Herne - Gesundheit vor Ort

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Herne - Gesundheit vor Ort

Familien- und

Krankenpflege e.V.

Herne

Magazin für Gesundheit und Wellness | gesundheit-vor-ort.de | Ausgabe 1 / 2010

Gesundheit

vor Ort

Achtsamkeit

Die Kunst des bewussten

Handelns

Freizeit im

Revier:

Das Restaurant

„Haus Stemberg“

Kultur im

XX:

Revier:

XX

Das „Varieté et

cetera“ in

Bochum

Lokal: Der

Hausmeisterservice

der

Familien- und

Krankenpflege


Inhalt

Titelthema: Achtsamkeit SEITE 4

Die Kunst des bewussten Handelns

Gemüse rund um´s Jahr: Broccoli SEITE 6

Buchtipp: Katharina Hagena SEITE 7

Der Geschmack von Apfelkernen

Wellness im Alltag: Stärken SEITE 8

Die Makrele: Ein wunderbarer Speisefisch! SEITE 9

Ostern

Die Auferstehung Jesu Christi SEITE 10

Osterkerzen basteln mit Kindern SEITE 10

Wellness im Alltag:

Alles rund um`s Stärken

mehr dazu auf Seite 8 ...

GvO Herne Lokal

Auf demTeller und über den

SEITE II

Tellerrand hinaus

Der Lauf ihres Lebens:

SEITE IV

„New York City Marathon“

Hilfe bei Problemen im häuslichen Alltag? SEITE VI

Mike Rieger rückt mit seinem Werkzeugkoffer an

In der eigenen Wohnung trotz hohen Alters SEITE VII

95jährige lebt eigenständiges Leben zu Hause vor

Grenzenlose Malerei in

SEITE VIII

spannungsreichen Sujets

Hausnotrufsystem ist kompatibel

SEITE VII

mit günstigen Telekommunikationsangeboten!

Auf großes Interesse stieß die Vernissage zur Ausstellung „Freie

Malerei“ der Recklinghäuser Künstlerin Eva Ciesla in den Räumen des

Wanner Gesundheitszentrums. Lesen Sie mehr dazu auf Seite VIII.

Tipp des Arztes: SEITE 11

Luftnot nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Freizeit & Kultur SEITE 12

Das Restaurant „Haus Stemberg“

Ausflugsziele im Revier SEITE 14

Burg Blankenstein

Kultur im Revier SEITE 14

Varieté et cetera in Bochum

Tai Chi SEITE 16

Gesünder leben durch Chinesische Bewegungskunst

Flüssigkeitsaufnahme SEITE 17

Wer viel trinkt bleibt fit

Rätsel SEITE 18

Titelbild & Fotos: Fotolia, FuK Herne

2 | Gesundheit vor Ort 1/2010


Willkommen

Editorial

eine besinnliche Weihnachtszeit liegt hinter uns, die besonders von

den Kindern mit Spannung herbeigesehnt worden war. Das Frühjahr

gibt nun uns Erwachsenen die Möglichkeit, gespannt auf die „Überraschungen“

in der Natur zu warten. Obwohl wir schon oft Zeugen

des Erwachens der Natur waren, fühlen wir uns doch jedes Jahr von

Neuem seelisch und körperlich gestärkt, wenn wir intensiven Anteil

nehmen an den kleinen Wundern, die sich ab Mitte März in unserem

Garten, auf allen Wiesen und an den Bäumen vollziehen: Aus trockenem

Holz und hartem Boden entfaltet sich neues Leben.

Frühling lässt sein blaues Band

Wieder flattern durch die Lüfte

Süße, wohlbekannte Düfte

Streifen ahnungsvoll das Land

Veilchen träumen schon,

Wollen balde kommen

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bist‘s!

Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike

„Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen“,

sagte J. W. v. Goethe. Selbst als Greis war er noch fähig, mit Ehrfurcht

und echter Verwunderung eine blühende Blume zu betrachten

und sich über ihre Schönheit zu freuen. Diese kindliche, für alles Neue

offene Lebenshaltung hat ihn bis ins hohe Alter begleitet und vor Resignation

und Langeweile bewahrt. Auch wir können uns zu einer positiven

inneren Haltung erziehen, die Auswirkungen auf die seelische

und körperliche Gesundheit hat – das Frühjahr hilft uns dabei mit

seiner Aufbruchsstimmung. „Achtsamkeit“ lautet das Stichwort - und

zugleich der Titel unseres Leitartikels, der sich mit einer erlernbaren

und erfolgreichen Technik zur bewussten Gestaltung der Lebenshaltung

beschäftigt.

Darüber hinaus gibt es in dieser Ausgabe viele weitere Tipps zur Stärkung

von Seele und Körper, damit Sie das Frühjahr genießen und zugleich

sinnvoll nutzen können!

Viel Spaß beim Lesen!

Petra Janitzki

Redakteurin

Foto: Privat, / Fotolia

Gesundheit vor Ort 1/2010 | 3


Titelthema

Achtsamkeit

Die Kunst des bewussten Handelns

Stellen Sie sich vor, Sie würden zu einem Segeltörn eingeladen.

Welche Überlegungen würden Sie wohl anstellen, bevor Sie zuoder

absagen? Vermutlich würden Sie vor allem wissen wollen,

welche Qualifikation der Schiffsführer hat. Kann er mit Wind und

Wellen auch in schwierigen Situationen umgehen? Oder hat er nur

an ruhigen, sonnigen Tagen das Boot im Griff?

Nur dem, der auch bei stürmischem Wetter

seine Segel richtig zu setzen und sich den Anforderungen

anzupassen weiß, kann man sich

beruhigt anvertrauen. Er bleibt immer Herr der

Lage und nutzt die unabänderlichen Gegebenheiten

zu seinem Vorteil, statt über sie zu

klagen und sich zu ihrem Spielball zu machen.

Unser modernes Leben überschwemmt uns

täglich mit einer Unmenge von Sinnesreizen.

Ein Ureinwohner Afrikas oder Brasiliens wäre,

würde er plötzlich in einen für uns „normalen“

Alltag versetzt, mit dem Ansturm von

Geräuschen, der Hektik und Vielfalt der Ereignisse

völlig überfordert. Wir aber haben bis zu

einem gewissen Grad gelernt, damit umzugehen

– allerdings zu einem hohen Preis: Die

Flut der Eindrücke ergreift uns wie eine große

Welle und reißt uns mit sich fort, so dass wir

manchmal die Kontrolle über unser „Schiff“

verlieren. Die ständige unfreiwillige Zersplitterung

des Bewusstseins durch die vielen Reize

aber erzeugt eine innere Unruhe, die sich auch

auf das Physische auswirkt. Da Körper und

Seele zusammenhängen, fördert dies auf lange

Sicht eine Anfälligkeit für psychisch bedingte

Phänomene: Kopfschmerzen, Bluthochdruck,

Verspannungen u.v.m. Ist es einmal soweit,

dass eine chronische Krankheit entstanden

ist, so entscheidet die Haltung, mit der wir

ihr begegnen, über die Qualität des weiteren

Lebens: Eine negative, verzweifelte Einstellung

erschwert häufig den Krankheitsverlauf und

macht das Leben des Betroffenen zur Qual,

während ein konstruktiver Umgang mit dem

Unvermeidlichen dem Leben eine neue Qualität

bescheren und sogar die Genesung fördern

kann.

Anstrengungen, Frustrationen und schmerzliche

Erfahrungen sind wie der Sturm auf dem

Meer – sie gehören zum Leben, sie können

und sollen nicht vermieden werden und tragen

sogar die Chance in sich, uns zu bereichern.

Wenn die Fülle dieser Ereignisse uns aber

überwältigt und uns wie der Wind das Schiff

nur noch vor sich her treibt, dann führt dies

zu permanentem Stress. Wir geraten dann in

Fotos: Fotolia

4 | Gesundheit vor Ort 1/2010


Titelthema

einen ungesunden Kreislauf: Stress –

Beschwerden – Unzufriedenheit – und

wieder Stress. Besonders ältere Menschen

wissen aus eigener Erfahrung um

die Tatsache, dass das Leben sich aus

unzähligen scheinbar widersprüchlichen

Ereignissen zusammensetzt: Glück und

Unglück, Hoffnung und Enttäuschung

liegen dicht beieinander, sie schließen

sich einerseits aus und gehören andererseits

doch zusammen. Wer eine

innerlich gefestigte Lebenseinstellung

hat, der akzeptiert dies und empfindet

es nicht als Niederlage, wenn er nicht

immer nur die erfreuliche Seite der Dinge

erlebt.

Was aber kann man tun, wenn diese

seelische Festigkeit unter dem Druck

der Ereignisse verloren gegangen ist?

Die an eine buddhistische Tradition

anknüpfende innere Haltung der Achtsamkeit

basiert darauf, die Flut der Erlebnisse

und Sinneseindrücke, in der der

Mensch zu ertrinken droht, wieder als

Einzelerfahrungen erlebbar zu machen.

Dabei versuchen wir, jede Erfahrung,

jede Begebenheit grundsätzlich so zu

akzeptieren, wie sie auf uns zukommt,

Literatur:

Gesund durch Meditation

Das große Buch der Selbstheilung

Jon Kabat-Zinn

Die heilende Kraft der Achtsamkeit

Jon Kabat-Zinn und Ulrike Kesper-

Grossman

Achtsamkeit für Anfänger

Jon Kabat-Zinn

ohne eine vorschnelle Einteilung in

„gut“ oder „schlecht“ vorzunehmen.

Die Welle, die auf mich zu rollt, kann

mich erheben oder vernichten - sie ist

von sich aus weder positiv noch negativ,

sondern fordert mich auf, meine Reaktionen

auf sie wahrzunehmen (z.B. Angst

oder Freude, Neugier oder Aufregung),

sie ernst zu nehmen und mein Verhalten

auf sie einzustellen. Jeder Augenblick

enthält eine solche Aufforderung, ist

deshalb bedeutsam und will bewusst

wahrgenommen werden. Wenn ich auf

diese Weise ganz in der Gegenwart lebe

und mit den Erlebnissen – seien sie angenehm

oder nicht - bewusst umgehe,

dann gehe ich nicht in ihnen unter, sondern

bereichere mit ihrer Hilfe meinen

Erfahrungsschatz.

„Jeder Mensch“, so Professor Jon Kabat

Zinn, der Begründer des Zentrums für

Achtsamkeit in Medizin, Gesundheitswesen

und Gesellschaft an der Universität

in Massachusetts (USA), „hat die

Fähigkeit zu solcher Achtsamkeit – sie

muss allerdings geschult werden!“ In

seiner Klinik für Stressbewältigung erlernen

Menschen, die im Alltag die Herrschaft

über ihr „Lebensschiff“ verloren

haben und im Sturm der Ereignisse

unterzugehen drohen, die Praxis der

Achtsamkeit auf der Grundlage von 7

Schritten:

1. Nicht werten

Die Ereignisse werden angenommen,

ohne dass sie bewertet werden müssen.

2. Geduld

Alle Dinge entfalten sich in ihrem eigenen

Tempo. Es nützt nichts, etwas forcieren

zu wollen.

3. Offenheit

Die Offenheit des Anfängers ermöglicht

es dem Menschen, die Dinge neu und

ursprünglich zu sehen, ohne Vorurteil.

4. Vertrauen

Trotz aller Erfahrungen von Falschheit

und Lüge lässt sich nach und nach wieder

ein Urvertrauen in die Welt, in die

eigenen Bestrebungen und den eigenen

Körper entwickeln. Das gibt ein Gefühl

von Sicherheit inmitten des wechselhaften

Lebens.

5. Nicht nach etwas streben

Man lässt sich „in den gegenwärtigen

Moment fallen“. Es zählt nichts anderes

als die Gegenwart, die ganz wach erlebt

wird.

6. Annehmen

Die Dinge erkennen und akzeptieren,

wie sie sind. Nur so können sie ihre Botschaften,

die sie bereit halten, an uns

vermitteln.

7. Loslassen

Das Loslassen ist die schwerste der sieben

Übungen. Es bedeutet, seine Abneigungen,

seine Vorlieben, Sympathien,

Antipathie usw. ohne Bewertung zu erleben

und Abstand von ihnen zu nehmen.

Das Ziel ist es, die Dinge (und auch sich

selbst) unmittelbar zu erfahren und einen

Augenblick lang so sehen, wie sie wirklich

sind. Es handelt sich eigentlich um

eine innere Haltung dem Leben gegenüber:

Man versucht, in jedem Moment

bewusst mit dem umzugehen, was ist.

Achtsamkeit bezieht sich immer auf den

gegenwärtigen Augenblick. Sie soll in

uns ein Gespür dafür entwickeln, was

„das Gebot der Stunde“ ist, was in der

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jeweiligen Situation getan oder gelassen

werden will. Übungen in diesem Sinne

führen zu wachsender Authentizität und

einer geschärften, aber von Gelassenheit

getragenen Wahrnehmung eigener

und fremder Bedürfnisse und Verhaltensweisen.

Die wohltuenden Auswirkungen einer

solchen Haltung auf die Gesundheit haben

sich in langjährigen Studien erwiesen.

Das Programm von Professor Jon

Kabat Zinn wird weltweit in immer mehr

Universitätskliniken, Krankenhäusern,

Gesundheitszentren, aber auch in wirtschaftlichen

und politischen Institutionen

erfolgreich angewendet. Es integriert die

Achtsamkeitspraxis auch in medizinische

Betreuug.

Kurse & Infos:

Kurs: „Stressbewältigung durch

Achtsamkeit“

Leitung Frau Marlis Sonnentag

Luitpoldstraße 17

45879 Gelsenkirchen

0209 - 28683

Kontaktadressen:

Brigitte Kantz

Praxis für Körpertherapie und

Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Alter Mühlenweg 16

44139 Dortmund

0231 - 102824

Brigitte.Kantz@web.de

www.dortmund-mbsr.de

Institut für Achtsamkeit und

Stressbewältigung

Kirchstraße 45

50181 Bedburg

0172 - 2186681

institut-fuer-achtsamkeit.de

Gemüse rund um´s Jahr: Broccoli

Der mit dem Blumenkohl verwandte

(wegen seines zarten Geschmacks

auch „Spargelkohl“ genannte)

Broccoli war bereits im antiken

Griechenland bekannt.

Dort wurde er als Geheimtipp gegen

die Nachwirkungen von Trinkgelagen

gehandelt. Im 16. Jahrhundert wurde

das grüne Gemüse durch Katharina von

Medici, die gutes Essen liebte, in Italien

eingeführt und von dort aus nach Frankreich

gebracht. 200 Jahre später bekam

der amerikanische Präsident Thomas

Jefferson den „italienischen Spargel“ bei

einem Bankett in England zu kosten und

entschloss sich, diese Delikatesse auch in

den USA einzuführen – zunächst allerdings

nur als Versuchspflanze.

Seitdem ist der Siegeszug des Broccoli

nicht mehr aufzuhalten, unterbrochen

nur durch ein paar Jahre nach dem

ersten Weltkrieg, in denen er kurz in

Vergessenheit zu geraten drohte. Anbaugebiete

sind in Europa vor allem die

westlichen Mittelmeerländer sowie die

Gegend um Verona in Italien, da die

empfindliche Pflanze viel Wärme braucht

und nicht winterhart ist.

In Deutschland ist Broccoli vom Frühjahr

bis November erhältlich. Broccoli ist reich

an Mineralstoffen (Kalium, Calcium,

Phosphor, Eisen, Zink, Natrium) und Vitaminen

(B1, B2, B6, E, C und Provitamin

A). Einige seiner Inhaltsstoffe enthalten

starkes krebshemmendes Potential, weshalb

ein häufiger Verzehr von Broccoli

vorbeugend durchaus empfohlen wird.

Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden,

dass die grünen, manchmal bläulich

schimmernden kleinen Blüten eine

kräftige Farbe haben und noch alle geschlossen

sind. Verwendbar sind sowohl

die Knospen als auch die Stiele, die beim

Foto:Fotolia

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Buchtipp

von Katharina Hagena

Der Geschmack von

Apfelkernen

felbaum gefallen und erkannte

danach niemanden

mehr. Iris bleibt eine Wo-

Unfall hatte. Die unbekannte Mitteilung,

die Rosmarie ihr kurz vor ihrem Tod noch

machen wollte, lässt sie nicht mehr los...

che allein im Haus. Wäh-

Als Bertha stirbt, erbt ihre

rend sie von Zimmer zu

Dies ist ein Buch für Menschen, die

Enkelin Iris das alte Haus.

Zimmer geht, tastet sie sich

mit Erinnerungen leben. Die Hauptfi-

Jetzt steht die junge Frau

durch ihre früheren Erleb-

gur Iris macht während ihrer Reise in

wieder im Garten der

nisse, und Fragen tauchen

die Vergangenheit eine interessante

Großmutter und überlässt

auf: Was tat ihr Großvater

Entdeckung: Sie bemerkt, dass es ver-

sich den Erinnerungen:

wirklich, bevor er in den

schiedene Arten des Vergessens gibt.

An die Erzählungen von den Johannis-

Krieg zog? Welche Männer spielten für

Erinnern ist eine davon. Der Roman

beeren, die über Nacht weiß wurden,

Berthas Töchter eine Rolle, besonders für

ist gleichzeitig unterhaltend, ergreifend

den Baum, der zweimal jährlich blüht

ihre eigene Mutter? Schließlich gelangt

und tröstlich – ein interessanter Zeitver-

und Frauen, die Funken aus ihren Fingern

sie in der Erinnerung zu jener Nacht, in

treib auf hohem Niveau.

schütteln. Bertha selbst war vom Ap-

der ihre Kusine Rosmarie einen tödlichen

Pikante Broccolisuppe

Broccoli / Tortellini – Auflauf

Kochen (in wenig Salzwasser 10 – 12 Minuten)

unten kreuzweise eingeschnitten

werden, damit sie ebenso schnell gar

werden wie die zarteren Blüten. Auch

Fotos: Fotolia, Wikipedia, Grafiken: Petra Janitzki

die Blätter lassen sich dünsten und essen.

Bei der Zubereitung von Broccoli gibt es

kaum Grenzen: In Aufläufen, Suppen,

Eintöpfen, Soßen und Salaten, aber auch

als Beilage zu Fleischgerichten hat er seinen

Platz. Er passt vor allem zu Kalb, Geflügel,

Schwein und Lamm. Weißwein,

Zitronensaft oder Butter können seinen

Eigengeschmack unterstützen.

Zutaten: 1 l Gemüsebrühe, 500 g

Broccoliröschen, 1 Knoblauchzehe

(zerdrückt), 1 Kartoffel (geschält &

gewürfelt), 100 ml süße Sahne,

100 g Emmentaler Käse,

100 g Blauschimmelkäse

Zubereitung: Gemüsebrühe aufkochen,

Kartoffel, Broccoli und Knoblauch darin

weichkochen und pürrieren. Den Käse

geraspelt hinein geben und schmelzen

lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat

abschmecken.

Zutaten: 300 g Tortellini,

300 g Broccoli, 150 g gekochter

Schinken, 1 Packung Sauce Hollandaise,

1 Becher süße Sahne, 1 Becher

Schmand, 1 Dose geschälte Tomaten,

1 EL Gemüsebrühe (Pulver)

Zubereitung: Tortellini kochen und in

eine Auflaufform geben, die geschälten

Tomaten in Stücken darüber verteilen.

Den Broccoli in Stücke schneiden

und sehr bissfest kochen. Die Sauce

Hollandaise nach Anweisung, aber ohne

Butter zubereiten. Anschließend Sahne,

Schmand und Brühepulver unterrühren

und über das Gemüse geben. Schinken

würfeln und darüber streuen. Bei 200

Grad 20 – 30 Minuten überbacken.

Gesundheit vor Ort 1/2010 | 7


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Wellness im Alltag –

Pflege und Entspannung für Körper und Seele

Stärken

Was verstehen Sie unter einer

„starken Frau“? Eine durchtrainierte

Gewichtheberin? Oder eine clevere

Managerin? Das eine schließt das

andere nicht aus.

uns stellt. Drei viel zu wenig beachtete

Faktoren spielen dabei eine große Rolle:

1. Gewichtskontrolle

Viele Menschen nehmen

im Alter zu, weil

Das reduziert das Gewicht, stärkt das

Immunsystem und wirkt außerdem stimmungsaufhellend.

2. Versorgung mit Kalzium

Auch bei ausgewo-

Deutlich ist aber, dass zur „Stärke“

im weitesten Sinne mehr gehört als

nur Muskelkraft. „Starke“ Menschen

besitzen die Fähigkeit, etwas aus ihrem

Leben zu machen und auch

mit dem Älterwerden umzugehen.

Unsere physische Kraft beginnt bereits

nach unserem 25. Geburtstag kontinuierlich

abzunehmen. 66% aller Frauen

um die 75 sind nicht mehr in der Lage,

einen mit 5 Litern Wasser gefüllten Eimer

allein hoch zu heben.

Das muss nicht sein, denn zum „Stark

sein“ gehört auch das „Bewusst sein“,

d.h. das bewusste und aktive Umgehen

mit den Aufgaben, die das Älterwerden

ihr Ruhestoffwechsel

(die Menge der

Kalorien, die täglich

für die Körperfunktionen verbrannt

werden) sinkt und Muskelmasse in Fett

umgewandelt wird. Muskeln verbrennen

achtmal so viel Kalorien wie Fett,

daher verringert der Verlust von Muskelmasse

den Ruhestoffwechsel - der

Anteil an Fett im Körper nimmt zu.

Dem kann man gegen steuern, indem

man durch leichte, aber regelmäßige

körperliche Anstrengung (z.B. längere

Spaziergänge, Schwimmen, Sauna usw.)

den völligen Muskelabbau verhindert.

gener Ernährung

sollte der Blick verstärkt

auf eine ausreichende

Versorgung

mit Kalzium gerichtet werden. Dass

Kalzium dem Knochenschwund (Osteoporose)

vorbeugt, ist inzwischen jedem

bekannt.

Forscher meinen aber, es könne auch

vor Herzerkrankungen und Schlaganfall

schützen! Ausgezeichnete Kalziumlieferanten

sind neben Milchprodukten

vor allem grüne Gemüse wie Broccoli

und Grünkohl sowie Meeresfrüchte wie

Shrimps, Forellen, Makrelen und Sardinen.

Sardinen aus der Dose enthalten

Fotos: Aal: Fotolia, Istockphoto

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durch ihre essbaren, weichen Gräten

sogar noch mehr Kalzium als frische!

Die Makrele

Ein wunderbarer Speisefisch!

Foto: Fotolia

3. Verbessern der Gehirnaktivität

Neben Trainingsmaßnahmen

wie

„Gehirnjogging“,

für das man in

jeder Buchhandlung

genügend Anregungen findet,

gibt es noch diverse andere Stimulierungsmöglichkeiten

für unseren Kopf.

Dazu gehört die Anwendung aromatischer

Öle, die sich nachweislich

auf die Gehirnaktivität auswirkt. Ein

US-Forschungsteam stellte kürzlich

fest: Nach dreiminütigem Einatmen

von Rosmarinöl zeigten die Testpersonen

erhöhte Aufmerksamkeit und

größere Schnelligkeit beim Lösen von

mathematischen Aufgaben. Britische

Forscher machten die Gegenprobe

und fanden heraus: Bei Personen, die

Lavendelöl eingeatmet hatten, ließen

sich die durch Rosmarinöl bewirkten

Effekte nicht feststellen, dafür aber

eine größere Gelassenheit.

Was sich stärkend, d.h. anregend

und förderlich auf Körper und Geist

eines Menschen auswirkt, hängt aber

nicht nur von objektiv nachweisbaren

Faktoren ab. Auch individuell können

wir auf Dinge ansprechen, weil sie

unserer eigenen Befindlichkeit in besonderem

Maße entsprechen und unseren

Interessen entgegen kommen.

Lassen Sie uns selbst herausfinden,

was uns gut tut! Schon der Entschluss

dazu geht in die richtige Richtung:

zum (selbst)bewussten, „starken“

Umgang mit dem Älterwerden!

Die Makrele gilt mit ihrem torpedoförmigen,

30 – 50 cm langen

Körper, der stark gegabelten

Schwanzflosse und den gewellten

Querstreifen auf dem Rücken als

der eleganteste unter den Konsumfischen.

Die grünliche Farbe wechselt nach dem

Tod des Fisches schnell in ein reines Blau

oder Blauschwarz. Der ganze perlmuttfarben

schimmernde Körper mit der weißen

Unterseite ist mit festen kleinen Schuppen

besetzt.

Neben seiner besonderen Schönheit hat

dieser Fisch aber noch eine Eigenart aufzuweisen,

die ihm eine Sonderstellung

unter seinen Artgenossen zuweist: Die

Makrele besitzt, anders als andere Fische,

keine Schwimmblase. Durch den fehlenden

Auftrieb, der durch diese Luftblase

erzeugt wird, ist die Makrele zwar ständig

genötigt, aktive Schwimmbewegungen

zu machen, wenn sie aufsteigen will. Andererseits

erhält sie dadurch aber auch

eine extreme Beweglichkeit und kann bei

Gefahr oder auf der Nahrungssuche blitzschnell

in große Tiefen abtauchen oder an

die Wasseroberfläche stoßen. Unmittelbar

unter dieser hält sie sich, inmitten ihres

Schwarms, besonders gern auf.

Ihr Lebensraum sind die Küstengewässer

Nordamerikas, die Nordsee, das Mittelmeer

und das Schwarze Meer, in denen

sie sich von Plankton und der Brut von Heringen,

Dorschen und Sprotten ernährt.

Sie hat mehrere verschiedene Unterarten

entwickelt und kann bis zu 17 Jahre alt

werden. Wegen ihres aromatischen Geschmacks

ist die Makrele weltweit einer

der beliebtesten Speisefische. Selbst ihre

Eingeweide haben noch einen starken Eigengeschmack:

Im antiken Rom wurden

sie getrocknet und gemahlen und als Gewürz

den Speisen zugefügt. In der modernen

Küche findet das rötliche, fette Fleisch

(12% Fettanteil!) vielfältige Verwendung:

Es kann gebraten, gekocht, gegrillt, gedünstet

oder geräuchert werden.

Makrelen-Auflauf

Zutaten:

1 große Makrele (geräuchert),

4 Tassen Reis, 8 Eier (hartgekocht,

gehackt), 4 Becher saure Sahne,

4 Tassen Ketchup, Petersilie

Zubereitung:

Den Reis kochen und in eine

Auflaufform geben. Das Fleisch

der geräucherten Makrele in kleine

Stück zupfen und unter den Reis

mischen, die Eier ebenfalls. Im

Backofen 30 Minuten bei 200 Grad

überbacken, danach mit Petersilie

bestreuen. Saure Sahne und Ketchup

mischen, auf dem Teller den

Makrelen-Reis damit übergießen.

Gesundheit vor Ort 1/2010 | 9


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Ostern

Die Auferstehung Jesu Christi

Der Bezeichnung „Ostern“ für das

bedeutendste christliche Fest im

Frühjahr stammt aus dem Altgermanischen

und und hängt mit der Himmelrichtung

„Osten“ zusammen:

Im christlichen Glauben wird der Ort der

aufgehenden Sonne als Symbol für den

auferstandenen Christus verstanden,

dem das Osterfest gewidmet ist. Nach

alter kirchlicher Tradition dauerte die so

genannte „österliche Freudenzeit“ volle

fünfzig Tage, nämlich vom Ostersonntag

bis einschließlich Pfingsten. Leider wurde

diese schöne Zeit, in der nicht gearbeitet

wurde, im Laufe der Jahrhunderte immer

weiter verkürzt, bis heute nur noch der

Ostermontag als gesetzlicher Feiertag

übrig blieb.

Trotzdem – auch wenige Tage können,

wenn sie sinnvoll genutzt werden, in

guter Erinnerung bleiben. Wir haben einen

Tipp, wie Sie gemeinsam mit Ihren

Kindern oder Enkeln etwas daraus machen

können.

Osterkerzen basteln mit Kindern

In der dunklen Weihnachtszeit sind

viele Kerzen verbraucht worden.

Meistens brennen sie nicht ganz

ab, sondern hinterlassen Stümpfe,

die dann achtlos weggeworfen

werden. Das Sammeln und Weiterverwerten

dieser Überreste ist

aber nicht nur unter finanziellen,

sondern auch unter inhaltlichen

Gesichtspunkten sinnvoll:

Ohne die Geburt Christi im Winter

wäre das Fest der Auferstehung nicht

denkbar. Weihnachten ist also die Voraussetzung

für Ostern – das Osterfest

kann umgekehrt als Weiterentwicklung

und Verwandlung des Weihnachtsgeschehens

verstanden werden. In

diesem Sinne ist das Aufbereiten der

Weihnachtskerzen zur Osterkerze ein

bildhafter Vorgang, den Kinder zwar

nicht gedanklich begreifen, aber doch

gefühlsmäßig nachvollziehen können.

Sie brauchen:

• 150 – 200 g Wachsreste

• 1 Kerzendocht (Bastelgeschäft)

• 2 Konservendosen (1 große, 1 schmale)

• 1 Stück Blumendraht

• Klebeband

• evtl. etwas Knetbienenwachs

So wird’s gemacht:

Tropfen Sie das Ende des Dochtes mit etwas

Kerzenwachs am Boden der schmalen

Konservendose fest und ziehen Sie

ihn senkrecht nach oben. Der Docht

wird so abgeschnitten, dass er ca. 2 cm

über die Dose hinaus ragt. In Höhe des

Dosenrandes wird nun der Docht mit

Hilfe des Blumendrahtes so befestigt,

dass er nicht verrutscht. Den Draht an

beiden Seiten um die Dose knicken und

mit Klebeband befestigen. Nun werden

die Wachsreste in die größere Konservendose

gefüllt und im Wasserbad zum

Schmelzen gebracht. Die kleine Dose

mit dem flüssigen Wachs füllen und erkalten

lassen. Zum Herausnehmen die

Dose kurz in heißes Wasser tauchen und

die Kerze am Docht herausziehen. Anschließend

kann sie noch mit Knetbienenwachs

verziert werden.

Auf dem Osterfrühstückstisch ist die

Kerze eine Attraktion mit sinnvollem

Hintergrund!

kleines Foto: Fotolia, Photocase

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EGONOMICS

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F.U.K. Herne Lokal

Auf demTeller und über den Tellerrand hinaus

Leiterin von „Essen auf Rädern“ geht in Ruhestand

Sie hat ihr Geschäft von der Pike

auf gelernt. Zunächst war Karin

Laarmann zwei Jahre als Essensfahrerin

auf Tour, bevor sie im Jahr

1992 die Einsatzleitung für „Essen

auf Rädern“ bei der Familien- und

Krankenpflege e.V. Herne übernahm.

„Die gesammelten Erfahrungen draußen

bei den Kunden haben mir sehr geholfen,

die Probleme und Wünsche meiner

Mitarbeiterinnen zu verstehen und nach

praktikablen Lösungsmöglichkeiten zu

suchen“, sagt die 65jährige. Kürzlich

wurde sie in den wohlverdienten Ruhestand

verabschiedet.

Damals, vor 18 Jahren, bestand das

Team von „Essen auf Rädern“ aus zehn

Mitarbeiterinnen, die von einigen Zivildienstleistenden

unterstützt wurden. Auf

vier Touren wurden etwa 160 Kunden

im Stadtgebiet von (Alt-)Herne mit einer

Karin Laarmann, Leiterin von

„Essen auf Rädern“ der „Familienund

Krankenpflege e.V. Herne

hat entscheidende Wendepunkte

der Entwicklung ihrer Station in

Zeitungsausschnitten festgehalten.

warmen Mahlzeit beliefert. „Heute

verzichten wir auf den Einsatz

von Zivis. Denn durch die gesetzliche

Verkürzung ihrer Dienstzeit

ist die Fluktuation zu groß und

wenn ein Zivi seine Zeit beendet

hat, steht nicht immer sofort ein

Nachfolger zur Verfügung. Diese

Tatsache und das damit verbundene

ständige Einarbeiten von

neuen Kräften würde unseren

täglichen Arbeitsrhythmus zu sehr belasten“,

erläutert die Chefin des alltäglichen

Catering-Service für alte und kranke Mitmenschen.

Stattdessen verfügte Karin Laarmann

zuletzt über 30 feste Mitarbeiterinnen,

die sie von 10.30 bis 13 Uhr auf acht

verschiedene Touren durch das gesamte

Stadtgebiet von Herne und Wanne sowie

in Einzelfällen auch auf angrenzendes

Gebiet der Nachbarstädte schickte.

Rund 200.000 Kilometer legten die

Fahrerinnen bei ihren Einsätzen meistens

unfallfrei zurück. Das ist eine Strecke vergleichbar

mit fünfmal um den Erdball.

Hunderttausende von Essen lieferten sie

aus und fanden trotzdem noch Zeit zu

persönlichen Worten oder dem Kleinschneiden

von Schnitzel und Co. Derzeit

versorgen sie rund 450 Kunden täglich

mit dem rollenden Mittagstisch.

Im Gegensatz zu früher, als das Essen

bei der Auslieferung lediglich in Styropor-Boxen

wie beim Pizzaservice warm

gehalten wurde, besitzt heute jedes der

acht Fahrzeuge von „Essen auf Rädern“

einen modernen Warmhalteofen, der

eine wirklich heiße Anlieferung des Menüs

beim Kunden gewährleistet. „Von

Zeit zu Zeit bestellte ich ein Essen mehr

als gebraucht wurde, welches auf der

gesamten Tour im Warmhalteofen verblieb.

Bei Rückkehr der Mitarbeiterin in

unsere Station an der Jahnstraße prüfte

ich dann die Temperatur der Mahlzeit

und konnte gegebenenfalls korrigierend

in das Warmhalteprogramm der Öfen

eingreifen“, berichtet die gelernte Hauswirtschaftsleiterin.

Fotos: mk

II | Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010


F.U.K. Herne Lokal

Doch das war nicht die einzige Neuerung,

die Karin Laarmann in ihrer Zeit als

Leiterin von „Essen auf Rädern“ durchsetzte.

„In den Anfangsjahren konnten

unsere Kunden nur zwischen drei Gerichten

wählen: Vollkost, Schonkost, Diabetikerkost.

Nach und nach haben wir dann

die Menüauswahl kontinuierlich erweitert

und den gewandelten Essgewohnheiten

unserer Kundschaft angepasst. Es

kamen Seniorenteller mit kleineren Portionen

dazu, Kaltgerichte wie Heringsstipp

nach Hausfrauenart usw.. Auch

vegetarische Gerichte, Salatplatten oder

ein Gourmet-Menü finden sich heute

in unserem Angebot. Auf Wunsch wird

das Essen auch püriert. Insgesamt bieten

wir unseren Kunden täglich sieben verschiedene

Gerichten zur Auswahl an.“

Bei der von ihrer Station angebotenen

Dienstleistung schaute Karin Laarmann

immer auch über den sprichwörtlichen

Tellerrand hinaus. „Unsere Mitarbeiterinnen

haben täglich Kontakt zu unseren

Kunden. Sie merken als erste, wenn irgendetwas

nicht stimmt.“ So tritt, wenn

jemand der Essensfahrerin die Tür nicht

öffnet, ein interner „Alarmplan“ in Kraft,

der die Situation klären soll. Vielen ihrer

Kunden konnte sie so in ihrer Dienstzeit

beispielsweise nach Stürzen in der Wohnung

helfen.

“Wir achten auf unsere Kunden und ihr

häusliches Umfeld. Im Bedarfsfall vermitteln

wir daher weitergehende Hilfen

in enger Kooperation mit unserer Seniorenberaterin

und anderen Spezialisten,

die sich um ein selbstbestimmtes und

sicheres Leben von alten und kranken

Menschen in ihren eigenen vier Wänden

sorgen.“

Dem Ruhestand sieht Karin Laarmann

mit einem weinenden, aber auch mit

einem lachenden Auge entgegen. Der

Auf- und Ausbau von „Essen auf Rädern“

war für sie, nachdem sie drei Kinder

großgezogen hatte, so etwas wie ein

viertes Kind - vor allem nach dem Bezug

eigener Räumlichkeiten in der Jahnstraße

im Sommer 2004. Dieses Kind weiß sie

aber bei ihrer Nachfolgerin Annette Kosien

(33), gelernte Industriekauffrau, Gesundheits-

und Sozialökonomin, in guten

Händen.

„Fehlen wird mir aber besonders der

Kontakt mit Kunden, die ich noch in meiner

Zeit als Fahrerin selbst beliefert habe

und zu denen eine gewisse gewachsene

emotionale Bindung besteht. Andererseits

freue ich mich darauf, es in Zukunft

etwas geruhsamer angehen zu lassen:

mal länger schlafen, etwas mehr Zeit für

sich und die Familie zu haben, auch das

ist reizvoll.“

Manfred Kiseier

Weitere Informationen:

Essen auf Rädern“

Familien- und Krankenpflege e.V. Herne

Jahnstr. 27

44625 Herne

02323 - 22 905 67

fundk-herne4@versanet.de

Bürozeit täglich von 9 bis 15 Uhr

Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010 |

III


F.U.K. Herne Lokal

Der Lauf ihres Lebens: „New York City Marathon“

Platz Zwölf für Ulrike Lange unter den deutschen Teilnehmern

Als Ulrike Lange die Skyline von

Manhattan vor sich auftauchen

sieht, geht ihr ein Schauer über

den Rücken. Eine heiße Welle von

Glückshormonen überflutet ihren

ausgemergelten Körper und trägt

sie wie auf Wolke sieben ins Ziel im

Central Park. Geschafft!

no Narrows Bridge, die die New Yorker

Stadtteile Staten Island und Brooklyn verbindet,

war ein ganz besonderes Erlebnis.

Da laufen Tausende von Menschen

– insgesamt waren rund 45.000 Läuferinnen

und Läufer am Start – gemeinsam

los und man wird einfach mitgerissen

von dem Sog der Masse. Die Konzentration

auf die Einteilung der eigenen Kräfte

ist jetzt angesagt, doch das fällt schwer.

Denn gleichzeitig gehen einem Gedanken

durch den Kopf wie: du wirst nie

wieder mit so vielen Menschen gemeinsam

über so eine schöne Brücke laufen.“

Die rund zwei Millionen Zuschauer am

Rand der Laufstrecke sorgen zusätzlich

für unvergessliche Eindrücke und geben

den Läuferinnen und Läufern Motivation

und Kraft. Sie feiern eine große Party. Da

stehen immer wieder Kinder am Straßenrand,

die von den Marathonis abgeklatscht

werden wollen und zahlreiche

Musikgruppen feuern die Sportler mit

Samba-, Country- und Rockrhythmen

zur Höchstleistung an.

Mitunter bittet auch hier und da ein

Gospelchor um himmlischen Beistand

für Langstreckenläufer. „Bei jedem Marathonlauf

ist das Publikum sehr wichtig.

Es hilft den Aktiven über so manche

Durststrecke hinweg und hebt die Stimmung,

wenn man mit seinen Kräften an

Nach 42,19 Kilometern belegt die vereinslose

Seniorenberaterin der „Familienund

Krankenpflege e.V. Herne“ mit einer

Zeit von 3.35 Stunden einen hervorragenden

zwölften Platz unter den rund

3.000 deutschen Teilnehmern am „New

York City Marathon“.

„Wenn ich an die Atmosphäre an der

Marathonstrecke denke, bekomme ich

jetzt noch eine Gänsehaut“, berichtet

die 45jährige Krankenschwester und Sozialpädagogin.

„Schon der Start in der

unteren Etage der Hängebrücke Verraza-

Fotos: mk

IV | Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010


F.U.K. Herne Lokal

Grenzen gerät“, resümiert Ulrike Lange.

„Aber die Atmosphäre in New York – das

war der Lauf meines Lebens.“

Durch insgesamt fünf Stadtteile des

„Big Apple“ geht der Kurs. „Das Gefühl

harten Asphalts unter meinen Füßen

und das Knattern der Rotoren von Hubschraubern

diverser Fernsehteams haben

sich mir an den Stellen ins Gedächtnis gebrannt,

wo ich nicht durch Zuschauer abgelenkt

wurde“, erinnert sich die Sportlerin

der „Familien- und Krankenpflege e.V.

Herne“. Besonders unangenehm fand sie

die vielen Eisenbrücken. „Die gehen richtig

in die Knochen.“

Natürlich hat sich Ulrike Lange sorgfältig

auf den „New York City Marathon“

vorbereitet. Neben dem regelmäßigen

Lauftraining umfasste ihr Programm

auch andere Ausdauersportarten wie

Schwimmen oder Radfahren. Zusätzlich

konnte sie auf ihre gesammelten Erfahrungen

bei insgesamt neun erfolgreichen

Marathonläufen zurückgreifen, darunter

Ruhrmarathon, Hamburg, Berlin und im

letzten Jahr Boston.

„Beim Sport schalte ich vollständig ab

und verdränge alle Eindrücke meiner

Tätigkeit als Seniorenberaterin. Die persönlichen

Schicksale meiner Klienten

bleiben schließlich auch für mich nicht in

den Kleidern hängen“, erklärt sie. „Beim

Laufen komme ich zur Ruhe und besinne

mich auf mich selbst.“ Weitere Entspannung

findet sie in der Musik. Seit Jahren

übt sie sich mit stetig wachsendem Erfolg

im Spiel der Klarinette. „Außerdem lese

ich gern und viel.“

Doch nach dem Lauf ist vor dem Lauf,

um ein etwas abgewandeltes Zitat des

ehemaligen Fußballnationaltrainers Sepp

Herberger zu bemühen. Die nächste

sportliche Herausforderung steht für Ulrike

Lange schon in ihrem Terminkalender.

Bereits im März wird sie erneut ihre Laufschuhe

schnüren und an einem 33 Kilometer

langen Dünenlauf von Hörnum

nach List auf der Insel Sylt teilnehmen.

Die „Gesundheit vor Ort“ jedenfalls begleitet

sie mit den besten Wünschen für

einen Platz auf den vorderen Rängen.

Manfred Kiseier

Weitere Informationen:

Seniorenberatungsstelle

Herne - Horsthausen

Gneisenaustr. 1

44628 Herne

02323 - 80031

fundk-herne3@versanet.de

Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010 |

V


F.U.K. Herne Lokal

Hilfe bei Problemen im häuslichen Alltag?

Mike Rieger rückt mit seinem Werkzeugkoffer an

Wer kennt sie nicht, die kleinen

technischen Probleme, die immer

mal wieder überraschend im häuslichen

Alltag auftreten: da läuft

das Wasser in der Badewanne nur

zögerlich ab, eine Glühbirne ist

durchgebrannt oder eine Leuchtstoffröhre

flackert und flimmert

vor sich hin.

Normalerweise sind das alles keine großen

Affären und sie können ohne fachmännische

Hilfe hinzuzuziehen sozusagen

mit den “Bordmitteln“ eines gut

sortierten Haushalts behoben werden.

Wer sich allerdings alters- oder krankheitsbedingt

in der Bewältigung seines

Alltags unsicher fühlt oder handwerklich

nicht geschickt bzw. nicht in der Lage ist,

die zuweilen im Haushalt auftretenden

kleinen Schwierigkeiten aus eigener Kraft

zu lösen, für den bietet die Familien- und

Krankenpflege e.V. Herne einen besonderen

Service im Rahmen ihres „Mobilen

Sozialen Hilfsdienstes“(MSHD).

Ein kurzer Anruf genügt und schon

fährt Hausmeister Mike Rieger mit seiner

Werkzeugtasche hinaus zu dem Kunden,

um dessen Problem schnell und

Gut ausgerüstet für kleine alltägliche

Reparaturen behebt Mike Rieger so manche

Störfälle im Haushalt seiner Kunden.

fachgerecht zu beheben. „Dabei geht

es immer nur um Kleinst-Reparaturen,

denn wir wollen ja den ortsansässigen

Handwerksbetrieben keine Konkurrenz

machen. Aber um die berühmte

kaputte Glühbirne zu ersetzen, muss ja

niemand, der dazu selbst nicht in der

Lage ist, gleich einen Elektromeister

beauftragen“, grenzt Mike Rieger sein

Aufgabenfeld ein. Typische Fälle für ihn

seien etwa der tropfende Wasserhahn,

die quietschende Wohnzimmertür, die

durchlaufende Toilettenspülung, der ausgerissene

Dübel eines Bücherregals usw.

Da kann er schnell, unbürokratisch, flexibel

und kompetent helfen. „Verstopfte

Waschbecken und WCs stehen dabei

ganz oben in der Statistik der auftretenden

Probleme. Doch spiegelt sich in den

angefragten handwerklichen Dienstleistungen

auch die ganze Bandbreite des

alltäglichen Lebens. Den Kunden hier

größtmögliche Vielseitigkeit zu bieten, ist

eine der Stärken unseres Angebots.“

Auf Wunsch kümmert sich Mike Rieger

in Urlaubszeiten auch um die Wohnungen

seiner Kunden, gießt die Blumen auf

dem Balkon und im Garten, leert den

Briefkasten, stellt die Mülltonnen raus

und versorgt daheimgebliebene Haustiere.

Stark nachgefragt wird ebenfalls der

Tagespflege

Kurzzeitpflege

Nachtpflege

Unser Gästehaus

Träger:

St. Vincenz - Gruppe - Ruhr GmbH

Hospitalstr. 19

44649 Herne

24 Kurzzeit-, 12 Tages- und 6 Nachtpflegeplätze

In der Kurzzeitpflege sind die Einzel- und Doppelzimmer

mit Telefon, Fernseher, Notruf und Bad ausgestattet.

Die Gastfreundlichkeit unseres Hauses wird durch seine

besondere Architektur und die angenehme Atmosphäre

der Räumlichkeiten betont.

Gästehaus St. Elisabeth

Laurentiusstr. 10

44649 Herne

Fon 0 23 25 - 91 26 - 0 gaestehaus@annahospital.de

Fax 0 23 25 - 91 26 - 99 www. gaestehaus-elisabeth.de

VI | Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010


F.U.K. Herne Lokal

Fotos: mk & Fotlia.com

Bereich Gartenpflege. Hier übernimmt

Mike Rieger nicht nur das regelmäßige

Rasenmähen und Heckenschneiden, sondern

er kümmert sich auch um Bepflanzung

und Pflege der grünen Oase seiner

Kunden. „Gerade im Garten sind die

anfallenden Arbeiten natürlich auch saisonal

bedingt, so dass es Zeiten gibt, wo

sehr viel zu tun ist und andere, in denen

es eher ruhiger zugeht“, berichtet er. Zu

den arbeitsintensivsten Wochen gehören

beispielsweise die Herbstmonate. Da gilt

es nicht nur zu ernten, sondern auch den

Garten winterfest zu machen. Schließlich

will auch das fallende Laub beseitigt werden

und Bäume und Sträucher verlangen

nach einem Erziehungsschnitt.

Hausmeister Mike Rieger ist schließlich

auch der richtige Ansprechpartner für die

Kunden der Familien- und Krankenpflege

e.V. Herne, wenn es um den winterlichen

Räum- und Streudienst geht. Dann fährt

er frühmorgens raus, um die Bürgersteige

von Schnee und Eis zu befreien, damit

seine Kunden ihrer Verkehrssicherungspflicht

nachkommen können. Notfalls

geht Mike Rieger dann auch einmal für

seine Kunden einkaufen oder vermittelt

weitere Hilfen. Derzeit nutzen rund 15

Kunden regelmäßig das handwerklich

ausgerichtete Serviceangebot der Familien-

und Krankenpflege e.V. Herne, andere

buchen sporadisch die Hausmeisterdienste.

Angesichts der demografischen

Entwicklung rechnen die Verantwortlichen

der Familien- und Krankenpflege

e.V. Herne künftig mit einer starken Zunahme

der Nachfrage auf diesem Sektor.

Manfred Kiseier

Weitere Informationen:

Siehe Infokasten rechts

In der eigenen Wohnung trotz hohen Alters

95jährige lebt eigenständiges Leben zu Hause vor

Eine unserer ältesten Kunden Sophie

Bourscheidt, feierte kürzlich

ihren 95. Geburtstag. Anne Folta

gratulierte der Altersjubilarin im

Namen der „Familien- und Krankenpflege

e.V. Herne“.

Geboren kurz nach Ausbruch des

Ersten Weltkriegs waren Sophie Bourscheidts

Kinder- und Jugendjahre von

den materiellen Nöten

und politischen Wirrnissen

der beginnenden

Zwanziger Jahre

geprägt. Als junge Frau

erlebte sie die Terrorherrschaft

der Nationalsozialisten,

fand

aber im weiteren Verlauf

der Geschichte zu

ihrem eigenen privaten

Glück. Sie heiratete,

schenkte eine Tochter

das Leben und reiste

viel und gerne mit

ihrer harmonischen

Familie.

Ihre heile Welt bekam

einige Risse, als die Tochter heiratete

und nach Amerika auswanderte. Auch

der „viel zu frühe Tod“ ihres geliebten

Ehemannes hat die Altersjubilarin hart

getroffen. Dennoch hat sich die rüstige

Seniorin nie unterkriegen lassen.

Noch bis vor wenigen Jahren besuchte

sie ihre Tochter regelmäßig in den

Staaten. Doch das ist vorbei.

Heute lebt sie allein in ihrer kleinen

Wohnung in Herne-Süd. Was sie selbst

nicht mehr schafft, hat sie in die professionellen

Hände der „Familien- und Krankenpflege

e.V. Herne“ gelegt. Unterstützt

mit deren diversen Alltagshilfen gibt sie

anderen Senioren ein Beispiel dafür, dass

man trotz hohen Alters in den eigenen

vier Wänden seinen Lebensabend verbringen

kann. Täglich telefoniert sie mit

ihrer Tochter in den USA, die aus der

Ferne regen Anteil am Schicksal ihrer

Mutter nimmt. Mit

Zeitungslesen und

Fernsehen hält sich

Sophie Bourscheidt

auf dem Laufenden,

was das Weltgeschehen

angeht.

Ansonsten genießt

sie ihren Ruhestand

und freut sich auf

jeden Besuch. Dazu

gehören die täglichen

Kontakte mit

Mitarbeitern unseres

Pflegedienstes

genauso wie Besuche

von Bekannten

oder von der jährliche

Besuch der Tochter von jenseits des

großen Teichs.

Manfred Kiseier

Sophie Bourscheidt, eine der ältesten

Kundinnen der Familien- und Krankenpflege

e.V. Herne, konnte kürzlich ihren

95. Geburtstag feiern. Anne Folta gratulierte

im Namen des Pflegedienstes.

Weitere Informationen:

Familien- und Krankenpflege e.V. Herne

Altenhöfener Str. 42-44

44623 Herne

02323 - 99490-0

fundk-herne1@versanet.de

Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010 | VII


F.U.K. Herne Lokal

Grenzenlose Malerei in spannungsreichen Sujets

Eva Ciesla zeigt über 70 Bilder im Gesundheitszentrum Wanne

Ausdrucksstark, abstrakt und meist

ohne Titel sollen die Werke Eva Cieslas den

Betrachter unmittelbar ansprechen und zu

einer Auseinandersetzung mit ihrer Kunst

einladen.

Ein ungewohntes Bild bietet das Gesundheitszentrum an der Freisenstraße

in Wanne an diesem Novemberabend. Die Räumlichkeiten sind hell erleuchtet,

zahlreiche Besucher schlendern mit einem Glas Sekt in der Hand durch

die Flure und Gänge, bleiben vor dem einen oder anderen Bild stehen und

betrachten es oder wenden sich dem Buffet zu, das im Besprechungsraum

mit kulinarischen Versuchungen lockt.

Unter dem Motto „Kunst und Pflege Krankheit den Menschen helfen kann,

begegnen sich“ hat die Familien- und ihr Schicksal zu meistern“, erklärt Geschäftsführerin

Ellen Bobe-Kemper das

Krankenpflege e.V. Herne wieder einmal

zu einer Vernissage in ihre Geschäftsräume

eingeladen. Gezeigt werden über uns als Pflegedienstleister im Ruhrgebiet

außergewöhnliche Konzept. „Wir fühlen

70 Bilder der Recklinghäuser Künstlerin natürlich unserer Region verbunden und

Eva Ciesla. Kunstausstellungen haben an bieten daher vor allem Künstlerinnen und

der Freisenstraße eine lange Tradition. Künstlern aus der Umgebung hier eine

Seit Jahren trifft dort zwei- bis dreimal Ausstellungsplattform, um sie in ihrer

im Jahr die Welt der Kunst auf die Welt Heimat einem breiten Publikum bekannt

der Pflege. Die jeweiligen Künstler stellen zu machen.“

ihre Werke nicht nur aus, sondern erläutern

sie an Themenabenden den Besu-

Delligsen (Niedersachsen) geboren, lebt

Eine von diesen ist Eva Ciesla. 1948 in

chern und diskutieren mit ihnen. „Getreu sie seit Jahrzehnten in Recklinghausen.

unseres ganzheitlichen Pflegeleitbilds Im Jahr 1988 entdeckt sie die Malerei für

sind wir der Ansicht, dass die Begegnung

mit der Kunst gerade in Zeiten von seminare in Bleistift, Kohle und

sich und erstellt erste Ölbilder. Zeichen-

Air-Brush

folgen, bevor sie 1992 ein Studium der

Malerei und Grafik aufnimmt, das sie

1995 mit dem Diplom abschließt. In Seminaren

und Workshops bildet sie sich

weiter, beispielsweise in experimenteller

Aktmalerei im Halfmannshof in Gelsenkirchen.

Gleichzeitig präsentiert sie ihre

Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen

vorwiegend im Ruhrgebiet,

aber auch in den Niederlanden,

in China und den USA.

„Schwerpunkte meiner Malerei sind das

Selbst, der Mensch und die Menschheit“,

sagt die 51jährige Künstlerin.

“Über meine eigene Befindlichkeit gelingt

es mir immer wieder, Zeitkritisches

malerisch umzusetzen und damit auch

ein Stück Zeitgeist sichtbar zu machen.“

Beispielhaft sind hier etwa ihre Exponate

„Trümmerfrauen“ und „Hommage

an Mutter Teresa“ zu nennen oder ihre

künstlerische Auseinandersetzung

mit der Anti-Atomkraftbewegung der

80er Jahre in den Bildern mit den Titeln

„Menschenkette“ und „Lichterkette“.

Die meisten Werke Eva Cieslas kommen

jedoch ohne einen Titel aus und sprechen

den Betrachter direkt an. Trotzdem

legen sie ihm Bildunterschriften wie

„Schwarzes Loch“, „Milchstraße“ oder

„Vulkanausbruch“ assoziativ nahe. „Ich

male von innen heraus, das heißt ich sehe,

höre oder lese etwas, was mich besonders

anspricht. Das beschäftigt mich

Fotos: mk

VIII | Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010


F.U.K. Herne Lokal

dann so lange, bis ich es über den Malprozess

letztendlich verarbeite. Sowohl

der Duktus, als auch das Sujet sowie die

Farbpalette unterstreichen dieses. Mein

bevorzugtes Material ist die Mischtechnik

in Acryl auf Leinwand.“

Gerne verarbeitet Eva Ciesla ihre Themen

auch in Gruppen und Serien. Zwei

davon, die „Kopffüßler“ und die „Strichmännchen“,

sind ebenfalls in der Ausstellung

vertreten. „Schwarze und weiße

Acrylfarbe sowie Kohlestift und Kreide

bilden hier das Rüstzeug. Der Duktus

Dieter Greling (r.), Vorstandsvorsitzender

der Familien- und Krankenpflege e.V. Herne,

eröffnete die Bilderausstellung Künstlerin

Eva Ciesla (l.).

ist mit so einer Dominanz aufgetragen,

dass die Kraft sich dem Betrachter offenbart.

Die explosionsartigen Kohle- und

Kreidestriche unterstreichen dieses noch

einmal“, beschreibt Dorothea Greling in

ihrer Einführungsrede auf der Vernissage

den Malstil von Eva Ciesla. „Ihre Malerei

ist frei und grenzenlos. Sie lässt sich nicht

einordnen in aktuelle Tendenzen und

Stilrichtungen. Sie spiegelt die Erkenntnis,

dass Veränderung die einzige Konstante

im Leben darstellt. Der Betrachter muss

bereit sein, sich auf jeweils unterschiedliche

Stimmungen einzulassen.“Last but

not least sollen ihre floralen Bilder nicht

unerwähnt bleiben. Sie bestechen teils

durch die gewählte Formatgröße, teils

durch die Abstrahierung der Blumenmotive

bis fast zur Unkenntlichkeit und

mit der Leuchtkraft ihrer monochromen

Farbwerte.

Manfred Kiseier

Informationen & Kontakt:

Gesundheitszentrum Herne-Wanne

Freisenstr. 4-6

44649 herne

02325 - 97 30 - 0

fundk-herne2@versanet.de

Öffnungszeiten:

Die Ausstellung ist bis Mitte Juni

2010 von montags bis freitags von

8 bis 16 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010 |

IX


F.U.K. Herne Lokal

Hausnotrufsystem ist kompatibel mit günstigen

Telekommunikationsangeboten! Neue Technologie der Firma Neat schafft Abhilfe

Ellen Bobe-Kemper,

Geschäftsführerin der

Familien- und Krankenpflege

e.V. Herne und dessen Hausnotrufexperte

Ulrich Folta

übergeben gemeinsam mit

Jürgen Werdeker von Neat

die Geräte anUwe Kablitz.

Auf dem Markt der Telekommunikation tut sich und chattet rund um die

derzeit einiges. Der Wandel von der analogen zur Uhr mit anderen Teilnehmern

im In- und Ausland.

digitalen Technik ist in vollem Gange. Anbieter

locken ihre potentiellen Kunden mit Angeboten, Verständlich, dass er dazu

in denen die Anschlüsse für Telefon, Radio und ein günstiges Kombiangebot

von Telefon, TV und

Fernsehen sowie ein Internetzugang in einer

Paketlösung zusammengeschnürt sind.

Internet nutzen möchte.

Doch nach seinem Wechsel

zu einem Anbieter mit der Paketlö-

Das ist kostengünstig, effizient, bequem

und kundenfreundlich. Doch gerade sung gab es plötzlich Probleme mit dem

ältere oder durch Krankheit und Behinderung

in ihrem Alltag eingeschränkte mit seinem Hund lebt, zur eigenen Si-

Hausnotruf, den Uwe Kablitz, der allein

Menschen sind auf zuverlässige Telekommunikation

angewiesen. Da gibt es beim Durch gründliche Recherche im Internet

cherheit seit drei Jahren installiert hat.

Umstieg auf die genannten Paketangebote

allerdings nicht selten Probleme, und die hatte eine Lösung für Uwe Kab-

wurde er auf die Firma Neat aufmerksam

beispielsweise mit dem Hausnotruf, der litz parat.

dann nicht mehr einwandfrei und zuverlässig

funktionieren kann.

„Unsere Firma hat speziell für diese

Uwe Kablitz ist seit einem Unfall an den Probleme ein neues Hausnotruf- und

Rollstuhl gefesselt und wird seit zehn Jaren

von der Familien- und Krankenpfle-

sogenannten IP-Protokollen basiert, die

Servicesystem entwickelt, das auf den

ge e.V. Herne betreut. Der lebenslustige durch die Telekommunikationsleitungen

fließen“, erklärt Jürgen Werdeker,

52jährige holt sich die Welt, die er wegen

seines Handicaps nur bedingt selbst Gebietsleiter West der Firma Neat. „Die

erobern kann, per Plasmafernseher und genauen technischen Details zu erklären,

Computer ins heimische Wohnzimmer. In würde hier zu weit führen und den Rahmen

dieses Artikels sprengen, diversen Internetforen ist er Stammgast

außerdem

sie sind wohl auch nur für technisch interessierte

verständlich und interessant.

Fakt ist jedoch: durch die Nutzung dieser

innovativen Technologie sichern wir die

ständige Bereitschaft des Hausnotrufsystems

auch bei Nutzung von Komplettangeboten.

Denn die notwendigen elektrischen

Impulse fließen dabei durch das

vorhandene Koax-Kabel (=Antennenkabel).

Direkt daran wird unser Hausnotrufgerät

namens „Neo-NG“ angeschlossen,

während bisher für diesen Anschluss eine

Telefonleitung notwendig war.

Das Gerät erkennt selbstständig eine

Umstellung beim Kunden und passt sich

dann der aktuellen Situation automatisch

z.B.

Seriöse und kompetente Vermietung

von Wohnungen

Lebenslanges Dauernutzungsrecht

Soziale Beratung und Betreuung

WOHNUNGSVEREIN

HERNE eG

Bochumer Straße 72

44623 Herne

Telefon: 02323-99491-0

Telefax: 02323-460873

Internet: www.wohnungsverein-herne.de

E-Mail: info@wohnungsverein-herne.de

Fotos: mk

X | Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010


F.U.K. Herne Lokal

an.“ Das kleine, nur etwa 20 mal 20

Zentimeter große Gerät besteche durch

ein funktionales Design, hervorragende

Akustik und einfachste Programmierung

der im Alarmfall vom Gerät selbständig

anzuwählenden Rufnummern, betont

Jürgen Werdeker. Zusätzlich besitze es

zahlreiche Sicherheitsfunktionen, umfangreiches

Zubehör sowie eine beleuchtete

und programmierbare rote Auslösetaste.

Nach Rücksprache mit Ulrich Folta, dem

Hausnotrufexperten der Familien- und

Krankenpflege e.V. Herne entschied sich

Uwe Kablitz für die neuartige Technologie.

„Frisch aus unserem Stammhaus

in Ismaning bei München habe ich ihm

sofort ein Gerät besorgt und angeschlossen.

Schließlich ist Herr Kablitz der erste

Teilnehmer in Nordrhein-Westfalen, der

sich für unsere Technik entschieden hat“,

berichtet Jürgen Werdeker. „Unsere Firma

ist übrigens auch Gründungsmitglied

der Initiative Hausnotruf. Ihr vorrangiges

Ziel ist es, die deutsche Öffentlichkeit sowie

Entscheidungsträger bei gesundheitlichen

Institutionen und in der Politik für

das Thema Hausnotruf zu sensibilisieren.“

Zum Beispiel weist die Initiative gezielt

auf die unzureichende Versorgung mit

Hausnotrufsystemen älterer Menschen

hin. Denn während in Großbritannien

und in Skandinavien bis zu 16 Prozent

der über 65 Jahre alten Bevölkerung diese

Erleichterung im Alltag nutzen, liegt

die Quote in Deutschland gerade einmal

bei 2 Prozent. Gleichzeitig will die Initiative

allen Senioren Mut machen, auch im

fortgeschrittenen Alter ihr Leben in den

eigenen vier Wänden zu genießen und

sich dank moderner Technologie dennoch

geborgen und sicher zu fühlen.

Genau das ist bei Uwe Kablitz der Fall:

„Ich kann günstige Konditionen für Telefon,

TV und Internet nutzen und habe

trotzdem die Sicherheit meines Hausnotrufsystems.

Das nenne ich ein tolles

Angebot.“

Informationen & Kontakt:

Beratungszentrum Herne-Süd

Ansprechpartner Herr U. Folta

Jahnstr. 27

44625 Herne

02323 - 2290567

fundk-herne4@versanet.de

Und in allen weiteren Stationen der

Familien- und Krankenpflege Herne

(Alle Kontaktdaten unserer Stationen

finden Sie auf Seite 19)

Gesundheit vor Ort Lokal 1/2010 |

XI


Immer an Ihrer Seite -

gestern, heute und morgen

Professionelle Pflege

Wenn es in den eigenen vier Wänden nicht mehr

geht, brauchen Sie einen Ansprechpartner, der

Ihnen beides bieten kann:

professionelle Pflege und persönliche Betreuung.

Der ASB Regionalverband Herne-Gelsenkirchen

e.V. und die angegliederten Gesellschaften

betreiben sieben stationäre Pflegeeinrichtungen

im gesamten Ruhrgebiet - vier Häuser allein in

Herne und Wanne-Eickel.

Neben modernen Einrichtungen der

klassischen stationären Altenpflege finden Sie

in unseren Begegnungs- und Pflegezentren

auch spezialisierte Wohnbereiche für

beatmungspflichtige Bewohner, junge

Pflegebedürftige oder demenzell erkrankte

Menschen.

Kompetente Beratung

Pflegebedürftigkeit kommt oft überraschend!

An zwei Standorten in Herne und Wanne-Eickel

bieten die Infobüros des Arbeiter-Samariter-

Bundes deshalb unabhängige und kompetente

Beratung auf Augenhöhe – egal welche Hilfe

oder Pflege benötigt wird.

Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin

oder lassen Sie sich telefonisch beraten unter

(0 23 23) 91 90 423.

www.asb-herne-gelsenkirchen.de


Der Hausarzt rät

Tipp des Arztes ...

Luftnot nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Dr. Stefan Bäumer

Innere Medizin

Witteringstr. 112

45130 Essen

0201 - 77 22 25

tersuchungen sinn voll; am wichtigsten ist

allerdings, dem behandelnden Hausarzt

von seinen Beschwerden zu berich ten!

Nach

Abschluss der Untersuchungen

und Klärung der Diagnose wird der Hausarzt

oder Kardiologe Medikamente verschreiben,

die der Wasserausscheidung,

Blutdruckregulierung und Senkung der

Herzarbeit dienen, aber auch auf einige

andere Dinge hinweisen, die vielleicht

anfänglich mühsam, aber für die weitere

Die altbekannte Treppe scheint länger

geworden zu sein, die Atmung

geht schwerer in den letzten Wochen,

auch die bequemen Strümpfe

drücken und hinterlassen Dellen, insgesamt

hat die Kraft ab genommen:

So und recht dezent einschleichend kann

sich eine Pumpschwäche des Herzens an-

Herzkranzgefäße, aber auch der kleineren

Arterien des Herzmuskels, und ein über

Jahre bestehender, vielleicht nicht immer

optimal eingestellter Bluthochdruck. Daneben

können Ent zündungen des Herzmuskels

eine Pumpschwäche bedingen

und auslösen.

Die Diagnose einer Herzinsuffizienz zum

frühestmöglichen Zeitpunkt ist für die

Prognose der Erkrankung wichtig sind:

Das Körpergewicht sollte soweit wie möglich

normalisiert, eine übermäßige Kochsalzzufuhr

eingeschränkt und eventuell

die tägliche Trink menge limitiert werden.

Auch ein unter Aufsicht durchgeführtes

und planvolles Bewegungstraining in

Herzsportgruppen kann sinnvoll sein.

fänglich bemerkbar machen. Wenig dramatisch,

kaum bedrohlich erscheinend,

und doch so gefähr lich wie manche bösartige

Erkrankung.

Die Herzpumpschwäche oder medizinisch

„Herzinsuffizienz“ ist keineswegs eine

harmlose Begleiter scheinung des Älter-

erfolgreiche Behand lung wichtig. Neben

einer körperlichen Untersuchung sind

meistens eine Ultraschalluntersuchung

des Herzens, ein Elektrokardiogramm, ein

Röntgenbild der Lunge und einige Blutun-

Was bedeutet eigentlich...

Eine frühzeitige Diagnosestellung, eine

konsequente medikamentöse Behandlung

und Umsetzung einer angepassten

Lebensführung sichern bei der Herzinsuffizienz

den Behandlungserfolg.

Foto: Fotolia, klein: Titkemeyer Priv.

werdens, sondern fast immer Ausdruck

einer schwerwiegenden körperlichen Erkrankung.

Die Kardiologen unterscheiden

eine Pumpschwäche der rechten Herzhälfte

mit Auftre ten von Flüssigkeitsansammlungen

in Beinen und Bauch von einer

Pumpschwäche der linken Herz hälfte

mit Wasseransammlung in der Lunge, bis

hin zum akut lebensbedrohlichen Lungenödem.

Als Ursachen in erster Linie zu nennen

sind eine koronare Herzerkrankung,

also eine Durchblutungs störungen der

... Viren?

Viren sind Krankheiterreger, die Infektionen

auslösen. Sie können allein nicht

existieren, sondern brauchen immer die

Zellen fremder Lebewesen zu ihrer Existenz.

Viren haben selbst keinen Stoffwechel,

sie bestehen nur aus genetischem

Material und einer schützenden Hülle

um sie herum. Sie vermehren sich, indem

sie sich zunächst an die Oberfläche einer

fremden Zelle anheften und dann ihr

Erbmaterial in die Zelle einschleusen.

Anschließend nutzen sie den Stoffwechsel

der Zelle für ihre Zwecke, indem sie ihn

dazu bringen, neue Viren herzustellen. Die

Zelle stirbt in der Regel ab, nachdem sie

diese Aufgabe erfüllt hat. Viren sind sehr

klein und lassen sich nur schwer nachweisen

oder behandeln. Antibiotika sind ihnen

gegenüber wirkungslos. Man gibt bei

Viruserkrankungen entweder Mittel, die in

den Vermehrungsmechanismus eingreifen

oder Antikörper („Passivimpfung“). Darüber

hinaus ist eine aktive Schutzimpfung

gegenüber einigen Viren als vorsorgende

Maßnahme möglich.

Gesundheit vor Ort 1/2010 | 11


Freizeit & Kultur

Das Restaurant „Haus Stemberg“

Das Haus Stemberg ist ein Traditionsunternehmen, das

seit 1864 als Restaurant geführt wird. Von vier Generationen

auf- und immer wieder umgebaut, gehörten zeitweilig auch

eine Bäckerei und eine Tankstelle zum Anwesen.

Kontakt:

Haus Stemberg

Kuhlendahler Straße 295

42553 Velbert-Neviges

02053 - 5649

Im jetzigen Kaminzimmer befand sich

Bergischen Landes hinaus bekannt ge-

sowohl heimatliche als auch moderne

damals eine Schmiede, als Gastwirtschaft

diente der Raum, in dem bis

heute der Tresen steht.

Seit 1975 führen Walter und Petra

Stemberg das Unternehmen und

macht. 1975 wurde Sohn Sascha – als

Vertreter der fünften Generation - nach

einer Ausbildung in der Top-Gastronomie

verantwortlicher Küchenchef. Auch

bei ihm lautet die Devise: „Zwei Küchen

Kochkunst angeboten.

In der Familie Stemberg ist man

Gastgeber aus Leidenschaft! Kommen

Sie vorbei und überzeugen Sie

Fotos: Aubergine/Presse. Food: Istockphoto

haben es weit über die Grenzen des

von einem Herd“, das heißt: Es wird

sich selbst!

12 | Gesundheit vor Ort 1/2010


Freizeit & Kultur

TIPP

Düsseldorfer Senfsuppe mit

„Stembergs Blutwurst“

Zutaten für 4 Personen:

1 Stange Porree - gesäubert & in dünne

Streifen quer aufgeschnitten,

1 rote Zwiebel - geschält und fein

gewürfelt,

2 EL Butter,

300 ml Gemüsebrühe,

400 ml Sahne,

100 ml »Schlösser Alt«,

1 EL Senf mittelscharf,

1 EL Senf scharf,

1 EL Senf Bayrisch süß,

Salz,

weißer Pfeffer aus der Gewürzmühle,

1 EL gehackte Blattpetersilie,

4 Scheiben Blutwurst – leicht mehliert,

Butterschmalz

Zubereitung:

• Porree und Zwiebel im Topf mit

Butter andünsten.

• Leicht würzen und mit Brühe, Bier

und Sahne aufkochen lassen.

• Senf zugeben, mit Salz und Pfeffer

abschmecken.

• Blutwurst leicht in Mehl wenden

und in wenig Butterschmalz kross

raten.

Anrichten:

Suppe im Teller (oder Tasse) anrichten,

Blutwurstscheibe zugeben und mit

Blattpetersilie garnieren.

Gesundheit vor Ort 1/2010 | 13


Freizeit & Kultur

Burg Blankenstein

Entdecken Sie das Revier

Varieté et cetera

in Bochum

über der Ruhr, ein stark befestigtes Bauwerk

errichten. Der Standort auf dem

„blancken Steyn“, einer kahlen Anhöhe

also, ermöglichte eine freie Sicht über

die gesamte Grafschaft, besonders aber

über einen beliebten Handelsweg, der

sich der Ruhr als Transportweg bediente.

Auf diese Weise konnten Händler

und Reisenden ohne viel Aufwand kontrolliert

werden.

Nach ihrem allmählichen Verfall wurde

die Burg im 18. Jahrhundert wieder

aufgebaut. Alle Teile, die nicht zum ursprünglichen

Baustil passten, entfernte

Wer allein, mit Freunden oder

der Familie einen unterhaltsamen

und anregenden Abend verbringen

möchte, dem sei das Varieté

et cetera ans Herz gelegt. Seit

10 Jahren existiert es bereits in

Bochum. Sieben Jahre war es auf

Deutschlandtournee und ist seit

1999 fest an der Herner Straße

etabliert - inzwischen ist das

Varieté et cetera eine wichtige

kulturelle Einrichtung im Ruhrgebiet.

Die Burg Blankenstein gehört –

zusammen mit der Isenburg und

dem Wasserschloss Haus Kemnade

– zu den drei bekanntesten historischen

Gebäuden in Hattingen,

deren Schicksale eng miteinander

verknüpft sind.

Die Burg Blankenstein verdankt ihre

Entstehung einem Mord. Friedrich von

Isenberg hatte den Erzbischof Engelbert

auf dessen Rückreise von Soest nach

Köln in einem Hohlweg überfallen und

umbringen lassen, da der Erzbischof

Anspruch auf einige lukrative Vogteien

erhob, die Friedrich gehörten. Daraufhin

wurden die Besitzungen Isenbergs (auch

die Isenburg) eingezogen und zwischen

dem Erzbistum Köln und dem Grafen

Adolf von der Mark aufgeteilt. Zum

Schutz seiner Territorien ließ Graf Adolf

1227 auf einem kahlen Felsen, 80 Meter

man wieder, bevor die Burg Blankenstein

1909 unter Denkmalschutz gestellt

wurde. Noch heute ist die aus Ruhrsandstein

erbaute Anlage zu erkennen: Sie

erhebt sich auf einem hufeisenförmigen

Grundriss und wird von den Resten einer

Ringmauer umschlossen. Diese Mauer

sowie ein 30m hoher, viereckiger Turm

aus dem 13. Jahrhundert bilden die älteste

erhaltene Bausubstanz (Reste einer

Zwingermauer mit Rundtürmen sind ca.

100 Jahre jünger). Südlich neben dem

Turm befindet sich ein Rundbogentor,

flankiert von einem Rundturm mit Kegeldach,

wie es im Mittelalter in vielen

Verteidigungsanlagen üblich war. Das

nördlich des Turms befindliche, aus

Bruchsteinen errichtete zweigeschossige

Gebäude dient heute als Restaurant.

Eine Besichtigung der Burganlage, abgerundet

durch einen Abstecher in das

Burgrestaurant, ist eine empfehlenswerte

und nicht zu anstrengende Unternehmung,

besonders bei schönem

Frühlingswetter!

Alle zwei bis drei Monate präsentiert

et cetera ein komplett neues Bühnenprogramm:

Top-Acts aus Akrobatik,

Jonglage, Tanz, Gesang, Zauberei

und Conference, eingebunden in eine

Comedy- Rahmenhandlung, garantieren

Unterhaltung pur.

Die einzigartige Zelt-Atmosphäre mit

familiärem Ambiente, der Publikumssaal

für 300 Personen und ein ansprechender

Gastronomie-Bereich mit

Café-Garten sowie die Köstlichkeiten

aus der Küche sorgen für einen unvergesslichen

Abend.

Vorstellungen: Donnerstag bis Samstag

um 20 Uhr, Sonntag um 19 Uhr.

Preise zwischen 17,- und 29,- Euro.

Varieté ET CETERA

Herner Str. 299

44809 Bochum

Kasse Tel.: 0234 / 13003

www.variete-et-cetera.de

e-mail: info@variete-et-cetera.de

Fotos: Foto: © Stiftung Museum Schloss Moyland / Maurice Dorren

14 | Gesundheit vor Ort 1/2010


Freizeit & Kultur

Kultur

Vorschau:

„Walli-fix und die Gallier!“

Auf der Suche nach dem goldenen Notenschlüssel

Vom 12. Februar bis 2. Mai 2010:

Die Bochumer Kabarettistin Esther Münch

arbeitete schon mehrere Male erfolgreich

im Variete et cetera und hatte seit Jahren

die Idee, eine Gallier-Show zu inszenieren.

Nun ist es endlich so weit. Im Zuge

der Vorbereitungen auf „Ruhr 2010“ haben

die Ideen Gestalt angenommen und

werden umgesetzt.

Bei jeder et cetera Show findet sich ein

internationales Künstlerteam zusammen

und zeigt gemeinsam ein Programm aus

Artistik und Comedy. Dieses Mal wird

die Geschichte Bochums und im Besonderen

Bochums Berührungspunkte mit

den Römern und den Galliern das Thema

der Show sein: sozusagen unterhaltsamer

Geschichtsunterricht auf der Bühne mit

Artisten aus Finnland,

Südafrika,

Griechenland und

Deutschland. Diese

Show sollten

Sie nicht verpassen,

denn welche

Stadt erhält schon solch ein Unikat?!

Auch Waltraud Ehlert, Reinigungsfachkraft

mit heimatkundlichem und kulturellem

Bewusstsein, engagiert sich für die

Kulturhauptstadt 2010. Sie katapultiert

sich und alle anderen et cetera-Artisten in

die Zeit der Römer und der Gallier.

In einem kleinen Dorf in Bochum-Riemke

gibt es einen besonderen Klan Menschen.

Dort leben u.a. der starke Spargelix, der

pfiffige Dewentix, der magische Maggilix

und die bezaubernde Hullarine. Da die

gesanglichen Fähigkeiten von Singelix nur

seiner eigenen Mutter brillant erscheinen,

suchen alle anderen Dorfbewohner mit

vereinten Kräften nach dem goldenen

Notenschlüssel.

Wie und ob das gelingt, sehen sie ab dem

12. Februar 2010!

Gesundheit vor Ort 1/2010 | 15


Gesundheit

Gesünder leben durch

Chinesische Bewegungskunst

Die chinesische Medizin kennt eine ganze Reihe von

Bewegungs- und Meditationstechniken, die zur Erhaltung

der Gesundheit dienen und sich auch bei uns steigender Beliebtheit

erfreuen. Zwei der bekanntesten wollen wir Ihnen

vorstellen:

Tai Chi (gesprochen:Taitschi) und

Qigong (gesprochen: Tschigong)

sind weltweit geschätzt als effektive,

ganzheitliche Gesundheitsförderung,

die von Menschen jeden

Alters und in jedem Fitnesszustand

ausgeführt werden

können. Beide haben

die chinesische Yin-Yang-

Philosophie zur Grundlage

und lehren den Menschen,

seine innere Energie zur Steigerung

der Lebensqualität zu nutzen. Beim

Üben verbinden sich Körper, Geist

und Atem zu einer tiefen, natürlichen

Einheit.

Qigong

Das chinesische Wort Qi (gesprochen:

Tschi) bedeutet „Atem“ oder „Energie“.

Gong heißt „Arbeit“, aber auch

„Können“. Zusammen bezeichnet der

Ausdruck Qigong die Fähigkeit, mit dem

Atem als vitale Lebenskraft umzugehen,

sie zu beleben und zu aktivieren.

Die Qigong-Übungen sind älter als die

Akupunktur und bildeten ursprünglich

die Basis der chinesischen Medizin. Sie

variieren je nach Schule stark in ihrer

Chinesisches Sprichwort:

„Die Zeit, die Du Dir nicht für Deine

Gesundheit nimmst, nimmt sich die Krankheit.

Ausführung, haben aber alle zum Ziel,

Kontrolle über den Fluss der Lebensenergieströme

zu erlangen und dadurch

nicht nur die körperliche Gesundheit,

sondern auch den Willen zu stärken.

Tai Chi

Im Tai Chi als Entspannungsübung

kommt es in erster Linie auf Weichheit

und Geschmeidigkeit an. Die Muskulatur

soll im Laufe der Zeit in hohem Maße

entspannt und die Gelenke beweglich

werden. Der Ausdruck Tai Chi kann als

„Das Erhabene“ oder „Höchste Unendlichkeit“

verstanden werden, wobei das

Tai auch als Bezeichnung des Polarsterns

als Angelpunkt des Universums gilt.

Die Tai Chi und Qigong-Kurse, die in

Mitgliedsvereinen des Dachverbandes

gegeben werden,

sind von den Spitzenorganisationen

der gesetzlichen

Krankenkassen als qualitätsgesicherte

Präventionskurse

nach § 20 SGB V (Sozialgesetzbuch) zertifiziert.

Deren Mitgliedskassen übernehmen

bis zu 100 % der Kursgebühren.

Zusätzlich bieten zahlreiche Krankenkassen

ihren Versicherten Prämien im

Rahmen von Bonusprogrammen an, mit

denen sie Bonuspunkte für individuelle

Aktivitäten zur Gesundheitserhaltung

und –förderung vergeben.

!

Tai Chi (siehe Bild) kann in jedem Alter erlernt

und ausgeübt werden. Fragen Sie Ihre

Krankenkasse nach möglichen Kostenübernahmen.

16 | Gesundheit vor Ort 1/2010


Gesundheit

Flüssigkeitsaufnahme -

Wer viel trinkt, bleibt fit von Michael Dau

Dass der menschliche Körper zu ca. 78% aus Wasser besteht,

ist heutzutage kein Geheimnis mehr.

Dass die 5-7 Liter Blut, die pro Minute durch unseren

Körper gepumpt werden, ebenfalls zum

größten Teil aus Wasser bestehen, können sich

die meisten Menschen ebenfalls denken. Dass

wir aber auch dann ständig Flüssigkeit verlieren,

wenn wir nicht zur Toilette gehen oder nicht

stark schwitzen, wissen nur die wenigsten. Unter

dem Fachbegriff Perspiratio insesibilis (nicht

spürbares Schwitzen) versteht man nichts anderes,

als dass der Mensch ständig über seine

Haut Körperflüssigkeiten verdunstet und dies

nicht einmal merkt. Dieser Mechanismus hilft

uns, unsere Körpertemperatur zu regulieren.

Jeden Tag verlieren wir somit ca. 500 ml Flüssigkeit,

die - neben unseren anderen Körperausscheidungen

- auch wieder aufgefüllt werden

möchten.

Menschen - zu geistiger Verwirrung führen.

Dies liegt daran, dass unser Blut ja gleichzeitig

Nährstoff und Sauerstoffträger ist und diese

wichtigen Dinge nicht ausreichend an unsere

Gehirnzellen weitergeben kann. Ebenfalls erhöht

sich die Thrombosegefahr erheblich, vor

allem wenn weitere Risikofaktoren (z.B. Krampfadern)

vorliegen.Zu konzentrierter oder auch

einfach wenig Urin spült die Nieren nicht genug,

das Nierengewebe kann Schaden nehmen.

Harnkristalle können sich in den Nieren und den

ableitenden Harnwegen ablagern und dort zu

schmerzhaften und gefährlichen Nierensteinen

führen.

• In den Bronchien können die darin vorhandenen

Flimmerhärchen den zähflüssigen

Schleim kaum noch transportieren. Kommen

hier eine flache Atmung (z.B. wenn man sehr

Was passiert, wenn wir nicht genug trinken?

Müssen wirklich nur die Nieren gespült

werden?

Die Antwort heißt nein und lässt sich einfach begründen.

Alle Körperflüssigkeiten, Schleimhäute

und Haut benötigen die Flüssigkeitszufuhr von

außen. Das Blut, das Gehirnwasser, Urin, Stuhl

inaktiv ist) und ein paar Bakterien hinzu, ist die

Bronchitis

oder Lungenentzündung vorprogrammiert.

• Außerdem trocknen Haut und Schleimhäute

bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr aus. Die

Schleimhäute werden anfälliger für Erkrankungen

(Pilzbefall, Entzündungen), die Haut

und alle Schleimarten (z.B.

sieht schuppig und faltiger

aus.

Tipps:

Bronchialsekret oder Speichel),

müssen regelmäßig

mit Flüssigkeit aufgefüllt Trinken Sie mindestens 2 -3 Liter Flüssigkeit

Die Liste der Folgen ließe

sich noch um viele Beispiele

pro Tag und meiden Sie dabei

ergänzen. Die mei-

werden, damit die darin

anregende Tees und Kaffee, denn

enthaltenen, u.a. festen

sten könnte man als mehr

sie fordern mehr Flüssigkeit, als sie

Bestandteile (Blutzellen,

oder weniger schwerwiegende

Gesundheits-

selbst geben. Grüne Tees, Früchtetees,

Mineralwasser und dergleichen

Kristalle, etc.) sich nicht

im Körper ablagern.

• So kann eingedicktes

eignen sich dagegen hervorragend. störungen infolge mangelnder

Flüssigkeitszufuhr

Blut - vor allem bei älteren

bezeichnen.

Wer viel trinkt,

bleibt fit -

das gilt nicht nur für

ältere Menschen

Gesundheit vor Ort 1/2010 | 17


Rätsel

1.Wie nennt man einen Facharzt, der für Herz- und Kreislaufprobleme zuständig ist?

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2.Zum Lebensraum der Makrele gehören u.a. die Küstengewässer dieses Meeres:

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3.Die Himmelsrichtung, von der die Bezeichnung „Ostern“ abgeleitet ist.

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4.Wie wird der Broccoli wegen seines zarten Geschmacks noch genannt?

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5.Für die „Düsseldorfer Senfsuppe mit Stembergs Blutwurst“ wird zunächst dieses

Gemüse mit Zwiebel und Butter angedünstet.

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9

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Mitmachen und

gewinnen!

6.Viren vermehren sich, indem sie sich an fremde Zellen anheften und ihnen diese

Substanz einschleusen.

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Das können Sie gewinnen:

1. Preis:

Ein Tagesausflug

mit F.U.K. - Reisen

für zwei Personen.

Haben Sie aufmerksam gelesen? Dann

finden Sie sicher die 6 Begriffe heraus,

die alle in der vorliegenden Ausgabe der

Gesundheit vor Ort vorkommen. Ersetzen

Sie bei der Beantwortung der Fragen die

Zahlen durch Buchstaben - gleiche Zah-

len entsprechen stets den selben Buchstaben.

Die ersten Buchstaben nennen

Ihnen – von oben nach unten gelesen –

eine Naturerscheinung, der man im Frühjahr

häufig begegnet.

Rätsel geknackt?

2.Preis:

Ein Wellnes-

Gutschein.

Unsere Gewinner des letzten Rätsels

(Ausgabe 4/2009):

1. Preis (Tagesausflug):

Mireille Friedrich, Dortmund.

4. Preis:

Ein Gutschein

von Douglas.

3 . Preis:

Ein Blutdruck -

Messgerät.

Das Lösungswort schicken Sie bitte an:

Familien- und Krankenpflege Bochum,

z.H. Frau Müller

Paddenbett 13, 44803 Bochum.

Einsendeschluss ist der 15.04.2010

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2. Preis (Konzerthaus Dortmund): Herr

L. Habeck, Dortmund

3. Preis (Gutschein Massagen):

B. Rückel, Bochum.

4. Preis (Gutschein Douglas):

Klaus Dümecke, Essen

Herzlichen Glückwunsch!

Fotos: Fotolia, Mondpalast/Presse, F.U.K. - Reisen, Konzerthaus Dortmund/Presse

18 | Gesundheit vor Ort 1/2010


Kontakt / Impressum

Familien- und Krankenpflege

e.V. Herne

4 x in Herne

Gesundheitszentrum

Herne - Mitte

Altenhöfener Str. 42 - 44

44623 Herne

Tel: 02323 - 99490 - 0

Fax: 02323 - 99490 - 29

E-mail: fundk-herne1@versanet.de

Gesundheitszentrum

Herne - Wanne

Freisenstr. 4 - 6

44649 Herne

Tel: 02325 - 9730 - 0

Fax: 02325 - 9730 - 29

E-mail: fundk-herne2@versanet.de

Seniorenberatungsstelle

Herne - Horsthausen

Gneisenaustr. 1

44628 Herne

Tel: 02323 - 80031

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Herne - Süd

Jahnstr. 27

44625 Herne

Tel: 02323 - 2290567

Fax: 02323 - 2290568

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Impressum / Herausgeber:

Verantwortlich im Sinne des

Presserechts:

Redaktion:

Petra Janitzki

Michael Schreiber

Dirk Brieskorn

Ellen Bobe-Kemper

Petra Müller

Christa Stolte

Manfred Kiseier

Gesamtauflage:

28.000 Exemplare

Lokalausgabe Herne:

4.000

Layout:

pluszwo.de

Druck:

Color Offset Wälter, Dortmund

Gesundheit vor Ort 1/2010 | 19


Hilfen fürs

Leben.

4 x in Herne.

Fast jeder Mensch braucht irgendwann Hilfe. Seit mehr als 30

Jahren sorgen wir dafür, dass Sie stets die beste bekommen.

Das können wir für Sie tun:

• Kranken-, Alten- und Familienpflege

• Mobiler Sozialer Hilfsdienst

• Individuelle Schwerstbehindertenbetreuung

• Essen auf Rädern

• Hausnotruf

• Beratung u.v.m.

Informationen unter:

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