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<strong>Lektion</strong> 2-4-<strong>2005</strong><br />
Sabbat, 1. Oktober <strong>2005</strong><br />
Durch ein Wunder wurde Paulus zum Apostelamt von Jesus Christus berufen und wurde ein eifriger<br />
Arbeiter für den Meister. Das Licht, von der Quelle allen Lichtes stammend, beleuchtete seinen Pfad,<br />
kam in sein Herz und veränderte sein Verständnis. Wie des Himmels Licht war es unauslöschbar. Die<br />
tiefsten Abgründe der Schwierigkeiten konnten es nicht verdunkeln.<br />
Einen kräftigeren, ausdauernderen und energischeren Jünger Jesu Christi als Paulus gab es nie auf<br />
Erden. Er „achtete es noch alles für Schaden gegen die überschwängliche Grösse der Erkenntnis<br />
Christi Jesu“ (Philipper 3:8) Er hatte nur ein Ziel vor sich, und das war, dass von seinen Lippen nur<br />
Botschaften der Erlösung für verloren gehende Seelen kämen, damit diese mit dem Erlöser der Welt<br />
bekannt würden. Seine ganze Seele war in Jesus verankert und im Licht der Wahrheit stehend, das er<br />
von der Quelle allen Lichts empfing. Dies Licht muss sorgsam in Ehren gehalten werden.<br />
Review and Herald, 11. September 1888<br />
Gnade ist eine Eigenschaft Gottes, welche Er menschlichen Wesen erweist, obwohl sie dieselbe nicht<br />
verdienen. Wir haben nicht danach gesucht, aber sie wurde gesandt, um uns zu suchen. Gott giesst<br />
mit Freuden seine Gnade über uns aus, nicht weil wir es wert sind, sondern weil wir so gänzlich<br />
unwürdig sind. Unser einziger Anspruch auf seine Gnade ist unser grosses Bedürfnis.<br />
Unser himmlischer Vater streckt allezeit seine Hand in Jesum Christum aus, um Sünder und Gefallene<br />
einzuladen. Er will alle aufnehmen, Er heisst alle willkommen. Es ist seine Herrlichkeit, dem<br />
grössten Sünder zu vergeben. Er will den Starken zum Raub nehmen, Er befreit den Gefangenen und<br />
reisst das Brandscheit aus dem Feuer. Er lässt die goldene Kette seiner Gnade zu den tiefsten Tiefen<br />
menschlicher Verkommenheit herab und richtet die verderbte, mit Sünden befleckte Seele auf und<br />
erhöht sie.<br />
Jedes menschliche Wesen ist der Gegenstand liebevollen Interesses für Ihn, der sein Leben hingab,<br />
damit Er die Menschen zu Gott zurückbringen möchte. Er sorgt für schuldige und hilflose Seelen,<br />
welche in Gefahr stehen, durch die Künste und Schlingen Satans vernichtet zu werden, wie ein Hirte<br />
auf die Schafe seiner Herde achtend.<br />
In den Fussspuren des grossen Arztes, S.165-166<br />
Sonntag, 2. Oktober <strong>2005</strong><br />
Bei seinem Bemühen, das Vertrauen seiner Brüder in Galatien wiederzugewinnen, rechtfertigte Paulus<br />
geschickt seine Stellung als Apostel Christi. Er bezeichnet sich als einen Apostel „nicht von<br />
Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der<br />
ihn auferweckt hat von den Toten“. (Galater 1:1) Nicht von Menschen, sondern von der höchsten<br />
Autorität im Himmel hatte er seinen Auftrag empfangen. Sein Apostelamt war von dem allgemeinen<br />
Konzil in Jerusalem anerkannt worden, dessen Entscheidungen er in seinem ganzen Wirken unter den<br />
Nichtjuden nachgekommen war.<br />
Paulus lag es fern, sich selbst zu verherrlichen, aber um die Gnade Gottes zu preisen, bezeugte er<br />
denen, die sein Apostelamt leugneten: „Ich achte doch, ich sei nicht weniger, als die hohen Apostel<br />
sind.“ (2.Korinther 11:5) Wer seine Berufung und sein Werk herabzusetzen suchte, stritt wider<br />
Christus, dessen Gnade und Kraft sich durch Paulus bekundete. Durch den Widerstand seiner Feinde<br />
sah sich der Apostel gezwungen, entschieden für seine Stellung und sein Ansehen einzutreten.<br />
Das Wirken der Apostel, S.383<br />
1<br />
Paulus war in seiner Einsetzung als Verkündiger nicht von Menschen abhängig gewesen. Seinen<br />
Auftrag und seine Einsetzung hatte er vom HERRN erhalten. Er betrachtete seinen Predigtdienst als<br />
Vorrecht. Für ihn war dies keine Pflicht, die um Geld zu verrichten wäre. Er arbeitete für die Seelen<br />
der Menschen. „Denn dass ich das Evangelium predige“, sagte er, „darf ich mich nicht rühmen;<br />
denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige!“ Er studierte ständig,<br />
wie sein Zeugnis die grösste Wirkung entfalten könnte. Er suchte das Wohlgefallen Gottes.<br />
Bibelkommentar, S.394<br />
Paulus trachtete nicht danach, sich selbst zu erhöhen. Aber als Falschheit den Erfolg seines Amtes zu<br />
zerstören drohte, machte seine Treue zu seiner Aufgabe es notwendig, Gott zu ehren, indem er seinen<br />
Charakter rechtfertigte und sein Amt hervorhob. Er behauptet, eine göttliche Mission zu haben –<br />
„berufen zum Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes“.<br />
Paulus war vom Fürsten des Lebens zu seinem Dienst berufen worden. Während er sich an der grausamen<br />
Verfolgung der Nachfolger Christi beteiligt hatte, war ihm der Erlöser erschienen und hatte<br />
ihn als Apostel zu den Heiden berufen. Als Apostel unseres HERRN spürte er eine heilige Verantwortung<br />
für das Wohl der Gemeinde in Korinth. Unter seiner Anleitung hatten sie die Wahrheit nicht<br />
nur empfangen, sondern andern gelehrt. Sie waren so bereichert worden, dass sie keinen Mangel an<br />
irgendeiner Gabe hatten. Sie waren in enge und kostbare Beziehung zu Christus getreten.<br />
Paulus konnte nicht durch Schweigen zulassen, dass falsche Lehrer ihn des Feldes verwiesen – Lehrer,<br />
die verkehrte Meinungen und Theorien einführten, welche ehrliche Seelen von der Wahrheit<br />
abbringen konnten. Die Gemeinden mussten vor Täuschungen geschützt und gewarnt werden. Christus<br />
hat sich selbst für uns dahingegeben, uns von aller Sünde zu erlösen, auf dass Er für sich selbst<br />
eine Gemeinde reinige und habe ein besonderes Volk, eifrig zu guten Werken. Seine Gemeinde muss<br />
von allen falschen Lehren rein gehalten werden (MS 46, 1905).<br />
Bibelkommentar, S.386<br />
Gott versah Paulus mit einer besonderen Ehre und berief ihn zu einem besonderen Werk. Er verlieh<br />
ihm Visionen. Er gab ihm seine Beglaubigung und legte ihm die schwersten Verantwortungen auf.<br />
Montag, 3. Oktober <strong>2005</strong><br />
Atlantic Union Gleaner, 23. Juni 1909<br />
„Auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem HERRN;<br />
auf welchem auch ihr miterbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.“ (Epheser 2:21-22)<br />
Die lebendige Gemeinde Gottes ist individuell eine Wohnung Gottes durch den Geist, damit der<br />
Mensch ein wohlgeformter Tempel des innewohnenden Heiligen Geistes Gottes werde, damit der<br />
HERR Jesus Christus in seinem innersten Wesen wohnen und so dessen menschliche Natur durch<br />
seine göttlichen Eigenschaften veredeln und heiligen möge.<br />
Manuscript Releases 193, 1898<br />
Die Gemeinde Christi muss in der Welt, aber nicht von der Welt sein. Indem Gott sein Volk zu einer<br />
Gemeinde beruft, hat Er zum Ziel, dass diese eine christliche Familie bildet und sich täglich tauglich<br />
macht für die Zugehörigkeit zur oberen Familie.<br />
Gott formt so in seinem Wort die Gläubigen zu einem Leib, so dass ihr Einfluss ein Segen für einander<br />
und für die Welt sei. Jedes bekehrte Glied offenbart eine Charakterumwandlung, und es wird von<br />
dem Mut und Glauben aller gestärkt und unterstützt. Der schwächste Heilige ist, wenn er an Christus<br />
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glaubt, ein Glied des Leibes Christi, und wenn er in demütiger Abhängigkeit von Gott lebt, wird er<br />
stark werden, denn er hat das Anrecht auf alle Vorrechte eines Gotteskindes.<br />
Manuscript Releases 157, 1899<br />
Die Gemeinde ist der Gegenstand von Gottes zärtlichster Liebe und Fürsorge. Wenn ihre Glieder es<br />
Ihm erlauben, wird Er seinen Charakter durch sie offenbaren. Er sagt zu ihnen: „Ihr seid das Licht<br />
der Welt.“ (Matthäus 5:14a) Jene, die mit Gott wandeln und Zwiesprache halten, werden die Güte<br />
Gottes ausleben. In ihrem Leben sind Zuvorkommendheit, Einfachheit und Selbstbeherrschung mit<br />
heiligem Ernst und Eifer verbunden. Währenddem sie sich himmelwärts bewegen, werden die scharfen,<br />
rohen Kanten ihres Charakters abgeschliffen und man wird Frömmigkeit feststellen. Der Heilige<br />
Geist, voller Gnade und Macht, wirkt an Geist und Herzen.<br />
Manuscript Releases 63, 1901<br />
Christus hat Vorsorge getroffen, damit seine Gemeinde ein umgewandelter »Körper« sei, erleuchtet<br />
durch das Himmelslicht, den Glanz Emanuels besitzend. Es ist seine Absicht, dass jeder Christ mit<br />
einer geistlichen Atmosphäre von Licht und Frieden umgeben sein soll.<br />
Es gibt keine Grenze der Nützlichkeit für den, der das Ich auf die Seite legt, für das Wirken des<br />
Heiligen Geistes im Herzen Platz einräumt und der ein völlig Gott geweihtes Leben führt.<br />
Review and Herald, 30. April 1908<br />
„Aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich empfangen und werden’s immer und ewig besitzen.“<br />
(Daniel 7:18)<br />
Gott nimmt nur die in den Himmel, die zuerst auf dieser Welt durch die Gnade Christi Heilige geworden<br />
sind und nur die, in welchen Er Christus veranschaulicht sieht. Wenn die Liebe Christi, als<br />
bleibendes Prinzip, in der Seele wohnt, dann werden wir realisieren: unser „Leben ist verborgen mit<br />
Christus in Gott.“ (Kolosser 3:3b)<br />
Nur über die, die die Werke Christi mit Gebet, Wachsamkeit und Liebe ausführen, kann sich Gott<br />
freuen. Je mehr der HERR den Charakter seines geliebten Sohnes in seinem Volk offenbart sieht,<br />
desto grösser ist seine Zufriedenheit und Freude an ihm. Gott selbst und die himmlischen Engel<br />
erfreuen sich singend an ihnen. Der gläubige Sünder wird für unschuldig erklärt, währenddessen die<br />
Schuld auf Christus gelegt wird. Die Gerechtigkeit Christi steht auf dem Konto des Schuldners, und<br />
gegenüber dem Namen steht auf der Abrechnung geschrieben: vergeben. Ewiges Leben….<br />
„Denn wir sind Gottes Mitarbeiter.“ (1. Korinther 3:9a) So, wie jemand seine Freude daran findet,<br />
einen Garten zu bebauen, erfreut sich Gott an seinen gläubigen Söhnen und Töchtern. Ein Garten<br />
erfordert ständige Pflege: Das Unkraut muss entfernt werden, neue Pflanzen müssen gesetzt werden<br />
und Zweige, die zu schnell wachsen, müssen gestutzt werden. So arbeitet der HERR in seinem Garten,<br />
so geht Er mit seinen Pflanzen um. Er kann keine Freude an irgendeinem Fortschritt haben, der<br />
nicht die Merkmale des Charakters Christi vorweist. Das Blut Christi hat aus Männern und Frauen<br />
Berufene Gottes für kostbare Aufgabe erwählt. Einige Pflanzen sind so schwach, dass sie fast kein<br />
Leben haben. Zu solchen trägt der HERR besondere Sorge.<br />
Dienstag, 4. Oktober <strong>2005</strong><br />
Review and Herald, 24. August 1897<br />
Der HERR sah unseren gefallenen Zustand; Er sah, wie sehr wir die Gnade brauchten und weil Er<br />
unsere Seelen liebte, hat Er uns Gnade und Frieden gegeben. Gnade bedeutet eine Gunst gegenüber<br />
2<br />
jemandem, der dieselbe nicht verdient, und gegenüber jemandem, der verloren ist. Die Tatsache, dass<br />
wir Sünder sind, müsste uns eigentlich von der Barmherzigkeit und Liebe Gottes ausschliessen.<br />
Stattdessen aber macht gerade der Zuspruch seiner Liebe sie zu einer positiven Notwendigkeit für<br />
uns, damit wir errettet werden können. Christus sagt: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe<br />
euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt.“ (Johannes<br />
15:16)<br />
Für die Gemeinde geschrieben, Band 1, S.367<br />
„Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater!“ (Kolosser 1:2)<br />
Christus ist der »Friede-Fürst«, (Jesaja 9:5) und es ist seine Berufung, der Erde und dem Himmel<br />
den Frieden wiederzugeben, der durch die Sünde verloren gegangen ist. „Nun wir denn sind gerecht<br />
geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus.“<br />
(Römer 5:1) Wer sich entschliesst, der Sünde abzusagen und sein Herz der Liebe Christi öffnet, hat<br />
teil an diesem himmlischen Frieden.<br />
Es gibt nur einen Friedenshort und der ist Christus. Hat seine Gnade vom Herzen Besitz ergriffen,<br />
kennt es keine Feindschaft mehr. Aller Hader ist verbannt und es regiert die Liebe. Wer mit Gott und<br />
seinen Mitmenschen in Frieden lebt, kann nicht unglücklich sein. Neid wohnt nicht in seinem Herzen,<br />
Argwohn findet keinen Raum in ihm, Hass kann nicht darin bestehen. Wer mit Gott im Einklang<br />
steht, geniesst nicht nur himmlischen Frieden, sondern wird ihn auch in seiner ganzen segensreichen<br />
Wirksamkeit um sich her ausbreiten. Der Geist des Friedens wird sich wie milder Tau auf Herzen<br />
senken, die im Treiben der Welt matt geworden sind.<br />
Christus sendet seine Nachfolger mit der Botschaft des Friedens in die Welt. Wer durch den stillen,<br />
ihm selber unbewussten Einfluss eines heiligen Wandels die Liebe Christi offenbart, wer durch Wort<br />
oder Tat einen andern dahin bringt, dass er der Sünde entsagt und sein Herz Gott übergibt, der ist ein<br />
Friedfertiger.<br />
Der Geist des Friedens ist das Zeugnis der Verbindung mit dem Himmel. Jesu Nachfolger sind umgeben<br />
von dem süßen Duft Christi. Das Wohltuende ihrer Lebensführung und die Liebenswürdigkeit<br />
ihres Wesens offenbaren der Welt, dass sie Gottes Kinder sind, und die Menschen erkennen, dass sie<br />
mit Jesus Umgang pflegen.<br />
Das bessere Leben, S.26-27<br />
Die Gnade Christi muss in jede Phase der Charakterbildung einbezogen werden. Tägliches Wachstum,<br />
im Leben mit Christus, schafft in der Seele himmlischen Frieden; in einem solchen Leben<br />
besteht fortwährendes Früchtebringen. Im Leben derer, die durch das Blut Christi erkauft sind, wird<br />
ein stetiges »Sich Aufopfern« sichtbar sein; Güte und Gerechtigkeit werden gesehen. Die ruhige,<br />
innerliche Erfahrung wird das Leben mit Frömmigkeit, Glauben, Demut und Geduld erfüllen. Dies<br />
muss unsere tägliche Erfahrung sein. Wir müssen sündlose Charaktere entwickeln – Charaktere, die<br />
in und durch die Gnade Christi gerecht geworden sind.<br />
Counsels on Health, S. 633-634<br />
Mittwoch, 5. Oktober <strong>2005</strong><br />
Christi wunderbares Opfer für die Welt zeugt von der Tatsache, dass der Mensch von der Schuld<br />
befreit werden kann. Wenn er sich von Satan loslösen und seine Sünden bekennen will, gibt es für<br />
ihn Hoffnung. Der sündhafte, verblendete, elende Mensch kann bereuen und bekehrt werden und von<br />
Tag zu Tag einen Charakter nach dem Charakter Christi bilden. Menschliche Wesen können wiedergewonnen<br />
und erneuert werden, ja im Angesicht der Welt kostbare, christusähnliche Leben führen.<br />
„Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er sich vorgesetzt<br />
hatte in Christus, damit er ausgeführt würde, wenn die Zeit erfüllt wäre: dass alle Dinge<br />
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zusammengefasst würden in Christus, beides, was im Himmel und auf Erden ist. In ihm sind wir<br />
auch zum Erbteil gekommen, die wir zuvor verordnet sind nach dem Vorsatz des, der alle Dinge<br />
wirkt nach dem Rat seines Willens, auf dass wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit, die wir<br />
zuvor auf Christus gehofft haben.“ (Epheser 1:9-12)<br />
Review and Herald, 22. April 1909<br />
Gott wünscht, dass seine Kinder eins sind. Erwarten sie nicht, einst im Himmel miteinander zu leben?<br />
Ist Christus mit sich selbst uneins? Kann Er seinen Kindern Erfolg schenken, solange sie Argwohn<br />
und Uneinigkeit nicht beseitigt haben und in einmütiger Absicht Herz, Sinn und alle Kräfte<br />
dem Werk widmen, das in Gottes Augen so heilig ist? Einigkeit macht stark, Uneinigkeit dagegen<br />
schwächt. Arbeiten wir vereint und einträchtig für die Errettung von Menschenseelen, so sind wir in<br />
Wahrheit »Gottes Mitarbeiter«. Wer sich weigert, in Eintracht mit andern zu arbeiten, entehrt Gott<br />
sehr. Der Seelenfeind freut sich, wenn er sieht, dass einer dem andern entgegenwirkt. Solche Personen<br />
müssten brüderliche Liebe und Herzensgüte pflegen lernen. Könnten sie den Vorhang beiseite<br />
ziehen, der die Zukunft verhüllt, und die Folgen ihrer Uneinigkeit sehen, so würden sie gewiss zur<br />
Busse geleitet werden.<br />
Zeugnisse für die Gemeinde, Band 8, 237<br />
Einigkeit bedeutet Kraft, und der HERR wünscht, dass diese Wahrheit immer unter allen Gliedern<br />
des Leibes Christi offenbar ist. Alle müssen in Liebe verbunden sein, in Bescheidenheit und in Demut<br />
des Geistes. Als eine Gesellschaft von Gläubigen, mit dem Ziel, ihren Einfluss zu vereinen und<br />
zu verbreiten, müssen sie arbeiten, wie Christus es getan hat. Sie sollten sich immer gegenseitige<br />
Höflichkeit und Respekt zollen. Jedes Talent hat seinen Platz und muss unter der Kontrolle des Heiligen<br />
Geistes stehen.<br />
Selected Messages, Band 3, S.15<br />
Donnerstag, 6. Oktober <strong>2005</strong><br />
Im Rat des Himmels wurden Vorkehrungen getroffen, dass der Mensch, obwohl ein Übertreter, nicht<br />
in seinem Ungehorsam umkomme, sondern durch den Glauben an Christus, als seine Sicherheit, der<br />
Auserwählte Gottes werde, „dazu verordnet, dass wir seine Kinder seien durch Jesus Christus nach<br />
dem Wohlgefallen seines Willens.“ (Epheser 1:5b) Gott wünscht, dass alle Menschen gerettet werden.<br />
Indem Er seinen eingebornen Sohn zur Erlösung der Menschen gab, hat Er genügend Vorkehrung<br />
getroffen, um die Welt zu erlösen. Niemand muss verloren gehen, ausser er lehnt es ab, ein<br />
durch Jesus Christus adoptiertes Kind Gottes zu sein. Viele lassen sich vom Stolz davon abhalten, die<br />
Vorsorge zur Errettung anzunehmen. Sie wollen nicht für die ihnen angebotene Gnade Christi durch<br />
den Glauben an seinen Namen einwilligen, aber menschliche Verdienste werden den Menschen vor<br />
Gott nicht angenehm machen. Man kann sich nicht auf ihre Werke verlassen, denn ohne Christus<br />
können sie nichts Gutes vollbringen. Die Auserwählten sind die, die Christus „erwählt hat von Anfang<br />
der Seligkeit, in der Heiligung durch den Geist und im Glauben an die Wahrheit.“ (2. Thessalonicher<br />
2:13b) Gott will für keine seiner Kreaturen das Elend; es ist sein Wunsch, dass niemand<br />
verloren gehe, „sondern dass sich jedermann zur Busse kehre,“ (2. Petrus 3:9c) und „die Wahrheit<br />
erkenne“ (2. Timotheus 2:25)<br />
Messenger 12. April 1893<br />
In all diesen Offenbarungen göttlicher Gegenwart bekundete sich die Herrlichkeit Gottes durch<br />
Christus. Nicht allein bei der Ankunft des Erlösers, sondern in all den Jahrhunderten nach dem Sündenfall<br />
und der Verheissung der Erlösung versöhnte Gott „in Christus die Welt mit ihm selber.“<br />
(2.Korinther 5:19) Christus war Fundament und Mitte des Opferdienstes, sowohl zur Zeit der Erzväter,<br />
als auch Israels. Seit der Sünde unserer ersten Eltern gab es keine unmittelbare Verbindung mehr<br />
zwischen Gott und Menschen. Der Vater hat die Welt in die Hände Christi gegeben, der durch sein<br />
3<br />
Mittleramt die Menschen erlösen und die Gewalt und Heiligkeit des göttlichen Gesetzes rechtfertigen<br />
sollte. Jede Verbindung zwischen dem Himmel und dem gefallenen Geschlecht bestand durch Christus.<br />
Es war der Sohn Gottes, der unsern ersten Eltern die Erlösung verhiess. Er war es, der sich den<br />
Erzvätern offenbarte.<br />
Er gab Israel auch das Gesetz. Aus der furchterregenden Herrlichkeit des Sinai verkündete Christus<br />
vor den Ohren des ganzen Volkes die Zehn Gebote seines Vaters. Er gab Mose das auf Steintafeln<br />
geschriebene Gesetz.<br />
Jesus war das Licht seines Volkes, das Licht der Welt, ehe Er in Menschengestalt auf diese Erde kam.<br />
Der erste Lichtblick, der das Dunkel durchdrang, womit die Sünde die Welt bedeckte, kam von<br />
Christus. Und von Ihm ging jeder Strahl himmlischen Glanzes aus, der auf die Bewohner der Erde<br />
fiel. Im Erlösungsplan ist Christus das A und das O, der Erste und der Letzte.<br />
Patriarchen und Propheten, S.344-346<br />
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