Agenturen für Arbeit - in Hamburg

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Agenturen für Arbeit - in Hamburg

26 ARBEIT FINDEN

BERATUNGSNETZ

Arbeit finden

Von der Weiterbildung zum neuen Job:

Hier finden Sie zahlreiche Vermittlungswege

und Beratungsstellen für den Neustart.

Im Web gibt es noch weitere und

Hintergrundinfos mit Links und E-Mails:

www.1001-mal-Lernen.de - Menüpunkt:

„ARBEIT FINDEN“ sowie eines der

nachfolgenden Schlagworte im Kopfmenü.

Zudem finden Sie in der Kursliste Branchen-Info

(Übersicht auf Seite 161).

Agenturen für Arbeit - in Hamburg

Agentur für Arbeit Hamburg, �040/ 24 85 – 0,

20097 HH, Kurt-Schumacher-A. 16,

Arbeitsvermittlung für Schwerbehinderte, Jugendliche: Berufsberatung,

Erwachsene: Arbeitsvermittlung

Agentur für Arbeit Altona, �040/ 380 14 – 0

22769 HH, Kieler Straße 39

Agentur für Arbeit Bergedorf, �040/ 72 576 – 0

21031 HH, Johann-Meyer-Straße 55,

Agentur für Arbeit Eimsbüttel, �040/ 43 199 – 0,

20259 HH, Eppendorfer Weg 24

Agentur für Arbeit Harburg, �040/ 76 744 – 0,

21073 HH, Harburger Ring 35

Agentur für Arbeit Mitte, �040/ 24 85 – 0,

20097 HH, Norderstraße 103

Agentur für Arbeit Nord, �040/ 53 207 – 0,

22415 HH, Langenhorner Chaussee 92-94

Agentur für Arbeit Wandsbek, �040/ 20 202 – 0,

22089 HH, Pappelallee 30

26

Arbeitssuche / Arbeitslose

►Psychosoziale Beratung und Betreuung (nach § 11)

SGB XII. Wer hat Anspruch? Psychosoziale Betreuung

können Personen erhalten, die

- erwerbsfähig sind und ALG II beziehen,

- ALG I beziehen,

- noch erwerbstätig sind und zur Beibehaltung ihrer

Erwerbstätigkeit Unterstützung benötigen.

►Unterstützung bei der Antragstellung, Hilfe bei der

Abfassung von Bewerbungen, Hilfe bei finanziellen

Problemen. Einige Projekte bieten auch Qualifizierungsmaßnahmen

an. Ein Teil der Projekte sind

stadtteilbezogene Angebote.

Arbeitslosentelefonhilfe e.V., �0800/ 1110 444

22083 HH, Humboldtstr.58, Tel-Beratung: Mo – Fr 9 –21

Uhr, persönliche Beratung: Mo– Do 9–17.15 Uhr, Fr 9–14

Uhr

Kostenlose Beratungs- und Integrationsarbeit. Telefonische

und persönliche Beratung und Betreuung in allen sozialen

arbeitsmarktpolitischen Fragen. Wiedereingliederung von

Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern in den

Arbeitsmarkt.. Beratung auch in Englisch, Türkisch, Polnisch

und Portugiesisch, Spanisch. Durchführung von Seminaren

zum SGB III, SGB II-Gesetz.

Aqtivus �040/ 28 40 72 -0,

20097 HH, Adenauerallee 2, Beratung und Arbeitsvermittlung

mit Hilfe von Beratung, Profiling/Assessment, Arbeitsvermittlung

und Coaching; mit Kompetenzbereich Migranten.

FLAKS e.V. �040/ 89 69 80 3,

22769 HH, Alsenstraße 33, wendet sich insbesondere an

erwerbslose und alleinerziehende Frauen und Migrantinnen.

Besucherinnen können sich bei FLAKS treffen und austauschen,

sich informieren, beraten lassen und sich weiterbilden.

Es gibt zahlreiche Angebote: Frühstücks-Treff, Beratung zum

(Wieder-) Einstieg in Arbeit und zur beruflichen Orientierung,

Computer- und Internet-Nutzung, Beratung zur finanziellen

Sicherung des Lebensunterhalt und Rechtsauskunft.

Info Winterhude e.V. � 279 07 39

22301 HH, Moorfuhrtweg 9e,

Mo. u. Di. 16-19, Fr. 14-17 Uhr,

Infos und Beratung bei BAföG, Sozialhilfe, Pflegeversicherung.

Job Club Altona / Job-Mobilbus, �89 71 07

22761 HH, Paul-Dessau-Str. 1

Beratung, Schulung und Vermittlung für Langzeitarbeitslose,

Integration von Sozialhilfeempfängern in Altona, Spezialangebote

für Menschen mit nichtdeutscher Muttersprache. Mobile

Beratung vor Ort in Altona, Lurup und Osdorf im Job Mobil.

Kirchenkreis Harburg �040/ 766 040

21073 HH, Hölertwiete 5

Das Angebot richtet sich an Arbeitslose, vorrangig wohnhaft im

Stadtteil Harburg.

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, �040/ 306 20

– 1350, 22767 HH, Königsstr. 54

Trainingszentrum für Arbeitssuchende: Beratung und Coaching

für Arbeitssuchende (auch für Erwerbstätige), Mobbingberatung,

Wiedereinstieg von Frauen.

Solidarische Psychosoziale Hilfe Hamburg e.V.,

20357 HH, Bartelsstr. 30, �040/ 430 22 70

Telefonische Sprechzeiten: Mo 17 - 19 Uhr, Di/Do 10 - 12 Uhr,

Mi 14 - 16 Uhr Beratungsstelle für Erwerbslose und

Menschen mit geringem Einkommen: Psychosoziale Einzelberatung,

Gruppenberatung, berufliche Orientierung.

Stadtteilladen Eimsbüttel, �040/ 491 85 64

20255 HH, Osterstraße 141, Öffnungszeiten: Di/Do 10 – 12

Uhr, 14 – 16 Uhr, Mi 14 – 16 Uhr.

Psychosoziale Beratung/ Sozialberatung (Wohngeld, Mutterschutz,

Erziehungsgeld, Kindergeld und Kindesunterhalt),

geringfügige Beschäftigung). Unterstützung beim Ausfüllen von

Anträgen und bei der Formulierung von Widersprüchen.

Stiftung Warentest / Stiftung Bildungstest

www.stiftung-warentest.de

Ratgeber der Stiftung Warentest als Download (vgl. S.15)


Arbeitsgemeinschaften – SGB

►Die Arbeitsgemeinschaften SGB II, ARGE abgekürzt,

firmieren in Hamburg unter dem Namen

„teamarbeit“

Zentrale: team.arbeit.hamburg �040/ 24 85-1999

Hamburger Arbeitsgemeinschaft SGB II

22305 HH, Wiesendamm 26

www.team-arbeit-hamburg.de

Existenzgründer

Arbeitsgemeinschaft türkischer Unternehmer und

Existenzgründer e.V. �040/ 23 687192

20457 HH, Alter Wall 38

Beratung und Seminare für ausländische Existenzgründer.

Click. Weiterbildung Hamburg e.V. �040/ 28 08 46-0

Lange Reihe 81

Kooperationsberatung für Freiberufler/innen oder schon

gegründete Einzelunternehmen, mit Interesse an Kooperationen

(vom Unterauftrag bis zur gemeinsamen Gründung). -

Seminarangebot mit den Themen „Akquisition“, „Buchführung“

und „Freiberuflichkeit“.

Enigma Gründungszentrum �040/ 633 06 – 560

Mexikoring 27-29

Projekt für Arbeitslose, um ein Unternehmen zu gründen oder

eine Beschäftigung zu finden. Beratung, Schulung und

Coaching.

Frau und Arbeit e.V. �040/ 450 209 – 0

20097 HH, Nagelsweg 10

Workshops, Fachseminare, Coaching und Beratung für

Unternehmerinnen und Gründerinnen.

Gründerzentrum Etage 21 �040/ 43 13 93-42

Neuer Kamp 30

Info- und Beratungsservice für Existenzgründer. Vermietung

von Büroräumen, bevorzugt aus St. Pauli und Umgebung.

Gründerzentrum "Etage 21" �040 / 43 13 93-42

20357 HH, Neuer Kamp 30

Info- und Beratungsservice für Existenzgründer. Vermietung

von Büroräumen, bevorzugt aus St. Pauli und Umgebung

Garage �040/ 633 03 540

Mexikoring 27-29

Angebot richtet sich an Menschen unter 35 Jahren, die

arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind und innerhalb

von sechs Monaten eine eigene Firmenidee umsetzen wollen.

Handelskammer Hamburg, Abteilung Start,

Adolphsplatz 1, �040/ 361 38-138

Mo - Do, 8 -17, Fr: 8 -16 Uhr und nach Vereinbarung

Umfangreiche Infos und Beratung zu einzelnen Branchen (z.B.

Technologie, Einzelhandel, Medienwirtschaft und Hotel- und

Gaststättengewerbe.

Handwerkskammer Hamburg �040/ 35 90 5-206

Holstenwall 12, Herr Hansen,

Infos und Beratung für Existenzgründungen im Handwerk und

handwerksähnlichen Berufen.

hep Hamburger Existenzgründungs Programm,

Harburger Schloßstr.6-12, �040/ 766 29 – 0

Für Studierende, Hochschulabsolventen und akademische

Hochschulangehörige, die eine Existenzgründung im High-

Tech- bzw. im innovativen Dienstleistungsbereich planen.

H.E.I. - Hamburger Initiative für Existenzgründung und

Innovation, Habichtstr. 41, �040/ 61 17 00 -42 / -43

Zentrale Anlaufstelle der Hamburger Wirtschaft mit Rat und Tat

für Existenzgründerinnen und Jungunternehmerinnen. Coaching-Angebot

in Kooperation mit anderen Beratungseinrichtungen.

Hinweise auf Veranstaltungen, Seminare, Gründeradressen

und Verbände. Vergabe von Wertschecks (500,00 €) im

Rahmen des Coaching-Programms.

IFHandwerk - Interessenverband freier Handwerkerinnen

und Handwerker e.V., �040/ 399 00 167

22869 Schenefeld, Sülldorfer Weg 4 �399 00 332

Mo - Fr 10 -17 Der Verband die Interessen kritischer

Handwerkerinnen und Handwerker. Er hilft bei der Existenzgründung

von Handwerkern ohne Meisterbrief. Der Verband

berät und bietet Seminare bei der Gründung und Weiterentwicklung

handwerklicher Unternehmen.

Lawaetz-Stiftung �040/ 39 99 36 – 36

Neumühlen 16 – 20

Beratung von Existenzgründern aus der Erwerbslosigkeit.

Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln und

Zuschüssen der Arbeitsagentur.

Rat & Plan Betriebsberatung �040/ 390 81 06

22765 HH, Am Felde 2

Beratung, Coaching sowie Dienstleistungen, aus Handwerk,

Gastronomie und Bildungs- und Pflegeeinrichtungen.

Wirtschafts-Senioren beraten - Alt hilft Jung - e.V.

Habichtstraße 41, �040/ 611 700 300

Senioren, die nicht mehr im Berufsleben stehen, helfen jungen

Unternehmerinnen und Unternehmern vor, während und nach

der Existenzgründung.

Stiftung Warentest, Existenzgründerseminare: „Was

ein Basiskurs bieten muss“ (PDF)

www.stiftung-warentest.de

27


28 ARBEIT FINDEN

KURZMELDUNGEN

Arbeit finden

Bewerbung

� Größter Arbeitsmarkt

Bei dem „Virtuellen Arbeitsmarkt“ der

Bundesagentur für Arbeit handelt es sich

nach den Worten des Vorstandsmitglieds

Alt um die größte Jobbörse in Europa.

Derzeit gibt es rund 384.000 elektronische

Stellenangebote, denen rund 2,7 Millionen

Stellen suchende Bewerber gegenüberstünden.

Hinzu kommen rund 82.000

Stellenangebote privater Jobbörsen in

Deutschland.

►Infos: www.arbeitsagentur.de

Ratgeber

� Existenzgründung

Unterlagen fürs Finanzamt fehlen, Serviceverträge

laufen unbeachtet aus – da

wird es für junge Unternehmen schnell

eng. Wie sich organisatorische Schwierigkeiten

vermeiden lassen, zeigt die 50.

Ausgabe von „GründerZeiten“, einer

Publikation des Bundesministeriums für

Wirtschaft und Technologie.

Sie richtet sich gezielt an junge Unternehmen

und bietet einen kompakten Überblick

über die wichtigsten Regeln und

Grundsätze für eine gelungene Organisation.

Schwerpunkte bilden die Themen

Aktenablage und Arbeitsorganisation.

Außerdem gibt es viele Checklisten, um

etwa Schwachstellen zu erkennen, Verfahren

zu optimieren und Zeitverluste zu

bewerten. Die Publikationsreihe „GründerZeiten“

behandelt auch Themen wie

„Franchising“, „Recht“, Businessplan“

oder „Finanzierung“.

►Download aller Ausgaben von „GründerZeiten“:

www.existenzgruender.de/04/01/

28

Berufseinstieg

� Standards für Praktika

Sie sind Mitte 20, haben während des

Studiums Praktika gemacht und nun ihren

Abschluss in der Tasche. Sie suchen den

Berufseinstieg, aber der erste feste Job

lässt auf sich warten. Also machen sie

auch als Absolvent noch mal ein Praktikum

– vielleicht gibt es ja eine Chance auf

Übernahme. Wird daraus nichts, heißt es

wieder: Praktikum. Oft monatelang zum

Nulltarif.

Es trifft die begehrten Branchen: Unternehmensberatung,

Architektur, Werbung,

Medien. Es trifft neben Geisteswissenschaftlern

auch Betriebswirtschaftler

und Ingenieure. Die „Generation Praktikum“.

Ihre Arbeit ersetzt oft die von

Festangestellten. Doch ihre finanzielle

Situation ist meist prekär. Glück hat, wer

mit einem Sponsor gesegnet ist. Oft bleibt

nur der Antrag auf Hartz IV.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und

Fairwork e. V. – eine Interessenvertretung

für unfreiwillige Dauerpraktikanten –

haben jetzt Mindeststandards formuliert:

Ausbildung, qualifiziertes Zeugnis, 600

Euro und maximal drei Monate.

Berufseinstieg

� Probearbeiten mit Erfolg

Sie haben eine Bewerbungsmappe eingereicht,

sich wacker im Vorstellungsgespräch

geschlagen – und dann will ihr

künftiger Vorgesetzter, dass Sie kostenlos

zur Probe arbeiten. Ist das sinnvoll oder

eher eine Zumutung? Die Vorteile auf

Arbeitgeberseite: Der künftige Mitarbeiter

wird in einer echten Arbeitsatmosphäre

erlebt, es wird klar, ob die Chemie

stimmt. Wer den Praxistest „besteht“ wird

meistens auch eingestellt. Das Plus für

den Stellenanwärter: Er oder sie kann

überprüfen, ob Arbeit und Kollegen in spe

den eigenen Vorstellungen entsprechen.

Gegen das Schnupperjobben spricht aber,

dass Arbeit ohne Bezahlung rechtlich

nicht vorgesehen ist, so die Arbeitsrechtlerin

Bettina Gerber. Sie rät, das Probearbeiten

auf eine Woche zu begrenzen.

Tipp: Bewerber sollten aushandeln, dass

die Probearbeitszeit bezahlt wird, wenn es

zum Vertragsabschluss kommt.

Andrea Lueg, „Der Job vor dem Job“, Deutschlandfunk

Ruhestand

� Lieber Spätrente

Spätestens mit 65 raus aus der Firma,

Rente einreichen und nie wieder arbeiten

– sind die Deutschen erpicht auf ein baldiges

Rentnerleben? Offenbar nicht, wie

eine Umfrage des Magazins „Zeit Wissen“

zeigte. Danach stimmten fast die

Hälfte der Befragten der Aussage zu: „Ich

würde gerne länger als bis zum 65. Lebensjahr

berufstätig sein, wenn ich dann

noch körperlich fit bin." Dabei zeigte sich

auch: Je älter die Befragten, desto eher

waren sie bereit, sich später aus dem

Arbeitsleben zurückzuziehen: Von den

über 50-Jährigen waren sogar 55,7 Prozent

bereit, länger zu arbeiten, während es

bei den unter 50-Jährigen nur 42,5 Prozent

waren, wie das Magazin berichtete.

Magazin „Zeit Wissen“

Selbstvermarktung

� Marketing für Künstler

Künstler sind

der Prototyp

des Selbstständigen:

94

Prozent der

bildenden

Künstler sind

Selbstständige,

bei Designern

und

Fotografen

gilt das fast

für jeden

Zweiten. Ein

Blick auf ihren späteren Verdienst legt die

Empfehlung nahe: Sie sollten lernen, sich

selbst zu vermarkten. Ihr Durchschnittsverdienst

liegt knapp über 10.000 Euro im

Jahr. Keine Überraschung also, dass Fotografie-Professor

Timm Rautert von der

Hochschule für Grafik und Buchkunst das

Angebot eines Existenzgründerseminars

für Kunststudenten begrüßt. Aber er räumt

auch ein: „Wir müssen den jungen Leuten

hier einen Freiraum geben, ihre Arbeit zu

entfalten, ohne den Druck des Marktes.

Also ist es eine zweischneidige Geschichte."

Carsten Heckmann, Deutschlandradio

►Infos: www.hgb-leipzig.de


Arbeitsmarkt

� Neuer Jobsender JobTV24

Welcher Beruf hat Zukunftschancen,

wo gibt es Ausbildungsplätze und wie

plant man eine Berufskarriere? Diesen

und weiteren Fragen aus dem großen

Bereich Arbeitswelt wollen sich die

Betreiber des neuen Fernsehsenders Job

TV24 stellen – damit haben sie sich eine

Menge vorgenommen. Der Sender ist im

Januar 2006 gestartet, seit Februar können

Zuschauer ihn europaweit über den Satellit

Astra-digital empfangen, sowie über

Internet und über verschiedene Regionalsender.

►Infos: www.Jobtv24.de

Selbstständige

� Moderne Lanzenträger

Freelancer waren, gemäß dem englischen

Wort, frei schaffende Lanzenträger

im Mittelalter. Sie gingen auf Weisung für

einen Feldherrn die Schlacht. Heute sind

Freelancer Selbstständige, die auf dem

Markt kämpfen müssen – als Grafiker,

Designer, Lektoren oder Journalisten.

Soziologinnen der Universität Bremen

haben jetzt untersucht, unter welchen

Bedingungen sich Freelancer in Kultur-

und Medienberufen durchschlagen. Die

meisten Freelancer haben einen akademischen

Abschluss plus Zusatzqualifikationen.

Sie sind hoch motiviert, oft gar

Workaholics und haben meist Patchworkbiografien.

Weil achtzig Prozent der Kulturarbeiter

nur zehn- bis maximal dreißigtausend

Euro im Jahr erhalten, nehmen

viele auch noch Brotjobs an. Oder sie sind

auf die Hilfe von Partnern oder Eltern

angewiesen.

Und doch wächst die Zahl der Alleinselbstständigen.

Denn sie haben die Möglichkeit,

ihre Arbeitsbedingungen ein

Stück weit selbst zu definieren, etwa Familie

und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Arbeitsmarkt 2020

� Besserung möglich

Die Gegenüberstellung von Arbeitskräfteangebot

und Arbeitskräftebedarf

zeigt, dass in den nächsten Jahren weiterhin

mit hoher Unterbeschäftigung zu

rechnen ist. Nach der aktuellen Projektion

der Arbeitsmarktbilanz könnte sie sich

aber bis zum Jahr 2020 halbieren.

Im Westen sinkt die Unterbeschäftigung

bis Mitte der nächsten Dekade allein

wegen des steigenden Arbeitskräftebedarfs.

Erst danach nimmt das Arbeitskräfteangebot

ab.

Der Rückgang der Unterbeschäftigung

in beiden Landesteilen setzt voraus, dass

der künftige Bedarf an Arbeitskräften auf

allen Qualifikationsebenen gedeckt werden

kann.

Die sinkende Zahl jüngerer Arbeitskräfte

könnte in Verbindung mit einem

Stillstand des Bildungssystems – trotz

hoher Unterbeschäftigung – zu einem

Mangel an Fachkräften führen. Dieses

„Mismatch-Problem“ könnte sich noch

verstärken. Wegen der anhaltenden Unterbeschäftigung

bis ins nächste Jahrzehnt

besteht nämlich die Gefahr, dass die Dequalifizierung

des Humankapitals fortschreitet.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Dez 05

Geschäftsklima

� Kultur der Selbstständigkeit

fehlt

Wie gründungsfreudig sind die Deutschen?

Dieser und anderen Fragen gingen

die Autoren des „Global Entrepreneurship

Monitor (GEM)" nach. Die wissenschaftliche

Studie wird einmal im Jahr durchgeführt

und analysiert das Gründungsgeschehen

im internationalen Vergleich. Die

Ergebnisse: Die Kultur der Selbstständigkeit

ist hierzulande nur schwach ausgeprägt;

Vorbereitung auf die Arbeit als

29

Firmenboss findet in den Schulen kaum

statt; die Deutschen sind sehr pessimistisch,

was Gründungschancen anbelangt

und haben große Angst vor dem Scheitern.

Trotzdem, insgesamt machen sich

mehr Menschen selbstständig als in den

Jahren zuvor – allerdings häufig aus einer

ökonomischen Notlage heraus: In

Deutschland gehören vergleichsweise

viele Gründer zur Gruppe der „Existenzsicherer";

staatliche Förderprogramme

haben diesen Trend verstärkt.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Ratgeber

� Benehmen im Beruf

Richtiges Begrüßen, gute Tischmanieren,

anlassbezogene Kleidung – angemessenes

Benehmen im Arbeitsalltag kann

den Erfolg im Beruf beeinflussen. Wer da

unsicher ist oder sein Wissen erweitern

möchte, kann jetzt einen Online-Kurs

besuchen. „Dieser Knigge-Lernkurs soll

helfen, sich mit den entsprechenden Regeln

und Verhaltensformen für die berufliche

Umgebung vertraut zu machen", erklärt

Roland Schöne, Professor für Erwachsenenbildung

und betriebliche Weiterbildung

an der TU Chemnitz. Der Aufbau

des virtuellen Seminars ist einem

geschäftlichen Tagesablauf nachempfunden.

Zu lernen sind sechs Lektionen aus

Kurse mit Bildungsgutschein finden: www.bildungsgutschein.kursportal.info

►Kurse mit Anerkennung

für den Bildungsgutschein

►Tipps und Infos rund

um den Bildungsgutschein

►Beratungsstellen für

Weiterbildung mit Bildungsgutschein


30 ARBEIT FINDEN

den Bereichen Meeting, Firmenfeier,

Geschäftspost, Geschäftsessen, Berufskleidung

und Empfang. Der „Online-

Knigge" kann auch als Nachschlagewerk

genutzt werden. ►Infos: �0371/ 531-

2918; katja.wagner@phil.tu-chemnitz.de

Pixelquelle

Bewerbung

� Nur noch online bewerben

Die gute alte Bewerbungsmappe hat

ausgedient. Große Unternehmen verlagern

ihre Suche nach den besten Köpfen mehr

und mehr ins Internet. Während etwa die

Allianz mit einem Soft-Skills-Test im

Netz Imagewerbung machte, geht Siemens

noch weiter: Man kann sich dort nur

noch online bewerben. Postbewerbungen

gehen ungelesen zurück. Worauf ist bei

der Online-Bewerbung zu achten?

Der Leiter der Abteilung E-Recruiting,

Dr. Hans-Christoph Kürn, legt Wert auf

ein eigenständig verfasstes Anschreiben

und einen vollständigen Lebenslauf. Wer

sich auf Mustertexte verlässt, seine Online-Bewerbung

wie eine private E-Mail

formuliert oder nicht auf Tippfehler und

Rechtschreibung achtet, hat schlechte

Karten.

Die Bewerbung landet direkt auf dem

Bildschirm der Entscheider. Hat Siemens

Interesse, wird der Bewerber angerufen.

Absagen erfolgen meist in nur 24 Stunden.

Und wen Siemens prinzipiell interessant

findet, dessen Daten wandern in

einen elektronischen Talentpool.

Studie

� Standortfaktoren entscheiden

über Beschäftigung

Enorme Unterschiede in der Beschäftigungsentwicklung

gibt es in Westdeutschland

sowohl zwischen den Bundesländern

als auch zwischen den Kreisen. Das Projekt

„Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten“

sucht Erklärungen dafür.

Danach ist die sozialversicherungspflichtige

Beschäftigung in Westdeutschland

zwischen 1993 und 2001 jährlich um

durchschnittlich knapp 0,2 Prozent zurückgegangen.

Hochqualifizierte Beschäftigte sowie

kleine und mittlere Betriebe haben eine

positive Beschäftigungswirkung, während

große Betriebe und ein hohes Lohnniveau

zu Verlusten beitragen.

30

Eine überdurchschnittliche Entwicklung

bewirken vor allem Branchen wie

wirtschaftsbezogene Dienstleistungen,

Gesundheit- und Sozialwesen sowie freizeitbezogene

Dienstleistungen.

Regionale Standortbedingungen – wie

eine günstige Lage oder die Infrastruktur

haben im Vergleich zu den anderen untersuchten

Determinanten einen besonders

starken Einfluss auf die Beschäftigungsentwicklung.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, März 06

Langzeitarbeitslose

� Unzufrieden wie

Pflegebedürftige

Langzeitarbeitslosigkeit schlägt aufs

Gemüt. Zu diesem Befund kamen Wissenschaftler

nach einer Untersuchung zur

Lebenszufriedenheit. Sie baten Menschen

auf einer Skala von 0 (ganz und gar unzufrieden)

bis 10 (ganz und gar zufrieden)

den Grad ihrer Zufriedenheit einschätzen.

Die Ergebnisse: Bei Erwerbstätigen lag

der Durchschnittswert bei 7, während bei

Langzeitarbeitslosen ein erheblich geringerer

Zufriedenheitswert von nur 4,8

gemessen wurde. Eine vergleichbar geringe

Lebenszufriedenheit geben nur jene

Befragten an, die dauerhaft gesundheitlich

eingeschränkt sind und „einfacher Pflege"

bedürfen. Nur bei „schwer Pflegebedürftigen“

lagen die Werte mit 4,3 noch niedriger.

Auffällig ist dass die Lebenszufriedenheit

von Langzeitarbeitslosen in den

letzten fünf Jahren von 5,5 auf 4,8 deutlich

gesunken ist während die Zufriedenheit

bei anderen recht stabil blieb. Auch

kurzzeitig Arbeitslose (5,8) sind deutlich

zufriedener; und auch Beschäftigte in

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen fühlen

sich besser (5,2). ►Infos: www.diw.de

Teilzeitarbeit

� Mehr Produktivität

In über einem Drittel aller Betriebe in

Deutschland arbeiten Teilzeitkräfte mit

einer höheren Stundenzahl als geringfügig

Beschäftigte. Sie sind vor allem im

Dienstleistungsbereich zu finden, im

Produzierenden Gewerbe eher selten.

Teilzeit entspricht oft den betriebswirtschaftlichen

Erfordernissen ebenso wie

den Wünschen der Beschäftigten. Unter

ertragsrelevanten Aspekten wird Teilzeitarbeit

von den Betrieben einhellig als sehr

vorteilhaft eingeschätzt. Denn sie fördert

insbesondere deren Flexibilität und Produktivität.

Unter kostenrelevanten Gesichtspunkten

beurteilen die Betriebe Teilzeit dagegen

sehr unterschiedlich: Kleinbetriebe

sehen eher Vorteile, weil hier eine Vollzeitkraft

häufig nicht ausgelastet wäre.

Bei Großbetrieben überwiegen die

Nachteile, da Arbeitsabläufe und Kommunikationswege

vielfach reorganisiert

werden müssten.

In 17,5 Prozent der Betriebe mit Teilzeitbeschäftigten

sind im Jahr 2004 Teilzeitarbeitsplätze

entstanden. Großteils

wurden sie zusätzlich eingerichtet oder

eine Vollzeit- in eine Teilzeitstelle umgewandelt.

Die Aufteilung auf mehr Teilzeitstellen

spielt eine geringere Rolle.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Mai 06

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