09.08.2012 Aufrufe

TOP ARBEITGEBER AUTOMOTIVE 2011/12 90 Mitarbeiter rund ...

TOP ARBEITGEBER AUTOMOTIVE 2011/12 90 Mitarbeiter rund ...

TOP ARBEITGEBER AUTOMOTIVE 2011/12 90 Mitarbeiter rund ...

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

<strong>Mitarbeiter</strong> <strong>rund</strong> 7.300 in Deutschland, <strong>rund</strong> 72.000 weltweit<br />

Standorte Hanau (Deutschlandzentrale), weitere Produktionsstandorte in<br />

<strong>90</strong><br />

Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH<br />

Dunlopstraße 2<br />

63450 Hanau<br />

Sandra Günzl<br />

bewerbung@goodyear-dunlop.com<br />

Tel.: +49(0)61 81/68-<strong>12</strong> 41<br />

www.goodyear-dunlop.com<br />

Fürstenwalde, Fulda, Philippsburg, Riesa und Wittlich, Handelszentrale<br />

in Köln; Akron/Ohio, USA (Konzernzentrale); Standorte in Europa,<br />

Asien, Lateinamerika, Südafrika und dem Mittleren Osten<br />

Umsatz <strong>rund</strong> 18,8 Mrd. US-Dollar weltweit (2010)<br />

Fachrichtungen Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften<br />

Einstellungen <strong>2011</strong> <strong>rund</strong> 150, davon ca. 50 Hochschulabsolventen<br />

Einstiegsgehalt branchenüblich<br />

Internationale Einsätze ja<br />

Praktika ja<br />

Studienabschlussarbeiten ja, auch Promotionen möglich<br />

Die Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH wurde vom CRF Institute als Top Arbeitgeber Automotive<br />

<strong>2011</strong>/<strong>12</strong> zertifiziert. Die Studie ermittelte in den Einzelkategorien folgende Ergebnisse:<br />

Innovationsmanagement<br />

Karrieremöglichkeiten<br />

Primäre Benefits<br />

Sekundäre Benefits & Work-Life-Balance<br />

Training & Entwicklung<br />

Unternehmenskultur<br />

<strong>TOP</strong> <strong>ARBEITGEBER</strong> <strong>AUTOMOTIVE</strong> <strong>2011</strong>/<strong>12</strong>


HR aktuell<br />

Bei Goodyear Dunlop wird<br />

eigenverantwortliches Handeln<br />

großgeschrieben. 2010 hat<br />

das Unternehmen deshalb<br />

das europaweite Programm<br />

„Manager als Coach“ gestartet.<br />

„In einem Zwei-Tages-Seminar<br />

lernen Manager, wie sie<br />

in schwierigen Situationen<br />

<strong>Mitarbeiter</strong>n zwar nicht<br />

Probleme abnehmen, ihnen<br />

aber durch gezielte Fragen zu<br />

eigenen Lösungen verhelfen<br />

können“, sagt Annette Grams,<br />

Director Human Resources<br />

Germany. Um einen dauerhaften<br />

Projekterfolg zu garantieren,<br />

treffen sich die Teilnehmer neun<br />

Monate lang regelmäßig zum<br />

Erfahrungsaustausch.<br />

550 Manager sollen so bis<br />

Ende <strong>2011</strong> geschult werden.<br />

Ein Unternehmen mit Bodenhaftung<br />

Die Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH ist ein jun-<br />

ges Unternehmen mit einer über hundertjährigen Traditi-<br />

on: 1999 aus einem Joint Venture von Dunlop Deutschland<br />

und der dahinter stehenden japanischen Sumitomo-Gruppe<br />

sowie dem deutschen Reifengeschäft des US-Konzerns<br />

Goodyear entstanden, gehört es heute mehrheitlich<br />

zum Goodyear Konzern. Mit <strong>rund</strong> 7.300 <strong>Mitarbeiter</strong>n in<br />

Deutschland entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen<br />

Reifen für Pkw, Lkw, Motorräder, Busse, Land- und<br />

Baumaschinen. Daneben werden von den Logistikzentren<br />

Wittlich und Philippsburg aus Kunden in mehr als<br />

<strong>12</strong>0 Ländern beliefert.<br />

Partner der Premiumhersteller<br />

Im Reifen steckt noch jede Menge Entwicklungspotenzial. Da<br />

ist sich Michael Bellmann, der als Motorsport Manager alle<br />

deutschen Motorsportaktivitäten von Goodyear Dunlop leitet,<br />

sicher. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Technologie des<br />

Reifens noch lange nicht ausgereizt ist“, sagt er. Heute gehe es<br />

vor allem darum, die Sicherheits- und Umwelteigenschaften<br />

weiter zu verbessern. Zur hierfür notwendigen technischen Entwicklung<br />

leiste der Motorsport einen entscheidenden Beitrag.<br />

www.toparbeitgeber.com 91<br />

»<br />

Goodyear Dunlop


Ob für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring,<br />

die deutschen Motorradmeisterschaften<br />

oder andere Rennen – immer werde am<br />

besten Zusammenspiel von Fahrzeug und Reifen<br />

gefeilt. „Wir sind ein wichtiger Partner für die<br />

Sportwagenhersteller, der schon früh in die Planung<br />

und Gestaltung der Fahrzeuge mit einbezogen<br />

wird“, erklärt er. Denn ohne den passenden<br />

Reifen kein Sieg. Die Kunst bestehe darin, den<br />

Rollwiderstand und das Gewicht so weit wie<br />

möglich zu senken, ohne dass dabei Stabilität und<br />

Straßenhaftung verloren gehen. „Unsere Ingenieure<br />

probieren ständig neue Materialien aus“,<br />

betont Bellmann. Sie produzieren in sehr kleinen<br />

Mengen und sehr kurzen Intervallen. „Das verschafft<br />

uns eine enorme Innovationskraft“, so der<br />

37-Jährige. Dieser Erfahrungsschatz fließe dann<br />

ein in die Produktion der Straßenreifen. Motorsport<br />

ist für Bellmann also viel mehr als nur Nervenkitzel<br />

an der Rennstrecke.<br />

Doch auch diese Spannung mag er. Schon als Jugendlicher<br />

fuhr er Kart-Rennen. Später, während<br />

92<br />

<strong>TOP</strong> <strong>ARBEITGEBER</strong> <strong>AUTOMOTIVE</strong> <strong>2011</strong>/<strong>12</strong><br />

des Maschinenbaustudiums an der Fachhochschule<br />

Darmstadt, baute er als freier <strong>Mitarbeiter</strong><br />

den Bereich Kart-Rennsport bei Dunlop auf.<br />

Bellmann sorgte dafür, dass der Name Dunlop<br />

bei den Deutschen Meisterschaften, den Europa-<br />

und Weltmeisterschaften vertreten war. Diese<br />

Arbeit begeisterte ihn so sehr, dass er 2004<br />

das Studium an den Nagel hängte. Er machte sich<br />

selbstständig, arbeitete für Goodyear Dunlop<br />

und andere, bis er 2008 voll und ganz als technischer<br />

Leiter für Motorsport bei Goodyear Dunlop<br />

durchstartete. Heute steht Michael Bellmann<br />

dem gesamten, 16 <strong>Mitarbeiter</strong> starken Bereich<br />

vor. Und noch immer fesselt ihn diese spezielle<br />

Mischung aus „Wettbewerb und Technik“.<br />

Leidenschaft für Reifen<br />

Solche Faszination für Produkt, Innovation und<br />

Wettbewerb ist dem Unternehmen überaus<br />

wichtig: „Wir arbeiten in einem hart umkämpften<br />

Markt und müssen jeden Tag unser Können unter<br />

Beweis stellen“, sagt Annette Grams, Director<br />

Human Resources Germany. „Deshalb brauchen


wir in hohem Maße leistungsorientierte, innovationsfreudige<br />

und praxistaugliche <strong>Mitarbeiter</strong>.“ In<br />

den vergangenen Jahren habe das Unternehmen<br />

massive Veränderungen erlebt: 2009 wurden die<br />

verschiedenen Marken Goodyear, Dunlop, Fulda,<br />

Sava, Debica und Pneumant unter einem Dach<br />

gebündelt und zentrale Aufgaben wie Finanzen,<br />

Marketing, Verkauf oder auch Personal in Hanau<br />

konzentriert. Und die Wirtschaftskrise habe den<br />

Veränderungsdruck noch erhöht. Doch der Aufwand<br />

hat sich gelohnt. „Heute stehen wir mit einer<br />

schlagkräftigen Organisation da und haben bei<br />

Umsatz und Ertrag wieder deutlich zugelegt“, betont<br />

Grams. Darüber hinaus hat der Konzern europaweit<br />

ein einheitliches SAP-System eingeführt.<br />

Die Geschäftsprozesse wurden vereinheitlicht und<br />

miteinander verzahnt. Damit soll die Zusammenarbeit<br />

zwischen den Ländern und Funktionen gestärkt<br />

und die Effizienz gesteigert werden.<br />

Die Personalpolitik bleibt hiervon nicht unberührt:<br />

„Wir suchen immer mehr <strong>Mitarbeiter</strong>,<br />

die international aufgestellt sind“, sagt die Personaldirektorin.<br />

Mehr denn je seien einschlägige<br />

Erfahrungen im Ausland und sehr gute<br />

Englischkenntnisse gefragt. Insbesondere Ingenieure<br />

unterschiedlicher Fachrichtungen wie<br />

Verfahrens- und Fahrzeugtechnik oder Maschinenbau,<br />

aber auch Wirtschaftswissenschaftler,<br />

„Ich bin fest davon<br />

überzeugt, dass die<br />

Technologie des<br />

Reifens noch lange<br />

nicht ausgereizt ist.“<br />

Michael Bellmann,<br />

Leiter Dunlop Motorsport Deutschland<br />

Juristen und Chemiker werden gesucht. „Wer neben<br />

einer sehr guten Ausbildung noch genügend<br />

Flexibilität, Mobilität und Teamgeist mitbringt,<br />

dem können wir in Deutschland und Europa äußerst<br />

interessante Entwicklungsmöglichkeiten<br />

bieten“, erklärt sie.<br />

Die Hochschulabsolventen steigen entweder<br />

direkt oder nach bestandenem Assessment-<br />

Center über verschiedene Traineeprogramme<br />

ein. Wer einen breiteren Überblick über das Unternehmen<br />

wünscht, erhält die Möglichkeit, mit<br />

einem Traineeprogramm für Generalisten zu beginnen<br />

und innerhalb von 24 Monaten jedes halbe<br />

Jahr einen neuen Bereich, insgesamt also vier,<br />

kennenzulernen – falls es geboten erscheint auch<br />

im Ausland. Wer dagegen eine ganz bestimmte<br />

Fachrichtung im Blick hat, fängt am besten als<br />

„Spezialist“ im Rahmen eines 18 Monate dauernden<br />

Programms in den Bereichen Vertrieb,<br />

Marketing, Produktion oder Finanzen an.<br />

Traineeprogramm mit Anspruch<br />

Für Isabelle Berger war das spezifisch ausgerichtete<br />

Traineeprogramm im Vertrieb der richtige<br />

Weg. Die 26-Jährige studierte an der Fachhochschule<br />

Worms Betriebswirtschaftslehre, verbrachte<br />

anschließend ein Jahr im englischen<br />

Leicester, bevor sie an der Hochschule Darmstadt<br />

www.toparbeitgeber.com 93<br />

»<br />

Goodyear Dunlop


einen Masterabschluss in Business Management<br />

machte. Als sie im Internet entdeckte, dass jedem<br />

Trainee bei Goodyear Dunlop die Teilnahme<br />

am European Graduate Programm (EGP)<br />

offenstehe, bewarb sie sich sofort. Nach einem<br />

Telefoninterview und Online-Assessment wurde<br />

Berger schon bald zum Interview nach München<br />

eingeladen.<br />

In nur eineinhalb Stunden fragten der dortige<br />

Verkaufsleiter und zwei <strong>Mitarbeiter</strong> aus der<br />

Personalabteilung ganz gezielt nach ihren Fachkenntnissen<br />

und ihrer Motivation. Kurz darauf<br />

folgte eine zweite Interview<strong>rund</strong>e in Hanau. Auch<br />

dieses Mal konnte sie mit ihrer direkten und unkomplizierten<br />

Art, ihren guten Studienabschlüssen<br />

und ihrer Tätigkeit als Werkstudentin beim<br />

Chemiekonzern BASF, später dann bei der Flughafengesellschaft<br />

Frankfurt (Fraport AG), sowie<br />

der Tatsache, dass sie ihr Studium auf diese<br />

Weise finanziert hatte, die <strong>Mitarbeiter</strong> aus dem<br />

Personalmanagement und den Vertriebsleiter<br />

Consumer Deutschland für sich einnehmen.<br />

94<br />

<strong>TOP</strong> <strong>ARBEITGEBER</strong> <strong>AUTOMOTIVE</strong> <strong>2011</strong>/<strong>12</strong><br />

Im Januar 2010 begann Isabelle Berger als Trainee<br />

im Bereich Consumer Sales zu arbeiten. Noch<br />

heute ist sie froh über diesen Schritt: „Es war die<br />

richtige Entscheidung“, sagt sie fast eineinhalb<br />

Jahre später. „Mein gutes Gefühl nach den ersten<br />

Gesprächen hat mich nicht getäuscht.“ Von Anfang<br />

an wurde sie von Mentoren unterstützt und<br />

war schon bald in der Lage, Verantwortung zu<br />

übernehmen. Eingestreut ins Tagesgeschäft mit<br />

Analysen, Projekten und der Vorbereitung von<br />

Veranstaltungen, fanden vier einwöchige Treffen<br />

mit 25 Trainees aus ganz Europa statt. Zusammen<br />

mit fünf Traineekollegen wurde sie für eine<br />

Projektarbeit in der Produktion ausgewählt. Sie<br />

erinnert sich noch gut: „Ich dachte nur, wie sollen<br />

wir das schaffen. Wir hatten ja keine Ahnung<br />

von der Produktion.“ Doch Berger ließ sich nicht<br />

abschrecken. Sie ging in die Fabrikhallen, sprach<br />

mit den Kollegen, ließ sich Produktionsabläufe<br />

erklären und fragte nach Problemen. Herausgekommen<br />

ist ein Vorschlag zum flexiblen Einsatz<br />

von Produktionsmitarbeitern, der beispielsweise<br />

im Krankheitsfall Maschinenlaufzeiten besser<br />

Isabelle Berger,<br />

Sales Representative<br />

„Als Trainee nimmt man bei Goodyear<br />

Dunlop auch am European Graduate<br />

Programm teil. Für mich waren die<br />

einwöchigen Treffen mit allen 25 Trainees<br />

aus Europa immer etwas Besonderes:<br />

Gleich zu Anfang versammelten wir uns<br />

zu einer Kick-Off-Veranstaltung in Hanau.<br />

Später folgten Krakau, Istanbul und<br />

Luxemburg. Jedes Mal stand ein anderes<br />

Thema im Vorderg<strong>rund</strong>. Mal ging es um<br />

Projektmanagement und Produktion,<br />

mal um Produktentwicklung, Forschung<br />

& Entwicklung oder Finanzen & Vertrieb.<br />

Zuletzt stellten wir in Brüssel die Ergebnisse<br />

unserer Kleingruppen-Projekte vor. Es war<br />

toll.“


auszunutzen erlaubt. Ihr Talent, auf Menschen<br />

zuzugehen, hat ihr auch hier weitergeholfen.<br />

Berger schätzt den direkten Kontakt und freut<br />

sich, nach ihrem Traineeprogramm bald als Bezirksleiterin<br />

im Vertrieb direkt mit Reifenhändlern<br />

vor Ort zu arbeiten. Denn es ist wichtig für<br />

sie, „die Basis des Geschäftes kennenzulernen,<br />

auch für die spätere Entwicklung“. Und weiterentwickeln<br />

will sie sich unbedingt: „Mittelfristig<br />

würde ich gern mehr Verantwortung übernehmen“,<br />

sagt sie. Bis dahin wird sie sicher noch das<br />

eine oder andere Seminar über Verkaufstraining<br />

oder Produktwissen in der unternehmenseigenen<br />

Sales Academy belegen.<br />

An neuen Aufgaben wachsen<br />

Goodyear Dunlop will möglichst früh Kontakte<br />

zu motivierten Hochschulabgängern wie Isabelle<br />

Berger knüpfen und sie langfristig ans<br />

Unternehmen binden. Personaldirektorin Grams<br />

beabsichtigt deshalb, die Beziehungen zu den<br />

Hochschulen zu intensivieren und noch mehr in<br />

die Nachwuchsförderung zu investieren. Schon<br />

jetzt kann man an den verschiedenen Standorten<br />

Praktika absolvieren, als Werkstudent arbeiten<br />

sowie eine Abschluss- oder Doktorarbeit<br />

schreiben. Wer zum Unternehmen passt, dem<br />

steht es frei, nach einer Einarbeitungsphase in<br />

„Bei uns kann jemand noch so<br />

gut ausgebildet sein und noch<br />

so viel Auslandserfahrung<br />

mitbringen. Wer kein Teamplayer<br />

ist, hat langfristig keine<br />

Perspektive.“<br />

Annette Grams,<br />

Director Human Resources Germany<br />

welchem Bereich auch immer eine Fach- oder<br />

Führungslaufbahn einzuschlagen. Möglichst viele<br />

Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu entwickeln<br />

ist das erklärte Ziel.<br />

Die G<strong>rund</strong>lage der Personalentwicklung bildet<br />

das Performance Management Programm<br />

(PMP) mit regelmäßig stattfindenden obligatorischen<br />

<strong>Mitarbeiter</strong>gesprächen. Zu Jahresbeginn<br />

führen Vorgesetzte und <strong>Mitarbeiter</strong> ein Zielvereinbarungsgespräch.<br />

In der Jahresmitte wird eine<br />

Zwischenbilanz gezogen und zum Jahresende<br />

gemeinsam geprüft, inwieweit die Ziele erreicht<br />

worden sind. Damit die Abschlussbewertung<br />

möglichst objektiv ausfällt, diskutiert der Vorgesetzte,<br />

vor dem Gespräch mit dem <strong>Mitarbeiter</strong><br />

selbst, dessen Bewertung zunächst mit anderen<br />

Führungskräften des betreffenden Bereichs.<br />

„Damit wollen wir gewährleisten, dass alle <strong>Mitarbeiter</strong><br />

mit dem gleichen Maß gemessen werden“,<br />

beschreibt Grams diesen „Calibration“ genannten<br />

Prozess.<br />

Die <strong>Mitarbeiter</strong> bei Goodyear Dunlop sollen an<br />

ihren Aufgaben wachsen. Es kommt also darauf<br />

an, sie immer wieder vor neue Herausforderungen<br />

zu stellen. „Dies macht bei uns 70 Prozent<br />

der Personalentwicklung aus“, sagt Grams. Der<br />

Rest verteile sich auf gezieltes Coaching durch<br />

www.toparbeitgeber.com 95<br />

»<br />

Goodyear Dunlop


Vorgesetzte und spezielle Trainingsprogramme.<br />

So können Nachwuchskräfte, die in eine Führungsaufgabe<br />

hineinwachsen wollen, über einen<br />

Zeitraum von zwölf Monaten berufsbegleitend<br />

an einem Manager Introduction Programm<br />

(MIP) teilnehmen. Dort erwerben sie das für<br />

Führungspositionen unverzichtbare Rüstzeug:<br />

Kenntnisse in Arbeitsrecht, Teamentwicklung,<br />

Konflikt-, Projekt- oder auch Zeitmanagement.<br />

Wer danach zwei bis drei Jahre erfolgreich ein<br />

Team geleitet hat, sollte, um sein Spektrum zu<br />

erweitern, beispielsweise in den Vertrieb oder in<br />

die Handelsorganisation wechseln.<br />

Je nach Leistung ermöglicht Goodyear Dunlop<br />

<strong>Mitarbeiter</strong>n mit mindestens fünfjähriger Führungserfahrung<br />

die Teilnahme an einem Leadership<br />

Excellence Programm. In den Fokus<br />

rückt hier die Frage, wie Führungskräfte Veränderungsprozesse<br />

aktiv gestalten, wie sie Unternehmensziele<br />

herunterbrechen oder im eigenen<br />

Bereich ein gesundes Arbeitsumfeld schaffen<br />

können. „Wir legen großen Wert darauf, dass<br />

96<br />

<strong>TOP</strong> <strong>ARBEITGEBER</strong> <strong>AUTOMOTIVE</strong> <strong>2011</strong>/<strong>12</strong><br />

sich die Führungskräfte untereinander austauschen,<br />

voneinander lernen und ein Netzwerk<br />

aufbauen“, betont Grams.<br />

Erfahrungsaustausch zählt<br />

Reger Erfahrungsaustausch steht bei Goodyear<br />

Dunlop ganz oben auf der Agenda. Auch Motorsport<br />

Manager Bellmann weiß dies zu schätzen.<br />

In regelmäßigen Abständen trifft er sich mit<br />

seinem Mentor aus dem Topmanagement. „Ich<br />

bespreche mit ihm schwierige Sachverhalte und<br />

stelle ihm meine Lösungsansätze vor“, erzählt er.<br />

„Das Feedback eines erfahrenen Managers ist<br />

außerordentlich wertvoll.“ Diese Gespräche sind<br />

Bestandteil des europaweiten Förderprogramms<br />

„U-Trax“, mit dem High Potentials für das Topmanagement<br />

fit gemacht werden sollen.<br />

Wenn es für die jeweilige Laufbahn sinnvoll erscheint,<br />

entsendet das Unternehmen <strong>Mitarbeiter</strong><br />

ins Ausland. „Das fängt bei kürzeren Projekteinsätzen<br />

an und kann bis zu mehrjährigen Aufenthalten<br />

gehen“, sagt Personaldirektorin Grams.


Wer Karriere machen wolle, sollte auch im Ausland,<br />

vor Ort, Erfahrungen sammeln. Sie weiß,<br />

wovon sie spricht. Die Wirtschaftswissenschaftlerin<br />

hat in Deutschland und den USA studiert und<br />

später beim Chemiekonzern Hoechst und dessen<br />

Nachfolgeunternehmen Celanese sowohl hier als<br />

auch in den Vereinigten Staaten in den Bereichen<br />

Finanzen und Personal gearbeitet. Zuletzt trug<br />

sie weltweit die HR-Verantwortung für einen Geschäftsbereich.<br />

Und nicht nur das: Sie hat in den<br />

USA auch die amerikanische Unternehmenskultur<br />

hautnah erlebt. „Gleich bei den ersten Gesprächen<br />

bei Goodyear Dunlop im Herbst 2009<br />

spürte ich die Ähnlichkeit“, erinnert sie sich. Ihr<br />

fielen sofort die offene und unkomplizierte Art<br />

des Umgangs miteinander auf, die ausgeprägte<br />

Ergebnisorientierung sowie die Tatsache, dass<br />

bei aller Leistungsorientierung der Spaß nicht auf<br />

der Strecke bleiben darf.<br />

Leistung muss sich lohnen<br />

Wichtiger Leistungsanreiz ist eine angemessene<br />

Entlohnung. Neben einem G<strong>rund</strong>gehalt von<br />

13 Monatsgehältern kommen verschiedene variable<br />

Vergütungsbestandteile zum Tragen. Sie<br />

hängen von der persönlichen Leistung und der<br />

des Unternehmens insgesamt ab. Zu diesen<br />

sekundären Benefits zählen eine betriebliche<br />

Altersvorsorge und Unfallversicherung sowie<br />

Vergünstigungen beim Reifenkauf. Darüber hinaus<br />

belohnt der „First with people“ Award alljährlich<br />

eine kleine Zahl von <strong>Mitarbeiter</strong>n für ihre<br />

herausragenden Leistungen.<br />

Das Management weiß, dass gute Leistung nur<br />

dann von Dauer ist, wenn die Work-Life-Balance<br />

stimmt. Goodyear Dunlop ermöglicht deshalb<br />

flexible Arbeitszeiten und pragmatische Lösungen<br />

insbesondere bei Familien mit Kindern oder<br />

pflegebedürftigen Angehörigen. Darüber hinaus<br />

können Arbeitsstunden auf Lebensarbeitszeitkonten<br />

angesammelt und für Sabbaticals oder<br />

den vorzeitigen Ruhestand genutzt werden.<br />

Eine Frauenquote befürwortet Personalchefin<br />

Grams nicht. „Entscheidend für die Eignung als<br />

Führungskraft ist zunächst einmal die Qualifikation“,<br />

sagt die 42-jährige Mutter zweier Kinder.<br />

„Wichtig ist zudem ein gesellschaftlicher Veränderungsprozess,<br />

der die Vereinbarkeit von Beruf<br />

und Familie für beide Elternteile ermöglicht.<br />

Wenn es dann auch die entsprechende gesellschaftliche<br />

Akzeptanz, ein Umdenken bei den<br />

Vätern bezüglich Aufgabenverteilung in der Familie<br />

und flexible Arbeitszeitmodelle gibt, werden<br />

wir auch mehr Frauen in Führungspositionen<br />

sehen“, sagt sie.<br />

Auch für Arbeits- und Gesundheitsschutz ist bei<br />

Goodyear Dunlop bestens gesorgt. Gemeinsam<br />

mit verschiedenen Krankenkassen hat das<br />

Unternehmen ein umfangreiches Programm mit<br />

Ernährungsberatung, Fitness-, Gewichtsreduktions-<br />

und Entspannungskursen entwickelt. Die<br />

<strong>Mitarbeiter</strong> scheinen das Engagement des Unternehmens<br />

wertzuschätzen, wie die jüngste <strong>Mitarbeiter</strong>befragung<br />

ergab. Auf die Frage, ob sie<br />

sich vorstellen könnten, noch in zwölf Monaten<br />

bei Goodyear Dunlop zu arbeiten, haben, so die<br />

Personaldirektorin, mehr als <strong>90</strong> Prozent der Befragten<br />

mit Ja geantwortet. Verbesserungsbedarf<br />

sehen viele <strong>Mitarbeiter</strong> allerdings in der internen<br />

Kommunikation. „Hier machen sich die vielen<br />

Umstrukturierungen der vergangenen zwei Jahre<br />

bemerkbar“, sagt Grams. Um gegenzusteuern,<br />

sucht die Unternehmensleitung mittlerweile ganz<br />

gezielt die verschiedenen Standorte auf. Die Belegschaft<br />

soll merken, dass alle an einem Strang<br />

ziehen. Das gehört mit zur Unternehmenskultur,<br />

die man immer wieder deutlich spüren kann<br />

„am großen Engagement der Kollegen, an deren<br />

Leistungsbereitschaft und der Leidenschaft für<br />

das Produkt. Und, nicht zu vergessen, an dem<br />

gesunden Maß Pragmatismus“, wie Bellmann<br />

sagt. „Wir sind ein Unternehmen mit Bodenhaftung.“<br />

Und genau das gefällt ihm.<br />

www.toparbeitgeber.com 97<br />

Goodyear Dunlop

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!