Untitled - Association du refuge des tortues

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Beobachtungen an den kontinentalen Schildt


EMYS,13(l)2006Abb. l. Drei Pelusios-Arten Gabuns: Pelusios carinatus (a, b: Mânnchen), P. castaneus (c: Mânnchen, d: Weibchen linfts,Mânnchen recÀls) und P chanini (e: Mânnchen, f: Weibchen /infts, Mânnchen recÀls).Alle Fotos: J. ManaN.Material und MethodenDie hier publizierten Daten wurden im Laufe von sechs Expeditionen zwischen I 995 und 2001 (von2g.Julibis 15. Oktober 1995, von l5.Jânner bis27. Februar 1998, von l3.Januarbis 14. Mârz1999, von 28. Dezember bis 24. Mârz 2000, von 28. September brs 22. Dezember 2000, von lB.Januarbis 12. April 2001) zusammengetragen. Die Studien dienten ûberwiegendem Zweck, die6


MaRaN: Die Schildkrtiten GabunsSchildkrotenarten Gabuns zu erfassen und ihre Verbreitung zu untersuchen. Die Studien umfasstendie gesamte Flâche Gabuns wâhrend je zweier Ti"ocken- und Regenperioden.Die beschriebenen Beobachtungen basieren entweder auf mit Fallen gefangenen lebendenExemplaren oder auf Panzern, die von Einheimischen erworben wurden. Im Falle von verzehrtenSchildkrôten, wurde die angegebene Lokalitât des Fangs stets durch eigene dort durchgeftihrteBeobachtungen an lebenden Exemplaren bestâtigt. Schildkrotenarten, die hâufig von Menschenverzehrt werden, sind problemlos auf lokalen Mârkten zu erwerben. Zahlreiche Exemplare wurdenderart erworben. Alle Schildkrtiten wurden systematisch vermessen, gewogen, fotografiert undzumeist sogleich danach wieder ausgesetzt. Einige lebende Exemplare wurden an die Privasammlungvon Dr. Wtlllanu P McConn (HopewellJunction, New York, USA) und in das Centre d'Elevageet de Rotection de la Tortue (A Cupulatta Association, Corsica, France) abgegeben. Carapaxe wurdenan das Chelonian Research Institute (Oviedo, Florida, USA) abgegeben oder in diePrivatsammlung des Autors integriert (JMC).ResultatePelomedusidaePelusios carinatus LeunENr. 1956Diese Art war zuvor nur vor einem einzigen Fundort bekannt (Boun 1983, IvgnsoN 1992) und istin der Tàt in Gabun sehr selten. Beide Berichte geben derzeit noch unbestâtigterweise eine Ortschaftnamens Port-Gentil an. Meinen Beobachtungen zufolge Lommt P cainatus weder bei Port-Gentilnoch sonst irgendwo im Bereich der Kûste vor. Die Lokalitat Port-Gentil, zuerst erwiihnt bei Crn-BANAUD (1934), bezeichnet mit Sicherheit einer Ortschaft, in der das Exemplar erworben wurde.Andererseitsammelte ich ein Exemplar im Sûdosten Gabuns (Haut-Ogooué Provinz) an einem einzigenFundort. Die Verbreitung von P carinatus liegt in dem Gebiet zwischen Mvengué, Franceville,Lékoni und Boumango. Die Art lebt in Flûssen und Seen nordwesdich von Franceville und demBatéké Plateau und scheint die Stellen des Ogooué Flusses zu bevorzugen, wo zahlreiche schwimmendeKlumpen von Wasserpflanzen endang dessen UferbânLen anzutreffen sind. Wâhrend derRegenzeit verlassen die Tiere das Hauptstrômungsgebiet des Flusses und ûbersieden in die Nâhe vonGruppen ûberschwemmter Bâume, temporiirer Seen und in Lichtungen gelegene Sumpfgebiete.Pelusios cartnatus ist nach der Abenddammerung aktiv, insbesondere nach schweren Regengûssen. ImOgooué Fluss zwischen Franceville und Boumango teilt sie ihr Biotop mrtP gabonensis. Pelusios carinctuserniihrt sich von Samen, Pflanzen, Insekten, Wasserschnecken und Fischen. Das grôBte gefundeneExemplar misst 263 mm Carapaxlânge (JMC | 159).Pelusios costaneus (ScgwgtccgR, 1812)Diese Art war friiher nur von vier Fundortei, in Gubun bekannt (Boun 1983, IvgnsoN 1992).Meinen Beobachtungen an l6 Fundorten zufolge liegt die Verbreitung dieser Art ûberwiegend imKùstentiefland. Rlusios castaneus kommt in den Provinzen Estuaire, Moyen-Ogooué, Nyanga undOgooué-Maritime vor. Im grôBten Tèil ihres Verbreitungsgebietes lebt sie in einem schmalen Bandvon seichten aquatischen Ôkosystemen mit dichter oder spârlicher Bepflanzune (Sùmpfe, ûberschwemmteBuschsavanne, Lagunenufer) zwischen dem Atlantik und dem Regenwald.


EMYS,13(l)2006Die Art kommt hâufig in Lambaréné, ihrem kontinentalsten Fundort in Gabun vor und erreichte diesenwahncheinlich durch das Besiedeln der zahlreichen entlang des Ogooué Flusses gelegenen Sûmpfeund Seen. Wir sammelten einen Carapax eines \!'eibchens(JMC I 162) bei der MissionsstationMoanda. Der Besitzer versicherte uns, dass das Tier von Leuten aus der Kûstenregion gebracht wordenwâre.Pelusios castaneus ist nicht unbedingt eine Art des Waldes. Gtsachlich bildet der dichte Wald sogareine Barriere ihrer Verôreitung in Richtung der meisten landeinwârts gelegenen Gebiete. Sie ist eineallesfressende Art, die sich in schattigen, dicht bewachsenen aquatischen Biotopen am wohlsten zuftihlen scheint. So haben wir sie in Galeriewâldern und den groBen ûbenchwemmten Senken der ausgedehntenKûstenebenen der Provinzen Ogooué-Maritime und Nyanga angetroffen. Pelusios ccsloneusist sowohl tag- als auch nachtaktiv. Intensive Aktivitâten wurden unmittelbar nach der Abenddâmmerung(ab lB:30 Uhr) beobachtet, vermindern sich jedoch erheblich bei Vollmond.Pelusios castaneus ist eine mittelgroBe Art, die eine Carapaxlânge von 285 mm erreicht (GnavgNrz1999a). Diese opportunistische Art hat ein abwechslungsreiches Ernâhrungsspektrum und richtet ihreFressgewohnheiten nach Verftigbarkeit ihrer Beute in ihrem Biotop aus.Stuhl- und Mageninhaltsanalysen ergaben die Prâsenz einiger kleiner Steinchen, groBer Mengen verschiedenerPflanzen und Samen, aguatischer Wirbelloser (lnsekten, Schnecken, Shrimps, IÇabbenund Muscheln) aber auch von Fischen.In Gabun erfolgen die Eiablagen wâhrend der Tiockenzeit, d. h. zwischen Juli und September. DieWeibchen legen bis zu 26 Eier in eine l0 cm tiefe Ei$ube, die immer in Wassernâhe angelegt wird.Die Eier sind einfarbig weiB, langlich und weichschalig und messen zwischen 33 und 37 mm in ihrerL;inge (n = 39, Mittel = 34,8 mm); und von 22 bis 27 mm (n : 39, Miuel = 24,6 mm) in ihrerBieite. Ihr Gewicht liegt zwischen B und 15 g (n = 39, Mittel = I l,B e). Einige Beobachtungen anSchltipflingen und trâchtigen Weibchen implizieren allerdings, dass es erhebliche Unterschiede in denFortpflanzungsgewohnheiten geben kônnte. Am24. Februar 1999 gab uns ein Fischer bei TLhengué(Po*-Gentil, Ogooué-Maritime) ein frisch getôtetes Weibchen der Art. Die Autopsie ergab dasVorhandensein von neun Eiern in den Eileitern, 3435 mm lang und 19-22 mmbreit, die B g wogen.Diese Beobachtung unterstreicht die beachtlichen Fortpflanzungskapazitâten dieser Art: das WeibchenmaB lediglich 13 | mm in der Lânge, 98 mm in der Breite und 53 mm in der Hôhe und wog 359 g.Nach meinen eigenen Erfahrungen legen Weibchen zumindest zwei Gelege pro Jahr in freier Natur.Die Schltipflinge erscheinen zwischen Oktober und Dezember. Die Jungschildkrtiten verbleibenzunâchst im Schutze dichter Vegetation oder in Resttiimpeln entlang kleiner Bâche. Es scheint, dassdie Schltipflinge zumeist in der Nâhe ihres Geburtsortes verbleiben. Sie sind 3639 mmlang (n = 26,MittelST mm),28-30 mm breit (n = 26, Miuel = 28,4 mm),13-16 mm hoch (n = 26.Mittel= 15mm)undwiegen5-10g(n=26,Miuel =8, 1 g).Egel sind hâufige Parasiten ber P castaneus, in dem sie sich an die GliedmaBen ansaugen.Diese Art versucht niemals zu beiBen. Ihre einzigartige Verteidigung besteht im Gebrauch ihreringuinalen und axillaren Stinkdriisen, die eine gelbliche, ôlige und eitrige Flûssigkeit absondern.Pelusios chapini LnunEnr, 1965Diese Art war bislang fûr Gabun unbekannt (Boun 1983, Il'pnsoN 1992). Ich fand sie an 3lOrten in den Provinzen HaurOgooué, Ngounié und Nyanga. Pelusios chapini meidet die aus-I


ManaN: Die Schildkrôten GabunsAbb.2. Pelusios gabonensis, subadultes Exemplar (oàen) undJungtiere (unten).


Evys, 13(l)2006tpAbb. 3. Pelusios marani,Jungtier.l0


MaRaN: Die Schildlaoten GabunsschlieBlich von Wald bedeckten Gebiete und dringt ins Landesinnere durch das Besiedeln von weitenBuschebenen des BatéLé Plateaus (Haut-Ogooué) und schmiilerer Streifen zwischen Fougamou,Ndendé, Moulengui Binza, Tèhibanga, Boug"l6u und Digoudou (Ngounié, Nyanga) vor. Ein Fundkommt aus der Niùe von Mandji (Ngounié). Die ltickenhafte Verbreitung entspricht den Buschgebietender nôrdlichen Auslâufer der Savannen des Kongo-Flusses.R/usios chapini erreicht maximale Carapaxlângen von 380 mm (ScHvltoT | 9 | 9).In Gabun wird diese Art ausschlieBlich in Savannenhabitaten, wo sie die Hauptseen und Hauptflûssebewohnt, angetroffen. Wihrend der Regenzeit lebt sie in ùberschwemmten Gebieten der Busch-Savanne (Stimpfe und Seen). Pelusios chapini besiedelt sogar stâdtische Gebiete, indem sie die wassergefiilltenGrâben in Ndendé (Ngounié Rovinz) bewohnt.Pelusios chapini frisst alle Arten von Beute (lnsekten, IÇebstiere, Fische, Amphibien, .A,as von Vôgelnund Sâugetieren, Wasserpflanzen und ins Wrasser gefallene Frûchte wie Mango und Papaya).Eine junge Schildlrtite, die wir in Moanda am 3. Februar 1999 ângen, war 34 mm lang, 27 mmbreitund 13 mm hoch.Pelusios gaôonensis (DuuÉnrr-, I 856)Diese Art war zuvor von sechs Fundorten her bekannt (BouR 1983, IvEnsoN 1992). Ich fand sie an32 Oræn in den Provinzen Haut-ogooué,'Woleu-Ntem.Ngounié, Nyanga, OgoouéJvindo, Ogooué-Lolo undPelusios gabonensis ist auf das hydrografische Waldgebiet beschriinkt, in dem sie in Waldtûmpeln,Bachlâufen, Flûssen und auch in ûberschwemmten Wâldern (pH 5,5-6,0) lebt. Es gibt nur einenNachweis eines Exemplars in der Banio Lagune. Einheimischen Fischern zufolge wird diese Art nurselten in Lagunen angetroffen. DieJungtiere schlûpfen wâhrend der Regenzeit (OLtober-November).Zwei wenige Wochen alte Jungtiere waren im Schnitt 44 mm lang, 37 mm breit, I 7 mm hoch undwogen 12,5 g. Pelusios gabonansis frisst ùberwiegend aquatische Wirbellose. Fische, Amphibien undderen Larven. Sie frisst sogar bittere Reste von Maniok-Pflanzen (Manihot esculenta), die von Dorfbewohnerinnen\&'asseransammlungen in der Nàhe der Dôrfer geworfen werden.Pelusios marani Boun" 2000Diese Art wurde erstmals am 10. Januar 2000 in der Ogooué-Lolo Provinz (Boun 2000) gefunden.Ich fand sie an insgesamt l3 Lokaliuten verteilt zwischen Ngounié, Nyanga und Ogooué-Lolo. Nachunserem derzeitigen Mssensstand kommt P marani lediglich im Sûdwesten Gabuns vor. Allerdings istes wahrscheinlich, dass sie auch in Kongo anzutreffen isu ich fand sie im Dorf Malinga (ProvinzNgounié) an der Grenze zu Kongo und R. BouR entdeckte kiirzlich ein Exemplar aus Brazzaville imIFAN (Boun et aI.200t).Diese Art ist unschwer an der schwarzen Farbe des Carapax, dem total gelben Plastron, breiteren alslangen Vertebralschildern, einem schwach bewe$ichen und sehr langen Plastronvorderlappen (etwadoppelt so lang wie die Abdominalschilder) und an dem schmalen Plastronhinterlappen zu erkennen.R/usios marani erreicht Carapaxlângenvon272 mm. Mainnchen werden grôBer als Weibchen.Diese Art lebt wâhrend des GroBteils desJahres in Waldflûssen. Wiùrend der Regenzeit wandern dieSchildkroten jedoch quer durch die iiberschwemmten Waldgebiete (temporâre Tûmpel, Sumpfgebiete;Vfassertemperaturen: 25 'C; pH 6,0). Die Behendigkeit dieser Art zeigt sich am besten daran, dasstl


Euvs, t3(l)2006sie oft Landausflùge unternimmt. Pelusios marani frisst Wasserinsekten, Amphibien (inklusive Kaulquappenvon Xenopus sp. und Hgmenochirusp.), Fische und tote Sâugetiere. Im Dezember 2000legte ein Weibchen ein einzelnes Ei, das 45 mm lang und 20,5 mm breit war und 9 g wog.Pelusios nrger (DutrlÉntI-& BBnoN, 1835)Boun (1983) und lvensoN (1992) geben nur einen einzigen Fundort ftir diese Art in Gabun an:Port-Gentil (Ogooué-Maritime). Ich sah die Art an 16 iiberwiegend kùstennahen Fundorten inEstuaire, Moyen-Ogooué, Nyanga und Ogooué-Maritime. Ahnlich wie bei P. castaneus, erstreck sichdas Verbreitungsgebiet von P niger nach Lambaréné (Moyen-Ogooué) entlang der ausgedehntenSumpflandschaften, die dem Ogooué Fluss entlang liegen.Mânnchen sind auch bei dieser Art grôBer als Weibchen. Das grôBte von mir vermessen Mânnchenwar 347 mm lang und wog 4,5 kc, wâhrend das grôBte Weibchen 265 mm lang war. Mânnchen miteiner Carapaxlânge von ûber 280 mm sind hâufig anzutreffen und wiegen zumeist 2,5-3 kg. DreMaximallânge des Kopfes des grôBten Mânnchens betnig 84 mm.Pelusios niger bewohnt alle aquatischen Ôkosysteme, die es im Verbreitungsgebiet der Art gibt. Siekommt ebenso in groBen stehenden Gewâssern (Lagunen, Seen) wie auch in Flùssen und Bâchen vor.Das Vorkommen ist hâufig mit demjenigen reicher Cgperus-Bestânde assoziiert, die oft sehr groBe undundurchdringliche Areale bilden. Obwohl die Art besonders gerne offene'Wasserbereiche aufsucht,kann sie sporadisch auch seichte Stimpfe besiedeln. Haufig kommt sie gemeinsa mit P ccslcneus vorund ausnahmsweise mit P gabonensis (Banio Lagoon, Provinz Nyanga). Pelusios niger ist haufig inFlûssen und Lagunen in schwer zugânglichen Gebieten auf groBen schwimmenden Baumstâmmenanzutreffen.Pelusios nrger hat eine abwechslungsreiche Ernâhrung. Analysen von Stuhlproben wiesen Sand,kleinen Steinen, Pflanzen, Samen, Muscheln, Schnecken und Ûberreste von Fischen (Schuppen,Knochenfragmente) nach. W'asserpflanzen bilden einen betrâchtlichen Prozentsatz an der Ernâhrungder Art. In flachen Tûmpeln konnten wir sie hâufig beim Verzehr von W'asserhyazinthen (Eichhorniacrcssipes) beobachten.Bei Autopsien zweier Weibchen fanden sich 6 bzw. l0 Eier in den Eileitern. Diese sind langlich,weichschalig und leicht rosafarben. Sie messen 4749 mm in der Lânge (n = | 6, Mittel = 47 ,5 mm) ,24-25 mm in der Breite (n = 16, Miuel = 24,4 mm) und wiegen l7-l8 g (n = 16, Mittel =17,8 g).Der neuerliche Fang einiger Exemplare aller Altersklassenach dreiJahren Feldstudien in einem Bachin Gamba spricht fiir eine hohe Ortstreue sowohl von P niger als auch von P ccslcneus.Unzâhlige Egel parasitieren auf den Pfoten der allermeisten Exemplare. Fadenfôrmige Darmwùrmerwurden hâufig ausgeschieden. Die Art besitzt axillare und inguinale Stinkdrûsen. Wenn sie belastigtwird, scheidet sie eine gelbliche, ôlige und putride Flûssigkeit ab.Ti"ionychidaeCsclodermaubryi (DvrvÉRIL, | 856)Ir,cnsoN (1992) gibt nur zwei Fundorte in Gabun an. Ich beobachtete Cgcloderma aubrgi an 20Stellen in den Provinzen Estuaire, Moyen-Ogooué, Ngounié, Nyanga und Ogooué-Maritime.Obwohl sie hauptsâchlich groBe Gewâsser bevorzugt (Lagunen, Seen), kommt sie doch auch in allent2


MaRaN: Die Schildkrôten Gabuns7." /o$Abb.4. Pelusios niger, Kopf eines Weibchens (oàen) und Plastronansichten von adulten Tieren (unten).13


EI,rIyS, 13(l)2006Abb. 5. Cgclodermà aubrgi,Jungtier (a, b, c) und Plastronansicht von adulten Tieren (d).Arten von Fliefigewâssern (von kleinen Bâchen bis hin zu Flùssen) vor. Meinen eigenen Beobachrungenzufolge bildet der Fluss Mbiné die ôstliche Grenze des Verbreitungsgebietes aber die Verbreitungscheint tatsâchlicJr bis zum Ogooué Fluss zu reichen (Mingouli Wasserfâlle, siehe KNoEppr-LER il 9741).Das grôBte lebende Mânnchen, das von uns vermessen wurde, maB 466 mm und wog 9,5 kg, wâhrenddas grôBte Weibchen 610 mm und 18,5 Lg erreichte. Die Unterscheidung der Geschlechter istnicht immer einfach. Der Schwanz der Mânnchen ragt ein wenig iiber den Hinterrand des Carapaxhinaus. Weibchen besitzen einen rundlicheren Carapax und ein konvexes Plastron.Cgcloderma aubrgiliebt den schlammig-sandigen Bodengrund von Seen und Flûssen genauso wie dasschwarze oder schlammige Wasser gro8er Fliisse. Wahrend der Ti"ockenzeit bewohnt sie prinzipielldie schlammigen Arme der Flûsse und kommt auch in den Mangroven entlang der Lagunen vor. InKûstenlagunen konnte ich sie sogar beirn Sonnenbad auf einem Holzklotz beobachten. Wâhrend derRegenzeit hingegen verlâsst sie das Hauptbett der groBen Fliisse, um vermehrt dann unter'Wasserliegende Waldstûcke oder Sûmpfe mit dichten Cgperus-Bestânden aufzusuchen. Obwohl einAllesfresser, frisst C. aubrgi in erster Linie lÇabben, SûBwasserkrebse und Fische. Die von uns untersuchtenMageninhalte beinhalteten Sand, Schlamm, kleine Holzstùckchen und Laub. Dies bedeutet,dass die An hauptsâchlich an Stellen mit einem schlammigen Bodengrund jagt.14


MannN: Die Schildkri;ten GabunsDie Fortpflanzungsperiode Lorreliert mit der kurzen Tiockenzeit zwischen Januar und Mârz.Weibchen legen ihre Gelege in sandiges Substrat, nicht weit vom Wasser entfernt und bevorzugt unterPflanzen ab. Die Seltenheit solcher geeigneter Eiablageplatze zwingt die Schildkrôten, wenige bestimmtePlâtze zur Ablage aufzusuchen. Warane der Art Varanus ornatus werden von dieser groBenKonzentration an Eiern angezogen und sind beim Auffinden und Plûndern der Gelege sehr effizient.Ein Fischer berichtete mir, dass er etliche Male Eier von C. aubryi unmittelbar neben oder sogar ûberdenjenigen von Gelegen von Crocodglus cataphractus fand. Die GelegegrôBe liegt zwischen l7 und34 Eiern (n = 8, Mittel = 24,5 Eier/Geleee). Die Eier sind hartschalig, einÊirbig weiB und messen30-35 mm in der Lânge (n = 139, Mittel = 31,6 mm), 30-33 mm in der Breite (n - 98, Mittel=31,5 mm) undwiegen 17-22g(n= 139, Mittel = l8,Bg). DieWeibchenlegenzumindestzweiGelege pro Saison. Die Schliipflinge erscheinen wâhrend der Hauptregenzeit zwischen Mârz undMai.Egelbefall kommt hâufig vor, selbst die Gaumenregionen sind befallen. Lange, schnurfôrmige Wùrmerparasitieren im Darm der Art.Cgcloderm aubrgi kommt gewôhnlich zusammen mitTiiongx triunguis, Pelusios niger und P castaneusvor.Wie die meisten Angehôrigen der Unterfamilie Cyclanorbinae, zeigt auch C. auàryi keine Zeichenvon Aggression. Selbst bei erheblichen Belâstigungen versucht sie niemals zu beiBen. Diese Zahmheit"Nette",verlieh ihr den ihr von einheimischen Fischern verliehenen Kosenamen der sie deutlich vonder "Bôsen", d. h. von Tiiongx trtunguis unterscheiden soll. Cycloderma aubrgi besitzt zwei PaarStinkdrûsen. Diese Lleinen Muskeltaschen erreichen das Hyo-Hypoplastron und den vorderen Randdes Carapax, genau ùber dem Kopf. Wenn sich das Tier gestresst ftihlt, dann produzieren dieseDrûsen eine gelbliche Fltissigkeit, die besonder stark riecht (Gnavexrz l998b). EinheimischeFrauen, die diese Schildkrotenart schlachten, wissen ganz genau, wo sich diese Drûsen befinden, dennwenn sie erôffnet werden, dann kann dies den Geschmack des gesamten Fleisches verderben,Tiionsx hiunguis (FonssxÂt-, | 775)Ive,nsoN 099D kennzeichnete 3 | Fundorte fiir diese Art in Gabun. Ich fand sie an l8 auf dieProvinzen Estuaire, Haut-Ogooué, Moyen-Ogooué, Ngounié, Nyanga, Ogooué-lvindo, Ogooué-Lolo und Ogooué-Maritime verteilten Fundorten. Aufgrund ihrer hohen ôkologischen Anpassungsfahigkeitist T. triunguis in allen wichtigste'Wassersystemen Gabuns (Kiistenlagunen, Seen, Bâcheund Flûsse).Das grôBte beobachtete Mânnchen maB 650 mm. Der Schwanz der Weibchen reicht nicht ûber den{leischigen Rand des Carapax hinaus.Tiiongx triunguis besiedelt das gesamte Becken des Ogooué Flusses, ebenso wie seine grôBerenSeitenarme (Passa, Ivindo, Offoué, Ngounié). Sie ist auf das Vorkommen von groBen Sandbânken,die ftir die Eiablage unerlâsslich sind, angewiesen. Diese ôkologische Notwendigkeit schlieBt sie vonallen Wasserlâufen des Waldes, deren Ufer massiv bewachsen sind, aus.In der Ndogo Lagune (Ogooué-Maritime) beschâdigen diese Schildlaoten die Netze der Fischer,wenn sie darin gefangene Fische fressen. AIle Fischarten werden verzehrt (wie etwa Sphgraena piscatorum,Polgnemus quadrifrlis, Caranx hippos, Chrgsichthgs ma.trus, Chrgsichthgs nigrodigitatus,Elolts lacefta, Lutjanus endecacanthus, Lutjanus dentatus, Ethmalosa fimbriata, Pomadasys jubelini,15


EMYS,13(l)2006Liza falcfltinnis). Schltipflinge konsumieren unglaubliche Mengen von Insekten. Erwachsene Tiereernâhren sich von ins Wasser gefallenen Frûchten (zahlreiche Samen wurden in den Mageninhaltengefunden), aquatischen Wirbellosen, Fischen und Aas (V'ôgel, Sâugetiere, etc.). Am 22. Februar2000 beobachteten wir bei Setté-Cama (Ogooué-Maritime) ein sehr groBes Exemplar bei derVerfolgung einer Landkrabbe. Die Schildkrôte zôgert nicht, an Land zu gehen, um die Krabbe zuerbeuten und verschwand dann wieder, als sie uns entdecl(te. Die Paarung muss sehr stùrmisch verlaufenwie zahlreiche auf den Hâlsen der Weibchen erkennbare Narben verraten. Eiablagen erfolgenvon Dezember bis Mârz (Ti'ockenzeit) auf Sandbanken der Flûsse. Die W'eibchen treffen zwischenEnde des Nachmittags (zwischen l6 und l7 Uhr) und Tàgesanbruch ein. Die Nistgruben werden inEntfernungen von 3,5 bis 5 m vom 'Wasser weg angelegt. Ein Gelege enthâlt 26-50 runde und hartschaligeEiea die 36-39 mm im Durchmesser groB sind (n : 16, Mittel - 36,5 mm) und 24J7 swiegen (n : I 6, Mittel : 24,8 g). Jungtiere verbleiben in den Flachwasserzonen im Uferbereich derSeen, wo reichlich Wasserpflanzendeckung vorhanden ist.TèstudinidaeKinixgs erosa (ScHwEIGGER, I B 12)IvEnsoN (1992) verzeichnete B Fundorte fûr diese Art in Gabun, wohingegen ich sie an 86 Ortenantreffen konnte. Da sie ùberall im Land anzutreffen ist, muss sie auch eine Bewohnerin dichterRegenwaldgebiete sein. Es ist die hâufigste Schildkrôtenart Gabuns.Abb. 6. Tlionyx triunguis, Mânnchen.16


Man"qN: Die Schildkrôren Gabuns,i. '"'{H*1 &*ii'-k't'#'ç.i;. "'"#Abb. 7. Kinixgs erosa, kopulierendes Paar (oôen) undJungtier (unten).l7


Evrvs, 13(l)2006Der Sexualdimorphismus ist betrâchdich (siehe LawsoN 2001). Mânnchen erreichen eine Maximallângevon 375 mm (LsNcler & Colvt l | 989). Sie haben einen leicht konkaven Plastron, eine weiternach vorne vorragende Gularregion und einen weit grôBeren Schwanz als Weibchen. Wir erhieltenCarapaxe zweier Weibchen, die die bisher bekannten MaximalgrôBen fiir Weibchen iibertrafen (sieheGbelle l).Kinixgs erosa lebt ùberwiegend in dichten Waldzonen. Den GroBteil des Tàges veùringt sie tief in verrottetenBaumstâmmen, verlassenen Htihlen oder, groBen Laubhaufen eingegraben. Sie ist ûberwiegendnachtaktiv (Nnullpau 1988, ManaN pers. Beob.). Auch an Regentagen ist sie hâufig anzutreffen.Diese Gelenkschildkroten zôgern jedoch auch nicht, auf der Suche nach neuen Waldbiotopenauch Savannenregionen zu durchstreifen. Ich konnte einJungtier von 55 mm Làinge, 49 mm Breite, 2l mmHohe und einem noch vorhanden Eizahn beim Ûberqueren der Strasse zwischen Fougamou undYombi mitten am Vormittag (10:30 Uhr) beobachten. Als allesfressende Art ernâhrt sich K. erosc vonPilzen, Pflanzen, verschiedenen auf den Boden gefallenen Frûchten wie Palmnûssen, Insekten samtderen Larven, Regenwùrmern und Schnecken (Achatina sp.). Untersuchungen der Mageninhalte derArt zeigten, dass die Tiere auch Blâtter und diverse Mineralien (kleine Steine) zu sich nehmen.Eiablagesaison ist das ganzeJahr iiber. Ti"achtige Weibchen konnten im August (n = l), November(n = 2), Dezember (n = l), Februar (n = 5) und Mârz (1 = 2) gefunden werden. Das Weibchennistet in der Regel unter einem Hùgel von Pflanzenûberresten und legt zwischen einem und zehn Eiernpro Gelege. Die leicht abge{lachten, hartschaligen und weiBen Eier sind 3845,1 mm lang (n = 32,Mittel = 41,3 mm), 34,139 mm breit (n = 31, Miltel : 35,8 mm), 3134 mm hoch (n = 28,Mittel = 31,3 mm) und wiegen 2730,5 g (n = I 5, Mittel = 28,4 g). Die abgeflachte Form der Eierverhindert ein Wegrollen derselben. In Gefangenschaft legte ein Weibchen am spâten Nachmittag (um17:35 Uhr) des 4. Marz 1998 l0 Eier unter einer Schicht Stroh ab. Das Weibchen wog vor derAblage 2.A50 e und danach 1.768 g, verlor somit 282 g.Mele Wurmarten parasitieren in dieser Schildlaôtenart. Die stete Prâsenz von Egeln zeigt, dass die Arthaufig Sumpfgebiete aufsucht bzw. besiedelt. Einheimische finden junge Gelenkschildla,ajten manchmalin Wasserpftitzen, insbesondere nach Regengûssen und betrachten sie daher als W'asserschildkrôtenart.Nutzung und ^Aucbeutung der Schildkrôten GabunsGabun ist ein zentralaÊilçanisches Land mit einer dichten I7alddecke. die etwa 77.2o/o seiner flàcheausmacht und auch ein Land mit einer bis dato geringen Abholzung (ca. 0,5o/o). In einem Land halbso groB wie Franlçreich wird die Einwohnerzahl auf etwa I Million Menschen geschâtzt, von denenzwei drittel stâdtische Bevôlkerung sind. Konsequenterweise ûberwiegen daher ungestôrte Naturgebiete,die ein wahres Schutzgebiet ftir Wildtiere bilden. Zahlreiche Arten sind in Gabun reich vertreten,wohingegen sie in Nachbarlândern ernsthaft bedroht sind, (wie etwa Gorillas, Schimpansen, Elefanten).Die Divenitat der Fauna hôrte nicht auf, uns stetig neu zu ûberraschen und dieser Eindruck wurdedurch die Entdeckung einer neuen Sâugetierart (Cercopithecus solctus) aus Zentral-Cabun verstârkt.Dieser optimistische Eindruck verblasst jedoch rasch, wenn man sich den stets wachsenden anthropogenenDruck auf die Natur des Landes vergegenwârtigt. Abholzung und Wilderei sind sehr gefahrlich.Mehzucht ist nur wenig ausgeprâgt und das meiste tierische EiweiB der Nahrung der Menschenstammt von Wildtieren. Die Jâger verkaufen ihre Beute an Frauen, die diese wiederum auf lokalenl8


ManaN: Die Schildkrôten GabunsAbb. B. Fischer mit frisch erbeuteten Cgcloderm aubrgi, Ogooué-Maritime Rovinz.t9


EMYS,13(l)2006Mârkten als "Wildfleisch" verkaufen. Diese Frauen werden von mehreren Jâgern beliefen und wahreillegale Netzwerke sind so mit dem Ziel, die Nachfrage mehr und mehr zu befriedigen, entstanden.KommerzielleJâgerei hat die Selbstversorgungsjagden lângst abgelôst. GroBe stâdtische Ballungsgebietewie Libreville und Port-Gentil erheben eine groBe Nachfrage nach Wildfleisch. Die einheimischeFauna geht daher einer unsicheren Zukunft entgegen und auf lange Sicht ist daher leider Pessimismusangebracht.In Gabun bilden Schildkrôten eine wichtige EiweiBquelle fïir die Menschen. Gewisse Arten werdenaufgrund ihrer beachtlichen GrôBen besonders geschâtzt (Triongx triunguis, Pelusios niger) oder aberihres guten Geschmacks wegen (Cgcloderma aubrgi). Die Jagdmethoden, um Schildkrôten zu erbeuten,unterscheiden sich aufgrund der ethnischen Zughôrigkeit und des Erfindungsreichtums des Jâgers.20Abb. 9. Karte mit den administrativen Regionen (Provinzen) und bekannten Fundorten von Pelusios cartnatus (1),P castaneus Q), P chaqini (3), P. gabonensis (4), P marani (5), P niser (6), Cacloderm aubrgi (7),Tiiongx triunguis (B) und Kinixgs erosa (9) in Gabun.


MeRaN: Die Schildkrôten Gabuns21


Evrvs,13(l)2006Art CL PL Geschlecht JMC QuellePelusios cninatus 263 ) ) |59 diese ArbeitRlusios cainatus 226 208 Weibchen ilt6 diese AÀeitPelusios castaneus 285 J? GnanarNrz 1999aPelusios chanini 380 JScHunr l9l9Pelusios gaôonensis 320 ) Mânnchen diese ArbeitRlusios gabonensk 272 ) Weibchen diese ArbeitPelusios marani 272 252 Mânnchen r 048 diese ArbeitPelusios marani 229 220 Weibchen 707 Boun 2000Pelusios niger 347 315 Mânnchen 654 diese ArbeitPelusios niger 200 ) Weibchen ? diese ArbeitCgclodermaubrgi 610 Weibchen diese ArbeitCgclodermaubrgi 465 JMânnchen diese ArbeitTiiongx tiunguis 950 JWeibchen Mrnan 1987,Bnancu 1988Kinirys erosa 375 Mânnchen LsNclsr & Col'r"n 1989Kinirys erosa 299 Weibchen |54 diese ArbeitGbelle l. Bekannte MaximalgfttBen der kontinentalen Schildkrôtenarten Gabuns.Abkùrzungen: CL - Carapaxlange, PL - Plastronlânge, JMC - SammlungJ. ManaN. MaBe in mm.Aufgrund ihres generellen Vorkommens, ist Kinûcys erosc die bei weitem am hâufigsten verzehrte Art.Sie wind bei den zahlreichen Kontrollen der Fallen durch Jâger gefunden. Manchmal fallt diese Art inftir Kleinsâuger bestimmte Fallen. Wahrend gewisser Perioden werden mehr Schildkrôten gefunden alssonst.'W'âhrend der Regenzeit wissen die Jâgea dass die Wahncheinlichkeit, Gelenkschildkrôten zufinden, hôher ist und dass sie manchmal auch in den Savannengebieten auf der Suche nach frischenPilzen angetroffen werden kônnen. Einmal gefangen, werden die Schildkroten entweder sofort verzehrtoder aber bis zu ihrem Verkauf in Fâssern gelagert. Dor$ewohner verkaufen ihren Fang hâufig entlangder Hauptstrassen. Die Schildkrtiten werden mit ihren Hinterùeinen durch Lianenseile an Stôckegefesselt und hângen von diesen kopftiber nach unten. Der Preis der Schildlatiten variiert von 500 bis2000 CFA-Francs. Die jungen Schildkrôten werden Kindern als Spielzeug bis zu ihrem l|1d durchlJnterernâhrung ûberlassen. Vele Leute scheinen zu glauben, dass sich Schildkrtiten von Erde undGrmiten ernâhren, einige wenige andere behandeln sie besser. Manchmal wird den Tieren ausgedôrrterManiok angeboten. Der stete Druck auf die Schildkroten kônnte die Erklârung dafiir sein, dass nurmehr wenige sehr groBe Exemplare gefunden werden. Diese werden immer tiefer im Wald gefunden.Àhnliche Beobachtungen sind aus der Demolaatischen Republik Kongo bekannt (LeNcl-rr et a/.1989). Ftr den Verzehr wird die Schildkrote ftir 30 Minuten gekocht oder aber in Bananenblâttereingewickelt und "à I'étouffée" zubereitet. Generell wind der Carapax aufgebrochen und das Fleischextrahiert. Das Fleisch wird dann zumeist in Ôl gebacken und dann in Tomatensauce mit Chili und22


Ews, r3(t)2006Fischer fiirchten T. trtunguis wegen ihrer manchmal riesigen Dimensionen und ihrer A,ggïessivitat. Einerstaunlicher lokaler Glaube trâgt zu ihrem schlecht"n Ruf b"i. Er besagt, dass eine s.oB. I triunguissorglose Schwimmer auf den Grund der Gewâsser ziehen wiirde bis àiese ertrânken. Diese Art istwesentlich seltener auf den Mârkten anzutreffen als C. aubrgi. Ein groBes Exemplar kann einenvon bis zu l0'000 preisCFA (= €' 15,24) erzielen. Pelusios-Arten wedei ebenfalls gefangen, insbesonderedie grôBeren Arten wie P chapini, P gabonensis und P nrger. Andere werden nu, g.l"çr,tli.h gefangen. Sie weden mit Angelhaken, die mit Stûcken von Schneclçen (Achatina sp.), SûBwassershrimps,Regenwûrmern oder Fischstiiclen als Kôder veriehen sind, gefangen. Htun* werden Netze ûberkleinere Bâche gespannt. Die Schildkrôten weden in Fâssern rilr.h".ng"lug.rt, manchmal zusammenmit Welsen (Claias sp'). Sie werden mit Maniok und zerstossen"n Pu'i.ntirr.n gefuttert. Erst wennsie in ausreichender Stiiclczahl gesammelt vorhanden sind, werden sie schlieBlich verzehrt. In derGegend von Port-Gentil wird P castaneus beim Ablassen kûnsdich ung"l"j.. Fischzuchtteiche gefangen'Sie wird um 1000 CF;A (= €, 1,52) pro Exemplar verkauft. Nuih E"inb.u.h der Nacht b"'g;nntdieJagd auf P. niger in offenem Flachwasser. Wâhrend Niedrigwasser verstecken sich die Schildkrôtenzwischen und unter Wasserpflanzen. Mit Hilfe ihrer Machete' ode. spitr.n Stôcken untersuchen dieFânger weite Flâchen und fangen so viele Schildkr


MaRqN: Die Schildkroten Gabunssearch Institute) und MaRc THIBaULT. Ich bedanke mich ebenfalls bei Frau Dr. GHrslawE Guyorftir ihre kritische Durchsicht des Manuskripts und die zahlreichen Verbesserungsvonchlàge, und beiDr. Hanal-o AnrNen ftir die Ûbersetzung ins Deutsche.LiteraturBouleilceR, G.A. (1900): A list of the batrachims and reptiles of ùe Gaboon (French Congo), with descriptions of newgenera md species. - Prcc. Zool. Soc. London, lgOO: 433-505.Boun, R. (1983): Tiois populations endémiques du gemePe/usios (Reptilia, Chelonii, Pelomedusidae) auxîles Seychelles;relations avec les espèces africaines et malgaches. - Bull. Mus. natn. Hist. nat., Paris, 4e sér., 5, section A, n' l:343382.Boun, R. (1986): Note surPelusios ailansonii (Scr vEIccE& l8l2) et sur une nouvelle espèce affine du Kenya (Chelonii,Pelomedusidae). - Stud. Palaeochelon., 2(2): 23-54, 5 pls.Boun, R. (2000): Une nouvelle espèce de PeJusios du Gabon (Reptilia, Chelonii, Pelomedusidae). - Manouria, 3 (8): I -32.Boun, R., Devaux, 8., Prurcruqno, PC.H & R,C. Wooo (2001): Observation surPelusios adanonii au Sénégal. -Mmouria, 4(ll):l-32.Bnancu, W: R. ( | 988): Fleld euide to ùe snaLes and oùers reptiles of souùern Africa. - StruiL Publishe rs, 326 pp.CaSALLÉ, G. (1983): Végétation in géographie et cartographie du Gabon. - Institut Pédagogique National et LaboratoireNational de Cartographie, Edicef. Pp. 34-37.CnnsANA,uo, P. (1934): Conuibution à l'ostéologie des chéloniens pleurcdires de la famille des Pelomédusidés. - Faune desColonies Françaises, Tome V, 308 pp.Derno, P (1994): Liste des reptiles actuels du monde. I. Chelonii. - Dumerilia, l: l-128.DuuÉrur, A. H.A. (1856): Note sur les reptiles du Gabon. - Reu Mag. ZtnL,2(8):369-377,pls.20.DuvÉruL, A.H.A. (1861): Reptiles et poissons de I'AËigue occidentale. Etude, précédée de considération généralesur leurdistribution géographique. - Arch. Mus., lO: 137-268, pls. xiii-xiii.FRETEY T. & C. P Br-ANc (2000): Les amphibiens d'Afrique centrale. Liste faunistique. - ADIE, Libreville, 40 pp.Gtr-gEnr, P, MaNrngow, M.L. & Pnav DaNc CaNc (1989): Les poissons du Gabon (eaux douces et eaux saumâtre).- Ministère de I'Education Nationale, 2l 6 pp.Gneuglrz, D. (1998a): Zur Morphologie und Merknalsvaiation von Cgcloilerma auàryi (DuuÉru1, 1856). -Salmandra, 34(4) : 333 -3 48.Gneverrz,D. (1998b): Zur Râdation und Antiprâdationsstrategie von Cscloderma aubryi (DuvÉru1, 1856). -Salamandra, 34(4) : 3 49-3 58.Gnaue vrz, D. ( I 999a): Zur Ôkologie und zum Verhalten von Pelusios cntaneus (ScFrwEIccER, l8l2) und Pelusios niger(DutrlÉru1& BlBRoN, 1835) in Gabun. - Sauria,2l(3): 7-14.Gnevelrz, D. (1999b): Zut Ôkologi. von Cscloderma auàryi (DutvtÉruL, 1856) in Gabun. - Salamandra, 35(3):147-t&.Gneue,Nrz, D. (2000): Zur Biologie von Tiionsx hiunsuis (FoRsKÂL, 1775) in Gabun. - Sauria, 2Z(l): 19J4.GÛNTHER, A. (1896): Report on a ollection of reptiles and Êshes made by Miss M. H. Kùqcsley during her travels on ùeOgowe River and in Old Calabar. - Ann. Mag. Nat.rl.Iist., 17:261J85.Hau-owell,E. (1857): Notice of a collection of reptiles Ëom ùe Gabmn County, WestAfrica, recently presented to ùeAcademy of Natural Sciences of Philadelphia by Dr. HeNRy A. Fonp. - Roc. Acad. Philad., 1857: 48-72.Ir,tnsoN, J. B. (1992): A revised checklist with distribution maps of ùe turtlæ of ùe world. - Rivately printed, 363 pp.Knop,prrueR, L.P. (1974): Faune du Gabon (mphibiens et reptiles), II. Crocodiles, cheloniens et sauriens de I'Oeooué-Ivindo et du Woleu N'tem.25


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