The Red Bulletin Mai 2015 - DE

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ACTION

CULTURE

PLAYLIST

GIORGIO MORODER

1977 revolutionierte Giorgio Moroder mit „I Feel Love“ die Clubmusic. Es folgten Arbeiten mit David

Bowie und Blondie, Oscar-prämierte Filmmusik für „Flashdance“ und „Midnight Express“. 1990

kam der Rückzug. 2013 brachte Daft Punk den Südtiroler mit einer Hommage auf „Random Access

Memories“ wieder ins Gespräch. Jetzt ist Moroder mit eigenem Comeback-Album endgültig zurück.

„74 Is the New 24“ hat Kylie Minogue und Charli XCX an Bord und unterstreicht einmal mehr, wer

der wahre Discokönig ist. Hier fünf Songs, die ihn bis heute inspirieren. giorgiomoroder.com

Paul Anka

„Diana“

„Mit fünfzehn hörte ich diesen

Song im Radio und bekam ihn

nicht mehr aus dem Kopf. Das

Problem war nur: Ich hatte den

Namen des Künstlers nicht verstanden.

Es dauerte ewig, bis ich

die Single in meinem Plattenladen

fand. Es war der Song ‚Diana‘

– jener Song, der mich dazu

brachte, professionell Musik zu machen. Eine Coverversion

davon wurde mein erster, wenn auch kleinerer Erfolg.“

Wendy Carlos

„Switched-On Bach“

„Der Grund, warum ich Anfang

der Siebziger Synthesizer zu

spielen begann. Vor allem Konzept

und Sound haben mich

begeistert. Carlos spielte Johann

Sebastian Bachs Barock-Sonaten

ausschließlich auf einem Moog-

Synthesizer. Trotz des experimentellen

Zugangs war es das

erste klassische Album, das sich über eine halbe Million Mal

verkaufte. Auch heute noch ein großes Album.“

BARBIE

BEATS

Der Musiktrend

dieses Jahres

heißt PC

Music. Drei

Fakten für

den Hipster-

Smalltalk:

Wie klingt’s?

Wie der Eurodance-Hit

„Barbie Girl“ von Aqua,

allerdings zu schnell abgespielt.

Wichtig: den

ersten Ausschaltreflex

überwinden. Die

Raffinesse der Plastik-

Beats erschließt sich

einem nicht sofort.

Iggy Azalea feat. Charli XCX

„Fancy“

„Eigentlich bin ich kein großer

Hip-Hop-Fan. Ich mag die Produktionen

eines Kanye West,

aber vor allem beim Gangsta-Rap

versteh ich nicht mal die Texte.

Iggy Azaleas Zugang zu Hip-Hop

spricht mich eher an: ein großer

Song mit großartigen Lyrics. Das

gilt auch für Charli XCX, die den

Refrain singt. Mir gefiel ihre Stimme dermaßen gut, dass ich

sie mit auf mein neues Album genommen habe.“

Rihanna feat. Calvin Harris

„We Found Love“

„Ich finde aktuelle Electronic

Dance Music sehr interessant.

Die Sounds junger Produzenten

sind was ganz Besonderes, nur

manchmal fehlen mir Melodie

und Struktur. Nicht so bei Calvin

Harris, wie dieser Track beweist.

Exzellentes Arrangement, großartiger

Sound. Ich liebe seine

Arbeit. Leider habe ich ihn noch nicht persönlich getroffen,

würde aber gern mit ihm zusammenarbeiten.“

Wer steckt

dahinter?

Anonyme männliche

Underground-Produzenten

aus England.

Verstecken sich gern

hinter weiblichen

Künstler namen wie

Hannah Diamond oder

SOPHIE und Girlie-

Fotos wie QT (Bild).

Zedd feat. Foxes

„Clarity“

„Ein großartiger Song, der den

Grammy für die beste Tanz-Aufnahme

letztes Jahr verdient hat.

Zedds Sinn für Arrangements

und Melodien ist außergewöhnlich,

und auch Foxes hat noch

eine große Karriere vor sich.

Sie ist aktuell eine der talentiertesten

und charismatischsten

Sängerinnen, eine kommende Disco-Queen. Wer weiß, vielleicht

wird sie die neue Donna Summer.“

AMP IT UP

iRig 2

Mit diesem Helferlein

können Musiker auf dem

Smartphone Gitarrenriffs

spielen und aufnehmen,

ganz ohne Verstärker.

Über eine App lassen sich

Dutzende Effektpedale

nutzen – so entsteht eine

fette Sound-Wall im

Hosentaschenformat.

ikmultimedia.com

Warum

funktioniert’s?

Weil die Club-Szene

nach Trends wie Deep-

House wieder Lust auf

Farbe hat. Und der

Mainstream zieht nach:

SOPHIE koproduzierte

Madonnas neues

Album (Bild).

SONY MUSIC

78 THE RED BULLETIN

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