19. Internationales Film Festival Innsbruck 1. bis 6. Juni 2010

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19. Internationales Film Festival Innsbruck 1. bis 6. Juni 2010

19. Internationales Film Festival Innsbruck

1. bis 6. Juni 2010

Leokino / Cinematograph / Treibhaus

Träumen mit offenen Augen

In seiner 19. Ausgabe beschäftigt sich das Internationale Film Festival Innsbruck (IFFI) aufs Neue mit dem

Filmschaffen aus und über die Länder des Südens. Das Festival ist ein Schaufenster in Arbeit, es erfindet sich

jedes Jahr aufs neue und bleibt doch bei seiner altbewährten Linie. Afrika, Asien und Lateinamerika sind die

geografischen Schwerpunkte; Überraschen, Hinweisen und Überzeugen die Ziele. Unbekanntes bekannt

machen, Fremdes entfremden und Menschen zusammenbringen sind die Mission.

Neben den altbewährten Sektionen wie dem Wettbewerb um den Filmpreis des Landes Tirol, dem

Publikumspreis, dem Dokumentarfilmpreis des Innsbrucker Sommers und dem Südwind-Filmpreis wird

es auch 2010 wieder eine Retrospektive geben, diesmal einem der bedeutendsten lateinamerikanischen

Regisseure der letzten Jahrzehnte gewidmet. Ein Fenster Richtung Balkan wird geöffnet und zeigt neues aus

dem Osten, und die Shorts kommen auch nicht zu kurz – sowohl aus heimischen Gefilden als auch

international.

200 Jahre Unabhängigkeit in Argentinien sind Grund genug, diesem Land einen speziellen Fokus zu widmen. In

Kooperation mit der argentinischen Botschaft in Wien wurde eine spezielle Filmauswahl getroffen. Der

argentinische Filmemacher Fernando Birri wird als Ehrengast des 19. Internationalen Film Festivals Innsbruck

auch Objekt akademischer Überlegungen sein. Ohne ihn ist das IFFI wohl nicht denkbar. Die Eröffnung der

Filmschule der drei Welten“ vor 25 Jahren durch Fernando Birri und Gabriel García Márquez in San Antonio de

los Baños in Kuba gab die Idee in Innsbruck ein Filmfestival mit dem Fokus Afrika, Asien und Lateinamerika zu

gründen. Bis es so weit war, vergingen einige Jahre und inzwischen erschien beim Südwind Verlag in Wien ein

Buch über Fernando, das vom Otto-Preminger Institut herausgegeben wurde. Für seine Verdienste für das IFFI

und sein exzellentes Schaffen erhält Fernando Birri den Ehrenpreis des IFFI 2010. Argentinien, Italien, Kuba

und USA sind gleichsam Birris Heimaten, und sein Einfluss in diesen Ländern auf junge FilmemacherInnen wird

im Mittelpunkt unserer Nachforschungen sein. Geprägt wurde Fernando Birri im Italien der 50er Jahre durch den

Neorealismus, dessen Techniken und Philosophie er in die beiden Amerikas mitnahm. Seine Vorlesungen an

der Stanford Universität bilden die Grundlage für eine Lehrveranstaltung an der LFU Innsbruck und der Titel

seines Buches und dessen Inhalt Träumen mit offenen Augen ist Motto des 19. IFFI. Birri ist eine große Retro

gewidmet, die er persönlich begleiten wird.

Dass die letzten 20 Jahre seit dem Zusammenbruch des Sozialismus für die Länder Südosteuropas eine

prägende Zeit waren und die Suche nach einer neuen Identität auch das Filmschaffen dort beeinflusst, soll ein

Balkan-Schwerpunkt zeigen. Aktuelle Filme aus Serbien, Bosnien Herzegowina, Albanien, Rumänien, Kroatien

und Bulgarien, die sich mit Themen wie Migration, Vergangenheitsbewältigung und Kriminalität beschäftigen,

sind repräsentative Beispiele für die aktuellen Begebenheiten in einem vom Krieg gezeichneten Teil Europas

und dem kreativen Schaffen seiner Leute. Der Eröffnungsfilm des 19. IFFI, HONEYMOONS - Medeni Mesec

(Serbien 2009) von Goran Paskaljevic, wird als Einführung in das Thema dienen: Zwei junge Paare verlassen

ihre Heimatländer – Serbien und Albanien – auf der Suche nach einem besseren Leben in Europa. Der Erfüllung

ihrer Träume steht allerdings einiges im Weg, vor allem nämlich die Tatsache, dass sie für die Fehler ihrer

Vorfahren büßen müssen.


Weitere Programmpunkte:

Das Los Gurkos Short Film Festival zeigt Kurzfilme von heimischen FilmemacherInnen, von denen einer mit

der ‚Goldenen Gurke’ ausgezeichnet wird. Eine Special-Reihe beschäftigt sich mit Frauen im Fußball (u.a. mit

dem Diagonale-Preisträger HANA, DUL, SED) - Anlass ist die Fußball-WM, die kurze Zeit nach dem IFFI startet.

Im Rahmenprogramm wird es 2010 erneut eine Podiumsdiskussion geben, dieses Jahr zum Thema

Filmfestivals – Bedarf und Nutzen’.

Das musikalische Begleitprogramm, unter anderem mit dem argentinischen Duo "Fain y Mantega", das in

Kooperation mit der argentinischen Botschaft in Wien auftritt, findet wieder im Treibhaus Innsbruck statt.

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PROGRAMM AB 17. Mai 2010

Auf www.iffi.at

MEDIENSERVICE: Evelin Stark, presse@iffi.at, T +43.512.578500-14, M +43.664.5140511

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