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Method for Impact Assessment of Programmes and Projects (MAPP)

Method for Impact Assessment of Programmes and Projects (MAPP)

Method for Impact Assessment of Programmes and Projects

Method for Impact Assessment of Programmes and Projects (MAPP)von Susanne Neubert und Regina Müller1) Allgemeine InformationenMAPP ist ein partizipatives Verfahren der Wirkungsanalyse, mit dessen Hilfe die Nutzer- und Mittlersichtsystematisch erhoben wird. Auf Grundlage von Gruppendiskussionen werden in einer festen Abfolgesechs bis acht aufeinander aufbauende Instrumente eingesetzt, die zusammengenommen eine aussagekräftigeEinschätzung der Veränderungen vor Ort, der Zuordnung der durchgeführten Entwicklungsmaßnahmensowie der intendierten und nicht intendierten Wirkungen erlauben. Die Methodik wurde 1999 amDeutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) entwickelt, zunächst hieß sie „Soziale Wirkungsanalyse inarmutsorientierten Projekten“ (SWAP), seit 2000 trägt sie die Bezeichnung MAPP.Sowohl staatliche als auch nicht-staatliche EZ-Organisationen bedienen sich des Verfahrens, außerdemwurde MAPP bereits von mehreren Consulting-Firmen und freien Gutachtern angewandt. Konkret wurdedas Verfahren zur Evaluierung von GTZ-, KfW-, Weltbank-, DEZA- und nationalen Programmen der Partnerländerverwendet. Auch setzen es lokale Initiativen und Organisationen der kirchlichen EZ ein.2) AnwendungsbereicheEs kann mit MAPP eine große Bandbreite von Programmtypen evaluiert werden: Erprobte Sektoren sindRessourcenmanagement, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Wasser, Fischerei, Dezentralisierung,Gesundheit, Bildung. MAPP prüft de facto Wirkungen und setzt damit voraus, dass eine gewisseProjektdauer bereits verstrichen ist, so dass Wirkungen überhaupt eingetreten sein können. Die Wirkungenwerden retrospektiv ermittelt, d. h. eine Baseline-Study muss nicht vorhanden sein.MAPP kann auch bei Sektor- oder Portfolioanalysen herangezogen werden, zweckmäßig ist dann eineKombination mit weiteren Verfahren, wie dem RSA (siehe Abschnitt 2.3. in dieser Landkarte). Das Verfahrenist geeignet für jede Art von Entwicklungsmaßnahme der finanziellen und technischen Hilfe, fürlokale bis flächendeckende Programme, die letztlich auf die Bevölkerungsebene abzielen. Prinzipiell könnenalle Ebenen (Mikro-, Meso- und Makroebene) mit Hilfe von MAPP analysiert werden, es kommt aufdie Anzahl der Stichproben an sowie auf die befragten Stakeholdergruppen, ob ein scaling up möglich ist.Prinzipiell können die Ergebnisse (Punktwerte) aus einzelnen Durchgängen aggregiert werden. Mit MAPPwurden bereits Erfahrungen in allen Kontinenten gesammelt.3) AnalyseansatzDas Verfahren ist prozessorientiert, d. h. es werden retrospektiv mehrere Zeitpunkte über den gesamtenZeitraum des Programms/Projekts erfasst und jeweils Punktwerte entlang von Kriterien erteilt. Dabeikommt es weniger auf die absoluten Punkte an als vielmehr auf die Veränderungen der Punktzahlen überdie Zeit, wobei die jeweiligen Ursachen dann qualitativ begründet werden.MAPP erfasst im ersten Schritt die Veränderungen des Lebenskontextes der Menschen über die Zeit (z. B.zehn Zeitpunkte) und ordnet erst im zweiten Schritt die Ursachen für diese Veränderungen zu (externeRahmenbedingungen oder Entwicklungsmaßnahmen). Es werden dabei auch Programme anderer Geberin der Zielregion in die Betrachtung einbezogen. MAPP erfasst den impact und outcome von Maßnahmen,einschließlich geplanter und ungeplanter, direkter und indirekter, positiver oder negativer Wirkungen.Die „Zuordnungslücke“ wird bei MAPP mit einer Einflussmatrix überbrückt, bei der Einflussstärken derMaßnahmen zugeordnet, gewichtet und begründet werden. Alle Maßnahmen werden im Hinblick auf ihreWirkung auf alle Kriterien evaluiert, die zusammengenommen das Zielkonzept beschreiben. Die im Diskursgewonnen Ergebnisse werden zunächst kommunikativ und dann mit Hilfe der Triangulation validiert(Mehraugenprinzip, cross-checking mit Daten aus anderen Quellen und Dokumenten). Insgesamt beruhtdie Wirkungseinschätzung auf subjektiven Einschätzungen / Wahrnehmungen, und in der Praxis werdenvornehmlich Zielgruppen befragt. Die Diskussionsgruppen sollen allerdings heterogen zusammengesetztsein, so dass auch gar nicht oder negativ Betroffene Stakeholder daran teilnehmen (z. B. besonders Arme,Frauen etc.). Prinzipiell spricht nichts gegen die zusätzliche Befragung von Kontrollgruppen. Dieswäre mit dem gleichen Verfahren möglich.4) Durchführunga) VerfahrensablaufBei MAPP werden 6 bis 8 Instrumente in einer logischen Abfolge eingesetzt. Je nach Erkenntniszweckkann sich die Untersuchung auch nur auf einen Teil der Instrumente stützen. Die Minimalvariante von- 1 -

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