Lagersortiment - Häuselmann Metall GmbH

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NIE•MET und seine Hardware Aluminium

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BEARBEITUNG VON ALUMINIUM

Spanlose Formgebung

Bei der Wahl der Werkzeuge ist zu beachten, daß die Oberflächenhärte

von Aluminiumlegierungen geringer als diejenige von Stahl ist.

Aus diesem Grunde empfiehlt sich der Einsatz speziellen Werkzeugs wie

z.B. Hämmer aus Buchsbaumholz oder verstärktem Kunststoff, die das

Metall nicht beschädigen.

Ist die Verwendung eines Metallhammers (z.B. Ausbeul- oder Treibhammer)

unvermeidbar, sollten dessen scharfe Kanten abgeschliffen und

poliert werden.

Formwerkzeuge müssen selbst verformbar sein und aus einem weichen

Werkstoff bestehen (Auf- bzw. Unterlagen aus sandgefülltem Leder oder

Holz). Formwerkzeuge aus Stahl (Horn, Kreuzstock, Amboß usw.) dürfen

nicht scharfkantig sein. Die Verwendung herkömmlicher Schraubstöcke

ist zulässig, solange ein Backenfutter aus Aluminiumblech (nicht Blei!)

verwendet wird.

Allgemein ist jede Möglichkeit eines Kontakts mit Spänen oder Stäuben

von Eisen- oder Kupfermetallen zu vermeiden, da sich hierdurch an

Konstruktionen aus Aluminiumlegierungen lokale Korrosionsherde bilden

können.

Beim Hohlformen aus Blechzuschnitten von Hand sollte vom Rand nach

innen gearbeitet werden, um Faltenbildung zu vermeiden. Etwa entstehende

Falten dürfen nicht plangehämmert, sondern müssen vollständig ausgetrieben

werden.

Reduzierungen sind in kleinen Schritten vorzunehmen, wobei das Material

nur unmittelbar unter dem Werkzeug aufliegen sollte. Der Abstand

zwischen den einzelnen Gängen sollte bei Dicken von 1,5 - 2 mm etwa

15 - 20 mm betragen.

Wie bei anderen Metallen und Legierungen tritt auch bei Aluminiumlegierungen

durch die spanlose Umformung eine Kaltverfestigung ein. Im

Vergleich zu Stählen, die nach jedem Bearbeitungsgang geglüht werden

müssen, kann das Zwischenglühen bei Aluminiumlegierungen seltener

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