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Windenergiebedingter Ausbau

Windenergiebedingter Ausbau

Energiepolitikhalt der

Energiepolitikhalt der wirtschaftlichen Zumutbarkeit, dasie Teil des Energieversorgungsnetzes sind.Diese Anweisung zu einer gewissen Beschränkungder Höhe des Netzausbausdrückt eigentlich nur die wirtschaftlicheSelbstverständlichkeit aus, dass für sehr seltenekurze Leistungsspitzen der möglichenErzeugung, die selbst in ihrer Summe nuräußerst wenig Energie (= Leistung mal Zeit)erbringen, keine zusätzliche Übertragungskapazitätgeschaffen werden muss. Entgegeneiner weit verbreiteten EEG-Interpretationmuss als unvermeidliche Folge dieses gesetzlichenGebots der Wirtschaftlichkeit dieEinspeisung bei solchen Spitzen kurzzeitigheruntergeregelt werden. Andernfalls würdendie Stromverbraucher, die die Erhöhungder Übertragungskapazität letztlich bezahlenmüssen, unnötig belastet. Dies steht imGegensatz zum Netzausbau für die Versorgungvon Kunden, bei denen auch sehr selteneNachfragespitzen durch das Netz abgedecktwerden müssen, um Abschaltungenvon Verbrauchern zu verhindern.Ob eine Maßnahme zur Netzanbindungwirtschaftlich zumutbar ist und insbesonderewie weit, d. h. bei welcher Höhe, beiwelchen volkswirtschaftlichen Kosten undbei welchem finanziellen Risiko die wirtschaftlicheUnzumutbarkeit einsetzt, kannallerdings nur beurteilt werden, wenn einobjektiver quantitativer Maßstab zur Beurteilungder wirtschaftlichen Zumutbarkeitnach den allgemeinen Regeln der Ökonomieangewandt wird.FaustregelnDer Gesetzgeber hat keine Regelungen zuroperationalen Umsetzung des Begriffs derwirtschaftlichen Zumutbarkeit erlassen, wederim Erneuerbare-Energien-Gesetz nochim Energiewirtschaftsgesetz. Allerdingsnennt die offizielle Gesetzesbegründungzum EEG 2004 zwei verschiedene Faustregeln,die der Beurteilung der wirtschaftlichenZumutbarkeit von windenergiebedingtenNetzausbaumaßnahmen dienen sollen:Faustregel 1: Vergütungssummen müssendeutlich größer sein als die Netzanbindungskosten.Bei der Netzanbindung vonWindkraftwerken sind – auch bei der kostenaufwändigenNetzanbindung von Offshore-Windkraftwerken – die Vergütungssummenfür die eingespeiste Windenergieimmer deutlich größer als die Netzanbindungskosten.Damit wird die durch Faustregel1 definierte Grenze für wirtschaftlicheUnzumutbarkeit sicher nicht erreicht.Aber: Müssten neben den Kosten für dieNetzanbindungen nicht auch die Kostenfür die mittelfristig zusätzlich erforderlichenFernleitungsverbindungen nachSüddeutschland und nach Norwegen mitberücksichtigtwerden?Faustregel 2: Netzanbindungskosten dürfen25 % der Investitionskosten für Windkraftwerkenicht übersteigen. Bei Onshore-Windkraftwerken wird Faustregel 2 erfüllt.Bei Offshore-Windkraftwerken allerdingsbetragen die Investitionskosten für dieNetzanbindung bis zu 1100/kW und damitbis etwa einem Drittel der geschätztenInvestitionskosten der geplanten Offshore-Windkraftwerke, für die von etwa 3 000/kWausgegangen wird. Damit liegen die Kostender Netzanbindung höher, als Faustregel 2erlaubt. Der zuständige Netzbetreiber solltedeshalb vorab sicherstellen, dass die Bundesnetzagenturdie Netzanbindungskostenakzeptiert.Objektive Bestimmung deswirtschaftlich zumutbarenNetzausbausBei den Faustregeln werden nur der Gesamtnutzenund die Gesamtkosten miteinanderverglichen. Offen bleibt die Frage, biszu welcher Grenzleistung in diesen Fällendas Netz ausgebaut werden soll, so dassdas Kosten-Nutzen-Optimum erreicht wird.Diese Frage lässt sich nur anhand des Vergleichsvon Grenznutzen und Grenzkostenbeantworten. Das Optimum der Höheeiner Investition ergibt sich nämlich dort,wo der Grenznutzen einer Netzanbindungihren Grenzkosten gleichkommt („Pareto-Optimum“). Als Nebenbedingung musszugleich gelten, dass der volkswirtschaftlicheGesamtnutzen des Netzausbaus bis zudiesem Optimum größer ist als seine Gesamtkosten,da sonst ganz offensichtlich dieMaßnahme für die Gesamtgesellschaft mehrKosten als Nutzen brächte [4].Man geht gedanklich im ersten Schritt voneinem Netzausbau in Höhe von 100 % der installiertenLeistung der Windkraftwerke ausund überlegt dann, wie viel Windenergieund damit Vergütungssummen durch eineVerringerung des Netzausbaus ausgesperrtwerden. Sind die ausgesperrten Vergütungssummenkleiner als der Rückgang der Netzausbaukosten,so verringert man den Netzausbau,weil so volkswirtschaftlich Kostengesenkt werden und entsprechend ein größererNetzausbau wirtschaftlich nicht zumutbarwäre.Es ist für jeden Anwendungsfall das volkswirtschaftlicheOptimum des Netzausbausfür die Gesamtheit der in ein bestimmtesTeilnetz einspeisenden bzw. geplantenund genehmigten Windparks abzuschätzen.Das Optimum ist erreicht, wenn derGrenznutzen, d. h. der zusätzliche volkswirtschaftlicheNutzen der extra möglichenWindenergieeinspeisung den Grenzkosten,d. h. den zusätzlichen volkswirtschaftlichenKosten für die extra zu erstellendeÜbertragungsleistung des Netzes gleichist. Wirtschaftlich zumutbar ist der Ausbaubis zu diesem Optimum aber nur, wenn derGesamtnutzen der Windenergieeinspeisungdeutlich größer ist als die Gesamtkostenfür Netzausbau und Errichtung derWindkraftwerke.Fallbeispiele für die Netzanbindungvon WindparksDie Netzanbindung von Windenergie kannin drei verschiedene Standardfälle unterschiedenwerden:1. Anbindung von Onshore-Windparks: ZusätzlicheEinspeisung durch neue sowiedurch Repowering vergrößerte Onshore-Windparks. Anbindung meist durch 110-kV-Hochspannungsleitungen, Neubau im Regelfallals Erdkabel.2. Anbindung von Offshore-Windparks: Unter -seeische Übertragung und an Land möglichstküstennahe Einspeisung in dasHöchstspannungsnetz. Anbindung im erstenSchritt durch 145-kV-Gleichstrom-Seekabel,später über 300 kV.3. Erhöhter Fernübertragungsbedarf: Massiverhöhter Fernübertragungsbedarf imVerbundnetz von den Schwerpunkten derErzeugung, die an und vor den Küsten lie-ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE TAGESFRAGEN 60. Jg. (2010) Heft 1023

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