The Red Bulletin Mai 2015 - DE

theredbulletin.de

3 – 2 – 1 – go!

„Auf Steve Aokis DJ-Set

im Pacha. Der Mann ist

ein Vollblut-Showman.

Er kam zu mir und sagte:

,Ich bringe jetzt den Saal

zum Ausflippen, und du

machst ein Foto.‘ Hat ja

ganz gut geklappt.“

Göttinnen

„Nachts im ,Underground‘.

Der Club ist ein

Mekka für elektronische

Musik. Und man trifft

immer schöne Frauen.“

Im Bunker

„Auf Ibiza Ansässige

feiern im Veto Social

Club den Winter durch.

Im Bild: die DJs Erre de

Ruido (li.) und Joshel.“

„Richtig los geht’s

erst ab 7 Uhr früh“

the red bulletin: Herr Villena, Sie

fotografieren seit vier Jahren in den

größten Clubs und auf exklusiven

Privatpartys auf Ibiza. Was macht das

Nachtleben der Insel so besonders?

faris villena: Das hochwertige DJ-

Line-up. Ibiza ist nach Berlin der weltweit

wichtigste Ort für neue Trends

in der elektronischen Musik. Aber im

Gegensatz zu Berlin kannst du hier

nach einer durchtanzten Nacht an den

Strand schwimmen gehen (lacht).

Wie lange dauern denn die Nächte

auf Ibiza?

Meist bis in den Vormittag. Die besten

Partys beginnen ab sieben Uhr früh.

Im Ernst?

Ja. Dann geht’s in den Clubs erst richtig

los. Die meisten Pauschaltouristen sind

da längst wieder im Hotel. Und übrig

bleiben Einheimische und Leute, die

sich wirklich für Musik interessieren.

Wie lautet Ihr Tipp für Musikkenner?

Gehen Sie ins „Underground“ in San

Rafael. Freier Eintritt, billige Drinks, und

Acts wie die Martinez Brothers oder DJ

Sneak schauen für spontane Sets vorbei.

Auf vielen Ihrer Bilder sieht man

die Leute völlig enthemmt tanzen.

Wie stellen Sie das an?

Ich will die Energie der Nacht einfangen.

Dazu musst du selbst Teil der Party

werden. Ich tanze einfach mit, bis die

Leute meine Kamera vergessen.

Fotograf Faris Villena, 33, lebt in

Madrid und auf Ibiza. Seine Bilder:

www.farisvillena.com

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