieltes Nichtstun, Genuss der imposanten Bergwelt oder durch aktives Entdecken

und Bewegen. Text: Doris Büchel, Eric Thiel · Fotos: Martin Walser

Wie wäre es mit einer Wanderung auf dem

legendären Fürstensteig? Oder informativen

Naturexkursionen? Mit erfahrenen

Führern eine Kräuterwanderung unternehmen,

beim Murmeltierspaziergang ganz

nah an die possierlichen kleinen Bergbewohner

herankommen und einzigartige

Fotos mit nach Hause nehmen, die weltweit

unikate Adlerwanderung mit dem König

der Lüfte in seinem natürlichen Lebensraum

erfahren, dem Senn auf der Alp über

die Schulter schauen oder den neuen Forscherweg

mit Kindern hautnah erleben?

Beim neuen «Forscherweg Malbun» beispielsweise,

der vom Malbuner Kirchlein

bis zum Sass-Seeli reicht, können sich Kinder,

Jugendliche und Erwachsene aktiv betätigen.

Die Erforschung der eindrucksvollen

Natur- und Berglandschaft von Malbun

(1‘600 m ü. M.) ist auf diese Weise erstmals

für Einheimische und Gäste – insbesondere

für Familien mit Kindern – möglich

und bietet ein spannendes Wandererlebnis.

Denn die alpine Fauna und Flora kann so

auf spielerische Art und Weise erforscht

und erlebt werden. Auch eine Wetterstation,

ein Brunnen mit Handpumpe, eine Wildbeobachtungsstation,

informative Steine und

ein Forscherthron zum Schluss sind vorgesehen.

Die Eröffnung dieses einzigartigen

Weges ist für Ende Juli 2015 geplant.

Fürstliche Bergwelt

Wer es noch sportlicher mag, der kann die

fürstliche Bergwelt joggend entdecken. Der

Puls rast, die Lungen schmerzen – und

wenn man auf schmalen Pfaden am Gipfel

oder der Berghütte ankommt, ist man

im siebten Himmel… Wer so etwas mit

Leidenschaft seit Jahren betreibt, ist übrigens

Marco Büchel, genannt Büxi, ZDF-

Moderator und ehemaliger Ski-Rennläufer.

Während der aktiven Zeit im Training hat

er die «Schufterei» kennengelernt. Heute

ist es eher Hobby – vielleicht auch schon

ein Stück Genuss. Büxi schwärmt vom

Malbun im Sommer: «Das weiss ich spätestens

seit meiner ersten Teilnahme am LGT

Alpin Marathon. Um diesen vorzubereiten

war die Liechtensteiner Bergwelt mein

Trainingsgelände. Noch heute laufe ich zur

Entspannung mal joggend und mal genussvoll

wandernd.»

Discover the beauty of nature

Lush green meadows, soaring mountain peaks, fresh air

and clean water – Liechtenstein offers the perfect ingredients

for a back-to-nature holiday experience in the heart

of the Alps. The Principality’s 400 km of hiking trails connect

beautiful mountain huts where walkers will receive a

traditionally warm welcome. Sit back, relax and enjoy. Precisely

how you choose to spend your time is, of course, entirely

up to you – hiking, exploring or … simply doing

nothing! For more information visit www.tourismus.li

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Natur/Freizeit

Sommer.Glücksgefühle

Malbun im Sommer ist magisch: Das weiss ich spätestens seit meiner ersten Teilnahme

am LGT Alpin Marathon. Um die 42 Kilometer zu meistern, begann ich die Berge

rund um Malbun laufend zu erkunden und begriff, wie perfekt sich Malbun im Sommer

als Ausgangspunkt für faszinierende Bergtouren eignet. Text: Marco Büchel (Büxi)

Malbun ist meine zweite Heimat. Doch aus leicht nachvollziehbaren

Gründen genoss ich diesen Spielplatz während

vieler Jahre bevorzugt im Winter. Die wenigen freien

Momente im Sommer nutze ich vor allem für ausgiebige

Spaziergänge und kürzere Laufeinheiten nach Sareis

mit meinem treuen vierbeinigen Begleiter «Jesper». Nach

meinem Rücktritt vom Skirennsport und der Teilnahme

am New York Marathon zu meinem 40. Geburtstag fand

ich Gefallen am Laufsport. Zuvor war ich schon jahrelang

passiv, also als Zaungast und Fan, am LGT Alpin Marathon

dabei. Einmal im Leben wollte ich selber daran teilnehmen:

das sagte ich mir jedes Mal, wenn ich die rund 900

Teilnehmer – meine Helden – lautstark vom

Strassenrand aus anfeuerte. Vor zwei

Jahren war es soweit, ich nahm die Herausforderung

LGT Alpin Marathon an.

Um die nötige Form zu erlangen, sah

mein Trainingsplan ausgiebige und

lange Trainingseinheiten vor.

Weitere

Infos unter

www.marco-buechel.com

www.lgt-alpin-marathon.li

So begann ich, die umliegenden Berge und die unzähligen

Trails laufend zu erkunden. Es war faszinierend, mein

Malbun nach all den Jahren von einer neuen Seite kennenzulernen.

Je nach verfügbarer Zeit konnte ich längere

oder kürzere Routen wählen. Diese eignen sich selbstverständlich

nicht nur für mich, sondern ebenso für Spaziergänger,

Wanderer, Kletterer und ambitionierte Bergläufer.

Erreichte ich jeweils einen Berggipfel, wischte ich mir den

Schweiss von der Stirne und genoss den sagenhaften Weitblick.

Das waren und sind für mich die Momente absoluter

Zufriedenheit.

Die Belohnung für meine Trainings ist stets

ein kühles Weissbier. Eine Tradition, die es

unbedingt aufrecht zu erhalten gilt. Sitze

ich dann auf einer der vielen schönen

Sonnenterrassen Malbuns und blicke

zurück auf das Geleistete, ist das für

mich Lebensfreude pur.

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Meine Lieblingsstrecke

Meine Lieblingsstrecke beginnt bei der Talstation

der Täli-Bergbahn. Der Wanderweg führt

entlang der Skipiste aufwärts durch einen sattgrünen

Tannenwald, mündet in eine Bergstrasse

und gibt dann den Blick frei auf das Tälital. Im

Hintergrund die Bergstation des Skiliftes, seitlich

davon gelangt man über einen schmalen Trail an das

Ende des Tales, bevor der Weg steil ansteigt. Auf der Tälihöhe

erstreckt sich der Blick über das Valünatal sowie hinab ins

Rheintal bis hin zur Bodenseeregion. Faszinierend!

Im Anschluss steigt die Strasse steil an, um danach wieder flach einer

Bergflanke entlang zur Pfälzerhütte zu gelangen. Hinter der Berghütte

beginnt der Fürstin-Gina-Weg, die bekannteste Wanderstrecke Liechtensteins.

Ein atemberaubendes Bergpanorama gibt den Blick nach Österreich

frei. Anschliessend führt ein steil ansteigender Bergtrail hoch

auf den Augstenberg. Von hier aus sieht man hinunter bis zum Ausgangspunkt

der Wanderung. Der Abstieg zur Bergstation Sareis ist

nicht steil und leicht zu meistern. Dies macht diesen Gipfel auch zu einem

beliebten Ausflugsziel für Familien, welche den umgekehrten Weg

einschlagen und die Wanderung auf Sareis starten.

Weitere Touren unter www.wanderbar.li

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Natur/Freizeit

Taiga liebt Norman

Norman Vögeli ist Falkner aus Leidenschaft. Das kann jeder

miterleben, der sich auf eine Adlerwanderung im Malbun einlässt.

Der Hotelier hat geschafft, was nur eine Handvoll Menschen

vor ihm zustande brachten: Dass seine Adlerdame ihn

«heiratet». Das verdankt er seinem enormen Wissen über Raubvögel

und seinem untrüglichen Gespür für sie.

Text: Asha Ospelt-Riederer · Fotos: Martin Walser

Norman, ehrlich: Hast du dein Hobby

passend zu deinem Namen gewählt oder

ist «Vögeli» dein Künstlername?

Norman Vögeli: Dass mein Name witziger

Zufall ist, hab ich erst gemerkt, als mich

eine Journalistin vor vielen Jahren darauf

aufmerksam machte.

Obwohl man sagt: «Nomen est omen», bin

ich der einzge Falkner in der Familie. Ich

war schon als Kind hin und weg, wenn der

Förster vom Adlerhorst erzählte.

Nur ganz wenige Adler bleiben auch

nach der Geschlechtsreife bei ihrem

Falkner. Taiga hat dich sozusagen

geheiratet?

Ich habe die Adlerdame Taiga

mit acht Jahren als Wildfang erhalten

und seither lebt sie bei mir.

Adler sind nach fünf Jahren geschlechtsreif

und suchen sich dann einen

Partner, mit dem sie ihr Leben monogam

verbringen. Taiga hat sich für mich entschieden.

Dennoch weiss ich nie, ob sie bei

mir bleiben wird.

42

Warum? Ist sie denn nicht zahm?

Adler kann man nicht zähmen. Ein Adler

trifft seine Entscheidungen sein ganzes Leben

lang autonom, selbst wenn er bei Menschen

aufgewachsen ist. In den ersten fünf

Jahren mag er es noch als praktisch empfinden,

dass er für sein Futter nicht gleich

hart kämpfen muss wie seine Artgenossen.

Aber danach verlieren die meisten Falkner

ihre Adler an die Natur.


oho#2

Steinadlerdame Taiga

Alter: 33 Jahre

Grösse: 110 cm

Spannweite: 220 cm

Gewicht: 8 kg

Mehr über Adler und die

Falknerei erfahren

Die weltweit einzigartige Adler-Erlebniswanderung

findet

auf rund 2’000 m ü. M. im natürlichen

Lebensraum der

Steinadler statt.

Wie kommunizierst du mit Taiga?

Sie nimmt meine Schwingungen wahr und

umgekehrt. Sie merkt genau, wenn ich

schlecht gelaunt bin. Dann ist es besser, ich

komme ihr nicht zu nah. Und ich merke

ebenfalls, wenn sie nicht in der Stimmung

ist für Besuch. Dann lasse ich sie in Ruhe.

Und wenn du mit ihr auf eine Adlerwanderung

mit Gästen gehen willst und sie

hat keine Lust?

Dann hat sie eben keine Lust. Ich kann sie

nicht manipulieren. Adler kennen keine sozialen

Zwänge wie wir Menschen. Sie leben

im Hier und Jetzt. Dem zolle ich Respekt.

Nur deshalb ist Taiga noch bei mir. Aber

ich habe noch einen anderen Adler. Einer

von beiden ist meist gut drauf für die Wanderung.

Wie nimmst du ihre Schwingungen

wahr?

Wir Menschen funktionieren gar nicht so

anders als die Vögel. Sie zu spüren, ist die

Kunst. Und man muss sich intensiv mit

den Tieren beschäftigen. Nähme man uns

alle Krücken der modernen Zivilisation ab

– wie Antibiotika, Supermärkte und Sozialhilfe

– und wir müssten wieder ums Überleben

kämpfen, würden wir uns ähnlich

verhalten wie die Adler.

Wie meinst du das?

Wir würden uns nur mit den Menschen

umgeben, die uns gut tun. Bei Adlern gibt

es verschiedene Charaktere. Es werden nie

zwei zusammenkommen, die genau gleich

sind. Es müssen zwei verschiedene Typen

sein, die sich unterstützen und ergänzen.

Ist das eines deiner Credos beim Mentalcoaching?

Im Rahmen der Teambildung gehe ich auf

diese Themen bei der Adlerwanderung ein.

Gemischte Teams sind – auch in der Natur

– erfolgreicher. Diese Systeme und Strategien

haben sich bei den Adlern seit Jahrtausenden

unter den schwierigen Bedingungen

bewährt. Da können wir weiterhin

einiges lernen.

Stimmt es, dass Taiga Jimi Hendrix mag?

Wenn ich mit ihr jagen will, wecke ich vorher

ihren Jagdinstinkt, indem ich Musik

aus den 60ern spiele, die etwas aggressiv

ist. Dasselbe haben Menschen früher vor

Kriegen gemacht. Sie haben sich mit Musik

in Trance versetzt und sich spirituell auf

ihren womöglich bevorstehenden Tod vorbereitet.

Mit Jimi kommt Taiga ziemlich in

Fahrt.

Was bedeutet für dich...?

Freiheit: Gesundheit

Geld: ein notwendiges Übel

Privatheit: Musik

Ehrlichkeit: sehr wichtig

Familie: Glück

Sport: Abwechslung

Lebensqualität: Liechtenstein

Liechtenstein: Lebensqualität

Eine Adlerwanderung mit Norman

Vögeli erleben und teilhaben

an seinem enormen Wissen

über biologische und

geschichtliche Hintergründe

der Falknerei.

Pfeil & Falke

Ideal lässt sich der Besuch der

Falknerei mit dem Besuch des

neuen Bogenparkours verbinden.

Besonders für Gruppen,

Vereine und Familien geeignet.

Infos unter www.galina.li

43


Wir machen traditionelles Banking dynamisch.

Mit bester Leistung zum besten Preis.

Bewährtes pflegen und Neues bewegen – nach dieser Devise handeln wir als traditionsreichstes

Finanzinstitut in Liechtenstein. Bei uns profitieren Sie von einer hervorragenden

Performance unserer Produkte mit besten Ratings und Auszeichnungen. Unsere Anlagelösungen

sind retrofrei und dadurch deutlich günstiger, und die Performance für Kundinnen und

Kunden wird noch besser. Es zahlt sich aus, einen Termin mit uns zu vereinbaren. www.llb.li

44


oho#2

Abenteuer.

Wege

Liechtenstein überrascht mit besonderen Wegen: Wege, um in die Vergangenheit

einzutauchen, und neue Wege für Entdecker. Zwei dieser Wege

stellen sich vor:

Historischer Höhenweg Eschnerberg

Die Wanderung auf dem Historischen Höhenweg Eschnerberg führt zur

historischen Wiege des Landes. Die bis zu 15 Kilometer lange Wanderung

kann auch in mehrere Teilstrecken aufgeteilt werden. Der Besucher begegnet

an vielen Stellen frühgeschichtlichen Fundstücken und den Spuren

von Römern, Rittern, Pilgern und Soldaten. 48 neue, mit QR-Code versehene

Informationstafeln beschreiben archäologische Fundstellen und vermitteln

Interessantes über die wechselvolle Geschichte der Gemeinden, Sagen

und die Natur.

Das Geheimnis des Glücks ist die

Freude in unseren Händen.“

Ralph Waldo Emerson

Hand in Hand –

Helfen zu wachsen.

Hand in Hand steht für die gebende und die nehmende

Hand, für Solidarität, Verantwortung und

für eine Ethik des Gebens.

Private Beiträge zum Wohl der Gemeinschaft sind

mehr denn je unverzichtbar. Die Gründung einer

eigenen gemeinnützigen Stiftung ist eine Möglichkeit

für den individuellen Einsatz der dafür zur

Verfügung gestellten Vermögenswerte.

Forscherweg

Die aktive Erforschung der fürstlichen Natur in den Liechtensteiner Bergen

ist erstmals auf einem Lehrpfad in Malbun möglich und bietet ein

spannendes Wandererlebnis. Denn die alpine Fauna und Flora kann so auf

spielerische Art und Weise erlebt werden. Eine Wetterstation, ein Brunnen

mit Handpumpe, eine Wildbeobachtungsstation, informative Steine, ein

Forscherthron zum Abschluss sind ab Mitte Juli 2015 geplant. Ein Abenteuer

für Gross und Klein… übrigens unterstützt durch die gemeinnützige

Stiftung «Hand in Hand».

@

www.tourismus.li

www.hoehenweg.li

Hand in Hand bietet eine Plattform für Spender

und Spendenempfänger. Zu den Dienstleistungen

gehören: Vermittlung und Beratung, Gründung

und Verwaltung gemeinnütziger Stiftungen sowie

das Ausführen aller damit verbundenen Tätigkeiten.

Hand in Hand ist in nachfolgenden

Bereichen tätig:

··

Menschen und Soziales

··

Kunst und Kultur

··

Wissenschaft und Forschung

··

Natur und Umwelt

Weitere Informationen unter:

Hand in Hand Anstalt

Postfach 441

FL-9496 Balzers

www.handinhand.li


Natur/Freizeit

46


oho#2

WILDERER.

TOUREN

Zur Jahrhundertwende um 1900 sorgte Ferdinand

Sele, von allen nur «Färdi» genannt,

als berüchtigter Wilderer für Aufruhr in

den Wäldern und im Berggebiet. Ob halsbrecherische

Jagden in den Nächten oder

Schmuggeltouren – «Färdi» schrieb damals

Geschichte. Und er ist auch heute noch in

Triesenberg anzutreffen. Text: Verena Cortés

Es sind Geschichten aus einer Zeit, in der die Jagd ein Privileg des

Adels war und die Liechtensteiner ein Leben als armes Bauernvolk

fristeten. Die Wilderei hatte deshalb im Fürstentum Liechtenstein

und besonders in Triesenberg eine grosse Bedeutung. Der berüchtigte

Wilderer «Färdi» (1829–1920) verstand sein Jagdhandwerk besonders

gut. Er schlug den Jagdaufsehern so manches Schnippchen und

bescherte vielen hungernden Familien eine schmackhafte, kräftigende

Mahlzeit. Mit seinem bewegten Leben sorgte der Wilderer

nicht nur für viele unterhaltsame Anekdoten, sondern er hinterliess

auch wichtige Spuren in der Geschichte Triesenbergs.

Spurensuche

Diese Spuren lassen sich noch heute verfolgen, sogar Hand in Hand

mit «Färdi». Leander Schädler, einem Nachkommen des berühmten

Wilderers. Dieser schlüpft bei dieser besonderen Wanderung in dessen

Rolle und ermöglicht mit authentischen Erzählungen einen hautnahen

Einblick in «Färdis» Leben. Die Wanderungen bieten je nach

Jahres- und Tageszeit abwechslungsreiche Einblicke und führen

über verschiedene Wege von Gaflei aus zum Wilderer-Gedenkstein.

Das grosse Erzähltalent «Färdi» alias Leander Schädler bietet bei

dieser eindrucksvollen und informativen Geschichtswanderung zudem

einen spannenden Einblick in das Walsertum und in die Geschichte

des Fürstentums Liechtensteins.

www.tourismus.li

Dauer Wanderung: 1.5 Stunden reine Gehzeit, Gesamtzeit

mit Geschichten und Pausen ca. 2.5 Stunden

Distanz: ca. 4.5 Kilometer und ca. 300 Höhenmeter

47


Herzlich, familienfreundlich,

innovativ – das JUFA Malbun Alpin Resort

Das neue JUFA Malbun Alpin Resort rundet ab Dezember 2015 das Angebot

für fürstliche Familienferien in den Liechtensteiner Alpen ab. Es bietet ganzjähriges

Freizeitvergnügen in idyllischer Berglandschaft, unter anderem mit

kleiner Indoor-Halle, Alpin Wellness u. v. m.

Das JUFA Malbun Alpin Resort liegt eingebettet in die Alpen

Turna und Pradamee auf 1‘600 bis 2‘000 m Seehöhe. Durch

die unmittelbare Lage am Lift geniessen Hausgäste im Sommer

wie Winter den Komfort, direkt vom Haus zu einem

sportlichen Skitag oder zu Wanderungen auf die umliegende

Alm zu starten.

Familien schätzen v. a. die familienfreundliche Atmosphäre

in diesem übersichtlichen, verkehrsberuhigten Ort. Die konsequente

Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Familien wurde

vom Schweizer Tourismusverband mit dem Gütesiegel

«Familien willkommen» belohnt.

Zimmer und Ausstattung – allgemeine Informationen:

• 62 Zimmer, mit Allergiker-Ausstattung, Dusche, WC, TV

• Café und Sonnenterrasse, Speiseräume

• Alpin Wellness (Sauna, Dampfbad, Infrarot,

Ruhezone, 360°-Dachterrasse)

• Multifunktionsräume (Seminar, Aufenthaltsräume

für Gruppen)

• Teenagerangebot (Internet, Billard, Tischtennis)

• Kleinkinderspielbereich «Kinderland»

• Kleinsporthalle (10x18 m)

• Skistall & Trockenraum

• Skiservice Raum

• Lift, Parkplatz

Die JUFA Hotels, Resorts & Gästehäuser bieten familienfreundliche

Unterkünfte mit sportlicher, kinderfreundlicher

Ausstattung und eigenen regionalen Schwerpunkten. In

herzlicher und ungezwungener Atmosphäre wird Urlaub

hier bei jeder Jahreszeit zum besonderen Erlebnis.

Ob Familienurlaub, Urlaub zu zweit, Aktivurlaub, Skiurlaub

oder Wellnesstage – die attraktive Lage der JUFA Hotels, Resorts

& Gästehäuser in beliebten Urlaubsdestinationen garantiert

perfekte Ausgangspunkte für einzigartige Urlaubsabenteuer.

• Mehr als 50 Hotels in 4 Ländern

• Moderne Doppel- und Familienzimmer

• Buffet mit regionalen Speisen

• Faires Preis-/Leistungsverhältnis

• Familienfreundliche Ausstattung

• Sportliche Infrastruktur

Anfragen und Buchungsinfos:

JUFA Bookingcenter

Tel: + 43/5/7083

Fax: + 43/5/7083 – 199

www.jufa.eu/malbun

E-Mail: malbun@jufa.eu


oho#2

Grenz.Erfahrung

Wie gross ist Liechtenstein? Nach Michael Bargetzes besonderer Erfahrung:

«24 Stunden lang, 150 Kilometer weit und 10‘000 Meter

hoch.» Der ausgebildete Bergführer sorgte in den 80er-Jahren mit einer

Marathon-Umrundung auf den Landesgrenzen für Schlagzeilen.

Doch auch für Nicht-Spitzensportler ist es möglich, Liechtenstein in

Wanderschuhen von oben bis unten zu entdecken. Text: Verena Cortés

Michael Bargetze, UIAA Bergführer

Touren im Schnee im Winter und im

Sommer, Ausbildungskurse, Bergtouren

bargetze@bike-berg.li

Es war ein Bubentraum, den sich Michael Bargetze vor Jahren mit

der Marathon-Umrundung Liechtensteins erfüllte. In genau 23

Stunden und 16 Minuten marschierte, kletterte und lief er im

wahrsten Sinne über Stock und Stein den Landesgrenzen nach.

Der grösste Teil der Strecke führte ihn über die Berge Liechtensteins,

teilweise auf selbstgesuchten Routen, die nur mit schwierigen

Kletterpartien zu bewältigen waren. Alleine die ersten 2’000

Höhenmeter von Triesen über das Ellhorn hinauf auf den Falknis

(2’560 m ü. M.) ereilte der Bergsportler in Turnschuhen in nur 4

Stunden. Michael Bargetze «rannte» während seiner Tour praktisch

durch die gesamte Liechtensteiner Bergwelt und nachdem er

unter anderem Berggipfel wie Schwarzhorn, Grauspitz, Ochsenkopf

und Galinakopf hinter sich gelassen hatte und in Schaanwald

wieder Talboden berührte, lief er über das Ruggeller Riet an den

Rheindamm, um da entlang an seinen Ausgangspunkt in Triesen

zurückzukehren.

Der Berg- und Skitourenprofi Michael Bargetze sagt heute über

diese Tour: «Das war eine ganz besondere Grenzerfahrung, und

dies nicht nur körperlich. Viele Besucher Liechtensteins wissen

nicht, dass sich der Grossteil des Landes hinter dem Tunnel – gemeint

ist der Tunnel nach Steg/Malbun – verbirgt. Diese Welt dort

ist sagenhaft schön und bietet eine wunderbare Entdeckungsreise.»

Die Tour, die Bargetze in Rekordzeit absolviert hatte, ist nicht

für jedermann geeignet. Eine herrliche Alternative bietet der

Liechtensteiner Panoramaweg («Route 66»). Vorrausetzung sind

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Kondition.

Michael Bargetze ist heute in vielen Bergregionen dieser Welt zu

Hause und führt seine Kundschaft auf abenteuerlichen Touren, ob

mit Ski oder zu Fuss. In Liechtenstein hat sich der Bergprofi vor

allem auf besondere Skitouren spezialisiert, die abseits der Piste,

in die sagenhafte Bergwelt von Liechtenstein führen. Und auch

auf der Grauspitze, mit 2‘599 m ü. M. der höchste Berg Liechtensteins,

ist der Liechtensteiner Bergmann ab und zu beruflich anzutreffen.

Die Grauspitze ist der höchste Gipfel in Liechtenstein

und gehört zu den «7 Summits» – die höchsten

Gipfel der jeweiligen Alpenländern.

@

Informationen

gibt es unter

www.tourismus.li/route66

www.sevensummits.st

Liechtensteins «Route 66»

Auf der liechtensteinischen «Route 66» sind weniger die «Easyriders» zuhause als

die «Easyhikers». Beim Liechtensteiner Panoramaweg handelt es sich um einen

der schönsten Panoramawege durch ein gesamtes Land. Die offiziell ausgeschilderte

Route 66 führt in drei Wander-Etappen von Malbun im Süden nach Ruggell

im Norden praktisch durch das gesamte Fürstentum. Die Wanderung beinhaltet

alle «Höhen-Klassiker» wie beispielsweise den Augstenberg, den imposanten

Fürstensteig und die «Drei Schwestern» Bergkette. Die letzte Etappe führt hinunter

in die Talebene bis nach Ruggell zum tiefsten Punkt in der Alpenmonarchie.

49


Natur/Freizeit

Winter.Action

Klasse statt Masse: Mit dem ersten Schneefall verwandelt

sich das Liechtensteiner Berggebiet in ein kleines, feines

Winterparadies. Skifahrer, Langläufer, Rodelfreunde,

Schlittschuhläufer und ganz besonders Familien finden

hier ein überschaubares und zugleich abwechslungsreiches

Revier mit dem Gütesiegel «Familien willkommen» vor.

Text: Doris Büchel, Eric Thiel

50


oho#2

Der Bergort Malbun lädt auf 1`600 Metern

ü. M. zum fürstlichen Erholen ein. Das

höchste Dorf der kleinen Alpenmonarchie

bietet 23 Kilometer exzellente Pisten und

gilt als schneesicheres, idyllisches Skigebiet.

Die winterliche Kulturlandschaft überrascht

zudem mit einem einzigartigen

Charme und Sportmöglichkeiten.

Die perfekt präparierten Pisten laden ein

– zum Carven, Wedeln oder einfach zum

Geniessen. Ohne Warteschlangen, Skibusse

oder Schlepperei. Und die Wege sind

kurz: Im verkehrsberuhigten Malbun liegen

die Hotels direkt an der Piste.

Ausgezeichneter Wintersportort

Wie eine Arena umschliessen die Hänge

des Malbuntales den Wintersportort, der

seine Angebote auf die Bedürfnisse von

Kindern, Eltern und Grosseltern ausgerichtet

hat. Dafür wurde Malbun mit dem

schweizerischen Familien-Gütesiegel ausgezeichnet.

Majestätische Berge, idyllische Täler

Die romantische Winterlandschaft Liechtensteins

lässt sich für Geniesser optimal

beim Wandern oder Langlaufen erleben.

Rund 15 Kilometer Loipen erwarten den

Besucher beispielsweise im Langlaufmek-

ka Steg. Und wer gerne rodelt, dem stehen

rasante Schlittenabfahrten zur Verfügung.

Erlebenswert sind übrigens die «Princess

Days» (Skikurs, Käsknöpflekurs, Aprés-Ski

für Frauen), die «Schnuppertage für Wiedereinsteiger»,

das nächtliche Mitfahren in

der Pistenraupe und der neue Eislaufplatz

mit dem einzigartigen Panoramablick.

Noch gilt das Liechtensteiner Berggebiet

als Geheimtipp. Auch die Liechtensteiner

selbst verbringen hier ihre Ferien – insbesondere

im Winter…

Einer der sich besonders gut auskennt, ist

Marco «Büxi» Büchel (44). Der Ex-Skirennläufer,

ZDF-Rennanalyst und Co-Kommentator

ist hier aufgewachsen und kennt das

«Dach des Fürstentums» wie seine Westentasche.

Der Liechtensteiner Top-Athlet gibt

für das oho-Magazin einen besonderen Einblick

und einen besonderen Tipp.

Büxis Malbun by night

«In Malbun habe ich gelernt, wie man sich

auf zwei Brettern über das «weisse Gold»

bewegt. Als Zweijähriger in der «Schneeflucht»,

später auf den grossen Pisten. Auch

während meiner Karriere als Skiprofi hat

es mich immer wieder in das kleine, idyllische

Skigebiet von Malbun gezogen. Zum

Training wie auch zum Krafttanken.

Mittlerweile lasse ich die Stoppuhr daheim.

Im Gegenteil: Mir scheint, als lasse ich

nach der Durchfahrt des Tunnels im Steg

nicht nur das Gefühl für Zeit, sondern auch

die Alltagssorgen hinter mir. Es gibt diese

Momente – wenn Strassen, Häuser, Wiesen

und Bäume unter einer dicken, frischen

Schneeschicht versteckt sind – da fühle ich

mich wie im fernen Kanada. Von diesem

Anblick kann ich nicht genug kriegen. Seit

vergangenem Jahr fasziniert mich das winterliche

Malbun allerdings nicht nur tagsüber.

Ich habe eine neue Leidenschaft entdeckt:

Malbun by night.

Anfangs dachte meine Frau, ich mache

Scherze, wenn ich sie abends um 20 Uhr

zum Start einer Skitour überzeugen wollte.

Mittlerweile weiss sie, dass ich diesbezüglich

keine Witze mache. Auch wenn ich sie

nicht jedes Mal motivieren kann, so sind

diese Nachttouren für mich jedes Mal etwas

ganz Besonderes. Wenn dich die Dunkelheit

einhüllt wie ein warmer Mantel,

wenn da nichts ist ausser dem Knirschen

der Ski auf dem grobkörnigen Schnee und

der sanfte Kegel der Stirnlampe vor dir,

wenn da keine Ablenkung ist, nur du, die

Sterne und der Mond, im Ernst, gibt es etwas

Schöneres?»

Liechtenstein – a winter wonderland

The first snowfalls of the winter transform the Liechtenstein

Alps into a winter wonderland full of highlights. Alpine

skiing, cross-country skiing, tobogganing, ice skating

– the small but perfectly formed mountain village of Malbun

at 1600m altitude is ideal for families and offers 23 kilometres

of perfectly prepared pistes served by four lifts.

Indeed, this resort with snowsure slopes and an idyllic location

has been given the Families Welcome Award by the

Swiss Tourist Board in recognition of its family-friendly

services and infrastructure. The hotels are located directly

next to the piste.

For more information visit www.tourismus.li

51


Liechtensteins Bergwelt –

ein Kleinod seltener Güte

TRIESENBERG

Ein herrlicher Blick ins Rheintal, Sarganserland und auf die gegenüber

liegende Alvier-Bergkette. Aktivitäten wie die Triesenbergwochen

mit Spezialitäten aus Omas Küche, Zwiebelturm

Open-Air oder die Walser-Saga erleben.

STEG

Im Sommer Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren

für jeden Geschmack. Im Winter das Eldorado für Langläufer und

Skater mit einer Loipe ins Valünatal, die sogar nachts erhellt ist.

MALBUN

Auf 1600 m ü. M. im traumhaften Talkessel gelegen. Bietet

Events wie LGT-Marathon, Chilbi, Eselfest oder Weisenblasen

und Fasnachtsumzug. Für Sportler und Naturliebhaber, ob Wanderer

im Sommer und Herbst oder Schneesportler im Winter, für

alle Schwierigkeitsgrade ist etwas dabei.

Fotos: Klaus Schädler, Roland Korner

www.tms-tourismus.li


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Entdecker.Tipps

Wer die kleine Alpenmonarchie das erste Mal besucht und etwas

Besonderes erleben möchte, den erwarten an versteckten

Orten besondere Aussichten, verborgene Pfade, sandige Plätze,

fürstliche Wege, Kuriositäten und besondere Geheimtipps. Einfach

sich etwas Zeit gönnen und Neues entdecken. Fünf Entdecker-Tipps

haben wir für Sie zusammengestellt.

Höhenweg Eschnerberg

Landschaftliche Schönheit, geschichtliche

Informationen und Drei-Länder-

Blick: Der Höhenweg von Bendern

nach Schellenberg führt an der «Wiege»,

dem Ursprung des Landes Liechtenstein,

entlang. Prähistorische Siedlungsplätze

wie Lutzengüetle und

Malanser, können hier erlebt werden.

Informationen erhalten Wanderer

durch die im vergangenen Jahr neu erstellten

Tafeln und Schilder.

Sandbänke Ellhorn

Manche beschreiben ihn als «Loreleifelsen

Liechtensteins»: Nahe des Ortes Balzers

ragt ein steiler Berg nahe des Rheins in

den Himmel – das Ellhorn. An seinem Fusse

befinden sich mitten im Alpenrhein erlebenswerte

Sandbänke, die zum Bauen von

Sandfiguren, zum Picknick oder zum Grillen

einladen. Es hat südliches Flair und einen

einzigartigen Charme – ein echter Geheimtipp


Naafkopf – der Drei-Länder-Berg

Über den Fürstin-Gina-Panoramaweg oder

über die gemütliche Pfälzer Hütte (2‘109 m

ü. M.) erreichen Wanderer den Gipfel des

Naafkopfs (2‘570 m ü. M.). An einem Punkt

steht der Besucher in gleich drei Ländern:

Liechtenstein, Schweiz und Österreich. Einzigartige

Aussicht. Mit etwas Glück sieht

man Steinböcke oder Adler.

Idyllischer Bergsee und romantisches Valünatal

Der Gänglesee in Steg mit seinem klaren, frischen Bergwasser und

idyllischen Plätzen bieten fürstlich erholsame Momente. Tipp: Das

anschliessende romantische Valünatal mit seinem Bach und der

Alp Valüna laden zu besonderen Genussmomenten ein.

Fürstliche Wege

Der Fürstensteig braucht Trittsicherheit

und bietet gleichzeitig einzigartige Ausblicke

ins alpine Rheintal: Der Pfad schlängelt

sich – eng an die Hänge und Bergflanken

geschmiegt – durch die bizarren

Felsformationen des Alpspitz. Er kann in

rund zwei Stunden begangen werden und

zeigt die fürstliche Schönheit Liechtensteins.

Wer auf den Geschmack gekommen

ist und mehr Zeit mitbringt, dem empfiehlt

sich der Drei-Schwestern-Steig durch die

Felsflanken des zentralen Liechtensteiner

Bergmassivs. Diese Steige sind legendär

und atemberaubend zugleich.

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oho#2

Wirtschaft/Bildung

Innovativ.Stabil.

Dynamisch

55


Wirtschaft/Bildung

Wirtschaft.Standort

Liechtenstein will die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Volkswirtschaft langfristig

sichern. Dazu müssen die Standortvorteile und die Entwicklungspotenziale

genutzt werden. Angestrebt wird eine wertschöpfungsorientierte, grössenverträgliche

Standortentwicklung, bei der Lebens- und Wirtschaftsraum in einem

Gleichgewicht zueinander stehen.

Text: Simon Biedermann · Foto: Martin Walser

Liechtensteins Wirtschaftsstandort ist heute stark aufgestellt,

breit diversifiziert und sehr innovativ. Trotzdem

muss sich Liechtenstein im Wettbewerb der Regionen weiterhin

behaupten. Die Wirtschaftstreibenden, die Sozialpartner

und die politisch Verantwortlichen entwickeln daher

gemeinsam Lösungsansätze, die Erleichterungen für

die am Standort Liechtenstein tätigen Betriebe bringen

und damit die Attraktivität des Standorts zu erhalten.

Gutes erhalten, Neues ermöglichen

Per Ende 2014 hat die Regierung die Standortstrategie für

Liechtenstein vorgestellt. Die bestehenden Vorteile werden

identifiziert und systematisch weiterentwickelt. Im Dialog

mit Verbänden, Gemeinden und Wirtschaftstreibenden

konnte die Regierung weitere, besonders interessante Handlungsfelder

ermitteln. Deren Wertschöpfungspotential und

Weiterentwicklungsmöglichkeiten werden nun vertieft geprüft.

Die Regierung versteht die Standortstrategie als

Work-in-Progress. Die darin enthaltenen Aussagen und entwickelten

Ideen werden somit laufend überprüft und weiterentwickelt.

Auf wesentliche aktuelle Veränderungen – z. B.

die Freigabe des Franken-Wechselkurses – kann so reagiert

und die Strategie jeweils entsprechend angepasst werden.

Wertschöpfung ist das A und O

In einem ersten Schritt wurden drei Bereiche als mögliche

neue Stossrichtungen für Geschäftsfelder mit Entwicklungspotential

identifiziert. Einerseits sind dies vermehrte

Angebote im sekundären Gesundheitsmarkt, andererseits

auch die Schaffung von neuen, innovativen Produkten und

Dienstleistungen im Technologiebereich. Zudem ist eine

stärkere Positionierung als Seminar- und Kongressstandort

vorgesehen. Diese möglichen Handlungsfelder werden

allesamt auf ihr Wertschöpfungspotential geprüft. Aufgrund

dieser Resultate können noch weitere Stossrichtungen

hinzukommen, oder bestimmte Stossrichtungen nicht

weiter verfolgt werden. Besonders vielversprechende Projekte,

wie beispielsweise das Thema Datenstandort Liechtenstein,

wurden bereits in Angriff genommen.

Die Aufgaben des Staats – und der Unternehmer

Die Regierung nimmt bei der Frage der konkreten Umsetzung

der Potentiale eine liberale Grundhaltung ein. Sie

sieht es als ihre wichtigste Aufgabe, mögliche attraktive

Stossrichtungen aufzuzeigen und die notwendigen rechtlichen

und infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen.

Damit soll im Standortwettbewerb ein positives Regu-

56


oho#2

Liechtenstein lohnt sich !

Liberal, unternehmerfreundlich, verlässlich: So

lässt sich Liechtensteins Wirtschaftspolitik umschreiben.

Eine starke Volkswirtschaft liegt in

vielen positiven Rahmenbedingungen und

Standortfaktoren begründet. In Liechtenstein

sind dies der diskriminierungsfreie Zugang zu

den regionalen und internationalen Märkten,

die kurzen, unbürokratischen Wege, die Förderung

von Forschung und Innovation, das Bildungssystem,

die Verkehrsanbindung, die Verlässlichkeit

der sozialen Sicherheit, die

politische Stabilität, ein attraktives Steuerklima

und vieles mehr.

Der Staat versteht sich als Dienstleister und

bietet den Unternehmen Optionen, nicht Restriktionen.

Die Regierung setzt auf den Erhalt

und die Optimierung der Rahmenbedingungen

und der Standortfaktoren.

lierungsgefälle und ein günstiges Investitionsklima zu

Gunsten Liechtensteins geschaffen werden. Die unternehmerische

Initiative muss aber vom Unternehmer ausgehen,

der sich in Liechtenstein weiterentwickeln oder neu

ansiedeln will.

Auf staatlicher Seite sollen Anreize für Forschung und

Entwicklung sowie Strukturen zur Unterstützung von Innovation

geschaffen werden. Zudem ist es ein Ziel, den Zugang

zu Kapital und die regionale Vernetzung zu verbessern.

Bei allen Massnahmen gilt es, die Prämissen aus der

Sanierung des Staatshaushaltes zu beachten und Investitionen

auf ihre Sinnhaftigkeit und nachhaltige Wertschöpfung

zu prüfen. Dazu gehört auch, dass private Initiativen

verstärkt und unterstützt, aber nicht ersetzt werden.

@

Wirtschaftsstandort

Liechtenstein

www.liechtenstein-business.li

Dr. Thomas Zwiefelhofer, Stv. Regierungschef und Minister für

Inneres, Justiz und Wirtschaft

Planning for the future

With competition fiercer than ever, regions need a

clear strategy in order to be successful. This approach

should draw on the advantages offered by the respective

location as well as the potential for development

open to local businesses. Liechtenstein recently launched

a new business-oriented strategy tailored to the

country’s size and aimed at developing the strengthening

the Principality as a location combining economic

strength and high living standards. For more information

visit www.liechtenstein-business.li

57


Wirtschaft/Bildung

Unternehmer.

Land

Liechtenstein ist ein Land der Unternehmer.

Und da die Wirtschaft traditionell in unterschiedlichsten

Bereichen zuhause ist, bauen

innovative Ideen auf einem breiten Fundament

auf, das stetig ausgebaut wird. Diese

Dynamik weist den Weg in die Zukunft.

Text: Yvonne von Hunnius · Foto: Liechtenstein Marketing

Ob es ein Auto der Marke VW, Mercedes Benz oder Ford ist

– es fährt dank Liechtensteiner Innovation. Die Nockenwellen

aus der Entwicklung von ThyssenKrupp Presta in

Eschen sind nur ein Beispiel von vielen: In der Alpenmonarchie

Liechtenstein finden Innovationsgeist und Unternehmertum

erfolgreich zusammen. Und dass diese Strategie

zukunftsweisend ist, stellen Unternehmen laufend

unter Beweis. Sieben Prozent des BIP wird hier in Forschung

und Entwicklung investiert. Erst im letzten Dezember

hat der Liechtensteiner weltweit tätige Bautechnologiekonzern

Hilti in Schaan ein neues Innovationszentrum

bezogen.

Dynamik durch Innovation

Die Basis für diese Dynamik ist ein lebendiges Unternehmertum

und eine wirtschaftsfreundliche Standortpolitik

der kurzen Wege. So kommen auf einen Unternehmer neun

Einwohner. Im 37‘000 Einwohner zählenden Land arbeiten

36‘000 exzellent ausgebildete Mitarbeiter. Durch die Standortstrategie

der Regierung werden für die künftige Entwicklung

klare Leitlinien vorgegeben, um Stärken zu sichern

und nachhaltig weiterzuentwickeln – sei es im

Bereich Technologie oder Gesundheit.

Global vernetzt und fest verankert

Aus dieser Position heraus exportieren Unternehmen in Länder

rund um den Globus: Ein Netzwerk aus 25 Freihandelsabkommen

ist hierbei nur ein Trumpf im Ärmel der Exporteure.

Durch Liechtensteins EWR-Mitgliedschaft stehen Produkten

und Dienstleistungen der Europäische Binnenmarkt sowie der

Schweizer Markt offen. Unternehmen können zudem in ganz

Europa die besten Experten rekrutieren. Was diese erwartet,

sind hochmoderne Arbeitsplätze, aber auch eine intakte Natur

und ein breites Kulturangebot. Genau auf dieser stabilen Basis

– und das zeigt das Liechtenstein – gedeiht innovativer Unternehmenserfolg.

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Lizenz-Box fördert

Innovation

Das Fürstentum Liechtenstein hat 2011

eine sogenannte Lizenz-Box* eingeführt.

Sie ist zuvorderst ein Instrument,

um die Innovationskraft von Unternehmen

zu stärken. Dazu erleichtert

sie eine marktgerechte Verwaltung von

geistigen Eigentumsrechten. Von der

Liechtensteiner Regelung profitiert,

wer im Land forscht und entwickelt

oder sich dazu vor Ort niederlässt. Es

kommt aber auch demjenigen entgegen,

der eine IP-Gesellschaft führt oder

gründet, um die Rechte geistigen Eigentums

zu verwalten.

Innovative entrepreneurs

Thanks to its business-friendly environment and the pioneering spirit of its companies,

Liechtenstein is a land of entrepreneurs. Firms based in the Principality benefit

from excellent conditions. The ratio of citizens to companies in Liechtenstein is

9:1. The Principality (population 37‘000) employs no fewer than 36‘000 highly

skilled workers. The government’s business strategy sets out clear guidelines for future

development in order to consolidate the country’s strengths and to develop these

in a sustainable way in areas as diverse as technology and healthcare. This position

enables companies in Liechtenstein to sell their services and goods around the

world, helped by a number of factors including 25 free trade agreements.

For more information visit www.liechtenstein-business.li

Das Prinzip ist einfach: Vermarktet ein

Unternehmen seine Ideen und erwirtschaftet

Einkünfte daraus, gewährt der

Staat Liechtenstein einen steuerlichen

Sonderabzug. Regulär existiert hierauf

ein Steuersatz von 12,5 Prozent, 80

Prozent werden jedoch von der Steuer

befreit. Der effektive Steuersatz auf

Einkünfte an Immaterialgüterrechten

beträgt somit rund 2,5 Prozent.

* IP-Box oder Intellectual Property-Box

ist auch unter den Namen Lizenz-, Patent-

oder Innovationsbox bekannt.

59


Ideen.Schmiede

Das neue Hilti Innovationszentrum

«Silent Boxes» für konzentriertes, ungestörtes

Arbeiten, eine Testhalle, Kommunikationszonen

wie «Coffee Points», Kreativraum,

Bibliothek, Fitnesscenter, Ruheraum, Mediationszimmer,

Arzt- und Physioraum, Kaffee-Bar

– das neue Innovationszentrum für

Forschung und Entwicklung der Hilti Aktiengesellschaft

ist darauf ausgelegt, Kommunikation,

Kreativität und Teamarbeit zu

fördern. Und die intakte, alpine Landschaft

des Fürstentums Liechtensteins mit seiner

exzellenten Lebensqualität ergänzt diese

Erfolgsfaktoren. Hier werden die Ideen für

die Produkte von Morgen geboren.

Die Versuchshalle – das Herzstück des Hilti Innovationszentrums.

Im Herzen des Landes ist inspirierender

Raum für herausragende Teams entstanden:

Das Hilti Innovationszentrum vereint in einem

flexiblen Gebäudekonzept sowohl praxisnahe

Testbereiche als auch die Anforderungen

lärmempfindlicher Büroflächen.

Wer hier arbeitet, soll in einem attraktiven

Arbeitsumfeld mit Leidenschaft herausragende

Innovationen entwickeln und damit

Hilti-Kunden weltweit begeistern.

Zukunftsstandort

Die Entscheidung, das Innovationszentrum

in Liechtenstein zu bauen, war ein klares

Standortbekenntnis der Hilti Aktiengesellschaft.

Hier hat das 1941 gegründete Unternehmen

seine Wurzeln, von hier aus ist es

in alle Welt gewachsen und hier sind das

Wissen und die Fachkenntnisse aus über

sieben Jahrzehnten versammelt. «Der Standort

bietet uns optimale Voraussetzungen,

um mit den besten Fachkräften, mit neuen

Technologien und hervorragenden Partnern

den Fokus noch mehr auf Spitzentechnologien

zu legen und Innovation als Hauptdifferenzierungsmerkmal

weiter zu stärken,» ist

Stefan Nöken, Mitglied der Hilti Konzernleitung,

überzeugt. Rund CHF 100 Millionen

investierte die Hilti Aktiengesellschaft in

das grösste Bauprojekt seiner Geschichte

und in den Zukunftsstandort Liechtenstein.

Die Stärkung der Innovationsführerschaft

gehört zu den wichtigsten strategischen Zielen

des Unternehmens. In diesem Zusammenhang

kommt dem Neubau eine entscheidende

Rolle zu: Das fortschrittliche Gebäude

vereint die in den Innovationsprozess involvierten

Bereiche und Funktionen. Die Zusammenarbeit

der rund 400 Mitarbeiter aus

den Bereichen Konstruktion, Prototypenbau,

Testbereich, Einkauf sowie Marketing und

Projektmanagement wird durch das neue

Gebäude optimiert und Entwicklungsprozesse

noch effizienter und effektiver gestaltet.

Dieses Beispiel ist das grösste Vorhaben

im Technologiebereich, das im Fürstentum

Liechtenstein realisiert wurde und einen

Modellcharakter hat.

Daten & Fakten

Anzahl Arbeitsplätze: ca. 400

Gebäudevolumen: 162‘400 m 3

Geschossfläche: 30‘000 m 2

Investitionssumme: CHF 100 Mio.

60


oho#2

Aus Liechtenstein

in die ganze Welt.

Aus der ganzen Welt

nach Liechtenstein.

Oerlikon Balzers ist ein Technologieführer bei der Beschichtung

von Hartstoffen. Durch unsere innovativen und umweltfreundlichen

Beschichtungslösungen erhöhen wir die Leistungsfähigkeit

von Werkzeugen und Präzisionsbauteilen und

verlängern deren Lebensdauer. Davon profitieren zum Beispiel

die Automobil- und Luftfahrtindustrie, aber auch die Metallund

Kunststoffverarbeitung.

Als einziger Anbieter sind wir mit über 100 Beschichtungszentren

in Europa, Asien und Amerika präsent. Die einheitlich

hohe Qualität, für die wir weltweit stehen, erzielen wir

durch standardisierte Fertigungsprozesse – auf der Basis von

Forschung und Entwicklung aus Liechtenstein. Mit Oerlikon

Metco bilden wir das Surface Solutions Segment der Oerlikon

Gruppe und haben das Know-How, das Portfolio und die

weltweite Präsenz noch weiter ausgebaut.

Global denken, lokal handeln: Für Oerlikon Balzers von Anfang

an eine Selbstverständlichkeit. So bringen wir unsere Innovationskraft

aus Liechtenstein in die ganze Welt.

Mehr Infos unter: www.oerlikon.com/balzers

61


Dynamik heisst,

mit dem Rhythmus zu gehen.

Die VP Bank ist eine flexible und schnelle Spezialistin,

die immer auf dem Laufenden ist. Lassen Sie sich mitreissen.

Denn nur wer sich bewegt, kommt vom Fleck. Sicher voraus.

VP Bank AG · Aeulestrasse 6 · 9490 Vaduz · Liechtenstein

T +423 235 66 55 · F +423 235 65 00 · info@vpbank.com · www.vpbank.com

Die VP Bank Gruppe ist vertreten in Vaduz, Zürich, Luxemburg, Tortola/BVI,

Singapur, Hongkong und Moskau .

62


oho#2

Erfolgsmodell.EWR

Eine einmalige Überschneidung der Chancen: In Liechtenstein sind Unternehmen integriert in den

Europäischen Binnenmarkt und den Schweizer Wirtschaftsraum. Somit stehen ihren Dienstleistungen

und Produkten gleich zwei relevante Absatzmärkte offen. Der Beitritt Liechtensteins zum Europäischen

Wirtschaftsraum (EWR) vor 20 Jahren ist für Unternehmen, Einwohner und das Land ein

Erfolgsmodell. Text: Yvonne von Hunnius

Über Brücken geht nur, wer volles Vertrauen

in sie hat. Das Fürstentum bildet eine

solche Brücke. Vor 20 Jahren hat die Bevölkerung

sich für den Liechtensteiner Weg

entschieden: Das Land ist dem Europäischen

Wirtschaftsraum (EWR) beigetreten

und durch den Zollvertrag mit der Schweiz

ein Teil des Schweizer Zollgebiets geblieben.

Liechtensteiner Unternehmen können seitdem

ihre Dienstleistungen und Produkte in

der Schweiz und im EU-Binnenmarkt anbieten.

Und weil sich hier beide Wirtschaftsräume

überschneiden, ist der Standort heute

eine stabile Brücke. Matthias Hassler

vom Liechtensteiner Bautechnologiekonzern

Hilti sagt: «Der EWR-Beitritt hat Liechtensteins

Wirtschaft weiter gestärkt und erheblich

zum Wachstum beigetragen.»

500 Millionen Kunden

Der Europäische Binnenmarkt ist mit 500

Millionen Kunden in 31 Staaten der grösste

der Welt. Neben den 28 EU-Mitgliedern gehören

ihm Liechtenstein, Island und Norwegen

an. Für die LGT Bank sei die Zugehörigkeit

des Fürstentums zum EWR ein

wichtiger Faktor, sagt Markus Werner, Geschäftsleitungsmitglied

der LGT Bank:

«Durch den freien Marktzugang zum Europäischen

Binnenmarkt geniessen wir volle

Dienstleistungsfreiheit in sämtlichen EU-

Staaten, die für uns ein wichtiges Marktsegment

darstellen.» Von Liechtenstein aus

werden im ganzen EU-Raum zugelassene

und anerkannte Produkte und Dienstleistungen

angeboten. Zudem profitiert das

Fürstentum von 25 Freihandelsabkommen.

Integriert in den EU-Raum

Der EWR umschliesst die vier Grundfreiheiten

des freien Waren-, Dienstleistungs-, Personen-

und Kapitalverkehrs. Liechtenstein

übernimmt wie Island und Norwegen die

Binnenmarkt-Regeln der Europäischen Union.

Die Leiterin der EWR-Stabsstelle in Vaduz,

Andrea Entner-Koch, ist von einem

weiteren grossen Vorteil der EWR-Mitgliedschaft

überzeugt: Liechtenstein kann an

Sitzungen vieler Gremien der Europäischen

Union teilnehmen. «So sind wir über alle

Entwicklungen immer auf dem neuesten

Stand», sagt Andrea Entner-Koch.

Arbeitskräfte aus ganz Europa

Insbesondere für die Personalrekrutierung

ist die EWR-Mitgliedschaft für alle Seiten

wichtig. Zwar ist die Wohnsitznahme kontingentiert,

doch Unternehmen rekrutieren

Fachkräfte in ganz Europa. Davon profitiert

auch Hilcona: Der Hersteller von Lebensmittel-Convenience-Produkten

produziert in

Liechtenstein auch für den Export in EU-

Länder. «Zudem arbeiten bei Hilcona in

Schaan mehr Leute mit Wohnsitz in der EU

oder mit einer EU-Nationalität als Schweizer

und Liechtensteiner», sagt Hilcona-Geschäftsführer

Martin Henck. Ohne diese

Mitarbeitenden sei es nicht möglich, in

Liechtenstein in der heutigen Art und Weise

erfolgreich zu wirtschaften. Schliesslich

bietet das Fürstentum Liechtenstein fast

gleich viele Arbeitsplätze wie es Einwohner

zählt. Die Bevölkerung steht mit voller

Überzeugung hinter dem Liechtensteiner

Weg. Eine aktuelle Meinungsumfrage unter

allen Stimmberechtigten ergab, dass der

EWR bei 85 Prozent ein positives Bild hervorruft.

74 Prozent betrachten den EWR als

ein Erfolgsmodell.

63


Wirtschaft/Bildung

EWR. Statements

Dr. Martin Henck

Hilcona-Geschäftsführer

Hilcona produziert in Liechtenstein viele Produkte

für den Export in EU-Länder. Zudem arbeiten

bei Hilcona in Schaan mehr Leute mit

Wohnsitz in der EU oder mit einer EU-Nationalität

als Schweizer und Liechtensteiner. Ohne

diese Mitarbeitenden wäre es nicht möglich, in

Liechtenstein in der heutigen Art und Weise zu

wirtschaften. In der Schweiz stehen im Zuge

der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative

die Bilateralen Verträge mit der EU zur

Debatte. Dies schafft Unsicherheit. In Liechtenstein

sind die Beziehungen zur EU durch die

EWR-Mitgliedschaft langfristig gesichert.

Markus Werner

Geschäftsleitungsmitglied

der LGT Bank

Die Zugehörigkeit Liechtensteins zum EWR ist für die

LGT ein wichtiger Faktor. Durch den freien Marktzugang

zum europäischen Binnenmarkt geniessen wir

volle Dienstleistungsfreiheit in sämtlichen EU-Staaten,

die für uns ein wichtiges Marktsegment darstellen.

Ausserdem ermöglicht sie uns, von Liechtenstein

aus im ganzen EU-Raum zugelassene und anerkannte

Finanzprodukte anzubieten.

Durch die EWR-Zugehörigkeit sowie die Währungsunion

und den Zollvertrag mit der Schweiz ist Liechtenstein

Teil von zwei wichtigen Wirtschaftsräumen

und nimmt dadurch auch in Zukunft eine interessante

Brückenfunktion wahr.

64


oho#2

The EEA – a bridge to Europe

Businesses in Liechtenstein benefit from access to two economic areas: the

European Single Market and Switzerland. As a result, they can supply

their goods and services to two very important markets. Since joining the

European Economic Area (EEA) 20 years ago, Liechtenstein has benefitted

enormously from its membership and will celebrate the 20th anniversary

of its accession with a series of events in 2015. For more information visit

www.liechtenstein-business.li

Dr. med. Martin Risch und PD Dr. med. Lorenz

Risch freuen sich auf die neuen Räumlich- und

Möglichkeiten.

«In der Medizin herrscht

nie Stillstand »

Matthias Hassler

Hilti-Mediensprecher

Für uns als exportorientiertes Unternehmen ist der ungehinderte

Zugang zum EU-Binnenmarkt von zentraler Bedeutung. Europa

ist nach wie vor unsere grösste Absatzregion mit rund 50 % Umsatzanteil.

Der Standortvorteil ergibt sich auch daraus, dass

Liechtenstein gleichzeitig die Zollunion mit der Schweiz beibehalten

konnte und damit den freien Zutritt zu beiden Wirtschaftsräumen

gewährleistet.

Der EWR-Beitritt hat Liechtensteins Wirtschaft weiter gestärkt

und erheblich zum Wachstum beigetragen. Durch die EWR-Mitgliedschaft

besteht zudem ein stabiles Verhältnis zur EU, von

dem der Wirtschaftsstandort profitiert. Insgesamt brachte der

EWR sicherlich mehr Vorteile als Nachteile und der Fortbestand

des EWR ist wünschenswert.

EWR-Handel in Zahlen

59.2 Pr ozent von Liechtensteins Exporten ohne die Schweiz gingen

im Jahr 2014 in den EWR-Raum. Das entspricht 2,04 Milliarden

Franken und dem Wert an Exporten insgesamt –

2 Milliarden Franken – im Jahr 1995, als das Land dem EWR beigetreten

ist. Bei den Importen liegt 2014 der Anteil der Waren aus

dem EWR-Raum ohne die Schweiz noch höher: bei 78.3 Prozent.

Während heute für 1.7 Milliarden Franken EWR-Importe ins Land

kommen, waren es 1995 aus allen Ländern gemeinsam Waren im

Wert von 1.07 Milliarden Franken.

Mit rund 350 Mitarbeitern in Liechtenstein und

der Schweiz ist das Team des labormedizinischen

Zentrums Dr Risch Laborpartner für Ärzte und

Mediziner in der Region. Das medizinische Labor

hilft, wenn es um die Diagnose geht - engagiert

sich gleichzeitig aber auch in mehreren Forschungsprojekten.

An jedem der 365 Tage eines Jahres erreichen

mehrere Tausend medizinische Proben an einem

der 12 Zentren das Unternehmen. Diese Zentren

bilden die Basis für eine regionale und somit

schnelle medizinische Versorgung. Damit mehr

als 2‘000 verschiedene Analysen für hämatologische,

klinisch-chemische, mikrobiologische, immunologische

und genetische Abklärungen den

Ärzten und Spitälern für ihre Patienten zur Verfügung

stehen, bedarf es genügend Raum für eine

effizient organisierte Logistik. 2016 verlagert sich

der Hauptsitz von Schaan nach Vaduz, da die Kapazitäten

des Gebäudes den heutigen Bedürfnissen

und Entwicklungen nicht mehr entsprechen.

Die Brüder und Geschäftsführer Dr. med. Martin

Risch und PD Dr. med. Lorenz Risch nutzen diese

Chance gemeinsam mit ihren Mitarbeitern und

freuen sich auf den Neubeginn in Vaduz.

@

www.risch.ch

65


Wirtschaft/Bildung

Gut zu wissen –

Universität Liechtenstein

Studierende schätzen die persönliche Atmosphäre

an der Universität Liechtenstein. Sie

profitieren von innovativen Lernformen, einem

besonders günstigen Betreuungsverhältnis

und hervorragenden Karrierechancen.

Text und Fotos: Universität Liechtenstein

Die Universität Liechtenstein ist jung, regional verankert und

international aktiv. In den Bereichen Architektur und Raumentwicklung,

Entrepreneurship, Finanzdienstleistungen und Wirtschaftsinformatik

wirkt sie als innovativer Denkplatz im Vierländereck.

In zahlreichen Projekten und Programmen gibt sie

Impulse für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Regionale Relevanz und internationale Reputation

Heute stellt sich die Universität Liechtenstein den dringendsten

Herausforderungen unserer Zeit – mit innovativen Studiengängen

in der Aus- und Weiterbildung, fokussierter Forschung, dynamischem

Wissenstransfer und besten Rahmenbedingungen

66


oho#2

Fakten

Gründung: 1961

Trägerschaft:

Staat und Wirtschaft

Motto: Studieren mit Aussicht

Ort: Vaduz

Studenten: ca. 900

Mitarbeiter: ca. 200

Netzwerke: IBH

www.uni.li

University of Liechtenstein

für Studierende. Der Campus bietet rund 900 Studierenden aus

mehr als 40 Nationen eine anregende Atmosphäre.

Die Forschungsthemen der Universität Liechtenstein sind international

gefragt und weisen einen starken Bezug zur regionalen

Wirtschaft und Gesellschaft auf. Darüber hinaus stiftet die Universität

durch ihre Leistungen im Wissens- und Technologietransfer

direkten Nutzen für öffentliche und private Auftraggeber.

Das KMU-Zentrum der Universität ist Drehscheibe für

Wissensvermittlung und Dienstleistungen für Klein- und Mittelbetriebe

in der Region und führt den Businessplan Wettbewerb

Liechtenstein/Rheintal durch.

The University of Liechtenstein is young, regionally anchored

and internationally active. Focussing on the fields of Architecture

and Planning, Entrepreneurship, Financial Services

and Information Systems, it serves as an innovative hub

of ideas at the crossroads where Liechtenstein, Eastern Switzerland,

Austria’s Vorarlberg and Germany’s Lake Constance

meet, delivering significant impulses for business, politics

and society through a broad range of projects and programmes.

For over 50 years, sought-after professionals have been

trained and educated here, studying in a very personal environment.

67


Wirtschaft/Bildung

Unterstützung für Gründer

Der Einheitliche Ansprechpartner

(EAP) der Regierung des Fürstentums

Liechtenstein bietet online

alle wichtigen Dokumente für

eine Gründung und einen Kanal

zu allen relevanten Behörden.

www.llv.li

Das KMU-Zentrum Liechtenstein

unterstützt Unternehmen durch

Coachings und sein Netzwerk bei

der Gründung, während des

Wachstums und bei grundlegenden

Veränderungen. Jährlich wird

ein Businessplan-Wettbewerb für

Startups durchgeführt.

www.kmu-zentrum.li

Gründer.Erfolg

Dass Liechtenstein ein echtes Unternehmerland ist, gehört zum Selbstverständnis. Es ist aber auch

eine Herausforderung, der man sich nachhaltig und bewusst stellt. Eine wichtige Anlaufstation für

Gründer und bereits etablierte Unternehmer ist das KMU-Zentrum der Universität Liechtenstein.

Text: Yvonne von Hunnius

Kaffeeduft untermalt Peter Demmels Worte:

«Im Land wird ein Wir-Gefühl gelebt.» Als

der gebürtige Bayer an der Universität

Liechtenstein ein Nachdiplomstudium absolvierte,

handelte seine Diplomarbeit vom

Traum eines Unternehmens im Fürstentum

Liechtenstein. Die Vorteile lagen auf der

Hand. «Der Weg ins Netzwerk und zu Behörden

ist kurz. Kommt man auf ein Amt,

heisst es: Wie kann ich Ihnen helfen? Hier

ist man Mensch und keine Nummer», sagt

Demmel. Mit der Geschäftsidee einer Kaffeerösterei

hat er 2009 den vom KMU-Zentrum

durchgeführten Businessplan-Wettbewerb

Liechtenstein Rheintal gewonnen.

Seitdem vertreibt er erfolgreich exzellenten

Kaffee. Natürlich in Handarbeit im Fürstentum

Liechtenstein geröstet.

Auf Standortvorteile setzen

Das KMU-Zentrum ist eine wichtige Anlaufstelle

für Gründer und Unternehmer. Es

gibt Schützenhilfe bei Gründung, Wachstum

und Wandel. Projektleiter Thomas Moll

sagt: «In kostenlosen Erstgesprächen helfen

wir, Ideen und Geschäftsmodelle auf ihre

Tragfähigkeit zu prüfen.» Bestehende Unternehmen

berät das Zentrum oft bei Prozessoptimierungen

und Innovationen. Entscheidend

ist immer: Wie wird am besten

von den Standortvorteilen wie beispielsweise

der IP-Box oder der EWR-Mitgliedschaft

profitiert? Ob es um Dienstleistungen oder

ein High-Tech-Produkt geht – das KMU-

Zentrum sieht sich als Sparring-Partner.

Direkter Weg zur Gründung

Dabei sind die Formalien einer Gründung

schlank gehalten. Durch den Unternehmerservice

eines Einheitlichen Ansprechpartners

(EAP) der Regierung steht ein Online-

Schalter zur Verfügung: Anliegen werden

an die richtigen Stellen weitergeleitet, alle

wichtigen Dokumente sind digital verfügbar

und einzureichen. Moll sagt: «Wenn

alle Voraussetzungen erfüllt sind, ist die

Gründung binnen einer Woche vollzogen.»

Und damit ist ein Unternehmer in Liechtenstein

nie auf sich allein gestellt. Denn im

Fürstentum Liechtenstein soll sich Unternehmertum

lohnen – dauerhaft…

68


PR

oho#2

RhySearch – Bindeglied

zwischen Idee und Produkt

Das Rheintal gehört zu den am stärksten industrialisierten Regionen

Europas. Hier wird erfunden, produziert und in die ganze Welt exportiert.

Das Forschungs- und Innovationszentrum RhySearch kann dabei

als Bindeglied zwischen der Idee und dem fertigen Industrieprodukt

fungieren. Text: Asha Ospelt-Riederer

Ob Präzisionstechnik, Feinmechanik, Beschichtungstechnologie,

Optik oder Befestigungstechnik:

Im Rheintal sind zahlreiche international

tätige Firmen ansässig. Auch die Innovationsquote

ist sehr hoch. Die Region bietet ideale

Voraussetzungen für Hightech-Firmen.

Standortvorteil ausgebaut

Der Kanton St. Gallen und das Fürstentum

Liechtenstein ruhen sich aber nicht auf den

Lorbeeren aus. Nach dem gemeinsamen Beschluss

den Standortvorteil auszubauen,

agiert das Team von RhySearch seit 2013 in

Buchs. Geschäftsführer Richard Quaderer:

«Das vorhandene Potenzial bei der Entwicklung

geistigen Eigentums ist gross. Aufgrund

verkürzter Technologie- und Produktlebenszyklen

sind Unternehmen ständig gezwungen,

neue Produkte auf den Markt zu bringen.

Wir unterstützen sie dabei, ihre Ideen

umzusetzen.»

Renommierte Partner

Das Ziel von RhySearch ist es, kleine und

grössere Industriebetriebe mit der Hochschulforschung

zusammenzubringen. Das

Team des Innovations- und Forschungszentrums

arbeitet eng mit verschiedenen Forschungspartnern

zusammen: Der Empa

(Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt),

der Universität Liechtenstein

und dem NTB, der Interstaatlichen

Hochschule für Technik in Buchs, auf deren

Campus es ansässig ist. Auf Projektbasis kooperiert

RhySearch auch mit anderen Forschungseinrichtungen,

z. B. der ETH Zürich.

RhySearch unterstützt

Innovationsfähigkeit

RhySearch bietet einerseits Hand bei konkreten

Vorhaben im Bereich der Forschung und

Innovation. Das Team trifft Vorabklärungen

zu Forschungsprojekten, liefert Machbarkeitsstudien,

übernimmt Projektkoordinationen

und bietet Workshops an. Ein zentrales

Element bildet der Bereich Angewandte Forschung.

Über die nächsten Jahre wird Rhy-

Search schrittweise eigene Labors aufbauen

und das entsprechende Fachpersonal einstellen.

Der Fokus liegt dabei auf den Technologiefeldern

Beschichtung, Präzisionsfertigung

und Verpackung.

Gründung: 2013

Ort: Buchs

Trägerschaft: Kanton St. Gallen und

Fürstentum Liechtenstein

Kooperationspartner: Empa, NTB,

Universität Liechtenstein

Mehr Infos unter: www.rhysearch.ch

69


Wirtschaft/Bildung

NTB – Hochschullehre,

Forschung und mehr

An der NTB kommt zusammen, was zusammen gehört: Praxisnahe

Ingenieurausbildung, attraktiver Pool an Fachkräften, Innovationsförderung

durch angewandte Forschung und Entwicklung mit Industrieunternehmen.

Text: Roland Seeger

70


oho#2

Oft wird die NTB auch als «die technische

Hochschule von Liechtenstein» bezeichnet.

Nicht ohne Grund: Einerseits entscheiden

sich jedes Jahr junge Liechtensteiner und

Liechtensteinerinnen dafür, das nahe liegende

Ingenieurstudium an der NTB zu absolvieren,

andererseits nutzt die Liechtensteiner

Industrie seit Jahrzehnten die

attraktiven Möglichkeiten, welche die NTB

als Quelle des Ingenieurnachwuchses und

im Bereich angewandter Forschung und Entwicklung

bietet.

Ein Schweiz weit einmaliges Angebot an

technischen Masterstudiengängen und Weiterbildungskursen

bietet Ingenieurinnen und

Ingenieuren aus der Praxis die Chance, sich

anwendungsorientiert in spezielle Gebiete

der Ingenieurwissenschaften zu vertiefen.

Das NTB ist eine überschaubare Hochschule,

die vor gut vier Jahrzehnten aus dem Bedürfnis

der regionalen Unternehmen heraus

entstanden ist. Das Hochschulangebot des

NTB konzentriert sich im Bachelorbereich

auf den interdisziplinären Studiengang Systemtechnik.

Interstaatliche Hochschule

für Technik Buchs

Eröffnung: 1970

Trägerschaft: Die Kantone

St. Gallen und Graubünden

sowie das Fürstentum

Liechtenstein

Motto: Tech Deine Zukunft

Studenten: ca. 445

Mitarbeiter: ca. 220

Netzwerke: FHO, IBH

Fokussiert und bedürfnisorientiert

Diese moderne Ausbildung ist konsequent

auf die künftigen Anforderungen der globalisierten

Wirtschaft ausgerichtet. Inhaltlich

baut das Bachelorstudium auf der Berufslehre

und der technischen Berufsmatura auf. Es

eignet sich aber auch für technikbegeisterte

junge Leute mit einer gymnasialen Matura.

Fünf Studienrichtungen stehen den Studierenden

an der NTB zur Auswahl: Maschinenbau,

Elektronik und Regelungstechnik, Ingenieurinformatik,

Mikrotechnik sowie Informations-

und Kommunikationssysteme.

Die durchgängige Modularisierung aller Angebote,

die Wahl zwischen vollzeitigen und

berufsbegleitenden Studienformen und die

räumliche Nähe zum Wohn- und Arbeitsort

dank der drei Studienorte Buchs, Chur und

St. Gallen bringen den Studierenden die gewünschte

Flexibilität ihrer Ausbildung.

Fachspezifisches und interdisziplinäres Wissen,

ergänzt mit ausgeprägter Praxisorientierung,

Problemlösungskompetenz und sozialen

Fähigkeiten – mit dem abgeschlossenen

Studium Systemtechnik im beruflichen Rucksack

prägen Ingenieurinnen und Ingenieure

die Entwicklung von Produkten massgeblich,

treiben Innovationen voran und sind gefragte

Persönlichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und

in der Gesellschaft.

Gelebter Technologietransfer in sieben Instituten

Die Institute der NTB sind nicht nur Partner

der Industrieunternehmen, sondern sie stellen

auch die Mehrheit des Lehrpersonals.

• Institut für Entwicklung Mechatronischer

Systeme EMS

• Institut für Elektronik, Sensorik und

Aktorik ESA

• Institut für Computational Engineering

ICE

• Institut für Energiesysteme IES

• Institut für Ingenieurinformatik INF

• Institut für Mikro- und Nanotechnologie

MNT

• Institut für Produktionsmesstechnik,

Werkstoffe und Optik PWO

Last but not least profitiert die Industrie über

die NTB vom Zugang zu KTI-geförderten Projekten

(Eingenössische Kommission für Technologie

und Innovation).

@

Alle Informationen

zur NTB

www.ntb.ch

71


Wirtschaft/Bildung

Finanzplatz.Liechtenstein

Der Finanzplatz ist professionell, rechtssicher und international gut vernetzt. Liechtenstein

ist ein attraktiver Standort für Banken, die Versicherungswirtschaft, die Fondsindustrie und

die Treuhandbranche. In den letzten Jahren hat sich Liechtenstein für Kunden und Finanzdienstleister

erfolgreich neu positioniert.

Text: Markus Biedermann · Foto: Liechtenstein Marketing

Know-How und Rechtssicherheit

Liechtenstein und sein Finanzplatz sind

ein verlässlicher, vertrauenswürdiger

und innovativer Partner. Die hiesigen

Finanzdienstleister haben zwei Paradigmenwechsel

früh umgesetzt: Sowohl die

internationale Steuerkonformität ausländischer

Kunden als auch das Bekenntnis

zur Einführung eines automatischen Informationsaustausches

mit ausländischen

Steuerverwaltungen gehören zu den neuen,

grundlegenden Rahmenbedingungen.

Klar kommuniziert wurden sie durch eine

Regierungserklärung im November 2013

sowie durch die so genannte Liechtenstein-

Erklärung im März 2009. Die Abkommenspolitik

der Regierung zielt auf eine partnerschaftliche

Zusammenarbeit ab.

Liechtenstein’s financial centre –

change as a challenge and a chance

Liechtenstein is home to a professional financial services industry with a solid legal framework

and strong international connections. This makes the Principality an attractive location

for banks, insurance companies, funds and trusts. In recent years, Liechtenstein has

succeeded in repositioning itself within the financial services industry. Today it is seen

and respected as a reliable, trustworthy and innovative partner by international organisations

and market observers. Liechtenstein is one of the few countries to still have an AAA

credit rating. For more information visit www.liechtenstein-business.li, www.finance.li

Klare Kundenorientierung

Der konsequente Kundenfokus ist für die

Dienstleister in Liechtenstein zu einer

Chance geworden. Der Finanzplatz ist auf

die internationale Vermögensverwaltung

spezialisiert, die Kunden profitieren von

der jahrzehntelangen Erfahrung. Die umfassende,

professionelle Betreuung von

vermögenden Kunden ist und bleibt die

Kernkompetenz der liechtensteinischen Finanzdienstleister.

Anspruchsvolle, komplexe

Lösungen verlangen nach umfassendem

Know-how. Kunden des Liechtensteiner

Finanzplatzes können auch künftig von

der grossen Erfahrung in den Bereichen

der Vermögensstrukturierung, Vermögensverwaltung

sowie der Nachfolgeplanung

72


@

oho#2

Alle Informationen

Fakten

Standard & Poor’s hat Liechtenstein im

März 2015 erneut die Bestnote AAA bestätigt.

Diese Top-Bewertung haben derzeit nur

noch 12 Länder weltweit.

unter

www.finance.li

Vermögensverwaltung

im Wandel

profitieren. Angesichts der internationalen Entwicklungen und der zunehmenden

Komplexität bei der grenzüberschreitenden Vermögensplanung

wird diese Expertise immer wichtiger, insbesonders für Familiy Offices.

Verlässlichkeit und hohe wirtschaftliche sowie politische Stabilität

Die Kunden schätzen zudem die hohe wirtschaftliche und politische Stabilität

des Landes sowie die Solidität und Verlässlichkeit der Institute, die

liberalen Gesetze und die qualitativ hochstehenden Dienstleistungen, für

die Liechtenstein international bekannt ist. Bereits eine längere Tradition

hat auf dem Finanzplatz Liechtenstein die Philanthropie. Auch dort hat

in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Professionalisierung und

Diversifizierung stattgefunden. Grundlage dafür ist das neu formulierte,

internationale Standards setzende Stiftungsrecht. Ende 2014 waren in

Liechtenstein über 1200 gemeinnützige Stiftungen bei der Stiftungsaufsichtsbehörde

STIFA registriert.

Vorbildlich reformiert

Der Finanzplatz hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich reformiert

und neu aufgestellt. Sein Zukunftspotenzial liegt vor allem in der spezialisierten

Vermögensverwaltung. In Zeiten regulatorischer Transformation

sind Überschaubarkeit, kurze Wege und Flexibilität ein entscheidender

Innovations- und damit Wettbewerbsvorteil.

Verwaltete Vermögen steigen

Besondere Bedeutung für den Finanzplatz haben die derzeit 17 lizenzierten

Banken. Sie sind hauptsächlich im Wealth Management tätig und haben

per Ende 2014 einschliesslich der Vermögen ausländischer Gruppengesellschaften

ein Kundenvermögen von 216 Milliarden Franken verwaltet.

Das sind über 10 Prozent mehr als im Vorjahr, zumal in einem schwierigen

Marktumfeld. Auch die Vermögensverwaltungsgesellschaften und die

Investmentunternehmen konnten im Jahre 2014 das Total der verwalteten

Nettovermögen deutlich ausbauen. Per Ende 2014 erhöhte sich das Nettovermögen

der Fonds auf CHF 46 Milliarden.

Insgesamt arbeiten im Finanzsektor rund 6’000 vorwiegend hochqualifizierte

Personen. Dies entspricht einem Anteil von 16 Prozent aller Erwerbstätigen.

Sie erwirtschaften einen Viertel der Bruttowertschöpfung

des Landes. Damit ist die Finanzbranche hinter der Industrie der zweitgrösste

Wirtschaftsfaktor.

Sinnvolles, gesellschaftlich integriertes Handeln

rückt heutzutage immer stärker in den Fokus.

Dieses Bedürfnis nach mehr gesellschaftlicher

Verantwortung, nach mehr Transparenz und Kontrolle

ist auch in der Finanzindustrie deutlich

spürbar.

Der Einbezug von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren

erlaubt es Anlegern, bisher nicht

einschätzbare Risiken aufzudecken, zu meiden

oder mit adäquater Entschädigung bewusst einzugehen.

Experten erwarten, dass in den nächsten

Jahren Finanz- und Nachhaltigkeitsanalysen

verschmelzen und sich als Standard etablieren

werden.

Auf dem Finanzplatz Liechtenstein wird das Engagement

im Bereich der Nachhaltigkeit schon

länger gross geschrieben und durch Akteure wie

die CSSP-Center for Social and Sustainable

Products AG gepflegt und stetig weiter entwickelt,

beispielsweise mit internationalen Projekten

wie der Family Office Academy oder den

kundenorientierten ESG Investment Reporting

Lösungen von yourSRI.com.

CSSP – Center for Social and

Sustainable Products AG

Herrengasse 11, 9490 Vaduz

Principality of Liechtenstein

Phone: +423 235 03 99

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@

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Nachhaltigkeit

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73


Liechtensteins

FORT KNOX

Ob das Trisuna-Gebäude

sicherer ist als Fort

Knox wird wohl nie abschliessend

geklärt werden

können. Sicher ist,

dass die Trisuna-Lagerhaus

AG mit ihrem

Hochsicherheitsgebäude

für besondere Werte den

Wirtschaftsstandort

Liechtenstein noch vielfältiger

und attraktiver

gemacht hat. Und im Gegensatz

zu Fort Knox

glänzt das Trisuna-Gebäude

mit mehr als nur

Gold. Text: Louis Vogt

74


oho#2

Die Trisuna-Lagerhaus AG gehört zu

den Spezialisten, die sich unter dem

Dach der LPM-Group (Liechtenstein

Precious Metal Group) vereinen und

dies bewusst am Standort Liechtenstein,

zeichnen sich doch beide, das

Trisuna-Gebäude und Liechtenstein,

durch Unabhängigkeit, Sicherheit und

Stabilität aus.

Unabhängig, individuell, vielfältig

Die Trisuna-Lagerhaus AG ist ein bankenunabhängiger,

privater Dienstleister,

dessen vielfältiges Lagerangebot

Einzeltresore, Tresorräume und

Schliessfächer in unterschiedlichen

Grössen umfasst. Der technische Ausbau

ist auf die Lageranforderungen der

jeweiligen Wertgegenstände individuell

angepasst. Dazu zählen Edelmetalle,

Kunst, Dokumente oder andere persönlich

wertvolle Dinge. Ergänzt wird

das Angebot durch die Möglichkeit der

Einzel- und Sammelverwahrung im Inlands-

und Zolllager sowie durch die

weltweite Transportlogistik und Transportausführung.

Höchste Sicherheitsstandards

Ein speziell konzipiertes Sicherheitssystem,

entworfen und ausgeführt von

Sicherheitsexperten aus der Schweiz,

garantiert im gesamten Gebäude

höchste Sicherheitsstandards. Jeder begehbare

persönliche Tresorraum und

jeder Einzeltresor ist ausschliesslich

vom Mieter mit seinem persönlichen

Code zu öffnen. Dies bedeutet optimale

Sicherheit und absolute Privatsphäre.

Die LPM-Group

Um es in einem Satz zu sagen: Die Unternehmen

der LPM-Group ermöglichen

den An- und Verkauf von Edelmetallen

sowie eine sichere und individuelle

Aufbewahrung von besonderen

Werten in einem bankenunabhängigen

Hochsicherheitsgebäude, und

dies an einem der sichersten Standorte

Europas, im Fürstentum Liechtenstein.

Das Trisuna-Gebäude, Liechtensteins bankenunabhängiges

Hochsicherheitsgebäude, bietet Einzeltresore,

Tresorräume, Schliessfächer sowie ein Inlands-

und Zollfreilager. Der technische Ausbau ist

auf die Lageranforderungen der jeweiligen Wertgegenstände

individuell angepasst.

75


Wirtschaft/Bildung

Fürstlich.Tagen

Seminare, Tagungen, Kongresse – das Fürstentum ist ein Geheimtipp für besondere Anlässe. Von

grossen Sälen über einzigartige Hotels und charmanten Lokalitäten bis zu modernsten Gebäuden

reicht das Angebot. Ein perfekter Service, eine individuelle Betreuung und eine fürstliche Atmosphäre

erwartet die Gäste. Zwei der vielen Möglichkeiten stellen sich vor.

Im Haus Gutenberg zum

Seminarerfolg

Erleben Sie die ruhige und inspirierende Atmosphäre

des Hauses Gutenberg, fernab vom hektischen Alltagstreiben.

Seit 30 Jahren treffen sich in unserem Haus am

Fusse der malerischen Burg Gutenberg in Balzers Fachleute

aus Industrie und Verwaltung, Vereine und viele

private Gruppen, die hier ihre Seminare, Foren und

Kurse durchführen.

Wir bieten Ihnen lichtdurchflutete Seminarräume für

Gross- und Kleingruppen (20 –91 m 2 ). Diese sind individuell

nutzbar und mit moderner Infrastruktur und

WLAN ausgestattet.

Bildungs- und Seminarhaus Gutenberg

Burgweg 8, 9496 Balzers

T +423 388 11 33, www.haus-gutenberg.li

Events, die Eindruck

machen

Das KOKON Event & Congress Center in Ruggell bietet

den perfekten Rahmen für Events bis zu 300 Personen.

Man kann jedoch nicht nur im grossen Stil feiern, sondern

auch im kleinen Kreis tagen. Die Seminarräume

sind bereits ab 14 Personen geeignet. Hochmoderne

Licht- und Tontechnik, direkte Nähe zur Autobahn,

hauseigenes Catering der Spitzenklasse und die Erfahrung

von showorx AG sind die ideale Kombination für

einen Event, der Eindruck macht.

KOKON – Event & Congress Center

Industriering 37, Ruggell

T +423 370 15 05

www.kokon-events.li

76


Unsere Universität in Triesen

Kluge Köpfe denken weiter

Die staatlich und international anerkannte Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) hat Modellcharakter

im postgradualen und berufsbegleitenden Ausbildungs- und Forschungsbereich. Bei uns haben die

Studierenden die Möglichkeit, in freundlicher, motivierender und vor allem persönlicher Atmosphäre konzentriert

und effizient zu arbeiten. Wir verfügen über hochrangige Lehrkräfte, die eine herausragende Qualität in Lehre

und Forschung garantieren.

Unser auffälligstes Merkmal ist die persönliche Betreuung der Studierenden durch die Lehrenden und das Universitätspersonal.

Anstelle eines starren Lehr- und Forschungsangebotes wird an der UFL auf die jeweiligen

Bedürfnisse der Auszubildenden und Forschenden eingegangen. Die Anzahl der Studierenden ist limitiert, um

so den persönlichen Charakter der Institution beibehalten zu können.

Studieren an der UFL in Liechtenstein

• berufsbegleitende Ausbildung

• staatlich und international anerkannte Abschlüsse

• Teaching on demand – hochqualifizierte Lehrkräfte vor Ort

• familiäre Atmosphäre, intensive und persönliche Betreuung

• Internationale Kooperation und Vernetzung

Rechtswissenschaftliche Fakultät

• Doktoratsstudium Rechtswissenschaften mit Abschluss «Dr. iur.»

Medizinisch-Wissenschaftliche Fakultät

• Doktoratsstudium Medizinische Wissenschaft mit Abschluss «Dr. scient. med.»

und «PhD»

Öffentliche Veranstaltungen

• Vortragsreihe «Health and Life Sciences»

• Rechtswissenschaftliches Symposium zum Gesundheitsrecht

Bei uns sind Sie immer willkommen!

www.ufl.li


Staat/Fürstenhaus

Klein.Fürstlich.

Überraschend

78


oho#2

79


Staat/Fürstenhaus

Staatsfeiertag. Jubiläum

Seit 75 Jahren begeht Liechtenstein jährlich den Staatsfeiertag.

Erstmals begangen wurde er am 15. August 1940. Gerade tags zuvor

hatte Hitler gesagt: «Kleine Staaten haben keine Existenzberechtigung.»

Doch Liechtenstein hat sie bewahrt, samt Staatsfeiertag.

Mit Grund wurde er 1940 mitten im Krieg eingeführt, und mit

Grund am 15. August. Text: Dr. Peter Geiger · Fotos: Landesarchiv

Gratulationscour auf dem Schloss, mit Regierung,

Abgeordneten, Beamten, Gemeindevertretern,

Lehrern. Predigten und Reden beschworen

die Hoffnung, die Heimat bleibe

erhalten.

Unsere Söhne stehen nicht

auf den Schlachtfeldern …

1940 eilig beschlossen

Polen verloren, Nordeuropa, Benelux, Frankreich

in Hitlers Hand, Mussolini im Krieg.

Ginge es nun auch gegen die umzingelte

Schweiz und Liechtenstein? Guisan verkündete

die Réduit-Alpenfestung. Mit patriotischer

Inbrunst wurde der 1. August 1940 in

der Schweiz begangen. Der Funken zündete

auch im Fürstentum. Gleich am 5. August erklärte

die liechtensteinische Regierung «den

15. August, Maria Himmelfahrt, zur Feier des

Geburtstages Seiner Durchlaucht des Landesfürsten

zum Staatsfeiertag». Der Termin

passte: Marienfeiertag am 15., Geburtstag

Fürst Franz Josefs II. am 16. August. Gefeiert

wurde dezentral in den Gemeinden, mit Morgenböllern,

Hochämtern, Platzkonzerten, Bewirtung

der Schulkinder und Vereine. In

Vaduz wohnten Fürst und Regierung dem

Gottesdienst bei, dann hörte der Fürst vom

Balkon des Hohen Hauses Ständchen, Bürgermeister-Ansprache

und Volkshymne.

Abends entzündeten Pfadfinder Höhenfeuer

und in Flammenschrift «Liechtenstein». Am

16. August gab es in Vaduz erneut einen Festgottesdienst,

danach eine hundertköpfige

Signal nach aussen

und innen

Der Staatsfeiertag, in der Gefahr

geboren, baute religiös

auf Maria und politisch auf

Fürst und Volk, als Signal

nach aussen – und innen.

Denn die «Volksdeutsche Bewegung

in Liechtenstein», die für Liechtenstein

keine Zukunft sah, wollte den Reichs-

Anschluss. Sie setzte im Sommer 1940 mit

Hakenkreuz und Hitlergruss auf deutschen

Sieg. Sie provozierte auch am ersten Staatsfeiertag

– abends um 9 Uhr brannte in Triesen

oberhalb des Meierhofs ein acht Meter

grosses Hakenkreuz, eine Stunde später eines

unter Planken.

Fortan wurde der 15. August patriotisch als

Staatsfeiertag begangen, bald zentral in

Vaduz mit Feuerwerk. Zwar wartete man

beim zweiten Mal am 15. August 1941 vergeblich

auf den Fürsten – er brach sich bei

der Herfahrt von Wien bei einem Unfall den

Arm. Den Staatsfeiertag nannte man zumeist

«Fürstenfest». Anders der nationalsozialistische

«Umbruch»: Er ignorierte Fürst und

Staatsfeiertag, bejubelte dafür am 20. April

den «Führergeburtstag».

80


@

oho#2

www.staatsfeiertag.li

Umzugsgruppe mit

dem Thema «Vom Krieg

verschont», 1986

Foto: Klaus Schädler

Bild links: Messe auf

der Schlosswiese anlässlich

des Staatsfeiertags

1999, im Hintergrund

Schloss Vaduz,

Foto: Roland Korner

Rechts: Umzugsgruppe

aus dem Jahre

1986 mit Ballons

in den Landesfarben.

Ehrentribüne mit Fürstenund

Erbprinzenpaar,

15. August 1976

Foto: Alfons Kieber

81


Staat/Fürstenhaus

Gottesdienst, Volksfest, Höhenfeuer,

Fürstenkrone …

Die Pfadfinder hatten schon 1939 am 15. August

auf Gafadura eine weithin leuchtende

Fürstenkrone entzündet. 1942 nahmen sie

diese wieder auf, nun auf dem Kuhgrat, später

auf Tuass. 1943 wurden in Triesenberg am 16.

August Zwillinge auf die Vornamen von Fürst

und Fürstin getauft: Franz Josef Arnold Eberle

und Georgina Rosa Eberle. Zum jährlichen

Brauch geworden sind bis heute Gottesdienst,

Ansprachen, Schlosswiesen-Empfang, Volksfest,

Fürstensteig-Fackelzug, Tuasskrone und grosses

Feuerwerk, das traditionell mit dem Schriftzug

«Gott Fürst Vaterland» schliesst. Der Staatsfeiertag,

das «Fürstenfest», jährlich grösstes

sommerliches Volksfest des Landes, vermittelt

das Bewusstsein friedlicher Gemeinschaft, verweist

auf liechtensteinische Identität, erinnert

an die Wurzeln in der Zeit der Gefahr. Heute ist

der Staatsfeiertag nicht mehr mit dem Fürstengeburtstag

gekoppelt. Nach dem Tod von Fürst

Franz Josef und Fürstin Gina 1989 hat sein Sohn

Fürst Hans-Adam II. (geboren am 14. Februar

1945) empfohlen, den Staatsfeiertag weiterhin

beim 15. August zu belassen. So ist es, seit 1990

auch gesetzlich fixiert, bis heute geblieben. Seit

75 Jahren. Ein besonderes Jubiläum mit einer

besonderen Entstehungsgeschichte.

«Der Boden dieser Heimat ist zwar karg …

Unsere Söhne stehen nicht auf den Schlachtfeldern

… Die roten Alpenrosen blühen im

Frieden unserer Berge…, den eine gütige Vorsehung

unserer Heimat bewahrt hat.»

National Day turns 75

In 1940, with the Second World War raging in Europe, the government of Liechtenstein

declared the traditional Catholic festival of the Assumption of the Virgin

Mary (15 August) as the National Day. Also chosen to coincide with the birthday of

Prince Franz Josef II, it is still celebrated today with a church service, reception,

public fair, fires lit on mountain peaks and a traditional firework display over Vaduz

Castle. Even 75 years after its creation, the National Day is a special occasion

which brings the country together and serves as an annual reminder of the small

Principality’s sovereignty. For more information visit www.liechtenstein.li

Aus der Ankündigung zum ersten Staatsfeiertag, Liechtensteiner Volksblatt, 14. August 1940

Höhepunkte des jährlichen Staatsfeiertages sind das Feuerwerk und der Empfang im Schlossgarten.

82


oho#2

Geschichte.Übersicht

Das Gebiet des heutigen Fürstentums ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. 15 v. Chr. eroberten

die Römer die Region und gliederten sie in die römische Provinz Raetia ein. Nach der

römischen Herrschaft wurde das rätoromanische Gebiet unter fränkischer Verwaltung gestellt

und durch die Zuwanderung von Alemannen germanisiert. Der heutige Staat wurde

von den Fürsten von Liechtenstein durch den Kauf der Grafschaft Vaduz (1712) und der

Herrschaft Schellenberg (1699) gegründet. 1719 wurden die beiden Gebiete vereint und

zum Reichsfürstentum erhoben. Seitdem ist es ein souveränes Land und einer der wenigen

Staaten, der als Kleinstaat bis heute erfolgreich besteht. Aufgrund der historischen

Zweiteilung in Oberland (Süden) und Unterland (Norden) ist das Land noch heute in zwei

politische Wahlkreise geteilt.

1342 Die Grafschaft Vaduz entsteht

1396 Die Grafschaft Vaduz wird reichsunmittelbar

1699 Fürst Johann Adam Andreas kauft die Herrschaft Schellenberg

1712 Fürst Johann Adam Andreas kauft die Grafschaft Vaduz

1719 Erhebung zum Reichsfürstentum Liechtenstein

1806 Souveränität durch Aufnahme in den Rheinbund

1815 Beitritt zum Deutschen Bund

1852 Zollvertrag mit Österreich

1862 Die konstitutionelle Verfassung tritt in Kraft

1868 Aufhebung des liechtensteinischen Militärs

1919 Auflösung des Zollvertrags mit Österreich

1921 Die neue Verfassung tritt in Kraft

1924 Zollvertrag mit der Schweiz, Einführung des Schweizer Frankens

1950 Mitglied beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag

1978 Mitglied des Europarates

1990 Liechtenstein wird 160. Mitglied der UNO

1991 Mitglied der EFTA

1995 Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)

1995 Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO)

1997 Errichtung der Erzdiözese Vaduz

1999 300 Jahre Liechtensteiner Unterland

2003 Neue Verfassung tritt in Kraft

2004 Erbprinz Alois wird Stellvertreter von Fürst Hans-Adam II.

2006 200 Jahre Souveränität

2012 300 Jahre Liechtensteiner Oberland

2014 25-jähriges Thronjubiläum von Fürst Hans-Adam II.

2015 20 Jahre EWR

2015 25 Jahre UNO-Mitgliedschaft

83


Staat/Fürstenhaus

KUL

TUR LAND

Liechtenstein

84


oho#2

«Kulturland Fürstentum Liechtenstein» ist auf einer Briefmarke

aus dem Jahre 2006 zu lesen. Witzig frech machen das Postwertzeichen

und der Begleitkommentar darauf aufmerksam, was Liechtensteins

Kulturangebot auszeichnet: Hier gibt es seltene Kunstwerke

in den Museen zu bestaunen und Musik sowie Theater von

überregionaler Bedeutung zu geniessen.

Text: Thomas Büchel, Leiter Amt für Kultur

Entdecken Sie die Mu seen und

Kulturhäuser Liechtensteins

1

Tipp

Liechtensteins Kulturlandschaft

ist sehr

vielfältig. So gibt es

nicht nur die grossen

Museen in Vaduz. In

fast allen Gemeinden

gibt es kleine Museen

und Kulturhäuser mit

wechselnden Angeboten.

Ein neuer und

kompakter Führer

gibt einen Überblick

und präsentiert 17

spannende Orte, welche

sich lohnen, entdeckt

zu werden.

Mehr Infos unter

www.tourismus.li/

kulturhaeuser

Liechtenstein ist Kulturland. Und hat von je

her einen hohen Stellenwert in Politik und

Gesellschaft. Die Landschaft und die Geschichte

auf dem Gebiete des heutigen Fürstentums

wurden im Laufe der Jahrhunderte

immer wieder neu geprägt. Räter, Römer,

Alemannen, verschiedene Landesherren im

Mittelalter und der frühen Neuzeit und ab

1699 die Fürsten von Liechtenstein haben

der Region ihren Stempel ebenso aufgedrückt

wie die Menschen, welche heute in

Liechtenstein leben und arbeiten. Dies alles

macht das kleine Land so interessant. Kurze

Wege führen vom aktuellen Geschehen in

die Vergangenheit. Mitten in Vaduz steht

das Liechtensteinische Landesmuseum und

bietet den Besucherinnen und Besuchern einen

kurzweiligen Einblick in die Lebensbereiche

Siedeln, Schützen, Schaffen, Herrschen,

Feiern und Nutzen. Wenige Schritte

gegenüber wartet das Kunstmuseum Liechtenstein

mit seinen Exponaten und führt die

Gäste wieder zurück in die Gegenwart. Zusätzliche

Begeisterung hat die Hilti Art

Foundation ausgelöst, seit sie am 23. Mai

2015 mitten in Vaduz für ihre international

bekannte Kunstsammlung ein eigenes Ausstellungsgebäude

eröffnet hat und damit das

Angebot des Kunstmuseums erweitern

konnte.

Liechtensteins Kulturangebot beschränkt

sich jedoch nicht nur auf Vaduz. Ein Besuch

in den anderen 10 Gemeinden des Landes

lohnt sich allemal. Zeugnisse aus der Vergangenheit

finden sich dort ebenso wie

hochstehende Kulturveranstaltungen. Dafür

garantieren 3‘000 aktive Kulturschaffende

sowie zahlreiche Veranstalter und Veranstaltungsorte.

Ein Blick in den Veranstaltungskalender

der Tageszeitungen lässt das

Fakten

Über ein Dutzend Museen,

26 Chöre, 2‘600 Musikschüler,

40 Bands, 2 Orchester, 2 Operettenbühnen,

eine Landesbibliothek

und viele kleine Kulturinstitutionen

laden zu einer Entdeckungsreise

ein.

www.liechtenstein.li

Herz eines jeden Kulturinteressierten höher

schlagen. Wer bereit ist, das Angebot wahrzunehmen,

wird reichlich belohnt. Dies alles

macht Liechtenstein zum Kulturland. Kultur

hat die Gesellschaft geformt und geschliffen.

Die Menschen im Fürstentum Liechtenstein

haben ihre Identität zu einem wesentlichen

Teil dem kulturellen Leben zu verdanken

und sind deshalb stolz darauf, Gäste aus nah

und fern zur Teilhabe einzuladen. Theater,

Konzerte, Ausstellung und noch vieles mehr

warten auf Ihren Besuch!

85


DUALISMUS

Staat/Fürstenhaus

DUALISMUS

Die Staatsform des Dualismus hat sich seit seiner Einführung 1921 im Fürstentum

Liechtenstein bewährt. In einer konstitutionellen Monarchie sind Fürst

und Volk an die Verfassung gebunden. Der Gedanke des Dualismus – die

Zweiteilung der Staatsgewalt – zieht sich wie ein roter Faden durch viele Artikel

der Liechtensteiner Verfassung. Quelle: «Fürst und Volk» von Paul Vogt

In einer konstitutionellen Monarchie ist der Fürst

als Staatsoberhaupt an die Verfassung gebunden.

Der Landesfürst wird nicht vom Volk gewählt, sondern

es gilt das Gesetz der männlichen Erbfolge.

Das Staatswesen ruht auf demokratischer Grundlage:

Das Volk hat in der Verfassung klar definierte,

sehr weitgehende Rechte. Laut Verfassung kann

das Volk durch Wahlen und Abstimmungen Einfluss

auf die Staats- und Gemeindeführung nehmen.

Dies geschieht auch indirekt durch die gewählten

Vertreter des Volkes im Landtag und im

jeweiligen Gemeinderat.

Ein Land – zwei Wahlkreise

Die parlamentarische Grundlage bildet der Landtag,

der in zwei Wahlkreise aufgeteilt ist und sich mit

15 Abgeordneten aus dem Oberland und sowie 10

Abgeordneten aus dem Unterland zusammensetzt.

Seine obersten Aufgaben sind die Gesetzgebung

und die Aufsicht über die Verwaltung. Das Volk

wählt die Abgeordneten als seine Stellvertreter direkt

in den Landtag. Eine Legislaturperiode für einen

Abgeordneten dauert vier Jahre, wobei Wiederwahlen

möglich sind.

Staatsgewalt liegt bei Fürst und Volk

Die Staatsgewalt im Fürstentum Liechtenstein ist

entsprechend zweigeteilt. Gleichwertig stehen Monarchie

und Demokratie nebeneinander und nehmen

im Rahmen der Verfassung ihre Aufgaben und

Rechte wahr. Dabei zeigt sich, dass Fürst und Volk

gemeinsam die Staatsgewalt ausüben, d. h. dass

beide gemeinsam dieses Land regieren – diese

Staatsform ist etwas ganz Besonderes. Teils besitzt

der Fürst und Volk unabhängig voneinander eigene

Rechte und Pflichten, teils sind die Aufgaben und

Rechte beider so ineinander verschränkt, dass sie

diese nur gemeinsam wahrnehmen können. Ein

Gesetzesentwurf benötigt u. a. die Zustimmung

von Fürst und Landtag, damit er Gesetzeskraft erhalten

kann. www.liechtenstein.li

86


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Werbung wirkt, wenn sie auffällt und verstanden wird!

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Dienstleistungen erfolgreich vermarktet. Auf allen medialen

Ebenen — von der klassischen Anzeige, übers Radio bis zum

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Staat/Fürstenhaus

Blick aus Bern

Das Fürstentum Liechtenstein und die Schweiz verbinden enge, freundschaftliche Beziehungen. Über

100 bilaterale Abkommen zwischen den beiden Nachbarstaaten und zahlreiche Vereinbarungen mit

Kantonen bezeugen dies. Die liechtensteinische Botschaft in Bern fungiert als Kommunikationsdrehscheibe

zur Schweiz, aber auch zu über 75 anderen Ländern mit direkten diplomatischen Beziehungen

zu Liechtenstein mit Sitz in Bern.

Text: Johannes Kaiser · Foto: Botschaft Bern

Seit 2013 vertritt Doris Frick Liechtenstein in Bern. Von 1995 rsp.

1997 bis 2013 war sie die stellvertretende Ständige Vertreterin bei

der liechtensteinischen Mission in Genf und gleichzeitig bei der

Botschaft des Fürstentums Liechtenstein in Bern.

Frau Botschafterin, wie sehen Sie das Fürstentum Liechtenstein

aus Ihrem mittlerweile neuen Lebensmittelpunkt in Bern?

Dr. Doris Frick: Liechtenstein ist ein dynamisches, spannendes

und innovatives Land mit grossem Potential in Industrie, Gewerbe

und den Finanzdienstleistungen. Die Welt ist unser Markt, gleichzeitig

beeinflusst «die Welt» je länger je mehr unsere Rahmenbedingungen.

Dass Liechtenstein aufgrund seiner Grösse seit jeher

weitgehend dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt war, ist ein

Startvorteil für die künftigen «harmonisierten» Herausforderungen.

In ein paar Jahren können Liechtenstein und die Schweiz das Jubiläum

der 100-jährigen Zoll-Union begehen. Was verbindet

diese beiden Länder und was unterscheidet sie?

Die offenen Grenzen aufgrund des Zollvertrags und natürlich die

über 100 bilateralen Vereinbarungen haben unsere beiden Länder

nicht nur in rein wirtschaftlichen, sondern auch in vielen anderen

Bereichen immer enger zusammenwachsen lassen. In vielen Bereichen

denkt man «regional» (z. B. Region Rheintal) und nicht nach

Ländergrenzen. Gleichzeitig führen die geografischen Grössenunterschiede

der beiden Länder, Liechtensteins Zugehörigkeit zum

EWR und die unterschiedlichen Staatsformen zu diversifizierten

Herausforderungen und Handlungsweisen.

Ihre Mission in Bern?

Meine Aufgabe ist es, Liechtenstein zu vertreten und alles dafür

beizutragen, die guten Beziehungen zur Schweiz auch in der Zukunft

zu erhalten und auszubauen. Persönliche Kontakte vor Ort

resp. das Vermitteln der richtigen Kontakte spielen dabei eine

wichtige Rolle, um die vertrauensvolle, effiziente und erfolgreiche

Zusammenarbeit der beiden Länder zu ermöglichen und auch um

frühzeitig wahrzunehmen, welche Herausforderungen auf Liechtenstein

zukommen könnten beispielweise aufgrund Schweiz-interner

Veränderungen.

Liechtenstein befindet sich in einem Strukturwandel. Wo sehen

Sie die Risiken – wo die Chancen?

Die Risiken sehe ich in einer Überreglementierung, die für Grosse

gemacht wird und für diese verdaubar ist, für Kleinunternehmen

jedoch einen überproportionalen Aufwand generiert. Unsere Chancen

sind Marktnischen in Industrie, Finanzdienstleistungen und

Gewerbe, kombiniert mit Unternehmergeist und Innovationswille,

in Liechtenstein definitiv lebendig und vorhanden.

Welche «Geheimtipps» würden Sie einem Besucher empfehlen,

der erstmals aus der Schweizer Hauptstadt Bern nach Liechtenstein

reist?

Ich empfehle gerne den Fürstensteig und anschliessend einen

Zwetschgenkuchen auf Masescha oder das Kunstmuseum in Vaduz

für diejenigen, die es gern beschaulicher angehen. Beide Destinationen

absolut sehenswert.

Sind Sie stolz, Botschafterin von Liechtenstein in Bern zu sein?

Ich vertrete Liechtenstein in Bern mit grosser Freude und voller

Überzeugung, weil ich stolz auf Liechtenstein bin. Fast ausnahmslos

alle Schweizerinnen und Schweizer haben in der einen oder anderen

Form mit Liechtenstein zu tun und sind darum stets interessiert,

noch mehr von unserem Land zu erfahren.

Wenn Sie nach Liechtenstein in Ihr Heimatland reisen, was machen

Sie jeweils als erstes?

Ich schau hoch zu unseren Bergen – als Schaanerin natürlich am

liebsten zu den Drei Schwestern – und schon bin ich in meiner Heimat

«angekommen».

88


oho#2

Fürstentum Liechtenstein:

Ein verlässlicher Partner

Engagement, Verlässlichkeit und Solidarität sind prägende

Werte der liechtensteinischen Aussenpolitik.

Diese Werte lebt Liechtenstein tagtäglich in der Zusammenarbeit

mit anderen Staaten und internationalen

Organisationen. Kleinheit hindert Liechtenstein

nicht daran, ein kompetenter Partner mit klaren Prioritäten

zu sein.

Doris Frick, Liechtenstein‘s

ambassador in Bern

Doris Frick, Dr. oec. HSG

Liechtensteinische

Botschafterin in Bern

Welchen Wert hat für Sie?

Freiheit: eines der wertvollsten Güter, mit dem wir mit grösster

Sorgfalt umgehen müssen

Geld: Erleichtert vieles. Alles kann man damit aber nicht kaufen

Privatheit: Familie

Ehrlichkeit: Grundstein für alles

Familie: das Beste

Politik: macht meine Arbeit noch spannender

Ernährung: gesund und abwechslungsreich

Sport: meine Energiequelle

Lebensqualität: Liechtenstein/Heimat

Liechtenstein: das Land, in dem ich alt werden will

The Principality of Liechtenstein and Switzerland enjoy

close, friendly relations – a fact underlined by more than 100

bilateral agreements between the two neighbouring states

and many additional accords agreed with individual Swiss

cantons. The Liechtenstein Embassy in Bern serves as a hub

for communications with both Switzerland and 75 further

countries with which Liechtenstein has direct diplomatic relations.

Ambassador Doris Frick gives a personal insight into

her role and the close ties between Liechtenstein and Switzerland.

For more information visit www.regierung.li

Nachbarschaftliche Beziehungen, die durch Freundschaft

und konstruktive Zusammenarbeit gekennzeichnet

sind, sind in der heutigen krisenbeladenen

Welt keine Selbstverständlichkeit mehr. Mit den beiden

Nachbarstaaten, Österreich und der Schweiz,

aber auch mit Deutschland, verbinden Liechtenstein

gleiche Werte, enge Wirtschaftsbeziehungen sowie

eine Vielfalt an Verträgen. Durch den Abschluss bzw.

die Aktualisierung von Doppelbesteuerungsabkommen

wurden diese Beziehungen weiter gestärkt.

Liechtenstein ist traditionell ein verlässlicher Partner

in Europa und der Welt: Die 20-jährige Mitgliedschaft

im Europäischen Wirtschaftsraum, die aktive Mitarbeit

im Europarat und der OSZE und das engagierte

Auftreten in den Vereinten Nationen bezeugen dies.

Durch seinen unermüdlichen Einsatz für Demokratie,

Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte hat sich

Liechtenstein ein eigenständiges Profil erarbeitet.

Exemplarisch zeigt sich die Verlässlichkeit Liechtensteins

im Bereich der Finanzplatzpolitik. Seit der

Liechtenstein Erklärung im Jahr 2009 verfolgt Liechtenstein

konsequent den eingeschlagenen Weg der

Steuerkooperation. 2013 bekräftigte die Regierung

das Bekenntnis zu den OECD Standards. Bestätigt

werden die Verlässlichkeit und Stabilität Liechtensteins

durch das AAA-Rating von Standard & Poor’s.

Eine weniger bekannte Facette ist das solidarische

Engagement Liechtensteins. Als eines der wenigen

Länder weltweit, das den internationalen Zielwert

von 0.7 % des Bruttonationaleinkommens für die öffentliche

Entwicklungshilfe übertrifft, ist Liechtenstein

ein besonders verlässlicher Partner.

Dr. Aurelia Frick

Ministerin für Äusseres, Bildung und Kultur

89


Staat/Fürstenhaus

Pipa*

Forka*

Sprache ändert sich dauernd – zum Glück. Liechtenstein

hat sich in den vergangenen rund 50 Jahren

von einem armen Bauernland zu einem hochentwickelten

Wirtschafts- und Industriestandort

entwickelt. Deutlich zeigt sich das in der Raumund

Siedlungsentwicklung. Diese Umgestaltung hat sich

auf die Kultur, Ökonomie und Politik ausgewirkt, aber

auch auf unsere Sprache. Text: Dr. Roman Banzer

*Pipa: Zapfhahn

*Forka: Heugabel

*Brenta: Rückentraggefäss für Milch oder ähnliches

Wäre die Sprache stehen geblieben, würden wir mit dem Wortschatz unserer

Grossmütter sprechen, wir würden in unserem gesellschaftlichen Handeln

scheitern. Denn Pipa, Forka oder Brenta* helfen weder auf der Bank, in der Industrie

noch am Computer. Viele in Liechtenstein wissen, dass sich die Sprache

unserer Grossväter von Dorf zu Dorf ehedem unterscheiden liess. Sie können

dafür auch Belege anführen. Sprichwörtlich ist der Satz: Am Morga zom

Zmorga Rebel ahiworga. Der sich im Unterland dann etwa so anhört: Am Marga

zom Zmarga Rebel ahiwarga. Damit sind wir in einem sprachlichen Register

unterwegs, das dem Wandel weniger ausgesetzt ist, als der Wandel des

Wortschatzes, der oben kurz angesprochen wurde. Dieser ist dem Sprachwandel

deutlicher ausgesetzt als die Lautung und die Grammatik.

90


Brenta*

?

oho#2

Wussten Sie,

dass...

Liechtenstein ein kulturfreudiges

Land ist, in dem über 1‘000 Sängerinnen

und Sänger aus allen Altersgruppen

in Chören gemeinsam singen?

… im Fürstentum jährlich rund 50 Bücher

erscheinen?

… in Liechtenstein rund 900 Blasmusikantinnen

und -musikanten in Harmoniemusiken

gemeinsam musizieren?

… ein Autorenverband mit rund 35

Mitgliedern besteht?

Bewegte sprachliche Vergangenheit

Entstanden ist die Sprachsituation wie folgt:

Ein über mehrere Jahrhunderte dauernder Zustand

der Zweisprachigkeit Rätoromanisch-Alemannisch

hörte am Ende des 13. Jahrhunderts

auf zu existieren, nachdem der alemannische

Druck aus dem Norden durch Zuwanderung immer

mehr zunahm und mit dem 9. Jahrhundert

seine konkreten sprachlichen Einflüsse auch in

Liechtenstein zeitigte. Entstanden war dieses

sprachliche Nebeneinander durch politische

Umbildungen und vor allem durch die Eingliederung

Rätiens in das fränkische Reich im 6.

Jahrhundert. Immer mehr adelige Alemannen

kamen als Verwalter der fränkischen Macht ins

Land, ihnen folgten Händler und Siedler. Die

romanische Bevölkerung wurde mit einem anderssprachigen

Regierungsadel konfrontiert.

Die Einwanderung der Walser im 13. Jahrhundert

hat dem Alemannischen in Liechtenstein

endgültig zum Durchbruch verholfen. Die Ortsund

Flurnamen sind noch heute Beleg der bewegten

sprachlichen Vergangenheit dieses Landes.

So sind neben den Ortsnamen deutscher

(Schellenberg) und romanischer Herkunft (Ruggell,

Gamprin, Balzers, Planken) auch solche

bekannt, die noch weiter zurückleuchten in

eine sprachliche Vergangenheit, über die kaum

etwas bekannt ist. Die Geschichte weiss um die

Anwesenheit der Kelten vor der Okkupation des

Landes durch die Römer. Ob aber die nichtdeutschen

Namen

Schaan, Eschen,

Triesen, die auch mit

rätoromanischer Etymologie

nicht zu erklären sind,

wirklich keltischen Ursprungs

sind, lässt sich wohl allein

durch die Namenforschung

nicht schlüssig erklären.

Verstehen Sie den Liechtensteiner Dialekt?

Diese sprachhistorische Betrachtung ist interessant.

Mindestens ebenso interessant ist allerdings

die Frage nach der momentanen Sprachsituation

in Liechtenstein, zu der wenig

gesicherte Daten vorhanden sind. Wie viele

MundartsprecherInnen gibt es in Liechtenstein?

Wie viele Einwohner Liechtensteins verstehen

den liechtensteinischen Dialekt? Muss

ich als Zuzügler Dialekt oder Hochdeutsch lernen?

Wie bewältigen EinwohnerInnen aus bildungsfernen

Umfeldern die liechtensteinische

Sprachsituation? Denn Integration ist zu allererst

eine Frage der sprachlichen Heimat. Heimat

ist dort, wo man mich versteht, wo ich verstanden

werde. Im wörtlichen und

übertragenen Sinn.

… ein Berufsverband bildender Künstlerinnen

und Künstler mit rund 50

Mitgliedern besteht?

…. im Rahmen einer Operettenproduktion

über 100 Einheimische weitgehend

ehrenamtlich engagiert sind?

…der Staat Liechtenstein als einziges

Land weltweit den Namen seines

Fürstenhauses trägt?

Liechtenstein in beiden Weltkriegen

neutral und souverän blieb?

Liechtenstein mit rund 160 Quadratkilometern

und über 37‘000 Einwohnern

der kleinste Alpenstaat, der

viertkleinste Staat Europas und der

sechstkleinste weltweit ist?

… das Fürstentum Liechtenstein die

einzige überlebende Monarchie im

deutschen Sprachraum ist?

… in Malbun auf 1‘600 m ü. M. jährlich

der höchst gelegenste Faschingsumzug

Europas stattfindet?

Liechtenstein kein eigenes Schienennetz

hat und man den Hauptort

Vaduz trotzdem mit einem Zug, dem

Citytrain, entdecken kann?

91


Kultur/Genuss

Highlights 2015/2016

Rund 500 Veranstaltungen pro Jahr: Das Fürstentum Liechtenstein

bietet das gesamte Jahr eine Vielzahl an Veranstaltungen – von hochwertigen

Kulturevents über Top-Sportveranstaltungen bis zu den

kleinen, feinen «Fäschtle» der Vereine. Neben der folgenden Auswahl

der im Juni 2015 bekannten Events finden sich alle Veranstaltungen

stets aktuell unter www.tourismus.li/events

Schön, euch zu sehen!

13. Februar – 23. August 2015

Vaduz, www.kunstmuseum.li

Schatzkammer Liechtenstein

Permanente Ausstellung:

Schätze aus fürstlichem und

anderem Besitz.

Vaduz, www.schatzkammer.li

Liechtensteinisches Landesmuseum

Marilyn – die starke Monroe

26. März – 1. November 2015

Vaduz, www.landesmuseum.li

Internationale Skulpturenausstellung

«Bad Ragartz»

9. Mai – 1. November 2015

Vaduz/Bad Ragaz,

www.badragartz.ch

Ausstellung: Poesie der

Nachhaltigkeit : Poesie der Sanierung

20.Juni – 31. Juli 2015

www.art-felicia.li

Kammermusik Ensemble

der Deutschen Oper Berlin

23. Juni 2015

Schaan, www.tak.li

Vaduzer Winzerfest Truubagässle

28. Juni 2015

Vaduz, Rathausplatz

www.erlebevaduz.li

Liechtenstein Festival (LIFE)

3. – 4. Juli 2015

Schaan, SAL Saal am Lindenplatz

www.schaan.li

Internationale

Meisterkurse

4. – 18. Juli 2015

Vaduz, www.meisterkurse.li

Film Fest Vaduz

12. – 29. Juli 2015

Vaduz, Rathausplatz

www.filmfest.li

Eselfest in Malbun

8. August 2015

Malbun, www.eselfest.li

Fürstenwoche

9. – 16. August 2015

www.tourismus.li/fuerstenwoche

Eröffnungsausstellung

der Hilti Art Foundation

Malerei und Plastik - von der klassischen

Moderne bis zur Gegenwart

23. Mai 2015 – 9. Oktober 2016

Vaduz, www.kunstmuseum.li

LGT Alpin Marathon

13. Juni 2015

Bendern–Malbun

www.lgt-alpin-marathon.li

Rock around Malbun

3. – 5. Juli 2015 mit Smokie

Malbun, www.rockaroundmalbun.li

Reiseziel Museum

5. Juli, 2. August, 6. September 2015

Museen in FL und A laden zur

Entdeckungsreise www.kunstraum.li

23. LiGiTa Liechtensteiner Gitarrentage

4. – 18. Juli 2015,

Liechtensteiner Unterland, www.ligita.li

Staatsfeiertag

15. August 2015

www.staatsfeiertag.li

9. Liechtensteiner Weisenblasen

16. August 2015

Malbun, www.musikanten.li

Oldtimer-Treffen

23. August 2015

Vaduz, Rathausplatz

www.erlebevaduz.li

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Ausblick

Fasnacht

12. – 17. Februar 2016

Liechtenstein

www.fasnacht.li

Staatsfeiertag

15. August 2016

www.staatsfeiertag.li

Liechtenstein – Gastland an der Olma

13. – 23. Oktober 2016

St.Gallen, www.liechtenstein.li

The Princely Liechtenstein Tattoo

4. – 6. September 2015

Schellenberg / Schaan

www.princely-tattoo.li

Ferdinand Nigg Ausstellung

11. September 2015 – 17. Januar 2016

Vaduz, www.kunstmuseum.li

Beizafestival

18. September 2015

Schaan, www.beizafestival.li

3. Kammermusikkonzert «Erlebe SOL»

27. September 2015

Vaduz, Rathaussaal

www.sinfonieorchester.li

Triesenberger Wochen

16. Oktober – 22. November 2015

Triesenberg , www.tourismus.li

Saisonstart Skigebiet Malbun

12. Dezember 2015

www.bergbahnen.li

Zwischen Schönheitswahn & Lebenskunst –

erster Frauensalon Liechtenstein

12. November 2015

Ort: Haus Gutenberg, Balzers

www.haus-gutenberg.li

Vaduz on Ice

November 2015 – Januar 2016

Vaduz, Städtle

www.vaduz-on-ice.li

Weihnachtsmarkt Vaduz

12. – 13. Dezember 2015

Vaduz, Städtle

Weitere Weihnachtsmärkte und Details

unter www.tourismus.li

«Nimmerland» frei nach Peter Pan,

Eigenproduktion U13

8. – 15. Dezember 2015

Probebühne, Zollstrasse 52 in Schaan

www.jungestheater.li

Heimspiel

10. Dezember 2015 – 21. Februar 2016

Kunst aus der Ostschweiz, Vorarlberg

und Liechtenstein

Vaduz, www.kunstraum.li

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Stuttgart

270 km

Fürstentum

Liechtenstein

Deutschland

München

240 km

Basel

190 km

Bern

230 km

Zürich

110 km

Bodensee

Österreich

Innsbruck

170 km

Schweiz

Italien

Mailand

250 km

Liechtenstein. Daten. Fakten

Fläche: 160 km 2

Einwohnerzahl: 37’370

Staatsform: Konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer

und parlamentarischer Grundlage

Gemeinden: 11

Topografie: Tiefster Punkt: Ruggeller Riet

430 m ü.M., höchste Erhebung: Grauspitz 2’599 m ü.M.,

Grösste Ausdehnung: 24.6 km lang und 12.4 km breit

Hauptort: Vaduz

Staatsfeiertag: 15. August

www.staatsfeiertag.li

Telefon-Vorwahl: +423

Religion: 79 % römisch-katholisch, 8 % protestantisch, 13 % andere

Währung: Die in Liechtenstein gültige Währung ist der Schweizer

Franken (CHF). Euros werden an den meisten Orten akzeptiert.

Einwohnerzahlen gemäss Bevölkerungsstatistik 31.12.2014

Impressum

Herausgeber: Liechtenstein Marketing, Äulestrasse 30, 9490 Vaduz · Redaktionskoordination/Grafik/Layout: Medienbuero

Oehri & Kaiser AG, Eschen, www.medienbuero.li · Konzept: Liechtenstein Marketing, Medienbuero Oehri & Kaiser AG ·

Akquise und Distribution: Allmedia AG, Schaan, www.allmedia.li · Druck: BVD Druck + Verlag AG, Schaan · Auflage: 25’000

Exemplare · Erscheinung: Juni 2015

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«Nur wer sein Ziel kennt,

findet seinen Weg.»

Epiktet, Philosoph (50 – 125 n. Chr.)

Landstrasse 153, 9494 Schaan

Niederlassung Unterland

Haldenstrasse 5, 9487 Bendern

www.bvd.li


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