Südland-Botenmädchen - Oase der Vier Palmen

oase4palmen.de

Südland-Botenmädchen - Oase der Vier Palmen

Se‘Kara; J. 4 contasta

Germanium Gor

Ausgabe 27

Preis: 2 Kupfertarsk

Die Zeitung, die Samstag noch von morgen war! Unabhängig, überparteilich

Südland-Botenmädchen

Sir Teibar zu Kasra zum Ubar gewählt

Gegen wen zieht er in den Krieg?

Rubriken:

• Lokalteil

• Überregionales

• Politik

• Interview mit:

• Wetternachsage

• Verkehrsmeld.

• Ätz

Erklärung / Impressum:

Das SBM dient privaten Zwecken und wird

ehrenamtlich erstellt und vertrieben.

Es werden keinerlei kommerzielle Ziele

verfolgt

Layout, Zusammenstellung und teilweise Text

durch den SL-Avatar Aphris Breuer

Weitere Mitwirkende sind den Mini-Impressen

unter den einzelnen Texten zu entnehmen.

Kontakt:

sbm-kontakt@hotmail.de

Kasra am Fayheen –

Was in der Ratssitzung

am Fayheen am zweiten

Tag der dritten Hand im

Se’Kara beschlossen

werden sollte, trotzdem es

eine geheime Versammlung

unter Ausschluss der

Öffentlichkeit war, ahnte

das wohl niemand. Eine

feurige Rede, deren Details

dem SBM aufgrund

der Geheimhaltung nicht

vorliegen, soll Regent

Teibar gehalten haben. Im

Anschluss an diese wurde

der gebürtige Turianer mit

Feuer in Kasra

Aus bislang unbekannter

Ursache ging die Klinik

der Handelsstadt am Fayheen

in Flammen auf. Da

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

ist, machen

einige Gerüchte die Runde.

Seite 2

Om macht Druck

Auf Verlangen des Eingeweihten

Om sieht sich

Belnend vor der Aufgabe,

einen neuen Tempel zu

bauen. Der Alte ging auf

mysteriöse, bis heute

ungeklärte Weise verloren.

Seite 4

der dafür nötigen Dreiviertelmehrheit

zum Ubar

gewählt. Die Folgen daraus

für die Bürger Kasras

sind umfassend, denn der

Ubar ist Alleinherrscher.

Der Rat wurde somit nach

dieser Versammlung aufgelöst.

Doch damit nicht

genug. Wer einen Ubar

wählt, plant, in den Krieg

zu ziehen. Gegen wen soll

sich die Wut der Handelsstadt

Kasra am Fayheen

richten? Berichte hierzu

finden sich auf den Seiten

4 und 3

Verloren!

Schon über längere Zeit trifft sich im Untergrund

der Handelsstadt K. regelmäßig

eine kleine Gruppe, um dem sündigen

Spiel Po’Ka zu frönen. Im Gegensatz zu

Kaissa, Zar und Mancala gehört Po’Ka

nicht zu den von den Priesterkönigen gut

geheißenen Spielen, aber auch bei Po’Ka

geht nichts ohne einen Einsatz. Nicht

weniger als der Auftritt auf Seite 1 des

SBM war es, um den die allesamt Freien

zuletzt wetteten und der stolze Verlierer,

Sir S. aus K. präsentiert sich zur Linken.

Wahrhaft beeindruckend, denn beim Versuch,

das ‚Teil‘ des Sir S. zu verdecken,

um unseren Lesern auch weiter ein züchtiges

Blatt zu bieten ging unseren Graphikern

beinahe die schwarze Farbe aus.

Beinahe ist es auch schade um die wohl

freudespendensten 20 cm der Stadt K.

Interview mit:

Diesmal im Interview: Der

Spieler Sir Kaibur zu Belnend.

Neben der Frage,

wie man Spieler wird und

was einen Solchen ausmacht,

steht auch die Frage,

wer das unausweichliche

Spiel gewinnt. Seite 6


Lokales

Samburu können klettern…

Das ist ja wohl die Höhe!

Kasra am Fayheen – Für wenig Begeisterung

beim frisch eingesetzten

Ubar und vormaligen Regenten Kasras

sorgte die Meldung eines Mitglieds

der Stadtwache am fünften Tag

der vierten Hand im sechsten Monat,

dass mal wieder eine Hinterlassenschaft

der Waldmädchen das Fayheenufer

ziert. Sofort machte sich der

Kriegsherr auf den Weg, die Fahne

des Anstoßes zu orten und zu verbrennen,

die angeblich im Hafen hängen

sollte, doch dort suchte er lange

Zeit vergebens. Ein sich vor dem Kontor

der Stadt aufhaltender Attentäter

war es, der dem Ubar den Tipp gab,

mal nach oben zu sehen. Die Fahne

überragte weit die Wachtürme Kasras,

auf dem Baum, auf dem sie befestigt

wurde. Kaum zu glauben, dass die

Wachhabenden auf der Mauer nicht

bemerkt haben wollen, wie sie angebracht

wurde. Die Fahne, die wie

Südland-Botenmädchen 2

meist die Aggressoren, den in Talunaland

ansässigen Talunastamm der

Se’Var Samburu, durch ihr Motiv verrät,

wurde durch den Attentäter, der

angab, besser klettern zu können wie

die meisten Krieger, am Folgetag

entfernt. Als Konsequenz kündigte der

Ubar an, die Zeiten des Schichtwechsels

auf der Mauer flexibler zu gestalten,

denn er vermutete, dass die Talunas

für ihre Aktionen diesen abpassen,

um nicht erwischt zu werden. Ein

Schlag gegen die Fahnenvandalen

stünde laut Sir Teibar nicht an. „Uns

steht ein Krieg ins Haus“; erklärte er.

„Wir haben jetzt keine Zeit, mit Kajirae

in Fellhöschen fangen zu spielen.“

GPA – goreanische Presseagentur

NL: Kasra

Text: Aphris Breuer

Berichtsdatum: 1 / 5 6. Monat 5

Oben: Nahaufnahme der Se’Var Samburu Fahne

Links Panoramabild des Motives

Zwei Bürger verletzt

Schießerei vor den Toren

Großes Un-Heil in der Fayheenstadt

Klinik von Brand verwüstet

Kasra am Fayheen – Nahe dem

Fayheenufer außerhalb der Stadt

wurden zwei Bürger niederer Kaste

am fünften Tag der Passagehand des

sechsten Monats Opfer eines Talunaangriffs.

Während einer von beiden

nur einen Durchschuss des linken

Oberschenkels erlitt, trug der Andere

einige schwerere Verletzungen davon,

ist aber laut Angaben der Heilerin

mittlerweile stabil. Aussagen der Betroffenen

nach handelte es sich bei

der Täterin um eine Taluna des

Stammes der Se’Var Samburu, die

einen Leuchtturm, der ihr während

Gefangenschaft in Kasra versprochen

worden sein soll, einforderte und damit

drohte, sich alle Besen Kasras zu

holen, sofern ihrer Forderung nicht

nachgekommen würde. Anschließend

eröffnete sie das Feuer. Der Ubar

konnte sich auf diese Forderung und

die Drohung keinen Reim machen,

wollte nach eigener Aussage aber

Erkundigungen einholen. Den Stadtwachen

soll er defensives Verhalten

gegenüber den Waldweibern befohlen

haben.

GPA – goreanische Presseagentur

NL: Kasra

Text: Aphris Breuer

Berichtsdatum: 6 / P 6. Monat 5

Kasra am Fayheen – Ein Großbrand

am dritten Tag der Passagehand im

sechsten Monat legte die erst vor wenigen

Monaten eingeweihte Klinik des

Ubarats in Schutt und Asche. Trotzdem

sofort nach Entdecken des Feuers

Löschversuche aufgenommen wurden,

bei denen zweitweise bis zu zwei mit

Eimer tragenden Kajirae bestückte

Tarns, von denen einen Ubar Teibar

persönlich flog, und eine Löschkanone

zum Einsatz kamen, brannte das Gebäude

bis auf die Grundmauern nieder

und stürzte teilweise sogar ein. Verletzte

oder gar Todesopfer gab es in dem

Inferno jedoch nicht zu beklagen.

Ermittlungen der Stadtwachen bezüglich

des Verdachts auf Brandstiftung

wurden zwar aufgenommen, verliefen

jedoch bisher ergebnislos. Trotzdem

ebbten die Gerüchte nicht ab, dass

Ursache des Feuers ein brennender

Pfeil gewesen sei. Als Täter verdächtigt

wurden diesbezüglich die Se’Var

Samburu, die derzeit immer wieder

durch Übergriffe auffällig werden. Ebenso

kämen die Belnends in Betracht, die

womöglich durch diesen Anschlag als

Warnung den Ausbruch eines Krieges

gegen ihren Bündnispartner in der Tahari

(vgl. S. 3) verhindern wollten. Für

keine dieser Theorien gibt es allerdings

derzeit auch nur Indizien.

GPA – goreanische Presseagentur

NL: Kasra

Text: Aphris Breuer

Berichtsdatum: 6 / P 6. Monat 5

Oben: Spritzenwagen-Einsatz

Unten: Ruine am Tag danach

Links: Ubars-Tarn im Löschflug

auf das Feuer


Lokales

In der friedlichen Handelsstadt Kasra am Fayheen zeichnet sich ein bevorstehender Krieg ab.

Kasra rüstet auf…

Kasra am Fayheen – Viel Unerwartetes

brachte eine Ratssitzung unter

Ausschluss der Öffentlichkeit am

zweiten Tag der dritten Hand im

Se’Kara mit sich. Mit einer vor Kraft

strotzenden Rede soll der damalige

Regent Sir Teibar seine Bürger auf

einen bevorstehenden Krieg eingeschworen

haben. Dem SBM liegen zu

deren Inhalt nur wenige Details vor.

So handelt es sich der Rede nach

wohl um einen geplanten Angriffskrieg.

In diesem Fall sieht die Verfassung

der Stadt vor, dass kein Ubar

eingesetzt werden darf. Die Notwendigkeit,

dies trotzdem zu tun soll Sir

Teibar dem Rat gegenüber mit der

Tatsache begründet haben, dass das

Heer Kasras zu einem erheblichen

Teil aus Söldnern besteht, deren Befehlstreue

gegenüber einem Ubar

wesentlich verlässlicher sei, wie gegenüber

einem Regenten. Zwar habe

der Regent Kasras absolute taktische

Befehlsgewalt, allerdings, so der

Redner, seien unter Anderem in einem

Kriegsfall auch Entscheidungen

zu treffen, die der Zustimmung des

Rates bedürften und, die womöglich in

für einen schnellen Krieg unerträglicher

Weise in die Länge gezogen

werden könnten. So war der Antrag

des Regenten, mit zur Verfassungsänderung

nötigen Dreiviertelmehrheit

diese zu überstimmen und in diesem

Einzelfall das Ausrufen eines Ubars

zu ermöglichen. Der Antrag wurde

vom Rat mit ausreichend großer

Mehrheit angenommen und in Folge

wurde Sir Teibar noch am selben

Abend zum Ubar ausgerufen.

Teibar während der Rede, die ihn zum Ubar machte

Mehrere Fürredner sollen im Anschluss

noch das Wort ergriffen haben.

Mit dem Ubaratsstatus erlangte Sir

Teibar neben der Permisse, violette

Tuniken zu tragen auch nahezu un-

eingeschränkte Befehlsgewalt am

Fayheen, von der er noch am selben

Abend ausgiebig Gebrauch machen

sollte. Einzig zur Änderung der Verfassung

ist der Ubar in Kasra nicht

berechtigt. Er erhält das Amt unbefristet.

Der Rat ist für die Dauer des Ubarats

suspendiert.

An die Erklärung des Ubarats schloss

sich die Ausgabe erster Befehle und

Ernennungen an. Sir Soran, der bisherige

Stellvertreter Teibars wurde

zum Stadthalter erhoben, dessen

Aufgabe die Wahrung des Alltages

der Stadt sein soll, während der Ubar

im Feld ist. Zwar behält Teibar den

Oberbefehl auch in der Stadt, allerdings

müsse er so nicht mit jeder

kleinsten Frage des Alltages während

dem Planen von Angriffstaktiken auf

dem Schlachtfeld behelligt werden, so

der frisch gebackene Diktator selbst

gegenüber dem SBM. Weiter wurde

der derzeitige Leutnant Kasras, Sir

Dorian, für die Dauer des Ubarats

zum Feldmarshall erhoben, der, so

der Ubar, auf dem Schlachtfeld seine

rechte Hand, sein Auge und sein Ohr

sein soll.

Auch dem abgesetzten Rat Kasras

warf Sir Teibar Zückerchen vor. Während

des Ubarats sollen auf seinen

Befehl regelmäßige Bürgerversammlungen

unter Leitung des Stadthalters

einberufen werden. Diese sollen der

Information der Bürgerschaft über

aktuelle Ereignisse auf dem Schlachtfeld

dienen. Außerdem soll das Verfahren

der Einbürgerung in Hand der

gesamten Bürgerschaft bleiben. Das

vorhandene Einbürgerungsverfahren

wird weitergeführt mit der Änderung,

dass an Stelle des Rates hier die Bürgerversammlung

tritt. Lediglich für die

Einbürgerung von Anwärtern der Roten

Kaste wurde eine Ausnahmeregelung

festgelegt. Da man auf jeden

Mann angewiesen sei, sollen Krieger

bei der Einbürgerung nach dem Verfahren

der ‚Regenteneibürgerung‘

abgehandelt werden. Dies erspart

dem Anwärter die zwei- bis

vierhandige Wartezeit und die zweite

Abstimmung des Rates, bzw. der

Bürgerversammlung, sofern er bei

Erstabstimmung die Dreiviertelmehrheit

auf sich vereinen kann. Als letztes

legte der Regent seinen Focus auf ein

Südland-Botenmädchen 3

Relikt alter Zeiten, das schon lange

eingeschlafen war: Die Bürgerwehr.

Er erklärte, dass Kasra recht schutzlos

daläge, wenn die Truppen Kasras

in den Krieg gezogen sind und daher

die Wiederaufnahme dieser Bürgerwehr

der Stadt zumindest so lange

Verteidigung im Angriffsfall geben soll,

bis zur Verstärkung von der Front

abgeordnete Truppen zur Hilfe eilen

können. Zum Mitglied der Bürgerwehr

befahl der Ubar jeden männlichen

Bürger der Stadt und unterstellte die

Trainings einem just in dieser Versammlung

eingebürgerten Krieger.

Die Kriegsvorbereitungen seit jenem

letzten Tag des Rates sind nicht zu

übersehen. So befindet sich in der

Werft östlich von Kasra ein neues

Schiff im Bau. Im Dorf nördlich der

Stadt werden Katapulte und Balistas

gebaut und erprobt und es finden

regelmäßige Trainings der Truppen

und Bürgerwehr auf dem Vulkan statt.

Weiter werden immer wieder Verantwortliche

potentieller Bündnispartner

in Kasra gesichtet, wie zuletzt der

Hauptmann der Oase der hundert

Steine.

Einzig verborgen bleibt der nicht zur

Bürgerschaft gehörenden Öffentlichkeit,

gegen wen sich die Aggressionen

Kasras richten sollen. Führende

Chronisten der Blauen Kaste spekulieren,

dass sich ein Militärschlag gegen

die Gerüchten zu Folge wieder

erstarkende Vereinigung der roten

Hand richten könnte, die Kasra einst

seines Heimsteins beraubte. Natürlich

steht auch der Klassiker, ein Kampf

gegen einen unbekannten, verfeindeten

Nordstamm auf der Liste der Spekulationen

ganz oben. Aber auch die

Oase der vier Palmen käme nach den

jüngsten Geschehnissen (vgl. Überregionaler

Teil) in Betracht. Da jedoch

auch nach der Ubarswahl Besuch der

Oase freundlich Empfangen wurde,

gilt dies unter Experten als ebenso

unwahrscheinlich, wie die geradezu

abstruse Vermutung, dass ein Ubar

eingesetzt wurde, um den Talunas

des Südlandes im Kampf die Stärke

ihrer Nachbarn zu beweisen. Hier gilt

wohl als Devise: Abwarten!

GPA – goreanische Presseagentur

NL: Kasra

Text: Aphris Breuer

Berichtsdatum: 1 / 3 Se’Kara 5


Überregionales

Om macht Druck – Belnend errichtet neuen Tempel

Keine Kosten und Mühen gescheut

Südland-Botenmädchen 4

Belnend – Nachdem der Tempel, der

Pilgerreise, über Nacht wohl von den

Priesterkönige aufgesucht wurde und

somit spurlos verschwunden, hat Belnend

seit einigen Märkten keinen

Tempel mehr. Dies war bislang kein

Grund für die Heimsteinangehörigen,

nicht den Glauben zu pflegen und sich

stetig zu besinnen, an was sie zu

glauben haben. Doch suchte ein Eingeweihter

namens Om den Heimstein

von Belnend auf. Sein Begehren war

die Verantwortlichen der Stadt zu

sprechen. Bo und Nici hörten es sich

an, was dieser Wissende zu berichten

hat und dies war sicher nicht im ersten

Moment positiv aufzufassen, denn

er monierte den Abriss des Tempels

und forderte einen Neuen ein. Beide

versicherten ihm, dass sie dies prüfen

und nachgehen würden und wie es

natürlich die Stadtkasse zuließe. Die

Botschafterin fühlte sich in dieser

Sache sehr auserwählt und nahm sich

den Bau entschlossen vor. Nach

mehrmaligen Prüfungen und Kalkulationen,

wurde beschlossen einen

neuen Tempel errichten zu lassen,

der durchaus mehr Ansehen erwirken

wird, als der Vorige. Einen Kostenvoranschlag

wurde eingeholt von gut 40

Goldtarnscheiben, die in Marmor und

anderen wertvollen Baumaterialien

umgesetzt wurden. Arbeiter und

Steinmetze aus Ar kamen nach Belnend

und hiesige Schmiedekünstler

taten ihr Werk mit dazu. Nach gut drei

Hand konnte man das Ergebnis des

Tempelbaus begutachten.

Transfer-Tarn vor Tempelneubau

Unwissende Söldner überbringen Drohgebärde des Emirs der vier Palmen

Der Wein des Anstoßes

Ein Tarn wurde diesbezüglich dazu

abgerichtet die Pilger und Gläubigen

zum Tempel zu befördern in einem

Korb. Die Kosten wurden sehr gut

kalkuliert und ein Endbetrag von 33

Goldtarnscheiben und 44 Silbertarnscheiben

stand fest, wobei durchaus

die Löhne und der Sold mit einbezogen

werden und künftig Sparmaßnahmen

mit sich bringen. Aber dafür

erklärt Belnend nun einen Tempel zu

haben der zugänglich für jeden Besucher

und Gläubigen ist.

Eintreten und beten: Tempel-Neubau Belnends

GPA – goreanische Presseagentur

NL: Kasra

Text: anonym

Berichtsdatum: 6 / P 6. Monat 5

Belnend / Südland – Einer Invasion,

wenn auch auf ersten Blick friedlicher

Natur glich der Einmarsch der zehn

Belnend-Söldner in Kasra am ersten

Tag der ersten Hand im sechsten

Monat.

Eine unerwartete Übermacht marschiert ein.

Im Sold des mit ihnen verbündeten

Emirs der Oase der vier Palmen ste-

hend war ihnen aufgetragen, ein Geschenk

und eine Botschaft zu überbringen,

deren Tragweite den Söldnern

vermutlich nicht bewusst war. Da

der Regent Kasras zu jenem Zeitpunkt

nicht in der Stadt war, fanden

sie ihren Ansprechpartner in dessen

Stellvertreter und dem Schatzmeister

der Fayheenmetropole, Sir Soran. Ihm

übergaben sie die vom Emir bereitgestellte

Flasche Dattelwein, richteten

Soran seine Grüße aus und ließen

wissen, dass der Wein Geschenk der

Oase sei, die sich über die Forderung

Kasras köstlich amüsiert habe. Welche

subtile Symbolik hinter diesem

Akt steckte, konnten die Belnends, die

sich nach getaner Arbeit wieder zurück

zogen, nicht ahnen. Im Verhältnis

zu der einstigen Forderung Kasras in

Höhe von zehn freien Frauen, hundert

Kajirae und einer Jahreslieferung Salz

als Wiedergutmachung für das Versetzen

des Regenten bei einem

Stadtbesuch im Vormonat ist eine

Flasche Dattelwein selbst als Anzahlung

kaum ernst zu nehmen. Und sie

durch ein Heer von Söldnern, die im

Bündnis mit der Oase der vier Palmen

stehen, überbringen zu lassen – eine

heimliche Drohung? Was bedeutet

dieses Zeichen, diese Drohung für die

diplomatische Freundschaft zwischen

Kasra und Belnend? Fragen, zu denen

der Regent Insideraussagen nach

in nicht öffentlicher Ratssitzung sehr

wohl Stellung bezogen haben soll,

allerdings dem SBM gegenüber jede

Aussage verweigert. Gewiss ist anhand

seiner öffentlichen Äußerungen

nur, dass das Geschenk des Emirs

der benachbarten Oase der vier Palmen

nicht positiv und nicht wohlwollend

angenommen wurde. Jeder weitere

der bis dahin schon raren diplomatischen

Kontakte zum Emirat wurde

seither eingefroren.

GPA – goreanische Presseagentur

NL: Kasra

Text: Aphris Breuer

Berichtsdatum: 1 / 3 Se’Kara 5


Überregionales

Rüstungsindustrie Kasras voll in Fahrt

Waffengeschäft

Entführungsopfer kehrt wohlbehalten heim.

Zum Glück unverkäuflich!

Südland-Botenmädchen 5

Ätz

Asperiche / Kasra a.F. – Ein großes

Geschäft war es, das auf kleinem

Dienstweg zwischen dem Imker und

Bastler Sir Sid zu Kasra und der Stadt

Asperiche abgeschlossen wurde. Die

aufgrund der Kriegsvorbereitungen

sowieso bereits auf Hochtouren laufende

Waffenproduktion Kasras sollte

es an die Kapazitätsgrenzen bringen,

denn es erging der Auftrag, die Wehranlagen

der Inselstadt Asperiche auf

neuesten Stand zu bringen.

Sids Waffenfabrik nahe der Stadt Kasra a.F.

Der geschlossene Vertrag umfasste

die Lieferung von zwei Katapulten.

Diese wurden durch den nebenberuflichen

Waffenhersteller, Hobbybastler

und Erfinder selbst im und am Hafen

Asperiches installiert.

Neues Katapult im Hafen Asperiches

Über das finanzielle Volumen der

Waffenlieferung wurde Stillschweigen

vereinbart, weshalb dem SBM hierzu

keine Angaben vorliegen. Zwar wurde

das Waffengeschäft nicht vom Ubar

Kasras abgesegnet, jedoch war auch

nicht zu erwarten, dass es hier Einwände

geben sollte, denn Asperiche

und Kasra stehen sich diplomatisch

neutral gegenüber und die aus dem

Auftrag entspringenden Steuermittel

werden Sir Teibar wahrscheinlich zur

Finanzierung seines Krieges wie gerufen

kommen.

GPA – goreanische Presseagentur

NL: Kasra

Text: Aphris Breuer

Fotos: Sid Scarmon

Berichtsdatum: 1 / 3 Se’Kara 5

Asperiche – Es war ein Besuch zum

Zweck des Holz-, Salz- und Erzhandels,

der eine Händlerin des Ubarats

Kasra am Fayheen im Se’Kara nach

Asperiche führte, doch zum Handel

sollte es dabei nicht kommen. Nach

eigenen Angaben wurde die Lady von

Nordmännern, die nach Asperiche

kamen um zu marodieren, überfallen,

gefesselt und ins Collar gelegt. Zeugen

gab es für den morgendlichen

Überfall nicht. Der Begleiter der Lady

hatte zu diesem Zeitpunkt das Haus

bereits verlassen.

Laut der niedergeschriebenen Aussage

wurde die Händlerin mit Heimstein

am Fayheen in den nächsten Tagen

von Markt zu Markt gebracht und zum

Verkauf angeboten. Ihr Glück war,

was eine echte Kajira zu Tode beschämen

würde: Sie erwies sich als

unverkäuflich. So wurde sie nach

Tagen der Irrfahrt von Markt zu Markt

in den Norden gebracht, in ein kleines

Dorf, das den Entführern als Heim

diente. Der Name der Siedlung ist

dem Opfer, wie auch der Redaktion

nicht bekannt. Dort konnte sich die

Frau relativ frei bewegen und fand

schnell Möglichkeit zur Flucht. Nur

wenige Tage später kehrte die Lady

wohlbehalten heim. Wie sie dabei das

Collar los wurde, ist der Aussage der

Händlerin nicht zu entnehmen.

Eine Anfrage an den Ubar Kasras

bezüglich des Standes der Ermittlungen

in Sache der Entführung einer

Bürgerin blieb unbeantwortet. Bekannt

ist, dass dem Ubar persönlich durch

einen Boten vom Begleiter der Frau

eine Nachricht über die Entführung

zugestellt wurde. Die Frage ob es

daraufhin Rettungsversuche oder

Versuche, die Lady freizuhandeln

gab, blieb ebenso ohne Antwort des

obersten Kriegers der Stadt. Eine

Lösegeldforderung der Entführer lag

nach Informationen des SBM in diesem

Fall nicht vor. Zu hoffen ist, dass

angesichts der Kriegsvorbereitungen

in Kasra der Schutz nicht vergessen

wurde, der jedem auf den Heimstein

eingeschworenen Bürger zusteht.

GPA – goreanische Presseagentur

NL: Kasra

Text: Aphris Breuer

Berichtsdatum: 3 / 3 Se’Kara 5

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Interview mit:

Einen Attentäter, wie es im Interview der

letzten Ausgabe als Gedankenspiel genannt

wurde, konnten wir nicht fürs Interview gewinnen.

Die angefragten Angehörigen der

Schwarzen Kaste beriefen sich allesamt auf

ihre vom Kodex auferlegte Schweigepflicht

und lehnten ab. Stattdessen ging die Reise

nach Belnend um mit dem Angehörigen einer

nicht weniger seltenen und nicht weniger

interessanten Kaste zu sprechen, wobei sich

herausstellte, dass es sich bei den Spielern

genaugenommen nicht mal um eine echte

Kaste handelt.

Schon auf dem Weg in die Stadt Belnend

begegnete unsere Reporterin dem Spieler, der

auf den Namen Kaibur hört und, der vor den

Toren der Stadt mit seiner Gefährtin am Lagerfeuer

ruhte. Unsicher darüber, ob es sich

um den Gesuchten handelt, sprach die Reporterin

das Paar an.

Am Lagerfeuer vor der Stadt

Red.: Tal.

Kaibur erhebt sich, als er angesprochen wird.

Kaibur lächelnd: Tal Lady.

Auch seine Gefährtin, Lady Blue, Heilerin in

Belnend erwidert den Gruß.

Blue: Tal Lady, willkommen in Belnend!

Red.: Bin ich hier direkt richtig bei Sir Kaibur?

Hab Dank, Lady!

Kaibur: Aye, ganz genau! Der bin ich. Kaibur

aus Belnend. Dann seid ihr diese Schreiberin?

Red. schmunzelnd: Schreiberin nicht, ich

gehöre der Händlerkaste an. Ich handele mit

Informationen. Und ja, wegen dem Interview

bin ich hier.

Kaibur verzieht das Gesicht für einen Moment

und flüstert seiner Gefährtin etwas zu, was

wie „Spiel“ und „reden“ klingt. Dann wendet er

sich wieder der Reporterin zu.

Kaibur: Willkommen in Belnend!

Red.: Vielen Dank!

Kaibur: Das hier ist mein Weib, Blue.

Die Lady lächelt verschmitzt.

Red.: Angenehm, Lady. Mein Name ist Aphris.

Blue: Es ist auch mir eine Freude, Euch kennenzulernen,

Lady!

Kaibur: Aphris, dann folg mir am besten zu

meinem Haus. Da ist es sicherer als vor den

Stadtmauern.

Red.: Gerne

Beim Betreten der Stadt sieht sich die Repor-

Südland-Botenmädchen 6

Direkt beim Stadttor hat der Spieler sein Haus, vor dem das Interview am Spieltisch geführt wurde.

terin mehrfach um.

Red.: Ich wusste gar nicht, dass Du in Belnend

lebst. Ich war ewig nicht mehr hier.

Kaibur setzt sich an seinen Spieltisch und

zeigt ihr auf eines der Kissen.

Kaibur: Nimm Platz. Im sitzen redet es sich

einfacher.

Die Reporterin lässt sich elegant dem Spieler

gegenüber nieder.

Red.: Vielen Dank.

Kaibur: Oh, ich lebe nun schon länger nicht

mehr in Thentis.

Red.: Weiß man dort das Spiel nicht zu schätzen

oder wie kommt es?

Auch Lady Blue lässt sich am Tisch nieder.

Blue: Ich hoffe, Du hast nichts dagegen, Lady

Aphris, wenn ich zuhöre?

Red. freundlich nickend: Sicher nicht, Lady.

Kaibur seinen Kopf hin und her wiegend: Es

war vielmehr die Tatsache, dass es nach dem

Angriff von Cos vor langer Zeit sehr zerstört ist

und ich als Spieler nur noch umherreiste, bis

ich eine Stadt fand, wo der Gewinn für mich

als Spieler ganz erträglich ist.

Red.: Es ist sicher nicht ganz einfach, als

Spieler durchzukommen oder? Wie sagt ihr

immer? Irgendwas mit Brot und Spiel?

Ahnungslos kratzt sich die Reporterin am

Kopf, während Kaibur seine Tasche abnimmt

und mit einer Vorsicht, als transportiere er

darin rohe Eier neben sich abstellt. Ein Lächeln

umspielt sein Gesicht, während seine

Hand beinahe zärtlich über eine der aus der

häufig schon den halben Gewinn. Wenn

man allerdings bei den großen Turnieren,

die manche Administratoren oder Ubare

ausrufen, Erfolg hat, kann man auch als

Spieler ganz gut leben.

Kaibur zwinkert seiner Gefährtin zu nach

diesem Satz. Diese quittiert dies mit Lächeln.

Red.: Bist Du denn einer von diesen?

Kaibur zuckt mit den Schultern.

Kaibur: Ab und an gewinn ich schon. Ich habe

es inzwischen sogar zum Großmeistertitel

geschafft.

Red.: Oh, meine Gratulation!

Kaibur: Danke Dir. Aber ich habe immer noch

große Ziele.

Red.: Was für Ziele gibt es denn für einen

Spieler? Großmeister klingt ja schon nach

etwas sehr Angesehenem. Was gibt es da

noch mehr?

Kaibur: Ich möchte einmal in Ar auf den

höchsten Brücken spielen, gegen die besten

Kaissaspieler Gors. Das ist das, wonach

ich am meisten strebe.

Kaiburs Gedanken scheinen alleine beim

Sprechen über diesen Traum den Vosk zu

überqueren, das Sardargebirge rechts liegen

zu lassen und geradewegs in die heimliche

Hauptstadt Gors abzuschweifen.

Red. nickend: Und da wird man als Großmeister

noch nicht geladen?

Kaibur hochschreckend, als habe er geträumt:

Ich denke schon, dass meine Chancen nun

enorm gestiegen sind, durch den jüngsten

Tasche herausschauenden Kaissafiguren Erfolg. Ich werde es auf alle Fälle versuchen,

streicht. Die Reporterin schmunzelt, als sie

dies beobachtet. Kaibur beißt sich kurz auf die

Unterlippe, bevor er zu sprechen beginnt, als

er der Frage der Reporterin gewahr wird.

Kaibur betroffenen Tonfalls: Ja, so ist es in

der Tat. Wir Spieler haben zu tun, uns über

Wasser zu halten, im Allgemeinen zumindest.

Die Konzessionen nehmen einem

um meinem Ziel näher zu kommen.

Red.: Wie nennt man denn den Gewinner

dieses Turniers auf den Brücken?

Kaibur: Das ist kein direkter Gewinner. Es

ist einfach der beste Spieler in Ar, der das

Recht hat, auf der höchst gelegenen und

damit gewinnbringendsten Brücke zu spielen.

Scormus aus Ar war das die längste


Interview mit:

Zeit vergönnt.

Red.: Ach, ich verstehe! Das ist gar kein Turnier.

Das ist ein Platz, an dem man sein Spiel

den Bürgern anbieten darf oder wie?

Kaibur: Jaja, genau. Es ist quasi ein Platz wie

dieser hier, wo ein Spieler sein Brett aufstellt

und die Bürger und andere Spieler herausfordert,

bzw. er herausgefordert wird.

Kaibur hält einen Moment inne und lehnt sich

dann hinüber zur Reporterin, um ihr zuzuflüstern.

Kaibur: Aber unter uns, ich bin nur ein guter

Spieler, kein Meisterspieler. Ich werde noch

viel üben und spielen müssen, um so weit zu

kommen.

Red.: Es gehört sicher sehr viel Ehrgeiz dazu?

Sitze ich dann jetzt auf dem Platz, auf dem

normal Belnender sitzen, die sich ein Spielchen

gönnen wollen?

Kaibur lacht und lehnt sich wieder zurück.

Kaibur: Sicher, ohne Ehrgeiz kann man sein

Spiel nicht perfektionieren. Aber was viel

wichtiger ist, man muss Freude daran haben!

Und für mich ist es auch wie eine

Sucht. Ich würde vieles verwetten, nur um

eine interessante Partie spielen zu können.

Kaiburs Augen fangen an zu strahlen, beim

Reden über seine Passion. Er verfällt jedoch

nach kurzer Zeit in süffisantes Grinsen.

Kaibur: Und ja, Du hast mich quasi herausgefordert!

Red. betreten und überrascht: Hab ich? Aber

ich kann doch gar nicht spielen. Zumindest

nicht Kaissa. Spiele mit mehr wie vier Steinen

sind mir immer suspekt.

Kaibur zieht seine Tasche mit dem Spielbrett

und den verschiedensten Figuren zu sich ran:

Kaissa, Zar, Würfeln, Mancala, Gammon, das

Händlerspiel, was darf es sein?

Die Reporterin schmunzelt bei Kaiburs plötzlicher,

beinahe extatischer Euphorie.

Mancala: Wer das Spiel kennt, weiß: Es sieht nicht gut aus für den Spieler Kaibur.

Red.: Mancala habe ich schon mal gehört.

Das kenne ich. Was für ein Händlerspiel?

Kaibur seufzend: Dabei gibt es so ein einfaches

Spiel, was selbst Frauen ganz gut beherrschen

können, Zar nämlich. Das Händlerspiel

ist ein Kartenspiel. Es geht darum, durch

geschickten Handel mit Sklaven, Bosks oder

anderem den meisten Gewinn zu machen.

Red. grinsend: Das spielen wir dann schon

mal nicht. Nicht, dass ich meiner Kaste noch

Schande mache!

Kaibur tut seinem Unmut über die Entscheidung

der Reporterin durch einen Grunzlaut

gepaart mit einer Grimasse kund.

Kaibur: Wirklich schade.

Red. schmunzelnd: Ich lasse mich aber gern

auf etwas Mancala ein nebenher. Wobei es da

ja zwei Varianten gibt, soweit ich weiß.

Kaibur verfällt auf das Zugeständnis der Reporterin

hin in freudestrahlendes Grinsen.

Kaibur: Ausgezeichnet! Und ja so ist es. Du

kannst dir eine Version aussuchen, ich habe

als Spieler immer beides dabei.

Red.: Ich weiß gerade nicht mehr, wie man die

unterscheidet. Wo war da noch mal der Unterschied?

Kaibur kramt in seiner Tasche und zieht zwei

kleinere Bretter mit Vertiefungen hervor, dazu

zwei kleine Lederbeutel, in denen die Murmeln

gegeneinander klirren. Die Reporterin sucht

sich unter den beiden Spielvarianten schließlich

die aus, die sie kennt. Nur wenige Ehn

später beginnt das Spiel.

Kaibur: Dann setzen wir uns doch an den

Tisch und spielen nebenbei, sagen wir, um

einen Kupfer?

Nickend setzt sich die Reporterin an ihren

Platz. Insbesondere beim Blick in die Augen

seiner Gefährtin kann der Spieler seine Vorfreude

kaum verbergen.

Red. schmunzelnd: Ich habe schon damit

Südland-Botenmädchen 7

gerechnet, dass das ein teurer Abend für mich

wird.

Kaibur: Ein Kupfer ist für eine Händlerin wie

Dich doch bestimmt nicht viel.

Red.: Das nicht. Aber erfahrungsgemäß bleibt

es dabei ja nicht.

Kaibur macht seinen ersten Zug, den die

Reporterin analytisch begutachtet, während

sie die nächste Frage stellt.

Red.: Aber Mancala ist doch sicher eher selten

gewünscht? Meist wird doch Kaissa gespielt

oder?

Blue: Ich spiele es auch gerne.

Der Zug der Reporterin folgt postwendend und

ohne großes Nachdenken, nachdem Kaibur

mit dem Seinen fertig ist und prompt sackt sie

eine ganze Reihe der bunten Murmeln ein –

auch von der Spielbrettseite des Spielers.

Kaibur ob des Zuges tief seufzend: Das ist

so eine Sache. Eigentlich sollte man meinen,

dass jeder Mann bestrebt danach ist,

Kaissa zu spielen. Aber letztendlich gibt es

nur wenige, die es wirklich beherrschen.

Viele spielen lediglich eine barbarische

Variante des Spiels.

Kaibur bietet im von ihm favorisierten Kaissa Kurse an.

Red.: Das ist bedauerlich. Ist nicht mehr weit

her mit alter Tradition, was?

Kaibur: Ja leider. Aber umso mehr erfreut es

mich, wenn man jemanden trifft, der es spielt

oder der gewillt ist es zu erlernen. Ich stehe

dann auch gerne bereit, es anderen beizubringen.

Aber für eine eigene Kaissaschule

würde es nicht genug Interessenten geben.

Red. nickend: Unseren Sir Teibar hast Du

aber nicht zufällig als Spielpartner gehabt?

Man sah euch öfters zusammen in Kasra?

Kaibur sich in Gedanken über seinen nächsten

Spielzug an der Schläfe kratzend: Doch,

doch. Ich habe einige Partien mit ihm gespielt,

als ich für ein paar Hand in Kasra war.

Red.: Und? Wie gut ist er?

Die Reporterin muss während ihrer Frage

zusehen, wie Kaibur einige Kugeln von ihrer

Seite einstreichen kann und grummelt.

Kaibur: Er hat sich großartig geschlagen. Ich

wäre gespannt gewesen, zu sehen wie er sich

gegen Kasras Schreiber, Soran heißt er glaube

ich, geschlagen hätte. Der wollte ihn immer

spielen sehen.


Interview mit:

Wer kein Zar-Brett (Abb. o.) zur Verfügung hat, kann sich mit Strichen auf dem Boden, Steinen und Stöcken behelfen.

Red.: Soran spielt auch Kaissa?

Kaibur: Wenn ich mich recht erinnere, dann

hat er das auch behauptet, ja.

Wieder beobachtet die Reporterin grummelnd,

wie die Zahl ihrer Murmeln schrumpft.

Red.: Ihm traue ich das zu. Das ist ein sehr

gerissener Mann.

Kaibur: Das ist er allerdings. Nur hat er leider

nie Zeit gefunden, gegen mich zu spielen.

Red.: Bedauerlich. Wie wird man eigentlich

Spieler? Ich habe mal gehört, dass die Kaste

nur selten durch Geburtsrecht angenommen

wird, sondern meist auf anderem Wege?

Kaibur: schmunzelnd: Spieler kann an und

für sich jeder werden. Es ist keine Kaste

wie die anderen. Es ist quasi ein Zusammenschluss

von vielen verrückten Männern,

die dem Spiel verhangen sind und an

kaum etwas anderes denken können. Mein

Weib kann das bestimmt bestätigen.

Red. nickend: Aber Frauen gibt es da nicht,

vermute ich?

Kaibur kopfschüttelnd: Es gibt nur wenige

Frauen, die das Spiel überhaupt beherrschen.

Es ist ihnen nicht verboten zu spielen,

aber man sieht es selten, dass sie

spielen. Das gehört sich für anständige

Frauen nicht, das Geld ihres Gefährten zu

verspielen, leider.

Kaibur seufzt mit tiefem Bedauern.

Kaibur: Das schränkt meine Möglichkeiten

leider etwas ein.

Red. kichernd: Ich spiele ja so gesehen auch

nur aus beruflichem Zwang.

Lady Blue schmunzelt.

Kaibur lachend: Solang du nicht deine Freiheit

verspielst ist doch alles gut!

In der Gefahr, ihre Freiheit zu verspielen

scheint die Reporterin allemal nicht zu stehen,

denn während Kaibur diese Spitze ablässt,

kann sie das laufende Spiel mehr und mehr

an sich reißen.

Red.: Auf die Idee käme ich nie! Behalten

Spieler denn die Zugehörigkeit zu ihrer

vormaligen Kaste, wenn die Spieler keine

wirkliche Kaste sind?

Kaibur: Aye, so ist es. Ich bin nach wie vor

Krieger. Und ich verteidige auch immer

noch meine Stadt mit meinem Gladius!

Red.: Ist es denn so, dass Krieger besonders

zum Spiel neigen oder verteilt sich das

gleichmäßig über die Kasten?

Kaibur nachdenklich: Hm, das ist von der

Kaste ganz unabhängig. Wir Spieler rekrutieren

uns aus allen möglichen Kasten.

Zum Abschluss des Spiels verfällt der Spieler

dann ins schelmische Grinsen und händigt der

siegreichen Reporterin seinen Einsatz aus.

Kaibur: Das Spiel hast du gewonnen.

Das Spiel endet 14 : 22 für die Händlerin.

Red.: Und das obwohl ich anfangs zwei dumme

Fehler gemacht habe, danke sehr!

Grinsend nimmt die Reporterin ihren Gewinn

an.

Kaibur: Dann bist du mir wohl überlegen und

wir können den Einsatz erhöhen?

Red. hadernd: Nun gut, zwei Kupfer!

Kaibur sich die Hände reibend: Sehr gut!

Red.: Und an die Überlegenheit glaube ich

nicht. Es ist eine gute Taktik, den Gegner

anfangs gewinnen zu lassen und erst die

wahre Stärke zu zeigen, wenn die Einsätze

wachsen.

Kaibur: Als Händlerin kennst du dich mit solchen

Taktiken sicher bestens aus.

Red. grinsend: Sie sind mir nicht ganz fremd.

Auch ich muss sehen, wo ich mein täglich Brot

bekomme. Da könnte man glatt das Interview

drüber vergessen! Welches war denn die

bekannteste Person, gegen die Du so spielen

durftest?

Kaibur schmunzelnd: Ich auf alle Fälle. Denn

Südland-Botenmädchen 8

genau wegen dem bin ich Spieler, weil ich

den ganzen Tag und die Nacht spielen

könnte.

Die Reporterin grinst gewinnend vor sich hin,

als sie neuerlich nach wenigen Zügen einige

gegnerische Murmeln erhaschen kann.

Kaibur: Der bekannteste Kaissaspieler ist

Romayne aus...

Kaibur bricht seinen Satz ab und beobachtet

mit Schrecken, wie seine Steine weniger

werden. Nach kurzem Schlucken spricht er

weiter.

Kaibur: … aus Tafa. Er ist im Kaissa fast

ungeschlagen, so wie ich es im Zar bin.

Red.: Was für ein Spiel war Zar noch mal?

Kaibur: Das ist ein Spiel, welches vor allem in

der Tahari gespielt wurde, wobei es inzwischen

über ganz Gor verbreitet ist. Es ist auch

Sklaven erlaubt und die Regeln sind recht

einfach. Es ist eine Mischung aus dem barbarischen

Halma und Mühle. Ich liebe das Spiel

einfach.

Red. albern scherzend: Hallen-Halma... hab

ich schon mal gehört, aber noch nie gespielt.

Mit leuchtenden Augen packt Kaibur das Zar-

Brett aus und stellt es zur Ansicht samt Spielfiguren

auf. Währenddessen entscheidet die

Reporterin das zweite Spiel 11 : 25 für sich.

Sie kassiert ihren Gewinn und betrachtet dann

das aufgebaute Zar-Spiel.

Kaibur: Das ist Zar. Jeder Spieler hat neun

Figuren, der eine spielt mit Steinen und der

andere mit Hölzern. Ziel ist es, seine Figuren

als erster auf die andere Seite zu bringen.

Man darf die Figuren dabei entweder um ein

Feld verschieben oder über seine und andere

Figuren springen. Es werden aber keine Figuren

geschmissen, alle verbleiben auf dem

Brett. Man kann es überall und allzeit spielen,

die Linien ritzt man einfach in den Boden und

Steine sowie Hölzer finden sich überall.

Red.: Das sieht eher nach Lady aus, oder

Dame oder wie die Barbaren das nennen?

Die Reporterin schaut dann wieder auf das

zum dritten Spiel neu aufgebaute Mancala-

Brett.

Red. überrascht: Ach, ich bin ja dran!

Kaibur legt während dem ersten Zug der

Reporterin seinen dritten Einsatz bereit.

Red.: Danke.

Kaibur: Nichts zu danken. Spielschulden

sind Ehrenschulden!

Red. mit der Befragung fortfahrend: Und an

Kunden? Also an Gegnern, die nicht den

Spielern angehörten? Wer war da so derjenige,

dessen Anfrage Dich am meisten ehrte?

Kaibur: Das war der bereits angesprochene

Teibar aus Kasra. Es ist für einen Spieler

immer eine Ehre, gegen so einen bedeutsamen

Mann spielen zu dürfen, gar von


Interview mit:

ihm eingeladen zu werden.

Grummelnd beobachtet die Reporterin, wie

während Kaiburs Antwort sich die Zahl ihrer

Steine stark reduziert.

Red.: Ich hoffe, der Aufenthalt in Kasra war

auch sonst angenehm?

Kaibur: Das war er. Nur waren es im Großen

und Ganzen zu wenige Spieler da, damit ich

länger dort geblieben wäre. Durch einen Zufall,

einen Artikel im Boten, zog es mich zurück

nach Belnend und hier fand ich dann jede

Menge Spielpartner, was mich zum Bleiben

verleitete.

Red. frustriert einem weiteren sehr guten Zug

des Spielers zusehend: Die Runde geht wohl

an Dich.

Schließlich endet das dritte Spiel 21 : 15 für

den Profi.

Kaibur: Noch hast du immer einen Kupfer

Gewinn gemacht.

Lady Blue schmunzelt ihren Gefährten zufrieden

an.

Red.: Klagen kann ich nicht. Das ist wahr.

Das vierte Spiel startet nach Gewinnübergabe

beinahe, wie ein Automatismus.

Kaibur: Aber was ich noch sagen wollte, als

Spieler hat es mich sehr lange nie an einem

Ort gehalten. Ich bin viel gereist und tu es

immer noch. Jeden Monat finden an unterschiedlichen

Orten Turniere statt, bei denen

ich teilnehme.

Red.: Man hört darüber viel zu wenig. Wenn

Du oder jemand anders unter den Spielern mir

Informationen zuschiebt, berichte ich auch

davon gerne in der Zeitung.

Kaibur nachdenklich: Hm, das wäre eine Idee.

Ich habe schon angefangen eines der

Kaissalehrbücher in unsere Sprache zu übersetzen,

dass sollte nach einer Korrekturlesung

auch bald rauskommen.

Red.: Also Ergebnisse, Spielkommentare und

all sowas. Ich bin für alles offen. Ich kann nur

eben nicht alles selber machen. So viele

Hände habe ich nicht

Die Reporterin schmunzelt.

Kaibur: Bisher sind die Ergebnisse immer nur

im „Voice of Gor" aus Vonda erschienen, als

das noch häufiger zu lesen war.

Red.: Da wurde mir auch mal eine Ausgabe

zugespielt, ja. Ich verfolge das aber nicht

regelmäßig.

Wieder beugt sich Kaibur vor, um schmunzelnd

unserer Reporterin etwas zuzuflüstern.

Kaibur flüsternd: Da gibt es auch nicht solche

schönen Bildchen, für die, die nicht lesen

können. Da finde ich das Botenmädchen

wesentlich interessanter.

(Anm. d. Redaktion: Welche Lobeshymnen

doch mit ein paar Sibertarsk als Entgelt zu

erwirken sind… tsss…)

Red. schmunzelnd: Danke, das höre ich gern!

Bestimmt kommt die Kajira von Seite 1 auch

gut an?

Lady Blue scheint sich verschluckt zu haben

und bricht errötend ins Husten aus.

Kaibur: Etwas fürs Auge hat ein Goreaner

immer gern!

Während eines weiteren Zuges im vierten

Spiel stellt die Reporterin die nächste Frage.

Red.: Welches Spiel war es denn bisher, das

Dich am meisten beeindruckt hat? Und warum?

Gab es irgendwann mal eine Situation,

bei der Du einem Spiel zugeschaut hast und

der Verlauf Dich total überrascht hat?

Kaibur schluckt, als er seinen Perlen aus

seiner Spielfeldhälfte beim Verschwinden

zusehen muss. Dann muss er lachen.

Kaibur: Das war zum Beispiel ein sehr guter

Zug.

Red. kichernd: Danke

Kaibur: Was deine Frage betrifft: Mein eigenes,

bestes Spiel hatte ich gegen den besten

Kaissaspieler Romayne, als ich ihn an

den Rande einer Niederlage brachte. Es

war nur ein Showspiel mit etwas über 20

Zuschauern, aber ich habe mehr geschwitzt

als nach so manchem Schwertkampf.

Er ist ein großartiger Spieler und

hat auf jede noch so gute Attacke von mir

eine Antwort gewusst. Das Spiel ging über

fast zwei Ahn und war das Beste meines

Lebens, auch wenn ich es am Ende verlor.

Und Überraschungen gibt es auch immer

wieder. Letztens erst im Finale, als ich gewann.

Ich war auf verlorenem Posten, doch

mein Gegner hatte meinen kleinen, letzten

Trick mit der Ubara nicht gesehen und prompt

konnte ich seinen Heimstein einnehmen.

Während der Antwort Kaiburs entscheidet sich

das vierte Mancala-Spiel in nie gekannter

Deutlichkeit für die SBM-Chefredakteurin. Nur

sieben Steine hat sie ihrem Gegner gelassen,

29 hat sie selbst gesammelt. Begeistert klopft

sich der Spieler zum Applaus an die Schulter.

Kaibur: Bravo! Sehr gut gespielt!

Red.: Vielen Dank!

Blue leise lachend: Heute hat dein Gast mehr

Glück!

Kaibur: Das hast du vielleicht auch schon

bemerkt, etwas was die Spieler ausmacht:

Es sind allesamt faire Spieler. Wenn Einer

verliert, gratuliert er dem Anderen immer

und freut sich über ein herausforderndes

Spiel. Da gibt es nicht wirklich Verlierer.

Red. nickend: Sehr respektabel! Einer der

besten Mancala Spieler soll ja der Tapir der

Oase der vier Palmen sein... MOMENT! Tapir?

Emir? Ich verwechsele das immer. Emir

ist doch das Rüsseltier vom Sklavenplaneten,

oder?

Südland-Botenmädchen 9

Kaibur lacht schallend.

Kaibur: Hat er so einen Rüssel wie das Tier?

Betreten schaut die Reporterin den lachenden

Spieler an.

Red.: Also heißt es Emir?

Kaibur: Der Emir ist ein Emir, aye!

Red.: Also Emir! Der soll jedenfalls in diesem

Spiel sehr gut sein.

Kaibur: Ich habe auch schon davon gehört.

Das Spiel habe ich auch erst in der Oase der

vier Palmen kennengelernt und durch das

Spiel hat es mich überhaupt nach Belnend

gezogen. Sonst wäre ich Blue wohl nie so

tiefgreifend begegnet.

Während dem Gespräch beginnt Spiel fünf mit

einem hervorragenden Zug des Spielers, der

der Reporterin gleich eine Vielzahl Murmeln

raubt und sie zum Grummeln animiert.

Red.: Irgendwie hat bei dem Spiel aber immer

der, der anfängt einen Vorteil. Zumindest,

wenn die Spieler ebenbürtig sind, gewinnt

immer der, der anfängt.

Kaibur: Man muss es nur geschickt anstellen.

Aber ein Nachteil ist es wohl nicht.

Red.: Ich merke es ja gerade.

Kaum den letzten Zug diskutiert, kann der

Spieler neuerlich und zum Unmut seiner Gegnerin

punkten.

Red.: Das war gemein! Ich hatte mir das so

schön zurechtgelegt!

Den Protest der Reporterin ignorierend kommt

Kaibur auf das Thema des Vorteils dessen,

der das Spiel eröffnet, zurück:

Kaibur: Da müsste man den Emir fragen. Ich

selbst spiele Mancala zu selten. Mein Augenmerk

gehört den ursprünglichen goreanischen

Spielen, Kaissa und Zar.

Red. grummelnd: Das Spiel geht jedenfalls

wieder an Dich und Du hast angefangen.

Kaibur: Ja, aber wenn du dich erinnerst, im

ersten Spiel begann ich und du gewannst es.

Red.: Sicher warst Du da noch nicht warm.

Das fünfte Spiel endet schließlich 26 : 10 für

den Spieler.

Kaibur leicht lachend: So könnte man es

ausdrücken.

Red. schmunzelnd: Naja, dann müsste jetzt ja

wieder ich gewinnen. Was gibt es denn sonst

noch so, was unsere Leser unbedingt über

Spieler erfahren sollten?

Kaibur kratzt sich an der Schläfe und denkt

nach – ob über die Antwort zur letzten Frage

oder über seinen nächsten Spielzug, das

wissen nur die Priesterkönige. Lady Blue lehnt

sich derweil zur Reporterin hinüber und gibt

eine Antwort auf die gestellte Frage, die ihr

Gefährte sicher nicht gutheißen könnte:

Blue flüsternd und grinsend: Man sollte sie ab

und zu gewinnen lassen.

Red. schlagfertig erwidernd und auf den Vor-


Interview mit:

teil der Eröffnung abzielend: Jedes zweite

Mal!

Kaibur: Pah! Das stimmt gar nicht!

Blue lachend: Das weiß ich doch! Gegen

dich hab ich eh kaum eine Chance!

Das aktuelle Spiel geht in diesen Ihn mit

15 : 21 an die Reporterin, die es auch eröffnet

hatte.

Red. kichernd: Es ist schon suchterregend!

Kaibur: Jetzt verstehst du mich.

Kaibur baut das Spiel erneut auf. Die Reporterin

beobachtet besonders aufmerksam

seinen Eröffnungszug und scheint wild

entschlossen, diesmal trotz des Vorteils,

den Kaibur mit seinem Eröffnungszug hat,

zu gewinnen.

Kaibur: Ich hatte mit dem Spielen angefangen,

als ich verletzt war. Aus dem

Zeitvertreib wurde eine Sucht, aus der

Sucht mein Broterwerb. Wenn es dich

interessiert, könnte ich dir auch ein paar

Pokale von mir zeigen, um den Lesern zu

zeigen, dass man vom spielen sogar etwas

greifbares gewinnen kann.

Red.: Das können wir gerne nach diesem

Spiel eben tun. Gibt bestimmt ein nettes

Bild!

Kaibur: Aye.

Red. enttäuscht: Das gewinnst Du wieder!

Kaibur: Der Vorteil ist schon bemerkenswert!

Red.: Und dabei sah es am Anfang ganz

gut für mich aus.

Kaibur lachend: So bleibt es bei einem

Kupfer Gewinn für Dich.

Red.: Es war mir trotzdem eine Freude.

Man muss nicht immer den Reibach

machen. Manchmal ist auch der Weg das

Ziel.

Kaibur: Nicht der Weg ist das Ziel, das

Spiel ist das Ziel.

Das Spiel endet schließlich 24 : 12 für den

Spieler, der die Lady darauf hin zu seinem

Allerheiligsten, dem Kamin mit seinen Pokalen

darauf, führt. Stolz präsentiert er die

Früchte seines Trainings.

Red.: Oh, das sieht wirklich sehr gut aus!

Kaibur: Das ist eine kleine Auswahl der

Preise, die ich gewonnen habe. Auf den

großen Pokal bin ich am meisten stolz. Es

ist mein erster großer Kaissaturniersieg

gewesen.

Red.: So einen eindrucksvollen Kamin habe

ich nicht daheim.

Lady Blue kommt mit etwas Verspätung

dazu.

Blue: Ich wünsche noch einen angenehmen

Abend, aber ich bin müde und werde mich

verabschieden. Be well Lady Aphris!

Red.: Danke, Lady. War mir eine Freude.

Stolz präsentiert Sir Kaibur die Trophäen auf seinem Kamin.

Sichere Träume!

Kaibur: Falls es einen Leser interessieren

sollte, das Preisgeld ist auch nicht schlecht.

Ich hab nun schon insgesamt über 50000

Kupfer durch die Spiele verdienen können.

Red.: Wir sind jetzt auch am Ende angelangt.

Sicher werde ich sowieso schon

wieder kritisiert, weil die Interviews immer

zu lang sind. Oder gibt es noch etwas, das

unbedingt gesagt werden muss?

Kaibur lachend: Du kannst es doch auch

kürzen. Künstlerische Freiheit?

Red.: Nein, das tu ich fast nie. Ich will die

Gespräche nicht verfälschen.

Kaibur: Wer Kaissa oder Zar lernen möchte,

kann sich gern an mich wenden. Und es

wird dieses Jahr auch noch ein Zarturnier

hier in Belnend geben. Da sind dann alle

recht herzlich eingeladen.

Red.: Ich hoffe, wenn niemand aus der

Riege der Spieler, so wird Lady Nici dafür

sorgen, dass von diesem berichtet wird. Sie

schreibt hin und wieder für uns. Vielen Dank

für das Interview und das erquickende

Spiel!

Kaibur: Ich geleite Dich noch nach draußen.

Nicht, dass die Nachtwache Dich sonst

nicht mehr raus lässt. In den derzeitigen

Zeiten passt sie immer sehr genau auf.

Schließlich verabschieden sich Kaibur und

die Reporterin noch, bevor diese das Schiff

nach Kasra besteigt. Ob sie während der

Überfahrt den gewonnen Kupfertarsk in Kala-na

investiert hat, ist nicht bekannt. Sie

verließ zwar das Schiff aufrechten Ganges,

als dieses in der Heimat festmachte, jedoch

hätte der Spielgewinn wohl auch nicht ausgereicht,

um umgetauscht in Spirituosen die

Motorik wahrnehmbar zu beeinträchtigen.

Die Redaktionsleitung

Südland-Botenmädchen 10

DDaas s SSppi ieel l ddeerr SSppi ieel lee: : KKaai issaa

Der Großmeister gibt Kurse

Kaissakurse bei Sir Kaibur für

Einzelpersonen oder Gruppen.

Anfragen per IM an Hanes Himmel


Wetternachhersage

Südland-Botenmädchen 11

Mini-Ätz

Auch der Herbst ist golden in Südland,

denn es konnte nur ein Einbruch

in der Messperiode registriert werden,

der seinerseits aber auch nicht von

längerem Bestand war, und zwar am

zweiten Tag der ersten Hand im

Se‘Kara. Hier wurden Tiefstwerte von

nur 38,7 SIM-FPS und 0,96 Timedilation

gemessen. Und selbst während

dieses Wettereinbruchs stiegen die

Barometer auf Werte von bis zu 44,9

SIM-FPS und 0,99 Timedilation. Die

Regel während der letzten Messperiode

allerdings war, dass die Instrumente

Vollausschlag zeigten. Ob sich

dieser Trend fortsetzt?

Verkehrsmeldungen

Auch dieses Mal müssen wir im Bereich

der Thassainsel vor tieffliegenden

Pfeilen warnen, die ein Verletzungsrisiko

darstellen. Außerdem wird

die Warnung vor wilder Beflaggung,

diesmal vornehmlich am Kontor und

nahe des Osttores von Kasra, aufrecht

erhalten. In der Stadt gab es

Behinderungen durch einen Brand im

Bereich des Marktplatzes und die

zugehörigen Löscharbeiten. Außerdem

ist vor dem derzeit verstärkt verkehrenden

Schwerverkehr auf dem

Fayheen zu warnen, der aus Waffenexportgeschäften

und Kriegsvorbereitungen

resultiert. Aus Thassaland wird

unterdes berichtet, dass

Talunaaktivitäten wieder zunehmen.

Da die Quelle derzeit noch unbekannt

ist, wird daher zu

erhöhter Vorsicht

geraten, insbesondere

im Bereich der

bekannten, aber

nach derzeitigem

Stand verwaisten

Talunacamps, denn

diese könnten zugewanderten

Talunas

als Unterschlupf

dienen. Wir raten

deshalb zu Reisen

unter Geleitschutz und wünschen

unseren Lesern allzeit sichere

Wege.

Kajira von Seite 1

Du bist jung, gutaussehend, trägst

einen Halsreif und möchtest einmal

in die Zeitung? Das geht ganz einfach:

Lass dich malen, in natürlicher

Umgebung und aufreizender Pose.

Vielleicht möchtest du selbst einen

Text dazu schreiben? Nötig ist das

nicht, aber das kannst Du tun. Reiche

am besten mehrere Bilder und

eventuell einen Text der Redaktionsleitung

des SBM (Aphris Breuer) ein,

damit das schönste Bild ausgesucht

werden kann, und du wirst sehen,

bald stehst du auf Seite 1 und bist in

aller Munde.

Du bist jung, gutaussehend, trägst

keinen Halsreif und möchtest einmal

in die Zeitung? Das geht auch

ganz einfach: Leg dir selbst ein Collar

an, bewahre den Schlüssel sicher

auf und zieh dich aus. Lass

dich dann malen, in natürlicher Umgebung

und aufreizender Pose.

Vielleicht möchtest du selbst einen

Text dazu schreiben? Nötig ist das

nicht, aber das kannst Du tun. Verfahre

danach, wie die, die einen

Halsreif tragen und du wirst sehen,

bald stehst du auf Seite 1 und bist

in aller Munde

Kein Scherz, wir suchen wirklich Helfer!

Anzeige:

Südland-Botenmädchen

sucht: Autoren und Reporter aus

Südland, gerne auch aus anderen

Städten, die von aktuellen Geschehnissen

Bericht erstatten, und

Reportagen schreiben. Gern gesehen

sind auch Vorschläge zu neuen

Rubriken. Goreanischkenntnisse

in Wort und Schrift, wie auch Kreativität

und die Fähigkeit des selbständigen

Arbeitens sind zwingend

vorausgesetzt. Ihre Bewerbung

richten Sie bitte unter Bei-fügen der

üblichen Unterlagen an Aphris

Breuer.


Ätz

Südland-Botenmädchen 12

Leser-Gruppe des SBM

Die neuesten Informationen

für unsere Leser:

UUID: 6a401713-d999-5ff5-

fcdb-7d54c7b1707e

Pfeilballgruppe Kasra

Informationen über den

neuen goreanischen Trendsport

UUID c8f147df-0b4b-87dc-

47d2-50032f6052be

Po’ka Gruppe Kasra

Mit einem Klick nach Kasra!

Für risikobereite Freunde

des gepflegten Kar’ten Spiels

UUID 374cd350-5ae8-20c6-

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