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Was ist Gold?

Warum sollten Sie Gold im Invest-Portfolio haben?

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Das magazin<br />

Ausgabe 1/2015<br />

<strong>Was</strong> <strong>ist</strong><br />

<strong>Gold</strong>?<br />

<strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> international akzeptiertes Geld, Liquidität,<br />

Währungsreserve, Rohstoff, Schmuck, Wertaufbewahrungsmittel,<br />

Geldanlage, Versicherung,<br />

Notreserve, Schutz vor Inflation und Deflation,<br />

Spekulationsobjekt – und Mythos!


Editorial<br />

2


Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

wie effektiv <strong>Gold</strong> das Vermögen gegen Inflation schützen<br />

kann, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Wer<br />

im Römischen Reich vor gut 2.000 Jahren eine neue<br />

Toga plus Schuhe erwerben wollte, musste hierfür umgerechnet<br />

etwa eine Unze <strong>Gold</strong> auf den Tisch legen.<br />

In den 1920er-Jahren kostete ein maßgeschneiderter<br />

Anzug plus Schuhe ebenfalls umgerechnet etwa eine<br />

Unze <strong>Gold</strong>. Und heute? Ein maßgeschneiderter Anzug<br />

plus Schuhe kostet knapp 1.100 Euro – noch immer so<br />

viel wie eine Unze <strong>Gold</strong>.<br />

Im vorliegenden Magazin beleuchten wir die unterschiedlichsten<br />

Aspekte der Anlage in Edelmetalle.<br />

Woran erkennen Sie einen seriösen Edelmetallanbieter?<br />

Welche Lagerungsarten gibt es? <strong>Was</strong> treibt die<br />

weltweite Edelmetallnachfrage? Wie können <strong>Gold</strong> und<br />

Silber das Portfolio bereichern?<br />

MIRKO SCHMIDT,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter, pro aurum KG<br />

Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre,<br />

Ihr Robert Hartmann und Mirko Schmidt<br />

Robert hartmann,<br />

Geschäftsführer pro aurum Verwaltungs GmbH<br />

Inhalt<br />

03 Editorial<br />

04 <strong>Gold</strong> im Portfolio<br />

06 <strong>Gold</strong> als Inflationsschutz<br />

08 11 gute Gründe für <strong>Gold</strong><br />

10 Wie erkennt man einen guten Edelmetallhändler?<br />

12 Lagerstätten<br />

14 Baisse oder Hausse?<br />

16 <strong>Gold</strong> – Enormer Bedarf in Asien<br />

18 <strong>Gold</strong> und die Rolle der Notenbanken<br />

20 Über die Produktion von Geld und <strong>Gold</strong><br />

22 Verschlechtert <strong>Gold</strong>besitz die Bonität?<br />

24 Zehn Jahre pro aurum in Berlin<br />

26 Kooperation mit SOS Kinderdorf<br />

Impressum<br />

Herausgeber pro aurum KG<br />

Redaktion B. Summa<br />

Autoren B. Summa, S. Wieschowski, J. Bernhardt, M. Beierl<br />

Layout M. Roth<br />

Fotografie B. Schuller, fotolia<br />

3


Keine Angst vor dem<br />

Wertverlust Ihres Vermögens!<br />

Die me<strong>ist</strong>en Anlageexperten und Vermögensverwalter stufen <strong>Gold</strong> mittlerweile als klares<br />

„Must-have“ für jedermann ein. Das Angebot an <strong>Gold</strong>investments <strong>ist</strong> immens – die<br />

Risiken mitunter auch. Ein konkretes Investment sollte daher wohlüberlegt sein.<br />

Inflation an Wertpapieren<br />

mit „<strong>Gold</strong>label“<br />

Allein an der Stuttgarter Börse, die<br />

sich selbst als „Die Privatanlegerbörse“<br />

bezeichnet, waren im Februar<br />

2015 über 9.200 verschiedene<br />

Wertpapiere mit direktem Bezug zum<br />

<strong>Gold</strong>preis handelbar. Indirekte Investments<br />

via <strong>Gold</strong>minenaktien blieben<br />

dabei sogar unberücksichtigt. Sie alle<br />

vereint eine große Gemeinsamkeit –<br />

sie sind nicht von physischer Natur,<br />

sondern allesamt in die Kategorie<br />

„Papiergold“ einzuordnen. Das heißt:<br />

Sein Besitzer <strong>ist</strong> von Zahlungs- bzw.<br />

Lieferversprechen der emittierenden<br />

Gesellschaft abhängig. Wird diese insolvent,<br />

kann sich ein möglicherweise<br />

als Krisenwährung gedachtes <strong>Gold</strong>produkt<br />

– völlig losgelöst von der<br />

Entwicklung des <strong>Gold</strong>preises – in kür-<br />

zester Zeit in Luft auflösen. Im Worst-<br />

Case-Szenario, also wenn Massen von<br />

Investoren das Vertrauen in Papiergeld<br />

verlieren, könnte dieses Schicksal<br />

auch Papiergold treffen. Selbst<br />

physisch hinterlegte Finanzprodukte<br />

auf <strong>Gold</strong> dürften dann Probleme bekommen,<br />

ihr Lieferversprechen einzuhalten.<br />

In einem solchen Fall dürfte<br />

ausschließlich eine Form von <strong>Gold</strong> bei<br />

Anlegern gut ankommen: Barren und<br />

Münzen, die sich tatsächlich anfassen<br />

und – falls gewünscht – nach Hause<br />

tragen oder in einem Hochsicherheitstresor<br />

verwahren lassen. Im Februar<br />

waren bei pro aurum 117 solcher<br />

„echten <strong>Gold</strong>investments“ verfügbar.<br />

Ihnen kann man attestieren,<br />

dass sie durch und durch aus <strong>Gold</strong><br />

bestehen und nicht nur ein goldenes<br />

Namensschild tragen.<br />

Hebelinstrumente für<br />

Hasardeure<br />

Einige Tausend börsennotierte Hebelpapiere<br />

unterschiedlichster Ausprägung<br />

buhlen aktuell um die Gunst der<br />

Anleger oder besser Spekulanten. Mit<br />

ihnen wird versucht, vom Auf und Ab<br />

des <strong>Gold</strong>preises in gehebelter Form<br />

zu profitieren. Wer zum Beispiel bei<br />

zehnfacher Hebelwirkung auf einen<br />

steigenden <strong>Gold</strong>preis wettet, gewinnt<br />

(verliert) zehn Prozent, wenn sich das<br />

gelbe Edelmetall um ein Prozent verteuert<br />

(ermäßigt). Einige dieser Hebelprodukte<br />

sind so konstruiert, dass sie<br />

wertlos verfallen bzw. einen minimalen<br />

Restwert an die Besitzer zurückzahlen,<br />

sobald der <strong>Gold</strong>preis vordefinierte<br />

Knock-out-Barrieren verletzen<br />

sollte. <strong>Gold</strong>-Optionsscheine verfügen<br />

ebenfalls über eine Hebelwirkung und<br />

4


Physisch besicherte<br />

<strong>Gold</strong>produkte im Blick<br />

Zugegeben, es gibt auch Papiergold<br />

mit geringeren Risiken. Diese Finanzprodukte<br />

versuchen, dem <strong>Gold</strong>preis<br />

1:1 zu folgen und hinterlegen via<br />

physisches <strong>Gold</strong> den Löwenanteil des<br />

investierten Kapitals. Am me<strong>ist</strong>en Gewicht<br />

bringt weltweit der hierzulande<br />

nicht handelbare SPDR <strong>Gold</strong> Shares<br />

auf die Waage, der die Kursentwicklung<br />

einer Zehntel Feinunze <strong>Gold</strong> widerspiegeln<br />

soll. Im Jahr 2004 lancierte<br />

die US-Vermögensverwaltung State<br />

Street Global Advisors den physisch<br />

besicherten <strong>Gold</strong>-ETF. Anfang Oktober<br />

2012 waren darin mehr als 1.353<br />

Tonnen <strong>Gold</strong> „gebunkert“ (aktuell:<br />

773,31 Tonnen). Kritiker bemängeln<br />

seine komplexe Struktur, das intransparente<br />

Wertpapierprospekt und potenzielle<br />

Interessenkonflikte der Depotbank<br />

HSBC.<br />

In Deutschland gilt unter den physisch<br />

besicherten <strong>Gold</strong>produkten Xetra-<br />

<strong>Gold</strong> als Marktführer. Das Wertpapier<br />

bildet den in Euro umgerechneten<br />

Gegenwert von einem Gramm <strong>Gold</strong><br />

ab. Auf den Markt gebracht wurde es<br />

Ende 2007 durch die Deutsche Börse<br />

Commodities GmbH, es repräsentiert<br />

mittlerweile fast 53 Tonnen <strong>Gold</strong>, von<br />

denen laut Website des Unternehmens<br />

aktuell 50,47 Tonnen physisch<br />

gelagert und 1,8 Tonnen als Buchgold<br />

geführt werden. Seit Bestehen gab es<br />

über 800 Auslieferungen im Volumen<br />

von mehr als vier Tonnen. Diese sind<br />

kostenpflichtig und müssen stets über<br />

die Bank des Anlegers abgewickelt<br />

werden, an Privatadressen wird geverbriefen<br />

das Recht, während einer<br />

bestimmten Laufzeit <strong>Gold</strong> zu einem<br />

vordefinierten Preis zu kaufen (Call)<br />

oder zu verkaufen (Put). Dieses Recht<br />

erlischt zwar erst bei Fälligkeit, sollte<br />

sich der <strong>Gold</strong>preis aber in die „falsche“<br />

Richtung bewegen, kann dessen<br />

Preis bereits während der Laufzeit<br />

gegen null tendieren. Bedingt durch<br />

die Konstruktion kann es bei diesen<br />

Wertpapieren sogar vorkommen,<br />

dass der ausgewiesene Hebel aufgrund<br />

von anderen Einflussfaktoren,<br />

wie zum Beispiel Änderungen bei der<br />

<strong>Gold</strong>-Volatilität (Kursschwankungsintensität)<br />

oder aufgrund der kurzen<br />

Restlaufzeit, gar nicht greift.<br />

Ergänzt wird der Erfindungsreichtum<br />

der Finanzbranche durch sogenannte<br />

Discount-Optionsscheine, Faktor-Zertifikate,<br />

Leveraged-ETCs, Contracts<br />

for Difference (CFDs) sowie Futures<br />

auf <strong>Gold</strong>. Bei den beiden letztgenannten<br />

„<strong>Gold</strong>hebeln“ kann es sogar<br />

vorkommen, dass die potenziellen<br />

Verluste höher ausfallen als das eingesetzte<br />

bzw. als Sicherheitsle<strong>ist</strong>ung<br />

(Margin) hinterlegte Kapital. Am eigenen<br />

Leib zu spüren bekamen dies<br />

im Januar Privatanleger, die via CFDs<br />

auf einen Anstieg des Euro gegenüber<br />

dem Schweizer Franken gesetzt hat-<br />

ten. Weil Stop-Loss-Marken aufgrund<br />

der Freigabe des Franken durch die<br />

Schweizer Nationalbank und den daraus<br />

resultierenden Turbulenzen an<br />

den Devisenmärkten nicht funktionierten,<br />

explodierten die Verluste der<br />

Euro-Optim<strong>ist</strong>en. Fazit: Wer <strong>Gold</strong> als<br />

Krisenwährung oder Versicherungsschutz<br />

betrachtet, sollte entsprechende<br />

Hebelprodukte eher nicht anfassen<br />

– die Gefahr, sich dabei die Finger zu<br />

verbrennen, <strong>ist</strong> einfach zu groß.<br />

nerell nicht geliefert. In Abhängigkeit<br />

von der Barrengröße fallen dann zusätzliche<br />

Kosten an. Richtig teuer wird<br />

eine Lieferung ins Ausland (Schweiz,<br />

Österreich, Niederlande und Luxemburg),<br />

wo der vom Unternehmen<br />

genannte Richtwert für einen Ein-<br />

Kilogramm-Barren den für Deutschland<br />

veranschlagten Lieferpreis um<br />

mehr als das Neunfache übertrifft.<br />

Noch ungeklärt <strong>ist</strong> zudem die steuerliche<br />

Behandlung physisch besicherter<br />

<strong>Gold</strong>produkte.<br />

Steuervorteil bei<br />

physischem <strong>Gold</strong>kauf<br />

Beim Kauf einer <strong>Gold</strong>münze oder eines<br />

<strong>Gold</strong>barrens gibt es bezüglich<br />

der Steuerpflicht hingegen keine<br />

Diskussionen. <strong>Gold</strong>investments zu<br />

Anlagezwecken (Ausnahme: Sammlermünzen)<br />

sind beim Kauf von der<br />

Mehrwertsteuer befreit. Wurde das<br />

physische <strong>Gold</strong> weniger als 12 Monate<br />

gehalten, muss der Gewinn zum<br />

persönlichen Steuersatz versteuert<br />

werden, falls die für private Veräußerungsgeschäfte<br />

maßgebliche Freigrenze<br />

von 600 Euro überschritten<br />

wird. Bei einer Haltedauer von mehr<br />

als 12 Monaten sind bei physischen<br />

<strong>Gold</strong>käufen etwaige Wertzuwächse<br />

stets steuerfrei.<br />

Ein Vorteil börsennotierter <strong>Gold</strong>produkte<br />

bestand in den vergangenen<br />

Jahren vor allem darin, dass sie sich<br />

bequem handeln und verwahren ließen.<br />

Nachdem pro aurum mittlerweile<br />

über in München und Wien angesiedelte<br />

Edelmetalldepots sowie die<br />

Zollfreilager in der Schweiz und in<br />

Hongkong aber einen vergleichbaren<br />

Service bietet, ziehen diese Argumente<br />

nicht mehr. Internet-basiertes<br />

Handeln, Limitieren und Verwahren<br />

gehört in den pro aurum Edelmetalldepots<br />

seit Längerem zum Standard.<br />

Und im Laufe des Jahres dürfte es<br />

hinsichtlich des Handelskomforts<br />

beim physischen <strong>Gold</strong>handel zu einem<br />

weiteren Quantensprung kommen. Da<br />

sind wir uns ziemlich sicher, schließlich<br />

arbeiten wir seit Monaten mit<br />

Hochdruck daran.<br />

5


<strong>Gold</strong> als Inflationsschutz<br />

Im vergangenen Jahr tauchte es<br />

wieder in den Schlagzeilen der Wirtschaftspresse<br />

auf und geriet ins Bewusstsein<br />

der breiten Öffentlichkeit:<br />

Das Deflationsgespenst geht um in<br />

Europa. Seit Monaten kämpft die<br />

Europäische Zentralbank gegen eine<br />

zunehmende Deflationsgefahr. Doch<br />

die Teuerungsrate sinkt auf immer<br />

neue Rekordtiefs – und die Preisflaute<br />

lastet auf der Wirtschaft, denn wenn<br />

die Preise nicht steigen, warten viele<br />

Unternehmen und Verbraucher mit Investitionen.<br />

Und eigentlich halten sie<br />

sich auch beim <strong>Gold</strong>kauf zurück.<br />

Doch obwohl sich die Inflation in der<br />

Euro-Zone immer weiter vom EZB-<br />

Zielwert, der bei 2 Prozent liegt, wegbewegt,<br />

<strong>ist</strong> <strong>Gold</strong> als Inflationsschutz<br />

gefragt. Die Gründe hierfür liegen<br />

– trotz des gegenläufigen Trends bei<br />

der Preisentwicklung – auf der Hand:<br />

Die EZB versucht, die Inflation mit<br />

Leitzinssenkungen zu entfachen, und<br />

will nun auch mit breit angelegten<br />

Staatsanleihekäufen gegensteuern.<br />

In den USA hat die Inflation nach<br />

entsprechenden Eingriffen bereits an<br />

Fahrt aufgenommen.<br />

Und die ersten Auswirkungen der Billiggeldpolitik<br />

sind auch bei der Inflation<br />

in Europa angekommen: Trotz der<br />

stark fallenden Energiekosten <strong>ist</strong> die<br />

Inflation zuletzt nicht mehr so stark<br />

gesunken wie angenommen. Im Euro-<br />

Raum <strong>ist</strong> die Teuerung zuletzt auf minus<br />

0,3 Prozent angestiegen, im Januar<br />

waren es noch minus 0,6 Prozent.<br />

Und viele Ökonomen glauben, dass<br />

der Effekt der niedrigen Energiepreise<br />

auf die Inflation überschätzt wird, zumal<br />

die Ölpreise zuletzt wieder stark<br />

zugelegt haben.<br />

So <strong>ist</strong> die lockere Geldpolitik der EZB<br />

in Verbindung mit den mittelfr<strong>ist</strong>ig<br />

wieder steigenden Energiepreisen<br />

eine regelrechte Wertversicherung für<br />

<strong>Gold</strong> – Inflationsrisiken lassen Otto<br />

Normalverbraucher üblicherweise in<br />

Sachwerte flüchten. Insbesondere im<br />

Zeitalter des sogenannten „Anlagenotstandes“,<br />

also fehlender Investmentalternativen<br />

zu sicheren Anlageformen<br />

wie dem Sparbuch, <strong>ist</strong> <strong>Gold</strong><br />

praktisch alternativlos als Inflationsschutz<br />

geeignet: Sogar bei simplen<br />

Sparplänen oder sicheren Staatsanleihen<br />

<strong>ist</strong> kaum Hoffnung auf Wohlstand<br />

im Alter angebracht – die Inflation<br />

frisst die Mini-Zinsen auf und sorgt<br />

sogar für einen Wertverlust.<br />

Die relative Stärke der Edelmetalle<br />

<strong>ist</strong> insbesondere im aktuellen Umfeld<br />

der Niedrig-Inflation sichtbar: Eigentlich<br />

müssten geringe Teuerungsraten<br />

den <strong>Gold</strong>preis schwächen. Doch in<br />

der Realität geht es <strong>Gold</strong> gar nicht so<br />

schlecht. So mancher Ökonom wird<br />

davon auch nicht überrascht. Ronald-<br />

Peter Stöferle, gebürtiger Österreicher,<br />

liefert einen alternativen Blick<br />

auf die aktuelle Debatte um Inflation<br />

und Deflation – als Anhänger der<br />

Österreichischen Schule der Nationalökonomie<br />

hält er eine Preisdeflation<br />

grundsätzlich für einen gesunden<br />

Prozess. Er versteht die Deflation<br />

als gutes Umfeld für den <strong>Gold</strong>preis.<br />

Allerdings wird eine richtige Deflation<br />

nicht zugelassen, weil sonst die<br />

Kreditpyramide zu bröckeln beginnt:<br />

„Unser Geldsystem beruht auf permanenter<br />

Inflationierung, eine Geldmengenreduktion<br />

kann systemisch nicht<br />

zugelassen werden.“<br />

In den kommenden Monaten dürfte<br />

vor allem die bevorstehende Leitzinsentscheidung<br />

der US-Notenbank<br />

den <strong>Gold</strong>preis treiben. Und selbst<br />

wenn die Federal Reserve die Zinsen<br />

anhebt, sollte der <strong>Gold</strong>preis weiter<br />

nach oben drehen – viele Ökonomen<br />

erwarten, dass die Leitzinserhöhung<br />

mit steigenden Verbraucherpreisen<br />

einhergehen wird. Und wenn die Preise<br />

steigen, flüchten die Menschen in<br />

<strong>Gold</strong>, um ihr Geld vor der zunehmenden<br />

Entwertung zu schützen.<br />

6


GOLD IST GELD.<br />

JETZT, VOR UND<br />

IN 1.000 JAHREN.<br />

GOLD, EIN ELEMENT MIT ANZIEHUNGSKRAFT. Seit Menschengedenken ranken sich um das Edelmetall zahlreiche<br />

Mythen und Geschichten. <strong>Gold</strong> erlangte in jeder Hochkultur einen hohen Stellenwert, es spielt in den wichtigsten<br />

Religionen eine wesentliche Rolle und <strong>ist</strong> auch heute noch auf allen Kontinenten begehrt und beliebt. So wie die „Wiener<br />

Philharmoniker“ der Münze Österreich AG. Die Geschichte des <strong>Gold</strong>es nachlesen unter www.muenzeoesterreich.at und<br />

www.youtube.com/user/muenzeoesterreich. MÜNZE ÖSTERREICH – ANLEGEN. SAMMELN. SCHENKEN.<br />

7<br />

www.muenzeoesterreich.at


Barren, Münzen, Sammlerstücke, <strong>Gold</strong>sparplan. Es gibt viele Edelmetall-<br />

Produkte, um Ihr Vermögen krisenfest zu machen. Denn es kommt – wie<br />

überall im Leben – auch bei Ihren Finanzanlagen darauf an, nicht alles auf<br />

eine Karte zu setzen. Deshalb: Packen Sie <strong>Gold</strong> in Ihr Vermögen und Sie<br />

werden feststellen: Wer streut, rutscht nicht!<br />

11Gute Gründe für gold<br />

<strong>Gold</strong><br />

glänzt<br />

ewig!<br />

<strong>Gold</strong><br />

schützt vor<br />

Kaufkraftverlust!<br />

<strong>Gold</strong><br />

gewinnt in<br />

unruhigen<br />

Zeiten!<br />

<strong>Gold</strong><br />

<strong>ist</strong> mobiler<br />

als Sie<br />

denken!<br />

<strong>Gold</strong><br />

bereichert Ihr<br />

Portfolio!<br />

<strong>Gold</strong><br />

wird zum<br />

<strong>Gold</strong>schatz!<br />

<strong>Gold</strong><br />

fasziniert<br />

seit Jahrtausenden!<br />

<strong>Gold</strong><br />

<strong>ist</strong><br />

modern!<br />

<strong>Gold</strong><br />

<strong>ist</strong> fair und<br />

einfach zu<br />

verstehen!<br />

<strong>Gold</strong><br />

hat einen<br />

„inneren“<br />

Wert!<br />

<strong>Gold</strong><br />

<strong>ist</strong> selten und<br />

wird überall<br />

gebraucht!<br />

1 <strong>Gold</strong> schützt vor<br />

Kaufkraftverlust!<br />

Nehmen wir den Euro. Bei der Einführung<br />

unserer neuen Währung als<br />

Buchgeld am 01. Januar 1999 konnte<br />

man mit 100 Euro 12,7 Gramm<br />

<strong>Gold</strong> kaufen. Aktuell reichen diese<br />

100 Euro gerade einmal aus, um 2,8<br />

Gramm <strong>Gold</strong> zu erwerben. Und dies<br />

<strong>ist</strong> noch lange nicht das Ende der<br />

Entwertungsfahnenstange. Keine der<br />

drei zinstragenden Anlageklassen, ob<br />

Aktien, Anleihen oder Immobilien,<br />

kommt auch nur annähernd an die<br />

Performance des <strong>Gold</strong>preises mit über<br />

350 Prozent plus seit Einführung der<br />

Gemeinschaftswährung ran.<br />

2 <strong>Gold</strong> gewinnt in<br />

unruhigen Zeiten!<br />

Eine Eigenschaft von <strong>Gold</strong> <strong>ist</strong>, dass es<br />

mit Aktien und Währungen negativ<br />

korreliert. Besonders ausgeprägt <strong>ist</strong><br />

dieses Phänomen in einem krisenhaften<br />

ökonomischen und politischen<br />

Umfeld. Die Geschichte zeigt, dass die<br />

Nachfrage nach <strong>Gold</strong> und somit auch<br />

sein Wert immer dann zulegten, wenn<br />

die Volkswirtschaften in Schieflage<br />

kamen und die Währungen an Kaufkraft<br />

verloren.<br />

3 <strong>Gold</strong> bereichert Ihr<br />

Portfolio!<br />

Die negative Korrelation von <strong>Gold</strong> zu<br />

fast allen Anlageklassen macht es als<br />

8


Bestandteil in jedem Vermögensportfolio<br />

unverzichtbar. Denn mit einer<br />

Beimischung von Edelmetallen bereichern<br />

Sie nicht nur Ihr Gesamtvermögen,<br />

sondern können Abwertungen<br />

ausgleichen, die Volatilität reduzieren<br />

und die Solidität des Gesamtportfolios<br />

erhöhen. Ganz nach dem Motto:<br />

Wer streut, rutscht nicht!<br />

4 <strong>Gold</strong> fasziniert seit<br />

Jahrtausenden!<br />

<strong>Gold</strong> übt seit Jahrtausenden eine<br />

einzigartige Faszination auf uns Menschen<br />

aus. Schon lange bevor die Finanzmärkte<br />

entstanden sind, wurden<br />

<strong>Gold</strong>stücke in Form von Klumpen,<br />

Münzen oder Schmuck als Tauschund<br />

Zahlungsmittel eingesetzt. Die<br />

ersten <strong>Gold</strong>münzen ließ der sagenhaft<br />

reiche König Kroîsos im Reich<br />

der Lyder an der Westküste der heutigen<br />

Türkei prägen. Die sogenannten<br />

„Kroiseios“ wurden um 600 v.<br />

Chr. in einer Legierung aus <strong>Gold</strong> und<br />

Silber hergestellt. Noch heute sind<br />

<strong>Gold</strong>- und Silbermünzen weltweit im<br />

Umlauf. Nicht nur Sammler schätzen<br />

ihren Wert. Immer mehr Anleger investieren<br />

einen Teil ihres Geldes in<br />

Münzen und Barren aus edlen Metallen<br />

und legen sich damit die stabilste<br />

„Währung“ aller Zeiten zu.<br />

5 <strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> selten und wird<br />

überall gebraucht!<br />

<strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> selten und kann nicht per<br />

Knopfdruck gedruckt bzw. vervielfältigt<br />

werden. Seit Beginn der Zivilisation<br />

wurden weltweit rund 170.000<br />

Tonnen <strong>Gold</strong> abgebaut. Das <strong>ist</strong> so<br />

viel, wie das Land Hessen im Winter<br />

2012/2013 Salz auf die Straßen gestreut<br />

hat. In den Minen dieser Welt<br />

wird <strong>Gold</strong> in aufwendigen Verfahren<br />

gefördert. Nicht nur die Suche nach<br />

<strong>Gold</strong> und sein Förderprozess machen<br />

das edelste aller Metalle so wertvoll,<br />

sondern auch sein industrieller Einsatz.<br />

So wird <strong>Gold</strong> zum Beispiel zu<br />

Schmuck verarbeitet, für die Chipherstellung<br />

eingesetzt oder als Zahnersatz<br />

benötigt.<br />

Wer streut,<br />

rutscht nicht!<br />

6 <strong>Gold</strong> hat einen<br />

„inneren“ Wert!<br />

<strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> selten, begehrt, teuer im<br />

Abbau, nicht beliebig vermehrbar,<br />

weltweit ein gefragter Rohstoff und<br />

unverwüstlich. Es besitzt einen ureigenen<br />

„inneren“ Wert, der vom Zahlungsversprechen<br />

Dritter unabhängig<br />

<strong>ist</strong>. Das macht <strong>Gold</strong> seit Menschengedenken<br />

so wertvoll.<br />

7 <strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> fair und einfach<br />

zu verstehen!<br />

<strong>Gold</strong> versteht jeder, weil sich keine<br />

komplexen Finanzprodukte oder Luftnummern<br />

dahinter verbergen. <strong>Gold</strong><br />

<strong>ist</strong> fair, weil es einen echten Wert<br />

darstellt, der von allen Kulturen dieser<br />

Welt geschätzt wird. Immer mehr<br />

Menschen wünschen sich reale Werte<br />

wie <strong>Gold</strong> und Silber, die wertstabil,<br />

fair und einfach zu verstehen sind.<br />

8 <strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> modern!<br />

Besonders anspruchsvolle Anleger<br />

möchten nicht nur physische Edelmetalle<br />

in Form von Münzen oder Barren<br />

besitzen, sondern gleichzeitig über<br />

ein hohes Maß an Flexibilität und<br />

Liquidität verfügen. Das sogenannte<br />

Tresorgold bietet beides und funktioniert<br />

ganz einfach: Sie lagern Ihre<br />

<strong>Gold</strong>bestände im Hochsicherheitstresor<br />

von pro aurum ein. Über Ihr <strong>Gold</strong>bzw.<br />

Edelmetallkonto haben Sie von<br />

überall her Zugriff auf Ihre <strong>Gold</strong>waren<br />

und können sie per Online-Order<br />

verkaufen bzw. neue dazukaufen. So<br />

genießen Sie maximale Sicherheit und<br />

Liquidität!<br />

9 <strong>Gold</strong> wird zum <strong>Gold</strong>schatz!<br />

„Spare in der Zeit, dann hast du in der<br />

Not“. Mit dem <strong>Gold</strong>sparplan gelingt<br />

es Ihnen, Ihren eigenen <strong>Gold</strong>schatz<br />

Stück für Stück auf die Seite zu sparen.<br />

Dazu legen Sie monatlich einen<br />

kleinen Geldbetrag auf Ihr <strong>Gold</strong>sparkonto.<br />

Sobald der nötige Betrag zusammengespart<br />

<strong>ist</strong>, kaufen wir für Sie<br />

Münzen oder Barren in <strong>Gold</strong> oder in<br />

Silber – je nachdem, was Ihr Herz begehrt.<br />

So schlagen Sie den niedrigen<br />

Zinsen ein Schnäppchen, profitieren<br />

über die Laufzeit vom Cost-Average-<br />

Effekt (Durchschnittskosteneffekt)<br />

und sichern sich glänzend gegen die<br />

Realzinsfalle ab.<br />

10 <strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> mobiler, als<br />

Sie denken!<br />

Wer in Sachwerte wie Immobilien,<br />

Oldtimer oder Kunst investiert, mag<br />

sein Vermögen damit vielleicht schützen,<br />

macht sich aber unflexibel und<br />

immobil. Denn es müssen erst Liebhaber<br />

und Käufer gefunden werden,<br />

die im Falle des Falles genau dieses<br />

Objekt erwerben möchten. <strong>Gold</strong> mag<br />

jeder, und moderne <strong>Gold</strong>produkte<br />

sind in ein flexibles girales Umfeld<br />

eingebunden. Das macht Sie rund um<br />

den Globus liquide und mobil!<br />

11 <strong>Gold</strong> glänzt ewig!<br />

Wer einen <strong>Gold</strong>barren in die Hand<br />

nimmt, fühlt die Faszination des ewigen<br />

Metalls und weiß zugleich, dass<br />

er einen wirklichen Wert in Händen<br />

hält. In einer immer unübersichtlicher<br />

werdenden Investmentlandschaft <strong>ist</strong><br />

es ein gutes Gefühl, echte materielle<br />

Werte zu besitzen. <strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> so real,<br />

wie Ihr Auto vor der Tür oder wie das<br />

Haus, in dem Sie wohnen. Aber im<br />

Gegensatz zu Ihrem Auto oder Ihrer<br />

Immobilie <strong>ist</strong> dieser <strong>Gold</strong>barren unvergänglich<br />

und glänzt auch Generationen<br />

später noch.<br />

9


Wie erkennt man einen guten<br />

Edelmetallhändler?<br />

Ist Ihnen das auch schon einmal passiert? Sie kommen zufällig an einem Laden vorbei, der<br />

für den Ankauf von <strong>Gold</strong> wirbt, und stellen – möglicherweise zu Unrecht – sofort dessen<br />

Seriosität infrage. Beim Edelmetallhandel sind Vertrauen und Seriosität aber ein nicht zu<br />

unterschätzender Wettbewerbsvorteil.<br />

Augen auf beim<br />

Edelmetallkauf<br />

Leider kommt es immer wieder vor,<br />

dass Geschäftemacher unter dem<br />

Deckmantel physischer Edelmetall-<br />

Investments ihr Unwesen treiben.<br />

Diesbezügliche Negativschlagzeilen<br />

gab es Ende Februar von der Berliner<br />

Wirtschafts- und Finanzstiftung<br />

(BWF-Stiftung) zu berichten. Die Bundesanstalt<br />

für Finanzdienstle<strong>ist</strong>ungsaufsicht<br />

(BaFin) bestellte nämlich einen<br />

Rechtsanwalt mit der Abwicklung<br />

sämtlicher Einlagengeschäfte, für<br />

die gar keine erforderliche Erlaubnis<br />

der BaFin vorlag. Doch die Vorwürfe<br />

gingen noch viel weiter. Im Rahmen<br />

einer Großrazzia wurden Geschäftsund<br />

Wohnräume durchsucht und dabei<br />

vier Tonnen „angebliches <strong>Gold</strong>“<br />

beschlagnahmt, dessen Echtheit stark<br />

angezweifelt wird. 6.500 Anleger<br />

sollen der dubiosen Firma insgesamt<br />

48 Millionen Euro anvertraut haben.<br />

Diese hoffen nun, zumindest einen<br />

Teil ihres als Krisenschutz gedachten<br />

Investments wieder zurückzuerhalten.<br />

<strong>Gold</strong>kauf <strong>ist</strong><br />

Vertrauenssache<br />

Wer sich mit dem Gedanken trägt,<br />

<strong>Gold</strong> & Co. in Form von Barren oder<br />

Münzen zu kaufen und mit nach Hause<br />

zu nehmen, will vor allem zwei<br />

Dinge: echtes <strong>Gold</strong> und einen marktgerechten<br />

Preis pro Gewichtseinheit.<br />

Für einen seriösen Edelmetallhändler<br />

stellt dies eine Selbstverständlichkeit<br />

dar, schließlich kann er dauerhaft nur<br />

dann erfolgreich am Markt agieren,<br />

wenn er seine Kunden durch Expertise,<br />

Le<strong>ist</strong>ung und Qualität überzeugt.<br />

Dies schafft nämlich die Basis für<br />

Folgegeschäfte und im Falle positiver<br />

Mund-zu-Mund-Propaganda entstehen<br />

sogar neue Kundenbeziehungen.<br />

Ein guter Edelmetallhändler <strong>ist</strong> sich<br />

dessen stets bewusst und wird deshalb<br />

alles daran setzen, dass sein<br />

Image nicht angekratzt wird.<br />

Beim Online-Kauf von Edelmetallen<br />

müssen Anleger jedoch erheblich<br />

mehr Vertrauen mitbringen, schließlich<br />

herrscht hier das Prinzip der<br />

Vorkasse. Das heißt: Erst wenn der<br />

Edelmetallhändler das Geld erhalten<br />

hat, wird die hoffentlich echte Ware<br />

hoffentlich sicher verschickt. Konkurrenzlos<br />

günstige Preise sollten daher<br />

10


Zweitens: Unsere Konditionen sehen<br />

generell keine Möglichkeit zur Unterauslagerung<br />

vor. Dadurch lassen sich<br />

die vorhandenen Bestände einfacher<br />

überblicken und somit auch überwastets<br />

infrage gestellt werden. In den<br />

Genuss günstiger Preise kommen<br />

nämlich in der Regel eher große als<br />

kleine Edelmetallhändler. Zur Erinnerung:<br />

In der Vergangenheit hatten Kriminelle<br />

vorgetäuschte Online-Shops<br />

(Fake-Shops) ins Netz gestellt, um auf<br />

diese Weise an das Geld allzu argloser<br />

Anleger zu gelangen.<br />

Risiken erwachsen aber nicht allein<br />

aus krimineller Energie. Sollte nämlich<br />

ein Edelmetallhändler kurz nach<br />

Erhalt der Vorauskasse Insolvenz anmelden,<br />

hat der <strong>Gold</strong>käufer keinen<br />

Anspruch auf Lieferung „seines“ <strong>Gold</strong>es,<br />

sondern muss schlimmstenfalls<br />

einen Totalverlust hinnehmen. Fazit:<br />

Beim Edelmetallhandel kann die weit<br />

verbreitete Jagd nach Schnäppchen<br />

unter Umständen richtig teuer werden.<br />

Als eines der ersten privaten Edelmetall-Handelshäuser<br />

im deutschsprachigen<br />

Raum hat pro aurum seit<br />

seiner Gründung im Jahr 2003 insgesamt<br />

mehr als 400.000 Geschäfte<br />

erfolgreich abgeschlossen. Bereits<br />

nach einem Jahr kürte die „Welt am<br />

Sonntag“ das Unternehmen in ihrem<br />

„Elitereport 2004“ zur „Elite der<br />

Edelmetallhändler“. 2006 zählte pro<br />

aurum für die Jury des „Entrepreneur<br />

des Jahres“ in der Kategorie „Startup“<br />

zu den Top 3 und 2011 wurde<br />

der Gesellschaft vom Bundesland<br />

Bayern die Auszeichnung „Unternehmer<br />

des Jahres 2011“ verliehen. Mit<br />

über 150 Mitarbeitern hat pro aurum<br />

bislang mehr als 100.000 Privatkunden<br />

betreut. Auf die Expertise und<br />

den Service rund um den Handel<br />

und das Verwahren von Edelmetallen<br />

greifen mittlerweile aber auch über<br />

150 Partnerbanken, mehr als 1.000<br />

Vermögensberater sowie mehr als 50<br />

Partner-Edelmetallhändler zu. Dieser<br />

enorme Zuspruch wäre ohne ein<br />

Höchstmaß an Seriosität sicherlich<br />

nicht möglich.<br />

Edelmetalle verwahren,<br />

aber richtig<br />

Noch anspruchsvoller hinsichtlich der<br />

Seriosität eines Edelmetallhändlers<br />

sollten Anleger sein, wenn sie ihr<br />

Edelmetallvermögen professionell und<br />

sicher verwahren möchten. Bezüglich<br />

der implementierten Sicherheitsstandards<br />

kann man das Sicherheitsniveau<br />

bei pro aurum aus folgenden Gründen<br />

als einzigartig einstufen und ihm ein<br />

„Alleinstellungsmerkmal“ attestieren.<br />

Erstens: Unser im „<strong>Gold</strong>haus“ in<br />

München angesiedelter Hochsicherheitstresor,<br />

in dem wir theoretisch<br />

500 Millionen Euro in <strong>Gold</strong> einlagern<br />

könnten, sucht innerhalb Deutschlands<br />

nach seinesgleichen und<br />

braucht einen Vergleich mit dem der<br />

Bundesbank nicht zu scheuen.<br />

chen. Sobald Edelmetallvermögen<br />

nicht im eigenen Haus, sondern außerhalb<br />

des jeweiligen Einflussbereichs<br />

verwahrt werden, leiden die<br />

Transparenz und die Risikokontrolle.<br />

Drittens: Die Überprüfung der Echtheit<br />

eingelieferter Barren und Münzen<br />

erfolgt bei pro aurum unter Zuhilfenahme<br />

neuester Prüftechnologie,<br />

die kleineren Edelmetallhändlern aus<br />

Kostengründen nicht zur Verfügung<br />

steht. In Zweifelsfällen veranlassen<br />

wir sogar eine Einschmelzung der<br />

Ware mit anschließender Rücklieferung<br />

durch den <strong>Gold</strong>produzenten.<br />

Viertens: Da pro aurum bereits seit<br />

Längerem als externer Dienstle<strong>ist</strong>er<br />

für Banken fungiert, werden unsere<br />

Geschäfte, Konten und Bestände<br />

nicht nur von unabhängigen Wirtschaftsprüfern<br />

auf Herz und Nieren<br />

überprüft, aufgrund regulatorischer<br />

Vorgaben erfolgt auch eine Überwachung<br />

durch die bankinternen Revisionsabteilungen<br />

und die Aufsichtsbehörde<br />

BaFin. Dies verursacht zwar<br />

beträchtliche Kosten, kommt aber<br />

sämtlichen Kunden von pro aurum in<br />

Form eines erhöhten Sicherheitsstandards<br />

zugute.<br />

Fünftens: Um die Compliance – also<br />

die Regeltreue der Mitarbeiter eines<br />

Unternehmens – zu gewährle<strong>ist</strong>en,<br />

müssen die internen Kontrollsysteme<br />

einer Firma ständig überprüft und<br />

ggf. weiterentwickelt werden. Mit der<br />

„Zertifizierung nach PS 951“ kann pro<br />

aurum auch hier punkten.<br />

Unregelmäßigkeiten sind in einem<br />

solchen Umfeld diverser Überwachungsinstrumentarien<br />

extrem unwahrscheinlich.<br />

Deshalb kann bei pro<br />

aurum weder Geld noch <strong>Gold</strong> unbemerkt<br />

verschwinden, da sämtliche geschäftliche<br />

Prozesse durch ein „Heer<br />

von Prüfern“ überwacht werden. Diesen<br />

Luxus gönnen sich – und vor allem<br />

ihren Kunden – sicherlich nur die<br />

wenigsten Edelmetallhändler.<br />

11


<strong>Gold</strong> Sicher lagern, aber wo?<br />

Theoretisch betrachtet gibt es auf der Welt Unmengen von <strong>Gold</strong>. In der Erdkruste<br />

„schlummern“ im Durchschnitt pro Tonne 0,005 Gramm <strong>Gold</strong>. Der größte Teil<br />

dieses Schatzes wird jedoch weder das Licht der Sonne, geschweige denn einen<br />

Hochsicherheitstresor jemals zu Gesicht bekommen.<br />

Schließfachanlage im<br />

pro aurum <strong>Gold</strong>haus<br />

München<br />

Bei <strong>Gold</strong> auf Nummer<br />

sicher gehen<br />

Der World <strong>Gold</strong> Council geht davon<br />

aus, dass bis Ende 2013 insgesamt<br />

ungefähr 177.200 Tonnen <strong>Gold</strong> ans<br />

Tageslicht gefördert wurden. Für die<br />

eine oder andere <strong>Gold</strong>münze finden<br />

Privatanleger zu Hause möglicherweise<br />

einen geeigneten Aufbewahrungsplatz,<br />

doch ab einer bestimmten<br />

Größenordnung sollte ein <strong>Gold</strong>schatz<br />

professionell und sicher gelagert werden.<br />

Selbst ein hauseigener Tresor<br />

kann zum Sicherheitsproblem werden,<br />

wenn es zum Haus- oder Wohnungseinbruch<br />

kommen sollte. Bislang gibt<br />

es zwar noch keine polizeiliche Kriminalstat<strong>ist</strong>ik<br />

für 2014, die Zahlen für<br />

2013 waren allerdings alarmierend<br />

genug. Damals kletterte nämlich die<br />

Zahl der Wohnungseinbrüche um 3,7<br />

Prozent von 144.117 auf 149.500 Delikte.<br />

Zugleich sank die Aufklärungsquote<br />

von 15,7 auf 15,5 Prozent. Im<br />

Fall einer Krise der Finanzsysteme<br />

dürfte die Kriminalität wohl eher zuals<br />

abnehmen.<br />

Wer sein <strong>Gold</strong> zu Hause lagert und<br />

dabei auf den Schutz seiner Hausratversicherung<br />

vertraut, sollte ebenfalls<br />

aufpassen. Hier können nämlich gleich<br />

mehrere Fallstricke lauern. Regelmäßig<br />

sind zum Beispiel Wertsachen – zu<br />

denen auch Edelmetalle gehören – lediglich<br />

bis zu 20 Prozent der Versicherungssumme<br />

versichert. Häufig gilt<br />

außerdem, dass Wertsachen, die eine<br />

bestimmte Höchstgrenze überschreiten,<br />

bei einem Einbruchsdiebstahl nur<br />

ersetzt werden, wenn sie in einem<br />

zertifizierten Wertschutzschrank –<br />

besser bekannt als Safe oder Tresor<br />

– aufbewahrt wurden. Und sollte sich<br />

nach einem Einbruch herausstellen,<br />

dass der Versicherungsnehmer unterversichert<br />

war, kann die Versicherung<br />

bei der Regulierung des Schadens entsprechende<br />

Abschläge vornehmen,<br />

selbst wenn dessen Höhe insgesamt<br />

deutlich unter der Versicherungssumme<br />

liegen sollte. Grundsätzlich sollte<br />

sich jeder <strong>Gold</strong>besitzer aber vor allem<br />

eines fragen: Will ich wirklich in meiner<br />

Privatwohnung <strong>Gold</strong> mit einem<br />

beträchtlichen Wert lagern? Wer dies<br />

verneint, sollte diese Aufgabe den<br />

Profis überlassen.<br />

SchlieSSfach oder<br />

Edelmetalldepot bei<br />

pro aurum<br />

Bei pro aurum gibt es mehrere Möglichkeiten,<br />

Edelmetallbarren oder<br />

-münzen sicher zu verwahren. So<br />

bieten wir derzeit zum Beispiel in folgenden<br />

Städten bankenunabhängige<br />

Schließfächer in verschiedenen Größen<br />

an: München, Düsseldorf, Stuttgart,<br />

Berlin und Zürich. Diese können<br />

Sie dann während der Öffnungszeiten<br />

aufsuchen und neben <strong>Gold</strong> & Co. auch<br />

andere Wertsachen oder wichtige<br />

Dokumente darin lagern. Standardmäßig<br />

<strong>ist</strong> der Schließfachinhalt bis zu<br />

30.000 Euro versichert, wobei eine<br />

Höherversicherung natürlich jederzeit<br />

möglich <strong>ist</strong>. In Abhängigkeit von der<br />

Größe des Fachs fallen dann jährliche<br />

Mietgebühren an.<br />

Wer hingegen Edelmetalle so komfortabel<br />

wie Aktien, Fonds oder andere<br />

Wertpapiere handeln möchte, sollte<br />

über die Eröffnung eines in Wien oder<br />

München angesiedelten Edelmetalldepots<br />

nachdenken. Ab einem Edelmetallbesitz<br />

von 5.000 Euro besteht<br />

nämlich die Möglichkeit, sämtliche,<br />

bei pro aurum handelbaren Münzen<br />

oder Barren in zertifizierten Tresoranlagen<br />

sicher zu verwahren. Über diese<br />

Bestände können Sie dann während<br />

der Geschäftszeiten flexibel disponieren,<br />

das heißt: kaufen, verkaufen,<br />

einliefern, ausliefern sowie mit einer<br />

Limitorder Kauf- oder Verkaufsaufträge<br />

aussprechen. Ein Edelmetalldepot<br />

erhöht in hohem Maße die Mobilität<br />

Ihres Edelmetallvermögens, schließlich<br />

könnten Sie selbst während eines Urlaubs<br />

Ihr Edelmetallvermögen zu Geld<br />

machen oder auch den umgekehrten<br />

Weg beschreiten und weiches Papiergeld<br />

in harte Edelmetalle tauschen.<br />

Selbstverständlich sind Ihre Edelmetallbestände<br />

vollumfänglich versichert<br />

und als Sondervermögen geschützt.<br />

Ein jährlicher Depotauszug dokumen-<br />

12


tiert die stichtagsbezogene Bewertung<br />

des Vermögensstandes.<br />

Über regionale<br />

Diversifikation nachdenken<br />

Die von der Schweizer Notenbank beschlossene<br />

Freigabe des Franken und<br />

die damit verbundenen Verwerfungen<br />

am Aktien- und Devisenmarkt haben<br />

vor allem eines gezeigt: Die Versprechen<br />

der Notenbanker sollten stets<br />

mit Vorsicht genossen werden. Ähnliches<br />

gilt auch für die Politik und deren<br />

Gesetze. Sollte es erneut zu einer<br />

ex<strong>ist</strong>enziellen Finanzkrise kommen,<br />

stünden diverse Regeln bezüglich des<br />

Handels, des Besitzes und der Besteuerung<br />

von Edelmetallen möglicherweise<br />

in der Diskussion.<br />

In Europa sieht die Lage – ein Blick<br />

auf den Chart des Euro zum Dollar<br />

sagt mehr als tausend Worte – alles<br />

andere als rosig aus. Zur Erinnerung:<br />

Selbst in den USA, wo Freiheit traditionell<br />

einen besonders hohen Stellenwert<br />

genießt, verbot die Regierung<br />

von 1933 bis 1974 den privaten <strong>Gold</strong>besitz<br />

seiner Bürger.<br />

Besonders auf Sicherheit bedachte<br />

Anleger, die ihr Edelmetallvermögen<br />

derzeit komplett innerhalb der EU<br />

gelagert haben, werden beim Durchspielen<br />

eines Worst-Case-Szenarios<br />

höchstwahrscheinlich ein mulmiges<br />

Gefühl bekommen. Das Besteuern<br />

oder Enteignen privater Edelmetallvermögen<br />

dürfte deutlich schwieriger<br />

werden, wenn diese in der Schweiz<br />

oder gar in Hongkong verwahrt werden.<br />

Und dabei vergessen viele, dass<br />

ein Depot im Ausland keine höheren<br />

Lagerkosten verursachen muss als die<br />

Edelmetalldepots in Wien oder München.<br />

Reisekosten in Zusammenhang<br />

mit persönlichen Ein- oder Auslieferungen<br />

bzw. etwaige Transportkosten<br />

blieben dabei allerdings unberücksichtigt.<br />

Vor allem die Schweiz<br />

genießt in der Finanzwelt dank ihrer<br />

politischen Stabilität als sicherer Hafen<br />

in unsicheren Zeiten weiterhin hohes<br />

Ansehen. Ab einem Mindesteinlagerungswert<br />

von 10.000 Schweizer<br />

Franken kann man diesen zusätzlichen<br />

Vermögensschutz – bedingt<br />

durch die regionale Diversifikation –<br />

genießen. Ab einem Anlagevolumen<br />

von 100.000 Franken besteht sogar<br />

Lassen Sie Ihren Edelmetallen<br />

einen gröSSeren Freiraum:<br />

mit einer länderdiversifizierten Lagerung.<br />

die Möglichkeit einer nummerierten<br />

Barren-Einlagerung von <strong>Gold</strong>, Platin<br />

und Palladium (ein Kilogramm Barren)<br />

sowie Silber (15 Kilogramm Barren),<br />

was ein Höchstmaß an Transparenz<br />

bietet und lediglich über etwas höhere<br />

Gebühren kompensiert werden<br />

muss. Es wäre doch schade, wenn<br />

sich die mit viel Arbeit aus dem Boden<br />

gewonnenen und durch individuellen<br />

Arbeits- und Spareifer erworbenen<br />

Edelmetallschätze einfach in Luft auflösen<br />

– das muss nun wirklich nicht<br />

sein.<br />

13


Baisse oder Hausse?<br />

Wohin treibt Draghis „Droge“ den <strong>Gold</strong>preis?<br />

Die EZB schießt gigantische 1,1 Billionen Euro in Form von Anleihekäufen nach, um die<br />

Deflation und das schwächelnde Wirtschaftswachstum in Europa zu bekämpfen. <strong>Gold</strong>experte<br />

und Fondsmanager Uwe Bergold sieht damit die dritte und finale Phase der geldpolitischen<br />

Bekämpfung der Schuldenkrise eingeläutet, das Kollabieren des globalen Anleihe-<br />

oder Schuldenmarktes. Für den <strong>Gold</strong>preis erwartet der renommierte Finanzexperte in<br />

2015 den Start einer neuen zyklischen Hausse.<br />

Herr Bergold, Notenbank-Chef<br />

Mario Draghi pusht Europa mit<br />

einem neuen Anti-Krisen-Paket<br />

in Höhe von mehr als einer Billion<br />

Euro. Fluch oder Segen?<br />

Dies <strong>ist</strong> für den Sparer, der enteignet<br />

wird, ein Fluch, und für den Schuldner,<br />

der sich real entschuldet, ein Segen.<br />

Die EZB hofft, damit der Deflation<br />

entgegenzuwirken und die<br />

Wirtschaft wieder in Schwung<br />

zu bringen. Das erinnert an das<br />

verzweifelte Doping eines fußkranken<br />

Marathonläufers …<br />

Der Marathonläufer humpelt bereits<br />

seit dem Millenniumswechsel. Ab da<br />

an begann das globale Krisentheater,<br />

die geldpolitische Bekämpfung<br />

der Schuldenkontraktion, welche<br />

h<strong>ist</strong>orisch betrachtet immer aus drei<br />

Akten besteht: Der erste Akt war der<br />

Aktien-Crash in 2000, der zweite die<br />

geplatzte Immobilienblase 2007 und<br />

nun stehen wir am Beginn des dritten<br />

Aktes, dem Kollabieren des globalen<br />

Anleihe- oder Schuldenmarktes. Um<br />

im Jargon des Läufers zu blieben:<br />

Die Dosis des Dopings muss immer<br />

stärker erhöht und der Abstand der<br />

Verabreichung immer weiter verkürzt<br />

werden. Alles, was wir in den vergangenen<br />

15 Jahren erlebt haben, kann<br />

man unter dem Begriff „Insolvenzverschleppung“<br />

buchen.<br />

Während der Läufer hinkend<br />

seine Bahnen zieht, hängt sein<br />

Team im Liegestuhl ab. Werden<br />

die Fleißigen und Sparsamen in<br />

Europa jetzt endgültig abgehängt?<br />

Wer arbeitet und spart, wird bestraft.<br />

Wer sich verschuldet und von den<br />

frisch gedruckten Milliarden Subventions-<br />

und Transferle<strong>ist</strong>ungen bezieht,<br />

wird belohnt.<br />

Woher kommt eigentlich das<br />

Geld und wer haftet dafür,<br />

wenn´s schiefgeht?<br />

Das Geld kommt aus dem „Nichts“.<br />

Es wird einfach digital oder frisch von<br />

der Notenpresse gedruckt zur Verfügung<br />

gestellt. Es werden pro Monat<br />

60 Milliarden Euro, ohne jegliche Erzeugung<br />

eines einzigen Gutes, in den<br />

Wirtschaftskreislauf gepumpt. Der<br />

Erstempfänger des frischen Geldes<br />

kann noch zu bestehenden Preisen<br />

Güter kaufen. Die nachfolgenden<br />

Benutzer des neuen Geldes müssen<br />

höhere Preise in Kauf nehmen.<br />

Je später man sich in der Kette des<br />

Geldkreislaufes befindet, desto weniger<br />

bekommt man für sein Geld. Den<br />

14


Letzten der Geldbenutzer beißen die<br />

Hunde.<br />

Angeblich <strong>ist</strong> die Inflation zu<br />

gering und muss angehoben<br />

werden. Gleichzeitig erleben wir<br />

seit Jahren, dass die alltäglichen<br />

Dinge immer teurer werden. Wie<br />

geht das zusammen?<br />

Da kommen zwei Dinge zusammen.<br />

Zum einen wird nur das Wachstum der<br />

Preise in einem – von Beamten des<br />

Stat<strong>ist</strong>ischen Bundesamtes zusammengestellten<br />

– Konsumgüterwarenkorb<br />

als Inflation bezeichnet. Wobei<br />

dieser Preisindex durch immer neue<br />

stat<strong>ist</strong>ische Tricksereien, wie zum Beispiel<br />

durch Anpassung von Saisonalität,<br />

Substitution oder Hedonik (die<br />

Bestimmung hedonischer Preise <strong>ist</strong> ein<br />

Verfahren, mit dem stat<strong>ist</strong>ische Ämter<br />

versuchen, Qualitätsänderungen bei<br />

der Ermittlung der Inflation besser<br />

zu berücksichtigen), künstlich unten<br />

gehalten wird. Zum anderen wird die<br />

bereits galoppierende Preissteigerung<br />

in den zinstragenden Anlageklassen<br />

Anleihen, Aktien und Immobilien<br />

überhaupt nicht berücksichtigt. Diese<br />

sogenannte Asset-Price-Inflation wird<br />

über kurz oder lang in den Rohstoffmarkt<br />

überschwappen und dann die<br />

Erzeuger- und letztendlich die Konsumentenpreise<br />

richtig nach oben<br />

treiben. Ich erwarte den Beginn des<br />

Sichtbarwerdens der nunmehr bereits<br />

galoppierenden Inflation von den<br />

zinstragenden Anlageklassen in das<br />

Rohstoffsegment noch in diesem Jahr.<br />

Inflation bedeutet ökonomisch seit<br />

mehr als 300 Jahren Geldmengenwachstum<br />

pro Produktionseinheit,<br />

auch wenn dieser Begriff neuvolkswirtschaftlich<br />

in den vergangenen 30<br />

Jahren den Anstieg eines Warenkorbpreisindex<br />

definiert.<br />

Niedrigstzinsen und Strafzinsen<br />

haben wir schon. Welche „Droge“<br />

haben die Notenbanken im<br />

Worst Case eigentlich noch?<br />

Die Geldpolitik enteignet über Inflation<br />

versteckt. Zusätzlich wird die Fiskalpolitik<br />

sukzessive weitere Steuerbelastungen<br />

für den – noch Eigentum<br />

besitzenden – Bürger beschließen.<br />

Dies wird als Nächstes mit einer Erhöhung<br />

und Neuerungen in der Immobilienbesteuerung<br />

einhergehen. Und<br />

natürlich nur im Rahmen der sozialen<br />

Gerechtigkeit und des zu schützenden<br />

Klimas. Die Wirtschafts- und Währungsgeschichte<br />

<strong>ist</strong> voll mit weiteren<br />

Repressalien.<br />

<strong>Was</strong> bedeuten die angekündigten<br />

Anleihekäufe für die Euro-<br />

Stabilität bzw. für die <strong>Gold</strong>preisentwicklung?<br />

Der <strong>Gold</strong>preis wird schneller steigen<br />

als vor der Ankündigung. Alle Papierwährungen<br />

verlieren gegenüber <strong>Gold</strong>.<br />

Nur die Entwertungsgeschwindigkeit<br />

<strong>ist</strong> unterschiedlich.<br />

uWe Bergold<br />

Dipl.-Betriebswirt (FH) mit Schwerpunkt<br />

bank-, Finanz- & Investitionswirtschaft,<br />

leitete über fünf Jahre eine der ersten Vermögensverwaltungen in Deutschland,<br />

die ihren Schwerpunkt auf Edelmetall- und Rohstoffinvestments legte.<br />

Er kündigte in einer Zeitungspublikation die Aktienbaisse im März 2000<br />

und ein Jahr später die <strong>Gold</strong>hausse an. Seit 2004 zählt ihn die Welt am<br />

Sonntag zur Elite der <strong>Gold</strong>experten im deutschsprachigen Raum.<br />

Wie kann <strong>Gold</strong> gegen Kaufkraftverlust<br />

schützen?<br />

Wie es dies seit 3.000 Jahren tut.<br />

Alle bisherigen Kriege und Inflationen<br />

konnten langfr<strong>ist</strong>ig immer nur<br />

mit <strong>Gold</strong> unbeschadet überstanden<br />

werden. Ich kenne keine Anleiheoder<br />

Aktiengesellschaft, die in Krisen<br />

und Kriegen nicht unter die Räder<br />

kam. Auch von den Immobilien sind<br />

me<strong>ist</strong> nur Ruinen übrig geblieben.<br />

Ein Beispiel?<br />

Nehmen wir doch nur den – von unseren<br />

Politikern gepriesenen – so starken<br />

Euro.<br />

Bei der Einführung unserer neuen<br />

Währung als Buchgeld am 01. Januar<br />

1999 konnte man mit 100 Euro 12,7<br />

Gramm <strong>Gold</strong> kaufen. Aktuell reichen<br />

diese 100 Euro gerade einmal aus, um<br />

2,8 Gramm <strong>Gold</strong> zu erwerben. Und<br />

dies <strong>ist</strong> noch lange nicht das Ende der<br />

Entwertungsfahnenstange. Keine der<br />

drei zinstragenden Anlageklassen, ob<br />

Aktien, Anleihen oder Immobilien,<br />

kommt auch nur annähernd an die<br />

Performance des <strong>Gold</strong>preises mit über<br />

350 Prozent plus seit Einführung der<br />

Gemeinschaftswährung ran.<br />

Das vergangene Jahr hat uns<br />

gelehrt, dass <strong>Gold</strong>anleger einen<br />

langen Atem bis zum Zieleinlauf<br />

brauchen. Kondition statt<br />

Sprint. Welche Hürden wird das<br />

neue Jahr bringen?<br />

In Euro betrachtet haben der <strong>Gold</strong>preis<br />

und die dazugehörigen <strong>Gold</strong>aktien<br />

bereits ihre taktischen Tiefs<br />

in 2014 generiert. Seit 2015 läuft die<br />

neu begonnene zyklische Hausse. Der<br />

übergeordnet säkulare <strong>Gold</strong>bullenmarkt<br />

nahm nur eine Pause. Er hat<br />

noch lange nicht sein Allzeithoch erreicht.<br />

Die gesamte mittelfr<strong>ist</strong>ige Korrektur<br />

der vergangenen Jahre konnte<br />

man nutzen, um nochmals – vermutlich<br />

zum letzten Mal vor der nächsten<br />

Währungsreform – h<strong>ist</strong>orisch billig<br />

Edelmetallinvestments zu tätigen, so<br />

wie die Chinesen es getan haben.<br />

Wir investieren seit dem Milleniumswechsel<br />

strategisch in <strong>Gold</strong>, Silber<br />

und <strong>Gold</strong>aktien und werden es auch<br />

weiter bis zum Ende der Krise tun.<br />

Denn jede Blase in dieser seit dem<br />

Jahr 2000 strategisch verlaufenden<br />

Kontraktion hatte epochale Ausmaße.<br />

Dies wird am Schluss auch mit der<br />

<strong>Gold</strong>- und Rohstoffblase so sein.<br />

15


<strong>Gold</strong>: Enormer Bedarf in Asien<br />

Seit einigen Jahren fließt viel <strong>Gold</strong> von den westlichen Industrieländern in Richtung der<br />

aufstrebenden Schwellenländer Asiens. China und Indien saugen das globale <strong>Gold</strong>angebot<br />

wie ein Schwamm geradezu auf. Gründe hierfür gibt es zuhauf.<br />

<strong>Gold</strong>: Über die Hälfte landet<br />

in China und Indien<br />

Obwohl es bezüglich der Transparenz und der Qualität der<br />

Daten mit Blick auf die asiatischen <strong>Gold</strong>märkte noch so<br />

manches Defizit zu beklagen gibt, steht eines außer Frage:<br />

In Asien herrscht seit Jahren ein enormer <strong>Gold</strong>hunger. Der<br />

Mitte November veröffentlichte Quartalsbericht des World<br />

<strong>Gold</strong> Council unterstrich einmal mehr die starke Rolle der<br />

Asiaten mit Blick auf die globale Nachfrage. Die beiden<br />

goldhungrigsten Nationen der Welt repräsentierten im<br />

dritten Quartal 2014 fast 54 Prozent des weltweiten <strong>Gold</strong>bedarfs<br />

in Höhe von 779,8 Tonnen. Dabei handelte es sich<br />

um Indien (225,1 Tonnen) und China (194,1 Tonnen) inkl.<br />

Hongkong und Taiwan. Neben der schieren Größe ihrer<br />

Bevölkerung überzeugen die beiden Länder aber auch –<br />

im Vergleich zum überwiegenden Rest der Welt – durch<br />

überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum. Für 2015<br />

rechnet der Internationale Währungsfonds für China mit<br />

einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6,8 Prozent<br />

p.a. und einem indischen Wachstum von 6,3 Prozent p.a.<br />

Dies führt dazu, dass in beiden Ländern nicht nur die Zahl<br />

der Superreichen, sondern auch die Mittelschicht auf lange<br />

Sicht deutlich zunehmen dürfte. Und selbst in den armen<br />

Bevölkerungsschichten gilt <strong>Gold</strong> als Geld und <strong>ist</strong> während<br />

der Hochzeitssaison oder bei anderen Feierlichkeiten sowie<br />

als Altersvorsorge und Inflationsschutz hoch angesehen.<br />

<strong>Gold</strong>schmuck ganz oben auf<br />

der Wunschl<strong>ist</strong>e<br />

In Europa dient <strong>Gold</strong> in erster Linie als Krisenwährung und<br />

Versicherungsschutz gegen befürchtete Verwerfungen an<br />

den Finanzmärkten. Als Prestigeobjekt und Statussymbol<br />

spielt es unter den Europäern eher eine untergeordnete<br />

Rolle. Laut GFMS Thomson Reuters, der als Datenlieferant<br />

des World <strong>Gold</strong> Council fungiert, kam im dritten Quartal<br />

2014 lediglich ein Zehntel der europäischen <strong>Gold</strong>nachfrage<br />

aus dem Schmucksektor. Das Interesse an <strong>Gold</strong>barren und<br />

-münzen fiel um den Faktor 8,8 höher aus als der Bedarf<br />

des Schmucksektors. In China und Indien ergibt sich ein<br />

völlig anderes Bild. Dort übertraf im selben Zeitraum die<br />

<strong>Gold</strong>nachfrage der Schmuckbranche den Vergleichswert<br />

für Barren und Münzen um den Faktor 4,3 bzw. 4,2.<br />

In Indien steht <strong>Gold</strong> vor wichtigen religiösen Feiertagen<br />

und zur Hochzeitssaison besonders hoch im Kurs. Weil der<br />

Subkontinent allerdings über keine nennenswerten eigenen<br />

<strong>Gold</strong>vorkommen verfügt, muss das gelbe Edelmetall<br />

importiert werden, wodurch sich die Handelsbilanz des<br />

Schwellenlands verschlechtert. Deshalb greift die indische<br />

Regierung an den <strong>Gold</strong>märkten immer wieder zu regulatorischen<br />

Maßnahmen wie Importzöllen bzw. -restriktionen.<br />

In den vergangenen Monaten wurden Letztere gelockert<br />

und es wurde zudem über eine Senkung der aktuellen Zölle<br />

spekuliert. Im Vorfeld ihres Neujahrsfestes verspüren die<br />

Chinesen traditionell einen besonders starken <strong>Gold</strong>appetit.<br />

Im Reich der Mitte gehört es nämlich zur Tradition, anlässlich<br />

des Jahreswechsels sich selbst und andere zu beschenken<br />

– häufig mit <strong>Gold</strong>. Die Vorliebe der Chinesen für<br />

<strong>Gold</strong>schmuck dürfte aber auch h<strong>ist</strong>orisch gewachsen sein,<br />

schließlich <strong>ist</strong> es chinesischen Privatanlegern erst seit 2004<br />

erlaubt, <strong>Gold</strong>barren zu erwerben. Diese bieten dank niedriger<br />

Prämien unter Gewichtsaspekten für Geld besonders<br />

viel <strong>Gold</strong>.<br />

Auch in der Bankenwelt eine Macht<br />

Die Schmuckbranche spielt im Orchester der chinesischen<br />

<strong>Gold</strong>marktakteure zwar die erste Geige, der Einfluss des<br />

Bankensektors sollte dabei allerdings nicht unterschätzt<br />

werden. Weil der Chinese als „passionierter <strong>Gold</strong>fan“ bekannt<br />

<strong>ist</strong>, kümmert sich auch der Bankensektor intensiv<br />

um Finanzprodukte, die sich auf physisches <strong>Gold</strong> beziehen.<br />

Den ersten Sparplan auf das gelbe Edelmetall hat im Jahr<br />

2010 die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)<br />

ins Leben gerufen. Auf <strong>Gold</strong> basierende Pfandkredite sowie<br />

das Ausleihen von <strong>Gold</strong> gehört ebenfalls zur Klaviatur<br />

der chinesischen Banker. Mit der Shanghai <strong>Gold</strong> Exchange<br />

(SGE) verfügt man zudem über einen <strong>Gold</strong>handelsplatz,<br />

dessen Bedeutung seit seiner Gründung vor über zwölf<br />

Jahren stetig zugenommen hat. So wurde zum Beispiel<br />

Mitte September an der SGE ein in Yuan, der eigenen Landeswährung<br />

notierender <strong>Gold</strong>-Future eingeführt. Zugleich<br />

erhielten internationale Banken und Edelmetallhändler die<br />

Erlaubnis, via Shanghai <strong>Gold</strong> zu handeln.<br />

Das Ziel <strong>ist</strong> klar: So sollen der US-Terminbörse Comex<br />

bei Futures und der London Bullion Market Association<br />

(LBMA) im physischen <strong>Gold</strong>handel Marktanteile abgejagt<br />

werden. Dies dürfte jedoch nur gelingen, wenn die Liberalisierung<br />

des chinesischen <strong>Gold</strong>marktes verstärkt und<br />

die Freigabe der eigenen Währung vorangetrieben wird. In<br />

naher Zukunft <strong>ist</strong> damit aber eher nicht zu rechnen. Dass<br />

chinesische Banken dem Edelmetallhandel einen höheren<br />

Stellenwert einräumen als die europäische Konkurrenz,<br />

liegt jedoch auf der Hand. Nur ein Beispiel: Während die<br />

16


Ihre Absicherung gegen geopolitische Risiken:<br />

Die Lagerung Ihrer Edelmetalle im<br />

pro aurum Zollfreilager in der<br />

Schweiz oder Hongkong.<br />

Deutsche Bank 2014 ihren Sitz an der LBMA aufgegeben<br />

hat und das Einstellen des physischen Edelmetallhandels<br />

angekündigt hat, fallen chinesische Banken in diesem Geschäftssegment<br />

eher durch Expansion auf. So sagt man der<br />

ICBC nach, dass sie am Kauf eines in London liegenden<br />

Hochsicherheitstresors mit einer Lagerkapazität von 1.500<br />

Tonnen interessiert sei. Und nun raten Sie einmal, wer sich<br />

von dem erst im Juni eröffneten Lagerplatz trennen möchte?<br />

Richtig, die Deutsche Bank.<br />

Zollfreilager in Hongkong und<br />

in der Schweiz sind Pflicht<br />

Dass es um den Euro derzeit nicht gerade zum Besten bestellt<br />

<strong>ist</strong>, zeigt ein Blick auf dessen Chart. Innerhalb von<br />

sechs Monaten verlor die Gemeinschaftswährung gegenüber<br />

dem Dollar mehr als 14 Prozent, was im Devisensektor<br />

einem Erdbeben gleichkommt. Wer via <strong>Gold</strong> auf bleibende<br />

Werte setzt, sollte sich auch stets Gedanken darüber machen,<br />

wo er seinen „<strong>Gold</strong>schatz“ lagern möchte. Innerhalb<br />

Europas gilt die Schweiz – allen Unkenrufen zum Trotz –<br />

nach wie vor als einer der sichersten Häfen. Des Weiteren<br />

können Kunden von pro aurum seit 2012 aber auch <strong>Gold</strong> in<br />

Hongkong kaufen und dort einlagern. Neben dem Vorteil,<br />

Edelmetalle außerhalb der EU zu besitzen, sprechen auch<br />

steuerliche Gründe für die beiden Lokalitäten. Wer nämlich<br />

neben dem von der Mehrwertsteuer befreiten <strong>Gold</strong> auch<br />

Silber, Platin oder Palladium handeln möchte, spart sich via<br />

Schweiz und Hongkong die in Deutschland üblichen Steuersätze<br />

– solange die Edelmetalle im Lager „gebunkert“<br />

bleiben.<br />

17


Notenbanken<br />

Und ihr verhältnis zu gold.<br />

Die Notenbanken spielen bei <strong>Gold</strong> in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Rolle –<br />

als „Wärter an der Geldschleuse“, als Halter enormer <strong>Gold</strong>reserven und als<br />

eifrige Nettokäufer der Krisenwährung.<br />

Mehr Geld als <strong>Gold</strong><br />

am Markt<br />

In einem Punkt sind sich die me<strong>ist</strong>en<br />

Volkswirte, Vermögensverwalter,<br />

Anlageexperten und Investoren<br />

einig: Drohende Kernschmelzen der<br />

globalen Finanzsysteme wurden ausschließlich<br />

durch die in den vergangenen<br />

Jahrzehnten in die Finanzmärkte<br />

geschleuste immense Geldflut und<br />

Rettungspakete der Notenbanken<br />

und Regierungen verhindert. Nur zur<br />

Erinnerung: Nachdem die USA im<br />

September 2007 innerhalb von 15<br />

Monaten eine rasante Reduktion der<br />

Leitzinsen von 5,25 Prozent auf 0,13<br />

Prozent auf den Weg brachten, die<br />

nicht den erhofften Konjunkturschub<br />

auslöste, mussten andere Waffen her.<br />

Das Zauberwort hieß „Quantitative<br />

Easing“ und wurde von der Fed seither<br />

dreimal verkündet. 2013 kaufte<br />

die US-Notenbank in der Spitze pro<br />

Monat für 85 Milliarden Dollar Anleihen.<br />

Im Dezember 2013 wurde eine<br />

sukzessive Senkung des Volumens beschlossen,<br />

bevor im Oktober 2014 die<br />

Aktion beendet wurde. Doch damit<br />

scheint die Zeit quantitativer Lockerungsmaßnahmen<br />

keineswegs beendet<br />

zu sein.<br />

Am 25. Januar kündigte nämlich die<br />

Europäische Zentralbank ihrerseits<br />

an, pro Monat Anleihen im Volumen<br />

von 60 Milliarden Euro kaufen zu wollen.<br />

EZB-Chef Mario Draghi stellte in<br />

Aussicht, von März 2015 bis September<br />

2016 die Finanzmärkte zu stützen.<br />

Damit will er eine Deflation verhin-<br />

dern, die Teuerungsrate in Richtung<br />

zwei Prozent hieven und die europäische<br />

Wirtschaft ankurbeln.<br />

Globale Abwertungsspirale<br />

voll in Gang<br />

Europa, Japan, China – die L<strong>ist</strong>e der<br />

Länder, die an einer schwachen eigenen<br />

Währung interessiert sind, <strong>ist</strong><br />

lang. Unter Berücksichtigung von<br />

Staatsschulden und der Notenbankpolitik<br />

mag man ihren Kursverfall<br />

durchaus als gerechtfertigt ansehen.<br />

Der logische Umkehrschluss müsste<br />

aber eigentlich lauten: Angesichts<br />

der explodierenden Geldmengen sollten<br />

Sachwerte wie <strong>Gold</strong> in der Gunst<br />

der Anleger und damit auch im Preis<br />

deutlich steigen. Seit der Jahrtausendwende<br />

hat sich der <strong>Gold</strong>preis<br />

18


zwar vervielfacht, weil das Vertrauen<br />

in die „schützenden Hände der<br />

Notenbanken“ aber immer noch relativ<br />

ausgeprägt <strong>ist</strong>, notiert das gelbe<br />

Edelmetall weit unter seinem im<br />

September 2011 bei mehr als 1.920<br />

Dollar markierten Rekordhoch. Sollten<br />

die Akteure an den Finanzmärkten jedoch<br />

zu der Ansicht kommen, dass die<br />

„Geldhüter“ die zweifellos ex<strong>ist</strong>ierenden<br />

Probleme weder beherrschen geschweige<br />

denn lösen können, dürfte<br />

es bei der Wertschätzung von <strong>Gold</strong> zu<br />

einem Comeback kommen. Als Besitzer<br />

enormer <strong>Gold</strong>reserven würden die<br />

Notenbanken von einer zu erwartenden<br />

Preissteigerung zwar profitieren,<br />

echte Freude dürfte bezüglich ihres<br />

<strong>Gold</strong>schatzes aber eher nicht aufkommen.<br />

Notenbanken sind<br />

Nettokäufer von <strong>Gold</strong><br />

Wie sich doch die Zeiten geändert haben.<br />

Bevor der <strong>Gold</strong>preis richtig Fahrt<br />

aufgenommen hatte, fielen viele Notenbanken<br />

in erster Linie durch ihre<br />

massiven <strong>Gold</strong>verkäufe auf. Um einen<br />

unkontrollierten Verfall der <strong>Gold</strong>reserven<br />

zu verhindern, verpflichteten<br />

sich die me<strong>ist</strong>en von ihnen im Rahmen<br />

internationaler Abkommen in der Zeit<br />

von 1999 bis 2004 (CBGA I), nicht<br />

mehr als 2.000 Tonnen <strong>Gold</strong> (400<br />

Tonnen p.a.) und von 2004 bis 2009<br />

(CBGA II) nicht mehr als 2.500 Tonnen<br />

(500 Tonnen p.a.) zu verkaufen.<br />

Innerhalb dieses Zeitraums trennten<br />

sich die „Währungshüter“ von insgesamt<br />

3.884 Tonnen. Im Nachhinein<br />

betrachtet erwies sich dies als kein<br />

gutes Geschäft, schließlich kletterte<br />

der <strong>Gold</strong>preis allein während dieser<br />

Zeit von 300 auf 415 Dollar und notiert<br />

heute sogar um ein Vielfaches<br />

darüber. Heute generieren die Notenbanken<br />

absolut keinen Verkaufsdruck<br />

– im Gegenteil. Sorgen hinsichtlich<br />

der Stabilität von Dollar, Euro und Yen<br />

haben nämlich bei zahlreichen Notenbanken,<br />

insbesondere in Schwellenländern,<br />

zu einem Umdenken geführt<br />

und ein erhebliches Nachfrageinteresse<br />

generiert. So berichtete der World<br />

<strong>Gold</strong> Council im Februar, dass die<br />

Notenbanken 2014 ihre Nettokäufe<br />

gegenüber dem Vorjahr von 409 auf<br />

477,2 Tonnen (+16,7 Prozent) gesteigert<br />

haben. An vorderster Front <strong>ist</strong> hier<br />

die russische Notenbank zu nennen,<br />

die ihre <strong>Gold</strong>reserven innerhalb eines<br />

Jahres trotz der Wirtschaftssanktionen<br />

der westlichen Industrienationen<br />

um 173 Tonnen aufgestockt hat und<br />

damit hinter mehr als 36 Prozent der<br />

Notenbankkäufe stand. Den zweitstärksten<br />

<strong>Gold</strong>hunger verspürten<br />

2014 die Zentralbanken Kasachstans<br />

und Iraks, die beide jeweils 48 Tonnen<br />

nachgefragt haben. Nennenswerte<br />

Abgaben gab es lediglich von der<br />

ukrainischen Notenbank zu berichten,<br />

die sich im Zuge des Bürgerkriegs<br />

in der Ostukraine zum Verkauf von<br />

19 Tonnen der Krisenwährung genötigt<br />

sah. Dabei dürfte es sich aber<br />

eher um einen Notverkauf des „Tafelsilbers“<br />

als um eine unter Abwägung<br />

sämtlicher Argumente getroffene<br />

strategische Entscheidung gehandelt<br />

haben.<br />

Problem: <strong>Gold</strong>lagerung<br />

in den USA<br />

Neben dem Trend, dass viel <strong>Gold</strong><br />

aus den westlichen Industrienationen<br />

in Richtung Asien fließt, kann<br />

man derzeit noch einen anderen<br />

Trend feststellen: Notenbanken ziehen<br />

<strong>Gold</strong>reserven aus den USA und<br />

Großbritannien ab, um sie im eigenen<br />

Land zu lagern. Belgien plant die<br />

Heimholung von 200 Tonnen <strong>Gold</strong><br />

aus London und die Niederlande<br />

meldeten im November die Rückkehr<br />

von 122 Tonnen aus New York. Die<br />

Bundesbank, die mit <strong>Gold</strong>reserven<br />

von 3.384,2 Tonnen über die weltweit<br />

zweithöchsten <strong>Gold</strong>bestände<br />

verfügt, war 2014 zwar nicht untätig,<br />

hat aber diesbezüglich noch viel vor.<br />

Im vergangenen Jahr brachte sie aus<br />

New York 85 Tonnen und aus Paris<br />

35 Tonnen nach Hause. Bis 2020 soll<br />

die Hälfte der im Ausland verwahrten<br />

<strong>Gold</strong>reserven in Deutschland gelagert<br />

werden. Demzufolge müssen noch<br />

mehr als 500 Tonnen auf die Reise<br />

geschickt werden. Von offizieller Seite<br />

fällt zwar nie das Wort „Misstrauen“,<br />

echtes Vertrauen scheint aber auch<br />

nicht mehr zu ex<strong>ist</strong>ieren.<br />

<strong>Was</strong> für große <strong>Gold</strong>besitzer wie Notenbanken<br />

gilt, sollten auch Privatanleger<br />

beherzigen. Bei pro aurum<br />

genießt die sichere Lagerung der<br />

Edelmetalle in Schließfächern oder<br />

Edelmetalldepots einen hohen Stellenwert.<br />

Ob man seinen gesamten<br />

<strong>Gold</strong>schatz in einem deutschen Hochsicherheitstresor<br />

aufbewahren sollte,<br />

steht allerdings auf einem anderen<br />

Blatt. Mit den von pro aurum betriebenen<br />

Zollfreilagern in der Schweiz<br />

und in Hongkong können auf Sicherheit<br />

bedachte Investoren das grundsätzlich<br />

vorhandene Lagerrisiko regional<br />

diversifizieren.<br />

19


Über die Produktion<br />

von Geld und <strong>Gold</strong><br />

Während für normale Privatanleger das Erlangen von viel Geld in der<br />

Regel ein relativ schwieriges Unterfangen <strong>ist</strong>, gestaltet sich dieser Prozess<br />

dank modernster Drucktechnik für die Notenbanker ausgesprochen einfach.<br />

Bei der Produktion von <strong>Gold</strong> stellt sich die Situation hingegen<br />

völlig anders dar, schließlich benötigt man hier in<br />

erster Linie viel Arbeit und viel Energie, um dem Boden das<br />

gelbe Edelmetall abzutrotzen.<br />

Kein Ende der Geldflut in Sicht<br />

Seit Jahren überfluten die Notenbanken aus Japan, Europa<br />

und den USA die internationalen Finanzmärkte mit Geld.<br />

Angesichts der zahlreichen Rettungspakete verliert man im<br />

Zuge der unvorstellbaren Summen fast schon den Bezug zu<br />

Geld. Bis Dezember 2013 pumpte allein die US-Notenbank<br />

Fed monatlich 85 Milliarden Dollar in die Finanzmärkte,<br />

um die Zinsen künstlich niedrig zu halten und dadurch<br />

die Konjunktur anzukurbeln. Die Europäische Zentralbank<br />

scheint nun in die Fußstapfen der US-Notenbank treten zu<br />

wollen. Auf ihrer ersten Sitzung im Januar kündigte sie an,<br />

dass pro Monat für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen und<br />

andere Wertpapiere aus den Euro-Staaten gekauft werden<br />

können. Sollte das Kaufprogramm ab März starten und,<br />

wie in Aussicht gestellt, bis September 2016 laufen, beliefe<br />

sich das Gesamtvolumen auf über 1,1 Billionen Euro.<br />

In der Konsequenz wurde und wird das Schuldenmachen<br />

belohnt und das Sparen bestraft, schließlich gab es in den<br />

vergangenen Jahren regelmäßig Phasen mit negativen<br />

Realzinsen. Das heißt: Die Inflation fällt höher aus als die<br />

Zinsen für Spargeld. Dass es sich dabei um keine gesunde<br />

Entwicklung handelt, dürfte jedem klar sein.<br />

ten, meldete für 2014 einen Anstieg der <strong>Gold</strong>förderung<br />

von 3.050,70 auf 3.114,40 Tonnen (+2,1 Prozent) und wies<br />

damit einen Rekordwert aus. Insgesamt gingen damit fast<br />

73 Prozent des globalen <strong>Gold</strong>angebots auf das Konto der<br />

Primärproduktion. Dass der Aufwand zur Förderung einer<br />

Feinunze <strong>Gold</strong> relativ hoch <strong>ist</strong>, zeigt ein Blick in die Quartalszahlen<br />

dreier großer börsennotierter <strong>Gold</strong>minenunternehmen.<br />

<strong>Gold</strong>förderung <strong>ist</strong> anstrengend und teuer<br />

Bei Barrick <strong>Gold</strong> beliefen sich im dritten Quartal 2014 diese<br />

Kosten auf 834 Dollar, Newmont Mining musste 995 Dollar<br />

in die Hand nehmen, um eine Feinunze <strong>Gold</strong> zu gewinnen,<br />

und bei <strong>Gold</strong>corp waren hierfür sogar 1.066 Dollar nötig.<br />

Viele Konkurrenten leiden allerdings unter noch höheren<br />

Förderkosten und generierten im vergangenen Jahr daher<br />

Verluste. Der schwache Ölpreis könnte zwar bei <strong>Gold</strong>minen,<br />

die im Tagebau betrieben werden, für Entlastung sorgen,<br />

ein signifikanter Abwärtstrend bei den Förderkosten<br />

gilt unter den me<strong>ist</strong>en Rohstoffanalysten jedoch eher als<br />

unwahrscheinlich. Einerseits, weil die Kosten für Perso-<br />

Während die Geldmenge seit den diversen Finanzkrisen<br />

förmlich explodiert <strong>ist</strong>, geht es mit der globalen <strong>Gold</strong>menge<br />

eher in geordneten Bahnen nach oben – in erster Linie<br />

aufgrund der Förderung durch die <strong>Gold</strong>minen. Mit gestiegenem<br />

<strong>Gold</strong>preis nehmen erfahrungsgemäß zwar die<br />

Anstrengungen zu, <strong>Gold</strong> aus der Erde zu gewinnen, eine<br />

gegen unendlich strebende <strong>Gold</strong>förderung dürfte aber auf<br />

absehbare Zeit unmöglich bleiben. Der World <strong>Gold</strong> Council,<br />

ein Zusammenschluss großer <strong>Gold</strong>minengesellschaf-


nal und Technik in den nächsten Jahren mit an Sicherheit<br />

grenzender Wahrscheinlichkeit nicht fallen werden, andererseits,<br />

weil seit Jahren der durchschnittliche <strong>Gold</strong>gehalt<br />

der Erze eine rückläufige Tendenz aufwe<strong>ist</strong>. Gute und<br />

ertragreiche <strong>Gold</strong>minen werden immer seltener entdeckt<br />

und unrentable Lagerstätten werden aus Kostengründen<br />

verstärkt stillgelegt.<br />

<strong>Gold</strong>menge hinkt Geldmenge hinterher<br />

Auf Basis aktueller Marktdaten produzierten die <strong>Gold</strong>minen<br />

2014 pro Monat fast 260 Tonnen „frisches“ <strong>Gold</strong>. Bei<br />

einem unterstellten Preis von 35.000 Euro pro Kilogramm<br />

ergibt sich somit eine monatliche <strong>Gold</strong>produktion im Wert<br />

von über neun Milliarden Euro. Für normale Privatanleger<br />

hört sich das erst einmal nach viel an. Angesichts<br />

einer Weltbevölkerung von derzeit mehr als sieben Milliarden<br />

Menschen relativiert sich dieser erste Eindruck aber<br />

schnell. Ruft man sich zudem in Erinnerung, dass die EZB<br />

in diesem Jahr quantitative Lockerungsmaßnahmen durchführen<br />

wird, welche den vergleichbaren Gegenwert der<br />

<strong>Gold</strong>produktion um den Faktor 6,7 übertreffen würden,<br />

fällt die global zu verteilende <strong>Gold</strong>menge nicht sonderlich<br />

üppig aus. Obwohl sich Geld und <strong>Gold</strong> hinsichtlich ihres<br />

Namens lediglich durch einen Buchstaben unterscheiden,<br />

liegen zwischen beiden dennoch Welten. Während <strong>Gold</strong><br />

seit seiner Ex<strong>ist</strong>enz sich immer wieder als Krisenwährung<br />

behauptet hat, droht Geld mehr und mehr zum Krisenverursacher<br />

zu mutieren. Es gibt nicht viele Anlageklassen,<br />

die seit Tausenden von Jahren gehandelt werden – weder<br />

der Euro noch der Dollar können das von sich behaupten.<br />

<strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> nicht gleich <strong>Gold</strong><br />

Über <strong>Gold</strong> wird seit dem Fast-Zusammenbruch der internationalen<br />

Finanzsysteme ständig diskutiert. Grundsätzlich<br />

gibt es Unmengen an <strong>Gold</strong>. Immer wieder werden neuartige<br />

und vermeintliche <strong>Gold</strong>quellen aufgetan. So beinhalten<br />

unter anderem Handyschrott, die Ozeane und selbst Klärschlamm<br />

das beliebte gelbe Edelmetall. Doch die Gewinnung<br />

bzw. Wiederverwertung <strong>ist</strong> häufig technologisch und<br />

wirtschaftlich nicht machbar. In der Vergangenheit spielte<br />

bei Alchem<strong>ist</strong>en der Wunsch nach der künstlichen Herstellung<br />

von <strong>Gold</strong> eine große Rolle, in den vergangenen Jahren<br />

hingegen waren vor allem in der Finanzbranche ziemlich<br />

viele „<strong>Gold</strong>macher“ unterwegs. Auf eine regelrechte <strong>Gold</strong>ader<br />

stieß der US-Vermögensverwalter State Street Global<br />

Advisors mit seinem im November 2004 ins Leben gerufenen<br />

<strong>Gold</strong>-ETF SPDR <strong>Gold</strong> Shares. Dieses, mit physischem<br />

<strong>Gold</strong> besicherte Finanzprodukt profitierte vom seither zu<br />

beobachtenden <strong>Gold</strong>rausch in besonders hohem Maße,<br />

schließlich schoss dessen gehaltene <strong>Gold</strong>menge praktisch<br />

von null auf über 1.353 Tonnen (07.10.2012) in die Höhe.<br />

Im Zuge der technischen Korrektur des <strong>Gold</strong>preises war<br />

Anfang Januar 2015 dann ein Verlaufstief bei knapp unter<br />

705 Tonnen reg<strong>ist</strong>riert worden. Aktuell repräsentiert der<br />

SPDR <strong>Gold</strong> Shares einen <strong>Gold</strong>berg von 767,93 Tonnen im<br />

Wert von knapp 27 Milliarden Euro.<br />

Das Volumen der wichtigsten Terminbörse für <strong>Gold</strong>-Futures<br />

(Commodity Exchange) fällt deutlich höher aus, allerdings<br />

nur auf dem Papier. So bezieht sich ein Kontrakt<br />

auf 100 Feinunzen <strong>Gold</strong>. Ende Januar lag die Anzahl offener<br />

Kontrakte, der sogenannte Open Interest, bei 438.279<br />

Futures, was einer <strong>Gold</strong>menge von 1.363 Tonnen entspräche.<br />

Da der Halter eines Futures nur einen Bruchteil<br />

des Kontraktvolumens eines bestimmten Dollarbetrags<br />

als Sicherheitsle<strong>ist</strong>ung (Margin) hinterlegen muss, dürfte<br />

jedem klar sein, dass im Worst-Case-Szenario physisches<br />

<strong>Gold</strong> als sicherer Hafen wahrscheinlich eher funktionieren<br />

würde als ein auf Zahlungs- und Lieferversprechen basierendes<br />

Terminmarktkonstrukt, was lediglich als Papiergold<br />

anzusehen <strong>ist</strong>. Und die Eigenschaften von Papier sind ja<br />

hinlänglich bekannt.<br />

<strong>Gold</strong> <strong>ist</strong> nicht beliebig vermehrbar.<br />

Pro Monat werden weltweit nur<br />

260 Tonnen „produziert“.<br />

21


Verschlechtert<br />

<strong>Gold</strong>besitz die Bonität?<br />

Klare Frage, unklare Antwort: Es kommt darauf an. Wer<br />

seine privaten <strong>Gold</strong>reserven zu Hause lagert, muss zumindest<br />

durch die Brille einer Bank dadurch sicherlich Abstriche<br />

bei der Beurteilung der eigenen Kreditwürdigkeit<br />

hinnehmen. Selbst extrem gutgläubige Banker verlangen<br />

eine andere Form des physischen <strong>Gold</strong>besitzes, um diesen<br />

bei der Bonität zum Vorteil des Kunden zu berücksichtigen.<br />

Nur „wahres <strong>Gold</strong>“ zählt<br />

Immer wieder wird bei der Diskussion um Edelmetallinvestments<br />

darauf hingewiesen, dass physisches <strong>Gold</strong>, Silber,<br />

Platin und Palladium mit Blick auf einen möglichst effektiven<br />

Vermögensschutz als Nonplusultra gelten. Jedes Edelmetallwertpapier<br />

basiert hingegen zu einem bestimmten<br />

Teil auf einem Zahlungs- oder Lieferversprechen – egal, ob<br />

es sich um Zertifikate, Futures, Optionsscheine, ETCs, CFDs<br />

usw. handelt. Im Ernstfall, sei es durch die Zahlungsunfähigkeit<br />

des Anbieters oder durch eine globale Systemkrise<br />

ausgelöst, entsteht bei einem solchen, möglicherweise<br />

als strategischer Versicherungsschutz gedachten Edelmetallinvestment<br />

vor allem eines: ein hohes Maß an Unsicherheit.<br />

In Abhängigkeit vom Emittenten eines solchen<br />

Finanzprodukts mit „Edelmetalltouch“ und abhängig von<br />

dessen Konstruktion ex<strong>ist</strong>ieren beim potenziellen Ausfallrisiko<br />

zwar mitunter große Unterschiede, generell fällt dies<br />

aber stets höher aus, als dies beim physischen Besitz von<br />

Edelmetallen der Fall <strong>ist</strong>. Deshalb werden Barren und Münzen<br />

aus <strong>Gold</strong> & Co. häufig als „wahres <strong>Gold</strong>“ bezeichnet.<br />

Mit dem Edelmetalldepot von pro aurum – wo die Barren<br />

und Münzen eines <strong>Gold</strong>besitzers zu 100 Prozent hinterlegt<br />

sind – wurden diverse, bei<br />

physischem Besitz mögliche<br />

negative Begleiteffekte abgeschafft.<br />

Durch diese Innovation wurde <strong>Gold</strong> im Grunde<br />

genommen so liquide und komfortabel wie Geld.<br />

Wenn man auf die Schnelle Geld benötigt<br />

Mit einem Edelmetalldepot können Anleger flexibler handeln,<br />

schließlich lassen sich Käufe und Verkäufe unter<br />

Berücksichtigung individueller Limits via Telefon oder Internet<br />

– selbst im Urlaub – einfach und komfortabel durchführen.<br />

Beim Verkauf des in den eigenen vier Wänden oder<br />

in einem Schließfach gelagerten <strong>Gold</strong>es <strong>ist</strong> ein erheblich<br />

höherer Aufwand erforderlich. Eine unvorteilhafte Lagerung<br />

kann aufgrund einer damit verbundenen schlechteren<br />

Kreditwürdigkeit zudem richtig teuer werden.<br />

Auch bei üppigem <strong>Gold</strong>besitz kann es aus den unterschiedlichsten<br />

Gründen zu finanziellen Engpässen kommen, die<br />

es möglichst kostengünstig zu überbrücken gilt. Selbst<br />

ein privat gelagerter <strong>Gold</strong>schatz in Millionenhöhe würde<br />

sich im Falle eines Kreditantrags bei einer Bank nicht<br />

positiv auf die Bonität des Antragstellers und damit die<br />

Konditionen auswirken, wenn der Banker dieses Vermögen<br />

nicht dokumentieren und als Sicherheit verwenden kann.<br />

Der Verkauf von Barren oder Münzen, um einen Liquiditätsengpass<br />

zu überbrücken, dürfte einem „<strong>Gold</strong>fan“ aus<br />

unterschiedlichen Gründen nicht leichtfallen. Zum einen<br />

erhält er beim <strong>Gold</strong>verkauf stets den niedrigeren Geldkurs<br />

des aktuell gültigen <strong>Gold</strong>preises und damit einen kleinen<br />

Kurzfr<strong>ist</strong>ige Liquidität bei<br />

finanzieller Flexibilität. Mit dem<br />

VR-Edelmetalldarlehen.<br />

22


Gewissenskonflikt geschickt vermeiden. Besonders interessant:<br />

Sie bleiben im Besitz der bisherigen <strong>Gold</strong>menge<br />

und können das aufgenommene Fremdkapital innerhalb<br />

der vereinbarten Laufzeit wieder zurückzahlen. Selbst ein<br />

Verkauf des <strong>Gold</strong>es bleibt Ihnen unbenommen, allerdings<br />

würden die Erlöse aus dem Verkauf dann zur Rückzahlung<br />

des Kredits führen.<br />

Abschlag zum Mittelkurs<br />

in Geld getauscht. Im<br />

Februar belief sich zum Beispiel<br />

bei einem Barren oder einer Münze mit<br />

einem Feingewicht von einer Unze (31,1 Gramm)<br />

die Differenz zwischen An- und Verkauf auf mehr als<br />

drei Prozent. Diese wäre bei einem Verkauf – auch im Falle<br />

eines lediglich temporären Liquiditätsbedarfs – unwiederbringlich<br />

verloren. Zum anderen schätzt er den Wert des<br />

Edelmetalls und dessen Zukunftsperspektiven möglicherweise<br />

höher ein als den in Euro bemessenen Gegenwert.<br />

Der Tausch von werthaltigem <strong>Gold</strong> in Euro sollte daher<br />

wohlüberlegt sein. Via Edelmetallkredit lässt sich dieser<br />

Das VR-Edelmetalldarlehen bietet<br />

Ihnen viele Vorteile:<br />

» Günstige Finanzierungskosten!<br />

» Für sämtliche Verwendungszwecke nutzbar!<br />

» Kein Verkauf des eigenen<br />

Edelmetallbestandes notwendig!<br />

» Flexibilität hinsichtlich Rate und Laufzeit!<br />

» Sondertilgungsoptionen wählbar!<br />

» Einfache Beantragung und Auszahlung!<br />

Bei Fragen zum VR-Edelmetalldarlehen steht<br />

Ihnen die Volksbank Löbau-Zittau eG<br />

gerne zur Verfügung:<br />

Telefon: +49 (3586) 757-143<br />

E-Mail: joerg.reichelt@vb-direkt.de<br />

Das VR-Edelmetalldarlehen <strong>ist</strong> eine<br />

Kooperation der Volksbank Löbau-Zittau eG<br />

mit pro aurum.<br />

Edelmetallkredite machen Sinn<br />

Neben den bereits erwähnten weichen und subjektiven<br />

Argumenten sprechen aber auch harte und objektive Fakten<br />

für einen Edelmetallkredit. Dessen anfallende Zinsen<br />

liegen nämlich nur leicht über dem bei einem Immobilienkredit<br />

üblichen Zinssatz und fallen in der Regel deutlich<br />

günstiger aus als beispielsweise der kreditfinanzierte Kauf<br />

eines Neuwagens. Während ein Edelmetalldarlehen derzeit<br />

für knapp über zwei Prozent zu haben <strong>ist</strong>, steht bei der<br />

Finanzierung des Deutschen liebstes Kind nicht selten die<br />

Vier vor dem Komma.<br />

Wichtigste Voraussetzung: Um ein Edelmetalldarlehen zu<br />

erhalten, muss das <strong>Gold</strong> in einem Edelmetalldepot von pro<br />

aurum verwahrt werden. Ist dies der Fall, kann über unseren<br />

Kooperationspartner – die Volksbank Löbau-Zittau<br />

– ein Kredit zwischen 30.000 bis maximal 700.000 Euro<br />

beantragt werden. Die Beleihungsgrenze liegt bei 60 Prozent<br />

der eingelagerten Edelmetallwerte und die Modalitäten<br />

bezüglich Zinssatz, Laufzeit und Tilgung sind individuell<br />

gestaltbar. Neben den niedrigen Zinsen überzeugt<br />

ein Edelmetalldarlehen aber vor allem durch den Faktor<br />

Schnelligkeit. Wer bei pro aurum bereits ein Edelmetalldepot<br />

eröffnet hat, könnte noch am Tag der Beantragung<br />

den Kreditbetrag erhalten. Muss ein Depot erst eröffnet<br />

werden, würde das Ganze zwei bis drei Tage länger in<br />

Anspruch nehmen. Bei normalen Bankkrediten vergehen<br />

zwischen Antrag und Auszahlung nicht selten ein bis zwei<br />

Wochen.<br />

Die via Edelmetalldepot erreichte bessere Bonität des Besitzers<br />

von <strong>Gold</strong> & Co. <strong>ist</strong> aber nur eine Seite der Medaille,<br />

das professionelle Verwahren der privaten Edelmetallschätze<br />

kann aber auch durch andere Highlights glänzen.<br />

Sämtliche Barren und Münzen der pro aurum Kunden sind<br />

beispielsweise vollumfänglich gegen Einbruch, Diebstahl<br />

und Brand versichert. Außerdem lassen sich Edelmetalle<br />

über diverse Depotfunktionen transparenter verwalten und<br />

komfortabler managen und handeln. Wer bei der ganzheitlichen<br />

Vermögensanalyse bzw. -verwaltung zudem auf die<br />

Expertise einer Bank oder eines Vermögensberaters nicht<br />

verzichten möchte, dürfte von der Möglichkeit, über die<br />

Struktur und den Wert des privaten Edelmetallvermögens<br />

jederzeit informiert zu sein, hellauf bege<strong>ist</strong>ert sein.<br />

23


Zehn Jahre pro aurum in Berlin:<br />

24<br />

In den vergangenen zehn Jahren<br />

<strong>ist</strong> auf dem <strong>Gold</strong>markt viel passiert,<br />

auf eine langjährige Hausse<br />

folgte eine Schwächephase<br />

bei <strong>Gold</strong>. Gibt es zum zehnjährigen<br />

Jubiläum von pro aurum in<br />

Berlin für Sie als Geschäftsführer<br />

der Hauptstadt-Niederlassung<br />

trotzdem Grund zu feiern?<br />

Heiko Ganß: Nach sieben Jahren mit<br />

steigenden Notierungen war es auch<br />

mal wieder Zeit für fallende Kurse. Bei<br />

der Gründung von pro aurum Berlin<br />

im Mai 2005 kostete das Kilo <strong>Gold</strong><br />

knapp 10.850 Euro. In der Spitze bezahlte<br />

man dann im September 2012<br />

knapp 44.750 Euro und aktuell wird es<br />

für 35.250 Euro gehandelt. Aber das<br />

Preisniveau spielt für mich eher eine<br />

untergeordnete Rolle, habe ich doch<br />

hier Kunden, die kaufen und verkaufen<br />

wollen und dementsprechend unterschiedliche<br />

Maßstäbe an das Kursniveau<br />

legen. Für mich <strong>ist</strong> es viel wichtiger,<br />

dass derzeit täglich zwischen 80<br />

und 100 Kunden den Weg hierher zu<br />

pro aurum in die Hardenbergstraße<br />

finden, um sich bei uns zum Thema<br />

Edelmetalle beraten zu lassen, zum<br />

Kauf, zum Verkauf oder auch zur Einlagerung<br />

von <strong>Gold</strong> und Silber.<br />

Wie hat sich der Edelmetallhandel<br />

in den vergangenen zehn<br />

Jahren verändert?<br />

Ganß: Im Jahr 2005 waren Edelmetallinvestoren<br />

noch wenige Spezial<strong>ist</strong>en,<br />

die negative Erfahrungen mit<br />

dem Geldsystem aus der Vergangenheit<br />

in die Zukunft projizierten. Spätestens<br />

seit 2008 mit dem Fall der<br />

US-Investmentbank Lehman Brothers<br />

wurden Edelmetalle dann eine Art<br />

Volksinvestment: Mit einem Schlag<br />

waren <strong>Gold</strong> und Silber eine gefragte<br />

Anlageform – Schlangen bildeten<br />

sich vor unserem Laden schon vor der<br />

Öffnungszeit, es gab täglich mehrere<br />

Interviewanfragen, Kamerateams<br />

rückten an und wir<br />

waren plötzlich gefrag-<br />

© Annette Koroll<br />

„Mit einem Schlag waren Edelmetalle eine gefragte Anlageform“:<br />

Ein Interview mit dem Geschäftsführer der pro aurum<br />

Berlin GmbH & Co. KG, Heiko Ganß:<br />

WuSSten<br />

Sie schon …<br />

pro aurum in Berlin<br />

hat wochentags immer<br />

ohne Pause von 10 Uhr bis<br />

18 Uhr für Sie geöffnet.<br />

Seit Kurzem sogar auch<br />

jeden Samstag von<br />

10 bis 14 Uhr.<br />

te Gesprächspartner<br />

in Wirtschaftssendungen.<br />

Zudem konnte<br />

man mit einem Mal<br />

mit dem Kauf und Verkauf<br />

von <strong>Gold</strong> und Silber<br />

Geld verdienen – nicht wenige<br />

Kunden nutzten den rasanten<br />

Kursanstieg von 2008 bis 2012 und<br />

verkauften gewinnbringend ihre kurz<br />

zuvor bei uns gekaufte Ware wieder.<br />

Auch wenn die Kurse Ende 2012 wieder<br />

nachgaben – geblieben <strong>ist</strong> der<br />

Fakt, dass ein Investment in Edelmetalle<br />

wieder eine ganz „normale“<br />

Geldanlage geworden <strong>ist</strong>. <strong>Gold</strong> und<br />

Silber haben sich wieder zu liquiden<br />

Anlageformen entwickelt, die man<br />

jederzeit und überall kaufen und verkaufen<br />

kann.<br />

Und wie sieht die Nachfrage<br />

nach Edelmetallen aktuell aus?<br />

Ganß: Klar, nach über zwei Jahren<br />

ausschließlich fallender Notierungen<br />

<strong>ist</strong> die Stimmung am Markt schlecht.<br />

Manche sehen die explodierenden<br />

Aktienkurse und fragen sich, ob sie<br />

nicht vielleicht besser etwas weniger<br />

<strong>Gold</strong> im Depot haben sollten. Die<br />

Medien berichten nur sehr verhalten<br />

über <strong>Gold</strong> und wenn, dann immer mit<br />

Bezug auf die fallenden Preise. Nicht<br />

wenige verlieren die Geduld und verkaufen.<br />

Alles in allem also Zeichen<br />

einer baldigen Trendumkehr, denn je<br />

schlechter die Stimmung am Markt,<br />

desto näher rückt das Ende der derzeitigen<br />

Preiskorrektur. Da wir uns bei<br />

pro aurum sowohl auf den Verkauf<br />

als auch auf den Ankauf von Edelmetallen<br />

spezialisiert haben, können<br />

wir von beiden Entwicklungen profitieren.<br />

Welche Artikel sind am Standort<br />

von pro aurum in Berlin aktuell<br />

stark gefragt?<br />

Ganß: Wir haben vor Kurzem intern<br />

eine Untersuchung durchgeführt und<br />

festgestellt: Das Interesse an bestimmten<br />

Artikeln aus unserem Sortiment<br />

<strong>ist</strong> über alle deutschen<br />

Niederlassungen nahezu<br />

gleich. Beliebteste<br />

Münze <strong>ist</strong> und war<br />

der südafrikanische<br />

Krügerrand. Vielleicht<br />

nicht unbedingt die<br />

schönste, dafür aber die<br />

älteste und am weitesten<br />

verbreitete Anlagemünze.<br />

Zudem <strong>ist</strong> sie durch ihre Legierung<br />

besonders unempfindlich gegenüber<br />

Beschädigungen. Soll es etwas mehr<br />

<strong>Gold</strong> fürs Geld sein, dann greifen unsere<br />

Kunden gerne zu Barren in den


Größen 100 und 250 Gramm, denn je<br />

größer die Einheit <strong>Gold</strong>, desto geringer<br />

der Grammpreis. Diese Bestseller-<br />

L<strong>ist</strong>e hat sich in den letzten zehn Jahren<br />

praktisch nicht verändert.<br />

Und wie sieht es bei Silber aus?<br />

Ganß: Hier haben unsere Kunden in<br />

den ersten Jahren unseres Bestehens<br />

vor allem große Barreneinheiten à 1,<br />

5 oder 31 Kilo gekauft, um möglichst<br />

viel Silber für ihr Geld zu bekommen.<br />

Ich kann mich noch gut daran<br />

erinnern, wie wir auf unserem kleinen<br />

Hinterhof an unserem ersten Standort<br />

in der Berliner Torstraße die Kofferräume<br />

unserer Kunden mit Silberbarren<br />

vollgeladen haben. Manche Autos<br />

kamen anschließend kaum über die<br />

Verankerung der Toreinfahrt<br />

drüber. Durch die Erhöhung<br />

der Umsatzsteuer<br />

auf Silberbarren<br />

2007 von 16 Prozent<br />

Ein guter<br />

Tipp:<br />

In der hauseigenen Tiefgarage<br />

finden Sie immer<br />

einen Stellplatz für Ihr Auto.<br />

So gelangen Sie jederzeit<br />

trocken und diskret zum<br />

auf 19 Prozent sowie<br />

durch gleichzeitig<br />

anziehende Silbernotierungen<br />

rechneten<br />

sich für die Anleger dann<br />

aber immer mehr die Silbermünzen<br />

wie der Wiener Philharmoniker<br />

oder der Maple Leaf aus Kanada.<br />

<strong>Gold</strong>händler Ihres<br />

Vertrauens.<br />

Berlin <strong>ist</strong> Standort mehrerer<br />

renommierter Münzenmessen<br />

sowie Auktionen. Welche Rolle<br />

spielt die Numismatik bei pro<br />

aurum in Berlin?<br />

Ganß: Einen Krügerrand oder eine<br />

Pfundmünze aus den 60er-Jahren<br />

fachgerecht zu bewerten, <strong>ist</strong> die eine<br />

Sache. Numismatik eine ganz andere.<br />

Hier <strong>ist</strong> ein enorm großes Fachwissen,<br />

gepaart mit langjähriger Erfahrung<br />

und guter Vernetzung notwendig, um<br />

erfolgreich zu sein. Wir bündeln bei<br />

pro aurum dieses Know-how an unserem<br />

Hauptfirmensitz in München. Das<br />

heißt aber nicht, dass hier in Berlin<br />

für Numismatik-Kunden die Tür verschlossen<br />

bleibt. Im Gegenteil: Durch<br />

hochauflösende Kameras sind wir<br />

jederzeit in der Lage, uns angebotene<br />

numismatische Stücke in Echtzeit<br />

von unseren Experten in München<br />

bewerten zu lassen und den Ankauf<br />

in den me<strong>ist</strong>en Fällen dann sofort hier<br />

vor Ort abwickeln zu können. Auch<br />

veranstalten wir hier regelmäßig für<br />

unsere Kunden sogenannte Numismatik-Tage.<br />

An solchen Tagen <strong>ist</strong> ein<br />

Experte aus München hier vor Ort<br />

und bewertet komplette Sammlungen.<br />

Es geht aber auch andersherum.<br />

Möchte ein Berliner Kunde numismatische<br />

Kostbarkeiten erwerben, so<br />

schicken die Münchner Kollegen das<br />

gewünschte Stück zur Ansicht in unsere<br />

Geschäftsstelle.<br />

Und welche Produkte abseits<br />

von physischen Edelmetallen erfreuen<br />

sich besonderer Beliebtheit?<br />

Ganß: Ganz klar – unsere Schließfächer.<br />

Seit unserem Umzug 2009 in<br />

die Hardenbergstraße haben wir die<br />

Möglichkeit, unseren Kunden Schließfächer<br />

hier in der Geschäftsstelle<br />

anzubieten. Schon nach<br />

kurzer Zeit waren alle Fächer<br />

belegt, sodass wir<br />

uns genötigt sahen, unsere<br />

Kapazitäten aufzustocken.<br />

Nun haben<br />

wir knapp 200 Fächer –<br />

auch diese komplett vermietet.<br />

Ein zweites Highlight<br />

neben den Schließfächern <strong>ist</strong> unser<br />

Altgoldankauf. In den ersten Jahren<br />

haben wir Kunden mit alten Ringen,<br />

Ketten und Zahngold noch weggeschickt.<br />

Für uns zählten nur Krügerrand<br />

und Co. Gerade aber nach den<br />

enormen Kurssteigerungen ab 2008<br />

kamen immer mehr Kunden mit dem<br />

Wunsch, neben den klassischen Edelmetallprodukten<br />

auch sogenanntes<br />

Altgold bei uns handeln zu können.<br />

Unsere geschulten Experten bedienen<br />

sich heute eines modernen Röntgenfluoreszenzmessgerätes,<br />

das präzise<br />

Messergebnisse liefert. Mit dieser<br />

Analysemethode, die ursprünglich<br />

aus der Materialforschung stammt<br />

und sich im Edelmetallhandel seit<br />

einigen Jahren mehr und mehr etabliert,<br />

erhalten wir genaueste Hinweise<br />

auf den Feingehalt von <strong>Gold</strong>, Silber,<br />

Platin oder Palladium. Bei Legierungen<br />

kann so beispielsweise exakt die<br />

prozentuale Verteilung der einzelnen<br />

Edelmetalle bestimmt werden. Wir<br />

sind nun auch ein kompetenter und<br />

vor allem fairer Ansprechpartner,<br />

wenn es um die Bewertung von altem<br />

Schmuck geht.<br />

Wie geht es mit <strong>Gold</strong> im Jahr<br />

2015 weiter?<br />

Ganß: Es gibt Analysen, Charts,<br />

Marktberichte – alle versuchen, eine<br />

Orientierung zu geben, wie viele Dollar<br />

oder Euro das <strong>Gold</strong> zu irgendeinem<br />

Zeitpunkt kosten wird. Eines haben<br />

alle diese Prognosen gemein: Niemand<br />

kann in die Zukunft schauen.<br />

Aber das <strong>ist</strong> es auch gar nicht, was<br />

das Investment in <strong>Gold</strong> so einzigartig<br />

macht. Wer in <strong>Gold</strong> investiert, möchte<br />

doch sein erarbeitetes Vermögen<br />

konservieren, es gegen die Risiken<br />

an den Finanzmärkten schützen, sodass<br />

er es eines Tages weitervererben<br />

oder selbst verleben kann. Fast über<br />

die gesamten zehn Jahre hier in Berlin<br />

begleite ich einen Kunden, der den<br />

größten Teil seines Lebensabends auf<br />

Kuba verbringt. Er genießt dort das<br />

stressfreie Leben, das sich noch auf<br />

das Wesentliche konzentriert, abseits<br />

von jeglichem Konsumrausch. Finanzieren<br />

tut er das Ganze mit <strong>Gold</strong>,<br />

welches er vor vielen Jahren gekauft<br />

hat und nun ein- bis zweimal im Jahr<br />

verkauft, um den nächsten Flug nach<br />

Kuba und den Aufenthalt dort zu bezahlen.<br />

Die Diskussionen hier in Europa,<br />

ob der Euro nun auf- oder abwertet<br />

oder vielleicht gänzlich scheitert,<br />

kann er ganz entspannt verfolgen<br />

oder gleich abschalten. Er hat in die<br />

älteste Währung der Welt investiert,<br />

die bisher viele Papierwährungen, Finanz-<br />

und Wirtschaftskrisen hat kommen<br />

und gehen sehen und es über<br />

alle Jahrhunderte hinweg geschafft<br />

hat, Vermögen zu erhalten.<br />

10 Jahre pro aurum berlin:<br />

Freuen Sie sich auf unsere Jubiläumsveranstaltungen.<br />

Aktuelle Infos erhalten Sie unter www.proaurum de.<br />

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So hilft Ihr Altgold Kindern!<br />

pro aurum Kooperation mit SOS-Kinderdorf:<br />

Ringe, die niemandem mehr passen, Kettchen, die aus der<br />

Mode gekommen sind, und die gute alte <strong>Gold</strong>armbanduhr,<br />

die heute keiner mehr tragen mag – manchmal überdauern<br />

alte „Schätze“ völlig unbeachtet die Jahre, ohne je wieder<br />

getragen zu werden oder zum Einsatz zu kommen. Kennen<br />

Sie das? Dann hätten wir für Ihr Altgold eine wunderbare<br />

Verwendung: Sie können damit den Kindern im SOS-Kinderdorf<br />

Gutes tun. Werfen Sie doch einfach einen kleinen<br />

Teil Ihres alten <strong>Gold</strong>schmucks oder Ihrer alten <strong>Gold</strong>münzen<br />

in die SOS-Kinderdorf-Spendendose in Ihrer pro aurum Filiale.<br />

Dann werden plötzlich aus einem <strong>Gold</strong>ring oder einem<br />

<strong>Gold</strong>kettchen Dinge, die die Kinder im SOS-Kinderdorf<br />

brauchen: Schulranzen oder Gumm<strong>ist</strong>iefel, notwendige<br />

Therapien an Leib und Seele, gesunde Nahrungsmittel und<br />

vieles mehr. Die Spende hilft den Kindern in den SOS-Kinderdorf-Einrichtungen<br />

sehr. Deshalb freuen wir uns über<br />

Ihre Unterstützung bei unserer Aktion „Mit Altgold Kindern<br />

helfen“.<br />

Transparenz und Kontrolle<br />

Bevor Menschen spenden, wollen sie zu Recht wissen: Wie<br />

kommt meine Spende an? <strong>Was</strong> wird damit finanziert?<br />

Wenn Sie für die Arbeit von SOS-Kinderdorf spenden,<br />

können Sie sicher sein, dass Ihr Geld da ankommt, wo es<br />

gebraucht wird: in den SOS-Kinderdorf-Hilfsangeboten für<br />

bedürftige Kinder, Jugendliche und Familien in Deutschland<br />

und der Welt.<br />

Unter www.sos-kinderdorf.de/altgold finden Sie weitere<br />

Informationen zur Unterstützung und Hilfsangebote von<br />

SOS-Kinderdorf.<br />

Darauf können Sie sich verlassen:<br />

Über 78.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen<br />

kommt allein in Deutschland die Arbeit der SOS-Kinderdörfer<br />

zugute. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den Erhalt<br />

und Ausbau der Einrichtungen. 87 Prozent der Spenden<br />

fließen konkret in die Projektförderung und -begleitung im<br />

In- und Ausland.<br />

Der SOS-Kinderdorf e.V. unterhält 43 Einrichtungen in<br />

Deutschland und unterstützt SOS-Projekte in 43 Ländern<br />

weltweit. Sie sind herzlich eingeladen, die SOS-Gemeinschaften<br />

zu besuchen.<br />

Kontaktieren Sie einfach info@sos-kinderdorf.de.<br />

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Wissen Ist <strong>Gold</strong> wert!<br />

Im Jahr 2015 erwarten Sie zahlreiche Expertenvorträge in unseren<br />

Lokationen. Die aktuellsten Termine finden sie unter<br />

www.proaurum.de/veranstaltungen.<br />

Freuen Sie sich unter anderem auf:<br />

Jürgen Birner<br />

Peter Boehringer<br />

Dimitri Speck<br />

Ronald Stöferle<br />

Social Media:<br />

Besuchen Sie uns auch auf unseren Social-Media-Seiten.<br />

Es erwarten Sie spannende Themen und Aktionen rund um Edelmetalle.<br />

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