… Mulchsaat im Vormarsch - Kaufmann Landtechnik GmbH

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f einen Blick4. Höhere LagerdungsdichteDie höhere Lagerungsdichte desBodens begünstigt den kapillarenWasseraufstieg zumSähorizont und ermöglicht einrasches und gleichmäßigesAuflaufen der Saat.5. KosteneinsparungDie Vorteile der pfluglosen Bestellung liegen in der vergleichsweise größerenSchlagkraft und sparsameren Mechanisierung.Durch die sehr zeit- und energieaufwändigen Arbeitsgänge der konventionellenBodenbearbeitungstechnik ist gegenüber der Mulchsaat mitMehrkosten von rund 80 EURO zu rechnen.Die höheren Kosten des Herbizideinsatzes bei Direktsaat kompensierendie geringern Bestellkosten.Konventionell Mulchsaat DirektsaatStoppelbearbeitung 1. StrichGrubber 3,8 m, 9 Zinken, 0,5 h 3,49 3,49Schlepper 110 kW, 0,5 h 18,35 18,35Fahrer, 0,5 h 3,64 3,64Summe 25,48 25,48Nachbearbeitung 2. StrichSumme 25,48PflugfurchePflug 5-scharig, 1 h 25,54Schlepper 110 kW, 1 h 36,70Fahrer, 1 h 7,28Summe 69,52Aussaat und PflanzenschutzKreiselegge 4 m, 1, 0 h 15,99Drillmaschine 4 m, 1,0 h 12,89Schlepper 110 kW, 1,0 h 36,70Schlitzsägerät, 0,75 h 20,55Schlepper 110 kW, 0,75 h 27,53Schlepper 150 kW, 0,25 h 11,90Terrasem 4,0 m, 0,25 h 21,80Fahrer 1,0 h 7,27Fahrer 0,25 h 1,82Fahrer 0,75 h 5,45Fahrer 0,3 h 2,18Feldspritze 0,3 h 4,40Schlepper 60 kW 0,3 h 6,04Mittel (Round up ultra) 3 l/ha 21,80Summe 72,85 35,52 81,91Gesamtkosten /ha 167,85 86,48 87,95Maschinenselbstkosten nach ÖKL. Angaben in EURO, eigene Berechnungen– 5 –


Generationen können s... der Pflug hatDer Pflug hat nach wie vor seine Berechtigung im modernen Ackerbau. Esdarf nicht nach dem Schwarz-Weiß-Prinzip vorgegangen und generell auf denPflug verzichtet werden.Die Bodenbearbeitung muss an die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligenKultur angepasst werden. Das Ziel muss sein, ökonomische und ökologischeVorteilseffekte zu nutzen.Faktoren, die für den Pflug sprechenStandort✔ Tonböden mit nicht quellfähigen Tonmineralien (nasse, kalte und luftarmeBöden). Diese Böden neigen durch reduzierte Bodenbearbeitung zurVerdichtung und Staunässe.✔ Böden mit hoch anstehendem Grundwasser und lang anhaltendenStaunässeperiodenPflügen sorgt für die Ausbildung von Grobporen, damit wird derBodenlufthaushalt verbessert.✔ Leichte Sandböden neigen zum Dichtlagern. Eine Verteilung des Humus intiefere Bodenschichten bewirkt langfristig eine steigende Fruchtbarkeit.KrankheitsdruckFusariumstämme überwintern hauptsächlich auf abgestorbenenPflanzenresten von Getreide oder Mais (Halme, Stroh, Stoppeln). Eine wendendeBodenbearbeitung (Pflügen) bringt die Pflanzenrückstände in tiefer gelegeneBodenschichten, so dass sich das Infektionsrisiko für die Folgefruchterheblich verringert.– 6 –


ich nicht irren ...weiterhin seine Berechtigung!SchädlingeBei verminderter Bodenbearbeitung können sich z.B. Nagetiere ungestört vermehren.Auch Schnecken finden in pluglosen Beständen gute Bedingungen vor.StrohmanagementKeine Direktsaattechnik ist in derLage frisch geerntetes Stroh zudurchschneiden. Bei Strohmassenvon 5000 bis 10 000 kg/ha ist dieseTechnik nicht einsetzbar.✔ Scheibenschar-Technik: LangesStroh wird nur in den Bodengedrückt und das Saatgut aufStroh abgelegt (Haarnadel-Effekt)✔ Zinken- od. Meißelschar-Technik:Hohe Verstopfungsgefahr, dasStroh wird vor den Scharen hergeschobenund der Sämechanismusblockiert. Reihenabstände unter 18cm lassen sich deshalb nichtverwirklichen.Die direkte Aussaat ohneBodenbearbeitung ist nur unter optimalenBodenbedingungen zu empfehlen.Die Bedeckung des Saatgutesist meist ungenügend. Die Folge istein schlechter Auflauf. DerSchardruck bei den im Handel verfügbarenSämaschinen beträgt umdie 200 kg pro Schar. Bei der Aussaatin feuchten Böden kann dies zuVerdichtungen im Bereich desSähorizontes führen.– 7 –


Mulchsaat – Den BodenErnte der VorfruchtBereits bei der Ernte der Vorfrucht istauf ein exaktes Häckseln und Verteilender Rückstände zu achten.Ziel: Mikrobiologische Zersetzungbegünstigen – Den kapillarenWasseraufstiegs verhindern.Technik:✔ Leistungsfähige Häckselaggregateder Entegeräte✔ Verteilung durch Kreiselzetter od.StrohstriegelStoppelsturzDie Grundbodenbearbeitung für die Folgefrucht ist der Stoppelsturz.Ziel:✔ Keimung von Unkraut und Ausfallgetreide✔ Unproduktive Verdunstung durch kapillaren Wasseraufstieg wird unterbundenTechnik:✔ Flügelschargrubber oder flach arbeitende Bodenbearbeitungsgeräte(Arbeitstiefe 4-8 cm).✔ Nachläufer wie Zinkenwalzen oder Pfeilspiralenwalzen rückverfestigen denBoden und schützen vor Austrocknung.– 8 –


ichtig behandeln2. ArbeitsgangDie aufgelaufenen Pflanzen werden indie oberste Bodenschicht (10-15 cm)eingearbeitet.Ziel: Verrottung derPflanzenrückstände in der aktivenBodenschichtTechnik:✔ Grubber mit Flügelschar- od.Gänsefußschare mit geeignetenNachläufern zur Rückverfestigungund Tiefenkontrolle.Mit aufgebauten Säeinrichtungen können gleichzeitig Zwischenfrüchte ausgebrachtwerden (z.B. Senf, etc.).AussaatDie Sekundärbodenbearbeitung sollte in einem Arbeitsgang erfolgen.Ziel:Genaue und gleichmäßige Aussaat ohne separaten Vorbereitungsgang.Technik:Für eine exakte Ablage sind Scheibenschare oder Meißelschare vor denSaatrohren notwendig.Fräswerkzeuge bilden bei feuchten Bodenverhältnissen einenVerdichtungshorizont, der sich negativ auf die Durchwurzelung auswirkt(Kümmerwuchs) – Frässohle.– 9 –


Pöttinger-Mulchsaat-TeDie Saattechnik spielt bei Mulchsaatwirtschafteneine wesentliche Rolle.Die wichtigsten Kriterien sind1. die Vorläufer für eine exakte Durchmischung derErnterückständeDie Vorläufer können individuell an die jeweiligen Einsatzverhältnisse angepasstwerden.Aufgebaute Sämaschinena) Mulchsaat✔ Kompaktegge mit Schleppzinken und Zahnpackerwalze✔ Kreiselegge mit Zahnpackerwalzeb) Konventionelle Aussaat✔ Kompaktegge mit steilstehenden Vibrazinken und Zahnpackerwalze✔ Kreiselegge mit ZahnpackerwalzeGezogene Sämaschinena) Mulchsaat✔ 2- reihige Spatenrollegge mit Zahnpackerwalze✔ Zinkenschleppe, Schleppzinken mit Zahnpackerwalzeb) Konventionelle Aussaat✔ Zinkenschleppe, steilstehender Vibrazinken mit Zahnpackerwalze✔ Zinkenschleppe, Schleppzinken mit Zahnpackerwalze– 10 –


chnik2. die Ausformung einer sauberenSärille ohne ErnterückständeGezackte Hohlscheiben räumen dieSaatrille von Pflanzenrückständen undErde aus. Scheibenschare sind imVergleich zu Schleppscharen wenigeranfällig gegenüber Verstopfungen.Bedingt durch die Schrägstellungbleibt der Säschlitz länger frei vonnachfallendem Erdteilen.Das integrierte Schleppschar zieht eine gleichmäßige Saatrille und setzt dasSaatkorn auf den gut strukturierten Saathorizont.Ein Schardruck von bis zu 80 kg ermöglicht eine gleichmäßige und exakteTiefenablage.3. RückverfestigungFarmflex-Druckrollen sorgen für perfekte RückverfestigungEine nachlaufende breite Farmflex-Druckrolle drückt das Saatgut in denSaatschlitz.Perfektstriegel, die in Neigung und Druck verstellbar sind, sorgen für sehrgute Saatgutbedeckung mit Feinerde.Gleichmäßiger Aufgang ist garantiert.Hohe Schlagkraft wird durchArbeitsgeschwindigkeiten bis zu 15km/h erreicht.– 11 –

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