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Impressum Auszug aus:

Impressum Auszug aus: Religion Version 2.100 Yuriko Yushimata Copyright: © 2014 Yuriko Yushimata published by: epubli GmbH, Berlin www.epubli.de ISBN 978­3­7375­1293­0 Zwei Textauszüge aus der Kurzgeschichtensammlung 'Religion Version 2.100' von Yuriko Yushimata. Das gesamte Buch ist erhältlich für 2,99 Euro als E­Book im Buchhandel auf einer Vielzahl von Plattformen (Thalia, Amazon, usw.). ­ Siehe auch: http://www.epubli.de/

Ein klassischer Fall von Schizophrenie Der Psychoanalytiker bat den jungen Mann ohne Überraschung herein. Der Raum, in dem er Patientinnen und Patienten empfing, war freundlich aber auch professionell eingerichtet. Einige Blumen und einige wenige persönliche Details gaben dem Raum eine warme Note. Die schwarze Ledercouch und der Schreibtisch, hinter dem der Analytiker in der Regel seine Fragen stellte, sorgten gleichzeitig für die nötige Distanz. Der junge Mann trug ein schlichtes weites weißes Gewand und hatte lange wallende Haare. Seine Augen schienen von innen zu leuchten. Er umfasste die dargebotene Hand des Analytikers mit seinen beiden Händen, als würde er beten, und blickte ihm freundlich strahlend in die Augen. Der Analytiker blieb distanziert, nickte höflich, und wies auf die Couch. "Nehmen Sie bitte Platz." Der junge Mann legte sich auf die Couch, er sah über sich nur die Decke. Der Analytiker setzte sich hinter den Schreibtisch und betrachtete den jungen Mann. Auf einem Zettel notierte er 'übertriebene Freundlichkeit'. "Was kann ich für Sie tun?" Er ließ seinen Patienten erst einmal erzählen, fragte nur bei Stockungen nach, um den Fluss der Erzählung wieder in Gang zu bringen. Auf dem Zettel standen nun viele kurze Notizen. Der Psychoanalytiker sah kurzzeitig etwas gelangweilt aus dem Fenster. Es war ein typischer Fall. Nachdem der Patient seine Erzählung beendet hatte, ließ der Analytiker einen kurzen Zeitraum mit Schweigen verstreichen. Dann sprach er den Patienten direkt an. "Für die weitere Therapie ist es wichtig, dass ich weiß, dass ich Sie richtig verstanden habe. Deshalb möchte ich noch einmal einige Punkte wiederholen. Sie hören Stimmen?" "Ja, mein Vater spricht zu mir." "Ihr Vater? Sie sprachen von Gott." "Ja, mein Vater." Der Psychoanalytiker notierte 'Probleme bei der Internalisierung des Überich bzw. externe Position von Groß A (bei Lacan nachschlagen)'. "Und Sie sind Teil von Dreien, die Eins sind? Und ein Teil dieser Drei, die Eins sind, ist Ihr Vater?" Der junge Mann nickte. Ein Murmeln scholl durch den Raum. "Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist." Der Psychoanalytiker ließ sich nicht irritieren. "Sind sie der Sohn oder der Vater?" "Ich bin der Sohn und wir sind eins mit dem Heiligen Geist." Klar und deutlich hallte die Stimme des jungen Mannes im Raum wieder. Der Analytiker unterstrich 'ausgeprägte Persönlichkeitsspaltung'. "Und, ich drücke das mal so aus, als Heiliger Geist haben Sie sich selbst gezeugt?" "Wir sind eins. Aber ich bin nicht er, ich bin der Sohn." Der Analytiker unterstrich ein zweites mal 'ausgeprägte Persönlichkeitsspaltung'. "Und dieser Heilige Geist hat mit ihrer Mutter geschlafen und sie gezeugt?" "Meine Mutter Maria ist rein und eine Jungfrau." Nun klang die Stimme des jungen Mannes ärgerlich. Der Psychoanalytiker nickte. "So, er hat sie also nicht penetriert." Auf dem Zettel notierte er 'Kastrationsangst, fürchtet auf Grund des verbotenen Wunsches, der Penetration der Mutter, kastriert zu werden und leugnet deshalb den Penetrationswunsch. Nicht verarbeiteter Ödipuskomplex führt zur Persönlichkeitsspaltung und zur Flucht in Scheinwelten.' "Und ihre Mutter Maria wurde auch nicht gezeugt?" Der junge Mann sah zu ihm hinüber. "Wie kommen Sie darauf?" "Sie sprachen von unbefleckter Empfängnis." "Maria wurde ohne Sünde geboren, das hatte aber nichts mit ihren Eltern zu tun. Mein Vater hat ihr die Gnade zu teil werden lassen." Der Patient war jetzt erregt. "Ihr Vater hat Ihrer Mutter bei der Geburt Ihrer Mutter, seine Gnade zu teil werden lassen." Der Psychoanalytiker nickte, auf dem Zettel notierte er 'Angst vor unkontrollierter weiblicher Sexualität und der weiblichen phallischen Potenz, Patient rettet sich durch Flucht in väterliche Allmachtsphantasien'.

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