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Konzernabschluss69 Bestätigungsvermerk70 Gewinn- und VerlustrechnungKonzern71 Bilanz Konzern72 Kapitalflussrechnung Konzern73 Eigenkapitalentwicklung KonzernKonzernanhang74 Segmentberichterstattung Konzern76 Grundlagen und Methoden81 Erläuterungen zur GewinnundVerlustrechnung85 Erläuterungen zur Bilanz96 Sonstige Angaben99 Organe der Beiersdorf AGDurch die perfekt aufeinander abgestimmten Prozesse unserer ConsumerSupply Chain – vom Einkauf der Rohstoffe über die Produktion inmodernsten Fertigungsanlagen bis hin zur Distribution – erreichen wirunsere Verbraucher schnell und zuverlässig.


Konzernabschluss BestätigungsvermerkBestätigungsvermerkWir haben den von der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- undVerlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang- sowie den Konzernlagebericht, der mitdem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft.Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzern lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzendnach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter derGesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grund lage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschlussund über den Konzernlagebericht abzugeben.Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestelltendeutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendendenRechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- undErtragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werdendie Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und recht liche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungenüber mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystemssowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichprobenbeurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen,der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichenEinschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie siein der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermitteltunter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslagedes Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild vonder Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.Hamburg, 8. Februar 2007Ernst & Young AGWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaftLudwigWirtschaftsprüferOpaschowskiWirtschaftsprüferBeiersdorf Geschäftsbericht 200669


Gewinn- und Verlustrechnung Konzern(in Mio. €) Anhang 2005 2006Umsatzerlöse 4.776 5.120Kosten der umgesetzten Leistungen –1.658 –1.736Bruttoergebnis vom Umsatz 3.118 3.384Marketing- und Vertriebskosten –2.200 –2.409Forschungs- und Entwicklungskosten –109 –118Allgemeine Verwaltungskosten –235 –245Sonstige betriebliche Erträge 96 105Sonstige betriebliche Aufwendungen –139 –120Aufwendungen für die Neuausrichtung der Consumer Supply Chain - –120Betriebliches Ergebnis (EBIT) 531 477Beteiligungsergebnis (BSN medical) 20 -Ertrag aus dem Verkauf BSN medical - 371Finanzerträge 26 38Finanzierungsaufwendungen –42 –35Finanzergebnis 4 374Ergebnis vor Steuern 535 851Steuern von Einkommen und Ertrag –200 –183Jahresüberschuss 335 668Ergebnis der Anteilseigner 329 664Ergebnis anderer Gesellschafter 6 4Ergebnis je Aktie (in €) 13 1,45 2,93Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 13 1,45 2,9370 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Gewinn- und Verlustrechnung KonzernBilanz KonzernBilanz KonzernAktiva(in Mio. €) Anhang 31.12.2005 31.12.2006Immaterielle Vermögenswerte 15 34 30Sachanlagen 16 882 740Sonstige langfristige Vermögenswerte 19 13 12Latente Steueransprüche 10 33 32Langfristige Vermögenswerte 962 814Vorräte 18 536 548Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 732 727Ertragsteuerforderungen 19 14 25Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 19 103 116Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20 483 1.230Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 17 77 36Kurzfristige Vermögenswerte 1.945 2.6822.907 3.496Passiva(in Mio. €) Anhang 31.12.2005 31.12.2006Gezeichnetes Kapital 21 215 252Kapitalrücklage 24 47 47Gewinnrücklagen 25 1.096 1.587Sonstiges Eigenkapital 26 –78 –105Anteile der Anteilseigner der Beiersdorf AG 1.280 1.781Anteile anderer Gesellschafter 27 13 9Eigenkapital 1.293 1.790Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 28 303 288Sonstige langfristige Rückstellungen 29 127 131Langfristige Finanzverbindlichkeiten 30 29 8Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 30 8 8Latente Steuerverbindlichkeiten 10 134 112Langfristiges Fremdkapital 601 547Rückstellungen für Ertragsteuern 29 85 79Sonstige kurzfristige Rückstellungen 29 322 390Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30 369 485Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 30 74 62Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 30 163 120Zur Veräußerung bestimmtes Fremdkapital 17 30 - 23Kurzfristiges Fremdkapital 1.013 1.1592.907 3.496Beiersdorf Geschäftsbericht 200671


Kapitalflussrechnung Konzern(in Mio. €) 2005 2006Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 290 483Betriebliches Ergebnis (EBIT) 531 477Gezahlte Ertragsteuern –191 –221Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 162 183Veränderung der langfristigen Rückstellungen (ohne Zinsanteil) –64 –17Ergebnis aus dem Abgang von immateriellem und Sachanlagevermögen –3 5Brutto-Cashflow 435 427Veränderung der Vorräte 22 –12Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte –44 –49Veränderung der Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen 81 168Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 494 534Ausgaben für Investitionen –128 –114Einnahmen aus Desinvestitionen 34 59Einnahmen aus dem Verkauf von BSN medical - 433Zins-, Dividenden- und sonstige Finanzeinnahmen 42 39Cashflow aus investiver Tätigkeit –52 417Free-Cashflow 442 951Veränderung der Finanzverbindlichkeiten –100 –34Zins- und sonstige Finanzausgaben –44 –31Gezahlte Dividende Beiersdorf AG –121 –129Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –265 –194Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands 15 –11Sonstige Veränderung des Finanzmittelbestands 1 1Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 193 747Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 483 1.23072 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Kapitalflussrechnung KonzernEigenkapitalentwicklung KonzernEigenkapitalentwicklung Konzern(in Mio. €)GezeichnetesKapitalKapitalrücklageGewinnrücklagen*Sonstiges EigenkapitalUnterschiedaus WährungsumrechnungÜbrigeVeränderungenAnteileandererGesellschafterGesamt01.01.2005 215 47 888 –117 –12 12 1.033Netto-Ergebnisaus Cashflow Hedges - - - - –5 - –5Wechselkursveränderungen - - - 55 - 1 56Übrige Veränderungen - - - - 1 –6 –5Summe des direkt im Eigenkapitalerfassten Ergebnisses - - - 55 –4 –5 46Dividende Beiersdorf AGfür das Vorjahr - - –121 - - - –121Jahresüberschuss - - 329 - - 6 335Endstand 31.12.2005 =Anfangsstand 01.01.2006 215 47 1.096 –62 –16 13 1.293Netto-Ergebnisaus Cashflow Hedges - - - - 5 - 5Wechselkursveränderungen - - - –31 - –1 –32Übrige Veränderungen - - –7 - –1 –7 –15Summe des direkt im Eigenkapitalerfassten Ergebnisses - - –7 –31 4 –8 –42Kapitalerhöhung ausGesellschaftsmitteln 37 - –37 - - - -Dividende Beiersdorf AGfür das Vorjahr - - –129 - - - –129Jahresüberschuss - - 664 - - 4 66831.12.2006 252 47 1.587 –93 –12 9 1.790* Die Gewinnrücklagen beinhalten eine Kürzung um die Anschaffungskosten eigener Anteile von 955 Mio. €.Beiersdorf Geschäftsbericht 200673


Segmentberichterstattung KonzernUnternehmensbereiche 2006(in Mio. €)Consumer tesa KonzernAußenumsatz 4.327 793 5.120Veränderung zum Vorjahr (nominal) 7,1 % 7,9 % 7,2 %Veränderung zum Vorjahr (wechselkursbereinigt) 7,2 % 8,2 % 7,3 %Anteil am Konzernumsatz 84,5 % 15,5 % 100,0 %EBITDA 558 102 660Betriebliches Ergebnis (EBIT) 404 73 477in % vom Umsatz 9,3 % 9,2 % 9,3 %Betriebliches Ergebnis (EBIT) ohne Sondereffekte* 524 73 597in % vom Umsatz (ohne Sondereffekte) 12,1 % 9,2 % 11,7 %Operatives Bruttovermögen 1.687 452 2.139Operative Verbindlichkeiten 956 140 1.096EBIT-Rendite auf operatives Nettovermögen 55,2 % 23,4 % 45,7 %Brutto-Cashflow 359 68 427Investitionen (ohne Finanzanlagen) 85 25 110Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 154 29 183Forschungs- und Entwicklungskosten 95 23 118Mitarbeiter (Anzahl am 31.12.2006) 13.450 3.722 17.172* Die Sondereffekte betreffen die Aufwendungen im Rahmen der Neuausrichtung der Consumer Supply Chain.Unternehmensbereiche 2005(in Mio. €)Consumer tesa KonzernAußenumsatz 4.041 735 4.776Veränderung zum Vorjahr (nominal) 5,2 % 4,1 % 5,1 %Veränderung zum Vorjahr (wechselkursbereinigt) 4,0 % 3,0 % 3,9 %Anteil am Konzernumsatz 84,6 % 15,4 % 100,0 %EBITDA 606 87 693Betriebliches Ergebnis (EBIT) 470 61 531in % vom Umsatz 11,6 % 8,4 % 11,1 %Operatives Bruttovermögen 1.817 457 2.274Operative Verbindlichkeiten 814 125 939EBIT-Rendite auf betriebliches Vermögen 46,9 % 18,5 % 39,8 %Brutto-Cashflow 438 –3 435Investitionen (ohne Finanzanlagen) 91 35 126Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 136 26 162Forschungs- und Entwicklungskosten 89 20 109Mitarbeiter (Anzahl am 31.12.2005) 13.174 3.595 16.76974 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Segmentberichterstattung KonzernRegionen 2006(in Mio. €) Europa Amerika Afrika/Asien/AustralienKonzernAußenumsatz 3.717 738 665 5.120Veränderung zum Vorjahr (nominal) 6,2 % 7,6 % 12,5 % 7,2 %Veränderung zum Vorjahr (wechselkursbereinigt) 6,1 % 7,7 % 14,0 % 7,3 %Anteil am Konzernumsatz 72,6 % 14,4 % 13,0 % 100,0 %EBITDA 580 32 48 660Betriebliches Ergebnis (EBIT) 417 20 40 477in % vom Umsatz 11,2 % 2,7 % 6,1 % 9,3 %Betriebliches Ergebnis (EBIT) ohne Sondereffekte* 537 20 40 597in % vom Umsatz (ohne Sondereffekte) 14,4 % 2,7 % 6,1 % 11,7 %Operatives Bruttovermögen 1.550 327 262 2.139Operative Verbindlichkeiten 853 115 128 1.096EBIT-Rendite auf betriebliches Vermögen 59,8 % 9,3 % 30,2 % 45,7 %Brutto-Cashflow 378 16 33 427Investitionen (ohne Finanzanlagen) 90 11 9 110Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 163 12 8 183Forschungs- und Entwicklungskosten 114 2 2 118Mitarbeiter (Anzahl am 31.12.2006) 11.629 2.135 3.408 17.172* Die Sondereffekte betreffen die Aufwendungen im Rahmen der Neuausrichtung der Consumer Supply Chain.Regionen 2005(in Mio. €) Europa Amerika Afrika/Asien/AustralienKonzernAußenumsatz 3.498 687 591 4.776Veränderung zum Vorjahr (nominal) 3,3 % 8,2 % 12,9 % 5,1 %Veränderung zum Vorjahr (wechselkursbereinigt) 2,7 % 3,4 % 11,8 % 3,9 %Anteil am Konzernumsatz 73,2 % 14,4 % 12,4 % 100,0 %EBITDA 602 37 54 693Betriebliches Ergebnis (EBIT) 465 21 45 531in % vom Umsatz 13,3 % 3,0 % 7,7 % 11,1 %Operatives Bruttovermögen 1.689 355 230 2.274Operative Verbindlichkeiten 738 94 107 939EBIT-Rendite auf betriebliches Vermögen 48,9 % 8,0 % 37,2 % 39,8 %Brutto-Cashflow 360 34 41 435Investitionen (ohne Finanzanlagen) 87 16 23 126Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 137 17 8 162Forschungs- und Entwicklungskosten 105 1 3 109Mitarbeiter (Anzahl am 31.12.2005) 11.562 2.106 3.101 16.769Beiersdorf Geschäftsbericht 200675


Grundlagen und MethodenInformationen zur Gesellschaftund zum KonzernDie Beiersdorf AG hat ihren Firmensitz in der Unnastraße 48 inHamburg, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Hamburg imHandelsregister unter HRB 1787 eingetragen.Die Aktivitäten der Beiersdorf AG und ihrer Tochtergesellschaften(„Beiersdorf Konzern“) umfassen im Wesentlichen die Herstellungund den Vertrieb von Marken artikelprodukten in denBereichen Haut- und Schönheitspflege sowie die Herstellungund den Vertrieb von technischen Klebebändern.Der Konzernabschluss der Beiersdorf AG für das Geschäftsjahrzum 31. Dezember 2006 wurde am 7. Februar 2007 durch denVorstand aufgestellt und zur Prüfung und Billigung an denAufsichtsrat weitergeleitet.Allgemeine GrundsätzeDer Konzernabschluss der Beiersdorf AG wurde in Übereinstimmungmit den International Financial Reporting Standards(IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB)einschließlich der Interpretationen des International FinancialReporting Interpretations Committee zu den IFRS (IFRIC) undden ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichenVorschriften aufgestellt. Es wurden alle IFRS undIFRIC beachtet, die zum 31. Dezember 2006 von der EU-Kommissionübernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlichunter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervonausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zu beizulegendenZeitwerten bewertet werden, sofern diese verlässlichbestimmbar sind.Die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung wurde nach demUmsatzkostenverfahren erstellt.Um die Klarheit der Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnungsowie in der Bilanz zu verbessern, wurden einzelne Postenzusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondertausgewiesen und erläutert.Im Konzernabschluss müssen in einem eng begrenzten UmfangSchätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden,die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerteund Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowieder Eventualverbindlichkeiten haben. Dabei werden sämtlicheaktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. WesentlicheSchätzungen und Annahmen wurden insbesondere hinsichtlichder Festlegung der konzerneinheitlichen Abschreibungsdauern,der Wertberichtigungen auf Forderungen und Vorräte, Parameterfür die Bewertung der Pensionsrückstellungen und der erwartetenErträge des Planvermögens sowie für sonstige Rückstellungenvorgenommen. Die tatsächlichen Werte können von denSchätzungen abweichen.Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntniserfolgswirksam berücksichtigt.KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der Beiersdorf AG20 deutsche und 133 internationale Gesellschaften einbezogen,bei denen die Beiersdorf AG mittelbar oder unmittelbar dieMöglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmenund wirtschaftlichen Nutzen aus deren Tätigkeit zu ziehen.Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um vier neu gegründeteGesellschaften erhöht. Aus der Veränderung des Kreises der imRahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmenergaben sich keine wesentlichen Auswir kungen auf die Vermögens-,Finanz- und Ertragslage, so dass die Vergleichbarkeit mitdem Vorjahr nicht beeinträchtigt ist.Zwei Gesellschaften, an denen unverändert zum Vorjahr eineBeteiligung von 50 % besteht und die zusammen mit den anderenAnteilseignern gemeinschaftlich geführt werden, werdenentsprechend IAS 31 (Rechnungslegung über Anteile an JointVentures) anteilsmäßig konsolidiert.Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmenund Gemeinschaftsunternehmen sind in der Aufstellungzum Anteilsbesitz in einer Anlage zu diesem Anhangaufgeführt. Eine vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzesder Beiersdorf AG erfolgt gesondert.KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode.Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlussesauf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerteund die übernommenen identifizierbaren Schuldenund Eventualschulden entsprechend ihrer beizulegenden Zeitwertezum Erwerbszeitpunkt verteilt. Ein Überschuss derAn schaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerteder identifizierbaren Vermögenswerte, Schuldenund Eventualschulden wird als Geschäfts- oder Firmenwertbilanziert.Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis und Eigenkapitalvon Tochterunternehmen werden gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und innerhalb des Eigenkapitalsin der Konzernbilanz ausgewiesen.Beim Erwerb weiterer Anteile von Tochterunternehmen wird derUnterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten dieserAnteile und dem zuvor im Konzern für diese Anteile ausgewiesenenMinderheitenanteil erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.Die Konsolidierungen der gemeinschaftlich mit anderen Unternehmengeführten Gesellschaften erfolgen nach der Quotenkonsolidierungsmethode.Bei der Quotenkonsolidierungsmethode sind die Gemeinschaftsunternehmen entsprechend denAnteilen am Kapital in den Konzernabschluss einzubeziehen.76 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Grundlagen und MethodenDer Konzern fasst dabei seinen Anteil an den Vermögenswerten,Schulden, Erträgen und Aufwendungen des Gemeinschaftsunternehmensmit den entsprechenden Posten der vollkonsolidiertenUnternehmen im Konzernabschluss zusammen.Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge und Aufwendungensowie Gewinne und Verluste aus konzerninternenTransaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthaltensind, werden in voller Höhe eliminiert. Für Konsolidierungsmaßnahmenmit ertragsteuerlichen Auswirkungen werdenlatente Steuern angesetzt. Bei Gemeinschaftsunternehmenwerden die entsprechenden Aufrechnungen und der Ansatzvon latenten Steuern beteiligungsproportional vorgenommen.WährungsumrechnungDer Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Der Euro entsprichtder funktionalen und der Darstellungswährung der Beiersdorf AG.Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte aufMillionen (Mio. €) gerundet.Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigenefunktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligenUnternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendungdieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionenwerden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfallsgültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und derFremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte undSchulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs indie funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Posten,die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ineiner Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kursam Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet.Da die ausländischen Tochtergesellschaften ihr Geschäft infinanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsichtselbständig betreiben, entspricht die funktionale Währungjeweils der Landeswährung.Zum Bilanzstichtag werden bei ausländischen Tochterunternehmenmit nicht auf den Euro lautender funktionaler Währungdie Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs in Euroumgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskursdes Geschäftsjahres umgerechnet. Die bei derUmrechnung entstehenden Umrechnungsdifferenzen werdenals separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst.Die Entwicklungen der Wechselkurse der für den Konzernabschlusswesentlichen Währungen sind in den oben stehendenTabellen aufgeführt.ISO-CodeDurchschnittskurse1 € = 2005 2006Schw. Franken CHF 1,5476 1,5768Brit. Pfund GBP 0,6832 0,6819Jap. Yen JPY 136,9190 146,7517Pol. Zloty PLN 4,0329 3,9074US-Dollar USD 1,2380 1,2631ISO-Code Stichtagskurse1 € = 2005 2006Schw. Franken CHF 1,5555 1,6080Brit. Pfund GBP 0,6870 0,6714Jap. Yen JPY 139,1300 156,6500Pol. Zloty PLN 3,8686 3,8413US-Dollar USD 1,1834 1,3181Änderungen der Bilanzierungs- undBewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechengrundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüberhinaus hat der Konzern die folgenden neuen bzw. überarbeitetenund für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standardsund Interpretationen angewandt, die im Geschäftsjahr 2006erstmalig verbindlich anzuwenden waren:IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ – Änderungen infolgeder Änderungen des IAS 19IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ – Wahlrecht zurErfassung der versicherungsmathematischen Gewinne undVerluste und erweiterte AngabepflichtenIAS 21 „Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse“ –Regelungen zu Nettoinvestitionen in einen ausländischenGeschäftsbetriebIAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahe stehendenUnternehmen und Personen“ – Änderungen infolge derÄnderungen des IAS 19IAS 32/39 „Finanzinstrumente: Darstellung/Ansatz undBewertung“ – Änderungen zu Finanzgarantien, Fair ValueOption und Cashflow Hedge AccountingIFRIC 4 „Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnisenthält“Beiersdorf Geschäftsbericht 200677


Die Anwendung dieser Standards und Interpretationen hatte mitAusnahme von zusätzlichen Anhangsangaben keine wesentlichenAuswirkungen zur Folge.Folgende neue bzw. überarbeitete und für die Geschäftstätigkeitdes Konzerns relevante Standards und Interpretationen sindzum 31. Dezember 2006 veröffentlicht, aber zu diesem Stichtagnoch nicht verpflichtend anzuwenden:IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“, ab/nach 1.1.2007IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“, ab/nach 1.1.2007IFRS 8 „Segmentberichterstattung“, ab/nach 1.1.2009IFRIC 9 „Erneute Beurteilung zur Bewertung eingebetteterDerivate“, ab/nach 1.6.2006Von den Möglichkeiten vorzeitiger Anwendung wurde keinGebrauch gemacht. Mit der Ausnahme zusätzlicher Anhangsangabenwerden hierdurch keine wesentlichen Auswirkungenauf den Konzernabschluss erwartet.Wesentliche BilanzierungsundBewertungsgrundsätzeDie Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Waren und Erzeugnissegeliefert und die mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichenRisiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.Skonti, Kundenboni und Rabatte werden von den Umsatzerlösenabgesetzt. Die Existenz von Rücklieferrechten wird bei der Realisierungund Bemessung der Umsatzerlöse berücksichtigt.Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Kostender umgesetzten, selbst erstellten Erzeugnisse und die Einstandskostender verkauften Handelswaren. Die Kosten derselbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direktzu rechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekostenauch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlichder Abschreibungen auf Produktionsanlagen. Inden Kosten der umgesetzten Leistungen sind die Abwertungenauf Vorräte enthalten.Die Marketing- und Vertriebskosten enthalten die Kosten fürMarketing, Vertriebsorganisation sowie Vertriebslogistik. DiesePosition enthält auch die Abwertungen auf Forderungen ausLieferungen und Leistungen.Die Kosten für Forschung und Entwicklung enthalten die Kostender Forschung sowie der Produkt- und Verfahrensentwicklunginklusive der Aufwendungen für Fremdleistungen. Bei Entwicklungsprojektenwird geprüft, ob die in IAS 38 aufgeführtenKriterien zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellenVermögenswerten erfüllt sind. Entwicklungskosten, die dieseKriterien nicht erfüllen, werden vollständig als Periodenaufwanderfasst.Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wieSchutzrechte, Marken und Software werden zu Anschaffungskostenangesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmterNutzungsdauer werden in der Regel über fünf Jahre linear abgeschrieben.Die Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethodenwerden regelmäßig überprüft. Geschäfts- oderFirmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung.Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskostenaktiviert und planmäßig entsprechend dervoraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linearabgeschrieben. Die Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethodenwerden in regelmäßigen Abständen überprüft.Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen imWesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:Sachanlagen NutzungsdauernWohn- und ProduktionsgebäudeÜbrige GebäudeTechnische Anlagen und MaschinenFahrzeugeBetriebs- und Geschäftsausstattung25 bis 33 Jahre10 bis 25 Jahre5 bis 15 Jahre4 Jahre3 bis 15 JahreDie Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werdenanhand direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie der anteiligenherstellungsbezogenen Gemeinkosten ermittelt. Zinsen fürFremdkapital werden nach IAS 23 (Fremdkapitalkosten) alslaufender Aufwand erfasst. Kosten für die Reparatur und Wartungvon Sachanlagen stellen ebenso Periodenaufwand dar.Umfangreiche Erneuerungen oder Verbesserungen, die dieProduktionskapazität wesentlich erhöhen oder die Lebensdauereines Vermögenswertes deutlich verlängern, werden aktiviert.Komponenten, die auf diese Weise zuvor aktiviert und durch neuzu aktivierende Maßnahmen ersetzt wurden, werden entsprechendals Abgänge berücksichtigt. Zuwendungen der öffentlichen Handmindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt bei GeschäftsoderFirmenwerten mindestens jährlich, bei sonstigen immateriellenVermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowiebei Sachanlagen und sonstigen Vermögenswerten nur bei Vorliegenkonkreter Anhaltspunkte. Eine Wertminderung wird ergebniswirksamerfasst, soweit der erzielbare Betrag desVermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbareBetrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzelnermittelt. Sofern dies nicht möglich ist, erfolgt die Ermittlungauf Basis einer Gruppe von Vermögenswerten oder der rechtlichenEinheit. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag ausNettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswertentspricht dem Betrag, der aus einem Verkauf einesVermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbar ist,abzüglich seiner Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wirdgrundsätzlich auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows ausder Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mit Hilfedes Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt.78 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Grundlagen und MethodenDie Cashflows werden aus der Unternehmensplanung abgeleitet,aktuelle Entwicklungen werden berücksichtigt. Sie werden unterAnwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze auf denZeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst.Bei Entfall des Grundes für eine in Vorjahren erfasste Wertminderungerfolgt, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts,eine Wertaufholung bis höchstens auf die fortgeführtenAnschaffungskosten.Die Bewertung der Vorräte erfolgt gemäß IAS 2 (Vorräte) zuAnschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu dem niedrigerenNettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert ist dergeschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlösabzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und dergeschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Vorräte werdennach der Durchschnittsmethode bewertet. Die Herstellungskostenenthalten neben den Einzelkosten anteilige MaterialundFertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingteAbschreibungen. Darüber hinaus werden die anteiligen Kostenfür die betriebliche Altersversorgung und für freiwillige sozialeLeistungen des Unternehmens sowie produktionsbezogeneVerwaltungskosten einbezogen.Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlichzu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendungder Effektivzinsmethode bilanziert. Erkennbare Risiken werdendurch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. DieSchätzung der Wertberichtigung bei Forderungen basiert hauptsächlichauf den Ergebnissen des bisherigen Zahlungsverhaltens,der Berücksichtigung der Altersstruktur, einer substanziellenVerschlechterung der Kreditwürdigkeit oder einer hohenWahrscheinlichkeit für die Insolvenz eines Schuldners und derVeränderungen politischer und makroökonomischer Rahmenbedingungen.Die Bewertung von anderen Finanzinstrumenten erfolgt mitihrem beizulegenden Zeitwert, sofern dieser verlässlich ermittelbarist.Derivative Finanzinstrumente werden im Beiersdorf Konzern zurSteuerung von gegenwärtigen und zukünftigen Währungs- undZinsrisiken eingesetzt. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumenteerfolgt dabei zum Zeitwert. Derivative Finanz instrumentewerden in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten bzw.unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.Die Bilanzierung von Zeitwertänderungen der derivativenFinanzinstrumente hängt davon ab, ob diese Instrumente alsSicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungenzur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäßIAS 39 erfüllen. Sind diese Voraussetzungen trotz Vorliegenseines wirtschaftlichen Sicherungszusammenhangs nichtgegeben, werden die Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumenteunmittelbar erfolgswirksam erfasst.Der effektive Teil der Zeitwertänderung eines derivativen Finanzinstrumentes,das als Sicherungsinstrument bestimmt wurdeund die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehungfür die Absicherung von Zahlungsströmen erfüllt(Cashflow Hedge), wird unter Berücksichtigung des darauf entfallendensteuerlichen Effektes unmittelbar im Eigenkapitalerfasst. Der ineffektive Teil wird ergebniswirksam erfasst. MitEintritt des Grundgeschäfts wird der effektive Teil ebenfalls inder Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden auf Basis entsprechenderMarktwerte oder durch Anwendung geeigneterBewertungsmethoden bestimmt. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenteentsprechen die Zeitwerte den zu denjeweiligen Stichtagen bilanzierten Buchwerten. Bei mit fortgeführtenAnschaffungskosten bilanzierten Forderungen undsonstigen Vermögenswerten sowie Verbindlichkeiten erfolgtdie Bestimmung des Zeitwertes auf Grundlage der erwartetenZahlungsströme unter Anwendung der zum Bilanzstichtagherrschenden risiko- und laufzeitkongruenten Referenzzinssätze.Die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden aufGrundlage der zum Bilanzstichtag bestehenden Fremdwährungsterminkurseunter Berücksichtigung von risiko- und laufzeitkongruentenReferenzzinssätzen ermittelt. Sofern die Zeitwerte vonoriginären Finanzinstrumenten von den zum jeweiligen Stichtagbilanzierten Buchwerten abweichen, wird dies bei den Erläuterungenzur jeweiligen Bilanzposition angegeben.Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und damitin Verbindung stehende Rückstellungen und Verbindlichkeitenwerden als gesonderte Posten in der Bilanz ausgewiesen, wennderen Veräußerung höchst wahrscheinlich ist und die Vermögenswertein ihrem jetzigen Zustand zur sofortigen Veräußerungverfügbar sind. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswertewerden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendemZeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.Die Pensionsverpflichtungen für die leistungsorientiertenAltersversorgungspläne werden gemäß IAS 19 (Leistungen anArbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahrenberechnet. Die zu erwartenden Versorgungsleistungen werdenüber die gesamte Beschäftigungszeit der Mitarbeiter verteilt.Vorsorgeeinrichtungen und Verpflichtungen werden in regelmäßigenAbständen bewertet. Für alle bedeutenden Einrichtungenwerden jährlich versicherungsmathematische Untersuchungendurchgeführt. Die Berechnung der Pensionsverpflichtungenberücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn-/Gehalts-, RentenundFluktuationstrends. Die Bewertung richtet sich nach denlandesspezifischen Bedingungen.Beiersdorf Geschäftsbericht 200679


Der als Rückstellung erfasste Betrag umfasst die Summe desBarwerts der leistungsorientierten Verpflichtung und der nichtergebniswirksam erfassten versicherungsmathematischenGewinne und Verluste abzüglich des noch nicht erfassten nachzuverrechnendenDienstzeitaufwands und des beizulegendenZeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungenvorhandenen Planvermögens.Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden,soweit sie 10 % des Barwerts der Verpflichtungen und des Zeitwertsdes Planvermögens nicht übersteigen, grundsätzlich nichtbilanziert. Übersteigen sie 10 %, werden sie ab dem Folgejahr überdie durchschnittliche Restdienstzeit der Mitarbeiter amortisiert.Wegen des Versorgungscharakters werden pensionsähnlicheVerpflichtungen einzelner Konzerngesellschaften ebenfallsunter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Zu den pensionsähnlichenVerpflichtungen gehören auch Verpflichtungenfür Abgangsentschädigungen. Diese werden nach versicherungsmathematischenRegeln auf der Basis landesüblicher Zinssätzeermittelt.Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbarenzukünftigen Zahlungsverpflichtungen, Risiken und ungewissenVerpflichtungen des Konzerns, die auf gegenwärtigen gesetzlichenoder faktischen Verpflichtungen auf Grund vergangenerEreignisse basieren und bei denen eine verlässliche Schätzung derHöhe der Verpflichtung möglich ist. Sie haben über wiegend eineRestlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die lang fristigen Rückstellungenmit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.Unter anderem werden in dieser Position die Rückstellungen fürAltersteilzeitvereinbarungen erfasst, die im Konzernabschlussals Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnissesbehandelt werden. Diese werden in Höhe des Barwertsder erwarteten zukünftigen zusätzlichen Zahlungen angesetzt.Bei der Bemessung der Rückstellungen werden sowohl bereitsmit den Arbeitnehmern abgeschlossene Altersteilzeitverhältnisseals auch potenzielle Altersteilzeitverhältnisse berücksichtigt,bei denen zum Bilanzstichtag davon auszugehen ist, dass sieauf Grundlage der bestehenden Tarifverträge zu Stande kommenwerden.Für Restrukturierungsmaßnahmen werden Rückstellungen gebildet,wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplanbesteht und bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartunggeweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführtwerden. Bei der Bewertung der Restrukturierungsrückstellungenwerden nur die Aufwendungen berücksichtigt, diezwangsweise im Rahmen der Restrukturierung entstehen undnicht mit den laufenden Aktivitäten des Unternehmens imZusammenhang stehen. Zuführungen zu den Restrukturierungsrückstellungenfür die Neuausrichtung der Consumer SupplyChain werden zusammen mit allen anderen in diesem Zusammenhanganfallenden Aufwendungen separat in der Gewinn- undVerlustrechnung ausgewiesen.Die Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 39unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit ihren fortgeführtenAnschaffungskosten bewertet, die in der Regel demRückzahlungsbetrag entsprechen. Unter den Finanzverbindlichkeitenwerden alle verzinslichen Verpflichtungen des BeiersdorfKonzerns ausgewiesen. Sie betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten.Latente Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzenzwischen den Steuerbilanzen und den handelsrechtlichenWertansätzen der Gesellschaften. Die Ermittlung erfolgt nachder bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode und beruht aufder Anwendung der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkterwarteten Steuersätze. Diese basieren grundsätzlichauf den am Bilanzstichtag gültigen gesetzlichen Regelungen.Für Unterschiede aus der erstmaligen Bilanzierung von Vermögenswertenoder Schulden, die weder den Konzerngewinn nochden steuerlichen Gewinn berühren, werden keine latenten Steuerngebildet. Latente Steuern auf temporäre Differenzen, Verlustvorträgeund Steuergutschriften werden in dem Umfangaktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftig ausreichendzu versteuerndes Einkommen zur Nutzung dieser Steueransprücheverfügbar sein wird. Die aktivierten latenten Steuern werdenjährlich auf ihre Realisierbarkeit überprüft. Ertragsteuern, diesich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasstwerden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnungerfasst. Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeitenwerden saldiert, wenn sie gegenüber derselben Steuerbehördebestehen und dieselbe Fristigkeit besitzen.Bei den abgeschlossenen Leasingverträgen verbleiben imWesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken undChancen beim Leasinggeber. Sie werden daher als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnissewerden als Aufwand der Periode inder Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst.80 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie latenten Steuern betreffen die folgenden Bilanzpositionen und Sachverhalte:Zuordnung der latenten Steuern(in Mio. €) Latente Steueransprüche Latente Steuerverbindlichkeiten31.12.2005 31.12.2006 31.12.2005 31.12.2006Langfristige Vermögenswerte 15 23 91 71Vorräte 11 12 - -Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 8 6 6 7Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6 4 80 89Übrige Rückstellungen 29 31 - 1Verbindlichkeiten 14 12 10 3Verlustvorträge 3 3 - -86 91 187 171Saldierungen –53 –59 –53 –59Latente Steuern in der Bilanz 33 32 134 112Überleitung des tatsächlichen SteueraufwandsDer tatsächliche Steueraufwand liegt bei einer effektiven Steuerquotevon 21,5 % um 125 Mio. € unter dem rechnerischen Steueraufwand.Der rechnerische Steuersatz wird als gewichteterDurchschnitt aus den Steuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaftenermittelt und beträgt 36,2 % (Vorjahr: 33,7 %). DerAnstieg des Steuersatzes ist im Wesentlichen auf den Ertrag ausdem Verkauf von BSN medical zurückzuführen, da der erwarteteSteueraufwand in Deutschland mit einem Steuersatz von 40 %berechnet wurde.Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwandzeigt die folgende Tabelle:Tatsächlicher Steueraufwand(in Mio. €) 2005 2006Rechnerischer Steueraufwand bei einemSteuersatz von 36,2 % (Vorjahr: 33,7 %) 181 308Steuerminderungen auf Grundsteuerfreier Erträge –3 –132Steuermehrungen auf Grundsteuerlich nicht abzugsfähigerAufwendungen 13 9Steuernachzahlungen/-erstattungenVorjahre 6 –5Sonstige Steuereffekte 3 3Tatsächlicher Steueraufwand 200 18311 Überleitung JahresüberschussEine Überleitung des Ergebnisses in Bezug auf die Sondereffektezeigt die folgende Tabelle:(in Mio. €) Gemäß GuV Sondereffekte* BereinigtEBIT 477 120 597Finanzergebnis 374 –371 3Steuern –183 –30 –213Jahresüberschuss 668 –281 387* Die Sondereffekte betreffen die Aufwendungen für die Neuausrichtung derConsumer Supply Chain und den Ertrag aus dem Verkauf BSN medical.12 Ergebnis anderer GesellschafterVom Ergebnis stehen anderen Gesellschaftern 4 Mio. € zu(Vorjahr: 6 Mio. €). Andere Gesellschafter sind am Bilanzstichtagim Wesentlichen an Nivea-Kao Co., Ltd. Japan, PT. BeiersdorfIndonesia sowie Beiersdorf India Limited beteiligt.Beiersdorf Geschäftsbericht 200683


13 Ergebnis je AktieAuf Grund des am 17. Juli 2006 von der Beiersdorf AG durchgeführtenAktiensplits (siehe Ziffer 21 „Gezeichnetes Kapital“)wurde das Ergebnis je Aktie in Einklang mit IAS 33 auch für dasVorjahr auf die neue Anzahl der Aktien angepasst. Das Ergebnisje Aktie liegt für 2006 bei 2,93 € (Vorjahr: 1,45 €). Das Ergebnisje Aktie ohne Sondereffekte beträgt 1,69 € (Vorjahr: 1,45 €).Die Beiersdorf AG hält 25.181.016 eigene Aktien. Diese wurdenfür die Berechnung des Ergebnisses je Aktie von den insgesamtbestehenden 252.000.000 Stück in Abzug gebracht, so dass dasErgebnis unter Berücksichtigung des Aktiensplits bezogen auf226.818.984 Stück errechnet wurde. Da keine Finanzinstrumenteausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, ergibtsich kein abweichendes verwässertes Ergebnis je Aktie.14 Sonstige AngabenMaterialaufwandDie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogeneWaren sowie bezogene Leistungen betrugen 1.229 Mio. € (Vorjahr:1.147 Mio. €).MitarbeiterDie Beschäftigten sind in folgenden betrieblichen Funktionsbereichentätig:(Anzahl am 31.12.) 2005 2006Produktion 6.167 6.275Vertrieb und Marketing 6.763 6.890Andere Funktionen 3.839 4.00716.769 17.172In der Gesamtzahl sind die Mitarbeiter der konsolidiertenGemeinschaftsunternehmen entsprechend dem jeweiligenBeteiligungsanteil enthalten. Insgesamt arbeiten in diesenUnternehmen 181 Personen (Vorjahr: 188).Die Aufteilung der Beschäftigten nach den Segmenten desBeiersdorf Konzerns finden Sie in der Segmentberichterstattung.Seite 74Personalaufwand(in Mio. €) 2005 2006Löhne und Gehälter 674 712Soziale Abgaben und Aufwendungenfür Unterstützung* 98 107Aufwendungen für Altersversorgung* 68 70840 889* Angepasste Vorjahreswerte.Seit diesem Geschäftsjahr werden die Beiträge zur gesetzlichenRentenversicherung unter den Pensionsaufwendungen ausgewiesen.Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Unterstützungsowie die Aufwendungen für Altersversorgung des Vorjahressind daher um 37 Mio. € angepasst worden.84 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungErläuterungen zur BilanzErläuterungen zur Bilanz15 Immaterielle Vermögenswerte(in Mio. €)Gewerbliche Schutzrechte,Markenrechte, Software undähnliche Rechte und WerteGeschäfts- oderFirmenwerteGesamtAnschaffungskostenAnfangsstand 01.01.2005 367 51 418Währungsänderungen 2 - 2Veränderung Konsolidierungskreis 1 - 1Zugänge 12 3 15Abgänge/Umbuchungen 36 –45 –9Endstand 31.12.2005 =Anfangsstand 01.01.2006 418 9 427Währungsänderungen –1 - –1Veränderung Konsolidierungskreis - - -Zugänge 13 - 13Abgänge/Umbuchungen –3 –2 –5Endstand 31.12.2006 427 7 434AbschreibungenAnfangsstand 01.01.2005 319 41 360Währungsänderungen 1 - 1Abschreibungen 41 - 41Abgänge/Umbuchungen 26 –35 –9Endstand 31.12.2005 =Anfangsstand 01.01.2006 387 6 393Währungsänderungen - - -Abschreibungen 15 - 15Abgänge/Umbuchungen –2 –2 –4Endstand 31.12.2006 400 4 404Buchwert 31.12.2006 27 3 30Buchwert 31.12.2005 31 3 34Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte haben sichim Vergleich zum Vorjahr um 4 Mio. € auf 30 Mio. € (Vorjahr:34 Mio. €) verringert. Die Investitionen in Höhe von 13 Mio. €(Vorjahr: 15 Mio. €) wurden durch die planmäßigen Abschreibungenüberkompensiert. Zum 31. Dezember 2006 wurden,unverändert zum Vorjahr, keine selbst geschaffenen immateriellenVermögenswerte aktiviert, da bei den Entwicklungsprojekten dieVoraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 (immaterielleVermögenswerte) nicht erfüllt waren.Im Berichtsjahr sind weder außerplanmäßige Wertminderungennoch Wertaufholungen erfasst worden.Beiersdorf Geschäftsbericht 200685


16 Sachanlagen(in Mio. €)Grundstücke,grundstücksgleicheRechte und BautenTechnischeAnlagen undMaschinenBetriebs- undGeschäftsausstattungGeleisteteAnzahlungen undAnlagen im BauGesamtAnschaffungs-/HerstellungskostenAnfangsstand 01.01.2005 764 836 485 45 2.130Währungsänderungen 12 16 10 3 41Veränderung Konsolidierungskreis - - 1 - 1Zugänge 12 35 43 21 111Abgänge/Umbuchungen –1 –28 –18 –41 –88Endstand 31.12.2005 =Anfangsstand 01.01.2006 787 859 521 28 2.195Währungsänderungen –8 –11 –6 - –25Veränderung Konsolidierungskreis 2 - - - 2Zugänge 6 23 44 24 97Abgänge/Umbuchungen –69 –82 –54 –22 –227Endstand 31.12.2006 718 789 505 30 2.042AbschreibungenAnfangsstand 01.01.2005 361 530 351 1 1.243Währungsänderungen 5 8 7 - 20Abschreibungen 28 48 44 1 121Abgänge/Umbuchungen –6 –37 –28 - –71Endstand 31.12.2005 =Anfangsstand 01.01.2006 388 549 374 2 1.313Währungsänderungen –3 –7 –5 - –15Abschreibungen 46 72 50 - 168Abgänge/Umbuchungen –36 –77 –51 - –164Endstand 31.12.2006 395 537 368 2 1.302Buchwert 31.12.2006 323 252 137 28 740Buchwert 31.12.2005 399 310 147 26 882Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um142 Mio. € auf 740 Mio. € verringert. Die Investitionen in dasSachanlagevermögen betrugen 97 Mio. €. In den Abschreibungenvon 168 Mio. € sind Wertminderungen in Höhe von61 Mio. € in Folge der Neuausrichtung der Consumer SupplyChain enthalten. Diese Wertminderungen betreffen Produktions-und Logistikstandorte, deren Verkauf oder Schließungim Jahr 2006 entschieden wurde.Der Abgang von Buchwerten des Sachanlagevermögens von63 Mio. € ist mit 38 Mio. € im Wesentlichen durch die Optimierungim Zusammenhang mit der Neuausrichtung derConsumer Supply Chain beeinflusst. Darin enthalten ist derrealisierte Verkauf des Produktionsstandortes in Kungsbacka(Schweden) und die Umgliederung der zum Verkauf vorgesehenenSachanlagen in die Bilanzposition „Zur Veräußerunggehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.Im Berichtsjahr erfolgten keine Wertaufholungen.86 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Erläuterungen zur Bilanz17 Zur Veräußerung gehaltene langfristigeVermögenswerte und VeräußerungsgruppenIm Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Consumer SupplyChain wurde unter anderem beschlossen, den Produktions- undLogistikstandort in Savigny-le-Temple (Frankreich) und dieHirtler GmbH, Heitersheim (Deutschland) zu veräußern. Verhandlungenwurden bereits 2006 begonnen. Die Verkäufe werdenvoraussichtlich im 1. Halbjahr 2007 abgeschlossen. Gemäß IFRS 5(Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte undaufzugebende Geschäftsbereiche) erfolgte eine Umgliederungaller in diesem Zusammenhang zu veräußernden Vermögenswertein die Position „Zur Veräußerung gehaltene langfristigeVermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.Alle Verbindlichkeiten und Rückstellungen, die im direktenZusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigenVermögenswerten und Veräußerungsgruppen stehen, sindseparat im kurzfristigen Fremdkapital in der Position „Zur Veräußerungbestimmtes Fremdkapital“ ausgewiesen.Die Veräußerungsgruppen sind dem Segment Consumer zuzuordnenund stellen keinen aufzugebenden Geschäftsbereichinnerhalb des Beiersdorf Konzerns dar.Die Bilanzsumme der Veräußerungsgruppen betrug 30 Mio. €(Vorjahr: 40 Mio. €). Auf Verbindlichkeiten und Rückstellungenentfielen 23 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €). Die Wertberichtigungensind in den Abschreibungen im Anlagevermögen enthalten.Im Vorjahr wurde die Beteiligung an der BSN medical als zur Veräußerunggehaltener langfristiger Vermögenswert klassifiziert.Der im Rahmen der Veräußerung dieser Beteiligung im Geschäftsjahr2006 erzielte Ertrag in Höhe von 371 Mio. € wurde separatin der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesen.18 Vorräte(in Mio. €) 2005 2006Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 116 121Unfertige Erzeugnisse 39 35Fertige Erzeugnisse, Handelswaren 378 389Anzahlungen 3 3536 548Die Vorräte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 12 Mio. €auf 548 Mio. €, davon waren 82 Mio. € zu ihrem Nettoveräußerungswertbilanziert. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugenzum Bilanzstichtag 70 Mio. € (Vorjahr: 65 Mio. €).Beiersdorf Geschäftsbericht 200687


19 Forderungen und sonstigeVermögenswerte(in Mio. €) 2005 2006Forderungen aus Lieferungenund Leistungen 732 727Ertragsteuerforderungen 14 25Forderungen gegenverbundene Unternehmen 1 1Forderungen gegen Unternehmen,mit denen ein Beteiligungsverhältnisbesteht 3 -Sonstige Steuerforderungen 22 30Geleistete Vorauszahlungen 42 35Sonstige kurz- undlangfristige Vermögenswerte* 48 62862 880* Angepasste Vorjahreswerte.Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen undLeistungen sind mit 38 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €) berücksichtigt.Die sonstigen Vermögenswerte enthalten die positiven Zeitwerteder Finanzderivate von 6 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Zeitwertveränderungender Finanzderivate werden nach Abzug latenterSteuern ergebnisneutral in einem gesonderten Posten desEigenkapitals erfasst.Wir weisen die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerteerstmals unter den sonstigen langfristigen Vermögenswertenaus. Den Vorjahreswert in Höhe von 43 Mio. € haben wirdaher entsprechend auf 48 Mio. € angepasst.20 Zahlungsmittel undZahlungsmitteläquivalente(in Mio. €) 2005 2006Zahlungsmittel 443 1.189Zahlungsmitteläquivalente 40 41483 1.230Die Zahlungsmittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten,Kassenbestände und Schecks. Bei den Zahlungsmitteläquivalentenhandelt es sich um kurzfristige, liquide Anlagen wieTagesgelder, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträgeumgewandelt werden können und nur unwesentlichenWertschwankungs risiken unterliegen.21 Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital wurde im Geschäftsjahr von 215,04 Mio. €um 36,96 Mio. € erhöht und beträgt 252,00 Mio. €. Die K apitalerhöhungaus den Gewinnrücklagen erfolgte im Rahmen einesvon der Hauptversammlung am 17. Mai 2006 beschlossenenAktiensplits. Nach der Kapitalerhöhung wurde der Aktiensplit imVerhältnis 1:3 durchgeführt. Das Grundkapital ist in 252 Mio.Stückaktien eingeteilt. Gemäß IAS 33 wurde das Ergebnisje Aktie auch für das Vorjahr auf die neue Anzahl der Aktienangepasst.Die Beiersdorf AG hält seit Abwicklung des Aktienrückerwerbsam 3. Februar 2004 und nach Durchführung des Aktiensplits25.181.016 Stückaktien (entsprechend 9,99 % des Grundkapitalsder Gesellschaft).22 Genehmigtes KapitalDie Hauptversammlung hat am 18. Mai 2005 den Vorstander mächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2010mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 87 Mio. €(genehmigtes Kapital I: 45 Mio. €; genehmigtes Kapital II:21 Mio. €; genehmigtes Kapital III: 21 Mio. €) durch einmaligeoder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Aktienzu erhöhen. Dabei kann die Gewinnberechtigung neuer Aktienabweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden.Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrechtkann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mitZustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden:1. zum Ausgleich von infolge einer Kapitalerhöhung gegenBareinlagen entstehenden Spitzenbeträgen (genehmigteKapitalien I, II, III);2. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern/Gläubigern dervon der Beiersdorf AG oder ihren unmittelbaren oder mittelbarenMehrheitsbeteiligungsgesellschaften ausgegebenenWandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrechtauf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnennach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte bzw.nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustehen würde(genehmigte Kapitalien I, II, III);3. um neue Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der denBörsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunktder endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags, die möglichstzeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nichtwesentlich unterschreitet, wobei im Rahmen der Beschränkungdieser Ermächtigung auf insgesamt zehn vom Hundertdes Grund kapitals diejenigen Aktien anzurechnen sind,für die das Bezugsrecht der Aktionäre in Anwendung des§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG bei Ausnutzung der Ermächtigungzur Veräußerung eigener Aktien und/oder bei Aus nutzungder Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- bzw. Options-88 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Erläuterungen zur Bilanzschuldverschreibungen ausgeschlossen wird (genehmigtesKapital II);4. bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zweckedes Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen anUnternehmen (genehmigtes Kapital III).Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die weiteren Einzelheitender Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmungdes Aufsichtsrats festzulegen.23 Bedingtes KapitalDie Hauptversammlung hat am 18. Mai 2005 ferner beschlossen,das Grundkapital um bis zu insgesamt 40 Mio. € bedingt zuerhöhen. Am 17. Mai 2006 hat die Hauptversammlung außerdemeine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln beschlossen.Gemäß § 218 Satz 1 AktG erhöht sich daher auch das bedingteKapital im gleichen Verhältnis. Dieses beträgt daher nunmehr46.875.000 €. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nach dem zuGrunde liegenden Hauptversammlungsbeschluss nur insoweitdurchgeführt, wie1. die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- und/oderOptions rechten, die mit den von der Beiersdorf AG oderderen unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaftenbis zum 17. Mai 2010 auszugebenden Wandelund/oderOptionsschuldverschreibungen verbunden sind,von ihrem Wandlungs- bzw. Optionsrecht Gebrauch machenoder wie2. die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubigerder von der Beiersdorf AG oder deren unmittelbaren odermittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften bis zum17. Mai 2010 auszugebenden Wandelschuldverschreibungenihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und das bedingte Kapitalnach Maßgabe der Anleihebedingungen dafür benötigt wird.Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an,in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechtenoder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, amGewinn teil.24 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe vonAktien durch die Beiersdorf AG.Geschäftsjahr im Eigenkapital direkt von den Gewinnrücklagenabgesetzt.Auf der Hauptversammlung am 17. Mai 2006 wurde beschlossen,das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln durch Entnahme ausden Gewinnrücklagen um 36,96 Mio. € auf 252 Mio. € zu erhöhen.26 Sonstiges EigenkapitalDieser Posten enthält im Wesentlichen die Unterschiede aus dererfolgsneutralen Währungsumrechnung der Jahresabschlüsseder einbezogenen Konzernunternehmen sowie die Rücklage fürCashflow Hedges nach Abzug latenter Steuern.Die Wertänderungen der Finanzderivate betrugen imabgelau fenen Geschäftsjahr 5 Mio. € (Vorjahr: –4 Mio. €).27 Anteile anderer GesellschafterDer Ausgleichsposten enthält die Anteile Konzernfremder amEigenkapital der vollkonsolidierten Gesellschaften. Fremdanteilebestehen im Wesentlichen bei Nivea-Kao Co., Ltd., Japan,PT. Beiersdorf Indonesia sowie Beiersdorf India Limited.28 Rückstellungen für Pensionenund ähnliche VerpflichtungenDer Konzern trifft Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierungder anspruchsberechtigten Mitarbeiter direkt oder durch rechtlichselbständige Pensions- und Unterstützungseinrichtungen.Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern beitragsoderleistungsorientiert. Die Ausgestaltung variiert dabei jenach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheitendes jeweiligen Landes und basiert in der Regel aufBeschäftigungsdauer, Entgelt und der eingenommenen Positionim Unternehmen sowie auf Eigenleistung der Mitarbeiter. Dieunmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassensolche aus bereits laufenden Pensionen und Anwartschaftenfür zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder.In Deutschland liegen der Kalkulation die Heubeck’schenRichttafeln von 2005 zu Grunde, international die jeweils lokalanerkannten Richttafeln. Außergewöhnliche Aufwendungen undErträge infolge der Beendigung von Versorgungsplänen oderwegen der Kürzung und Übertragung der Versorgungs leistungenhaben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.25 GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten das Nettoergebnis des Geschäftsjahressowie die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse derin den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweitsie nicht ausgeschüttet wurden. Die Gewinnrücklagen beinhalteneine Kürzung um die Anschaffungskosten der 25.181.016 eigenenAktien der Beiersdorf AG von 954,98 Mio. €. Der Unterschiedsbetragaus dem Erwerb der Minderheitenanteile von Bode wurde imBeiersdorf Geschäftsbericht 200689


Der Bewertung liegen folgende Annahmen zu Grunde:Versicherungsmathematische Annahmen2005 2006Deutschland Andere Länder Deutschland Andere LänderAbzinsungssätze 4,25 % 2,00–10,00 % 4,25 % 2,00–10,00 %Erwartete Renditen auf Planvermögen 4,25 % 2,00–8,00 % 4,25 % 2,00–8,00 %Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,50 % 2,00–8,00 % 3,00 % 2,25–8,00 %Erwartete Rentensteigerungen 1,50 % 2,00–3,00 % 1,75 % 0,50–3,50 %Erwartete Fluktuation 2,50 % 1,50–10,00 % 2,50 % 1,50–8,00 %Diese Parameter gelten auch im Folgejahr für die Berechnungder Kosten für die im Berichtsjahr erworbenen Versorgungsansprüche,für die Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenenVersorgungsansprüche und die Berechnung der erwartetenErträge aus den Ver mögensanlagen.Die erwartete Rendite aus dem Planvermögen wurde aus den inder Vergangenheit erzielten und für die Zukunft langfristigerwarteten Renditen der im Planvermögen enthaltenen Vermögenswerteabgeleitet.Aufwendungen für Versorgungsleistungen2005 2006(in Mio. €)Deutschland Andere Länder Konzern Deutschland Andere Länder KonzernLaufender Dienstzeitaufwand 13 7 20 17 10 27Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 2 - 2 - 1 1Auswirkungen aus Planabgeltungen - - - - –5 –5Aufwendungen für leistungsorientierteVersorgungsleistungen* 15 7 22 17 6 23Zinsaufwand 31 6 37 30 7 37Erwartete Erträge aus Planvermögen –22 –5 –27 –22 –8 –30Amortisation versicherungsmathematischerGewinne und Verluste –6 1 –5 –2 1 –1Zinsergebnis für leistungsorientierteVersorgungsleistungen 3 2 5 6 - 6Gesamtaufwendungen fürleistungsorientierte Versorgungsleistungen 18 9 27 23 6 29Aufwendungen für beitragsorientierteVersorgungsleistungen* 28 18 46 28 19 47Aufwendungen für Versorgungsleistungen 46 27 73 51 25 76* Im EBIT enthalten.Die Aufwendungen für die leistungsorientierten und beitragsorientiertenVersorgungszusagen sind in den Kosten derFunktionsbereiche enthalten. Die beitragsorientierten Versorgungszusagenenthalten im Wesentlichen auch die Beiträge zugesetzlichen bzw. staatlichen Rentenversicherungsplänen.Die Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche,die Erträge aus Vermögensanlagen sowie die Amortisationnicht realisierter versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste werden im Zinsergebnis ausgewiesen.90 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Erläuterungen zur BilanzEntwicklung des Barwerts derleistungsorientierten Verpflichtungen(in Mio. €)2005 2006Deutschland Andere Länder Konzern Deutschland Andere Länder KonzernEröffnungssaldo des Barwerts derleistungsorientierten Verpflichtungen 606 117 723 718 149 867Laufender Dienstzeitaufwand 13 7 20 17 10 27Zinsaufwand 31 6 37 30 7 37Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 94 7 101 23 –2 21Beiträge für Teilnehmer des Plans 2 2 4 2 3 5Gezahlte Versorgungsleistungen –30 –3 –33 –31 –8 –39Unterschied aus Währungsumrechnung - 3 3 - –6 –6Sonstige Veränderungen 2 10 12 –4 32 28Schlusssaldo des Barwerts derleistungsorientierten Verpflichtungen 718 149 867 755 185 940Finanzierungsstatus des Barwerts derleistungsorientierten Verpflichtungen(in Mio. €)2005 2006Deutschland Andere Länder Konzern Deutschland Andere Länder KonzernGanz oder teilweise aus Fonds finanzierteleistungsorientierte Verpflichtungen 702 123 825 739 159 898Nicht aus Fonds finanzierte leistungsorientierteVerpflichtungen 16 26 42 16 26 42Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 718 149 867 755 185 940Entwicklung des beizulegendenZeitwerts des Planvermögens(in Mio. €)2005 2006Deutschland Andere Länder Konzern Deutschland Andere Länder KonzernEröffnungssaldo des beizulegenden Zeitwertsdes Planvermögens 415 77 492 526 100 626Erwartete Erträge aus Planvermögen 22 5 27 22 8 30Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 32 1 33 68 1 69Tatsächliche Erträge aus Planvermögen 54 6 60 90 9 99Beiträge des Arbeitgebers 63 8 71 4 9 13Beiträge der Teilnehmer des Plans - 1 1 - 3 3Gezahlte Versorgungsleistungen –6 –2 –8 –6 –5 –11Unterschied aus Währungsumrechnung - 3 3 - –5 –5Sonstige Veränderungen - 7 7 - 42 42Schlusssaldo des beizulegenden Zeitwertsdes Planvermögens 526 100 626 614 153 767Kategorien des beizulegendenZeitwerts des Planvermögens2005 2006(in Mio. €)Deutschland Andere Länder Konzern Deutschland Andere Länder KonzernEigenkapitalinstrumente 323 44 367 224 81 305Fremdkapitalinstrumente 154 42 196 341 58 399Immobilien 36 - 36 36 - 36Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13 10 23 12 7 19Sonstiges - 4 4 1 7 8Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 526 100 626 614 153 767Beiersdorf Geschäftsbericht 200691


Der größte Teil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögengedeckt. Für die Beiersdorf AG erfolgt dies durchdie TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung, Hamburg. Inden Immobilien des Planvermögens sind an Konzerngesellschaftenvermietete Immobilien im Wert von 27 Mio. € (Vorjahr:23 Mio. €) enthalten.Die zum Vorjahresstichtag von der TROMA gehaltenen Aktiender Beiersdorf AG wurden am 8. November 2006 veräußert.Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in der Bilanz(in Mio. €) 20052006Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 867 940Beizulegender Zeitwert des Planvermögens –626 –767Nettoverpflichtung 241 173Saldo der noch nicht in der Bilanz angesetztenversicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 61 107Andere in der Bilanz angesetzte Beträge 1 8Rückstellungen für Pensionen und ähnlicheVerpflichtungen in der Bilanz 303 28829 Sonstige Rückstellungen(in Mio. €)ErtragsteuerPersonalaufwendungenMarketing- undVertriebsaufwendungenRestrukturierungÜbrigeGesamtAnfangsstand 01.01.2006Davon langfristig85-1576814129414253534127Währungsänderungen –2 –1 –2 - –2 –7Zuführung 56 99 142 36 109 442Verbrauch 47 77 123 6 63 316Auflösung 13 6 8 2 24 53Endstand 31.12.2006Davon langfristig79-17273150237-16256600131Rückstellungen für Personalaufwendungen beinhalten vorallem Aufwendungen für Altersteilzeit, Jahressonderzahlungen,Urlaubsgelder sowie Trennungsvereinbarungen und Jubiläumsverpflichtungen.Die Rückstellungen für Marketing- und Vertriebsaufwendungenbetreffen insbesondere Kundenboniund -rabatte sowie Retouren.Die Restrukturierungsrückstellungen umfassen im WesentlichenRückstellungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung derConsumer Supply Chain.Die übrigen Rückstellungen betreffen unter anderem Prozessrisiken.92 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Erläuterungen zur Bilanz30 VerbindlichkeitenIn den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sindVerbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel undder Ausstellung eigener Wechsel in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr:1 Mio. €) enthalten.Es wurden keine Anleihen begeben. Von den langfristigenFinanzverbindlichkeiten von 8 Mio. € haben keine (Vorjahr:14 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.Von den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten haben 4 Mio. €(Vorjahr: 1 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten(in Mio. €) 2005 2006Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen 2 1Verbindlichkeiten aussonstigen Steuern 48 38Verbindlichkeiten im Rahmender sozialen Sicherheit 19 11Erhaltene Anzahlungen 4 4Übrige Verbindlichkeiten 90 66163 12031 Haftungsverhältnisse und sonstigefinanzielle Verpflichtungen(in Mio. €) 2005 2006HaftungsverhältnisseWechselobligoVerbindlichkeiten aus Bürgschaften1312Sonstige finanzielle VerpflichtungenVerpflichtungen aus Miet- undLeasingverträgen:davon fällig im Folgejahrdavon fällig in 2 bis 5 Jahrendavon fällig in > 5 JahrenVerpflichtungen aus Bestellobligo:davon fällig im Folgejahrdavon fällig in 2 bis 5 Jahren57202982216651202651091Beiersdorf unterliegt möglichen Verpflichtungen aus Verfahrenund geltend gemachten Ansprüchen. Schätzungen bzgl. möglicherzukünftiger Aufwendungen sind zahlreichen Unsicherheitenunterworfen. Beiersdorf erwartet hieraus keine wesentlichennegativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche bzw. finanzielleSituation des Konzerns.In den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind negativeZeitwerte von Finanzderivaten in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr:9 Mio. €) enthalten.Bezüglich der Position „Zur Veräußerung bestimmtes Fremdkapital“verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt 17„Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte undVeräußerungsgruppen“.Beiersdorf Geschäftsbericht 200693


32 Finanzrisikomanagement undderivative FinanzinstrumenteDer Beiersdorf Konzern ist auf internationaler Ebene tätig,wodurch der Konzern verschiedenen Risiken wie Währungs-,Zinsänderungs- und Ausfallrisiken ausgesetzt ist.Zur Sicherung des operativen Grundgeschäfts und wesentlicherunternehmensnotwendiger Finanztransaktionen werden derivativeFinanzinstrumente eingesetzt – zusätzliche Risiken entstehendem Konzern daraus nicht. Die Transaktionen werden ausschließlichmit marktgängigen Instrumenten (wie im Vorjahrnur Devisentermingeschäfte) durchgeführt.Zinsänderungsrisiken sind für den Beiersdorf Konzern auf Grunddes sehr niedrigen Bestands an langfristigen Finanzverbindlichkeitennur von untergeordneter Bedeutung. Daher werden derzeitkeine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetztenBuchwert jedes finanziellen Vermögenswertes ersichtlich.Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungensind diese Risiken zum Teil durch entsprechende Versicherungenabgedeckt. Daher wird im Konzern die Auffassung vertreten,dass sich das maximale Ausfallrisiko mit dem Betrag der Forderungenaus Lieferungen und Leistungen und der Summe andererkurz fristiger Vermögenswerte, abzüglich der zum Bilanzstichtagberücksichtigten Wertberichtigungen auf diese Vermögenswerte,deckt.Der Beiersdorf Konzern schließt zur Absicherung des Risikosaus Währungskursänderungen Devisentermingeschäfte ab.Die Währungssicherungen beziehen sich im Wesentlichen aufkonzerninterne Warenlieferungen und Leistungen. Dabei werdenin der Regel ca. drei bis sechs Monate vor Beginn eines Jahresdie geplanten Nettozahlungsströme zu 75 % durch Devisentermingeschäftegesichert; Planabweichungen im Laufe desJahres führen zu regelmäßigen Anpassungen der Sicherungdurch weitere Terminabschlüsse. Bei konzerninternen grenzüberschreitendenFinanzierungen werden Währungsrisikengrundsätzlich zentral durch Devisentermingeschäfte fristenkongruentund vollständig gesichert. Alle diese Transaktionenwerden zentral im Treasury Management System erfasst,bewertet und gesteuert.Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte betrugen zum Stichtag1 Mio. € (Vorjahr: –6 Mio. €), die Nominalwerte lagen bei491 Mio. € (Vorjahr: 485 Mio. €). Hiervon haben 477 Mio. € (Vorjahr:450 Mio. €) Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die Nominalwertezeigen die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativerFinanzgeschäfte. Bei den ausgewiesenen Nominalwertenwerden Beträge nicht saldiert.33 Angaben zu Gemeinschafts unternehmenDer Beiersdorf Konzern hält Anteile von 50 % an den GemeinschaftsunternehmenBeiersdorf AG, Schweiz und EBC Ecz. BDFKozm., Türkei. Auf diese zwei Unternehmen entfallen 75 Mio. €(Vorjahr: 72 Mio. €) der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenenErträge sowie 65 Mio. € (Vorjahr: 63 Mio. €) derAufwendungen und damit ein Ergebnis von 10 Mio. € (Vorjahr:9 Mio. €). Die quotenkonsolidierten Unternehmen steuern7 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) zum langfristigen Vermögen und27 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) zum kurzfristigen Vermögen bei.Auf diese Gesellschaften entfallen 16 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €)der Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen.Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen desIAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen ausder laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.Die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeiterfolgt nach der indirekten Methode, während der Ausweis desCashflows aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeitnach der direkten Methode erfolgt.Der Finanzmittelfonds umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalentewie kurzfristige Wertpapiere, die jederzeitin Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nurunwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.Von dem Finanzmittelfonds entfällt auf quotal einbezogeneUnternehmen ein Bestand von 13 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €).94 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Erläuterungen zur BilanzErläuterungen zur SegmentberichterstattungIm Beiersdorf Konzern ergibt sich die Segmentberichterstattungin erster Linie aus den in den Unternehmensbereichen erstelltenund vertriebenen Produkten. Die Aufteilung in die UnternehmensbereicheConsumer und tesa entspricht auch der internenOrganisationsstruktur. Die regionale Gliederung zeigt dieinternationale Aufteilung der geschäftlichen Aktivitäten imBeiersdorf Konzern.Die Außenumsätze in den Regionen zeigen die Umsatzentwicklungnach Sitz der Gesellschaften.Das EBIT ohne Sondereffekte zeigt das betriebliche Ergebnis,bereinigt um Aufwendungen für die Neuausrichtung derConsumer Supply Chain.Das EBITDA zeigt das betriebliche Ergebnis (EBIT) vorAbschreibungen und Amortisation.Die EBIT-Rendite auf betriebliches Vermögen zeigt dasVerhältnis von betrieblichem Ergebnis (EBIT) zu betrieblichemVermögen.Der Brutto-Cashflow stellt den Überschuss der operativenEinnahmen über die operativen Ausgaben vor weiterer Mittelverwendungdar.Das betriebliche Vermögen ergibt sich aus operativemBruttovermögen abzüglich der operativen Verbindlichkeiten.Die Überleitung des betrieblichen Vermögens zu den Bilanzpositionenzeigen die folgenden Tabellen:Aktiva (in Mio. €) 2005 2006Immaterielle Vermögenswerte 34 30Sachanlagen 882 740Vorräte 536 548Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 732 727Übrige Forderungen und sonstige90 94Vermögenswerte (operativer Teil) 1Operatives Bruttovermögen 2.274 2.139Nicht operatives Vermögen 633 1.357Gesamt Aktiva laut Bilanz 2.907 3.496Passiva (in Mio. €) 2005 2006Übrige Rückstellungen (operativer Teil) 2 448 521Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 369 485Übrige Verbindlichkeiten (operativer Teil) 2 122 90Operative Verbindlichkeiten 939 1.096Eigenkapital 1.293 1.790Nicht operative Verbindlichkeiten 675 610Gesamt Passiva laut Bilanz 2.907 3.4961Nicht enthalten sind Steuerforderungen.2Nicht enthalten sind Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten.Beiersdorf Geschäftsbericht 200695


Sonstige AngabenBezüge des Vorstands unddes AufsichtsratsBezüglich der Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB und IAS24.16 verweisen wir auf den Vergütungsbericht, der Bestandteildes Konzernabschlusses ist.Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen nach IAS 24Die Tchibo Holding AG hat ihren Anteil an der Beiersdorf AGmit Vollzug des Aktienkaufvertrags vom 23. Oktober 2003 am22. Dezember 2003 von 30,36 % des Grundkapitals auf 49,96 %des Grundkapitals erhöht. Seit dem 30. März 2004 hält dieTchibo Holding AG 50,46 % des Grundkapitals der Beiersdorf AG.Die Beiersdorf AG ist demnach eine abhängige Gesellschafti. S. v. § 312 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 17 Abs. 2 AktG. Da keinBeherrschungsvertrag zwischen der Beiersdorf AG und derTchibo Holding AG besteht, stellt der Vorstand der Beiersdorf AGeinen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmengemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 AktG auf. Im Berichtszeitraum habendie Beiersdorf AG bzw. ihre verbundenen Unternehmen unddie Tchibo Holding AG bzw. deren verbundene UnternehmenEinkaufskontingente zur Erzielung von Kostenvorteilen zusammengefasstsowie gegenseitig Produkte zu marktüblichenBedingungen bezogen. Weiterhin erfolgte in geringem UmfangZusammenarbeit bei Marketingaktionen sowie im Bereich vonProduktprüfungen.Inanspruchnahmevon BefreiungsvorschriftenFolgende in den Konzernabschluss der Beiersdorf AG einbezogenedeutsche Tochtergesellschaften machten im Geschäftsjahr2006 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 bzw.§ 264b HGB Gebrauch:Bode Chemie GmbH & Co. KGCosmed-Produktions GmbHLa Prairie GmbHJuvena Produits de Beauté GmbHJuvena La Prairie GmbHBeiersdorf Shared Services GmbHHamburgBerlinBaden-BadenBaden-BadenBaden-BadenHamburgAllgemeine ImmobilienundVerwaltungsgesellschaft m.b.H. Baden-BadenEntsprechenserklärung zum DeutschenCorporate Governance KodexAufsichtsrat und Vorstand der Beiersdorf AG haben EndeDezember 2006 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungender „Regierungskommission Deutscher Corporate GovernanceKodex“ gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf derWebsite der Gesellschaft unter www.Beiersdorf.de dauerhaftzugänglich gemacht.AbschlussprüfungDie Hauptversammlung hat am 17. Mai 2006 die Ernst & Young AGWirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaftzum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für dasGeschäftsjahr 2006 gewählt.Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die imGeschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare des KonzernabschlussprüfersErnst & Young AG WirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft:KonzernabschlussprüferHonorare(in T€) 2006Prüfungsleistungen 669Prüfungsnahe Leistungen -Steuerberatung 112Sonstige Leistungen -Gesamt 78196 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Sonstige AngabenAnteilsbesitz der Beiersdorf AGEine vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes derBeiersdorf AG erfolgt gesondert.Anteilsbesitz an der Beiersdorf AGDer Beiersdorf AG gingen bis zum Tag der Aufstellung der Bilanz(7. Februar 2007) folgende Mitteilungen von Anteilseignern derGesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes(WpHG) zu:Die HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und BeteiligungsverwaltungmbH, Hamburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHGmitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaftam 18. Januar 2007 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschrittenhat und nun 0 % beträgt.Die Freie und Hansestadt Hamburg, Deutschland, hat uns mitgeteilt,dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am18. Januar 2007 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschrittenhat und nun 0 % beträgt.Die Allianz Aktiengesellschaft, München, hat uns gemäߧ 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil anunserer Gesellschaft am 3. Februar 2004 die Schwelle von10 % unterschritten und seit diesem Zeitpunkt 7,85 % betragenhat. Davon sind der Allianz Aktiengesellschaft 0,82 % derStimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.Die Tchibo Holding AG, Hamburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1WpHG mitgeteilt, dass sie am 22. Dezember 2004 die Stimmrechteaus 20,10 % der Aktien an unserer Gesellschaft an dieTchibo Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, abgetreten hat.Der Stimmrechtsanteil der Tchibo Holding AG betrug seit diesemZeitpunkt weiterhin 50,46 %, da ihr Stimmrechte in dieser Höhegemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 3 WpHG zuzurechnen waren.Die Tchibo Holding AG hat uns ferner mitgeteilt, dass die TchiboBeteiligungsgesellschaft mbH am 22. Dezember 2004 20,10 %der Stimmrechte an unserer Gesellschaft von der TchiboHolding AG erworben hat.Die Tchibo Holding AG hat uns schließlich mitgeteilt, dassdie Vanguard Grundbesitz GmbH am 15. Juli 2005 und dieW. H. Kaffeehandelskontor GmbH, Gallin, am 9. August 2005auf die Tchibo Beteiligungsgesellschaft mbH verschmolzenwurden und erloschen sind. Im Rahmen der Verschmelzung sinddie von diesen Gesellschaften gehaltenen Aktien sowie die ihnenaus diesen Aktien zustehenden Stimmrechte in Höhe von insgesamt30,358 % an unserer Gesellschaft auf die Tchibo BeteiligungsgesellschaftmbH übergegangen. Die Tchibo BeteiligungsgesellschaftmbH überschreitet daher seit diesem Zeitpunktdie Schwelle von 50 % der Stimmrechte aus Aktien an unsererGesellschaft und hält seit dem 9. August 2005 direkt 50,46 %der Stimmrechte.Ferner haben uns die nachfolgend aufgeführten Personen undGesellschaften gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass siejeweils am 30. März 2004 die Schwelle von 50 % der Stimmrechtean unserer Gesellschaft überschritten haben und ihnen jeweils50,46 % der Stimmrechte zustehen, die ihnen jeweils vollständignach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i. V. m. Satz 3 WpHG zuzurechnensind:SPM Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, NorderstedtEH Real Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, NorderstedtEH Real Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH,NorderstedtScintia Vermögensverwaltungs GmbH, NorderstedtTrivium Vermögensverwaltungs GmbH, NorderstedtHerr Michael Herz, DeutschlandHerr Wolfgang Herz, DeutschlandFrau Agneta Peleback-Herz, DeutschlandIngeburg Herz GbR, NorderstedtMax und Ingeburg Herz Stiftung, NorderstedtFrau Ingeburg Herz, DeutschlandCORO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, HamburgHerr Joachim Herz, DeutschlandDarüber hinaus hat die Beiersdorf AG gemäß § 25 Abs. 1 Satz 3i. V. m. § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG veröffentlicht, dass sie am3. Februar 2004 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an dereigenen Gesellschaft überschritten hat und ihr seit diesemZeitpunkt ein Anteil von 9,99 % zusteht. Die von der Gesellschaftgehaltenen eigenen Aktien sind gemäß § 71b AktG weder stimmnochdividendenberechtigt.Beiersdorf Geschäftsbericht 200697


Vorschlag für die Verwendung desBilanzgewinns der Beiersdorf AG(in Mio. €) 2006Jahresüberschuss der Beiersdorf AG 465Einstellung in die Rücklagen –232Bilanzgewinn der Beiersdorf AG 233Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlungvor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2006 in Höhe von233 Mio. € wie folgt zu verwenden:(in Mio. €) 2006Ausschüttung einer Dividende von0,60 € auf jede dividendenberechtigteStückaktie (226.818.984 Stückaktien) 136Einstellung in andere Gewinnrücklagen 97Bilanzgewinn der Beiersdorf AG 233Bei den angegebenen Beträgen für die Gesamtdividende und fürdie Einstellung in andere Gewinnrücklagen sind die im Zeitpunktdes Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands dividendenberechtigtenAktien berücksichtigt. Die von der Gesellschaftgehaltenen eigenen Aktien sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt.Sollte die Anzahl der eigenen Aktien, die von der Gesellschaftim Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung überdie Verwendung des Bilanzgewinns gehalten werden, größeroder kleiner sein als im Zeitpunkt des Gewinnverwendungsvorschlagsdes Vorstands, vermindert bzw. erhöht sich der insgesamtan die Aktionäre auszuschüttende Betrag um den Dividendenteilbetrag,der auf die Differenz an Aktien entfällt. Der indie anderen Gewinnrücklagen einzustellende Betrag verändertsich gegenläufig um den gleichen Betrag. Die auszuschüttendeDividende pro dividendenberechtigte Stückaktie bleibt hingegenunverändert. Der Hauptversammlung wird gegebenenfalls einentsprechend modifizierter Beschlussvorschlag unterbreitetwerden.Hamburg, 7. Februar 2007Der Vorstand98 Beiersdorf Geschäftsbericht 2006


Konzernabschluss Sonstige AngabenOrgane der Beiersdorf AGOrgane der Beiersdorf AGEhrenvorsitzender der GesellschaftGeorg W. ClaussenAufsichtsratDieter Ammer, HamburgVorsitzenderVorstandsvorsitzender derTchibo Holding AGVorsitzender des AufsichtsratsConergy AGTchibo GmbHMitglied des AufsichtsratsGEA Group AGHeraeus Holding GmbHIKB Deutsche Industriebank AGtesa AG (konzernintern)(seit 26. April 2006)Thorsten Irtz, StapelfeldStellvertretender VorsitzenderStellvertretender Vorsitzender desBetriebsrats der Beiersdorf AGMitglied des AufsichtsratsTchibo Holding AGReinhard Pöllath, MünchenStellvertretender VorsitzenderRechtsanwaltPöllath + PartnersVorsitzender des AufsichtsratsDeutsche Woolworth GmbH & Co. OHGSinnerSchrader AG(seit 1. Februar 2006)Tchibo Holding AGMitglied des AufsichtsratsEuvestor Investment AG(seit 25. September 2006)Feri Finance GmbH(bis 19. Oktober 2006)TA Triumph-Adler AG(bis 20. August 2006)Tchibo GmbHDr. Walter Diembeck, HamburgLeiter Bioverträglichkeit – Forschungund Entwicklung der Beiersdorf AGFrank Ganschow, KiebitzreiheVorsitzender des Betriebsrats dertesa AGMitglied des Aufsichtsratstesa AG (konzernintern)Michael Herz, HamburgKaufmannVorsitzender des AufsichtsratsTchibo GmbHMitglied des AufsichtsratsTchibo Holding AGDr. Rolf Kunisch, ÜberlingenEhemaliger Vorstandsvorsitzenderder Beiersdorf AGMitglied des BeiratsDr. August Oetker Nahrungsmittel KGDr. Arno Mahlert, HamburgMitglied des Vorstands derTchibo Holding AGStellvertretender Vorsitzenderdes AufsichtsratsGfK AGSaarbrücker Zeitung GmbHMitglied des AufsichtsratsTchibo GmbHChairman of the BoardSpringer Science & Business MediaS.A., LuxemburgTomas Nieber, Bad MünderRessortleiter Industriepolitikder IG Bergbau, Chemie, EnergieMitglied des AufsichtsratsBP Refining & Petrochemicals GmbHTchibo Holding AGMitglied des BeiratsQualifizierungsförderwerk Chemie GmbHStefan Pfander, London(seit 1. August 2006)Senior Consultant derWm. Wrigley Jr. Company,Chicago, USAMitglied des AufsichtratsGfK AGTchibo Holding AGMitglied des VerwaltungsratsBarry Callebaut AG, ZürichGfK e.V.Ulrich Plechinger, HamburgLeiter Corporate Pension and InsuranceManagement der Beiersdorf AGManuela Rousseau, RellingenLeiterin Corporate Citizenshipder Beiersdorf AGProfessorin der Hochschule für Musikund Theater, HamburgDr. Bruno E. Sälzer, Reutlingen(bis 31. Juli 2006)Vorstandsvorsitzender der HUGO BOSS AGMitglied des AufsichtsratsTchibo Holding AG(seit 6. Januar 2006)Ausschüsse des AufsichtsratsMitglieder des VermittlungsausschussesDieter Ammer (Vorsitzender)Thorsten IrtzUlrich PlechingerReinhard PöllathMitglieder des PräsidialausschussesDieter Ammer (Vorsitzender)Michael HerzThorsten IrtzReinhard PöllathMitglieder des PrüfungsundFinanzausschussesDr. Arno Mahlert (Vorsitzender)Dieter AmmerDr. Walter DiembeckReinhard PöllathVorstand 1Thomas-B. Quaas, VorsitzenderVorsitzender des Aufsichtsratstesa AG (konzernintern)Mitglied des AufsichtsratsEuler Hermes Kreditversicherungs-AG(seit 1. Januar 2006)Dr. Bernhard Düttmann, Finance(seit 1. Oktober 2006)Finanzen/Controlling/ITStellvertretender Vorsitzenderdes Aufsichtsratstesa AG (konzernintern)(seit 2. November 2006)Peter Kleinschmidt, Human ResourcesPersonal/Verwaltung/UmweltschutzArbeitsdirektorPieter Nota, BrandsMarketing/Forschung und Entwicklung/VertriebMarkus Pinger, Supply ChainEinkauf/Produktion/LogistikRolf-Dieter Schwalb, Finance(bis 30. September 2006)Finanzen/Controlling/ITStellvertretender Vorsitzenderdes Aufsichtsratstesa AG (konzernintern)(bis 2. November 2006)1Die Mitglieder des Vorstands der Beiersdorf AG nehmen im Zusammenhang mit ihrer Aufgabe der Konzernsteuerungund -überwachung auch Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien bei Konzern- und Beteiligungsgesellschaften wahr.Beiersdorf Geschäftsbericht 200699

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