CLOPPENBURG

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Seniorenwegweiser


Vorwort des Bürgermeisters

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie halten die Neuauflage des Seniorenwegweisers in den

Händen. Mit dieser Broschüre möchte ich Sie und Ihre

Angehörigen über das breit gefächerte Angebot für ältere

Bürgerinnen und Bürger in Cloppenburg informieren.

Cloppenburg ist noch eine sehr junge Stadt, aber der

demographische Wandel wird auch in unserer Stadt langfristig

dazu führen, dass der Anteil älterer Menschen stetig

zunimmt. Diese Entwicklung wird eine immer größer

werdende Nachfrage nach Hilfen und Anregungen für

ältere Menschen nach sich ziehen.

Mit dem Älterwerden tauchen oft Probleme und Fragen

auf, die man als jüngerer Mensch noch nicht kannte. Für

die Bevölkerungsgruppe der über Sechzigjährigen gibt es

in Cloppenburg eine Vielzahl an Beratungsstellen, privaten

und öffentlichen Pflegeeinrichtungen, daneben aber

auch kulturelle, soziale, politische und kirchliche Angebote,

die kaum alle überblickt werden können.

Ich freue mich daher, Ihnen diesen umfassenden Leitfaden

als Orientierungshilfe an die Hand geben zu können.

Die Broschüre enthält eine Vielzahl von Tipps und Informationen,

die Ihnen helfen werden, die Herausforderungen

Ihres Lebensabschnittes zu meistern. Sicherlich kann

sie nicht alle Ihre Fragen beantworten. Nutzen Sie deshalb

die vielfältigen Beratungsangebote. Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Beratungsstellen sind gern bereit, auf

Ihre individuelle Situation einzugehen und Ihnen konkrete

Hilfsmöglichkeiten und Angebote aufzuzeigen.

www.cloppenburg.de

Hinweisen möchte ich an

dieser Stelle auf den Seniorenbeirat,

der sich im Interesse

der älteren Generation

in die politische und gesellschaftliche

Diskussion einbringt.

Nähere Einzelheiten

finden Sie ebenfalls in dieser

Broschüre.

Mein Ziel ist es, alle Seniorinnen

und Senioren in unserer

Stadt möglichst umfassend

und aktuell zu informieren.

Ich lade Sie herzlich ein, uns dabei aktiv zu unterstützen

und mitzuhelfen, die Informationen über die Beratungs-

und Freizeitangebote für ältere Menschen auf dem

jeweils aktuellen Stand zu halten. Ich freue mich über alle

Hinweise und Anregungen, die uns helfen, Sie und alle

anderen Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt zu

jeder Zeit aktuell und kompetent zu beraten.

Informationen für Seniorinnen und Senioren finden Sie

übrigens auch auf den Internetseiten der Stadt Cloppenburg

(www.cloppenburg.de).

Ich bedanke mich herzlich für Ihre Mithilfe und wünsche

Ihnen eine anregende Lektüre!

Dr. Wolfgang Wiese

Bürgermeister

1


Grußwort des Seniorenbeirats

Liebe Seniorinnen und Senioren!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Die derzeitige 2. Auflage des Seniorenwegweisers wurde

von der Stadtverwaltung unter Mitwirkung des Seniorenbeirates

der Stadt Cloppenburg überarbeitet. Es wurden

Korrekturen, Veränderungen und Ergänzungen vorgenommen.

Bereits heute ist etwa ein Fünftel der Bevölkerung der

Stadt über 60 Jahre alt. Der Anteil wird in der Zukunft

noch wachsen. Die weitaus größte Zahl dieser Seniorinnen

und Senioren gestaltet das Leben selbstbestimmt.

Viele arbeiten ehrenamtlich in den verschiedensten Tätigkeitsfeldern.

Ein Teil der Seniorinnen und Senioren ist

jedoch auf die Hilfe von außen angewiesen.

Damit möglichst alle Menschen unserer Stadt trotz der

Erschwernis des Alters lange ihren Bedürfnissen und

Aktivitäten nachgehen können, haben die Stadt und der

Seniorenbeirat die vorliegende Neuauflage des Seniorenwegweisers

herausgebracht.

Es werden Anregungen gegeben, wie man auch im Alter

aktiv am Leben teilnehmen kann. So finden Sie Informationen

über Einrichtungen und Dienste. Ebenso finden Sie

auch Angebote von Vereinen, Verbänden und Kirchen,

welche Bildung, Kultur, soziales Engagement, Freizeit

und Sport betreffen. Die Broschüre will für Sie auch wieder

ein Leitfaden sein in Fragen des Wohnens, der Pflege

und der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben unserer

Stadt. Sie gibt darüber hinaus wichtige Anregungen zu

Fragen der Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

und zur Sicherheitsprophylaxe.

2

Der Leitfaden möchte Sie ermuntern und anregen, sich

mit den entsprechenden Stellen und Institutionen in Verbindung

zu setzen, um weitergehende Beratung, Anregung

und Hilfe zu erhalten.

Für Hinweise hinsichtlich anderer Themenbereiche, die in

die Folgebroschüre aufgenommen werden sollten, sind

wir dankbar. Dank gilt der Stadt Cloppenburg, welche die

Seniorenarbeit materiell und ideell unterstützt.

Elfriede Lange, Vorsitzende

Seniorenbeirat der Stadt Cloppenburg


Nikolausfahrt Quatmanns Hof im Museumsdorf Cloppenburg

1. Aktiv sein im Alter

Wer rastet, der rostet! Dies gilt auch (und sogar in besonderem

Maße), wenn man älter wird.

Meinte man früher, im Alter müsse man sich vor allem

ausruhen und schonen, so weiß man heute, dass das Gegenteil

der Fall ist, denn: Die körperlichen und geistigen

Fähigkeiten bleiben gerade dadurch erhalten, dass man sie

aktiv gebraucht.

Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben haben Sie

vielleicht Zeit für etwas, was Sie immer schon einmal tun

wollten!

Vieles macht gerade im Kreise von Menschen mit gleichgerichteten

Interessen am meisten Freude.

Einige Beispiele an Möglichkeiten und Aktivitäten – speziell

bei uns in Cloppenburg – finden Sie im Folgenden.

www.cloppenburg.de

Haus der Senioren mit Seniorenbüro

Die Hauptaufgabe des Seniorenbüros ist die Förderung

des ehrenamtlichen Engagements in der nachberuflichen

Phase. Das Seniorenbüro vermittelt Menschen ab 50 Jahren

in entsprechende Aufgaben aller Art. Zudem organisieren

die Mitwirkenden des Seniorenbüros gesellige,

kreative und informative Veranstaltungen im Rahmen der

Bildung im Alter und für das Alter.

Leistungen des Seniorenbüros:

Seniorenbildung

■ Sprache

■ Gymnastik und Sport

■ Gesprächskreise zur Religion sowie zu sozialen

und kommunalen Belangen

■ Literatur

■ Computer und Medien

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1. Aktiv sein im Alter

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■ Musik, Tanz und Bewegung

■ Natur und Erholung

■ Generationen-Projekte

■ Kreatives Gestalten

■ Gedächtnistraining

Sozialarbeit

■ Zusammenführung von Menschen, Verbindung

der Generationen

■ Integration von Menschen in Gruppen und Motivation

zum Mitmachen

■ Informationen, Beratung und Weiterleitung an

Fachstellen

■ Pflegeberatung

■ Besuchsdienst für pflegende Angehörige

■ Alzheimer Treff

Ehrenämter

■ Referent in der Seniorenbildung

■ Mitarbeit in Arbeitsgruppen

■ Mitarbeit im Bürodienst

■ Unterstützung einsamer oder hilfsbedürftiger

Mitmenschen

Haus der Senioren mit Seniorenbüro

Geschwister –Scholl-Str. 15 in 49661 Cloppenburg.

Tel.: 04471/87688

E-Mail.: seniorenbuero.clp@ewetel.net

Mehrgenerationenhaus

Das Mehrgenerationenhaus ist ein offener Treffpunkt für

Jung und Alt. Wie in einer Großfamilie hat jedes Alter et-

was zu bieten. Voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen

und miteinander lachen, das alles ist möglich.

Mehrgenerationenhaus

Wilke-Steding-Straße 6, 49661 Cloppenburg

Tel.: 04471/702935 · Fax: 04471/930412

Mail: Mehrgenerationenhaus-clp@t-online.de

Kirchliche Einrichtungen

Die Kirchengemeinden bieten ebenfalls ein reiches Freizeitangebot

für Senioren.

Auskunft erteilt der Seniorenbeirat,

Tel.: 04471/931000

siehe auch: Bürgerinformation Cloppenburg,

Kapitel „Kirchen · religiöse Einrichtungen“, S. 37

Haus Bethanien

Tagescafé und Begegnungsstätte

Sie finden hier:

■ Ein gemütliches Café mit Fernsehraum, Kickertisch

und Dartscheibe

■ Ein Internetcafé

■ Waschmaschine und Trockner

Haus Bethanien

Kirchhofstr. 14, 49661 Cloppenburg

Tel.: 04471/7010906


3. Finanzielle Hilfen und Vergünstigungen/Rente

Vermögen muss i. d. R. nur eingesetzt werden, soweit es

einen Freibetrag von ca. 2.500,00 Euro übersteigt. Zwecks

näherer Auskunft und Antragstellung wenden Sie sich

bitte an:

Fachbereich 3

Tel.: 04471/185-216 (Herr Stammermann) oder

Tel.: 04471/185-214 (Herr Gardewin)

Wohngeld

Wenn Ihre Miete oder Hausbelastung im Verhältnis zu

Ihrem Einkommen hoch ist, können Sie ggf. Wohngeld

beantragen.

Wenden Sie sich hierzu bitte an die Wohngeldstelle. Dort

werden Sie auch individuell über einen möglichen Wohngeldanspruch

beraten und Sie erhalten bei Bedarf die nötigen

Anträge. Bitte beachten Sie, dass Wohngeld frühestens

vom Ersten des Monats an gewährt wird, in dem der Antrag

gestellt wird!

Hinweis: Auch wenn Sie in einem Alten- oder Pflegeheim

wohnen, kann ein Anspruch auf Wohngeld bestehen. Ihre

Ansprechpartner für Wohngeld sind wie folgt zu erreichen:

Fachbereich 3

Tel.: 04471/185-126 (Herr Osterkamp),

Tel.: 04471/185-128 (Herr Menke),

Tel.: 04471/185-130 (Frau Gardewin),

Tel.: 04471/185-129 (Frau Ruhe, Wohngeldgewährung

für Personen in Alten- oder Pflegeheimen)

www.cloppenburg.de

Sozialhilfe – Ihr gutes Recht

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren notwendigen

Lebensunterhalt – wie z.B. Essen, Kleidung, Wohnung,

Hausrat etc. – aus eigenem Einkommen und Vermögen zu

bestreiten und Sie noch keine 65 Jahre alt sind, so dass

Leistungen der Grundsicherung für Sie noch nicht in Frage

kommen, sollten Sie sich nicht schämen, die Hilfe des

Sozialamtes in Anspruch zu nehmen!

Dies gilt – unabhängig von Ihrem Alter – auch dann, wenn

Sie durch bestimmte Umstände oder Ereignisse wie z.B.

Krankheit, drohende Behinderung oder Eintritt von Pflegebedürftigkeit

auf finanzielle Unterstützung angewiesen

sind.

Das Sozialamt ist aber nicht nur in finanziellen Notlagen

für Sie da, sondern kann Ihnen auch in vielen Fragen

„Wegweiser“ zu weitergehender Hilfe sein. Scheuen Sie

sich also nicht, das Sozialamt um Hilfe zu bitten!

Einige kurze Hinweise zur Sozialhilfe:

Ob und welche Hilfe (z. B. laufende oder einmalige Geldleistung)

für Sie in Frage kommt, muss im Einzelnen geprüft

werden.

Sozialhilfeleistungen sind grundsätzlich nachrangige Leistungen,

das heißt, eigene Leistungen, die Hilfe der Familie

(Unterhaltsleistungen) oder die Leistungen anderer Träger

(Krankenkasse, Pflegekasse, Wohngeldstelle) sind vorab

zu berücksichtigen.

Das heißt aber nicht, dass möglicherweise vorhandenes

Bar- oder Grundvermögen erst restlos aufgezehrt sein

muss, ehe Sie Sozialhilfe bekommen können. Hier gibt es

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4. Tipps und Ratschläge

■ Die Täter geben sich als Bekannte aus oder

überbringen angeblich eine Nachricht:

– Erinnern Sie sich nicht? Wir waren doch zusammen

im Krankenhaus.

– Ich bin der Kollege Ihres Sohnes. Er hatte

einen Unfall und ist im Krankenhaus.

– Ich soll Ihnen schöne Grüße von meiner Tante

XY bestellen.

Wenn Sie sich an jemanden nicht erinnern, ist

er für Sie fremd ! Würden Sie Fremde in die

Wohnung bitten?

■ Die Betrüger rufen an und geben sich als Verwandte

(Enkel, Neffen oder Nichten) aus.

– Rate mal, wer hier ist.

– Hallo Oma/Opa, ich bin’s.

– Ich hatte einen Unfall und brauche dringend

1500 Euro.

– Ich kann sehr günstig ein Auto / eine Wohnung

kaufen. Kannst Du mir das Geld leihen?

– Ich kann nicht selbst kommen um das Geld

abzuholen. Ich schicke Dir meinen besten

Freund – wir vereinbaren auch ein Kennwort.

Vorsicht, falscher „Enkel“ ! Rufen Sie Tochter,

Sohn, Enkel oder Nichten und Neffen unbedingt

unter einer Ihnen bekannten Nummer

zurück!

Die Kriminalpolizei rät:

■ Auch wenn Sie sich dabei unhöflich vorkommen

– lassen Sie Fremde nie in Ihre Wohnung!

■ Sie sollten Fremden grundsätzlich die Tür nur

mit Türsperre (Kastenschloss oder Kette) öffnen.

www.cloppenburg.de

■ Wenn Sie jemandem helfen wollen, reichen Sie

das Gewünschte, z.B. Glas Wasser, nach draußen.

Während Sie es holen, verschließen Sie die Tür.

■ Fallen Sie nicht auf Tricks wie plötzliche Ohnmacht

oder vorgetäuschtes Unwohlsein herein!

■ Lassen Sie sich von jeder Person, die vorgibt,

von einem Amt, einer Dienststelle oder einer

Organisation zu kommen, den Dienstausweis

geben. Schauen Sie sich diesen sehr genau an.

■ Sollten Sie Zweifel an der Echtheit haben, rufen

Sie die betreffende Dienststelle oder die zuständige

Behörde an. Suchen Sie die Telefonnummer

selbst heraus!

■ Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen

(z.B. durch zeitlich befristete Angebote)!

Gauklerfest

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8. Für den Ernstfall vorsorgen

■ Überprüfen Sie mindestens einmal jährlich, ob

die Erklärungen noch Ihrem Willen entsprechen.

Dokumentieren Sie dies mit aktuellem Datum

und erneuter Unterschrift.

Vorsorgevollmacht

Wenn jemand durch Alter, Unfall oder Krankheit seine

persönlichen Angelegenheiten selber nicht mehr regeln

kann, wird gerade den Angehörigen unangenehm klar,

dass sie nicht gesetzlicher Vertreter ihres Ehepartners oder

volljährigen Kindes sind. Durch die rechtzeitige Erstellung

einer Vorsorgevollmacht kann verhindert werden, dass

eine rechtliche Betreuung (früher „Vormundschaft“) eingerichtet

wird, die mit hohem Verwaltungsaufwand, einem

gerichtlichen Verfahren und auch Kosten verbunden ist.

In einer Vorsorgevollmacht kann eine Vertrauensperson

eingesetzt werden, die alle Dinge so regelt, wie es den

eigenen Wünschen entspricht. Die Vollmacht kann auch

eine Patientenverfügung umfassen. Für die Formulierung

einer solchen Patientenverfügung kann eine Rücksprache

mit dem Hausarzt oder Seelsorger sinnvoll sein.

Mit der bloßen Erteilung einer Bankvollmacht ist zwar ein

kleiner Schritt in die richtige Richtung gemacht, aber die

meisten Dinge bleiben ungeklärt. Wer stellt den Antrag bei

der Pflegeversicherung? Wer spricht mit den Ärzten und

trifft eine Entscheidung über eine Heilmaßnahme? Wer

unterschreibt den Heimvertrag oder die Wohnungskündigung?

Diese und viele weitere Fragen bleiben ungeklärt,

wenn keine umfassende Bevollmächtigung erteilt wird.

Amtsgericht, Betreuungsbehörde und auch der Betreuungsverein

Cloppenburg raten deshalb eindringlich dazu,

frühzeitig eine Person des Vertrauens zu bevollmächtigen,

damit diese im Ernstfall sofort handeln kann.

www.cloppenburg.de

Der nachfolgende Vorschlag für eine Vorsorgevollmacht

wurde von den vorgenannten Institutionen gemeinsam erstellt.

Für eine Vollmacht gibt es eine Vielzahl anderer Vorschläge

und keine Formvorschriften.

Das Formular kann auch unter www.betreuungsvereincloppenburg.de

herunter geladen werden.

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