11. Ausgabe - Oase der Vier Palmen

oase4palmen.de

11. Ausgabe - Oase der Vier Palmen

5. Monat; J. 4 contasta

Germanium Gor

Ausgabe 11

Preis: 2 Kupfertarsk

Südland-Botenmädchen

Rubriken:

• Lokalteil

• Überregionales

• Politik

• Interview mit:

• Wetternachsage

• Verkehrsmeld.

• Ätz

Piraten stecken falsches Haus in Brand

Priesterkönige, werft Hirn vom Himmel!

Kasra am Fayheen – Ein

Haus der etwas abseits,

außerhalb der Stadtmauern

gelegenen Siedlung

brannte am dritten Tag

der dritten Hand im fünften

Monat bis auf die

Grundmauern nieder. Es

war Brandstiftung und

eigentlich sollte

es das

Haus einer

Heilerin sein, die in der

Nähe wohnt.

Nachdem ihr

bereits die Flucht aus der

Hand von Piraten gelungen

war, wollten diese

offenbar Rache an ihrer

entflohenen Beute nehmen

und ihr Haus anzünden.

Zum Leidwesen eines

in der Nähe wohnenden

Imkers war es allerdings

sein Haus, das der

Brandstiftung zum

Opfer fiel. Auch

Zündeln will geübt und

gelernt sein. Alles

über das Missgeschick:

Seite 2.

Zisa will für Piraten tanzen!

Was für ein Hüftschwung! Zisa

(19), Kajira einer Stadtwache Kasras,

ist eine Meistertänzerin. Jede

freie Minute nutzt die noch so junge

Sklavin aus Leidenschaft zum Tanzen

üben. Schließlich kann eine

Kajira noch am ehesten beim Tanz

dazu verführen, ihr zu geben, was

ihr Blick verrät, dass sie will. Der

Piratenangriff auf das Dorf vor

Kasra beflügelte Zisas Phantasie.

Hätten sie sie doch mitgenommen,

gefesselt, auf das Schiff gebracht!

Hätten sie sie doch einmal so richtig

hart rangenommen, daheim im

Piratencamp, am Feuer, der Reihe

nach. Das Sklavenfeuer des Mädchens

brennt heller als jedes Signalfeuer

und solche Vorstellungen

findet sie traumhaft. Allerdings

bleiben sie auch Traum, denn sie

gehört leider nur einem Krieger.

Verfassung für Kasra

Schließlich doch: Kasra

gibt sich eine Verfassung:

Seite 2

Putsch in Torcodino

Ein Bericht über das Polit-

Drama in Torcodino

Seite 5

Interview mit:

Einem Ubar

Seite 6


Südland-Botenmädchen 2

Politik

Nach langem Ringen und viel Arbeit:

Kasra beschließt Verfassung

Kasra am Fayheen – Wie lange regiert

eigentlich ein Regent? Wer kann

eigentlich Regent werden und wie

wird er gewählt? Wie kommt ein Gesetz

zustande? Das alles sind Fragen,

die nun eindeutig geklärt sind, denn

die Verfassung, an der mehrere Monde

lang teilweise in Kommissionen

gearbeitet wurde, wurde am fünften

Tag der dritten Hand im fünften Monat

endgültig vom Rat mit sechs Fürstimmen

und zwei Gegenstimmen beschlossen.

Zwar machte eine kurze

Vorbesprechung vor der Abstimmung

deutlich, dass es noch Schwachstellen

in dem Manifest gibt, wie z.B.,

dass für den Schlüsselposten des

Lokales

Nach einem Fehlschlag kehrte Jähzorn ein.

Piratenangriff auf Heilerin

obersten Schriftgelehrten kein Vertreter

vorgesehen ist oder, dass die Anforderungen

an den Gesundheitszustand

eines Regentschaftskandidaten

nicht in ausreichender Weise definiert

sind, jedoch war dies offenbar kein

Grund, den Beschluss der Verfassung

weiter zu verzögern. Schließlich definiert

sie auch, dass nachträgliche

Änderungen am Gesetzestext möglich

sind und, wie sie umgesetzt werden

müssen. Nicht verwunderlich daher

der sich an den Beschluss der Verfassung

anschließende Antrag, die mit

der Verfassung befasste Kommission

aufrecht zu erhalten und damit zu

betrauen, letzte Schwachstellen durch

Änderungsanträge, die mit einer Dreiviertelmehrheit

zu beschließen sind,

auszumerzen.

Der Beschluss der Verfassung bedeutet

auch das nahende Ende der Amtszeit

der Regentin Lady Galtier, deren

Amtszeit als bis zum Beschluss einer

Verfassung dauernd definiert wurde,

und ihres Vertreters Sir Ignatius. Auch

im Grundsatzdokument selbst ist festgehalten,

dass nach seinem Inkrafttreten

Neuwahlen stattfinden müssen,

die voraussichtlich in der nächsten

Ratssitzung verkündet werden.

GPA – goreanische Presseagentur

NL Kasra

Redaktion: Aphris Breuer

Kasra am Fayheen – eine böse

Überraschung erwartete Lady J., Heilerin

in Kasra auf dem Heimweg am

dritten Tag der dritten Hand im fünften

Monat. Sie hatte das Dorf nahe Kasra,

in dem sie lebt bereits erreicht. Doch

dort traf sie, so erzählte sie dem SBM,

auf eine männliche und eine weibliche

Person. Die Fremden verwickelten sie

in ein Gespräch. Lady J. schilderte,

dass die Frau wohl darauf gedrängt

habe, sie als Kajira mitzunehmen. Der

Mann konnte dem nicht völlig abgeneigt

gewesen sein, denn er griff die

Jede Hilfe kam zu spät. Letztes Bild des Hauses des Imkers.

Lady schließlich mit dem Schwert an

und schlug sie besinnungslos. Sie

wurde anschließend gefesselt und,

nachdem in der Nähe kein Boot zu

finden war, über den Landweg zum

Piratenschiff gezerrt.

An ein Kreuz gefesselt wurde sie mit

Schlägen gefoltert, um ihre freiwillige

Unterwerfung zu erzwingen – ein sehr

logisches Vorgehen. Selbst der Plankengang

wurde der arglosen Heilerin

angedroht. Schließlich wurde sie in

einen Holzkäfig gesperrt, einen, der

beweist, was Salzwasser und Thassa-

luft alles anrichten können.

Die Lady, der natürlich ausreichend

Zeit blieb, ihr Gefängnis

zu untersuchen, fand

morsche Streben im Gitter,

die sie mit dem Fuß heraustreten

konnte. Zwar zog sie

sich dabei Verletzungen zu,

aber so konnte sie von dem

noch im Hafen der Fayheenstadt

liegenden Schiff flüchten.

In ihrer Not flüchtete sie sich

auf ein nebenan liegendes

Schiff, in dessen Laderaum

sie ein Versteck fand. Das

Schiff legte alsbald ab und

brachte sie nach Caithris.

Dort ließ sie sich verarzten

und neu einkleiden, denn ihre

Kleider hatten die Piraten

ruiniert. Schließlich machte sie sich

auf den Heimweg.

Dichter Rauch lag über dem Dorf neben

Kasra, als sie heimkehrte. Das

Haus des Imkers, Sir S., der ganz in

der Nähe wohnte, stand in hellen

Flammen. Sie konnte aus weiter Ferne

einen Mann bei der Flucht beobachten,

den sie aufgrund der Entfernung

nicht mit letzter Sicherheit

identifizieren konnte, von dem sie

aber meinte, dass es sich um ihren

Entführer handelte.

Da am Tatort Spuren von Brandstiftung

gefunden wurden, ermitteln die

Stadtwachen in diesem Fall. Man geht

aufgrund der Aussage von Lady J.

davon aus, dass es sich bei dem

Brandanschlag, der eigentlich nicht

dem Imker, sondern der Heilerin gelten

sollte, um eine Racheaktion der

Piraten handelte, die sich über ihr Ziel

offenbar vorab nicht genau genug

informiert hatten. „Wenn es nicht so

traurig wäre, müsste man lachen“,

kommentierte der Imker, der mit der

Organisation des Wiederaufbaus seiner

Behausung beschäftigt war, das

Geschehen. Wer seinen Schaden

ersetzt, ist bisher völlig unklar.

GPA – goreanische Presseagentur

NL Kasra

Redaktion: Aphris Breuer


Südland-Botenmädchen 3

Lokales

Attentäter eröffnen Camp in Südland

Mörderische Tahari

Kavarland – dass die Hitze der Tahari

besonders, weil kaum Wasser zu

finden ist, außerhalb der Oasen mörderisch

ist, ist nicht neu. Laut letzten

Meldungen gibt es allerdings etwas

Neues, Mörderisches in der Tahari, im

Gebiet der Kavars, nicht allzu weit

entfernt von der Oase der vier Palmen:

Ein Attentätercamp. Die bisher

nur aus einem Zelt und Feuerstelle

bestehende Siedlung wird nach derzeitigem

Kenntnisstand von nur einem

Angehörigen der schwarzen Kaste

bewohnt, der vermutlich dachte, dass

auch in Südland mit seinem Handwerk

Tarsk zu verdienen ist. Ob der

Meuchelmörder derzeit den Dolch aus

Kohle auf der Stirn trägt, ist nicht bekannt

und somit ist ungewiss, ob er

wegen einem konkreten Auftrag in der

Tahari weilt. Insbesondere Bürgern,

die sich Feinde gemacht haben ist

Schmied wird aus Geheimgang befreit

Verschütteter in der Tahari

Kavarland – Ein aus Lydius stammender

Schmied wurde unter Hilfe

einiger Mitbürger der Stadt am Laurius,

dem Imker und der ersten Händlerin

Kasras und einem Söldner der

En’Fori am fünften Tag der vierten

Hand im fünften Monat aus einer

misslichen Lage befreit. Wie geschildert

wurde, lief er auf einer Reise

einigen Sleens in die Arme, die ihn in

eine Höhle in Kavarland trieben, die

einstürzte, kurz nachdem er sie betrat.

Eine Kajira, die Zeugin wurde, machte

sich auf, dem Verschütteten Hilfe zu

organisieren, allerdings zunächst mit

wenig Erfolg. Die Geschichte von

einem Verschütteten, der von Sleens

vor einer Höhle belagert wird, wurde

zumindest in Kasra zunächst als Finte

und potentieller Versuch, in eine Falle

aus der Stadt zu locken interpretiert.

allerdings zu raten, sich von der Tahari

fernzuhalten und die nächsten Hand

Vorsicht walten zu lassen. Zwar sind

dem Attentäter seine Aufträge sicherlich

von jedermann gegönnt, doch

wird auch Einigkeit darüber herrschen,

dass es das Beste ist, wenn er

zu deren Erfüllung hunderte Passang

reisen muss.

Attentätercamp in Kavarland – gerade leer

GPA – goreanische Presseagentur

NL O4P

Redaktion: Talisha Allen

Erst, als eine Delegation bestehend

aus Kriegern und Schriftgelehrten der

Handelsmetropole im nördlichen Zentral-Gor

anreiste und in selber Sache

um Hilfe fragte, wurde dies ernstgenommen.

Eine verzweifelte Suche

trieb den nun von Kasra begleiteten

Trupp durch Kavarland. Zwar wurde

die Höhle bald gefunden, allerdings

schien es aussichtslos, den Verschütteten

zu befreien. Mit Hilfe des Emirs

der nahe gelegenen Oase der vier

Palmen wurde Kontakt zu den En’Fori

hergestellt, die die vermeidliche Höhle

als Geheimgang zu ihrem Camp offenbarten,

der allerdings in der Tat

eingestürzt war. Mit einiger Mühe

wurde der Schmied aus dem nun

unbrauchbaren Geheimgang befreit.

Noch eine Schreckensmeldung für Kasra

Regent angeschossen

Kasra am Fayheen – am fünften Tag

der fünften Hand im fünften Monat

machte sich eine weitere Schreckensmeldung

in Kasra breit. Nach

offizieller Meldung wurde der die Fayheen-Stadt

derzeit vertretend regierende

Sir Ignatius auf einer Reise

nach Shendi von zwei Attentätern

angegriffen und verletzt. Zwar sind die

Schusswunden eher harmlos, doch

wurde ihm von den Heilern von einer

Reise erst einmal abgeraten. Vom

Krankenfell aus verfügte der

Regentenvertreter seine Vertretung in

Person der ersten Händlerin – eine

Situation, die von der gerade erst

beschlossenen Verfassung nicht vorgesehen

war. „Ich möchte das gar

nicht an die große Glocke hängen“,

sagte diese im SBM-Interview. „Wahrscheinlich

bin ich nur ein paar Tage

Regentin, denn wir rechnen mit Lady

Galtiers baldiger Rückkehr. Wahrscheinlich

werde ich schon zum

nächsten Rat nicht mehr im Amt sein.“

Als erste und vermutlich einzige

Amtshandlung entsandte die Regentin

Aufklärer um sich vom Zustand Ignatius‘

zu überzeugen. Ob es wirklich

Attentäter waren, die Ignatius niederstreckten,

wird derzeit bezweifelt –

auch aufgrund aus Shendi nach Kasra

dringender Gerüchte.

GPA – goreanische Presseagentur

NL Kasra

Redaktion: Aphris Breuer

Mini-Ätz

Der Schmied kurz nach der Befreiung

Suchtrupp vor der fraglichen Höhle

GPA – goreanische Presseagentur

NL Kasra

Redaktion: Aphris Breuer

Alle Informationen hier


Südland-Botenmädchen 4

Überregionales

Von einem ungewöhnlichen Lösegeld

Der Turban des Emir

Scagnar / O4P – Am dritten Tag der

dritten Hand im fünften Monat ereignete

sich ein besonderer Zwischenfall.

Der Emir der Oase staunte nicht

schlecht als er einer abgerissenen

Frau ansichtig wurde die verzweifelt in

der Oase der Vier Palmen herum lief.

"Als Ich sie ansprach schien sie sehr

verwirrt", so berichtete der Regent

und gab ihm darüber Auskunft, dass

ihr Gefährte von grausamen Straßenräubern

entführt worden sei. Diese

drohten ihn zu foltern und zu töten

wenn die junge Frau ihnen nicht den

Turban vom Kopf des Emir der Vier

Palmen bringen würde.

Bewegt von so viele Liebe, die das

Mädchen bereit war ihrem Liebesten

entgegen zu bringen, schenkte der

Emir der jungen Frau einen seiner

alten Turbane. Diese stürmte daraufhin

los.

Reisende wollen gesehen haben wie

einen Tag später Panthermädchen

vom Stamm der Sa me Pyrana ihre

gefangenen Schwestern auf der Insel

Scagnar auslösten.

Unklar war von den Nordleuten ein so

Piraten berichten von einer Haiplage

Bitte nicht schwimmen

Boswell Pass – Ansässige Piraten

berichten von einer wahren Haiplage

in den Wassern nahe des am Thentisgebirge

gelegenen Boswell Passes.

„Es ist keine Seltenheit, dass unsere

Schiffe von bis zu dreißig Haien, die

offenbar von der potentiellen Beute an

Bord wissen, umkreist werden“, ließ

ein Angehöriger der schwarzen Piratenbruderschaft,

der zu Handelszwecken

den Handelsposten der Oase

der vier Palmen aus.

plötzliches Interesse an Südländischer

Herrenmode haben könnte.

Man darf gespannt sein.

Gefangenenaustausch nahe Scagnar

Ein Sklave begleitet ein gefangenes

Panthermädchen über die Brücke, in

der Mitte liegt der sagenumwobe Turban

GPA – goreanische Presseagentur

NL Turia

Redaktion: Cori Panthar

„Das ist neu! Haie gab es zwar schon

immer, allerdings kamen sie nahe des

Unterschlupfes nie in solchen Mengen

vor.“ Bisher ist das Phänomen den

Gelehrten nicht erklärlich. Gemutmaßt

wird, dass die Kiemenatmer von im

Wasser entsorgten Lebensmittelresten

angelockt werden. Schwimmen

und Baden im Thassa verbietet sich

den Piraten derzeit.

Scagnar ist Geschichte

Sturmesnacht

Scagnar – Mehrere Stürme, die in der

vierten und fünften Hand des fünften

Monats über das torvaldsländische

Dorf hinwegfegten, haben schwere

Verwüstungen und Personenschäden

angerichtet. Laut einer GPA-Meldung

haben die Überlebenden des Clans

der Feuerbringer nach dem jüngsten

verheerenden Sturm das letzte nicht

den Unwettern zum Opfer gefallene

Schiff bestiegen und sich in Sicherheit

gebracht. Der Ort, der vor seiner Verwüstung

Scagnar hieß und dem Clan

ein Heim bot, musste schweren Herzens

sich selbst überlassen werden.

Es heißt, die Feuerbringer wären an

einem Ort namens Eire Village untergekommen,

wo sie auf eine fremdsprachige

Kultur getroffen seien, die

den letzten Verbliebenden Asyl gewährten.

GPA – goreanische Presseagentur

NL O4P

Redaktion: Talisha Allen

Ar’s Station weggespült

Vosk tritt über die Ufer

Ar’s Station – Dieser Tage erreichte

uns die Kunde, dass Ar´s Station in

den Fluten des Voskflusses untergegangen

ist. Erzählt hatte es uns ein

Fremder vor dem Feuerkrug in Kasra.

Er war Schmied. Da er davon sprach,

dass er auf Arbeitssuche ist und es

als nächstes in Torcodino versuchen

wollte, fragten wir nach, wieso er seinen

Heimstein verlassen hatte. Die

Erklärung war so einleuchtend wie,

erschütternd. Der Voskfluss war über

die Ufer getreten und seine mächtigen

Fluten haben alles hinweg gespült

und die eins so stolze Stadt den Erdboden

gleich gemacht.

GPA – goreanische Presseagentur

NL Kasra

Redaktion: Georg Rang

Malerei der Bucht vom Rücken eines Tarn

GPA – goreanische Presseagentur

NL O4P

Redaktion: Talisha Allen

Exklusiv im Basar der Oase

der vier Palmen


Überregionales

Torcodino

Südland-Botenmädchen 5

Geschichte eines Putschs

Torcodino – Ihre Zeit verbrachten die

Bürger der Stadt Torcodino immer

weniger mit Arbeit, Handel und Vergnügen,

dafür zunehmend mit Streitereien

untereinander. Selbst die Bemühungen

des Administrators und

des Richters fielen auf keinen fruchtbaren

Boden.

Nachdem das Teehaus ohne Wirtin

zurückblieb, die in einem Streit kapituliert

hatte, vermissten viele einen

liebgewordenen Treffpunkt in der

Stadt und zogen sich mehr und mehr

in die eigenen Zylinder zurück. Die

Krieger saßen immer wieder um das

Feuer des Gutshofes vor der Stadt,

berichteten nichts Gutes und sahen

eine trostlose Zukunft aus den Nebeln

der Zeit heraufsteigen.

Da hieß es, ein Gerücht nur, aber

eines, das sich hartnäckig hielt: Der

Administrator sei traurig über den

Zwist der sich so breit gemacht hatte.

Man sah ihn kaum noch auf den Plätzen

und Straßen, er verweilte immer

mehr hoch oben, in der höchsten

Wohnung der Stadt, zusammen mit

nur einer treuen Kajira. Seine Trauer,

sein Schweigen brachte die Krieger in

Rage, da sie doch nach Taten dürsteten.

Allein die Gardisten des Administrators

hielten treu zu ihrem Herrn.

Doch die anderen Krieger meinten, es

wäre ein leichtes, sie auch zu überzeugen,

wären sie doch insgeheim

Sir Kintradim, nach den Aufständen beliebter Ubar Torcodinos.

genauso voller Tatendrang wie jeder

Krieger.

Und so wappneten sich eines Abends

diejenigen, die auf dem Gut sich gegenseitig

ihre trüben Gedanken anvertraut

hatten. "Brüder", sagten sie,

"die Zeit ist gekommen! Lasst uns

zum Administrator vordringen, seine

Mannen auf unsere Seite ziehen.

Lasst uns ihn bewegen, die alten

Pfade des Mutes und des Abenteuers

zu beschreiten. "

Sie sperrten ihre Sklavinnen in eine

Höhle, um sie zu schützen, zogen los

und stellten sich dem Kampf mit der

Garde. Entgegen ihrer Erwartung

wehrten sich die Gardisten energisch,

aber streckten nach einigen Ahn harter

Kämpfe doch die Waffen. Als der

Pulk der Aufständischen zur Wohnung

des Administrators hoch über

der Stadt vordrang, war dieser verschwunden

- er hatte wohl seinen

Tarn bestiegen und war entkommen.

Sein Schwert an der Wand, einige

persönliche Dinge aus seiner Wohnung

fehlten, und seine Kajira war

auch nicht auffindbar. Auch einige

angesehene Bürger packten in Windeseile

das Notwendigste zusammen

und flohen. Man konnte doch nicht

wissen, was die Aufständischen vorhatten!

Doch das gefürchtete Chaos blieb

aus. Die Krieger riefen einen der ihren,

der durch seine

Besonnenheit immer

schon aufgefallen

war, zum Ubar aus.

Nicht der Hitzkopf,

nicht der Zögerer,

nein, Kintradim Crux

sollte allein die Stadt

regieren. Kintradim

Crux zögerte nur

kurz, dann legten

sich seine Finger

entschlossen um

den Knauf des

Gladius, er zog es,

hielt es hoch, dass

die Schneide in der

Sonne blinkte, und

ließ den Schlachtruf

erklingen: "Für Torcodino!"

Die rauen

Stimmen der anderen

fielen ein, und

auf einmal war etwas

Neues, Bewegendes in der Luft, das

manche befreit auf atmen ließ.

Ohne Furcht machten sich die Bürger

auf, zum Ubar zu gehen, und ihre

Sorgen und Nöte, ihre Ängste und

Unsicherheiten ihm zu erzählen. Sie

freuten sich, dass sie ein offenes Ohr

fanden, und erzählten mit leuchtenden

Augen von den Audienzen bei

ihm. Wie gewohnt fand der Markt

statt, nicht so gut besucht wie sonst...

hatte sich doch das Gerücht vom

Aufstand in entfernte Landstriche

verbreitet und manche Händler aus

Furcht um ihre Habe fernbleiben lassen.

Aber die gekommen waren,

machten einige Geschäfte, man traf

sich munter und zufrieden plaudernd

in der Teestube.

GPA – goreanische Presseagentur

NL Torcodino

Redaktion: Chara Charisma

Mini-Ätz

Bist du Wirt oder Wirtin, so mache

dich auf nach Torcodino! Eine Herberge

erwartet dich, die nach deinen

Wünschen fertig gestellt wird. Die

Bürger der Stadt dürsten nach einem

gepflegten Getränk, bürgerlicher Küche

und guter Unterhaltung. Interessierte

möchten ihre Bewerbung an

den wohlwollenden Ubar der Stadt

richten!

Gesucht: Baumeister/in für Torcodino!

Für die Neugestaltung der Bewirtungsgebäude

der Stadt wird eine

interessierte kompetente Person der

Gelben Kaste gesucht, die sich die

Planung und Überwachung der Bauarbeiten

zutraut. Bewerbungen an den

Ubar von Torcodino, Kintradim

Mammoth, werden ab sofort wohlwollend

entgegen genommen. Gez.

Kintradim, Ubar von Torcodino.


Überregionales

Südland-Botenmädchen 6

Torcodino

Der Ubar richtet

Pfählung

Interview mit:

Etwa eine halbe Ahn zu früh erreichte unsere

Reporterin die Stadt Torcodino, die für ihr

Stadtbild bestimmendes Aquädukt berühmt ist

und, die an jenem Tag heftig von Stürmen

gepeitscht wurde. So freundlich, wie die Einladung

des Ubars war, der ihr Interviewpartner

sein sollte, so unfreundlich zeigte sich das

Wetter. Lange suchen musste sie nicht. Gleich

nach Durchschreiten des Stadttors traf sie auf

einen Mann, der sich als Kintradim vorstellte

und sie in eines der unterhalb des Zentralzylinders

liegenden Häuser führte.

Red.: Gut, fangen wir an. Die Malerin wollte

nachkommen. Ich hoffe, sie findet uns hier.

Sie musste leider ein Schiff später reisen.

Kintradim reibt sich etwas nervös die Hände.

Es scheint sein erstes Interview zu sein.

Kintradim: Nun, das war eigentlich auch nicht

so geplant. Aber kein Plan überlebt den

Torcodino – Eine blaue Dämmerung

senkte sich über die Stadt, deren Geschäftigkeit

in abendliche Ruhe mündete.

Doch die Ruhe war heut so gespenstisch,

so unwirklich, nur eine

Maske für eine bösartige Spannung in

der Luft.

Wohin eilten sie, im Laufschritt, die

Stadtgardisten? Woher vernahm man

das elende schwache Stöhnen einer

Frau, das Klirren der Ketten, das Knistern

und den Dunst von Kohlefeuer?

Sie wird gepfählt, raunte die Bäckerin

der Frau des Händlers zu. Wer? Neigte

diese neugierig sich zu ihrer Bekannten,

winkte die Sklavenhändlerin

herzu und wollte alles genau wissen.

Aus dem Mosaik von Gesprächsfetzen,

die man irgendwo aufgeschnappt

hatte, formte sich ein Bild: Eine Frau

aus Port Kar, eine Diebin, so hieß es,

hätte geplant, den Heimstein zu stehlen,

vielleicht in erpresserischer Absicht,

aber vielleicht auch nur, um

Torcodino das alte Bündnis mit Ar

heimzuzahlen?

Sie spekulierten, aber eine Gerichtsverhandlung

hatte es nicht gegeben,

der Ubar hat allein entschieden, der

Ubar hielt sie im Wehrturm gefangen

und setzte den Tag und die Ahn ihres

Todes an. Man konnte es kaum glauben:

Bedürfen solche Dinge um Leben

und Tod nicht ausführlicher Verhandlungen?

Sie seufzten und murrten. Man kriege

nichts mit, man darf nicht abstimmen...

eine Stadt unter Kriegsrecht

liefert einfach wenig Gesprächsstoff.

Umso schneller eilten alle zusammen,

da die Uhr am Stadtturm die Stunde

verkündetet, die die letzte der Gefangenen

sein sollte. Die Sterne glommen

zaghaft, am Horizont braute es

sich schwarz zusammen. Die zarte

nackte Gestalt wankte zwischen den

hünenhaften Kriegern, die sie an Ketten

hielten. Ihr Gesicht blieb den Gaffern

unbekannt, denn man hatte sie

unter eine Sklavenhaube gesteckt.

Man trieb sie hinauf auf den Torturm.

Das allerletzte Stück ging der Ubar

selbst mit ihr. Er hatte sie verurteilt, er

würde auch der Vollstrecker sein. Er

trat an die Mauerkrone, und seine

sonore Stimme schallte über den

Platz, als er das Verbrechen der Unbekannten

und ihre Strafe verlas. Von

ferne grollte ein Gewitter, und doch

drang die schneidende Stimme an

jedes Ohr derer, die auf dem Platz vor

dem grauen Turm versammelt waren.

"Sie soll auf dem Pfahl sitzen, bis der

Tod eintritt."

Die Leute verstummten. Hatte man

zuvor noch gewitzelt, dass es doch

Kontakt mit der Realität.

Red. über die wahren Worte schmunzelnd:

Nunja, erst einmal vielen Dank, dass ihr euch

Zeit für unsere Leser nehmt.

Kintradim: Bitte, es ist mir ein Vergnügen

Lady.

Red.: Wie fühlt man sich denn so als Ubar? Ist

das anders, als ‚einfacher Krieger‘ zu sein? Ich

weiß nicht, welche Stellung ihr vorher inne

hattet.

Kintradim: Nun, vorher hatte ich den Rang

eines Kriegers inne, das ist richtig. Es fühlt

sich nach deutlich mehr Verantwortung und

Arbeit an. Bürger kommen und stellen Fragen

und möchten Entscheidungen. Allerdings war

mir klar, dass es nicht einfach wird. Ich bin

aber entschlossen diesen Weg zu gehen.

Außerdem muss man deutlich mehr auf seinen

Rücken aufpassen. Wo ich früher noch in

Ruhe allein reisen konnte ist mir das nun

auch zu so einem Ereignis Erfrischungsbuden

geben könnte, lastete

jetzt atemloses Entsetzen über der

Versammlung. Es würde passieren.

Gleich. Die dumpfe Stimme der Frau

hallte über die Menge: "Ich bin unschuldig!"

Und dann ein Schrei, schrill

und hoch, durchdringend, dass die

Scheiben klirrten, noch ein Schrei,

dann ein entsetzliches klägliches

Wimmern. Von weitem nahm man

zwischen den Zinnen Bewegung war,

Zappeln. Gebannt blieben die Blicke

an der Turmplatform haften.

Als das letzte klagende Aufschreien

verstummt war, kam Bewegung in die

Leute. Sie murmelten: Ist ihr recht

geschehen. Immerhin der Heimstein.

Soll anderen als Beispiel dienen, jawohl.

Sie begaben sich ins Teehaus, ein

wenig Ablenkung vom Grauen des

Todes wäre ideal. Die Torturen der

Sterbenden oder Toten...wer weiß das

schon so genau, wann es zu Ende

ist? - mussten dem Bedarf nach einem

Fest der Lebenden weichen.

Oder gab es vielleicht gar keine Toten?

GPA – goreanische Presseagentur

NL Torcodino

Redaktion: Chara Carisma

verwehrt.

Red.: Ihr stammt gebürtig aus Torcodino?

Kintradim: Nein, Lady. Ich stamme eigentlich

aus dem Norden. Aber ich hab früh gemerkt

das Verrhüten und das Meer nichts für mich

sind. Deshalb ließ ich mich nach kurzer Reise

in dieser Stadt nieder und wurde als Krieger

aufgenommen.

Red.: Wie lange lebt ihr schon hier?

Kintradim sich nachdenklich das Kinn reibend

und grübelnd: Schon mehr als 7 Monate.

Red.: Es ist nicht wertend gemeint, sondern

als neutrale Feststellung: Wenn man von

Kasra nach Torcodino reist, ist das etwas, wie

in eine andere Welt reisen. Eine gewaltige

Umstellung. War es einfach, sich an das neue

Heim zu gewöhnen?

Kintradim: Nun, das viel mir eigentlich recht

leicht, denn es war so wie ich es mir vorgestellt

habe. Ich habe mir gedacht wenn ich


Interview mit:

Südland-Botenmädchen 7

Torcodino

einen Heimstein berühre dann in dieser Stadt.

Der Schwur auf den Heimstein hat mir dann

auch sehr viel bedeutet. Torcodino entspricht

meinem Bild von Gor. Es ist wie überall nicht

alles perfekt aber es ist mein Zuhause nun.

Red. lächelnd: Das ist, was ich immer sage:

Perfekt ist langweilig. Wenn man sich verliebt,

verliebt man sich meist in die kleinen

Makel.

Kintradim: Wo Menschen leben, wird es auch

niemals etwas Perfektes geben. Perfekt würde

auch stillstand bedeuten. Das würde alles im

Keim ersticken. Veränderungen und Probleme

gehören zum Alltag dazu. Ohne das wäre es

doch sehr langweilig.

Red. nickend: Ich sagte ja schon, dass ich die

Architektur hier sehr schätze. Eine Frage, die

mich beschäftigt, seit ich Torcodino kenne:

Dieses schöne, zum Stadtbild gehörende

Aquädukt, wo kommt das Wasser her?

Kintradim: Nun, Torcodino liegt auf einer

Ebene und hat kaum eigene Quellen. Wir sind

gezwungen das Wasser über 100 Passang

Entfernung in die Stadt zu bringen. Es gibt

zwei Aquädukte. Eines führt vom Issus in die

Stadt das andere von Quellen in den Hügeln

von Eteclos. Die Wasserversorgung ist aber

ein Problem das unsere Baumeister hervorragend

gelöst haben.

Red. beeindruckt: Dem stimme ich zu. Es ist

auch noch optisch reizvoll. Wart ihr in eurer

Zeit hier vor dem Aufstieg zum Ubar jemals

politisch engagiert?

Kintradim: Nein, eigentlich habe ich versucht

mich aus der Politik heraus zu halten.

Aber, dass die Macht in meine Hände fiel

hat sich während des Putsches so ergeben.

Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Platz.

Red.: Und als Krieger? Ihr wart sicher nicht

nur freiberuflicher Krieger sondern auch Mitglied

der Stadtwache?

Kintradim: Das ist absolut richtig. Ich hatte den

Rang eines First Guards inne. Allerdings lebte

ich vor dem Putsch mit meinem Schwertbruder

auf Gut Forstblick. Mein Schwertbruder

würde nach seiner Augenverletzung zum

Verwalter des Gutes ernannt und ich habe für

den Schutz gesorgt.

Red.: Das ist der Hof vor der Stadt direkt?

Oder?

Kintradim: Aye das ist Gut Forstblick. Es

wurde nach einem Feuer neu errichtet.

Red.: Wie war euer Verhältnis zum ehemaligen

Administrator?

Kintradim gerät kurz ins Stocken: Ich würde

nach seiner plötzlichen Abreise gerne noch

ein, wie soll ich es sagen, ein abschließendes

und endgültiges Gespräch mit ihm führen.

Falls eure Leser Hinweise zu seinem Aufenthaltsort

haben nehme ich die dankbar an.

Red.: Sicher wird sich da wer melden. Das

klingt jedenfalls nach einem an sich guten

Verhältnis, persönlich.

Kintradim nickend: Ja das könnte man so

interpretieren.

Red.: Ich möchte mich gerne langsam daran

heran arbeiten, wie der Putsch zustande kam.

Es muss ja einen Auslöser gegeben haben,

der das Geschehen ins Rollen brachte. Hatte

er den Auslöser zu verantworten oder ist er da

eher Opfer einer Situation geworden, die er

nicht beeinflussen konnte?

Kintradim nach kurzer Denkpause: Es

herrschte eine gewisse Unzufriedenheit in der

Stadt. Der Administrator war nie zu sehen

oder zu sprechen. Es fehlte an Führung und

Entschlossenheit. Wichtige Bürger hatten die

Stadt verlassen so, dass die Verbliebenen der

Meinung waren das es so nicht weiter gehen

kann. Ob er den Putsch hätte verhindern

können, hm, es hat sich so ergeben. Man

könnte sagen er wurde ein Opfer der Umstände.

Es war einfach an der Zeit für eine Veränderung

Red.: Das verlangt sehr viel Mut. Wir hatten

solche Situationen auch schon, aber zu einem

Putsch kam es nie. Die Hemmschwelle ist

sicher groß?

Kintradim: Man muss sich seiner Entscheidung

sicher sein. Leichtfertig darf man mit

einem Putsch nicht umgehen. Wir haben es

uns aber gründlich überlegt und wir sind der

Ansicht, dass der Heimstein und die Stadt das

gerechtfertigt haben.

Red.: Zu wie vielen wart ihr?

Kintradim: Die Kriegerkaste stand geschlossen

hinter dem Putsch.

Während des Gespräches klopft es an der

Tür. Die Kajira des Ubars öffnet und gewährt

der zum SBM-Team gehörenden Malerin

Einlass. Diese tritt ein und beginnt, nach

einem kurzen Gruß ihr Werkzeug in Position

aufzubauen.

Red.: Da ist die Malerin. Tal Nasty

Kintradim nickt der Malerin freundlich zu: Tal

Lady.

Nasty: Tal Herr Ubar. Meine Dingens, ähm,

Verehrung!

Kintradim: Es freut mich, dass ihr den Weg

gefunden habt. Hattet ihr eine gute Anreise?

Nasty: Es ist sehr sehr windig!

Malerin wird beim Malen des Ubars gemalt

Die Reporterin und Kintradim stimmen jeweils

durch Kopfnicken zu.

Kintradim: Aye das ist nicht zu leugnen.

Nasty: Aber hier drin geht das ja.

Kintradim: Ja die Erfahrung zeigt, dass ohne

Markt der Wind deutlich nachlässt.

Nasty: Lasst euch bitte nicht stören, ich bau

nur meine Staffelei auf.

Kintradim: Sicher es ist ja notwendig für eure

Arbeit.

Red.: Dann brauchte es sicher auch nicht viel

Planungs- und Vorbereitungszeit? Schließlich

war ja mit Gegenwehr nicht zu rechnen.

Die Malerin hat sich bereits mit Pinsel und

Farben ausstaffiert und beginnt, den Ubar zu

malen.

Kintradim: Ja das stimmt. So etwas passiert

nicht von heute auf morgen. Nach dem der

Entschluss zum Putsch stand waren viele

Gespräche zu führen und Verbündete zu finden.

Alles in allem zog sich das über eine

Hand hin. Durch die gute Vorbereitung hatten

wir keine Probleme in die Stadt vorzustoßen

und den Zentralzylinder zu erreichen. Erst dort

wurden wir von dem Administrator ergebenen

Wachen aufgehalten und mussten uns den

Weg frei kämpfen. Das hat dem Administrator

seine, hm, nennen wir es Abreise ermöglicht.

Red. nickend: Das stelle ich mir als unangenehm

vor, gegen Kastenbrüder zu kämpfen,

die auf denselben Heimstein geschworen

haben?

Nasty murmelnd: Ausgezeichnet die Blumen

da! genau die richtige Farbe!

Kintradim nickend: Oh ja Lady das ist es. Es

war das schwerste an der ganzen Angelegenheit.

Wenn wir nicht das Ziel und die Hoffnung

auf Veränderungen vor den Augen gehabt

hätten wäre es uns wohl nicht gelungen. Dann

fragend die Malerin ansehend: Sollen wir die

Blumen an die Seite rücken?

Nasty: Passt schon, danke.

Red.: Ich hoffe, es gab keine Opfer?

Kintradim: Es gab ein paar Verletzte aber zum

Glück keine Toten.

Red.: Und der Administrator entkam, soweit ich

weiß?

Kintradim: Sein Schwert, seine Kajira und

einige persönliche Gegenstände fehlten als wir

in seine Wohnung vorgestoßen sind. Der

Tarnplatz war auch leer. Also vermuten wir,

dass er geflüchtet ist.

Red.: Naheliegend, ja. Ihr sagtet, dass ihr nicht

nach dem Titel Ubar gestrebt habt. Wie kam es

dann dazu, dass ihr es wurdet?

Kintradim nach langer Denkpause: Von den

Kriegern welche den Aufstand geführt haben

hatte wohl ich als einziger die notwendigen

Qualitäten oder fühlte sich bereit Ubar zu

werden.

Red.: Und was für ein Ubar seid ihr? Ein eher

Harter oder einer, den das Volk mögen kann?


Interview mit:

Südland-Botenmädchen 8

Torcodino

Kintradim: Nun, auch als Ubar diene ich

dem Heimstein und der Stadt. Er vierzieht

während einer neuerlichen Denkpause leicht

das Gesicht. Ich hoffe, dass das Volk mich

mag aber ich scheue nicht vor harten Maßnahmen

zurück falls sie notwendig sind. Immerhin

geht es um den Erhalt unserer schönen

Stadt.

Red.: Habt ihr denn konkrete Pläne für die

Zukunft der Stadt?

Wohnzimmer eines Ubars

Kintradim: Nun, ich habe erst kürzlich den

Auftrag erteilt eine Bühne für Theateraufführungen

zu bauen. Der Markt soll natürlich wie

bisher regelmäßig ausgerichtet werden.

Red. plappert dazwischen: Dann freut sich

das Theater Kasras, bald hier zu spielen.

Soweit ich weiß, ist da bei uns Neues geplant,

Kintradim: Im Moment haben wir eine Taverne

und ein Teehaus. Der Umbau in eine Herberge

steht auf dem Programm. Damit die Stadt

einen zentralen anlaufpunkt für Gäste und

Bürger bekommt.

Kintradim schaut auf als er das mit dem Theater

hört: Das Theater Kasras ist immer willkommen

in Torcodino!

Red. lächelt dankbar: Ist alles noch in Arbeit

und noch nicht spruchreif, soweit ich weiß.

Aber sicher wird man sich melden, falls es

dazu kommt.

Kintradim: Wir wurden auch das Opfer einer

Aggression seitens Ars. Als Reaktion darauf

ist die Suche nach militärischen Verbündeten

angelaufen.

Red.: Übrigens sehr interessant: Der Trend

auf Gor geht eindeutig zur Herberge. Das hat

ja seine zwei Seiten. Wie ihr anführtet, die

Eigenschaft als Treffpunkt. Aber ich denke

immer, gerade den Männern wird immer etwas

fehlen in einer Herberge. Ist das eine Vernunftentscheidung

von euch oder eine, die ihr

persönlich auch bevorzugt?

Nasty nuschelt dazwischen:

esgibtkeinefischsuppeineinertaverne!

Kintradim: Aye und ich sehe einen weiteren

Vorteil: Dass es nicht zur Zersplitterung führt.

Man trifft sich gemeinsam. Außerdem spart

man einen Betreiber. Meine Erfahrung ist das

Tavernen auch schwer zu füllen sind. Um ein

Ubar des Volkes zu sein schmunzelt bei den

Worten habe ich auch regelmäßig Sprechstunden

eingeführt. Es ist wichtig von den

Problemen der Bürger zu erfahren.

Red.: Da stimme ich zu. Und ganz am Ende

Eurer Pläne für Torcodino, steht da irgendwo

auf der Agenda etwas von Rat und gewähltem

Herrscher oder wird Torcodino eurem Plan

nach ein Ubarat bleiben?

Er will das Ubarat erhalten

Kintradim: Erst mal wird es ein Ubarat

bleiben. Aber mittelfristig kann ich mir die

Bildung eines Rates durchaus vorstellen. Aber

im Moment sehe ich da keinen Handlungsbedarf.

Red.: Nun gab es auch schon den ersten

Härtetest für Euch; einen Angriff auf den

Heimstein der Stadt. Könnt ihr die Geschichte

kurz zusammenfassen?

Kintradim: Aye, wir haben von verschiedenen

Quellen eine Warnung erhalten das der Heimstein

entweder gestohlen oder noch schlimmer

zerstört werden soll. Zum Glück wurde

ein Name erwähnt so, dass es uns dann doch

recht leicht fiel die Täterin in unsere Gewalt zu

bekommen. Nach einen gründlichen Verhört

wurde sie dann zum Tod durch den Pfahl

verurteilt.

Nasty wirft ein: Mist, ich war nicht zum Malen

da!

Kintradim: Ein Angriff auf den Heimstein lässt

kein anderes Urteil zu.

Red.: Richtig. Aber geurteilt wurde nicht durch

einen Richter, wie ich hörte, sondern durch

das Recht des Ubars?

Kintradim: Aye das ist richtig. Diese Entscheidung

habe ich getroffen und deshalb auch das

Urteil persönlich vollstreckt.

Red.: Hoch interessant!

Kintradim schweift für einen Moment in Gedanken

ab.

Kintradim: Hoffentlich wird die Nachricht von

dem kompromisslosen Vorgehen weitere

Täter abschrecken.

Red.: Nun, ich wäre keine gute Reporterin,

wenn ich keine unangenehmen Fragen

stellen würde. Und auch ich habe so meine

Quellen. Was würdet ihr antworten, wenn ich

euch sage, dass die Täterin noch am Leben

ist?

Kintradim reibt sich das Kinn: Was weiß ich,

wo solche Gerüchte her kommen. Für mich ist

die Täterin tot. Sie starb oben auf dem Wachturm

und viele Bürger haben ihre letzten Ihn

mit erlebt.

Red.: Mich erreichte eine Nachricht, der nach

sie nach ihrem angeblichen Tod noch gesehen

wurde, umringt von zwei Männern, die

sich darum sorgten, dass sie keines Falls

gesehen werden darf und weggeschafft werden

muss. Alles Unsinn?

Kintradim: Nun es scheint noch Kräfte zu

geben, die mir Schaden wollen. Deshalb noch

mal die Bitte an eure Leser. Hinweise zum

Aufenthaltsort des alten Administrators sind

sehr gerne gesehen.

Red.: Ich gehe davon aus, dass ihr denjenigen,

die solch falsche Gerüchte streuen suchen

lassen und zur Rechenschaft ziehen

werdet?

Kintradim: Selbstverständlich und ich danke

euch auch für diesen Hinweis. Es ist quasi

Ubarsache das ich versuchen werde den

Ursprung der Gerüchte zu ermitteln.

Red. schmunzelnd: So, wie es Reportersache

ist, herauszufinden, falls es doch wahr ist.

Kintradim stockt kurz und reibt reflexartig das

Kinn: Nun, was ist wahr ist kann nicht wahr

sein.

Die Reporterin schaut den Ubar nach diesem

Satz an und schüttelt verwirrt den Kopf.

Kintradim brummt und Korrigiert sich dann:

Was nicht wahr ist kann man nicht herausfinden.

Red.: Doch, da gibt es Wege! Wo ist die

Leiche der Person abgeblieben?

Kintradim deutet vor das Fenster, wo sein

Sleen angebunden ist: Ich habe sie verfüttert

an meinen Sleen.

Red.: Tragisch, wenn Beweise essbar sind!

Kintradim grinsend: Fenris ist immer hungrig.

Was ist das nächste Thema, Lady?

Red.: Eigentlich war es das. Das sollte das

letzte Thema sein, damit ich ein vollständiges

Interview habe in dem Fall, dass ich nach

diesen Fragen flüchten muss. Ich denke, der

Kennel Torcodinos ist nicht wohnlich?

Kintradim: Wegen der Beweise? Nun was soll

man sonst mit der Leiche einer Diebin tun?

Eine Feuerbestattung auf dem Marktplatz.

Nein, sie hat bekommen was die verdient hat!

Red.: Auch wieder wahr. Nun gut, dann danke

ich noch mal, dass ihr euch Zeit genommen

habt.

Kintradim: Ich habe zu danken

GPA – goreanische Presseagentur

NL Kasra

Redaktion: Aphris Breuer


Südland-Botenmädchen 9

Wetternachhersage

Während sich die erste Hälfte des

SBM Zyklus vom Wetter der Jahreszeit

entsprechend von der angenehmen,

schönen Seite zeigte, war vom

Sommer in der zweiten Hälfte nichts

zu spüren. Aus dem weit entfernten

Torcodino wurden in dieser zweiten

Hälfte heftige, eher an Herbst

erinnernde Stürme gemeldet und auch

in Südland wurde es ungemütlich.

Den Tiefpunkt dabei machte der fünfte

Tag der vierten Hand im fünften Monat

aus. Ein über Kavarland wütender

Sandsturm, dessen Einflüsse sich

über die Oase der vier Palmen bis tief

ins Talunaland erstreckten, führte zu

Tiefstwerten von 5 Sim-FPS und 0,07

Time Dilation direkt im Sturmgebiet.

In den umliegenden Gebieten wurden

immerhin noch bis zu 42 FPS und 0,9

Time Dilation gemessen. Diese Werte

blieben der Region vier Tage lang

erhalten. Auch Kasra bekam am dritten

Tag derselben Hand vom

Schlechtwettergebiet zu spüren,

wenn auch nicht ganz so heftig. 40

bis 44 FPS und 0,93 bis 0,95 Time

Dilation wurden gemessen, wobei die

gefühlten Werte an jedem Tag allerdings

deutlich niedriger lagen.

Verkehrsmeldungen

Für weite Teile Talunalands, der Oase

der vier Palmen und Kavarlands sind

Sturmwarnungen ausgegeben. Bitte

passen Sie Ihre Geschwindigkeit an

und rechnen Sie mit tückischen Böen,

die Sie oftmals weit vom geplanten

Weg abtreiben. Auch die bereits in der

letzten Ausgabe publizierte Warnung

vor Brandgefahr im Großraum der

Thassainsel bleibt bestehen. Es wird

darum gebeten, dort nicht zu Rauchen,

keine brennenden Gegenstände

aus dem Fenster zu werfen und auf

offene Lagerfeuer zu verzichten. Im

Kavarland wurde ein Tunnel entdeckt,

der jedoch direkt nach seiner Entde-

ckung einbrach und für den Verkehr

gesperrt werden musste. Zwar ist die

Durchfahrt bereits wieder aufgeräumt

und passierbar,

jedoch ist mit

Steinschlägen

zu rechnen oder

gar mit dem

neuen Einbrechen

der Deckenstruktur

so,

dass aus

Sicherheitsgründen

die

Passage durch

die Unterführung

nicht erlaubt werden kann. Ansonsten

liegen keine Meldungen

über Verkehrsbehinderungen

vor. Sichere Wege.

Aufruf: Kajira von Seite 1

Du bist jung, gutaussehend, trägst

einen Halsreif und möchtest einmal in

die Zeitung? Das geht ganz einfach:

Lass dich malen, in natürlicher Umgebung

und aufreizender Pose. Vielleicht

möchtest du selbst einen Text

dazu schreiben? Nötig ist das nicht,

aber das kannst Du tun. Reiche am

besten mehrere Bilder und eventuell

einen Text der Redaktionsleitung des

SBM (Aphris Breuer) ein, damit das

schönste Bild ausgesucht werden

kann, und du wirst sehen, bald stehst

du auf Seite 1 und bist in aller Munde.

Die Redaktionsleitung des SBM

Du bist jung, gutaussehend, trägst

keinen Halsreif und möchtest einmal

in die Zeitung? Das geht auch ganz

einfach: Leg dir selbst ein Collar an,

bewahre den Schlüssel sicher auf und

zieh dich aus. Lass dich dann malen,

in natürlicher Umgebung und aufreizender

Pose. Vielleicht möchtest du

selbst einen Text dazu schreiben?

Nötig ist das nicht, aber das kannst Du

tun. Verfahre danach, wie die, die

einen Halsreif tragen und du wirst

sehen, bald stehst du auf Seite 1 und

bist in aller Munde.

Kein Scherz, wir suchen wirklich Helfer!

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Südland-Botenmädchen

sucht: Autoren und Reporter aus

Südland, gerne auch aus anderen

Städten, die von aktuellen Geschehnissen

Bericht erstatten, und

Reportagen schreiben. Gern gesehen

sind auch Vorschläge zu neuen

Rubriken. Goreanischkenntnisse

in Wort und Schrift, wie auch Kreativität

und die Fähigkeit des selbständigen

Arbeitens sind zwingend

vorausgesetzt. Ihre Bewerbung

richten Sie bitte unter Bei-fügen der

üblichen Unterlagen an Aphris

Breuer.


Südland-Botenmädchen 10

Ätz

Leser-Gruppe des SBM

Die neuesten Informationen

für unsere Leser:

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Pfeilballgruppe Kasra

Informationen über den

neuen goreanischen Trendsport

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47d2-50032f6052be

Po’ka Gruppe Kasra

Für risikobereite Freunde

des gepflegten Kar’ten Spiels

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aeb5-db7af1d4397d

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