Pfarrblatt Ausgabe 2-2009_Abfallend - Kopie.pub - Pfarren ...

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Pfarrblatt Ausgabe 2-2009_Abfallend - Kopie.pub - Pfarren ...

Unser Seelsorger

Erneuern

Unser Glaube

Lawrence

ganz

persönlich

Liebe Pfarrgemeinden!

Henry David Thoreau (1817-1862) hat einmal

gesagt: „Der Frühling ist eine echte Auferstehung,

ein Stück Unsterblichkeit“. Das bedeutet:

Der Frühling erneuert alles. Wenn der Frühling

kommt dann ist alles wieder grün - Hoffnung

und Leben. Der Frühling weckt uns aus dem

Winterschlaf und erneut unsere Kraft. Die Natur

wird bekleidet, die Menschen werden frisch, froh

und der Tag wird um Stunden heller. Mit dem

Frühling ist der Sommer nicht fern und die Sonne

wird scheinen um uns zu erwärmen.

Diese Jahrszeit zeigt den Beginn, den Anfang von

etwas Neuem – neuem Leben. Ebenso ist es auch

im christlichen Leben. Nach der Fastenzeit, gestaltet

durch Fasten, Gebet und Almosen kommt

dann Ostern. Ostern ist Anfang neues Leben.

Der Wechsel der liturgischen Farbe von Violett

(Umkehr und Vorbereitung) zu Weiß (Freude

und Festlichkeit) deutet auf dieses erneuerte Leben.

Während der Taufe sagte der Priester wenn

er das weiße Kleid dem Kind überreicht, „ …

dieses weiße Kleid soll dir ein Zeichen dafür sein,

dass du in der Taufe neugeschaffen worden bist

und – wie die Schrift sagt – Christus angezogen

hast …“

Wie in der Taufliturgie steht, sollen wir dieses

erneuerte Leben, diese Würde bewahren für das

ewige Leben. Deswegen ist unsere aktive Teilnahme

am Leben der Kirche immer wieder gefragt.

Lasst uns weiter die verschiedenen Sakramente

empfangen, unsern Glauben vertiefen und Taten

des Glaubens darbringen.

In diesem Sinnen lade ich Euch ein zur Heiligen

Woche, zu den Maiandachten, die Bittgang Tage,

zur Erstkommunionsfeier, sowie zur Firmung

unserer Jugend. Nehmen Sie teil an jeder heiligen

Messe unter der Woche, an Sonn - und Feiertagen.

Halleluja, der Herr ist auferstanden. Ich wünsche

Euch alle ein frohes und gesegnetes Osterfest.

Ihr Seelsorger

„Ich erfülle euch mit meinem Geist und mache aus euch Menschen, die nach

meinem Ordnungen leben, die auf meine Gebote achten und sie befolgten“

(Ez 36, 27)

Im Paulus-Jahr (28.Juni 2008 – 29.Juni 2009), lädt uns das große Fest der

Auferstehung Christi, die Mitte unseres christlichen Glaubens, zu einer Erneuerung

des Lebens ein. Erneuerung des Lebens ist der Mittelpunkt und das Ziel

unserer Fastenzeit. Im Buch Levitikus lesen wir „Ich bin der Herr, euer Gott!

Ich bin heilig … ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin“. (Lev 11, 44-45).

Die Bekehrung des heiligen Paulus auf dem Weg nach Damaskus wird für

uns der Hintergrund für diese Erneuerung des Lebens. Das ganze Leben von

Paulus kann im Hinblick auf diese einzigartige Erfahrung erklärt werden. Die

Kirche feiert sogar am 25. Jänner das Fest der Bekehrung des heiligen Apostel

Paulus um uns die Bedeutung der Erneuerung des Lebens zu zeigen.

Bekehrung ist eine Sinnesänderung und Änderung des Lebens, eine Hinwendung

zu Gott und Abwendung von der Sünde. Obwohl Paulus Jesus nicht

getroffen hat, hat er trotzdem in seiner Bekehrung den auferstanden Herr

gesehen. Die Bedeutsamkeit der Auferstehung hat Paul bei seiner Bekehrung

überwältigt. Aber die Bedeutsamkeit von Jesus Tod kommt zum Ausdruck

bei den Geburtswehen seines Apostolats.

Es gibt drei verschiedene Berichte über die Bekehrung von Saulus, die von

Lukas in der Apostelgeschichte überliefert wurden: Apg 9, 1-19; 22, 3-21;

26, 4-23 und der Bericht von Paulus selbst im Galaterbrief 1,11-16, der näher

zu Lukas Bericht in Apg 26 ist. Der erste Bericht ist erzählend, während die

zweite und dritte Verteidigungsreden sind. Die Geschichte wird dreimal in

entscheidenden Momenten in der Geschichte über die Ausbreitung des Evangeliums

berichtet.

Der Bericht der Apg 9 ist mit der Ausbreitung des Evangeliums zu den Heiden

verbunden; in Apg 22 ist der Bericht Teil des großen Kampfes des Christentums

für Freiheit und unabhängig von seiner jüdischen Matrix; und in Apg

26 wird er nacherzählt zur Zeit, als die Autorität von Rom aufgerufen worden

war das Christentum zu schützen, und unter solchem Schutz macht er sinnbildlich

seinen Weg „zum Ende der Welt“.

Es ist merkenswert, dass jeder Bericht Paulus anders darstellt. Paulus wird als

ein „Apostel“ gesehen, obwohl Lukas ihm den Titel nicht geben möchte, (Apg

9, 15-19); als ein Zeuge (Apg 22, 5, 12, 15ff); und ein Prophet (Apg 26, 16-

18). Das bedeutet dass jede Bekehrung Berufung ist, Berufung zu einem

Dienst. Deswegen ist die Bekehrung von Saulus nicht bloß Geschichte. Es ist

eine Berufungsgeschichte, erwähltes „Instrument“ zu sein, um durch sein erneuertes

Leben Gottes Namen zu den Heiden zu bringen.

In der Taufe haben wir im Tod der Sünder und im Lebendig- werden zu Gott

Anteil an Christus Tod und Auferstehung. Deswegen ist Christ sein nur möglich

durch Begegnung mit Christus. Obwohl wir Christus nicht wie Paulus

begegnen können, können wir Ihn in der Heiligen Schrift, im Gebet sowie im

liturgischen Leben der Kirche finden. Wir können das Herz von Christus berühren

und ihn fühlen, wie er unseres berührt. Nur in dieser persönlichen Beziehung

mit Christus, nur in dieser Begegnung mit dem auferstandenen Herrn

werden wir Christen. Lasst uns weiter die Kraft der Auferstehung bezeugen,

um nicht nur unser Leben zu erneuern, aber die Welt.

(Quelle: The Jerome Biblical Commentary, Papst Allgemeine Audienz am 3. September 2008)

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