2010/2011 - Bezauer Wirtschaftsschulen

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2010/2011 - Bezauer Wirtschaftsschulen

China-Reise - ein unvergesslichesErlebnis!Vor zwei Jahren haben wir uns getraut, Chinesisch, dieam schwersten erlernbare Sprache der Welt, als Freifachzu wählen. Durch unsere Lehrerin Ye Gianoshanhaben wir erfahren, dass das Erlernen dieser Sprachebei weitem nicht so schlimm ist wie ihr Ruf. Und endlich,heuer, vom 22. bis 31. Mai, durften wir das Reichder Mitte besuchen, um eventuell mit dem Gelernten ineinem Restaurant in China selber was zu bestellen.Die Chinesischgruppe der IV. und V. HLT in ShanghaiWir kamen am 23. Mai kurz vor dem Mittagessen inShanghai an. Nach einer kurzen Rast und einem Spaziergangan der Shanghaier Promenade ging es weiterin Richtung Lishui, der Heimatstadt unserer LehrerinYe Gianoshan.Die erste Nacht haben wir in Wuzhen, einer Tourismushochburgin China, verbracht.Am 24. Mai am Abend erreichten wir endlich unser Ziel– Lishui, mit 60.000 Einwohnern für chinesische Verhältnisseimmer noch eine kleine Stadt. Untergebrachtwurden wir im Internat unseres Austauschpartners–Lishui Experimental Foreign Language School.Die Lishui Experimental Foreign Language School isteine wunderschöne Schule. Mit 2.700 Schülern ist sieriesig, schaut vor allem in der Nacht wie ein Schlossaus Disneyland aus. Da sie eine geschlossene Schuleist, verläuft das Leben hinter den Mauern wie beim Militär.Alle Schüler tragen weißblaue Jogginganzüge alsSchuluniform, und das Benutzen aller elektronischenGeräte (Handy, Laptop usw.) ist für sie innerhalb desSchulhofs ohne Erlaubnis verboten.Obwohl wir vor unserer Chinareise fleißig Chinesischgelernt haben, hat es für eine flüssige Kommunikationmit den Einheimischen doch bei weitem nicht gereichtund dass man mit Englisch überall auf der Welt verstandenwird, entpuppte sich hier als ein Märchen.Ohne unsere Chinesisch-Lehrerin Ye Gianoshan, diealles für uns übersetzt hat, wären wir verloren gewesen.Da die Leute in Lishui zuvor noch nie so viele Europäerauf einmal gesehen haben, wurden wir überallwie Megastars gefeiert. Immer wieder wollten die Chinesenmit uns Fotos machen und verlangten von unsAutogramme.Wir haben in den 7 Tagen, die wir in Lishui verbrachthaben, dank dem Engagement der Lehrer der ForeignLanguage School, ein sehr abwechslungsreiches Programmgehabt. Wir wurden überall hingefahren – zuden Tempeln auf den Berg, aufs Land zu Ye GianoshansVerwandten, zum Kung-Fu-Training im Park,zum Rafting, auf eine Bootstour, zum Shopping aufdem Nachtmarkt usw. Schön war auch noch der Abschlussabend.Die chinesischen Schüler haben unseinstudierte Aufführungen vorgeführt – Kung Fu, chinesischeZither, Tanz usw. Einfach faszinierend! Wirwussten ja immer schon, dass die Essgewohnheitender Chinesen für uns Europäer etwas kurios sind,doch als man uns tatsächlich Schildkröte, Hühnerfüsse,Tausendjähriges Ei, Quallen und sogar Maden vorsetzte,mussten wir zuerst drei Mal schlucken. Eigentlichessen die Chinesen sonst ziemlich „normal“. Zuihren täglichen Mahlzeiten zählen viel Gemüse, Meeresfrüchtesowie Schweine- und Hühnerfleisch. Nur imUnterschied zu uns verwerten sie bei den Tieren alles:Füße, Schwarte, Darm, Ohren usw.Unsere Gastgeber meinten es besonders nett mituns und wollten uns eben etwas Besonderes auftischen.Wir sind schlussendlich über unseren eigenenSchatten gesprungen und haben so ziemlich allestapfer durchprobiert. Dass China ein Land mit großenKontrasten ist, haben auch wir bemerkt. Hier einRikschafahrer, der für eine 3 Kilometer lange Taxifahrtnur läppische 50 Cent verdient, dort ein Fabrikant, dersein Kind mit dem Porsche in die Schule bringt.China, das ist ein Land, das muss man echt einmalerlebt haben! Du kannst nach Frankreich, nach Italien,nach Spanien, ja sogar nach Amerika oder nach Australienreisen und dabei behaupten, du hättest dorteine andere Kultur kennengelernt. Doch wenn du inChina gewesen bist, weißt du erst, was eine andereKultur wirklich ist.Diese Reise hat uns sehr bereichert. Wir haben in diesen9 Tagen so viel erlebt, wie in unserem bisherigenLeben nicht. Dank unserer Lehrerin Ye Gianoshan habenwir ein China kennengelernt, wie es ein gewöhnlicherTourist nie kennenlernen würde.84

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