Boehringer Ingelheim Broschu?re 2te Auflage 2011 layout 1

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Boehringer Ingelheim Broschu?re 2te Auflage 2011 layout 1

Unternehmensprofil

Boehringer Ingelheim

am Standort Deutschland

Werte schaffen durch Innovation


Rund um die Uhr:

Pharmaproduktion am Standort Ingelheim

Boehringer Ingelheim


Herausragend in Innovation und

Technologie zu sein – das ist heute

wie vor 125 Jahren das Leitmotiv

von Boehringer Ingelheim.

Damit Forschung und Entwick-

lung auch weiterhin die treibenden

Kräfte des Unternehmens bleiben,

wird Boehringer Ingelheim

kontinuierlich mehr als 20 Prozent

seiner Erlöse in Forschung und

Entwicklung investieren.

Boehringer Ingelheim

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

3


4

Verantwortungsvolles Unternehmertum.

Werte ohne Halbwertszeit.

Mitarbeiter als Motor für Innovation.

Das unabhängige Familienunternehmen Boehringer Ingelheim

wurde 1885 in Ingelheim am Rhein von Albert Boehringer

gegründet. Damals wurden die Grundlagen gelegt für ein

Pharmaunternehmen, das längst weltweit tätig ist und dessen

Werte bis heute im Firmenalltag gelebt werden.

Die Gesellschafter bekannten sich von Anfang an zu einem

verantwortungsvollen Unternehmertum und sehen sich auch

heute noch als Treuhänder für den langfristigen Unternehmenserfolg.

Es ist das unternehmerische Ziel, langfristig und

werteorientiert zu handeln. Boehringer Ingelheim folgt diesem

Prinzip in allen seinen Aktivitäten seit nunmehr vier Generationen.

Aus dieser langfristig angelegten und konsequent

verfolgten Unternehmensstrategie resultiert der wirtschaftliche

Erfolg von Boehringer Ingelheim.

Boehringer Ingelheim gibt seit der Gründung vor 125 Jahren

einer nachhaltigen, soliden Ertragsentwicklung Vorrang vor

kurzfristiger Renditesteigerung. Die Gesellschafter gewährleisten

das Wachstum des Unternehmens aus eigener Kraft und

wollen damit seine Unabhängigkeit erhalten.

Zudem erlaubt dieser nachhaltige Ansatz Boehringer Ingelheim

eine langfristige Forschungs- und Entwicklungsstrategie. Diese

schafft ein Klima, in dem Kreativität und Forschergeist wachsen

können.

Nachhaltigkeit


Innovation im Blick:

Forscherteam in Biberach an der Riß

Die Innovationskraft von Boehringer Ingelheim wird auch in

Zukunft von dem Erfolg in vier Kerngebieten abhängen:

neue und innovative Medikamente zum Wohle der

Patienten zu erforschen, zu entwickeln, herzustellen

und zu vermarkten,

kontinuierlich Produkt- und Prozessinnovation durch

eigene Forschung und Entwicklung zu schaffen,

die Mitarbeiter als wichtigsten Wert im Unternehmen

und als Garant für dessen innovative Leistungsfähigkeit

zu schätzen

und nicht zuletzt effizient und verantwortungsvoll

mit den natürlichen und ökonomischen Ressourcen

umzugehen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

5


6

Erfolgsgaranten: Nur engagierte

Mitarbeiter bringen Spitzenleistungen

Die Gesellschafter haben für die zukunftsfähige Ausrichtung

von Boehringer Ingelheim den strategischen Rahmen definiert

sowie als verantwortungsvolle Unternehmer die finanziellen

Mittel zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit den Mitgliedern

der Unternehmensleitung werden sie die Zukunft von Boehringer

Ingelheim gestalten und ein unabhängiges Unternehmen

erhalten, das auf der Grundlage seiner innovativen Stärke

weiter wächst.

Nachhaltigkeit


Seine Innovationskraft und

seinen Erfolg verdankt Boehringer

Ingelheim einer konsequenten

Unternehmensstrategie:

dem gelebten Willen, Wachstum

und Unabhängigkeit des Unter-

nehmens aus eigener Kraft zu

gewährleisten.

International


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Erfolgsfaktor Mitarbeiter:

Internationalisierung ermöglicht Erfolg in

Deutschland

Fünf Kontinente. Ein Erfolgsrezept.

Werte schaffen durch Innovationen – dieses Leitmotiv hat sich

für Boehringer Ingelheim zum Erfolgsrezept entwickelt. Im

125. Jahr seines Bestehens war Boehringer Ingelheim das weltweit

am schnellsten wachsende Pharmaunternehmen. Die

Erlöse wuchsen zwischen 2008 und 2009 um zehn Prozent

auf 12,7 Milliarden Euro – bisheriger Höhepunkt einer Entwicklung,

die Boehringer Ingelheim seit einem Jahrzehnt ein

deutlich über dem Branchendurchschnitt liegendes Wachstum

beschert.

International


Erlöse nach Regionen (2009 in Prozent)

49 % Amerika

20 % Asien, Afrika, Australien

31 % Europa

10 % Deutschland

6 % Deutschland*

*mit Arzneimitteln, ohne Industriekundengeschäft

Boehringer Ingelheim erforscht, entwickelt, produziert und

vermarktet weltweit Arzneimittel. Hauptsitz des Familienunternehmens

ist Ingelheim am Rhein. Das Unternehmen

unterhält in sieben Ländern Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.

Auf allen Kontinenten besitzt es Standorte und

Produktionsbetriebe. Mehr als 41.500 Mitarbeiter arbeiten in

den 142 Gesellschaften des Unternehmensverbands, davon

rund 6.900 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung.

Wichtigster pharmazeutischer Markt ist Amerika. Dort erzielt

das Unternehmen rund 49 Prozent seiner Erlöse. Europa folgt

mit 31 Prozent auf Platz zwei, während Asien, Australien und

Afrika 20 Prozent zu den Erlösen beisteuern.

International

International

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Forschungsgebiete und

Beispiele für Krankheitsgebiete

Atemwegserkrankungen:

Asthma COPD

Idiopathische Lungenfibrose

Kardiometabolische

Erkrankungen:

Atherosklerose Diabetes

Metabolisches Syndrom

Thromboembolische Erkrankungen

Onkologie:

Lymphome Leukämie Solide Tumoren

Neurologische Erkrankungen:

Alzheimer-Krankheit Chronischer Schmerz

Migräne Parkinson-Krankheit

Immunologie:

Multiple Sklerose Psoriasis

Rheumatoide Arthritis

Infektionskrankheiten:

Hepatitis C HIV/AIDS

10 International

Forschungs- und

Produktionsstandorte

Forschung &

Entwicklung

Biberach (D)

Ingelheim (D)

Ridgefield (USA)

Laval (CDN)

Wien (A)

Buenos Aires (RA)

Mailand (I)

Kōbe (J)


Produktion

Amerika

Bedford (USA)

Columbus (USA)

Mexico City (MEX)

Petersburg (USA)

Bogota (CO)

Itapeceria (BR)

Forschungs- und Produktionsstandorte

in Deutschland

Dortmund: Produktion

Ingelheim:

Forschung & Entwicklung,

Produktion

Biberach:

Forschung & Entwicklung,

Produktion

Europa

Blanquefort (F)

Malgrat (E)

Sant Cugat (E)

Fornovo (I)

Biberach (D)

Ingelheim (D)

Dortmund (D)

Koropi (GR)

Asien

Shanghai (RC)

Bogor (RI)

Yamagata (J)

Fukushima (J)

Narita (J)

International

International

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Erlöse nach Geschäftsfeldern (2009 in Prozent)

79 % Verschreibungspflichtige Medikamente

10 % Selbstmedikation

4 % Biopharmazeutika

2 % Pharmachemikalien und Pharmazeutische Produktion

5 %

Tiergesundheit

Das Geschäftsfeld Humanpharmazeutika umfasst die verschreibungspflichtigen

Arzneimittel, Medikamente für die Selbstmedikation

sowie das Industriegeschäft. Dieses Geschäftsfeld

generiert 95 Prozent aller Einnahmen. Das zweite Geschäftsfeld,

Medikamente für die Tiergesundheit, steuert fünf Prozent zu

den Erlösen des Unternehmens bei.

Die starke Nachfrage, insbesondere nach den verschreibungspflichtigen

Medikamenten von Boehringer Ingelheim, hat einen

guten Grund: Seine Arzneimittel in den Therapiegebieten Atemwegs-,

Herz-Kreislauf- und neurologische Erkrankungen sind

weltweit längst Therapiestandard. Die innovativen Präparate

eröffnen Ärzten und ihren Patienten auf der ganzen Welt neue

Behandlungschancen.

12 International


Sichtbares Zeichen für die

Verbundenheit von Boehringer

Ingelheim mit dem Standort

Deutschland sind überpro-

portionale Investitionen.

37 Prozent seiner weltweiten

Investitionen stehen lediglich

10 Prozent* der Erlöse hierzulande

gegenüber.

* 6 Prozent mit Arzneimitteln, ohne Industriekundengeschäft

Deutschland


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Ein Unternehmen. Vier Standorte.

Dem Standort verpflichtet – von der Unternehmenszentrale

in Ingelheim am Rhein aus wird der gesamte internationale

Unternehmensverband gesteuert. Deutschland ist der wichtigste

Forschungs- und Produktionsstandort.

In Ingelheim stellt Boehringer Ingelheim Arzneimittel für den

internationalen Unternehmensverband her. Die Geschäftseinheit

Tiergesundheit hat hier ebenfalls ihren Sitz. Im baden-

Deutschland

Standort Hannover

• Europäisches Tierimpfstoffzentrum (im Bau)

• Mitarbeiter: 50 (geplant)

Standort Dortmund

• Entwicklung und Produktion

von Mikrosystemtechnik,

z.B. Inhalatorsystemen

• Mitarbeiter: 415*

Stammsitz Ingelheim

• Internationale Unternehmenszentrale

• Unternehmenszentrale Deutschland

• Produktion von Arzneimitteln

für den Unternehmensverband

• Human- und Veterinärarzneimittel

• Mitarbeiter: 6.400*

Standort Biberach an der Riß

• Forschungs- und Entwicklungszentrum

• Entwicklung und Produktion von

Biopharmazeutika

• Mitarbeiter: 4.500*

* jeweils ohne Auszubildende


württembergischen Biberach an der Riß betreibt Boehringer

Ingelheim eines der bedeutendsten Forschungs- und Produktionszentren

der Welt für biotechnologisch hergestellte

Arzneimittel. In Dortmund stellt Boehringer Ingelheim micro-

Parts GmbH unter anderem Inhalationsgeräte zur Behandlung

von Atemwegserkrankungen her. In Hannover entsteht das

Boehringer Ingelheim Veterinary Research Center, ein europäisches

Forschungszentrum für Tierimpfstoffe.

Deutschland verliert für Boehringer Ingelheim als Markt mehr

und mehr an Bedeutung. Lediglich zehn Prozent aller Erlöse

erwirtschaftet der Unternehmensverband in seinem Heimatmarkt.

Betrachtet man die wichtigste Produktgruppe, die

Arzneimittel ohne Industriekundengeschäft, dann sind es sogar

nur sechs Prozent.

Diese Zahlen stehen in scharfem Kontrast zum Engagement

von Boehringer Ingelheim in Deutschland: 37 Prozent aller Investitionen,

im Jahr 2009 waren dies 234 Millionen Euro, bleiben

im Lande. 37 Prozent aller Mittel für Forschung und Entwicklung

(827 Millionen Euro) werden hier ausgegeben. Etwa

40 Prozent aller Forscher arbeiten an deutschen Standorten.

29 Prozent aller Mitarbeiter haben dort ihren Arbeitsplatz. In

Deutschland wuchs die Zahl der Beschäftigten seit dem Jahr

2000 um 45 Prozent auf gut 12.000, knapp die Hälfte davon

arbeiten in der Produktion. Der Anteil der Mitarbeiter, die im

Marketing und Vertrieb tätig sind, beträgt in Deutschland zehn

Prozent, während der Anteil der Mitarbeiter in Forschung, Entwicklung

und Medizin 22 Prozent ausmacht.

Diese Zahlen dokumentieren das klare Bekenntnis des Unternehmens

zum Standort Deutschland, dem sich Geschäftsführung

und Gesellschafter trotz schwieriger gesundheitspolitischer

Rahmenbedingungen traditionell verpflichtet fühlen.

Deutschland

Deutschland

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Welt

Deutschland

Deutschland

Stand:

31. 12. 2009

Deutschland

100 %

90 %

80 %

70 %

60 %

50 %

40 %

30 %

20 %

10 %

0%

1.327

Mio. Euro

Erlöse

100 %

10 %

6 %

12.721

Mio. Euro

733

Mio. Euro*

Erlöse

* mit Arzneimitteln, ohne

Industriekundengeschäft


12.000

29 %

Mitarbeiter Investitionen, Forschungsausgaben

41.500 6.900

Alle Mitarbeiter

100 %

40 % 2.680

Forschung

630

Mio. Euro

234

Mio. Euro

Investitionen

100 %

2.215

Mio. Euro

37 % 37 % 827

Mio. Euro

Forschungsausgaben

Deutschland

Deutschland

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Forschung und Entwicklung sind die Grundlagen

des Erfolgs von Boehringer Ingelheim

Auch in der Vergangenheit investierte Boehringer Ingelheim

vorrangig hierzulande – insgesamt in den zurückliegenden

zehn Jahren rund drei Milliarden Euro. Investitionen, die ohne

die konsequente Internationalisierung des Geschäfts weder

nötig noch möglich gewesen wären.

Davon profitieren die Standorte, sowie die umliegenden

Regionen Ingelheim, Biberach an der Riß, Dortmund und

Hannover: Boehringer Ingelheim ist ein sicherer Arbeitgeber,

ein potenter Auftraggeber für Dienstleistungs- und Zulieferbetriebe

sowie ein solventer Steuerzahler.

18 Deutschland


Boehringer Ingelheim ist dem

Ziel verpflichtet, den Menschen

durch die Erforschung von

Krankheiten und die Entwicklung

neuer Arzneimittel zu dienen.

In der Forschung und Entwicklung

arbeiten in Deutschland

rund 2.700 Menschen. Das

sind 40 Prozent aller Forscher

weltweit.

Menschen

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20

Im Fokus: Patienten und Mitarbeiter

Der Mensch steht im Mittelpunkt – als Patient oder als Mitarbeiter.

Das hat bei Boehringer Ingelheim seit 125 Jahren

Tradition und ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.

Das Unternehmen stellt hohe ethische Ansprüche an sich selbst,

um durch innovative Arzneimittel und Behandlungsmethoden

weltweit zu helfen, die Gesundheit und Lebensqualität von

Millionen Menschen zu verbessern.

Der Patient und seine Erkrankungen stehen im Mittelpunkt

aller Anstrengungen von Boehringer Ingelheim. Der Fokus

liegt auf der Erforschung von Therapien gegen schwerwiegende,

chronische Erkrankungen, für die bisher nur unzureichende

Therapieoptionen zur Verfügung stehen.

Menschen


Die Mitarbeiter sind der Mittelpunkt der ganz besonderen

Unternehmenskultur von Boehringer Ingelheim als Familienunternehmen

mit einer gelebten Verantwortung, die auf

gegenseitigem Respekt und Fairness beruht. Sie bilden das

kreative Potenzial des Unternehmens. Sie sind die Voraussetzung

für anhaltende Innovationskraft, höchste Produktqualität

und umfassenden Service. Nur motivierte und engagierte

Mitarbeiter garantieren Spitzenleistungen. Ihr Know-how und

ihr Engagement sind entscheidende Erfolgsfaktoren.

Diese Überzeugung zeigt Wirkung: Die Attraktivität von

Boehringer Ingelheim als bevorzugter Arbeitgeber ist seit vielen

Jahren weltweit anerkannt. Das Unternehmen wird als Arbeitgeber

geschätzt, wie ihm immer wieder durch Umfragen im

In- und Ausland bestätigt wird. In der renommierten amerikanischen

Fachzeitschrift „Science“ belegte Boehringer Ingel-

Menschen

Menschen

21


22

heim bereits mehrfach einen der vorderen Plätze, ebenso wie

beim Verband der Angestellten Akademiker in der Chemischen

Industrie. Die Befragten honorieren insbesondere den respektvollen

Umgang des Unternehmensverbands mit seinen Mitarbeitern.

Mehrfach wurde das Unternehmen für seine familienfreundliche

Arbeitsgestaltung ausgezeichnet. Kinderkrippen an den

Standorten Ingelheim und Biberach an der Riß, eine Vielzahl

von Arbeitszeitmodellen sowie die Förderung der Telearbeit

erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Regelmäßig

stellt sich das Unternehmen einer externen Überprüfung.

Die Hertie-Stiftung hat Boehringer Ingelheim wiederholt

für das familienpolitische Engagement mit dem Zertifikat „berufundfamilie®“

ausgezeichnet.

Gesellschaftliches Engagement zeigt Boehringer Ingelheim

auch beim Thema Aus- und Weiterbildung. Im Jahr 2010 bildete

das Unternehmen allein in Deutschland 728 junge Menschen

in 28 Berufen aus. Rund 100 Mitarbeiter haben sich für ein

berufsbegleitendes Studium entschieden und verbinden ihre

akademische Ausbildung an Fachhochschulen oder Berufsakademien

mit praktischer Ausbildung im Unternehmen.

Verantwortung für die Mitarbeiter war schon vor 125 Jahren

Bestandteil der Unternehmensphilosophie: Aus gegenseitigem

Respekt und fairem Umgang entwickelte sich eine Unternehmenskultur,

die das Wohl von Mitarbeitern und Patienten

gleichermaßen im Blick hat.

Menschen


Forschung und Entwicklung waren

schon immer Grundlagen des

Erfolgs von Boehringer Ingelheim

und werden auch künftig die

Triebkräfte für Innovationen sein.

Fast die Hälfte der weltweiten

Ausgaben für Forschung und Ent-

wicklung kommen dem Standort

Deutschland zugute.

Innovation

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24

Tradition. Innovation. Zukunft.

Werte schaffen durch Innovation – seit seiner Gründung im

Jahre 1885 setzt Boehringer Ingelheim auf Innovationskraft

und Technologievorsprung. Das Unternehmen konzentriert

sich auf die Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln,

die einen deutlichen therapeutischen Fortschritt erwarten lassen

und Therapielücken schließen. Und das mit großem Erfolg.

Zehn neue Arzneimittelwirkstoffe hat Boehringer Ingelheim

seit 1998 auf den Markt gebracht. Der Anteil patentgeschützter

Arzneimittel am Erlös stieg von rund 30 Prozent Ende der

1990er Jahre auf zuletzt über 70 Prozent.

Ärzten und Patienten neue Behandlungschancen zu eröffnen,

das ist das Ziel von Boehringer Ingelheim.

Zum Beispiel zur Behandlung des Schlaganfalls: Basierend

auf seiner Expertise bei der Therapie des Bluthochdrucks, eines

bekannten Risikofaktors für Schlaganfall, hat Boehringer

Ingelheim in dieser Indikation gezielt geforscht. Bei der Akuttherapie

eines Schlaganfalls gibt es in Deutschland nur ein einziges

für die Lysetherapie zugelassenes Präparat: Actilyse® von

Boehringer Ingelheim. Ein Präparat zur Sekundärprävention

nach ischämischem Schlaganfall rundet das Portfolio ab.

Die mit Abstand beste Therapie zur Vermeidung eines Schlaganfalls

ist eine gezielte Vorbeugung. Daher wird Boehringer

Ingelheim mit Dabigatranetexilat (Pradaxa®) eine neue Therapieoption

für die Vorbeugung von Schlaganfällen bei Patienten

mit Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung, anbieten.

In den USA hat Pradaxa® im Oktober 2010 die Zulassung

zur Reduktion des Schlaganfallrisikos bei Patienten

mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern erhalten. Dies ist die

Innovation


Schlaganfall: Boehringer Ingelheim engagiert

sich nicht nur in der Forschung und Entwicklung,

sondern auch in der Aufklärung der

Bevölkerung

erste Zulassung eines neuen oralen Gerinnungshemmers in

diesem Bereich in den USA seit über 50 Jahren. Pradaxa® wurde

bereits mit mehreren Innovationspreisen ausgezeichnet, so beispielsweise

in Deutschland mit dem Galenus-von-Pergamon-

Preis 2010 in der Kategorie Primary Care.

Ein weiteres Beispiel ist das 2002 eingeführte Medikament

Spiriva® zur Behandlung der chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankung

(COPD). Es wird in internationalen Richtlinien

als eine der Erhaltungstherapien der ersten Wahl empfohlen.

Spiriva® ist das derzeit erfolgreichste Produkt des Unternehmens.

Mehr als zehn Millionen Patienten werden weltweit

damit behandelt.

Mit diesen Erfolgen gibt sich Boehringer Ingelheim nicht zufrieden:

Zahlreiche innovative Wirkstoffe befinden sich in der

Entwicklungspipeline. Das Engagement dient der Erforschung

Innovation

Innovation

25


und Entwicklung neuer Wirkstoffe zur Behandlung von Krankheiten,

die bisher noch nicht zufriedenstellend behandelt

werden können. In den nächsten Jahren soll die Zulassung für

Wirkstoffe aus eigener Forschung zur Therapie von verschiedenen

Krebsarten und von Typ-2-Diabetes beantragt werden.

Auf dem Gebiet der neurologischen Erkrankungen sucht

Boehringer Ingelheim nach neuen Behandlungsmöglichkeiten

der Alzheimer-Krankheit. Außerdem wurden Entwicklungsprogramme

zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen,

wie der rheumatoiden Arthritis, auf den Weg gebracht.

Solche Forschungserfolge sind nicht umsonst zu haben. Sie

erfordern einen beträchtlichen personellen und finanziellen

Einsatz. 6.900 hochqualifizierte Mitarbeiter arbeiten weltweit

in der Forschung und Entwicklung. 2,2 Milliarden Euro gab

Boehringer Ingelheim im Jahr 2009 dafür aus. Das sind 22 Prozent

der Erlöse mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

Boehringer Ingelheim unterhält sieben Forschungsstandorte

in sieben Ländern. Der größte befindet sich in Biberach an der

Riß. Dieser ist auch die international anerkannte Top-Adresse

für die Entwicklung und Produktion biotechnologisch hergestellter

Medikamente, der immer wichtiger werdenden Gruppe

so genannter Biopharmazeutika.

Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, langfristig kontinuierlich

mehr als 20 Prozent der mit verschreibungspflichtigen

Arzneimitteln erzielten Erlöse in die eigene Forschung und

Entwicklung zu investieren. Dies erlaubt zum einen eine sichere

Planung von Forschungsvorhaben, deren Dauer beim Start oft

nicht vorhergesagt werden kann. Zum anderen unterstreicht

das Vorhaben, dass die wirtschaftlichen Erfolge des Unternehmens

nicht Selbstzweck sind, sondern finanzielle Voraussetzung

für heutige und künftige Forschungsanstrengungen.

26 Innovation


Die Gesellschaft stellt hohe

Ansprüche an Unternehmen,

insbesondere dann, wenn sie

erfolgreich sind und ihr Geld im

Gesundheitswesen verdienen.

Boehringer Ingelheim steht für

gute Nachbarschaft, transparente

Information, Verlässlichkeit,

ökologisches Engagement zum

Schutz von Mitarbeitern und

Umwelt und nicht zuletzt für

soziales und gesellschaftliches

Engagement.

Unternehmerische Verantwortung


Erwartungen. Realitäten. Zusammenhänge.

Gesellschaftliches Engagement ist ein integraler Bestandteil

der Unternehmenskultur von Boehringer Ingelheim. Die Aktivitäten

nehmen ihren Ausgang von den Geschäftseinheiten des

Unternehmensverbandes und beziehen Patienten, Nachbargemeinden

und die Gesellschaft ein. Ebenso sind der Schutz

seiner Mitarbeiter, seiner Einrichtungen und der Umwelt

vor schädlichen Einflüssen, die Erhaltung der natürlichen

Ressourcen und die Förderung des Umweltbewusstseins für

Boehringer Ingelheim von zentraler Bedeutung. Weiterhin ist

Boehringer Ingelheim bestrebt, in den Ländern und Gemeinschaften,

in denen das Unternehmen geschäftlich aktiv ist,

wirtschaftliches und soziales Wohlergehen zu fördern.

Über Jahrzehnte hinweg untermauert das Unternehmen

dies nicht durch Worte, sondern durch konkretes Handeln:

zum Beispiel durch das Viramune® Donation Program.

Dieses existiert seit dem Jahr 2000 und wird bisher von

Boehringer Ingelheim in Zusammenarbeit mit Regierungsund

Nichtregierungsorganisationen sowie UN-Organisationen

durchgeführt. Seit der Gründung des Programms wurden

rund 2,1 Millionen Dosen Viramune® zur Verhinderung

von HIV/AIDS-Mutter-Kind-Übertragung bei der Geburt

gespendet.

Boehringer Ingelheim engagiert sich in Public Private Partnerships,

und die Aktivitäten der Boehringer-Ingelheim-Stiftungen

werden als Dienst an der Gesellschaft verstanden.

So besteht seit 2006 eine Kooperation zwischen Boehringer

Ingelheim und der Fachhochschule Biberach im Bachelor-

Studiengang Pharmazeutische Biotechnologie.

28 Unternehmerische Verantwortung


Wirksamer Schutz für das Kind:

Boehringer Ingelheim arbeitet mit nationalen

und internationalen Organisationen bei der

Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung

von HIV zusammen

Unternehmerische Verantwortung

Unternehmerische Verantwortung 29


30

Diese Public Private Partnership zwischen Boehringer Ingelheim

und der Fachhochschule ist in Deutschland einmalig.

Die Boehringer-Ingelheim-Stiftungen, die als gemeinnützige

Organisationen vom Unternehmen unabhängig agieren, haben

sich seit Jahrzehnten der nachhaltigen Unterstützung von

Wissenschaft und Forschung verschrieben. Über einen Zeitraum

von zehn Jahren wird mit einer in Deutschland nahezu beispiellosen

Summe von insgesamt 100 Millionen Euro die Errichtung

und der Betrieb des Instituts für Molekulare Biologie

(IMB) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gefördert.

Ein verlässlicher Partner

Boehringer Ingelheim ist ein verlässlicher Partner für die Politik,

die Träger des Gesundheitswesens, die Standortkommunen

sowie ihre Bürger.

Das Unternehmen sucht den Ausgleich gegensätzlicher Interessen

– auch und gerade im Gesundheitswesen. Boehringer

Ingelheim hat ein vitales Interesse daran, dass die Finanzierbarkeit

des Gesundheitswesens erhalten bleibt. Gleichzeitig

braucht das Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg, um auch

künftig investieren zu können. Dieser ist Voraussetzung für

die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente, für

sichere Arbeitsplätze, für die wirtschaftliche Entwicklung der

Standortgemeinden und -regionen sowie vielfältiges gesellschaftliches

Engagement.

Unternehmerische Verantwortung


Nur ein ökonomisch, ökologisch

und sozial handelndes Unter-

nehmen kann umfassendes

Engagement sicherstellen.

Dass dies so bleibt, daran arbeiten

41.500 Menschen bei Boehringer

Ingelheim – Tag für Tag.

Unternehmerische Verantwortung

Unternehmerische Verantwortung

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Impressum:

Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG

Binger Straße 173

55216 Ingelheim

Deutschland

Tel. + 49 (0) 6132 77-0

Fax + 49 (0) 6132 72-3000

E-Mail info@boehringer-ingelheim.de

Internet www.boehringer-ingelheim.de

Stand: März 2011

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