2013 – ISO OSI Referenzmodell und Protokolle - RFC 791

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2013 – ISO OSI Referenzmodell und Protokolle - RFC 791

Whitepaper ISO OSI Referenzmodell und Protokolle 29. April 2013

2.3. Internet Protocol Version 6 IPv6

Das Internet Protocol in der Version 6 (IPv6) ist ein seit 1998 im RFC 2460 3 standardisiertes

Verfahren zur Übertragung von Daten in paketvermittelnden Rechnernetzen. Wie

IPv4 ist IPv6 auf der Vermittlungsschicht angesiedelt und stellt eine über Teilnetze hinweg

gültige Adressierung der beteiligten IT-Systeme im Netzwerke bereit.

Die wesentlichen neuen Eigenschaften von IPv6 sind neben der Vergrößerung des

Adressraums von IPv4 mit 23 2 = 4,3 Milliarden Adressen auf 2 128 = 340 Sextillionen Adressen

bei IPv6 insbesondere die Vereinfachung und Verbesserung des Protokollrahmens.

Zudem unterstützt IPv6 die zustandslose automatische Konfiguration von IPv6-

Adressen, sodass zustandsbehaftete Verfahren wie DHCP in vielen Anwendungsfällen

obsolet werden. Wichtige technische Entwicklungen wie Quality of Service und Multicast

sind im Standard IPv6 implementiert. Während für IPv4 ist die Unterstützung von

IPsec optional war, wird durch die Implementierung von IPsec im IPv6-Standard die

Verschlüsselung und die Überprüfung der Authentizität von IP-Paketen in den Standard

integriert.

Der Header eines IPv6-Pakets ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt.

Abbildung 5: IPv6 Header

Die Notation von IPv6-Adressen wird im RFC 4291 beschrieben. Demnach werden

IPv6-Adressen in der Regel hexadezimal notiert, wobei die IP-Adresse in acht durch

Doppelpunkte separierte Blöcke zu jeweils 16 Bit unterteilt wird. Netzwerke werden

bei IPv6 ausschließlich in der CIDR-Notation dargestellt.

3 (Deering & Hinden, 1998)

Christian Book

http://rfc791.de/whitepaper 11/24

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