BamS - Selbsthilfegruppe Lungenkrebs

selbsthilfe.lungenkrebs.de

BamS - Selbsthilfegruppe Lungenkrebs

DER GROSSE RATGEBER DIE BamS-RATGEBER-REDAKTION Leitung: Michael Quandt Die Spezialisten: Martin Eisenlauer (Multimedia), Holger Karkheck (Reise), Dr. Frank Schwebke (Medizin), Timo Friedmann (Auto) Die ganze Woche kostenlos Neuigkeiten aus der BILD-am-SONNTAG-Ratgeber-Redaktion unter www.twitter.com/BamSRatgeber oder neu: www.facebook.com/bams.ratgeber TEST Auf welche Häuschen fliegen Vögel? Seite 55 REISE In 80 Minuten um die Welt Seite 58 GARTEN Die wiederentdeckte Apfelbeere Seite 60 MODE Die neuen High Heels von Jimmy Choo Seite 62 53 „Mit 38 bekam ich die Diagnose. Jetzt mache ich meine 23. Chemotherapie“ NAME: Jörg Engel (41), Lungenkrebspatient seit März 2007. DIE DIAGNOSE: „Ich hatte Hustenanfälle, so stark, dass ich davon Muskelkater auf der Brust bekam. Beim Röntgen erschien ein Schatten auf der Lunge. Die dritte Spiegelung ergab: fortgeschrittener Krebs auf beiden Seiten. Ich schrieb mein Testament.“ RAUCHEN: „Nie geraucht, immer Sport getrieben, gesund ernährt.“ BEHANDLUNG: „Der Tumor kann nicht operiert werden. Nach sehr harter Chemotherapie folgte extremer Hautausschlag, aber der Tumor wuchs weiter. Seit Mai 2008 bekomme ich ein neues Medikament, das den Krebs besser unter Kontrolle hält. Ich mache nun die 23. Chemotherapie.“ WARUM ER KÄMPFT: „Als großer Sportfan ist mein Ziel, Olympia 2012 in London zu erleben, dann hätte ich fünf Jahre geschafft.“ SITUATION HEUTE: „Je mehr ich mich ablenke, umso besser geht es. Ich versuche alles, um mich fit zu halten, kann noch 35 Kilometer am Stück Rad fahren.“ „Als ich aus der Narkose erwachte, war ein Lungenlappen weg“ NAME: Barbara Baysal (52), Lungenkrebspatientin seit Oktober 2001. DIE DIAGNOSE: „Ich wurde in der Klinik routinemäßig geröntgt. Irgendwas stimmte nicht, weitere Untersuchungen folgten. Ich kam in die Chirurgie. Als ich aus der Narkose erwachte, war der linke untere Lungenlappen entfernt, wegen Krebs. Ich habe Wochen gebraucht, um das zu kapieren, dachte, jetzt hast du dein letztes Weihnachten.“ RAUCHEN: „Von meiner Jugend an bis vor 13 Jahren, etwa ein Päckchen pro Tag.“ BEHANDLUNG: „Nach der ersten OP wurde ein Tumorrezidiv zwischen den Lungenflügeln entdeckt, es folgten OP und Bestrahlung.“ WARUM SIE KÄMPFT: „2003 war ich Mitgründerin der ersten Berliner Selbsthilfegruppe. Ich will anderen helfen. Das treibt mich an.“ SITUATION HEUTE: „Man lacht, macht Scherze, aber durch die eingeschränkte Lungenfunktion geht alles nur mit halber Kraft. Immerhin: Der Krebs ist bisher nicht zurückkommen.“ „Die Ärzte gaben mir noch ein halbes Jahr“ NAME: Hartmut Städt (50), Lungenkrebspatient seit November 2000. DIE DIAGNOSE: „Ich bekam Atemnot, musste ins Krankenhaus. Ich dachte an Asthma. Doch der Arzt schaute aufs Röntgenbild, sagte, ‚da ist was‘. Am nächsten Tag die Diagnose: Lungenkrebs. Tumordurchmesser 15 Zentimeter. Man gab mir ein halbes Jahr.“ RAUCHEN: „Mit 14 angefangen. Aufgehört an jenem Tag vor neun Jahren.“ BEHANDLUNG: „Der Tumor war zunächst zu groß zum Operieren, ich bekam Strahlen- und Chemotherapie. Schließlich wurde mein rechter Lungenoberlappen und ein Großteil der Luftröhrengabelung entfernt.“ WARUM ER KÄMPFT: „Meine beiden Kinder waren noch klein, als ich erkrankte. Ich konnte sie doch nicht allein lassen. Jetzt lernen sie fürs Abitur.“ SITUATION HEUTE: „Als Folge der OP bin ich Schmerzpatient, meine Lungenfunktion ist bei 40 Prozent. Aber der Krebs hat sich nicht mehr gemeldet.“ „Mein Tumor kann nicht operiert werden – aber er schrumpft“ NAME: Helmut Plate (59), Lungenkrebspatient seit März 2009. DIE DIAGNOSE: „Ich hatte Husten, der nicht wegging, Röntgen- und CT-Bilder zeigten schließlich einen Tumor, 8 mal 8 Zentimeter groß. Meine Frau hat die Diagnose schwerer getroffen als mich.“ RAUCHEN: „25 Jahre hab ich stark geraucht, 2005 aufgehört.“ BEHANDLUNG: „Der Tumor kann nicht operiert werden, weil er um die Hauptschlagader gewachsen ist. Im April bekam ich Bestrahlung und Chemotherapie. Der Tumor schrumpft. Ich habe die sechste Chemo hinter mir. Dazwischen brauche ich vier Wochen Pause.“ WARUM ER KÄMPFT: „Ich möchte noch mehrere Jahre mit meiner lieben Frau verbringen. Der Wohnwagen für die große Reise wartet im Garten.“ SITUATION HEUTE: „Die letzte CT- Aufnahme zeigt ein deutliches Zurückgehen des Tumors und keine Metastasen. Mein Immunsystem ist aber geschwächt.“ „Die haben die Aufnahmen vertauscht, dachte ich. Ich hatte doch nie geraucht“ NAME: Ruth Kernspecht (60), Lungenkrebspatientin seit September 2004. DIE DIAGNOSE: „Ich wurde wegen eines Magen-Darm-Problems untersucht. Bei einer CT-Aufnahme war ein Zipfel der Lunge mit im Bild. Der Arzt sah, dass etwas nicht stimmt: Krebs. Ich war sicher: Die Aufnahmen müssen vertauscht worden sein. Ich war schockiert.“ RAUCHEN: „Nie geraucht.“ Wir leben mit Lungenkrebs BEHANDLUNG: „Der Tumor wurde in einer OP herausgeschnitten, 10 Tage später der ganze untere Lungenlappen entfernt.“ WARUM SIE KÄMPFT: „Mein Mann geht nächstes Jahr in Pension. Dann wollen wir noch was von der Welt sehen. Zum Beispiel zum Nordkap reisen.“ SITUATION HEUTE: „Mein Atemvolumen ist eingeschränkt. Im Haushalt kann ich nicht mehr alles machen, wie Fenster putzen.“ FOTOS: FRANK ZAURITZ, WILDLIFE, HERSTELLER MEDIZIN Früher war die Diagnose ein Todesurteil. Heute haben sich durch neue Therapien die Chancen erheblich verbessert. In erzählen fünf Lungenkrebspatienten (zwei davon haben nie geraucht) von ihrem Kampf ums Überleben. Und warum sich jeder Atemzug lohnt Von KERSTIN QUASSOWSKY und VOLKER WEINL Foto: FRANK ZAURITZ, Illustration: PEKARIO Die gute Nachricht zuerst: Die Krankheit, die früher einem Todesurteil glich, kann mittlerweile oft sogar gut geheilt werden. Trotzdem ist Lungenkrebs immer noch die Krebsart, die bei Männern am häufigsten zum Tode führt. Insgesamt sterben rund 42 000 Menschen jährlich an solch einem Tumor. In BILD am SONNTAG erklären Experten, an welchen Symptomen die Krankheit erkannt werden kann, welche neuen Therapien helfen und wie man als Betroffener und Angehöriger am besten mit dieser Krankheit umgeht. Was ist eigentlich Lungenkrebs? Professor Michael Thomas, Chefarzt der Abteilung Onkologie/Innere Medizin, Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg: „Lungenkrebs ist eine bösartige Entartung des Gewebes in der Lunge beziehungsweise der Bronchien. Da diese Krebserkrankung zunächst keinerlei Beschwerden macht, kann sie sich auch häufig unerkannt ausdehnen und Metastasen streuen.“ Gibt es Warnzeichen, bei denen man an Lungenkrebs denken sollte? Privat-Dozent Dr. Martin Reck, Oberarzt, Onkologischer Schwerpunkt, Krankenhaus Großhansdorf: „Ja, zum Beispiel Blutfäden beim Husten, Schmerzen im Brustkorb, die länger anhalten, Heiserkeit, die nicht verschwindet, sowie starker Gewichtsverlust.“ Sind alle Menschen mit Lungenkrebs (Ex-)Raucher? Professor Thomas: „Nein. 15 bis 20 Prozent der Erkrankten haben nie geraucht.“ Ist die Diagnose Lungenkrebs ein Todesurteil? Dr. Reck: „Auf keinen Fall, da es heute hervorragende Behandlungsmethoden gibt.“ Kann man die Krankheit stoppen, oder gibt es Hoffnung auf vollständige Heilung? Professor Thomas: „Ja, wenn keine Metastasen vorliegen.“ Wie sieht die Therapie bei Lungenkrebs aus? Dr. Reck: „Je nach Stadium der Erkrankung. Frühes Stadium: Operation, wenn es die Begleiterkrankungen zulassen und eventuell nachfolgende Chemotherapie. Im fortgeschrittenen, aber noch nicht metastasiertem Stadium: Kombination aus Chemotherapie, Strahlentherapie und wenn möglich Operation. Metastasiertes Stadium: Chemotherapie und neue Therapien.“ Welche neuen Entwicklungen in der Therapie gibt es? Professor Thomas: „Die Therapien haben in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Vor allem die Kombination aus Chemotherapie und OP haben sich in den letzten 15 bis 20 Jahren positiv weiterentwickelt, die Heilungsprognose hat sich deutlich verbessert. Seit etwa fünf Jahren gibt es die sogenannte gezielte Krebstherapie, die darauf abzielt, die Rezeptoren an den Tumorzellen zu blockieren und so deren ungebremstes Wachstum zu stoppen. Seit drei Jahren verfügbar sind gegen die Tumorzellen gerichtete Antikörper.“ Kann man Lungenkrebs immer operieren? Professor Thomas: „Nein. Eine OP ist nur in 30 bis 40 Prozent der Fälle möglich. Ob und wann operiert werden kann, hängt davon ab, wie weit der Tumor im Brustkasten verbreitet ist und in welchem Umfang Lymphknoten im Brustkorb befallen sind.“ BITTE BLÄTTERN SIE UM


54 Ratgeber BILD am SONNTAG, 8. November 2009 Lungenkrebs: Vier Experten am -Telefon Sie haben weitere Fragen zum Thema Lungenkrebs? Rufen Sie von 11 bis 13 Uhr an, wählen die Vorwahl 0180 200 29 - und dann die Durchwahl Ihres Experten: Privat-Dozent Dr. Martin Reck, Onkologe, Krankenhaus Großhansdorf. THEMA: VORSORGE UND DIAGNOSE. -90 Professor Bernward Passlick, Ärztlicher Direktor der Abteilung Thoraxchirurgie, Uniklinik Freiburg. THEMA: OPERATION. -91 Professor Michael Thomas, Chefarzt Onkologie/Innere Medizin, Uniklinik Heidelberg. THEMA: THERAPIEN. -92 Dr. Andrea Petermann- Meyer, Psychoonkologin Aachen, THEMA: UMGANG MIT DER KRANKHEIT. -93 (Jeder Anruf aus dem Festnetz der Telekom kostet 6 Cent) Dr. Frank Schwebke ist DR. SONNTAG Mein Gehschmerz wird rasch schlimmer – was kann ich tun? Seit zwei Jahren bekomme ich Schmerzen in den Beinen und Waden, wenn ich länger gehe. Nun nehmen die Schmerzen stark zu, hinzu kommen Rückenschmerzen. Was soll ich tun? Heinz-Walther Lamprecht (68), Bad Mergentheim Vermutlich leiden Sie an Durchblutungsstörungen in den Beinen. Der Schmerz entsteht, da die Beinmuskulatur bei einer Gefäßverkalkung und gleichzeitiger Belastung nicht mehr genug Blut und Sauerstoff bekommt. Ähnliche Beschwerden treten auf, wenn der sogenannte Wirbelkanal an der Wirbelsäule verkalkt und verengt wird (Spinalstenose). Gehen Sie schnell zum Orthopäden. Haben Sie Fragen? Dann senden Sie eine E-Mail an: frank.schwebke@bams.de FORTSETZUNG VON SEITE 53 Der ehemalige „Löwenzahn“-Moderator Peter Lustig (72) spricht in BILD am SONNTAG über seine Krebserkrankung. Wann haben Sie erfahren, dass Sie an Lungenkrebs erkrankt sind? „Das war 1984. Ich hatte über ein Jahr lang rumgehustet und wurde zuerst auf Tuberkulose behandelt. Eine Biopsie brachte dann Warum sich Flimmerhärchen und Glimmstängel nicht vertragen rechter Oberlappen rechter Mittellappen Beim Einatmen strömt frische, sauerstoffreiche Luft in die beiden Lungenflügel. Rechts unterteilt sich ein Lungenflügel in drei Lappen, Blutgefäße Lungenbläschen (Alveolen) Mit wie viel Lunge kann man noch leben? Professor Thomas: „Mit einem Lungenflügel. Man kann sogar Sport machen wie Walken, allerdings natürlich etwas eingeschränkt.“ Bei Krebs wird in seltenen Fällen von Spontanheilungen berichtet. Wie ist das zu erklären? Dr. Andrea Petermann-Meyer, Psychoonkologin, Aachen: „In der Tat gibt es Spontanheilungen. Wissenschaftlich sind diese Beobachtungen nicht erklärbar. Es handelt sich um einen unvorhersehbaren Zelltod aller Krebszellen. Der ist aber nicht willentlich herbeizuführen – weder seelisch, zum Beispiel durch positives Denken, noch durch sonstige Faktoren.“ Wird das Lungenkrebsrisiko wieder normal, wenn man mit Rauchen aufhört? Dr. Reck: „Ja, nach fünf Jahren halbiert sich das Risiko, und nach zehn Jahren entspricht das Lungenkrebsrisiko eines Ex-Rauchers dem eines Gesunden.“ Was sollte der Erkrankte tun beziehungsweise meiden? Professor Thomas: „Nach Möglichkeit nicht rauchen. Obwohl es einigen schwerfällt aufzuhören, denn man verkennt oft, dass Rauchen eine Sucht ist. Aber wer nicht raucht, bei dem funktionieren Chemo und andere Therapien besser. Wie bei jeder Krebserkrankung, muss man einen guten Rhythmus mit sich selbst finden. Ein gewisses Maß an körperlicher Aktivität ist gut. Man sollte die Dinge machen, die man machen möchte und nicht nur auf die Krankheit gucken, sondern auf das, was den Menschen auch ausmacht.“ Was sollte auf dem Speiseplan nicht fehlen? Professor Thomas: „Vitamine. Die sollten aber über gemischte vitaminreiche Kost – wie Obst, Gemüse, Salat – aufgenommen werden. Tabletten sind überflüssig. So kann eine hochdosierte Vitamin-C-Gabe sogar schaden, auch Beta-Carotin kann bei Rauchern das Risiko für Lungenkrebs erhöhen, wie eine große Studie zeigte.“ Lungenkrebspatienten fühlen sich oft als Krebspatienten zweiter Klasse behandelt. Warum? Professor Thomas: „Das Problem ist, dass in der Gesellschaft oft, wenn auch nicht immer ausgesprochen, der Vorwurf im Raum steht: Die sind selbst schuld, haben schließlich geraucht. Dabei ist, wenn die Erkrankung da ist, die „Schuldfrage“ überflüssig. Der Patient hat schwer mit sich zu kämpfen, ist unsicher, was auf ihn zukommt. Wünschenswert ist dann, dass das Umfeld des Kranken und die Gesellschaft so mit der Situation umgehen, dass deutlich wird: Wir stehen zusammen!“ Wie kann man Angehörige unterstützen? Dr. Petermann: „Der Angehörige oder Partner sind die wichtigste Quelle der seelischen Unterstützung, auf der anderen Seite sind Angehörige aber psychisch genauso belastet wie die Betroffenen. Oft ans Licht, dass es Lungenkrebs war.“ Wie wurden Sie behandelt? „Ich wurde sofort operiert. Der komplette rechte Lungenflügel musste dran glauben. Insgesamt waren es sieben Operationen. Ein junger Arzt sagte mir vor einiger Zeit, dass man mit den heutigen medizinischen Möglichkeiten nicht so viel Lunge hätte entfernen Lungenspitze Alveolarbereich Bronchus rechter Unterlappen Herz Schleimhaut links nur in zwei (u. a., weil das Herz links mehr Platz beansprucht). Die Luftgefäße verzweigen sich immer weiter in die Bronchien und enden müssen. Vielleicht war es sogar damals schon des Guten zu viel.“ Aber Sie ließen sich nicht unterkriegen. „Nein. Natürlich hüpft man mit einer halben Lunge nicht mehr so rum wie vorher. Zum Glück Lustig mit hatte ich Latzhose Luftröhre schließlich in kleinen Lungenbläschen. Es gibt etwa 300 Millionen davon. Sie sind von Blutgefäßen umwachsen, in die der Sauerstoff aus keine Schmerzen. Und einen Beruf, der Spaß macht. Ich habe auch nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange ängstlich auf die Krankheit geschielt. Ich habe den Krebs einfach ignoriert. Das hat den wahrscheinlich so geärgert, dass er ausgezogen ist.“ Wie geht es Ihnen heute? „Ich komme gut zurecht, auch wenn ich keine langen Strecken mehr zu Fuß Stellen, an denen Krebs auftreten kann Flimmerhärchen Oberarmarterie linker Oberlappen linker Unterlappen Querschnitt durch ein Lungengefäß Die Luftröhren sind von innen mit Flimmerhärchen ausgekleidet. Sie tranportieren Dreck und Schleim aus der Lunge. Durch Rauchen verkleben die Härchen mit Teer der eingeatmeten Luft übergeht. Stoffe im Tabakrauch schädigen die Schleimhaut in den Luftgefäßen, sodass sich Krebs entwickeln kann reden beide nicht miteinander über das Thema Krebs: um sich gegenseitig zu schonen, sich nicht zu belasten. Dabei ist es hilfreicher, wenn der Betroffene über seine Gedanken und Gefühle spricht und auch den Partner fragt, wie es in ihm aussieht. So kommt es oft zur Entlastung für beide Seiten. Es lohnt sich, den Mut aufzubringen, miteinander über diese außergewöhnliche Situation zu reden.“ Übrigens: Angehörige sind nicht gezwungen, den Riesen-Helden zu spielen. Wo gibt es Hilfe? Hilfen für Angehörige gibt es bei der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie. Infos im Netz: www.dapo-ev.de. Deutschlandweit gibt es inzwischen 18 Selbsthilfegruppen: www.selbsthilfe-lungenkrebs.de. Infomaterial gibt es auf: www.lungenkrebszentrale.de www.krebsinformationsdienst.de Peter Lustig erfuhr vor 25 Jahren die Diagnose Lungenkrebs gehe. Wegen der Atemlosigkeit. Alles läuft etwas ruhiger ab. Das entspricht wohl auch meinem Alter. Ich habe auch wieder angefangen zu schreiben.“ Und wie sieht es mit dem Rauchen aus? „Zugegeben: Ich habe erst vor fünf, nein, vor sieben Jahren aufgehört. Aber ich musste mich nicht zwingen, es hat mir einfach nicht mehr geschmeckt.“ ILLUSTRATIONEN: PEKARIO FOTOS: ACTION PRESS, KLAUS BECKER, MARKUS PÖNITZ

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine