Cloud Computing wird der - BearingPoint ToolBox

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4. Cloud Computing – kein Beitrag zur Realisierung von Smart GridRund 70% der Studienteilnehmer erwarten in den nächsten Jahren eine Veränderung der Aufgabe vonVerteilnetzbetreibern. Diese werden künftig eine bedeutendere Rolle für die Netzstabilität einnehmenund hierfür auch intensiver mit dezentralen Erzeugern, Verbrauchern, Speichern und benachbartenVerteilnetzen kommunizieren müssen (Smart Grid).Cloud Computing wird nach durchgängiger Einschätzung der Experten in diesen Funktionen keine Rollespielen. Folgende Gründe werden hierfür genannt: Rund 60% sehen Datensicherheit und Datenschutzfür dieses Einsatzfeld noch nicht ausreichend gewährleistet. Von rund 50% wird ein Mangel anpassenden und ausgereiften Technologien als Hinderungsgrund genannt.Die Sicherheitsaspekte überwiegen eventuelle Kostenvorteile durch Cloud Computing bei weitem, sobaldsystemrelevante Leittechnik und Netzzustandsdaten betroffen sind.5. Datensicherheit und Datenschutz – größtes HindernisDas größte Hindernis für den Einsatz von Cloud Computing ist die Sicherheit gespeicherter Daten.Besonders kritisch ist der Schutz von kundenspezifischen Stammdaten (ca. 80%) und systemrelevantenDaten (ca. 80%), wie beispielsweise Spannungsfälle oder Frequenzschwankungen in den Netzen.Hinsichtlich der Verarbeitung und Speicherung von Kundendaten sind rund 60% der Studienteilnehmerder Meinung, dass nicht nur geschlossene Cloud Computing-Systeme die entsprechenden rechtlichenAnforderungen erfüllen können, sondern auch offene Systeme, insbesondere dann, wenn die Kundendatendurch Aggregation anonymisiert werden.Im Netzbetrieb muss ein unberechtigter Zugriff auf systemrelevante Netzdaten grundsätzlich ausgeschlossensein. Diese Anforderung kann jedoch nach Einschätzung der Studienteilnehmer bei CloudComputing-Technologien derzeit noch nicht mit der gebotenen Zuverlässigkeit erfüllt werden.56. Neue Chancen für den Vertrieb – Produkte, Prozesse und KostenNach dem bevorstehenden Rollout intelligenter Zähler müssen die Unternehmen der Energiewirtschaftkünftig deutlich größere Datenmengen verarbeiten. Die IT-Bereiche müssen mit zusätzlichen Kostenrechnen, beispielsweise für Kommunikationstechnik, Datenintegratoren und Backend-Systeme.Allerdings erwachsen durch „Big Data“ auch Chancen. Rund 60% der Studienteilnehmer sehen in einereffizienten Analyse der Kundendaten Möglichkeiten für gezielte Kundenbindungsmaßnahmen. Dieserfordert hohe Rechenkapazitäten, die durch Cloud Computing sicher und kostengünstig bereitgestelltwerden können.Ebenso sehen rund 60% der Studienteilnehmer die flächendeckende Ausstattung mit Smart Meter alsChance zur Optimierung von Geschäftsprozessen, z. B. beim Kundenwechsel und der Erfassung vonZählerständen, weil Massenprozesse automatisiert werden können.Darüber hinaus sehen rund 80% der Studienteilnehmer in Cloud Computing eine Möglichkeit, denBetrieb und die Administration der IT kostengünstiger zu unterhalten.7. Neue Geschäftsfelder durch Cloud ComputingDie Studienteilnehmer bewerten den Einsatz von Cloud Computing zur Erschließung neuer Geschäftsfelderdurchweg positiv. Chancen sehen sie vor allem in den folgenden Bereichen:• Erweitertes Serviceangebot für Kunden, wie z. B. Energieverbrauchsanalysen oder weitereIT-Dienste im Bereich Healthcare oder Security (rund 90%)• Kosteneffizienter Einsatz von intelligenten Endkundengeräten, wie z. B. ”intelligente” Ladestationenfür E-Mobility (rund 80%)• Integration verschiedener Sparten, wie z. B. durch ein Portal zur einheitlichen Verwaltung allerbestehenden Ver- und Entsorgungsverträge (rund 70%)Insight | Red Paper


3. Studienergebnisse – Cloud Computing in derEnergiewirtschaft3.1. Ergebnisse auf einen BlickDie Energiewirtschaft steht den Einsatzmöglichkeiten von Cloud Computing grundsätzlich aufgeschlossengegenüber. Allerdings werden Chancen und Risiken in einzelnen Wertschöpfungsstufenunterschiedlich beurteilt:In der Erzeugung werden besondere Vorteile in der Marktintegration der dezentral erzeugten Energiemengengesehen (Smart Market).Für die Energienetze besteht allerdings ein erhöhtes Risiko für die Ausfallsicherheit durch möglicheAngriffe auf Energieleittechnik und Netzinfrastruktur. Daher wird Cloud Computing nach Einschätzungder Studienteilnehmer voraussichtlich keinen Beitrag zur Realisierung eines intelligenten Netzbetriebsleisten können (Smart Grid).Der Vertrieb sieht insbesondere Chancen für gezielte Kundenbindungsmaßnahmen und die Entwicklungneuer Geschäftsfelder.Wertschöpfungsstufenübergreifend bestehen die Chancen vor allem in …… der kostengünstigen Verarbeitung zunehmender Datenmengen und Kommunikationsbedarfe… der Skalierbarkeit der IT und möglichen Kosteneinsparungen in der IT.8Wertschöpfungsstufenübergreifend werden Risiken insbesondere gesehen in …… der Gewährleistung von Datensicherheit und Datenschutz… der erhöhten Gefahr des unerlaubten Zugriffs auf Kunden- und Unternehmensdaten in offenenCloud Computing-Systemen.3.2. Vorgehen und Teilnehmer der StudieDie Studie basiert auf persönlichen Interviews mit Entscheidungsträgern und Experten aus Energiewirtschaftund Forschung sowie auf den Resultaten einer schriftlichen Befragung. Die Studienteilnehmerstammen aus Energiewirtschaftsunternehmen unterschiedlicher Größe. Sie repräsentieren Geschäftsführungund Unternehmensentwicklung, die energiewirtschaftlichen Fachbereiche dezentrale Stromerzeugung,Energieverteilung und -vertrieb, IT-Services sowie Forschung und Entwicklung.Insight | Red Paper


3.3. Cloud Computing – eine Antwort auf zunehmende Datenmengenund KommunikationsbedarfeSmart Meter, Smart Market und Smart Grid sind die Treiber für steigende Datenmengen und Kommunikationsbedarfein der Energiewirtschaft.Sehen Sie einen Nutzen im Einsatz von Cloud Computing?PotenziellerNutzen68%32%Geringer oderkein Nutzen68% der Studienteilnehmersehen im Einsatz von CloudComputing einen Nutzen, denHerausforderungen derEnergiewende kosteneffizientzu begegnen. Nur 32% sehenlediglich einen geringen oderkeinen Nutzen in dieserTechnologie.Als Vorteile werden die bedarfsgerechte Skalierbarkeit der IT-Leistungen, die Reduktion von IT-Kosten inBetrieb und Administration und die größere Verfügbarkeit und Performance der IT genannt. Diesbedeutet, dass die Studienteilnehmer die Cloud Computing-Technologie vornehmlich im Zusammenhangmit IT-Kostenreduktion sehen.9Welche Vorteile sehen Sie im EINSATZ VON Cloud Computing?… Skalierbarkeitder IT-Leistungen… IT-KostenreduktionBetrieb/Administration3,64,0Dargestellt ist ein Durchschnittswertaller Antworten,d. h. einzelne Studienteilnehmerschätzen die Vorteile inden fünf Kategorien deutlichgrößer oder kleiner ein.… Verfügbarkeit undPerformance der IT3,5… Innovationsfähigkeitdes Unternehmens… Aufwandsreduktionbei der Implementierung2,3neuer IT-Anwendungen0 1 2 3 4 5 6Kein VorteilGroßer Vorteil2,4Diese Technologie bietet eine Möglichkeit, steigende Datenmengen kostengünstig zu verarbeiten.Die Chance zur Steigerung der Innovationsfähigkeit durch den Einsatz von Cloud Computing schätzendie Befragten gering ein.Insight | Red Paper


3.4. Chancen durch Cloud Computing für Prozesse und ServicesDen Nutzen von Cloud Computing für Prozesse und Services beurteilen die Studienteilnehmer sehr unterschiedlichin Abhängigkeit von der Unternehmensgröße.Rund 68% der Befragten ausUnternehmen mit weniger als1.000 Mitarbeitern seheneinen Nutzen durch den Bezugprofessioneller, optimierterProzesse durch CloudComputing. Dagegenbeurteilen dies nur 48% derBefragten aus den größerenUnternehmen positiv.Sehen Sie einen Nutzen durch den Bezug professioneller, optimierter Prozesse mitHilfe VON Cloud Computing?Nein33% Nein68%Ja52%48%JaUnternehmen mit weniger als 1.000 MitarbeiternUnternehmen mit mehr als 1.000 MitarbeiternDie unterschiedliche Einschätzung begründet sich im Status quo. Während größere UnternehmenAblese-, Abrechnungs- und Inkassoprozesse nach eigener Einschätzung bereits professionell strukturiertund optimal in den bestehenden IT-Systemen abgebildet haben, sehen die kleineren Unternehmen eineMöglichkeit, professionelle, optimierte und einheitliche Prozesse kostengünstig mit Hilfe von CloudComputing nutzen zu können.10Noch deutlicher zeigt sich die unterschiedliche Einschätzung bei der Nutzung von Services über CloudComputing.100% der Experten ausUnternehmen mit weniger als1.000 Mitarbeitern bewertenden Bezug von Services überCloud Computing positiv.Im Vergleich dazu sehen nur58% der Experten ausgrößeren Unternehmenhier einen Nutzen.Sehen Sie einen Nutzen im Bezug von Services mit Hilfe von Cloud Computing?100% JaNein 42%58% JaUnternehmen mit weniger als 1.000 MitarbeiternUnternehmen mit mehr als 1.000 MitarbeiternInsight | Red Paper


3.5. Marktnahe Integration dezentraler ErzeugungBereits heute werden über 20% 3 der in Deutschland erzeugten Energiemenge über feste EEG-Fördersätzevergütet und nicht über Marktmechanismen, Tendenz stark steigend.Inwieweit schafft Cloud Computing vor diesem Hintergrund eine Möglichkeit, dezentrale und erneuerbareErzeugung marktgerecht und kosteneffizient in die Erzeugungslandschaft zu integrieren?50% der Studienteilnehmer sehen in Cloud Computing eine Möglichkeit zur kostengünstigen Integrationdezentraler Energien in ein System zur Direktvermarktung. Nach Einschätzung dieser Gruppe sind hierfürallerdings folgende Anforderungen zu erfüllen:Wenn ja, welche Anforderungen müssen erfüllt sein?Rechtssicherheit bezüglich desEinsatzes technischer KomponentenAngepasstes Regulierungsregime55%91%Auffällig ist, dass nur 27% eingrundlegend neues Marktmodellfür erforderlich halten,hingegen 91% der Befragtendie Rechtssicherheit bezüglichdes Einsatzes technischerKomponenten betonen.Sonstige36%Grundlegend neues Marktmodell (EEG)27%Die Studienteilnehmer, die in Cloud Computing keine Möglichkeit zur kosteneffizienten Integrationdezentraler Energien in ein System zur Direktvermarktung sehen, führen folgende Argumente an:11Wenn nein, welche Argumente sprechen dagegen?Akzeptanz der AnlagenbetreiberImplementierungs- undBetriebsaufwandSonstigeVerfügbarkeit der IT-Komponenten27%36%73%91%91% der Befragten nennendie Akzeptanz der Anlagenbetreiberals Hauptgrund. Diesist verständlich, weil geradedie Betreiber dezentralerErzeugungsanlagen von einermarktnahen Integrationbesonders betroffen wären.73% der Befragten nennenden Implementierungs- undBetriebsaufwand. Nur 27%sehen die Verfügbarkeit derIT-Komponenten alsHinderungsgrund.Die Studienergebnisse zeigen, dass alle Stakeholder für eine erfolgreiche Umsetzung der marktnahenIntegration dezentraler Erzeugung gefordert sind. Politik und Regulierung müssen für Rechtssicherheitund ein passendes Regulierungsregime sorgen. Unternehmen der Energiewirtschaft müssen wirtschaftlicheKonzepte für die Administrierung neuer Marktprozesse entwickeln und gemeinsam mit denAnbietern von Cloud Computing-Technologien Konzepte zur technischen Umsetzung erarbeiten.3 BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., 18.12.2012Insight | Red Paper


3.6. Intelligenter Netzbetrieb und Dezentralisierung derSystemführungDer beschleunigte Zubau dezentraler und erneuerbarer Energien sowie der regulatorische Kostendruckstellen Netzbetreiber vor große Herausforderungen.Daher stellt sich die Frage: Wie kann Cloud Computing zum intelligenten Netzbetrieb und zur Dezentralisierungder Systemführung beitragen?Eine Möglichkeit wäre der Einsatz von Cloud Computing für das Monitoring und Steuern der Netze.Für 59% können Datensicherheitund Datenschutz für dieseFunktion nicht gewährleistetwerden. 45% schätzen, dasspassende und reife Technologienin drei Jahren noch nichtverfügbar sind. Nur 18%erwarten, dass durch geschlosseneSysteme Datensicherheitund Datenschutz gewährleistetwerden können und CloudComputing damit für einenEinsatz im Netz in Fragekommt.Wird Cloud Computing für das Monitoring und Steuern der NETZE schoninnerhalb der nächsten drei Jahre in FRAGE KOMMEN?Ja, Datensicherheit und -schutz werden übergeschlossene Cloud-Systeme gewährleistetNein, Datensicherheit und -schutz könnennicht gewährleistet werdenNein, passende und reife Technologien sindin dem Zeithorizont nicht verfügbar18%45%59%Die Mehrheit der befragten Experten sieht also keinen Beitrag von Cloud Computing zum intelligentenNetzbetrieb und zur Dezentralisierung der Systemführung.12Die große Zurückhaltung der Netzbetreiber gegenüber Cloud Computing erklärt sich durch die hohenAnforderungen an die Ausfallsicherheit der Netze. Das Schadenspotenzial infolge eines Angriffs oderunautorisierten Zugriffs auf Leittechnik und Zustandsdaten des Netzes ist beträchtlich. Sobaldsystemrelevante Bereiche betroffen sind, kommt ein offenes System wie Cloud Computing für dieVerteilnetze nicht in Frage.Eine weitere Möglichkeit besteht in der kostengünstigeren Unterstützung der Marktprozesse und derMarktkommunikation.68% der Befragten erwarten,dass die Verteilnetzbetreibereine stärkere Rolle bei derSicherung der Netzstabilitäteinnehmen und stärkeruntereinanderkommunizieren werden.Werden die Verteilnetzbetreiber eine stärkere Rolle bei der SICHERUNG derNETZSTABILITät spielen und stärker untereinander KOMMUNIZIEREN?Nein 32%68%JaAuf die Frage, ob die Verteilnetzbetreiber stärker mit dem Vertrieb kooperieren werden, um Demand-SideKonzepte umzusetzen, antworten hingegen nur 23% mit „Ja“.Insight | Red Paper


3.7. Datensicherheit und Datenschutz von Kunden- undUnternehmensdatenDie Gewährleistung von Datensicherheit und Datenschutz ist eine notwendige Voraussetzung, damitAnwender Vertrauen in die Technologie Cloud Computing aufbauen können.Diese Einschätzung bestätigen 73% der Befragten, die gerade bei gespeicherten Kunden- und Unternehmensdatenein besonders hohes Sicherheitsrisiko sehen. Die Schutzbedürftigkeit der Daten differenziertsich wie folgt:Welche Daten sind BESONDERS SCHUTZBEDÜRFTIG?Kundenspezifische Daten, wie Stammdatenoder VerbrauchsprofileSystemrelevante Daten zur Netzsteuerung(z. B. Spannungsspitzen)Anlagendaten der dezentralenErzeugungseinheitenDaten zu eingespeisten EnergiemengenAggregierte LastgängeAggregierte Erzeugungsprofile14%14%23%32%77%82%Der Schutz kundenspezifischerDaten wird von 82% derBefragten als besonders kritischbewertet. 77% beurteilensystemrelevante Daten derVerteilnetze als besondersschutzbedürftig. Daten zudezentralen Erzeugungsanlagenwerden nur von 32%der Studienteilnehmer alsbesonders schutzbedürftigeingeschätzt, bei den eingespeistenEnergiemengen sindes nur 23%. Für aggregierteDaten sehen nur 14% einenbesonderen Schutzbedarf.Die Einschätzung zur hohen Schutzbedürftigkeit kundenspezifischer Daten ist durch strenge rechtlicheAnforderungen erklärbar. Die Einschätzung zum Schutz systemrelevanter Daten spiegelt die besondereBedeutung der Ausfallsicherheit der Netze und des Schutzes der Netzinfrastruktur wider.13Inwieweit sind geschlossene Cloud Computing-Systeme ein Lösungsansatz zur Gewährleistung vonDatensicherheit und Datenschutz?Interessant ist, dass für die Mehrzahl der Befragten (59%) Datenerfassungs- und Datenverarbeitungssystemenicht geschlossen sein müssen.Offensichtlich bietet die Aggregation oder Anonymisierung von Daten aus Sicht der Studienteilnehmerbereits einen ausreichenden Schutz für vertrauliche Kunden- und Unternehmensdaten. Weiterhin stellenVPN-Tunnel oder die Verschlüsselung von Datensätzen eine praktikable Möglichkeit dar, unerlaubteZugriffe zu vermeiden.Das größte Risiko der Cloud Computing-Technologie sieht die Mehrheitin der Gewährleistung von Datensicherheit und Datenschutz.Insight | Red Paper


3.8. Vertrieb und „Big Data“ – Produkte, Prozesse und KostenDurch den bevorstehenden Rollout intelligenter Zähler werden die zu verarbeitenden Datenmengendrastisch ansteigen. Das bedeutet für die Energievertriebe zunächst erhöhten Prozessaufwand undgrößere Investitionen in die IT-Infrastruktur. Allerdings eröffnen sich dadurch auch neue Chancenbezüglich innovativer Produkte, verbesserter Kundenbindungsmaßnahmen und Kundenprozesse.Durch Skalierbarkeit und Flexibilität von Cloud Computing können anstehende Investitionen in dieIT-Infrastruktur wirksam reduziert werden.77% der Studienteilnehmersehen in der Skalierbarkeitvon IT-Leistungen eineChance. Ebenso sehen 77%eine Chance in der Reduktionvon IT-Betriebs- undAdministrationskosten.Wie BEWERTEN Sie die Chancendurch die SKALIERBARKEIT VONIT-Leistungen?33%Eher geringeChanceWie BEWERTEN Sie die Chancen einerReduktion VON IT-Betriebs- undADMINISTRATIONSKOSTEN?33%Eher geringeChanceEher hoheChance77%Eher hoheChance77%14Darüber hinaus hilft Cloud Computing dabei, aus den großen Datenmengen zusätzlichen Nutzen fürden Vertrieb zu generieren. Die Stärken von Cloud Computing sind:1. Verbesserte Customer Insight-Analysen (59%)2. Gezielte Kundenbindungsmaßnahmen (59%)3. Verbessertes Cross Selling (55%)Nur 27% glauben, dass steigende Kundendatenvolumina keine Chancen eröffnen, sondern die Kostenden Nutzen deutlich übersteigen werden.Ebenso sehen die Befragten einen Nutzen im flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler für dieVertriebs- und Abrechnungsprozesse.59% der Studienteilnehmererwarten Effizienzsteigerungendurch die Automatisierung derAblese-, Abrechnungs- undInkassoprozesse. Jeweils 55%sehen einen Nutzen in derFehlerreduktion bei KundenundVerbrauchsdaten unddurch eine Vereinfachung desKundenwechselprozesses.Erwarten Sie Effizienzsteigerungen in Ihren Vertriebs- und Abrechnungsprozessendurch den flächendeckenden EINSATZ intelligenter Zähler?Ja, durch die Automatisierung derAblese-, Abrechnungs- und InkassoprozesseJa, durch Fehlerreduktion in Kunden- undVerbrauchsdatenJa, durch eine Vereinfachung desKundenwechselprozesses55%55%59%Die vorausgegangene Analyse bestätigt, dass ein Nutzen in intelligenten Zählern für den Vertriebgesehen wird. Gleichzeitig können zusätzliche Kosten der IT-Infrastruktur durch den Einsatz von CloudComputing-Technologien verringert werden.Insight | Red Paper


3.9. Neue Geschäftsfelder durch Cloud ComputingMehr als drei Viertel der Befragten sehen in der Cloud Computing-Technologie großes Potenzial zurErschließung neuer Geschäftsfelder. Im Einzelnen sind dies:Sehen Sie Chancen für neue Geschäftsfelder durch den Einsatz vonCloud Computing-Technologien?... Erweitertes Serviceangebot für Kunden, z. B.Energieverbrauchsanalysen oder weitere IT-Dienste,wie z. B. im Bereich Healthcare oder Security... Aufbereitung von Verbrauchsdaten zur Erstellung präziserVerbrauchsprognosen, z. B. als Dienstleistung fürBilanzkreisverantwortliche77%86%Besonders positiv werdendie Geschäftsfelderbewertet, bei denen es umneue Produkte für Endkundenund eine bessereKundenbindung geht.... Kosteneffizienter Einsatz von intelligenten Endkundengerätenmit erweiterten Serviceangeboten,wie z. B. "intelligente" Ladestationen für E-Mobility77%... Integration verschiedener Sparten, z. B. durch dieMöglichkeit, alle bestehenden Ver- und Entsorgungsverträgekomfortabel über ein Portal verwalten zu können73%... IT Services (Hardware und Software) für dieVerteilnetzbetreiber zur Steuerung intelligenter Netz-Assets,wie z. B. intelligente Ortsnetzstationen55%Doch ist dies Zweckoptimismus oder Realität? Sicher spielt hier der erfolgreiche Einsatz von CloudComputing-Technologien in der IT- und Internet-Branche eine bedeutende Rolle. Die kundennahenBereiche der Energiewirtschaft sehen deutliche Analogien zu den Kundenbedürfnissen und -zugängender IT- und Internet-Branche.15Dagegen steht für die eher technisch orientierten Netzbereiche der Energiewirtschaft die Ausfallsicherheitim Vordergrund , d. h. die Sicherheit von Steuerungssystemen und Leittechnik sowie der Schutzunternehmensrelevanter Daten.Daher werden Cloud Computing-Technologien voraussichtlich zuerst zur Erweiterung des Serviceangebotsfür Kunden genutzt, jedoch nicht zur Unterstützung von Steuerungsfunktionen der Energieverteilsysteme.Cloud Computing wird der „Enabler“ für eine neue Dimension vonKundenbindung und Dienstleistungen in der Energiewirtschaft.Insight | Red Paper


4. Handlungsempfehlungen und AusblickCloud Computing ist seit einiger Zeit das IT-Thema in Industrie,Forschung und Politik. Wie können Energieversorger von dieserTechnologie profitieren?Chancen bestehen vor allem in:• der kostengünstigen Verarbeitung zunehmender Datenmengen und Kommunikationsbedarfe• der Skalierbarkeit der IT und möglichen Kosteneinsparungen in der IT• der Marktintegration dezentraler Erzeugung (Smart Market)• neuen Möglichkeiten für den Vertrieb• der Entwicklung neuer GeschäftsfelderVor diesem Hintergrund stellt sich nun die Frage:Was müssen die Unternehmen der Energiewirtschaft konkret tun, umsich frühzeitig Wettbewerbsvorteile zu verschaffen?MarktBeobachten Sie den Markt!Die Marktanalyse sollte folgende Dimensionen umfassen: Leistungsfähigkeit undWirtschaftlichkeit der Cloud Computing-Technologie, erste Pilotprojekte auch in anderenBranchen, Entwicklung technischer Standards für Geräte und Kommunikation, Rechtsrahmenfür Datensicherheit und Datenschutz.16DatenAnalysieren und spezifizieren Sie Ihre künftigen Datenmengen!Nutzen Sie Zukunftsszenarien, um künftige Datenquellen, Kommunikationsbedarfe undDatenmengen zu beschreiben und zu quantifizieren, insbesondere vor dem Hintergrund derkünftigen Administrierung neuer Marktprozesse.Kosten undNutzenErstellen Sie einen Kosten- und LEISTUNGSVERGLEICH!Berechnen Sie für Ihre unternehmensspezifischen Anforderungen Investitionskosten undBetriebskosten der Cloud Computing-Technologie. Vergleichen Sie diese mit den aktuellenKosten Ihrer konventionellen IT. Beziehen Sie in diesen Vergleich auch den erwarteten Nutzenvon Cloud Computing ein.PilotprojekteNutzen Sie den Smart Meter Rollout für erste Cloud Computing-PILOTPROJEKTE!Der erfolgreiche Einsatz von Smart Meter ist ganz wesentlich mit innovativen Anwendungenfür Endkunden verknüpft. Cloud Computing kann hier ein wichtiger „Enabler“ sein, da es eineoffene Entwicklungsplattform für neue Anwendungsmöglichkeiten und Services bietet.KooperationenNutzen Sie KOOPERATIONSMöglichkeiten mit Unternehmen, deren IT-BEDARFEkomplementär sind!Großes Potenzial für die Energiewirtschaft besteht auch darin, durch Cloud Computing dieAuslastung der eigenen IT-Systeme zu erhöhen. Cloud Computing schafft die Möglichkeit,dass gerade Unternehmen im kommunalen Umfeld oder einer Region den Einsatz ihrer ITbündeln und somit Kosten reduzieren können.Insight | Red Paper


Zum erfolgreichen Einsatz von Cloud Computing in der Energiewirtschaftmüssen alle Stakeholder beitragen. Auch Anbieter vonCloud Computing-Produkten und Cloud Computing-Dienstleistungensowie Politik und Regulierung sind gefordert.Die Anbieter von Cloud Computing-Produkten und -Dienstleistungen,die sich in der Energiewirtschaft engagieren wollen, sollten ……zunächst eine Produkt-/ Marktsegmentierung in Abhängigkeit bestehender IT-Strukturen undkünftiger IT-Bedarfe der Energiewirtschaft durchführen,………den Entwicklungsfokus auf die Weiterentwicklung von Datensicherheit und Datenschutz legen,den Nutzen von „Cloud Computing-Technologien“ im Vergleich zur „konventionellen IT“darstellen und quantifizieren können,Show Cases zur Demonstration erfolgreicher IT-Skalierbarkeit und zur Gewährleistung vonDatensicherheit und Datenschutz in enger Zusammenarbeit mit der Energiewirtschafterarbeiten.Politik und Regulierung sind ebenfalls gefordert und sollten ……den rechtlichen Rahmen zur Gewährleistung von Datensicherheit und Datenschutz beim Einsatzvon Cloud Computing-Technologien schaffen,…technische Standards für Gerätekommunikation und Sicherheitsprofile vorgeben.17Insight | Red Paper


Über BearingPoint und das IAEWBearingPointBearingPoint berät Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Commercial Services, FinancialServices und Public Services bei der Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In engerpartnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren BearingPoint-Berater anspruchsvolleZiele und entwickeln Lösungen, Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diesbildet die Grundlage für einen außerordentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg – und eine außergewöhnlicheKundenzufriedenheit. Seit der Übernahme durch seine Partner im Rahmen eines ManagementBuy-Out ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die Unternehmertum sowieManagement- und Technologiekompetenz auf einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigtrund 3.500 Mitarbeiter in 15 Ländern. Das Unternehmen hat europäische Wurzeln, agiert aber global.IAEWDas IAEW betreibt ausgewiesene Forschung mit dem Schwerpunkt auf systemtechnischer Betrachtungvon Energieversorgungssystemen. Zur Abbildung von Versorgungskonzepten sind mathematischeModelle der Komponenten und deren Zusammenwirken im System notwendig. Die entwickeltenWerkzeuge zur Analyse, Simulation und Bewertung erneuerbarer Energien, zentraler und dezentralerAnlagen sowie Energiespeicher unterliegen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Versorgungsqualität,Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind dabei zentrale Zielgrößen und Randbedingungen.In Studien für nationale und internationale Netzbetreiber, Energieversorger, Unternehmen der europäischenStromwirtschaft sowie Ministerien und Regulierungsbehörden bewertet IAEW die Wirtschaftlichkeitvon Erzeugungsanlagen und Speichertechnologien sowie Wirkzusammenhänge in Energiewirtschaftund Regulierung. Aufgrund seiner fundierten Kenntnisse im Bereich der Energieversorgungssysteme hatdas Institut der RWTH Aachen u. a. Beiträge zum deutschen Netzentwicklungsplan 2012 sowie zurBewertung der Folgen des Kernenergieausstiegs geleistet.18AnsprechpartnerDr.-Ing. Andreas OlbrichPartner UtilitiesBearingPoint GmbHTel. +49 211 17143 4007andreas.olbrich@bearingpoint.comUniv.-Prof. Dr.-Ing. Albert MoserInstitut für Elektrische Anlagen Energiewirtschaft der RWTH AachenTel. +49 241 809 7652am@iaew.rwth-aachen.deInsight | Red Paper


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