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Pack & Log 06/2015

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<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong><br />

Die Fachzeitschrift für Verpackung & Intralogistik<br />

Ausgabe <strong>06</strong>/<strong>2015</strong><br />

P.b.b. GZ 10Z038727 M / Verlagsort 2340 Mödling / Verlagspostamt 1000 Wien BZ<br />

MULTIVAC Produktpalette:<br />

· Tiefziehmaschinen<br />

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Automatisierung<br />

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von Lebensmitteln<br />

· Etikettier- und Drucksysteme<br />

· Inspektionssysteme<br />

www.multivac.at<br />

Recycling<br />

Wie halte ich meinen Urlaubsort<br />

sauber? S8<br />

Kennzeichnen<br />

Die richtigen Daten auf dem<br />

richtigen Produkt S22<br />

Intralogistik<br />

Ein Roboter stellt den<br />

Schampus bereit S36


Frank sagt,<br />

Du kommst<br />

hier nicht rein.<br />

Algro ® Guard M und Leine ® Guard M sind die Türsteher für Ihre Lebensmittelprodukte.<br />

Die innovativen und recycelfähigen Barrierepapiere von Sappi liefern einen hocheffizienten und nachhaltigen<br />

Barriereschutz von mindestens 15 Monaten gegen gefährliche Mineralölgemische. Durch die<br />

sehr guten Siegeleigenschaften der Barrierepapiere entfallen zusätzliche Bearbeitungsschritte und<br />

Kosten werden reduziert. Machen Sie Ihre Lebensmittelverpackungen sicherer und günstiger.<br />

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News / Wichtiges<br />

Außenansichten<br />

GMAR. Am 8. Juni <strong>2015</strong> fand im Haus<br />

der Ingenieure die feierliche Gründung<br />

der GMAR, der österreichischen Gesellschaft<br />

für Mess-, Automatisierungsund<br />

Robotertechnik statt. Die neue<br />

Plattform gliedert sich in die drei Fachbereiche<br />

Messtechnik und Sensorik /<br />

Automatisierungs-, Regelungstechnik<br />

und Mechatronik / Robotik. Erklärtes<br />

Ziel der österreichischen Gesellschaft<br />

für Mess-, Automatisierungs- und Robotertechnik<br />

ist es, österreichweit die<br />

Kräfte aus Wissenschaft und Lehre<br />

sowie der Wirtschaft zu den genannten<br />

Themen zu bündeln. www.gmar.at<br />

DIGITALDRUCK. Die auf dem Gebiet von<br />

individuellen Verpackungslösungen<br />

aus Voll- und Wellkarton tätige Model<br />

AG nimmt in Weinfelden / Schweiz die<br />

erste Beta-Installation der revolutionären<br />

BOBST Digitaldrucklösung für<br />

Wellkarton in Betrieb. Bei dieser ersten<br />

wirklich industriellen digitalen Lösung<br />

für den Druck von Verpackungen und<br />

Displays aus Wellkarton setzte BOBST<br />

auf die Stream Inkjet-Technologie von<br />

Kodak, dem Marktführer bei Bildverarbeitungstechnologien.<br />

Die Kodak<br />

Stream Inkjet-Technologie bietet nicht<br />

nur eine intensive Farbwiedergabe und<br />

eine der höchsten verfügbaren Druckauflösungen,<br />

sondern sie arbeitet auch<br />

mit lebensmittelkonformen Druckfarben.<br />

ÜBERNAHME. Durch eine Akquisition in<br />

der Türkei baut Greiner <strong>Pack</strong>aging seine<br />

internationale Marktposition weiter<br />

aus. Die Unternehmen Teknik Plastik<br />

und Teknik IML wurden Anfang Juni<br />

mehrheitlich – zu 51% – von der Özata<br />

Group übernommen. Damit wird Greiner<br />

<strong>Pack</strong>aging Marktführer im Bereich<br />

Rigid Plastic <strong>Pack</strong>aging für Molkereiprodukte<br />

in der Türkei. Die Akquisition<br />

spiegelt die Mittelfrist-Strategie des<br />

Unternehmens wider, künftig auch außerhalb<br />

Europas zu wachsen.<br />

Technologien beherrschen unseren<br />

Alltag. Das ist nun wahrlich keine<br />

Neuigkeit.<br />

Aber haben Sie sich schon einmal<br />

überlegt, wie es so einer treusorgenden<br />

Mutter (oder auch einem treusorgenden<br />

Vater) geht, wenn stundenlang ein<br />

wunderbares Essen gekocht wurde, das nun<br />

endlich auf dem Tisch steht? Nun ruft die Person,<br />

die so viel Zeit in die Zubereitung des Menüs<br />

investiert hat, nach ihrer Familie. Doch die<br />

stürzt nicht, Freudenschreie ausstoßend, zum<br />

Mittagstisch – oh, nein.<br />

Das eine Kind klebt am Smartphone, das andere<br />

Kind starrt gebannt auf sein Tablet. Der<br />

Teenager surft durch seine sozialen Netzwerke<br />

und der Partner/die Partnerin sitzt vor dem<br />

Fernseher und zappt durch die Kanäle. Die<br />

Mutter (oder auch der Vater, das soll ja vorkommen)<br />

steht genervt neben dem Esstisch und<br />

ruft und ruft.<br />

Endlich schlurfen alle heran, doch kaum sitzen<br />

sie beim Tisch, werden die Smartphones<br />

herausgezogen. Es werden schnell noch Nachrichten<br />

gecheckt, da noch ein schneller Blick<br />

auf Facebook und dort noch ein Spiel mit den<br />

„Angry birds“ oder ähnlichem.<br />

Das gemeinsame Essen ist also nicht mehr<br />

das was es einmal war und SO hat sich das die<br />

Mutter (oder der Vater) nicht vorgestellt, als sie<br />

(er) sich in die Küche gestellt hat.<br />

Glücklicherweise gibt es nun endlich eine Lösung<br />

für ein derart geschildertes Szenario. Seit<br />

kurzem ist die neue interaktive Pfeffermühle<br />

auf dem Markt!<br />

Dieses großartige Teil ist in der Lage, die Wi-Fi<br />

Funktionen aller elektronischen Geräte im Umkreis<br />

zu stören. Gut getarnt kann so Mutti oder<br />

Vati einfach alle Geräte mit nur einem Twist wie<br />

von Geisterhand ausschalten lassen und niemand<br />

merkt es.<br />

Einen Wifi-Störsender in eine Pfeffermühle zu<br />

integrieren ist ja nicht so schwer. Viel schwerer<br />

ist es, auf diese geniale Idee zu kommen.<br />

So bringt man die Familie an den Mittagstisch,<br />

ohne dass die Kinder schreien und weinen,<br />

weil sie ihre Geräte loslassen müssen.<br />

Ein paar Entwickler haben das Experiment<br />

gemacht und Mütter gebeten, die neue Pfeffermühle<br />

kurz vor dem Mittagessen oder dem<br />

von Manfred Meixner<br />

Abendessen einzusetzen. Das Ergebnis ist<br />

anscheinend genau das, was man erwartet<br />

hat: Irritierte Familienmitglieder, die zuerst gar<br />

nicht wissen was los ist. Warum funktioniert<br />

das Internet nicht? Warum empfängt der Fernseher<br />

keine Kanäle mehr? Warum funktioniert<br />

das Tablet nicht mehr?<br />

Nach nur kurzer Zeit wenden sich alle Familienmitglieder<br />

ab und setzen sich an den Tisch um<br />

gemeinsam zu essen, ohne elektronische Geräte,<br />

ohne die Ablenkung und endlich wieder in<br />

Harmonie miteinander und Fokus aufeinander.<br />

Und keiner weiß, dass die interaktive Pfeffermühle<br />

für die elektromagnetischen Störungen<br />

verantwortlich ist.<br />

Eine clevere und praktische Erfindung für Mütter<br />

und Väter, die es leid sind, zu jeder Mahlzeit<br />

auf die anderen warten zu müssen oder es<br />

schlicht und ergreifend nicht mögen, wenn die<br />

Kinder oder der Mann/die Frau am Esstisch<br />

nicht miteinander reden, weil sie von den Displays<br />

abgelenkt sind.<br />

Klingt alles wunderbar und großartig! Ich<br />

hoffe allerdings sehr für – sagen wir einmal<br />

die Mutter, die die Pfeffermühle zum Einsatz<br />

bringt – dass ihr Mann nicht zu dieser Sorte<br />

Mensch gehört, der anstatt nun harmonisch<br />

zu essen sofort versucht, den Störungsnotdienst<br />

zu kontaktieren. Oder er zerlegt gleich<br />

diverse elektronische Geräte, um den Schaden<br />

versuchsweise zu beheben. Somit ist wieder<br />

nichts mit Mittagessen in trauter Harmonie.<br />

Und natürlich frage ich mich, falls beim ersten<br />

Mal der Plan doch aufgeht, ob die Familienmitglieder<br />

nicht irgendwann Lunte riechen, wenn<br />

jedes Mal zur Essenszeit sämtliche Geräte<br />

plötzlich ausfallen!?<br />

Aber möglicherweise sehe ich das viel zu pessimistisch<br />

und ab sofort findet in jeder Familie,<br />

die eine solch magische Pfeffermühle besitzt,<br />

das Essen nun in wunderbarer Harmonie statt.<br />

Mahlzeit!<br />

m.meixner@packundlog.at


INHALT<br />

Recycling<br />

von Gernot Rath<br />

Recycling-Hoch über<br />

Österreich S 6<br />

Recyceln zum mitmachen –<br />

drei Fragen an … S 9<br />

Innenansichten<br />

Bionahrung liegt voll im Trend, auch wenn das, was vor<br />

mir am Teller liegt, vielleicht ein bisschen viel Bio ist.<br />

Frisch vom Feld auf den Teller sozusagen. Man kann die<br />

Erde richtig riechen. Kein Wunder, sie ist ja auch noch<br />

da, also dann: Mahlzeit, auch wenn es ein wenig modrig<br />

schmecken wird! Aber nicht jeder hat das Privileg, direkt vom<br />

Feld weg zu essen. Ein bisschen Verpackung schadet daher nicht.<br />

Immerhin will man das Nahrungsmittel ja transportieren und eine<br />

längere Haltbarkeitsdauer schadet auch nicht. Im Durchschnitt dauert<br />

es doch einige Zeit, ehe das Lebensmittel, appetitlich zubereitet,<br />

am Esstisch landet. Ich muss Ihnen aber etwas gestehen: Auch<br />

verpackte Lebensmittel können manchmal ein wenig riechen, um<br />

nicht zu sagen, miefen. Warum? Das verraten Ihnen die beiden Expertinnen<br />

des OFI auf den S. 28 – 29.<br />

Recycling. Übrigens: Nach dem Verzehr sollten die jetzt arbeitslos<br />

gewordenen Lebensmittelverpackungen dem entsprechenden<br />

Recyclingzyklus zugeführt werden. Dafür gibt es mehrere<br />

Möglichkeiten: Entweder Sie entsorgen ihre Verpackung in dem dafür<br />

vorgesehenen ARA-Sammelbehälter (S. 6-7), die Experten wissen<br />

dann schon, was sie damit machen. Sie können aber auch einen kreativen<br />

Beitrag leisten und dafür sorgen, dass aus Ihrem Abfall z.B.<br />

eine Handtasche entsteht (S. 9). Und im Club-Urlaub in Griechenland?<br />

In diesem Fall geht die Müllentsorgung eher im Hintergrund<br />

vonstatten. Mehr dazu auf S. 8.<br />

Intralogistik. Apropos Urlaub: Auf ihren Käse am heimischen<br />

Frühstücksbuffet brauchen sie nicht lange zu warten. Immerhin<br />

funktioniert das Käsereifelager eines großen österreichischen Produzenten<br />

jetzt automatisch, ja sogar fahrerlos (S. 35). Da braucht<br />

man sich auch nicht mehr wundern, wenn einem der Schampus von<br />

einem Roboter serviert wird. Hoffentlich schaut er nicht zu tief in die<br />

Flasche, sonst kann es noch Ärger geben.<br />

<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> wünscht Ihnen einen schönen und hoffentlich erholsamen<br />

Sommer! Wir lesen uns einander im September wieder.<br />

Aktuell<br />

Fach<strong>Pack</strong> <strong>2015</strong>:<br />

Verpackung & mehr S 10<br />

Optimaler Schutz,<br />

optimale Kosteneffizienz S 14<br />

Keine Industrie 4.0 ohne<br />

intelligente Sensorik! S 18<br />

g.rath@packundlog.at


<strong>06</strong>/<strong>2015</strong><br />

Kennzeichnen<br />

Die richtigen Daten<br />

auf dem richtigen Produkt S 22<br />

Ohne Kennzeichnung<br />

läuft nichts S 24<br />

Verflixt und<br />

zugeschraubt! S 26<br />

Lebensmittel<br />

Mief?! – Geruchsabweichungen<br />

auf der Spur S 28<br />

Eiskaltes Verpacken<br />

S 30<br />

Intralogistik<br />

Komfortabel<br />

kommissionieren S 34<br />

Automatisierte Käsereifung –<br />

FTS für 800 Tonnen Käse S 35<br />

Firmen & Partner S 38<br />

Impressum S 43


Recycling Aktuell Kennzeichnen<br />

Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Recycling-Hoch über<br />

Österreich<br />

Gute Nachrichten für Umwelt und Wirtschaft: Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA)<br />

konnte im Jahr 2014 die Erfassungsquote bei der getrennten Verpackungssammlung von<br />

835.500 t auf 844.900 t steigern und somit der Umwelt rund 670.000 t CO 2<br />

-Äquivalente<br />

ersparen. Gleichzeitig gingen die Kosten für die Wirtschaft von 135,8 Mio. Euro<br />

auf 132,7 Mio. Euro zurück – eine Folge gesunkener Lizenztarife. Diese lagen 2014 bei<br />

durchschnittlich 123 Euro/Tonne (2013: 126 Euro/Tonne).<br />

Der Anstieg der Erfassungsmenge<br />

um über 9.000 t oder knapp über<br />

1 % ist zum Teil auf die Integration<br />

der Öko-Box zurückzuführen, die zu<br />

einer Steigerung der Leichtverpackungssammlung<br />

führte (+3.200 t). Einen deutlichen<br />

Zuwachs gab es auch bei Papier mit<br />

einem Plus von 7.600 t. Bei Glas war mit<br />

-1.500 t ein geringfügiger Rückgang zu verzeichnen.<br />

Bei den Metall- und Holzverpackungen<br />

konnte das hohe Vorjahresniveau<br />

gehalten werden.<br />

Von insgesamt 844.900 t fallen 524.700 t<br />

in den Haushalts- und 320.200 t in den Industrie-<br />

und Gewerbebereich. 805.000 t<br />

wurden stofflich und thermisch verwertet.<br />

Die Pro-Kopf-Sammelmenge an Verpackungen<br />

und Altpapier aus Haushalten lag<br />

2014 mit 116,5 kg etwas unter dem Vorjahreswert<br />

von 117,4 kg. An der Spitze der<br />

Bundesländer rangierte erneut Vorarlberg<br />

mit 147,3 kg je Einwohner.<br />

Die laufende Optimierung der Verpackungssammlung<br />

zählt zu den Kernaufgaben der<br />

ARA und ist ein wesentlicher Eckpfeiler des<br />

Erfolgs. Auch 2014 wurde das Angebot an<br />

Sammelbehältern weiter verdichtet. In ganz<br />

Österreich stehen mittlerweile 1.649.000<br />

Sammelbehälter für die getrennte Verpackungssammlung<br />

zur Verfügung, um 41.000<br />

mehr als im Jahr zuvor.<br />

Auch die Sammlung mit dem Gelben Sack<br />

wurde vor allem in Wien weiter ausgebaut:<br />

Im Vorjahr sammelten bundesweit 1.539.000<br />

Haushalte damit ihre Leichtverpackungen<br />

bequem ab Haus, das sind um rund 19.000<br />

mehr als 2013.<br />

FUNKTIONIERENDER WETTBEWERB.<br />

Seit Anfang <strong>2015</strong> ist die ARA auch im Haushaltsbereich<br />

nicht mehr einziger Anbieter.<br />

Neben ARA und Austria Glas Recycling<br />

(AGR) haben vier weitere Sammelsysteme<br />

eine Zulassung erhalten. Naturgemäß führte<br />

dies zu einer Verschiebung der Marktanteile.<br />

Die ARA-Vorstände Dr. Christoph<br />

Scharff (li.) und Ing. Werner<br />

Knausz (re.)blicken optimistisch<br />

in die Recyclingzukunft<br />

Österreichs<br />

Die ARA hält aktuell bei einem<br />

Marktanteil zwischen 75 und 80<br />

%. ARA Vorstand Werner Knausz<br />

analysiert: „Die Marktentwicklung<br />

zeigt uns zweierlei: Erstens, dass<br />

der Wettbewerb – soweit wir es<br />

derzeit beurteilen können – funktioniert.<br />

Es gibt Bewegung im Markt,<br />

Unternehmen suchen sich gezielt<br />

ihr bevorzugtes Sammelsystem aus. Zweitens<br />

sehen wir, dass wir unseren Kunden ein<br />

überzeugendes Angebot bieten. Der überwiegende<br />

Teil unserer Partner hat uns weiterhin<br />

das Vertrauen ausgesprochen.“ Knausz sieht<br />

das auch als Bestätigung für die Leistung der<br />

Vergangenheit: „Erst im Wettbewerb sieht<br />

man, wie gut man wirklich ist.“<br />

Auch die ARA musste aufgrund gesetzlicher<br />

Änderungen die Verträge mit allen Kunden<br />

neu fassen, um die Zusammenarbeit auf eine<br />

rechtssichere Basis zu stellen. „Es ist noch zu<br />

früh, um ein abschließendes Resümee über<br />

die Marktöffnung zu ziehen“, ergänzt ARA<br />

Vorstand Christoph Scharff. „Im Moment<br />

ist das Umweltministerium als zuständige<br />

Behörde am Zug: Das Gebot der Stunde ist<br />

es, das Verhalten aller Marktteilnehmer genau<br />

zu beobachten, um mögliche Fehlentwicklungen<br />

rasch zu identifizieren. Außerdem<br />

sind wichtige rechtliche Bausteine, wie die<br />

neue Abgeltungsverordnung, noch nicht finalisiert.<br />

Es liegt also noch einiges vor uns.“<br />

UMFASSENDE DIENSTLEISTUNGSOF-<br />

FENSIVE. Um ihren Kunden auch unter den<br />

geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen<br />

optimalen Service bieten zu können, hat sich<br />

die ARA Gruppe seit mehr als zwei Jahren<br />

intensiv vorbereitet. Durch die eigentumsrechtliche<br />

Verschränkung mit der Austria<br />

Glas Recycling und der Öko-Box und eine<br />

umfassende Dienstleistungsoffensive war die<br />

ARA bestmöglich für die Marktöffnung gerüstet.<br />

Mit der neuen Servicemarke ARAplus<br />

bietet die ARA Gruppe mehr als 20 neue<br />

Dienstleistungen rund um die Entpflichtung<br />

von Verpackungen und Elektrogeräten und<br />

darüber hinaus an. Dazu zählen Online Tools<br />

im Verpackungsbereich für eine leichtere<br />

Mengenmeldung und die Überprüfung der<br />

Meldeprozesse beim Kunden, die Unterstützung<br />

bei externen Prüfungen bis hin zu<br />

aufwändigen Abfallstromanalysen, individu-<br />

Foto: ARA / Kurt Keinrath


elle Entsorgungsleistungen, Workshops und<br />

Webinare im Rahmen der ARA Akademie<br />

sowie die ARA Evententsorgung. „Unser<br />

Ziel ist es, unseren Kunden durch unsere<br />

Serviceleistungen mehr Geld zu sparen, als<br />

diese kosten. Wir übernehmen ihre Aufgaben<br />

und lösen diese mit dem Know-how und der<br />

Effizienz eines Marktführers. Mit ARAplus<br />

haben wir die richtige Plattform dafür“, verdeutlicht<br />

Werner Knausz.<br />

Im Zuge der Dienstleistungsoffensive nimmt<br />

die ARAplus nun auch Beratungsleistungen<br />

rund um das aktuelle Thema Energieeffizienzgesetz<br />

in ihr Portfolio auf.<br />

AUSBLICK. <strong>2015</strong> ist für die ARA das<br />

wahrscheinlich spannendste Jahr seit ihrer<br />

Gründung. Die Herausforderungen für das<br />

laufende Jahr und die weitere Zukunft sieht<br />

ARA Vorstand Christoph Scharff an zwei<br />

Fronten: „Einerseits müssen wir im Wettbewerb<br />

unsere Kunden noch stärker von unseren<br />

Vorzügen überzeugen. Gleichzeitig gilt<br />

es, die Gesamtsituation im Blick zu behalten.<br />

Denn obwohl wir jetzt auch bei Haushaltsverpackungen<br />

nur ein Anbieter unter mehreren<br />

sind, fühlen wir uns weiterhin dafür<br />

verantwortlich, dass die Erfolgsgeschichte<br />

der getrennten Verpackungssammlung in<br />

Österreich fortgeschrieben wird. Dass Effizienz<br />

und Umweltschutz vereinbar sind,<br />

zeigen über 20 Jahre ARA.“<br />

Die ARA engagiert sich daher weiterhin intensiv<br />

in der Konsumentenkommunikation<br />

und steht Unternehmen, aber auch anderen<br />

Stakeholdern bei der Umsetzung der neuen<br />

rechtlichen Rahmenbedingungen beratend<br />

und unterstützend zur Seite.<br />

KURZPROFIL. Die Altstoff Recycling Austria<br />

AG (ARA) ist in Österreich Marktführer unter<br />

den Sammel- und Verwertungssystemen für<br />

Verpackungen. Sie organisiert die Sammlung,<br />

Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen<br />

flächendeckend in ganz Österreich.<br />

Die ARA steht im Eigentum heimischer Unternehmen<br />

und agiert als Non-Profit Unternehmen<br />

nicht gewinnorientiert.<br />

Für die Sammlung von Verpackungsabfällen<br />

aus Papier, Kunststoff, Metall und Glas stellt<br />

die ARA den KonsumentInnen rund 1,6<br />

Millionen Sammelbehälter zur Verfügung.<br />

Zusätzlich sind 1,5 Millionen Haushalte an<br />

die Sammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen.<br />

2014 erfasste die ARA 845.000<br />

Tonnen Verpackungsmaterial und sparte damit<br />

über 670.000 Tonnen CO 2<br />

ein.<br />

Zur ARA Gruppe zählen neben der ARA AG<br />

auch die Servicemarke ARAplus, die Austria<br />

Glas Recycling, ARES – Advanced Recycling<br />

Solutions, ERA – Elektro Recycling Austria,<br />

NETMAN, Öko-Box und „Rein-werfen statt<br />

Wegwerfen“. Weitere Informationen unter<br />

www.ara.at.<br />

[pl]<br />

SEP<br />

22<br />

SEP<br />

23<br />

FERRY PORSCHE CONGRESS CENTER<br />

ZELL AM SEE<br />

DIE ÖSTERREICHISCHE<br />

FACHTAGUNG ZUM THEMA<br />

INDUSTRIE 4.0<br />

Unter anderem erwarten Sie<br />

diese Experten:<br />

• Univ. Prof. DDr. Franz Josef Radermacher<br />

Universität Ulm<br />

• Dr. Klaus Mittelbach<br />

CEO ZVEI Zentralverband Elektroindustrie, DE<br />

• Lars Thomsen<br />

Chief Futurist der future matters AG<br />

• Dr. Andreas Salcher<br />

Bildungs- und Unternehmensberater<br />

u.v.m.<br />

www.industry-tech.at<br />

Veranstaltungspartner<br />

Sponsoren


Recycling Aktuell Kennzeichnen<br />

Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

HSM Vertikalballenpresse sorgt<br />

für Ordnung und Sauberkeit im<br />

ROBINSON Club Daidalos auf der<br />

Insel Kos<br />

Damit das Paradies<br />

sauber bleibt<br />

Der ROBINSON Club DAIDALOS auf der griechischen Insel Kos ist ein magischer Ort. Egal, ob man vom Balkon<br />

eines Zimmers oder der Bar aus schaut: Der Blick über das Ägäische Meer und die vorgelagerten Inseln zieht die<br />

Hotelgäste zu jeder Tageszeit in den Bann. Die Gastfreundschaft der Mitarbeiter und das unglaublich tolle Sportund<br />

Freizeitangebot machen diesen Club einmalig. Von der Müll-Entsorgung im Hintergrund bekommen die Gäste<br />

natürlich nichts mit. Eine vertikale Ballenpresse aus dem Hause HSM verrichtet seit über vier Jahren zuverlässig<br />

ihren Dienst beim Verpressen von Kartons, Aluminium und Plastik.<br />

ROBINSON steht für ein positives Lebensgefühl<br />

und ein einzigartiges Urlaubserlebnis.<br />

Die kommunikative<br />

Atmosphäre ist geprägt von Lebensfreude,<br />

Harmonie und Aufgeschlossenheit. Ein<br />

Urlaub bei ROBINSON, das ist Zeit für Gefühle.<br />

Denn ROBINSON überrascht und<br />

berührt: mit Leidenschaft und den neuesten<br />

Trends. Um diesen hohen Anspruch<br />

mit Qualität und echtem Leben zu füllen,<br />

wird die ROBINSON Philosophie von sieben<br />

Säulen getragen: Sport, die ROBINS,<br />

Essen & Trinken, Entertainment, Familie,<br />

WellFit und Nachhaltigkeit. Sie sorgen<br />

für diese ganz spezielle Atmosphäre. Als<br />

Marktführer im Club-Segment legt RO-<br />

BINSON besonders bei der Nachhaltigkeit<br />

vor: Die meisten der Clubs sind nach der<br />

internationalen Umweltnorm ISO 14001<br />

zertifiziert, fünf haben das österreichische<br />

Umweltzeichen. Alle Clubs sind mit dem<br />

TUI UMWELT CHAMPION und dem<br />

EcoResort ausgezeichnet. In mehr als 65<br />

% der Clubs wird bis zu 100 % der benötigten<br />

Energie aus Solaranlagen oder<br />

Biomassewerken gewonnen. Ein eigener<br />

ROBINSON Umwelt-Beauftragter, Beauftragte<br />

in den Clubs und Schulungen für<br />

Mitarbeiter sind die Voraussetzungen für<br />

einen gewissenhaften Umgang mit der<br />

Natur. Beim „Blick hinter die Kulissen“<br />

können sich die Gäste während des Aufenthalts<br />

gerne davon überzeugen, welche<br />

Maßnahmen in dem jeweiligen Club umgesetzt<br />

werden. Darüber hinaus kooperieren<br />

die Clubs in den Gastländern u. a. mit<br />

Hotelfachschulen und unterstützen zahlreiche<br />

soziale Projekte.<br />

DIE ENTSORGUNGSLÖSUNG. Zur einfachen<br />

und sortenreinen Trennung des angefallenen<br />

Verpackungsmaterials sowie von<br />

Plastikflaschen und Aluminiumdosen ist<br />

seit 2010 die vertikale Ballenpresse V-Press<br />

610 eco von HSM im Einsatz. Sie reduziert<br />

wirtschaftlich das Volumen des zu verpressenden<br />

Materials und presst Ballen mit<br />

einem Gewicht von bis zu 100 Kilogramm,<br />

je nach Material. Jährlich werden circa 70<br />

Tonnen Kartonagen, 500 Kilogramm Aluminiumdosen<br />

und 1 Tonne Plastikflaschen<br />

und -folien zu Ballen gepresst. Dafür ist die<br />

Ballenpresse rund um die Uhr im Einsatz<br />

und wird, dank der Bedienerfreundlichkeit,<br />

Clubdirektor Jörg Schwille ist begeistert<br />

von der vertikalen Ballenpresse<br />

V-Press 610 eco von HSM<br />

von allen Mitarbeitern ganz einfach selbst<br />

bedient. Die fertigen Ballen werden dreimal<br />

jährlich nach Athen zur weiteren Vermarktung<br />

geschickt. Clubdirektor Jörg Schwille<br />

zeigt sich begeistert von der gefundenen<br />

Lösung: „Wir sind total zufrieden mit der<br />

Dienstleistung und dem Service von HSM.<br />

Wir hatten noch nie Probleme mit unserer<br />

Ballenpresse und würden uns immer wieder<br />

für diese Lösung entscheiden – und HSM<br />

weiterempfehlen sowieso.“<br />

[pl]<br />

Fotos: HSM


Recyceln zum Mitmachen –<br />

drei Fragen an …<br />

… Tom Szaky, CEO TerraCycle. TerraCycle recycelt weltweit<br />

schwer rezyklierbare Verpackungen und Produkte, um daraus<br />

neue Produkte herzustellen. Im Interview erklärt uns Firmengründer<br />

Tom Szaky, wie TerraCycle es geschafft hat, ein international<br />

anerkanntes Recyclingunternehmen zu werden.<br />

Wie ist die Idee von TerraCycle entstanden?<br />

Ich war 19 und studierte an der Princeton-Uni,<br />

als mir die Idee kam, Düngemittel<br />

aus Wurmkot herzustellen. Dafür habe ich<br />

die Mensaessensreste eingesammelt und sie<br />

an Würmer verfüttert. Aus Geldnot füllte<br />

ich den verflüssigten Wurmkot in gebrauchte<br />

Plastikflaschen. Die Möglichkeit, aus<br />

Abfällen wieder ein Produkt herzustellen,<br />

faszinierte mich. Ich brach die Uni ab, um<br />

mein Geschäftsmodell voranzubringen, das<br />

die Wiederverwertung von Abfällen ermöglicht.<br />

Um mehr Verpackungen zu recyceln,<br />

haben wir das System weiterentwickelt und<br />

können jetzt durch Sammelprogramme für<br />

verschiedenste Abfälle den Verbraucher<br />

miteinbinden.<br />

Wie funktionieren diese Sammelprogramme?<br />

Bei den Sammelprogrammen kooperieren<br />

wir mit Herstellern von Produkten, die bisher<br />

nicht recycelt werden. Mittlerweile gibt<br />

es in den 21 Ländern, in denen TerraCycle<br />

agiert, Sammelprogramme für z.B. Trinkpacks,<br />

Keksverpackungen, Deodosen etc.<br />

Sehr erfolgreich ist das Sammelprogramm<br />

für Kaffeeverpackungen in Großbritannien,<br />

bei dem die Teilnehmer pro eingesendeter<br />

Einheit eine Spende für gemeinnützige<br />

Zwecke gutgeschrieben bekommen. Außerdem<br />

ist seit kurzer Zeit erstmals das<br />

Recycling von Zigarettenstummeln auch<br />

in Österreich möglich. Im November 2014<br />

startete die Initiative „Filter-Rein“, bei der<br />

Grazer ihre Zigarettenabfälle kostenlos<br />

recyceln können. Die gesammelten Abfälle<br />

werden dann mit einer kostenlosen<br />

Versandmarke, die Sammler über einen<br />

Account beantragen können, zu TerraCycle<br />

geschickt und wiederverwertet.<br />

Welche Projekte stehen für die Zukunft<br />

an?<br />

Unser Ziel ist es, immer mehr Leute dazu<br />

zu motivieren, ihre Abfälle zu recyceln und<br />

so die Umwelt zu schützen. Natürlich wollen<br />

wir auch weitere Sammelprogramme<br />

ins Leben rufen. Außerdem arbeiten wir<br />

derzeit an der ersten globalen Recycling-<br />

Datenbank. Sie vereint Informationen aus<br />

bereits vorhandenen Datenbanken und<br />

soll dem Konsumenten nun erstmals die<br />

Möglichkeit geben, auf einen Blick alle<br />

Entsorgungsmöglichkeiten auf einmal zu<br />

finden.<br />

Danke für das Gespräch.<br />

Foto: TerraCycle<br />

Tom Szaky ist Gründer<br />

und CEO von TerraCycle<br />

DeltaPac<br />

DELTA-S-TECHNOLOGIE ® :<br />

DER SIEG DES MENSCHEN<br />

ÜBER DIE LÜCKE.<br />

DeltaPac schließt alle Lücken. Auf dem Band: nie<br />

mehr vereinzeln! In der Zeit: nie mehr Stillstand<br />

nach Kollision. Dafür: immer wissen, was in der<br />

Anlage passiert. In der Energiebilanz: schneller,<br />

ruhiger produzieren. Im Anlagenbau: mit verschlankter<br />

Hardware neue Wege gehen! DeltaPac:<br />

die neue, einzigartig effiziente Lichtschranke von<br />

SICK. Für lückenloses Zählen und Erkennen. Für<br />

eine schnellere, schlauere, sparsamere, fehlerfreiere<br />

Produktion. Für die innovativsten Hersteller.<br />

DeltaPac ist der Sieg des Menschen über die Lücke.<br />

Wir finden das intelligent. www.sick.at


Recycling Aktuell Kennzeichnen<br />

Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Fach<strong>Pack</strong> <strong>2015</strong>:<br />

Verpackung & mehr<br />

Endlich geht es wieder los: Nach einem Jahr turnusmäßiger Pause startet die Fach<strong>Pack</strong><br />

<strong>2015</strong>, eine der wichtigsten europäischen Fachmessen für Verpackung, vom 29. September<br />

bis 1. Oktober neu durch. Rund 1.500 Aussteller prägen mit ihren Produkten und<br />

Dienstleistungen rund um Verpackung, Technik, Veredelung und <strong>Log</strong>istik das Gesicht der<br />

Fach<strong>Pack</strong>. Ein elementarer Bestandteil der Branche und weiteres „Mehr“ für die erwarteten<br />

37.000 Fachbesucher aus Deutschland und den Nachbarländern: das Fokusthema<br />

„Kennzeichnen und Etikettieren“.<br />

„Bei der Fach<strong>Pack</strong> war schon immer viel<br />

los: drei kompakte Messetage voller Information,<br />

Diskussion und Entscheidungen“,<br />

schwärmt Veranstaltungsleiterin Heike Slotta.<br />

Und im Jahr <strong>2015</strong> hat die Fachmesse neben<br />

den Angeboten rund um die Prozesskette<br />

Verpackung noch einmal deutlich mehr im<br />

Gepäck: vom neuen Erscheinungsbild,<br />

das dem<br />

Betrachter bereits einen<br />

Blick auf den Mehrwert<br />

hinter der Fach<strong>Pack</strong> gewährt,<br />

bis zu Vorträgen<br />

und Sonderschauen, die<br />

den Verpackungsspezialisten<br />

unter anderem<br />

das Thema „Kennzeichnen<br />

und Etikettieren“<br />

näherbringen. Nicht zu vergessen die kreative<br />

und sympathische Arbeitsatmosphäre, in der<br />

Information und Kontaktpflege der Experten<br />

aus ganz Europa ebenso wichtig sind wie<br />

der lösungsorientierte Dialog mit Kunden.<br />

Besonders freut sich Heike Slotta auf ein<br />

weiteres Novum: „Erstmalig bespielen wir<br />

zur Fach<strong>Pack</strong> auch unsere neue, attraktive<br />

Halle 3A – ein absolutes Plus für Aussteller<br />

und Besucher!“<br />

INFOBOX<br />

Fach<strong>Pack</strong> <strong>2015</strong><br />

Termin: 29. Sept. - 01. Oktober <strong>2015</strong><br />

Ort: Messezentrum Nürnberg<br />

Öffnungszeiten:<br />

Di. - Mi. 9 bis 18 Uhr<br />

Do. 9 bis 17 Uhr<br />

Turnus: jährlich ; setzt im interpack-Jahr aus<br />

Internet: www.fachpack.de<br />

Erstmalig bespielen wir zur Fach<strong>Pack</strong> auch unsere<br />

neue, attraktive Halle 3A – ein absolutes Plus für<br />

Aussteller und Besucher<br />

FOKUS „KENNZEICHNEN UND ETIKET-<br />

TIEREN“. Kennzeichnungen sind unverzichtbar:<br />

Sie lenken Warenströme, liefern<br />

Verbraucherinformationen, animieren mit<br />

ihrer individuellen Gestaltung zum Kauf und<br />

sichern die Echtheit und Rückverfolgbarkeit<br />

von Produkten. Als Querschnittsthema entlang<br />

der gesamten Prozesskette Verpackung<br />

begleitet „Kennzeichnen und Etikettieren“<br />

die Fach<strong>Pack</strong> von Anbeginn an und rückt<br />

nun <strong>2015</strong> erstmals in den Fokus. Im Jahr<br />

2013 zeigten bereits rund 350 Anbieter ihre<br />

Lösungen speziell in diesem Bereich. Das<br />

Herzstück der Fach<strong>Pack</strong> <strong>2015</strong> gewährt einen<br />

umfassenden Überblick über Labels aller<br />

Art, die zur Information („smart labelling“)<br />

oder Dekoration („nice labelling“) dienen.<br />

Effektive Etikettiermaschinen, innovative<br />

Codiersysteme, Auto-ID-Systeme, Track and<br />

Trace, unterschiedliche Trägermaterialien,<br />

neueste Drucker und Druckverfahren wie<br />

Digitaldruck und 3D-Druck, präzise Kennzeichnungsverfahren<br />

durch Laser oder Tinte<br />

und vieles mehr gibt es zum Fokusthema<br />

zu erleben.<br />

Auch im Rahmenprogramm spiegelt sich das<br />

Thema „Kennzeichnen und Etikettieren“<br />

wider: Geplant ist neben einer Sonderpräsentation<br />

der Aussteller die Sonderschau<br />

„Smart Labelling – ein Blick in die Zukunft“<br />

des Fraunhofer Instituts IML Dortmund,<br />

das die Ergebnisse aktueller Forschungsergebnisse<br />

zeigt. Dem Aspekt „nice labelling“<br />

nähert sich die Messe in einer Sonderschau<br />

über innovative Drucktechniken und Design.<br />

Auch im beliebten Forum <strong>Pack</strong>Box wird das<br />

Fokusthema vertieft. Aussteller mit einem<br />

speziellen Angebot rund um „Kennzeichnen<br />

und Etikettieren“ werden in der Ausstellerdatenbank<br />

und im Messebegleiter besonders<br />

Heike Slotta,<br />

Veranstaltungsleiterin Fach<strong>Pack</strong><br />

hervorgehoben. Das erleichtert es den Fachbesuchern,<br />

entsprechende Aussteller schnell<br />

und effektiv zu finden.<br />

DAS RAHMENPROGRAMM: MEHR ER-<br />

LEBNIS – MEHR ERGEBNIS. Das Forum<br />

<strong>Pack</strong>Box setzt seine Erfolgsgeschichte fort<br />

und bietet den Besuchern wieder in Zusammenarbeit<br />

mit renommierten Branchenpartnern<br />

einen fachbezogenen Treffpunkt mit<br />

inspirierenden Vorträgen und Diskussionen<br />

rund um das Angebotsspektrum der Messe.<br />

Viele weitere Highlights greifen Branchentrends<br />

auf und sorgen mit einem Blick über<br />

den Tellerrand für Mehrwert und Erlebnis<br />

– stets unter dem Motto „Information, Innovation,<br />

Inspiration“:<br />

• Themenpark „Verpackung in der Medizintechnik<br />

und Pharmazie“<br />

• Sonderschau <strong>Pack</strong>aging Design<br />

• <strong>Pack</strong>aging Business Lounge<br />

• Deutscher Verpackungspreis<br />

• Erlebniswelt Vollpappe<br />

• Forum Wellpappe<br />

• Innovative Verfahren in der <strong>Log</strong>istik<br />

• Deutsches Verpackungsmuseum [pl]


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

Die perfekte Welle<br />

Foto: Doris Meixner<br />

Das Forum Wellpappe Austria schreibt zum ersten Mal den „Wellpappe<br />

Austria Award“ aus – den Preis der österreichischen Wellpappe-Industrie.<br />

Gesucht werden herausragende Verpackungslösungen<br />

für Handel und Industrie – attraktiv, kreativ, konstruktiv,<br />

verkaufsfördernd bis nachhaltig. Einsendeschluss ist der 14. September<br />

<strong>2015</strong>.<br />

Der Wellpappe Austria Award wird in<br />

sechs Kategorien vergeben: In der<br />

Kategorie ‚kreativ’ werden unkonventionelle<br />

Lösungen und neue Einsatzmöglichkeiten<br />

des Werkstoffs Wellpappe<br />

ausgezeichnet. Die Kategorie ‚konstruktiv’<br />

prämiert Verpackungen aus Monomaterial<br />

und/oder den möglichst sparsamen Materialeinsatz.<br />

Weitere Kategorien sind ‚Point<br />

of Sale’, hier werden Regaltrays, Shelf<br />

Ready <strong>Pack</strong>agings und Verpackungen mit<br />

hoher Druckqualität ausgezeichnet, sowie<br />

die Kategorie ‚Displays’ für besonders attraktive<br />

Aufsteller. Die Kategorie ‚nachhaltig’<br />

prämiert in Kooperation mit der Altstoff<br />

Reycling Austria (ARA) ökologische,<br />

vollständig recyclingfähige und möglichst<br />

abfallvermeidende Produkte. Und in der<br />

Kategorie ‚Nachwuchs’ werden die besten<br />

Ideen und Verpackungslösungen von<br />

Lehrlingen und Jungdesignern (im Alter<br />

bis 25 Jahre) ausgezeichnet.<br />

Die eingereichten Produkte müssen 2014<br />

in Österreich hergestellt worden sein (ausgenommen<br />

Kategorie Nachwuchs) und aus<br />

Wellpappe sein. Die Jury des Wellpappe<br />

Austria Awards setzt sich aus namhaften<br />

Experten aus Handel, Industrie, Forschung<br />

und Recyclingwirtschaft zusammen. Einsendeschluss<br />

ist der 14. September <strong>2015</strong>. Die<br />

Verleihung findet am 11. November <strong>2015</strong><br />

in Wien statt. Weitere Informationen unter:<br />

www.wellpappe.at<br />

[pl]<br />

Hohe Auszeichnung<br />

Bereits zum 15. Mal zeichnete das<br />

WirtschaftsBlatt gemeinsam mit<br />

seinen Partnern BDO Austria,<br />

Bankhaus Spängler und der Österreichischen<br />

Notariatskammer die besten Familienunternehmen<br />

aus – ein attraktiver<br />

Preis, der an Bedeutung nichts eingebüßt<br />

hat. Im Gegenteil: Heuer haben sich so<br />

viele Unternehmen beworben wie noch<br />

nie zuvor.<br />

Im Beisein von Finanzminister Hans Jörg<br />

Schelling wurde an die Rondo Ganahl Aktiengesellschaft<br />

in der Bundeshauptstadt<br />

Wien die Gewinner-Urkunde zum „Besten<br />

Familienunternehmen <strong>2015</strong><br />

Vorarlberg“ überreicht.<br />

Rondo wurde durch die<br />

Eigentümer-Repräsentanten<br />

Michael Steurer und Carl<br />

Markus Ganahl sowie vom<br />

Vorstandsvorsitzenden Dieter<br />

Gruber vertreten. Es gratulierte<br />

Ludwig Bittner, Präsident<br />

der ÖAK (Bild).<br />

Als einer der führenden Hersteller von<br />

innovativen und wirtschaftlichen Verpackungslösungen<br />

und hochwertigen Wellpapperohpapieren<br />

sowie als Spezialist für<br />

Papierrecycling beschäftigt die Ganahl<br />

Aktiengesellschaft an den Standorten in<br />

Österreich, Ungarn, Rumänien und in der<br />

Türkei rund 1.150 MitarbeiterInnen. [pl]<br />

Foto: Rondo Ganahl<br />

gugler.at<br />

Drum trenne, was ewig weiterleben soll.<br />

Glasrecycling bringt jedes Jahr rund 230.000 Tonnen Altglas<br />

wieder in den Wertstoffkreislauf zurück.<br />

www.agr.at<br />

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Recycling Aktuell Kennzeichnen<br />

Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Foto: Lenze<br />

„Trends & Breakfast“<br />

Vom 19. bis 21. Mai <strong>2015</strong> veranstaltete die Lenze Antriebstechnik<br />

einen Kundenevent der besonderen Art. Unter dem<br />

Motto „Lenze Trends & Breakfast“ lud der führende Anbieter<br />

im Motion Centric Automation Bereich Kunden und Interessenten<br />

jeweils am Vormittag zu einem Branchentalk ein.<br />

Im Vorfeld der Smart Automation Messe<br />

bot Lenze seinen Kunden dabei die<br />

Gelegenheit, in die Lenze-Welt einzutauchen<br />

und sich mit ihr vertraut zu<br />

machen.<br />

Neben einem humoristischen Kurz-Workshop,<br />

einen Fachvortrag – von Lenze Geschäftsführer<br />

Dr. Thomas Cord – bis hin zu<br />

Talkrunden über die aktuellen und künftigen<br />

Trends und Entwicklungen um den<br />

Maschinenbau wurden den Gästen auch<br />

ein umfassender Firmenrundgang und die<br />

neuesten Lenze Produkte und Lösungen<br />

präsentiert.<br />

„An 3 Tagen besuchten uns ca. 150 Kunden<br />

und nahmen aktiv an den Talkrunden rund<br />

um das Thema Motion Centric Automation<br />

teil“, freut sich Lenze Geschäftsführer<br />

Christian Nuck. „Besonders unser Shuttle<br />

Service zur Smart Messe nach Linz und<br />

retour zu Lenze wurde intensiv in Anspruch<br />

genommen. Unsere Besucher konnten sich<br />

so vor der Messe über die aktuellen Trends<br />

informieren und nach dem Messebesuch<br />

den Tag entspannt in unserem Haus bei<br />

einem Buffet mit Small Talk ausklingen<br />

lassen“, so Nuck weiter.<br />

Aufgrund des großen Erfolges wird Lenze<br />

den Branchentalk „Trends & Breakfast“ als<br />

Fixpunkt für seine Kunden anbieten. [pl]<br />

Neue Onlinepräsenz<br />

ColomPac® präsentiert sich ab sofort mit einem neuen Webauftritt, optimiert<br />

für mobile Anwendungen wie Smartphones und Tablets. Unter<br />

www.colompac.com findet der Besucher das gesamte Sortiment an<br />

Versandverpackungen mit Selbstklebeverschluss und Aufreißfaden.<br />

Alles übersichtlich und auf einen Blick.<br />

Nach dem Marken Relaunch im letzten Jahr hat das Tiroler Verpackungsunternehmen<br />

jetzt auch den Webauftritt komplett überarbeitet.<br />

Übersichtlich und klar, ohne Details zu vergessen, präsentiert sich das<br />

gesamte Sortiment. Verschiedene Suchfunktionen von der Volltextsuche<br />

bis zu einem Größenkalkulator erlauben den einfachen Zugriff<br />

und die schnelle Information. Auf den Produktseiten selbst wurde viel<br />

Wert auf eine ansprechende Detailpräsentation gelegt. So kann sich<br />

der User bspw. jedes Produkt in einem kurzen Film vorführen lassen<br />

oder sich über die Qualitätsvorteile von ColomPac informieren.<br />

Doppelt ausgezeichnet<br />

Jährlich prämiert das Wirtschafts<br />

Blatt gemeinsam<br />

mit den Partnern BDO Austria,<br />

dem Bankhaus Spängler<br />

und der Österreichischen<br />

Notariatskammer die besten<br />

Familienbetriebe des<br />

Landes. Tiroler Meister <strong>2015</strong><br />

wurde Dinkhauser Kartonagen<br />

mit Sitz in Hall.<br />

Zwei Tage später ging die Paul und Katharina Schäfer, Geschäftsführer<br />

der Dinkhauser Kartonagen<br />

Auszeichnung „Wir sind inklusiv“<br />

ebenfalls an Dinkhauser.<br />

Die Auszeichnung „Wir sind inklusiv“ wurde heuer erstmals an Tiroler<br />

Unternehmen, die Menschen mit besonderen Bedürfnissen Ausbildungs-<br />

und Arbeitsplätze bieten und damit Mut und soziales Engagement<br />

beweisen, verliehen.<br />

Fast 170 Jahre, 400 Mitarbeiter, drei Standorte in Österreich und seit<br />

fünf Generationen in der Hand einer Familie – das ist Dinkhauser. Zahlen,<br />

die eine deutliche Sprache sprechen: von Kontinuität und Flexibilität,<br />

von Engagement und Menschlichkeit.<br />

Das Unternehmen produziert hochwertige Verpackungen für Kunden<br />

in ganz Europa. Das Spektrum reicht von bedruckten Verkaufsverpackungen,<br />

wie man sie täglich im Supermarkt sieht, bis zu Versandverpackungen<br />

für Onlineshops. In diesem Bereich ist Dinkhauser inzwischen<br />

europäischer Marktführer.


Recycling Aktuell Kennzeichnen<br />

Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Optimaler Schutz, optimale Kosteneffizienz<br />

Wickeln, Schrumpfen oder doch besser Stretchen?<br />

Verpackungstechnik im Vergleich<br />

In der chemischen Industrie, der Baustoffbranche oder auch der Lebensmittelherstellung<br />

ist die rationelle Verpackung palettierter Waren für viele Unternehmen ein entscheidender<br />

Wettbewerbsfaktor. Es geht um Transportsicherheit, Diebstahlschutz, Displaywirkung<br />

der verpackten Waren oder Schutz vor Witterungseinflüssen bei der Außenlagerung.<br />

Entscheidend sind aber auch Prozesseffizienz und reduzierte Kosten – also Energieund<br />

Materialverbrauch – sowie der Ausstoß: die Anzahl der Paletten, die Unternehmen<br />

innerhalb einer bestimmten Zeit verpacken können. Um das geeignete Verpackungsverfahren<br />

auszuwählen, ist ein ganzheitlicher Ansatz wichtig. In einem Vergleich hat sich<br />

das Stretchhaubenverfahren als besonders effizient erwiesen.<br />

Damit Waren unterschiedlicher<br />

Branchen im bestmöglichen Zustand<br />

zu den Kunden und Händlern<br />

gelangen, spielt die Palettierung und<br />

Verpackung eine ganz besondere Rolle. Ist<br />

die erforderliche Stabilität nicht gegeben,<br />

können sich durch scharfes Bremsen oder<br />

plötzliche Lenkmanöver auf Lkw-Ladeflächen<br />

gestapelte Waren wie Glas, Steine<br />

oder Ziegel aus dem Verbund lösen und zu<br />

Bruch gehen. Je nach Produkt entstehen so<br />

beträchtliche Kosten. Materialien wie zum<br />

Beispiel Zement, Mehl oder Kakaopulver<br />

sind insbesondere bei Transport und Lagerung<br />

vor Witterungseinflüssen und<br />

Feuchtigkeit zu schützen. Verschiedene<br />

Verpackungslösungen stehen Anwendern<br />

zur Auswahl. Es gilt dabei, das wirtschaftlichste<br />

und ökologisch nachhaltigste Verfahren<br />

einzusetzen. Derzeit gibt es auf<br />

dem Markt drei Palettenverpackungsverfahren:<br />

das Schrumpf-, das Wickelstretchund<br />

das Stretchhaubenverfahren.<br />

MIT SCHRUMPFFOLIE EFFIZIENT VER-<br />

PACKEN. Das Folienverpackungsverfahren<br />

für Paletten hat ein deutscher Chemieproduzent<br />

Mitte der 1960er Jahre entwickelt.<br />

Basis dafür war die Schrumpffolie. Diese<br />

wird in Blasextrudern mit Ringdüsen als<br />

Schlauch hergestellt und zur Haube weiterverarbeitet<br />

oder zur Flachfolie aufgeschlitzt.<br />

Heißluft erwärmt sie beim Schrumpfen bis<br />

zum Schmelzerweichungspunkt. Bei diesem<br />

Vorgang zieht sie sich zusammen, passt<br />

sich exakt den Konturen der palettierten<br />

Waren an und baut so beim Erkalten eine<br />

ladungssichernde Spannung auf. Die für den<br />

Schrumpfvorgang benötigte Hitze erzeugt<br />

die Verpackungsanlage entweder elektrisch<br />

oder mit Gas. Die Palette lässt sich bei Bedarf<br />

so verpacken, dass der Palettenfuß für die<br />

Kufen des Staplers frei bleibt. Damit lässt<br />

sie sich auch in Hochregalen einlagern.<br />

Möglich ist aber auch, die Folie über den<br />

Palettenfuß zu führen. Das Schrumpfverfahren<br />

eignet sich insbesondere für Produkte,<br />

die empfindlich für dauerelastische Verpackungsstapelverfahren<br />

sind – beispielsweise<br />

Glas. Das Verfahren bietet nicht nur eine<br />

hohe Ladungssicherung. Die Waren sind<br />

auch bei der Außenlagerung sicher gegen<br />

Umwelteinflüsse wie Schnee, Regen, UV-<br />

Strahlung, Staub und Insekten geschützt.<br />

Weil durch den Schrumpfvorgang die Folie<br />

milchig wird, lassen sich die verpackten<br />

Produkte oder aufgedruckte Barcodes allerdings<br />

nur schwer erkennen. Dazu kommen<br />

weitere Nachteile: Säcke aus Polyethylen<br />

(PE) können mit dem Kunststoff der Verpackungsfolie<br />

verschweißen und durch die<br />

Hitzeeinwirkung besteht Brandgefahr.<br />

(v.l.) Das Schrumpfhaubenverfahren, das Wickelstretchverfahren<br />

und das Stretchhaubenverfahren im Überblick<br />

ODER DOCH BESSER WICKELN? Rund<br />

zehn Jahre nach Einführung der Schrumpffolie<br />

arbeitete ein amerikanisches Rohölförderund<br />

Chemieunternehmen die Inhaltsstoffe<br />

für eine dehnbare Folie aus. Das Wickelstretchverfahren<br />

war geboren. Weil die Erstinvestitionen<br />

in Maschinen im Vergleich<br />

zu Schrumpf- oder Haubenstretchanlagen<br />

deutlich günstiger sind, gehört diese Lösung<br />

bis heute bei vielen Unternehmen<br />

verschiedener Branchen zum beliebtesten<br />

Verpackungsverfahren. Der Verbrauch von<br />

Wickelstretchfolie für Palettenverpackungen<br />

wird allein in Europa auf 1,4 Millionen Tonnen<br />

pro Jahr geschätzt. Weil das Verfahren<br />

sehr viel Material erfordert, müssen Bediener<br />

die Folienrollen jedoch häufig wechseln.<br />

Deshalb eignet es sich vor allem bei kleinem<br />

Produktionsausstoß.<br />

Die Wickelstretchfolie ist dehnbar. Damit<br />

verfestigt sie beim Verpacken die palettierte<br />

Ware. Allerdings bringt dieses Verfahren nur<br />

eine geringe vertikale Spannkraft auf die<br />

Ladung. Genau diese sorgt jedoch für den<br />

eigentlichen Halt bei der Transportbelastung.<br />

Für schwere und scharfkantige Güter wie


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

Steine oder Ziegel eignet sich dieses Verfahren<br />

damit nicht. Ein weiterer Nachteil:<br />

Um die Produkte vor Witterungseinflüssen<br />

und Feuchtigkeit zu schützen, muss der<br />

Anwender die Ladung mit zusätzlichen Folien<br />

sichern. Wegen der Folienüberlappung<br />

lässt sich weder eine gute Displaywirkung<br />

erzielen noch können unter der Folie aufgebrachte<br />

Barcodes gut erkannt werden.<br />

Und weil die Folie gewickelt wird, kann sie<br />

nicht bedruckt werden. Dazu kommt, dass<br />

bedingt durch die Hafteigenschaften der<br />

Folie Schmutzpartikel angezogen werden<br />

und so die Produkte bei längerer Lagerung<br />

verstauben. Auch bietet sie keinen Diebstahlschutz<br />

– Unbefugte können Waren<br />

von der Palette entnehmen, ohne die Folie<br />

zu zerstören. Ein weiteres Problem: Bei<br />

palettierten Waren in automatischen <strong>Log</strong>istikzentren<br />

können abstehende Folienreste,<br />

die bei diesem Verfahren typisch sind, die<br />

Sensorik in der Fördertechnik oder bei Regalbediengeräten<br />

irritieren. Dies führt immer<br />

wieder zu Fehlermeldungen. Und aufgrund<br />

der vielen Einstellparameter lässt sich die<br />

Folienmenge, die für die Verpackung benötigt<br />

wird, nicht exakt berechnen.<br />

Um Transportschäden<br />

zu reduzieren und den<br />

gestiegenen <strong>Log</strong>istikanforderungen<br />

gerecht<br />

zu werden, kommt bei<br />

vielen Unternehmen das<br />

Stretchhaubenverfahren<br />

zum Einsatz<br />

MIT DER STRETCHHAUBE ZU HOHER<br />

TRANSPORTSICHERHEIT. Die Stretchhaubentechnik<br />

ist eine Kombination aus<br />

Folienhauben- und Wickelstretchverfahren.<br />

BEUMER installierte die erste Anlage 1988 in<br />

Belgien. Der Durchbruch für dieses Palettenverpackungsverfahren<br />

kam aber erst vor rund<br />

15 Jahren. Denn durch deutlich verbesserte<br />

Rohmaterialien ließ sich die Qualität der Folien<br />

wesentlich steigern. Die Stretchfolie passt<br />

sich wie beim Schrumpfen an jedes Produkt<br />

an, das auf einer Palette gestapelt ist. Und<br />

genau wie beim Wickeln ist die Folie sehr<br />

dehnbar und verfestigt so das Material über<br />

die Rückstellkräfte. Dieses Verfahren bietet<br />

somit eine hohe Ladungsstabilität. Die Verpackungsfolie<br />

verklebt beim Prozess auch nicht<br />

mit dem Produkt. Die Palette lässt sich >><br />

Fotos: BEUMER<br />

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POS display<br />

POS packaging<br />

object design<br />

POS packaging<br />

Smart <strong>Pack</strong>age<br />

Eine Hülle als Versprechen, ein Klassiker als Hightech-Tool:<br />

Nur die viscom zeigt Faltschachtel und Co. als kraftvolles<br />

Zusammenspiel von Material, Technologie und Inszenierung<br />

in der Prozesskette der visuellen Kommunikation.<br />

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Recycling Aktuell Kennzeichnen<br />

Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

>> sowohl hochregallagerfähig als auch mit<br />

Unterstretch verpacken. Die glatte und lochfreie<br />

Oberfläche der Folie ermöglicht eine<br />

klare Sicht auf die verpackte Ware. Somit<br />

wird am Point of Sale eine ausgezeichnete<br />

Displaywirkung erzielt. Auch auf der Ware<br />

befindliche Barcodes werden einwandfrei<br />

erkannt. Die verwendete Folie ist recyclebar.<br />

Beim Stretchhaubenverfahren wird sie<br />

zudem nicht erhitzt. Das reduziert die Brandgefahr<br />

deutlich, erhöht die Betriebssicherheit<br />

und verringert somit Versicherungsprämien.<br />

Weil weniger Folie und Energie erforderlich<br />

sind, belastet das die Umwelt weniger. Für<br />

die meisten Anwendungsfälle in der Industrie<br />

und für Verbraucherprodukte bietet das<br />

Stretchhaubenverfahren damit einen sicheren<br />

Schutz für gestapelte Waren. Mit einer Auflegefolie<br />

auf der Palette schützt diese Verpackungslösung<br />

sie außerdem gegen äußere<br />

Einflüsse von sechs Seiten. Das sorgt für eine<br />

saubere und trockene Außenlagerung: Die<br />

Waren sind sicher vor Witterungseinflüssen,<br />

Feuchtigkeit, Insekten und UV-Strahlen.<br />

VERPACKUNGSVERFAHREN IM VER-<br />

GLEICH. BEUMER hat für jedes dieser Verpackungsverfahren<br />

innovative Anlagen und<br />

Systeme im Programm. Doch um langfristig<br />

wettbewerbsfähig zu sein, sollten Unternehmen<br />

bei ihren Investitionsentscheidungen<br />

nicht nur die Gesamtbetriebskosten betrachten.<br />

Um das geeignete Verpackungsverfahren<br />

zu wählen, ist ein ganzheitlicher Ansatz wichtiger.<br />

Mit dem Blick auf den Total Value of<br />

Ownership (TVO) lässt sich die Wirksamkeit<br />

der anfallenden betrieblichen Investitionen<br />

umfassender und damit aussagekräftiger beschreiben.<br />

Die BEUMER Group schließt bei<br />

der Entwicklung ihrer Anlagen und Systeme<br />

deshalb sowohl die ökonomischen als auch<br />

die ökologischen und sozialen Aspekte mit<br />

ein. Firmen können damit ihre Investitionen<br />

strategisch planen.<br />

STRETCHEN VERDOPPELT DEN DURCH-<br />

SATZ. Weil neben der Ladungssicherung<br />

auch der Schutz gegen Umwelteinflüsse für<br />

die meisten Unternehmen bei der Wahl des<br />

geeigneten Verpackungsverfahrens entscheidend<br />

ist, haben die BEUMER Experten das<br />

Schrumpfhauben- und das Stretchhaubenverfahren<br />

verglichen – und einen klaren<br />

Kostenvorteil beim Stretchen ermittelt.<br />

Dazu nahmen sie einen palettierten Stapel<br />

mit einer Höhe von 1.630 Millimetern als<br />

Beispiel. Anlagen, die palettierte Waren mit<br />

der Schrumpftechnik verpacken, können 35<br />

bis 70 Paletten pro Stunde verarbeiten. Die<br />

Das Stretchhaubenverfahren<br />

ermöglicht<br />

einen sicheren<br />

Schutz für Palettenladungen.<br />

Dies<br />

beinhaltet auch eine<br />

wasserdichte Palettenverpackung<br />

von<br />

fünf Seiten<br />

Stärke der Folie liegt zwischen 120 und 180<br />

Mikrometer. Das Stretchhaubenverfahren<br />

erreicht pro Stunde mit 100 bis 120 Paletten<br />

fast den doppelten Ausstoß. Die zu verarbeitende<br />

Folie ist mit 70 und 140 Mikrometer<br />

auch dünner. Wegen der Dehnbarkeit der<br />

Folie erfordert das Stretchhaubenverfahren<br />

zudem weniger Material.<br />

2014 lag der Marktpreis für Schrumpffolie<br />

bei 1,70 Euro pro Kilogramm. Die Verpackungskosten<br />

für eine Folienhaube betrugen<br />

etwa 1,02 Euro. Bei 300.000 Paletten im<br />

Jahr beliefen sich die Folienkosten auf etwa<br />

3<strong>06</strong>.000 Euro. Beim Stretchhaubenverfahren<br />

ist der aktuelle Marktpreis für Folie mit<br />

1,90 Euro pro Kilogramm etwas teurer. Um<br />

eine Folienhaube zu bilden, ist dafür aber<br />

lediglich Material für 57 Cent erforderlich.<br />

Bei gleicher Anzahl der zu verarbeitenden<br />

Paletten im Jahr entsteht so mit circa 159.000<br />

Euro ein deutlicher Kostenunterschied. Der<br />

Anwender kann eine Kostenersparnis von<br />

rund 52 Prozent erzielen.<br />

Auch beim Energiebedarf unterscheiden<br />

sich die Systeme. Der Gasverbrauch beim<br />

Schrumpfen beträgt im Schnitt etwa zwei Kilowattstunden<br />

pro Palette. Die Kosten für die<br />

Energie, die erforderlich ist, um eine Stretchhaube<br />

zu bilden, belaufen sich auf sechs Cent.<br />

Bei den angenommenen 300.000 Paletten<br />

im Jahr ergeben sich für den Anwender somit<br />

Kosten von circa 18.000 Euro. Weil die<br />

Haubenstretchanlage ohne Gas arbeitet und<br />

die Kosten für den Stromverbrauch bei beiden<br />

Verfahren nahezu identisch sind, spart der<br />

Anwender mit dem stretch hood-Verfahren<br />

diese Kosten ein.<br />

Beim Schrumpfen schwanken die Instandhaltungskosten<br />

insbesondere bei älteren Maschinen<br />

zwischen 2.000 und 8.000 Euro<br />

im Jahr. Als Berechnungsgrundlage werden<br />

4.000 Euro angenommen. Die ermittelten<br />

Durchschnittskosten beim Stretchverfahren<br />

belaufen sich zwischen 1.000 und 3.000<br />

Euro im Jahr. Bei einem Mittelwert von 2.000<br />

Euro spart der Anwender 2.000 Euro für<br />

Wartungsmaßnahmen. Der Betreiber hat<br />

somit mit der Stretchhaubentechnik auch<br />

hier deutlich weniger Kosten im Jahr.<br />

Mit dem BEUMER stretch hood ® A hat der<br />

Beckumer Intralogistik-Spezialist die bewährte<br />

Verpackungsanlage von Grund auf<br />

neu konzipiert. Bei der Entwicklung haben<br />

die Spezialisten verschiedene Komponenten<br />

analysiert und diese hinsichtlich ihrer Funktion,<br />

Anordnung und Ergonomie optimiert.<br />

Dazu gehören zum Beispiel eine intuitive<br />

Menüführung der Maschinensteuerung über<br />

ein Soft-Touch-Panel, ein optimierter, ergonomisch<br />

gestalteter Arbeitsplatz für den Bediener<br />

sowie ein materialschonender Transport<br />

der Folie in die Anlage mit einem innovativen<br />

Folientransportsystem. Die neue Anlage verfügt<br />

zudem über eine höhere Systemleistung<br />

und benötigt deutlich weniger Aufstellfläche.<br />

INDIVIDUELL GELÖST. Weil jedes Produkt<br />

individuelle Handhabungseigenschaften<br />

hat, gilt es deshalb für den Anwender, diese<br />

sorgfältig zu analysieren. Nur so kann er die<br />

Anforderungen an die Palettenverpackung<br />

festlegen. BEUMER stellt einen Online-Konfigurator<br />

zur Verfügung, mit dem Betreiber<br />

die Wirtschaftlichkeit verschiedener Verpackungsverfahren<br />

sowie deren Wertschöpfung<br />

für ihr Unternehmen berechnen und bewerten<br />

können. Die BEUMER Experten erstellen<br />

zudem eine auf den Kunden zugeschnittene<br />

Präsentation. Damit erhält der Anwender<br />

einen zuverlässigen Vergleich über die verschiedenen<br />

Verpackungen, den jeweiligen<br />

Energieverbrauch, die Instandhaltungs- sowie<br />

über die Investitions- und Anlagenkosten.[pl]


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

Neues // Update // News // Aktuelles<br />

TRANSPORTVERPACKUNG. Eine kosten- und<br />

prozessoptimierte Transportverpackungslösung<br />

mit höchster Schutzwirkung für die<br />

Stoßstangen eines namhaften deutschen Automobilherstellers<br />

– das ist das Ergebnis der<br />

Zusammenarbeit von DELTA <strong>Pack</strong>aging Services,<br />

einem Werk von DS Smith, und einem<br />

weltweit führenden Automobilzulieferer. Voraussetzung<br />

für die erfolgreiche Entwicklung<br />

der innovativen Wellpapp-Konstruktion des<br />

Verpackungsspezialisten war die ganzheitliche<br />

Analyse der bisher eingesetzten Verpackung<br />

sowie des gesamten Supply Cycles des<br />

Kunden.<br />

NEUE PALETTE. Cabka-IPS, Anbieter von<br />

nachhaltigen Kunststoffpaletten und -behältern,<br />

erweitert sein Produktspektrum mit der<br />

Nest S5. Die nestbare Palette zeichnet sich<br />

durch ihre große Auflagefläche aus: Das quadratische<br />

Maß mit 1200 Millimetern Seitenlänge<br />

bietet Platz für sechs Modulmaßeinheiten<br />

(600 x 400 Millimeter) pro Lage. Somit fasst<br />

die Nest S5 20 Prozent mehr Waren als eine<br />

Industriepalette – im Vergleich zu einer Europalette<br />

sind es sogar 50 Prozent mehr. Dies<br />

ermöglicht einen besonders platzsparenden<br />

und damit kostengünstigen Warentransport.<br />

Auch für den Transport von 200-Liter-Fässern<br />

bietet die Palette genügend Stellfläche.<br />

EXPANSION. Das Automatisierungsunternehmen<br />

Pilz hat im chinesischen Jintan eine Fertigungsstätte<br />

eröffnet. Auch in der ersten Produktionsstätte<br />

außerhalb Europas fertigt das<br />

baden-württembergische Familienunternehmen<br />

Sicherheitsrelais PNOZ nach seinen unternehmensweiten<br />

Qualitäts-Standards. Pilz<br />

kann damit den wachsenden chinesischen<br />

Markt schneller beliefern und seine Position<br />

dort festigen.<br />

PREMIERE. Zum ersten Mal<br />

ist die 400 ml Super Sleek®<br />

Dose von Rexam auf dem<br />

Markt erhältlich. Heineken hat<br />

das exklusive Format für seine<br />

neue Produktlinie „Strongbow<br />

Apple Ciders“ ausgewählt, um<br />

damit insbesondere die junge<br />

und ausgehfreudige Zielgruppe<br />

zu erreichen. Mit ihrer<br />

außergewöhnlichen Größe<br />

positioniert sich die neue 400<br />

ml Super Sleek® zwischen der 355 ml Sleek®<br />

und der 473 ml Super Sleek® Variante. Rexam<br />

ist der einzige Hersteller in Europa, der Getränkedosen<br />

mit dem für Super Sleek® Dosen<br />

typischen Durchmesser von 63,5 Millimetern<br />

produziert. Hergestellt wird das neue Sonderformat<br />

im tschechischen Ejpovice.<br />

Internationale Fachmesse und Konferenz<br />

für Identifikation<br />

Frankfurt am Main, 10.–12.11.<strong>2015</strong><br />

Identifikation?<br />

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Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Keine Industrie 4.0 ohne<br />

intelligente Sensorik!<br />

Was mit Sensorintelligenz heute schon möglich ist<br />

ÜBER DEN<br />

AUTOR<br />

Herbert Salzgeber ist<br />

Manager Sales & internat.<br />

Key Account<br />

Manager <strong>Log</strong>istikautomation<br />

bei SICK<br />

Österreich.<br />

Kontakt:<br />

herbert.salzgeber@<br />

sick.at<br />

Das Informationszeitalter hat für die Industrie erst begonnen. Basierend auf dem grenzenlosen Austausch<br />

von Fertigungs-, Produkt- und <strong>Log</strong>istikdaten werden bessere Entscheidungen und eine umfassende Transparenz<br />

über alle Wertschöpfungsstufen möglich. Diese Welt verbesserter Ressourceneffizienz hängt am Anfang<br />

der Prozesskette entscheidend vom Datenlieferanten ab: der intelligenten Sensorik. Intelligente, robuste<br />

und zuverlässige Sensorik ist somit unverzichtbar für Herausforderungen wie sichere Mensch-Maschine-<br />

Interaktion, hohe Varianz und die Beherrschung kurzfristiger Nachfrageschwankungen.<br />

Sensoren sind die Sinnesorgane einer Maschine. Erst deren<br />

Rückmeldungen machen intelligente Maschinen möglich.<br />

Sensorintelligenz fokussiert eine Richtung der Sensortechnologie:<br />

die Ausstattung von Maschinen mit der Fähigkeit des<br />

intelligenten Sehens, Erkennens und Kommunizierens. Der<br />

Beitrag von intelligenten Sensoren ist die Einordnung und Interpretation<br />

von Informationen. Diese ist gekennzeichnet durch<br />

intelligente Signalverarbeitung, die aus großen Datenmengen<br />

die wirklich relevanten Informationen ableitet und den unterschiedlichen<br />

Ebenen zur Verfügung stellt. So werden neben<br />

der primären Steuerung von Maschinen und Anlagen Informationen<br />

bereitgestellt, die Produktionsanlagen überwachen<br />

und Störungen erkennbar machen. Aus der Transparenz der<br />

Prozesse und Materialflüsse entsteht weiteres Optimierungspotential.<br />

Prozesse werden effizienter und kostengünstiger und<br />

erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit.<br />

Betrachtet man die vier Herausforderungen entlang der Produktionsebenen,<br />

„Quality Control“ auf der Sensor- und Antriebsebene,<br />

„Flexible Automation“ auf der Maschinenebene, „Safety“ auf der<br />

Produktionsebene und „Track-and-Trace“ auf der Unternehmensebene,<br />

so können wir als Technologietreiber im Bereich Industrie<br />

4.0 bereits heute Lösungen darstellen und realisieren.<br />

Eine flexible Automation erfordert variable Rahmenbedingungen.<br />

Fertigungsanlagen müssen flexibel sein und sich den individuellen<br />

Kundenwünschen anpassen. Durch die hohe Produktvarianz bei<br />

immer kleineren Stückzahlen müssen sich intelligente Komponenten<br />

(Smart Sensors) anpassen und dabei selbst steuern können.<br />

Für den Bereich Safety ist der wesentliche Treiber die Interaktion<br />

von Mensch und Maschine unter Berücksichtigung von Arbeitsergonomie<br />

und Sicherheit. Zentrale Fragen sind hierbei, welche<br />

Rolle der Mensch in der Produktion der Zukunft spielt und wie<br />

Sensorik ihn dabei unterstützen und sichern kann.<br />

Vertikale Integration – das ist das Schlagwort für Track & Trace.<br />

Die Rückverfolgbarkeit von Produkten während komplexer<br />

Fertigungs- und <strong>Log</strong>istikprozesse steht hierbei im Vordergrund.<br />

Produktions- und Transportlogistik verschmelzen bis hin zum<br />

Kunden und machen transparente Warenströme erforderlich,<br />

damit Entscheidungen schneller getroffen werden können.<br />

Ein steigender Qualitätsanspruch und der Wunsch nach Ressourceneffizienz<br />

erfordern eine autonome Fehlererkennung durch<br />

umfassende Produkt- und Produktionsdaten. Im Bereich Quality<br />

Control müssen Güter im Produktionsprozess und der Supply<br />

Chain sicher und eindeutig identifiziert werden, damit sich diese<br />

effizient selbst steuern.<br />

FLEXIBLE AUTOMATION. Am Beispiel<br />

einer Verpackungsmaschine zeigt sich, wie<br />

ein automatischer Chargenwechsel ohne manuellen<br />

Eingriff über sich selbst steuernde<br />

intelligente Komponenten eine höhere Produktvarianz<br />

bei genereller Produktivitätssteigerung<br />

generiert. Maximale Produktivität<br />

bei Produktvariation bis zur „Losgröße 1“<br />

ist ein zentrales Ziel des Konzepts Industrie<br />

4.0. Fertigungsanlagen müssen flexibel sein<br />

und sich den individuellen Kundenwünschen<br />

anpassen. Durch die hohe Produktvarianz,<br />

aber immer kleinere Stückzahlen müssen sich<br />

intelligente Komponenten (Smart Sensors)<br />

anpassen und dabei selbst steuern können.<br />

Beispiel: Endverpackung vorverpackter Chargen<br />

mit Flaschengrößen 0,5 l und 1,5 l, die<br />

durch Detektion von Smart Sensors mit automatischer<br />

Formatumstellung auf einer Anlage<br />

verpackt werden können. Die Sensoren erkennen<br />

den Produktwechsel und melden der<br />

Steuerung, dass sich die Anlage neu einstellen<br />

muss, damit der richtige Karton aufgerichtet,<br />

die Flaschen zugeführt, der Karton etikettiert<br />

und abtransportiert werden kann. Die Umrüstschritte<br />

werden auf einem Monitor aufgelistet,<br />

während sich die Maschine einstellt.<br />

Die Anlage läuft automatisch weiter und muss<br />

nicht manuell wieder in Betrieb genommen<br />

werden. Sollten die Sensoren bei der Längenmessung<br />

des Produkts eine falsche Zuordnung<br />

feststellen, melden sie dies der Steuerung.<br />

Das Produkt wird ohne Stillstand der Anlage<br />

aussortiert. Zudem liefern die Sensoren Daten<br />

für die vorausschauende Wartung, beispielsweise<br />

Feinstaubüberwachung der Anlage, um<br />

automatisch Maßnahmen einzuleiten, die den<br />

Verpackungsprozess sicherstellen.<br />

Industrie 4.0 wird erst durch intelligente,<br />

kommunikative Sensoren möglich: Mit<br />

„Smart Sensor Solutions“, der Verwendung<br />

modernster Sensortechnologien in Verbindung<br />

mit einer vollständigen Integration in die Steuerungsebene,<br />

liegt ein besonderes Augenmerk


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

auf der Dezentralisierung bestimmter Automatisierungsfunktionalitäten<br />

in den Sensor – zur<br />

Entlastung der Steuerung und Erhöhung der<br />

Produktivität von Maschinen.<br />

SAFETY: ROBOTERABSICHERUNG MIT<br />

LASERSCANNER. Sensorintelligenz ist<br />

Voraussetzung für die sichere Interaktion<br />

von Mensch und Maschine in Zeiten von<br />

Industrie 4.0. Sichere Laserscanner überwachen<br />

zuverlässig den Gefahrbereich von<br />

stationären oder mobilen Maschinen und<br />

Anlagen wie Schweißroboter oder fahrerlose<br />

Transportsysteme. Dabei hat die Absicherung<br />

von Personen oberste Priorität: Betritt ein<br />

Mensch den Bereich, muss die Gefahr bringende<br />

Bewegung sicher anhalten. Somit ist bei<br />

den etablierten Systemen der Mensch zwar<br />

geschützt, die Produktion hingegen steht.<br />

Zukünftig wird mit intelligenter Sensorik<br />

im Rahmen von Industrie 4.0 nicht nur die<br />

Sicherheit für den Menschen gewährleistet,<br />

sondern auch die Realisierung sich ständig<br />

erhöhender Produktionsvorgaben. Schon<br />

heute bietet SICK bis zu vier simultane<br />

Schutzfelder und erhöht damit die Ergonomie<br />

und Effizienz komplexer Maschinen<br />

erheblich, bspw. bei Reifenheizpressen. Die<br />

heute genutzten digital schaltenden Schutzfelder<br />

werden von flexiblen abgelöst. Flexible<br />

Schutzfelder werden bei hochdynamischen<br />

Bewegungen automatisch berechnet und<br />

entsprechend der Gefahrbereiche des Roboters<br />

eingestellt. Auch die Inbetriebnahme<br />

wird durch intelligente Sensorik deutlich<br />

einfacher und schneller erfolgen. Das optimale<br />

Zusammenspiel intelligenter Sensorik<br />

und moderner Maschinenkonzepte steigert<br />

die Produktivität der Maschine und gewährleistet<br />

immer die Sicherheit der Mitarbeiter.<br />

Mit durchgängiger<br />

Datenerfassung direkt<br />

am Fahrzeug kann<br />

das individualisierte<br />

Wunschauto durch<br />

den gesamten Produktionsprozess<br />

bis zur<br />

Auslieferung identifiziert<br />

werden<br />

Die Kompaktsysteme tasten durch einen<br />

integrierten Drehspiegel wie ein optisches<br />

Radar ihre Umgebung zweidimensional ab<br />

und messen Entfernungen nach dem Prinzip<br />

der Lichtlaufzeitmessung. Dadurch entstehen<br />

frei definierbare Schutzbereiche.<br />

TRACK-AND-TRACE. Beispiel Automobilindustrie:<br />

Mit durchgängiger Datenerfassung<br />

direkt am Fahrzeug kann das individualisierte<br />

Wunschauto durch den gesamten Produktionsprozess<br />

bis zur Auslieferung identifiziert<br />

werden. Am Beispiel dieses Track-and-<br />

Trace-Prozesses wird klar, wie die steigende<br />

Produktindividualisierung im Kontext von<br />

Industrie 4.0 realisiert werden kann. Die<br />

Sensorik erkennt unmittelbar an der Karosserie<br />

und somit unverwechselbar, welche<br />

Montageschritte eingeleitet werden müssen<br />

und gewährleistet durchgängige Transparenz<br />

bis zur Auslieferung. Verarbeitungsschritte<br />

am Objekt werden über wiederbeschreibbare<br />

RFID-Tags aktualisiert. Lesesicherheit<br />

ist ein Muss, denn bei Lesefehlern drohen<br />

Fehlleitungen, Verwechslungen oder Produktionsausfälle.<br />

Zum Einsatz kommen hier<br />

vermehrt RFID-Datenträger, die an Komponenten<br />

verbaut oder auch unsichtbar in Teile<br />

integriert werden. Sie zeigen in der Praxis<br />

höchste Verfügbarkeit, z. B. bei einer hohen<br />

Temperaturbelastung in der Lackierstraße,<br />

und lassen sich selbst dann sicher identifizieren,<br />

wenn sie mit Lack überzogen sind.<br />

STICHWORT: „LOSGRÖSSE 1“. Weil der<br />

Variabilitätsgrad in den Produktionsstraßen<br />

der großen Automobilwerke immer weiter<br />

steigt und auf einer Fertigungslinie zunehmend<br />

mehr Varianten parallel gebaut werden,<br />

spielen Aspekte wie Transparenz und<br />

Rückverfolgbarkeit für Hersteller eine immer<br />

wichtigere Rolle. Vertikale Integration – das<br />

ist das Schlagwort für Track-and-Trace. Die<br />

Rückverfolgbarkeit von Produkten während<br />

komplexer Fertigungs- und <strong>Log</strong>istikprozesse<br />

steht hierbei im Vordergrund. Transparenter<br />

Materialfluss in der Produktion und <strong>Log</strong>istik<br />

sind erforderlich, damit Entscheidungen in<br />

der Produktion schneller getroffen werden<br />

können. >><br />

Fotos: SICK<br />

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Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

>> AUSLIEFERUNG. Auch in der Auslieferung<br />

spielt der transparente Materialfluss<br />

basierend auf RFID eine entscheidende Rolle.<br />

Bis die fertig produzierten Autos abgeholt und<br />

zum Autohaus transportiert werden, müssen<br />

sie auf einem Parkplatz geparkt werden.<br />

Aber wo steht das Auto, das noch mit auf<br />

den Lkw soll? Jedes Auto wurde individuell<br />

bestellt. Keines gleicht dem anderen. Dank<br />

der gespeicherten Informationen auf dem<br />

RFID-Transponder ist das Wunschauto schnell<br />

gefunden und kann unverzüglich verladen<br />

werden. Transparenz und Kontrolle der Nachverfolgung<br />

bis zum Kunden.<br />

QUALITY CONTROL. Zukünftig werden<br />

Pakete immer schneller befördert werden.<br />

Die Abstände zwischen den Paketen werden<br />

kleiner. Deshalb ist es noch wichtiger,<br />

die Qualität der Produkte zu überprüfen.<br />

Dazu werden die Daten der Pakete auf dem<br />

Förderband gescannt und in die Software<br />

eingelesen. Die Pakete werden identifiziert<br />

und verglichen: Ist das Paket beschädigt?<br />

Ist der Code vollständig? Sind Gewicht und<br />

Volumen gleich? Gibt es einen Paketstau oder<br />

ist gar ein Paket verloren gegangen? Durch<br />

umfassende Produkt- und Produktionsdaten<br />

ist eine autonome Fehlererkennung möglich.<br />

Der vollständige Datenabgleich passiert in<br />

Sekundenschnelle. Mängel können über alle<br />

Zentren zurückverfolgt werden und es ist<br />

nachvollziehbar, wo die Schwachstelle ist.<br />

Zudem können Qualitätsmängel im Prozess<br />

identifiziert und behoben werden. Da die<br />

Geschwindigkeiten auf den Förderbändern<br />

weiter erhöht werden, ist eine maximale Produktivität<br />

gewährleistet – nicht nur innerhalb<br />

eines Standortes, sondern global.<br />

Dieses Beispiel eines Intralogistikprozesses<br />

zeigt, wie ein steigender Qualitätsanspruch<br />

und der Wunsch nach Ressourceneffizienz im<br />

Kontext von Industrie 4.0 umgesetzt werden<br />

können. Die Sensorik erkennt Veränderungen<br />

am Objekt und ermöglicht eine lückenlose<br />

Datenerfassung. Die Softwarelösung analysiert<br />

die Prozessdaten und leitet Aktionen ein. Die<br />

Kombination aus einer Vielzahl von Daten<br />

und der Auswertesoftware ist eine wichtige<br />

Voraussetzung für das Zukunftsthema Industrie<br />

4.0. Güter im Produktionsprozess und der<br />

Supply Chain müssen sicher und eindeutig<br />

identifiziert werden, damit sich diese effizient<br />

selbst steuern kann. Vom einzelnen Paket<br />

auf dem Förderband bis hin zum Gesamtüberblick<br />

über Millionen von Paketen, die<br />

täglich transportiert werden – der Status aller<br />

erfassten Daten muss komfortabel abgerufen<br />

und analysiert werden.<br />

Zukünftig werden<br />

Pakete immer schneller<br />

befördert werden. Die<br />

Abstände zwischen<br />

den Paketen werden<br />

kleiner. Deshalb ist es<br />

noch wichtiger, die<br />

Qualität der Produkte<br />

zu überprüfen<br />

Intelligente Sensoren erfassen und kommunizieren<br />

diese Daten. Ein echter Mehrwert<br />

ergibt sich aber erst dann, wenn die erfassten<br />

Daten als Entscheidungsgrundlage für Verbesserungen<br />

genutzt werden können. In<br />

diesen Daten steckt großes Potenzial – aber<br />

gleichzeitig auch eine große Herausforderung:<br />

Daten so aufzubereiten, dass die richtigen<br />

Entscheidungen getroffen werden können.<br />

Dies ist der Grundstein für Industrie 4.0: Die<br />

nahtlose Durchgängigkeit von Daten und<br />

Informationen vom Sensor bis zur Steuerung<br />

und zurück.<br />

VOM SENSOR ZUR SENSORINTELLI-<br />

GENZ. Schon immer hat SICK intelligente<br />

Sensorik entwickelt und gebaut. Dass das<br />

Unternehmen seit zehn Jahren unter dem<br />

Schlagwort Sensorintelligenz auftritt, unterstreicht<br />

eine konsequente Weiterentwicklung<br />

der Unternehmensstrategie. Hierfür steht die<br />

wörtliche Lesart des Begriffs, nämlich die<br />

Sensorintelligenz. Damit hat SICK bereits<br />

2004 die Zukunft der Automation im Auge<br />

gehabt. Eine Vision, die heute unter Begriffen<br />

wie „Industrie 4.0“ bekannt ist.<br />

Bei der Weiterentwicklung intelligenter<br />

Sensorik ist es nicht so, dass Zukunft und<br />

Vergangenheit voneinander unabhängig<br />

wären. Vielmehr bilden sie eine untrennbare<br />

Einheit von technologischen Entwicklungen,<br />

die aufeinander aufbauen. Der Unternehmensgründer,<br />

Dr. e. h. Erwin Sick,<br />

erarbeitete seine Vision der Sensorik mit<br />

optischer und mechanischer Präzision. Er<br />

schuf damit ab den Fünfzigerjahren zuvor<br />

nicht dagewesene intelligente Lösungen,<br />

beispielsweise zur Maschinenabsicherung<br />

und zur Emissionskontrolle. Schon bald<br />

erlaubten Fortschritte in der Elektronik die<br />

Miniaturisierung der Geräte und stellten<br />

den wesentlichen Technologietreiber in der<br />

Automatisierungstechnik dar. Der Siegeszug<br />

der Mikroelektronik währt bis heute. Beredtes<br />

Beispiel dafür sind die leistungsfähigen<br />

selbst entwickelten ASICs, die SICK u. a.<br />

in optischen und induktiven Sensoren einsetzt.<br />

Die immer schnellere Rechenkapazität<br />

moderner Chips ermöglicht die dezentrale<br />

Verarbeitung deutlich höherer Datenmengen<br />

und damit beispielsweise auch den Einsatz<br />

komplexer mathematischer Verfahren, was<br />

zu völlig neuen Dimensionen an Umfang,<br />

Genauigkeit und Robustheit der Messungen<br />

führt. Auch mehrdimensional messende<br />

Sensorlösungen wie Kamerasysteme und Laserscanner<br />

mit ihren hohen Datenvolumina<br />

wären ohne diese Entwicklung undenkbar.<br />

Rechenkapazität ermöglicht somit noch intelligentere<br />

Sensoren – sie wird aber erst zu<br />

Sensorintelligenz mit der passenden Ausstattung<br />

an Software und Applikationswissen.<br />

Die intelligente Verknüpfung von Anwendungswissen<br />

mit der Flexibilität moderner<br />

Softwarearchitekturen ermöglicht die nächste<br />

Entwicklungsstufe der Sensorik. Diese ist<br />

gekennzeichnet von der Möglichkeit, dass<br />

Sensoren umfangreichere Auswertungen<br />

vornehmen, sich autonom an Veränderungen<br />

anpassen, im Netzwerk kommunizieren und<br />

komplexe Aufgabenstellungen innerhalb<br />

eines größeren Fertigungsverbunds dezentral<br />

lösen können. Der Sensor verbindet sich also<br />

mit der Maschine, der Anlage, der Fabrik, der<br />

gesamten Wertschöpfungskette und sorgt für<br />

Transparenz in der Fertigung. Er ist damit der<br />

Eingang in die Welt von Industrie 4.0. Dabei<br />

bleibt Sensorintelligenz bei allen virtuellen<br />

Welten aber vor allem eins – Bestandteil<br />

eines Sensors. Denn auch Cloud und App<br />

benötigen eine physische Basis in der realen<br />

industriellen Umgebung und damit eine robuste<br />

und zuverlässige Hardware. Und um<br />

diese zu bauen, braucht es vor allem eines:<br />

jahrzehntelange Erfahrung.<br />

Weitere Infos: www.sick.at<br />

[pl]


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

Menschen // Gesichter // Karrieren<br />

Dematic verstärkt seinen<br />

Vertrieb mit John Hamilton.<br />

Der Niederländer ist<br />

neuer Vertriebsleiter Central<br />

Europe beim <strong>Log</strong>istikautomatisierer<br />

aus Heusenstamm.<br />

In seiner neuen Funktion arbeitet<br />

er kunden- und damit<br />

lösungsorientiert mit Dematic<br />

und SDI Group Europe Applikationen.<br />

Die Schöler Fördertechnik<br />

AG in Rheinfelden reagiert<br />

auf die steigenden Anforderungen<br />

im Bereich der Intralogistik<br />

und schafft die Position eines<br />

Projektleiters Systemtechnik.<br />

Gregor Burkard übernimmt<br />

nun diese Aufgabe im vierköpfigen<br />

Projektteam. Der Projektleiter<br />

ist für Beratung, Vertrieb<br />

und Projektierung zuständig.<br />

Ein Musterbeispiel für Karriere<br />

mit Lehre hat Katharina<br />

Woisetschläger bei der international<br />

tätigen Firma HABA<br />

abgeliefert. Sie hat soeben<br />

ihre Lehre als Bürohandelskauffrau<br />

abgeschlossen. Ihr<br />

Engagement und ihre Eigeninitiative<br />

zur Weiterbildung im<br />

technischen Bereich erlaubte<br />

es, sie nahtlos zur Leiterin der<br />

Innendienst Maschinen Abteilung<br />

zu ernennen.<br />

August Faller hat einen<br />

Vertriebsmitarbeiter in<br />

Schweden eingestellt. Damit<br />

baut das Unternehmen seine<br />

Marktpräsenz im Raum Skandinavien<br />

aus. Der Schwede<br />

Robert Lemgård verantwortet<br />

bei Faller A/S die Marktbearbeitung<br />

und Neukundenakquise<br />

in Schweden, Norwegen, Finnland<br />

und Island. Bisher wurde<br />

der skandinavische Markt von<br />

Dänemark aus abgedeckt.<br />

Veranstaltungen // Bildung // Termine<br />

Einführungstag in das Verpackungswesen.<br />

Seminar. Zeit: Dienstag, 19. August <strong>2015</strong>. Ort:<br />

Zürich /Schweiz. Weitere Informationen unter<br />

www.svi-verpackung.ch<br />

<strong>Pack</strong>aging Design. Seminar. Zeit: Dienstag,<br />

15. bis Mittwoch, 16. September <strong>2015</strong>. Ort:<br />

Hamburg / Deutschland. Weitere Informationen<br />

unter www.verpackungsakademie.de<br />

ECMA Kongress. Kongress. Zeit: Mittwoch, 09.<br />

bis Samstag, 12. September <strong>2015</strong>. Ort: Bukarest<br />

/ Rumänien. Weitere Informationen unter<br />

www.ecma.org<br />

Verpackungssymposium. Symposium. Zeit:<br />

Donnerstag, 17. bis Freitag, 18. September<br />

<strong>2015</strong>. Ort: Kempten / Deutschland. Weitere Informationen<br />

unter www.zlv.de


Recycling Aktuell Kennzeichnen Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Die richtigen Daten auf dem<br />

richtigen Produkt<br />

Individuelle Lösungen zur lückenlosen Rückverfolgung<br />

Ob Lebensmittel, Industriegüter oder Healthcare-Produkte: In vielen Anwendungsbereichen<br />

müssen Hersteller eine lückenlose Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte gewährleisten.<br />

Damit die Herkunft und der Herstellungsprozess eines Produktes nachvollzogen<br />

und die Echtheit nachgewiesen werden kann, müssen <strong>Pack</strong>ungen chargengenau oder<br />

sogar individuell gekennzeichnet werden.<br />

Für den Verpackungsprozess heißt das,<br />

dass die relevanten Produktionsdaten<br />

zunächst erfasst, an die Verpackungsmaschine<br />

übergeben und auf die einzelnen<br />

<strong>Pack</strong>ungen aufgebracht werden müssen.<br />

„Eine reibungslose Kommunikation zwischen<br />

den einzelnen Prozessschritten ist<br />

daher unbedingt notwendig. Sie bildet die<br />

Basis der MULTIVAC Track-and-Trace<br />

Lösungskonzepte“, erklärt DI (FH) Hannes<br />

Glössl, Geschäftsführer der österreichischen<br />

MULTIVAC-Niederlassung. „Unsere<br />

Spezialisten unterstützen die Kunden bei<br />

der Einbindung ihrer Verpackungslinie in<br />

ihre Organisations- und Datenstruktur.“<br />

Einmal erfasst, werden die Prozessdaten<br />

taktgenau mitgeführt. Die Streckensteuerung<br />

der Verpackungsmaschine verfolgt<br />

Jede <strong>Pack</strong>ung ist mit<br />

den jeweiligen Daten<br />

gekennzeichnet<br />

Die gescannten<br />

Daten werden<br />

automatisch in<br />

das passende<br />

Drucklayout<br />

übertragen und<br />

auf das Etikett<br />

gedruckt. Die<br />

<strong>Pack</strong>ungen werden<br />

etikettiert


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

nach, welche <strong>Pack</strong>ung sich an welcher Stelle<br />

des Verpackungsprozesses befindet. Eine<br />

Leerpackungsüberwachung stellt sicher,<br />

dass unbefüllte <strong>Pack</strong>ungen detektiert werden.<br />

Diese Informationen werden an das<br />

Etikettiersystem weitergegeben. Mit der<br />

Funktion „No Product, No Label“ wird<br />

sichergestellt, dass ungefüllte <strong>Pack</strong>ungen<br />

nicht etikettiert werden.<br />

INDIVIDUELL. Die Steuerung des Etikettierers<br />

lädt automatisch das für die aktuelle<br />

Charge passende Drucklayout und bereitet<br />

die erfassten Daten auf. Daten, die beispielsweise<br />

als Barcode verschlüsselt sind, können<br />

in Klartext auf das Etikett gedruckt werden.<br />

Eine an der Spendekante des Etikettierers<br />

montierte Print Engine druckt das Etikett,<br />

welches dann unmittelbar auf die <strong>Pack</strong>ung<br />

aufgebracht wird. „So erhält jede <strong>Pack</strong>ung<br />

die richtige Information“, betont Glössl.<br />

„Auf diese Weise lassen sich Serialisierungslösungen<br />

im Markenschutz ebenso verwirklichen<br />

wie die Herkunftskennzeichnung von<br />

Fleisch oder die Produktverfolgung durch<br />

die <strong>Log</strong>istikkette.“<br />

STEUERUNG. Mit der innovativen Benutzeroberfläche<br />

HMI 2.0 wird die Bedienung<br />

von MULTIVAC Verpackungslösungen so<br />

einfach wie möglich gestaltet und dadurch<br />

eine hohe Verpackungsleistung und -qualität<br />

sichergestellt.<br />

Auf dem 12 Zoll LCD-Touchscreen lassen sich<br />

die Prozesse der Verpackungsmaschine sowie<br />

der Kennzeichnungssysteme intuitiv steuern<br />

und eventuelle Störungen schnell beseitigen.<br />

„Auch ungeübtes Bedienpersonal erzielt mit<br />

den leicht erfassbaren und erlernbaren Programmen<br />

perfekte Verpackungsergebnisse“,<br />

wird von Glössl ausdrücklich betont. Durch<br />

den hohen Visualisierungsgrad des HMI 2.0<br />

werden die Prozesse der Maschine transparent<br />

und verständlich dargestellt.<br />

QUERBAHNETIKETTIERER. MULTIVAC<br />

Querbahnetikettierer applizieren Etiketten<br />

auf die Ober- und/oder Unterseite von Tiefziehpackungen.<br />

Ein direkt an der Spendekante<br />

montiertes Druckmodul sorgt dafür,<br />

dass die Etiketten mit den notwendigen<br />

Daten versehen und bei Bedarf codiert und<br />

serialisiert werden.<br />

Die integrierte Bedienung des Etikettierers<br />

in die Steuerung der Tiefziehverpackungsmaschine<br />

sorgt dafür, dass der Austausch<br />

von Informationen zwischen den Prozessschritten<br />

„Verpacken“ und „Kennzeichnen“<br />

reibungslos funktioniert. Je nach Linienauslegung<br />

kann der Querbahnetikettierer<br />

über das Terminal der Verpackungsmaschine<br />

oder über ein eigenständiges, identisches<br />

Terminal angesteuert werden.<br />

[pl]<br />

Taktgenaue Mitführung<br />

der Produktionsdaten<br />

über die<br />

Streckensteuerung der<br />

MULTIVAC Tiefziehverpackungsmaschine<br />

Einlesen der<br />

Herkunftsdaten<br />

per Scanner<br />

Anwendungsbeispiel: Tiefziehverpackungsmaschine<br />

R 515 mit MULTIVAC Track-and-TraceTM Anwendung<br />

für die Herkunftskennzeichnung von Rindfleisch<br />

Fotos: MULTIVAC


Recycling Aktuell Kennzeichnen Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Ohne Kennzeichnung<br />

läuft nichts<br />

Ein moderner PKW besteht je nach Ausstattung und Größe aus über 10.000 Teilen.<br />

Ohne Kennzeichnung der verschiedenen Teile wären Service, Qualitätssicherung, Rückverfolgbarkeit<br />

und Schutz vor gefälschten Ersatzteilen nicht möglich. KBA-Metronic aus<br />

dem fränkischen Veitshöchheim bietet eine Reihe von Kennzeichnungstechnologien für<br />

Automobilhersteller und Zulieferer an.<br />

Glänzender Lack, edle Bezüge, die<br />

geballte Kraft des Motors und das<br />

High-Tech-Ambiente des Armaturenbretts<br />

lassen den Adrenalinspiegel<br />

von Autobegeisterten steigen, wenn sie<br />

in ein neues Modell einsteigen. Was jedoch<br />

kaum jemand erahnt, ist der riesige<br />

Aufwand für die Kennzeichnung der verbauten<br />

Teile.<br />

Unter dem Gesichtspunkt der Qualitätssicherung<br />

heißt das: Ohne Kennzeichnung<br />

läuft kein einziges Fahrzeug vom Band.<br />

Denn nur anhand von Kennzeichnungen<br />

lässt sich in der Automobilbranche mit<br />

ihren fein aufeinander abgestimmten und<br />

eng verzahnten Lieferketten feststellen,<br />

wer wann welches Teil gefertigt hat. Üblich<br />

sind Kennzeichnungen mit 1D- und 2D-<br />

Barcodes sowie alphanumerische Texte,<br />

Grafiken und <strong>Log</strong>os. Mit dem Data-Matrix-Code<br />

(DMC) können beispielsweise<br />

Produktionswerkstätte, Zeitstempel, Chargennummer<br />

und Ähnliches platzsparend<br />

codiert werden.<br />

Erweist sich eine Charge nachträglich als<br />

fehlerhaft, kann der Automobilhersteller die<br />

betroffenen Fahrzeuge zurückrufen und die<br />

Teile in der Werkstatt austauschen lassen.<br />

Darüber hinaus erhöht die Kennzeichnung<br />

den Schutz vor Produktpiraten, die mit<br />

nachgeahmten Ersatzteilen in minderer<br />

Qualität schnell den Ruf einer Marke schädigen<br />

können.<br />

KENNZEICHNUNGSLÖSUNGEN IN<br />

VERSCHIEDENEN TECHNOLOGIEN.<br />

Der Vielfalt der zu kennzeichnenden Teile<br />

und der möglichen Codierungen steht eine<br />

große Zahl von Kennzeichnungstechnologien<br />

gegenüber. In der Automobilindustrie<br />

werden vor allem Tintenstrahldrucker (CIJ)<br />

und Laser sowie Heißpräger in manchen<br />

Anwendungen von Zulieferern verwendet.<br />

Der Veitshöchheimer Kennzeichnungsspezialist<br />

KBA-Metronic deckt mit Tintenstrahldruckern,<br />

Lasersystemen und<br />

Heißprägern einen Großteil der möglichen<br />

Anwendungen für Hersteller und Zulieferer<br />

ab.<br />

Für Kennzeichnungsaufgaben in der Automobilindustrie<br />

erweist sich der alphaJET evo<br />

als besonders vielseitig. Der Tintenstrahldrucker<br />

kann bis zu acht Druckzeilen gestochen<br />

scharf auf verschiedenen Oberflächen aufbringen.<br />

Mit der Anbindung an Netzwerke<br />

und Schnittstellen wie USB, RS232 und<br />

digitalen Ein- und Ausgängen lässt er sich<br />

in jede Fertigungslinie einbinden.<br />

In voll automatisierten Linien punktet er mit<br />

einem auf den ersten Blick unscheinbaren<br />

Detail. Der alphaJET evo kann extern von<br />

der Liniensteuerung eingeschaltet werden,<br />

wodurch ein Fehlstart der Anlage durch<br />

vergessenes manuelles Einschalten verhindert<br />

wird.<br />

Bei der Variante mit integrierter Kamera<br />

lässt sich ohne zusätzliche Hardware die<br />

Kennzeichnungsqualität kontrollieren. Anlagenbauer<br />

und Projektierer können auf eine<br />

bewährte Lösung zurückgreifen, ohne jedes<br />

Mal das Rad neu erfinden zu müssen.<br />

Mit den Tintenstrahldruckern der<br />

alphaJET-Reihe von KBA-Metronic können<br />

auch Bremsbeläge mit gestochen scharfen<br />

Barcodes bedruckt werden<br />

Für Standardkennzeichnungen ist der<br />

alphaJET into eine günstige Lösung. Mit<br />

pigmentierten Tinten kann er Teile mit<br />

kontraststarken Beschriftungen markieren.<br />

Wenn es darum geht, besonders kleine<br />

Schriften aufzubringen, ist der alphJET pico<br />

die geeignete Wahl. Er kann extrem dünne<br />

Kabel bedrucken, die durch die fortschreitende<br />

Ausstattung der Fahrzeuge mit elektronischen<br />

Steuergeräten immer häufiger<br />

verbaut werden. Der Drucker punktet mit<br />

sehr kleinen Schriften in 0,7 bis 10 mm<br />

Schrifthöhe. Auch Codes wie Barcodes und<br />

Dotcodes erscheinen in einem gestochen<br />

scharfen Schriftbild mit guter Lesbarkeit.<br />

Wenn es um klare Kennzeichnung bei hoher<br />

Geschwindigkeit geht, spielt der alphaJET<br />

tempo seine Stärken aus. Bei Geschwindigkeiten<br />

bis zu 600 m in der Minute kenn-<br />

Fotos: KBA-Metronic


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

zeichnet er ein bis vier Zeilen in 0,8 bis 15<br />

mm Schrifthöhe.<br />

Mit den Tintenstrahldruckern von KBA-<br />

Metronic lassen sich auch ungewöhnliche<br />

Kennzeichnungsaufgaben lösen. Ein<br />

Automobilzulieferer bringt zunächst mit<br />

einem Drucker aus der alphaJET-Reihe einen<br />

weißen Untergrund auf das Bauteil<br />

auf und bedruckt dieses in schwarz mit<br />

einem Data-Matrix-Code (DMC), um die<br />

Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.<br />

AUF DIE TINTE KOMMT ES AN. Die<br />

Inkjet-Drucker der alphaJET-Reihe verarbeiten<br />

Standardtinten auf Basis von MEK<br />

(Methylethylketon), Ethanol-Aceton, Ethanol<br />

sowie pigmentierten Tinten, PVC-Tinten<br />

und eine Reihe von Spezialtinten.<br />

Mit benzin- oder freon-resistenten Spezialtinten<br />

und Hochtemperaturtinten erschließen<br />

sich Anwendungen, die für Kennzeichnungsgeräte<br />

auf Tintenstrahlbasis zuvor<br />

nicht realisierbar waren.<br />

KBA-Metronic hat spezielle Pigmenttinten<br />

entwickelt, die für kontrastreiche Druckergebnisse<br />

auf nahezu jeder Oberfläche<br />

sorgen. Beschriftungen mit hellblauer Pigmenttinte<br />

lassen sich sowohl auf dunklem<br />

und hellem Untergrund gleichermaßen sehr<br />

gut lesen. In Anwendungen mit aufeinander<br />

folgenden hellen und dunklen Oberflächen<br />

muss nicht die Tinte gewechselt werden.<br />

Für dunkle Oberflächen stehen auch weiße<br />

Pigmenttinten zur Verfügung. Unauffällige<br />

Beschriftungen mit UV-lesbaren Tinten können<br />

zudem als Echtheitsnachweis dienen.<br />

PRÄZISE BESCHRIFTEN MIT LASER.<br />

Ein typischer Fall für Laserbeschriftung bei<br />

Automobilen ist das sogenannte Tag-Nacht-<br />

Design. Man findet es an Bedienelementen,<br />

die sowohl am Tag als auch in der Nacht<br />

erkennbar sein sollen.<br />

Ein Laser trägt das meist mit dunklem Lack<br />

beschichtete Teil so lange ab, bis das darunterliegende,<br />

helle oder transluzente Material<br />

hervortritt. Damit die Markierung gestochen<br />

scharf wirkt, muss der Laserstrahl präzise<br />

geführt werden.<br />

Ein weiteres Beispiel ist die Kennzeichnung<br />

von Scheinwerfern. Hier lässt sich z. B. die<br />

Teilenummer berührungslos in das Scheinwerfergehäuse<br />

dauerhaft „eingravieren“.<br />

Die Hauptvorteile der Laserbeschriftung sind<br />

die hohe Qualität und die Abriebfestigkeit<br />

der Kennzeichnung. Laser markieren die<br />

Oberflächen unterschiedlicher Materialien<br />

im Stillstand und in der Bewegung mit gestochen<br />

scharfen Texten, <strong>Log</strong>os und Grafiken.<br />

Es fallen keine Verbrauchsmaterialien an,<br />

wodurch die Betriebskosten im überschaubaren<br />

Rahmen bleiben.<br />

KBA-Metronic führt unter der Bezeichnung<br />

laserSYSTEM mehrere Lasertechnologien in<br />

verschiedenen Leistungsklassen im Portfolio.<br />

Für die Kennzeichnung von Metallen<br />

eignen sich vorzugsweise YAG- und Faserlaser.<br />

CO 2<br />

-Laser können Kunststoffe nicht<br />

nur kennzeichnen, sondern sind auch zum<br />

Abtragen von Oberflächen und zum Schneiden,<br />

Perforieren und Ritzen verwendbar.<br />

Darüber hinaus können sie Glasoberflächen<br />

abriebfest beschriften.<br />

HEISSPRÄGER FÜR SPEZIALFÄLLE. Wo<br />

weder Tintenstrahldrucker noch Laser zu<br />

dem gewünschten Ergebnis führen, sollte<br />

der Einsatz von Heißprägern geprüft werden.<br />

Mit der Heißpräger-Reihe hpdSYS-<br />

TEM führt KBA-Metronic ein vielseitig<br />

verwendbares Kennzeichnungssystem, das<br />

kostengünstig, schnell und zuverlässig ist.<br />

In der Automobil-Zulieferbranche bewährt<br />

sich der Heißpräger hpdSYSTEM moto bei<br />

der abriebfesten Inline-Kennzeichnung von<br />

Reifen. Innerhalb der Reifen-Produktionslinie<br />

markiert er die Stelle mit der größten<br />

bzw. kleinsten Unwucht, damit im späteren<br />

Produktionsschritt das Reifenventil an der<br />

optimalen Stelle eingesetzt werden kann.<br />

Die Hauptvorteile der Laserbeschriftung<br />

sind die hohe Qualität<br />

und die Abriebfestigkeit der<br />

Kennzeichnung<br />

PRODUKTION MIT CODE-M OPTI-<br />

MIEREN. Für die Integration der Kennzeichnungssysteme<br />

in die Fertigung nimmt<br />

Software einen zunehmend höheren Stellenwert<br />

ein.<br />

„Mit code-M bieten wir ein innovatives<br />

Paket von Softwarelösungen für die Tintenstrahldrucker<br />

der alphaJET- und betaJET-<br />

Serien an. Das modulare Konzept erleichtert<br />

das Anpassen an neue Anforderungen und<br />

das Hinzufügen von neuen Modulen für spezielle<br />

Aufgaben“, erläutert Oliver Volland,<br />

Geschäftsführer der KBA-Metronic GmbH.<br />

Mit code-M erlangt der Anwender die volle<br />

Kontrolle über die Kennzeichnungssysteme<br />

in der Fertigungslinie. Servicekräfte können<br />

mit dem code-M Ferndiagnose-Modul über<br />

das Fertigungsnetzwerk detaillierte Reports<br />

von den verschiedenen Druckern auslesen.<br />

Eingebunden in ein vorausschauendes Wartungskonzept,<br />

das den Verschleiß von Druckerkomponenten<br />

anhand dieser Reports<br />

ermittelt, kann der optimale Zeitpunkt für<br />

den nächsten Service bestimmt werden.<br />

Die Wartung erfolgt möglichst, wenn die<br />

Linie aus Gründen von Produktionsumstellungen<br />

oder anderen Wartungsarbeiten<br />

sowieso ruht. Im Vergleich zu Wartungen<br />

mit festen Zeitintervallen wird damit Geld<br />

gespart und gleichzeitig die Anlagenverfügbarkeit<br />

erhöht.<br />

FIT FÜR INDUSTRIE 4.0. Im Rahmen von<br />

Industrie 4.0 wird die Kennzeichnung von<br />

Werkstücken noch wichtiger. In der Smart<br />

Factory muss jedes Teil mit einer eindeutigen<br />

Kennzeichnung versehen sein. Mit einem<br />

Lesegerät erfasst die intelligente Werkzeugmaschine<br />

die Kennung und „weiß“<br />

anschließend, wie sie das Teil bearbeiten<br />

muss. Die Lesbarkeit der Kennzeichnung<br />

muss unter allen Umständen gewährleistet<br />

sein und die Anforderungen an Auflösung<br />

und Haftung der Aufdrucke steigen.<br />

Auch Produkte mit geringen Abmessungen<br />

müssen gekennzeichnet werden. Für den<br />

Kennzeichnungsspezialisten KBA-Metronic<br />

eröffnen sich damit große Chancen für weitere<br />

Produktinnovationen.<br />

[pl]


Recycling Aktuell Kennzeichnen Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Die Firma Haberkorn optimiert mittels einer webbasierten<br />

Beschaffungs-Lösung das C-Teilemanagement seiner<br />

Kunden. Das Rückgrat ist eine Scannerlösung von BSR<br />

idware. Sie sorgt für vereinfachte Bewirtschaftung und<br />

sichere Versorgung<br />

Foto: Till Hückels<br />

Verflixt und zugeschraubt!<br />

Der größte technische Händler Österreichs, die Firma Haberkorn, gestaltet mit einer<br />

webbasierten Beschaffungs-Lösung das C-Teilemanagement seiner Kunden wirtschaftlicher<br />

und bietet dabei wirksame Konzepte zur Standardisierung von Produkten und Lieferanten<br />

an, elektronische Geschäftsprozesse zur Reduktion des Verwaltungsaufwandes<br />

sowie vereinfachte Bewirtschaftungslösungen mit Barcode-Scannern.<br />

Mit einem einzigen Scan können<br />

Kunden jetzt direkt aus ihrem<br />

Lager heraus die Bestellvorgänge<br />

in Echtzeit in Gang setzen. Haberkorn<br />

liefert seinen Kunden die passenden Mobilcomputer<br />

mit Scanfunktion und setzt<br />

dabei auf die bewährte Beratungs- und<br />

Servicequalität von BSR idware und Produkte<br />

von Honeywell.<br />

AKTIVES C-TEILE MANAGEMENT.<br />

Der Beschaffungsprozess ist ein komplexes<br />

Thema. Haberkorn bietet seinen<br />

Kunden verschiedene Systeme, effiziente<br />

C-Artikel-Managementsysteme einfach in<br />

den Betriebsablauf zu integrieren. Beispiele<br />

dafür sind der mobile Scanner, Barcode-<br />

Kataloge, Regalsysteme, E-Shop, Ausgabeautomaten<br />

sowie die RFID Scan Box.<br />

Ziel dieser modularen <strong>Log</strong>istik-Services ist,<br />

den Beschaffungsprozess zu vereinfachen<br />

und eine nachhaltige Versorgungssicherheit<br />

jederzeit gewährleisten zu können. Haberkorn<br />

unterstützt seine Kunden zusätzlich<br />

bei der Anbindung oder Integration ins<br />

eigene Warenwirtschaftssystem mit OCIund<br />

EDI-Schnittstellen.<br />

SCANNERLÖSUNG. Optimierte Bewirtschaftungslösungen<br />

beginnen mit einer<br />

einfachen und fehlerfreien Erfassung von<br />

Bestellungen. Ein sehr wichtiges Optimierungsmodul<br />

sind dabei sogenannte Kanbanregale,<br />

die mit Behältern sowie mit Barcodes<br />

und 2D-Codes ausgestattet sind. Die<br />

passenden Scanner stellt Haberkorn seinen<br />

Kunden unentgeltlich zur Verfügung, damit<br />

diese einfach und fehlerfrei Bestellungen erfassen<br />

können. Bei der Wahl der Hardware<br />

vertraute Haberkorn auf die Erfahrung des<br />

Auto-ID-Spezialisten BSR idware, einem der<br />

führenden Anbieter von Identifikations- und<br />

Barcodesystemen in Österreich und Bayern.<br />

Die intensive und kompetente Beratung<br />

durch BSR-Mitarbeiter Christian Rauscher<br />

und mehrere Geräte-Tests ergaben schließlich<br />

die ideale Hardware-Besetzung: Den<br />

Dolphin 70e Black Mobilcomputer von<br />

Honeywell Scanning and Mobility.<br />

HONEYWELL DOLPHIN 70E BLACK.<br />

Das optisch ansprechende Gerät wurde für<br />

vielfältigste Geschäftsanwendungen konzipiert,<br />

vom internen Gebrauch im Lager bis<br />

hin zum Außeneinsatz direkt beim Kunden,<br />

deckt es alle Anforderungen einer mobilen<br />

Arbeitskraft ab. Mit einem großen 4.3“ Display<br />

und Schutzklasse IP67 ausgestattet, ermöglicht<br />

es einen Dauereinsatz bis zu zwölf<br />

Stunden mit einer Akkuladung. Flacher<br />

und schicker als andere industrietauglichen<br />

Terminals ist der Dolpin 70e Black durch<br />

das Magnesium-Gehäuse gleichzeitig viel<br />

robuster als ein herkömmliches Consumer-<br />

Gerät. Sprach und Datenübertragung via<br />

3.9G UMTS/HSPA+ sowie 802.11a/b/g/n<br />

WLAN und NFC vergrößern den Funktionsradius<br />

des Geräts.<br />

Diese Eigenschaften prädestinieren das<br />

Gerät für die Beschaffungslösung bei Haberkorn.<br />

Wesentlich ist jedoch die Geschwindigkeit,<br />

mit der der neue 2D-Scanner<br />

die Codes scannen kann. „Das ist für<br />

ein effizientes Beschaffungsmanagement<br />

notwendig, wenn viel gescannt werden<br />

muss“, erklärt Daniel Kohler, Produktund<br />

Projektmanager <strong>Log</strong>istik Services &<br />

E-Business bei Haberkorn, den Einsatz des<br />

Gerätes. Haberkorn-Kunden müssen heute<br />

nur noch die Codes an den Kanban-Regalen<br />

einscannen, die mit Informationen wie<br />

Produkt, Menge, Lieferort usw. hinterlegt<br />

sind. Dabei kann sogar der Lieferort bis<br />

zum spezifischen Standort des Regals in der<br />

Produktion bestimmt werden. „Das ist dann<br />

sinnvoll, wenn ein Unternehmen große<br />

Produktionsstraßen hat, die jedoch direkt<br />

mit C-Teilen beliefert werden müssen“, so<br />

Daniel Kohler.<br />

SERVICEQUALITÄT. Der Barcode-Spezialist<br />

BSR idware begleitete seinen langjährigen<br />

Geschäftspartner Haberkorn dabei zur<br />

finalen Lösung, nämlich diese Bewirtschaftungslösung<br />

mit Honeywell‘s Dolphin 70e<br />

Black umzusetzen. Das Unternehmen beriet<br />

Haberkorn bis ins Detail bei der Beschaffung<br />

der Kommunikations-Devices. Dabei<br />

kommt BSR idware zugute, das größte Leistungsportfolio<br />

für Hardware in Mitteleuropa<br />

aufgebaut zu haben. „Dadurch konnte<br />

uns BSR idware gleich mehrere Geräte<br />

unterschiedlichster Hersteller und Varianten<br />

zum Testen zur Verfügung stellen“,<br />

freut sich Daniel Kohler über den hohen<br />

Servicegrad der Salzburger. Überhaupt zeigt<br />

sich der Experte für <strong>Log</strong>istik-Services sehr<br />

zufrieden mit der Beschaffungslösung. Er ist


davon überzeugt, dass diese Form der Beschaffung die Zukunft<br />

im C-Teile-Management und im Handel bestimmen wird.<br />

KURZPROFIL BSR. BSR idware ist seit 25 Jahren der Spezialist<br />

für effektive und professionelle Barcode- und RFID-<br />

Lösungen. Das Unternehmen wurde 1990 von Albin RAINER<br />

in Salzburg gegründet und beschäftigt heute 19 Mitarbeiter,<br />

mit Stammsitz im Salzburger Technologiezentrum und einer<br />

weiteren Niederlassung in Brunn am Gebirge, südlich von<br />

Wien. BSR idware ist einer der führenden Lösungsanbieter<br />

für Identifikations- und Barcodesysteme in Österreich und<br />

Bayern. Entwickelt werden individuelle Lösungskonzepte,<br />

die sich durch eine hohe Funktionalität, Investitionssicherheit<br />

und Ausbaufähigkeit auszeichnen.<br />

Foto: RS Verlag<br />

Daniel Kohler, Produkt- und Projektmanager <strong>Log</strong>istik Services<br />

& E-Business bei Haberkorn zeigt sich sehr zufrieden mit der<br />

Scannerlösung von BSR idware<br />

Der individuelle Full-Service beinhaltet unter anderem:<br />

Konzeption&Planung, Funkausmessung, Installation&Schulung,<br />

TopCare Geräteservice, Reparatur&Wartung, Helpdesk&Support<br />

sowie Vorkonfiguration Geräte/Etikettenlayout/Vordrucke.<br />

Weitere Infos unter www.bsr.at.<br />

KURZPROFIL HABERKORN. Die Haberkorn GmbH versorgt<br />

Industrie- und Bauunternehmen mit Arbeitsschutz,<br />

Schmierstoffen und technischen Produkten wie Schläuche,<br />

Maschinenelemente und Hydraulik. <strong>Log</strong>istik-Services und E-<br />

Business-Lösungen ersparen den Kunden Zeit und Geld. Das<br />

Familienunternehmen mit Sitz in Wolfurt/Vorarlberg wurde<br />

1932 gegründet. Heute zählt Haberkorn mit über 1.400 Mitarbeitern<br />

und 16 Standorten in Österreich, Osteuropa und der<br />

Schweiz zu den führenden technischen Händlern Europas. [pl]


Recycling Aktuell Kennzeichnen Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Mief?! – Geruchsabweichungen<br />

auf der Spur<br />

Durch sensorische Untersuchungen können die Ursachen für Geruchs- und Geschmacksabweichungen<br />

verpackter Lebensmittel festgestellt werden. Dies bietet Optimierungspotenzial<br />

für Verpackungslösungen und beugt Reklamationen durch Endverbraucher vor.<br />

Im Rahmen des Projektes CoinSenses hat sich das OFI das Ziel gesetzt, eine Basis für die<br />

Entwicklung sicherer, organoleptisch neutraler Lebensmittelverpackungen zu schaffen.<br />

Ratsch – Hanna B. öffnet einen in<br />

Kunststoff verpackten Schinken.<br />

Ihr steigt sein Duft in die Nase, und<br />

obwohl er qualitativ gut aussieht, riecht<br />

er irgendwie komisch. Das Produkt landet<br />

im Müll; beim nächsten Einkauf wird<br />

die Ware eines anderen Herstellers gekauft.<br />

Im Allgemeinen beurteilt der Konsument<br />

die Qualität eines Lebensmittels mittels<br />

Geruchs- und Geschmackswahrnehmung,<br />

wie auch aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes.<br />

Dadurch wird ein bestimmtes<br />

Bild über Qualitätseigenschaften gewonnen.<br />

Beim Endverbraucher spielt bei der<br />

Meinungsbildung außerdem immer eine<br />

gewisse persönliche Erwartungshaltung<br />

an das Produkt eine Rolle.<br />

Reklamationen von Konsumenten beruhen<br />

bei verpackten Lebensmitteln häufig auf<br />

einem wahrgenommenen „Fehlaroma“.<br />

Der Ursprung allen Übels soll im Idealfall so<br />

rasch wie möglich identifiziert und folglich<br />

eliminiert werden. Jedoch gerade die Ursachenfindung<br />

kann sich als äußerst schwierig<br />

und komplex gestalten, denn es ergeben<br />

sich mehrere mögliche Fehlerquellen. Die<br />

Ursache kann im Lebensmittel selbst liegen<br />

wie auch im Verpackungsmaterial (Produktionsfehler,<br />

Restlösemittel, Verpackung ist<br />

nicht geeignet für den vorhergesehenen<br />

Anwendungszweck u.Ä.). Möglich ist jedoch<br />

auch ein ungünstiges Zusammenspiel<br />

von Lebensmittel und Verpackung, sprich<br />

eine Wechselwirkung, die zu einer organoleptischen<br />

Abweichung führt. Gerade<br />

die Kenntnis der Substanzen, welche sich<br />

im Einzelfall für organoleptische Abweichungen<br />

verantwortlich zeigen können,<br />

birgt ein großes Innovationspotential.<br />

SENSORIK: BESTIMMUNG IM VOR-<br />

FELD. Bis aus einem Material eine fertige<br />

Verpackung wird, werden eine Vielzahl von<br />

Prozessschritten durchlaufen. Beginnend<br />

bei der Rohstoffproduktion, der Herstellung<br />

einer Grundverpackung bis hin zur<br />

Bedruckung und schließlich Lagerung bzw.<br />

Lieferung an den Anwender. Jeder einzelne<br />

notwendige Schritt in der Produktionskette<br />

kann ein Verpackungsmaterial beeinflussen,<br />

darf jedoch dessen Qualität und Eignung<br />

zum Schutz des Lebensmittels nicht beeinträchtigen.<br />

Mittels der Durchführung sensorischer<br />

Untersuchungen kann die Eignung eines<br />

Verpackungsmaterials für eine gegebene<br />

oder gewünschte Anwendung im Vorfeld<br />

bestimmt und so das Risiko möglicher Reklamationen<br />

deutlich reduziert werden. In<br />

der Verpackungsindustrie wird die Sensorik<br />

sowohl im Bereich der Sicherheits- und<br />

Qualitätskontrolle als auch in der Produktentwicklung<br />

angewandt.<br />

Im Mittelpunkt der laufenden Forschungsarbeit am OFI stehen die<br />

Identifizierung relevanter Substanzen sowie die Untersuchung der<br />

Korrelation zwischen leicht flüchtigen Verbindungen in Verpackungsmaterialien<br />

und ihren sensorischen Eigenschaften<br />

Die organoleptischen Eigenschaften eines<br />

Verpackungsmaterials lassen sich mittels<br />

sensorischer Untersuchungen durch ein<br />

geschultes Panel eruieren. Die Bestimmung<br />

der chemischen Verbindung, welche<br />

tatsächlich eine sensorische Abweichung<br />

verursacht, ist jedoch aufwendiger. Sie<br />

bedarf geeigneter chromatographischer<br />

Analysenmethoden und gestaltet sich häufig<br />

zeitaufwendig und damit kostenspielig.<br />

LEICHT FLÜCHTIGE VERBINDUNGEN<br />

ALS MÖGLICHE URSACHE FÜR EINE<br />

GERUCHSABWEICHUNG.Bei der Herstellung<br />

von Verpackungsmaterialien aus<br />

Foto: OFI


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

Kunststoff wird vor allem die Polymerstruktur<br />

in unterschiedlichen Prozessschritten<br />

immer wieder großen Beanspruchungen<br />

ausgesetzt. Für die Fabrikation von z.B.<br />

Folien, Bechern oder Flaschen wird das<br />

Polymer nicht selten mehrmals erhitzt<br />

und auch mechanisch strapaziert. Durch<br />

eine derartige Beanspruchung kann es, vor<br />

allem unter Anwesenheit von Sauerstoff,<br />

zu Kettenspaltungen und in weiterer Folge<br />

zu einer Oxidation kurzkettiger Abbauprodukte<br />

aus dem Polymer kommen. Durch<br />

Abbau- und Oxidationsvorgänge entstehen<br />

leicht flüchtige organische Verbindungen,<br />

wie kurzkettige Aldehyde oder Ketone,<br />

die in der Lage sein können die organoleptischen<br />

Eigenschaften der Verpackung, und<br />

infolgedessen auch der darin verpackten<br />

Lebensmittel, zu verändern.<br />

Aber nicht nur der gesamte Herstellungsprozess<br />

von Kunststoffverpackungen nimmt<br />

Einfluss auf die Polymermatrix. Auch eine<br />

an den Produktionsprozess angeschlossene<br />

Behandlung des fertigen Materials oder<br />

Gegenstands, wie z.B. eine Sterilisation<br />

etwa durch Bestrahlung oder eine Desinfektion,<br />

kann die Polymermatrix maßgeblich<br />

beeinflussen und verändern. Zusätzlich<br />

darf bei der Bestimmung der organoleptischen<br />

Eigenschaften auch der spätere<br />

Anwendungszweck einer Verpackung beim<br />

Endverbraucher nicht außer Acht gelassen<br />

werden. Bei der Entwicklung von Verpackungen<br />

oder Verpackungsmaterialien<br />

sollte deshalb immer auch berücksichtigt<br />

werden, ob geplant ist, dass diese beim<br />

Endverbraucher in Kontakt mit dem Lebensmittel<br />

erhitzt werden, z.B. mittels<br />

Mikrowelle oder Backofen. Auch solche<br />

Vorgänge können zur Entstehung unerwünschter<br />

Fehlaromen beitragen.<br />

HERAUSFORDERUNGEN UND ZU-<br />

KUNFTSAUSSICHTEN. Oben genannte<br />

leicht flüchtige Abbauprodukte werden<br />

Lebensmittelverpackungen nicht absichtlich<br />

zugesetzt. Sie entstehen während der<br />

Produktion, bei unterschiedlichen Prozessschritten,<br />

können weiter reagieren,<br />

abgebaut werden oder, im besten Fall, auch<br />

wieder aus dem Material entweichen und<br />

so im Endprodukt gar nicht mehr enthalten<br />

sein.<br />

Da diese Verbindungen einem Lebensmittelkontaktmaterial<br />

nicht bewusst zugesetzt<br />

werden, liegt die Schwierigkeit eines analytischen<br />

Nachweises darin, dass Art und<br />

Menge meist nicht direkt aus Rezepturdaten<br />

abgeleitet werden können, sondern<br />

erst durch geeignete Screening-Methoden<br />

ermittelt werden müssen. Als zusätzliche<br />

Herausforderung erweist sich, dass sehr<br />

geringe Nachweisgrenzen gefordert sind,<br />

womit häufig Grenzen von analytischen<br />

Standardverfahren erreicht werden.<br />

In Zusammenarbeit mit dem Institut für<br />

Analytische Chemie und Lebensmittelchemie<br />

der TU Graz, entwickelt das OFI<br />

Lösungsansätze: Im Rahmen des Projektes<br />

CoinSenses werden analytische Grundlagen<br />

für die Optimierung von Lebensmittelverpackungen<br />

und deren Verarbeitungsbedingungen<br />

geschaffen. Ziel ist<br />

die Entwicklung sicherer, organoleptisch<br />

neutraler Materialien. Im Mittelpunkt<br />

der laufenden Forschungsarbeit stehen<br />

die Identifizierung relevanter Substanzen<br />

sowie die Untersuchung der Korrelation<br />

zwischen leicht flüchtigen Verbindungen<br />

in Verpackungsmaterialien und ihren sensorischen<br />

Eigenschaften. In Zusammenhang<br />

mit diesem Vorhaben werden auch Fragestellungen<br />

zum Thema nicht absichtlich<br />

zugesetzter Substanzen („NIAS“) in Verpackungsmaterialien<br />

er- und bearbeitet. [pl]<br />

ÜBER DIE<br />

AUTORINNEN<br />

Als Analytikerinnen des OFI sind Rayna Razlozhka<br />

(li.) und Mag. Dr. Nicole Reischütz (re.)<br />

Geruchs- und Geschmacksabweichungen, die<br />

als Qualitätsminderung des Produkts wahrgenommen<br />

werden können, auf der Spur. Mittels<br />

sensorischer Untersuchungen bestimmen<br />

sie organoleptische Eigenschaften von Verpackungsmaterial<br />

und loten Wechselwirkungen<br />

zwischen Lebensmittel & Verpackung aus.<br />

Kontakt:<br />

rayna.razlozhka@ofi.at<br />

nicole.reischuetz@ofi.at<br />

Mehr Leistung für Eiscreme<br />

Tetra Pak hat eine neue Hochleistungs-Extrudieranlage für Eiscreme auf den Markt gebracht. Sie<br />

ist, laut Unternehmensangabe, die effizienteste derzeit auf dem Markt verfügbare Lösung für<br />

die Herstellung hoher Produktionsmengen von Stiel- und Sandwich-Eiscreme.<br />

Die neue Anlage ermöglicht mehr Flexibilität durch den schnelleren Wechsel zwischen Stiel- und<br />

Sandwich-Eis. Die Anlage kann jetzt bis zu vier verschiedene Geschmacksrichtungen und bis zu<br />

zwölf unterschiedliche Glasuren ohne Umrüstung verarbeiten.<br />

Mit bis zu 43.200 Einheiten pro Stunde bietet die neue Linie gegenüber dem Industriedurchschnitt<br />

von 36.000 Einheiten in diesem Segment die höchste am Markt verfügbare Leistung.<br />

Der effiziente Freezer und die hochpräzise Schneidevorrichtung im Zusammenspiel mit einer<br />

über alle Verarbeitungsschritte effektiven Temperatursteuerung sorgen für konstant hohe Stabilität<br />

und gleichmäßige Dicke der Eiscreme-Produkte. Die neu entwickelte Transfer-Einheit ermöglicht<br />

darüber hinaus das schonende und präzise Tauchen sowie das sorgfältige und fehlerfreie<br />

Ablegen auf der Umverpackung. Der Vorteil: Dadurch werden Abfälle minimiert.<br />

Die Anlage bietet bei voller Leistung die branchenweit niedrigsten Betriebskosten und Umweltauswirkungen.<br />

Auch ohne den Einsatz zusätzlicher Arbeitskräfte kann die Produktion um 60<br />

Prozent erhöht werden – bei nur 44 Prozent mehr Energieaufwand.<br />

Tetra Pak führt Extrudieranlage<br />

mit der<br />

höchsten Leistung in der<br />

Eiscremeindustrie ein<br />

Foto: Tetra Pak


Recycling Aktuell Kennzeichnen Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Eiskalt verpackt – Fertiggerichte von<br />

Jütro Tiefkühlkost<br />

Fotos: Ishida<br />

Eiskaltes Verpacken<br />

Fertiggerichte auf ganzer Linie<br />

Erst kalt verpackt, dann heiß serviert. Gefrostete Fertiggerichte sind wichtiger Sortimentsbestandteil<br />

von Jütro Tiefkühlkost. Als ein Marktbegleiter sein Werk schloss, konnte<br />

der Hersteller prompt in die Bresche springen und installierte binnen kürzester Zeit<br />

eine komplette Schalenverpackungslinie. Für Hochleistung sorgen jetzt eine Mehrkopfwaage<br />

und ein Traysealer von Ishida.<br />

Eng begrenzt und stark umkämpft ist<br />

die Tiefkühlfläche in den deutschen<br />

Supermärkten. Der Lebensmitteleinzelhandel<br />

konfrontiert die Hersteller mit<br />

ständig neuen Ausschreibungen und permanentem<br />

Wechsel. Wer unter solchen<br />

Bedingungen erfolgreich sein will, muss<br />

maximale Flexibilität beweisen. Jütro Tiefkühlkost<br />

konnte kurzfristig einen Großauftrag<br />

übernehmen, die dazu erforderlichen<br />

Verpackungsmaschinen mussten allerdings<br />

binnen zwölf Wochen zur Verfügung<br />

stehen. Gestemmt wurde das anspruchsvolle<br />

Projekt gemeinsam mit Ishida. Die<br />

neue vollautomatische Linie läuft seit dem<br />

Sommer 2014 auf Hochtouren.<br />

Jütro Tiefkühlkost hatte ein klares Anforderungsprofil<br />

für die neue Verpackungslinie,<br />

berichtet Geschäftsführer Michael Meyer:<br />

„Das Hauptaugenmerk lag auf der Schalenverpackung<br />

von Fertiggerichten, die wir in<br />

vielen Variationen und mit unterschiedlichen<br />

Sollgewichten produzieren. Mit der<br />

neuen Linie wollten wir sehr schnell große<br />

Margen verarbeiten, und das mit möglichst<br />

wenig Produktumstellungen.“ Eine bereits<br />

vorhandene Schalenverpackungslinie sollte<br />

fortan ausschließlich für kleinere Losgrößen<br />

eingesetzt werden.<br />

REKORDVERDÄCHTIGE ABFÜLLUNG.<br />

Zusammen mit Ishida konzipierte Jütro<br />

Tiefkühlkost eine Verpackungslinie von<br />

beeindruckender Effizienz. Gleich die erste<br />

Station der neuen Linie ist ein Superlativ. Die<br />

laut Hersteller leistungsstärkste Mehrkopfwaage<br />

der Welt vom Typ Ishida CCW-RV<br />

kombiniert Geschwindigkeit und Präzision<br />

mit einer äußerst robusten Konstruktion –<br />

ideal für die starke Beanspruchung durch<br />

gefrostete Lebensmittel. Alle Kontaktflächen<br />

der 20-köpfigen Waage bestehen aus<br />

stabilem Riffelblech, Produktanhaftungen<br />

sind kaum möglich. Trotz der integrierten<br />

Hightech ist die CCW-RV wasserdicht zertifiziert<br />

gemäß der Schutzart IP69K. Diesen<br />

Ansprüchen genügt derzeit keine andere<br />

auf dem Markt erhältliche Mehrkopfwaage.<br />

Sämtliche Komponenten der Maschine<br />

inklusive der Antriebseinheiten haben<br />

Schutz gegen Wasser bei Hochdruck- und<br />

Dampfstrahlreinigung.<br />

AUS DREI ZUTATEN WIRD EIN MISCH-<br />

PRODUKT. Die drei Produktzutaten Fleisch,<br />

Gemüse und Reis bzw. Nudeln gelangen von<br />

oben auf die Waage. Der Einlauftrichter ist<br />

wie der Verteilteller, die Schalen und der<br />

Auslauftrichter in drei Sektionen aufgeteilt,<br />

so dass die Produktkomponenten vollständig<br />

getrennt verwogen werden. Unterhalb des<br />

Verteiltellers sitzt ein Sensor, der die Zufuhr<br />

zu den Radialrinnen steuert und einen<br />

gleichmäßigen Produktfluss zu den Schalen<br />

gewährleistet. Die ringförmig angeordneten<br />

Vorschalen halten kurzzeitig das Produkt<br />

und beschicken einen weiteren Ring mit<br />

Wiegeschalen. Sobald eine Wiegeschale leer<br />

ist oder mehr Produkt benötigt, geht ein<br />

Signal an die entsprechende Vorschale. In<br />

Sekundenbruchteilen bestimmt ein Mikroprozessor<br />

die Wiegeschalen, deren Kombination<br />

am nächsten zum Zielgewicht liegt.<br />

Ein zusätzlicher Ring aus Boosterschalen<br />

ermöglicht die Zwischenspeicherung bereits<br />

verwogener Teilmengen, was die Kombinationsmöglichkeiten<br />

noch multipliziert.<br />

Unterhalb der Waage werden die Produktkomponenten<br />

in zwei Sammelspei-


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

cherschalen zusammengeführt und durch<br />

Senktrichter in jeweils zwei Schalen gleichzeitig<br />

abgefüllt. „Ein wichtiger Faktor ist<br />

die Genauigkeit, der Produktverlust durch<br />

Überfüllung tendiert gegen Null“, sagt Michael<br />

Meyer.<br />

SCHALENVERSIEGELUNG MIT HIGH-<br />

SPEED. Nach der Hinzufügung von Wasser<br />

und Sauce erreichen die Schalen den Traysealer<br />

Ishida QX-1100 Flex. Die kompakte<br />

Schalenversiegelungsmaschine in einbahniger<br />

Ausführung versiegelt luftdicht immer<br />

7 Schalen zugleich im Innenschnitt-Verfahren.<br />

Die Grundform der von Jütro Tiefkühlkost<br />

verarbeiteten Schalen ist immer gleich,<br />

nur ihre Höhen variieren zwischen 50 und<br />

70 mm, was aber keine Umstellungen am<br />

Werkzeug erforderlich macht. Der hohe Siegeldruck<br />

kombiniert mit genauer Steuerung<br />

von Siegelzeit und -temperatur bewirken<br />

einwandfreie Siegelnähte und Verpackungsoptik.<br />

Moderne Servotechnologie sorgt für<br />

eine kontrollierte Schalenförderung und<br />

Folienzufuhr bei Hochgeschwindigkeit.<br />

Geschäftsführer Michael Meyer lobt: „Im<br />

Vergleich zu anderen Schalenversiegelungsmaschinen<br />

ist der QX-1100 Flex völlig unkompliziert,<br />

insbesondere das problemlose<br />

Handling der Folie minimiert Stillstand.“ Die<br />

Edelstahlkonstruktion mit Schnellverschlüssen<br />

ist leicht zugänglich für Betrieb, Wartung<br />

und Reinigung. Beeindruckt ist Meyer auch<br />

von der Funktion der Siegelkopfredundanz.<br />

„Im Fall von Störungen schalten sich die<br />

Siegelköpfe einzeln ab und der Traysealer<br />

produziert trotzdem weiter, wobei er die<br />

Schalenzufuhr automatisch reguliert.“<br />

Der Traysealer QX-1100 Flex ist nicht nur<br />

leistungsstark, sondern auch kompakt<br />

Die Zutaten der Fertiggerichte<br />

werden separat verwogen<br />

QUALITÄTSKONTROLLE. Für die Qualitätskontrolle<br />

am Ende der Linie konnte Ishida<br />

ebenfalls eine zuverlässige Lösung liefern.<br />

Die Kontrollwaage DACS-G mit integriertem<br />

Metalldetektor schleust Verpackungen aus,<br />

die nicht den Spezifikationen entsprechen.<br />

Eine neu entwickelte Wiegezelle ermöglicht<br />

enorme Geschwindigkeit bei der Produktinspektion.<br />

Das Modell DACS-G ist zugleich<br />

äußerst robust und verfügt über eine Schutzfunktion,<br />

die bei Störeinwirkungen von<br />

außen automatisch den Wiegesensor vom<br />

Band trennt. Anschließend nimmt die Maschine<br />

den Betrieb sofort wieder auf. Auch<br />

die niedrigen Temperaturen und die hohe<br />

Luftfeuchtigkeit in der Produktion von Jütro<br />

Tiefkühlkost können der Kontrollwaage<br />

nichts anhaben.<br />

POSITIVES FAZIT. Heute arbeitet Jütro<br />

Tiefkühlkost mit der neuen Schalenverpackungslinie<br />

im Dreischichtbetrieb und der<br />

Geschäftsführer Michael Meyer zieht eine<br />

erste Bilanz: „Lieferung und Installation<br />

gingen sehr schnell vonstatten. Anschließend<br />

haben wir zusammen mit Ishida einige<br />

‚Kinderkrankheiten‘ bewältigt und seitdem<br />

funktioniert die Anlage tadellos. Obwohl wir<br />

ein schwieriges Produkt verarbeiten, wurde<br />

die Leistungsvorgabe von 70 Takten schnell<br />

erreicht, das bedeutet 40 % mehr Ausstoß im<br />

Vergleich zu unserer älteren Schalenlinie.“<br />

Eine Amortisierung der Investition wird<br />

daher schon bald erreicht sein.<br />

KURZPROFIL JÜTRO. Die Jütro Tiefkühlkost<br />

GmbH & Co. KG (Jessen, Sachsen-<br />

Anhalt) ist mit 210 Mitarbeitern einer der<br />

führenden deutschen Hersteller von Tiefkühlkost.<br />

Dank leistungsfähiger Misch- und<br />

Verpackungsanlagen werden Obst und Gemüse<br />

sowie Fertiggerichte in Faltschachteln,<br />

Schlauchbeutel und Schalen verpackt angeboten.<br />

Der Vertrieb erfolgt unter Eigenmarke<br />

und unter Handelsmarken. Jütro Tiefkühlkost<br />

beliefert in Deutschland alle großen<br />

Einzelhandelsketten und exportiert auch<br />

ins europäische Ausland. Die Tiefkühlläger<br />

des Herstellers gewährleisten mit 30.000<br />

Europalettenstellplätzen eine maximale<br />

Warenversorgungssicherheit.<br />

www.juetro-tkk.de<br />

KURZPROFIL ISHIDA. Ishida konzipiert,<br />

produziert und installiert innovative Verpackungstechnologien<br />

für den Lebensmittel-<br />

und den Non-Food-Bereich. Angeboten<br />

werden effiziente Maschinen für das Verwiegen,<br />

das Abfüllen und Verpacken sowie die<br />

Qualitätskontrolle. Kunden erhalten auch<br />

komplette Linienlösungen und Service aus<br />

einer Hand. Die Ishida GmbH in Schwäbisch<br />

Hall ist die für Deutschland und Österreich<br />

zuständige Niederlassung von Ishida Europe.<br />

Weitere Infos unter www.ishida.de [pl]


Recycling Aktuell Kennzeichnen Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Die neue Oberschalenfolie Safe Peel Clear AF von Südpack ist<br />

besonders dünn und belastbar und garantiert dank verbesserter<br />

Antifog-Beschichtung einen glasklaren Blick auf das Produkt<br />

Foto: Südpack<br />

Glasklare Einblicke<br />

Beschlagene Deckfolien in der Frischetheke gehören der Vergangenheit an: Ab sofort<br />

sorgt die neue Schalenoberfolie Safe Peel Clear AF der Südpack Verpackungen GmbH<br />

& Co. KG für einen ungetrübten Blick auf verpackte Lebensmittel – und damit zugleich<br />

für glasklare Vorteile am Point-of-Sale. Möglich machen das die deutlich verbesserten<br />

Antifog-Eigenschaften und die extrem hohe Materialtransparenz der Safe Peel Clear AF.<br />

Auch in puncto Produktsicherheit behält das jüngste Mitglied der Safe Peel-Produktlinie<br />

den vollen Durchblick: Die Safe Peel Clear AF verschließt Polypropylen (PP)-Schalen<br />

selbst bei Produktrückständen dicht und lässt sich kinderleicht öffnen.<br />

Der freie Blick auf das Produkt<br />

spielt gerade an der Frischetheke<br />

eine zentrale Rolle. Verbraucher<br />

wollen sich direkt am Point-of-Sale einen<br />

Eindruck von der Qualität eines Produkts<br />

machen und fällen ihre Kaufentscheidung<br />

nicht selten anhand des optischen Eindrucks.<br />

Beschlagene Oberfolien können<br />

dabei leicht als Zeichen „mangelnder<br />

Frische“ interpretiert werden – und sich<br />

entsprechend nachteilig auf die Kaufentscheidung<br />

auswirken. „Konsumenten haben<br />

heute einen hohen Anspruch an die<br />

Qualität von Produkten“, weiß Johannes<br />

Remmele, geschäftsführender Gesellschafter<br />

von Südpack. „Das Produkt muss nicht<br />

nur frisch sein, sondern auch so aussehen.<br />

Die richtige Verpackung spielt deshalb<br />

eine entscheidende Rolle im Wettbewerb<br />

um die Konsumenten.“<br />

Mit Safe Peel Clear AF führt Südpack nun<br />

eine neue Generation von Schalenoberfolien<br />

für PP-Schalen ein, die sich insbesondere<br />

an Produzenten in der Fleisch<br />

und Fisch verarbeitenden Industrie wendet<br />

und künftig einen glasklaren Blick auf<br />

ihre Frische-Produkte garantiert. Die neue<br />

Schalenoberfolie erweitert die bestehende<br />

Safe-Peel-Produktlinie und besticht dabei<br />

nicht nur durch ihre Zusammensetzung, die<br />

maximale Durchsichtigkeit erlaubt, sondern<br />

verhindert dank ihrer verbesserten Antifog-<br />

Technologie ein Beschlagen der Innenseite<br />

der Deckfolie. „Unser erklärtes Ziel war<br />

es, eine Folie zu entwickeln, die dem Verbraucher<br />

einen völlig ungetrübten Blick<br />

auf die Produkte ermöglicht“, so Remmele.<br />

„Entsprechend stolz sind wir, dass uns dies<br />

auch gelungen ist.“<br />

PRODUKTSICHERHEIT TRIFFT CON-<br />

VENIENCE. Rund ein halbes Jahr dauerte<br />

die Entwicklung von Safe Peel Clear<br />

AF, bei der die Südpack-Experten auch im<br />

Hinblick auf die Produktsicherheit einem<br />

glasklaren Konzept folgten: Safe Peel Clear<br />

AF ist trotz ihrer geringen Dicke eine steife<br />

Folie, die stark mechanisch belastbar ist und<br />

sich hervorragend für die vollautomatisierte<br />

Verarbeitung eignet. Als Hochbarrierefolie<br />

liegt sie plan auf der zu verschließenden<br />

PP-Schale auf und lässt sich dank des verbesserten<br />

Peel-Systems auf Basis einer PP<br />

Siegelschicht auch bei Öl- und anderen<br />

Produktrückständen, die sich bei der Befüllung<br />

am Schalenrand ablagern können,<br />

absolut dicht aufsiegeln. Vom Verbraucher<br />

wiederum lässt sich die Folie leicht öffnen<br />

ohne einzureißen.<br />

Im Verpackungsprozess punktet Safe Peel<br />

Clear AF zudem mit hoher Flexibilität und<br />

schneller Verarbeitbarkeit: Die Folie kann<br />

von allen gängigen Traysealern verarbeitet<br />

werden und fügt sich so reibungslos in bestehende<br />

Produktionsprozesse ein. Beim<br />

Verpacken und Versiegeln der Produkte<br />

ermöglicht die Safe Peel Clear AF dabei hohe<br />

Taktzahlen von bis zu 13,5 Einheiten pro<br />

Minute – und das bei deutlich reduziertem<br />

Materialverbrauch. Ohne Abstriche im Produktschutz<br />

hinnehmen zu müssen, wird pro<br />

Verpackungseinheit weniger Verpackungsmaterial<br />

als bisher benötigt. Umgekehrt steht<br />

pro Rolle mehr Folie zur Verfügung. Dies<br />

vermeidet nicht nur Abfall, sondern sorgt<br />

auch dafür, dass weniger Rüstvorgänge notwendig<br />

sind. Ein weiterer Beitrag zur Steigerung<br />

der Produktivität beim Verpacken.<br />

KURZPROFIL. Die Südpack-Verpackungsgruppe<br />

hat ihren Stammsitz im baden-württembergischen<br />

Ochsenhausen. Das Familienunternehmen,<br />

das im Jahr 1964 von Alfred<br />

Remmele gegründet wurde und 2014 sein<br />

50-jähriges Jubiläum feierte, verfügt über<br />

insgesamt 34 Vertriebsniederlassungen und<br />

Standorte, mit Produktionen in Deutschland,<br />

Frankreich und der Schweiz. Schwerpunkte<br />

des Unternehmens sind Hart- und Weichfolien<br />

sowie Kunststoffbeutel. Bedruckt<br />

wird sowohl im Flexodruck- als auch im<br />

Kupfertiefdruck-Verfahren. Südpack Medica,<br />

ein Tochterunternehmen der Südpack<br />

Verpackungen GmbH & Co. KG, produziert<br />

unter Reinraumbedingungen Sterilgutverpackungen<br />

für die Medizinbranche. Insgesamt<br />

beschäftigt die Gruppe rund 1.100 Mitarbeiter<br />

und erzielte im Jahr 2014 einen Umsatz<br />

von mehr als 340 Millionen Euro. [pl]


Appetit auf<br />

Informationen?<br />

Es ist aufgetischt!<br />

Aktuelle Online-News unter www.packundlog.at


Recycling Aktuell Kennzeichnen<br />

Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Jungheinrich stellt mit den Varianten<br />

ECE 225 HP und ECE 225 HP-LJ (Bild)<br />

neue, innovative Kommissionierer-<br />

Modelle vor<br />

Foto: Jungheinrich<br />

Komfortabel kommissionieren<br />

bis in die zweite Regalebene<br />

Nach erfolgreicher Markteinführung seines Horizontal-Kommissionierers ECE 225 auf<br />

der <strong>Log</strong>iMAT <strong>2015</strong> bringt Jungheinrich im Laufe des Jahres weitere Modelle auf den<br />

Markt. Gestartet wird mit den Varianten ECE 225 HP (mit hydraulisch hebbarer Plattform)<br />

und ECE 225 HP-LJ (mit hebbarer Plattform und hebbarer Bedieneinheit).<br />

Alle neuen Modelle basieren auf dem<br />

ECE 225, der als Plattformkonzept<br />

mit einer komplett überarbeiteten<br />

Antriebs- und Steuerungstechnik neu entwickelt<br />

worden ist. Sie zeichnen sich durch<br />

deutlich gesteigerte Beschleunigungs- und<br />

Fahrleistungen aus, was sich in einer um<br />

bis zu zehn Prozent höheren Umschlagleistung<br />

im Vergleich zum Vorgängermodell<br />

auswirkt. „Erste Messungen in der Praxis<br />

haben ergeben, dass der Energieverbrauch<br />

gleichzeitig um bis zu vierzehn Prozent<br />

gesunken ist“, erläutert Ullrich Mau-Hansen,<br />

Produktmanager Kommissionierer bei<br />

Jungheinrich.<br />

Darüber hinaus besitzt das Standardfahrzeug<br />

eine neue gefederte Standplattform,<br />

die auch patentiert wurde. Die Plattform<br />

ist individuell auf das Fahrergewicht einstellbar<br />

und trägt somit zu einer deutlichen<br />

Verringerung von Humanschwingungen<br />

bei. Ein großzügiges Platzangebot – auch<br />

für hochgewachsene Bediener – sowie<br />

vielfältige und individualisierbare Ablagemöglichkeiten<br />

„sprechen nicht nur für den<br />

Stellenwert, den das Thema Ergonomie bei<br />

Jungheinrich bereits in der Entwicklung von<br />

Neufahrzeugen einnimmt“, so Mau-Hansen<br />

weiter, „sondern ist state-of-the-art in der<br />

Intralogistik!“<br />

Hauptmerkmal der neuen Fahrzeuge ist<br />

jedoch die optimale Anpassung an kundenspezifische<br />

Einsatzanforderungen. „Mit<br />

der Einführung der ersten neuen Varianten<br />

unserer ECE-Baureihe setzen wir erneut<br />

Maßstäbe in dieser Fahrzeugklasse“, sagt<br />

Ullrich Mau-Hansen. „Anwender in diesem<br />

Fahrzeugsegment haben sehr unterschiedliche<br />

<strong>Log</strong>istikkonzepte und daher einen sehr<br />

hohen Anspruch an Performance, Energieeffizienz,<br />

Robustheit und Ergonomie. Mit den<br />

neuen Modellen bieten wir Fahrzeuge, die<br />

noch individueller auf die speziellen Bedürfnisse<br />

unserer Kunden zugeschnitten sind.“<br />

HOCH HINAUS. Bei den neuen Horizontal-<br />

Kommissionierer-Modellen handelt es sich<br />

um den ECE 225 HP und den ECE 225<br />

HP-LJ. Diese Kommissionierer sind in der<br />

Lage, Lasten von bis zu 2.500 Kilogramm<br />

zu transportieren. Beide Fahrzeuge besitzen<br />

eine Standplattform und sind insbesondere<br />

für ein häufiges Kommissionieren in der<br />

zweiten Regalebene ausgelegt. Während<br />

beim ECE 225 HP nur die hydraulisch<br />

hebbare Standplattform in die zweite Regalebene<br />

hochfährt – der Fahrer betätigt<br />

dazu einen Fußtaster auf der Plattform und<br />

hat somit die Hände zum Kommissionieren<br />

frei – kann beim ECE 225 HP-LJ sowohl die<br />

Standplattform als auch die Bedieneinheit<br />

in die zweite Regalebene gefahren werden.<br />

„Bei diesem Fahrzeug kann der Bediener<br />

sogar mit angehobener Plattform weiterfahren“,<br />

erläutert Mau-Hansen.<br />

Neu bei beiden Varianten ist ein optional<br />

erhältliches integriertes Tagfahrlicht – Day<br />

LED. Ullrich Mau-Hansen: „Dieses Tagfahrlicht<br />

erhöht die passive Sicherheit deutlich<br />

und spielt vor allen Dingen in schlecht ausgeleuchteten<br />

Hallenbereichen seine Stärken<br />

aus.“ Optional sind zudem für die neuen<br />

Varianten zusätzliche Assistenzsysteme erhältlich:<br />

unter anderem drei verschiedene<br />

Fahrprogramme zur Anpassung des Fahrzeuges<br />

an unterschiedliche Einsatzprofile<br />

sowie Curve Control, die automatische<br />

lastabhängige Geschwindigkeitsreduzierung<br />

bei Kurvenfahrt. Darüber hinaus stehen für<br />

alle Fahrzeugvarianten diverse Ausstattungspakete,<br />

wie zum Beispiel Drive & Eco Plus,<br />

optional zur Verfügung. Diese sorgen für<br />

eine höhere Leistung bei einer gleichzeitig<br />

hohen Energieeffizienz.<br />

[pl]<br />

Eine Staplerspende für die Wissenschaft<br />

Jungheinrich hat dem Lehrstuhl für Fördertechnik, Materialfluss und <strong>Log</strong>istik (fml) der Technischen<br />

Universität München (TU München) zwei Flurförderzeuge gespendet. Hierbei handelt<br />

es sich um einen Elektro-Gegengewichtsstapler EFG 220 und einen Elektro-Deichselhubwagen<br />

EJC 112. Der Wert der Jungheinrich-Fahrzeuge entspricht rund 45.000 Euro. Beide Fahrzeuge<br />

wurden entsprechend den Bedürfnissen des Forschungsinstituts umgerüstet.<br />

Jungheinrich arbeitet seit 2003 eng mit dem Lehrstuhl fml der Technischen Universität München<br />

zusammen. Richard Brandstetter, Sprecher der Geschäftsführung der Jungheinrich <strong>Log</strong>istiksysteme<br />

GmbH in Moosburg: „Neben der Förderung von Wissenschaft und Lehre sind für uns<br />

die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung von enormer Bedeutung. Das gilt insbesondere<br />

bei der Entwicklung von neuen Produkten und innovativen Materialflusslösungen.“


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

Automatisierte Käsereifung<br />

FTS für 800 Tonnen Käse<br />

Eine anspruchsvolle Aufgabe für Egemin: Das Unternehmen Pinzgau Milch<br />

mit Sitz in Maishofen, Österreich, beauftragte den Systemintegrator mit der<br />

Automatisierung eines Käsereifelagers. Insgesamt 800 Tonnen Käse sollen<br />

dort gemäß Rezeptur verwaltet werden. Das Projekt soll im Sommer <strong>2015</strong><br />

in Betrieb gehen.<br />

Die Reifung von Käselaiben folgt einer vorgeschriebenen<br />

Rezeptur. Sprich einer definierten<br />

Behandlungsabfolge, die unbedingt eingehalten<br />

werden muss. Ansonsten leidet die Qualität des<br />

Käses. „Ziel für Pinzgau Milch ist es, alle Transportbewegungen<br />

zwischen Reiferäumen und Pflegeanlagen<br />

vollautomatisch abzuwickeln”, erklärt Yaser Gamai,<br />

Vertriebsleiter und verantwortlich für FTS-Lösungen<br />

bei der Egemin GmbH. „Wir haben deshalb ein Konzept<br />

mit einem fahrerlosen Transportsystem (FTS)<br />

entwickelt, um diesen hohen Anforderungen gerecht<br />

zu werden. Die Fahrzeuge organisieren künftig den<br />

Transport zwischen den vier Reifelagerräumen, zu den<br />

Behandlungsmaschinen und zum Warenausgang. Auch<br />

die Lagerung übernehmen die FTF. Das FTS und die<br />

Egemin-Leitsteuerung E`tricc ® übernehmen völlig eigenständig<br />

das komplette Management der einzelnen<br />

Käsesorten gemäß Rezeptvorgabe – also die gesamte<br />

Rezepturverwaltung – und das 365 Tage im Jahr. Pinzgau<br />

profitiert dadurch von einer sehr hohen Qualität<br />

seiner Produkte.”<br />

Die Rezepte beinhalten eine bestimmte Anzahl an zuvor<br />

definierten Behandlungen wie Ölen, Plastifizieren,<br />

Salzen, Schmieren und Trocknen. Darüber hinaus sind<br />

deren Dauer sowie spezifische Funktionen für die Pflege<br />

wie Bürsten, Brettwenden oder Käsewenden vorgeschrieben.<br />

Jede Sorte hat während der Produktion ihr<br />

eigenes Rezept. E`tricc ® regelt den rechtzeitigen Transport<br />

der Käselaibe zur richtigen Pflegeanlage sowie die<br />

Verbleibdauer im Reifelager, die vorgeschrieben ist. Auch<br />

die Lagerplatzverwaltung der insgesamt 567 Plätze in<br />

den Reiferäumen übernimmt die Egemin-Software. Für<br />

die Einlagerung und den rezeptgesteuerten Transport<br />

sind die FTF zuständig. Gestelle werden nach Typ, zugewiesenem<br />

Rezept und Gestellnummer in einem der<br />

Reiferäume eingelagert. Tritt eine Käsehorde in eine neue<br />

Reifungsphase, erhält ein FTF von E`tricc ® einen Auftrag<br />

zum Transport zur definierten Behandlungsmaschine.<br />

Anschließend geht die Reise je nach Rezept weiter –<br />

entweder zur weiteren Reifung in einen Reiferaum oder<br />

aber zum Warenausgang.<br />

Die Entscheidung, Egemin als Partner zu wählen, hatte<br />

für Pinzgau Milch mehrere Gründe: Der Systemintegrator<br />

überzeugte das Molkereiunternehmen mit seinem<br />

umfassenden technischen Know-how, der jahrelangen<br />

Erfahrung im Bereich der Käsereien und nicht zuletzt<br />

mit den vielen Referenzen und umgesetzten Projekten<br />

in der Milchindustrie. <br />

[pl]<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Kostengünstiger Vollautomat<br />

Keine separate Fördertechnik notwendig<br />

Foto: Egemin<br />

Automatischer Wickler<br />

als Stand‐Alone ‐ TOSA 025<br />

Anbringen der Folie ans Paket, Wickeln und<br />

Abschneiden des Folienendes erfolgt<br />

automatisch<br />

Zubringung der Pakete mit Stapler oder<br />

Handhubwagen<br />

Bedienung des Wicklers mittels<br />

Fernbedienung durch Staplerfahrer<br />

Visualisierungen des<br />

bei Pinzgau Milch<br />

zum Einsatz kommenden<br />

Fahrerlosen<br />

Transport Fahrzeugs<br />

(FTF) von Egemin<br />

josef.riegler@riegler-verpackungstechnik.com<br />

www.riegler-verpackungstechnik.com


Recycling Aktuell Kennzeichnen<br />

Lebensmittel<br />

Intralogistik<br />

Bei den französischen Chamapgner-<br />

Herstellern Piper-Heidsieck und<br />

Charles Heidsieck greift ein KUKA<br />

Konsolroboter tief in die Flasche<br />

Foto: KUKA<br />

Ein Roboter stellt den<br />

Schampus bereit<br />

Tradition kann mit technologischer Innovation Hand in Hand gehen: Zwei der größten<br />

Champagnermarken stellen dies unter Beweis. Seit einigen Monaten haben die KUKA<br />

Roboter das Auspacken der Flaschen bei Piper-Heidsieck und Charles Heidsieck übernommen.<br />

Als Firmen von Weltruf sind die<br />

Champagnerhäuser Piper-Heidsieck<br />

und Charles Heidsieck, jeweils<br />

1785 und 1851 gegründet, eines der<br />

Flaggschiffe „made in France“. Seit Juli<br />

2011 gehören sie zu 100 % der Familie<br />

Descours.<br />

Philippe Soriano, Leiter der Technik, ist für<br />

den Bau neuer Anlagen und die Investitionen<br />

bei den Produktionsmitteln zuständig.<br />

Er erklärt, dass das Wachstum der beiden<br />

Häuser sie dazu veranlasste, die herrlichen<br />

Räumlichkeiten im Herzen von Reims aufzugeben,<br />

um seit 1995 schrittweise an einen<br />

funktionsgerechteren Platz am Stadtrand<br />

zu ziehen. In mehreren hochmodernen<br />

Gebäuden sind die Tanks, die Produktionslinien<br />

sowie die Verwaltungsabteilungen<br />

untergebracht, während die Kellereien im<br />

Stadtzentrum verblieben sind.<br />

ROBOTERTECHNIK FÜR EIN MAXIMUM<br />

AN FLEXIBILITÄT. Als Philippe Soriano<br />

2011 über eine schnelle und flexible Lösung<br />

nachdachte, um die alte Maschine zu ersetzen,<br />

die für den Entpackungsvorgang der<br />

Flaschen nach Ausspülung genutzt worden<br />

war, wandte er sich an das Unternehmen<br />

Fege, führender Integrator auf dem Markt<br />

der Abfüllindustrie und langjähriger offizieller<br />

Partner von KUKA.<br />

Die von Fege aufgezeigte Hauptschwierigkeit<br />

bestand in der Vielfalt der verwendeten<br />

Flaschenformate und der Lagerungsarten<br />

(Champagne oder Burgunder). In der Tat<br />

variieren die Produktionen je nach verschiedenen<br />

Mengen (halbe Flaschen, 75<br />

cl, Magnum) oder verschiedenen Formen<br />

(Champagne, Piper RARE oder die neue<br />

Crayère-Flasche). Folglich reichte ein einfacher<br />

Manipulator nicht aus, um alle diese<br />

Formate zu beherrschen. Fege entwarf<br />

und entwickelte daher eine Roboterzelle,<br />

die diesen Anforderungen gerecht werden<br />

konnte. Ein KUKA Roboter vom Typ KR<br />

QUANTEC K (auf Konsole montiert) nimmt<br />

die Champagnerflaschen aus den Behältern,<br />

um sie auf ein Förderband zu stellen, das sie<br />

zu den Verpackungsabläufen transportiert.<br />

Die Genialität dieser Zelle besteht in der<br />

Einfachheit des Greifwerkzeugs, bei dem<br />

es sich um Saugrampen ohne bewegliches<br />

Element handelt. Beim Wechseln der Flaschen<br />

werden durch den Bediener 2 Rampen<br />

und 2 Wiegen ausgetauscht, ohne dass<br />

ein Werkzeug erforderlich ist. Um die Arbeit<br />

des Bedieners zu erleichtern, wurden den<br />

verschiedenen Flaschenformaten bestimmte<br />

Farbcodes zugeordnet: So entspricht einem<br />

grünen Behälter für Flaschen im „x“-Format<br />

der Robotergreifer in der gleichen Farbe.


<strong>Pack</strong> & <strong>Log</strong> <strong>06</strong>/15<br />

EINE GUT DURCHDACHTE LÖSUNG ...<br />

Ein anderer Vorteil dieser Anlage besteht<br />

darin, dass es durch den Konsolroboter möglich<br />

ist, sehr tief in die Flaschenkiste zu<br />

tauchen, indem ein Greifer verwendet wird,<br />

der in der Höhe relativ kurz ist. Dadurch<br />

wird die Verwendung von weniger tiefen<br />

Behältern mit einem geringeren Fassungsvermögen<br />

umgangen.<br />

Entscheidend für seine Wahl war für Philippe<br />

Soriano die von Fege entwickelte Einfachheit<br />

der Lösung. „Die wahre Schwierigkeit besteht<br />

darin, es einfach zu machen!“, erklärt er.<br />

Denn eine einfache Anlage sorgt für Effizienz<br />

und leichte Instandhaltung. Ein weiterer<br />

Vorteil des Roboters besteht darin, dass er<br />

äußerst störungsarm ist; ein grundlegender<br />

Faktor bei einer Umschlaggeschwindigkeit<br />

von 4.500 Flaschen pro Stunde.<br />

„Nachdem die Zelle installiert war, haben<br />

wir gemerkt, dass der KUKA Roboter wirklich<br />

sehr leise war, eine Eigenschaft, die wir<br />

sehr zu schätzen wissen!“<br />

... UM SICH DEN NEUEN ANFORDE-<br />

RUNGEN DES SEKTORS ANZUPASSEN.<br />

Der Trend auf dem Champagnermarkt geht<br />

Ein KUKA Roboter vom<br />

Typ KR QUANTEC K<br />

nimmt die Champagnerflaschen<br />

aus den<br />

Behältern und stellt sie<br />

auf ein Förderband. Vor<br />

allem die Einfachheit<br />

des Greifwerkzeuges<br />

besticht. Es handelt sich<br />

um Saugrampen ohne<br />

bewegliches Element<br />

dahin, insbesondere für den Export immer<br />

erlesenere und hochwertigere Flaschen zu<br />

gestalten. In dem Wissen, dass 50 % der<br />

Produktion ins Ausland geht (insbesondere<br />

nach Asien, wo eine starke Nachfrage nach<br />

Luxusprodukten herrscht), muss man sich<br />

diesen neuen Trends schnell anpassen können<br />

und sich daher mit äußerst flexiblen<br />

Produktionsmitteln ausrüsten.<br />

Piper-Heidsieck und Charles Heidsieck<br />

haben es bestens verstanden, sich darauf<br />

einzustellen, indem sie die technologische<br />

Innovation in den Dienst eines auf Modernität<br />

ausgerichteten Designs integriert<br />

haben, unter Bewahrung eines erstklassigen<br />

Produkts von althergebrachter Tradition. [pl]<br />

Foto: Piper-Heidsieck<br />

Mercadona lagert und kommissioniert in Abrera<br />

zukünftig in allen Sortimentsbereichen mit dem<br />

vollautomatischen OPM-System von WITRON<br />

Foto: WITRON<br />

Trocken, Frische, Tiefkühl<br />

Nachdem der spanische Lebensmitteleinzelhändler Mercadona am<br />

Standort Abrera mit WITRON-Technologie bereits die Frische- und<br />

Tiefkühllogistik erfolgreich automatisiert hat, wurde WITRON Ende<br />

November 2014 auch mit der Planung und Realisierung des neuen<br />

Trockensortiment-Verteilzentrums beauftragt. Beide Unternehmen<br />

verbindet seit mehr als 10 Jahren eine enge <strong>Log</strong>istikpartnerschaft.<br />

Ab 2017 versorgt die 40.000 m 2<br />

große Anlage in der Nähe von<br />

Barcelona sämtliche Mercadona-<br />

Filialen der Region Katalonien. Analog zu<br />

den temperaturgeführten Bereichen ist<br />

auch im Trockensortiment OPM (Order<br />

Picking Machinery) das logistische Kernelement.<br />

An einem Spitzentag kommissionieren 24<br />

COMs (Case Order Machine) mehr als<br />

230.000 Handelseinheiten vollautomatisch<br />

und filialgerecht auf Paletten. Das<br />

für die Versorgung der COM-Maschinen<br />

verantwortliche AKL umfasst in Summe<br />

315.000 Tray-Stellplätze, verteilt auf 48<br />

Gassen. Daneben werden täglich bis zu<br />

11.400 Display- und Vollpaletten an die<br />

Märkte geliefert. Deren Verdichtung zu<br />

optimalen Transporteinheiten erfolgt durch<br />

das WITRON-System PSSM (Pallet Storage<br />

Stacking Machinery) direkt im 17-gassigen<br />

Hochregallager mit 16.400 Palettenstellplätzen.<br />

Ebenso findet dort die Verdichtung<br />

von mittels OPM geschlichteten Kleinaufträgen<br />

mit sortenreinen Paletten statt.<br />

Als Generalunternehmer sind die Parksteiner<br />

<strong>Log</strong>istik-Experten für die komplette<br />

Planung und Realisierung sämtlicher IT-,<br />

Steuerungs-, und Mechanikkomponenten<br />

verantwortlich. Den überwiegenden<br />

Teil der Fördertechnik-Elemente liefert<br />

die WITRON-Tochter FAS. Auch ist FAS<br />

für die Projektierung des AKL-Stahlbaus<br />

verantwortlich.<br />

KURZPROFIL. Mercadona ist der führende<br />

Lebensmitteleinzelhändler in Spanien und<br />

zählt zu den größten Einzelhändlern in Europa.<br />

Derzeit beschäftigt das Unternehmen<br />

mehr als 74.000 Mitarbeiter und betreibt<br />

1.521 Filialen. Der 2013 erwirtschaftete<br />

Umsatz betrug 20,16 Milliarden Euro. [pl]


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Giselherstraße 34<br />

D-44319 Dortmund<br />

Telefon: +49-231- 560 779-80<br />

Fax: +49-231- 560 779-88<br />

E-Mail: info@idh.vvl-ev.de<br />

Web: www.vvl-ev.de<br />

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VDZ – Kompetenz- und Prüfzentrum für<br />

Verpackung und Transport<br />

Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen/<br />

Günter Winkler<br />

Giselherstraße 34<br />

D-44319 Dortmund<br />

Tel.: +49-231- 9752196<br />

Fax: +49-231- 7274370<br />

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Tel.: +49-231- 560 779-90<br />

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Impressum<br />

Herausgeber:<br />

Mag. Manfred Meixner<br />

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Einzelheft Inland: Euro 5,75<br />

Jahresabo Inland: Euro 51,00<br />

inkl. Verp., Porto und 10 % USt<br />

Einzelheft Ausland: Euro 12,60<br />

Jahresabo Ausland: Euro 109,80<br />

inkl. Verp. und Porto<br />

Nachdruck – auch mit Quellenangabe<br />

– nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Verlags gestattet.<br />

Für den Inhalt persönlich gezeichneter<br />

Beiträge liegt die fachliche Verantwortung<br />

ausschließlich beim Autor.


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