Sie lieben es. Wir versichern es. - Junior Chamber Biel-Bienne

jcbb.ch

Sie lieben es. Wir versichern es. - Junior Chamber Biel-Bienne

la gueule

das Magazin der Junior Chamber Biel-Bienne

1/2008

Die Welt in Biel – Religionen

Bienne dans le monde – Religions

Sponsored by:


Inserat Ediprim


Nathalie El-Baze est comédienne

et chanteuse. Elle vit à Lausanne

et vient de sortir un CD de

chansons en hébreu.

Photo by Hélène Goehring

Edito extern

CHANTER POUR PRIER, CHANTER POUR VIVRE

- Il est là en moi, depuis toujours, comme une présence douce et trou-

blante. Il est en moi et réagit à chaque mouvement, à chaque

émotion, à chaque changement météorologique. Il est en moi comme

un cadeau pas toujours facile à accepter.

- Mais qui donc?

- Et bien, mon instrument de musique, mon instrument de communication

intemporel et éternel, mon instrument de prière.

- Mais quel instrument avez-vous donc avalé?

- Aucun cher ami, je suis née avec et je le porte en moi, je la porte

en moi. Deux cordes, un larynx, un diaphragme et du souffle.

- Du souffle?

- Oui celui de la vie, celui des larmes et du rire. Le souffle qui vous

rapproche des anges ou des ténèbres selon l’instant de votre vie.

- Et ces instants quels sont-ils?

- Ils sont le premier cri du bébé, le craquement de l’œuf, le sable

des dunes qui se déplace dans le sirocco.

- Est-il souffrance?

- Parfois oui, il est le bruit du train sur les rails menant à

l’enfer, le déclic du détonateur, le cri hystérique d’une mère

en friche.

- Oui, mais vous?

- Moi je porte mon instrument, je porte ma voix pour chanter, pour

vivre et oublier la mort qui vient trop vite. Je chante pour me

rapprocher des anges et peut être de Dieu. Je chante pour aimer et

dire l’amour. Je chante parce que la voix est mon arme contre

l’indifférence.

Nathalie El-Baze

la gueule 1/2008 1


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Weltneuheiten»

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Redaktion

im Uhrzeigersinn ab 9:00:

Philippe Reich

Marc Weiss

Cyrill Ranft

Pascal Villard

Remo Zehnder

Hans Notter

fehlen auf dem Bild:

Markus Wittig

Cédric Huguenin

François Perrenoud

Editorial intern

Biel in der Welt, le monde à Bienne | Markus Wittig

Die erste Ausgabe der La Gueule unter dem Jahresmotto „Biel in der

Welt, le monde à Bienne“ widmet sich den Religionsgemeinschaften in

Biel. Die Welt verändert sich täglich und eines Tages verliess ich

Deutschland und kam nach Biel. Und auch wenn die Welt sich täglich

verändert, in Biel bin ich fast zehn Jahre später immer noch. Nicht

mehr alleine, denn die Familie ist auch hier. Nathalie, Clara und

Nicolas. Die Familie gibt Halt, Zuflucht und eine Gemeinschaft, die

stärkt. Und die Familie gibt dem Leben einen Sinn. Religionen helfen

den Menschen in Zeiten der Veränderung, denn sie stiften Identität,

geben Orientierung und bringen Menschen zusammen. In Biel gibt es

eine Vielzahl von Religionsgemeinschaften in friedlicher Koexistenz.

Dies ist ein wertvolles Gut, es ist ein weiterer Beweis für die Toleranz

dieser Stadt und ihrer Vielfalt. Und für den einzelnen bedeutet

dies, dass er seine religiösen Wurzeln nicht verliert, wenn sein Weg

nach Biel führt. Dass er seine Identität nicht verliert, sondern sie

an einem anderen Ort wiederfindet. Der Glaube begleitet alle, die sich

ihm öffnen, auf der Reise in die verwegensten Orte dieser Welt.

Das für mich besondere an Biel ist die Schönheit der Gotteshäuser.

In Köln, wo meine Wurzeln sind, sind evangelische Kirchen Sinnbild

für architektonische Fehlgriffe. Keines dieser Gotteshäuser lädt

dort ernsthaft zum Verweilen ein. Mit Neid schauen alle Protestanten

auf den Kölner Dom. Die Bieler Stadtkirche hingegen lässt derartige

Zweifel nicht zu. Viel mehr gibt es Momente, in denen man dieses wunderschöne

von Hand geschaffene Gotteshaus gar nicht mehr verlassen

möchte: Wenn das Orgelspiel von Daniel Glauser ertönt und Andreas

Uhrweider mit seiner tiefen nachdenklichen Stimme jeweils diesem Ort

eine Seele geben. Auch davon soll dieses Heft berichten...

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Denys‘08


Inhalt

Sommaire

Editorial extern 1

Editorial intern 3

Inhalt / Sommaire 5

Die katholische Kirche 6

The four seasons in New York City 11

Protestantismus 14

Buddhismus 20

Neugeborene unserer JCBB Mitglieder 19

Ein Blick ins Leben von Stefania Di Pietrantonio 21

La communauté juive de Bienne… 27

Geburtstage / Anniversaires 30

Anlässe / Événements 31

Impressum 32

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6

Die katholische Kirche

Interview mit Frau Elsbeth Caspar

Frau Caspar

1. Wie ist die katholische Kirche in Biel entstanden?

Die katholische Kirche von Biel feiert dieses Jahr ihr 150-jähriges

Bestehen. Eigentlich ist die katholische Kirche, wenn man den Zeitpunkt

der Christianisierung als Ursprung bezeichnet, viel älter.

Allerdings war sie aufgrund der Reformation im Kanton Bern lange Zeit

nicht mehr vertreten. Mit der Industrialisierung wanderten dann viele

Katholiken aus katholischen Gebieten ein. In Biel handelte es sich

um zahlreiche Einwanderer aus dem Jura, aus Frankreich und in einer

späteren Phase aus dem Tessin und aus Italien. Das hatte zur Folge,

dass die katholische Bevölkerung ständig anwuchs. Vor 150 Jahre fand

dann in Biel zum ersten Mal wiederum offiziell ein katholischer Gottesdienst

statt. Die katholische Bevölkerung war so gross geworden,

dass man beschloss, den Gottesdienst nicht mehr an einem anderen

Ort sondern in der Stadt Biel zu feiern. Die Unterstützung der städtischen

Behörden war relativ gross. Man konnte Religionsunterricht in

gemieteten Räumlichkeit durchführen und den Gottesdienst feiern. Dies

war der Neuanfang der katholischen Kirche in Biel.

2. Wie feiert ihr dieses Jubiläum?

Wir feiern dieses Jubiläum um einen Meilenstein zu setzen und gleichzeitig

zu illustrieren, wie die neue zugezogene katholische Kirche

zusammengesetzt ist. Der 1. Akt des Jubiläums wird das Eröffnungsfest

sein. Damit soll die Gastfreundschaft, die die Kirche vor 150

Jahren erfahren hat, gewürdigt werden. Wir laden viele Leute aus der

reformierten und aus der christkatholischen Kirche sowie viele Behördenmitglieder

zu diesem Fest ein, um unsererseits Gastfreundschaft

zu zeigen. Der 2. Teil des Jubiläums wird mehr historischer Natur


das Schollhaus, das vor

150 Jahren der kath. Kirche

für Gottesdienste zur

Verfügung gestellt wurde.

sein. Es wird, am Ring Nr. 10, eine Ausstellung stattfinden, welche

die interessante und spannende Geschichte beleuchten wird. Insbesondere

der Aspekt, dass die Kirche ihren Ursprung den Zugezogenen

verdankt, wird in den Vordergrund gerückt. Wir wollen so den Aspekt

der Integration herausarbeiten. Auf der einen Seite hat die Kirche

einen grossen Beitrag zur Integration geleistet; auf der anderen

Seite hat sie sich dank dieser Integrationsarbeit auch selbst integriert.

Ein weiteres Thema dieser Ausstellung wird die recht grosse

Völkervermischung innerhalb der katholischen Kirche sein. In diesem

Zusammenhang werden wir auch mit der Bieler Historikerin Margrit Wick

Stadtrundgänge mit dem Ziel organisieren, die Stadt durch ihre Geschichte

lebendig zu machen.

Wir werden auch ein Glaubens-Update anbieten, ein Basiskurs für Leute,

die schon lange nichts mehr mit Glauben zu tun hatten und herausfinden

möchten, wie das Heute mit dem Glauben zu verbinden ist.

Es wird ein kulturelles, historisches und aktuelles Programm sein.

Das Jubiläum wird am Wochenende des 20. Juni eröffnet und dauert bis

Januar 2009. Es gibt übrigens 3 Pfarreien in Biel, wovon 2 ein eigenes

Jubiläum feiern: die Bruder-Klaus-Pfarrei feiert das 60. Jubiläum

und die Christ-König-Pfarrei das 40. In der Bruder-Klaus Kirche werden

wir mit den Kindern ein Musical aufführen und wir werden auch

eine soziale Aktion durchführen. Die Diakonie ist nämlich ein wichtiger

Teil der Kirche.

3. Wie wird das Zusammenleben mit den anderen Religionen gelebt?

Die Zusammenarbeit mit der reformierten und der christkatholischen

Kirche ist Alltag. Selbstverständlich hat man eigene Strukturen

und eigene Räumlichkeiten. Wir feiern regelmässig Gottesdienste in

den Pfarreien und arbeiten zusammen, beispielsweise im Rahmen der

Bildungsstelle. Wir haben eine intensive Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis

für Zeitfragen oder im Sozialdienst mit den entsprechenden

reformierten Stellen.

Die Zusammenarbeit mit den anderen Religionen besteht vor allem

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8

darin, dass Kontakte gepflegt werden, insbesondere über den Runden

Tisch der Religion, den es seit der Expo 02 gibt. Dort sind neben

der katholischen Kirche auch die Buddhisten, die Islamischen Gemeinschaften,

die Hinduisten, die Juden, die reformierte Kirche und die

christkatholische Kirche vertreten. Die reformierte Kirche ist die

Initiantin des Runden Tisches. Man trifft sich einmal pro Monat und

immer wieder gibt es eine gemeinsame, öffentliche Aktion. Die letzte

solche Aktion war die Ausstellung „Weltethos“, die auf dem Zentralplatz

stattgefunden hat. Es gibt auch immer wieder Veranstaltungen

wie z.B. die Woche der Religionen. Die nächste Veranstaltung wird die

Woche der Kulturen mit dem Schulhaus Biel-Madretsch sein. Jeden Tag

stellt sich dann eine andere Religion vor. Es gibt auch Gesprächsabende

in der Buchhandlung Lüthi. Die nächste findet im März statt;

6 weitere werden in diesem Jahr noch folgen. Schliesslich wird es

auch eine Gesprächsrunde während der Nacht der Tausend Fragen im

September geben.

4. Gibt es den runden Tisch nur in Biel?

Den gibt es in allem grösseren Städten, so in Basel, Zürich, Bern,

usw. Alle Runden Tische sind zusammengeschlossen in der Dachorganisation

„Iras Cotis“.

5. Was ist das Haus der Religion in Bern?

Es ist aus den Runden Tischen der Religion in Bern entstanden. Die

Idee war, ein Haus zu gestalten (es ist am Europa Platz), das von

den verschiedenen Religionen geführt wird. Es gibt Veranstaltungen,

Kennenlern-Veranstaltungen der verschiedenen Religionen, Projekte,

usw. Ich denke, da es in Bern ist, hat es auch einen gewissen repräsentativen

Charakter.

Interviewer: Hans Notter

Jubiläum kath. Kirche Biel:

www.jubileebiel.ch

kath. Kirchgemeinde Biel:

www.kathbern.ch/biel

www.kathbern.ch/bildungstellebiel

Haus der Religionen Bern:

www.haus-der-religionen.ch

Woche der Religionen in Biel, 2.-8. November 08:

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Cédric Huguenin

The four seasons in New York City

Cédric Huguenin aus dem «Big Apple»

Autorenbeschrieb:

Cédric Huguenin ist seit 2003 Mitglied der Jungen Wirtschaftskammer

in Biel und der Arbeitskommission „la Gueule“. Im Herbst 2007 hat

er die Schweiz für mindestens zwei Jahre verlassen und arbeitet in

New York für eine Schweizer Grossbank.

Winter

Sehr gerne habe ich das Angebot angenommen, für einmal als Autor in

unserem Magazin tätig zu sein. Ich habe mir gedacht, das würde „a

walk in the park oder a slam dunk“ (= eine einfache, lockere Sache)

werden. Immerhin habe ich hier in meiner neuen Wahlheimat seit Oktober

bereits einiges erlebt und dies zu Papier zu bringen, dürfte wohl

nicht allzu schwer sein. Nun, meine Eindrücke und Erlebnisse sind so

zahlreich und vielfältig, dass die Herausforderung grösser war als

erwartet. Zum Glück stehen mir noch drei weitere Kolumnen zur Verfügung…

Seit bald fünf Monaten lebe ich nun in Manhattan, New York, dem sogenannten

„Big Apple“ und pendle täglich zur Arbeit nach Weehawken

in New Jersey (eine Fähre führt über den Hudson River). Mit einem

Arbeitsweg von knapp dreissig Minuten gehöre ich hier zu den Exoten.

Viele meiner amerikanischen Arbeitskollegen nehmen anderthalb bis

zweieinhalb Stunden Weg mühelos in Kauf.

Der Name „Big Apple“ hat im Übrigen nichts mit der Nutzung der Anbauflächen

in den Entstehungsjahren zu tun, sondern vielmehr mit einer

Metapher, welche 1909 erstmals in einem Buch auftauchte (…). New York

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12

war damals lediglich eine der Früchte jenes großen Baumes, dessen

Wurzeln im Tal des Mississippi gründen und dessen Äste sich von einem

Ozean zum anderen ausbreiten... Aber „The Big Apple“ enthält einen

unverhältnismäßig großen Anteil des nationalen Lebenssaftes (…).

Viele Äpfel hängen am Baum des Erfolges, doch den grössten pflückt man

in New York. Dieses Symbol wurde dann in den 70er Jahren vom Tourismusbüro

der Stadt werbewirksam aufgenommen.

Apropos Arbeitskollegen: mit grosser Genugtuung konnte ich feststellen,

dass die in Europa allseits kolportierte Oberflächlichkeit

der Amerikaner stark übertrieben ist. Die Mitarbeiter sind äusserst

(nachhaltig) hilfsbereit und interessieren sich durchaus auch für das

private Leben ihrer Berufskollegen. Generell sind hier die Abläufe

weniger strukturiert, der allgemeine Umgang weniger diszipliniert

und grundsätzlich wird länger gearbeitet (die Amerikaner kennen kaum

Mittagspausen und essen aus einer Kartonschachtel am Arbeitsplatz).

Trotz der vermeintlichen amerikanischen Offenheit und direkten Art

der Leute sind viele Diskussionen äusserst politisch gefärbt, vieles

wird zwischen den Zeilen mitgeteilt.

Obwohl meine Erfahrungen im Umgang mit den Amerikanern sehr positiv

sind, besteht mein soziales Umfeld vornehmlich aus Kontakten zu

anderen Schweizer Expatriaten. Erstens sind wir „Leidensgenossen“,

zweitens tut es halt einfach gut, wenn man sich auf „Bärndütsch“ verständlich

machen kann und drittens ist die Freizeit ohnehin knappes

Gut, sodass ein grosses Beziehungsnetz schwierig aufrechtzuerhalten

ist.

Aber nun zum Thema meines Artikels: Winter. Mit der einfachen Formel

„º Fahrenheit – 32, geteilt durch 2“, lässt sich die hier übliche

Temperaturangabe in Fahrenheit in unsere besser bekannten Grad Celsius

umrechnen (vom Papierformat bis zu den Gewichtseinheiten ist

hier sowieso nichts identisch mit den Einheiten in unseren Breitengraden

– Eselsbrücken sei Dank…).

Zurzeit herrschen hier frostige 15 ºF, also zirka minus 9 ºC. „Les vieux

habitués“ subtrahieren immer noch den so genannten Chill-Faktor.

Und wer diesen mal gespürt hat, weiss warum. Damit ist der eiskalte

Wind gemeint, der unerbittlich durch die Strassenschluchten New Yorks

fegt. Dieser Windchill, die „gefühlte“ Temperatur also, kann durchaus

noch drei bis zehn Grad kühler sein und wird von Zeitungen oder Internetseiten

explizit angegeben.

Bisher war der heurige Winter nicht sonderlich schneereich. Schnee in

NYC = Chaos! Obwohl etliche meiner Arbeitskollegen die heute so beliebten

4x4 Geländewagen besitzen, sind bereits 4 Inches (ca. 10 cm)

Neuschnee ein guter Grund, nicht zur Arbeit zu erscheinen (was nicht

bedeutet, dass nicht gearbeitet wird – die modernen Kommunikationsmittel

machen’s möglich). Überhaupt ist das Wetter ein bevorzugtes

Thema: schon oft haben Arbeitskollegen aufgrund der Prognosen starke

Stürme in Aussicht gestellt, die sich dann als lächerlicher „Joran“

entpuppten. Sobald die ersten Flocken sichtbar werden, bevölkern


Heerscharen von Menschen, bewaffnet mit Schaufeln, Schneeschleudern

und Streusalz, die Strassen. Es könnte ja Schnee auf den Strassen

liegen und der Range Rover erstmals nützlich sein… Sobald Schneegestöber

sichtbar wird, bleibt der New Yorker zu Hause. Plötzlich kann

man beliebte Plätze in einem In-Lokal ergattern und muss am Eingang

des Jet-Set-Clubs nicht mehr Schlange stehen.

Bitterkalt war und ist der Winter in New York jedoch allemal - gerne

erinnere ich mich an den fast sommerlichen Oktober, als ich hier

ankam und freue mich auf den kommenden Frühling und die grüne Lunge

New Yorks, den Central Park.

Im Allgemeinen geniesse ich hier mein neues Leben in vollen Zügen.

Ich habe mich gut und rasch an die neue Umgebung gewöhnt. Unten an

der Ecke gibt es ein einfaches, aber gutes italienisches Restaurant

(Alberto, der Besitzer, ist tatsächlich ein echter Italiener) und aus

meiner Wohnung habe ich einen atemberaubenden Ausblick auf das Empire

State Building und andere Wolkenkratzer. Mit Spannung verfolgen

wir hier die laufenden Präsidentschaftskampagnen - ob es der in Honolulu

geborene afroamerikanische Barack Hussein Obama wohl schafft?

Wie schön New York auch immer sein mag: ich vermisse hier Freundin,

Familie, Freunde und natürlich die Schweiz im Allgemeinen: die

Schweizer Lebensqualität sucht auf der Welt nach seinesgleichen… So

freue ich mich denn auch auf jegliche Lebenszeichen aus der Heimat

und natürlich besonders auf Besuch – ich selber werde das nächste Mal

im April in die Schweiz reisen.

Häbets guet u hoffentlech bis glii!

Cédric Huguenin

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14

Protestantismus

Die demokratischste Kirche

Herr Pfarrer Andreas Urweider

wurde 1946 in Meiringen geboren.

Fast zehn Jahre wirkte er

als Pfarrer in Guttannen. Seit

nunmehr 27 Jahren gehört er der

Kirchgemeinde Biel Stadt an.

Der Protestantismus

Unter dem Begriff Protestantismus sind jene Kirchen und Geisteshaltungen

zusammengefasst, die sich dem historischen Ereignis der Reformation

verdanken. Der Begriff selbst geht auf die Protestation von 6

Fürsten und 14 Reichsstädten auf dem Reichtag zu Speyer vom 19. April

1529 zurück. Mit dieser Protestation suchte man den Mehrheitsbeschluss

der katholischen Fürsten und Städte auszuheben, der die Toleranzbeschlüsse

des Ersten Reichstages zu Speyer von 1526 außer Kraft

setzen sollte. Die Reformation (v. lat.: reformatio = Umgestaltung,

Erneuerung) ist eine Bewegung im Christentum des 16. Jahrhunderts,

in deren Verlauf es zur Entstehung der reformierten, lutherischen und

anglikanischen Kirchen sowie einiger Freikirchen kam. Die gemeinsame

Grundlage sehen die ersten beiden Strömungen in der Rückbesinnung

auf die Bibel und der Abkehr von Auswüchsen der katholischen Kirche.

Der Glaube

Prägend sind die Konzentration auf die Bibel, die Anerkennung von

Jesus Christus als alleinige Autorität über Gläubige sowie die Lehre,

dass der Mensch allein aus Gnade – und eben nicht aufgrund eigenen

Handelns – errettet wird. Rechtfertigung erfährt der Mensch allein

durch den Glauben. Entsprechend wird der Ablass (Sündenvergebung als

Leistung gegen Geld, Bussübungen oder gute Werke) abgelehnt.

Einige aus der katholischen Kirche bekannte Sakramente (z. B. Priesterweihe

und Krankensalbung) werden von den evangelischen Kirchen

nicht anerkannt, da sie als nicht von Christus eingesetzt betrachtet

werden. Als eindeutig von Christus eingesetzte Sakramente gelten die

Taufe und das Abendmahl. Luther hält an der Beichte fest, sie gilt


jedoch offiziell nicht mehr als Sakrament, wobei die lutherischen Kirchen

in dieser Frage uneins sind.

Das Gespräch

Bei einem Besuch im Farelhaus habe ich im Gespräch mit Herrn Pfarrer

Andreas Urweider mehr über die reformierte Kirche in Biel/Bienne und

den Beruf des Theologen erfahren.

Um das Amt des Pfarrers ausüben zu können, muss man im Kanton Bern

ein Staatsexamen abschliessen. Dies ist die Voraussetzung, dass man

anschliessend die Ordination (zum geistlichen Amt gesegnet) erhält.

Eine Kirchgemeinde wählt dann seinen Pfarrer für sechs Jahre.

Die reformierte Kirche in Biel/Bienne

Zu den Hauptaufgaben der reformierten Kirche gehören Gottesdienste,

Kasualien (Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten, Beerdigungen) sowie

vermehrt Seelsorge. Diese Aufgaben teilen sich in der Kirchgemeinde

Biel Stadt vier Personen.

Die Stadt Biel/Bienne ist protestantisch bestimmt und in die vier

Kirchgemeinden Mett, Madretsch, Bözingen und Biel Stadt, welcher auch

Pfarrer Urweider angehört, aufgeteilt. Die Romands gehören einer eigenen

Kirchgemeinde an. In naher Zukunft planen die deutschschweizer

Kirchgemeinden in Biel/Bienne sich zu einer Gemeinde zusammen zu

schliessen.

Das Gotteshaus der Kirchgemeinde Biel Stadt ist die Stadtkirche in

der Bieler Altstadt. Die französische Kirchgemeinde hält ihre Gottesdienste

gewöhnlich in der Pasquart-Kirche ab. Infolge der organisatorischen

und örtlichen Trennung gibt es nur wenige bilingue Gottesdienste.

Kasualien werden hingegen häufig bilingue gefeiert.

Nebst sprachübergreifenden Gottesdiensten sind auch ökumenische

Feiern eher selten. Der Bettagsgottesdienst ist einer dieser wenigen

ökumenischen Feiern. Auch sonstige Zusammenarbeiten kommen nicht oft

vor. Gemeinsam durch die katholischen und reformierten Kirchen in

Biel/Bienne wurde das Projekt Multimondo iniziert. Multimondo bietet

unter anderem kostenlose Beratungen zu Migrations- und Integrationsfragen

(z.B. Weiterbildung, Einbürgerung, Aufenthalt, Wohnen, Beziehung,

Projekte etc.) an.

In den vergangenen Jahren war die reformierte Kirche Biel/Bienne

mehrmals Impulsgeber für diverse Neuerungen. So basiert der heutige

kirchliche Unterricht auf einer Bieler Idee. Ebenfalls in Biel/Bienne

wurde die erste Gewaltberatungsstelle für Männer und Jungen ins Leben

gerufen. Diese Beratungsstelle wird heute von Behörden im In- und

Ausland für Gewaltfragen beigezogen.

Die Zukunft

Immer wieder kommt es vor, dass Leute aus materialistischen

Gründen aus der reformierten Kirche austreten. Die reformierte Kirche

Biel/Bienne ist bemüht, auch in Zukunft aktiv für ihre Gläubigen da

zu sein.

Pascal Villard

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Neugeborene unserer JCBB Mitglieder

Alicia Sarah Alioth, Nico Gregory Bühler und Tobias Staneff

Alicia Sarah Alioth

Geburtsdatum 02.02.2008

Geburtszeit 21:05

Gewicht 3320 g

Grösse 49 cm

Meine Eltern Patricia und Stephan

Nico Gregory Bühler

Geburtsdatum 06.03.2008

Geburtszeit 06:04

Gewicht 4190 g

Grösse 52 cm

Meine Eltern Karin und Dominik

Tobias Staneff

Geburtsdatum 16.02.2008

Geburtszeit 12:13

Gewicht 2820 g

Grösse 46 cm

Meine Eltern Evie und Todor

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20

Buddhismus

Volle Verwirklichung

Buddhismus authentisch, aber

zeitgemäss vermitteln:

Diamantweg-Meditationskurs

in Deutschland.

Wie wir unseren inneren Reichtum entfalten und nutzen können

Buddha erklärte hautnah und lebensbezogen, wie die Welt funktioniert

– also was letztendlich wirklich und was bedingt ist. Dieses Verständnis

ermöglicht das Erleben dauerhaften Glücks. Der Buddhismus

kennt keine Dogmen und erlaubt, alles in Frage zu stellen. Durch

geeignete Meditationen wird das Verstandene schliesslich zur eigenen

Erfahrung. Zusätzliche Mittel festigen die erreichten Bewusstseinsebenen.

Das Ziel von Buddhas Lehre ist die volle Entwicklung der

innewohnenden Möglichkeiten von Körper, Rede und Geist – Liebe und

Mitgefühl, Weisheit, Freude und Furchtlosigkeit.

Buddhas Leben und Lehre

Siddhartha Gautama, der spätere Buddha, wurde etwa 560 v. Chr. in

Lumbini (im heutigen Nepal) geboren und starb im Alter von 80 Jahren.

Er entstammte der adligen Familie der Sakya (daher die Bezeichnung

Buddha Sakyamuni) und verbrachte eine unbeschwerte Jugend im materiellen

Überfluss. Mit 29 Jahren begegnete er ausserhalb seines Palastes

zum ersten Mal einem Greis, einem Schwerkranken und einem Toten.

Nun wusste er, dass Alter, Krankheit und Tod unausweichlich mit dem

menschlichen Leben verbunden sind. Seine bisherigen Vergnügungen

verloren ihren Reiz, und er beschloss, von jetzt an die Grundlage für

nicht vergängliches, dauerhaftes Glück zu suchen. Nach sechs Jahren

vergeblicher Versuche, dies zu erreichen – ob durch Askese oder die

Auseinandersetzung mit den besten Philosophien seiner Zeit – setzte

er sich in der Nähe des heutigen Bodh-Gaya (Nordindien) unter einen

Feigenbaum und versprach, nicht wieder aufzustehen, bevor er sein

Ziel erreicht hatte. Schliesslich erkannte er in tiefer Meditation


das Wesen des Geistes und wurde damit erleuchtet, also ein Buddha,

ein «vollkommen Erwachter». Von nun an lehrte er 45 Jahre lang, gründete

einen Mönchs- und einen Nonnenorden und gewann viele Laienanhänger.

Er starb mit 80 Jahren und empfahl kurz vor dem Tod seinen

Schülern, seiner Lehre nicht blind zu folgen, sondern alles anhand

der eigenen Erfahrung zu überprüfen.

Buddha drehte insgesamt dreimal das Dharmarad, das heisst er gab

drei grosse Zyklen von Belehrungen, die den verschiedenen Fähigkeiten

der Schüler entsprechen und ihnen den Weg zu bleibenden Glück zeigen.

Man spricht von 84‘000 verschiedenen Belehrungen oder Ratschlägen,

die als Gegenmittel gegen dieselbe Anzahl von möglichen Schleiern

und Störungen wirken. Man kann die Lehre Buddhas mit einer riesigen

Apotheke vergleichen, wo es gegen jede Krankheit die entsprechende

Medizin gibt. Von dieser Zeit an stehen damit Methoden zur Verfügung,

den gleichen perfekten Zustand der vollkommenen Erleuchtung zu erlangen

wie Buddha selbst.

Drei Drehungen des Dharmarades

Vereinfacht gesagt, ist der Inhalt der drei Drehungen des Dharmarades

der folgende: Beim ersten Drehen hat Buddha die «Vier Edlen

Wahrheiten» erklärt, die einerseits unsere Situation im Kreislauf

der Existenz und ihre Ursachen zeigen, die andererseits aber auch

die Befreiung von allen Leiden und Schwierigkeiten erklären. Dies

ist die Grundlage der Theravada-Tradition. Sie wird hauptsächlich

in den südlichen Ländern des Buddhismus praktiziert, zum Beispiel

Sri Lanka, Burma, Thailand, Laos und Kambodscha.

Beim zweiten Drehen des Dharmarades zeigte Buddha, dass die Natur

aller Dinge „leer“ ist, d.h. frei von wahrhafter, unabhängiger Existenz

ist. Darauf bezieht sich die Mahayana-Tradition, die hauptsächlich

in den nördlichen Ländern des Buddhismus praktiziert wird, wie

den Himalaya-Ländern mit Tibet, Nepal, Bhutan, sowie der Mongolei,

China, Japan oder Vietnam. Bestimmend im Mahayana ist der Wunsch,

Buddhaschaft zu verwirklichen, um nicht nur sich selber, sondern

alle Wesen vom Leiden zu befreien.

Beim dritten Drehen des Dharmarades gab Buddha Belehrungen über die

allen Wesen innewohnende Buddhanatur, die schon mit allen perfekten

Qualitäten der Erleuchtung ausgestattet ist. Dies ist die Grundlage

für die Vajrayana-Tradition, welche in ihrer vollständigen Form heute

nur im Tibetischen Buddhismus praktiziert wird. In einigen anderen

Traditionen, wie zum Beispiel in mehreren Unterschulen des Chan-

Buddhismus in China und des Zen-Buddhismus in Japan, sind einzelne

Aspekte des Vajrayana überliefert. Ein anderer Name für diese Tradition

ist der Diamantweg. Hier lehrte Buddha, dass alle Buddhas sind,

die es nur noch nicht erkannt haben, und dass es nur darum geht, die

Schleier zu entfernen, die einen davon abhalten, dies zu sehen. Auch

hier geht es darum, wie Buddha selbst dadurch anderen Wesen besser

nutzen zu können.

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22

Bedingtes und letztendliches Glück

Alles Bedingte, Geschaffene, Geborene ist nicht dauerhaft und wird

einmal wieder vergehen. Jugendlichkeit, eine Villa am See oder beruflicher

Erfolg können weder festgehalten noch im Tod mitgenommen

werden. Nur was uns nicht weggenommen oder beschädigt werden kann,

führt zu dauerhaftem Glück. Dieses wohnt jedem von uns selbst inne:

Es ist nichts anderes als der eigene Geist. Er ist seinem Wesen nach

zeitlos und unbegrenzt wie der Raum, ein ständiger Zustand von Frische,

von Hier und Jetzt, von Klarheit und höchster Freude. Keiner

hat ihn geschaffen, und keiner kann ihn schädigen oder zerstören.

Er bleibt deshalb auch jenseits von Tod, Zerfall oder Auflösung. Im

Buddhismus nimmt man Zuflucht zur vollen Entfaltung des Geistes, eben

Buddhaschaft. Diese erreicht man unter anderem durch Meditation, was

im Buddhismus soviel bedeutet wie «müheloses Verweilen in dem, was

ist».

Karma, Befreiung und Erleuchtung

Karma bedeutet «Ursache und Wirkung», nicht Schicksal. Jeder ist für

sein eigenes Leben verantwortlich. Dieses Verständnis ermöglicht den

bewussten Aufbau von Eindrücken, die zu Glück führen und künftiges

Leid vermeiden. Noch nicht reif gewordenes, nützliches Karma lässt

sich im Diamantweg verstärken, schädliches abbauen.

Befreiung bedeutet die Erkenntnis, dass Körper, Erinnerungen, Gedanken

und Gefühle in ständiger Veränderung sind und deswegen kein

wirkliches «Ich» bilden können. Dadurch erlebt man sich nicht mehr

als Zielscheibe, was die Ursache allen Leidens auflöst. Erleuchtung

ist der weitere, letztendliche Schritt. Hier strahlt das klare Licht

des Geistes durch jede Erfahrung. Es besteht keine Trennung mehr

zwischen Erleber, Erlebtem und Erlebnis. Der Geist geniesst in jedem

Augenblick seine selbstentstandenen Fähigkeiten und ist in allem mühelos

und spontan.

Was bietet Buddhas Lehre den westlichen Gesellschaften?

Die grosse Vielfalt der Mittel ist eine der Stärken des Buddhismus.

Sie ermöglichen geistige Entwicklung für unterschiedlich eingestellte

Menschen mit verschiedenen Bedürfnissen und Möglichkeiten. Es gibt

für alle Lebensumstände geeignete Methoden und Meditationen. Diese

zeitlosen, praktischen Mittel helfen, den eigenen inneren Reichtum

zum Besten aller Wesen zu entdecken und zu entfalten. Was immer mehr

Menschen im Westen am Buddhismus anspricht, ist, dass er Eigenverantwortung

und Selbständigkeit lehrt, keine Dogmen kennt und sich durch

Toleranz und Gewaltlosigkeit auszeichnet.

Die Gesamtzahl aller Buddhisten weltweit beträgt ungefähr 450 Millionen

– Tendenz steigend. So hat etwa der Diamantweg, der zur tibetischen

Karma Kagyü-Tradition gehört, weltweit über 550 Zentren, die

lebensnahen Laienbuddhismus praktizieren.

Weiterführende Informationen:

www.buddhismus.org

www.sbu.net


Buddha lehrt, dass jedem Wesen alle erleuchteten

Eigenschaften innewohnen – man muss sie nur sehen.

Zur Autorin: Nathalie Matter (33) ist seit 8 Jahren Buddhistin und

arbeitet an der Universität Bern. Im Buddhistischen Zentrum der Karma

Kagyü-Linie Bern, das 2007 sein 25jähriges Jubiläum feierte, betreut

sie das Programm und die Öffentlichkeitsarbeit.

la gueule 1/2008 23


Stefania Di Pietrantonio

Ein Blick ins Leben von...

Stefania Di Pietrantonio, conseillère en image

Il peperoncino italiano…

Stefania fait connaissance de la Junior Chamber de Bienne en 2006, qui

lui demande alors d’animer une conférence sur «L’image de soi en milieu

professionnel» pour la Business Day. Seit Anfang Jahr ist sie Mitglied

des Vorstandes und zuständig für die Kommunikation. Vous l’aurez compris,

Stefania est conseillère en image diplômée (relooking). Très indépendante,

elle décide de se mettre à son compte en ouvrant son atelier

«Kayenne Relooking». Keinen Vorgesetzten mehr, keine unangenehmen Mitarbeiter

mehr, …le bonheur, enfin! Depuis, elle aide hommes et femmes

à améliorer leur présentation et leur look en les conseillant sur leurs

tenues, leur shopping, leur coiffure, leur démarche, leur gestuelle,

etc. Und danach, …Abrakadabra! Ses clients se sentent mieux dans leur

peau und gewinnen wieder Vertrauen in sich selbst. Goûter au poivre de

«Kayenne», c’est comme croquer des vitamines : cela vous donne l’élan

suffisant pour vous lancer dans la vie et la mordre à pleines dents,

sans crainte! Stefania leitet auch Kurse an mehreren Volksschulen der

Region und für verschiedene Firmen. Passionnée par la communication,

elle suit les cours SAWI à Lausanne, pour ensuite se spécialiser dans la

communication non-verbale. Et oui, votre bouche dit quelque chose alors

que votre corps peut exprimer exactement le contraire…Vos gestes vous

trahissent! N’est-ce pas merveilleux de pourvoir lire «entre les lignes»?

Und dann gibt es noch die wundersame Welt der Farben. Auch die Farben

sprechen! Et les couleurs révèlent tant de choses sur la personnalité

des gens… Un langage que Stefania, également chromothérapeute, saura

traduire pour vous. Pour en savoir plus, venez lui rendre visite sur

www.kayenne.ch et peut-être que vous aussi, vous verrez des choses que

l’on ne voit pas vraiment…

la gueule 1/2008 25


Kandidatenanlass

Kandidatenanlass - Tanzschule Artédanse


Vue extérieure de la

synagogue à la rue du

Rüschli

La communauté juive de Bienne

…et sa synagogue qui fêtera l’année prochaine ses 125 ans

L’Histoire du peuple juif

La religion juive est la religion monothéiste pratiquée la plus

ancienne du monde. Ses origines remontent à plus de 5’700 ans. Elle

est également la «mère» du catholicisme et de l’islam avec le même

Dieu. Moïse, le premier grand guide spirituel, a reçu de Dieu les

lois et préceptes à suivre sous la forme de la Torah ou les cinq

livres (appelé aussi ancien Testament).

Les juifs vivaient alors en Palestine et se sont dispersés il y a

2000 ans dans le monde lors de la destruction du temple à Jérusalem.

Ces émigrés sont la diaspora, le peuple juif hors d’Israël.

Les juifs à Bienne

Les archives ont permis de dater les premiers juifs à Bienne au XIVe

siècle jusqu’à ce qu’ils se fassent expulser de Suisse en 1500. Ils

ont pu revenir officiellement en 1798 avec l’instauration du code

Napoléon. Les premières familles de juifs alsaciens sont venues

s’installer de nouveau à Bienne en 1835, en particulier pour satisfaire

la forte demande d’horlogers. Une communauté y a été fondée en

1860 avec environ 60 membres et le premier rabbin H. Nordmann.

C’est en 1884 que la synagogue sise au 3 de la rue du Rüschli a été

inaugurée. La communauté se retrouvait auparavant pour prier dans

une salle de la maison du Dr. Neuhaus (aujourd’hui le musée Neuhaus).

En 1893 le conseil communal autorisa une parcelle dans le cimetière

pour l’ensevelissement des juifs.

Lors des pogromes en Russie dans les années 1910-18 des juifs trou-

la gueule 1/2008 27


28

Vue intérieure: au parterre

prient les hommes, les femmes

sont sur la galerie. Dans

l’armoire avec le rideau sont

conservées les Torahs

vent refuge à Bienne. On en dénombrera jusqu’à 500, ce qui correspond

au pic le plus élevé de population. Même lors des difficiles années de

la seconde guerre mondiale ce nombre n’a pas été dépassé. Les juifs

établis à Bienne étaient principalement actifs dans l’horlogerie, le

commerce, la confection de mode, dans le Jura aussi dans le commerce

de bétail et plus tard aussi dans le cinéma.

La communauté a été encore vraiment active jusqu’en 1992, année

jusqu’à laquelle officiait un rabbin. Depuis Bienne s’est affiliée à

Berne pour faire appel au service de leur rabbin, en l’occurrence

surtout pour les enterrements.

Lors de la révision de la Constitution bernoise en 1995 les communautés

juives de Bienne et de Berne ont obtenu un statut officiel de

reconnaissance.

A ce jour une quarantaine de membres est affiliée à la communauté

juive de Bienne. Ce nombre est trop bas pour garantir des cultes

réguliers car il faut 10 hommes pour tenir un service régulier. Toutefois

nous essayons de nous réunir une fois par mois pour un office.

Les cultes sont animés par un membre de la communauté, Avinoam Levy.

Une fois par an un ministre du culte vient d’Israël pour célébrer et

animer les grandes fêtes de «Rosh Hashana», le nouvel-an et de

«Kippour» le jour du Grand Pardon.

Côté statistique on dénombre en Suisse 18‘000 habitants de confession

israélite dans 18 communautés, ce qui correspond à moins de 2,5 ‰.

Ils vivent principalement dans les villes de Zurich, Bâle, Genève et

Lausanne. Au niveau mondial on compte environ 13 mio de juifs, soit

1,8 ‰ de la population mondiale.


Vitrail de Robert Nechin:

«Les portes fermées du jardin d’Eden»

La synagogue

Le lieu de culte est la synagogue à la rue du Rüschli. Cette dernière

a été rénovée sous la surveillance de Klaus Appel en 1984 et en 1995,

année où les quatre coupoles en cuivre dans les coins ont été reconstruites

après avoir été supprimées en 1956. Des vitraux de l’artiste

Robert Nechin originaire de New-York et vivant depuis 1976 en Israël

ont été intégrés dans les fenêtres du parterre et de la galerie sur

les murs nord et sud. Ils sont au nombre de douze et représentent des

scènes bibliques. Deux vitraux représentant une étoile de David à six

branches sont situés en hauteur à l’Est et à l’ouest.

L’avenir des juifs à Bienne est très compromis. La communauté est

vieillissante et beaucoup de jeunes ont quitté la ville pour s’installer

dans de plus grandes villes ou pour émigrer en Israël. Souvent

il a été question lors des dernière assemblées générales d’abandonner

la salle communautaire louée à la rue d’Argent car sous-utilisée.

Toutefois les quelques fidèles qui restent se battent encore pour

maintenir les traditions et pour sauvegarder le patrimoine, en particulier

la synagogue et le cimetière. Nous espérons que la communauté

juive de Bienne puisse survivre et fêter dignement les 125 ans de sa

synagogue l’année prochaine.

Philippe Reich

Information supplémentaires sous www.swissjews.org

la gueule 1/2008 29


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Geburtstage

Anniversaires

April / Avril

Jenni Gérald P.-A. 02.04.1964

Mai / Mai

Peter Daniel 11.05.1962

Tschäppät Peter 17.05.1959

Sulzer Arthur 20.05.1955

Wirth Alain 20.05.1976

Reinhardt Peter 26.05.1938

Juni / Juin

Weiss Marc 09.06.1977

Schori Beat 18.06.1953

Leuenberger Daniel 27.06.1956

Huguenin Olivier 30.06.1973

Juli / Juillet

Schorpp Romain 15.07.1973

Harttig Sven 27.07.1973

Reich Philippe 29.07.1967


Anlässe

Événements

April / Avril

Afterwork IV - Besichtigung Viasuisse 23.

Mai / Mai

Familienanlass - russisches Fest 17.

Treffpunkt Wirtschaft (Business Talk) 29.

Gala 30.

Juni / Juin

JCI European Conference(EUKO) 2008 / Turku, Finnland 04.

Anlass mit dem Lions Club Magglingen - Töggeli Turnier 18.

Juli / Juillet

Big Bang 31.

la gueule 1/2008 31


32

Impressum

«la gueule»

«la gueule» erscheint vier Mal pro Jahr in einer Auflage von 1200

Exemplaren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Vervielfältigung

von Artikeln auch auszugsweise nur mit Zustimmung der Redaktion.

Sollten Sie den Erhalt des Heftes nicht wünschen, bitte abmelden

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«la gueule» paraît quatre fois par an. Tirage 1200 exemplaires.

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