Süd-Europareise März bis Mai 2013 (4 Teile) - Stalgies

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Süd-Europareise März bis Mai 2013 (4 Teile) - Stalgies

Süd-Europareise März bis Mai 2013 (4 Teile)

4. Teil: La Rochelle, Frankreich bis Lemmer, Niederlande

Weiter im Nord-Westen Frankreichs sollte La Rochelle angesehen werden. Die in der Stadt

angebotenen Stellplätze hatten wir wegen mangelnder Versorgungseinrichtungen gemieden und sind

am Rande der Stadt, in Aytre auf den Campingplatz Les Sables ausgewichen. Es war ein ACSI-Platz

für € 16,00, der ca. 3 Km vor der Stadt lag.

N 46°6‘59“ W 1°7‘10“

Große, mit hohen Hecken abgetrennte Parzellen

Der Fußweg zum Strand dauert etwa 10 Minuten. Ganz in der Nähe befindet sich auch ein

abgelegener Stellplatz mit V/E ohne Strom für ca. 20 Fahrzeuge. Die Bach-Überquerung ist bis 3,5t

zugelassen.

Von Aytre nach La Rochelle führt ein sehr schöner Radweg, von dem aus wir ganz sanft auf die Stadt

vorbereitet wurden. In der Stadt werden wir mit einem Sportboothafen konfrontiert, wie wir

vergleichbare Größen in Europa noch nicht gesehen hatten. Die gesamte Sportboot-Infrastruktur rund

um das Hafengebiet mit Werften, Ausrüstern, Werkstätten usw. hatte gewaltige Ausmaße. In der

Bucht vor La Rochelle liefen Segelwettbewerbe für meist kleine Boote, weil das Wasser auch bei Flut

sehr niedrig ist.

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Radweg nach La Rochelle

Optimisten-Segelboote in der Bucht von La Rochelle

Der Übergang zur Altstadt von La Rochelle, mit der Einfahrt zum Binnenhafen und den alten Türmen

ist beeindruckend und zieht einen förmlich hinein in den alten Stadtteil. In der Altstadt viel gepflegte

alte Bausubstanz, Arkaden mit Boutiquen und einer großen, spannenden Markthalle in der man so

ziemlich alles kaufen konnte.

Einfahrt zum Binnenhafen

Arkaden mit Boutiquen

Auch vor der Markthalle viele Frischwaren und reges Treiben

Das Angebot an Frischfisch war sehr verlockend

In Guérande waren wir vor 2 Jahren schon einmal und haben auf der Durchreise, in Batz sur Mer,

Fleur de Sel mitgenommen. Die Fleur de Sel (deutsch Salzblume) ist das teuerste Meersalz, es

entsteht nur an heißen und windstillen Tagen als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und

wird in Handarbeit mit einer Holzschaufel abgeschöpft. Es besteht im Mittel aus über 97 %

Natriumchlorid, 0,5 % Calciumsulfat, 0,3 % Magnesiumchlorid, 0,2 % Magnesiumsulfat ("Bittersalz")

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und etwa 0,1 % Kaliumchlorid, der Rest ist verbliebenes Wasser. Meersalz wird von einigen Köchen

wegen eines angeblich besseren Geschmacks bevorzugt.

In Erzeuger-fernen Gegenden muss das Salz relativ teuer bezahlt werden. Direkt beim Erzeuger

zahlten wir für ein 5 Kg-Gebinde € 45,00.

Bronzeplastik Salzgewinnung vor

einem Laden in der Innenstadt

Markenverpackung Fleur de Sel

in Batz sur Mer

Guérande hat eine hübsche mittelalterliche Innenstadt mit den üblichen Konsum-Boutiquen, aber auch

heimisch erzeugten Produkten, beachtenswerter Kunst und einer eindrucksvollen Kathedrale.

Stadttor Porte St. Michel

Fachwerhaus mit ausgesucht schöner Gebrauchskunst

Einen Übernachtungsplatz haben wir am Stadtrand von Guérande, auf dem ACSI-Campingplatz

Camping La Fontaine für € 14,00 gefunden. Sehr guter Platz mit neuem Sanitärgebäude und großen,

grünen Stellplätzen. Von hier aus sind Fahrradauflüge in die Stadt, in die Umgebung oder an den

Atlantik, z. B. nach Piriac sur Mer möglich.

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N 47°20‘57“ W 2°26‘2“ große, grüne Stellplätze

neues Sanitärgebäude

In ca. 15 Km Entfernung liegt der kleine Badeort Piriac sur Mer, zu dem man einen ausgeschilderten

Fahrradweg nutzen kann. Ein Badestrand, Sportboothafen Strandpromenade, Cafés und sonstige

kleine Restaurants und Läden laden zum Bummeln ein. Sehr angenehme Umgebung. Ein Stellplatz,

jedoch ohne Versorgung und sehr eng, ist mitten im Ort vorhanden.

Piriac sur Mer

Sportboothafen und vor der Hafenmole ein Strand

Saint Malo hatten wir uns als unbedingt sehenswertes Ziel beschreiben lassen – und es stimmte

tatsächlich. Die alte Stadt mit ihrem mittelalterlichen Flair hat uns sofort in ihren Bann gezogen. Vorher

hatten wir uns auf dem ca. 5 Km entfernten Reisemobil-Stellplatz in Rotheneuf eingerichtet. Der

empfehlenswerte Stellplatz kostet € 6,50 pro Tag und hat alles was benötigt wird. Der Hygienebereich

könnte zwar noch verbessert werden, aber wenn man etwas aufpasst, geht’s wohl.

N 48°40‘50“ W 1°57‘46“

Verbesserungsfähige Hygiene

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Vorgelagerte Festungsinsel Fort National

Stadtmauer mit Turm

Altstadtinsel St. Malo

Schnellfähre nach Jersey

Honfleur lag schon auf unserem direkten Heimweg. Hier hatten wir vor 2 Jahren schon 3 Tage

übernachtet und deshalb waren auch eigentlich keine Überraschungen zu erwarten. Die Anfahrt war in

diesem Jahr schwieriger als beim letzten Mal, weil wir aus anderer Richtung kamen und jetzt

permanent vor 3,5t-Straßen standen. Der Stellplatz am Bassin Carnot fasst 240 Mobile und bietet die

gesamte Versorgungspalette. Als wir ankamen, war der Platz zu ca. 2/3 belegt. Irgendwann weit nach

Mitternacht lief dann wohl das 350ste Fahrzeug ein und der Platz war total überfüllt. Was an sich zu

ertragen wäre, wenn nicht für fast alle Anwesenden die Fluchtwege verstellt gewesen wären.

N 49°25‘9“ W 0°14‘28“ ab Mitternacht war der Honfleur ist auf jeden Fall eine Reise wert

Innenbereich zugestellt

Was wir nicht wussten, an diesem Tag war der „Kriegsende-Feiertag“, und am Tag danach

Himmelfahrt, und an diesem langen Wochenende war wohl ganz Frankreich unterwegs.

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Aus dem Grunde sind wir auch nicht über Paris nach Deutschland zurück sondern haben den Weg

über Belgien und Niederlande gewählt. Anlaufziel in Belgien war Brügge. Innenstadt-nah gibt es

leider nur den Stellplatz von Interparking, Kampeerautoterrein. Der Platz kostet € 22,50 zusätzlich der

benötigten V/E und die einzelnen Plätze sind dermaßen eng, dass man kaum die Tür auf bekommt.

Wir brauchten aber Zeit für die Stadtbesichtigung und sind deshalb geblieben. Aber im Prinzip ist der

Platz abzulehnen.

N 51°11‘47“ O 3°13‘36“ der Raum hinter der Schranke ist so

kurz, dass man WoMo-Heck und Schrankenanlage leicht

beschädigen kann

Die Fahrzeuge stehen so eng, dass kaum die Tür aufgeht

Brügge selbst, ist unbedingt eine Reise wert. Die Backsteingotik im großen Zentrum von Brügge ist in

einmaliger Vielfalt und Schönheit zu sehen. Wir waren überwältigt von den vielen einfallsreichen

Fassaden. Für die Besichtigung sollte man sich mindestens 2 Tage Zeit nehmen.

Einkaufsstrasse

Solitär mit starker Wirkung

Venedig-Feeling in Belgien

Im Einklang mit der Natur

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Die letzte Station vor unserer Heimkehr sollte das Ijsselmeer sein. Mit unserem Boot hatten wir schon

einmal im Hafen von Lemmer gelegen. Nun wollten wir prüfen, ob der frische Matjes noch so gut

schmeckt wie vor ca. 20 Jahren. Als Stellplatz hatten wir uns den am Binnenhafen ausgesucht. Wir

hatten Glück den letzten Platz bekommen zu haben – dachten wir, es wurden aber noch 2 weitere

Mobile hinein gequetscht und plötzlich war der Spaß vorbei. Der Hafenmeister/Stellplatzbetreiber hatte

gar kein Verständnis für die Rückforderung eines Teils der Stellplatzgebühr.

Weil wir sonst aber viel Freude am Weg hierher und am Matjes hatten und die Zeit schon recht

fortgeschritten war, sind wir geblieben.

N 52°50‘47“ O 5°41‘45“ 3 x den Preis für einen Platz

Stellplatz liegt direkt am Sportboothafen binnen

Tulpenblüte auf dem Weg nach Lemmer

Blick in die Innenstadt

Von Lemmer aus haben wir nach 50 Tagen tatsächlich den Weg in unser Haus gefunden und waren

trotz aller Anstrengungen ziemlich begeistert von unserer Reise.

Wer statistische Daten über Entfernungen,

Dieselverbrauch und sonstige Kosten erfahren

möchte kann die Excel-Tabelle (PDF) ansehen.

An dieser Stelle sei nur noch darauf

hingewiesen, dass die gesamte Strecke

8.200 Km lang war.

Es grüßen

Elisabeth und Reinhold Stalgies

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