AKTUELL - Österreichische Endometriose Vereinigung

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EnDomETRioSEAKTUELL1/2011StiftungEndometriose-Forschung02 – 07ThEma07 – 09KonGRESS-BERichTE10 – 13aKTUELLDiSKUTiERT13 – 14KonGRESSE,WoRKShoPSSehr geehrte Leserinnen und Leser!Die nun 3. Ausgabe von „Endometrioseaktuell“ möchte Ihnen diewesentlichen Eckpunkte der diesjährigenArbeitstagung der SEF amWeissensee (Österreich) mitteilenund in komprimierter Form vermitteln– Prof. Jörg Keckstein (Villach)hat als Kongresssekretär den entsprechendenArtikel verfasst. Nachdemsich die Teilnehmer äußerlichnur unwesentlich verändert haben,haben wir in dieser Ausgabe auf dasGruppenfoto verzichtet.Weitere Punkte sind kurze Übersichtsartikelzum Thema Endometrioseund Malignität (U. Ulrich, Berlin)sowie ein Überblick über die bis datovorliegende Evidenz bzw. Studien zurWertigkeit des Transvaginalultraschallszur Diagnose der tief infiltrierendenEndometriose (G. Hudelist,Wien). Weiters berichtet die Arbeitsgruppeaus dem EndometriosezentrumErlangen Daten zur Rezidivratebei Endometriose – ein bis dato nurwenig erforschtes Themengebiet (S.Renner, Erlangen).Die Redaktion von „Endometrioseaktuell“ ist somit um ein Mitgliedreicher und möchte PD Dr. StefanRenner (Erlangen) willkommenheißen.Am Schluss möchte Sie PD Dr. MartinSillem (Emmendingen) als Kongresspräsidentim Namen der SEFauf den diesjährigen Endometriosekongresshinweisen und Sie überdie diesjährigen Fortbildungsangeboteund Themenschwerpunkte informieren.Eine interessante Lektürewünscht ihnen die Redaktion.Univ.-Doz. Dr. G. hudelist, mSc, WienProf. Dr. U. Ulrich, BerlinProf. Dr. L. Wildt, innsbruckPriv.- Doz. Dr. Stefan Renner, Erlangen1


molekularbiologischeÜberlegungenDie Ergebnisse mehrerer Analysenweisen auf unterschiedliche molekulareFaktoren hin, die malignenTumoren und Endometriosegewebengemeinsam sind, dennoch lässt sichderzeit noch kein kohärentes Bildableiten (z.B. PTEN-Mutationen).Angenommen werden kann eine direktemaligne Transformation derEndometriose. Die immunhistochemischenUntersuchungen von Han etal zeigen, dass – verglichen mit gesundemGewebe – bei maligne transformierterDarmendometriose eineveränderte Verteilung der Zytokeratinsubtypenvorliegt. Weiter konntenfolgende Veränderungen identifiziertwerden: Erhöhung von Ki-67, Verlustder Östradiol- und Progesteronrezeptor-Expressionund Bildung abnormerFormen des p53. Mutationendes Tumorsuppressorgens PTENwurden bei bis zu 50% der Endometriumkarzinomeund häufig beiendometrioiden Ovarialkarzinomenbeobachtet. Somatische Mutationenim PTEN-Gen zeigten sich darüberhinaus in vier von 20 endometrioidenOvarialkarzinomen (20%) und insieben von 34 Endometriosezysten(20,6%). Beobachtet wurden Heterozygotieverlust(LOH) des PTEN-Gensin endometrioiden Ovarialkarzinomen(in 42,1%) und ovariellen Endometriomen(in 56,5%). LOH undMutationen des PTEN-Gens wurdendurch weitere Analysen häufig beiendometrioiden, jedoch kaum bei serösenund muzinösen Ovarialkarzinomennachgewiesen. Eine andereUntersuchung zeigte eine reduziertehMLH1- und PTEN-Protein-Expressionbei aggressiven Formen derEndometriose. Vergleichbare Beobachtungenzum PTEN-Gen wurdenhinsichtlich des frühen Endometriumkarzinomsgemacht.Auf proteinbiochemischer Ebenebeobachteten Sillem et al eineÜberexpression des löslichen Uro-kinase-Typ-Plasminogenaktivator-Rezeptors im eutopen Endometriumvon Patientinnen mit Endometriose– ähnlich wie dies bei Karzinomzellender Fall ist. Zudem können Endometriosezellenhistologische Veränderungenzeigen, dieÄhnlichkeiten mit Atypienaufweisen. Nachden Ergebnissen vonCarmen et al findetsich in Ovarialkarzinomeneine verstärkteAnreicherung desvascular endothelial growth factor(VEGF), eines zellspezifischen Glykoproteins,das eine wichtige Rolle inder Neoangiogenese spielt. Zudemhaben diese Untersuchungen gezeigt,dass zwischen dieser verstärktenAnreicherung und den malignenVeränderungen der Endometrioseein Zusammenhang besteht.Das Endometriosegewebe weist sowohlÖstrogen als auch Progesteronrezeptorenauf. Deren Anzahl wird imRahmen eines Endometriose-assoziiertenOvarialkarzinoms stark reduziert.In einer retrospektiven Studie vonKobayashi et al. wurden währendeiner 17-jährigen Nachbeobachtungaus einer Gruppe von 6.398 Probandinnenmit Endometriomen 46Ovarialkarzinome identifiziert. Dieszeigt ein signifikant erhöhtes Ovarialkarzinomrisikobei Patientinnenmit einem Endometriom in der Anamnese.Als Ergebnis ließen sich folgendeunabhängige Risikofaktorenfesthalten: ovarielle Endometriomemit einem Durchmesser von


Klinik und TherapieDas klinische Bild der Endometriose-assoziiertenTumore entsprichtder pathologisch-anatomischen Manifestation.Dabei sindinsbesondere Dyschezie,Dyspareunie, Beckenschmerzenundunklare rektale Blutungenetc. zu beachten.Ein Darmbefallmuss differenzialdiagnostischvon primärenDarmkarzinomenabgegrenzt werden. DerartigeSymptome können aber auch durchdie Endometriose – ohne maligneTransformation – verursacht werden.Daher ist eine histologische Abklärungentsprechend der EmpfehlungDas klinische Bildder EndometrioseassoziiertenTumoreentspricht derpathologischanatomischenManifestation.der „Stiftung Endometrioseforschung“anzuraten. Es sollte immer– auch bei organüberschreitendemBefall (Darm, Blase,Ureter) – die R0-Resektionangestrebtwerden. Im Anschlussist in den meisten Fälleneine postoperativeStrahlentherapie undgelegentlich auch eineadjuvante Gestagenbehandlungzu diskutieren.Eine geringere Chemosensibilitätist beschrieben worden. ZahlreicheAnalysen berichten über einen Zusammenhangzwischen einer Östrogenmonotherapieund dem AuftretenEndometriose-assoziierter Karzinome.Eine auffällige Assoziation mitder Einnahme nicht opponierterÖstrogene wurde insbesondere beiextragonadalen Manifestationen beobachtet.In einer retrospektiven Studiehaben Zanetta et al herausgearbeitet,dass „Hyperöstrogenismus“als ein relevanter Risikofaktor für dieEntwicklung eines Malignoms aus einerEndometriose einzuschätzen ist.Einige Autoren raten daher von derÖstrogenmonosubstitution bei Frauenmit positiver Anamnese für Endometrioseab. Der Vollständigkeit halberseien in diesem Zusammenhang auchFallberichte über Karzinome auf demBoden einer Endometriose unter Tamoxifen-und Gestagenmonotherapiegenannt.ZusammenfassungAufgrund der geringen Inzidenz liegenzur Therapie Endometriose-assoziiertermaligner Tumoren keinekontrollierten Studien mit repräsentativenFallzahlen vor. Letztlich basierendie Empfehlungen auf retrospektivenAnalysen, Fallberichtenund Übersichtsarbeiten.Trotz bestehender pathophysiologischerund epidemiologischer Erkenntnissehinsichtlich eines möglichenZusammenhangs zwischenEndometriose und EndometrioseassoziiertenKarzinomen ist bishernoch nicht geklärt, ob Endometrioseeine „Vorstufe“ zu bösartigem Wachstumdarstellt oder ob nicht eher eineindirekte Verbindung aufgrund gemeinsamerimmunologischer, hormonelleroder genetischer Faktorenbesteht.E. Drienko, F. müller, U. Ulrich(Berlin)Der Einfluss des präoperativen Schmerzesauf die RezidivrateDie makroskopische Ausdehnungder Endometriose korreliert nichtmit dem Schmerzempfinden derPatientinnen. Neben asymptomatischenFormen stellen sich immerwieder Patientinnen mit nur minimalerAusdehnung der Endometrioseund hohe Schmerzempfindensowie Patientinnen mit einer ausgedehntenEndometriose und nurminimalen Beschwerden vor. DieGründe hierfür sind unbekannt.Aufgrund einer vermehrten Häufungvon Endometriosefällen unterErstlinienverwandten werden genetischeUrsachen in der Pathogeneseder Erkrankung diskutiert.Auch an der unterschiedlichenSchmerzwahrnehmung könnten genetischeFaktoren beteiligt sein.Die rASRM-Klassifikation gilt trotzSchwächen als international akzeptiert.Die ENZIAN-Klassifikationergänzt diese durch die Möglichkeitder Klassifikation von tief infiltrierenderEndometriose, die in derrASRM-Klassifikation nicht berücksichtigtist. Trotzdem weisen beideKlassifikationen zusätzliche Schwächenauf. Eine Korrelation mit demSchmerz ist ebenso nicht möglichwie die Korrelation mit der Infertilitäts-oder Rezidivrate. Die operativeTherapie ist der „Goldstandard“ zurDiagnosestellung der Endometri-04 4


ose, insbesondere in der Primärsituation.Trotz optimaler Therapieist die Rezidivrate hoch. Zur medikamentösenTherapie stehen nebenGnRH-Analoga und Gestageneninsbesondere auch nichtsteroidaleAntiphlogistika (NSAID) als zugelasseneTherapieoptionen zur Verfügung.Orale Kontrazeptiva zeigeninsbesondere durch kontinuierlicheEinnahme eine gute Schmerzreduktionmit dem Vorteil einer sicherenKontrazeption und können somit als„Off-label-Therapeutika“ der Endometrioseeingesetzt werden.Bei der Planung vonoperativen und konservativenTherapiemöglichkeitenwäre es ideal,Patientinnen mit hohemRisiko für ein Rezidivbereits vorab zu identifizieren.Hierdurchwäre es möglich, z.B.nur Patientinnen miteinem hohen Rezidivrisikoeine medikamentöseRezidivprophylaxe zukommenzu lassen. Patientinnenmit einem niedrigen Rezidivrisikokönnten diese Therapieoptionen mitmöglichen unangenehmen oder garschweren Nebenwirkungen erspartbleiben.Zur Identifikation von Subgruppen,in denen eine Rezidivprophylaxeeinen Benefit für die Patientinnendarstellen würde, wurde eine Studiein einem gut definierten Kollektivvon 150 Patientinnen mit Endometriosedurchgeführt, die imZeitraum von 2001bis 2005 an der Universitätsfrauenklinikin Erlangen operiertwurden und bei denenEndometriose histologischbestätigt wurde. Die operativeStrategie bestand hierbei in derkompletten Exzision oder Destruktionvon peritonealen Endometrioseherdensowie einer Extirpation vonBei der Planungvon operativen undkonservativen Therapiemöglichkeitenwäre es ideal Patientinnenmit hohemRisiko für einRezidiv bereits vorabzu identifizieren.Endometriomen. Tief infiltrierendeEndometriose wurde exzidiert, ineinigen Fällen kombiniert mit eineranterioren Rektumresektion.Allen Patientinnen wurde eine „Rezidivprophylaxe“mittels kontinuierlicherEinnahme eines oralen Kontrazeptivumsangeboten. 69 Frauen(46%) nahmen dieses Angebot an, 81Frauen (54%) verzichteten hierauf.Die Patientinnen erhielten prospektiveinen Fragebogen mit Fragenu.a. zur medizinischen Anamnese,Medikation, Schwangerschaften/Geburten, Infertilität, familiären Erkrankungenund Life-Style-Faktoren. Retrospektivwurden diePatientinnen zu denvier SchmerzentitätenDymenorrhö, Dyschezie,Dyspareunie undDysurie befragt undgebeten diese anhandeiner numerischenAnalogskal von 0 (keinSchmerz) bis 10 (maximalvorstellbarerSchmerz) einzuordnen. Diese Erhebungerfolgte im Rahmen des follow-upsfür die Zeitpunkte „präoperativ“,„3-Monate postoperativ“ und„zum Zeitpunkt desInterviews“.Die Definition einesRezidivs ist in derLiteratur sehrheterogen.Die Definition einesRezidivs ist in der Literatursehr heterogen.Während einigeAutoren ein Rezidivüber den erneuten histologischenNachweis definieren - was somitEinzig der präoperativeSchmerz warsignifikant mit einererhöhten Rezidivrateverbunden.eine erneute Operationerforderlich macht- reicht anderen Autorendie Ultraschalldiagnose,z.B. einesEndometrioms. Hierdurchkann jedoch ein peritonealesRezidiv einer Endometriose nichterfasst werden. Da das Wiederauftretenvon behandlungsbedürftigenSchmerzen jedoch neben der Infertilitätden einzig harten Parameterzur therapeutischen (operativenoder medikamentösen) Interventiondarstellt, wurde in dieser Studiedas Rezidiv über einen Anstiegdes Schmerzlevels nach Abschlussvon 3 Monaten postoperativ definiert.Wenn es zu einem Anstiegdes Schmerzlevels gekommen war,wurden die Patientinnen gebeten,den genauen Zeitpunkt der erneutenSchmerzzunahme zu benennen.Bei Betrachtung der anamnestischenKriterien waren weder das Menarchealternoch Infertilität, Schwangerschaften,das Rauchverhaltenoder die postoperative Pilleneinnahmemit einer signifikanten Differenzim präoperativen Schmerzlevel assoziiert.Einzig jüngere Patientinnen(0,001).Die 4-Jahresrezidivwahrscheinlichkeitlag bei 42%. Keiner deroben genannten anamnestischenFaktoren zeigte einen signifikantenEinfluss auf die Rezidivrate. Sokonnte auch für die postoperativeEinnahme von GnRH-Analoga undoralen Kontrazeptiva kein positiverEffekt nachgewiesenwerden, wobei für dieGabe von oralen Kontrazeptivadie kontinuierlicheEinnahmenicht untersucht wurde.Einzig der präoperativeSchmerz warsignifikant mit einer erhöhten Rezidivrateverbunden. Während beiPatientinnen mit minimalem präoperativemSchmerz eine Rezidivratevon nur 27,8% beobachtet wurde,zeigte sich bei Patientinnen mit höherenpräoperativen Schmerzlevelneine Rezidivrate von 56% (p=0,0018).Auch in einer nach den übrigen anamnestischenKriterien adjustierten,multivariaten Cox-Regressionsanlanaysewar das präoperativeSchmerzlevel der einzig signifikante505


02 – 07ThEma07 – 09KonGRESS-BERichTE10 – 13aKTUELLDiSKUTiERT13 – 14KonGRESSE,WoRKShoPSSehr geehrte Leserinnen und Leser!Parameter zur Vorhersage der Rezidivwahrscheinlichkeitmit einer Hazard-Rationun 3. Ausgabe von 2,30 von (95 %„Endome-CI: 1,22 toDietriose 4,31). aktuell“ Kein anderer möchte anamnestischerIhnen diewesentlichen Parameter war Eckpunkte hier signifikant. der diesjährigenArbeitstagung der SEF amWeissensee Studien zur (Österreich) Untersuchung mitteilen von Rezidivratenin komprimierter sind rar. Form Die vermit-meistenundteln beschreiben – Prof. Jörg Vergleiche Keckstein (Villach) zwischenhat verschiedenen als Kongresssekretär postoperativen den entsprechendedikamentösen)Artikel Therapieansätzenverfasst. Nach-(medemoder sich Operationsmethoden. die Teilnehmer äußerlich Wenigeunwesentlich untersuchen verändert anamnestische haben,nurhaben prädiktive wir in Kriterien. dieser Ausgabe Während auf das eineGruppenfoto größere italienische verzichtet. Studie höhereRezidivraten bei jüngeren Patientinnenund Punkte Patientinnen sind kurze mit Über-ausge-Weiteresichtsartikel dehnten Operationen zum Thema nachgewiesenEndometrioseund Malignität (U. Ulrich, Berlin)haben, konnte das in dieser Studienicht bestätigt werden, obwohl jüngereein Patientinnen Überblick über auch die hier bis ein dato er-sowievorliegende höhtes präoperatives Evidenz bzw. Studien Schmerzniveauangaben. des Transvaginalultra-zurWertigkeitschalls Endometriose zur Diagnose ist der eine tief Schmerzerkrankung,Endometriose wobei unklar (G. Hudelist,waruminfiltrierendenWien). Patientinnen Weiters berichtet trotz gleichem die Arbeitsgruppskopischemaus dem Erscheinungsbild Endometriosezen-sichmakrotrummit Erlangen mehr oder Daten weniger zur Schmerz Rezidivrate präsentierenEndometriose und deshalb – ein bis unterschied-dato nurbeiwenig lich erforschtes in ihrer Lebensqualität Themengebiet beeinträchtigtErlangen). sind. Zunehmend werden(S.Renner,hier (genetische) Mechanismen inDie der Redaktion Schmerzperzeption von „Endometriose diskutiert.aktuell“ In dieser ist somit Studie um konnte ein Mitglied erstmalsreicher nachgewiesen und möchte werden, PD Dr. dass Stefan dasRenner präoperativ (Erlangen) (subjektiv) willkommen empfundeneheißen.Schmerzlevel signifikant mit einererhöhten Rezidivrate verbunden ist.Am Hieraus Schluss ergeben möchte Sie sich PD interessante Dr. Martinneue Sillem Forschungsansätze (Emmendingen) als bei Kon-degresspräsidentUntersuchung im der Namen Pathogenese der SEF derauf Endometriose den diesjährigen auch Endometriosekongrestifiziertenhinweisen Genen der und Schmerzper-Sie überin bereits iden-die zeption. diesjährigen Zukünftig Fortbildungsangebotetherapeutische und Themenschwerpunkte Konsequenzen in-iformieren.Sinne einer risikoadaptierten, indi-könnten hierausvidualisierten operativen und medikamentösenRezidivprophylaxeEine gezogen interessante werden. Lektürewünscht ihnen die Redaktion.Literatur beim VerfasserUniv.-Doz. Dr. G. hudelist, mSc, S.P. Renner, WienProf. Dr. U. Ulrich, Berlin m.W. Beckmann,Prof. Dr. L. Wildt, innsbruck P.a. FaschingPriv.- Doz. Dr. Stefan Renner, ( Erlangen)Metaanalyse und Studienübersicht zur vaginalsonografischenDiagnostik der tief infiltrierenden DarmendometrioseEine fortgeschrittene, d.h. das Peritoneumüberschreitende und in diedarunter liegenden Gewebeschichteneinwachsende, tief infiltrierende Endometriose(TIE) mitBeteiligung des Septumrectovaginale,der Scheide oder desRektosigmoids kann inbis zu 20% aller Endometriosepatientinnennachgewiesen werden. Verständlicherweisesind besonders dieseFormen der Erkrankungmit einer hohenMorbidität vergesellschaftet.Obwohlmanche Endometrioseknotendes Septumrectovaginale unddes Rektosigmoids imRahmen der klassischen bimanuellenUntersuchung diagnostiziertwerden können, zeigen rezente Untersuchungen,dass über 50% derLäsionen nicht tastbar sind und demDurch den zusätzlichenEinsatz derTransvaginalsonografie(TVS) und derdetailierten Darstellungdes Rectosigmoidskanndie Detektionratetief infiltrierenderDarmendometrioseherdewesentlichgesteigertwerden.Untersucher verborgen bleiben.Durch den zusätzlichen Einsatz dieTransvaginalsonografie (TVS) undder detaillierten Darstellung desRectosigmoids kanndie Detektionsratetief infiltrierenderDarmendometrioseherdewesentlich gesteigertwerden. ZwingendeVorbedingungfür die Anwendungder TVS ist die Kenntnisder normalen alsauch pathologischveränderten Sonoanatomiedes Enddarmes.Die TIE desRektosigmoids führttypischerweise zueiner Störung dieserStruktur im Sinne einerdeutlichen echoarmen Verbreiterungdes Muscularisechosaechosals sonografisches Korrelat bei Beteiligungdieser Gewebeschicht (Abb.1a, b).Die Aussagekraft dieser vaginalsonografischenKriterien im Bezugauf die histologisch verifiziertePrävalenz und die Ausdehnung derDarmendometriose wurde erstmaligim Rahmen einer Metaanalyseuntersucht. Nach Anwendung definierterSuchkriterien wurden primär188 Studien zum Thema Sonografieund Endometriose evaluiert(MEDLINE 1966-2010 und EMBASE606


1980-20109). Weiter eingeschlossenwurden 50 Arbeiten, welche die diagnostischeAussagekraft der TVSdurch einen erfahrenen Untersucherim Bezug auf TIE evaluierten. Nachdem alleinigen Einschluss prospektiverStudien und dem Vorhandenseineiner histologischen Verifizierungder Darmendometriose als „Gold-Standard-Test“ wurden schliesslich10 Publikationen (1106 Patientinnen)mittels Anwendung der QUADAS-Kriterien zur qualitativen Beurteilungvon diagnostischen Tests sowieden Qualitätskriterien von Moore etal evaluiert (Tabelle 1).Die Prävalenz der Darmendometriosebetrug 47% im gesamten Kollektivbzw. bei 520 Patientinnen mithistologisch verifizierter TIE desRektosigmoids. Durch die Anwendungeiner Rechnungsmethode zurgesammelten Analyse aller Variablenzeigte die Anwendung der TVSeine Gesamtsensitivität von 91%und eine Gesamtspezifität von 98%.Die „gepoolte“ positive LHR betrug30,36; die negative LHR 0,09 – Werte,welche die hohe Aussagekraftdes Tests (TVS) wiedergeben (Tabelle2). Tief infiltrierende Endometriosemit Darmbeteiligung kann in bis zu20% aller Endometriosepatientinnendiagnostiziert werden. Die Anwendungder TVS und die Darstellungdes Rectosigmoids durch einen geschultenUntersucher erlauben dieDiagnose der Darmendometriosemit einer Sensitivität und Spezifitätvon 91% bzw. 98% bereits in der gynäkologischenPraxis. Die räumlicheAusdehnung und Größe der TIE alsauch der Abstand zur Analregion istsonografisch gut messbar und fürdie weitere Planung einer möglichenoperativen Strategie hinsichtlich einerScheiben- bzw. „Disc“ Resektionoder Segmentresektion von erheblicherBedeutung.Eine Verkürzung des Symptom-Diagnose-Therapie-Intervallsdurchfrühzeitige Erkennung und adäquateBehandlung kann den Krankheitsverlaufund somit die Lebensqualitätder betroffenen Patientinnen wesentlichbeeinflussen.G. hudelist (Wien)Tabelle 1Autor Jahr Prävalenz Darm- Sensitivity Specificity PPV,NPV Accuracy +ve LHR (95% CI) -ve LHR (95% CI)endometriose % % % %Bazot et al. 2003 22/30 21/22 8/8 100%, 89% 97% - 0.0573.3% 95% 100% (0.01-0.31)Bazot et al. 2004 47/142 41/47 92/95 93%, 94% 94% 27.62 0.1333% 87% 97% (9.02-84.58) (0.06-0.28)Carbognin et al. 2006 17/32 12/17 15/15 100%, 75% 84% 4.8 0.2953.1% 71% 100% (1.26-18.31) (0.14-0.61)Abrao et al. 2007 54/104 53/54 50/50 100%, 98% 99% - 0.0251.9% 98% 100% (0.00-0.13)Valenzano et al. 2008 23/90 22/23 67/67 100%, 99% 99% - 0.0425.5% 96% 100% (0.01-0.3)Guerriero et al. 2008 39/88 26/39 45/49 87%, 78% 81% 8.17 0.3644.3% 66% 92% (3.11-21.44) (0.23-0.57)Piketty et al. 2009 75/134 68/75 56/58 97%, 89% 93% 26.29 0.1060% 91% 97% (6.72-102.83) (0.05-0.20)Bazot et al. 2009 63/92 59/63 29/29 100%, 88% 96% - 0.0668.5% 94% 100% (0.02-0.16)Hudelist et al. 2009 48/200 46/48 149/152 94%,99% 98% 48.56 0.0424% 96% 98% (15.81-149.10) (0.01-0.17)Goncalves et al. 2010 81/194 79/81 113/113 100%,98% 99% - (0.01-0.10)+LHR, positive likelihood ratio; -LHR, negative likelihood ratio, CI, confidence interval.Gesammelte analyse aller Studien(1106 Patientinnen) durch ein“Random Effect model” für untenangegebene Variablen.Tabelle 2Variable Wert Confidence Interval (95%)Sensitivity 91% 0.881-0.935Specificity 98% 0.967-0.990+ve LHR 30.36 15.457-59.626-ve LHR 0.09 0.046-0.188DOR 394.3 116.3-1336Prävalenz 47% 0.367-0.573LHR, likelihood ratio; DOR, diagnosticodds ratio; Prävalenz,Prozentsatz der Patientinnen mitDarmendometriose in allen StudieKonGRESSBERichTEVI. Weissensee-Treffen der SEF(Stiftung Endometriose Forschung) 25.02. – 27.02.2011Im Jahre 2002 fand das erste Weissensee-Treffenstatt. Initiiert vonProf. Keckstein und seinem Team,sollten im Rahmen dieses Meetingswissenschaftliche Themenim kleinen Kreis der SEF-Expertenbearbeitet werden. Spezielle Fragenwurden erörtert und in klausurartigerAtmosphäre bearbeitet.07 7


So führte das erste Treffen (2002) zueiner neuen Klassifikation der tiefinfiltrierenden Endometriose. DerENZIAN-Score (1. Version) dient zurbesseren Einteilung und Dokumentationder zum Teil schwer zugänglichenFormen der Endometriose.Der ENZIAN-Score schließt die Lückezwischen den gängigen Scores(ehemals rAFS) in der gesamten Beurteilungder Erkrankung. Die SEFarbeitet grenzüberschreitend undhat mit der Erstellung der Leitlinien(unter der Leitung von Prof. Dr. UweUlrich, Berlin) einen wesentlichenBeitrag zur Positionierung der wissenschaftlichenArbeit der SEF undder Arbeitsgemeinschaft GynäkologischeEndoskopie (AGE) geleistet.Weitere Treffen wurden in den letztenJahren regelmäßig am Weissensee,einem außerordentlichen Naturjuwelin Kärnten abgehalten.Zum 6. Treffen versammelten sich25. – 27. 2. 2011 die Experten ausÖsterreich, Deutschland, Schweizund Italien (Teilnehmer im Anhang).Die Teilnehmer haben folgende Themenbearbeitet und Empfehlungenausgesprochen.Zertifizierung undQualitätssicherungDie Erfassung und Dokumentationvon Patientendaten, Befunden undTherapieentscheidungen ist einzentrales Thema. Im Rahmen des2. Weissensee Treffens ist bereitsein sehr detaillierter Befragungsbogenfür die Patientinnen und einUntersuchungserfassungsbogenerstellt worden. Jetzt soll diese Bewertungsinformationstandardisiertin EDV-Form erfasst werden.Ziel ist eine für alle Interessentenbzw. Endometriosezentren identeDatenerfassung. Der Vergleich vonDaten bzw. das Durchführen vonStudien könnte dadurch erleichertwerden.Prof. Zeisler (SCICOMED) und Prof.Wenzl (Wien) erstellten ein EDV-Programm,in welchem die SEF-Dokumentationsdatenintegriert wurden,vor. Das übersichtliche Programmwird im AKH Wien bereits getestet.Eine reduzierte oder adaptierte Versionsollte für alle Interessenten zurVerfügung gestellt werden (über dieVertragsmodalitäten werden nochentsprechende Vorschläge erarbeitet).Dr. Tuttlies (Villach) stellt ein innovativesProjekt zur Patientenbefragungvor. Mittels I-Pad gibt die Patientinihre Daten bzw. Beschwerdenein. Diese Daten werden dann inder elektronischen Krankenaktegespeichert, können jederzeit abgerufenund für weitere Nachuntersuchungenaufgerufen und verglichenwerden.arbeitsgruppe EnZian-ScoreDer ENZIAN-Score zur Erfassungder tief infiltrierenden Endometriose(TIE) hat eine gewisse Akzeptanzbei der SEF erreicht. Die revidierteForm des ENZIAN-Scores(2010) gilt als wertvolle Ergänzungzur Beurteilung und Entwicklungder tief infiltrierenden Endometrioseneben den anderen Scoring-Systemen.Auf eine Erweiterung desScores und die eine Integration andererEndometrioseherde (wie amOvar, Peritoneum, etc.) wird zurzeitbewusst verzichtet. Als Nachteil desEnzian-Scores könnte die Notwendigkeitsein, dass das Staging (diagnostischeLaparoskopie) ggf. eineerweitere Operation erfordert.Durch Miteinbeziehen anderer Untersuchungsmethoden(neben derLaparoskopie) wie z. B. Ultraschall,MRT, etc. ist der Score jedoch gutbrauchbar. Wir erhoffen uns eineweitere Verbreitung dieses Scoresüber den deutschsprachigen Raumhinaus. Wichtiger Bestandteil sindnun die Publikation von entsprechendenDaten und Ergebnissen.Hier ist zu erwähnen, dass mittlerweileeinige internationale Endometriose-Arbeitsgemeinschaftensichmit dem Thema der besseren Erfassungund Revision der üblichenScores beschäftigen.arbeitsgruppe adenomyosisDie Adenomyosis stellt ein zentralesProblem bei der Diagnostik undTherapie der Endometriose dar. DieUltraschallkriterien der Adenomyosissind die Wanddickendifferenz,Strukturunterschiede, vakuoligeEinschlüsse, veränderte Gefäßmusterim Rahmen der Farbdoppler-Sonografie.Prof. Schwärzler(Feldkirch) stellte entsprechendeUltraschallkriterien vor. Als einwichtiger Bestandteil zur Diagnostikder Adenomyosis gilt das MRI. Hierist allerdings zu erwähnen, dass dieExpertise des MRI-Institutes unddes Befundes von großer Bedeutungsind.Bei dringendem Verdacht auf Adenomyosisist die Sicherung durchGewinnung eines histologischenPräparates anzuraten. Die transvaginale-transabdominalebzw. laparoskopischgesteuerte Stanzbiopsieaus dem Uterus hat bei hoherSpezifität eine geringe Sensitivität(insbesondere bei fokaler Adenomyosis).Aus diesem Grund ist die Entnahmevon mehreren Stanzbiopsienanzuraten. Bei einer verbreitertenJunktionalzone ist auch die Entnahmeeines histologischen Präparatesdurch die operative Hysteroskopiemittels Elektroschlinge möglich.Die operative Therapie hängt vomAusmaß der Adenomyosis ab. Beiabgeschlossener Familienplanungist die endgültige Lösung durch eineHysterektomie anzustreben.Neue operative Verfahren ermöglichenaber auch ein organerhaltendesVorgehen. Fokale Herde könnenisoliert excidiert werden. Dievon Osada (Reproductive BioMedicineOnline 2011 22, 94– 99) kürzlichbeschriebene „Triple-flap“-Technik(per Laparotomie) bietet die Möglichkeitzum erfolgreichen Erhalt808


der Gebärmutter und konsekutivenSchwangerschaften bzw. einer langanhaltenden Schmerzreduktion.Die konservative Therapie beschränktsich vornehmlich auf die hormonelleBeeinflussung der Adenomyosisaktivität.Dabei ist die Einlage einerHormonspirale (Mirena) als bewährteTherapie anzusehen.arbeitsgruppe EndokrinologieEndometriom: Es besteht keine Einigkeitob und wie Endometriome insubfertilen Frauen vor ART behandeltwerden sollen. Dies beruht inder unzureichenden Evidenz und derHeterogenität des Krankheitsbildes.Die Indikationen zur operativen Sanierung(Ausschälung) eines Erstendometriomsbei der jungen Patientinsind Schmerzen, die Größe - dabei istdas Verhältnis Endometriom zu Restovarzu berücksichtigen - sowie dieWachstumstendenz.Mit zunehmendem Alter oder beiRezidiv-Endometriom soll die Indikationzur Operation mit Zurückhaltunggestellt werden. Die aktuelleJede Zystenausschälung reduziertdie ovarielle Reserve. Stattdessensoll entweder die laparoskopischePunktion bzw. Fenestrierung oder dieUltraschall gesteuerte Punktion inBetracht gezogen werden. Aufgrunddes Infektionsrisikos beim vaginalenZugang ist eine Infektionsprophylaxedurchzuführen.Vor einem operativen Eingriff amOvar sollte die Möglichkeit der Kryokonservierungvon befruchteten oderunbefruchteten Eizellen mit der Patientinbesprochen werden.Die bestehenden Leitlinien der DGGGbzw. ÖGGG zum Vorgehen bei Adnextumorensollen dabei berücksichtigtwerden.Peritonealendometriose sollte imRahmen der Sterilitätsabklärung(PSK) möglichst vollständig saniertund histologisch gesichert werden.TiE: Sterilität alleine ist kein Grundfür die operative Therapie. Die operativeSanierung der TIE scheint jedochkeinen negativen Einfluss aufdie Fertilitätsrate zu haben. Es gibtallerdings derzeit auch keine Daten,die eine Verbesserung der Fertilitätnachweisen.medikamentöse Vorbehandlungunmittelbar vor aRT (iVF/ icSi)Eine spezifische endokrine Therapievor ART wird nicht generell empfohlen.Es liegen jedoch Daten bezüglichder GnRH-Analoga im Ultralong-Protokollvor, die eine signifikante Verbesserungder Schwangerschaftsratenzeigen.Beurteilung der ovarialfunktionDer grundlegende Parameter für dieOvarialfunktion ist das Alter der Pat.Zur Beurteilung der Fertilitätschancenist nicht nur die Ovarialfunktionsondern auch die Qualität der Eizellenentscheidend. Folgende Verfahren erfassendie ovarielle Reserve, ermöglichenjedoch keine Aussage über Qualitätder Eizellen:AFC (Antral Follicle Count) ist abhängigvon der Qualität des Ultraschallgerätesund der Erfahrung des Untersuchers(zukünftig automatisierteBestimmung?).Die Bestimmung des AMH (Anti-Müller-Hormon)sollte die Möglichkeitder interindividuellen und intraindividuellenSchwankungen berücksichtigen.Trotz niedrigem AMH kann eineadäquate Fertilität vorliegen. ErhöhteAMH Werte sprechen für eine erhöhteEmpfindlichkeit des Ovars auf Stimulierung(cave Überstimulierung).Endokrine TherapieNach invasiver Diagnostik und operativerTherapie ist bei Patientinnenohne aktuellen Kinderwunsch unterdem Aspekt der Schmerzbehandlungund Rezidivprophylaxe eine endokrineTherapie empfehlenswert.Die Therapie erster Wahl ist das kombiniertemonophasische orale Kontrazeptivum,idealerweise kontinuierlichverabreicht. Die Gestagenmonotherapieist gleichwertig.In besonderen Fällen und bei anamnestischprogredienter Endometrioseist eine Therapie mit GnRH-Analoga Therapie ggf. mit Add-Backsinnvoll.Einige klinische Studien zeigen, dassdie lokale intrauterine Applikation vonGestagen (Mirena) zur Schmerz- undRezidivprophylaxe bei TIE wirksam ist.Das Weissensee-Treffen ist eine festeInstitution der SEF geworden.Durch Einbindung der österreichischen,Schweizer KollegInnen,aber auch Integration von anderenInteressierten aus dem europäischenAusland verbessert die internationaleKommunikation auf dem Gebiet derEndometriose enorm.Ziel ist es, durch die intensive Arbeitim Rahmen dieses Treffens, wichtigeThemen zu bearbeiten und entsprechendeEmpfehlungen zu publizieren.J. Keckstein, VillachTeilnehmerliste:ÖsterreichDr. Radek ChvatalPrim. Ass.-Prof. Kurt HeimUniv.-Doz. Dr. Gernot Hudelist, MScDr. Dietmar HaasDr. Elisabeth JanschekUniv.-Prof. Dr. Jörg KecksteinDr. Gernot KommetterDr. Christian KorenDr. Alexander KrellDr. Katharina LeebPrim. Doz. Dr. Peter OppeltUniv.-Prof. Dr. Peter SchwärzlerPrim. Dr. Wolfgang StummvollDr. Frank TuttliesUniv.-Prof. Dr. René WenzlUniv.-Prof. Dr. Ludwig WildtDeutschlandPD Dr. Olaf BuchweitzProf. Dr. Robert GrebDr. Michael HippachPD Dr. Matthias KorellDr. Johannes LermannProf. Dr. Gerhard LeyendeckerProf. Dr. Lieselotte MettlerDr. Raphael MangoldProf. Dr. Andreas MüllerDr. Rüdiger MüllerPD Dr. Roxana PopoviciPD Dr. Stefan RennerProf. Dr. Karl-Werner SchweppeProf. Dr. Adolf SchindlerPD Dr. Martin SillemDr. Robert TheissProf. Dr. Hans-Rudolf TinnebergProf. Dr. Uwe UlrichProf. Alfred WolfDr. Monika WölfleritalienPrim. Dr. Bruno EnglDr. Arrigo FruscalzoSchweizPD Dr. Helge Binder909


aKTUELL – DiSKUTiERTLong-Term Effects of Traditional Chinese Medicine and Hypnotherapyin Patients with Severe Endometriosis – a Retrospective Evaluation.Karin Meisner, Barbara Böhling, Annemarie Schweizer-Arau.HINTERGRUND: 15% der Patientinnenmit Endometriose leiden trotzpharmakologischer und operativerBehandlung unter starken Schmerzen.In dieser retrospektiven Befragungerfassten wir die Langzeiteffekteeiner neuartigen Kombinationstherapieaus traditioneller ChinesischerMedizin und Hypnotherapie (systemischeAutoredulationstherapie,SART) bei Patientinnen mir schwererEndometriose.PATIENTEN UND METHODEN: 47Patientinnen mit Endometriose, diesich einer Behandlung mit SART unterzogenhatten, wurden mit standardisiertenTelefoninterviews nach ihrenBeschwerden und dem weiteren Verlaufihrer Erkrankung befragt, und dieErgebnisse mit den Ausgangsdaten zuBeginn der Behandlung verglichen.ERGEBNISSE: Das Follow-up fand imMedian 5 Jahre nach behandlungsendemit SART statt. Die Endometriose-assoziiertenSchmerzen warenim Median von 8 auf 3 Punkte gesunken(visuelle Analogscala von 0 bis 10Punkten ; p ˂ 0,001). 18 Patientinnen(38%) waren schmerzfrei, und die Anzahlvon Patientinnen, die Schmerzmedikamentebenötigen, ging von 38auf 19 (von 91% auf 40%) zurück. 17von den 31 Frauen mit Kinderwunsch(55%) hatten zur Zeit des Follow-up21 Kinder zur Welt gebracht. ExplorativeAnalysen ergaben, dass längereBehandlungsdauer mit größerenSchmerzabnahmen assoziiert war,was eine Dosis-Wirkungsbeziehungnahelegt.SCHLUSSFOLGERUNG: Die Behandlungmit einem ganzheitlichen Therapieansatzaus Chinesischer Medizinund Hypnotherapie konnte die Symptomevon Patientinnen mit schwererEndometriose, die auf konventionelleTherapie nicht ansprach, erheblichverbessern und die Geburtsratensteigern. Randomisierte, kontrollierteStudien zur weiteren Untersuchungder Wirksamkeit von SART erscheinendringend angezeigt.KOMMENTAR:Diese Arbeit erscheint aus mehrerenGründen von Wichtigkeit:1. Es handelt sich um durchweg Frauenmit schulmedizinisch frustranen Therapieversuchenbei schwerer Endometriosesymptomatik.Dies ist zwareine retrospektive Erhebung, aber daes diesbezüglich an Daten fehlt ist dieseArbeit wichtig – insbesondere , daes sich um eine Langzeitbeobachtunghandelt.2. Hierbei handelt es sich auch komplementärmedizinischum einen neuenTherapieansatz.3. Sowohl Schmerzsymptomatik alsauch Fertilitätsprobleme konnten günstigbeeinflusst werden und dies beiungünstigster Ausgangslage.adolf E. Schindler,EssenPrognostic analysis of ovarian cancer associated with endometriosis.Kumar S, Munkarah A, Arabi H, Bandyopadhyay S, Semaan A, Hayek K, Garg G, Morris R, Ali-Fehmi R. Am J Obstet Gynecol. 2011 Jan; 204(1):63.e1–7.OBJECTIVE: The objective of the studywas to evaluate the prognosis ofovarian cancer arising in endometriosis.STUDY DESIGN: We retrospectivelycompared 42 cases of endometriosis-associatedovarian cancer (EAOC)with 184 cases of ovarian carcinomawithout endometriosis (OC).RESULTS: The median age in theEAOC group was 52 vs 59 years in OCp < 0.05). In comparison with OC, theEAOC patients were more likely tohave low-grade (21% vs 8%; p=0.04)and early-stage tumors (InternationalFederation of Gynecology andObstetrics I and II combined) (49%vs 24%; p=0.002). Clear cell (21% vs2%) and endometrioid (14% vs 3%)tumors were more frequent in EAOC,whereas mucinous tumors weremore prevalent in OC (p=0.001). Themedian survival (199 vs 62 months)and the 5 year survival (62% vs 51%)were better for EAOC when comparedwith OC (p=0.038). After controllingfor age, stage, grade, and treatment,association with endometriosis wasnot an independent predictor of bettersurvival in ovarian cancer.CONCLUSION: As such, EAOC has amuch better survival rate than OC.This could be explained by the higherprevalence of early-stage and lowgradetumors in EAOC when comparedwith OC.10 10


KOMMENTAR:Endometriose stellt einen Risikofaktorfür Ovarialkarzinom dar. DieStandard Incidence Ratio (SIR) beträgtzwischen 4,19% (Brinton et al2004) und 8,95% (Kobayashi et al2007). Diese retrospektive Studie(Erstdiagnose des Ovarialkarzinoms1992–2002) vergleicht 42 Fälle mitEndometriose-assoziiertem Ovarialkarzinom(EAOC) mit 184 Fällenvon Ovarialkarzinom (OC ohne Endometriose)bezüglich Alter, Gesamtüberleben(OS), Histologie, Grading,FIGO-Stadium, chirurgischen Staging,Chemotherapie. Zur Sicherungder Diagnosen wurde für alle Fälleein histologischer Review durch 2Pathologen durchgeführt. Das mittlereAlter betrug für 42F mit EOAC54 Jahre, für 184F mit OC 59 Jahre(p= 0.5). Das mediane Gesamtüberlebenbetrug für EAOC 199 Monateund für OC 62 Monate (p=0.007), das5 Jahres-Überleben für EAOC 62%,für OC 51%. Die Verteilung der Histologiewar unterschiedlich zwischenEAOC und OC (p=0,001): fürEAOC serös 54,8%, klarzellig 21,4%,endometrioid 14,3%, muzinös 9,5%;für OC serös 80,4%, muzinös 14,7%,endometrioid 2,7%, klarzellig 2,2%.Ein EAOC wurde signifikant häufigerin Frühstadien gefunden: FIGOI, II in 49% vs 24% in OC (p=0.002).Auch fanden sich bei EAOC häufigerLow grade Tumore (21% vs 8%) unddem entsprechend seltener highgrade Tumore (79% vs 92%, p=.04).Borderline Tumore fanden sich inbeiden Gruppen gleich häufig mit21%.Ein komplettes chirurgisches Stagingwar in EAOC seltener erfolgt(58%) als in OC (89%), die Ergebnissedes Stagings mit optimalerZytoreduktion (R


toneal pocket lesions, estimated bytheir area or volume. This classificationshould permit to evaluate theactual uncertainties in order to buildsubsequently a validated classification.The similarity of the classes forsuperficial and cystic lesions withthe rAFS classification is consideredan advantage. It is discussed whyadhesions need not to be scored.In conclusion, a simple classificationscoring separately severity ofsubtle, typical, cystic, deep, adenomyotic,and peritoneal pocket lesionsis suggested. This will permit toconfirm or reject statistically manyof the actual uncertainties on endometriosisand to evaluate what thepredictive power of the severity ofeach type of lesion is, both essentialelements for a validated endometriosisclassification.KOMMENTAR:Im letzten Heft von „GynecologicalSurgery“ findet sich von Philippe Koninckxu. Mitautoren ein Vorschlagfür eine neue Endometriose-Klassifikation.Wie wir schon in unsererLeitlinie festgestellt habe, sind alleKlassifikationen unzureichend, undunsere Bemühungen, wenigstensim deutschsprachigen Raum hierbzgl. der tiefen infiltrierenden EndometrioseAbhilfe zu schaffen, habennoch keinen Durchbruch erzielt.Zu Koninckx Artikel: VerschiedeneEndometriose-Klassifikationenwurden schon vorgeschlagen – basierendauf der Annahme, dass dieEndometriose eine progressive Erkrankungist, und um ein Punktesystemfür sichtbare Läsionen zu erstellen.Daneben gibt es spezifischeKlassifikationen, z.B. unsere ENZI-AN-Klassifikation der tiefen infiltrierendenEndometriose. Keine derbestehenden Klassifikationen hatjedoch ihre Eignung zur Einschätzungvon Prognose, Rezidivhäufigkeitund Fertilitätseinschätzung reproduzierbarunter Beweis gestellt:Eine Klassifikation sollte bloße Annahmenvermeiden. Aufgrund derverschiedenen Typen von Läsionen– nämlich subtile, typische, zystischeund tiefe Läsionen – habenKoninckx und Mitarbeiter eine Klassifikationvorgeschlagen.Ob diese Läsionen ein pathophysiologischesKontinuum von subtilzu tief infiltrierend darstellen oderob diese Läsionstypen sozusagenunterschiedliche Entitäten sind, istnicht bekannt. In der neuen Klassifikationgibt es Punkte für das Vorliegenvon subtilen (S), typischen(T), zystischen (C) und tiefen (D)Läsionen sowie für die Adenomyose(A) und sog. „Peritonealtaschen“(P) – die STCDAP Klassifikation. Für„S“ und „T“ sind Läsionen von weniger(1) und größer (2) als 3cm zuunterscheiden, also z.B. S1T2. BeiC sind ebenfalls die Stufen 1 bis 2zu vergeben, wobei „1“ weniger als5cm und unilateral bezeichnet, „2“dagegen > 5cm bzw. bilateral. „D“wird in rektovaginal, Sigma, Blaseund Hydronephrose unterteilt, eswird dabei jeweils rechts und linksunterschieden; die Schwere drücktsich in den Stufen 1 bis 3 aus, wobei„1“ weniger oder gleich 1cm ist, „2“zwischen 2 und 3cm und „3“ umfänglicherals 3cm. Bei der Adenomyose(„A“) gibt es „1“ und „2“ – „1“, wennnur die Junktionalzone verbreitertist, „2“, wenn ein fokaler Knoten zuverzeichnen ist. Bei den Peritonealtaschen(= pockets: „P“) gibt es zweiStufen: kleiner („1“) oder größer („2“)als 1 cm. Keine Endometriose zu finden(=Null) würde am Ende einer Laparoskopiefolgendermaßen im OP-Bericht abzubilden sein: S0 T0 C0 D0A0 P0.Im Gegensatz zu unserer ENZIAN-Klassifikation, die in der Arbeit genanntwird, versuchen Koninckx undMitautoren die peritoneale und Ovarialendometriosemit abzubilden. Sieschlagen vor, diese STCDAP-Klassifikationeinzuführen. Der Beweis, obdie Erkrankung Endometriose sichdamit nicht nur morphologisch bzw.in ihrer Befundausprägung besserabbilden lässt und sie darüber hinausprognostische und klinische Aussagenerlaubt, steht aus.U. Ulrich, BerlinComplications after surgery fordeeply infiltrating pelvic endometriosis.Kondo W, Bourdel N, Tamburro S, Cavoli D, Jardon K, Rabischong B, Botchorishvili R, Pouly J, Mage G, Canis M. BJOG. 2011 Feb;118(3):292-8OBJECTIVE: To evaluate the complicationsafter surgery for deep endometriosis.DESIGN: Retrospective study.SETTING: Data from the CHU Estaingdatabase and patients‘ charts betweenJanuary 1987 and December2007.SAMPLE: All women given surgicaltreatment for deep endometriosis.METHODS: Women who underwentsurgery for deep endometriosiswere reviewed for intra- and postoperativecomplications.MAIN OUTCOME MEASURES: Primaryoutcomes were rates of intra-1212


and postoperative complications.Complications were compared accordingto the procedure performed.RESULTS: A total of 568 womenwere included in the study, with amean age of 32.4 years. The meanestimated diameter of the nodulefelt by vaginal examination was 1.8cm (ranging from 0.5 to 7 cm). Laparoscopicsurgery was performed in560 women (98.6%), and conversionwas required in 2.3%. The meanoperative time was 155 minutes. Intraoperativecomplications occurredin 12 women (2.1%), including sixminor (1.05%) and six major (1.05%)complications. Postoperative complicationsdeveloped in 79 women(13.9%), including 54 minor (9.5%)and 26 major (4.6%) complications(one woman had both minor andmajor postoperative complications).The overall major postoperativecomplication rate for women whounderwent any type of rectal surgery(shaving, excision and suture, orsegmental resection) was 9.3% (21out of 226), compared with only 1.5%for the other women (five out of 342)(p


KonGRESSE UnD WoRKShoPS 2010/2011Liebe Kolleginnen und Kollegen,liebe Endometriosepatientinnenund Partner!vom 1.-3. Juni laden wir Sie sehrherzlich zum 9. Endometriosekongressdeutschsprachiger Ländernach Emmendingen ein. Obwohlwahrscheinlich 5–105 aller Frauen imfortpflanzungsfähigen Alter an einerbehandlungsbedürftigen Endometrioseleiden, ist die Endometriose nochimmer nicht ausreichend erforscht,ihre Ursache unbekannt. Deshalbgibt es bisher keine ursächlichenBehandlungsmöglichkeiten, durchdie eine Endometriose grundsätzlichbeseitigt oder geheilt werden könnte.Es gibt zudem keine Behandlung, diedas Entstehen einer Endometrioseverhindert. Einen entscheidendenSchritt zur umfassenden Beschreibungder Endometriose und somitzur eindeutigen Klassifizierung bildendie von der ArbeitsgemeinschaftGynäkologische Endoskopie (AGE)der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologieund Geburtshilfe (DGGG)unter Mitarbeit der Stiftung Endometriose-Forschung(SEF) aufgestelltenLeitlinien Endometriose.Unser Kongress bietet alle zweiJahre ein Podium zur Diskussionder Krankheit, zur Koordination desEngagements verschiedenster Interessengruppenund erneuert das Anliegen,die Endometriose von ihremSchattendasein zu befreien. Und erist zudem eine einmalige Gelegenheitfür Patientinnen und deren Angehörige,mit medizinischen Experten insGespräch zu kommen, die Behandlungsweisenaber auch kritisch zuhinterfragen. Denn im Zentrum stehendie betroffenen Frauen und ihreFamilien. Der Kongress soll deshalbnicht nur als Plattform für den kollegialenAustausch zwischen Wissenschaftlernund Praktikern, sonderninsbesondere auch für die betroffenenFrauen und ihre Partner überdie Landesgrenzen hinaus dienen.Im Programm sind patientenorientierteVorträge und Veranstaltungenfest verankert. Für den 9. EndometriosekongressdeutschsprachigerLänder haben wir ein Programmzusammengestellt, das praktischeLösungsansätze für diese Problemfällein den Mittelpunkt stellt. EinenSchwerpunkt werden die Differenzialdiagnoseund Therapie des chronischenUnterbauchschmerzes derFrau darstellen, einen weiteren derUmgang mit der Erkrankung im Arbeits-und Alltagsleben und in dergynäkologischen Sprechstunde.Wir hoffen, hiermit besonders dieengsten Berater der Patientinnen,nämlich die niedergelassenen Kolleginnenund Kollegen, sowie die Betroffenenselbst anzusprechen. Aberauch für die Experten und den Nachwuchsbietet das Programm einiges.Im wissenschaftlichen Teil wird es zujedem Vortrag eines etablierten Forschersein ausgewähltes Referat ausden eingesandten Abstracts geben.Alle anderen Abstracts werden imRahmen einer Posterbegehung vorgestellt.Klinische Spezialisten werdenbesonders die Live-OPs interessieren.Assistenten in Weiterbildungwird Gelegenheit geboten, in einemMIC-I-Kurs (AGE) und in einem psychosomatischenSeminar (DGPFG)jeweils Fortbildungszertifikate zuerwerben. Den sprichwörtlichenBlick über den Tellerrand werfen wirin die Niederlande. In einem eigenenThemenblock wird es Vorträgeüber die Erfahrungen der Arbeit derEndometriose-Selbsthilfe und zurmedizinischen Versorgungssituationinsgesamt geben. Erleben Sie einenaußergewöhnlichen Gesellschaftsabendam 2. Juni im s`BierhaaseSchiere im schönen Freiamt. Wir ladenSie zu einem stimmungsvollenAbend in gemütlicher Umgebung ein!Genießen Sie ein ausgezeichnetesBuffet und knüpfen Sie spannendeKontakte in geselliger Runde.Ein letzter Satz sei dem wunderschönenBreisgau gewidmet: Lernen Siediese herrliche Landschaft kennen,genießen Sie die berühmte badischeGastlichkeit und nehmen Sie sichZeit, die Gegend zu erkunden.Glauben Sie uns - die Reise nach Emmendingenwird sich für Sie mehrfachlohnen!Seien Sie herzlich Willkommen!ihrPD Dr. med. martin SillemKongresspräsidentProf. Dr. med. Ludwig KieselVorstandsvorsitzenderStiftung Endometriose-Forschung(SEF)1414


30. 4. - 4. 5. 2011 13t h European congress of the European Society of Endocrinologywww.ece2011.com25. 5. – 28. 5. 2011 Gemeinsame Tagung der BGGF und der oEGGGwww.oeggg.at; www.bggf.de1. 6. – 4. 6. 2011 9. Deutscher Endometriose-Kongresswww.endometriosekongress.de3. 7. – 6. 7. 2011 EShRE annual meeting 2011www.eshre.com4. 9. – 7. 9. 2011 11 th World congress on Endometriosiswww.wce2011.com21. 9. – 24. 9. 2011 20 th annual congress of the European Society of Gynaecological Endoscopy (ESGE)www.esge.orgimpressum:herausgeber: SEF, Stiftung Endometriose-Forschungwww.endometriose-sef.deRedaktion: Univ.-Doz. Dr. Gernot Hudelist, MSc; WienPriv.- Doz. Dr. Stefan Renner, ErlangenProf. Dr. Uwe Ulrich, BerlinProf. Dr. Ludwig Wildt, InnsbruckKontakt: endometriose.aktuell@endometriose-sef.deGrafik Design: gregor.pirker@gmx.atautoren dieser ausgabe: Prof. Dr. med. MW Beckmann, ErlangenDr. med. E. Drienko, BerlinDr. med. PA Fasching, ErlangenUniv.-Doz. Dr. med G. Hudelist, MSc; WienProf. Dr. med. J. Keckstein, VillachDr. med. F. Müller, BerlinPriv.- Doz. Dr. Stefan Renner, ErlangenPriv.- Doz. Dr. med. M. Sillem, EmmendingenPrim. Dr. med. W. Stummvoll, LinzProf. Dr. med U. Ulrich, Berlin„Endometriose-aktuell“ erscheint 2-mal im Jahr kostenlos und kann über die Homepage der SEF als auch über den Verteiler der OEGGGdigital bezogen werden. Zusätzlich erscheint „Endometriose aktuell“ als Druckbeilage der Zeitschrift „JATROS Medizin für die Frau“ und„LEADING OPINIONS Medizin für die Frau“. Autoren werden gebeten ihre Beiträge in Manuskriptform an die obige Adresse zu übermitteln.noTiZEn15

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