Gemeinsamer Pressebericht der Staatsanwaltschaft Ravensburg ...

polizeiravensburg

Gemeinsamer Pressebericht der Staatsanwaltschaft Ravensburg ...

POLIZEIDIREKTION RAVENSBURG

PRESSESTELLE

Gemeinsamer Pressebericht

der Staatsanwaltschaft Ravensburg

und der Polizeidirektion Ravensburg

Gartenstraße 97 · 88212 Ravensburg· Telefon 0751 803-1100/-1110 · Telefax 0751 803-1111 · pressestelle@pdrv.bwl.de

www.polizei-ravensburg.de.

Freitag, 18. Dezember 2009

Ausschreitungen im Anschluss an die Verleihung des Zivilcouragepreises

– Polizei und Justiz gehen konsequent gegen Gewalttäter und Randalierer

vor

Leutkirch (sr)

Wie berichtet, war es vergangenen Sonntag nach der Verleihung des Zivilcoura-

gepreises zu Ausschreitungen gekommen. Ein Tatverdächtiger befindet sich in

Haft, die anderen erwarten ebenfalls empfindliche Strafen. Dazu droht ihnen ein

Platzverweis für künftige Veranstaltungen.

Bereits Ende November war es wie berichtet zu einer Auseinandersetzung zwi-

schen Jugendlichen gekommen, bei der ein 17-Jähriger einem Gleichaltrigen

unvermittelt ins Gesicht geschlagen hat und dieser mit Verdacht auf Kieferbruch

ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Als die Polizisten zum Einsatzort

kamen, wurden sie massiv angegangen und beleidigt. Mit beteiligt war auch ein

25-jähriger Mann. Beide sind der Polizei bestens bekannt. In der Zwischenzeit

wurde gegen den 17-Jährigen Haftbefehl erlassen.

Der 25-jährige Leutkircher fiel am vergangenen Wochenende anlässlich der Ver-

leihung des Zivilcouragepreises erneut auf. Er schlug grundlos auf Unbeteiligte


- 2 -

ein und leistete Widerstand gegen die Polizeibeamten. Er wurde zunächst in

Gewahrsam genommen und anschließend wegen eines bestehenden Vorführbe-

fehls in anderer Sache direkt in eine Haftanstalt gebracht.

Gegen den Haupträdelsführer vom vergangenen Wochenende, einen 19-

Jährigen türkischer Abstammung aus Leutkirch, wird mittlerweile ein Platzver-

weisverfahren geprüft. Damit wird ihm der Aufenthalt auf ähnlichen Veranstal-

tungen untersagt werden. Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Strafen bis

hin zu einer Inhaftierung. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft betonen, dass

den 19-jährigen Intensivtäter aufgrund seiner bisherigen Taten in absehbarer

Zeit spürbare Konsequenzen bis hin zu einem möglichen Gefängnisaufenthalt

erwarten werden.

Auch im Hinblick auf die anstehende Fasnet wird die Polizei konsequent gegen

Unruhestifter vorgehen und Platzverweisverfahren einleiten. Wenn ein Jugendli-

cher wiederholt wegen Gewalttätigkeiten auffällt, wird zudem ein Bericht an die

Führerscheinbehörde gefertigt. Für den Betroffenen kann es dann zu Problemen

bei der Erteilung der Fahrerlaubnis kommen. "Wer die Fasnet als Anlass für

Randale versteht, wird die ganze Bandbreite des Ordnungsrechts zu spüren be-

kommen", so Björn Maurer, kommissarischer Leiter des Polizeireviers Leutkirch.

Pressebericht gefertigt:

Sonja Saur (sr)

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine