EUROGA 2002plus - Rhein-Kreis Neuss

rheinkreisneuss

EUROGA 2002plus - Rhein-Kreis Neuss

EUROGA 2002plus

Der Kreis Neuss zeigt sich

von seiner schönsten Seite.

2


3

Inhalt

Seite

3 Grußwort von Landrat Dieter Patt

4-5 Geleitwort der EUROGA GmbH-Geschäftsführer

EUROGA-Projekte im Kreis Neuss

6-9 Schloss Dyck – Zentrum der Dezentralen Landesgartenschau NRW, Gemeinde Jüchen, Kreis Neuss

10-11 Kulturraum Hombroich – Raketenstation Hombroich

12 Kunstweg „Ewald Mataré und seine Schüler“, Stadt Meerbusch

12 Kunstweg „Wass.er kann und was sie will“, Stadt Grevenbroich

13 Kunstweg am Bahndamm, Kreis Neuss

13 Kunstweg nach Düsseldorf – Anatol-Steine am Erftweg, Stadt Neuss

13 Kunstweg Nordkanal – Brücken über den Nordkanal, Stadt Kaarst

14-15 Nordkanal – Noordervaart, Städte Kaarst, Korschenbroich, Neuss

16 „Kultur im Kloster – Ideen werden Wirklichkeit“, Kloster Knechtsteden, Stadt Dormagen

16 Braunsmühle, Stadt Kaarst

17 „Krieg verzehrt, Frieden ernährt ...“, Clemens-Sels-Museum, Stadt Neuss

17 „Glanz und Elend – Spuren des Dreißigjährigen Krieges im Rheinland“, Tuppenhof, Stadt Kaarst

18 Kinderbauernhof der Stadt Neuss

19 Naturgeschichte im Geopark und Haus Tannenbusch, Stadt Dormagen

20 „Ein Bach windet sich wieder“, Renaturierung Jüchener Bach, Gemeinde Jüchen

20 Rheinpark Neuss, Stadt Neuss

21 Energiepfad Grevenbroich, Stadt Grevenbroich

21 „LandArt“, Stadt Grevenbroich

22 Das Radwegenetz der EUROGA 2002plus

23 -24 Kontaktadressen

Grußwort von Landrat Dieter Patt

Die Jahre 2002 und 2003 stehen ganz im Zeichen der EUROGA

2002plus, der 2. REGIONALE des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mit zahlreichen Projekten haben sich der Kreis Neuss und

seine Städte und Gemeinden in dieses einmalige europäische

Projekt eingebracht, an dem insgesamt 58 Kommunen und

drei Kreise auf deutscher und niederländischer Seite

zusammenarbeiten. Beispielhaft für die Projekte im Kreis

Neuss seien genannt: Schloss Dyck in Jüchen als Zentrum der

Dezentralen Landesgartenschau NRW, der einzigartige

Kulturraum Hombroich bei Neuss, das Kloster Knechtsteden

bei Dormagen und eine Kunst- und Kulturachse entlang des

von Napoleon nicht vollendeten Nordkanals.

Die Kultur- und Naturräume einer Region nachhaltig zu

stärken und zu entwickeln, ist Aufgabe und Ziel der EUROGA

2002plus. Erst die gemeinschaftliche Anstrengung der Region

Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein und des Landes Nordrhein-

Westfalen erlaubt es, die einzigartigen Kultur- und

Naturschätze der Region zu heben, neu in Wert zu setzen und

ihr unverwechselbares Profil zu schärfen. Einzigartig verbinden

sich die natürlichen Schätze unserer Region mit zahlreichen

Zeugnissen historischer, kultureller und industrieller

Entwicklung.

Durch die EUROGA 2002plus werden sich die Qualität und

Attraktivität unserer Städte und Gemeinden im Kreis Neuss

als Kultur-, Lebens- und Wirtschaftsraum weiter verbessern.

Das was im Kreis Neuss, in den Städten Dormagen, Grevenbroich,

Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch, Neuss sowie in

den Gemeinden Jüchen und Rommerskirchen mit großem

Einsatz geleistet wurde, wird zum Erfolg des Gesamtprojektes

beitragen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten, den

Städten und Gemeinden, den Verbänden und den Vereinen,

für den Einsatz herzlich bedanken.

Als das Kultur- und Naturerlebnis an Rhein und Maas soll

die EUROGA 2002plus auch über den Präsentationszeitraum

vom 19. April 2002 bis 31. Oktober 2003 hinaus wirken. Dafür

stehen das „plus“ im Namen und die auf Nachhaltigkeit

angelegten Projekte.

Die EUROGA 2002plus hat uns im Rahmen der regionalen

Zusammenarbeit noch enger zusammengebracht und viele

Brückenschläge ermöglicht. Diese Zusammenarbeit lässt hoffen,

auch auf eine für alle nutzenbringende Kooperation bei

anderen Zukunftsaufgaben vom regionalen Standortmarketing,

der Tourismus- und Wirtschaftsförderung bis hin zur

Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012.

Wenn die EUROGA 2002plus sich ab April 2002 der breiten

Öffentlichkeit präsentiert, wird auch der Kreis Neuss weitere

Attraktivität gewinnen. Mit dieser Broschüre möchte ich Sie

über die EUROGA-Projekte des Kreises Neuss und seiner

Städte und Gemeinden informieren. Große und kleine Leute

werden staunen, was an großen und kleinen Schätzen bisher

verborgen blieb. Starten Sie Ihre ganz persönliche Entdekkungstour

zu den vielseitigen Kultur- und Naturerlebnissen,

die der Kreis Neuss und die Region zu bieten haben!

Dieter Patt


EUROGA 2002plus

Das Kultur- und Naturerlebnis an Rhein und Maas

Die EUROGA 2002plus ist die 2. REGIONALE des Landes

Nordrhein-Westfalen. Durch das Land NRW initiiert und

gefördert dienen Regionalen als Instrumente zur nachhaltigen

Entwicklung der Kultur- und Naturräume einer Region. Im

Raum Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein und in den niederländischen

Gewesten Noord- und Midden-Limburg werden

bis zu 120 Projekte realisiert. Auf deutscher Seite beteiligen

sich die kreisfreien Städte Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach

und die Kreise Mettmann, Viersen und Neuss. In den

Niederlanden wird u. a. in Venlo und Roermond an regionalen

Projekten gearbeitet. Das gemeinsame Ziel ist die nachhaltige

Entwicklung der Region. Der gemeinsame Weg ist die langfristige

regionale Zusammenarbeit auf breiter Basis.

„Hier passiert was – Das Kultur- und Naturerlebnis an Rhein

und Maas.“ ist das Motto, unter dem sich die EUROGA 2002plus

von April 2002 bis Oktober 2003 der breiten Öffentlichkeit

präsentiert.

EUROGA 2002plus

Im Kreis Neuss gibt es verschiedene bedeutende Projekte. Die

Die EUROGA ist ein europäisches Projekt. Grenzüberschreitend

präsentiert sich in den kommenden Jahren eine einzigartige

Kultur- und Naturlandschaft. Die verborgenen oder schon

vertrauten Schätze dieses Landstriches zu bergen, zu beleben

oder neu zu inszenieren ist das Ziel der EUROGA 2002plus .

Die Region für den europäischen Wettbewerb zu stärken ist

ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt.

Die Vielfalt der EUROGA-Aktivitäten lässt sich unter den

großen Leitthemen Kulturschätze – Dezentrale Landesgartenschau

– Nordkanal – Ausstellung „Wasser~Fälle“ – Radwege

und Naturschätze zusammenfassen.

4

Die Palette reicht von der Präsentation historischer Parkanlagen

und regional bedeutender Kulturdenkmale über die

Schaffung neuer Kunsträume bis hin zu Maßnahmen der

Umweltverbesserung durch Erweiterung der Naherholungsbereiche

oder Anlage von Biotopen. Alle Projekte der EUROGA

2002plus sind langfristig angelegt und stärken die Region

nachhaltig weit über die Jahre 2002/2003 hinaus. Das „plus“

im Namen der EUROGA verdeutlicht dies.

ehemalige Raketenstation im Kulturraum Hombroich, Park

und Neue Gärten Schloss Dyck als Zentrum der Dezentralen

Landesgartenschau, der Rheinpark Neuss, Kloster Knechtsteden

und die Beteiligung an der Neuinszenierung der historischen

Trasse des Nordkanals seien hier als Beispiele genannt.

Die EUROGA 2002plus sendet einen innovativen und vor allen

Dingen langfristigen Impuls in die Region. Die Entwicklung

einer grenzüberschreitenden regionalen Zusammenarbeit

vieler Beteiligter lässt sich fortsetzen. Erhalt und Pflege der

historisch bedeutsamen Anlagen, kulturelle Ereignisse und

Weiterentwicklung der gemeinsamen Präsentation sind die

Aufgaben der kommenden Jahre.

Robert Wirtz Rainer Schmidt

EUROGA GmbH-Geschäftsführer EUROGA GmbH-Geschäftsführer

Ehemalige Raketenstation Schloss Dyck Anatol-Steine Braunsmühle

KREIS NEUSS

NORDKANAL

RADWEG

HIGHLIGHT

WEITERE PROJEKTE

Tungelroyse Beek

Noordervaart

Schwalm Nette

Roer

Maas

Nordkanal

Niers

Das Gebiet der EUROGA 2002plus

Rhein

Erft

Anger

Düssel

Langenfeld

5


6

Dezentrale

Landesgartenschau

2002 Gartenkunst

Park und Neue Gärten Schloss Dyck

Aus dem Dornröschenschlaf wach

geküsst: Über Jahrhunderte war das

barocke Wasserschloss Dyck der Sitz

von Fürsten und Grafen, jetzt wird es

zudem das Mekka der Gartenkunst im

Rheinland, das „Zentrum für Gartenkunst

und Landschaftskultur“, ein Ort

für Blütenträume und Gartenideen.

Neue Gärten

Mehr als 30 Gärten werden auf dem

neuen Gelände am alten Schloss ungeahnte

Blüten treiben. Es sind Gärten

zum Genießen, zum Spielen, zum Entspannen,

zum Staunen und Flanieren

oder auch zum „Abgucken“ mit vielen

Beispielen für den heimischen Garten.

24 von ihnen sind eingebettet in ein im

Laufe des Jahres ansteigendes, grünes,

raschelndes Meer aus Chinaschilf. Lassen

Sie sich überraschen von der Vielfalt,

leiten von grünen Rasenbändern,

bezaubern von kunstvollen Pflanzenarrangements

und begeistern vom

Zusammenspiel von Kunst und Natur!

am Mittleren Niederrhein

Zentrum Schloss Dyck

27. April bis 6. Oktober 2002

Gartenpraxis

Dycker Gartentipps vom Gärtnerprofi

– das sind Gartenbeispiele – eingebettet

in alte Obstplantagen. In diesen Themengärten

finden Sie alles für Ihren Garten,

Blumenpracht, Sitzplätze, Mauern,

schöne Wege. Kurz: Gartenkultur im

Trend der Zeit.

Historischer Schlosspark

Das barocke Schloss mit seinen Vorburgen,

gegründet auf vier Inseln, und

der Landschaftspark vom Anfang des

19. Jahrhunderts sind lebendige Geschichte.

Fürst Joseph sammelte Bäume

– mächtige 200 Jahre alte, seltene und

auch besonders schön gefärbte Exemplare

beschatten nun die Wege.

Sie bilden eine attraktive Kulisse für

das Blütenfest der Rhododendren

oder zartfarbige Narzissenteppiche.

Zentrum für Gartenkunst und

Landschaftskultur

Mit der Gartenschau wird auch der Startschuss

für das „Zentrum für Gartenkunst

und Landschaftskultur im Rheinland“

auf Schloss Dyck gegeben. Das in

Deutschland einmalige Zentrum wird

voraussichtlich im Herbst 2002 mit einer

Ausstellung über Gartenkunst, einem

wissenschaftlichen Institut mit Archiv

und einem touristisch attraktiven Schaubereich

seine Tore öffnen. Das Thema

der europäischen Gartenkunst und

Kulturlandschaft und ihre Ausprägung

im Rheinland wird im Verbund mit dem

neu geschaffenen Kunstmuseum im

Schloss Benrath in Düsseldorf präsentiert,

einem weiteren Glanzlicht der

EUROGA 2002plus.

Natürlich mehr erleben

Schalten Sie ab vom Alltag und starten

Sie Ihre Zeitreise durch das Schloss, den

alten Park und den modernen Dycker

Gärten. Gartenkunst, Spiel und Spaß,

Essen und Trinken, Veranstaltungen,

Konzerte, Feste und Märkte ...

Was Sie noch erwartet

Zum ersten Mal lässt sich eine Landesgartenschau

gleich an sieben verschiedenen

Standorten erleben. Die schönsten

Schloss- und Landschaftsparks des

Mittleren Niederrheins präsentieren

im Rahmen der EUROGA 2002plus eine

„Renaissance der Gartenkunst“.

Neben Schloss Dyck als Zentrum sind

die weiteren Standorte der Landesgartenschau:

• Schlosspark Benrath in Düsseldorf

• Hofgarten in Düsseldorf

• Burgpark Linn und Greiffenhorstpark

in Krefeld

• Schlosspark Wickrath

in Mönchengladbach

• Marienburgpark Monheim am Rhein

im Kreis Mettmann

• Schlosspark Neersen in Willich

im Kreis Viersen

Kontakte: Seite 24, Nr. 25 – 30


Dyck

Benrath

Hofgarten

Linn

Wickrath

Marienburg

Neersen

Sieben alte, wunderschöne, manchmal

sogar geheimnisvolle Gärten und

Parks präsentieren sich als Dezentrale

Landesgartenschau 2002. Gemeinsam

gelingt ihnen, was jedem für sich allein

vielleicht nicht geglückt wäre: Sie erzählen

Geschichten der Gartenkunst und

spiegeln das sich wandelnde Verständnis

von Natur in den letzten drei

Jahrhunderten wider. Die gemeinschaftliche

Anstrengung der Region und des

Landes erlaubt es, die Gartendenkmale

für das Jahr 2002 neu „in Wert“ zu setzen.

Einer der Parks wird sogar erstmals

für die Allgemeinheit geöffnet. Darüber

hinaus schaffen reizvolle Blüherlebnisse

und Installationen moderner Kunst

einen „neuen Blick“ auf scheinbar Gewohntes

und machen die Parks zum

Erlebnis.

Diese Schätze der Region werden

für die Menschen hier und für viele

Besucher neu gehoben. Sie werden

neu und anders sichtbar: Renaissance

der Gartenkunst zwischen Krefeld

und Düsseldorf. Die Gartenkunst oder

Landschaftsarchitektur gehört zu den

wesentlichen Kulturleistungen des

Menschen. Sie spiegelt zudem die verschiedenen

Phasen seiner Auseinandersetzung

mit der Natur: Zunächst

als eher etwas Bedrohliches und zu

Beherrschendes empfunden, wandelte

sie sich in der Aufklärung zum Symbol

für Freiheit und Demokratie. Die

Dezentrale Landesgartenschau – auch

eine kleine Zeitreise in die Kulturgeschichte.

In der Experimentierfreude, die sich im

Hinzufügen moderner (Garten)-Kunst

ausdrückt, liegt eine große Chance.

Der Zusammenklang von historischem

und Modernem ist spannungsvoll und

erzeugt Neues: eine Renaissance. Die

„Renaissance der Gartenkunst“. Für

eine moderne, dem Prinzip der Nachhaltigkeit

verpflichtete Gartenschau in

Nordrhein-Westfalen mit künstlerischkultureller

und touristischer Akzentsetzung

ist dies ein ebenso reizvolles

wie angemessenes Motto.

Die Idee, eine Gartenschau dezentral

im Rahmen der 2. REGIONALE NRW,

der EUROGA 2002plus, zu präsentieren,

ist neu. Die historische wie moderne

Perspektive, das Neuinszenieren attraktiver

Parks mit Blühereignissen und

moderner Kunst werden die Bürger der

Region und des Landes Nordrhein-

Westfalen begeistern und sie animieren,

diese Parks und die Landschaftsgärten

des 18. und 19. Jahrhunderts zu besuchen.

Einen festlichen Gartensommer

lang werden die sieben Paradiese der

Dezentralen Landesgartenschau 2002

zum Symbol der Wiederentdeckung

zahlreicher wertvoller Gärten im Rheinland.

Kontakt: Seite 24, Nr. 25 – 30

Park und Neue Gärten Schloss Dyck Schlosspark Benrath

Hofgarten

Burgpark Linn und Greiffenhorstpark

Schlosspark Wickrath

Marienburgpark

Schlosspark Neersen


„Kunst parallel zur Natur“ – der Satz von Cézanne scheint für das Museum Insel Hombroich

geschaffen zu sein. Markenzeichen der einmaligen Museumslandschaft an der Erft bei Neuss-

Holzheim ist die ausgeprägte Verbindung von Natur- und Kunsterlebnis: Über ein 20 Hektar

großes Areal mit Wiesen, Feuchtflächen und kleinen Wäldern sind unterschiedliche, zurückhaltende,

meist weiße, kubusartige Architekturskulpturen von Erwin Heerich verteilt, in denen

zeitgenössische Kunst präsentiert wird. Werke von Cézanne, Rembrandt, Klimt, Arp, Graupner,

Fautrier, Calder, Matisse, Tadeusz, Giacometti, Schwitters und Picabia werden gezeigt, daneben

alte Khmer-Kunst sowie persische und chinesische Skulpturen. Die Wanderung zwischen den

Gebäuden ist ein einzigartiges Erlebnis einer Annäherung von Kunst und Natur.

Kontakt: Seite 23, Nr. 4

10

Kulturraum Hombroich –

Raketenstation Hombroich

Ehemalige Raketenstation

Zum einzigartigen Museumskonzept gehört seit 1996 auch ein Kultur- und Zukunftslabor auf

der ehemaligen NATO-Raketenstation in Neuss-Holzheim. Die Verknüpfung der ehemaligen

Raketenstation mit dem Museum Insel Hombroich soll eine Brücke schlagen zwischen dem

alten Landschaftspark in der Erftaue und der nunmehr friedlich genutzten ehemaligen militärischen

Anlage. In unmittelbarer Nähe zum Museum Insel Hombroich leben und arbeiten

hier heute Künstler und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen: Maler, Bildhauer,

Literaten, Musiker, Komponisten, Philosophen, Biophysiker. Ein besonderer Ort mit einer

ungewöhnlichen Entwicklungsgeschichte. Die ehemaligen Raketenhallen und Pavillons dienen

nun als Ateliers, Lebensräume und Veranstaltungsorte – durch wenige Eingriffe geöffnet

und gestaltet. Dazu haben sich neue Architekturen gesellt, die alle eine künstlerische

Handschrift tragen.

Chilida-Skulptur

Die 2001 fertig gestellte 15 Meter hohe Betonstatue von

Eduardo Chilida, einem weltberühmten baskischen Bildhauer,

markiert den Kulturraum Hombroich wie eine gewaltige

„Knospe“ und bildet das neue weithin sichtbare Symbol:

Kulturraum Hombroich – Raketenstation Hombroich.

EUROGA-Projekt „Krieg und Frieden“

Im Rahmen des EUROGA-Projektes „Krieg und Frieden“ haben Künstler in Zusammenarbeit

mit der Stiftung Insel Hombroich das Projekt „Field-Institute-Hombroich“

auf der Raketenstation entwickelt.

Im Selbstverständnis der Raketenstation als Kulturlabor und als Baustein im

Leitprojekt „Krieg und Frieden“ werden zwei junge Künstler aus Ländern im

Kriegszustand eingeladen, um hier freiheitlich und ohne Restriktionen, welcher

Art auch immer, tätig zu sein. Jeder dieser Künstler weiß aus der Lebens- und

Arbeitssituation im eigenen Land genau, was Krieg und Frieden jetzt und heute

bedeuten und bedeuten können: Esther Shalev-Gerz aus Israel und Kalil Rabah

aus Palästina. Die ehemalige Raketenstation wird dabei in doppelter Hinsicht

zum authentischen Ort der Konversation. Einmal in historischen Dimensionen der

Brisanz kriegerischer Potentiale der jüngsten Zeitgeschichte und zum anderen

in der tatsächlichen Widmung in das genaue Gegenteil: Freiheit, Kreativität,

Fantasie als Gegenmodell für eine Welt von morgen.


Kunstweg „Ewald Mataré und seine Schüler“,

Atelier von Ewald Mataré

Stadt Meerbusch

Professor Ewald Mataré gehört zu den bedeutenden deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er wirkte als Maler

und Bildhauer. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er als Lehrer an der Kunstakademie Düsseldorf tätig und prägte in

dieser Lebensphase maßgeblich den künstlerischen Lebensweg seiner Schüler. In Meerbusch-Büderich, wo Ewald

Mataré von 1932 bis zu seinem Tode lebte und sein Atelier unterhielt, sind heute Werke aus seiner und seiner Schüler

Hand zu sehen. Auf einem Rundgang durch den Stadtteil Büderich treten die Kunstwerke dem Betrachter in ihrer

individuellen Originalität entgegen. Ihre räumliche Nähe erlaubt es dem Betrachter darüber hinaus, die Beziehung

zwischen Lehrer und Schüler über die einzelnen Werke in einen inneren Zusammenhang zu stellen. Der Kunstweg

beginnt an Matarés Atelier und führt von dort zu den Arbeiten seiner Schüler. Kontakt: Seite 23, Nr. 13

12

Kunstweg „Wass.er kann und was sie will“, Stadt Grevenbroich

Am Ufer, Willy Hengstermann

Kunst durchströmt Grevenbroich. 40 Künstlerinnen und Künstler haben Installationen

im Wasser, an Ufern und Brücken, in Parks und Gärten geschaffen. Zum Thema

„Wass.er kann und was sie will“ gibt es Bilder- und Foto-Ausstellungen sowie multimediale

Aktionen in Ausstellungshallen. Performances und ein musikalisches Rahmenprogramm

vervollständigen den Kunstweg. Man erlebt eine idyllische Wasserlandschaft

mit zahlreichen Möglichkeiten zum Verweilen. Der Kunstweg ist zu Fuß zu

erleben und erstreckt sich ca. vier Kilometer als Rundweg. Er führt durch idyllische

Landschaft und über den Marktplatz in Grevenbroichs Stadtmitte mit zahlreichen

Verweilmöglichkeiten auf Bänken oder in Lokalen. Gruppenführungen nach Anfrage

möglich. Kontakt: Seite 23, Nr. 8

Kommunikationsversuche, Wilhelm Schiefer

Kunstweg am Bahndamm, Kreis Neuss

Das Kulturzentrum des Kreises Neuss in Rommerskirchen mit dem Landwirtschaftsmuseum und den Kunsthallen des international

renommierten Bildhauers Prof. Ulrich Rückriem bildet den Ausgangspunkt für einen Kunstweg, der zunächst bis zur

Museumsinsel Hombroich führt. Entlang des so genannten „Strategischen Bahndammes“ – einer nicht genutzten und weitgehend

begrünten Bahntrasse zwischen Rommerskirchen und Hombroich – stellt der Künstler Prof. Rückriem an insgesamt sieben

ausgesuchten Standorten Skulpturen auf. Bei den Skulpturen handelt es sich um so genannte „Scheiben“ aus Porino – einem

rosafarbenen Granit aus Spanien. Eine begleitende Ausstellung wird von Mitte April bis Mitte August 2002 zum Thema: „Carrara

– ein Steinbruch in Italien“, Fotografien Horst Hahn, im Kulturzentrum des Kreises Neuss in Rommerskirchen zu sehen sein.

Vom Kulturraum Hombroich wird dieser Kunstweg symbolisch bis nach Schloss Dyck weitergeführt und verbindet damit zwei

besondere Orte der Kunst im Kreis Neuss miteinander. Hierdurch wird die besondere Gelenkfunktion des Kulturraumes

Hombroich für die Kunstwege hervorgehoben. Kontakt: Seite 23, Nr. 2

Steine am Weg, Anatol Herzfeld

Steele, Prof. Ulrich Rückriem

Kunstweg nach Düsseldorf –

Anatol-Steine am Erftwanderweg, Stadt Neuss

Die Stadt Neuss setzt den Kunstweg von Hombroich entlang des Erftverlaufes bis zur

Erftmündung fort. Im Verlauf des Erftwanderweges stehen fünf Kunstobjekte des auf

der Museumsinsel Hombroich tätigen Künstlers Anatol Herzfeld. Die über 18 Wochen

andauernde Kunstwegestaffel verbindet symbolisch die kulturell bedeutsamen Stätten in

der Region Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein. In diesem Rahmen werden die Kunstwege

mit einer Vielzahl attraktiver Veranstaltungen der Öffentlichkeit präsentiert.

Kontakt: Seite 23, Nr. 14

Kunstweg Nordkanal – Brücken über den Nordkanal, Stadt Kaarst

Die Trasse des historischen Nordkanals, gerade im Bereich des Naherholungsgebietes Kaarster See, ist

ein bevorzugter Standort, zum zentralen Thema der EUROGA 2002plus eine Verbindung zwischen Natur,

Kultur und Technik des Wassers glaubwürdig herzustellen. Die Großplastik „Brücken über den Nordkanal“

von Wilhelm Schiefer besteht aus fünf hausähnlichen Gebilden, die jeweils auf 11 m hohen Stelzen ruhen.

Die Form der Häuser erinnert an Hochsitze, Wachtürme oder andere seit alters in die Natur eingepasste

Bauten. Die Einzelobjekte gruppieren sich beidseitig des Nordkanals und beziehen die am Standort vorhandene

Fußgängerbrücke ein. Die fünf Wohntürme sind durch Stiegen und Leitern vielfältig untereinander

verknüpft. Alle diese Verbindungen sind direkt und zielstrebig oder aber indirekt und umwegig und

symbolisieren ein zeitgenössisches Thema: „Kommunikation“. Kontakt: Seite 23, Nr. 16

13


14

Helden

Maasbree

Venlo

Nettetal

Zu neuem Leben erweckt werden soll der von Napoleon nie vollendete „Grand Canal du Nord“, der den Kreis Neuss

beginnend am Rhein in Neuss über Kaarst und Korschenbroich von Ost nach West durchzieht. Markierungsstangen werden

dem Besucher dort, wo nicht im Landschaftsprofil erkennbar, die historische Trasse des Nordkanals neu erlebbar

machen. Die Markierungsstangen gleichen in Art und Ausprägung Vermessungsstäben und erinnern an die herausragende

ingenieur- und vermessungstechnische Leistung der napoleonischen Ingenieure. Boden- und Randmarkierungen

entlang der „Fietsallee“, einer durchgehenden Radwegeverbindung von Neuss bis Helden/NL, werden die Orientierung

erleichtern und den die Region durchschneidenden Verlauf des Kanals verdeutlichen. Rastplätze entlang der Fietsallee

laden zum Verweilen ein. Neben der Fietsallee werden aber auch die noch bestehenden historischen Bauwerke wie das

Brückenwärterhaus und das Epanchoir in der Nähe der Stadthalle in Neuss Besucherziel. Die Maßnahmen werden zum

Teil erst im Jahr 2003 verwirklicht.

Mit einem „Nordkanaltag“, einem gemeinsamen Fest in allen zwölf Anliegergemeinden auf deutscher und niederländischer

Seite, soll die besondere wirtschafts- und kulturhistorische Bedeutung dieses napoleonischen Bauwerkes für die

Region herausgestellt werden. Kontakt: Seite 23, Nr. 1

Straelen

Mönchengladbach

Grefrath

Viersen

Willich

Korschenbroich

Nordkanal – Noordervaart

Städte Kaarst, Korschenbroich, Neuss

Kaarst

Neuss


Kloster Knechtsteden

Stadt Dormagen

„Kultur im Kloster – Ideen werden Wirklichkeit“

Das größte mittelalterliche Kloster des Erzbistums Köln

gehört zu den bedeutenden Baudenkmälern des Rheinlandes

und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Stilbildend für

die rheinische Baukunst des 12. Jahrhunderts überragt die

romanische Basilika das Klosterareal mit seiner Vielfalt von

Gebäuden. Neben dem Orden der Spiritaner beherbergt

das Kloster eine Vielzahl von anderen Nutzern, die im Laufe

der letzten Jahre dort integriert wurden. Das Spektrum reicht

vom Waldkindergarten über das Norbert-Gymnasium bis

hin zu einem Arbeitsprojekt. Es umfasst Künstlerateliers,

die Bildungsstätte Libermannhaus sowie das neu eröffnete

Haus der Natur – Biologische Station im Kreis Neuss e. V.

Nachdem der Kernbereich der Knechtstedener Denkmäler

annähernd fertig saniert ist, erfährt das gesamte Ensemble

durch die Neu- und Umgestaltung von Höfen und Gassen

eine denkmalgerechte Rahmung. Verbunden mit diesem

Ansatz ist die autofreie Gestaltung des Klosterzentrums.

Herzstück des neuen Konzeptes ist der Landwirtschaftstrakt.

Mit dem Umbau des ehemaligen Bullenstalls in eine Kunst-,

Ausstellungs- und Veranstaltungshalle eröffnen sich vielfältige

Möglichkeiten sowohl für die im Kloster ansässigen

Institutionen als auch für Kunst- und Kulturinitiativen von

überregionaler Bedeutung.

Der Umbau eines ehemaligen Kornspeichers in eine Theaterscheune

ist Voraussetzung zum Start des Theatersommers

Knechtsteden, der ab 2002 jährlich inmitten der romantischen

Atmosphäre alter Stallungen stattfinden soll. Hinzu kommen

ein Heuhotel für Kinder und Jugendliche sowie neu gestaltete

Sanitäranlagen. Der traditionsreiche Knechtstedener

Landwirtschaftshof verwandelt sich in einen lebendigen

Kulturhof, der auch Platz für Märkte und Feste bietet.

Kontakt: Seite 23, Nr. 5, 7

Braunsmühle

Stadt Kaarst

Über Jahrhunderte hinweg haben Windmühlen das Landschaftsbild

am Niederrhein geprägt. Schon 1580 stand an der heutigen

Stelle eine Windmühle aus Holz. Nach dem letzten Feuer wurde

im Jahre 1756 eine steinerne Mühle nach holländischem Vorbild

errichtet. In dieser Mühle wurde noch bis 1930 mit Wind gemahlen.

Erst 1931 wurde der Antrieb auf Dieselmotor umgestellt.

Mitte der 50er-Jahre wurde die Mühle stillgelegt. Im Rahmen

der EUROGA 2002plus erfolgte die denkmalpflegerische Sanierung

der Braunsmühle in Kaarst-Büttgen einschließlich der

historischen Malwerke und des Mühlengetriebes. Die Fördergemeinschaft

Brauns Mühle Büttgen e.V. wird die Mühle wieder

in Betrieb nehmen und sie als museale Begegnungsstätte der

Öffentlichkeit zugänglich machen.

Kontakt: Seite 23, Nr. 16; Seite 24, Nr. 17

Clemens-Sels-Museum

Stadt Neuss

„Krieg verzehrt, Frieden ernährt ...“

Anlässlich der „EUROGA 2002plus“ wird sich die Stadt Neuss

mit dem Clemens-Sels-Museum in umfassender Weise

an dem Projekt beteiligen. Zahlreiche Exponate spiegeln

die Geschichte von „Krieg und Frieden“ in Neuss wider. Das

Clemens-Sels-Museum Neuss – 1912 gegründet – ist ein kunstund

stadthistorisches Museum von überregionaler Bedeutung.

Die einzigartige Ausrichtung als Sammelmuseum mit unterschiedlichen

Abteilungen von der Archäologie bis zur Kunst

der Gegenwart erlaubt die Darstellung eines Themas in weitestem

Spektrum. Die bedeutendsten Objekte des Clemens-Sels-

Museums von der Römerzeit bis zur Gegenwart werden

im Rahmen des EUROGA-Themas „Krieg und Frieden“ zu

einer großen, aus drei Schwerpunkten zusammengesetzten

Ausstellung unter dem Titel „Krieg verzehrt, Frieden

ernährt ...“ präsentiert.

„Legionen an Rhein und Erft – 400 Jahre römisches Militär in

Neuss“ , „Mahnmale“ und „Krieg und Frieden in der Kunst des

Clemens-Sels-Museums“ informieren die Besucher nicht nur

über das Vergangene, sondern sollen auch zur Auseinandersetzung

mit dem Thema anregen. Von besonderem Interesse

dürfte zudem sein, dass ein Teil dieser Ausstellung im Obertor

präsentiert wird. Das Obertor, das mit dem Clemens-Sels-

Museum verbunden ist, war im Mittelalter der südlichste Teil

der Stadtbefestigung. Zugleich ist es eines der wichtigsten

Zeugnisse der kriegerischen und friedlichen Phasen der

Neusser Stadtgeschichte. Es hat als einziges Tor die verschiedenen

Kriegszeiten, aber auch die städtebaulichen Veränderungen

im Zeitalter der Industrialisierung in Neuss überstanden.

Kontakt: Seite 23, Nr. 10

Tuppenhof

Stadt Kaarst

Ausstellung „Glanz und Elend – Spuren des

Dreißigjährigen Krieges im Rheinland“

Der Tuppenhof zählt zu den seltenen vierflügeligen, typisch

rheinischen Hofanlagen des 18. Jahrhunderts. Hof- und Gartenanlagen

des Tuppenhofes haben sich im Laufe von Jahrhunderten

kontinuierlich entwickelt und auch immer wieder verändert.

Auf der Grundlage der Bauforschung ist davon auszugehen,

dass der Hof schon vor dem Dreißigjährigen Krieg entstanden

ist. Die Hofanlage wurde 1999 zum „Museum für bäuerliche

Geschichte und Kultur“ genutzt. Gartendenkmalpflegerisch

bedeutsame historische Relikte ließen in Ansätzen die wesentlichen

Grundstrukturen des ehemaligen Bauerngartens erkennen.

Durch gartendenkmalpflegerische Maßnahmen wurden

die historischen Grobstrukturen des ehemaligen Bauerngartens

wiederhergestellt und die Streuobstwiese instandgesetzt.

Die alte Brunnenanlage wurde aktiviert, Feucht- und

Trockenbiotope angelegt sowie Wege und Plätze hergestellt.

Die kulturhistorische Ausstellung „Glanz und Elend“ verweist

auf Spuren des Dreißigjährigen Krieges im Rheinland und

bietet einen zusätzlichen Anreiz. Teilbereiche der Ausstellung

sind dem 1591 in Büttgen geborenen Jan van Werth gewidmet,

der zum Reitergeneral des Dreißigjährigen Krieges aufstieg und

von Kaiser Ferdinand III. zum Reichsfreiherrn erhoben wurde.

Jan van Werth starb 1652 in Benatek in Böhmen. Neben der

Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm mit

Theater, Lesungen und Konzerten statt.

Kontakt: Seite 23, Nr. 16; Seite 24, Nr. 18

17


Kinderbauernhof der Stadt Neuss

Verbund „net:natuur_cultuur“

Kühe sind nicht lila. Neusser Kinder wissen das. Obwohl sie in der Stadt wohnen, erleben sie auf „ihrem“

Bauernhof, wie Hühner, Schweine, Ziegen, Esel und andere Nutztiere aussehen und leben, was sie fressen und

welche Laute sie von sich geben. Der Kinderbauernhof befindet sich in einer historischen Hofanlage. Als Teil

des Natur- und Landschaftsschutzzentrums sind die Ausstellung „Lebensräume in Feld und Flur“, ein lebendes

Bienenvolk und ein lebender Ameisenstaat zu bestaunen.

Interaktives Spiel, ein Spielplatz und eine Spielzeugausstellung ergänzen das Angebot. Der Besucher findet im

Anschluss an die Außengehege des Kinderbauernhofes im Selikumer Park und im Arboretum den Landschaftslehrpfad.

Dieser führt auf einem 1,5 km langen Rundweg durch die Kulturlandschaft Erftaue. Eintritt frei.

Kontakt: Seite 23, Nr. 9

18

Naturgeschichte im Geopark und Haus Tannenbusch

Verbund „net:natuur_cultuur“, Stadt Dormagen

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beteiligt sich mit dem Geopark und Haus Tannenbusch an

der EUROGA 2002plus. Beide Einrichtungen gehören zu dem Verbund „net:natuur_cultuur“, dem sich

16 naturkundliche Museen und biologische Stationen angeschlossen haben. Das Haus Tannenbusch

präsentiert eine naturkundliche Ausstellung mit Aussagen zur Strom- und Siedlungsgeschichte zwischen

Wasser und Wald. Beispielhaft werden vier schützenswerte Landschaften in ihrem ökologischen

Zusammenhang dargestellt. Der Geopark ist ein geologischer Lehrpfad in Form einer naturnah gestalteten

Anlage. Konzipiert als kleiner Rundweg zeigt der Geopark wesentliche, landschaftsprägende

Gesteine. Zusätzlich befinden sich hier ein Naturlernpfad und ein Wildpark. Kontakt: Seite 23, Nr. 5, 6

19


20

Rheinpark Neuss

Stadt Neuss

Der Bereich des Neusser Rheinvorlandes zwischen

Südbrücke/B1 und Scheibendamm liegt zentral

zwischen den Innenstädten von Düsseldorf und

Neuss in Nähe des Dienstleistungsbereiches

Hammfeld mit 6.500 Arbeitsplätzen. Diese Lage

bietet sich geradezu zur Entwicklung eines

Naherholungsangebotes an. Die Stadt Neuss beabsichtigt

den Ausbau des Rheinparks bei finanzieller

Förderung mit Landesmitteln in den Jahren

2002 und 2003. Kontakt: Seite 23, Nr. 14

Renaturierung

Jüchener Bach

Gemeinde Jüchen

„Ein Bach windet sich wieder“

Der Jüchener Bach durchquert die Gemeinde

Jüchen auf einer Länge von acht Kilometern.

Inmitten einer strukturarmen, fast ausgeräumten

Agrarlandschaft markiert die unter Landschaftsschutz

stehende Bachaue einen Lebensraum mit

vielfältigen Zufluchts- und Ausgleichsfunktionen

für Fauna und Flora. Südlich und nördlich der

Ortschaft Bedburdyck wurde der Jüchener Bach

auf einer Länge von 1.100 Metern verlegt und

renaturiert. Stillwasserzonen wurden gebildet,

standortgerechte Ufergehölze angepflanzt und

breite Uferrandstreifen mit wechselfeuchten,

artenreichen Kräuter- und Staudenfluren angelegt.

Besaß der Jüchener Bach vor Beginn der Renaturierungsmaßnahme

noch ein begradigtes, kanalartiges

Bett und völlig gehölzfreies Ufer, so präsentiert

er sich jetzt als ein Fließgewässer, das wieder

weitgehend seinem ursprünglichen Zustand

entspricht. Kontakt: Seite 23, Nr. 11

Energiepfad Grevenbroich

Stadt Grevenbroich

Zur EUROGA 2002plus setzt die Stadt Grevenbroich auf

Power. Ihr Beitrag ist ein Energiepfad, der an Stätten traditioneller

und moderner Energiegewinnung vorbeiführt. An der

Erft bei Grevenbroich wird im großen Stil Strom gewonnen –

nicht nur aus Braunkohle und Wasser, sondern auch aus

Wind und Sonne. Der Energiepfad soll dem Besucher die

Energie-Landschaft zu Fuß oder per Fahrrad auf einer bis zu

30 Kilometer langen Route erlebbar machen.

Ein Informations- und Dokumentationszentrum zur EUROGA

2002plus im Allgemeinen und zum Thema Energie im Besonderen

richtet die Stadt Grevenbroich im Museum am Stadtpark

ein. Es informiert über die einzelnen Pfade und veranstaltet

eine Sonderausstellung zur Industriegeschichte der

Region. Kontakt: Seite 23, Nr. 8

„LandArt“

Stadt Grevenbroich

Im Rahmen des Energiepfades errichtet der Verein für kulturelle

Weiterbildung und Pflege des Europagedankens e.V.

ein Kunstwerk in Zusammenarbeit mit dem französischen

Künstler Benoit Tremsal. Hierbei handelt es sich um das

Projekt „Entwicklungsfelder“, in dem entsprechend dem

Gesetz der Gattung LandArt Werkstoffe der Natur verarbeitet

werden. Symbolisch wird in drei Meter hohen Hügeln aus

Abraum und quadratischen Feldern aus Kohle auf die Historie

des Kohlebergbaus und dessen Folgen verwiesen. Das

Kunstwerk entsteht neben dem rekultivierten Elsbachtal an

der Gustorfer Höhe und wird eine Station des Energiepfades

sein. Kontakt: Seite 23, Nr. 8

21


Das Radwegenetz der EUROGA 2002plus

Das EUROGA-Gebiet wird durch ein Netz von Radwegen erschlossen, das die Erreichbarkeit der EUROGA-

Ziele auf ökologische Weise sicherstellt. Neben einer EUROGA-Hauptroute ist das gesamte EUROGA-

Gebiet durch Querrouten erschlossen. 600 Kilometer Radweg führen zukünftig durch die Region zu den

EUROGA 2002plus-Projekten. Der Besucher erhält die Möglichkeit, einmal ohne Auto die Schönheiten im

EUROGA-Gebiet zu erkunden. Neue Verbindungen, z. B. zwischen Schloss Dyck als Zentrum der Dezentralen

Landesgartenschau und dem Kulturraum Hombroich, wurden geknüpft. Der EUROGA-Radweg ist auf

seiner ganzen Länge umfassend beschildert. Das „gelbe Plus“ als Markierung der EUROGA 2002plus weist

den Weg für große und kleine Ausflüge. Die Erreichbarkeit vieler Ausgangsstationen für Ausflüge in die

Region wird durch die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr erleichtert. Ein Radwanderführer

und weitere thematische Führer werden die EUROGA 2002plus in ihrer vielfältigen Ausgestaltung

für den Besucher erschließen. Kontakt: Seite 23, Nr. 1


1

2

3

Kontaktadressen

EUROGA-Koordinator

für den Kreis Neuss

Wolfgang Hoff, Amt 61

Lindenstraße 10

D-41515 Grevenbroich

Telefon 0 21 81 /601-61 10

Telefax 0 21 81 /57 38 22

planung@kreis-neuss.de

www.kreis-neuss.de

Kreis Neuss – Servicecenter

Oberstraße 91

D-41460 Neuss

Telefon 0 21 31 /928-10 00

Telefax 0 21 31 /928-13 30

servicecenter@kreis-neuss.de

www.kreis-neuss.de

Stiftung Schloss Dyck

Büro Landesgartenschau

Schloss Dyck

D-41363 Jüchen

Telefon 0 21 82/824-0

Telefax 0 21 82/824-211

info@stiftung-schloss-dyck.de

www.stiftung-schloss-dyck.de

4

5

6

Stiftung Museum

Insel Hombroich

D-41472 Neuss-Holzheim

Telefon 0 21 82/20 94

Telefax 0 21 82/12 29

Telefon 0 21 82/57 36 93

Telefax 0 21 82/57 36 95

stiftung@inselhombroich.de

förderstiftung@inselhombroich.de

www.inselhombroich.de

Öffnungszeiten: täglich

1. Februar bis 31. März

von 10 – 17 Uhr

1. April bis 30. September

von 10 – 19 Uhr

1. bis 31. Oktober

von 10 – 18 Uhr

1. bis 30. November

von 10 – 17 Uhr

1. Dezember bis 31. Januar

geschlossen

Eintritt: kostenpflichtig

Stadt Dormagen

Rathaus, Büro für

Öffentlichkeitsarbeit

Kölner Straße 82

D-41538 Dormagen

Telefon 0 21 33/257-260

Telefax 0 21 33/257-310

Harald.Schlimgen@

Stadt-Dormagen.de

www.dormagen.de

Haus Tannenbusch

Stadtteil Delhoven

D-41540 Dormagen

Telefon 0 21 33/9 24 77

Telefax 0 21 33/25 78 07

SDW@faes.de

7

8

9

10

11

Missionshaus

Kloster Knechtsteden

D-41540 Dormagen

Telefon 0 21 33/869-0

Telefax 0 21 33/869-155

www.knechtsteden.de

Stadt Grevenbroich

Rathaus, Öffentlichkeitsarbeit

Am Markt 2

D-41515 Grevenbroich

Telefon 0 21 81 /608-224

Telefax 0 21 81 /608-212

presseamt@grevenbroich.de

www.grevenbroich.de

Kinderbauernhof der Stadt Neuss

Nixhütter Weg 141

D-41466 Neuss

Telefon 0 21 31 /90 85 21

Telefax 0 21 31 / 90 85 27

(Herr Lammerz)

kinderbauernhof@stadt.neuss.de

www.neuss.de

Clemens-Sels-Museum

Am Obertor

D-41460 Neuss

Telefon 0 21 31 /90-41 41

www.neuss.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag

von 11 – 17 Uhr

Eintritt: E 3 f / K 2,30 f

Gemeinde Jüchen

Am Rathaus 5

D-41363 Jüchen

Telefon 0 21 65/91 50

Telefax 0 21 65/91 51 18

gemeinde@juechen.de

www.juechen.de

12

13

14

15

16

Stadt Korschenbroich

Rathaus, Pressestelle,

Sebastianusstraße 1,

D-41352 Korschenbroich

Telefon 0 21 61 /61 30

Telefax 0 21 61 /61 31 08

pressestelle@korschenbroich.de

www.korschenbroich.de

Stadt Meerbusch

Rathaus, Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit

Dorfstraße 20

D-40667 Meerbusch

Telefon 0 21 32/91 64 82

Telefax 0 21 32/91 63 21

michael.gorgs@meerbusch.de

www.meerbusch.de

Stadt Neuss

Rathaus, Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit

Michaelstraße 50

D-41456 Neuss

Telefon 0 21 31 /90-43 04 o. 43 01

Telefax 0 21 31 /90-24 80

presseamt@neuss.de

www.neuss.de

Museum im Stadtpark

Am Stadtpark

D-41513 Grevenbroich

Telefon 0 21 81 /65 96 96

Öffnungszeiten:

Mittwoch – Sonntag

von 10 – 17 Uhr

Eintritt: E 2,60 f

Stadt Kaarst

Rathaus, Bereich Kultur

Am Neumarkt 2

D-41564 Kaarst

Telefon 0 21 31 /987-422

Telefax 0 21 31 /987-121

info@kaarst.de

www.kaarst.de

23

17

18

19

20

Turmwindmühle Braun

An der Braunsmühle 2

D-41564 Kaarst

Geschäftsführer: Theo Nilgen

Telefon 0 21 31 /51 46 88

Tuppenhof

Museum für bäuerliche

Geschichte und Kultur

Rottes 27

D-41564 Kaarst-Vorst

Geschäftsführer: Jürgen Rau

Telefon 0 21 31 /51 14 27

Öffnungszeiten:

Anfang Juni bis Ende Oktober

an Wochentagen nach

Vereinbarung

Samstag und Sonntag

von 11 – 18 Uhr

Die Partner in der Region:

EUROGA 2002plus GmbH

Marktstraße 16

D-40213 Düsseldorf

Telefon 02 11 /8 92 66 50

Telefax 02 11 /8 92 66 60

info@euroga.de

www.euroga.de

Stadt Düsseldorf

D-40200 Düsseldorf

Amt für Kommunikation

Telefon 02 11 /89-9 31 31

Telefax 02 11 /89-9 41 79

hans.joachim.neisser@

stadt.duesseldorf.de

21

22

23

24

Stadt Krefeld

Von-der-Leyen-Platz 1

D-47789 Krefeld

Presseamt

Telefon 0 21 51 /86 14 02

Telefax 0 21 51 /86 14 10

nachrichten@krefeld.de

www.krefeld.de

Kreis Mettmann

Düsseldorfer Straße 26

40822 Mettmann

Telefon 0 21 04/99 26 01

Telefax 0 21 04/99 56 02

burkhard.worm@

kreis-mettmann.de

www.kreis-mettmann.de

Stadt Mönchengladbach

Amt für Stadtmarketing

Voltastraße 2

D-41050 Mönchengladbach

Telefon 0 21 61 /25 24 00

Telefax 0 21 61 /25 24 39

Amt_fuer_Stadtmarketing@

moenchengladbach.de

Kreis Viersen

Rathausmarkt 3

D-41747 Viersen

Telefon 0 21 62/39 14 20

Telefax 0 21 62/39 13 90

christoph.hoelters@

kreis-viersen.de

www.kreis-viersen.de

25

Kontaktadressen

Dezentrale

Landesgartenschau:

Park und Neue Gärten

Schloss Dyck

Stiftung Schloss Dyck

Büro Landesgartenschau

Schloss Dyck

D-41363 Jüchen

Telefon 0 21 82/824-0

Telefax 0 21 82/824-211

info@stiftung-schloss-dyck.de

www.stiftung-schloss-dyck.de

Greiffenhorstpark Krefeld

Stadt Krefeld

Fachbereich Grünflächen

Konrad-Adenauer-Platz 1

D-47803 Krefeld

Telefon 0 21 51 /86-44 02

Telefax 0 21 51 /86-44 40

elke.hoffmann@krefeld.de

www.krefeld.de

28 Schlosspark Wickrath

Mönchengladbach

Amt für Stadtmarketing

Voltastraße 2

D-41050 Mönchengladbach

26 Schloss und Park Benrath und Telefon 0 21 61 /25 24 00

Hofgarten Düsseldorf

Telefax 0 21 61 /25 24 39

Stadt Düsseldorf

Amt_fuer_Stadtmarketing@

Bürgerbüro Gartenamt

moenchengladbach.de

Kaiserswerther Straße 390

D-40474 Düsseldorf

29 Marienburgpark Monheim

Telefon 02 11 /899-48 00

Stadt Monheim am Rhein

heidemarie.hirsch@

Rathausplatz 2

stadt.duesseldorf.de

D-40789 Monheim am Rhein

www.duesseldorf.de

Telefon 0 21 73/951-610

Burgpark Linn und

Telefax 0 21 73/951-609

twaters@monheim.de

www.monheim.de

27

30

Schlosspark Neersen

Stadt Willlich

Geschäftsbereich Stadtplanung

Hauptstraße 6

D-47854 Willich

Telefon 0 21 56/949-237

Telefax 0 21 56/949-222

franz-carl.huebner@

stadt-willich.de

www.stadt-willich.de

24


EUROGA 2002plus Projekte

im Kreis Neuss

Niers

NE 01 Park und Neue Gärten Schloss Dyck,

Gemeinde Jüchen, Kreis Neuss

NE 02 Museum für Gartenkunst – Schloss Dyck,

Gemeinde Jüchen, Kreis Neuss

NE 03 Kunstweg am Bahndamm, Kreis Neuss

NE 04 Kulturraum Hombroich –

Raketenstation Hombroich

NE 05 Field Institute Hombroich

NE 101 Kloster Knechtsteden, Stadt Dormagen

NE 102 Geopark und Waldbildungsstätte

Haus Tannenbusch, Stadt Dormagen

Nordkanal

Rhein

Erft

NE 201 Kunstweg „Wass.er kann und was sie will“,

Stadt Grevenbroich

NE 202 Energiepfad, Stadt Grevenbroich

NE 301 Renaturierung Jüchener Bach,

Gemeinde Jüchen

NE 401 Braunsmühle, Stadt Kaarst

NE 402 Tuppenhof, Stadt Kaarst

NE 403 Kunstweg Nordkanal –

Brücken über den Nordkanal, Stadt Kaarst

Düssel

NE 404 Glanz und Elend, Tuppenhof, Stadt Kaarst

NE 501 Kunstweg „Mataré und seine Schüler“,

Stadt Meerbusch

NE 601 Rheinpark Neuss, Stadt Neuss

NE 602 Kinderbauernhof Neuss, Stadt Neuss

NE 603 Kunstwege nach Düsseldorf –

Anatol-Steine am Erftweg, Stadt Neuss

NE 604 Krieg verzehrt, Frieden ernährt ...,

Clemens-Sels-Museum, Stadt Neuss


Impressum

Herausgegeben

vom Kreis Neuss

Der Landrat

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Oberstraße 91

41460 Neuss

Telefon 0 21 31 /928-13 01

Telefax 0 21 31 /928-13 99

presse@kreis-neuss.de

www.kreis-neuss.de

Redaktion: Harald Vieten/Jürgen Wolf

in Zusammenarbeit mit den

Städten und Gemeinden im Kreis Neuss

Fotos (Hombroich): Thomas Riehle

Gestaltung: werkstudio, Düsseldorf

Druck: Neusser Druckerei und Verlag GmbH, Neuss

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine