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Gesamte Ausgabe runterladen - Zentralverband der Ärzte für ...

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Monographie:Hamamelidis foltum et cortex(Hamamelisblätter und -rinde)Bezeichnung des Arzneimittels:Hamamelidis folium, HamamelisblatterHamamelidis cortex, HamamelisrindeFrische Blatter und Zweige von HamamelisvkginianaBestandteile des Arzneimittels •Hamamelisblätter, bestehend aus den getrocknetenLaubblattem von HamamelisTitelbild;Hamamelis virginianavirginiana Linni sowie ihre Zubereitungenm wirksamer Dosierung. Die Droge enthalt3 bis 8 Prozent Gerbstoffe, hauptsachlichGallotannine. Weitere Ifthaltsstoffe sjuidFiavonoide BHd athejtiscftes QlHamamefisrinde, bestehend aus <strong>der</strong> getrocknetenRinde <strong>der</strong> Stamme und Zweigevon Hamamelis virginiana hinneSowie ihreZubereitung in wirksamer Dosierung.Die Droge enthalt mindestens 4 ProzentGerbstoffe. Charakteristische Inhaltsstoffe<strong>der</strong> Hamamelisrinde smd ß-Hamameiitattninund y-Hamamelitannin. "Weiterhin sinddas Depsid Ellagtannm, Catechin<strong>der</strong>ivateund freie Gallussäure enthalten.Frische Blatter und Zweige von Hamamelisvirginiana Lmne, bestehend aus den ImFrühjahr und im Frühsommer gesammeltenfrischen Blattern und Zweigen zur Herstellungeines Wasserdampfdestillafes.An Wendungsgebiete:Leichte Hautverletzungen, lokale Entzündungen<strong>der</strong> Haut- und Schleimhäute;Hamorrhoiden, Krauipfe<strong>der</strong>besehwerden.Gegenanzeigen • Kerne bekannt.Nebenwirkungen .'Tieitte bekannt.Wechselwirkungen mit an<strong>der</strong>en Mitteln:Keine bekannt.Dosierung:äußere Anwendung:Wasserdampfdestilat {Hamameflswasser);unverdünnt o<strong>der</strong> im Verhältnis 1:3 rnifrWasset verdünnt zu Umschlagen, 20 bis30% jn halbfesten Zubereitungen.Extraktzubeteitungen: in hälhfeisteji undflüssigen Zwbtreitunfett entsprechend 5 bis-10% Droge.Droge; Dekokte aas 5 bis 10 g. Droge auf 1Tasse (ca. 250 ml) Wasser zu UnjschlSgenund Spülungen;innere Anwendung (auf Schleimhäuten):Zäpfchen: 1 bis 3mal täglich die einer 04bis 1 g Droge entsprechende Menge einerZubereitung anwenden;an<strong>der</strong>e Darreichungsformen: Mehrmalstaglich di« einer Menge von 0,1 t)is 1 g Drogeentsprechende Menge einer Zubereitunganwenden, Haftiameliswasser unverdünnto<strong>der</strong> mit Wasser verdünnt anwendet.Art <strong>der</strong> Anwendung:Hamamelisblätter und» -rinde;Zerkleinerte Droge o<strong>der</strong> Drogenauszdgezur äußeren und inneren Anwendung.Frische Blatter lind Zweige von Hamarne-lis.-Wasserdampfdestillat zur äußeren und innerenAnwendung.Wirkungen:Adstringierend, entzündungshemmend,lokal hämostyptisch.Wir danken <strong>der</strong> Kooperation PJrytophannakaund <strong>der</strong>en Mitgliedsfirmen für die freundlicheUnterstützung und Überlassung <strong>der</strong> Unterlagen.Alpinum TABLETTENAnwendungsgebiete: ein rasch wirkendes Herzmittelbei einsetzendem Schwindel, Schwäche o<strong>der</strong> Schmerzendes Herzens, Angina pectoris-Anfall und Herzanfall.Dosierung: Bei beginnendem Herzschmerz o<strong>der</strong> vorAnstrengungen ein bis zwei Tabletten Alpinum imMund zergehen lassen. Eventuell zerkauen, zerbeißen.Auf keinen Fall ganz schlucken. Wenn nach 5 Minuten,längstens nach 10 Minuten, sich nicht <strong>der</strong> gewünschteErfolg einstellt, die gleiche Menge nochmals im Mundzergehen lassen. Mehr ist fast nie nötig.Original-Zubereitungnach ÄbtissinHildegard von BingenBei Schwächezuständen (Müdigkeit, Erschöpfung)3 Tabletten in Flüssigkeit auflösen undtrinken. Nötigenfalls, wenn das AuflösenSchwierigkeiten macht, 3 bis 4 mal 1 Tabletteim Mund zergehen lassen, im Abstand von ca.5 Minuten. Bei (Herz)-Schwindel 2 Tablettenzerkauen.Eine Tablette enthält 0,125 g Gaigant.Apothekenpflichtig!Handelsform: 100 Tabletten DM 15,15,AlpmumSCHLOSS-APOTHEKE • 83229 Aschau/Chiemgaü • Bahnhofstraße 8 • Tel. 08052/316764 Arztezeitschrrft für Naturhellverfahren 35 11 (1994)


88. Ärztlicher Fortbildungskongreß11. bis 19. März 1995 in Freudenstadt/SchwarzwaldNeuartige Fortbildung— intensiv— umfassend— konzentriert— fachorientiert— praxisbezogenWORKSHOPSQualitätssicherung mit ZertifikatZiel:Eine Fortbildung mit praxisrelevantem Leitthema; das in intensivenArbeitsgruppen — sog. Workshops — erarbeitetwird.Der Organisatorische Ablaufist so gestaltet, daß je<strong>der</strong> Teilnehmer während <strong>der</strong> Fortbildungan mehreren Workshops hintereinan<strong>der</strong> teilnehmenkann und damit eine maximale Information in kurzer Zeit zuerreichen ist.Die anschließenden Kurse bieten wie bisher dem KongreßteilnehmerGelegenheit, auch in speziellen Bereichen <strong>der</strong>Naturheilverfahren in Seminaren und Vorträgen Kenntnissezu erwerben.Intensivfortbildung in Naturheilverfahren11. bis 12. 3. 1995Leitthema: Rheumatischer Formenkreis88. Ärztlicher Fortbildungskongreßvom 11. bis 19. 3. 1995 in FreudenstadtVorsitz: Dr. med. K. Ch. Schimmel, MeersburgBeginn: 9.15 UhrProf. Dr. rer. nat. med. habil. Hartmut Heine, Witten:Grundsubstanz und rheumatischer FormenkreisAus <strong>der</strong> Töpfer-Aktion »Kunst am Arbeitsplatz«. Ölgemälde vonHermann Troeltsch, geb. 1886, gest. 1943.Die naturnahe Möglichkeit <strong>der</strong>Darmflora-Regulierung mit denBifidum-Präparaten von TöpferEugalan-Töpfer® enthält in einer schonend getrocknetenMilchgrundlage das entwicklungsfähige Bifidobacteriumund seine Stoffwechselprodukte. Es stelltsomit für die Behandlung <strong>der</strong> Dysbiose ein normalerweisevorhandenes Darmbacterium zur Verfügung,das nicht nur zur Ausbildung <strong>der</strong> natürlichen Darmfloraführt, son<strong>der</strong>n auch eine erwiesene Wirkunggegen darmfremde, gasbildende o<strong>der</strong> eiweißzersetzendeKeime besitzt.Anwendungsgebiete:Sanierung und Regeneration <strong>der</strong> Darmflora, vorMagen- und Darmoperationen, Verdauungsför<strong>der</strong>ungauch während <strong>der</strong> Schwangerschaft und im Wochenbett.Acidobif® enthält in einer pflanzlichen ErnährungsgrundlageReinkulturen <strong>der</strong> wichtigsten physiologischenDarmkeime Lactobazillus acidophilus undBifidobacterium in Vitalform. Diese bilden die füreine regelmäßige Darmtätigkeit erwünschte rechtsdrehendeMilchsäure und unterdrücken die Ausbreitunggasbilden<strong>der</strong> und fäulniserregen<strong>der</strong> Bakterien.Acidobif® mit hohem Anteil dieser milchsäurebildendenKeime, för<strong>der</strong>t auf natürliche Weise die Korrektureiner von <strong>der</strong> eubiotischen Norm abweichendenDarmflora und stellt das Gleichgewicht <strong>der</strong> Darmflora,auch nach Antibiotika-Therapie, wie<strong>der</strong> her.^ « T ,AcidobifNeue Anschrift ab 1. Nov. 1 994<strong>Zentralverband</strong> <strong>der</strong>Ärzte für Naturheilverfahren e.V.Alfredstraße 21 • 72250 FreudenstadtTelefon 07441 / 21 51 • Telefax 07441 / 87830Arztezeitschnft für Naturhellverfahren 35, 11 (1994)'Jöpfer GmbHPostfach 1180 • 87460 Dietmannsried/Allgäu


Aus dem <strong>Zentralverband</strong>Workshops (Dauer: je 2 Stunden)Samstag11.3.1995HomöopathieBewegungstherapieAkupunkturMikrobiologischeTherapieFastentherapieHydrotherapieHOT/UVBPhytotherapieNeuraltherapieEAVSonntag12.3.1995ErnährungstherapieBewegungstherapieEigenbluttfaerapieMikrobiologischeTherapieApplied KinesiologyFastentherapieHomöopathieNeuraltherapieHomotoxikologäeHydrotherapieHOT/UVBPhytotherapieEAVAkupunkturEigenbluttherapieErnährungstherapieHomotoxikologieDr. med. H. J. Rudolph, Berlin:Rheumatologie unter Berücksichtigung mo<strong>der</strong>ner, pharmakologischerTherapienVorstellung <strong>der</strong> Dozenten und Therapieverfahren zu folgendenWorkshops:Rheumatischer FormenkreisDr. med. W. Gawlik, Greiling:HomöopathieDr. med. Sigrid Freise, Freudenstadt:HydrotherapieUniv.-Prof. Dr. med. Klaus Jung, Mainz:BewegungstherapieDr. med. Linda König, Kirchzarten:ElektroakupunkturDr. med. Wolfram Stör, Icking:AkupunkturDr. med. Ulrike AIdag, Berlin:NeuraltherapieDr. med. Hanns-Dieter Steglich, Berlin:ErnährungstherapieDr med. Richard Scha<strong>der</strong>, Prien:EigenbluttherapieDr. med. Haldor Holesch, Überlingen:HOT/UVBDr. med. Petra Kolb-Jaeckel, Wetzlar:Mikrobiologische TherapieProf. Dr. Heinz Schilcher, Berlin:PhytotherapieN. N.:HomotoxikologieDr. med. Helmut Lützner, Überlingen:FastentherapieDr. med. Wolf gang Gerz, Seefeld:Applied Kinesiology — Ein biologisches DiagnoseverfahrenKurse (vom 13. bis 19. 3. 1995)Akupunkturkurse— Grund- und Aufbaukurse:Grundkurs 1Grundkurs 2Ohrakupunktur 1Rep. und PunktsucheSchmerztherapie 1Schmerztherapie 2Innere Erkrankungen 1Innere Erkrankungen 2Ohrakupunktur 2Repetitionskurs und Prüfung— Son<strong>der</strong>kurse:Akupunktur und PsychosomatikChinesische ErnährungstherapieNeue Schädelakupunktur nach YamamotoMyofasziale Schmerz- und TriggerpunkttherapieTCM 1TCM2Akupunktur und Manuelle Therapie 1Neue punktuelle Schmerz- und OrgantherapieTibetische Medizin 1 und 2PeriostakupunkturKampo IApplied KinesiologyAtemmassageAutogenes TrainingTechnik <strong>der</strong> HypnoseEinführung in die Bach-Blüten-TherapieBalint-GruppeBioenergie nach DjunaBiomolekulare vitOrgan-Therapie766 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


Aus dem <strong>Zentralverband</strong>EigenbluttherapieElektroakupunktur nach VollElektroneuraltherapieErnahrungsverordnungen in <strong>der</strong> ärztlichen PraxisFasten- und NachfastentherapieGanzheitliche Therapie mit auslesenden VerfahrenGanzheitliche Therapie ohne technische HilfsmittelHamatogene Oxidationstherapie (HOT/UVB)Homöopathie für Arzte — Kurse A, B, C und DIndividuelle Regulationskontrollen als Basis einerganzheitlichen biologischen Medizin (GBM) fürArzte und ZahnarzteKolon-Hydro-TherapieManuelle Medizin — Informations- und TheoriekursMikrobiologische TherapieEinfuhrung in die Manuelle Therapie nach MeridiandiagnostikNaturheilverfahren m Kombination beim chronischKrankenNeuraltherapie nach Huneke — Kurse II und IVOzonkursPhysikalische UmweltbelastungenPsychophysiognomikPraxismanagementQigong Yangsheng — gesundheitsför<strong>der</strong>nde Übungen <strong>der</strong>traditionellen chinesischen Medizin— Die 15 Ausdrucksformen des Taiji-Qigong— Die 8 Brokatubungen— Das Spiel <strong>der</strong> 5 Tiere (Tiger, Hirsch, Affe)— Das Spiel <strong>der</strong> 5 Tiere (Bar und Kranich)Tierarztekurse— Bach-Bluten-Semmar in <strong>der</strong> Tiermedizin— Homöopathie für Tierarzte— Homotoxikologie für Tierarzte— Phytotherapie für Tierarzte— VetermarakupunkturUmweltkrankheiten — Diagnose und TherapieWeiterbildungzum Erwerb <strong>der</strong> Zusatzbezeichnung•Naturheilverfahren— Weiterbildungswochen III und IVvom 13 bis 19 März 1995— Seminar Heilfasten / Naturheilverfahren im Selbsterlebmsvom 18 bis 26 März 1995zum Erwerb <strong>der</strong> ZusatzbezeichnungHomöopathie— Homoopathiekurse A, B, C und Dvom 13 bis 19 März 1995Än<strong>der</strong>ungen vorbehaltenIndustrieausstellungvom 15 bis 18 März 1995Anmeldung an<strong>Zentralverband</strong> <strong>der</strong> Arzte für Naturheilverfahren e V, Geschäftsstelle,Alfredstraße 21, 72250 Freudenstadt, Tel(0 74 41) 2151, Fax (0 74 41) 8 78 30CosmochemaEntgiftungstherapieLeber-Galletropfen SMJ COSMOCHEMA_^ D H H Reckeweg GmbHUmweltgifte und Stoffwechselschlacken belastenzunehmend die physiolog sehen Korperfunktionensie destabihsferen die körpereigenen AbwehrkrafteDeshalb ist eine effektive EntgiftungsbehandlungVoraussetzung für jede weitere therapeutischeMaßnahme Die Cosmochema Leber-Galletropfen Sgreifen hier gezielt einZusammensetzung 100 g enthaten Che don um D2Lycopod um D6 Carduus mar anus D2 Atrop numsu furicum D4 Ca c um carbonicum Hahnemann D10Verat um D3 Phospho us D10 Fe tau i D4 Nux vom caD10 Cynara scolymus D4 Taraxacum D2 Mandragora D4Chonanthus v rg n cus D4 Hepar suis D8 Momodcabasamina D4 jewe Is 1 g Entha t 35 Vol % AlkoholAnwendungsgebiete Zur Anregung <strong>der</strong> Leberfunkt onenRez und Krampf zustande \r\ den ablötenden Ga envjegenLeber und Gal enbed ngte Verdauu igsstorungen undAppetitlos gke t Gegenanzeigen und Nebenwirkungen Bisher ncht bekannt Dosierungsanleitung und Art<strong>der</strong> Anwendung Erwachsenendosis Be akuten Beschwerden b s zu 2ma tag ch al e 10 15 M nuten 10Tropfen über einen Zetaum von maxmal 1 2 Stundene nnehmen dann 3 Stunden Pause Zu Langze tbehandlung2 4mal taglch 10 Tropfen (m t o<strong>der</strong> ohne Wasser vor demEssen) e nnehmen Klemk n<strong>der</strong> ab 2Jahren bs zu 4maltaglch 5 Tropfen (evtl in einer 1/4 Tasse mt frschemWasser o<strong>der</strong> Tee ve mischt) ab 6 Jahren Erwachsenendos sDarreichungsform und Packungsgroßen Packungen mt30 ml Tropfen DM 9 68 und 100 m Topfen DM 26 58(Stand Januar1993) Cosmochema D Reckeweg St 2 476532 Baden BadenArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994) 767


1. WIORA-Therapie-Einfuhrungsseminare 1994/95DAGfA-Kurse FreudenstadtFreudenstadt11 19 03 1995Grund und AufbaukurseGrunaku sG undku s 2OhRep undPunk sucheSchme z ]Seh ne z 2nne ennee 2Oh 2Repe onsku sund P ufungSon<strong>der</strong>kurseAkup undPs chesomCh nE nah ungs hYNSAMyofosz a eSchme z undT gge punkherop eTCMTCM 2Akup undManuelleNPSOT bei seheMedzn 1+2Pe ostakupunkuKorn DO 1OsSchm z Ha baueWeseSchm z Ha baueDe n ngeBachmannSoWancu aRubochS o /We seMa c/Fah nowK chhoff [13 03 )\Aa cBeh ensRud ngeMucheKamp k/Pe schke[ 3 03 )Bu hke ( 8 03 )Arya/A/a cF Mann( 8/19 03 ]Ebe ha dFreudenstadt09 17 09 1995Grund und AufbaukurseG undku s 1G undku s 2OhRep undPunksucneSchme zSchme z 2nne enne e 2Repe i onsku sund P ufungSon<strong>der</strong>kurseAkup undManue e 2Phyothe ope bech on V use k ankungenPhyo he ape begynako ogE k onkungenAkup undPsychosomTCM 1TCM 2T be! seheMedzn 1 4 2YNSAAu kuomea z n +2Mund undHondakupNPSOSchm z Ha baueVoge sberge /HeckeRubochG ed tschBeh ensPoihmannMucheMucheSo/RubachPe schke( 3 09]M sho Cohen(15 7 09M sha Cohen(15 7 09 )Ma cDe n ngeRud ngeA^/o/Mo cMa cPeesGed sehBuhke (16 09)Anmeldung beim ZAN,Alfredstrße 21, 72250 FreudenstadtTel (0 74 41) 2151, Fax (0 74 41) 8 78 30Die Seminar-Termine 1995Intensiv-Einfuhrungs-SeminareBICOM Bioresonanz-TherapieMünchen20 -22 Jan ,10-12 März, 19 -21 Mai, 14 -16 Juli, 20 -22Okt ,17-19 NovBonn17 -19 Febr , 23 -25 Juni, 22 -24 SeptGottingen3 -5 Febr , 31 Marz-2 April, 1 -3 Sept, 1 -3 DezNähere Informationen über Brugemann-Institut, Tel (0 89)8546102, Fax 854610312/13 Nov 19943 /4 Dez 199428 /29 Jan 199518/19 Feb 19954 /5 März 199525 /26 März 199522/23 Apr 199520 /21 Mai 199524 /25 Jum 19951 /2 Juli 1995Köln, Queens HotelHannover, Parkhotel Kronsberg,H -LaatzenBaden-Baden, Queens HotelSalzburg/ OsterreichHotel Gmachl, ElixhausenFrankfurt, Salma Hotel, Bad SodenHannover, Hotel FohrenhofKöln, Queens HotelZürich, SchweizBad Sassendorf, Maritim HotelFrankfurt, Salina Hotel, Bad SodenAuskunft und AnmeldungMED-TRONIK GmbH, Abt Congress- u Seminarorganisation,Postfach 30, 77944 Friesenheim, Tel (07821)6333-11, Fax (07821) 6333-502. BEV-EinfuhrungssemmarBestimmung des Saure-Basen-Haushaltes des menschlichenOrganismus über die Korperflussigkeiten Blut, Speichel undUrin nach <strong>der</strong> Methode Prof Vincent (Bio-Elektronik nachVincent = BEV)22 3 1995 Schulungszentrum FriesenheimAuskunft und AnmeldungMED-TRONIK GmbH, Abt Congress- u Seminarorganisation,Postfach 30, 77944 Friesenheim, Tel (07821)6333-11, Fax (078 21) 63 33-50Psychotherapie-Weiter-/Fortbildung8-Tage-Blocksemmare Selbsterfahrung— jeweils 35 Doppelstunden (a 90 Min )— tiefenpsychologisch fundiert — orientiert an <strong>der</strong>analytischen Psychologie von C G JungZiel: For<strong>der</strong>ung des Individuatonsprozesses— weiterbildungsermachtigt durch die AK— als Bildungsurlaub anerkannt (BFQG)4-Tage-Balint-Blocksemmare (2) (zus 35 Dpi -Std.)1 Block 18 Doppelstunden2 (= Folge-)Block 17 DoppelstundenVolker Warnke, Facharzt für Allgemeinmedizm -Naturheilverfahren - Psychotherapie - Psychoanalyse24501 Kiel Beselerallee 10Tel (0431)801311 Fax (04 31) 56 9019Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


Heft 11November 199435. JahrgangRedaktionssekretariat „Arztezeitschrift"Stefan-Lochner-Straße 37,88709 Meersburg/Bodensee.Schriftleitung.Dr. med. K. Ch. Schimmel, Meersburg/Bodensee (Hauptschnftleiter)Dr. med. H. Anemueller, Bernau(Ernährung)Dr. med. L. Fodor, Freyung(apparative Medizin)Dr. med. M. Horning, Steinheim(Pressereferent)Dr. med. H. Huneke, Dusseldorf(Regulationstherapie)Dr. med. H.-P. Legal, München(Pressereferent)Prof. Dr. med. P. A. Maurer, München(Psychotherapie)Dr. med. F. Oelze, Hamburg (PhysikalischeMedizin und Rehabilitation)Prof. Dr. H. Schücher, Berlin(Phytotherapie)Dr. med. W. Schmitz-Harbauer, Krefeld(Europafragen)Dr. med. R. Wilhelm, Berlin(Physiotherapie)Wissenschaftlicher Beirat.K. Albrecht (Undenheim) — N. Breidenbach(Salem-Beuren) — F. W. Dittmar(Starnberg) — J. Doerfler (Hamburg) — P.Dosch (Schwendt) — F. W. Douwes (Nußdorf)— G. Draczynski (Köln) — W. Gawlik(Bad Tolz) — H. Giesenbauer ( Bremen-Lesum)— J. Gleditsch (München) —R. Hansel (München) — V. Harth (Bamberg)— J. Huneke (Bad Meinberg) — H.Kleinsorge (Neustadt-Haardt) — H. Kolb(Wetzlar) — W Marie (Bad Homburg) —H. Mensen (Bad Rothenfelde) — H. D.Neumann (Buhl) — A. Rost (Rottach-Egern) — I. Ruf (Augsburg) — O. Schumacher-Wan<strong>der</strong>sleb(Bad Munstereifel) —H. Werkmeister (Oberhausen) — W. Zimmermann(München).rDr. med. Viktor Harth, Bamberg80 Jahre.-'•.


Dr. V. Harth 80 Jahregie, — speziell über Autovakzine und<strong>der</strong>en alternative Anwendung, beson<strong>der</strong>szur Therapie chronischer Infektionskrankheiten.Seit 1946 arbeitet Harth in freier Praxisals Internist in Bamberg. Nebendiesem, einen ganzen Mann ausfüllendenBeruf verband er auf glücklicheWeise Beruf und seine Leidenschaftfür die Segel- und Motorfliegerei alsLeiter <strong>der</strong> fliegerärztlichen UntersuchungsstelleOberfranken in Bamberg.Er gründete dort eine <strong>der</strong> ersten Laborgemeinschaften,<strong>der</strong>en Leiter erauch wurde.Von Beginn seiner ärztlichen Tätigkeitan widmete sich Harth auch berufspolitischenProblemen und wurde bereits1963 in Straßburg zum Präsidenten<strong>der</strong> Section Innere Medizin in <strong>der</strong> europäischenVereinigung <strong>der</strong> Fachärzte(UEMS) gewählt. 1969 folgte dieWahl zum 1. Vizepräsidenten <strong>der</strong> EuropäischenGesellschaft für die gesamteInnere Medizin (AEMIE).Außerdem nimmt und nahm KollegeHarth folgende weiteren Positionenein:— Mitglied des engeren Vorstandesdes Berufsverbandes Deutscher Internisten— Präsident des Kuratoriums <strong>der</strong> InternationalenGesellschaft zur Erforschungvon Grenzgebieten <strong>der</strong>Medizin ((IGEGM) mit Sitz inWien— stellvertreten<strong>der</strong> Vorsitzen<strong>der</strong> <strong>der</strong>Arzneimittelaufbereitungs- undZulassungskommission E beimBundesgesundheitsamt in Berlin— Vorsitzen<strong>der</strong> des BundesverbandesDeutscher Ärzte für Naturheilverfahrene.V.— Präsident <strong>der</strong> Fortbildungskongressefür Ganzheitsmedizin in Velden/Österreichund Garmisch-Partenkirchen,mit dem Ziel, eine effektiveMedizin für den praktischtätigen Arzt zu vermitteln— Mitherausgeber <strong>der</strong> Zeitschrift „Internist"und Schriftleiter <strong>der</strong> „BerufspolitischenMitteilungen"— Hauptschriftleiter <strong>der</strong> Zeitschrift„Die Heilkunst".Neben seinen vielen beruflichen Verpflichtungenund seiner Liebe zur Fliegereimachte sich Kollege Harth aucheinen Namen als Autor, Produzent,Regisseur und Kameramann von medizinisch-wissenschaftlichenund allgemeinkulturellen Dokumentarfilmen.Auf medizinischem Gebiet entstandenso u.v.a. die Filme:„Die neurologische Untersuchung vonNeugeborenen und Säuglingen imRahmen des Vorsorgeprogramms <strong>der</strong>Bundesärztekammer"„Ergotherapeutische Möglichkeiten imRahmen <strong>der</strong> Behandlung von Krankenmit rheumatoi<strong>der</strong> Arthritis" (chronischerPolyarthritis)„Rückenschwimmen als Therapie"Die wissenschaftlichen ArbeitenHarths, vor allem die Vorbereitungund Durchführung <strong>der</strong> Kongresse fürärztliche Fortbildung auf dem Gebiete<strong>der</strong> Naturheilverfahren in Velden undGarmisch-Partenkirchen haben KollegenHarth zu einem <strong>der</strong> führendenLehrer medizinischen Nachwuchses,aber auch des praktisch tätigen Arztesgemacht. In seiner Arbeit suchte er immerdie Bindung <strong>der</strong> Naturheilverfahrenals einen Teil <strong>der</strong> medizinischenWissenschaft zur Gesamtmedizin. Ersetzte sich stets kritisch mit allem„Neuen" auseinan<strong>der</strong> und war und istein stetiger Berater aller, die seine Erfahrungund sein Wissen brauchen.Trotz seiner vielen Verpflichtungentrugen sein Ratschlag und seine unerschütterlicheRuhe bei Sitzungen <strong>der</strong>verschiedensten Gremien und beimZusammentreffen unterschiedlichsterTemperamente zu effektiver Arbeitund zu harmonischem Miteinan<strong>der</strong>bei.Daß die Effizienz und Dynamik diesesLebens als Arzt, Wissenschaftler undLehrer auch seine Anerkennung fand,wird in den vielen Auszeichnungendeutlich, die Viktor Harth nicht nur inBayern, son<strong>der</strong>n in <strong>der</strong> ganzen Bundesrepublikund auf europäischerEbene verliehen wurden.So wurde er:— 1977 durch den Bayerischen Ministerpräsidentenmit dem BayerischenVerdienstorden,— 1980 durch den Bundespräsidentenmit dem Bundesverdienstkreuz1. Klasse des Verdienstordens <strong>der</strong>Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.— Ebenfalls 1980 verlieh ihm <strong>der</strong> Präsident<strong>der</strong> Bundesärztekammer dieErnst-von-Bergmann-Plakette fürbeson<strong>der</strong>e Verdienste um die ärztlicheFortbildung.— 1984 Verleihung <strong>der</strong> Christof-Wilhelm-Hufeland-Medailledurch den<strong>Zentralverband</strong> <strong>der</strong> Ärzte für Naturheilverfahren.— 1987 Verleihung <strong>der</strong> Günther-Budelmann-Medaille.— 1988 Verleihung <strong>der</strong> Sebastian-Kneipp-Medaille durch die ÄrztlicheGesellschaft für Physiotherapie— Kneippärztebund.Die Zusammenarbeit des Bundesverbandes<strong>der</strong> Ärzte für Naturheilverfahrenmit seinem Vorsitzenden ViktorHarth fußte in seiner Entwicklung aufdem Bruch des 1949 gegründeten Ärzteverbandes<strong>der</strong> „Deutschen Naturärztefür physikalisch-diätetische Behandlung",dem Kollegen wie HeinzBottenberg, Rudolf Finke- Velbert, GustavRichard Meyer, Adolf Hoff, ChristianFrey, Ludwig Schmitt, Hans Kolbund Alfred Brauchle angehörten.Bald darauf folgten weitere Kollegen,wie Louis R. Grote, Walter Groh,Volkmar Glaser, Ernst Meyer-Camberg,Karl Salier, Werner Kollath,Hanns Kusche, Karl Kotschau, HelmutMommsen, Hans Storck, Hans Malten,Heinrich Lampert und <strong>der</strong> LehrerHarths, Wilhelm Heupke.Dieser Bruch führte zur Gründungzweier Ärzteverbände: dem des Bundesverbandes<strong>der</strong> Ärzte für Naturheilverfahrenmit seinem ersten VorsitzendenKarl Salier und dem Zentralver-772 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


Dr. V. Harth 80 Jahreband <strong>der</strong> Ärzte für Naturheilverfahrenunter seinem ersten Vorsitzenden AlfredBrauchle.Es wurde das Verdienst von ViktorHarth und unserer ehemaligen VorsitzendenHeinz Giesenbauer und NorbertBreidenbach, die Verbände wie<strong>der</strong>aufeinan<strong>der</strong> zu geführt zu haben.Streben nach ganzheitlicher Behandlungin <strong>der</strong> Medizin, gemeinsame Interessenim Hinblick auf eine gestraff -tere Weiterbildungs- und Fortbildungsordnung,viel gemeinsame wissenschaftlicheArbeit, die in den verschiedenstenGremien geleistet wurde,— wie die Arbeit in den Arzneimittelkommissionendes Bundesgesundheitsamtes,bei <strong>der</strong> Gestaltung <strong>der</strong>Kongresse schufen Gemeinsamkeiten,die bis zu Seminarreisen führten. Sofolgte die Gründung einer gemeinsamenDachorganisation aller drei Verbändezur Deutschen Ärztegesellschaftfür Naturheilverfahren 1981.Dieser Einsatz iür uns und alle war nurmöglich, da die Ehe mit <strong>der</strong> KolleginDr. Christa Harth die Ruhe und Freizügigkeitgab, vielen Verpflichtungennachzukommen. In seiner Vertretungund an seiner Seite machte Frau Harthdie gewaltige Palette zu bewältigen<strong>der</strong>Arbeit zu einer Aufgabe, die oft nur inGemeinschaft geleistet werden konnte.Der <strong>Zentralverband</strong> <strong>der</strong> Ärzte für Naturheilverfahrenwünscht Dr. ViktorHarth Gesundheit, viel persönlicheFreude und die Zufriedenheit, die einso erfolgreiches Leben nur geben kann.Tatkraft und Dynamik werden diesenArzt und Wissenschaftler ohnehin nichtruhen lassen, denn es wartet eine Füllevon Aufgaben, und das nicht nur aufmedizinischem Gebiet.Die 1992 verliehene silberne Ehrenkette„Ami de l'Europe", die Denkmalschutzmedailleund die silberne Halbkugeldes Deutschen Nationalkomiteesfür Denkmalschutz lassen ahnen, woweitere Interessen- und Arbeitsgebietedes Jubilars lauern!Mit herzlichem Dank für gemeinsameArbeitet ad multos annosDr. K. Ch. Schimmel1. Vorsitzen<strong>der</strong> ZÄNArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994) 775


Kneipp-Behandlung von Kin<strong>der</strong>nim Wandel <strong>der</strong> Zeitvon F. HaggenmüllerZusammenfassungDie Kneipp-Behandlung von Kin<strong>der</strong>n hat durch Verän<strong>der</strong>ungen des Gesundheitszustandsunserer Kin<strong>der</strong> im Verlaufe eines Jahrhun<strong>der</strong>ts eine Verlagerung ihresAufgabenbereiches von kurativen zu präventiven Bemühungen erfahren. DieProphylaxe sogenannter Zivilisationsschäden, wie Haltungsfehler, Adipositas, Infektanfälligkeit,Kreislaufdysregulation o<strong>der</strong> Verhaltensauffälligkeiten, ist zumwichtigsten Aufgabenkreis geworden. Hierbei bietet die Kombination von Hydrotherapie,Bewegung, Ernährung, Phytotherapie und Ordnungstherapie ein nahezumaßgeschnei<strong>der</strong>tes Behandlungskonzept an.Schlüsselwörter: Kneipp-Behandlung, Kin<strong>der</strong>, Prophylaxe- und Behandlungskonzept,ZivilisationsschädenSummaryKneipp balneotherapy for children has been transformed in the course ofthepastCentury from a curative to a more prophylactic field oftreatment due to changes inthe health Status ofour children. Prevention of so-called civilization syndromessuch as poor posture, overweight, susceptibility to infection, circulatory dysregulationand behavioural disturbances has become the main area of treatment. Acombination of hydrotherapy, active exercise, dietary measures, phytotherapy andor<strong>der</strong> therapy comprise something of a tailor-made therapeutic concept.Key words: Kneipp balneotherapy, children, prophylactic and therapeutic concepts,civilization syndromeResumeEn raison des modifications de l'etat sanitaire de nos enfants en un siede, lechamps d'action du traitement Kneipp des enfants est passe du domaine curatifau domaine preventif. La prophylaxie de ce que Von appelle les troubles de civilisationcomme les positions vicieuses du corps, l'adiposite, la receptivite aux infections,les <strong>der</strong>eglements de la circulation ou les anomalies comportementales en estdevenue l'application principale. La combinaison de l'hydrotherapie, du mouvement,de l'alimentation, de la phytotherapie et de l'ordotherapie offre un conceptde traitementpresque taille sur mesure.Mots-Cles: traitement Kneipp, enfants, concept de prophylaxie et de traitement,troubles de civilisationVor fast genau 100 Jahren, also imJahre 1893, übergab Sebastian Kneippseine Lieblingsstiftung, das Kin<strong>der</strong>asyl,den Mallersdorfer Ordensschwestern.Diese führten die Stiftung bis auf denTag weiter. Aus dieser frühen Zeit,also dem letzten Jahrzehnt des vergangenenJahrhun<strong>der</strong>ts, besitzen wir weitüber 1000 sehr sorgfältig geführte undmit Lichtbil<strong>der</strong>n versehene Krankenakten.Sie gestatten einen ebenso interessantenwie beson<strong>der</strong>s für jüngereKollegen erschütternden Einblick inden Gesundheitszustand <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>damals. Die Säuglingssterblichkeit laghoch und betrug fast 25%.Volksseuchen, wie Tuberkulose <strong>der</strong>verschiedensten Organe, Poliomyelitisund <strong>der</strong>en Folgezustände, Diphtherie,Darminfekte und manch an<strong>der</strong>e Infektionskrankheitenfinden sich in diesenDokumenten nie<strong>der</strong>gelegt, danebenauch damals unbehandelbare Leiden,wie juvenile Diabetes o<strong>der</strong> zerebraleAnfallsleiden und damals noch nichtklassifizierbare Mißbildungssyndrome.Die Schil<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong> hygienischenund sozialen Bedingungen, aus welchendie Patienten Kneipps stammen,erregen unser Mitgefühl und zerstörendie Illusion von <strong>der</strong> guten, alten, gesundenZeit gründlich. Die Stiftungtrug neben den kurativen Bemühungenauch karitativen Charakter undverdiente den Namen „Kin<strong>der</strong>asyl" zuRecht.Trotz <strong>der</strong> verständlicherweise nur mäßigenTherapieerfolge kristallisiertesich <strong>der</strong> Gesamtkomplex desKneippschen Naturheilverfahrens mitseinen 5 Komponenten Hydrotherapie,Bewegung, Ernährung, Ordnungstherapieund Pflanzenheilkundein diesen Jahren als bewährtes Behandlungsprinzipheraus (Abb. 1). Dasich Behandlungsmethoden stets amBedarf, d. h. am Gesundheitszustand<strong>der</strong> Bevölkerung, orientieren, mußtesich mit dessen Besserung in den letztenJahrzehnten auch <strong>der</strong> Aufgabenbereichdes Kneippschen Heilverfahrensund Therapiekonzepts verän<strong>der</strong>n.Ohne Zweifel haben mo<strong>der</strong>ne Kin<strong>der</strong>-776 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


F. Haggenmüller, Kneipp-Behandlungheilkunde, die Besserung des Lebensstandardsund <strong>der</strong> Hygiene zu einer erheblichenAnhebung des Gesundheitsniveausunserer Kin<strong>der</strong> geführt. VieleInfektionskrankheiten haben ihrenSchrecken verloren o<strong>der</strong> wurden zurückgedrängt,wenngleich manche zurZeit wie<strong>der</strong> drohend am Horizont erscheinen;Stoffwechseldefekte undAnfallsleiden sind erfolgreich zu behandeln,und weitere Fortschritte imRahmen <strong>der</strong> Perfektion <strong>der</strong> Pädiatriesind zu erwarten. Damit hat sichauch die Zielrichtung <strong>der</strong> Kneipp-Behandlung — wie übrigens auch <strong>der</strong>gesamten Kin<strong>der</strong>heilkunde — vom reinKurativen zur Prävention hin verschobenund ausgedehnt.Neue Krankheitsbil<strong>der</strong> und Störungen,durch unseren urbanisierten, permissivenund schnell sich än<strong>der</strong>nden Lebensstilbedingt, treten in den Vor<strong>der</strong>grund.Fehlende physikalische Reize,Bewegungsarmut, Fehl- und Überernährungund eine extreme audiovisuelleReizüberflutung hinterlassen ihreSpuren an unseren Kin<strong>der</strong>n. Eine Vielfaltvon psychosomatisch bedingtenBeschwerden, aber auch von Organverän<strong>der</strong>ungenund Fehlregulationen,nimmt zu. Die angloamerikanische Pädiatriehat sich schon an den Begriff<strong>der</strong> „New morbidity" gewöhnt. Ausdiesen Konglomerat von Fehlregulationenund Befindensstörungen schälensich aber doch einige Schwerpunkteheraus, denen als prämorbideZustände Bedeutung bis in das Erwachsenenalterhin zukommt. Diessind Haltungsschäden, wovon fast30% <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong> betroffen sind, Kreislaufdysregulation,erhöhte Infektanfälligkeit,Übergewicht, unter dem einViertel <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong> leidet, und Verhaltensauffälligkeitenund wohl auch eineZunahme atopiebedingter Leiden.Das Kneippsche Heilverfahren in seinerganzheitsmedizinischen Komplexitätund übrigens nahtlos verträglichmit <strong>der</strong> schulmedizinisch orientiertenKin<strong>der</strong>heilkunde, bietet gerade fürdiese Probleme ein fast maßgerecht zugeschnittenesBehandlungsangebot.Abb. 1AsylHydrotherapie • BewegungstherapieOrdnungstherapie • ErnährungstherapiePhytotherapiePräventionUnterstützung <strong>der</strong> Therapie akuter und chronischer ErkrankungenHydrotherapieWenden wir uns zunächst <strong>der</strong> Hydrotherapie,also <strong>der</strong> spezifischen Eigenart<strong>der</strong> Kneipp-Therapie zu. Wir bringenKalt- und Warm-, aber auchDruckreize auf mehr o<strong>der</strong> min<strong>der</strong>große Hautareale und speisen sie somitin das vegetative, aber auch das zentraleNervensystem ein. wir tun diesbei <strong>der</strong> Behandlung von Kin<strong>der</strong>n zu einemZeitpunkt, in welchem <strong>der</strong> Aufbauund die Prägung des neuronalenNetzwerkes erfolgen, wo also eine Modulationsfähigkeitbesteht. Als weitereEigenart dieses Lebensabschnittesmüssen aber die altersbedingten konstitutionellenVarianten, insbeson<strong>der</strong>edas Verhältnis von relativ kleiner energieerzeugen<strong>der</strong>Körpermasse zu großerHautoberfläche, bei <strong>der</strong> Reizzumessungbedacht werden. Das heißt,<strong>der</strong> Erstellung eines Behandlungsplanesmuß eine individuelle Konstitutionsanalysevorausgehen. Sie läßt sichvereinfacht auf einen Nenner bringen:Je jünger und zarter das Kind,um so mil<strong>der</strong> die Reizqualität. Wärmeenergieist ein kostbares Gut desKindes und niemals dürfen Kaltreizeauf kalte Hautareale gebracht werden.Nicht eine einmalige starke Reizzumessungist sinnvoll, son<strong>der</strong>n die wie<strong>der</strong>holtenleichten und mittleren Reize,serienmäßig über längere Monate undJahre verabreicht, sind optimal. Betrachtetman die unterschiedlichenWirkprinzipien <strong>der</strong> Hydrotherapie imKindesalter, so ist es einmal die Möglichkeit<strong>der</strong> Abfuhr von Wärme, insbeson<strong>der</strong>ebei Fieberzuständen, abernoch viel wesentlicher die Directio undStimulatio, wobei auch eine Berücksichtigung<strong>der</strong> Headschen Zonen erfolgenkann (Tab. I).Immunologische Wirkung kann überHautzellen, wie Keratinozyten undLangerhans-Zeüen, versucht werden;auch die Regulation <strong>der</strong> peripherenDurchblutung ist immunologisch vonBedeutung.Tab. I: Unterschiedliche therapeutische Wirkprinzipien einer Hydrotherapie.EliminatioSubstitutioDirectioStirrmlatioAbfuhr von Wärme, kühlende Therapie bei entzündlichen Prozessenund FieberZufuhr von Wärme (z. B. bei Unterkühlungen)reflektorische Wirkungen von Wärme und Kälte (z. B. Kreislaufreaktionen,Muskeltonus, unmittelbare immunologische Wirkungen vonWärme)Training vegetativer Regelprozesse (z. B. Kreislauf), infektbezogene„Abhärtung", psychische Wirkungen serieller HydrotherapieArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994) 777


F. Haggenmuller, Kneipp-BehandlungTab. II: Reizstarke I (schwache Reize).Teilwaschungen,warme Fuß- und Armba<strong>der</strong>warmes SitzbadWechselfußbadWechselarmbadTeiltrockenburstungenKmeguß, Armguß temperiertHals-, Hand-, FußwickelTab. 111: Reizstarke II (müde Reize).Ganzwaschungen,Wechselfuß-, WechselarmbadWechselknie-, Wechselschenkel-,Wechselarm-, Wechselbrust- undWechselgesichtsgußWaden-, Beinwickel, Heublumensack,Wassertreten, TautretenTab. IV. Reizstarke HI (starke Reize).Unter-, Ober-, RuckenfußWechselvollgußheißer Bhtzguß, WechselblitzgußVollbadmit kaltem Abguß als Vollguß5 bis 10 Minuten, caca. 20 °C37 °C5 bis 10 Minuten, ca 37 °Cca. 5 Minuten bei 36 °Cca. 15 Sekunden bei 15°Ganzkorpertrockenburstungen% Bad ca. 10 Minutentemperaturansteigendes Fuß-, Arm- o<strong>der</strong> SitzbadWechselsitzbadLenden-, Kurz-, Brust-, GanzwickelTab. V: Infekthaufigkeit.Alter(in Jahren)1Ibis 23 bis 45 bis 910 bis 14mittlere Anzahlpro Jahr6,15,74,73,52,7obereGrenze11,311,710,58,77,2c37 °C mit temperiertem Abfluß35 bis 39 °C/ 10 bis 16 °Cca. 45 ° C, ca. 45 Minutenkalt, 10 bis 16 °C35bis39°C/10bisl6 a C40 bis 43 °C37 °C, ca. 15 Minuten37 °C, ca. 10 Minuten12 °C, ca. 5 SekundenDie zur Anwendung gelangendenReize sind gut dosierbar und lassensich etwa in 3 Klassen einteilen, wobeiim Kindesalter <strong>der</strong> "Weg über die KlassenI und II erst im spateren Lebensabschnittzur Klasse III fuhrt (Tab. IIbis IV).Fassen wir aber nochmals das Therapiezielzusammen, so ist es in erster Liniedas Bestreben <strong>der</strong> Harmonisierungvegetativ-endokriner Regelkreise.Immunmodulatorische EffekteLassen Sie mich nun noch kurz auf dieimmunmodulatorischen Effekte <strong>der</strong>Hydrotherapie bei Kin<strong>der</strong>n zurückkommen.Erhöhte Infektanfalligkeitund Abhärtung sind streng wissenschaftlichschwer zu definierende Begriffe,stellen aber Realitäten <strong>der</strong> Praxisdar.Der Terminus <strong>der</strong> erhöhten Infektanfalligkeitwird in erster Linie für die lastigenbanalen entzündlichen Erkrankungenim Bereich <strong>der</strong> Luftwege, seltenerfür solche des Intestinums o<strong>der</strong><strong>der</strong> Harnwege gebracht. Das Immunsystemdes Kindes reift qualitativ biszum Erwachsenenalter. Es reagiert dabeiin einer gewissen physiologischenBandbreite mit Schwankungen seinerLeistungsfähigkeit. Dies zwingt dazu,die Diagnose eines echten Immundefektessehr behutsam zu stellen. Einegewisse Zahl entzündlich-infektiöserKrankheitsepisoden muß dem normalenunvermeidlichen Auseinan<strong>der</strong>setzenmit Umweltkeimen und Viren zugeordnetwerden (Tab. V).Kritisch in die Bewertung müssen Faktorenwie erhöhte Exposition, überängstlicheEltern o<strong>der</strong> Atopieleideneinbezogen werden. Monotopie weisteher auf Organdisposition hin, Polytopiekonnte den Verdacht einer Schwachedes Abwehrsystems erwecken(Tab. VI).Ergibt sich ernsthaft <strong>der</strong> Verdacht einesImmundefektes, so kann man diesemdurch ein Labor-Screeningverfahrenzumindest auf die Spur kommen,doch sind solche Defekte selten undmeist genetisch bedingt. SogenanntePhasen erhöhter Infektanfalligkeitmeist passagerer Natur, mit häufigenbanalen fieberhaften katarrhalischenEpisoden verbunden, sprechen gut aufroborierende Maßnahmen an. Dieslaßt sich auch bei <strong>der</strong> Messung von einzelnenParametern des Immunsystemsnachweisen. Meines Erachtens abergenügen Ruckgang <strong>der</strong> Infektzahlenund ein mitigierter Verlauf, wie sie dieErfahrungsmedizin dokumentiert, als778 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


F. Haggenmüller, Kneipp-BehandlungTab. VI: Rezidivierende Infekte bei Kin<strong>der</strong>n.Tab. VII: Bewegung durch das Spiel.Ätiologie und Pathogenese— massive Exposition gegenüber Mikroorganismen (Erregern)— vermin<strong>der</strong>te Resistenz des Makroorganismus (Wirtes)— „Pseudoinfektion": Allergieüberängstliche Elternpsychosomatische StörungenAbklärungsvorschlagentsprechend <strong>der</strong> beobachteten LokalisationLokalisationstets gleich = monotope Infektion -» Organschwäche-> Organdiagnostikwechselnd = polytone Infektion -» Systemsc&wache-> SystemdiagnostikSäugling und Kleinkind (1. bis 2. Lebensjahr):FunktionsspieleKleinkind (3. bis 6. Lebensjahr) :sogenannte RollenspieleGrundschulkind(7. bis 10. Lebensjahr):Konstruktions- und GeschicklichkeitsspieleSchulkind(11. bis 15. Lebensjahr):Mannschaftsspieleweis und sind aussagekräftiger alspunktuell erhobene Laborparameter.BewegungstherapieDie körperliche Bewegung stellt einwesentliches Element <strong>der</strong> Kneipp-Therapie dar. Unsere Kin<strong>der</strong> leidenaber an Bewegungsarmut. Die Folgensieht man an ihrer Körperhaltung undihrem ungeschmeidigen Bewegungsmuster.Unsere Kin<strong>der</strong> laufen nicht —sie werden gefahren und verbringen einenGroßteil des Tages in monostatischbelasten<strong>der</strong> Sitzhaltung in <strong>der</strong>Schule, bei Hausaufgaben und vordem Bildschirm. In den Ein- undZwei-Kin<strong>der</strong>-Familien fehlt heutzutage<strong>der</strong> Spielkamerad. Wie alle kindlichenOrgane ist auch <strong>der</strong> Bewegungsapparat,also Skelett, Bindegewebe,Muskulatur und sensomotorischeFunktion, einer Reifung unterworfenund ist damit modulierbar in negativerwie positiver Richtung. Eine gesundeEntwicklung setzt Bewegung, Spannungund Belastung voraus. VomSäuglingsalter bis zur Pubertät geschiehtdies am besten im Spiel (Tab.VII und VIII).Die Kin<strong>der</strong> bewegen sich, laufen undschwimmen dabei sozusagen den Fehlanlagen,wie Knick-Spreiz-Sichel-Fußund Fehlhaltungen des Rumpfes, davon.Sie erwerben spielerisch eine Koordination<strong>der</strong> Bewegungsfunktionenals besten Schutz vor orthopädischenLeiden im Erwachsenenalter. Als nächsterSchritt kommt zur Übung im Schulalterdas sportliche Training mit demZiel kardiopulmonaler Leistungssteigerunghinzu. Berücksichtigen muß mandabei die relative Schwäche des anaerobenStoffwechsels bei jungen Schulkin<strong>der</strong>n.Der Krafterwerb tritt währenddes Wachstumsalters eher in den Hintergrund.Da <strong>der</strong> Turnunterricht an denmeisten Schulen <strong>der</strong> For<strong>der</strong>ung nachBewegung nicht gerecht wird, kommtden Familien in den frühen Phasen <strong>der</strong>Kindheit und später dem Freizeitsportin den Vereinen die Aufgabe eines optimalenBewegungsangebotes zu. Bewegungsteht im Kneippschen Gesundheitssystemgleichberechtigt neben <strong>der</strong>Hydrotherapie.ErnährungstherapieSebastian Kneipp hat sich in vielen seinerSchriften, aber auch in seinenAphorismen, zu Fragen einer gesundenKost geäußert. So wurde die Ernährungslehrezur dritten Säule seinerGesundheitslehre.Seine Ansichten decken sich weithinmit den Prinzipien, die wir heutzutageTab. VIII: Behandlungsziele <strong>der</strong>Kneippschen Bewegungstherapie.1. koordiniertes Bewegungsmuster2. verbesserte kardiopulmoaale Leistung3. Krafterwerbvertreten. Lassen Sie mich diese kurzumreißen. Da ich mich hier in ersterLinie mit den Aufgaben <strong>der</strong> Präventionauseinan<strong>der</strong>setzen mochte, darfich Spezialdiaten bei beson<strong>der</strong>en Erkrankungenausklammern und auchdas Problem <strong>der</strong> Nahrungsmittelallergie— eine Diagnose, die meiner Erfahrungnach zu oft und zu wenig kritischgestellt wird — nur streifen.Für das Neugeborene und den Säuglingstellt nach wie vor die von <strong>der</strong>Brust <strong>der</strong> eigenen Mutter getrunkeneMilch trotz zu hoher Schadstoffbelastungdas Optimum dar. Auf genügendeVitamin-, Mineral- und Jodzufuhrfür die Stillende ist dabei zu achten.Kann nicht gestillt werden, stellendie heute industriell gefertigten, adaptiertenund teiladaptierten Milchnahrungeneinen brauchbaren Ersatz dar.Bei diesen ist Jo<strong>der</strong>gänzung zumeistbeigegeben. Die beim voll gestilltenSäugling notwendige orale Vitamin-K-Arztezeitschnft für Naturhellverfahren 35 11 (1994) 781


F. Haggenmüller, Kneipp-BehandlungZeitraum14""18"Karotten/Obst-SaftMuttermilcho<strong>der</strong>adaptiertes/teiladaptiertesMilchpräparat(nur bei Selbstherstellung a>r Milchaus pasteurisierter Frischmilch)Vollmilch (-Brei)FolgemilchMuttermilchadapt./teiladapt. Milcho<strong>der</strong>o<strong>der</strong>o<strong>der</strong>Vollmilch-Gotretde-Jßtf>t|•» Ob "'Zeitraum0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 1 0 11 12 Mon.ca (—600gca|— 3,5 kg--600 g--6 kg-Nahrungsmenge• 900 y -•7,5 kg-Gewichtsentwicklung1000 g —|-6,5 kg 10 kg—|Abb. 2: Ernährung im ersten Jahr (Quelle: Forschungsinstitut für Kin<strong>der</strong>ernährung, Dortmund).Tab. IX: Beispiele für Mischkost (Quelle:Dortmund).- Mich,Milchprodukte- Fleisch,Heischwareno<strong>der</strong> Seefisch— Eier- Butter,Margarine, Öle— Vollkornbrot,Graubrot— Getreideflocken- Kartoffeln— Gemüse— Frischobst— Flüssigkeit(Getränke,dünne Suppen)(mI[gj/Tag)(g/Tag)130040(Stck./Woche) 2(g/Tag)(g/Tag)(g/Tag)(g/Tag)(g/Tag)(g/Tag)(ml [g]/Tag)208015701201204502-33505022512015100150150600375602301502012018018070020°"Forschungsinstitut für Kin<strong>der</strong>ernährung,Alter (Jahre4-6 7-9 10-12 13-14 Mengenbeispiele400702-335200201502002001000450802-340250251802502501200500902-3452503020025025014001 Tasse: etwa 150 ml1 kleines Schnitzel1 mittlere Frikadelle:etwa 100 g1 gestrichener Eßlöffel:etwa 12 g1 Scheibe: etwa 40-50 g1 Eßlöffel: etwa 10 g1 kleine Kartoffel:etwa 40-50 g1 Eßlöffel: etwa 30 g1 kleiner Apfel;etwa 100 g1 Glas:etwa 150-200 mlGabe entfällt. Erst nach dem 5. Lebensmonatist Zufütterung erfor<strong>der</strong>lich(Abb. 2). Zu frühe Beikostgabelassen allenfalls Sensibilisierungen befürchten.Liegt ein Hinweis auf Allergiediathesevor, bevorzugen wir sogenanntehypoallergene Milch. Selbstzubereitung<strong>der</strong> Milchnahrung o<strong>der</strong> eine<strong>der</strong> alternativen Säuglingsmilchzubereitungenist möglich, bietet aber wohlkeinerlei Vorteile für das Kind. Vitamin-D-Prophylaxeund Fluor sindstets nötig. Jenseits des 1. Lebensjahresbevorzugen wir eine möglichst ballaststoffreichevollwertige Mischkost, wiesie in Tab. IX zusammengestellt erscheint.Von den sogenannten alternativenKostregimen ist eine mit etwasFleisch und Seefisch, angereicherteovolaktovegetarische Kost noch amehesten zu empfehlen.Das Ziel <strong>der</strong> Ernährung sind normalesWachstum und Gewicht. Zugleichsollte dem Kind eine gewisse Eßkulturvermittelt werden, in welcher FastFood und zuckerhaltige Getränke wenigPlatz finden dürften.Ein gesundheitliches Problem ist engmit den Eßgewohnheiten verzahnt,nämlich die Übergewichtigkeit. Etwa20% unserer Kin<strong>der</strong> sind davon betroffen.Bewegungsarmut und Hyperalimentationsowie auch genetische Faktorenwirken hierbei zusammen. Wir versuchendurch kalorienreduzierte Mischkost,aktive Bewegung, Hydrotherapieund diätetische Schulung diesem prämorbidenZustand abzuhelfen. Die bestenErfolge erzielen wir, wenn wir zugleichdie Mutter, welche oft ebenfallsübergewichtig ist, in die Therapie einbeziehenkönnen, wie es im Rahmenvon Mutter-Kind-Kuren geschieht.PhytotherapieBei <strong>der</strong> Erörterung <strong>der</strong> Phytotherapiedarf ich mich hier kurz fassen und nuranhand einer kleinen Tabelle die Indikationeneiniger pflanzlicher Arzneimittelauflisten (Tab. X).Darüber hinaus sind einige Teemi-782 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


F. Haggenmüller, Kneipp-BehandlungTab. X: Verwendung verschiedener Heilpflanzen.Bei Bronchitis und Entzündungen<strong>der</strong> Luftwegebei grippalen Infektenbei entzündlichen Erkrankungen desRachens und des Mundesbei Magen-Darm-Beschwerdenbei Durchfällenbei Blähungenbei Reizzuständen <strong>der</strong> Blasezur Beruhigungzur äußerlichen Anwendungschungen auch als Getränk für dentäglichen Gebrauch empfehlenswert(Tab. XI).Eine Stimulation <strong>der</strong> Immunfunktionist durch Präparationen von Mistel,Thuja, Kamille und insbeson<strong>der</strong>e vonSonnenhut möglich. Die Verabreichungvon Echinacea sollte jedochnicht als Ersatz für die bereits geschil<strong>der</strong>tenroborierend-abhärtenden Maßnahmendienen.OrdnungstherapieAls letzten und sicher problematischstenPunkt des Kneippschen Systemsdarf ich die Ordnungstherapie ansprechen.Sie hat das Ziel, dem Kind einenseinen Bedürfnissen angepaßten geordnetenTagesablauf zu vermittelnund darüber hinaus auch, soweit möglich,seine Lebensplangestaltung seinenFähigkeiten anzupassen.Sebastian Kneipp hatte es damit zu seinerZeit sicher leichter, konnte er sichdamals doch noch auf ein anerkanntes,gesellschaftlich verbindliches Rasterbeziehen. Das pluralistische Gesellschaftssystemmit seinen oft divergierendenTendenzen macht eine Beratungin diesem Sinne heute sehr vielschwieriger und erfor<strong>der</strong>t eine sehrThymiankraut und SpitzwegerichLindenblüten und Holun<strong>der</strong>Salbei und Kamille als SpülungKamille und PfefferminzeBrombeerblätter und HeidelbeerenAnis-, Fenchel- und KürbissamenBärentraubenblätterteeMelisse, Hopfen und BaldrianArnika, Calendula (Ringelblumen-)Essenz und Johanniskrautextraktindividuelle Beurteilung des Kindes,eingebettet in seinen familiären undsozialen Hintergrund. VerschiedeneEbenen von möglichen störenden Faktorenlassen sich von Fall zu Fall erkennen,sie sind zum Teil in dem Lebensstilunserer Gesellschaft, teils aberauch in individuellen Gegebenheitenzu sehen. Die Urbanisierung des Lebensstilsmit Bewegungsarmut und einerbedrohlichen audiovisuellen Reizüberflutungreicht heute auch weit inden ländlichen Bevölkerungskreis hinein.Das permanente Reizüberangebotführt zu einer fast ausschließlich aufnehmendenund ungefiltert speicherndenFunktion des Gehirns und läßt nurwenig Kapazität für kritische Verarbeitungund für Kreativität übrig. Auchdie Kultur menschlicher Beziehungenin <strong>der</strong> Familie, vielmehr aber noch in<strong>der</strong> Schule, mußte wohl Abstriche hinnehmen,wie <strong>der</strong> Trend zur Gewaltvermuten läßt. Schule und Leistungsfor<strong>der</strong>unggeraten in Kritik, wobei allerdings<strong>der</strong> Leistungsdruck oft mehrvon den Eltern und <strong>der</strong>en ehrgeizigenFor<strong>der</strong>ungen ausgeht. Sicher könnenVerhaltensauffälligkeiten auch einmalin <strong>der</strong> Persönlichkeit des Kindes, inseiner Veranlagung, begründet sein.Wenn die Ermittlung und BeurteilungTab. XI: Teemischungen für alle Jahreszeiten(Zahlenangaben in Gramm).Teemischung IGrundteeHagebutten mit KernenPfefferminzblätterTeemischung IIGrundteeRote Malve (Hibiskus)MelissenblätterKamillenblütenTeemischung IIIGrundteeHagebutten mit KernenRote Malve (Hibiskus)LindenblütenMelissenblätterPfefferminzblätterBirkenblätterTeemischung IVGrundteeHagebutten ohne KerneRote Malve (Hibiskus)30,010,010,020,010,010,010,020,05,05,05,05,05,05,030,010,010,0von Störfaktoren auch stets auf die Situationdes einzelnen Kindes zugeschnittensein muß, so gibt es doch einigeallgemeinverbindliche Bestrebungenund Richtlinien. Wir befürwortengerade für das Säuglingsalter und nochweit in das Kleinkindalter eine möglichstenge und harmonische Symbiosemit <strong>der</strong> Mutter. Dem stehen heute abervielfach Berufswünsche und Notwendigkeiten<strong>der</strong> Mütter entgegen, und esfällt schwer, einen tragbaren Kompromißzu finden. Ersatzeinrichtungen,wie Krippen o<strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>gärten, solltennicht nur quantitativ, son<strong>der</strong>n vorallem qualitativ hohen Ansprüchen genügen,wenn die Unterbringung <strong>der</strong>Kin<strong>der</strong> in solchen Institutionen unumgänglichist.Ich darf noch an einem Diagramm(Abb. 3), welches neben dem biologischenTagesrhythmus auch die durchschnittlicheTagesgestaltung unsererSchulkin<strong>der</strong> darstellt, auf einige Problempunktehinweisen. So hat die Einrichtungzentralisierter Großschulendazu geführt, daß gerade die in denArztezeitschnft für Naturheiiverfahren 35, 11 (1994) 783


F. Haggenmüller, Kneipp-BehandlungterAbb. 3: Biologischer Tagesrhythmus und durchschnittliche Tagesgestaltung <strong>der</strong> Schulkin<strong>der</strong>.ersten Schuljahren erfor<strong>der</strong>liche Vertrautheitzwischen Familie und Schulein anonyme Verpflichtung gewandeltwurde. Oft werden weite Anfahrtenmit dem Schulbus nötig, und dies allesgeschieht in einem sicher nicht gewaltfreienMilieu. So wird bei den jungenKin<strong>der</strong>n eine Mischung von SchulundTrennungsangst erzeugt. AusAngst entsteht Frustration, darausletztlich früher o<strong>der</strong> später Gewalt.Aber auch das <strong>der</strong>zeitige Freizeitverhaltenbedarf einer kritischen Betrachtung,denn ein nicht geringer Teil unsererKin<strong>der</strong> verbringt mehrere Stundendes Tages unkontrolliert vor dem Fernsehschirmin körperlicher Bewegungsarmut.Diese Kin<strong>der</strong> sind ausschließlichdamit beschäftigt, audiovisuelleReize aufzunehmen, diese erzeugenzwar emotionell Wirkung, werden aberaufgrund ihres Überangebotes nichtmehr kritisch verarbeitet. Die Kin<strong>der</strong>spielen nicht mehr kreativ und kommunikativ,son<strong>der</strong>n sie werden bespielt.Eine solche Entwicklung istzweifelsohne besorgniserregend.Daneben aber entsteht eine wesentlichkleinere, aber in sich zunehmend geschlossenereGruppe übergeför<strong>der</strong>terund damit oft überfor<strong>der</strong>ter Kin<strong>der</strong>.Deren Mütter leisten oft nichtmehr als Transportdienste von einerVeranstaltung, wie Ballett-, Reit-,Judo- o<strong>der</strong> Computerstunde, zurnächsten. Es ist nicht auszuschließen,daß sich durch diese divergierendenVerhaltensweisen von Kin<strong>der</strong>gruppierungen,heute noch fast unbemerkt,gesellschaftspolitischer Zündstoff anhäuft.Über diese gesellschaftlichen Entwicklungsprobleme<strong>der</strong> Kin<strong>der</strong> ließe sichendlos diskutieren, aber wenn wir dieseseinmal im Rahmen desKneippschen Gesundheitskonzeptestun, folgen wir unserem Lehrer SebastianKneipp getreu. Er ist solchen gesellschaftspolitischenBetrachtungennie aus dem Wege gegangen.Ich wollte mit meinen Ausführungenüber die A"neip/)-Behandlung von Kin<strong>der</strong>neigentlich nur auf zwei Tatsachenhinweisen, daß nämlich das von PfarrerSebastian Kneipp Ende des vergangenenJahrhun<strong>der</strong>ts entwickelte Naturheilverfahrenheute höchste Aktualitätbesitzt und daß wir hier ein nahezumaßgeschnei<strong>der</strong>tes Paket präventiverKin<strong>der</strong>heilkunde geschenkt bekommenhaben, dessen Anwendung,Verbreitung und Durchsetzung einedankbare Aufgabe zum Nutzen unsererKin<strong>der</strong> ist.Anschrift des Verfassers:Dr. med. F. HaggenmüllerKneippsche Kin<strong>der</strong>heilstatteFidel-Kreuzer-Str. 12, D-86825 Bad Wörishofen784 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


Naturheilkundliche Behandlung<strong>der</strong> Neuro<strong>der</strong>mitisvon R. SchirmohammadiZusammenfassungDie Neuro<strong>der</strong>mitis, auch utopisches Ekzem genannt, ist eine autosomal dominantePrädisposition, eine genetische Erkrankung, <strong>der</strong>en Symptomatik sich anHaut und Schleimhäuten manifestiert.Die Schulmedizin bezeichnet diese als eine unheilbare Krankheit und behandeltsie mit Antihistaminika, Antiallergika bis hin zu Kortison sowohl intern als auchextern mittels Salben.Die Naturheilkunde dagegen sieht gute Therapiemöglichkeiten und behandelt dieNeuro<strong>der</strong>mitis auch langfristig erfolgreich, so daß man die Krankheit als heilbaransehen kann!Hier wird ein kurzer Abriß über die möglichen Ursachen, Entstehungsmechanismenund verschiedene Behandlungswege gegeben.Nur einige wenige <strong>der</strong> beschriebenen Behandlungsmöglichkeiten werden, ganz individuellauf den einzelnen Patienten abgestimmt, im Form einer Kombinationstherapiezum Einsatz kommen.Schlüsselwörter: Neuro<strong>der</strong>mitis, Naturheilverfahren, Nahrungsmittel, HomöopathieSummaryNeuro<strong>der</strong>matitis, also known as topical eczema, is an autosomal dominant predisposition,a genetic ailment with <strong>der</strong>mal and mucous membrane Symptoms.Academic medicine consi<strong>der</strong>s neuro<strong>der</strong>matitis incurable and treats it externally(ointments) and internally with antihistamines and antiallergic agents — evencortisone.Neuropathie medicine, on the other hand, has found therapeutic possibilities thatare used to treat neuro<strong>der</strong>matitis successfully, even on a long-term basis. From thispoint ofview, the disease can be consi<strong>der</strong>ed curable!This paper presents a brief summary ofpossible causes, pathogenesis and varioustherapeutic methods.Only veryfew ofthe therapies described will actually be applied in the form ofacombination therapy designed speeifieally to help the individualpatient.Key words: neuro<strong>der</strong>mitis, naturopathic therapy, food, homeopathyResumeLa nevro<strong>der</strong>mite, ou eczema atopique, est une predisposition ä dominante autosomale,une affection genetique dont le complexe de symptömes se manifeste sur lapean et les muqueuses.Neuro<strong>der</strong>mitis ist eine autosomal dominantePrädisposition, eine genetischeErkrankung, <strong>der</strong>en Symptomatiksich an Haut und Schleimhäuten manifestiert.Hierbei entsteht irreführend <strong>der</strong> Eindruckeiner Hautkrankheit, obwohl dieNeuro<strong>der</strong>mitis eher eine Stoffwechsel-Immun-Erkrankung darstellt. Oftspielt auch die allergische Dispositionbei <strong>der</strong> Entstehung bzw. Aufrechterhaltimgdieser Krankheit eine Rolle!Das Eindringen gewisser Reizstoffe inden Organismus (Allergene), z. B.über den Respirations- bzw. Magen-Darm-Trakt, führt entwe<strong>der</strong> zu einerUnverträglichkeit, <strong>der</strong> sogenannten Intoleranz,o<strong>der</strong> zur Antikörperbildungin bestimmten Immunzellen, z. B.Mastzellen.Bei erneutem Kontakt mit dem Allergenkommt es diesmal zu einer allergischenAntigen-Antikörper-Reaktion,wobei bestimmte Substanzen (Mediatoren)freigesetzt werden. Diese Mediatoren,wie Histamin, Serotonin, Kinineusw., die in <strong>der</strong> Haut freigesetztwerden, führen zu typischen Zeichen,wie Rötung, Schwellung und Ödembildung<strong>der</strong> Haut, verbunden mit einemstarken Juckreiz, <strong>der</strong> zwangsläufig zumKratzen (oft blutig) Anlaß gibt. Wirddieser Vorgang oft wie<strong>der</strong>holt, entstehteine Reflexbahn (sog. PawlowscherReflex!), <strong>der</strong> einen psychisch-körperlichenAutomatismus zur Folge hat!Dies erklärt schon das unbewußteKratzen nachts im Schlaf, welches wie<strong>der</strong>umzum unruhigen Schlaf, zur Gereiztheitund zu depressiver Verstimmungführen kann.Die Neuro<strong>der</strong>mitis kann auch ohneallergische Reaktion und ohne Beteiligung<strong>der</strong> Antikörper entstehen. Dannsprechen wir von einer „pseudoallergischenReaktion", wobei die eingedrungenenFremdlinge direkt die Immunzellenzerstören und so die Mediatorenfreisetzen, die die gleichen Symptomehervorrufen!Grundsätzlich spielen neben Allergenenund Antikörpern (IgE, IgG, IgM)die Immunzellen, wie B-Lymphozy-Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994) 787


R. Schirmohammadi, Neuro<strong>der</strong>mitisLa medecine officielle la consi<strong>der</strong>e comme une maladie incurable et la traite avecdes antihistaminiques et des antiallergiques ailant jusqu'a la cortisone, appliquestant defacon interne qu'externepar despommades.En revanche, la naturopathie dispose de bonnes possibihtes therapeutiques ettraite la nevro<strong>der</strong>mite avec un tel succes, meme ä long terme, que Von peut consi<strong>der</strong>ercette maladie comme guerissable!Cet article presente un bref apercu des causes et mecanismes de genese possibles etdes divers moyens therapeutiques.Seules quelques-unes des possibilites therapeutiques peuvent etre, adaptees defacontres personnalisee ä chaque patient, appliquees sous forme de therapie combinee.Mots-cles: nevro<strong>der</strong>mite, naturopathie, aliments, homeopathieten, Mastzellen und die Mediatoren,auch die weißen Blutkörperchen, wieeosinophile Granulozyten, und einigeHormone, wie Interleukm 4, und Interferon-Gammaeine Rolle!Wir wissen inzwischen, daß bei denNeuro<strong>der</strong>mitikern das Interleukm 4erhöht und das Interferon-Gamma erniedrigtist.Mögliche Ursachen <strong>der</strong> Neuro<strong>der</strong>mitisMeines Erachtens spielen folgende Ursacheneine Rolle:1. gestörtes, irritiertes Immunsystem(im Sinne einer überschießendenReaktion!)2. Dysbiose, Dyspepsie, Kandidose3. psychische Labilität und psychosozialeSpannungen4. Nahrungsmittelunvertraglichkeit(Intoleranz) bzw. Nahrungsmittelallergie5. Chemikalien, wie freie Radikaleo<strong>der</strong> fehlerhafte Enzyme6. FehlernahrungAuslösende Faktoren für die Neuro<strong>der</strong>mitis— Abstillen— Beginn <strong>der</strong> Glaschennahrung— pubertare Phase— hormonelle Antikonzeptiva— Wechseljahre <strong>der</strong> Frau— psychischer Dauerstreß— Umweltfaktoren— Allergene— Storfei<strong>der</strong>, wie z. B. Amalgam,Narben usw.Unabhängig davon, wie die Neuro<strong>der</strong>mitisentsteht, behauptet die Schulmedizin,daß sie eine unheilbare Krankheitsei.Die Schulmedizm kann auch nur mitKortison und Antiallergika, Antihistaminika,Antibiotika und chemischenCremes und Salben eine kurzfristigeLin<strong>der</strong>ung hervorrufen.Werden diese Medikamente abgesetzt,dann kommt es zu einer überschießendenReaktion und zur erneuten Verschlimmerung<strong>der</strong> neuro<strong>der</strong>mitischenHautreaktionen!Bei einem chronischen Gebrauch <strong>der</strong>obengenannten Medikamente hat <strong>der</strong>Patient mit vielen und starken Nebenwirkungenzu rechnen.Diese Nebenwirkungen sind: Übelkeit,Brechreiz, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden,vermin<strong>der</strong>teAbwehr, Gewichtszunahme, Nievenfunktionsstorungund Verän<strong>der</strong>ungdes Blutbildes.Weitere Nebenwirkungen, wie Haarausfall,Juckreiz, Kopfschmerzen, erhöhteLeberwerte, Vollmondgesichtund Gynakomastie (Vergrößerung <strong>der</strong>Brust bei Mannern), können ebenfallsauftreten.Therapiemöglichkeiten <strong>der</strong> NaturheilkundeDie medikamentöse Therapie ist ausunserer naturheilkundlichen Sicht nurbei einem akuten Schub bzw. in einerakuten Situation zu verantworten.Gerade die Naturheilkunde mit ihremganzheitlichen Denken bietet uns Therapiemoglichkeitenan, die Neuro<strong>der</strong>mitiserfolgreich zu behandeln.Gute Ergebnisse liegen nach <strong>der</strong> Literaturbei <strong>der</strong> Behandlung mit folgendenMethoden vor:1. AHIT — „Autohomologe Immuntherapie"nach Dr. Horst Kief2. Bioresonanztherapie3. FiebertherapieUnser Behandlungsprinzip besteht in<strong>der</strong> Wie<strong>der</strong>herstellung <strong>der</strong> normalenFunktion <strong>der</strong> Schleimhaute.Grundsatzlich sollte man (falls ausAltersgründen möglich) durch eineAllergietestung eine Allergie ausschließen.Wir wenden folgende Verfahren an,die in Form einer Kombinationstherapieindividuell auf jeden Patienten abgestimmtwerden./. Reinigung, Entgiftung, Entschlakkungdurch Heilfasten, modifizierte Mayr-Therapie.Bei Säuglingen, Kleinkin<strong>der</strong>n und Jugendlichenbis zum 18. Lebensjahrfuhren wir naturlich kein Heilfastendurch.Es genügen in diesen Fallen das Vermeidenbestimmter Nahrungsmittel,Darmreinigung und Einlaufe.2. Symbioselenkung nach HergetNormalerweise ist <strong>der</strong> gesamte Magen-Darm-Traktmit einer Flache von300 m 2 mit gesunden und notwendi-788 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


R. Schirmohammadi, Neuro<strong>der</strong>mitisgen Mikroorganismen (sog. Flora) besiedelt.Diese leben mit dem menschlichenOrganismus in Form einer Symbiose(Zusammenleben zum gegenseitigenNutzen).Sind diese Mikroorganismen gestörtbzw. entartet, (z. B. durch Medikamente,Antibiotika, Kortison, falscheErnährung, chronisch entzündete Magen-Darm-Schleimhautusw.), dannkommt es zu einer Dysbiose, also einerFunktionsstörung bzw. Dyspepsie,o<strong>der</strong> auch zu einer Kandidose.Naturlich ist auch <strong>der</strong> umgekehrteVorgang möglich, d. h., eine Kandidoseo<strong>der</strong> Dyspepsie kann auch eineDysbiose begünstigen.Inzwischen steht fest, daß in <strong>der</strong> Regelviele Allergiker bzw. Neuro<strong>der</strong>mitikereine Dysbiose haben!Deshalb ist eine Symbioselenkung ausunserer Sicht unumgänglich.Dabei versuchen wir die gestörte undentartete Darmflora aus dem Magen-Darm-Kanal zu reduzieren bzw. zuentfernen und durch entsprechendebiologische Mittel das Terrain vorzubereitenund schrittweise die physiologischenDarmbakterien in Form vonVerabreichung verschiedener Bakterienpräparateaufzubauen.(Näheres über Firma Pascoe, Gießen)3. ErnährungDie Ernährung sollte individuell, allergenfrei,vollwertig, jedoch auf Schonkostbasisaufgebaut sein.Hierbei entziehen wir prinzipiell Kuhmilchund Kuhmilchprodukte, Nüsse,Zitrusfrüchte, Süßigkeiten und reduzieren,soweit wie möglich, die Kohlenhydrate,wie Getreidekörner, Brot,Nudeln, Kartoffeln.Verboten sind grundsätzlich Speiseeis,Limonaden, Industriefruchtsäfte,Zucker, Schweinefleisch und -wurstlUnserer Erfahrung nach vertragendie Neuro<strong>der</strong>mitiker Brot, hergestelltaus angekeimten Körnern, sehr gut(s. Artikel Brot backen wie <strong>der</strong> alte EssaerOrden. Neuro<strong>der</strong>mitis-Zeitschrift,<strong>Ausgabe</strong> 25, April 1994).4. Störfeldbeseitigung mit <strong>der</strong> Neuraltherapienach HunekeSehr oft sind Störfel<strong>der</strong> mögliche Ursachenbei <strong>der</strong> Entstehung bzw. Unterhaltungeiner allergischen Erkrankung.Mögliche Störfel<strong>der</strong> bei Allergikernbzw. Neuro<strong>der</strong>mitikern sind:— chronische Mandelentzündungen— Narben (auch Bauchnabel als die allerersteNarbe im menschlichen Organismus)— Nasennebenhöhlen— verlagerte Zahnwurzeln, toteZähne, Zysten im Kiefer, Amalgam(oft als eine Zeitbombe im Mund!)— gynäkologischer Raum— chronische Blinddarmentzündung— chronische GallenblasenentzündungBei <strong>der</strong> Neuraltherapie geht es um eineTherapie über das neurovegetativeNervensystem. Dabei verabreichen wirmittels einer Spritze eine geringeMenge eines Betäubungsmittels niedrigerKonzentration unter die Haut, aneine Narbe o<strong>der</strong> am Grenzstrang!Die Neuraltherapie nach Huneke bewirktoft unglaubliche Erfolge, meistim Rahmen eines Sekundenphänomens!5. Eigenblut- und EigenharntherapieDabei wird das Eigenblut o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Eigenurinin folgen<strong>der</strong> Form verabreicht:a) unter die Hautb) in den Muskelc) Trinken (von Eigenharn)d) Hauteinreibungen (von Eigenharn)6. AkupunkturAkupunktur soll nicht als Monotherapie,son<strong>der</strong>n in Kombination mitan<strong>der</strong>en Methoden zum Einsatz kommen.7. HomöopathieDie Homöopathie kann in Form vonEinzelmitteln o<strong>der</strong> Komplexmittelnvöllig individuell bzw. konstitutionellverabreicht werden.8. Physikalische TherapieUnsererseits können Fußreflexzonentherapie,Bindegewebsmassagen,Lymphdramagen als begleitende Maßnahmenempfohlen werden.9. EntspannungsverfahrenFür die Stabilisierung <strong>der</strong> Psyche undPersönlichkeit sowie für den Ausgleich<strong>der</strong> Gefühle und Emotionen werdenautogenes Training nach JohannesHeinrich Schulze, respiratorischesFeedback nach Leuner, Meditation,neurolinguistisches Programmierenund medizinische Hypnose eingesetzt.10. Ab- und ausleitende Heilverfahrennach Aschnerwie Baunscheidt-Verfahren, Kantharidenpflaster,Schröpfen, Blutegeltherapieund A<strong>der</strong>laß werden nach jeweiligerKonstitution von einem erfahrenenTherapeuten eingesetzt.11. Äußerliche Hautbehandlung mitSalben •Wir vertreten die Auffassung, daß geradebei Neuro<strong>der</strong>mitis die trockene,gereizte, schmerzhafte Haut mit entsprechendenbiologischen Salben behandeltwerden sollte. In Frage kommenalle harnstoffhaltigen Präparatewie Basodexan, Laceran und an<strong>der</strong>eSalben wie Goldnerz-Aufbaucreme,Propolan Creme, Virgamelis Cremeund Lymphdiaial L-Salben.12. Vitamin- und MineralstoffzufuhrOft werden Vitamin A, E, C, D, B 12und Mineralien wir Zink, Magnesium,Mangan, Kobalt und Kalzium benötigt,die verabreicht werden müssen.13. Alkalisierung des OrganismusOft ist <strong>der</strong> Organismus des Neuro<strong>der</strong>mitikersübersäuert und sollte neutralisiertwerden.Hierbei haben sich bei uns die //anseheVollwert-Trennkost und das Basenpulvernach San<strong>der</strong> bzw. Rebasit-Pulverbewährt.Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994) 791


R Schirmohammadi, Neuro<strong>der</strong>mitisNeuro<strong>der</strong>mitiker eine Anti Pilz-Diat(kohlenhydratarme bzw -freie Diät)einhältAbb 1 vorher14 ThymustherapieAuch eine Thymustherapie für die verbesserteUmstimmung und Abwehrsollte in Betracht gezogen werdenJe nach hypergischer o<strong>der</strong> hyperergischerReaktionslage des Organismuskann man hier entsprechende Praparate gebenAbb 2 nachher15 AntimykotikaDa <strong>der</strong> Neuro<strong>der</strong>mitiker oft auch vonPilzen betallen ist, sollte bei Nachweiseines Pilzes eine antimykotische Therapievon einem Therapeuten eingeleitetwerden'Eine antimykotische Therapie ist invielen Fallen überflüssig, wenn <strong>der</strong>16 Nahrungsmittelerganzungen mit— Kanne Brottrunk— Mikroflorana F— Hy<strong>der</strong>-Produkten, wieHy<strong>der</strong>-Derma-Vital undHy<strong>der</strong>-Immun- VitalIn vielen Fallen haben wir inzwischensehr gute Erfolge mit Hy<strong>der</strong>-Produktengesehen'17 Fumarsaure nach Dr Schaf erAuch mit <strong>der</strong> Substitution von Fumarsaurebeim Erwachsenen kann mangute Erfolge erzielenAufgrund dieses Konzeptes, welchesvöllig individuell auf jeden Patientenabgestimmt wird, haben wir ganz guteund langanhaltende Erfolge gesehenNachstehend demonstriere ich einenFall aus <strong>der</strong> Praxis, <strong>der</strong> mit unserembeschriebenen Konzept erfolgreich behandeltwurdeFallbeispielEine 24jahnge Beamtin, Frau Eva K ,suchte uns am 25 3 1993 auf und be-Abb 3 vorherAbb 4 nachher792Arztezeitschnft für Naturhellverfahren 35 11 (1994)


R. Schirmohammadi, Neuro<strong>der</strong>mitisAbb. 5 vorherAbb. 6 nachherrichtete, daß sie seit einem Jahr anNeuro<strong>der</strong>mitis leide.Sie habe früher nie mit Hautproblemenzu tun gehabt, und ein Milchschorfin <strong>der</strong> Kindheit lag auch nichtvor.Sie bemerkte vor einem Jahr plötzlichjuckende, rötlich entzündete, zuerstvesikuläre, später bullös ekzematöseStellen auf <strong>der</strong> Haut <strong>der</strong> beiden Arme,die sich rasch ausbreiteten und das Gesichtund den ganzen Körper befielen(Abb. 1, 3, 5, 7).Der Juckreiz sei sehr stark, so daß siesich oft (vor allem nachts) blutig gekratzthabe. Aufgrund des äußerenAussehens hatte sie sich mehr und mehrzurückgezogen, und die psychischeVerfassung trübte immer mehr ein.Die fachärztliche Begutachtung beimHautarzt (1993) ergab folgenden Befund: Trockenes Ekzem periokulär, anHals, Achseln, Ellbeugen sowie Rükkenund Kniekehlen. Dermographismusrot, gering urtikariell. Nägel unauffällig.Kein Anhalt für Kontaktsensibilisierung.Pricktest: Übersicht Inhalationsallergeneund Nahrungsmittelübersichtsämtlich unauffällig.Blutuntersuchungen: Im DifferentialblutbildEosinophilie von 9,8%.Gesamt-IgE mit 65,8 U/ml (Norm bis100 U/ml) im Normbereich.Mykologische Diagnostik: GefärbtesNativpräparat von <strong>der</strong> rechten Ellenbeuge:Kein Pilznachweis, Langzeit<strong>der</strong>matophytenkulturvom gleichenEntnahmeort negativ.Empfehlung des Hautarztes: Kortikoidtherapie.Nachdem die Patientin aber keineKortisontherapie haben wollte, begannenwir auf ihren Wunsch unsere naturheilkundlicheBehandlung nachdem bis jetzt beschriebenen Konzept.Abb. 7 vorherNach etwa 3 Wochen war <strong>der</strong> Juckreizso gut wie verschwunden.Ab Juli 1993 setzte die tiefgreifendeAbheilung <strong>der</strong> Neuro<strong>der</strong>mitis ein.Die Patientin fühlte sich wesentlichbesser, ihre Psyche wurde stabil, undsie konnte nachts wie<strong>der</strong> gut und erholsamdurchschlafen.Unsere ambulante Therapie mit insgesamt15 Sitzungen haben wir bei ihrEnde 1993 beendet.Abb. 8 nachherÄrztezeitschrift für Naturheilverfahren 35, 11 (1994) 793


R. Schirmohammadi, Neuro<strong>der</strong>mitisSie hatte am ganzen Korper wie<strong>der</strong>ganz normale, geschmeidige, zarteHaut und fühlt sich in ihrer Haut wie<strong>der</strong>wohl. (Abb. 2, 4, 6, 8)Sie ist bis heute völlig beschwerdefreigeblieben.Literatur1. Abele/Stiefvater: Aschner-Fibel.Haug-Verlag, 1986.2. Aschner, B.: Lehrbuch <strong>der</strong> Konstitutionstherapie.Hippokrates, 1986.3. Bongartz, B. u. W. • Hypnose. Kreuz-Verlag, 1988.4. Borelli, S, J. Rakoski: Neuro<strong>der</strong>mitis.Ursachen — Behandlung. Falken-Verlag,1992.5. Das, S.: Entgiften und Entschlacken.Trias, Thieme-Hippokrates-Enke,1990.wohltuend6. Dosch, P.: Lehrbuch <strong>der</strong> Neuraltherapienach Huneke. Haug Verlag, 1981.7. Flade, S.: Allergien naturlich behandeln.Grafe und Unzer, 1988.8. Gross, D.: Therapeutische Lokalanästhesie.Hippokrates, 1979.9. Herget, H. F.: Neuro- und Phytotherapieschmerzhafter funktioneller Erkrankungen,Band I. Pascoe, 1985.10. Herget, H. F.: Neuro- und Phytotherapieschmerzhafter funktioneller Erkrankungen,Band II. Pascoe, 1986.11. Herget, H. F.: „Eindeutige therapeutischeErfolge" mit <strong>der</strong> Symbioselenkung.Arzte Zeitung, 11. Jahrgang, Nr.59, 27./28. März 1992.12. Herget, H., Herget, H. F.: Das intestinaleImmunsystem und seine Stimulationdurch Symbioselenkung. ActaBiologica, Jahrg. XXVI, Heft 2(1987).13. Herget, H.: Das atopische Ekzem. Klinikund Behandlungsmoglichkeiten.bekömmlichTrinken Sie täglich einhalbes Wasserglas zu den MahlezeitenKRAUTERTRUNK»ER-DELTA{Nachfolger von HYDER-DERMÄ-WAL)UND/ODERHYDER-JOTA(Nachfolger von HYDER-1MMUN-V1TAL)Ihre Bestellung nehmen wir unterTel, 0441-204506 o<strong>der</strong> Fax 0441-204506 entgegen.Fachkompetenfe Informationen erteiltauch <strong>der</strong> Bundesverband Neuro<strong>der</strong>mltiskrankerin Boppard e.V., <strong>der</strong> diese Produkte?tls „EMPFOHLEN" einstuft,{Testreihe wurde 1993 erfolgreich durchgeführt)Tel. 0 67 42 - 25 98 • FaxO 67 42 - 27 §5Naturprodukte GmbHA.-W.-Kühnhölz-Straße 13 • 26135 Oldenburg •Tel, 0441/204506 • Fax 0441/204506Acta Biologica, 25. Febr. 1991, Pascoe.14. Mommsen, H.: Gesunde Kin<strong>der</strong>durch lebendige Vollwertkost. Bircher-Benner-VerlagGmbH, BadHomburg v. d. H. 1981.15. San<strong>der</strong>, F. F.: Der Saure-Basen-Haushalt des menschlichen Organismus.Hippokrates, 1985.16. Schirmohammadi, R.: „Eindeutigetherapeutische Erfolge" mit <strong>der</strong> Symbioselenkung.Arzte Zeitung, 11. Jahrgang,Nr. 59, 27./28. März 1992.17. Schirmohammadi, R.: Pressegespräch„ Symbioselenkung". Erfahrungsheilkunde,Band 41, Heft 5 (1992).18. Schirmohammadi, R.: Symbioselenkung— Therapieerfolge durch Regeneration<strong>der</strong> körpereigenen Abwehr.Gastro Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten,10. Jahrgang, Nr. 5(1992).19. Schirmohammadi, R.: Symbioselenkung.Heilpraxis Magazin, 10. Jahrgang,Nr. 9 (1992).20. Schirmohammadi, R.: Die Symbioselenkungdes Darmes, naturamed, 7.Jahrgang, Nr. 12 (1992).21. Schirmohammadi, R.: Immunmodulationdurch Symbioselenkung, therapeutikon,6. Jahrgang, Heft 6 (1992).22. Schirmohammadi, R.: NaturheilkundlicheBehandlung allergischer Erkrankungenwie Heuschnupfen, allergischesAsthma bronchiale und Neuro<strong>der</strong>mitis.Pascoe, 1993.23. Schirmohammadi, R.: Brot backenwie <strong>der</strong> alte Essäer Orden. Zeitschriftdes Bundesverbandes Neuro<strong>der</strong>mitikerin Deutschland e. V, Ausg. 25,April 1994.24. Schirmohammadi, R.: Schuppenflechteist heilbar. Der Naturarzt 7(1994).25. Stellmann, H. M.: Kin<strong>der</strong>krankheitennaturlich behandeln. Grafe und Unzer,1985.26. Stemmann, E. A.: Neuro<strong>der</strong>mitis istheilbar. Kaivos Verlag, 1987.Anschrift des Verfassers:Dr. med. R. SchirmohammadiSt.-Antonius-KrankenhausPostfach 2163, D-53937 Schieiden794 Arztezeitschnft für Naturhellverfahren 35, 11 (1994)


Antioxidative Vitamine als food-supplementVitamin E, C und Beta-Carotinbesitzen eine herausragende Bedeutung in <strong>der</strong> Prophylaxe.Erstmals groß angelegte Interventions-Studie mit folgendenOptionen:o 30.000 Erwachsene im Zeitraum 1985 bis 1991° Tägliche Gaben einer Kombination aus den antioxidativenVitaminen E, Beta-Carotin und dem SpurenelementSelen, ahnlich <strong>der</strong> Zusammensetzung von Symbion.Ergebnis:° Signifikante Reduktion <strong>der</strong> allgemeinen Mortalität in <strong>der</strong>Verumgruppe Krebsbedingte Sterblichkeit minus 13 Prozent(Magenkrebs sogar minus 21 Prozent) Gesamtmortalitätminus 9 ProzentErgebnisse weiterer Studien:Das Risiko für arteriosklerotische Erkrankungen ist durchVitamin E und Beta-Carotin reduziert° Es ist ein Trend zu einem verringertem Risiko fürSchlaganfälle feststellbarMögliche Wirkmechanismen:o Antioxidative Mikronährstoffe, Vitamin E, Vitamin C undPro-Vitamin A (Beta-Carotin) richten sich gezielt gegenFreie Radikale endogener und exogener Herkunft.Vitamin E und Vitamin C wirken synergistisch% Reduktion <strong>der</strong> Sterblichkeitsrate25 T 21%zZL fS^iJ|"ö)!pJc£IBs!Qi£(BKtJii,|5 't-S ^ -B^20--15--10--5--0--9%13%Gesamt davon krebsbe- davon magenkrebs-Sterblichkeit dingte Sterblichkeit bedingte SterblichkeitSymbionVITAMINSCHUTZ FÜR DIE ZELLE• Beta-Carotm/Pro-Vltamm A• Vitamin C9 Vitamin EQuelle Lin Xian-China-StudieZur gezielten ',«r,r-.igi«r^a."^j;.g


Besserung erhöhter Lipidwertedurch Artischocken-Preßsaftvon M. DornZusammenfassungAn insgesamt 84 Patienten mit sekundärer Hyperlipidamie wurde in 3 miteinan<strong>der</strong>verbundenen klinischen Prüfungen die Lipidsenkung gegen die arztliche Erfahrungim Einsatz mit Fibraten verglichen.In den Parametern Gesamtcholesterm, LDL-Cholestenn und Tnglyzeride warennach 6 Wochen Behandlung tendenziell Senkungen, im HDL-Cholesterin Anhebungenzusehen.Bei Verlängerung <strong>der</strong> Behandlung auf 12 Wochen wurde fürGesamtcholesterin mitp


M. Dorn, Artischocken-Preßsaftune tendance ä la baisse pour le cholesterol global, le LDL-cholesterol et lestriglycerid.es et ä la hausse pour le HDL-cholesterol.Apres une Prolongation du traitement ä 12 sernaines, on n'a manque que depeu la significance pour le cholesterol global (p< 0,3) et le HDL-cholesterol(p < 0,45). Les triglycerides ont reagi nettement, en particulier dans le casde valeurs initiales fortementspathologiques. Les baisses de 5%, 6,7% et12,9% sont remarquables si on les compare avec les 10 ä 15% obtenus avecFibraten. La phytopreparation a ainsi montre son importance dans le traitementdes hyperlipemies.Mots-Cles: jus d'artichaut, hyperhpemie, Fibraten, HDL-cholesterol et LDLcholesterol,triglyceridesauf die Behandlung mit dem Artischocken-Preßsaftbeson<strong>der</strong>s gut ansprechen.Insgesamt wurden damit 84Falle im Rahmen dieser klinischenPrüfungen behandelt.Alle Prüfungen wurden im ZeitraumJuni 1993 bis Januar 1994 an <strong>der</strong> gleichenPrufstelle durchgeführt.2. Zum Prüfdesign2.1 Ein- und AusschlußkriterienEingeschlossen wurden mannliche undweibliche Patienten zwischen 35 und85 Jahren mit sekundärer Hyperlipidamiebzw. primärer Hyperlipidamie<strong>der</strong> Fredrickson-Typen Ha, Ilb, IV.Für Prüfung 1 und Prüfung 2 galtenzunächst folgende Vorgaben:Aufgenommen wurden: sekundäreHyperlipidamie sowie Fredrickson-Typen Ha, Ilb, und IV— mannliche und weibliche Patientenab 35 bis 85 Jahre*, die <strong>der</strong> Diagnoseentsprachen, mit folgenden Lipidgrenzwerten:— Gesamtcholesterin S 260 mg/dlo<strong>der</strong>— LDL-Cholesterin ä 200 mg/dlo<strong>der</strong>* Die Begrenzung des Alters auf 85 Jahreerfolgte nicht aus Risikobedenken, son<strong>der</strong>nweil in höherem Alter eine Erstarrung<strong>der</strong> Lipidwerte eintritt und <strong>der</strong>enBeeinflussungsmoglichkeit zunehmendschwindet.— Triglyzeride g 220 mg/dlo<strong>der</strong>-HDL-Cholesterin £ 40mg/dlFür Prüfung 3 galt:Aufgenommen wurden sekundäre Hyperlipidamiesowie Fredrickson-TypenIlb und IV— mannliche und weibliche Patientenab 35 bis 85 Jahre, die <strong>der</strong> Diagnoseentsprachen.Es wurden aus <strong>der</strong> Gruppe <strong>der</strong> Patientenmit Hyperlipidamie nur solche ausgewählt,die folgende Lipidwerte aufwiesen:Gesamtcholesterin— Triglyzerideä 300 mg/dlund/ o<strong>der</strong>a 450 mg/dlAusgeschlossen waren Hyperlipidamien<strong>der</strong> Typen I, III, V, Diabetesmellitus, schwere Organopathien (z. B.nephrotisches Syndrom, Hypothyreose),Alkoholabusus und Teilnahmean einer an<strong>der</strong>en klinischen Studie innerhalb<strong>der</strong> letzten 30 Tage.2.2 Kontroll- und ZielparameterFolgende Lipidwerte im Serum wurdenuntersucht: Gesamtcholesterin,LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin,Triglyzeride.Die statistische Zielvorgabe lautete:Der Mittelwert des Gesamtcholesterinwertesist nach 6 Wochen (für P 1)bzw. 12 Wochen (für P 2 und P 3) Einnahmevon Artischocken-Preßsaft ummindestens 30 mg/dl geringer als <strong>der</strong>Mittelwert zu Beginn <strong>der</strong> Untersuchung(Null-Kontrolle).GC M (Endkontrolle)" 30


M. Dorn, Artischocken-PreßsaftStudie P1, n = 60Ihandelt es sich um sekundäre Hyperlipidämie.Studie P2, n = 30•Studie P3, n = 240 6 12 WochenAbb. 1: Überblicke zu den 3 Teilstudien P1 bis P 3 mit Dauer und Patientenzahl.3.2 Drop-out / AbbrucheWie vom Prüfarzt berichtet wurde,hatte das Präparat eine sehr hohe Akzeptanzbei den Patienten, und einigePatienten nehmen auch nach Beendigung<strong>der</strong> Prüfung das Präparat weiter.Aufgrund <strong>der</strong> positiven Einstellung<strong>der</strong> Patienten und des Prüfarztes kames zu keinerlei Abbruchen. Drop-outsaus an<strong>der</strong>en Gründen o<strong>der</strong> wegen Nebenwirkungentraten nicht auf.kg m, 90 11960P3kg m,90 21624f1564952—41f4—11—118Tab. I: Gewichtsverteilung<strong>der</strong> Patien-ten in den Studien.P1 = P2gesamt1613614641gesamt5423253CholelithiasisKHKAVKn =n =n =111Keiner <strong>der</strong> Patienten erhielt eine dieLipidwerte beeinflussende, relevanteZusatzmedikation, wie in den Ausschlußkriterienfestgelegt war.Zu Prüfung 119 männliche und 41 weibliche Patientenwurden aufgenommen. Aus <strong>der</strong>Gewichtsverteilung ist ersichtlich, daßes sich bei den Patienten vorwiegendum Übergewichtige handelte, wobei je2 weibliche und männliche die Gewichtsklassezwischen 86 und 90 kg erreichtenund ein männlicher Patientüber 90 kg wog (Tab. I).Die Studie zeigt wie<strong>der</strong> einmal mehrdie enge Verknüpfung zwischen Hyperlipidämieund Übergewicht.Zu Prüfung 2:Aufgenommen wurden die PatientenNr. 18 bis 43 sowie 48 bis 51 aus <strong>der</strong>Vorstudie, die damit durch die obengenanntendemographischen Daten erfaßtsind.Zu Prüfung 3:Insgesamt 24 Patienten wurden aufgenommen.Davon zeigten 10 Patienten(Nr. 2, 4, 6, 8, 10, 13, 14, 16, 18, 21)stark erhöhte Triglyzeridwerte, die geson<strong>der</strong>tausgewertet wurden.Bei allen aufgenommenen Patienten3.3 BlutfettwerteDen ersten Überflussung <strong>der</strong> Lipidwerte gibt <strong>der</strong> Vergleich<strong>der</strong> Mittelwerte aus P 1 (Tab.Ha).Grundsätzlich ist in allen Werten einTrend zur Verbesserung festzustellen.Dieser verstärkt sich erwartungsgemäßin <strong>der</strong> Prüfung P 2 mit <strong>der</strong> Verlängerung<strong>der</strong> Behandlung auf insgesamt 12Wochen (Tab. Ilb).In Einzelfällen zeigten sich bereits bei<strong>der</strong> Prüfung P 1 erhebliche Verbesserungeneinzelner Werte, so z.B. dieSenkung des LDL-Cholesterins beiPatient Nr. 34 von 291 auf 262 mg/dl,bei Patient Nr. 37 von 265 auf 241mg/dl und bei Patient Nr. 38 von 236auf 217 mg/dl.In Entsprechung hierzu zeigt sich einAnstieg <strong>der</strong> HDL-Fraktion, z.B. beiPatient Nr. 18 von 48 auf 60 mg/dlund bei Patient 54 von 60 auf 75 mg/dl.Beson<strong>der</strong>s deutlich waren einzelneSenkungen <strong>der</strong> Triglyzeride, z. B. beiPatient Nr. 1 von 420 auf 365 mg/dl,bei Patient Nr. 4 von 1072 auf 862mg/dl und bei Patient Nr. 20 von 400auf 250 mg/dl.Diese Ergebnisse waren Anlaß u. a.für die Durchführung einer ergänzendenStudie (P3) bei Patienten mitstark erhöhten Ausgangswerten.Die Verän<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Lipidwerte wirdan den Mittelwertdiffeienzen zwischen798 Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


M. Dorn, Artischocken-Preßsaft501n mg/dl40302010nf|4!—— *LDL-Cholostann37 80•Ausgangswert zu Endkontrolle nach6 Wochen (Studie P1= 60 Personen)Gesamt-CholestennHDL-CholestonnTnglycendeI Ausgangswert zu Endkontrolle nach12 Wochen. (Studie P2= 30 Personen)Tab. II a bis c: Mittelwerte <strong>der</strong> Lipidparameterbei Null- und Endkontrolle inden Studien P1 bis P 3 (in mg/dl).Tab. IIa: Prüfung PLLDL-Cholesterin 208,91 204,58Gesamtcholesterin 269,37 265,37HDL-Cholesterin 65,15 67,67Triglyzeride 349,27 332,58Abb. 2: Mittelwertsdifferenzen. Verglichen werden die Unterschiede (hie) zwischen den Mittelwertenbei Null- und Endkontrolle, jeweils für P1 (hellgrau) und P 2 (dunkelgrau). LängereBehandlungsdauer (12 Wochen) bringt größere Ax- Werte, d. h. eine längere Behandlungbringt zusätzliche Verbesserungen.Null-* und Endkontrolle beson<strong>der</strong>sdeutlich (Abb. 2). Im Vergleich zuPrüfung P 1 hat die Fortführung <strong>der</strong>Behandlung in <strong>der</strong> Prüfung P 2 zu weiterenSenkungen <strong>der</strong> Mittelwerte geführt(s. u.).Die Unterschiede sind teilweise erheblich.So steigt beispielsweise bei LDL-Cholesterin Ax von 4,33 nach 6 Wochenauf Ax 37,8 nach 12 Wochen Behandlungan.Zielkriterium war die Verringerungdes Gesamtcholesterins um wenigstens30 mg/dl. Diese Zielvorgabe wurde in<strong>der</strong> Prüfung P 1 mit einer Mittelwertdifferenzvon Ax 4,0 nicht erreicht undbei <strong>der</strong> Prüfung P 2 mit Ax = 21 knappverfehlt.Entsprechend war die statistische Auswertungmit dem t-Test für die PrüfungP1 durchweg statistisch nichtsignifikant. Die Berechnungen wurdenam Ende <strong>der</strong> Prüfung P 2 für die vielversprechendenMittelwertsdifferenzenwie<strong>der</strong>holt (Tab. III). Die statistische* Durch die Auswahl von 30 Patienten<strong>der</strong> Prüfung P 2 ergaben sich an<strong>der</strong>eMittelwerte bei <strong>der</strong> Null-Kontrolle alsim Vergleich zum Gesamtkollektiv in<strong>der</strong> Prüfung P 1.Signifikanz wurde mit p ;< 0,3 für Gesamtcholesterinund p


M. Dorn, Artischocken-Preßsaftdie Frage nach einer möglichen Kontrollgruppe.Obgleich grundsätzlichWirksamkeit in <strong>der</strong> Kontrolle gegenPlazebo zur Darstellung kommt,wurde in diesen Prüfungen darauf verzichtet.Neben <strong>der</strong> Verdopplung <strong>der</strong>Anzahl <strong>der</strong> benötigten Patienten warenan<strong>der</strong>e Gesichtspunkte maßgebend.Kontrollierte Prüfungen lassensich in einer Vielzahl von Modellendurchführen (1), aus denen für die vorliegendeFragestellung die Kontrollegegen die ärztliche Erfahrung ausgewähltwurde.Vom Prüfarzt werden für Hyperlipidämienvorwiegend Fibrate eingesetzt.Vergleicht man die durch Fibrate mithöheren Dosen erzielten Senkungenvon 10 bis 15%, so muß konstatiertwerden, daß die mit Artischocken-Preßsaft beispielsweise bei den Triglyzeridenmit knapp 5% (4,7%) aus P 1,12,9% aus P2, 4,4% aus P3 sowie6,7% bei den 10 selektierten Patientenaus P 3, und die für LDL-Cholesterinin P 2 mit 15,5% erfolgte Senkung dabeierstaunlich gut abschneidet.Darüber hinaus ist das Fehlen einerKontrollgruppe bei Laborparametern,wie den Lipiden, nicht als kritisch zubewerten. Eine fehlende Wirksamkeitmacht sich bereits durch Ausbleibeneiner Lipidsenkung auch ohne Kontrollgruppebemerkbar, insbeson<strong>der</strong>eim Hinblick auf die hoch angesetzteZielvorgabe einer Senkung von mindestens30 mg/dl.Die drei klinischen Prüfungen zeigtenaußerdem durch die beschriebenenEinzelfälle aus P 1, die MittelwertdifferenzenAx K 2 mit 41,6 aus P 2 und inden 10 ausgewählten Patienten mit einemAx=47,4 aus P 3, daß die Triglyzerideauf die Behandlung mit Artischocken-Preßsaftdeutlicher reagierenals das Gesamtcholesterin. Damit sinddie Triglyzeride als Zielparameter bessergeeignet.Die Wirkungsweise ist zum jetzigenZeitpunkt noch nicht eindeutig aufgeklärt.Das Wirkprinzip scheinen verschiedeneCaffeoyl-Chinasäuren zusein, die für eine nachweisbare Wirkung0.2% Gehalt in <strong>der</strong> Droge erreichenmüssen (5). Darüber hinaus wurdenleberprotektive (8) und regenerationsför<strong>der</strong>ndeWirkungen für die Leberbelegt (7).Im einzelnen sind folgende Wirkungenauf die Leber darstellbar:— durchblutungsför<strong>der</strong>nd— Mobilisierung von Energiereserven— Steigerung <strong>der</strong> Zahl <strong>der</strong> doppelkernigenHepatozyten— Steigerung des RNS-Gehalts <strong>der</strong>Leberzellen— Stimulation <strong>der</strong> ZellteilungZusätzlich konnte für die Artischockeeine choleresesteigernde Wirkung undmit ihr eine vermehrte Cholesterinausscheidungmit <strong>der</strong> Galle nachgewiesenwerden (6).Es ist daher vorstellbar, daß zumindestein Teil <strong>der</strong> antilipidämischen Wirkungüber die Wie<strong>der</strong>herstellung <strong>der</strong> vollenFunktion <strong>der</strong> Leber, die eine zentraleRolle im Lipidmetabolismus spielt, ihrenWeg nimmt. Zusätzlich sind jedocheine Reihe direkter Einflüsse auf dieLipidsenkung bekannt (2, 3, 4, 9-13).Darunter:— allgemeine Lipidsenkung— cholesterinolytische Wirkung— Wechselwirkung zwischen Gallefunktionund Lipidstoffwechsel— Steigerung <strong>der</strong> Sekretion von Cholesterindurch die Galle— Hemmung <strong>der</strong> Produktion vonCholesterin in <strong>der</strong> Leber— Senkung von Serum-ß-Lipoprotein— Senkung des oc/ß-LipoproteidquotientenDie For<strong>der</strong>ung an Arzt und Patient,zunächst durch diätetische Maßnahmeneine Lipidsenkung herbeizuführen,ist grundsätzlich richtig, in <strong>der</strong>Praxis jedoch schwer umsetzbar. Eswird daher stets einen erheblichen Bedarfan Lipidsenkern geben. Diese sindbeson<strong>der</strong>s dann von Vorteil, wenn sie,wie in dem vorliegenden Präparat,weitgehend nebenwirkungsfrei sind,da eine solche Therapie über sehrlange Zeiträume, wenn nicht lebenslang,fortgeführt werden muß. RisikoarmePhytopräparate mit nachgewiesenerantilipidämischer Wirkungsind daher ein unverzichtbarer Teil destherapeutischen Arsenals.Literatur1. Dorn, M.: Zur Problematik klinischerPrüfungen mit Phytopharmaka. Ärztezeitschriftf. Naturheilverf. 34, Heft10 (1993) 848.2. Böhm, K.: Untersuchungen über choleretischeWirkungen einiger Arzneipflanzen.Arzneimittelforschung 9(1959) 376.3. Montini, M. et al.: Kontrollierte Anwendungvon Cynarin in <strong>der</strong> Behandlunghyperlipidamischer Syndrome.Arzneimittelforschung 25 (1975)1311.4. Kienel, G.: Medizinische Grundlagenfür die therapeutische Anwendung <strong>der</strong>Artischocke. Med. Mschr. 13 (1959)349.5. Brand, N., H. Weschta: Die analytischeBewertung <strong>der</strong> Artischocke undihrer Präparate. Zeitschr. f. Phytotherapie12 (1991) 15.6. Kupke, D., et al.: Prüfung <strong>der</strong> choleretischenAktivität eines pflanzlichenCholagogums. Z. Allg. Med. 67(1991) 1046.7. Maros, T., et al.: Wirkung <strong>der</strong> Cynarascolymus-Extrakte auf die Regeneration<strong>der</strong> Rattenleber. 1. Mitteilg. Arzneimittelforschung16 (1966) 127.8. Samochowiec, L., et al.: The influenceof 1,5-dicaffeoylquinic acid on serumlipids in the experimentalla alcoholisedrat. Panminerve Medica 13 (1971)87.9. Hammerl, H., O. Pichler: WienerMed. Wschr. 109 (1959) 853.10. Hammerl, H., et al.: Wiener Med.Wschr. 123 (1973) 601.11. Lietti, A.: Fitoterapia 48 (1977) 153.12. Preziosi, P., B. Loscalzo: Fitoterapia27 (1956) 666; ref. Chem. Abstr. 51(1957)6008.13. Arch. int. pharmacodyn. 117 (1958)63.Anschrift des Verfassers:Dr. med. M. Dorn, Oranienstr. 32,D-65604 Elz.802 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


Praxis <strong>der</strong> Neuraltherapie —Einige wichtige Regulationspunktevon H, Lamers und M. BottuZusammenfassungEin „neumles Störungsgeschehen", von Ferdinand Huneke entdeckt als tiefe innereUrsache einer chronischen bzw. therapieresistenten Krankheit, benötigt fastimmer die Neuraltherapie als Heilmethode.Als Therapie ist die Neuraltherapie daher in <strong>der</strong> Medizin nicht als alternativ zubezeichnen, son<strong>der</strong>n als additiv-regulative Therapie.Das „ neurale Störungsgeschehen " als Grundlage <strong>der</strong> vielen chronischen Krankheiten<strong>der</strong> heutigen Zeit ist in <strong>der</strong> Regel sehr komplex.Selbst die exakte kombinierte Störfeld-Segment-Therapie bringt meistens nicht dienotwendige vegetative Umstimmung zur Heilung.Um diese zu erreichen, müssen bestimmte allgemeine, jedoch wichtige Regulationspunkteimmer mitbehandelt werden.Schlüsselwörter: Neuraltherapie, additiv-regulative Therapie, StörfeldSummary"Neural disturbances ", discovered by Ferdinand Huneke as deep inner causes ofchronic or therapy-resistant ailments, almost always require neural therapy.Neural therapy is therefore not an alternative medical therapy, but rather an adjunctive-regulativetherapy."Neural disturbances" as the basis ofmany mo<strong>der</strong>n chronic illnesses are as a rulequite complex in nature.Even precisely combined segmental field of disturbance therapy usually fails tobring about the vegetative transformation requiredfor healing.To achieve this, certain general, but highly important regulation points must alwaysbe included in therapy.Key words: neurotherapy, additive regulative therapy, field of disturbanceResumeUne «activite neurale perturbante», decouverte par Ferdinand Huneke, commecause interne profonde d'une maladie chronique ou refractaire, necessite presquetoujours d'etre traiteepar la neuraltherapie.La neuraltherapie ne doit doncpas etre qualifiee de therapie alternative mais detherapie additive regulatrice.Einführung in das ThemaSchon von Anfang an lieferte uns diePraxis <strong>der</strong> Neuraltherapie, ganzheitlichgesehen, einige interessante Injektionsstellen,die übrigens auch austheoretischer Sicht in <strong>der</strong> Medizin äußerstsinnvoll sind.Hier wollen wir diese Regulationspunkteund die dazugehörenden Regulationstechnikenbesprechen.Darüber hinaus weisen wir aber auchauf eine wichtige Tatsache hin, die fürdie Praxis <strong>der</strong> Neuraltherapie heutzutagesehr zu beachten ist. Und das ist,daß das ganzheitliche vegetativeGrundsystem des Menschen und alsoauch des Patienten von heute meistensfunktionell-energetisch gesehen nichtmehr das Lebenspotential hat wie vor2 o<strong>der</strong> 3 Dezennien und daß daher dieNeuraltherapie als Methode bei denmeisten Krankheiten nicht mehr so angewandtwerden kann, wie sie historischden Weg <strong>der</strong> Entdeckungen gegangenist.Das heißt: Erst suchen, ob die neuraltherapeutischeSegmenttherapie möglichist, und erst, wenn kein Resultatherauskommt, eine Störfeldsuche beginnen.Wir behaupten, daß meistens von Beginnan mit einer kombinierten Störfeld-Segment-Therapiekomplett mitInjektionen an den zu beschreibendenRegulationsstellen angefangen werdenmuß.Warum das so sein soll und auch, wiedas gemacht wird, wird in diesem Artikeloffengelegt.Unter grundsätzlicher energetischerRegulation durch Neuraltherapie verstehenwir1. Kombinierte Segment- und Störfeldbehandlung2. Injektionen am Waldeyerschen Rachenring3. Injektionen in die Magengrube4. Injektionen in den gynäkologischenRaum5. Injektionen in die Steißbeingegend804 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


H. Lamers/M. Bottu, NeuraltherapieL'«activite neuraleperturbante» comme base de nombreuses maladies chroniquesde notre epoque est en regle generale tres complexe.Meme la therapie segmentaire exacte combinee des champs perturbateurs n'entrainegeneralement pas le changement vegetatif necessaire ä la guerison.Pour l'obtenir, ilfaut toujours traiter en meme temps despoints de regulationgeneraux mais importants.MotS-cles: nevrotherapie, therapeutique additive regulative, champ de troublesWir können sagen, daß diese Antwortals diagnostisches Zeichen für eineneurale Belastung in irgendeiner Weiseund irgendeiner Form zu werten ist,vmd mit diesem sekundenschnellenHeilphänomen können wir sozusagenexperimentell in lebendiger Anschauungam Menschen beobachten, ob dieneuraltherapeutische Behandlung etwasbewirkt hat bzw. bewirken konnte.Neuraltherapie ist für uns immer nocheine experimentelle Erfahrungstherapie,wobei wir während <strong>der</strong> Behandlungden heilenden Weg im therapeutischenSchachspiel suchen und finden.Kombinierte Segment- undStörfeldbehandlungJe<strong>der</strong> Arzt, <strong>der</strong> Neuraltherapie in seinerPraxis anwendet, muß heutzutagewissen, daß die exakte Anamnese undkörperliche Untersuchung eine individuelleStrategie für die Behandlung einesPatienten mit Neuraltherapie liefernund daß dabei immer die Störfeldsuchein Verbindung mit behin<strong>der</strong>tenRegulationen an an<strong>der</strong>en Körperstellenund die Behandlung dieser Stellenvon Anfang an gleichzeitig durchgeführtwerden müssen.Neuraltherapeutische Injektionenam Waldeyerschen RachenringWie Hahnemann, <strong>der</strong> Vater <strong>der</strong> Homöopathie,doch wesentlich bescheidener,möchten wir Ihnen folgendesvorschlagen: „Macht's mir nach, abertut es genauso!"Nur dann können Sie selbst erkennen,daß die neuraltherapeutische Technikam Waldeyerschen Rachenring einephänomenale Regulationstherapie ist,die zum Wohle des Patienten bei fastjedem Patienten eingesetzt werdenkann und sollte.In meiner Praxis führen wir die neuraltherapeutischeInjektion am WaldeyerschenRachenring so durch, wiewir sie im folgenden beschreiben:Wir verwenden eine Nadel von 0,40 x42 mm und eine Luerspritze von 2 ccmo<strong>der</strong> 5 ccm, die mit 1 bis 3 ccm Procainl%ig gefüllt wurde.Wir setzen zunächst kleine Quaddelnmit Procain an den Unterpol und denOberpol des Kehlkopfes.Danach folgen wir <strong>der</strong> Mittellinie desGaumens, und V 2 cm links o<strong>der</strong> rechtshinter dem harten Gaumen setzen wirjetzt die Nadel an und führen diese bisan die Schädelbasis, wo <strong>der</strong> Knochenden direkten Kontakt mit <strong>der</strong> Hypophyseverhin<strong>der</strong>t. Hier spritzen wirebenfalls eine kleine Menge Procainl%ig.Wenn die Mandeln extrahiert sind,wird auch die Operationsnarbe adäquatneuraltherapeutisch behandelt.Sie werden erkennen, daß diese Art<strong>der</strong> Behandlung für jeden praktizierendenArzt und auch für die meistenPatienten leicht durchzuführen ist.Wir empfehlen die Befragung des Patienten,ob er bei seinem Krankheitsbildauch unter Schmerzen im Kopfo<strong>der</strong> im Bewegungssystem zu leidenhat und ob diese Schmerzen auch indem Moment, in dem wir die Spritzeverabreichen möchten, vorhandensind. In den überwiegenden Fällenwerden dann immer Beschwerden <strong>der</strong>HWS, <strong>der</strong> LWS o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Extremitätengenannt.Während <strong>der</strong> neuraltherapeutischenBehandlung am Waldeyerschen Rachenringverringern sich diese Schmerzenmeistens in Sekundenschnelle,o<strong>der</strong> sie verschwinden ganz.Regulation <strong>der</strong> Hypophyse unddes ZwischenhirngebietesDr. F. Perger schreibt in dem Buch überdas System <strong>der</strong> Grundregulation überselbst durchgeführte Regülationsstudieneiner Strahlentherapie.Eine Zwischenhirnbestrahlung mit 5 RHautdosis bewirkt eine Hebung <strong>der</strong>spektrographisch nachweisbaren, Ultraviolettabsorbierenden Stoffe des eiweißfreienSerumextraktes, was alsogleichbedeutend ist mit einer leichtenSchockwirkung.Im Gegensatz zu reiner Hautbestrahlung,z. B. lumbosakral mit 150 R, sehenwir hier, mit dieser sehr niedrigenRöntgendosis auf das Zwischenhirn,eine rasche Freisetzung <strong>der</strong> kritischenStoffe. Dies geschieht schon nach einerStunde statt nach drei Stunden bei reinerHautbestrahlung. Und das wirksameAusgeschüttete bleibt im Blutvorhanden im Gegensatz zur Ausschüttungbei reiner Hautbestrahlung.Das Wesentliche dieser Schwachbestrahlungist, daß die Abwandlung, diesie im Zustand <strong>der</strong> Regulation setzt,hier so gering ist, daß sie vom Organismuswie<strong>der</strong> leicht ausgeglichen werdenkann.Es ist ein effektiver und sanfter Stoß indas Grundsystem, ohne Risiko aufBlockierungen zu setzen.Diese Methode wurde verwendet vonÄrzten wie Zabel, Ott und von Riccabona,und sie proklamierten damals,Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994) 805


H. Lamers/M. Bottu, Neuraltherapiedaß sie zu den besten Zusatzbehandlungenbei schweren Regulationskrankheiteno<strong>der</strong> auch beim Karzinomgehöre.In die gleiche Art <strong>der</strong> Therapie gehörtübrigens auch die Zwischenhirn-Hypophysen-KurzwellendurchflutungnachSchliephake und Samuels.Durch hochfrequente Strome von geringerIntensität wird eine energetischeUmstimmung beabsichtigt. Hierbei erfolgtein Wechsel eines elektrisch geladenenFeldes mit einer Schnelligkeitvon 6 x 10 7 pro Sekunde.Nach Lakhowski wird mit Hilfe einerhochfrequenten oszillierenden Apparatur(200000 Volt, 10 bis 30 mHz)therapiert.Auch diese Methoden bewirken Regulationbei schwierigen chronischenKrankheiten, und all dies laßt klar erkennen,daß ein wichtiger Kern desKrankheitsproblems in <strong>der</strong> physikalischenKonstellation im Areal <strong>der</strong> Hypophyse,des Zwischenhirns und desWaldeyerschen Rachenringes liegt.In diesem Bereich befindet sich übrigensauch die meist nahe Verbindungzum Stammhirn und zu den oberensympathischen Ganglien, wozu u. a.das Ganglion cervicale superius gehört.Dr. med. Marc Bottu und Dr.med. F. Mertens haben über die gutenResultate <strong>der</strong> Behandlung des Ganglioncervicale superius berichtet.Auch die Liquor-Pumpe nach Speranskyrespektive die zisternale Impletolinjektionnach Reid haben frühereine ahnlich tiefgreifende, positiv umstimmendeWirkung entfaltet, aber siesind selbstverständlich nicht so risikolos.Zusammenfassend können wir ausdem Obengenannten und aus unsereneigenen therapeutischen Erfahrungenfolgendes schließen:Die Neuraltherapie am WaldeyerschenRachenring ist wahrscheinlich auch alsein sanfter, leicht durchfuhrbarer regulieren<strong>der</strong>Stoß m die höchste Stufe desAbwehrsystems, die Hypophyse, dasZwischenhirn und die obersten sympathischenGanglien, zu betrachtenund so als eine sehr gute Therapie beichronischen Krankheiten, als Zusatzbehandlungbei vielen Regulationserkrankungenund bei vielen Her<strong>der</strong>krankungendurchzufuhren.Injektion in die MagengrubeSehr oft genügt schon allein diese Injektionan das Peritoneum des Oberbauches,um neuraltherapeutisch eineUmstimmung zu erreichen. Wennnicht, kombinieren wir sie mit einer abdominalenGrenzstranginjektion, dienoch wirkungsvoller ist.Material:Wir nehmen dazu eine Nadel etwaGroße 1 und eine Menge von 2 ccmNeuraltherapeutikum.Technik:Am liegenden Patienten stechen wir in<strong>der</strong> Mittellinie 3 Querfinger breit unterhalbdes Schwertfortsatzes ein undgehen je nach Körperfülle des Patienten3 bis 5 cm tief bis an die Linea alba,wobei wir standig etwas Lokalanasthetikuminfiltrieren. Nach Durchstoßen<strong>der</strong> Faszie, die einen fühlbaren Wi<strong>der</strong>standbietet, gehen wir dann noch wenigeMillimeter an und durch das Peritoneumund spritzen dabei einige TeilstricheNeuraltherapeutikum.Das heißt, die Injektion ist praperitonealund auch intraabdommal. EineVerletzung von Magen und Darm istdabei nicht zu befurchten.Diese Regulationsstelle ist die zweitewichtige Stelle in unserer Serie wichtigerRegulationspunkte, die sehr geeignetist, das Neurovegetativum alsGanzheitssystem zur Regulation anzuregen.Unter dem Begriff Neurovegetativumverstehen wir weniger eine anatomischeals eine funktionelle Einheit, diedas <strong>Gesamte</strong> bedingt kontrolliert bzw.das reflektorisch arbeitende neurohumoraleRegulationssystem umfaßt.Die neuraltherapeutische Behandlungdes Sympathikus-Grenzstranges undseiner Ganglien ist an mehreren Stellenim Korper möglich, aber jede Einstichstellehat auch ihre eigenen Indikationen.Die Injektion am abdominalen Grenzstrang(oberer Nierenpol nach Wischnewski)ist jedoch ein tiefgreifen<strong>der</strong>,aber auch sehr wirkungsvoller Eingriffin das neurovegetative System. Und siewirkt sehr schnell, sehr stark und meistensauch viel langer als an<strong>der</strong>e Injektionenan den Sympathikus, die wirmeistens über die zufuhrenden Arterieno<strong>der</strong> Nerven verabreichen. Naturlichist sie für den Ungeübten nichtganz einfach und auch nicht ungefährlich.Aber meines Erachtens soll sie in<strong>der</strong> Regel bei erfahrenen Ärzten fürNeuraltherapie nicht am Ende <strong>der</strong> therapeutischenÜberlegungen stehen.Material und Technik für die abdominaleGrenzstrangmjektion sollen hiernicht beschrieben werden.Bei sehr vielen Krankheiten ist es in<strong>der</strong> Regel gleichgültig, ob <strong>der</strong> Grenzstrangim Hals- o<strong>der</strong> Lumbaibereichangegangen wird, um das gestörteNeurovegetativum wie<strong>der</strong> zur Regulationzu bringen.Es kommt in <strong>der</strong> Hauptsache immernur darauf an, einen Stoß am vegetativenSystem, direkt am „Lebensnerven",anzubringen. Meistens genügtdazu die einseitige, eventuell links undrechts abwechselnde Injektion am abdominalenGrenzstrang.Die Behandlungen werden in <strong>der</strong> Regelzuerst in einwochigen, spater ingrößeren Abstanden (z. B. bei rezidivierendenBeschwerden) wie<strong>der</strong>holt.Anschrift für die Verfasser.Dr. med. H. LamersK. Aldenghoorstr. 6, NL-6043 XJ Roermond806 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


WinWä&nWmm§§&&l|iiS«PiSSÄlllllI '•••"•" '"^ •reichR.RodriguezPeralTiiuana/Mcxikostop & vanable P r Wtesten StaadJerTtectafcDieses Gerät M f«tt ^t Ptoverfahren,hs^fDer|l||ÄS^ #e4tifefterwaeiiung : ei-i -;•:JrjeöMgisil^roti Aspelctftn '^r\K|ö^iä©r.l ; - : •: i?ä|4^en2ß|i-i^i|ffisfeef|;i J^ergreilgängt > ; sluÄiftilKii pfl^); }G^|ÄlweRiRfcdiet; -jr£^||iy-öttilJil?||||ÄiSl!^gplsÄk4|iike .En-,,."lal|M^igg^|m|^iifeÄJi|ifK|Öüf$;;|?Sg||gMi|^iSimi|tt^iSel^^iÄKBradford) and jLBA,(live blood ätialysis); r .; "&The HLB ppticu.lärlyassesses^oxidatiVe ;i;i t-iiijury throu^i c&ssemmated lntrayasculäf;:: -,icoagulation,Ä©^plexeä^th*solub%'|ragt:*10|QOÖ>majhi^^. ~ •; • for assessmeBt-oI-^fhite; seil stOTstois/ä|^*>**- : ? - cernia, • fung^jB&aniötlnönsj^ micr,^ßöpicll • ;KUftazyme "dy^e^s*io^^j]evisi^x^3|bfj|f;t,~. plaque and !|^tehEö.ti!*ä5a^5*wSlS^fir"S^«J^ia^eihjui^Ä^Se|ö^-Kl;;^-^;lSj;!»v::u;: Trm^stemJgt«|jÄ^i4^i|^^X "judiägnoätic v|liw^^eÄu!JJ3|ßtc}iagi(i^Äs;" chÄenges »Äge^ji|pa(lifegj^|i||C|sii:Stoistische'^ä«ß|WSf|»äp^rjÄ{:.lnng~von Ä^bf|^&^^^|Bä5||^iMjllsi||!J||xtrakt. Ä3ipii||l|l^|v&i^^||t|SystemenSf : ii|i^Tjibecl#i|ÄZÄ»S^Sgä^J8Ä!Sli5ssJ s •jänd tipopoIy^ftä|a|iSM.5Eg3Ä :^t^iiSSIliiGerättisch jg(Hei-BVPM Pnificationopticalibthiabothrefor:Ov e ra»of anydto^k^ramm/^ipll|K^S|§i^!^| Apl^li•ISHIB ; (OjiiiliQ^^iiligsSlllifiil»^'5wStpti|i|^^||s||S|§^|Kjft^~ : ;ÄeHidrei5aii|e|l^^|^|Si|^5p|§!^te^f:jDer HLBeurtetagdurch * ^ *iation in Verblchtige BeteteitiseBtwctoscopicatty «fTo blood testedeveloped forWoche. Bei vielen ballen m loiigw.^nem Stadium dauert die Behandlung mehrals 10 Jahre an. ohne daß negative Nebeneffektebeobachtet würden. Die Wirksamkeit<strong>der</strong> SSM-Behandhmg wurde anhandvon verschiedenen grundlegenden Untersuchungensowie durch dvi vergleichen-807» Natur!


Blickfeld Europaden, doppelblinden klinischen Versuchevon Nakazato, Goto et al. bestätigt.Die Gesamtzahl <strong>der</strong> Krebspatienten — dieMehrzahl unter ihnen in fortgeschrittenemStadium —, die von 1964 bis Mai 1994 inJapan mit <strong>der</strong> unspezifischen Jmmuntherapiemit SSM bebandelt worden sind, beläuftsich auf mehr als 304700. Von 1979bis 1993 wurden mit <strong>der</strong> SSM-Therapiebehandelt: 54368 Fälle von Magenkrebs(8,0% davon waren mehr als 3 Jahre inBehandlung), 26892 Fälle von Lungenkrebs(4,0%), 22020 Fälle von Darmkrebs(9,3%), 11023 Fälle von Brustkrebs(23,5%), 7226 Fälle von Gebärmutter-Jcrebs (18,7%), 4454 Fälle von Speiseröhrenkrebs(5,4%), 5956 Fälle von Cholangiöm(2,5%), 4730 Fälle von Eierstockkrebs(11,5%), 1700 Fälle von Sarkom(11,1%), 9287 Fälle von Bauchspeicheldriisenkrebs(2,4%), 13156 Fälle von Leberkrebs(3,6%), 1953 Fälle von malignemLymphom (10,2%), 1090 Fälle vonZungenkrebs (17,9%), 417 Fälle von malignemMelanom (17,0%), 427 Fälle vonmultiplem Myelom (13,8%), 395 Fällevon Harnleiterkrebs (12,9%), 1656 Fällevon Prostatakrebs (15,7%), 2171 Nierenkrebs(11,0%), 1022 Fälle von Schilddrüsenkrebs(28,7%), usw. Insgesamt handeltees sich um 194330 maligne Fälle, von' denen, 18114 (9,32%) länger als 3 Jahre inBehandlung waren.A Statistical S raveyof Cancer PatientsTreated with an Extract froin HumanTubercte Batilli (SSM, so-cailed MaruyamaVaccine) in 1979-1993Mantyama vaccine (SSM) was extractedand isolated from human tubercle bacilliby Maruyama in 1944. The major activesubstances of SSM are lipoporysaccharides.SSM i& available in SSM-A andSSM-B, in two types. SSM-A has a concentrationof 2 microgram/ml, 10 timesthat of SSM-B (0.2 microgm/ml). The administrationof SSM therapy consists simplyin injecting SSM-A and then SSM-Bsubcutaneously on altemate days, usuallythrice a week for the first three years, twicea week for another two years, mereafteronce a week as long as possible. In manyadvanced cases, the treatment continuesfor longer than 10 years but no adverseside effect has been observed. Efficacy ofthe SSM treatment has been reported byvarious fundamental studies as well as bythe comparative, double blind clinical experimentsperformed by Nakazato, Gotoetal.Total number of cancer patients treatedwith the nonspecific cancer itnmunotherapywith S.S.M., from 1964-1994, Mayin Japan, mostly in advanced stages,amounted more Aan 304,700 cases. From1979-1993, 54,368 cases of stomach(8.0% of them were in the treatment forlonger than 3 years), 26,892 cases of hing(4.0%), 22,020 cases of intestine (9.3%),11,023 cases of breast (23.5%), 7,226 casesof uterus (18.7%), 4,454 cases of esophagus(5.4%), 5,956 cases of cholangioma(2.5%), 4,730 cases .of ovary(11.5%), l,700casesof sarcoma(11.1%),9,287 cases of panoeas (2A%), 13,156cases of liver (3.6%), 1,953 cases of malignantlymphoma (10.2%), 1,090 cases oftongue (17.9%), 417 cases of malignantmelanoma (17.0%), 427 cases of multiplemyeloma (13.8%), 395 cases of üreter(12.9%), 1.656 cases of prostate (15.7%),2,171 cases of kidney (11.0%), 1,022 casesof thyroid (28.7%) etc and in total,194,330 cases of malignancies (of which18,114 cases, 9.32% were un<strong>der</strong> the treatmentlonger than 3 years) have been introducedto SSM therapy.Sonie clinical examples are shown: 1) Oatcell carcinoma, 63 year old female, SSMtherapy for more than 16 years, no recurrence,occurred. 2) A case of metastaticlung cancer healed clinically, seminomaand embryonal carcinoma, 52 year oldmale, SSM therapy for more than 17 years,no recurrence. 3) Choriocarcinonia, bilateralpulmonary metastasis postoperatively,52 year old female, one and half ayear in treatment with SSM, disappearanceof metastasis. 4) Malignant lymphoma,54 year old female, SSM treatmentfor more than 12 years, disappearanceof tumor, 5) Stomach cancer, 87 yearold female, SSM treatment for more than15 years, Performance Status (0). 6) Abdominalmesothelioma, 52 year old female,SSM therapy for 17 years, PerformanceStatus (0). 7) Breast ca., 61 year old female,4 months in treatment with SSM,then mastectomy was performed. BefoieSSM therapy an inoperable case, afterwardsoperable. 8) Nonresected, gastrojejunostomiedadvanced stomach cancer, 61year old male, SSM treatment for 18 years,in normal daüy iife.In conclusion, as the clinical results of SSMcancer non-specific treatment, objectively,sfarinking or disappearance of tumors,marked prolongatkra of the survival time,decrease of pleural effusion or ascites. subjectivelyincrease of appetite, mitigation ofpain were observed. In comparison toother anticancer drugs, utteriy no side effectwas observed, that is, anorexia, nausea,vomitäng,diarrhea, fever, general fa~. tigue, bleeding or leukopenia etc were notcaused in any case. Even in terminal cancerpatients, and also for' long SSM treatment,the quality of Iife of the patients äswell maintained.IMeukönigsför<strong>der</strong> Mineraltablettenin Apothekenmit Spurenelementen808 Arztezettschriftfür Naftirfiefiverfahren 35,11


Internationaler Kongreß für Naturheilverfahrenvom 21. bis 23. Oktober 1994 in BudapestSchon zum dritten Mal haben die Ungarneinen internationalen Kongreßfür Naturheilverfahren organisiert,dieses Mal unter dem Leitgedanken„Akupunktur und traditionelle chinesischeMedizin", „Biologische Krebstherapie"und am letzten Tag „NichtkonventionelleMedizin — ihr Standund ihre Zukunft in Europa".Der Kongreß war von einer interessantenAusstellung begleitet. Neben denHauptvorträgen gab es mehrereWorkshops, und am letzten Tag warenzum Thema „Unkonventionelle Medizin"als Organisatoren COST/Brüssel,das Zentrum für Dokumentation, Essen,<strong>der</strong> ZÄN, Freudenstadt, sowie dasFachkollegium für Naturheilverfahren,Budapest, beteiligt. Am Akupunkturtagwar u. a. auch die uns angeschlosseneÄrztegesellschaft für Akupunkturvertreten; auffallend waren die zahlreichenReferenten aus <strong>der</strong> VolksrepublikChina.Der Tag <strong>der</strong> „Biologischen Krebstherapie"wurde von den Finnen Mucosund Helixor organisiert, und da nebenden ungarischen Vortragenden auch ingrößerer Zahl deutsche Referentenmitwirkten, wurde an diesem Tag simultandeutsch-ungarisch übersetzt.An den bei dieser Veranstaltung stattfindendenRound-table-Gesprächennahm neben den ungarischen Teilnehmernaus Politik, Versicherungswesenund <strong>der</strong> Ungarischen Akademie auch<strong>der</strong> Ärztliche Geschäftsführer desZÄN teil; es ging hauptsächlich umWeiterbildung und Fortbildung in Naturheilverfahrenin Ungarn, wobei diein Ungarn neu entstandene Heilpraktikerfragebeson<strong>der</strong>s heiß diskutiertwurde. Dazu ist zu bemerken, daß dieUngarn zwar einen Heilpraktikerberufzulassen, jedoch die Kompetenzen dieserHeilpraktiker von vornherein kraftGesetzes binden und unter ärztlicheKontrolle stellen wollen. Zum an<strong>der</strong>enwird von den ungarischen Heilpraktikerneine auffallend hohe Qualität verlangt,wie z. B. <strong>der</strong> Besuch einer vierjährigensogenannten Gesundheitsakademieund eine anschließende einjährigeSpezialausbildung im BereichNaturheilverfahren. Sicherlich könnenwir die ungarischen Verhältnisse nichtmit unserer allgemein bekannten Heilpraktikerproblematikvergleichen,trotzdem ist es überraschend, mit welcherKonsequenz und großer Anstrengungauch in Ungarn versucht wird, dieNaturheilverfahren qualitätsmäßig zusichern.Zusammenfassend ist zu sagen, daß<strong>der</strong> immerhin schon dritte InternationaleKongreß für Naturheilverfahrenin Budapest trotz erheblicher Vorbereitungsschwierigkeitensehr gut organisiertwar, es auffallend viele Teilnehmergab, die Ausstellung — gemischtdurch deutsche und ungarische Beteiligung— gut besucht war und die intensivenDiskussionen und gut frequentiertenBesuche <strong>der</strong> Workshops gezeigthaben, daß die ungarischen Kollegennicht nur an Naturheilverfahren interessiertsind, son<strong>der</strong>n bereits westlichesNiveau erreicht, wenn nicht sogar, z. B.im Bereich <strong>der</strong> Berufspolitik, den Westenüberflügelt haben.Eine letzte Bemerkung zum Kongreßort:Der gesamte Kongreß fand in demim ungarischen Jugendstil erbautenRathaus <strong>der</strong> Stadt Budapest statt, unddie Vorträge wurden in dem wun<strong>der</strong>schönengroßen Plenarsaal, in demArztlicher Geschäftsführer des ZANDr. med. L. FodorSchulgasse 7 a, D-94078 FreyungTel. (0 85 51) 12 38Fax (0 85 51) 76 91sonst die Stadträte sitzen, abgehalten.Allein dies mag schon bei vielen Teilnehmernzu einem ästhetischen Genußund architektonischen Erlebnis und zueinem bleibenden Eindruck geführthaben.Wir gratulieren unseren ungarischenKollegen zu diesem gut gelungenenKongreß und wünschen ihnen ebensoviel Geschick und Erfolg bei <strong>der</strong> Organisation<strong>der</strong> weiteren Kongresse imBereich Naturheilverfahren in Budapest.Dr. L. FodorPersonaliaHerr Professor Dr. med. Malte Bühring,Leiter <strong>der</strong> Klinik für Naturheilkundeam Universitätsklinikum Steglitz<strong>der</strong> Freien Universität Berlin,wurde in Anerkennung seiner großenVerdienste im Bereich <strong>der</strong> balneologischenMedizin im Mai 1994 zum Ehrenmitglied<strong>der</strong> Polnischen Gesellschaftfür Balneologie ernannt.Der ZÄN gratuliert — wenn auch etwasverspätet — sehr herzlich zu dieserhohen Auszeichnung!Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)I


Nachrichtenaus den angeschlossenen GesellschaftenIInternationale medizinische Gesellschaft für Neuraltherapienach HunekeGL: Herr Dr. Huneke, die Neuraltherapiewurde vor gut einem Jahr in denGegenstandskatalog für Medizinstudentenaufgenommen. Sind die Hochschulendieser Herausfor<strong>der</strong>ung gewachsen?Wie ist es <strong>der</strong>zeit um dieLehre <strong>der</strong> Neuraltherapie an den Universitätenbestellt?Huneke: An vielen Hochschulen istdie Neuraltherapie noch eine „neueTherapieform", teilweise werden propädeutischeVorlesungen gehalten.Eine Reihe von Universitätsklinikenbetreibt u. a. schon seit längerer Zeit inden <strong>der</strong> Anästhesie angeglie<strong>der</strong>tenSchmerzambulanzen Segmenttherapieüberwiegend mit Nervenblockaden.Die Schmerzambulanz <strong>der</strong> UniversitätDüsseldorf z. B. gibt neben an<strong>der</strong>enTherapiemöglichkeiten <strong>der</strong> Neuraltherapienach Huneke beson<strong>der</strong>e Bedeutungund erforscht dabei ihre Wirksamkeit.Für mich wäre es wünschenswert,wenn es zu einer besseren Kooperationzwischen den Universitäten und unsererGesellschaft käme, damit jahrzehntelangeErfahrungen, die wir gesammelthaben, mit in die Lehre aufgenommenwürden.GL: Welche Qualifikationen sollte einArzt mitbringen, damit er Neuraltherapiein <strong>der</strong> Praxis erfolgreich anwendenkann?Huneke: Eine gründliche allgemeinärztlicheAusbildung, handwerklicheGeschicklichkeit und gute anatomischeKenntnisse.GL: Die Neuraltherapie ist keine gewöhnlicheArzneimitteltherapie, son<strong>der</strong>neine Regulationstherapie. Woraufkommt es bei einer neuraltherapeutischenBehandlung — abgesehen von<strong>der</strong> richtigen Handhabung <strong>der</strong> Spritze— beson<strong>der</strong>s an?InterviewHuneke: Da die Neuraltherapie zumeinen in die Strukturen <strong>der</strong> von Pischingerbeschriebenen Grundregulation,zum an<strong>der</strong>en in die verschiedenstenBereiche <strong>der</strong> nervalen Regelkreiseeingreift, liegen hier die Schwerpunktedes Grundlagenwissens. Der Neuraltherapeutsollte nicht nur morphologisch,son<strong>der</strong>n vor allem biokybernetischdenken und handeln lernen. Dabeihat sich ein uns früher vorgeworfenesmonomanes Denken mehr undmehr in ein ganzheitlich diagnostischesund therapeutisches Denken gewandelt.GL: Ihre Gesellschaft bietet zusammenmit Ihren Tochtergesellschaften inDeutschland und in zahlreichen an<strong>der</strong>enLän<strong>der</strong>n die Möglichkeit, die Neuraltherapiezu erlernen. Was hat Siebewogen, die Bad Meinberger Wocheins Leben zu rufen?Huneke: Da die Hauptausbildungsschwerpunkteseit Jahrzehnten inDeutschland mehr im südlichen Raum,wie Freudenstadt und Baden-Baden,lagen, bestand seit langem das Bedürfnisnach einer Fortbildungsveranstaltungim norddeutschen Raum auf demGebiet <strong>der</strong> Naturheilverfahren undden Regulationstherapien. Wir wolltendabei eine integrierte Fortbildung inNaturheilverfahren mit Synopsis diagnostischerund therapeutischer Verfahrenanbieten. Das Ineinan<strong>der</strong>greifendiagnostischer und therapeutischerMethoden wird praxisnah erlebbar.Patientenvorstellung, Erarbeiten <strong>der</strong>Diagnose und die Demonstration <strong>der</strong>Behandlungen werden in den Kursenlebendig dargestellt. Die einzelnenMethoden <strong>der</strong> Naturheilverfahrenwerden durch gemeinschaftliche Patientendemonstrationenin ihrer Spezifitätwie auch in ihren Ergänzungsmöglichkeitenvorgestellt.Neben <strong>der</strong> jeweils im Vor<strong>der</strong>grund stehendenNeuraltherapie nach Hunekewurden in den drei vorangegangenenBad Meinberger Wochen u. a. dieOzontherapie, die Regulationsthermographieund die Akupunktur vorgestellt.In diesem Jahr erweitern die manuelleDiagnostik und Therapie unddie Schmerztherapie nach Siener dasProgramm.Das Lernen steht in Bad Meinberg sicherlichim Vor<strong>der</strong>grund. Ganz wichtigist aber auch die Begegnung mitgleichgesinnten Kollegen, um sich auf<strong>der</strong> Suche nach einer besseren Medizinauszutauschen und gegenseitig zu bestärken.(aus: Gesundes Leben 4/94)Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


VerleihungenHufelandmedailleninhaberAnemueller, Dr. med. H., Landhaus Bergham32, D-83233 BernauAschner, Prof. Dr. med. B.Berg, Dr. med. h. c. R.Brauchle, Prof. Dr. med. A.Breidenbach, Dr. med. N., Burgbergring53, D-88709 ÜberlingenBuchinger sen., Dr. med. O.Fleischhacker, Prof. Dr. med. H.Franke, Prof. Dr. med. habil. K.Giesenbauer, Dr. med. Heinz, Hindenburgstraße5, D-28717 BremenGleditsch, Dr. med. Jochen, TraunreutherStraße 23, D-81549 MünchenGöbel, Dr. med. J.Gräff, Prof. Dr. med. S.Haferkamp, Dr. med. H.Hagen, Dr. med. C.Harmsen, Prof. Dr. Dr. H., Freudenthalweg430, D-21227 BendestorfHarth, Dr. med. V., Hainstraße 9,D-96047 BambergHopfer, OMR Prof. Dr. F., Le<strong>der</strong>ergasse25, A-1080 WienHuneke, Dr. med. F.Huneke, Dr. med. W.Kaiser, Dr. med. J.-H., Bad WörishofenKötschau, Prof. Dr. med. K.Kohlrausch, Prof. Dr. med. W.Kolb, Dr. med. H., Deutschherrenberg19, D-35578 WetzlarKollath, Prof. Dr. med. W.Krauß, Prof. Dr. med. H.Lampert, Prof. Dr. med. H.Malten, Dr. med. H.Nissle, Prof. Dr. med. A.1984195519541958198119641967197719901993198519591975197619801984199319621967197419681966198619571987196519601963Oelze, Dr. med. F., KakenhanerGrund 21, D-22397 HamburgPischinger, Prof. Dr. med. A.Rost, Prof. Dr. A., Aribostraße 13,D-83700 Rottach-EgemRost, Dr. med. J., Aribostraße 13,D-83700 Rottach-EgemSchimmel, Dr. med. K. Ch.,Stefan-Lochner-Straße 37,D-88709 MeersburgSchmitz-Harbauer, Dr. med. R.,Bismarckstraße 3, D-47799 KrefeldSchumacher-Wan<strong>der</strong>sieb, Dr. med. O.,Seb.-Kneipp-Promenade 28-30,D-53902 Bad MünstereifelSchwarz, Prof. Dr. Dr. W.Steiner, Dr. med. habil. O.Voll, Dr. med. R.Weiß, Prof. Dr. med. R. F.Wilhelm, Dr. med. R., Schmarjestraße 18,D-14169 BerlinWünstel, San. Rat, Prof. Dr. med. G.Zabel, Prof. Dr. med.Zimmermann, Dr. med. W, Edmund-Müller-Straße 4, D-86489 DeisenhofenCelsus-MedailleProf. Dr. med. Dr. phil. H. Schipperges,Schriesheimer Straße 59,D-69221 DossenheimUniv.-Prof. Dr. H. Schilcher, Gierkezeile36/IV, 10585 BerlinCelsus-PlaketteGratz, Georg, ML-Verlag, 29525 Uelzen19941979199119911992199019831963197419681988198919611976199319941994Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)III


VerleihungenEhrennadelträger des <strong>Zentralverband</strong>es<strong>der</strong> Ärzte für Naturheilverfahren e. V.Ehrennadel in Goldvon Abel, Dr. med. Dietrich, Le<strong>der</strong>gasse65, 73525 Schwäbisch GmündAnemueller, Dr. med. H., LandhausBergham 32, 83233 BernauBin<strong>der</strong>, Dr. med. T., Baslerstraße 1,79540 LörrachBrüggemann, Dr. med. W.Doerfler, Dr. med. J., Am Rathenaupark5, 22763 HamburgEylardi, O., Friedrichsallee 1,53173 Bonn-Bad GodesbergFehrenbach, Dr. med. H.Fodor, Dr. med. L., Schulgasse 7A,94078 FreyungGawlik, Dr. med. W., Hofzaunweg 11,83677 GreilingGiesenbauer, Dr. med. H., Hindenburgstraße5, 28717 BremenGleditsch, Dr. med. J., Hermann-Roth-Straße 12, 82065 BaierbrunnGöbel, Dr. med. J.Hopfer, OMR Prof. Dr. F., Le<strong>der</strong>ergasse25, A-1080 WienHuneke, Dr. med. H., Erwin-von-Witzleben-Straße 17, D-40474 DüsseldorfKampik, Dr. med. G., StauffenbergerStraße 5, 80797 MünchenKrimmel, Frau Dr. med. M., Rabensteinstraße5, 81243 MünchenKrumscheid, P., Kurdirektor,72250 FreudenstadtLegal, Dr. med. H.-P., Orleansplatz 5,81667 MünchenLützner, Dr. med. H., Forellenweg 12,88662 ÜberlingenMilz, Med. Dir. Dr. mied. H., Murtalstraße17, 80687 MünchenNathusius, Med. Dir. Dr. med. A. vonOelze, Dr. med. F., KrakenhanerGrund 21, 22397 HamburgPfeifer, Hans, FreudenstadtPreusser, Dr. med. Wilhelm, Reichenbachstraße6, 83022 RosenheimRost, Prof. Dr. A., Aribostraße 13,83700 Rottach-EgernRost, Frau Dr. med. J., Aribostraße13, 83700 Rottach-EgernRuf, Dr. med. I., Hallstraße 11,D-86150 AugsburgSchilcher, Prof. Dr. H., Gierkezeile36/IV, 10585 BerlinSchimmel, Dr. med. K. Ch., Stefan-Lochner-Straße 37, 88709 MeersburgSchmitz-Harbauer, Frau Dr. med. R.,Bismarckstraße 114, 47799 KrefeldSchmitz-Harbauer, Dr. med. W., Bismarckstraße114, D-47799 KrefeldSchober, Dr. jur. F. X., Rabensteinstraße5, 81243 MünchenSchultz-Friese, Dr. med. W., Hutmühlstraße27, 88662 ÜberlingenTrefz, K., Alfredstraße 21, D-72250FreudenstadtTrunzler, Dr. med. Gösta, Rummstraße5, 76229 KarlsruheWarning, Prof. Dr. med. H.Wolf, G., Herrenfel<strong>der</strong>straße 30,72250 FreudenstadtEhrennadel in Silber,Son<strong>der</strong>stufeTrefz, Karin, Alfredstraße 21, 72250FreudenstadtEhrennadel in SilberBanschbach, Mechthild, Am Bürgerwald,72250 FreudenstadtBitterer, Marianne, StraßburgerStraße, 72250 FreudenstadtClausen, Werner, Fa. Töpfer GmbH,88436 EberhardzeilDlask, Jiri, In den Padenwiesen 5,65779 KelkheimFodor, Gerlinde, Schulgasse 7a,D-94078 FreyungGrätz, Georg, ML-Verlag,29525 UelzenHermann, Willy, Fa. Klein, D-77736Zell-HalmersbachJahnke, Siegfried, Herzog-Alexan<strong>der</strong>-Straße 6/1, 72250 FreudenstadtKastner, Jochen, Berliner Ring 40,D-76437 RastattKlumpp, Karl, Stadt. Kurverwaltung,72250 FreudenstadtKolb, Regina, Deutschherrenberg 19,35578 WetzlarMarquardt, Hanna, Fa. OstasiatischerHeilmittel-Import, 70619 StuttgartSchimmel, GabrieleSchmidt, Gerda, Deisterstraße 86,30966 Hemmingen-ArnumSchoch, Gabi, Alter Weg 48,72250 FreudenstadtSchondelmaier, Fritz, Kytta-WerkSauter GmbH, D-72275 AlpirsbachSeiz, Dorothee, Hippokrates-Verlag,70469 StuttgartSteiß, A., Buchhandlung für Medizin,Rüdigerstraße 14, 70469 StuttgartTrefz, Karin, Alfredstraße 21, 72250FreudenstadtTreitz, Werner, Wildbad Straße 124,D-56841 Traben-TrarbachZimnik, H.-G., Hippokrates-Verlag,Rüdigerstraße 14, 70469 StuttgartEhrennadel für mehr als30jährige MitgliedschaftAddicks, Dr. med. K., Staugraben 3,26122 OldenburgAdler, Dr. med. G.Appenrodt, Dr. med. Erwin, AmGrünen Kamp 16, D-27749 DelmenhorstArkenau, Dr. med. H.Baeuerle, Dr. med. H.Bamberg, Frau Dr. med. E.Barth, Dr. med. F.Bartholomae, Dr. med. H., Herweghstraße16, 60431 FrankfurtBassemir, Dr. med. C, ImHassel 19, 69221 DossenheimBauer, Dr. med. R., Reuchlinweg 3,75378 Bad LiebenzeilBaur, Dr. med. K.-A., K.-Gördeler-Straße 29, 71636 LudwigsburgBayer, Dr. med. G., Asangstraße 155,70329 StuttgartBechtloff, Dr. med. F., KurmainzerRing 40 b, 63762 GroßostheimIV Arztezeitschnft für Naturhellverfahren 35, 11 (1994)


VerleihungenBehrens, Dr. med. A., Krähenbüschken38, 45479 MülheimBeiz, Dr. med. C, Arndtstraße 6,53113 BonnBenter, Dr. med. W., Grünstraße 30,31275 LehrteBerg, Dr. med. R. D.Bietz, Dr. med. F.Bischof, Frau Dr. med. I., Hauptstraße107, 88348 SaulgauBischoff, Dr. med. F.-G., Wilhelmstraße26, 32545 Bad OeynhausenBock, Dr. med. H., JoellenbeckerStraße 274, 33613 BielefeldBoden, Dr. med. W.Boegler, Dr. med. F., Robert-Schumann-Straße13, 88677 MarkdorfBoethke, Dr. med.Bossert, Dr. med. W.Bosch GmbH, Postfach 50,70049 StuttgartBrakensiek, Dr. Dr. E.Brand, Dr. med. W.Brausewetter, Dr. med. E., Biergasse1, 53498 Bad BreisigBrass, Dr. med. F., FrauenklinikObersburg, 31749 RehrenBreidenbach, Dr. med. N., Burgbergring53, 88662 ÜberlingenBreitinger, Dr. med. R., 63808 HaibachBretschnei<strong>der</strong>, Dr. med. F., Hönnetalstraße170, 58675 HemerBritz, Dr. med. E., Eichenweg 68,56564 NeuwiedBuchheim, Dr. med. W., Bürgerm.-Urban-Straße 1, 27283 VerdenBuchinger, Dr. med. O., Klinik f. biolog.Heilw., 31812 Bad PyrmontBuerth, Dr. med. H.Büttner, Dr. med. W.Bukowski, Dr. med. R., Hopfenstraße19, 31224 PeineCaesar, Dr. med. H., Via 25. Aprile22,1-28050 OggebbioCicha, Dr. med. H., Robert-Koch-Straße 24, 77815 BühlClemens, Dr. med. G.Commichau, Dr. med. K.-H., Zuschlagsweg18, 27793 WildeshausenCordier, Dr. med. H., In <strong>der</strong>Lauge 14-16, 48282 EmsdettenCornehls-Weiland, Frau Dr. med. H.Daniel, Dr. med. O., Graf-Bernhard-Straße 14, 32805 Horn-Bad MeinbergDeichmann, Dr. med. dent. H., ItzenbüttlerStraße 149, 21266 JesteburgDemianiw, Dr. med. dent. M.Derlich, Dr. med. H.Dick, Frau Dr. med. S., Schillerstraße2-4, 50321 BrühlDietz, Dr. med. H.Doell, Dr. med. W., Ludwigstraße 2,64683 EinhausenDoering, Dr. med. G.Doerper, Dr. jur. F., Bertholdstraße7, 76530 Baden-BadenDoerr, Dr. med. H., Kaiser-Wilhelm-Straße 15, 67059 LudwigshafenDoll, Dr. med. W., Schäferstraße 82,44623 HerneDorow, Dr. med. G.Ebel, Dr. med. U., ErnsdorferStraße 77a, 83209 PrienEbell, Dr. med. H., Bornstraße 3,56470 Bad MarienbergEichenlaub, Dr. med. E., Arnoldstraße4, 40479 DüsseldorfEickelmann, Dr. med. R. V.Eisel, Dr. med. L, Jahnstraße 21,55124 MainzEissner, Frau Dr. med. H.Engelmann, Dr. med. R., Debonstraße6, 63916 AmorbachEschwey, Dr. med. H., Tullastraße 1,68161 MannheimEtzler, Dr. med. H., Weinstraße 47,67480 EdenkobenFahrner, Dr. med. H., Kleine-Stein-Straße 2, 88662 ÜberlingenFeigs, Dr. med. G., 164er Ring 5,31785 HamelnFettes, Dr. med. Irmgard, FrankfurterStraße 602, 51145 KölnFeuerle, Dr. med. J., Wildtaubenweg59, 71334 WaiblingenFichter, Dr. med. H.Fischer, Dr. med. W., Beulerweg 31,58809 NeuenradeFörster, Dr. med. R.Fraessle, Dr. med. K., Höhenstraße20, 77955 EttenheimFranke, Prof. Dr. med. habil. K.Freiwald', Frau Dr. med. E., Winzerstraße9, 76532 Baden-BadenFrey, Dr. med. H., Wielandstraße 38,60318 FrankfurtFrick, Prof. Dr. med.Fries, Dr. med. H., Osterholzallee 52,71636 LudwigsburgFrisch, Dr. med. H., Bismarckstr. 5,95028 HofGeiger, Dr. med. R., Okenstraße 19,77652 OffenburgGeiling, Dr. med. A.Gerecke, Dr. med. dent. H., Haldenwangstraße7, 76227 KarlsruheGierke Dr. med. W. von, Steubenstraße22, 35576 WetzlarGieshoff, Dr. med. dent. W, Theodor-Frings-Allee8, 41751 ViersenGlaesmann, Dr. med. J., BühlerWeg 6, 55543 Bad KreuznachGlaser, Prof. Dr. med. V, StraßburgerStraße 25, 72250 FreudenstadtGleim, Dr. med. G., Baumeisterweg2, 38126 BraunschweigGoetze, Dr. med. Fr. W., 51702 BergneustadtGottmann, Dr. med. K. H., Ob. St.Leonhardstraße 55, 88662 ÜberlingenGreger, Dr. med. J., Ahlen 37,51515 KürtenGrossimlingshaus, Dr. med. A.Grüger, Dr. med. W., Arndtstraße 6,59439 HolzwickedeGubba, Frau Dr. med. R., Vor demFang 11, 57334 LaaspheGutmann, Dr. med. E.Gutmann, Dr. med. G.Hallegger, Dr. med. G., Schwachh.Heerstraße 59, 28211 BremenHammer, Dr. med. F., Rietburgstraße5, 67346 SpeyerHantel, Dr. med. F. W., Katzentränke12, 53332 BornheimHartmann, Dr. med. G., Sollingstraße86, 37603 HolzmindenHardt, Dr. med.Hartwich, Frau Dr. med. G.Härtung, Dr. med. H. J.Hass, Dr. med. J.Haueiss, Dr. med. F.Heitsch, Dr. med. R., L.-Richter-Straße 61, 45659 RecklinghausenHeldt, Dr. med. H. E., Turmstr. 32,35396 GießenArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


VerleihungenHellhammer, Dr. med. G., Melanchthonstraße1, 44536 LuenenHerget, Dr. med. H.Hermann, Frau Dr. med. L., Z. DörnerBrücke 19, 42283 WuppertalHerter, Dr. med. F., Berg Fiedel 127,48153 MünsterHertling, Frau Dr. med. G., WulfsdorferWeg 77, 22359 HamburgHertzka, Dr. med. G., Hausackersweg10, 78337 OhningenHeupel, Dr. med. W., Gregor-Mendel-Straße6, 53115 BonnHeusterberg, Dr. med. K. H., Antonius-Peyer-Straße10, 36043 FuldaHey, Dr. med. G., Knatenser Weg 34,31675 BückeburgHeybrock-Seiff, Frau Dr. med. E.Hildmann, Dr. med. H.Hillebrandt, Dr. med. K.,Seb.-Kneipp-Straße 12,64689 GrasellenbachHinsen, Dr. med. W.Hochmann, Dr. med. R.-E., Hauptstraße20, 78098 TribergHoffmann, Frau Dr. med. L., Steinbergweg34, 64285 DarmstadtHoffmann, Dr. med. H.Hoffmann, Frau Dr. med. I.Hoffmann, Frau Dr. med. M.Hoffmann, Dr. med. W., Jakob-Ries-Straße 1, 67319 WattenheimHohenthanner, Dr. med. R., Salinstraße10, 83022 RosenheimHoltzmann, Dr. med. H. G.Hummel, Dr. med. F., Goldbachstraße10, 37269 EschwegeHyllus, Dr. med. W., Sturmbäume 16,37154 NortheimImm, Dr. med. H., Am Schönenkamp208a, 40599 DüsseldorfIrmer, Dr. med. G., Derkerborn 6,59929 BrilonJacobs, Dr. med. S., Am Fleeth 22,25541 BrunsbüttelJentjens, Dr. med. Hermann, Elberfel<strong>der</strong>Straße 55, 42477 RadevormwaldKaiser, Dr. med. B., Rheinstraße 3,64283 DarmstadtKaiser, Dr. med. J.-H.Kampik, Dr. med. G., StauffenbergerStraße 5, 80797 MünchenKantor, Dr. med. I.Kempe, Dr. med. E.Kellner, Dr. med. M., Kirchenstr. 88,81675 MünchenKessel, Dr. med. M., KelsterbacherStr. 28, 64546 Mörfelden-WalldorfKessler, Dr. med. H., Philosophenweg3, 26721 EmdenKlauenflügel, Dr. med. H., Wendentorwall8, 38100 BraunschweigKleemann, Dr. med. U., Zeppelinstraße24, 88212 RavensburgKlein, Dr. med. F., Am Mühlenbach112, 45147 EssenKlemt, Dr. med. H. J., Stadtring 41,33647 BielefeldKlingeberg, Frau Dr. med. M.Klingeberg, Dr. med.Knauer, Dr. med. K., Kaiserallee 61,76133 KarlsruheKoch, Frau Dr. med. E., Eichendorffstraße6, 73734 EsslingenKoch, Dr. med. K., Gesekerstraße 5,33154 SalzkottenKöhler, Dr. med. R., Friedrichstraße46, 79576 Weil am RheinKötschau, Prof. Dr. med. K., Lindenweg23, 83071 SchloßbergKolb, Dr. med. H., Isoldestraße 3,76185 KarlsruheKolb, Dr. med. H., Am Deutschherrenberg19, 35578 WetzlarKolbe, Dr. med. W, Fischerweg 11,82234 WeßlingKonze, Dr. med. dent. F., Am Katzenberg5, 29571 SchwemlitzKraft, Dr. med. T.Kramer, Dr. med. dent. F., Ostendstraße161, 90482 NürnbergKranz, Dr. med. T.Kremser, Dr. med. W,Rehblöcken 22, 22359 HamburgKroner, Dr. med. H., Karlstraße 16,66482 ZweibrückenKrusemeyer, Dr. med. D., In <strong>der</strong>Uhlenflucht 9, 44795 BochumKügelgen, Dr. med., Schlehdornweg54, 50858 KölnKühn, Frau Dr. med. M., Zähringerplatz4, 78464 KonstanzKummer, Frau Dr. med. M., Bahnhofstraße1, 77740 Bad Peterstal-GriesbachKuppe, Dr. med. K.-O., Hofätstraße14, 86825 Bad WörishofenKuppel, Frau Dr. med. R., Kapellenweg16, 78315 RadolfzellKuschke, Dr. med. H.Kulessa, Frau Dr. med. H.Kuntzmüller, Dr. med. J.Lahnstein, Dr. med. S.Lang, Frau Dr. med. M., SchwalbacherStraße 33, 65343 EltvilleLange, Frau Dr. med. I.Lasius, Frau Dr. med. H., Steinweg10, 65824 SchwalbachLauinger, Dr. med. Bernhard, Werfmershalde18, 70190 StuttgartLenz, Dr. med. H.Leutiger, Dr. med.Leven, Dr. med. dent. R., Claudiusstraße37, 40668 MeerbuschLoew, Dr. med. H., BahnhofStraße39, 61273 WehrheimLudwig, Dr. med. K.Lützner, Dr. med. H., Forellenweg12, 88662 ÜberlingenLuft, Dr. med. W., Saarlandstraße 2378050 Villingen-SchwenningenLugge, Frau Dr. med. M.Männicke, Dr. med. H., Am Hofgarten12, 53113 BonnMager, Dr. med. W.Maschke, Dr. med. P.Mayer, Dr. med. E., StrümpfelbacherStraße 32A, 70327 StuttgartMengershausen, Dr. med. J. vonMerkel, Dr. med. M., LämmerStraße 10, 95233 HelmbrechtsMeyer, Dr. med. L., DuevelsbekerWeg 5, 24106 KielMeyer, Dr. med. W., 73655 Plü<strong>der</strong>hausenMonz, Dr. med. W.Mücke, Dr. med. H. G., Metzental 7,84036 LandshutMühlhaus, Dr. med. R., Klosterbergstraße113, 53177 BonnMünstermann, Dr. med. B., Roonstraße57, 47799 KrefeldMünz, Dr. med. H., Bergstraße 26,73072 DonzdorfMussler, Frau Dr. med. G.Mutschier, Dr. med. P.,Goethestraße 5,74177 Bad FriedrichshallVI Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994


VerleihungerNetschert, Dr. med. R., Heinrichstraße3, 44623 HerneNeu, Dr. med. EL, Baumschulallee3a, 53115 BonnNeuhäusser, Dr. med. dent. P.Neuer, Dr. med. Carl Heinz, Eisenbahnstraße23, 67655 KaiserslauternNieling, Dr. med. K.-H., Hellingrotstraße6, 33378 Rheda-WiedenbrückNiemann, Dr. med. G., Sandstraße151, 57072 SiegenNitz, Dr. med. J., Rathausstraße 2,33806 OerlinghausenNoeske, Dr. med. H.-D., Kettenhofweg62, 60325 Frankfurt/M.Noll, Dr. med. H., Kriegstraße 27,76133 KarlsruheOpdenbusch, Dr. med. H.Palfner, Dr. med. K.Peine, Dr. med. K., Goethestraße 22,59755 Neheim-HüstenPensei, Dr. med. F., KetschendorferStraße 76, 96450 CoburgPetzinger, Dr. med. K. von, Kaiserstraße39, 31785 HamelnPeus, Dr. med. W.Pfän<strong>der</strong>, Dr. med. H., Bahnhofstraße33, 73033 GöppingenPick, Dr. med. H. W., Kölner Str. 4,57610 AltenkirchenPirlet, Dr. med. K.Podszus, Dr. med. W., Fuldablick 15,34125 KasselPohl, Frau Dr. med. E., Saarstr. 15,30173 HannoverPollmächer, Frau Dr. med. G., A.-Feuerbach-Platz 2, 79100 FreiburgPreusser, Dr. med. W., Reichenbachstraße6, 83022 RosenheimPrieber, Dr. med. S., Klosterstraße2-4, 76726 GermersheimPrinz, Dr. med. H., Klosterweg 4,53117 BonnQuickenstedt, Dr. med. H. J.Rademacher, Dr. med. L.Raven, Dr. med. R.Reineke, Dr. med. E.-D., Brehmstraße63, 31139 HildesheimReuss, Dr. med. D., FabriksiedlungNr. 70, 73329 KuchenRiechert, Dr. med. H., Bergkirch.Straße 365, 32549 Bad OeynhausenRoddewig, Dr. med. W., ErbacherStraße 5, 65343 EltvilleRoe<strong>der</strong>-Sorge, Dr. med. H., AmForsthof 22, 42119 WuppertalRoesch, Dr. med. F. G., OldesloerStraße 236, 22457 HamburgRoss, Dr. med. K., Kierb. Bahnhofstraße155, 50321 BrühlRothenbach, Dr. med. E., GabelsbergerStraße 3, 63739 AschaffenburgRüdiger, San.-RatRutkowsky, Dr. med.Sachsse, Dr. med. H., Obere Dorfstraße11, 82237 WalchstadtSähloff, Dr. med. O., Salzer Str. 55,63619 Bad OrbSchäfer, Dr. med. M., Prinz-Eugen-Straße 1, 79102 FreiburgSchauwecker, Dr. med. W., Kur-Allee 28, 64625 BensheimSchick, Dr. med. E., Mendelssohnstraße2, 70619 StuttgartSchirrmacher, Dr. med. G., Am Affenberg34, 78050 Villingen-SchwenningenSchleihauf, Dr. med. W., MerzhauserStraße 159 B, 79100 FreiburgSchmidt, Dr. med. A.Schmidt, Dr. med. A., Landgutweg41, 28355 BremenSchmidt, Dr. med. J., Herzog-Adolf-Straße 14, 56410 MontabaurSchmidt, Dr. med. W., Hohenlohestraße45, 80637 MünchenSchmidt-Burgk, Dr. med. L.Schmidt-Dannert, Dr. med. H.,Hauptstraße 15, 75399 UnterreichenbachSchmidt-Ruete, Dr. med. E.Schmittner, Dr. med. J., Am Luitpoldhain16, 96050 BambergSchmitz, Dr. med.Schmitz-Harbauer, Frau Dr. med. R.,Bismarckstraße 114, 47799 KrefeldSchmutz, Dr. med. H., Nie<strong>der</strong>feldstraße68, 68199 MannheimSchnabel, Dr. med. F., Tannenbergstraße13, 35519 RockenbergSchnabel, Dr. med. J., KarolingerStraße 25, 91301 ForchheimSchnei<strong>der</strong>, Med. Dir. W., Im Hasenbusch2, 50354 EfferenSchoembs, Frau Dr. med. H.Schönborn-Wiesentheid, Dr. med.Graf von, 97351 WiesentheidSchrödinger, Dr. med. L.Schutt, Frau Dr. med. M.Schultz-Friese, Dr. med. W., Hutbühlstraße27, 88662 ÜberlingenSchumacher-Wan<strong>der</strong>sieb, Dr. med. O.,53902 Bad MünstereifelSchwanecke, Dr. med. S., Sonnenstraße16, 91207 HeuchlingSchwarz, Dr. med. G., Am Menzelberg9, 37077 GöttingenSchwarz, Dr. med. P., Ecklenstraße29, 70184 StuttgartSchwarzkopf, Dr. med. W., Bahnhofstraße5, 56751 PolchSperber, Dr. med. E., Mühlenweg 1,21521 AumuhleStappert, Dr. med. W., Peyerstr. 18,90429 NürnbergStaubert, Dr. med. W., Feidbrunnenstraße4, 20148 HamburgSteinfeld-Bock, Frau Dr. med. M.,Gartenweg 7, 74821 MosbachStendel, Dr. med. P.Stenzel, Dr. med. dent., Weissenburgstraße27, 93055 RegensburgStolze, Dr. med. G., Eugen-Bolz-Straße 11, 68163 MannheimStorck, Dr. med. U., Kneipp-Rheuma-Bad, 34308 EndbachStrangmann, Dr. med. E.Straubinger, Frau Dr. med. B.,Augarten 13, 72160 HorbSulzer, Frau Dr. med. M., Schauinslandstraße1, 76199 KarlsruheTausendfreund, Dr. med. U., KagerbauerStraße 27, 82049 PullachTextor, Dr. rer. nat. H.Thoene, Frau Dr. med. T., Am Töllershof7, 40489 DüsseldorfTietz, Dr. med. E., Hammerstraße 8,79540 LorrachTresser, Dr. med. E., Anton-Hermann-Straße10, 63150 HeusenstammTrobisch, Dr. med. R., Hauptstraße134, 66909 Herschweiler-PettersheimArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)VII


VerleihungenTrück, Dr. med. H., Falkenstraße 4,72250 FreudenstadtUllmann, Dr. med. W., Seufzerallee12, 49419 WagenfeldVarro, Dr. med. J., KaiserswertherStraße 129, 40474 DüsseldorfVehring, Dr. med. F.Vinnemeier, Dr. med. M., Friedrich-Ebert-Straße 84, 42549 VelbertVogel, Dr. med. M.Vogel, Dr. med. R.Vogelsberger, Dr. med. W., Kurhausstraße15, 34131 KasselVogt, Dr. med. H., Himmelreichweg37 A, A-8040 Graz — MariatrostVoigt-Häfele, Dr. med. Margret,Königsberger Str. 16,57518 BetzdorfVoll, Dr. med. R.Waibel, Dr. med. J., Burgersdorferstraße6, 83253 RimstingWarning, Prof. Dr. med. H.Weber, Dr. med. H., Bahnhofstr. 1,84508 BurgkirchenWeckbecker, Dr. med. E. von, Rupprecht-Str.12, 97769 Bad BrückenauWeichel, Frau Dr. med. E., BernhäuserStraße 21, 70599 StuttgartWeidlich, Dr. med. F., Vogelreichsweg35, 31812 Bad PyrmontWeier, Dr. med. H., Wilhelminenstraße17 a, 64283 DarmstadtWeiner, Dr. med. dent. H.Weiß, Prof. Dr. med. R. F.Wendel, Dr. med. K.Wendland, Dr. med. G., GartroperStraße 10, 47138 DuisburgWietek, Dr. med. H. F., Hauptstraße22, 87782 UntereggWitzig, Dr. med. M., Friesenstraße54, 71640 LudwigsburgWöhrle, Dr. med. E.Wörner, Frau Dr. med. L, Eugen-Schön-Straße 34, 97332 VolkachWolff, Dr. med. H. D., Gartenfeldstraße6, 54295 TrierWürfel, Dr. med. W, Karlstraße 58 a,78073 Bad DürrheimZahn, Dr. med. dent. E., HockenheimerStraße 62, 68809 NeulußheimZilch, Dr. med. M. J., Karthäuserstraße14, 93051 RegensburgZimmermann, Dr. med. W., E.-Müller-Straße4, 82041 DeisenhofenZipperlen, Frau Dr. med. I., Uhlandstraße6, 72072 TübingenZwerenz, Dr. med. W., Bahnhofstraße14, 54595 PrümBuchbesprechungen \Lehrbuch <strong>der</strong> Schmerztherapie.Grundlagen, Theorie und Praxis fürdie Aus- und Weiterbildung. Von M.Zenz, Bochum, und I. Jurna, Homburg/Saar(Hrsg.). 590 Seiten, 205Abbildungen, 188 Tabellen, geb. DM98,—. Erschienen 1993, WissenschaftlicheVerlagsgesellschaft mbH, Stuttgart.Für den nie<strong>der</strong>gelassenen Medizinersind Schmerz und Schmerztherapie einzentrales Problem, das nicht nur eindifferenziertes Behandlungsschema,son<strong>der</strong>n vor allem fundiertes theoretischesWissen erfor<strong>der</strong>t.Es liegt nun erstmals eine zusammenhängendeMonographie überSchmerztherapie vor, die sich zwar inerster Linie an Studenten <strong>der</strong> Medizinwendet, darüber hinaus aber auch alsLeitfaden für den Arzt in Klinik undPraxis anzusehen ist und die inhaltlichneben theoretischen Grundlagen auchdie vielseitigen praktischen Anwendungeneinschließlich des wichtigenTeilgebietes „Naturheilverfahren" abhandelt.Im Kapitel „Pharmakologie" werdendem Leser die verschiedenen Analgetikaausführlich vorgestellt und erklärt,Indikationen und Kontraindikationengenannt und auch die möglichen Kombinationeneinzelner Analgetika erwogen.Im Kapitel „Methoden" werdennicht nur spezielle Anwendungen wieNervenblockaden, chemische Neurolyse,Kyrotherapie o<strong>der</strong> spinaleOpioidanalgesie beschrieben, son<strong>der</strong>nauch an<strong>der</strong>e therapeutische Wege, wiephysikalische und manuelle Therapiemethoden,Neuraltherapie nach Huneke,Akupunktur bis einschließlichKrankengymnastik, berücksichtigt. Esscheint allerdings, daß die gerade in<strong>der</strong> Schmerztherapie so bedeutsamenNaturheilverfahren viel zu kurz kommenund <strong>der</strong> interessierte Leser überdie vielseitigen Methoden, die die Naturheilverfahrenfür die Schmerztherapiebieten, lediglich eine Kurzinformationerhält, so daß er sich zum Studiumweitere Literatur zulegen müßte.Im interessanten Kapitel „Krankheitsbil<strong>der</strong>"wild versucht, aufgrund <strong>der</strong>speziellen Lokalisation <strong>der</strong> Schmerzenauf <strong>der</strong>en unterschiedlichen Charaktereinzugehen, um auf diese Weise bestimmteTherapieprinzipien aufstellenzu können. Hier wird gerade <strong>der</strong> nie<strong>der</strong>gelasseneKollege interessanteAspekte über die unterschiedlichenArten von Kopf- und Rheumaschmerzen,aber auch über therapeutischesVorgehen bei Krebsschmerzen bis einschließlich<strong>der</strong> diffizilen Angelegenheitdes psychogenen Schmerzes finden.Das von namhaften Koautoren verfaßteLehrbuch ist erfreulich übersichtlichgestaltet und mit einer Vielzahlverständlicher und einprägsamer Abbildungenund Tabellen ausgestattet.Es ist zu hoffen, daß viele Kollegen,die direkt o<strong>der</strong> indirekt mit <strong>der</strong>Schmerztherapie konfrontiert sind,sich dieses bedeutsame Basiswerk anschaffen;meiner Ansicht nach gehörtes als Standardwerk in jedes Arztregal.L. Fodor, FreyungVIII Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


Durch Verhaltenstherapie undAkupunktur zum NichtraucherErste Ergebnisse einer Studie in einer Rehabilitationsklinikvon B. Huckenbeck-Gödecker und K. ReichardZusammenfassungZwei Formen des Nichtrauchertrainings im Rahmen einer vierwochigen Rehabilitationsmaßnahmewerden miteinan<strong>der</strong> verglichen. Die Versuchsgruppe V (Verhaltenstherapie)wurde in einer Kleingruppe in 2mal 45 Minuten auf das Therapieziel<strong>der</strong> Abstinenz vorbereitet. Die Gruppe VA (Verhaltenstherapie und Akupunktur)erhielt eine zusatzliche, einmalige Ohrakupunktur von 20 MinutenDauer.Gemessen am Erfolgskriterium <strong>der</strong> Abstinenz, erwies sich die Kombination vonVerhaltenstherapie und Akupunktur als deutlich überlegen. Beide Verfahren bewirkteneine signifikante Reduktion des durchschnittlichen Zigarettenkonsums,die auch 6 Monate nach Behandlungsende noch deutlich war. Auch den nichtabstinentenRauchern bei<strong>der</strong> Behandlungsgruppen gelang es, die Anzahl <strong>der</strong> durchschnittlichgerauchten Zigaretten signifikant zu reduzieren.Schlüsselwörter: Nikotinabusus, AkupunkturSummaryTwoforms of non-smoker training are compared within the framework ofa4-week rehabilitation programme. Test group V (behavioural therapy) waspreparedforthe therapeutic goal of abstinence in a small group in two sessions of 45minutes each. Group VA (behavioural therapy and acupuncture) was treated inaddition in a Single ear acupuncture Session lasting 20 minutes.Measured by thesuccess criterion abstinence, the combination of behaviouraltherapy and acupuncture was clearly superior.Both methods resulted in significant reduction of average cigarette consumption,which was still pronounced 6 months after completion of therapy. The non-abstinentsmokers in both therapeutic groups were also able to reduce the average numberofcigarettes smoked by a significant amount.Key words: nicotine abuse, acupunctureResumeL'article compare deux formes de desintoxication tabagique menees dans le cadred'une mesure de rehabilitation de quatre semaines. he groupe de lest V (therapiecomportementale) a ete prepare dans un petit groupe ä l'objectifde la therapie,Vabstinence, en 2fois 45 minutes. Le groupe VA (therapie comportementale etacupuncture) a requ en plus une acupuncture auriculaire d'une fois 20 minutes.EinleitungRauchen ist in den industrialisiertenLan<strong>der</strong>n immer noch die häufigste vermeidbareKrankheits- und Todesursache.Der Verlust an Lebenszeit betragtbei denen, die im Alter zwischen 35und 69 Jahren sterben, im Mittel 23Jahre (4).Die Mehrzahl <strong>der</strong> 17 bis 18 MillionenRaucher in Deutschland wurde gernaufhören. Ohne fremde Hilfe gelingtdas jedoch nur 10 bis 15% von ihnen(1). Grunde sind z. B.:— Entwohnende Raucher leiden unterNikotinentzug, beson<strong>der</strong>s nachstarkem früherem Nikotinabusus.— Der vor allem von Autoren <strong>der</strong> Verhaltenstherapiepropagierte Weg<strong>der</strong> schrittweisen Entwöhnung unterschätztden hohen Anteil <strong>der</strong>Suchtkomponente bei <strong>der</strong> Auflechterhaltungdes Ravchens. Zudemwird oft die reduzierte Zigarettenanzahldurch tiefere Inhalationkompensiert. Der Verstarkerwert<strong>der</strong> einzelnen Zigarette steigt sosukzessive an.— Durch rauchende „Vorbil<strong>der</strong>" in<strong>der</strong> Mitwelt, bei <strong>der</strong> Arbeit, in <strong>der</strong>Familie, in den Medien und durchPassivrauchen wird das Verlangennach „nur einem" Zug so sehr gesteigert,daß die Verwirklichung desguten Vorsatzes dahmschmilzt.— Häufig wird eine Gewichtszunahmeals Grund für das Versagen des Nikotinabstinenzversuchesvom Patientenangeführt.Daraus ergibt sich <strong>der</strong> Bedarf eines effektiven,ökonomischen und gleichzeitignebenwirkungsarmen Therapieverfahrenszur Nikotinentwohnung.Patienten, die dieses Anliegen beimarztlichen Aufnahmegespräch äußern,wurden bei uns bisher zunächst an denDiplompsychologen zum Nichtrauchertraining„überwiesen". Die Akzeptanzdieses Trainings ist in <strong>der</strong> Regelzufriedenstellend, häufig wurde jedoch<strong>der</strong> Wunsch des Patienten nachmehr arztlicher Unterstützung spurbar.Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994) 813


B. Huckenbeck-Gödecker/K. Reichard, AkupunkturLe combinaison de la therapie comportementale et de l'acupuncture s'est avereenettement superieure en ce qui concerne le entere de succes de l'abstinence. Lesdeux methodes ont entmine une reduetion significative de la consommationmoyenne de cigarettes, qui etait encore nette meme 6 mois apres lafin du traitement.Meme lesfumeurs non abstinents des deux groupes traites ont r6ussi areduire defagon significative le nombre moyen de cigarettes fumees.MotS-Cles: abus de nicotine, aeupunetureUnter den von Buchkremer und Unland(2) diskutierten Erfolgskriteriensind Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeitund Praktikabilität für eine erfolgreicheRaucherentwöhnung die nachunserer Meinung entscheidenden. ImRahmen eines nur vierwöchigen Rehabilitationsaufenthaltessowie auch bei<strong>der</strong> Behandlung in <strong>der</strong> Praxis des nie<strong>der</strong>gelassenenArztes kommt <strong>der</strong> Ökonomiedes angewandten Verfahrenseine beson<strong>der</strong>e Bedeutung zu.Hinzu kommt, daß die Akzeptanz desNichtrauchertrainings durch eine geringeNebenwirkungsrate erhöht wird.Da die Nikotinsubstitution in den verschiedenenDarreichungsformen teilweisemit erheblichen Nebenwirkungeneinhergeht und die Langzeiterfolgenicht überzeugend sind, habenwir uns zu einer Kombination aus Verhaltenstherapieund Akupunktur entschieden.Hinzu kommen mehrjährigepersönliche Erfahrungen <strong>der</strong> Autorenmit den beiden Behandlungsmethoden.FragestellungDas Behandlungsziel ist die Nikotinabstinenz.Die Studie soll auf folgende FragenAntwort geben:— Wie groß ist die Wirkung eines verhaltenstherapeutischenTrainingsauf die Nikotinabstinenz?— Kann die Effektivität einer solchenMaßnahme durch zusätzliche Ohrakupunkturgesteigert werden?— Wie lange hält die Wirkung nachbeiden Behandlungsmethoden an?— Wie wirkt sich die jeweilige Behandlungauf den Zigarettenkonsumnicht abstinent gewordenerRaucher aus?Patienten und MethodikAllen Patienten <strong>der</strong> Charlottenburg-Klinik in Bad Essen (Rehabilitationsklinikfür Orthopädie und Rheumatologie),die bei <strong>der</strong> Anamnese angaben,Zigaretten zu rauchen, boten wir vonApril bis Oktober 1992 an, im Verlaufeihres Klinikaufenthaltes am fürsie kostenlosen Nichtrauchertrainmgteilzunehmen.Zwei Behandlungsgruppengebildet:wurden— Die Gruppe V wurde ausschließlichmit Verhaltenstherapie behandelt.— Die Gruppe VA erhielt Verhaltenstherapieund Akupunktur.Die Zuordnung <strong>der</strong> Patienten zu einer<strong>der</strong> beiden Gruppen erfolgte nach demZufallsprinzip.Für alle Patienten wurde <strong>der</strong> täglicheZigarettenkonsum vor <strong>der</strong> Behandlung,unmittelbar danach, drei Monatespäter und sechs Monate nach demAbschluß <strong>der</strong> Behandlung (die beidenletzten durch postalisches Feedback:kurzer Fragebogen mit Rückumschlag)erfragt und gruppenweise miteinan<strong>der</strong>verglichen.Die varianzanalytische Auswertung erfolgtemit Hilfe des ProgrammesAnova 7 von D. J. K. Mewhort, dienonparametrische Auswertung manuelldurch die Autoren.Von ursprünglich 75 Patienten (67Männer, 8 Frauen) schieden 11 wegenunvollständiger Teilnahme aus, 4 weitere,weil sie unbekannt verzogen waren.Von 19 <strong>der</strong> 27 Teilnehmer <strong>der</strong>Gruppe V sowie von 25 <strong>der</strong> 33 Teilnehmer<strong>der</strong> Gruppe VA konnten vollständigeDaten über den gesamten Untersuchungsverlauferhoben werden.Zu Behandlungsbeginn bestandenkeine überzufälligen Unterschiede zwischenbeiden Gruppen bezüglich Alter,Geschlecht, Dauer des Rauchensin Jahren, subjektiver Selbsteinschätzungmaximalen und minimalen Zigarettenkonsums,Stärke des Abstinenzwunsches,Erfolgserwartung und externalerKontrollattribution. Mitglie<strong>der</strong><strong>der</strong> Gruppe V attribuierten den erwartetenTrainingserfolg jedoch signifikantstärker auf internale Faktoren(t = 1,784; p < 0,05) und rauchtenstärker (24,84 vs. 20,16 Zigaretten/die, t= 1,799; p< 0,05).Das verhaltenstherapeutische Trainingstand unter <strong>der</strong> Leitung des Diplompsychologen.Dabei wurden die Teilnehmerin zwei Sitzungen ä 45 Minutenin Kleingruppen von jeweils zweibis drei Patienten auf die Abstinenzvorbereitet. Schon vorher hatten sie einenRaucherfragebogen ausgefüllt,dessen Inhalt in Sitzung 1 vertieftwurde. Je<strong>der</strong> Teilnehmer wurde angeregt,die persönlichen Vorteile <strong>der</strong> Abstinenzso konkret wie möglich zu formulieren,kritische Situationen für einenmöglichen Rückfall zu ermittelnund sein bisheriges Rauchverhalten zuanalysieren. Die „Hausaufgabe" biszur zweiten Sitzung bestand in einemProtokoll <strong>der</strong> Selbstbeobachtung, indas Ort, Zeit und Anzahl <strong>der</strong> (noch)gerauchten Zigaretten aufgenommen814 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


B Huckenbeck-Godecker/K Reichard, Akupunkturwerden sollten Außerdem wurdedann um die stichwortartige Beantwortungfolgen<strong>der</strong> Fragen gebeten— „Wozu brauche ich diese Zigarettejetzt (noch)?"— „Was kann ich m Zukunft statt desseneinsetzen ?"In <strong>der</strong> zweiten Sitzung wurde das jeweiligeProtokoll besprochen, die Teilnehmererhielten Tips zur Ruckfallvorbeugungund legten einen konkretenTermin für den Beginn <strong>der</strong> Abstinenzfest („Ab jetzt rauche ich garnicht mehr")Die Ohrakupunktur wurde vom Arzt(Dr med, Diplom <strong>der</strong> DeutschenArztegesellschaft für Akupunktur,langjährige Akupunkturerfahrung)durchgeführt Die Behandlung geschahmit sterilen Emmalstahlnadelnan einem Ohr und dauerte jeweils 20Minuten Neben klassischen Suchtpunkten(„Punkt <strong>der</strong> Begierde", „Antiaggressionspunkt"und „Frustrationspunkt")wurden atmungsaktivierende,kreislaufstabilisierende sowiepsychisch und vegetativ beruhigendePunkte genadelt30 +M 4.0 +sSI ao{ErgebnisseAbstinenzDa Abstinenz das erklarte Therapiezielwar, muß <strong>der</strong> Erfolg an diesemKriterium überprüft werdenZum Behandlungsende ergibt sich inbeiden Gruppen ein signifikanter AbstinenzerfolgIn <strong>der</strong> Gruppe V lag dieQuote <strong>der</strong> Nichtraucher bei 42,12%,in <strong>der</strong> Gruppe VA sogar bei 60% In<strong>der</strong> Gruppe V sank die Abstinenzquotein den ersten drei Monaten nach<strong>der</strong> Heimkehr aus <strong>der</strong> Klinik auf26,32%, blieb danach aber weiteredrei Monate konstant In <strong>der</strong> GruppeVA blieb die Abstinenzquote 6 Monatelang mit 60% konstant, wobei jeweils2 Teilnehmer innerhalb <strong>der</strong> erstendrei Monate abstinent bzw rückfälligwurden (Abb 1) Dadurch befindensich zur Zeit <strong>der</strong> Befragung 6 Monatenach Behandlungsende in <strong>der</strong>Gruppe VA signifikant mehr Nichtraucherals in <strong>der</strong> Gruppe V (Chi 2 [3] =3,68, p < 0,05)Ob die Anzahl <strong>der</strong> abstinenten Raucherin den beiden Behandlungsgruppenim Laufe <strong>der</strong> Untersuchung si-1i 1Abb 1 Zeit Abstinenzquoten Diagramm8161 2 3 4* ML Mon&xexL i 0 EeiiazidliingEende i~ V EL] YAii igmfikant zunimmt, wurde mit demQ-Test nach Cochran geprüft Für dieGruppe V ist <strong>der</strong> Unterschied nochnicht signifikant (Chi 2 [3] = 5,375,n s ) In <strong>der</strong> Gruppe VA hegt jedochein uberzufalhger Unterschied vor(Chi 2 [3] = 8,88, p< 0,05)Reduktion des Zigarettenkonsumsnicht abstinent gewordener RaucherAuch nicht abstinent gewordene Raucherhaben wahrend <strong>der</strong> Behandlungsphaseden Zigarettenkonsum in beidenGruppen signifikant reduzieren könnenWie erwartet stieg die Anzahl <strong>der</strong>gerauchten Zigaretten nach dem Ende<strong>der</strong> Reha-Maßnahme zunächst signifikantan, fiel dann jedoch nach 3 bis 6Monaten wie<strong>der</strong> ab Insgesamt lag 6Monate nach Behandlungsende beiden nichtabstinenten Rauchern <strong>der</strong> Zigarettenkonsumsignifikant unter <strong>der</strong>UrsprungsmengeDie Akupunktur hat sich bei den nichtabstinent gewordenen Rauchern nichtgunstiger ausgewirkt als ausschließlichVerhaltenstherapie, wie durch Abb 2und durch eine Post-hoc-Analyse bestätigtwirdDa die beiden Behandlungsgruppenschon zu Beginn <strong>der</strong> Intervention unterschiedlichstark rauchten, verzichtenwir auf eine Signifikanzprufung <strong>der</strong>GruppenunterschiedeNichtabstinente Raucher m <strong>der</strong>Gruppe V reduzierten ihren anfänglichenZigarettenkonsum bis zur zweitenNachbefragung signifikant (F [9/1] =14, 12, p < 0,05) Nach dem Therapieendeund bei <strong>der</strong> ersten Nachbefragungzeigt <strong>der</strong> Konsum allerdings einenZwischenanstieg (F [9/1] = 7,20,p < 0,05)Ein identischer Verlauf ist bei Teilnehmern<strong>der</strong> Gruppe VA zu beobachtenein signifikanter Min<strong>der</strong>konsum zwischenBehandlungsbeginn und zweiterNachbefragung (F [10/1] = 17,75, p< 0,05), ein ebenfalls signifikanterAnstieg des Konsums zwischen Behandlungsendeund erster Nachbefragung(F [10/1] = 6,78, p < 0,05)Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


B. Huckenbeck-Gödecker/K. Reichard, AkupunkturReduktion des Zigarettenkonsums allerRaucherAm Behandlungsende ist die Reduktiondes durchschnittlichen anfänglichenZigarettenkonsums in beiden Behandlungsgruppenetwa gleich. Imweiteren Untersuchungsverlauf reduziertenMitglie<strong>der</strong> <strong>der</strong> Gruppe VAstärker. Sie hielten die nach Behandlungsendeerreichte Konsumreduktionum etwa 74% 6 Monate lang praktischunverän<strong>der</strong>t (Tab. I und Abb. 3).Die Varianzanalyse für die Gruppe Vweist einen signifikanten Haupteffektnach (F [18/3] = 27,21; p < 0,001).Zum Zeitpunkt <strong>der</strong> Befragung nach 6Monaten rauchten die Teilnehmer signifikantweniger als zu Behandlungsbeginn(F [18/1] = 34,08; p


B. Huckenbeck-Gödecker/K. Reichard, Akupunkturam Behandlungsende 42% (6 Monatedanach noch 26%), in <strong>der</strong> Gruppe VAdagegen über die gesamten 6 Monate60%.Gemessen am Kriterium <strong>der</strong> Abstinenz,ist die Kombination <strong>der</strong> Verhaltenstherapiemit Akupunktur die deutlicherfolgreichere Methode. Die Vermutungvon Buchkremer und Unland(2), Akupunktur sei nur eine kurzfristigwirksame Suggestivmethode, istmit unseren Befunden nicht zu vereinbaren.Die zusätzlich mit Akupunkturbehandelten Raucher schaffen es häufiger,ganz mit dem Rauchen aufzuhören.Außerdem stabilisieren sie diesenErfolg besser.Bei Untersuchungsteilnehmern, diedas Rauchen nicht völlig einstellten,waren beide Behandlungsmethodengleichermaßen wirksam, so daß esauch in <strong>der</strong> Retrospektive sinnvoll erscheint,die Akupunktur mit <strong>der</strong> Auflagezu verbinden, das Rauchen einzustellen.Weitere Untersuchungen anPatienten mit höherem anfänglichenZigarettenkonsum erscheinen jedochwünschenswert.Ein möglicher Einwand gegen diesePilotstudie besteht darin, daß <strong>der</strong> Erfolgnur mittels subjektiver Patientenangabenüberprüft wurde. Durchmehrfache Abfrage <strong>der</strong> Zigarettenanzahlzum Zeitpunkt <strong>der</strong> Klinikentlassunghaben wir die Glaubwürdigkeit<strong>der</strong> Angaben überprüft, ohne auf größereWi<strong>der</strong>sprüche zu stoßen.Teilnehmer, die sich nicht mehr an <strong>der</strong>Nachbefragung beteiligten, sind als potentielleMißerfolge zu betrachten.Diesen Einwand könnte man nur bei<strong>der</strong> optimalen Rücklaufquote von100% völlig entkräften. Die in dieserStudie erreichte Quote von 73% stellteine gute Annäherung dar.Die vorliegende Untersuchung zeigt,daß Nichtrauchertraining auch imRahmen einer nur vierwöchigen Rehabilitationsmaßnahmemit optimalemzeitlichem und personellem Aufwandeffektiv sein kann. Das war unsererMeinung nach nur möglich durch diekonsequente Ausrichtung <strong>der</strong> Therapieauf Abstinenz.Literatur1. Brengelmann, J. C: Information undAnleitung zur Behandlung des Rauchens;Band 27 <strong>der</strong> Schriftreihe desBundesministeriums für Jugend, Familieund Gesundheit. Stuttgart, 1976.2. Buchkremer, G., H. Unland: Entwicklungen<strong>der</strong> Behandlung und Präventiondes Rauchens. GBK-Mitteilungsdienst16/54 (1988) 31-32.3. Kriz, J.: Statistik in den Sozialwissenschaften.Hamburg, 1972.4. Rüssel, M. A. H., J. A. Stapleton, C.Feyerabend, S. M. Wiseman, G. Gustavsson,U. Sawe, P. Connor: Targetingheavy smokers in general practice.Randomised controlled trial of trans<strong>der</strong>malnicotin patches. Brit. med. J.306 (1993) 1308.Anschriften <strong>der</strong> Verfasser:B. Huckenbeck-GödeckerDipl. -Psychologe, Charlottenburg-KlinikPostfach 1120, D-49144 Bad Essen,Dr. med. K. ReichardArzt — ChirotherapieFriedrich-Hecker-Str. 7, D-75180 PforzheimANZEIGEkörpereigenen Abwehrfunktionen,Hemmung des Tumorwachstums,Besserung des Allgemeinbefindens,Verbesserung <strong>der</strong> Verträglichkeit beiStrahlen- und ChemotherapieZusammensetzung Fermentierterwassnger Auszug aus Viscum album(Planta tota) von verschiedenenWirtsbaumen nach spezieller HerstellungsartAnwendungsgebiete gemäß <strong>der</strong> anthroposophischen Menschen undNaturerkenntnisDazu gehören Bösartige undgutartige Geschwulstkrankheitensowie bösartige Erkrankungen undbegleitende Störungen <strong>der</strong> blutbildendenOrgane, Anregung <strong>der</strong> Knochenmarkstatigkeit, Vorbeugung gegen Geschwulstrezidive, definiertePrakanzerosenGegenanzeigen Iscador 8 - solltenicht angewendet werden bei Hirndrucksteigerungbei intracraniellenund mtraspmalen Tumoren Beihochfieberhaften Zustanden solltedie Iscador »-Therapie unterbrochenwerden, solange die Korpertemperatur über 38° C hegt An den erstenMensestagen sollten keine Iscador®-Injektionen gegeben werdenWahrend <strong>der</strong> Schwangerschaft sollteIscador® nur nach strenger Indikationsstellungverabreicht werdenNebenwirkungen Gelegentlich auftretendeentzündliche Reaktionenum die Einstichstelle <strong>der</strong> subcutanenInjektion sind unbedenklieh In seltenen Fallen können stärkereörtliche o<strong>der</strong> allgemeine allergischeReaktionen (Hautreaktionen,Schuttelfrost, Atemnot, Schock)auftreten, die ein Absetzen desPräparates und ärztliche Beratungertor<strong>der</strong>heh machen Vor einerFortsetzung <strong>der</strong> Therapie ist eineDesensibihsierungsbehandlung miteinschleichen<strong>der</strong> Dosierung durchzufuhren Evtl ist auch <strong>der</strong> Wechselauf Viscum album eines an<strong>der</strong>enWirtsbaumes erfor<strong>der</strong>lichDie leichte Steigerung <strong>der</strong> Kor-pertemperatur ist eine erwünschteReaktionPackungsgroßen und PreiseSerienpackungenzu 7 Amp a 1 ml DM47,65Sortenpackungenzu 8 Amp ä 1 ml DM 54,45Iscador® ist eines <strong>der</strong> Präparate, diewir im Einklang mit Mensch undNatur <strong>der</strong> Heilkunst zur VerfugungstellenBitte for<strong>der</strong>n Sie die ausführlichenBehandlungsrichtlinienbei WELEDA AG, Postfach 1320,D-73503 Schwabisch Gmünd an.WELEDfl818 Arztezeitschnft für Naturhellverfahren 35 11 (1994)


Das klimakterische Syndrom unddessen Behandlung mittels EAVvon C. T. SereyZusammenfassungDas klimakterische Syndrom äußert sich durch Aufhören <strong>der</strong> Menstruation, begleitetvon körperlichen und geistigen Verän<strong>der</strong>ungen, wie Rückbildung von Genitalien,Abnahme <strong>der</strong> Leistungsfähigkeit, Schwindelzustände, Hitzewallungen,allgemeine Unruhe, Schlaflosigkeit, Depressionen, Angstzuständen usw.Schulmedizinisch nimmt man an, daß diese Erscheinungen auf die physiologischvermin<strong>der</strong>te Erzeugung <strong>der</strong> Östrogene zurückzuführen sind.Die Gynäkologen verabreichen den Patientinnen daraufhin Östrogen in Form vonInjektionen, Tabletten und neuerdings auch als Pflaster. Einigen dieser Patientinnenwird dadurch nur vorübergehend geholfen, denn einige Monate später tretendie Beschwerden wie<strong>der</strong> auf. Außerdem gibt es auch Patientinnen, die Östrogenenicht vertragen. Diese Patientinnen suchen daher Hilfe in einer alternativen Behandlungsmethode.Bei vielen Patientinnen können die Homöopathie o<strong>der</strong> dieAkupunktur allein helfen, aber es gibt auch Patientinnen, denen durch die erwähntenMethoden nicht mehr geholfen werden kann. Mittels Elektroakupunkturnach Voll (EAV) kann man die genauen Ursachen, wie z. B. Unverträglichkeitzahnärztlicher Werkstoffe, Nahrungsmittelunverträglichkeit und Unverträglichkeitvon Umweltgiften, aufspüren und entsprechend therapieren.Schlüsselwörter: klimakterisches Syndrom, Elektroakupunktur nach Voll(EAV), Zahnherde, Unverträglichkeit von zahnärztlichen Werkstoffen, Nahrungsmittelunverträglichkeit,Unverträglichkeit von UmweltgiftenSummaryThe climacteric syndrome is characterized by cessation of menstruation, which isaccompanied by bodily and mental changes such as Involution ofgenitals, decreasedvitality, states of dizziness, hotflashes, general unrest, sleeplessness, depression,anxiety, etc.Academic medicine sees these symtoms as results of the physiologically reducedproduction of oestrogens.Gynaecologists therefore give patients oestrogen in the form of injections, tabletsand, most recently, saturated sticking plasters. Some of the patients are helped bythis therapyfor a short time only — the Symptoms return after afew months.Some patients do not tolerate the oestrogens well. These patients therefore seekhelp in an alternative therapeutic method. Homeopathy or acupuncture suffices inmany cases, but some patients cannot even be helped by these methods. Usingelectroacupuncture acc. to Voll (EAV), the exact causes, e.g. intolerability of dentalmaterials, foods or environmental toxins, can be determined and treated accordingly.Mit dem weitgehenden Verbrauch desKeimparenchyms endet die Geschlechtsreife.Es beginnt das Klimakterium,die Prämenopause. Die Ovarienverlieren ihre generative Funktion,d. h., sie geben keine Eizellen mehr abund auch ihre humorale Tätigkeit auf,indem sie die Östrogenbildung allmählicheinstellen.Das Klimakterium beginnt bei denmeisten Frauen im Alter zwischen 45und 48 Jahren. Als einschneidendesEreignis des Klimakteriums tritt dieMenopause ein. Sie ist definitionsmäßiggekennzeichnet durch den Abschluß<strong>der</strong> zyklischen Ovarialfunktionund erfolgt gewöhnlich zwischen dem45. und 52. Lebensjahr im Durchschnittmit 51 Jahren.Die Ovarialfunktion erlischt allmählich,die Zyklen weiden unregelmäßig;die Blutungen treten mit verlängertenIntervallen auf. Die Menopause entwickeltsich gewöhnlich in <strong>der</strong> Zeitspannevon einem Jahr (Abb. 1).Geschlechts- Pra- Postreifemenopause menopauseAbb. 1Senium— Menopause 5>(Abschluß <strong>der</strong> zyklischen Ovarialfunktionzw. dem 45. bis 52. Lebensjahr)Danach beginnt die Postmenopause.Dieser Abschnitt wird klinisch in diefrühe Prämenopause und die spätePostmenopause eingeteilt. Die späteMenopause geht in das Senium über.Die Zeit <strong>der</strong> Prä- und <strong>der</strong> frühen Postmenopausewird als Klimakteriumo<strong>der</strong> als Perimenopause bezeichnet.Sie ist durch ganz wesentliche funktioneileund morphologische Umstellungengekennzeichnet. Beson<strong>der</strong>s charakteristischsind das Ausbleiben <strong>der</strong>Ovulation, das Absinken <strong>der</strong> Östrogensekretionund <strong>der</strong> Anstieg <strong>der</strong> Gonadotropinwertein Blut und Harn(Abb. 2).Das Zwischenhirn-Hypophysen-Systemwird nicht weiterhin durch ova->820 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


C. T. Serey, EAVKey words: climacteric syndrome, electroacupuncture acc. to Voll (EAV), dentalfocuses, intolerability of dental material, intolerability of food, intolerability ofenvironmental toxinesResumeLe syndrome climaterique se manifeste par la cessation de la menstruation, accompagneede changements physiques et mentaux, de la regression des organesgenitaux, de la diminution de l'efficience, de vertiges, de bouffees de chaleur,d'une inquietude generale, d'insomnies, de depressions, d'angoisses, etc.La medecine officielle suppose que ces phenomenes sont dus ä la produetion physiologiquementreduite des oestrogenes. Les gynecologues administrent souvent äleurs patientes des oestrogenes sous forme d'injections, de comprimes et <strong>der</strong>nierementdepieces.Pour certainespatientes, ceci n'apporte qu'un soulagementpassagercar les troubles reapparaissent quelques mois plus tard. Par ailleurs, certainespatientes ne supportent pas les oestrogenes et se tournent vers une methode de traitementalternative.L'homeopathie ou l'acupuncture seules peuvent ai<strong>der</strong> de nombreuses patientesmais certaines ne peuvent pas etre soulagees par les methodes citees. Uelectroacupunctureselon Vollpermet de detecter et de traiter defacon correspondante lescauses exaetes, p. ex. l'intolerance ä des materiaux dentaires, l'intolerance ä certainsaliments et l'intolerance aux substances toxiques de l'environnement.Mots-Cles: syndrome climaterique, Velectroacupuncture selon Voll (EAV),foyers dentaires, l'intolerance de materiaux dentaires, l'intolerance ä certains aliments,l'intolerance ä l'environnement toxiqueten o<strong>der</strong> als Injektionslosung angewendet,jedoch gibt es seit einiger Zeitauch Pflaster.Wenn diese Therapie nicht hilft o<strong>der</strong>wenn die Patientinnen die Östrogenenicht vertragen, gibt es noch Sedativa,Psychopharmaka, die Balneo- und diePsychotherapie, aber auch Homöopathieund Akupunktur sowie in <strong>der</strong> letztenZeit die Milzextraktpräparate(Milzpeptide).FallbeispieleAls EAV-Arzt habe ich das Glück, nurPatientinnen, die bereits die obengenanntePalette ausprobiert haben unddenen nicht geholfen werden konnte,behandeln zu dürfen.Ich möchte Ihnen nun anhand von dreiBeispielen die „Delikatessen" <strong>der</strong>EAV zeigen.1. Patientin:Die 51jährige Patientin kam zu mir,weil sie seit ca. 6 Jahren an schwerenrielle Östrogene gezügelt; es unterliegtalso nicht mehr dem negativen Feedback-Mechanismus.Die Entzügelungdes Zwischenhirn-Hypophysen-Systemsveranlaßt eine zunehmende, unkontrollierteGonadotropinsekretionund eine starke Erhöhung des FSH-Wertes.KrankheitsbildFür das klimakterische Syndrom sinddrei kardinale Symptome charakteristisch:— Hitzewallungen— Schweißausbrüche— paroxysmale TachykardienHitzewallungen treten am häufigstenauf und sind Ausdruck sympathikotonerAnfälle. Die Vasodilatation im Bereichdes Kopfes verursacht eine zentraleHyperthermie und diese wie<strong>der</strong>umdas allgemeine Wärmegefühl.Hinzu gesellen sich als sekundäre ReaktionenSchlaflosigkeit, Kreislaufbeschwerden,Kopfschmerzen und Migräne,Schwindelanfälle, ferner Verstimmungenverschiedener Färbung,Reizbarkeit und Nervosität sowie Depressionenund Angstzustände.Die nach schulmedizinischer Lehrmeinungübliche Therapie besteht in <strong>der</strong>Östrogensubstitution. Die Östrogenewirken sowohl zentral stabilisierend bishemmend auf die hypothalamischenZentren im Sinne einer negativenRückkopplung (Abb. 3) als auch peripherdurch eine Erweiterung <strong>der</strong> Gefäßemit entsprechend geför<strong>der</strong>terDurchblutung.Östrogene werden in Form von Tablet-Abb. 2: Funktionskreis des Ovanal-Endokriniumsin <strong>der</strong> Perimenopause (Klimakteriumund frühe Postmenopause): Entzügelungdes Zwischenhirn-Hypophysen-Systemsdurch Versiegen <strong>der</strong> ovariellen Ostrogenbildung.Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994) 823


2. T. Serey, EAVNach einer Ampulle Sdf. Lux D 6 undAutoacrylat D 10 sind alle obengenanntenMeßpunkte ausgeglichen.Nach <strong>der</strong> Entfernung des Plastikprovisoriumswar die Patientin schlagartigbeschwerdefrei. Es wurde anschließenddie Mesenchymreaktivierungskurnach Voll durchgeführt. Nach einemJahr stellte sich die Patientin fröhlichund völlig beschwerdefrei wie<strong>der</strong>vor.Abb. 3: Funktionskreis des Ovanal-Endoknniums in <strong>der</strong> Perimenopause bei Zufuhr vonOstrogenen: Bremsung des Zwischenhirn-Hypophysen-Systems und Normalisierung <strong>der</strong>Gonadotropin-Sekretion.Depressionen, Angstzuständen, Tachykardieund Hitzewallungen litt.Während des Gespräches weinte sieständig.Zur Anamnese: Seit 1987 hatte sie Eiterzähneund einen anhaltenden Metallgeschmackim Mund. Sie war in <strong>der</strong>Uni-Klinik Tübingen (Zentrum fürZahn-, Mund- und Kieferheilkunde)mit folgendem Befund behandelt worden:generalisierte Gingivitis, Primärteleskop33 oxidiert.Damals wurde das Teleskop entfernt,ebenso die Amalgamfüllung bei 27. Eserfolgte außerdem die Entfernung deswurzelbehandelten Zahns 22 und <strong>der</strong>Amalgamreste regio 36 und 37.Empfehlung <strong>der</strong> Zahnklinik: Solltendie genannten Beschwerden persistieren,müßte an eine hormoneil bedingteProthesenunverträglichkeit gedachtwerden, die in Zusammenarbeit mitInternist und Frauenarzt angegangenwerden müßte. Die Patientin wurdedanach mit Östrogen behandelt, aberohne Erfolg. Die Patientin bekamweiterhin Eiterzähne; diese wurdengezogen. Außerdem traten starkeSchwellungen an Händen und Füßen,vor allem an den Fersen und großenZehen, auf. Die Untersuchungen beimInternisten ergaben einen unauffälligenBefund.1989 wurden die restlichen Zähne mitTitan uberkront. 1991 wurden die Titankronenwegen hoher Mundstromwerteentfernt. Die Patientin hatte zudieser Zeit im Unterkiefer keinenZahn mehr, son<strong>der</strong>n nur noch ein Plastikprovisorium.Anfang 1992 wurden wie<strong>der</strong> Amalgamsplitterim Kiefer entfernt. Die Patientinbekam von ihrem HausarztZinkorotat 40 verordnet. Am 19. 10.1992 habe ich bei dieser Patientin denEAV-Test durchgeführt.MP Ndg la re 86-26MP Uterus 87-23MP 6 re. 87-20MP Allergie (Kopfbereich) re. 90-20MP 3E1 re. 90-10MP 3E1 li. 90-10MP Reizleitung re. 87-202. Patientin:58jährige Patientin, leidet seit 23 Jahrenan Polyarthrose, Ohrensausen,Herzrhythmusstörungen, Schlaflosigkeit,Hitzewallungen, Lymphschwellungan beiden unteren Extremitätenund chronischen Verdauungsstörungen.Die Patientin hatte einen Röntgenologenaufgesucht. Dieser hatte beiihr eine beginnende Osteoporose festgestellt.Der Gynäkologe hat <strong>der</strong> PatientinÖstrogen verordnet. Dieseswurde von <strong>der</strong> Patientin nicht vertragen.Es traten bei ihr Schwindel, Hitzewallungen,Durchfälle, Schlaflosigkeitund Herzrhythmusstörungen auf. Bei<strong>der</strong> Anwendung eines Hormonpflasterszeigten sich die gleichen Symptome.Gynäkologischer Befund: Druckschmerzenim Milz- und Magenmeridianbereich,sonst ohne Befund.EAV-Test am 3. 6. 1993:MP la Ndg re.MP 3E 1 re.MP KS 9 re.MP Allerg. 1 re.MP la Ndg. li.MP 3E 1 li.MP KS 9 li.MP Allerg. 1 li.MP 6re.MP 4a li.88-2886-2676-3088-2086-2682-2276-2680-2090-1590-20Der Ausgleich aller MP erfolgte mit 3Röhrchen Achatsplitter und 2 RöhrchenCalcium carbonicum D 1. Nunwurden die Röhrchen wie<strong>der</strong> entfernt.Beim erneuten EAV-Test gab es einenAusgleich mit Silicea D 60. Nach eini-824 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


C. T. Serey, EAVgen Minuten traten wie<strong>der</strong> Zeigerabfalleauf:MP la Ndg. re.MP KS 9 re.MP Allerg. 1 re.MP la Ndg. li.MP KS 9 li.MP Allerg. 1 li.Der Ausgleich erfolgte mit84-2480-3086-3690-1082-2284-34— Lac defloratum D 3— Farina tritic. vulg. D i6— Pyrogenium suis D 6— Natrium nitricum D (— Art. supraren. inf. dext. fern. D 4und D 15— Lien D 4 und D 15Nach <strong>der</strong> entsprechenden Mesenchymreaktivierungskurnach Voll sowieVerzicht auf Kuhmilch und Kuhmilchprodukte,Weißmehl, Pokelsalzund Schweinefleisch sowie nach entsprechen<strong>der</strong>geopathischer Entlastungist die Patientin momentan fast beschwerdefrei.3. Patientin:Die 54jahrige Patientin kam wegenstarker Hitzewallungen, Schlaflosigkeit,starken Hitzestaus, angeschwollenerHandflachen bds. mit Bildung vonBlasen und Eiter. Die Patientin hattenachts starke Schmerzen in den Händen.Anamnestisch ist folgendes zu erfahren:1969 Sectio caesarea1971 Abrasio1976 Einnahme <strong>der</strong> „Minipille"1977 Tod des EhemannsSeit ca. 1978 beginnen<strong>der</strong> Hitzestauund Schmerzen in beiden Händen mitPustelbildung.1988 totale Hysterektomie, danachHorsturz mit 28tagiger Infusion, Verschlimmerung<strong>der</strong> Beschwerden.1991/92 3wochige Therapie in <strong>der</strong>Uni-Klinik Ulm (DermatologischeAbteilung).Diagnose: Dyshidrotisches, zum Teilhyperkeratotisch rhagadisches Handekzem.Therapie: Volon- A-Tinktur, Hydrodexan,Basodexan.Danach trat keine Besserung ein. Wegen<strong>der</strong> Hitzewallungen wurde <strong>der</strong> Patientinvon ihrem Frauenarzt Ostrogenin Form von Tabletten und Pflasternverordnet, was ihr Krankheitsbild nochverschlimmert hat.Im März 1993 verbrachte die Patientineinen Monat in einer DermatologischenKlinik in Israel zur Klimabehandlungam Toten Meer.Diagnose: Psoriasis palmaris.Therapie: Kontrollierte Sonnenbestrahlung,Eucerm-Creme, 5%igeSteinkohlenteersalbe.Ergebnis: Vorübergehende Besserung,jedoch nach einer Woche wie<strong>der</strong> zunehmendeSchmerzen und wie<strong>der</strong> dasalte Krankheitsbild.Der EAV-Test am 7. 5. 1993 ergab:MP 4a re.MP Haut re.MP Haut li.90-3688-2880-30Der Ausgleich erfolgte mit einemRohrchen Achatsphtter und einemRohrchen Eisenpulver (Testsatz Dr.Thomseri). Die beiden Rohrchen wurdenentfernt und durch Silicea D 60und Aqua rad. Mikrowelle D 15 ersetzt.MP 4a bds. jetztMP Haut bds.MP Allerg. 1 re.MP la Ndg. re.MP la Ndg. li.MP 3E 1 re.MP 3E 1 li.bei 5070-2094-3474-3486- 682-1185-16Jetzt erfolgte <strong>der</strong> Ausgleich <strong>der</strong> obengenanntenMeßpunkte mit:— Lac defloratum D 3— Farina sec. cereal. D 6— Farina tritic. vulg. D 8— Actinobact. Actinomycet. D 10— Sporothrix Schenckii D 8— Borax D 6— Natrium muriaticum D 30Organpraparate:— Cutis feti femin. D 4 und D 15— Lien D 4 und D 15Ich verabreichte <strong>der</strong> Patientin als SalbeBatrafen. Nach dieser Behandlungkam es schnell zur Lin<strong>der</strong>ung. DieserBefund wurde vom Labor bestätigt:Antikörper gegen Candida: 1/640.Auf Wunsch <strong>der</strong> Patientin habe ich ihrnoch ein Nystatin-Praparat (oral) verordnet.Zusatzlich habe ich ihr eineUntersuchung ihres Schlafplatzes aufgeopathische Belastung empfohlen.Was haben uns die Beispiele dieserdrei Patientinnen gelehrt?1. Patientin'1. Eiterzahne (Zahn Nr. 33)2. Unverträglichkeit des Plastikprovisoriums3. Klimakterisches Syndrom2. Patientin:1. Geopathische Belastung2. Nahrungsmittelunvert raglichkeit3. Klimakterisches Syndrom3. Patientin:Klimakterisches Syndrom, beson<strong>der</strong>smit therapieresistentem EkzemBeim Test:— geopathische Belastung und Mikrowellen— Mykose— NahrungsmittelunvertraglichkeitAllgemeine Faktoren auf morphologischerund funktioneller Ebene, die dasklimakterische Syndrom begünstigen:— Nahrungsmittelunvertraglichkeit— verschiedene Strahlen und Strahlungen— Mikrowellen und elektromagnetischeWellen— geopathische Belastung— zahnarztliche Werkstoffe— Umweltgifte wie Dioxin, PCP, PCB,Formaldehyd etc.— Mykoseinfektion (vgl. Sarkisyanz,Mykosen — Diagnostik und Therapiein <strong>der</strong> EAV, Medizinisch LiterarischeVerlagsgesellschaft, Uelzen1993)— Schilddrusenuberfunktion— Leber- und GallenfunktionsstorungenArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994) 827


C. T. Serey, EAVAbb. 4 Äußere Mendianverlaufe über dasweibliche Becken.tion <strong>der</strong> Milz in <strong>der</strong> abendlandischenund in <strong>der</strong> chinesischen Medizin"(Panta, Heft 1 und 2/92) gezeigt, daßdas Milzdialysat bei <strong>der</strong> Behandlungdes klimakterischen Syndroms an Bedeutungzugenommen hat. Das Milzdialysatwirkt, wie Abb. 7 und 8 zeigen,auf das Immunsystem, auf den endokrinenund den Zellstoffwechsel.In <strong>der</strong> chinesischen Medizin ist die Milzverantwortlich für die Integration vonFremdkörpern in unserem Korper. DieMilzschwache ist verantwortlich für dieUnverträglichkeit von Nahrungsmitteln,von Umweltbelastungen, sei esdurch Strahlen, durch Schadstoffe o<strong>der</strong>sei es durch zahnarztliche Werkstoffeo<strong>der</strong> durch Mykosen (Abb. 9).Gebarmutter und Eierstock könnenals „Seele <strong>der</strong> Frau" bezeichnet werden.Abb. 10 zeigt das psychische Korrelat<strong>der</strong> drei Meridianpaare, die überdas weibliche Becken verlaufen (s.Gleditsch, Mundakupunktur):Niere/Blase ->Leber/ Galle ->Milz/Magen -»AngstAutoaggression,Sich-ArgernGrubein, BefürchtungZusatzlich wirken psychische Belastungen,sogenannter „Psycho-Mull",wie z. B. Gier, Haß und Neid sowieStreß, negativ auf die Hypothalamus-Hypophysen-Achse, d. h. negativ aufdas endokrine System und das endokrineErfolgsorgan.Aus diesem Grund soll außer demEAV-Test und <strong>der</strong> Nosodentherapie,d. h. außer <strong>der</strong> körperlichen Entgiftung,noch eine seelische Reinigungvorgenommen werden.Warum fuhren diese Belastungenzu Hitzewallungen, Schlaflosigkeit,Schwindelgefuhl, Schweißausbruch,Tachykardie?Abb. 4 zeigt einen Überblick <strong>der</strong> Meridianverlaufeüber das weibliche Genitale:in <strong>der</strong> Mitte:— Konzeptionsgefaßseitlich:— Nierenmeridian— Magenmeridian— Milz-/Pankreas-Meridian— Leber-/Gallen-MeridianAbb. 5 zeigt die inneren Meridianverlaufe.Beson<strong>der</strong>s wichtig sind die dreiMeridiane:— Milz/Magen— Leber— Nieredie die Mundhohle über die Zahnedurchqueren und danach in das ZNSgelangen (Abb. 6). Prof. Buchheit hatin seiner Veröffentlichung „Die Funk-"Ob,i 1w• Ma I1 4M,\ ' Chong-Mail Y ^otl Nieren kommend Y"i'iIfGbM levator amM iransversuspermei profundusM bulbospongiosusAbb. 5: Die Energieverlaufe und die Kopplungen <strong>der</strong> Meridiane in <strong>der</strong> Vagina.828 Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 35 11 (1994


C. T. Serey, EAVAbb. 6: Die Beziehungen <strong>der</strong> fünf Funktionskreise zu den Vestibulumpunkten, den Zahnen und den Paradontien (nach Voll und Crameiaus „Mundakupunktur" nach Gleditsch).elhapargenIndikationenNervenerkrankungen, Paresen,Sensibilitätsstörungen;Apoplektischer Insult, Hemiplegie,Nervenlahmungen, Anfallsleiden,Hirnarteriosklerose,multiple Sklerose, M. Parkinson,Muskelathropie, spastischeund atonische Motilitätsstörungenund Hohlorganen,PolyneuropathienEigenschaftenelhapargen hat sich als wertvollesMedikament bei neurologischenErkrankungen erwiesen.Seine Wirkung setzt amperipheren und zentralen Nervensysteman, wo entzündungshemmende,stimulierendeund analgetisierendeFaktoren zum Tragen kommen.Durch eine Ionisierung <strong>der</strong>Herz-Kreislauffunktion wird diezerebrale Durchblutung unddamit die Sauerstoffversorgungentscheidend verbessert.Restituierende Vorgänge ingeschädigten Gebieten werdenunterstützt und verloreneFunktionen wie<strong>der</strong>gewonnen.Über eine Beeinflussung <strong>der</strong>Erregungsvorgange an denmotorischen Endplatten undneuralen Synapsen ist elhapargendas Mittel <strong>der</strong> Wahl beiVerän<strong>der</strong>ungen des Muskeltonusund <strong>der</strong> Kinetik vonBewegungsabläufen.Bestandteilepro Amp. je 0,1 ml AgaricusD 15, Arnica D15, Arsenicumalbum D15, Causticum HahnemanniD15, Gelsemium D15,Hypericum D10, Lathyrus sativusD 8, Nux vomica D 12,Plumbum aceticum D 8, Rhustoxicodendron D12, hergestelltmit isotonischer Losung.Handelsform10, 50,100 Ampullen ä 1 ml,auch als Tropfenpräparat zu25 ml erhältlich.Muster und Literatur gern aufWunsch.Fabrik biolog.-pharm.PräparateKarl Hubener KG61440 Oberursel/Ts.830 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994J


C T Serey, EAVAbb 7 Die Wirkung eines Milz Dialysats auf den Organismus(nach Buchheit)Abb 8 Die Wirkung eines Müz-Dialysats auf das(nach Buchheit)EndoknniumMIKRO-WELLENKOPFHERDEZAHNARZTLWERKSTOFFE -MYKOSE- \^UMWELTGIFTEJ^NAHRUNGS-MITTELUNVERTRÄGLICHKEITGEOPATH GIER ÄNGSTE HAßBELASTUNGH Y P O T H A L A M U SM I L ZNEID^-STRESSGLUCOSE-EINSCHLEUSUNGUND ABBAUH Y P O P H Y S EE N D O K R I N E SUNDS Y S T E ME R F O L G S O R G A NZITRAT-ZYKLUSAbb 9 Allgemeine Faktoren auf morphologischer, funktioneller und psychischer Ebene,die das khmaktensche Syndrom begünstigenArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)Hierzu konnte folgendes Rezept verwendetwerden, dessen Originaltextvon Goethes Mutter stammt und voneiner buddhistischen Nonne ergänztwurdeSpezialrezept für meinePatientinnenMan nehme 12 Monateputze sie ganz saubervon Gier, Zorn, ArroganzBitterkeit und Angstund zerlege jeden Monatm 30 o<strong>der</strong> 31 Teileso daß <strong>der</strong> Vorrat genaufür ein Jahr reichtEs wird je<strong>der</strong> Tag einzelnangerichtet aus einem TeilArbeit und zwei TeilenWeisheit und Frohsinn(Forts S 834)833


C. T. Serey, EAVMan füge drei gehdufte EßlöffelOptimismus bei,einen Teelöffel Toleranz,ein Körnchen Geduldund eine gute PriseRücksicht und Hingabe.Hierauf wird die Massemit sehr reichlich Liebe gewürzt.Das fertige Gerichtschmücke man sorgfältigmit Sträußchenkleiner Aufmerksamkeitenund serviere es täglichmit Heiterkeit, zusammen mit einergut dosierten Tasse reinen Mitgefühls.NIEREBLASEWILLEICH-DURCHSETZUNGBEWÄLTIGUNGVERTRAUEN' LEBER1\ GALLENBLASEAGGRESSIONARGERVITALER IMPULSMUTMILZ/PANKRDWVERSPONNENHEITFANATISMUSDENKENPLANENLiteratur beim Verfasser.ANGSTICH-BEDROHUNGAUTOAGRESSIONSICH-ARGERNGRÜBELNBEFÜRCHTUNGAnschrift des Verfassers:Dr. med. C. T. SereyAdlerstr. 17, D-73540 HeubachAbb. 10: Psychische Korrelate <strong>der</strong> drei Meridianpaare, die über das weibliche Becken verlaifen (nach Gleditsch, Mundakupunktur).GlandolPG-Naturpharma GmbHPostfach 9 • 83513 Wasserburg•durch eine beson<strong>der</strong>s hohe Konzentration an Gamma-Linolensäure (GLS)Glandof fSpezialStoffwechselaktivrftoiBorretsehdl-Kaps


Kassen: Sparen an Arzneienwar gut für die PatientenBonn (Reuter) — Die als Folge <strong>der</strong>Gesundheitsreform zurückhalten<strong>der</strong>eVerschreibungspraxis vieler Ärzte hatnach einer Studie <strong>der</strong> Krankenkassendie Qualität <strong>der</strong> Arznei-Versorgungnicht verschlechtert. „In praktisch keinemFall wurde ein teures wirksamesMedikament gegen ein billiges, aberveraltetes o<strong>der</strong> unwirksames eingetauscht",berichtete in Bonn <strong>der</strong> PharmakologeJörg Remien von <strong>der</strong> UniversitätMünchen in <strong>der</strong> vom Bundesverband<strong>der</strong> Innungskrankenkassen(IKK) vorgelegten Studie. Die Qualität<strong>der</strong> Versorgung mit Arzneien habesich in vielen Bereichen sogar verbessert.Die 1993 erzielten Einsparungenvon 2,7 Milliarden Mark seien vor allemdadurch erreicht worden, daß„zweifelhafte Medikamente wegfielen"und bei Arzneien auf „gleichgute", aber preiswerte Arzneien umgestelltwurde. Vor allem seien Kin<strong>der</strong>nweniger Psychopharmaka verordnetworden.Für Sie gelesen(Süddeutsche Zeitung, 4. 8. 1994)Hausärzte erhalten vorerstkeine höhere PauschaleBonn (dpa) — Hausärzte müssen sichvorerst weiter mit jährlich 14 Mark proPatient für beson<strong>der</strong>e Koordinierungsaufgabenin <strong>der</strong> Zusammenarbeit mitFachärzten zufriedengeben. Wie in <strong>der</strong>Regierung bestätigt wurde, scheiterte<strong>der</strong> Gesetzentwurf zur Anpassungkrankenversicherungsrechtlicher Vorschriftenan Meinungsverschiedenheitenzwischen Bund und Län<strong>der</strong>n. Damitbleibt es auch bei <strong>der</strong> niedrigenVergütung für ambulantes Operieren,obwohl Ärzte und Kassen gemeinsam<strong>der</strong> Auffassung sind, hier müsse nachgebessertwerden. BundesgesundheitsministerHorst Seehofer (CSU) wollteursprünglich am heutigen Mittwochden Vermittlungsausschuß anrufen.Der von <strong>der</strong> SPD dominierte Bundesrathatte das Anpassungsgesetz mitdem Argument abgelehnt, auf die Beitragszahlerkämen neue Belastungenzu.(Süddeutsche Zeitung, 4. 8. 1994)Medizin gegen leere KrankenbettenEin Kreiskrankenhaus alsNaturheilklinikErfolgreiches Modell in Simbach /Ärzte legen gemeinsam Diagnose undTherapie festSimbach (dpa) — Noch Anfang <strong>der</strong>90er Jahre war die Existenz des KreiskrankenhausesSimbach am Inn akutgefährdet. Die Auslastung wurde immerschlechter, die Defizite stiegen.Heute hat das Krankenhaus in <strong>der</strong> nie<strong>der</strong>bayerischenProvinz nahezu seineKapazitätsgrenze erreicht. Die Bettenauslastungliegt mit 93 Prozent zehnProzent über dem Durchschnitt <strong>der</strong>bayerischen Akutkrankenhäuser. Naturheilverfahrenheißt die Therapie,mit <strong>der</strong> in Simbach nicht nur Patientenbehandelt werden, son<strong>der</strong>n auch diekränkelnde Klinik gerettet wurde.Im ersten deutschen Kreiskrankenhausfür Ganzheitsmedizin werden die Patientenseit 1. Januar 1994 nach demPrinzip „soviel Schulmedizin wie nötig,soviel Naturheilverfahren wie möglich"behandelt. Einheimische, aberauch Patienten aus <strong>der</strong> ganzen Bundesrepublikfüllen seitdem die 170Betten im Simbacher Krankenhaus.Die Einnahmen tragen dazu bei, dieKlinik als Grundversorgungskrankenhausfür die Bewohner <strong>der</strong> Region zufinanzieren und zu halten.Mehr als 90 Prozent <strong>der</strong> Bundesbürgermöchten Umfragen zufolge ihreKrankheiten am liebsten mit Naturheilverfahrenbehandeln lassen. 15 000Ärzte widmen sich in Deutschland bereitsNaturheilverfahren. Die wenigstendeutschen Krankenhäuser wurdendiesem grundlegenden Wandel im Patientenbewußtseinbis heute aber gerecht.Im Kreiskrankenhaus Simbach ist seit<strong>der</strong> Neustrukturierung vieles an<strong>der</strong>sgeworden: Starre Fachabteilungen wiein konventionellen Kliniken gibt esnicht mehr. Beim Aufnahmegesprächmit Ärzten verschiedener Fachrichtungenund einem Psychotherapeutensteht „<strong>der</strong> ganze Mensch und nicht nurseine Krankheitsgeschichte im Mittelpunkt",sagt <strong>der</strong> medizinische DirektorRainer Brenke, <strong>der</strong> zuletzt als stellvertreten<strong>der</strong>Chefarzt und Dozent an demweltberühmten Krankenhaus Charitein Berlin arbeitete.Die Ärzte legen die gemeinsame Diagnoseund Therapie fest. Wo immer esgeht, werden im Bereich <strong>der</strong> Herz- undKreislauferkrankungen, bei psychosomatischenLeiden o<strong>der</strong> Erkrankungen<strong>der</strong> Atemwege Naturheilmethoden —von Akupunktur über psychosomatischeBehandlungen bis hin zur Ernährungstherapie,Reflexzonentherapienund Kneipp-Anwendungen — bevorzugto<strong>der</strong> mit konventionellen Therapienkombiniert. „Der Medikamente-Verbrauch wird sich dadurch gegenüberfrüher voraussichtlich um einDrittel reduzieren", schätzt Brenke.Möglich wurde das Pilotvorhaben inSimbach durch das sogenannteMünchner Modell. Dieses 1982 initiierteForschungsvorhaben <strong>der</strong> MünchnerLudwig-Maximilians-Universitätsoll — unterstützt von den Krankenkassenund dem Freistaat — Defizite inForschung, Lehre und <strong>der</strong> Qualitäts-Arztezeitschnft für Naturhellverfahren 35, 11 (1994) 835


Für Sie gelesenSicherung bei Naturheilmethoden abbauen.Vier Kliniken sind an dem Projektbeteiligt: die Klinik für traditionelleChinesische Medizin (TCM) inKötzting, die Spezialklinik für Naturheilverfahrenin Höhenkirchen beiMünchen, die Waldhausklinik inStadtbergen bei Augsburg und dasSimbacher Krankenhaus.Nach Ansicht von Projektleiter DieterMelchart könnte das Simbacher Modellauch vielen <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en 141 bayerischenKreiskrankenhäuser neue Zukunftschancenals wohnortnahe Gesundheitszentreneröffnen, in denenKrankheiten nicht nur geheilt, son<strong>der</strong>ndurch intensive Patientenschulung undGesundheitstraining vorausschauendverhin<strong>der</strong>t werden. In Simbach hat sichdas Experiment gelohnt: In das vonGutachtern schon abgeschriebeneHaus werden in den nächsten MonatenMillionenbeträge für Mo<strong>der</strong>nisierungeninvestiert. Auch eine neue Schulefür ärztliche Fortbildung ist geplant.(Süddeutsche Zeitung, 26. 8. 1994)Immun gegen verringerte Hirndurchblutung/ Ein Modell für die Therapiedes Schlaganfalls?Winterschlaf lehrt NervenbewahrenDas Gehirn <strong>der</strong> Säugetiere ist beson<strong>der</strong>sanfällig für jede Vermin<strong>der</strong>ung<strong>der</strong> Versorgung mit Blut. Schon wenigeSekunden einer solchen „Ischämie",die beson<strong>der</strong>s massiv bei einemSchlaganfall auftritt, führen zu Störungen<strong>der</strong> Nervenfunktion und hinterlassenbinnen Minuten bleibende Schäden.Noch Stunden o<strong>der</strong> Wochen späterläuft im Gehirn eine destruktiveKaskade chemischer Reaktionen ab,die sich mit den heutigen Mitteln <strong>der</strong>Therapie bestenfalls punktuell beeinflussenlassen. Neue Befunde erlaubennun den Schluß, daß Säugetiere imWinterschlaf, <strong>der</strong> Hibernation, einenatürliche Toleranz gegen Ischämiebesitzen. Daraus könnten sich wichtigeImpulse für die Behandlung solcherStörungen ergeben.Schon länger ist bekannt, daß dieHirndurchblutung im Winterschlaf absinkt,die Größenordnung indes blieboffen. Um diese Wissenslücke zuschließen, haben Forscher um Kai U.Frerichs vom Nationalen Institut fürNeurologische Störungen in Marylanddreizehn Backenhörnchen im Winterschlafuntersucht. Sie fanden, daß dieKörpertemperatur <strong>der</strong> Tiere fast aufdie <strong>der</strong> Umgebung sank; sie betrug nuretwa fünf Grad. Der Beginn des Winterschlafeswar auch am vollständigenAbflachen <strong>der</strong> Hirnstromkurven abzulesen,Blutdruck und Puls gingen starkzurück.In den meisten <strong>der</strong> 41 untersuchtenHirnbereiche verringerte sich dieDurchblutung zudem um 90 Prozent(„Journal of Cerebral Blood Flow andMetabolism", Bd. 14, S. 193). Nur ineinigen Kernen des Kleinhirns und in<strong>der</strong> „Habenula" — also in Strukturen,die generell den Schlaf überwachen —waren es lediglich 82 Prozent. ImWachzustand trüge das Gehirn vonSäugetieren bei einer <strong>der</strong>artigen Ischämiesofort bleibende Schäden davon.Nach Ansicht <strong>der</strong> Forscher deuten alleAnzeichen darauf hin, daß die Abkühlung<strong>der</strong> Körpertemperatur die Winterschläfervor solchen Konsequenzenbewahrt.In den vergangenen Jahren hat sichauch gezeigt, daß Versuchstiere eineexperimentelle Min<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Hirndurchblutungbesser überstehen, wennman ihre Körpertemperatur leicht absenkt.Gehirnchirurgen greifen ebenfallshäufig zu einer milden Kühlung,um unvermeidbare ischämische Periodenzu überbrücken. Allerdings sindSäugetiere nicht gegen die tiefen Temperaturengewappnet, die während desWinterschlafes auftreten. Während einAbsinken <strong>der</strong> Temperatur bis auf 30Grad über mehrere Wochen toleriertwerden kann, führt eine „hypothermische"Reduktion <strong>der</strong> Körpertemperaturauf vier bis acht Grad schon nachwenigen Minuten zum Verlust <strong>der</strong> Lebensfunktionen.Bei einer <strong>der</strong>art unphysiologischenKühlung werden offenbarundifferenziert alle Stoffwechselprozessesowie die lebenswichtigenAustauschvorgänge an den Membranenunterbunden — ähnlich wie bei <strong>der</strong>Ischämie selbst.Während des Winterschlafes bleibt dieAktivität an den Membranen dagegenerhalten, obwohl <strong>der</strong> Stoffwechselstark eingeschränkt wird. Der Grunddafür liegt wohl darin, daß die Hypothermiewährend des Winterschlafesdurch eine aktive innere Regulationzustande kommt, die sich in vielenkontrollierten Verän<strong>der</strong>ungen ausdrückt.So werden etwa schon zu Beginndes jährlichen „Abschaltens" dieaggressiven weißen Blutkörperchenund die Blutplättchen für eine Zeit aus<strong>der</strong> Zirkulation verbannt; just diesePartikel sind für einen großen Teil <strong>der</strong>Defekte nach einer Ischämie verantwortlich.Nun sucht man nach den Prozessenund Signalstoffen, welche diekonzertierte Aktion im Organismussteuern.Bei den Kandidaten für diese Rollehandelt es sich um hormonartige Moleküle,die gleichzeitig auf mehrere Organeeinwirken. Einer davon ist <strong>der</strong> die„Hibernation anstoßende Trigger",<strong>der</strong> aus dem Hirn winterschlafen<strong>der</strong>Backenhörnchen extrahiert wurde und<strong>der</strong>en Artgenossen sogar im Sommerin Winterschlaf versetzte. Aus <strong>der</strong> gleichenQuelle stammt <strong>der</strong> metabolischeHemmstoff „Antabolon", <strong>der</strong> selbstbei Ratten zu einer Drosselung desSauerstoffverbrauches führte. Daß dieSubstanz über Artgrenzen hinwegwirksam sein kann, läßt hoffen, daß siemöglicherweise auch therapeutisch genutztwerden kann.(FAZ, 31. 8. 1994)836 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


Heuteso zuverlässigKongreßberichte \87. Ärztlicher Fortbildungskongreß (ZÄN)10. bis 18. September 1994Bei nahezu jedem Kongreß <strong>der</strong> letzten Zeit ergaben sichneue Gesichtspunkte für Gestaltung und Ablauf <strong>der</strong> Veranstaltung,da immer neue Erfor<strong>der</strong>nisse uns dazu zwangen.So mußten wir diesmal unsere traditionelle Begrüßung aufden Sonntag legen, um einer neuen Konzeption unseresKongresses gerecht zu werden. Lei<strong>der</strong> hat die Zahl <strong>der</strong> an<strong>der</strong> Festveranstaltung teilnehmenden Kolleginnen und Kollegenkontinuierlich abgenommen. Das ist bedauerlich, bemühtsich doch <strong>der</strong> Vorstand des ZÄN, diesem Kongreß einenfestlichen Rahmen zu geben. Das wird u. a. unterstrichendurch eine hochqualitative Konzerteinlage, großzugigenBlumenschmuck und hochkarätige Festredner. Es istdann oft peinlich, wenn Gaste weite Wege am Wochenendein Angriff nehmen, um dann vor gut zwei Reihen Teilnehmerneine Begrüßungsrede zu halten. Woran dies liegt, istschwer nachzuvollziehen. Man denkt manchmal wehmutsvollan die Tage zurück, da <strong>der</strong> große Kursaal bei ähnlichenVeranstaltungen bis auf den letzten Platz gefüllt war. DieZeiten haben sich geän<strong>der</strong>t. Es hilft offenbar nichts, diesen„guten" Zeiten nachzutrauern.Auch auf Drängen unserer Fachgesellschaften haben wir unszu einer neuen Struktur unseres Kongresses entschlossen —um auch in <strong>der</strong> Praxis stehenden Kollegen, die unter immerstärker werdendem Zeitdruck stehen, die Möglichkeit zu einemauf ein verlängertes Wochenende konzentrierten Themenblockzu geben.Dieser Wunsch wurde aus <strong>der</strong> Praxis an uns herangetragen,da immer mehr Kolleginnen und Kollegen nicht mehr überdie nötige Zeit und Mittel für eine Praxisvertretung verfugen,um eine ganze Kongreßwoche besuchen zu können. Sosollte, mit diesem Kongreß beginnend, an einem Wochenendeein Thema in den Mittelpunkt <strong>der</strong> Darstellung gebrachtwerden: diesmal Erkrankungen <strong>der</strong> Atmungsorgane vonverschiedenen Fachrichtungen her. Es sollten diagnostischeund therapeutische Möglichkeiten <strong>der</strong> Naturheilverfahren zudiesem Thema beschrieben werden, wozu Workshops daspraktisch bezogene Wissen vertiefen sollten.Im Verlauf <strong>der</strong> dann folgenden Woche laufen die Weiterbildungskursezur Anerkennung <strong>der</strong> Zusatzbezeichnung Naturheilverfahrensowie die Fachseminare unserer angeschlossenenGesellschaften wie gewohnt weiter. Nach 30 Kongreßveranstaltungen,die wir mit unserer Geschäftsstelle durchgeführthaben, wollen wir mit diesem Konzept <strong>der</strong> neuenPyralvexdas „klassische"Mundtherapeutikumgegen • Entzündung• Blutung• SchmerzIm Spezialverfahren extrahierter und aufbereiteterchinesischer Rhabarber wirkt durch hohen Gehalt anAnthrachinonglykosiden und Gerbstoffen (u.a. Lindleyin)ausgeprägt adstringierend, antiphlogistisch,analgetisch und antimikrobiellZusammensetzung: In 10 ml Pyralvex-Losung Rhabarberextrakt (8% Hydroxyanthracen-Denvate)0,5 g, Salicylsaure 01g Enthalt 58 Vol-% Alkohol In10g Pyralvex-Gel Rhabarberextrakt (8% Hydroxyanthracen-Denvate) 0,5g,Salicylsaure 0,1 g Enthalt 35 Vol -% Alkohol Indikationen: Zahnfleisch- undMundschleimhautentzündungen Gmgivitis, Stomatitis, Aphthen, Zahnungsbeschwerden,Prothesendruckschmerzen Kontraindikationen: SalicylatuberempfindlichkeitDosierungsanleitung: Mindestens 3x tgl einpinselnbzw etwa 1 cm Strang einmassieren Handelsformen: OP zu 10 ml DM 10,7530 ml DM22 53,100rnl DM 53,— (AP), Gel zu 15 g DM 13,21norgine GmbH3550 Marburg 1 Postfach 1840-r»»Arztezeitschnft für Naturheilverfahien 35, 11 (1994)


Paverysat ®- forteBürgerChehdomum majus LSchöllkrautSpasmolytikumAnalgetikumCurcuma longa LGelber IngwerZusammensetzung: 100 ml Tropflosung enthalten Extr Chehdomi e herb spirsicc (6,7 1), (eingestellt auf 500 mg Chehdomumalkaloide ber als Chehdonm)25 g Tinet Curcumae long (1 10, 40 Vol %) (eingestellt auf Curcumm200 mg) 95 g Indikationen: Dyspeptische Beschwerden, krampfartige Oberbauchbeschwerden infolge funktioneller Störungen des ableitenden GallensystemsKontraindikationen: Verschluß <strong>der</strong> Gallenwege Bei Gallensteinleidennur nach Rucksprache mit dem Arzt o<strong>der</strong> Apotheker anzuwenden Neben- undWechselwirkungen: Keine bekannt Wirkungen: Spasmolytisch, papavennartig, cholereüsch Dosierung: Soweit nicht an<strong>der</strong>s verordnet, 3 mal täglich20-50 Tropfen mit etwas Flüssigkeit einnehmen Hinweis: Enthalt 40 Vol -%Alkohol Handelsform und Preis: Tropfflasche mit 15 ml DM 11 30 Apothekenpflichtig.Johannes Burger Ysatfabnk GmbH • 38667 Bad HarzburgArzneimittel auf Naturstoffbasis seit 1903Wer wird denn gleichin die Vene gehen?Schnelle und gute Resultate erreichen Sie auch über dasAtmungssystem mit <strong>der</strong> lonomed-Anlage zur Sauerstoff-Aktivierung.2-Patientenanlage, Med.-GV-»GS«-Quahtät, ozon- und schadstofffrei.Spitzenleistung: 5 Millionen Ionen ccm-sec, Kationenund Anionen zur gleichen Zeit!For<strong>der</strong>n Sie noch heute Unterlagen über das lonomed-System zur Optimierung sämtlicher Sauerstofftherapien an.W MEDIZIN-TECHNIKs== Magnetfeld — Ionen — LasertherapieJohann-Phihpp-Reis-Str 2, D-55469 SimmernTelefon (0 67 61) 20 63, Telefax (0 67 61) 20 65Übrigens, wir nehmen Ihr altes lonengerät o<strong>der</strong> ein an<strong>der</strong>esmed. Gerät in Zahlung.KongreßberichteSituation in <strong>der</strong> Medizin mit ihren Auswirkungen auf denpraktisch tatigen Arzt, den Kliniker wie auch <strong>der</strong> PharmaundApparatemedizin Rechnung tragen.Über Jahrzehnte haben sich in unserer SchwarzwaldmetropoleFortbildungskongresse entwickelt, die jetzt schon Arztegenerationenseit 1951 mit dem Gedankengut <strong>der</strong> Naturheilverfahrenvertraut gemacht haben und die für den Praktikereine Brücke zu theoretischen Grundlagen, Klinik undHochschulen darstellen.In einen Halbjahresbericht eines Kongreßjahres gehörenauch einige Gedanken über die Entwicklung bzw. Teilnehmerzahlenetc.Naturheilverfahren wurden zunächst zunehmend bekannter,von Patienten immer mehr in Anspruch genommen und inden Medien diskutiert. So stieg auch das Interesse <strong>der</strong> Kollegen,sich mit unseren Heilverfahren zu beschäftigen, und wirerreichten standig steigende Teilnehmerzahlen unserer Kongressemit Kulmination in den Jahren 1987 und 1988 mitüber 4000 Ärzten jahrlich, die unsere Veranstaltungen besuchten.Diese erfreuliche Entwicklung führte zu allgemeinerAnerkennung <strong>der</strong> Naturheilverfahren, die sich in einervon nun an durch Ärztekammern reglementierten Weiterbildungfür die Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren auswirkte.Der Erfolg unserer Arbeit führte aber auch zurGründung und Entwicklung vieler neuer Weiterbildungsveranstaltungen,sowohl <strong>der</strong> Ärztekammern als auch bestehen<strong>der</strong>Arzteverbande, und zu Firmengrundungen, die sich beidieser positiven Entwicklung von nun an ebenfalls mit arztlicherWeiterbildung beschäftigten. Es wurde für den Verbanddamit auch erfor<strong>der</strong>lich, neue Konzepte zu entwickeln, umdiesem Trend zu entsprechen. Fortbildung und Weiterbildungskursewurden in Freudenstadt getrennt durchgeführtund praktische Wissensvermittlung in den Vor<strong>der</strong>grund unsererVeranstaltungen gestellt. Diese Situation mundete im87. Arztlichen Fortbildungskongreß im September 1994 ineine thematische und zeitliche Konzentration theoretischerund praktischer Lehre auf ein verlängertes Wochenende, umallen Kollegen die Möglichkeit zu geben, FreudenstadterArztekongresse ohne größeren Zeitaufwand besuchen zukönnen. Dabei soll neues, praktisch relevantes Wissen mit indie tagliche Praxis genommen werden. Der zeitliche Umfangunserer Kongresse, wie wir ihn von jeher mit 9 Tagen gewohntwaren, bleibt für alle Interessierten erhalten, um soFort- und Weiterbildung durch Seminare, Workshops undFachvortrage auch weiterhin ungestört erleben zu können.Um eine breitere Basis, beson<strong>der</strong>s für die Fortbildung, zu ermöglichen,gründeten wir themenzentrierte Veranstaltungenin Bad Salzuflen und zusammen mit <strong>der</strong> Internationalen medizinischenGesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke —Regulationstherapie e. V. Tagungen in Bad Meinberg undplanen für den Mai 1995 in Berlin die „Biotherapeutika",die sich in den unmittelbaren Vorbereitungsstadien befindet.Die Mitglie<strong>der</strong>zahlen des Verbandes stiegen seit 1980 von838 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


Kongreßberichteetwa 2300 auf im Mai 1994 festgestellte 8100, wobei dieDeutsche Arztegesellschaft für Akupunktur e V die meistenMitglie<strong>der</strong> des <strong>Zentralverband</strong>es stelltAm Eröffnungstag wies vor allem <strong>der</strong> Oberburgermeister<strong>der</strong> Stadt Freudenstadt, Herr Reichert, auf die zunehmendeBedeutung <strong>der</strong> Kongresse für die Region hm Die Gemeindescheue auch keine Kosten und Muhen, es den Teilnehmerndes Kongresses so angenehm wie möglich zu machen AlsBeispiele führte er in seinem Grußwort das verbesserte bzwerweiterte Kulturprogramm (u a Kunstlertreffs, Weinfest,Konzerte etc ) und die größere Spannweite in den Ladenoff -nungszeiten (z B Wochenende) <strong>der</strong> GeschäftsinhaberEs ist auch an eine Elektrifizierung <strong>der</strong> Strecke nach Freudenstadtgedacht Das Hotel und Gaststattengewerbe wirdqualitativ verbessert Sicher darf in einem Bericht auch einePreisverleihung nicht fehlen Dies gilt für die neuen Trager<strong>der</strong> Celsus-Medaille bzw Celsus-Plakette, die Herrn ProfDr Heinz Schacher, Berlin, (2 Vorsitzen<strong>der</strong> des ZAN) undGeorg Gratz, Uelzen, (Verlagsleiter ML-Verlag) verliehenwurdenDiese Preise werden (nach Prof Schipperges als erstem Trager)für beson<strong>der</strong>e Verdienste um die Publizistik im Dienste<strong>der</strong> Naturheilverfahren verliehen Prof Schücherh&t sich mitseinem Lebenswerk ganz beson<strong>der</strong>s nicht nur um Lehre undForschung, son<strong>der</strong>n auch um wirksame Öffentlichkeitsarbeitdurch Vortrage, Fachartikel, Lehrbucher, aber auch in <strong>der</strong>Arbeit für Laien verdient gemacht, um insbeson<strong>der</strong>e <strong>der</strong>Pflanzenheilkunde ihren angemessenen Platz in unserer mo<strong>der</strong>nenMedizin zu geben Sem Festvortrag wurde ganz beson<strong>der</strong>sbeachtet, da er Naturheüverfahren und Kunst m einegelungene Mischung brachte Eine beson<strong>der</strong>e Würdigungdieses Referats wird geson<strong>der</strong>t gebracht Georg Gratz, alsweiterer Preisträger, wurde vor allem für seinen jahrzehntelangenpersonlichen Einsatz für die Naturheüverfahren geehrt,die er sehr engagiert verlagstechnisch betreute und unsereHeilverfahren somit als einen Teil <strong>der</strong> Gesamtmedizinnachhaltig for<strong>der</strong>te Da in dem Kongreßkompendium ausfuhrlichauf Verdienste bei<strong>der</strong> Celsus-Preistrager eingegangenwurde, kann hiermit darauf verwiesen werdenEhe wir zum Bericht des wissenschaftlichen Teils <strong>der</strong> Atemwegserkrankungenund an<strong>der</strong>er Sachgebiete kommen, seiam Rande noch auf eine Problematik hingewiesen, welcheallen Beteiligten im Vorstand und darüber hinaus oft Kopfzerbrechenmacht Das ist <strong>der</strong> alte „Streit", ob man mehrFort- o<strong>der</strong> Weiterbildung in Freudenstadt bringen soll o<strong>der</strong>nicht Ganz gleich, was man an Überlegungen anstellt undausfuhrt, Spannungen wird es immer geben Das gleiche giltfür die Problematik <strong>der</strong> Pharma- und Medizinische-Geräte-Ausstellung Jegliche Än<strong>der</strong>ungen haben ihre Vor- undNachteile All diese Entscheidungen sind schwer, und keinerist bemuht, eine leichtfertige Losung anzustreben Als Denkanstoßfür häufige Kongreßteilnehmer sei das einmal erwähntNun zum wissenschaftlichen Teil des KongressesDr med Andreas Michalsen (Berlin) sagte m seinem Referatzum Thema „Konstitutionsbiologische Aspekte in <strong>der</strong>Therapie von Atemwegserkrankungen" u a folgendesDie Beziehungen zwischen Krankheit, ihrer Disposition undihrem Verlauf werden stets durch erworbene und genetischeIndividualfaktoren mitbestimmt Traditionell werden dieseFaktoren unter dem Begriff <strong>der</strong> Konstitution zusammengefaßt,in <strong>der</strong> physikalischen Therapie wird synonym vom Reaktionstypgesprochen Entsprechende Konstitutionsiehrenfinden sich in <strong>der</strong> medizinischen Literatur zu allen Zeitenunter den verschiedensten Konzeptionen Eine beson<strong>der</strong>eGewichtung erfahrt <strong>der</strong> Konstitutionsaspekt in <strong>der</strong> Humoralpathologieund -therapie, in <strong>der</strong> traditionellen chinesischenMedizin und in <strong>der</strong> indischen Ayurveda-Medizin In<strong>der</strong> Volks- und Laienmedizin sind eine Vielzahl konstitutionellerVorstellungen tradiert und lebendig Die physikalischeMedizin stellt mehr die funktionelle Beziehung zwischenReiz und Reaktion in den Vor<strong>der</strong>grund (u a Lampert, Pulet)und unterscheidet meist, wie die primär morphologischund anthropometnsch orientierten Konstitutionslehren(u a Kretschmef), zwei sich polar verhaltende ExtremtypenTrotz unterschiedlichster Ausgangspunkte finden sich in denverschiedenen Konstitutionslehren auffällige Ähnlichkeitenund Entsprechungen Für die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung,für das Asthma bronchiale und für dasSchlaf-Apnoe-Syndrom lassen sich zudem aktuelle schul-Immunstinuilation mit EchinaceaSCHWOROTOXBiologisches ImmunstimulansIn 100 ml Echm ang 0 40 0 ml taue 0 6 0 ml Mynstic seb D3 5 0 ml BrvonD4 10 0 ml Baptis D4 6 0 ml Belüd D4 5 0 ml Apis mell D4 5 0 ml Hydrargyrbichlor D4 3 0 ml Crotal D5 5 0 ml Uohes D6 b 0 ml20 ml 50 mlPharma Schworer GmbHD 6925 7 Wiesenbach ARZNEIENArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994) 839


Kongreßberichtemedizininische Erkenntnisse in das Konzept <strong>der</strong> Konstitutionintegrieren.In <strong>der</strong> naturheilkundlichen Therapie <strong>der</strong> Atemwegserkrankungenresultiert durch spezielle Berücksichtigung konstitutionellerFaktoren eine verbesserte, individuell abgestimmteDifferentialtherapie.Insbeson<strong>der</strong>e Diätetik, Hydrotherapie und Phytotherapie erfahrenhierdurch eine Erweiterung und verbesserte Prognostik.Im Workshop wurden die Möglichkeiten einer zeitgemäßenKonstitutionstherapie herausgearbeitet. Anhand von Kasuistikenmit Beispielen aus <strong>der</strong> Literatur wurde die Diagnose<strong>der</strong> Konstitution dargestellt, dabei werden insbeson<strong>der</strong>e Modelle<strong>der</strong> Humoralpathologie und physikalischen Therapieangewendet, aber auch Aspekte <strong>der</strong> TCM, <strong>der</strong> Diagnostiknach F. X. Mayr, u. a. eingebracht. Für die konstitutionsgerechteTherapie <strong>der</strong> Atemwegserkrankungen wurden Modifikationenin Diätetik und Phytotherapie aufgezeigt und dieIndikation für ausleitende Verfahren kritisch abgewägt.Dr. med. Laszlö Fodor (Freyung) erwähnte zum Thema„Sauerstoff-Inhalationstherapie bei Lungenerkrankungen"folgendes:Zu den wichtigsten Indikationen für die Sauerstoff-Inhalationstherapiegehören die Lungenerkrankungen. Bei Lungenerkrankungengilt im beson<strong>der</strong>en Maße die Definitionund die Zielsetzung <strong>der</strong> Sauerstoff-Inhalationstherapie: Erhöhungdes Sauerstoffpartialdrucks bei gleichzeitiger Senkungdes Kohlensäurepartialdrucks und Normalisierung <strong>der</strong>Sauerstoffkonzentration im Blut mit verschiedenen therapeutischenTechniken. Die Sauerstoff-Inhalationstherapiewird allgemein als ein relativ junges Therapieverfahren bezeichnet,das allerdings auch schon auf eine mehr als 150jährigeGeschichte zurückblicken kann. Inzwischen sind mehrereSauerstoff-Inhalationstherapie-Formen entwickelt worden,die in zwei grundsätzliche Gruppen aufgeteilt werdenkönnen:Sauerstoff-Inhalationstherapie bei akuten HypoxidosenSauerstofftherapien bei chronischen HypoxidosenDie Sauerstoff-Inhalationstherapie-Formen sind folgende:Die Sauerstoff-Inhalationstherapie bei NotfällenSauerstoff-LangzeitinhalationstherapieSauerstoff-RegenerationstherapieSauerstoff-ErgometertrainingSauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach von ArdenneIonisierte Sauerstoff-InhalationstherapieHyperbare Sauerstoff- InhalationstherapieSauerstoff-Intervall-InhalationstherapieVor die Therapie haben die Götter die Diagnose gestellt,und dieser Satz gilt erst recht bei <strong>der</strong> Sauerstoff-Inhalationstherapie.Ohne eine gute, solide theoretische Ausbildung beigleichzeitiger praktischer Erfahrung ist eine vernünftige Sauerstoff-Inhalationstherapienicht möglich. Man sollte geradein <strong>der</strong> heutigen Zeit, in <strong>der</strong> Sauerstoffradikale in <strong>der</strong> Medizindoch eine erhebliche Rolle spielen, bedenken, daß die Sauerstofftherapiemehr o<strong>der</strong> weniger eine Gratwan<strong>der</strong>ung zwischenNutzen und Toxizität des Sauerstoffs ist. Deshalb ist esunerläßlich, einerseits die exakte Diagnose durchzuführenund an<strong>der</strong>erseits den Nutzen und die Schädlichkeit des Sauerstoffsgegeneinan<strong>der</strong> abzuwägen. Sauerstoff ist ein hochpotentesMedikament, das ein sehr wichtiges Einsatzgebietbei verschiedenen Erkrankungen abdeckt, es ist aber keineswegsein Allheilmittel o<strong>der</strong> Jungbrunnen, wie manche ausUnkenntnis behaupten.Die Einsatzmöglichkeiten <strong>der</strong> Sauerstoff-Inhalationstherapiebei Lungenerkrankungen sind gerade in letzter Zeit mitHilfe von Sauerstoffkonzentratoren sehr intensiviert worden.Die Sauerstoff-Langzeitinhalationstherapie hat sicherlich einesihrer wichtigsten Einsatzgebiete gerade bei chronischobstruktivenVentilationsstörungen und kann nicht nur alspalliative Maßnahme betrachtet werden, da bei rechtzeitigemEinsatz ein echter pulmonaler Regenerationseffekt zuerzielen ist. Gerade hier bietet die Sauerstoff-Regenerationstherapieein beson<strong>der</strong>s gutes Wirkungsfeld bei <strong>der</strong> partiellenHyperkapnie, die bei stark verschleimten Patienten während<strong>der</strong> Langzeit-Inhalationstherapie häufig auftritt. Natürlichsollte man auch die Komplikationen, relative und absoluteKontraindikationen nicht verschweigen, was wie<strong>der</strong>um nurauf die dringende Notwendigkeit hinweist, daß zu einer erfolgreichenSauerstoff-Inhalationstherapie eine gründlichetheoretische wie praktische Ausbildung notwendig ist. Ausdiesem Grunde führt die Internationale Ärztegesellschaft fürSauerstofftherapie und Forschung e. V. als Arbeitsgemeinschaftinnerhalb des ZÄN jährlich zahlreiche Wochenendseminareund Kurse durch, erwähnte Fodor.Dr. med. Michael Berliner (Bad Nauheim) sagte zu „Atemwegs-und Lungenerkrankungen; Möglichkeiten <strong>der</strong> Thalasso-Balneo-Klima-Lichttherapie"folgendes:Erkrankungen <strong>der</strong> Atemorgane umfassen Störungen <strong>der</strong>Atemwege (Nasen- und Rachenraum, Luftröhre, Bronchien)sowie <strong>der</strong> Lunge, einschließlich ihrer Umgebungsstrukturen(Alveolen, Bindegewebe, Gefäße, Pleura, knöchernerThorax). Neben quantitativ wenig bedeutsamenfunktionellen Störungen können unterschiedliche entzündlicheund nichtentzündliche, aber auch degenerative, allergischeund neoplasmatische Verän<strong>der</strong>ungen auftreten. Nachdem Verlauf unterscheidet man akute, subakute und chronische(rezidivierende) Erkrankungen. Während die akutenrespiratorischen Erkrankungen eine Domäne <strong>der</strong> Pharmakotherapiesind, erlauben gerade bei chronischen und subakutenrespiratorischen Störungen die balneophysikalischenBehandlungen eine große und nebenwirkungsarme Erweiterungdes Therapiespektrums. Häufig sind sie einer medikamentösenTherapie überlegen.840 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


KongreßberichteEs ist dabei wichtig, Früh- o<strong>der</strong> Soforteffekte, die unmittelbarauf die beteiligten Organstrukturen einwirken, von längerfristigenSpätreaktionen abzugrenzen, die erst nach regelmäßigwie<strong>der</strong>holten (iterativen) Anwendungen als Reiz-Reaktions-Therapieeine Ökonomisierung <strong>der</strong> gestörten Organfunktionenzeigen und so im Sinne <strong>der</strong> Chronobiologiewirksam werden.Einen beson<strong>der</strong>en Stellenwert in <strong>der</strong> Behandlung <strong>der</strong> Atemwegserkrankungennehmen die salzhaltigen Wässer (Solen)ein. Als Bä<strong>der</strong> und insbeson<strong>der</strong>e als Inhalationen entfaltensie ihre Wirkungen an Haut und Schleimhäuten. Ideale klimatischeVoraussetzungen für die Behandlung chronischerAtemwegserkrankungen bieten hier die Küstenregionen vonNord- und Ostsee, wo neben salzhaltigen Seebä<strong>der</strong>n, diegleichzeitig durch Temperaturreize abwehrsteigernd wirken,auch natürliche Inhalationen durch das Seeaerosol möglichsind (Thalassotherapie). Allergenarme Klimata (Küsten,Hochgebirge) helfen bei allergischen Erkrankungen. DieLichttherapie entfaltet, kurmäßig eingesetzt, vor allem roborierendeEffekte, erwähnte <strong>der</strong> Referent.Dr. med. Hans Kolb (Wetzlar), ein langjähriger Referent,sagte zum Thema „Möglichkeiten <strong>der</strong> MikrobiologischenTherapie am Beispiel rezidivieren<strong>der</strong> Atemwegserkrankungen,,:Mikrobiologische Therapie ist die orale und parenterale Anwendungverschiedener leben<strong>der</strong> und/o<strong>der</strong> abgetöteter Mikrobensowie ihrer Bestandteile o<strong>der</strong> Stoffwechselproduktezu therapeutischen Zwecken.Sie dient <strong>der</strong> Beeinflussung <strong>der</strong> körpereigenen Abwehr und<strong>der</strong> Anregung von Stoffwechselleistungen, und zwar insbeson<strong>der</strong>edes gesamten Intestinaltraktes mit seinen Verdauungs-,Respirations- und Ausscheidungsfunktionen, aberauch zur ganz allgemeinen Immunmodulation. In aller Regelwerden dazu Präparate symbiontischer Mikroorganismenund Autovakzinen benutzt.Die Therapie mit Autovakzinen und Symbiontenkulturenwird vorwiegend als Langzeitverfahren zur Behandlungchronischer o<strong>der</strong> therapieresistenter Krankheitszustände angewandt.Das wesentliche Prinzip und die mikrobiellen Präparatesind aber auch bei <strong>der</strong> Behandlung akuter Erkrankungenund ganz beson<strong>der</strong>s bei rezidivierenden Infekten desRespirationstraktes bevorzugt anzuwenden, sagte <strong>der</strong> Referent.Die medikamentöse bzw. antibiotische Behandlung von Patientenmit chronisch rezidivierenden Infekten im Bereichdes Respirationstraktes ist beson<strong>der</strong>s für den Hausarzt, <strong>der</strong>die Patienten über lange Zeit bei mehreren Rezidiven betreut,oft sehr unbefriedigend. Die symptomatische, immunsuppressivwirkende medikamentöse Therapie eines akutenInfektes ist nämlich oft <strong>der</strong> Anfang zu einem chronisch-rezidivierendenInfekt, <strong>der</strong> in gewissen Abständen immer wie<strong>der</strong>erneut behandelt werden muß. Die Mitglie<strong>der</strong> <strong>der</strong> 1954 gegründetenArbeitsgemeinschaft für Mikrobiologische Therapiehatten beobachtet, daß bei Patienten, bei denen akute Infektemikrobiologisch mit <strong>der</strong> Kokken-Lebendkultur, meistkombiniert, d. h. im stündlichen Wechsel mit einem <strong>der</strong> bekannten,unspezifisch abwehrsteigernden Mittel, wie z. B.Phytotherapeutika o<strong>der</strong> ähnlichem, behandelt worden waren,die Rezidive ausblieben o<strong>der</strong> deutlich seltener und leichterauftraten. Da auch Rezidive nach vorausgegangener antibiotischerTherapie ebenso günstig reagierten, wurde die MikrobiologischeTherapie seitdem bei allen chronisch rezidivierendenErkrankungen im Bereich des Respirationstraktesund im HNO-Bereich angewandt. Darüber wurde seit Jahrzehntenin zahlreichen Veröffentlichungen berichtet. DieseErfahrungsberichte wurden von <strong>der</strong> „wissenschaftlichen Medizin"kaum zur Kenntnis genommen. Trotzdem verbreitetesich die Mikrobiologische Therapie immer weiter und wirdin einer sehr großen Zahl von Allgemein- und Facharztpraxendurchgeführt, erwähnte Kolb.Seit etwa 10 Jahren werden nun neben zahlreichen wissenschaftlichenStudien auch randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte,parallele Multizenterstudien durchgeführtund veröffentlicht. Von elf bis 1993 abgeschlossenen Studienbetreffen sieben Erkrankungen im Bereich <strong>der</strong> Atemwege:chronisch-rezidivierende Tonsillitis, obere Luftwege undHNO-Bereich, chronische Sinusitis, chronisch-obstruktiveBronchitis, rezidivierende hypertrophische Sinusitis und 2Studien chronisch-rezidivierende, hypertrophe Tonsillitis.Derartige Studien beweisen jedenfalls die Wirksamkeit undUnschädlichkeit <strong>der</strong> bei den Studien angewandten mikro-SCHWOROTOXBiologisches Immunstimulanslml Ediin ang D2 0,04 ml, Gelsera Dä.Acomt 04, Amica 02 aä 0,002 ml, lache, D8 0,005 ml, ThujalM tormica ruf 012,0% aa 0,01 ml in plij-aol NaCl-Lsg A R 7 N F I F NPharma Schwörer GmbH • .D-69257 Wiesenbach 10 AmpArztezeitschnft für Naturhellverfahren 35 11 (1994) 843


Kongreßberichtebiellen Präparate. In <strong>der</strong> Praxis, wo es nicht auf die Gewinnungstatistisch verwertbarer Parameter ankommt, sinddurch die mögliche Kombination verschiedener mikrobiellerPräparate und ggf. durch die Unterstützung mit an<strong>der</strong>en naturheilkundlichenMaßnahmen schnellere und weitergehendeHeilerfolge zu erzielen, endete Kolb.Der Celsus-Preistrager, Univ.-Prof. Dr. Heinz Schlicher(Berlin), erwähnte zum Thema „Möglichkeiten und Grenzen<strong>der</strong> Phytotherapie bei Atemwegserkrankungen" u. a.:Aufgrund dokumentierter Berichte aus <strong>der</strong> Erfahrungsheilkundesowie aufgrund klinischer und experimenteller Untersuchungensind bei folgenden Erkrankungen <strong>der</strong> Luftwegephytotherapeutische Maßnahmen auch im Sinne naturwissenschaftlicherKriterien vertretbar:Bei Katarrhen <strong>der</strong> Luftwege, darunter Bronchitis, Laryngitis,Pharyngitis, Rhinitis und Sinusitis.Die phytotherapeutischen Möglichkeiten liegen immer mehrim Bereich <strong>der</strong> zuleitenden Atemwege. Aufgrund <strong>der</strong> antiphlogistischen,bronchospasmolytischen, sekretolytischenund „schleimhautabdeckenden" Wirkungsmechanismenwerden in erster Linie die Symptome gebessert. Die bakteriostatischeWirksamkeit, die in Einzelfällen für eine kausaleTherapie notwendig wäre, ist in <strong>der</strong> Regel und bei <strong>der</strong> üblichenDosierung unzulänglich.Folgende Wirkstoffgruppen gelangen zur Anwendung:ätherische Ole („Aromatherapie"), Saponine, Schleimstoffeund in wenigen Fallen Alkaloide. Bei <strong>der</strong> Rhinitis bewahrtsich in beson<strong>der</strong>em Maße die Inhalation verschiedener ätherischerOle, darunter vor allem die NRF-Rezeptur „Inhalatiocomposita". Als vasokonstriktorisches Mittel kommenAuszuge aus Ephedrae herba (Ma-Huang, chinesische Heilpflanze)in Frage. Bei <strong>der</strong> Sinusitis ist die erste phytotherapeutischeMaßnahme ein Kamillendampfbad, wobei dieDampfphase allerdings eine ausreichende Konzentration anChamazulen und alpha-Bisabolol enthalten muß. Eine überzeugendeklinische Wirksamkeit bei akuten, subakuten undchronischen Sinusitiden weist das Fertigarzneimittel Sinupretauf. Bei diesem Arzneimittel handelt es sich um einefixe Kombination, <strong>der</strong> man bei rein theoretischer Beurteilungnicht die klinisch belegte Wirksamkeit zuerkennenwurde. Zur Behandlung <strong>der</strong> Laryngitis, Pharyngitis und Tracheitisstehen eine Reihe antiphlogistisch und antibakteriellwirksamer pflanzlicher Gurgelmittel zur Verfugung (Salviaefolium — Salbeiblatter; Plantagmis lanceolatae herba —Spitzwegerichblatter; Galeopsidis herba — Hohlzahnblatter;Polygalae radix — Kreuzblumenwurzel u. a.) Bei trockenemHusten besitzen die Schleimdrogen (Althaeae radix —Eibisch = Malve = Stockrose; Liehen islandicus — IslandischesMoos, eine Flechte; Malvae flos et folium — Malvenbluten,Malvenblatter; Verbasci flos — Konigskerzenbluten;Tiliae flos — Lindenblüten u. a.) als sogenannte „indirekteAntitussiva" eine große Bedeutung. Durch den Schleimfilmkommt es zu einer Art Blockade <strong>der</strong> sensiblen Hustenrezeptorenim Bronchialtrakt. Bei Husten mit zähflüssigemSchleim dagegen müssen Drogen mit sekretolytischen undsekretomotorischen Wirkungen eingesetzt werden. Dazuzahlen in erster Linie einige Saponindrogen (Liquiritae radix— Sußholzwurzel; Primulae radix et flos — Schlusselblumenwurzelund -bluten u. a.), die Brechwurzel (Ipecacuanhaeradix) als Alkaloiddroge sowie eine Reihe von ätherischenÖlen (Anis-, Eukalyptus-, Fenchel-, Fichtennadel-,Latschenkiefern-, Terpentin-, Thymianol u. a.).Bei Pertussis ist mit Phytopharmaka nur eine adjuvante Therapiemöglich. Pflanzliche Arzneimittel (z. B. aus He<strong>der</strong>aehelicis folium — Efeublatter; Drosera herbae — Sonnentaublatterund Thymi herba — Thymianblatter) vermögen zumeinen die krampfartigen Hustenanfalle zu erleichtern (bronchospasmolytischeWirkung) und zum an<strong>der</strong>en sorgen siefür den Abtransport des zähen, glasigen Schleimes (sekretolytischeund sekretomotorische Wirkung).Vollstandigkeitshalber sei noch auf die adjuvanten phytotherapeutischenMöglichkeiten bei Katarrhen <strong>der</strong> Luftwegein Zusammenhang mit grippalen Infekten hingewiesen.Stellvertretend seien an dieser Stelle Auszuge aus Salix cortex(Weidenrinde) und Echinaceae purpureae herba (Sonnenhutblatter)genannt.Die Grenzen <strong>der</strong> Phytotherapie sind die restriktiven Funktionsstörungensowie Pneumonien, Lungenemphysem, Lungenfibrosen,gut- und bösartige Lungengeschwure, Lungenödeme,Pneumokoniosen, Lungentuberkulose u. a. mehr,war vom Referenten zu erfahren.Am Schluß sei noch <strong>der</strong> Vortrag von Dr. med. Karl-HeinzFriese, Weil <strong>der</strong> Stadt, zum Thema „Diagnostik und Therapie<strong>der</strong> Allergien <strong>der</strong> oberen Atemwege mit Naturheilverfahrenund Homöopathie" kurz dargeboten.Allergien haben nicht eine Ursache, sie haben vielmehr immerviele Ursachen. Diese Ursachen sind eine ererbte Bereitschaft,überhaupt Allergien zu entwickeln, falsche Ernahrungsgewohnheiten,Impfungen, Belastungen durchUmweltgifte aller Art, Quecksilbervergiftungen infolgeAmalgambelastung, psychische Traumata, übermäßige Belastungdurch potentielle Allergene, toxische Belastungdurch stark wirksame Medikamente, Nikotinbelastung, Alkoholmißbrauch,Storfel<strong>der</strong> im Korper und viele mehr.Glucklicherweise müssen zu einer erfolgreichen Behandlung<strong>der</strong> Allergie nicht alle potentiellen Ursachen behandelt werden.Es reicht im Regelfall, wie bei an<strong>der</strong>en Krankheitenauch, vielmehr aus, wenn einzelne, wesentliche Ursachenbeseitigt werden. Dies erklart auch die äußerst unterschiedlichenBehandlungskonzepte, die trotzdem immer wie<strong>der</strong> zumErfolg fuhren. Jedes Behandlungskonzept greift bestimmtePunkte auf und vernachlässigt an<strong>der</strong>e, dennoch sind Erfolgesehr häufig. Um zu einem Behandlungskonzept zu kommen,ist eine gute Diagnostik erfor<strong>der</strong>lich. Mit verschiedenen844 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994)


KongreßberichteMethoden <strong>der</strong> Naturheilverfahren kann die allgemeine Abwehrlagedes Korpers umgestellt werden, mit gezielter homöopathischerBehandlung kann sowohl die allergische Diatheseinsgesamt als auch bei akuter Belastung die Symptomatikerfolgreich therapiert werden. Hierzu eignet sichinsbeson<strong>der</strong>e eine konstitutionelle Therapie; die Einzelgabevon Tuberculinum, Acidum formicicum sowie die Behandlung<strong>der</strong> akuten Symptomatik mit Okoubaka, Allium cepa,Euphrasia, Wyethia, Jodum, Kalium phosphoricum, Galphimiaglauca und vielen an<strong>der</strong>en Mitteln, war von Friese aufdem 87. Kongreß zu erfahren.Sicher ist wie immer noch das eine o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e Referat erwähnenswert.Durch die Umgestaltung <strong>der</strong> Veranstaltungwurde <strong>der</strong> Weiterbildung ein breiter Raum eingeräumt.Gehen wir hoffnungsvoll in ein neues Jahr. Sicher hat 1994viele Unwegsamkeiten gebracht. Erhebliche Einschnitte in<strong>der</strong> wirtschaftlichen Existenz eines jeden nie<strong>der</strong>gelassenenKollegen waren zu verzeichnen. Man bedenke, daß weiterhinFortbildung zum festen Bestandteil eines jeden interessiertenArztes dazugehört. Freudenstadt und demnächstBerlin geben allen die Möglichkeit, nach neuesten Erkenntnissenzu arbeiten.Dr. med. Ff. P. LegalPressesprecher des ZANEs gibt eine Therapie,die länger wirksam ist,als sie dauert:REGENERESENnach Prof Dr H DyckerhoffWeltweit belegen mehr als 2000 Publikationenaus den Bereichen Pharmakologie,Toxikologieund Klinik die Wirksamkeit und Verträglichkeitvon Ribonucleinsäuren (RNA) bei degenerativenErkrankungen und Organ-Unterfunktionen.Zusammensetzung 1 Ampulle zu 5 ml enthalt Ribonucleinsäuren Na vom Rind und Ribonucleinsauren Na aus Hefe 6 3 mgDie jeweiligen Angaben zur Herkunft befinden sich auf <strong>der</strong> Ampulle und auf <strong>der</strong> Faltschachtel Insgesamt sind 70 verschiedene Sorten erhaltlichAnwendungsgebiete Alle chronischen und degenerativen Erkrankungen bei denen Eiweißsynthese und damit zusammenhangendinkretonsche Funktionen gestört sindGegenanzeigen Manifeste GichtNebenwirkungen In sehr seltenen Fallen kann es zu Uberempfindlichkeitsreaktionen wie z B Hautjucken o<strong>der</strong> Hautrötung kommenBei Auftreten solcher Reaktionen sollte die Therapie abgebrochenwerdenWechselwirkungen Tetracycline Chloiamphenicol AmmoglyJcosid Antibiotika und an<strong>der</strong>e Antibiotika <strong>der</strong>en Wirkungsmechanis j Packungsbe läge beachten'j Original pacKting mit 5 Ampullenmus auf einer Hemmung <strong>der</strong> Protem-Biosynthese beruht könnendie Wirkung <strong>der</strong> REGENERESEN abschwachenDosierungsanleitunq Die individuelle Dosis richtet sich nach <strong>der</strong> Schwere <strong>der</strong> Erkrankung ihrer Dauer <strong>der</strong> beobachteten Heüungstendens u a mLangjährige Erfahrungen haben gezeigt daß im Mittel <strong>der</strong> Einsatz von insgesamt 20 Ampullen pro Patient und Behandlung sinnvoll ist Die Therapie kann so durchgeführt werdendaß jeden, zweiten Tag 2. Ampullen a 5 ml verabreicht werden entsprechend einer wochentlichen Dosis von 6 Ampullen Je nach Lage des Falles kann die wöchentliche Dosiszwischen 4 und 12 Ampullen variiert werden Alle REGENERESEN sind untereinan<strong>der</strong> behebig mischbar Mischungen mit an<strong>der</strong>en Präparaten sind aus Sicherheitsgründen aufjeden Fall zu vermeidenDarreichungsform und Packungsgroßen OP mit 1 Ampulle Von einigen Sorten sind OPmit 5 Ampullen erhältlich (s Preislisten) Insgesamt sind 70„r,ntram,iCw1,isrPOin1Pki,nnApotheken pH ic htigREGENERESEN 8verschiedene Sorten erhältlichi Prof Dr H Dyckerhoff Stand Januar 1993Bei Fragen zur Therapie steht Ihnen gerne unsere medizinischwissenschaftliche Abteilung zur VerfugungLaboratorium Prof Dr H Dyckerhoff GmbH & CoRobert Perthel Str 49 D 50739 KölnBiochemischeForschungtherapeutischnutzbar gemachtVDYCKERHOFFArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994) 845


Hartmannbund warnt vorPseudo-KVENBei den vertragsärztlichen Vereinigungenals eingetragenen Vereinen o<strong>der</strong>Genossenschaften, die gegenwärtig anverschiedenen Orten in Deutschlandentstehen, handelt es sich um Einrichtungen,die zukünftig Aufgaben o<strong>der</strong>Zuständigkeiten <strong>der</strong> KassenärztlichenVereinigungen wahrnehmen wollen.Sie schwächen und bedrohen damit diekörperschaftlich verfaßte ärztlicheSelbstverwaltung. Sie för<strong>der</strong>n ohne Noteine Entwicklung, die die Macht <strong>der</strong>Krankenkassen unmäßig steigern wird.Die politische Durchsetzungsfähigkeit<strong>der</strong> Vertragsärzteschaft wird durch solcheVereine und Genossenschaftennicht gestärkt, son<strong>der</strong>n deutlich geschwächt,sind doch Aufsplitterungund Wi<strong>der</strong>sprüchlichkeit solcher dieKassenärztlichen Vereinigungen „flan-Hartmannbundkieren<strong>der</strong> Strukturen" die unvermeidlicheFolge. Die für die ärztlicheSelbstverwaltung und die freien ärztlichenVerbände noch bestehendenMöglichkeiten werden durch die politischenAnsprüche dieser Vereine invöllig sinnloser Weise geschwächt.Die Wahrnehmung wirtschaftlicher Interessendurch Vertragsärztliche Vereinigungeno<strong>der</strong> Genossenschaften stehtvor allem auf dem Gebiet ergänzen<strong>der</strong>Vertragsbeziehungen mit den Krankenkassenim Wi<strong>der</strong>spruch zu allendenjenigen gesundheitspolitischenÜberlegungen, die auf eine Liberalisierungdes gesamten Beziehungssystemszwischen Ärzteschaft und Krankenkassengerichtet, nicht aber auf eine erneutmonopolartige Kontrolle außerhalb<strong>der</strong> Körperschaften und zu Lastendes bewährten freiheitlichen Verbandswesensin <strong>der</strong> deutschen Ärzteschaft.Die Beratungs- und Dienstleistungendurch Vertragsärztliche Vereinigungeno<strong>der</strong> Genossenschaften werden imVergleich zu den bestehenden Angebotenkeine qualitative Verbesserungbringen. Sie werden zusätzliche Abhängigkeitenbewirken und darüberhinaus den mit den Eckpunkten <strong>der</strong>Kassenärztlichen Bundesvereinigungvorgelegten Vorstellungen entgegenstehen,durch innovative, vielfältigeund von den beteiligten Ärzten selbstkontrollierte Organisationsformen dieLeistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit<strong>der</strong> ambulanten ärztlichen Versorgungzu sichern.Der Hartmannbund spricht sich nachdrücklichfür die Beibehaltung <strong>der</strong>Kassenärztlichen Vereinigungen alsunverzichtbare Einrichtungen <strong>der</strong> ärztlichenSelbstverwaltung aus. Die vorhandenenStrukturen <strong>der</strong> freien Verbändesind darüber hinaus bereit undin <strong>der</strong> Lage, einer gewünschten Liberalisierungdes Beziehungssystems zwischenÄrzteschaft und KrankenkassenRechnung zu tragen und entsprechendeAufgaben zu übernehmen.Transkutane ElektrischeNerven-Stimulation (TENS)Erstattungsfahige Hilfsmittelgern SGBV, §33.Infomappe vonBru<strong>der</strong>muller GmbHPostfach 13 5372703 ReutlingenTel (07121)2 91 31BTX (07121) 2 16 53FAX (07121) 29 05 98LÖTENS«Kursorte:Reflexzonenarbeit am FußSZweitagekurse20jähnge praktische Erfahrung10jährige Lehrerfahrung1. Einfuhrungs- und Aufbaukurs2. FORTFÜHRUNGS- und THERAPIEKURSmit Überreichung eines ZeugnissesBad Fussmg, Bad Lauterberg/Harz, Berlin, Büdingen,Brixen/Südtirol, Chemnitz, Hamburg, Hannover,München, Münster, Nürnberg und StuttgartBitte for<strong>der</strong>n Sie kostenlose Prospekte anNEU: HANDZONENFIBEL 14,00 DMLEHRSTÄTTE FÜR MANUELLE FUSS-REFLEXZONEN-ARBEITInh. und Seminarleiter Christian Mirr, staatl. geprüfter Masseur^ und Heilpraktiker, Bahnhofstraße 3, 63654 Büdingen, ~*A Telefon (0 60 42) 44 08 + Mobiltelefon (01 61) 3 61 19 99 [846 Arztezeitschnft für Naturhellverfahren 35 11 (1994)


Preisausschreibungen \För<strong>der</strong>preis für Medizinjournalisten „Medizin in denMedien" für 1994 ausgeschriebenDer vom Erlanger ArzneimittelunternehmenPharmacia gestiftete und mitDM 10000,— dotierte Journahstenpreiswird 1994 erneut und bereits imsechsten Jahr ausgeschrieben DasKollegium <strong>der</strong> Medizmjournahsten(KdM) verleiht diesen Preis Die vomStifter unabhängige Jury will mit demFor<strong>der</strong>preis junge Nachwuchsjournahstenauszeichnen, die sich mit Beitragenim Pnnt-, Hörfunk- o<strong>der</strong> Fernsehbereichmit medizinischen Themen publikumsgerechtbefaßt habenEinsendeschluß für die in diesem Jahrveröffentlichten Beitrage ist <strong>der</strong> 31.Dezember 1994 Die Satzung des For<strong>der</strong>preiseskann beim GeschaftsfuhrendenSekretär Mana-EhsabethLange-Ernst, Furstenackerstraße 20,81477 München angefor<strong>der</strong>t werdenPreisverleihungenInternationaler För<strong>der</strong>preis für Magnesiumforschung1994<strong>der</strong> Kali-Chemie Pharma mit DM10 000,— dotierten Forschungspreis anProfessor Dr Ludwig Wildt, Dr JoachimNeuwinger, Ivetta Muck und JürgenEsper, Erlangen, für ihre Arbeit„Selektive Behandlung von Hitzewallungenmit 17-alpha-Ostradiol, einemOstradiol-Epimer ohne klassischeOstrogenwirkung"Den von <strong>der</strong> Verla-Pharm, Tutzmg,gestifteten „Internationalen For<strong>der</strong>preisfür Magnesium-Forschung" inHohe von DM 20000,— erhalt in diesemJahr Frau Dr. Martina Wangemann,Institut für Ernährungswissenschaft,Universität Gießen, für ihre Arbeit„Einfluß einer Magnesium-Supplementierungauf den Magnesiumstatusund die Symptome von saisonalerRhimtis"Der Preis wurde im Rahmen des VII.Internationalen Magnesium-Symposiumsvom 4 bis 8 Oktober 1994 inLissabon überreichtProfessor Dr. Christian Lauritzen verliehwahrend <strong>der</strong> 8 Tagung <strong>der</strong> Menopause-GesellschaftdeutschsprachigerLan<strong>der</strong> in Baden bei Wien den vonForschungspreis verliehenDas Foto zeigt (von rechts nach links) Prof Lauritzen mit den Preisträgern Piof Wildt undDr Neuwinger, sowie Hans Kahler, Group Product Manager <strong>der</strong> Kali-Chemie PharmaGmbHArzteze tschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994) 847


Vermittlung von Ärzten, Praxen und SanatorienHomöopathie-Privatpraxisevtl mit kl Kassenanteil, in Bad -Wurtt zur Übernahmegesucht von praxiserf., sehr gut ausgebild. (auchNeural, O 2 , Allergie) jg ArztEinarbeitung erwünscht — Ihre Patienten sollen sichbei mir wohlfuhlen'Finanzierung gesichertZuschriften erbeten unter Chiffre Nr 35/94 an denVerlag.Ärztin für Gynäkologie und Naturheilverfahrensucht Möglichkeit zur PraxisassoziationZuschriften erbeten unter Chiffre Nr 36/94 an denVerlag.Suche Pulsoszillographie-Gerat (Fa Speidel & Keller).Tel./Fax 030/8 82 22 22Stuttgart-KorntalPraxisräume in Zentrumslage ab Mitte 1995 zu vermieten.Stilvoller Altbau, 130 qm E G. plus Nebenraume zuattraktiven Konditionen.Alle Schulen am Ort, S-Bahn-Verbindung nach Stuttgart.Gunstige Voraussetzungen für Allg.-Medizin, Dermatologie/Allergologie,Naturheilverfahren/Homoopathie.Zuschriften erbeten unter Chiffre Nr 34/94 an denVerlagWer übernimmt baldmogl. hausarztl gef, internistischeLandarztpraxis in aufstr Ortsteil von Radolfzell/Bodensee, z Zt 1 300 Einwohner'? — Ausbaufähigmsbes für Naturheilverfahren, Chirotherapie etc. —Nie<strong>der</strong>lassungsvoraussetzung Erfüllte Kassenzulassungsbedals InternistTel 07738/5414848 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


Industrie-InformationenDas unter dieser Rubrik zur Veröffentlichung kommende Material wird von denFirmen zur Verfügung gestellt. Deshalb erscheinen diese Meldungen außerhalb<strong>der</strong> Verantwortung <strong>der</strong> Schriftleitung.Keine Drogen auf RezeptViele Drogenabhängige greifen zu Heroin-Ersatzstoffen,wobei die AntitussivaCodein und Dihydrocodein in <strong>der</strong>Szene sehr beliebt sind. Auf routinemäßigeOpiat-Antitussiva sollte verzichtetwerden. Wenn als AlternativeNoscapin, das kein Gewöhnungspotentialaufweist, eingesetzt wird, istdies auch ein Beitrag zur Sucht-Prävention.Codein und Dihydrocodein (DHC) erreichenin passen<strong>der</strong> Dosis die volleOpiatwirkung. In <strong>der</strong> Drogenszenekursieren jedoch nicht nur Originaltabletten,son<strong>der</strong>n auch 0,l%ige,2,5%ige (als 1-Liter-Flasche!) und sogarillegale 5%ige Codein- und DHC-Lösungen. Die normale Codein/DHC-Dosierung bei Husten beträgt30 bis 60 mg/d. Offensichtlich geheneinige Ärzte viel zu sorglos mit Codein/DHC-Rezeptenum. Codein undDHC unterliegen zwar dem Betäubungsmittelgesetz,Dosis-Einheiten biszu 100 mg und 2,5%-Lösungen sindaber ausgenommen — die Mengenbegrenzungin Form einer Tagesdosisfehlt. Es gibt auch medizinisch induzierteCodein/DHC-Abhängige bzw.Betäubungsmittel-Abhängige, die aufAntitussiva „umgestiegen" sind. IhrAnteil am erfaßten Codein/DHC-Mißbrauch beträgt 5% / 3,5%. Codeinbzw. DHC sollten aufgrund <strong>der</strong> Morphinwirkungnicht mehr als Erstmitteleingesetzt werden. Bei einfachem Hustenist das Alternativ-AntitussivumNoscapin (Capval®) besser geeignet,da es bei gleicher Wirksamkeit keinSuchtpotential besitzt. Darüber hinausfehlen auch Nebenwirkungen, wieObstipation und Atemdepression. Inschweren Ausnahmefällen ist Codein/DHC bis zur Tagesmaximaldosis indiziert.Opiatersatzmittel sollte laut Bundesgesundheitsamt(BGA) nicht Codein/DHCsein, son<strong>der</strong>n nur das imRahmen einer spezifischen Substitutionstherapieverabreichte L-Polamidon.Damit die Drogenszene nicht dieärztliche Praxis verstärkt heimsucht,sollte auf zweifelhafte Codein/DHC-Rezeptierungen verzichtet werden.Hersteller: DrelusoHessisch Oldendorf.Pharmazeutika,Broschüre zur Erstattungsfähigkeitvon Phytopharmakaund Homöopathika„Die Mitglie<strong>der</strong> einer gesetzlichenKrankenkasse haben einen grundsätzlichenAnspruch auf die Versorgungmit anerkannten Arzneimitteln <strong>der</strong> beson<strong>der</strong>enTherapierichtungen (z.B.Phytopharmaka, Homöopathika)."Dies ist das Fazit von Dr. jur. Frank A.Stebner nach einer Analyse aller zudiesem Thema vorliegenden Gesetzestexte(u. a. Gesundheitsstrukturgesetz,neueste Arzneimittelrichtlinien etc.).Die Broschüre „Die Erstattungsfähigkeitvon Phytopharmaka und Homöopathikain <strong>der</strong> Praxis des Vertragsarztes"von Dr. jur. Frank A. Stebner zeigtallen an <strong>der</strong> Therapie mit pflanzlichenArzneimitteln interessierten Ärztenauf, daß— diese Präparate unter dem beson<strong>der</strong>enSchutz des Rechts <strong>der</strong> gesetzlichenKrankenversicherung stehen,— die Verordnung und Kostenerstattungdieser Präparate nach wie vorgrundsatzlich Vertragsleistung <strong>der</strong>gesetzlichen Krankenkassen sindund— bei bestimmungsgemäßer Anwendungvon pflanzlichen Arzneimittelnsie wegen dieser Verordnungkeine Gefahr laufen, in Regreß genommenzu werden.Die Broschüre kann kostenlos angefor<strong>der</strong>twerden bei Dr. Loges + Co.GmbH, Arzneimittel, Schützenstraße5, 21423 Winsen, Telefon (0 4171)70 7151 (Frau Sommer), Telefax(0 4171)70 7100.Das Wasser im menschlichenOrganismusMit <strong>der</strong> Bedeutung des Wasserhaushaltesund <strong>der</strong> Flüssigkeitszufuhr fürden menschlichen Organismus befaßtsich eine jetzt erschienene neue Fachbroschüreunter dem Titel „Das Wasserim menschlichen Organismus".Die klar geglie<strong>der</strong>te Broschüre behandeltzunächst die Grundlagen und dieRegulation des Wasserhaushaltes. Unterdem Punkt Flüssigkeitszufahr werdendie Wirkungen verschiedenerWassertypen (insbeson<strong>der</strong>e <strong>der</strong> Mineral-und Heilwässer) auf den Stoffwechseldargestellt. In diesem Zusammenhangkommen auch die Problemeunzureichen<strong>der</strong> Flüssigkeitszufuhr beieinzelnen Bevölkerungsgruppen (z. B.Kin<strong>der</strong>, Senioren, Sportler) zur Sprache.Schließlich wird noch auf dieElektrolyt- und Mineralstoffbilanz sowieauf den Säure-Basen-Haushaltund die damit verbundenen Regulationsmechanismeneingegangen.Die einzelnen Themenbereiche sindkurz und prägnant dargestellt. Abgerundetwerden die Kapitel durch eineVielzahl von optisch ansprechendenArztezeitschnft für Naturheilverfahren 35, 11 (1994) 849


Industrie-Informationenund verstandlichen Tabellen und IllustrationenDie Fachbroschure richtet sich insbeson<strong>der</strong>ean Fachpersonal aus <strong>der</strong> Praxis<strong>der</strong> Ernahrungsberatung und Diätassistentinnen,aber auch an Lehrkräfteim Ausbildungs- und SchulungsbereichFür letztere sind Matenahenzur Unterrichtsgestaltung integriertSo werden Fragen und Antwortenaus <strong>der</strong> Ernahrungspraxis dargestelltund Kontrollfragen zur Wissensuberprufungangegeben Kopiervorlagenfür die abgebildeten Illustrationen<strong>der</strong> Broschüre liegen ebenfalls beiDie Broschüre im DIN A4-Format istgegen eine Schutzgebuhr von DM10,— (als Verrechnungsscheck o<strong>der</strong>Geldschein) erhaltlich bei Staatl MineralbrunnenSiemens Erben, WissenschaftlicheAbteilung, Kaiserstraße 62,55116 Mainz Bei Bestellung bitte vermerken,ob es sich um ein LehrkraftexemplarhandeltBei älteren Menschen ist ZinkmangelhäufigerImmer mehr Menschen erreichenheute, dank besserer Ernährung undmedizinischer Betreuung, ein höheresAlter Doch lei<strong>der</strong> können nicht allediesen Lebensabschnitt auch in Gesundheitgenießen, denn mit zunehmendenLebensjahren steigt auch dieHäufigkeit altersbedmgter Funktionsstörungenan Hierzu zahlen Beeinträchtigungen<strong>der</strong> inneren Organe wieHerz, Leber und Nieren, <strong>der</strong> altersbedmgteTyp-II-Diabetes, erhöhte Anfälligkeitfür Infektionskrankheitenund natürlich auch Einbußen <strong>der</strong> geistigenLeistungen, beginnend mit einemschlechteren Kurzzeitgedächtnisbis hin zur senilen Demenz bzw demMorbus AlzheimerDie Alterung ist ein völlig normalesPhänomen, da die Teilungs- und Regenerationsfahigkeit<strong>der</strong> Korperzellenabnimmt Krankhafte Verän<strong>der</strong>ungenwerden aber häufig durch externe Noxen,wie falsche Ernährung o<strong>der</strong> ungesundeLebensweise, verursacht Esscheint so, als ob auch die Versorgungmit dem essentiellen SpurenelementZink hier eine Rolle spielt VerschiedeneUntersuchungen haben namhchergeben, daß die durchschnittlicheZmkaufnahme bei alteren Personendeutlich unter 10 mg pro Tag hegt, füreine optimale Versorgung werden aberetwa 15 mg Zmk pro Tag benotigtZink hat wichtige Aufgaben im Nukleinsäuren-und Protemstoffwechsel,so daß es bei einer Unterversorgung zueiner mangelnden Proteinsynthese undZellteilung kommt Es leidet also auchdie Reproduktionsfahigkeit <strong>der</strong> ZellenHiervon ist auch das Immunsystembetroffen, bei einem Zinkmangelkommt es zu einer vermin<strong>der</strong>ten Immunantwortauf eingedrungeneKrankheitserregerWieso aber ist gerade bei <strong>der</strong> alterenBevölkerung die Zinkversorgung somargmaP Hierbei spielen mehrereFaktoren mit Zum einen ernähren sich(o<strong>der</strong> werden in Heimen ernährt) altereMenschen häufig nicht mehr soabwechslungsreich und vollwertig, daßeine ausreichende Versorgung mit diesemessentiellen Spurenelement gewahrleistetist, zum an<strong>der</strong>en beeinflussengerade die im Alter häufiger auftretendenFunktionsstörungen <strong>der</strong>Nieren, <strong>der</strong> Leber, des Gastro-Intestinal-Traktesund em Diabetes denZmkhaushalt sehr negativ Die Resorptionsratesinkt zudem mit einerungunstigen NahrungszusammensetzungPflanzliche Nahrungsmittel, diedie Phytinsaure enthalten, sind einerseitsmeistens zmkarm und reduzierenan<strong>der</strong>erseits den bioverfugbaren Anteildes Nahrungszinks ganz erheblichErwiesen ist, daß das Immunsystemalterer Menschen durch eine Zmkzugabezur Ernährung (z B mit einerZinkit® 10 Brausetablette am Tag)deutlich stimuliert und eine verbesserteInfektabwehr erreicht werdenkann Auch funktioneile Leber- undNierenstorungen, Darmerkrankungen,schlecht hellende Wunden, z B venöseUlzera und em bestehen<strong>der</strong> Diabetesmelhtus werden durch Zinkgabenpositiv beeinflußt und Zmk hilftebenfalls sehr häufig bei Lethargie unddepressiven Verstimmungen Nunkonnte es sein, daß Zmk auch m gewissemMaße <strong>der</strong> senilen Demenz vorbeugenkonnte Die beim Morbus Alzheimerim Gehirn gefundenen senilenPlaques sind Eiweißablagerungen, dieeiner gestörten Proteinsynthese entstammenund zum Absterben <strong>der</strong> Nervenzellenfuhren Da Zmk hierbei aberem wichtiges Regulativ darstellt,konnte em langanhalten<strong>der</strong> Zmkmangelan diesen Störungen mitbeteiligtsein Untersuchungen bei Patientenmit seniler Demenz haben jedenfallserniedrigte Zinkwerte im Blut und/o<strong>der</strong> Gehirn ergeben Da einmal abgestorbeneNervenzellen nicht mehr regeneriertwerden können, können zerebraleDegenerationen durch Gabenvon Zmk sicher nicht rückgängig gemachtwerden Durch eine frühzeitigeKontrolle des Zinkstatus und gegebenenfallsZmkzulagen zur Ernährungkonnten aber durchaus degenerativeProzesse verlangsamt o<strong>der</strong> vielleichtsogar verhin<strong>der</strong>t werdenWorwag Pharma, Stutt-Herstellergart850 Arztezeitschnft für Naturheilverfahren 35 11 (1994)


Adressenän<strong>der</strong>ungLieber Bezieher,lei<strong>der</strong> erhalten wir die ÄRZTEZEITSCHRIFT FÜRNATURHEILVERFAHREN oft zurück mit dem Hinweis„unbekannt verzogen".Im eigenen Interesse bitten wir alle Bezieher, unsAdressenän<strong>der</strong>ungen rechtzeitig mitzuteilen. Siesparen sich und uns UnannehmlichkeitenKunden-Nr.:(ohne Kunden-Nr ist keine Bearbeitung möglich)Name, Vorname:Alte Anschrift:Straße:NrPl Z/OrtBei Umzug füllen Sie bitte das nebenstehendeFormular aus und senden dies an:Medizinisch Literarische Verlagsgesellschaft mbHPostfach 1151 /1152, D-29501 UelzenTelefonischer Än<strong>der</strong>ungsdienst: (0581) 80 8151Neue Anschrift:Straße:Pl 7/OrtNr-Herausgeber:<strong>Zentralverband</strong> <strong>der</strong> Arzte für Naturhellverfahren e V, Sitz Stuttgart, GeschäftsstelleAlfredstraße 21 72250 Freudenstadt, sowie die dem <strong>Zentralverband</strong> angeschlossenenGesellschaften und ArbeitsgemeinschaftenInternationale medizinische Gesellschaft für Elektroakupunktur nach Dr Voll e V,Deutsche Gesellschaft für Elektroneuraldiagnostik und -therapie nach Croon e V,Deutsche Arztegesellschaft für Akupunktur e V ,Internationale Ärztliche Arbeitsgemeinschaft für HOT(fotobiologische Oxydationstherapie e V ),Internationale Gesellschaft für Homotoxikologieund antihomotoxische Therapie e V,Internationale medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke e V,Deutsche Gesellschaft für Thermographie e VArbeitsgemeinschaft für Mikrobiologische Therapie,Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsvorsorge,Arbeitsgemeinschaft für Phytotherapie,Arbeitskreis für Homöopathie,Arztegesellschaft für Naturhellverfahren (Physiotherapie) e V BerlinSchriftleitung:Dr med K Ch Schimmel Stefan-Lochner-Straße 37,88709 Meersburg/Bodensee (Hauptschnftleiter)Dr med H Anemueller, 83233 Bernau am Chiemsee (Ernährung)Dr med L Fodor, Schulgasse 7a, 94078 Freyung (apparative Medizin)Dr med M Horning, Arminiusstraße 9, 32839 Steinheim (Pressereferent)Dr med H Huneke, Erwin-v-Witzleben-Straße 17,40474 Dusseldorf-Nord (Regulationstherapie)Dr med H -P Legal, Orleansplatz 5, 81667 München (Pressereferent)Prof Dr med P A Maurer Harthauser Straße 10e,81545 München (Psychotherapie)Dr med F Oelze Kakenhaner Grund 21, 22397 Hamburg(Physikalische Medizin und Rehabilitation)Prof Dr H Schlicher, Gierkezeile 36/IV 10585 Berlin (Phytotherapie)Dr med W Schmitz-Harbauer, Bismarckstraße, 47799 Krefeld (Europafragen)Dr med R Wilhelm Schmarjestraße 18, 14169 Berlin (Physiotherapie)Mitteilung <strong>der</strong> Schriftleitung:Zuschriften mit Originalen (wissenschaftlichen Bertragen) Referate, redaktionelleNachrichten und Verbandsangelegenheiten werden an das Redaktionssekretanat<strong>der</strong> Arztezeitschnft für Naturheilverfahren Stephan-Lochner-Str 37, 88709 Meersburgam Bodensee, erbetenOriginalen und Beitrage, die zur Veröffentlichung kommen werden je Druckseite mitDM 40,— honoriert, die Schriftleitung behalt sich jedoch den Zeitpunkt <strong>der</strong> Veröffentlichungvor Grundsätzlich werden nur Erstveröffentlichungen angenommenAlle Manuskripte sind direkt an die Schriftleitung zu richten Grundsätzlich werdennur solche Arbeiten angenommen die vorher we<strong>der</strong> im Inland, noch im Ausland veröffentlichtworden sind Die Manuskripte dürfen auch nicht gleichzeitig an<strong>der</strong>en Blatternzum Abdruck angeboten werden — Mit <strong>der</strong> Annahme des Manuskriptes erwirbt<strong>der</strong> Verlag für die Dauer <strong>der</strong> gesetzlichen Schutzfrist die ausschließliche Befugniszur Wahrnehmung <strong>der</strong> Verwertungsrechte im Sinne des § 15 f des Urheberrechtsgesetzes— Übersetzung Nachdruck — auch von Abbildungen — .Vervielfältigungenauf fotomechanischem o<strong>der</strong> ähnlichem Wege o<strong>der</strong> in Magnetton-Verfahren, Vortrag,Funk- und Fernsehsendungen sowie Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen —auch auszugsweise — sind nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlages gestattet— Für den persönlichen Gebrauch dürfen von Beitragen o<strong>der</strong> Teilen von diesen einzelneKopien hergestellt werden — Jede im Bereich eines gewerblichen Unternehmenshergestellte Kopie dient im Sinne von § 54, Abs 2 UrhG gewerblichen Zweckenund ist gebührenpflichtig Die Gebuhr betragt DM —,40 je vervielfältigte Seite Siewird entrichtet entwe<strong>der</strong> durch Anbringung einer entsprechenden Wertmarke o<strong>der</strong>durch Bezahlung an die VG WORT, Abteilung Wissenschaft, Goethestraße 49,80336 München von <strong>der</strong> weitere Einzelheiten zu erfragen sindDie Bertrage dürfen daher nicht in gleichem o<strong>der</strong> ähnlichem Wortlaut an an<strong>der</strong>erStelle veröffentlicht werden— Jede Arbeit soll eine Zusammenfassung enthalten, die beim Abdruck dem Textvorgeschaltet wird Diese wäre von Ihnen selbst zu verfassen Sie sollte aber 10Druckzeilen nicht überschreiten Die Schriftleitung wird ohne Kosten eine englischeund franzosische Übersetzung veranlassen sofern Sie es nicht vorziehendiese selbst zu verfassen— Die Arbeit sollte von den Charaktenstika des mundlichen Vortrages befreit undnoch vom Autor so bearbeitet werden daß sie druckreif vorliegt— In <strong>der</strong> Regel gilt als maximale Lange für jede Arbeit 8-10 Schreibmaschinenseiten(1 zeilig, 70 Anschlage pro Zeile)— Pro Arbeit sollten maximal 2 Abbildungen zur Publikation vorgelegt werden Arbeiten,die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, müssen wir Ihnen lei<strong>der</strong> als unvollstandigzurückreichenFür unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Verantwortung übernommenRucksendung erfolgt nur, wenn Ruckporto beigefugt ist Arbeiten unter <strong>der</strong> Rubrik„Erfahrungen aus <strong>der</strong> Praxis" stellen nicht unbedingt die Meinung <strong>der</strong> SchriftleitungdarEditoriais drucken die persönliche Meinung des Autors jedoch n cht unbedingt dievon Herausgeber o<strong>der</strong> Schriftleitung ausAlle Manuskripte werden von <strong>der</strong> Schriftleitung nach medizinisch-wissenschaftlichenund vom Lektor des Verlages nach stilistisch-sprachliche i GesichtspunktenredigiertDie Nennung von Markenbezeichnungen laßt keinerlei Rückschlüsse zu, ob es sichum geschützte Zeichen handeltBei Leserzuschriften behalten 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