Abweichungen

austropapier

Abweichungen

Ziele auf der Hand: Kostensenkung, Einhaltung von Grenzwerten,

Steigerung plus Regelung der Konstantteiltemperatur,

Produktionssteigerung, Qualitätsverbesserung und

CO2-Reduzierung.

Die Anforderungen an den Wärmetauscher werden durch

den Fasergehalt und die Inhaltsstoffe der Medien bestimmt.

Der Fasergehalt von den aufzuheizenden oder zu kühlenden

Medien ist das größte Problem. Zu den wichtigsten Eigenschaften

sollten eine optimale Wärmeübertragung, ein verstopfungsfreier

Lauf, schnelle Reinigungsmöglichkeit, Wartungsfreundlichkeit

und Korrosionsbeständigkeit zählen.

Diese Funktionen können von konventionellen Rohrbündeltauschern

nicht geleistet werden. Auch Plattenwärmetauscher

sind mit ihrer Vielzahl von Kreuzungspunkten

nicht geeignet, da sie verstopfungsanfällig sind. Für Anwendungen

mit Fasergehalten bis zu 1000 ppm bietet Alfa Laval

den so genannten Wide Gap Freiströmer mit Längskanälen.

Diese Geräte gibt es mit Plattenabständen bis zu 17 mm.

Maßgeschneiderte Lösungen

Die effizienteste Lösung für die Papierindustrie sind Spiralwärmeübertrager

in stiftloser Ausführung. Im Aufbau

besteht diese Bauform aus konzentrisch aufgewickelten

Blechen. Das Monokanalprinzip ohne Stillstandzonen bewirkt,

dass sich Feststoffe nicht absetzen können, da diese

durch die hohe Fluidströmung von bis zu zwei Meter pro

Sekunde verwirbelt und mitgerissen werden.

Für die Auswahl des richtigen Typs, des jeweiligen Einsatzes,

können Versuche vor der Auslegung durchgeführt

werden. Diese sind insbesondere bei kritischen Anwendungen

sinnvoll. Der optimale Wärmetauschertyp wird

ausgewählt, die Auslegung des Wärmetauschers wird mit

Berechnungen in einer Simulation maßgeschneidert und

gleichzeitig wird die Energieeinsparung ermittelt.

Es gibt viele Möglichkeiten die Energierückgewinnung zu optimieren,

wie etwa mit dem Spiralwärmetauscher.

Energie effizient nutzen

Siebwasseraufheizung und Temperaturregelung mit Dampf

sind der heutige Standard der Papiermaschinentechnik bei

vielen Produkten. Dies ist aber teuer und nicht effizient, da

das Kondensat verloren geht. Die Nutzung von Abwärme zur

Aufheizung von Siebwasser bringt meist Rückzahlungszeiten

der Projektkosten von ein bis zwei Jahren.

Es gibt viele Möglichkeiten von Energiequellen in der

Zellstoff- und Papierindustrie. So kann beispielsweise die

Rauchgasabwärme zur Wiederaufwärmung von benutztem

Kondensat verwendet werden oder die Kondensation von

überschüssigem Brüdendampf. Man hält damit die Energie

im engsten Kreislauf. Beide Verfahren wurden kürzlich in

einer Papierfabrik beziehungsweise in einer Kartonfabrik

mit Spiralwärmeüberträgern erfolgreich umgesetzt. Die

Nutzung der Abwärme der chemischen und mechanischen

Rohstofferzeugung ist seit längerem bekannt. Aktuelle Projekte

nutzen diese zur Aufheizung von Siebwasser. �

www.hs-vertretung.de

www.alfalaval.at

papierausösterreich­6/10

© Alpha Laval

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