Aktuelles Stichwort: IT-Sicherheit im Online-Banking

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Morgen verabschiedet der Deutsche Bundestag das IT-Sicherheitsgesetz, welches den Anfang einer kontinuierlichen IT-Gesetzgebung markiert. Für die deutschen Kreditinstitute und ihre Kunden wird sich wenig ändern, da die zentralen Regelungs- inhalte für sie bereits lang gelebte Praxis darstellen.

Aktuelles Stichwort:

IT-Sicherheit im Online-Banking

11. Juni 2015: Morgen verabschiedet der Deutsche Bundestag das

IT-Sicherheitsgesetz, welches den Anfang einer kontinuierlichen

IT-Gesetzgebung markiert. Für die deutschen Kreditinstitute und

ihre Kunden wird sich wenig ändern, da die zentralen Regelungsinhalte

für sie bereits lang gelebte Praxis darstellen.

„Lebensraum“ Internet

Durch die stetig besser werdende Nutzerfreundlichkeit

von Online-Angeboten,

wächst auch kontinuierlich die Zahl der

Internetnutzer. Wobei die Nutzungsintensität

pro Person ebenfalls zunimmt.

Während für die breite Bevölkerung

zu Beginn des „Internetzeitalters“

in erster Linie die Informationsgewinnung

im Vordergrund stand, werden

mittlerweile unzählige Geschäfte im

Internet abgewickelt und Daten geteilt.

Online-Banking

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in

den Zahlen zur Nutzung von Online-

Banking-Angeboten wider. Während

vor zehn Jahren nur etwa jeder Dritte

Online-Banking genutzt hat, sind es

heute schon deutlich über 50 Prozent.

Unterstützt wird diese Entwicklung

durch ein hohes Vertrauen in die

Online-Banking-Sicherheit. Jeder

zweite hält die Abwicklung von Bankgeschäften

im Internet für sicher bzw.

sehr sicher. Nicht überraschend ist,

dass von den aktiven „Online-Bankern“

84 Prozent Online-Banking für sicher

bzw. sehr sicher halten.

Stetige Verbesserung der

Sicherheitsmaßnahmen

Eine große Herausforderung stellt die

Vereinbarkeit von kundenfreundlichen/

unkomplizierten Zugangsmöglichkeiten

zum Online-Banking und den notwendigerweise

stetig steigenden Sicherheitsanforderungen

bei der Bekämpfung

von kriminellen Angriffen dar.

Hinzu kommen die Auswirkungen neuer

Technologien und auch die Veränderungen

in den regulatorischen Vorgaben.

Diese sukzessive Anpassung des

Sicherheitsniveaus im Online-Banking

wird zudem sehr genau von der

Bankenaufsicht überprüft, die sichere

Verfahren fordert, unabhängig von

der Risikoeinschätzung der Bank

und der Risikoklasse einer Transaktion:

50 Euro müssen genauso

hoch abgesichert werden wie

5.000 Euro.

Der Kunde ist gefordert

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen

gilt auch beim Online-Banking:

Eine Kette ist nur so stark, wie ihr

schwächstes Glied. Und das sind

der Kunde und sein Equipment.

Deshalb finden die Angriffe nicht

auf die Bank-Server, die kaum

erfolgreich angreifbar sind, oder

auch nicht im Bereich der Datenübertragung

im Internet, die hinreichend

verschlüsselt und geschützt

ist, statt. Vor diesem Hintergrund

kann der Kunde selbst den

größten Beitrag zur sicheren Nutzung

des Online-Bankings leisten.

Position des Bankenverbandes

Das neue IT-Sicherheitsgesetz ist

der richtige Schritt, um den Regulierungsrahmen

an die Entwicklungen

der Praxis anzupassen. Als

stark regulierte Branche erfüllen

Banken bereits zahlreiche gesetzliche

und regulatorische Anforderungen

auch an ihre IT-Systeme,

die den jeweiligen Stand der Technik

vorschreiben. Dieser nun mit

dem IT-Sicherheitsgesetz getätigte

erste Schritt einer IT-Gesetzgebung

sollte im nächsten Schritt

um weitere systemrelevante Player

erweitert werden. Nun kommt es

aber zunächst auf eine vom

Gesetzgeber und den Fachaufsichten

mit Augenmaß betriebene

Umsetzung des Gesetzes an.

Kontakt:

Dr. Markus Kirchner

Leiter Verbindungsbüro Berlin

markus.kirchner@bdb.de

Schlagwörter:

IT-Sicherheitsgesetz

Online-Banking

Bundesverband deutscher Banken e. V.

Burgstraße 28

10178 Berlin

Telefon: +49 30 1663-0

Telefax: +49 30 1663-1399

www.bankenverband.de

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