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fahrtziel.natur.de

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Das Projekt wird gefördert aus

Mitteln der Verkehrssicherheitskommission

der Landesregierung

Mecklenburg-Vorpommern

Mein Risiko!?


Ihr Risiko

Inhaltsverzeichnis

Unfälle im Straßenverkehr sind keine Zufälle – Unfälle

haben Ursachen. Einige davon können wir nicht beeinflussen,

etwa das Wetter oder den Straßenzustand. Die meisten

Ursachen für Unfälle liegen beim Fahrer oder bei der

Fahrerin selbst: wie schnell wir fahren, ob wir aufmerksam

oder abgelenkt sind, ob wir die Witterung und die Fahrbahnverhältnisse

entsprechend berücksichtigen und so

weiter. Jeder Mensch trägt also im Straßenverkehr neben

dem generellen Risiko ein gewisses individuelles Risiko.

Wenn Sie die Selbsttests auf den folgenden Seiten wahrheitsgetreu

ausfüllen, können Sie viel über sich selbst und

Ihr Risiko im Straßenverkehr erfahren. Sie erhalten wertvolle

Tipps, wie Sie Ihr persönliches Risiko, einen Unfall

zu erleiden oder den Führerschein zu verlieren, verringern

können. Und das ist doch eine Menge wert.

Wichtig:

Bei den Selbsttests ■ gibt es kein „richtig“ oder „falsch“.

Beantworten Sie die Fragen ehrlich und offen – aber auch

ohne allzu langes Nachgrübeln. Nur so haben Sie die

Chance, bei den Auflösungen ■ etwas über sich selbst zu

erfahren.

Lifestyle

■ Typen gibt´s! ................................................. 4

■ Fahrertypen und Unfallrisiko ........................ 6

Stress

■ Lassen Sie sich leicht stressen? ................... 8

■ Rezepte gegen den Stress .......................... 10

Emotionen

■ Rasten Sie manchmal aus? ......................... 12

■ So bleiben Sie gelassen .............................. 14

Alkohol

■ Muntermacher oder Spielverderber? .......... 16

■ Führerschein in Gefahr ............................... 20

Einstellungen

■ Alles Einstellungssache? ............................ 22

■ Keine Punkte, bitte! .................................... 24

Beifahrerinnen und Beifahrer

Mitgefangen – mitgehangen? ......................... 26

Verkehrsmittelwahl

Alternativen zum Auto .................................... 28

Noch Fragen?

Landesverkehrswacht

Mecklenburg-Vorpommern ............................ 30

Impressum ...................................................... 31

■ = Selbsttests

■ = Auflösungen und Tipps

2 3


Typen gibt´s!

Lifestyle – die Fragen

Mit der Art, wie man sich anzieht, seine Freizeit verbringt

und welche Musik man bevorzugt, sagt man

eine Menge aus über sich selbst. Der (bzw. die) eine

sieht sich eher cool, der andere ist schnell Feuer

und Flamme und der Nächste mag es mit viel

Gefühl. Forscher haben herausgefunden, dass auch

das Fahrverhalten in gewisser Weise vom Freizeitstil

bestimmt wird. Also: Sagen Sie uns, wie Sie

sich geben, und wir sagen Ihnen, wie Sie fahren.

ja

nein

Im Kino sehen Sie besonders gerne Filme,

in denen es um Herz und Schmerz geht. 1 3

Im Kino stehen Sie auf Action-Filme. Bei

Liebesfilmen oder Soaps schalten Sie ab. 4 0

Sie lesen viel und interessieren sich für

kulturelle Angebote. Engagement für die 1 3

Umwelt finden Sie gut.

Am Wochenende findet man Sie eher in

Kneipen, Discos und Gaststätten als zu Hause. 4 0

Draußen herumzuziehen erscheint Ihnen wenig reizvoll,

von Cliquen und Vereinen halten Sie nicht viel. 1 3

Heavy Metal, Techno oder Rave ist Ihre

bevorzugte Musik. 4 1

Jazz, Blues und Folk-Musik kann Sie

begeistern. 1 3

Sie betreiben gern Sportarten, die ruhig

ein wenig extrem sein können. 3 0

Sie sind stets auf der Suche nach Herausforderungen,

bei denen Sie zeigen können, was Sie drauf haben. 4 0

Sehr wichtig ist für Sie Geborgenheit und Ruhe,

die finden Sie in Ihrer häuslichen Umgebung. 1 3

Gesamtpunktzahl

4 5


Fahrertypen und Unfallrisiko

Lifestyle – die Antworten

Kann der Freizeitstil eines Menschen Anzeichen dafür

liefern, wie er sich im Straßenverkehr verhält und welches

besondere Risiko er trägt?

In gewisser Weise schon. Denn trotz unterschiedlicher

Lebens- und Erlebnisbereiche – Sport, Musik, Mode, Straßenverkehr

– bleibt der Mensch doch immer der gleiche.

Aber Vorsicht: Jeder Mensch ist ein Spezialfall und vor

Schubladen-Denken muss man sich hüten. Wenn hier die

Rede davon ist, dass ein bestimmter Typ weniger gefährdet

ist, heißt das natürlich nicht, dass er nicht doch unter

bestimmten Umständen verunglücken kann. Und wenn

Ihnen hier ein höheres Risiko zugesprochen wird, heißt

das nicht, dass Sie einen Unfall haben müssen. Jeder

Mensch hat es – zumindest teilweise – selbst in der Hand

(und im Fuß), ob es wirklich zu einem Unfall kommen muss.

Typ A

(bis 15 Punkte):

Das Auto ist für Sie wahrscheinlich in erster Linie Verkehrsmittel.

Fahrzeuge mit viel Power lassen Sie kalt. Das ist gut

so. Wer „mit dem Kopf“ fährt und nur selten Verkehrsregeln

übertritt, hat bessere Chancen, die gefährlichen

ersten Jahre heil zu überstehen. Das heißt jedoch nicht,

dass Ihnen nichts passieren kann. Für schwierige Situationen

fehlt Anfängern einfach die Erfahrung. Bei einem

Sicherheitstraining könnten Sie sich darauf vorbereiten.

Typ B

(16 und mehr Punkte):

Wahrscheinlich gehören Sie zu einer Gruppe, deren Unfallrisiko

eher höher ist. Wenn Sicherheit eine geringe Rolle

für Sie spielt und wenn Sie am Steuer (oder am Motorradlenker)

zeigen wollen, was Sie drauf haben, kann das

leicht ins Auge gehen. Auch wer das Fahrzeug dazu

benutzt, den besonderen „Kick“ zu suchen, lebt gefährlich.

Das gilt auch für den Umgang mit Alkohol und Drogen.

Herausforderungen in der Kletterwand oder auf der

Rennstrecke zu suchen, ist okay. Der Straßenverkehr ist

jedoch eindeutig nicht der richtige Platz dazu.

6 7


Lassen Sie sich leicht stressen?

Stress – die Fragen

Berufsverkehr, Baustellen, Orientierung in einer

fremden Stadt: manchmal wird aus Fahrvergnügen

Fahrstress. Und wer unter Stress steht, macht Fehler.

Das reicht von unbedachten, vorschnellen Handlungen

bis hin zum Blackout. Aber nicht jeder (oder

jede) lässt sich stressen. Was den einen an den

Rand des Zusammenbruchs bringt, lässt die andere

kalt. Überlegen Sie bitte, wie sehr Sie durch die folgenden

Situationen gestresst werden.

Sie sind auf dem Weg zur Arbeit. Normalerweise

brauchen Sie dreißig Minuten,

aber heute ist es wie verhext: Der Verkehr

ist einfach zu dicht. Anscheinend

steht heute jede Ampel auf Rot. Durch die

Umleitung verlieren Sie noch mal wertvolle

Zeit. Dabei hat Ihr Chef Ihnen

gestern schon Kon sequenzen angedroht,

als Sie fünf Minuten zu spät kamen.

Das stresst mich ...

sehr etwas gar

nicht

3 2 1

Schon wieder so eine Autobahnbaustelle!

Rechts fahren Lkw in dichter Folge. Sie

fahren auf der engen linken Spur. Hinter

Ihnen drängelt einer, aber Sie wollen nicht

schneller fahren, weil Sie die erlaubten 80

km/h schon erreicht haben. Außerdem

kommen die Lkw immer wieder gefährlich

nahe an die Mittelmarkierung.

3 2 1

Sie haben in einer fremden Stadt einen

wichtigen Termin. Sie sind dem Ziel schon

sehr nahe, suchen aber noch nach der

Straße. Die einheimischen Fahrer sind

gnadenlos: sie drängeln, überholen, und

wenn Sie die Spur wechseln wollen, lässt

man Sie nicht rein.

3 2 1

Gesamtpunktzahl

8 9


Rezepte gegen Stress

Stress – die Antworten

Drei Punkte:

Herzlichen Glückwunsch.

Sie kann offenbar nichts aus der Ruhe bringen – oder Sie

haben noch keine wirklich stressigen Situationen erlebt.

Vier bis sechs Punkte:

Ab und zu hat Sie der Stress ganz schön am Wickel.

Schauen Sie doch mal auf der gegenüberliegenden Seite

nach, was Sie dagegen tun können.

Über sechs Punkte:

Wenn Sie noch keinen stress bedingten Unfall hatten,

haben Sie offenbar einen guten Schutzengel.

Sie sollten unbedingt etwas gegen den Stress tun.

Stress entsteht durch ein Wechselspiel zwischen Umwelt

und Organismus. Äußere Ereignisse lösen eine Reaktion des

Körpers aus, die weitgehend unbewusst abläuft. Wer beim

Autofahren Stressreaktionen (Gereiztheit, erhöhter Puls,

Schweißausbruch) verspürt, sollte etwas tun. Indem man

sich fest vorsagt „Ich bin ganz ruhig!“ oder „Ich bleibe

ganz gelassen!“, kann man sich tatsächlich beruhigen.

Eventuell kann man die Fahrt auch unterbrechen und sich

außerhalb des Autos körperlich bewegen, um die aufgestaute

Energie abzubauen.

Wer sich von anderen bedrängt fühlt (z.B. durch Mitfahrer

oder drängelnde Fahrzeuge), kann sich fest vornehmen:

„Ich lasse mich nicht von anderen zu riskanten Manövern

zwingen!“.

Besser ist es allerdings, Stress gar nicht erst entstehen zu

lassen, indem man beispielsweise bei der Planung des

Tagesablaufs Pausen und Reserven einbaut. Wer in der

Freizeit Sport treibt und gezielte Entspannungsphasen einlegt,

macht den Körper fit für die Belastungen des Alltags.

10 11


Rasten Sie manch mal aus?

Emotionen – die Fragen

Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor:

Sie sind auf der Autobahn unterwegs und überholen

gerade mehrere Lkw. Da nähert sich von hinten mit

hohem Tempo eine große Limousine, fährt dicht auf

und betätigt die Licht hupe. Im Rückspiegel sehen

Sie den Fahrer wild gestikulieren. Er scheint sehr

aufgebracht zu sein. Immer näher rückt er Ihnen auf

die Pelle, fast so, als wollte er Sie von hinten

anschieben.

Wie reagieren Sie?

Sie erschrecken, bekommen Angst,

brechen Ihren Überholvorgang ab und

wechseln wieder auf die rechte Seite. 2

Sie bleiben ruhig und denken: Der hat’s aber

eilig. Sie behalten Ihre Geschwindigkeit bei

und wechseln hinter dem Lkw nach rechts. 1

Sie fühlen sich angegriffen und hoffen,

dass der andere von einer Zivilstreife

herausgewinkt wird. Sie bleiben links

und überholen den nächsten Lkw in

einiger Entfernung auch noch. Soll sich

der andere doch ruhig ärgern! 3

Sie werden wütend und überlegen, wie

Sie es dem anderen heimzahlen können.

Sie zeigen den Mittelfinger und tippen

das Bremspedal an. 4

12 13


So bleiben Sie g elassen

Emotionen

– die Antworten

Ein Punkt: Glückwunsch! Sie wissen, dass jeder mal

einen Fehler machen kann. Sie sind gelassen und helfen

so mit, dass es friedlich auf den Straßen zugeht.

Zwei Punkte: Angst kann unter Umständen zu Fehlreaktionen

führen. Versuchen Sie in solchen Situationen trotzdem

cool zu bleiben.

Drei oder vier Punkte: Sie fühlen sich offenbar schnell

angegriffen und lassen sich von Ihren Emotionen hinreißen.

Vorsicht! Unbedachte Reaktionen können Sie und andere

leicht in Schwierigkeiten bringen.

Emotionen begleiten unseren Alltag, und auch im Auto

fahren unsere Gefühle immer mit. Fast jeder hat schon

Situationen erlebt, in denen Ärger, Wut oder Zorn aufkamen

und man dem anderen etwas heimzahlen wollte. Das

ist zwar menschlich, aber auch gefährlich. Denn Ärger,

Wut & Co. setzen uns unter (zusätzlichen) Stress. Und wer

gestresst ist, macht Fehler.

Am besten ist es, Ärger erst gar nicht aufkommen zu

lassen. Probieren Sie mal folgendes Rezept:

Ent-Schuldigen Sie den anderen!

Wenn Sie das nächste Mal erleben, dass ein anderer Ihnen

zu dicht auf die Pelle rückt, sich vordrängelt oder einen

anderen Fehler macht, erfinden Sie einfach eine Entschuldigung

für sein Verhalten:





Er hat sich verschätzt.

Er hat einen dringenden Termin.

Er ist gerade von seinem Chef

„durch den Wolf gedreht worden“.

Er muss sein Flugzeug noch rechtzeitig erwischen.

In der Regel ist es nämlich weniger das Verhalten des

anderen, das uns auf die Palme bringt, als vielmehr das,

was wir uns dazu denken. Wer dem anderen böse Absicht

unterstellt und in seinem Verhalten einen Angriff sieht,

läuft selbst Gefahr, aggressiv zu reagieren.

14 15


Muntermacher oder Spielverderber?

Alkohol – die Fragen (1)

Trinken und Fahren passen nicht zusammen. Aber

nicht jeder hält sich daran. Wie groß ist bei Ihnen

die Gefahr, dass Sie wegen Ihres Alkoholkonsums

Probleme mit dem Führerschein bekommen? Beantworten

Sie bitte die folgenden Fragen so ehrlich wie

möglich.

Tragen Sie die entsprechenden Mengen in die

nebenstehende Tabelle ein und errechnen Sie für

jede Getränkesorte die Punktzahl. Zählen Sie die

Punkte auf dieser Seite zusammen und übertragen

Sie sie auf die Seite 19.

Beantworten Sie dann die Fragen auf der Seite 19

und zählen Sie alle Punkte zusammen. Die Auflösung

finden Sie auf den Seiten 20 und 21.

Wie viel Alkohol haben Sie in der letzten Woche

(die sieben Tage bis einschließlich gestern) getrunken?

Bier

(auch Bier/Cola usw.)

Gläser 0,2 je 1 Pkt

Gläser 0,4/0,5 je 2 Pkte

Wein/Sekt

Gläser klein je 1 Pkt

Gläser groß je 2 Pkte

Anzahl der Gläser Punkte

ges- vor- in den gesamt

tern ges- fünf

tern Tagen

davor

Spirituosen

(Whisky, Schnäpse,

Cognac usw.)

einfache (2 cl) je 1 Pkt

doppelte (4 cl) je 2 Pkte

Alcopops

(z.B. Bacardi-Rigo)

je Flasche 1,5 Pkte

Starke Mixgetränke

(z.B. Cola-Cognac)

je Glas 1 Pkt

Punkte gesamt

16 17


Muntermacher oder Spielverderber?

Alkohol – die Fragen (2)

Punktzahl von Seite 17

Was und wie viel haben Sie an dem Tag

getrunken, an dem Sie Ihren eigenen

„absoluten Rekord“ aufgestellt haben?

Beispiel (siehe Seite 17):

5 Bier á 0,5 l (je 2 Punkte) = 10,0 Punkte

3 Rigo (je 1,5 Punkte) = 4,5 Punkte

14,5 Punkte



Punkte

Wie alt waren Sie bei Ihrem ersten

richtigen Rausch?

14 Jahre oder jünger: 10 Punkte

15 Jahre oder älter: 0 Punkte

Gesamtpunktzahl (S. 17 - 19)

18 19


Führerschein in Gefahr

Alkohol – die Antworten

Seit 2007 gilt für Fahranfänger in der Probezeit und bis

zum 21. Geburtstag ein absolutes Alkoholverbot. Fahren

unter Einfluss von Alkohol ist in dieser Zeit generell untersagt.

Wer erwischt wird, zahlt teilweise hohe Geldstrafen,

die Probezeit verlängert sich und er muss zur Nachschulung,

wenn nicht gar der Führerschein weg ist.

Aber auch nach dieser Zeit fahren Sie am besten, wenn Sie

sich an den Grundsatz halten: „Wenn ich fahre, trinke ich

nicht. Und wenn ich trinke, fahre ich nicht!“ Dies gilt unabhängig

von Ihrem Ergebnis bei dem Selbsttest. Wenn Sie

jedoch auf den Seiten 17 bis 19 eine Gesamtpunktzahl von

35 oder mehr Punkten erreicht haben, gehören Sie zu

den Leuten, die sehr stark gefährdet sind, in den kommenden

Jahren den Führerschein wegen einer Fahrt unter Alkoholeinfluss

zu verlieren. Bei Ihnen ist nicht nur wichtig, dass

Sie das Fahrzeug zu Hause lassen, wenn Sie vorhaben,

Alkohol zu trinken! Sie sollten überhaupt weniger trinken,

weil Sie sich daran gewöhnt haben, sehr viel Alkohol zu

trinken.

20 21


Alles Einstellun gssache?

Einstellungen – die Fragen

Mit Hilfe der folgenden Fragen können Sie erkennen,

wie groß bei Ihnen die Gefahr ist, wegen so

genannter „Punktedelikte“ Probleme zu bekommen,

vielleicht sogar den Führerschein zu verlieren.

Ja

stimmt

immer

Ja

stimmt

ab und

zu

Ja

stimmt

meistens

Nein

stimmt

überhaupt

Bitte geben Sie für jede Aussage an, wie sehr Sie

diese für richtig oder falsch halten. Weil jeder das

Recht auf eine eigene Meinung hat, können Sie

nichts falsch machen. Es geht nur um Ihre persönliche

Meinung!

Wenn im Fernsehen ein

Formel 1-Rennen übertragen

wird, interessiert

mich das mehr als alles

andere.

3

2

1

nicht

0

Ein guter Autofahrer

schaut, was gerade passt,

und übertritt notfalls auch

eine Verkehrsvorschrift.

3

2

1

0

Beim Autofahren möchte

ich Spaß haben und das

Auto auch öfter richtig

ausfahren.

3

2

1

0

Beim Autofahren gehört

ein gewisser Nervenkitzel

einfach dazu.

3

2

1

0


Gesamtpunktzahl

22 23


Keine Punkte, bitte!

Einstellungen – die Antworten

Unsere Einstellungen haben großen Einfluss auf unser Verhalten.

Zu den Einstellungen gehören bestimmte Vorlieben,

aber auch unsere Haltung gegenüber Regeln und

Vorschriften. Wenn Sie bei der Gesamtpunktzahl 7 oder

mehr Punkte erreicht haben, gehören Sie zu den Fahranfängern,

die gefährdet sind, in den kommenden Jahren

ihren Führerschein durch Verkehrsverstöße – auch ohne

Alkoholeinfluss – zu verlieren. Die Gefahr für Sie besteht

darin, dass Sie das Auto- und/oder Motorradfahren zu toll

finden und die Vorschriften nicht ernst genug nehmen. Sie

sollten unbedingt versuchen, vorsichtiger zu werden.

24 25


Mitgefangen – mitgehangen?

Beifahrerinnen Lifestyle und – die Beifahrer Fragen

Als Mitfahrerin oder Mitfahrer im Auto tragen Sie das

gleiche Risiko wie der Mann oder die Frau am Lenkrad:

Etwa ein Drittel der tödlich verunglückten Frauen und ein

Viertel der bei Autounfällen ums Leben gekommenen

Männer zwischen 18 und 25 Jahren saßen gar nicht selbst

am Steuer, sondern auf dem Beifahrersitz.

Grund genug einmal darüber nachzudenken, welchen

Einfluss die Mitfahrer auf den Fahrer haben. Vor allem

dann, wenn die ganze Clique im Fahrzeug sitzt, gerät der

Fahrer leicht unter Druck. Er möchte sich vor den anderen

als cooler Typ präsentieren – auch wenn die anderen das

vielleicht gar nicht erwarten. Ausgelassene Stimmung

und Aufforderungen zu schnellerem Fahren können ebenfalls

das Risiko für alle erhöhen.

Lassen Sie sich als Fahrer(in) nicht drängen. Bleiben Sie

gelassen. Als Mitfahrer(in) sollten Sie den Fahrer höflich

bitten, nicht zu schnell zu fahren: es ist Ihr Leben, und Sie

haben nur eins.

Ganz problematisch wird es, wenn Sie zu einem alkoholisierten

Fahrer ins Auto steigen sollen und darauf angewiesen

sind, mitgenommen zu werden. Klar, niemand möchte

gern als Stimmungsbremse gelten. Aber letzten Endes

geht es um Ihre eigene Sicherheit. Die paar Euro fürs Taxi

haben Sie nach einem Monat vergessen – an die Folgen

eines Unfalls werden Sie möglicherweise ein Leben lang

denken müssen.

26 27


Das Mecklenburg-Vorpommern-Ticket:

Bis zu 5 Personen. 1 Tag. Nur 25 Euro.

Stadt, Land, Zug!

Alternativen

Lifestyle – die Fragen

zum Auto

Auto, Auto und nochmals Auto. Gibt es keine anderen Möglichkeiten

mobil zu sein? Das Fahrrad beispielsweise ist

kostengünstig, braucht keinen Parkplatz und hält zudem

noch fit. Wer öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn

nutzt, lässt sich fahren, kann dabei träumen oder gemütlich

lesen. Und in der Kneipe kann er / sie auch mal einen

trinken, ohne dass der Führerschein in Gefahr ist.

Vereint auf Tour:

Zusammen mehr

erleben!

Zu fünft im Zug durch die Region.

Für fünfundzwanzig Euro schon.

Gilt in der 2. Klasse in allen DB Nahverkehrszügen

sowie in S-Bahnen und weiteren

Verkehrsunternehmen. Montags bis

freitags von 9.00 bis 3.00 Uhr des Folgetags

– an Wochenenden und Feiertagen

sogar schon ab 0.00 Uhr. Auf ausgewählten

Strecken gilt das Ticket auch über die

Landesgrenzen hinaus.

Für bis zu 5 Personen oder ein Eltern-/

Großelternpaar bzw. ein Eltern-/Großelternteil

(max. 2 Erwachsene) mit beliebig

vielen eigenen Kindern/Enkeln unter 15

Jahren.

Informationen unter www.bahn.de/

mecklenburg-vorpommern

Ganz einfach am DB Automaten.

Für 2 Euro mehr mit persönlicher

Beratung in allen DB Verkaufsstellen.

Die Bahn macht mobil.

Oft kommt der Einwand, öffentliche Verkehrsmittel seien

im Vergleich zum Auto teurer. Dabei wird in der Regel

vergessen, dass das Auto mehr kostet als der ohnehin

schon teure Sprit: Steuer, Versicherung, Reparaturen und

Wertverlust müssen mitberechnet werden, wenn es ein

fairer Vergleich sein soll. So gerechnet kostet ein gefahrener

Kilometer in einem Kleinwagen wie dem Ford Ka

mindestens 25 Cent, in einem Opel Astra oder VW Golf 35

Cent. Bei größeren Wagen wie einem 5er BMW kann der

Kilometer auch 45 Cent oder mehr kosten. Dabei spielt

es nur eine geringe Rolle, ob das Auto alt oder neu ist: Was

bei einem alten Auto bei der Anschaffung gespart wird,

wird bei Wartung und Reparaturen wieder draufgelegt.

Richtig sparen hilft das Gruppenticket der Bahn: Mit dem

MV-Ticket fahren bis zu fünf Personen einen ganzen Tag

kreuz und quer durch Mecklenburg-Vorpommern und

sogar über die Landesgrenzen hinaus bis nach Hamburg

oder Lübeck-Travemünde. Für den Weg zur Ausbildung

gibt es günstige Monatskarten – einfach mal nachfragen!

29


Noch Fragen?

Lifestyle – die Fragen

Die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern e.V.

ist ein gemeinnütziger Verein. Fast 700 ehrenamtliche Mitglieder

engagieren sich in 21 regionalen Verkehrswachten

für mehr Sicherheit auf unseren Straßen. So ist beispielsweise

diese Broschüre Bestandteil unserer Landesaktion

„Mein Risiko!?“, in der junge Moderatorinnen und Moderatoren

Gleichaltrige für Risiken im Straßenverkehr sensibilisieren.

Unsere Angebote für 17 bis 25-Jährige:

Sie sind im Besitz einer Fahrerlaubnis, verfügen über ein

Auto und wollen damit unfallfrei an Ihr Ziel kommen?

Praxisnah für „Kopf, Herz und Fuß“ bieten wir Ihnen

unser Pkw-Sicherheitstraining an.

Auf einem unserer vier Plätze in M-V erproben Sie mit Ihrem

eigenen Auto, wie Sie Unfallsituationen vermeiden und in

Gefahren situationen effektiver bremsen und sicherer ausweichen

können.

Ein Tageskurs kostet 70 €. Für Firmenangestellte übernehmen

vielfach die Berufsgenossenschaften diese Kosten.

Für Fragen oder Terminvereinbarungen rufen Sie uns an

oder schicken eine E-Mail.

P.S.: Schenken Sie Sicherheit – ein Gutschein für ein

Pkw-Sicherheits training ist ein gutes Geschenk!

Sie wollen mehr erfahren, was Sie, Ihr Freund, Ihre Freundin,

Ihr Sohn, Ihre Tochter, Ihre Schülerinnen und Schüler

für die eigene Sicherheit im Straßenverkehr tun können?

Gern informieren wir Sie über einen unserer nächsten

Verkehrssicherheitstage für junge Erwachsene, bieten

Ihnen organisatorische und finanzielle Unterstützung bei

der Vorbereitung eines eigenen regionalen Aktionstages in

der Beruflichen Schule oder bei der Bundeswehr, stellen

Medien zur Verfügung oder vermitteln eines unserer

Jugendteams „Mein Risiko?!“.

Sie möchten sich selbst als Moderatorin/ Moderator bei

der Verkehrswacht engagieren oder haben Interesse, im

Verein ehrenamtlich für die Sicherheit von Kindern, Radfahrern

oder jungen Fahrern zu werben, eigene Projekte

zu entwickeln und umzusetzen?

In unseren landesweit 21 regionalen Verkehrswachten

ist für jeden etwas Passendes dabei. Kommen Sie auf

uns zu. Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit!

DEUTSCHE VERKEHRSWACHT

Mecklenburg-Vo rpommern e.V.

Herausgeber:

Landesverkehrswacht

Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Wismarsche Straße 178

19053 Schwerin

Tel.: 03 85 - 5219610

Fax: 03 85 - 52196111

info@verkehrswacht-mv.de

www.verkehrswacht-mv.de

Autoren:

Klaus Schuh, Michael Heß

Konzeption:

GWM · Gesellschaft für Weiterbildung

und Medienkonzeption

mbH, Bonn

Gestaltung:

Michael Seifert, GWM

Druck:

cw Obotrritendruck GmbH

Schwerin 2008

30

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