Vertiefungsstudie Tram Lugano - vlp-aspan

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Vertiefungsstudie Tram Lugano - vlp-aspan

NVertiefungsstudie Mobilität und GestaltungMassstab 1:2´500Tram LuganoNachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklungeines SiedlungsgebietesStudent: Jordi RieggAdvisor: Klaus ZweibrückenHSR MRU Public PlanningSeptember 2011Doppelgleisiges TramnetzTramhaltestelleEigenständiges Trasse/ ViaduktBaulinieBlockrandbau mit GrünraumIndustriegebäude mit InnenhofParkhaus/ VelostationFortsetzung StadtstrukturMotorisierter Verkehr 50km/hVerkehrsberuhigte Zone 30km/hFussgängerflächeEigenständige VelofahrbahnMischfläche Velo-FussgängerNeuer Platz/ MischflächeNeuer Platz in Planung12KurzzeitparkierungszoneExtensiv genutzte WieseLiegewieseSportwieseWiesenfläche/ RestflächeWaldFluss/ BachRenaturierter FlussraumAlleebäumeVelo-Fussgänger DurchgangTramdepotIntermodaler Umsteigeknoten25m100m12


1InhaltsverzeichnisZusammenfassungEinleitungAnalyseGeschichteGesellschaft/ WirtschaftNutzung und städtebaulicheEntwicklungVerkehrÖffentlicher FreiraumLandschaft und GewässerZusammenfassung AnalyseVision 2030Konzept 2030Nutzungskonzept 2030Verkehrskonzept 203036789101212131415181920202224252627282930323435363738404143444546464748505051AusgangslageAufgabenstellung und ZielAufbauLage im RaumBearbeitungsperimeter1900 - 1960ab 1968ab 1990Soziokulturelle Lage im räumlichen KontextAktuelle wirtschaftliche EntwicklungLage und BebauungsstrukturKantonaler RichtplanEntwicklungsplanZonenplan und NutzungMotorisierter IndividualverkehrParkierungÖffentlicher VerkehrVeloverkehrFussgängerverkehrAufenthaltsräumeErholung und FreizeitWirtschaftliche und gesellschaftliche PrognoseZukünftige räumliche EntwicklungEntwicklung MobilitätZukünftiger Nutzen von Erholung und FreizeitStellenwert der LandschaftStrategie zur räumlichen EntwicklungStädtebau und NutzungKarte Nutzung und StädtebauEntwicklungsphasen 2020 - 2050Karte ParzellierungVariante NutzungImpressionenBeispieleAllgemeinMIV KonzeptParkierung und AnlieferungKarte MIVJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


2InhaltsverzeichnisKonzept öffentlicher Raum2030Landschaftsbild 2030Offene FragenAnhang525354555657585860616262636465666667686868696969696969707276ÖV KonzeptKarte ÖV-NetzVelonetzKarte VelonetzFussgängernetzKarte FussgängernetzVariante MIV-KonzeptBeispieleKonzeptKarte öffentlicher RaumVarianteImpressionenBeispieleKonzeptKarte LandschaftsbildVarianteImpressionenBeispieleWirtschaftsstandortEntwicklung und RegulierungGebäudeparkZukunft GüterumschlagsplatzLandschaftsentwicklungskonzeptMachbarkeitsstudie autofreie ZoneMobilitätsmanagementLandschafts- und GewässerentwicklungskonzeptHochwasserschutzKritische ReflexionBibliografieAngaben zum AutorJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


3Zusammenfassung1Der Begriff stammt aus dem neuen RaumkonzeptSchweiz. Darin wir der KantonTessin als «Stadt Tessin» definiert welcherdas Tor zum mailänder Metropolitanraum ist.Raumkonzept Schweiz, 2011Ausgangslage der vorliegenden Arbeit ist die Projektierungdes neuen Trams für den Agglomerationsraum von Lugano.Der erste Streckenteil der neuen Tramlinie verläuft entlangdes Gewerbe- und Industriegebietes, welches in dieserArbeit analysiert und entwickelt wird. Das Resultat ist eineVision und ein Konzept für das Jahr 2030. Darin wird das Potentialdes Gebietes als städtebauliches Entwicklungsgebietaufgezeigt.Das Siedlungsgebiet liegt zwischen den Gemeinden Mannound Bioggio und ist in den letzten 50 Jahren ohne raumplanerischeStrategien entstanden. Heute sind diese GewerbeundIndustriezonen vom motorisierten Individualverkehr undeiner unstrukturierten städtebaulichen Ordnung geprägt. DerArbeits- und Ausbildungspendlerverkehr führt zu einer konstantenÜberlastung des regionalen Strassenverkehrsnetzes.Der strategisch gelegene Standort profitiert von der Nähe zuLugano und Mailand. Im Agglomerationsraum gilt das Gebietals paralleles Zentrum zur Stadt Lugano. Wir befinden unsan einem der stärksten Wirtschaftsstandorte des KantonsTessin. Das Tramprojekt bietet die Chance, dieses Standortpotentialnachhaltig auszubauen und dem Gebiet eine spezifischeIdentität zu geben. Wird dafür aber keine langfristigestädtebauliche und verkehrsplanerische Strategie entwickelt,riskiert das Tramprojekt, die versprochene Veränderung zuverfehlen.Die Kombination von baulichen Verdichtungsmassnahmenund städtebaulichen Strategien soll Anreize für eine nachhaltigeEntwicklung auslösen. Anhand einer öffentlich-privatenPartnerschaft wird das Industrie- und Gewerbegebiet erneuert.Damit folgt es dem vom Bundesamt für Raumentwicklung,vorgegebenen Ziel der Verdichtung der bestehenden Siedlungsgebieteund des schonenden Umgangs mit den natürlichenRessourcen. Das Entwicklungsgebiet soll zu einemneuen und urbanen Raum werden. Die Tramachse, welche inder Mitte des neuen Gebietes liegt, wird zum Herzstück desneuen Stadtquartiers der «città Ticino» 1 . Mischnutzungen mitden vier Themen «Arbeiten, Wohnen, Einkauf/ Freizeit, Erholung/Natur» sollen den Raum beleben und den negativenCharakter monofunktionaler suburbaner Räume aufheben.Das Ziel ist es, eine «Stadt der kurzen Wege» zu schaffen,in der die nachhaltige Mobilität, also der Fussgänger undVeloverkehr, gefördert wird. Anhand eines neuen Langsamverkehrsnetzeswird das Gebiet in die Umgebung eingebundenund mit den umliegenden Räumen vernetzt. Im gleichenZug werden die Landschaftsräume und Naherholungszonenaufgewertet und die Biodiversität gefördert. Dabei verbindensich Parklandschaft und Landwirtschaftsflächen und werdenJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


4zu einem begehbaren Raum für die Bevölkerung gemacht.Wieder an Gewicht gewinnt in dieser Arbeit, die von einerzukünftigen Ressourcenknappheit ausgeht, die lokale landwirtschaftlicheProduktion.Die Kombination von nachhaltiger Mobilitätsentwicklung undErneuerung des Gebäudeparks macht das Gebiet zu einer«Green City» (Ökostadt). In einem über 40 Jahre andauerndenProzess sollen sämtliche Gebäude durch ökologisch nachhaltigeGebäude ersetzt werden. Anhand eines Gestaltungsplanswird dieser Erneuerungsprozess gelenkt.Das Resultat dieser Arbeit zeigt das Potential einer gesteuertenstädtebaulichen Entwicklung. Es gibt jedoch auch einigeInteressenkonflikte, welche sich bereits abzeichnen. Einerdieser ist der grosse Geleiseraum der SBB Cargo welcherheute als Umlagerungsstation für den kombinierten Verkehr(Lastwagen-/ Schienenverkehr) genützt wird. Eine Kosten-Nutzen-Analyse müsste eine Umnutzung dieses wichtigenInfrastrukturbetriebes prüfen. Für eine detaillierte Analysewar diese Studie jedoch zu umfangreich und allgemein, alsdass sie sich auf dieses Thema vertieft eingehen konnte.Ein neuer Planungsimpuls würde der Region wirtschaftliche,gesellschaftliche und ökologische Vorteile bringen - ganznach dem Prinzip einer nachhaltigen Entwicklung. Diese Arbeitdient als Vision und Denkanstoss für die regionalen undkantonalen Planer, Politiker der umliegenden Gemeinden undPrivatbesitzer. Es besteht die Hoffnung, dass diese die Chancenund das grosse Standortpotenzial des Gebietes erkennenund auszunützen wissen.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


5InhaltSeiteAusgangslage 6Aufgabenstellung und Ziel 7Aufbau 8Lage im Raum 9Bearbeitungsperimeter 10EinleitungJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


6EinleitungAusgangslage 11In Anlehnung an die Aufgabenstellung vom20.02.2011, geschrieben von Klaus Zweibrücken,Dozent HSR Rapperwil.22Die Strecken zur Eröffnung 1896 der Strassenbahndes Typs Ce 2/22 verteilten sichüber das noch wenig besiedelte GebietRichtung Norden, Osten und Süden. Quelle:Tram Museum Zürich, 2011Lugano besass zwischen 1896 und 1959 ein bescheidenes Tramnetzmit einer maximalen Streckenlänge von 7 Kilometern. Ende1959 wurde das letzte Teilstück entlang der Uferpromenadestillgelegt. Seitdem erfolgt die Feinerschliessung der Stadt mitihren 56`000 Einwohnern und der Agglomeration mit 136`000 Einwohnern,im öffentlichen Verkehr, ausschliesslich durch Busse.Bereits 1993 erstellte Lorenzo Custer und Paul Romann imAuftrag des VCS ein Konzept namens „Lugano – Opzionemobilità pubblica“, als Reaktion auf ein Projekt von MarioBotta, welcher ein Verbindungstunnel im See von der südlichenAutobahnausfahrt bis ins Stadtzentrum vorschlug. Darin kamerstmals die Idee eines Trams im Zentrum von Lugano vor.Im Jahre 2005 stellte der VCS eine Weiterbearbeitung derStudie vor. Ihr bestreben ist es die Verkehrsprobleme der Stadtmittels einer neuen Tramlinie zwischen Grancia im Süden undCornaredo im Norden zu lösen. Die Idee dieser Tramlinie tauchteauch im städtebaulichen Wettbewerb zur Entwicklung desStadtteils Cornaredo 2005 auf.2Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


7Einleitung3Das Konzept des Piano dei trasportiLuganesi (PTL) besteht aus drei Ringen.Der erste Ring besteht aus dem regionalenöffentlichen Transportnetz des ganzenKantons. Der zweite Ring besteht aus denvier blauen intermodalen Umsteigepunkten.Der dritte Ring symbolisiert den Umfahrungsringdes Zentrums von Lugano. Quelle:Repubblica e Cantone Ticino, Dipartimentodel territorio, 2010Der PTL (Piano dei trasporti Luganesi) ist das Planungsinstrument,welches durch den kantonalen Richtplan 1990 ins Lebengerufen wurde um die Mobilität der Region Lugano zu verbessern.Er basiert auf einem System von drei Ringen 3 , welche dasZiel verfolgen, die Mobilität zwischen Stadt und Umgebungaufeinander abzustimmen. Dabei sollen «intermodale Knotenpunkte»(blau), die um das Zentrum herum angeordnet sind,als Umsteigeorte für den privaten auf den öffentlichen Verkehrdienen. Die FLP (Ferrovie Luganesi SA/Strecke Lugano – PonteTresa) soll dabei die Funktion einer suburbanen Metro-Linieübernehmen. Ab 2012 wird der neue Strassentunnel «GalleriaVedeggio-Cassarate», am Nordrand der Stadt, das Stadtzentrummit der Autobahn verbinden. Damit wird der intermodale«Nodo Cornaredo» des PTL realisiert. An der Autobahnausfahrtder A2 in Bioggio, unmittelbar am Tunnelportal, soll eine neuePark+Ride-Anlage geplant werden. Von dort soll eine Shuttle-Bahn-Verbindung ins Zentrum von Lugano führen. Auch dieserUmsteigepunkt entspricht dem Konzept der «intermodalen»Umsteigeknoten des PTL.Diese Idee wurde im Agglomerationsprogramm von Lugano(1. Generation) 2007 aufgenommen und zu einer Massnahmefür ein neues Tramnetz von Lugano weiter entwickelt. Auf Basisdes Agglomerationsprogramms (2. Generation) wird nun einVorprojekt des ersten Tramabschnittes Manno – Bioggio – LuganoZentrum Ende 2011 beim ARE eingereicht. Die bestehendeFLP soll auf einer neuen Linienführung durch das Tram ersetztwerden. Die Tramlinie ist als neues Rückgrat des öffentlichenNahverkehrs zu verstehen, welches das Gesamtverkehrsystemder Region stärken soll. Ein zweiter Streckenteil auf der AchseCornaredo-Grancia soll dann 2012, ebenfalls als Vorprojekt, beimARE eingereicht werden. Diese Strecke würde auch einen Teildes Piano Scairolo erschliessen, des grössten Tessiner Gewerbe-und Industriegebietes im Süden der Stadt.Aufgabenstellung 4 und ZielIbid., S. 6Siehe Grafik oben S. 8Vgl. «Glattalbahn, wir bauen Mobilität»,Verkehrsbetriebe Glattal AG, Oktober 20094678Beispiel: Im Agglomeartionsprogramm «aggloY»von Yverdone les Bains wird die Entwicklungzwischen Siedlung und Verkehr in einem konzeptionellenPlan dargestellt. Quelle: «Konzept zurSiedlungs- entwicklung nach innen», Bundesamtfür Raumentwicklung (ARE), 2009Die Aufgabe ist es, im Perimeter 5 des ersten Streckenteils derTramstrecke ein Gesamtkonzept zu einer nachhaltigen Mobilitäts-und Siedlungsentwicklung für das Jahr 2030 zu erarbeiten.Dabei bildet das zukünftige Tram das Kernstück. Anhand einerVision für das Jahr 2030 sind die Verkehrsnetze des Fuss- undRadverkehrs zu entwickeln. Gleichzeitig sind Aufwertungsideenfür die ans Tramtrassee angrenzenden Stadt- und Landschaftsräumezu erarbeiten. Dabei wird auch die bestehendestädtebauliche Struktur erneuert. Als Vorbild dient das „filrouge“-Konzept 6 der Zürcher Glattalbahn.Die Arbeit analysiert im ersten Teil den Ist-Zustand. Dabeiwerden die existierenden Verkehrsnetze und deren Ausbauplanungendargestellt. Gleichzeitig werden parallel laufendeEntwicklungsplanungen, sowie regionale Leitbilder, Richtpläneund Masterpläne ausgewertet und deren wesentlichen Inhaltedargestellt.Im zweiten Teil wird eine Vision für das Jahr 2030 aufgezeichnet.Diese Vision dient als Leitmotiv für das Erarbeiten derKonzepte 8 in den Bereichen Nutzung, räumliche EntwicklungVerkehr, öffentliche Räume und Landschaft. Anhand einesÜbersichtsplanes wird aufgezeigt wie die Haltestellen desneuen Trams konkret auf die Fussweg- und Velowegnetze, sowieauf die baulichen Entwicklungen, Aussenräume und Grün-Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


9EinleitungLage im Raum10111213Bundesamt für Statistik (BFS),Bern 31.12.2009BrigDer transnationale Raum und sein Erschliesungsnetzsteht im Bezug zur MetropoleMailand. Quelle: Raumkonzept Schweiz,2011Ebd.MalpensaVedeggio EbeneBellinzonaLuganoMailandDie Vedeggio Ebene befindet sich im westlichenAgglomerationsraum von Lugano.Quelle: «Ticino città diffusa», Riccardo deGottardi, Tech21/ 13/ 2010Das zu untersuchende Siedlungsgebiet befindet sich aufder südlichen Seite des Alpenhauptkamms der Schweiz, imKanton Tessin. In diesem leben 335`720 Einwohner 10 . Durchdie Dynamik des Wirtschaftsraum der Lombardei steht derKanton in starkem Bezug zu weiteren 6 Mio Einwohner, die ineinem Radius von 50km von der Landesgrenze aus leben. DieserRaum nennt sich «transnationaler Raum» 11 und hängt infunktionaler Weise zusammen. Mailand ist das metropolitaneZentrum dieser Region.Das Tessin, welches im «Raumkonzept Schweiz» 13 «Città Ticino»,auf Deutsch «Stadt Tessin», genannt wird, verfügt überdrei Agglomerationsräume 12 . Der Bearbeitungsperimeterbefindet sich im Agglomerationsraum von Lugano und Mendrisio.Dieser Raum ist geprägt von den vielen Berufs- undAusbildungspendlerbewegungen der italienischen Grenzgänger,welche in der Schweiz arbeiten oder studieren. Dadurchentsteht ein hohes Verkehrsvolumen in dieser Region. Derinternationale Durchgangsverkehr auf der Nord-Süd-Achsebelastet dieses zusätzlich.Im Zentrum der Agglomeration liegt die Stadt Lugano. Nachder Fusion der Stadt Lugano mit acht umliegenden Gemeindenim Jahr 2004 wurde diese Region als «Polo urbano diLugano», als neuer urbaner luganer Pol, definiert. Auf dergegenüberliegenden Seite des westlichen Hügelkamms vonLugano liegt die Vedeggio-Ebene mit dem Fluss Vedeggio.Durch den zunehmenden Siedlungswachstum um die tessinerWirtschaftsmetropole Lugano geraten angrenzende Gebieteunter Druck. Deshalb haben sich die drei Gemeinden Manno,Bioggio und Agno zum «Nuovo Polo Vedeggio» 14 zusammengeschlossen.Dieses vom Bund finanzierte Modellvorhaben (sieheSeite 20) hat das Ziel neue städtebauliche Modelle und neueKonzepte des Flächenmanagements zu entwickeln, um die RegionBasso Vedeggio mit urbanen Strukturen, die der Qualitätder Region entsprechen, auszustatten. Dadurch soll auch dieUmweltqualität für die Bevölkerung und die Angestellten derUnternehmen langfristig verbessert und sichergestellt werden.Das Projekt möchte ein Leitbild für die Region entwickeln, umstrategische Projekte und Gebiete zu bestimmen. Der neuePol definiert sich als Rückgrat zum luganer Pol, wie der untenstehenden Grafik zu entnehmen ist.14Der «Nuovo Polo Vedeggio» (Neuer PolVedeggio) basiert auf einer westlichenErweiterung des Agglomerationszentrums(siehe Grafik). Quelle: NVP rapporto intermedio,2008Tessin/SchweizAgglomerationszentrumRegion MalcantoneNuovo PoloVedeggioneuer PolVedeggioPolo urbanoLuganourbaner PolLuganoLombardei/ EuropaJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


13Analyse1Ab 1990Bis Ende der 90er Jahre wurde die Vedeggio-Ebene kontinuierlich besiedelt.Der Begriffe «Gewerbestrip» stammt ausdem Buch «Handbuch zum Stadtrand» vonVittorio Magnago Lampugnani und MatthiasNoel, 2007.GeschichteDie Vedeggio-Ebene entwickelte sich aufgrund der grossenNachfrage an Gewerbe- und Industrieflächen zu einem, dieganze Ebene überziehenden, «Gewerbestrip» 1 . Im Verlaufeder 90er Jahre begannen sich vermehrt auch Dienstleistungsbetriebe,Finanzinstitutionen, Logistikbetriebe und Hochschulenanzusiedeln. Somit gab es ab den 90er Jahren einewirtschaftliche Verlagerung vom Sekundär- zum Tertiärsektor(Dienstleistung). Mit der stetigen Zunahme und der Vergrösserungder Betriebe wuchs auch die Verkehrsdichte.Viele Arbeiter kamen aus dem benachbarten Italien, was zueiner kontinuierlichen Überbelastung der Kantonsstrassezwischen Manno und der Grenzgemeinde Ponte Tresa führte.Neuerdings siedeln sich vermehrt auch Firmen aus dem MailänderMetroplitanraum in dieser steuergünstigen Lage an.Blick auf die Vedeggio-Ebene von derwestlichen Hangseite. Im Hintergrund siehtman die verbliebene Landwirtschaftsfläche .Foto: Jordi Riegg, März 2011Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


14Analyse23Soziokulturelle Lage im RaumBioggioMannoPerimeterZentrumSuburbaner RaumPeriurbaner RaumHinterlandWaldSeeSozialräumlicher KontextLuganoDer Individualisierungsindex steht für denGrad der Abweichung vom bürgerlich-traditionellenLebensmodell. IndividualisierteLebensformen wie Singlehaushalte oderBerufstätigkeit von Müttern werden aufBasisdes Haushaltstyps und des Familienmodellserfasst. Die Daten stammen ausdem Jahr 2000. Quelle: Stat@las, 2011MannoBioggioIndividualisierungsgradLuganoBern (BE)Unterbäch (VS)Durchschnitt CH8070605040302010Gesellschaft/ WirtschaftDer Perimeter liegt als Teilzentrum, zusammen mit Lugano,im suburbanen Raum des Agglomerationsgebietes (sieheGrafik). Bei der Betrachtung der gesellschaftlichen Situationist dieser in seinem räumlichen Kontext zu sehen. Der Vergleichzwischen den Gemeinden Bioggio, Manno und Luganosoll die sozialräumlichen Differenzen aufzeigen. Einige wenigeklassische Daten des Bundesamtes für Statistik, wie diedemografische Verteilung, der soziale Status und der Individualisierungsindex2 helfen beim Verstehen der Kräfte, die aufdiesen Raum einwirken.Wie in den meisten urbanisierten Gebieten der westlichenGesellschaft, ist auch in dem Agglomerationsraum von Luganoder Wandel von einer traditionellen zu einer individualisiertenGesellschaft festzustellen. Im Zentrum ist die Individualisierunghoch. In Richtung der Randregionen ländlicherGebiete verhält sie sich abflachend und niedrig. Je weiterentfernt von den Agglomerationszentren die Menschenlokalisiert sind, desto traditionellere Lebensformen sind zufinden. Im Vorliegenden Fall ist dieses Phänomen an den dreiverschiedenen Gemeinden eindrücklich nach zu vollziehen 3 .Lugano weisst den höchsten Grad an Individualisierung undManno den geringsten auf. Das Siedlungsgebiet von Mannoist geprägt von Einfamilienhäuser mit Gärten. Bioggio hatgrössere Mehrfamilienhäuser-Zonen, was der Gemeindeeinen suburbaneren Charakter verleiht. Die fortschreitendeSuburbanisierung der Agglomerationsräume läuft parallelzur zunehmenden Individualisierung der Bevölkerung. Diezur Untersuchung herbeigezogenen Daten stammen ausdem Jahre 2000. Die Individualisierungstendenz dürfte sichseither räumlich bereits weiterentwickelt haben. Das dieseVeränderung der Lebensmodelle in der Gesellschaft aucheinen Einfluss auf die traditionelle Wohnform hat, lässt sich ingrösseren Städten bereits seit längerem beobachten.Bei der Betrachtung der Haushalte 4 fällt auf, dass die GemeindeLugano bis zu 25% mehr Einzelhaushalte beheimatet.Im Gegensatz dazu, weisst Manno die grösste Zahl an Paarhaushaltenmit Kindern auf, was wiederum auf eine tendenzielltraditionellere Lebensart hindeutet.Im Vergleichen der demografischen Verteilung der Bevölkerungin fünf Altersgruppen 5 der drei Gemeinden wird ersichtlich,dass Personen ab 65 Jahren in Lugano einen grösserenAnteil ausmachen. Eine Hypothese könnte sein, dass dieStadt Lugano für ältere Leute, welche vermehrt sanitäreInfrastrukturen brauchen, mehr bietet. Dies wird dann augenfälligwenn man die hohe Zahl der über 80 jährigen Menschenbetrachtet, die oftmals pflegebedürftig sind und in Pflegeheimenund Altersheimen wohnen. Die Gemeinden Bioggiound Manno bieten keine solche Infrastrukturen an. HingegenJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


15Analyse4EinpersonenhaushaltePaarhaushalte mit Kindern50 %5Altersgruppe0 - 19Altersgruppe20 - 39Altersgruppe40 - 64Altersgruppe+ 65Altersgruppe+ 8040 %30 %40 %20 %30 %10%MannoBioggioLuganoStand Jahr 2000, Quelle: Stat@lasMannoBioggiosozialer StatusLuganoHerrliberg (ZH)Unterschächen (UR)Durchschnitt CH807060504030201020 %10%6Der soziale Status Index errechnet sichanhand der Bildung, des Berufs und desEinkommens der Bevölkerung einer Gemeinde.Die Daten stammen aus dem Jahr2000. Quelle: Stat@las, 2011MannoBioggioLuganoMannoBioggioLuganoMannoBioggioLuganohat es in diesen Gemeinden eine grössere Anzahl Kinder undJugendliche.Anhand des Index des sozialen Status 6 wird deutlich, dassdie Gemeinden Bioggio und Manno, in Bildungs- und Statusfragen,der Situation einer durchschnittlichen SchweizerGemeinde entsprechen. Darin wohnt ein breiter Mittelstand,wobei 80% der erwerbstätigen Bevölkerung ausserhalb derGemeinde arbeitet. Lugano fällt durch eine leichte Verschiebungnach unten auf. Dies bedeutet, dass tiefere sozialeSchichten im Zentrum der Agglomeration wohnen und derMittelstand eher an dessen Ränder.Die gesellschaftliche Analyse im Rahmen dieser Arbeitbefasst sich bewusst mit der Wohnbevölkerung der beidenGemeinden. Im Bearbeitungsperimeter befinden sich momentankeine Wohnzonen. Unter der Woche ist das Gebietvon Berufs- und Ausbildungspendlern bevölkert, die morgenskommen und abends wieder gehen. Dadurch ist die Gewerbezonetagsüber sehr belebt, abends im Gegensatz dazu ist sie,von einigen Ausnahmen abgesehen, ein menschenleerer Ort.Die analysierten statistischen Daten ergeben erste Anhaltspunkte,die es im Falle einer Nutzungsänderung zu beachtengäbe. Es ist darin bereits zu erkennen, welche Rollen undFunktionen neu entwickelte Teilgebiete in Zukunft übernehmenkönnten. Dazu wird in der Synthese unter dem TitelVision 2030 ein mögliches Szenario aufskizziert.MannoBioggioLuganoMannoBioggioLugano7Wegpendlerquote 2000. Quelle: Stat@las,2011Aktuelle wirtschaftliche EntwicklungSteuerfuss:Manno 60%Bioggio 62,5%Lugano 72.5%Steuervolumen 2008:Manno 19,6 MioBioggio 16,6 MioLugano 300,9 MioEinwohnerzahl 2009:Manno 1247 Pers.Bioggio 2384 Pers.Lugano 55'388 Pers.Gesellschaft/ WirtschaftDie im Perimeter liegenden Gemeinden Bioggio und Mannogehören zu den finanziell Stärksten. Manno steht, im Vergleichzu den anderen tessiner Gemeinden, sogar auf dem zweitenPlatz (siehe Indikator der finanziellen Stärke, Seite 16 oben).Beide Gemeinden weisen einen sehr tiefen Steuerfuss auf, beisehr hohen Steuereinahmen, welche im Zusammenhang mitden finanzkräftigen Gewerbe - und Industriebetrieben stehen.Sie profitieren von der Wirtschaftszone und ihrer Nähe zumtessiner Finanzzentrum Lugano. Diese Vorteile erlauben denGemeinden eine grosse Freiheit, Investitionen in kommunalemIntresse auszuüben. Zudem bilden sie eine optimale Voraus-Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


16AnalyseIndikator der finanziellen Stärke:(2011 -2012)Manno362.49 PunkteBioggio149.94 PunkteLugano142.72 PunktekantonalerDurchschnitt 100 Punkte8Quelle: Kantonales Finanzamt Tessin, 2011Körperschaftssteuern 2010setzung für zukünftiges wirtschaftliches Wachstum.In letzter Zeit häuft sich das Interesse ausländischer Firmen,einen Standorte im entsprechenden Gebiet zu finden. Dabeiist ein interessantes Phänomen zu beobachten: immer mehrUnternehmen aus Italien kommen ins Tessin, um ihren Hauptsitzhier anzulegen. Die Nähe zum wirtschaftlichen ZentrumItaliens, Mailand, und deren ausgesprochen produktivenPo-Ebene, ist dabei ein grosser Vorteil für den Kanton Tessin.Die Firmen suchen sich wegen der aktuellen, politisch undwirtschaftlich unsicheren Situation in Italien einen neuenStandort. Der europäische Raum bewegt, wegen seinenhohen Körperschaftssteuern 8 , Firmen dazu ihre Hauptsitze indie Schweiz zu verlegen.Der Dienstleistungssektor (Tertiärsektor) nimmt seit den 80erJahren kontinuierlich zu. Hierzu ein Überblick der Verteilungder Wirtschaftssektoren der drei Gemeinden:BiggioMannoLuganoQuelle: EFD/ Eidgenössische Steuerverwaltung,2011Wirtschaftssektor 1 (Urproduktion resp. Landwirtschaft)Wirtschaftssektor 2 (Industrieller Sektor)Wirtschaftssektor 3 (Dienstleistung)Die Daten stammen aus dem Jahr 2008.Quelle: Stat@las, 2011Unternehmensgründungen:Jahr Manno Bioggio Lugano2006 12 7 2182007 12 5 2522008 11 x 3082009 6 7 284Neue ArbeitsplätzeJahr Manno Bioggio Lugano2006 23 17 4052007 29 19 4742008 15 x 5672009 11 19 553Quelle: Stat@las, 2011Die Ausprägung des Dienstleistungssektoren der GemeindeManno (77%) und der Gemeinde Lugano (90%) sind signifikant.Eine Ausnahme scheint dabei Bioggio mit einem Anteilvon 53% im industriellen Sektor zu sein.Im Bereich der neu entstandenen Arbeitsplätze ist die Regiondes Vedeggios, dank ihrer attraktiven Lage, äusserst ergiebig.Sie lässt sich somit auch schweizweit, als wirtschaftlichattraktive Zone deklarieren, wie dies in der unten stehendenGrafik deutlich zu sehen ist.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


17AnalyseEin Beispiel dieser fruchtbaren wirtschaftlichen Entwicklungensind die Zuzüge der beiden Kleiderfabrikanten NorthFace und Guess, welche beide ihre Hauptsitze von Italienin die Gewerbezone von Bioggio verlagert haben. SolcheBewegungen zeigen das grosse wirtschaftliche Potenzial desStandortes auf. Grössere Gebietsentwicklungsstrategien gibtes zurzeit noch nicht. Die Region scheint sich jedoch parallelzum drittgrössten Finanzplatz der Schweiz, Lugano, alseigenständiger wirtschaftlicher Pol, zu entwickeln.Neben den bereits genannten Firmendomänen befinden sichaktuell folgende andere Schulen und Unternehmen im Gebiet:Im Bild der Eingang des neuen Hauptsitzesder Firma Guess. Foto: Jordi Riegg, März2011Gewerbezone- Hochschule- Temporärbüro- Edelmetallhandel- Werbung/ Grafik- Bauunternehmen- Finanzberatung- Logistikzentrum- Agronomieprodukte- Grundstück und Gebäudeverwaltung- Uhrenbauer- Pharmazeutische Grundstoffe- Textilprodukte- Rechenzentrum ETHZIndustriezone- Detailhandel Uhren/ Schmuck- Elektronikentwicklung, Produktion- Autogarage und Verkauf- Lebensmittel Engross- Betonfabrik- Veranstaltungstechnik- Kücheneinrichtung- Bootsverkauf- Verpackungsmaterial- Feinmechanische Werkstatt- Metallbauer- Gebäudemanagement- DruckereiJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


18AnalyseaLage und BebauungsstrukturSicht auf MannoGewerbe/ IndustrieWohnenElektrizitätszentraleGeleiserarealLandwirtschaftWaldGemeinde GrenzeAbgrenzung StrassenraumGewerbe- und IndustriestripMangelnde VernetzungUnartikulierte Eingänge100m500mNutzung und städtebauliche EntwicklungDer Gewerbe- und Industriestrip erstreckt sich über eineLänge von ungefähr eineinhalb Kilometer von der Autobahnausfahrtder nördlichen Gemeinde Manno bis zum Kreiselder südlichen Gemeinde Bioggio. Das nördliche Ende desGebietes ist die Fortsetzung eines grösseren Gewerbe- undIndustriestrips, der sich über die ganze östliche Länge derGemeinde Manno ausdehnt. An der Südseite grenzt dasGebiet an die Hauptstrasse «via Lugano», welche die StadtLugano von Westen her erschliesst. Angrenzend befindet sicheine noch unbebaute Gewerbezone, auf welcher der «Parkand Ride»-Terminal des neuen Trams geplant ist. Im Westenwird das Gebiet durch die Kantonsstrasse und den Fuss desAlto Malcantone Gebirgszug begrenzt. Im Osten stösst dasSiedlungsgebiet an den Kanal des Flusses Vedeggio.In lockerer Anordnung reihen sich unterschiedlich grosseSolitäre aneinander. In der Mitte des Gebietes befindet sichein grosses Geleiseareal, das für den kombinierten Verkehrals Umschlagspunkt benützt wird. Die Verladestelle brauchteine Fläche von 9,6 ha, was 26% der ganzen Industrie- undGewerbefläche (Gesamtfläche 36,4 ha) entspricht. Danebenliegt eine Landwirtschaftszone, die eine Fläche von 6,9 haumfasst. Die Charakteristik des Ortes entspricht dem einesGewerbegebietes. Die einzige Nachtaktivität ist der Güterum-NBioggioBosco LuganeseMannoVeziaaJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


19AnalysebSicht auf Bioggiocschlag, der bis 22:30 Uhr dauert. Die meisten Bauten stehenvon der Haupstrasse zurückversetzt. Zwischen den Gebäudenbesteht ein grosser Zwischenraum, der als Parkplatz undErschliessungsstrasse für den motorisierten Verkehr genutztwird. Die Form, Ausrichtung und Gestaltung der ein- bis dreigeschossigenGebäude leiten sich von ihrer Funktion ab undsind meistens in vorfabrizierter Systembauweise konstruiert.Die Gewerbe- und Industriezone weisst, abgesehen von dreiRestaurant und Bars, keine anderen Nutzungen auf. DasGebiet grenzt sich von den beiden Kernzonen der GemeindenManno und Bioggio als eigenständige städtebauliche Typologieab, ohne jedoch ausformulierte städtebauliche Übergängezu markieren. Im Inneren des Gebietes fehlt es an Bezügenzwischen den einzelnen Gebäuden. Die Zwischenräume sindentsprechend willkürlich gestaltet.Um die städtebaulich Situation zu verbessern bedürfte es anAusformulierung der Grenzen und Übergänge. Die Bau-, Freiraumund Erschliessungsstruktur müsste verbessert werden,um dem Ort eine spezifische Identität zu geben.Sicht auf den Geleiseraum9Kantonaler RichtplanTramlinieIndustrie- und GewerbezoneWohn-, Einkaufs- und MischzoneÜberschwemmungsgebietNaherholungsgebietGasleitungLandschaftliche KräftelinieIntermodaler KnotenpunktVerkehrsintensive NutzungPol wirtschaftlicher EntwicklungRevidierter Kantonaler Richtplan, 2010Nutzung und städtebauliche EntwicklungDer revidierte kantonale Richtplan antizipiert die Planungder neuen Tramlinie. Diese ist bis zum Bahnhof der nördlichgelegenen Gemeinde Lamone geführt. Zusammen mit demTram wird auch die Position des intermodalen Umsteigepunktes(P+R-Anlage) definiert. Der Gewerbestrip ist ein Wirtschaftspolmit Entwicklungspotenzial (Karte R7/ PDC 9 ). DerKanton lässt das Erstellen einer verkehrsintensiven Nutzung(Karte R8/ PDC) am südlichen Rand des Gebietes zu. Die Absichtist erkennbar, die monofunktionale Nutzung mit Einkaufoder Wohnen zu mischen (rosa farbige Zonen). Die Ebene istals Überschwemmungsgebiet definiert.NbcJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


20AnalyseEntwicklungsplan10In Anlehnung an den Text über das Modellvorhabendes Bundesamt für RaumentwicklungARE, 2011TramlinieGewerblich- administrative ProduktivzoneProduktivzoneGewerblich- administrative DienstleistungszoneÖffentlicher RaumLangsamverkehrNutzung und städtebauliche EntwicklungDas Modellvorhaben 10 (Entwicklungsplan) bezieht sich auf diedrei Gemeinden Manno, Bioggio und Agno. Es ziehlt daraufhin, neue städtebauliche Modelle und neue Konzepte desFlächenmanagements zu entwickeln, um die Region BassoVedeggio mit urbanen Strukturen, die der Qualität der Regionentsprechen, auszustatten. Das Projekt entwickelt ein Leitbildfür die Region, um strategische Projekte und Gebiete zubestimmen. In dem vorliegenden Plan wird parallel zur Kantonsstrasseeine neue Verkehrsachse samt Baumallee für denmotorisierten Verkehr und den Langsamverkehr entwickelt. Dieverschiedenen Nutzungen werden nicht hinterfragt und vonden kommunalen Zonenplänen entsprechend übernommen.BioggioMannoNZonenplan und NutzungNutzung und städtebauliche EntwicklungGemeinde Manno Gemeinde Bioggio Gemeinde LuganoGesamtfläche 2.4 km2 6 km2 32 km2Siedlungsfläche (Stand 1997) 35,8 % 27,6 % 34 %Industrieareale (Stand 1997) 10,83 % 4,56 % 1,37 %Verkehrsflächen (Stand 1997) 12,5 % 9,3 % 7,0 %Landwirtschaftsfläche (Stand 1997) 21,7 % 21,0 % 5,0 %Waldflächen (Stand 1997) 40,4 % 50,0 % 59,6 %Bevölkerungsdichte (pro km2) 530,7 375,6 1715,8Quelle: Stat@las, 2011Die Nutzungen des Gewerbe- und Industriegebietes werdendurch den Zonenplan von Manno (Stand 2003) und Bioggio(Stand 2005) geregelt. Mischnutzungen sind nicht vorgesehen.Wie im ganzen Kanton Tessin entwickeln die beidenGemeinden einen Landschafts- und einen Verkehrsplan, aufwelche in den betreffenden Kapitel kurz eingegangen wird. Inbeiden Gemeinden sind die Industrie- und Gewerbezonen wiefolgt geregelt:Gemeinde Manno Gemeinde BioggioBauweise keine Vorgabe keine VorgabeBaumassenziffer 5.0 m3/ m2 5.0 m3/ m2 und 4.0 m3/ m2Ausnützungsziffer 1.2 -Indice di occupazione 50% 50% / 40%Gebäudehöhe 21 m 16 mJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


21AnalyseGewerbe/ IndustrieLandschaftszoneZone für öffentliche ZweckeFlussIn beiden Gemeinden ist auf der Seite der Kantonsstrasse eineBaulinie eingezeichnet. Im Baureglement werden die Distanzenzwischen den Gebäuden geregelt. In beiden Gebietenbefinden sich Zonen für öffentliche Zwecke. In der GemeindeManno befindet sich an der Seite der grossen Landwirtschaftszoneeine Parzelle unbebauter Industriezone, welche momentanals landwirtschaftliche Fläche genützt wird. In der Statistikder drei Gemeinden können wir erkennen, dass Manno eine,im Verhältnis zur Gemeindefläche, sehr grosse Industriezonebesitzt. Ein grosser Teil der Gebietsfläche ist Geleiseraum undim Besitz der SBB Cargo. Das Gebiet wurde vor der erstenBioggioMannoNGemeinde Manno Gemeinde Bioggio Gemeinde LuganoNeu erstellte Wohnungen (2009) pro 1000 E. 1,6 2,5 7,8Leerwohnungsziffer (2010) 0,0 % 0,0 % 0,7 %Leerwohnungsziffer (2000) 4,5 % 0,6 % 1,8 %Einpersonenhaushalte 23,9 % 29,4 % 48,9 %Paarhaushalte mit Kinder (2000) 40,6 % 35,4 % 20,3 %Quelle: Stat@las, 2011Bahnreform in den 70er Jahren durch Enteignung vom Bunderworben, mit dem Ziel der Errichtung eines Güterbahnhofes.Das Projekt wurde jedoch nie realisiert.Im Vergleichen der Leerwohnungsziffern, von 2010, der dreiGemeinden Manno, Bioggio und Lugano ist erkennbar, dassin allen drei Gemeinden der Wohnraum knapp und begrenztist. Der Zeitgewinn, welcher aus der Nähe zwischen Wohnortund Arbeitsort entsteht, wird in Zukunft die Nachfrage nachWohnraum in diesem Agglomerationsraum weiter steigern.Diese Tendenz geht bereits aus dem Vergleich zwischen denLeerwohnungsziffern des Jahres 2000 und 2010 hervor. WelcheZonen für diese Bedürfnisse geeignet wären, müsste in einervertieften Studie analysiert werden. Die statistischen Zahlenlassen ebenfalls erkennen, welche Wohnformen der Nachfrageentsprechen. Der suburbane Raum um Lugano scheint vorallemfür Familien attraktiv zu sein. Der Wohnungsdruck stehtjedoch in Konkurrenz zu dem steigendem Bedürfnis seitensder Unternehmungen für Standorte in der Region.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


22AnalyseaMotorisierter IndividualverkehrHauptverkehrsstrasse «via Cantonale»Nationalstrasse A2HauptverkehrsstrasseErschliessungsstrassePrivate GrundstückstrasseHoher SchwerverkehrFehlender LärmschutzGeschwindigkeitslimite 80km/hGeschwindigkeitslimite 60km/hGeschwindigkeitslimite 50km/hGeschwindigkeitslimite 30km/hHochschuleSchwerverkehrsintensive Nutzung100m500mVerkehrDie Hauptverkehrsachse, welche sich vom nördlichen MonteCeneri bis zum südlichen Ponte Tresa erstreckt, verbindet dieGemeinden der Region. Das Gewerbe- und Industriegebietentwickelt sich über 1500m Länge dieser Achse entlang undendet beidseitig in einem Knotenpunk. Dieser ist in Bioggioüber einen Kreiselverkehr und in Manno über eine Lichtsignalanlagegeregelt. Parallel zum Gewerbe- und Industriestripverläuft die Nationalstrasse A2. Die Autobahnausfahrt LuganoNord endet westlich im Verkehrsknoten «Suglio» und mündetin die Hauptverkehrsstrasse. Das Verkehrsgebiet des Bearbeitungsperimeterswird von drei Einfahrten und Ausfahrtenüber die Hauptverkehrsstrasse (Kantonsstrasse) erschlossen.Zusätzlich ermöglicht eine, südlich des Kreisels gelegene, Erschliessungsstrasse,das rückwärtige Erreichen der Industriezone.Die Erschliessungsstrassen dienen hauptsächlich demZiel- und Quellverkehr der Gewerbe- und Industriebauten. DieFreiflächen der Gebäudeparzellen werden als Verkehrs-, LadeundParkflächen benützt.Die beiden Knoten der Hauptachse bilden während den Morgen-und Abendstunden Rückstaubereiche von einer Längebis zu 150m. Die Verkehrsteilnehmer sind in diesen Stundenoftmals Berufs- und Ausbildungspendler aus dem angrenzendenitalienischen Raum. Diese benützen die Hauptverkehrs-NBioggioBosco LuganeseaMannocbVeziaJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


1010110110660150540204020501600162014601490930910100110810790360068027023Analyse0Brugnoli e Gottardi SA TFM_2007_stato 01-2011.ver05.08.2011 piano carico TFM TIM - stato attuale 1:747658054093045049093901017000 2100170180200210109010901930102001090109094302381022990143014301350Gemeinde Manno Gemeinde Bioggio Gemeinde LuganoPendlerbilanz pro 100 Einw. (2000) 404 181,8 142,7Pendlersaldo (Diff. Zu - Wegpendler) 2804 1858 23332Zupendelnde Erwerbstätige (2000) 95,5 % 92,5 % 75,1 %(Schweizer Durchschnitt 58,9%)Wegpendler 73,6 % 72,8% 32,8 %Quelle: Stat@las, 2011b1340c45044011250Erschliessungsstrasse im Gewerbegebiet100100Schwerverkehr Richtung Betonwerk104701140017601760195010620211035035032001930210033503200470460335010930368090127010601060127068010830 15040386010601101270106012706601270106015401090153101540109036501205101540319028028010902040145202802808204302050687014190687076001840280280760018206101000687014640687076002381022990808020143207600760078509290achsen Ponte Tresa - Manno und Lugano - Bioggio. Durch dieEröffnung des Vedeggio-Cassarate-Tunnels sollte laut dem«Piano dei Trasporti Luganese» eine Entlastung des luganerStadtzentrums erreicht werden. Das Teilstück der Hauptverkehrsachseim Bearbeitungsperimeter wird dadurch jedocheiner höheren Belastung ausgesetzt sein. Die Region desVedeggio erlangt des öfteren Feinstaubwerte, die über demschweizer Grenzwert von 120 µm/m3 liegen. Auch ist dieseden starken Lärmemissionen, welche durch die naheliegendeNationalstrasse entstehen, ausgesetzt. Die Gemeinde Mannobemüht sich seit längerer Zeit um eine Finanzierung vonLärmschutzmassnahmen. Die Erschliessungsstrassen desGewerbestrips haben wegen den Industriebetrieben und demUmschlageort für den kombinierten Verkehr einen überdurchschnittlichhohen Lastwagenverkehr. Die Strassenbreite imGewerbegebiet reicht von 6,50 Meter bis 8 Meter. Der Durchschnittdes Tagesverkehrs auf der Verbindungsstrasse imBereich des Geleiseraumes lag im Jahr 2007 bei 1'040 Fahrzeugen11 . Auf der Hauptverkehrsachse Manno-Bioggio betrugder Höchstwert im ersten nördlichen Steckenabschnitt19'600 Fahrzeuge pro Tag 11 . Die Verkehrspläne der GemeindenManno und Bioggio dokumentieren die aktuelle Situation wiebeschrieben. Zurzeit steht ein regionales Verkehrskonzept fürdie Region des Vedeggio in Bearbeitung.1460149078509300796094101460149052052079609410520520141013902299013901410995023810851013901410139014101390141023810102701272090129013109090901060108023810 23810106010801080102709309101060160150817096002381012720 12720910930102709101317010640820930840930910512070070076007908108208409600284081709570106403600808079081079010270810367080801030013250161701044088601257079903604801278010640360480119001248011610480360124801161090130360480380111507904803601011570 1157023027011140370240270230140270680270111301158030687076005120840161707600102702840106401027098601064068707600986028401240503000297043043055069054055056056056056068707600101059601617010174701010102707220115026205026302632970124011540700Durchschnittlicher Tagesverkehr 2007, Quelle: Brugnoli e Gottardi SA, Massagno225960108605310107220101010 109010Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


Gordolaenero-ContraLavertezzoGerra Verz.GudoSementina24GiubiascoBellinzonaAnalyseLocarnoContone S.AntoninoParkierungMagadinoaCadenazzoVira Gamb.ognaRivera Bironico MedegliaoIndeminiSigirinoMezzovico-ViraCamignoloLugaggiaCapriascaTorr.-Tav. Ponte Capr.Pakplätze vor den GewerbebautenLugaggiaCamorinoVerkehrPianezzoDie Freiraumfläche des Gebietes besteht hauptsächlich ausVerkehrswegen, Umladeflächen und Parkfelder. Die Privatautosder Angestellten der ansässigen Unternehmen verbrauchenP. Capr. Encl.den grössten Anteil an Freifläche. Der öffentliche Raum wirdvom ruhenden Verkehr dominiert. Die vielen Berufs- und AusbildungspendlerValcolla und der ungenügend ausgebaute öffentliche Verkehrverhindern eine Umlagerung im Modalsplit auf den ÖPNV,Bognowas zur konstanten Überlastung der Hauptverkehrsachse führt.Weil die Parkzonen vor den Gewerbe- und Industriebauten oftmalskeine freien Plätze mehr aufweisen, parkieren die Arbei-CertaraCimaderaterInnen ihre Autos auf verschiedenen Restflächen im Gebiet.Diese inoffiziellen Parkplätze erzeugen den Eindruck einesIsoneLugaggiaBidognoCorticiascaSonvicoMedegliaS.Antonioungeordneten Raumes.Alto Malcantone BedanoVilla Lug.OriglioLamoneIm ganzen Gebiet werden keine Parkgebühren erhoben. DieComano CadroGravesanoParkfelder sind tagsüber, an den Werktagen besetzt. ZwischenCureglia Canobbioden offiziellen Parkfelder erschliessen Fahrgassen das Gebiet.Einzelne Gebäude haben auch Tiefgaragen. Die tessinerMigliegliaManno CadempinoCademario Vezia Porzaio Encl.SavosaFachhochschule besitzt eine Parkanlage auf dem Dach, welcheArannoNovaggioBioggioLuganoMass.über eine Rampe zugänglich ist. Es ist anzunehmen, dass es imganzen Gebiet eine grössere Anzahl illegaler Parkplätze gibt.IseoBedigliora Curio Agno SorengoSeit dem Jahr 2005 regelt das neue kantonale ParkplatzgesetzVernate Muzzano(Regolamento cantonale posteggi privati RCCP) die neuerstelltenprivaten Parkplätze. Dabei bezieht sich das Gesetz auf dieNeggioParadisoCroglio Pura MagliasoKantonale Parkierungsverordnung Collina d'OroNorm der Vereinigung schweizerischer Strassenfachleute SNRCCPCaslanoTyp 1: das Minimum an Parkplätzen 640 290 . Die Norm sieht eine Minimierung des ParkplatzbedarfsPonte TresaCarabbiaCarabiettanach SN 640 290Granciaist erlaubtnach Güteklassen der Erschliessung durch den öffentlichenCaronaTyp 2: das Minimum bis zum Maximuman Parkplätzen Melide nach SN 640 290Verkehr vor. Die Gewerbezone liegt in der Güteklasse D (geringeErschliessung), was ein Minimum von 70% der obligatorischBarbengoArognoBissoneist erlaubtzu erstellenden Parkplätze zulässt. Der Kanton wurde dabei inkeine Morcote Regulierung nach RCCPMaroggia Gebiete aufgeteilt. Der Betrachtungsperimeter befindet sich inQuelle: Cantone Ticino, Dipartimento del RovioVico Morcoteterritorio, 2005einem Gebiet, in dem nur das Minimum an Parkplätzen (auf dieÖV-Klassen abgestimmt) erlaubt ist. Seit jüngster Zeit werden,Parkplatzflächen auf Vorplätzen MelanoParkplatzfläche Brusino-Arsiziozusammen mit den Unternehmen, Versuche unternommen dasauf GebäudedachRiva S.Vitale Mobilitätsverhalten Muggio der Angestellten anhand von Mobilitätsmanagementzu Cabbio verändern.Capolago100m Meride500mBruzellaMendrisioBruzellaTremonaArzoCaneggioRancateBesazio Castel S. PietroSagnoLigornettoMorbio Sup.Genestrerio Coldrerio Morbio Inf.StabioNovazzano BalernaVacalloNChiassoaJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


25AnalyseÖffentlicher VerkehrVerkehraSchüler der FH warten auf den Bus.bBushaltestelle ohne WarteraumRegionalbus 445Lugano-Bioggio-Lamone 30’/30’ | 60’/ 60’Postauto Linie 422Lugano-Bioggio-Cademario 120’/120’Bushaltestelle (einseitig/ zweiseitig)300m FussewegdistanzFLPTILO100mFerrovie Luganesi 15’/15’Treni Regionali Ticino Lombardia30’/30’Fachhochschule500mDurch das Gewerbegebiet führt heute eine regionale Buslinie.Der Regionalbus 445 verkehrt zwischen Lugano und Lamone.Dort wendet er und fährt auf der gleichen Strecke zurück. Jenach Tageszeit ändert dabei die Frequenz der Busse. Zwischen6:53 Uhr und 8:23 Uhr verkehren sie im Halbstundentakt, wobeieine Fahrt um 7:08 Uhr, diese sogar auf einen Viertelstundentakterhöht. Ebenfalls im Halbstundentakt verkehren die Bussezwischen 14:30 Uhr und 18:00 Uhr. Auch hier besteht eineAusnahme um 17:45 Uhr. Damit liegt das Gebiet laut Norm derVereinigung schweizerischer Strassenfachleute SN 640 290 inder Güteklasse D. Im Gewerbe- und Industriegebiet verkehrtder Bus fliessend. Vor den Knotenpunkten der Hauptstrassekommt er jedoch zusammen mit dem motorisierten Verkehr inden Stau. Die Bushaltestellen sind grundsätzlich als Farbahnhaltestellenausgestattet. Die Gestaltung wird jedoch teilweisevernachlässigt oder es fehlt ein überdeckter Warteraum.Im Gebiet sind die Haltestellen so angeordnet, dass diese imFusswegradius von 300 Meter zugänglich sind.Neben dem Regionalbus gibt es ein Postauto, welches in derNähe des Gebiets hält. Mit einem Zweistundentakt ist diesesAngebot jedoch zu unattraktiv für diese Gegend. Im Gegensatzdazu sind die Haltestellen der Züge TILO und FLP, wennauch ausserhalb des Fussgängerradius, sehr attraktive Mittel- und Feinverteilerpunkte. Der FLP Zug hat seit dem Wechselauf den Viertelstundentakt an Beliebtheit bei der Bevölkerunggewonnen. Mit einer Distanz von 350m zum Gewerbe- undIndustriegebiet und der unattraktiven Fussgängerverbindungenist er jedoch zu uninteressant, als dass er von den Nutzernverwendet wird.In Zukunft wird die Tramlinie den FLP-Zug durch eine neueLinienführung ersetzen und somit die fehlende Verbindung zumGebiet ergänzen.Zusammen mit dem Kanton Tessin bietet der Verkehrsverbund«Arcobaleno» 30% Rabatt auf Jahresabonnements für Angestelltean.NFLP350mbaTILO950mJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


26AnalyseaVeloverkehrNationale Veloroute auf der GewerbestrassebDie Veloabstellplätze der FachhochschuleNationale VeloroutePrimärnetzFehlendes Primärnetz (Wunschlinie)SekundernetzFehlendes Sekundärnetz (Wunschlinie)Vorhandene Radstreifen auf FahrbahnKonflikt mit SchwerverkehrAttraktive LandschaftZiele Velofahrer (Bike+Ride)FachhochschuleFehlende/ ungenügende VerbindungenZielgebiet heuteVerkehrDas Innere des Gewerbe- und Industriegebietes bietet fürden Veloverkehr keine signalisierten Strecken an. Die nationaleVeloroute entlang des Flusses Vedeggio ist jedoch einviel benutzer Radweg. Die Nutzungsgruppen sind Touristenund lokale Einwohner der umliegenden Gemeinden (Zielgebiete),welche dieses als Naherholungsgebiet befahren.Die Hauptverkehrsachse wird fast ausschliesslich von Sportradfahrernbenützt und hat fast durchgehend einen Radstreifenvon 1.50 Meter. Velofahrer, die das Fahrrad aus Transportgründen(Arbeit, Einkauf, u.s.w) benützen, fehlen gänzlich.Die Topografie der Vedeggio-Ebene bietet sich jedoch an zumRadfahren. Der Schwerverkehr im Gebiet, der ebenfalls aufeiner Teilstrecke der nationalen Veloroute verkehrt, verursachtSicherheitsdefizite. Ein umfassendes Primärnetz fehlt inder Region. Eine Ausnahme ist dabei die Gemeinde Manno,die durch ihre verkehrsberuhigten Kern- und Wohnzonen einattraktives Velonetz geschaffen hat.Das Gebiet weisst gesamthaft grosse Lücken im Primärnetzund Sekundernetz auf und die Sicherheit auf den GewerbeundIndustriestrassen ist nicht gewährleistet. Es fehlt anVeloabstellplätzen, was mit den wenigen Radfahrer zu tunhat, die mir dem Fahrrad zur Arbeit fahren.Eine Anbindung an die umliegenden Gemeinden um Lugano(Lamone, Vezia) fehlt ebenfalls. Die Autobahn trennt dasgegenüberliegende Landschaftsgebiet ab. Mit dem Velo kanndie Autobahn nur nördlich bei Lamone und südlich beim FlughafenAgno überquert werden. Bei Bioggio können «schnelle»Velofahrer die Strasse nach Lugano benützen, wobei es sichhier ebenfalls um eine gefährliche Strecke handelt, da dieGeschwindigkeitslimite für den MIV bei 80km/h liegt.100m500mNBioggioBosco LuganeseFLP350mbMannoaTILO950mVeziaJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


27AnalyseaFussgängerverkehrFehlende Querungshilfen beim Knoten BioggiobFehlendes Troittoir entlang der HauptstrasseHauptroute «heute» vorhanden/ fehltNebenroute «heute» vorhanden/ fehltWanderweg vorhanden/ fehltFehlende QuerungshilfeZu verbessernde/ fehlende VerbindungTrennwirkung StrasseBahnstationenFachhochschuleEinrichtungen mit PublikumsaufkommenVerkehrsberuhigte QuartiereBushaltestelle (einseitig/ zweiseitig)VerkehrDas Gewerbe- und Industriegebiet ist heute für den Fussgängerverkehrschlecht erschlossen. Das Gebiet hat sich über30 Jahre lang ausschliesslich im Bereich des motorisiertenPrivat- und Lastwagenverkehrs entwickelt. Aus diesem Grundgibt es keine Fussgängerflächen und Gehsteige. Es fehltein Fusswegnetz, dass die einzelnen Zonen hierarchischmiteinander verbindet. Eine Fussgängerachse, die durch dasGewerbegebiet führt, ist ebenfalls nicht vorhanden. Um dasGebiet zu Fuss zu durchqueren, muss man auf den Erschliessungsstrassengehen. Das Verkehrsregime ist auf 50 km/hangesetzt und weisst zahlreiche Lastwagen auf. Dies führt zueinem grossen Sicherheitsdefizit für den Fussgänger.Obwohl man auf der Hauptstrasse über einen einseitigen,1.50 Meter breiten, Gehsteig von der Gemeinde Manno herin das Gewerbegebiet gelangt, ist es unmöglich auf diesemzum Kreisel von Bioggio zu gelangen. Der Gehsteig endet 250Meter vor dem Kreisel. Zusätzlich fehlen Querungshilfen wieFussgängerstreifen und Mittelinseln, um den Knotenpunkt alsFussgänger zu passieren. Diese Hauptroute vom GewerbeundIndustriegebiet zur FLP-Zugstation und der GemeindeBioggio hat desshalb grosse Netzlücken. Über den Waldweg(Strada regina) gelangt man von Manno nach Bioggio. Dieserist wiederum nur an einer Stelle mit dem Gebiet verbunden.Das attraktive Naherholungsgebiet beim Fluss Vedeggio wirdvon den Fussgängern als Erholungs- und Sportgebiet (Joggen)genutzt. Diese Zone ist jedoch nur von wenigen Punktenher erschlossen. Ebenfalls mangelt es hier an Möglichkeiten,die gegenüber der Autobahn liegende Landwirtschaftszonezu erreichen.100m500mNBioggioBosco LuganeseabFLP350mMannoTILO950mVeziaVeziaJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


28AnalyseaAufenthaltsräumeDer ruhende Verkehr besetzt die FreiflächenÖffentliche AufenthaltsräumeHalb-Öffentliche AufenthaltsräumePrivate AufenthaltsräumeWiesenWaldBar/ RestaurantSport PlatzNaherholungszoneFehlender FlusszugangFehlende Vernetzung mit NaherholungsgebietÖffentlicher FreiraumDie Freiflächen des Gewerbe- und Industriegebietes befindensich grösstenteils auf privatem Grund. Einzig der Strassenraum,die Flächen, die im Zonenplan für öffentliche Zweckeklassifiziert sind und der Sportplatz (Fussball) befinden sichauf öffentlichem Grund.Die Anzahl der Dienstleistungsbetriebe, die sich im Gebietbefinden, nahmen in den letzten Jahren zu. Damit steigt auchdas Bedürfnis der Angestellten nach Aufenthaltsräumen. DieFreiflächen sind jedoch durch den ruhenden Verkehr (Parkplätze)besetzt. Entweder werden sie als Parkplätze oderals Strassenraum genutzt. Somit ist ein Mangel an sozialenBegegnungsorten und Pausenräumen im Aussenraum festzustellen.Die schlechte Aufenthaltsqualität verringert auchdie Vorzüge des guten Wirtschaftsstandortes. Einzig dasnördlich an die Autobahnausfahrt angrenzende UBS Zentrum,mit seinem grosszügigen Aussenraum, zeigt beispielhaft dasPotenzial gestalteter Freiräume auf. Dieser Aussenraum istjedoch als privater Raum von der Umgebung abgegrenzt.So kommt es, dass die im Betrachtungsperimeter liegendenBetriebsangestellten die wenigen Bars, Restaurants undParkflächen als Aufenthalts- und Pausenräume benützen.100m500mNBioggioBosco LuganesedbaMannoVeziacJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


29AnalysebBar mit Hecken und SichtschutzDas angrenzende Naherholungsgebiet ist mit dem GewerbeundIndustriegebiet nur schwach vernetzt. Einzig über die amFluss entlang führende Erschliessungsstrasse des Industriegebieteslässt sich dieses erreichen. Von den Angestelltender Dienstleistungsbetriebe wird das Naherholungsgebietam Fluss jedoch kaum aufgesucht. Der Geleiseraum hat einegrosse Trennwirkung für den Fussgängerverkehr und wirktverhindernd. Von der umliegenden Bevölkerung wird das Naherholungsgebietjedoch viel und gerne benutzt.Der unattraktive und zufällig entstandene Aussenraumist heute als Freiraum sozusagen unbrauchbar. Es fehlt anOrientierungspunkten (Plätze) und identitätsstiftendenElementen. Dies erklärt sich damit, dass die städtebaulicheStruktur willkürlich entstand und ohne Freiräume konzipiertwurde. Der Verkehr definierte die Struktur des Aussenraumes.So sind auch sehr wenig Bäume im Gebiet zu finden.Einzig am Ufer des kleinen Flusses, der am südlichen Endedes Gebietes liegt, wachsen ein paar Bäume und Büsche. DieFlächenversiegelung ist durch die vielen Strassenräume starkfortgeschritten. Es gibt keine Retentionsbecken die das beiRegenfall ansammelnde Wasser auffängt und filtert.Erholung und FreizeitcDer Flussweg als NaherholungsgebietdÖffentlicher FreiraumAm südlichen Rand des Gewerbe- und Industriegebietes,zwischen Geleiseraum und Autobahn, führt ein attraktiverFussweg entlang des Flusses Vedeggio. Dieser wird von derumliegenden Bevölkerung als Naherholungsgebiet geschätzt.Trotz der Nähe des am Hang liegenden Waldes benützt eineVielzahl von Fussgänger diesen Weg. Hunde ausführen,Fahrrad fahren, Joggen und mit Kinder spielen sind «dynamische»Aktivitäten, die in diesem Gebiet ausgeübt werden.Im Naherholungsgebiet fehlt es jedoch an Zonen, die für«statische» Aktivitäten wie Lesen, Ausruhen, Picknicken undSpielen genützt werden können. Es fehlen Bänke und Ruheplätze.Die gegenüber der Autobahn liegende, angrenzendeLandwirtschaftsfläche der «tenuta Bally» und der Flussraumsind schwer oder nicht erreichbar. Als einziger Vorteil dieserTrennung kann die Minimierung der Nutzungskonflikte zwischendem Erholungsraum und dem Lebensraum für Tiere undPflanzen entgegengehalten werden.Im Gewerbegebiet befindet sich ein Flusslauf von 400 MeterLänge. Dieser wird jedoch nicht als Pausenraum von den anliegendenBetrieben genutzt, da es weder Sitzgelegenheiten,noch Stufen gibt. Die Mittagspausen werden in den wenigenRestaurants, Bars und Kantinen verbraucht.Flussraum im GewerbegebietJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


30AnalyseLandschaft und Gewässer11Landschaftstypologie SchweizQuelle: Bundesämter für RaumentwicklungARE, 2011123456SiedlungUnbebaute SiedlungsflächenLandwirtschaftsflächeWaldflächeFluss/ BachFruchtfolgeflächen (FFF)Potenzial ökologische AusgleichsflächeNaherholungsgebietVernetzung der GebieteFlussnaturalisierung/ ZugangBienenzuchtAgrikultur BetriebIntensivfläche: AckerbauIntensivfläche: KunstwieseIntensivfläche: NaturwieseRebbauDer Bearbeitungsperimeter liegt zusammen mit der VedeggioEbene in der Landschaftstypologie «südliche Tallandschaft 11 ».An den Geleiseraum grenzt eine 6,9 Hektar grosse Landwirtschaftsfläche.Diese intensiv genutze Wiese wird heute abwechslungsweisezur Futtermaisproduktion und als Kunstwiesegebraucht. In der Erläuterung zur Landwirtschaftsflächen deskantonalen Richtplans ist diese Wiese als Fruchtfolgeflächedefiniert. Die kommunalen Zonenpläne haben dies in einerzukünftigen Revision zu übernehmen. Südlich an die Landwirtschaftszonegrenzt eine umzäunte Wiese, die im Zonenplanals Industriezone definiert ist, an. Die unmittelbare Nähe zurNaherholungszone und dem Wald lässt die Ausweitung derIndustriezone als fragwürdig erachten. Die Möglichkeit, dieseLandschaftsfläche auszuzonen, könnte deshalb in Betrachtunggezogen werden. Obwohl diese Wiese heute landwirtschaftlichgenutzt wird, ist ein Umwandeln in eine ökologische Ausgleichsflächedenkbar. Es fehlt an Vernetzungen der Wiesenflächeund des Flussgebietes mit den umliegenden Räumen.Die schwerbefahren und trennenden Strassen und der starkurbanisierte Raum sind grosse Hindernisse für eine nachhaltigeVernetzung.Die Ackerbaufläche, die sich auf der gegenüberliegenden100m500m6N6Bioggio6 6Bosco Luganese5626Mannoa14b3VeziaJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


31AnalyseaLandschaftsraum aus Sicht des GewerbegebietesbSeite der Autobahn befindet, ist ebenfalls als Fruchtfolgeflächedefiniert und gilt als eine der grösseren zusammenhängendenLandwirtschaftsflächen des Kantons. Dieser im kantonalenRichtplan als Naherholungsgebiet definierte Raum,ist jedoch vom Gewerbe- und Industriegebietgebiet und vomFlussraum aus nicht erreichbar.Der Anfangs des 20. Jahrhundert kanalisierte Fluss ist heuteein von Fussgänger viel genutzter Raum. Mit seinem traditionellenTrapezprofil bleibt der Fluss jedoch für die Bevölkerungunzugänglich. Der Fluss ist undifferenziert und monotongestaltet und besitzt keine Abstufungen, sowie ein flachesFlussbett. Zurzeit wird am Ende des Flusslaufes in Agno derFlussquerschnitt, zwecks Hochwasserschutz, verbreitert.Der Bauer beim Düngen der Kunstwiese.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


32AnalyseZusammenfassung AnalyseDie Geschichte zeigt, wie das Gewerbe- und Industriegebietentstanden ist. Durch die wirtschaftlichen und infrastrukturellenVeränderungen, welche ab Mitte des 20. Jahrhundertseingesetzt haben, ist dieses in nur 50 Jahren entstanden. Dieverpasste raumplanerische Steuerung dieser Entwicklungführte dabei zu völlig willkürlichem Wachstum. Der Wandelvon einer Agrargesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaftverdrängte die Landwirtschaftsbetriebe und immermehr unbebaute Flächen wurden unbedacht verbraucht.Das Erbe dieser Geschichte stellt die zukünftige Generationenvor grosse Herausforderungen. Ohne den Willen zueiner grossen Änderungen der Entwicklungsrichtung, riskiertdie Planung der neuen Tramlinie zu wenig tiefgreifendeWirkungen auf das Verkehrsverhalten der Pendler zu haben.Zu stark sind diese auch an die zukünftige räumliche Entwicklunggebunden. Das Tram muss als zentrale Chance zurNeuentwicklung des Gewerbe- und Industriegebietes wahrgenommenwerden. Dabei soll eine nachhaltige Entwicklungangestrebt werden, welche die in der Analyse aufgezeigtenKonflikte und Potenziale löst und verbessert. Der Vorteil desWirtschaftsstandorts Vedeggio, mit seiner Nähe zu Mailand,ist dabei als Motor dieser Entwicklung zu verstehen und zunützen. Neue und überarbeitete Planungsinstrumente könnenAnreize schaffen und diese in Richtung einer nachhaltigenEntwicklung steuern. Dazu kann man andere suburbane Räume,welche eine ähnliche Typologie aufweisen, als Beispielund Vorbild nehmen. Die Zentrumsposition, welche das Entwicklungsgebietim luganer Agglomerationsraum einnimmtist dabei die beste räumliche Voraussetzung für eine hoheStandortqualität.Innere Verdichtung, nachhaltige Verkehrsentwicklung, Aufwertungder Landschaft und des Freiraumes wären dabei diecharakteristischen Elemente, welche dem neuen Standorteine eigene Identität und Vorteile gegenüber anderen Standortenschaffen würden.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


33InhaltSeiteWirtschaftliche und gesellschaftliche 34PrognoseZukünftige räumliche Entwicklung 35Entwicklung Mobilität 36Zukünftiger Nutzen von Erholung und 37FreizeitStellenwert der Landschaft 38Vision 2030Im folgenden Kapitel wird eineVision entworfen wie das heutigeGewerbe- und Industriegebiet imJahre 2030 aussehen könnte. Die Bilderdie dabei entstehen haben einenthemenbezogen Fokus. Die Themensind ähnlich gewählt wie im AnalyseKapitel, jedoch in der Art einer Momentaufnahmebeschrieben. DieseBilder werden später im Kapitel«Konzept 2030» auf den verschiedenenthematischen Ebenen erläutert.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


34Vision 2030Wirtschaftliche und gesellschaftliche PrognoseDas neue ökologische Gebiet ist die «Trend-Adresse» fürausländische Firmen, die in den letzten Jahren ihren Hauptsitzin die Vedeggio-Ebene verlagert haben. Tiefe Steuern,hohe Mobilität und grosse Lebensqualität schaffen ein regelrechtesRennen um den Standort. Mit dem ökologischen undnachhaltigen Bewusstsein, welches das Gebiet ausstrahltkleiden sich die Firmen gerne. Neben dem guten Image, dasein solcher Standort den Hauptsitzen verleiht, fördert es auchdas Bewusstsein für eine nachhaltige Welt. Das Umfeld hatsomit auch eine positive Wirkung auf die Angestellten undihre Firmeninhaber.Der Direktor eines grossen italienischen Modeunternehmenskommt täglich mit dem neuen Hochgeschwindigkeitszug undTram von Mailand in seine Firma. Die Zeit im Zug nützt erzum Arbeiten, aber auch zum Reflektieren über den immerschlechter werdenden ökologischen Zustand seiner Umwelt.Anders als vor 20 Jahren sieht er heute, dass er auch eineVerantwortung gegenüber der Welt hat. Sein Umfeld, in demer arbeitet, dient ihm hiermit als Modell für eine nachhaltigeEntwicklung. So fordert er seine Produktionsfirmen in Asienauf, Umweltschutzmassnahmen und Mindestlöhne zu respektieren.Auch von seinen Angestellten erwartet er, dassdiese das gute Angebot des öffentlichen Verkehrs nutzen. Erist froh, dass ihm dabei die Gemeinde mit ihrem innovativenMobilitätsmanagement hilft. Diese öffentlich-private Partnerschaftüberzeugt ihn davon, auch in den totalitär geführtenProduktionsländern seiner Firma, Reformbewegungen zuunterstützen.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


35Vision 2030Zukünftige räumliche EntwicklungSteht man auf dem neuen Boulevard des Gebietes, hat mandas Gefühl im Jahre 1910 auf einer Hauptstrasse in Paris zustehen. Die Alleenbäume, die den Gebäudefluchten entlanglaufen,die Strassencafés, in denen die Angestellten überMittag essen, und die vielen Menschen und Fahrräder zeugenvon einem vitalen und lebensfrohen Ort. Immer wieder hältein Tram mit Menschen, die von den umgrenzenden Gemeindenzum Einkaufen oder Sporttreiben kommen. Die raumplanerischenMassnahmen die vor 20 Jahren ergriffen wurden,haben sich positiv auf das Gebiet ausgewirkt und ihm einneues, urbanes Gesicht verliehen.Frau Domeniconi ist mit ihrem Mann, welcher in der Verkaufsadministrationeiner internationalen Firma arbeitet, vorfünf Jahren in die neu erstellten Wohnungsbauten gezogen.Ihre zwei kleinen Töchter von fünf und sieben Jahren führt sieoft zu der nahe gelegenen Wildwiese, um Blumen zu pflückenund den Insekten bei ihremTreiben zuzuschauen. Auchder angrenzende Spielplatz und das Flussufer sind für dieKinder ein freudiger Zeitvertreib. Die Naturnähe und dochurbane Atmosphäre des Boulevards gefällt Frau Domeniconisehr. Sie ist froh, dass ihr Mann Zeit hat, zweimal pro Wochezusammen mit den Kindern über Mittag zu Hause zu essen.Auch Frau Domeniconi arbeitet 50% wie ihr Mann, jedoch ineinem Schuhgeschäft im Zentrum von Lugano. Durch dasneue Tram ist sie in zehn Minuten an ihrem Arbeitsort. An denTagen, an denen weder ihr Mann noch sie zu Hause ist, gebensie die Kinder in den Hort, der sich im Innenhof befindet.Giovanni Rusconi ist 18 Jahre alt und in der Gemeinde Mannoaufgewachsen. Er hat heute Abend entschieden in die neueDisco im «Vedeggio» zu gehen. Als er mit dem Tram amgrossen Eventplatz vorbeifährt, sieht er aus dem Fenster,dass dort gerade eine Modeshow läuft. Er entscheidet sichjedoch nicht auszusteigen, denn er hat mit seinen Freundenauf der «Piazza» abgemacht. Obwohl es Abend ist und die Geschäftebereits geschlossen sind, scheint ein reges Treibenan diesem Sommerabend auf dem Platz zu herrschen. SeineFreunde sind ebenfalls mit dem Tram, jedoch vom südlich liegendenAgno, gekommen. Als sie sich treffen, schlagen dieseihm vor, nicht sofort in die Disco zu gehen sondern in einemder Innenhofpärke ein Bier zu trinken und zu erzählen, was siein den Ferien erlebt haben.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


36Vision 2030Entwicklung MobilitätDank dem verbesserten Streckennetz und den Hochgeschwindigkeitszügenist man von Mailand jetzt in 45 Minuten im neuenGebiet des Vedeggios. Den gleiche Zeitaufwand benötigt manauch vom Flughafen Malpensa über Varese - Mendrisio. Dieganze Region hat sich seit dem Ausbau des internationalenund regionalen Schienennetzes extrem gewandelt. War es vor20 Jahren noch undenkbar, dass die Agglomerationszentren sostarke bauliche Entwicklungen erleben, so ist es heute normal,die neuen Entwicklungsgebiete der Städte um die Verkehrsknotenpunktezu sehen. Seit die Fachhochschulen um die grossenBahnhöfe Mendrisio, Lugano und Bellinzona gebaut wurden,fahren auch die letzten Studenten nicht mehr mit dem Auto zurUni, zumal das Benzin so teuer geworden ist, dass man sichdieses kaum mehr leisten kann als Student. Auch im «Vedeggio»hat sich die bauliche Veränderung dank der neuen Tramliniestark um dessen Achse entwickelt. Geschickte raumplanerischeMassnahmen haben es geschafft, dass Verdichtungenweiteren Landverbrauch verhindert haben. Das neue Gebietist für den Kanton Tessin ein stolzes Beispiel nachhaltigerEntwicklung und Mobilität. Die komplett autofreie Zone und dieinnovativen Mobilitätskonzepte der beiden Gemeinden Mannound Bioggio sind im Kanton zum Vorbild geworden.Seit zwei Jahren pendelt Stefano Castelli jeden Morgen vondem am Lago Maggiore gelegenen Luino zu seiner Arbeitstelleim neuen Gebiet «Vedeggio». Mit dem Auto fährt er nach PonteTresa um dort in der neuen grossen Park-and-Ride-Anlage zuparkieren. Von dort nimmt er das neue Tram bis zum Gebietsanfang.Seine Firma und der Kanton Tessin zahlen ihm 50% derjährlichen Kosten des Verbund-Abonnement. Seit der Kantonauf der Strecke Ponte Tresa-Lugano ein Road-Pricing (Gebührenfür die Benutzung von Strassen) eingeführt hat, lohnt sichdieser Entscheid doppelt. So muss er nicht mehr eine Stundeim Stau stehen und spart dabei auch Kosten und eben Zeit.Diese Zeitersparnis lässt ihn darüber nachdenken, eine der imBau stehenden Wohnungen zu mieten. Dieser von seiner Firmamitfinanzierte Bau würde ihm täglich eine Stunde und 20 MinutenPendlerzeit ersparen. Da seine Freundin in Lugano arbeitet,würde sich das für beide lohnen. Nach dem Aussteigen amUmsteigeknoten von Bioggio nimmt Stefano den Lift, der ihndirekt in die grosse Veloabstellanlage befördert. Dort nimmt ersein persönliches Fahrrad um an seinen Arbeitsplatz zu fahren.Manchmal kommt seine Freundinn von Lugano und mietetin der Parkieranlage eines der Gratisvelos. Dann machen siezusammen eine kleine Tour in die schöne Landschaftsebene,die durch die neue Brücke über die Autobahn erreichbar ist.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


37Vision 2030Zukünftiger Nutzen von Erholung und FreizeitDas Freizeitverhalten der Menschen hat sich in den letztenJahren stark funktionalisiert. Dies hat mit der steigenden Lebenserwartungund den vielen Informationen betreffend desgesunden Lebens zu tun. Die individualisierten Lebensformenverlangen ein vielseitiges Angebot an Freizeitaktivitäten.So gehen am Morgen Jogger an den Fluss, um sich vor derArbeit zu bewegen bevor sie den ganzen Tag am Schreibtsichsitzen. Andere Angestellte bevorzugen es, in ihrer Mittagspauseins Fitnesszentrum zu gehen. Wieder andere spielenlieber eine Partie Squash in der angrenzenden Sporthalle desneuen Sportzentrums. Gesundheitsmanager helfen den Mitarbeitern,individuelle Strategien für ihre körperliche Gesundheitzu finden. Nach dem Motto «Mens sana in corpore sano»gibt es viele, die über Yoga- oder Meditationsübungen dengeistigen und seelischen Ausgleich gegen die zunehmendepsychische Belastung am Arbeitsplatz suchen. Die verschiedenenParks und Erholungsflächen des Areals bieten sichausgezeichnet für diese Aktivitäten an. So wird auch einmalein «Power-Napp» im Innenhof des Firmensitz gehalten. Seitdie Naherholungszone besser erschlossen ist, geniessen esdie vielen pensionierten Menschen in dem Naturraum zu spazieren.So gehen sie auch einmal mit ihren Enkelkindern mitdem Tram auf den grossen Sportplatz, wo diese in der Juniorfussballligatrainieren.Vor 15 Jahren ging Raffaelo Ferloni am Wochenende noch indie Discotheken, um sich von der strengen Arbeitswoche zuerholen. Mit seinen heute 37 Jahren und seinem verantwortungsvollenBeruf kann er sich das jedoch nicht mehr leisten.Er bevorzugt es, an den freien Tagen in seiner grosszügigenSinglewohnung zu kochen und Freunde einzuladen. An denSonntagen nimmt er sein Mountainbike und fährt der ausgebautenVelostrecke des Flusses Vedeggio entlang, um dannauf die steilen Bergstrecken des Alto Malcantones hinauf zufahren. Danach kommt er erschöpft in seine Wohnung im neuen«Vedeggio» Gebiet nach Hause und schnappt sich Badehosenund Buch. Dann geht er zum naheliegenden Flussuferund springt in die neu renaturierte Flussverbreiterung. Dievielen Menschen, die sich Sonntags auf der Wiese tummelngeben ihm ein Gefühl des unverbindlichen Dazugehörens.Natürlich hofft er insgeheim an diesen Orten seine Traumfraukennen zu lernen, doch bis dahin liest er fleissig weiter inseinem Buch.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


38Vision 2030Stellenwert der LandschaftTrotz der Ablehnung der Landschaftsschutzinitiative 2012 hatsich in der Schweiz ein haushälterischer Umgang mit demBodenverbrauch eingebürgert. Politische Massnahmen habenden willkürlichen Flächenverbrauch der Gemeinden eingedämmt.Diese Politik löste aus, dass das Gebiet des «Vedeggio»vor 20 Jahren einer raumplanerischen Umstrukturierungund Verdichtung unterzogen wurde. So konnte eingezontes,jedoch unbebautes Land als Landschaftsraum gerettetwerden. Zur Freude der Bevölkerung ist dieses Gebiet heuteein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Menschen, die in denGemeinden der «Vedeggio» Ebene leben, treffen sich dort amSonntag beim Spazieren. Die Kinder haben besondere Freudean den Bauern, welche auf der gegenüber der Autobahnliegenden Landwirtschaftsflächen ernten. Sie wissen, dassvon dort ihr Gemüse kommt. Seitdem der Treibstoff teurer gewordenist, haben die Bauern wieder mehr Chancen, gegenüberder ausländischen Konkurrenz ihre lokalen Produkte zuverkaufen. Der Imker freut sich, dass sich seine Bienenvölker,seitdem es die neue Blumenwiese gibt, verdoppelt haben.Die Menschen, die im Gebiet wohnen, sind stolz auf ihren vorder Haustüre kultivierten Honig. Dieser kann direkt vor Ortgekauft werden. Seitdem das Flussbecken verbreitert wurdehat es kein Hochwasser mehr gegeben. Auch die Bevölkerungfreut sich, dass ihre Kinder jetzt am Sonntag im Flussbeckenplantschen können.Marco Camponuovo ist ein engagierter junger Bauer. Seitdemdie Schweizer Landwirtschaft wegen der Energieknappheitwieder an Wert gewonnen hat, ist sein biologisches Gemüsesehr gefragt. Mit seinem modernen Gewächshaussystem ausDreifachverglasung kann er auch im Winter energiesparendgutes Gemüse produzieren. Die sonntäglichen Spaziergänger,welche auf dem neuen Wanderweg entlang seinen Feldernlaufen, stören ihn zwar ein wenig. Er freut sich aber auch,wenn diese «städtischen» Menschen Interesse an Pflanzenund Tieren haben.Die Bienenkönigin ist mit ihrem neuen Blumenfeld so beschäftigt,dass sie sich schon gar nicht mehr von der naheliegendeAutobahn stören lässt. Ihre ArbeiterInnen haben vielzu tun bei dem grossen Feld.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


39InhaltSeiteNutzungskonzept 2030 40 - 47Verkehrskonzept 2030 48 - 59Konzept öffentlicher Raum 2030 60 - 63Landschaftsbild 2030 64 - 67Offene Fragen 68 - 69Kritische Reflexion 70Konzept 2030Im folgenden Kapitel werden die inder «Vision 2030» entstandenen Bilderkonkretisiert und umgesetzt. Eswerden dabei Aussagen zu den vierwichtigsten Themen Nutzung, Verkehr,öffentlicher Raum und Landschaftgemacht. Die verschiedenenTeilaspekte dieser Themen werdenauf einzelnen Karten konzeptionellaufgezeichnet. Anhand diesereinzelnen Konzeptkarten entstehtder Hauptplan der vorliegendenArbeit «Vertiefungsstudie Mobilitätund Gestaltung», welcher sich alsUmschlag dieser Studie präsentiert.Am Schluss des Konzeptteilswerden offene Fragen aufgelistet,die einer Vertiefung bedürften. DasKapitel endet mit einer kritischenReflexion.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


40Konzept 20301Strategie räumliche EntwicklungIm Kapitalstockmodell bildet sich das Nachhaltigkeitskapitalaus der Summe der dreiKapitalstöcke:K NACHHALTIGKEIT =K UMWELT +K WIRTSCHAFT +K GESELLSCHAFTQuelle: Die Nachhaltige Entwicklung in derSchweiz: Methodische Grundlagen, Bundesamtfür Raumentwicklung, 2004Nutzungskonzept 2030Klimaerwärmung und CO 2Ausstoss, hoher Energieverbrauchund Ressourcenknappheit, Bevölkerungswachstum und zuhoher Flächenverbrauch, Vernichtung von Lebensräumenund das Erbe der nächsten Generationen, Investitionen undStaatsverschuldungen, dies sind nur einige der Themen,die uns zum überlegten Handeln für die Zukunft zwingen.Investieren in Nachhaltigkeit bedeutet investieren in Gesellschaft,Wirtschaft und Umwelt mit gleichem Engagement. DieSumme davon ist das Kapital des Menschen. So definiert dieWeltbank das 1994 entwickelte «Kapitalstockmodell 1 » welchesvom Bundesamt für Raumentwicklung für die Schweiz 2004übernommen wurde.Die wirtschaftliche und gesellschaftliche «Vision 2030» fürdas neue Entwicklungsgebiet basiert auf der Umsetzung desDrei-Dimensionen-Konzepts. Dabei sind folgende Aspektevon besoderer Bedeutung:Ökologie• Energieeffizienz• Biologischer Mikrokosmos• Biodiversität• Autarkie• UmweltbewusstseinWirtschaft• Innovation undManagement• Investitionen• Kosten-Nutzen• Hohe MobilitätGesellschaft• Arbeit/ Wohnen• Zusammenleben• Erholung/ Freizeit• Ruhe• Gesundheit• SicherheitQuelle: Masterplan for Mexican health city/Foster Partners, 2009Um diese Vision umzusetzen, bedient sich die vorliegendeArbeit der konzeptionellen Idee der «Greencity» auf dessenPrinzipien in jüngster Zeit verschiedenste Stadtentwicklungsprojektebasieren. Einige dieser Projekte sind zumBeispiel die Masadar City in den Vereinigten Arabischen Emiraten,die Mexican health city in Mexico City oder der neueNovartis Campus in Basel. Die Idee ist dabei eine «Ökostadt»zu bauen, die CO 2-neutral ist. Im Idealfall werden ökologischeNachhaltigkeit, wirtschaftliche Profitabilität und sozialeInklusion zusammengebracht.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


41Konzept 2030Quelle: Masterplan «Massadar city»/ FosterPartnersZum Beispiel ein neues Dienstleistungsgebietmit namhaften italienischen Modeunternehmenwelche hier ihren Hauptsitzerrichten.Die Nähe zu Mailand sowie der Steuervorteil gegenüber Italienverleihen dem Entwicklungsgebiet ein hohes Standortpotential.Mit den städtebaulichen Erneuerungen wird das neueGebiet zu einer attraktiven Adresse für innovative und exklusiveitalienische Firmen. Die neue städtebauliche Struktur mit derautofreien Zone und dem neuen Tram sind für die Firmen einerepräsentative Hauptsitzadresse. Hohe Arbeits- und Lebensqualitätfördern die Motivation der MitarbeiterInnen. So könntensich im Gebiet zum Beispiel italienische Modeunternehmenansiedeln und den Standort in eine Art «Silicon-Valley» derModeindustrie verwandeln. Auch kleine Start-Up Firmen findenin dem Entwicklungsgebiet Platz.Einige im industriellen Sektor tätige Firmen können ihren Standorthalten. Die Mehrheit der Unternehmen ist jedoch im Dienstleistungssektortätig. Die Gemeinden ziehen durch ihren tiefenSteuerfuss Hauptsitze (Headquarters) ausländischer Firmen an.Das Entwicklungsgebiet wird anhand einer Public-Privat Partnershipim Interesse sowohl des öffentlichen wie des privatenPartners, gemeinsam entwickelt. Somit kann eine hohe städtebaulicheQualität erreicht werden. Die Unternehmen siedelnForschungs- und Desinglabore sowie administrative und strategischeAbteilungen im Gebiet an. Auch kleinere Dienstleistungsbetriebe,die in Lugano keinen Platz finden, kommen ins Gebiet.Ein Teil des Wohngebietes ist für die MitarbeiterInnen und BusinessLofts reserviert, der andere Teil ist für die Wohnbevölkerungder Region gedacht. Konferenzsäle und Hotels werden derinternationalen Klientel gerecht. Nach der Eröffnung der neuenZugstrecke 2014, zwischen Mendrisio und Malpensa ist derinternationale Flughafen in weniger als einer Stunde von Luganoerreichbar. Somit ist das Entwicklungsgebiet auch für internationaleUnternehmen in attraktiver Reichweite.Die Mischung mit Freizeit-, Einkauf- und Sportaktivitäten belebtdas Gebiet zusätzlich.Städtebau und NutzungDas Hippodamische System, ist eine Methodeder griechischen antiken Städte.Quelle: Die Stadtmauern - Milet Band 2 Heft3, 1935Nutzungskonzept 2030Die neue Struktur des Entwicklungsgebietes wird durch ihrenneuen Stadtgrundriss, das Abbild der öffentlichen Räumesowie der neuen Nutzungen definiert. Diese neue Strukturbasiert auf der Methode des «Hippodamischen Systems» dergriechischen antiken Stadt Milet 2 . Neue und alte Nutzungenwerden den einzelnen Parzellen zugewiesen. Dadurch wirddas Gebiet neu organisiert.Das Entwicklungsgebiet grenzt sich westlich gegen dieHauptstrasse durch eine neue und dichte Bebauungsstrukturab, die u-förmig das Gebiet einschliesst. Diese schützendeUmrandung blockt den Verkehrslärm zur westlichen Hauptstrasseund zur Autobahn ab und schafft eine geborgeneAtmosphäre im Innenraum. Die Endpunkte des Entwicklungsgebietessind durch kleinere Hochhäuser markiert. DerBoulevard ist die Haupterschliessungsachse des Gebietesund wird fast ausschliesslich vom öffentlichen Verkehr undLangsamverkehr benutzt. Der Boulevard endet beidseitig anzwei Plätzen, die unterschiedliche Funktionen haben.Die Baustruktur ist nach dem Vorbild der Gründerzeitarchitekturbis an den Strassenrand in geschlossener Bauweisegebaut. Von Westen nach Osten nimmt dabei die Bauhöheabgestuft, von sieben Geschossen auf drei Geschosse, ab.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


42Konzept 2030NArbeitenEinkaufFreizeitWohnenErholungNaturArbeitEinkauf/ FreizeitIntermodaler Knotenpunkt/ P+R-AnlageErholung/ NaturWohnenGewerbestripWohnzonen GemeindeGeschlossene Grenze durch BebauungErweiterung des GrünraumesVernetzung der GebieteTramWichtige Fuss- und VeloverbindungenHippodamische Parzellen-RasterVerdeutlichung des EndpunktesDie aktuelle Landwirtschaftsfläche wird zu Stadtgarten,öffentlichem Park und ökologischer Ausgleichsfläche. DieseGrünfläche wird anhand Innenhöfen und Baumalleen «konzeptionell»in das Gebiet erweitert. Der aktuelle Geleiseraumwird zum Wohnraum mit Parkanschluss. Dort wohnen Angestellteder Betriebe sowie Menschen, die einen Wohnort inder Nähe von Lugano suchen. Eine Lärmschutzwand gegendie Autobahn garantiert die Qualität des Wohnstandortes.Die bestehenden Nutzungen sind verträglicher gestaltet worden.So besteht die Industriezone aus Blockrandbauten mitgrossen Innenhöfen, die den Lärm gegen den Innenraum desGebietes abdämpfen.Das neue Dienstleistungsviertel hat ein innovatives undstädtisches Profil. Die angestrebte Nutzungsmischung (Arbeiten,Einkauf/ Freizeit, Wohnen, Erholung/ Natur) steigertdie Qualität der öffentlichen Räume und differenziert dieTag- und Nachtnutzungen. Dies verhindert, dass die Dienstleistungszoneam Abend zu einer Totenstadt mutiert. Plätze,Einkaufszentren, Sportzentren, Cafés, Restaurants, Kinosund Erholungsräume sind Begegnungsorte, an denen sich arbeitende,einkaufende, freizeitnehmende und sporttreibendeMenschen treffen.Für grosse Businessmeetings gibt es ein Kongresszentrumund ein Hotel. Diese beiden Hochhäuser mit anliegendemPlatz sind das symbolische Eingangstor zum neuen Entwicklungsgebiet.Für die Freizeit und Naherholung bietet das Entwicklungsgebietdifferenzierte Grünräume an. Der «Stadtgarten» isteine extensiv bewirtschaftete Blumenwiese. Spaziergängerkönnen diesen Naturraum begehen und bewundern. Danebenbefindet sich eine Liegewiese, die den Menschen zum Ausruhendient. Durch den neuen Flussanschluss ist es möglich,einen direkten Kontakt mit dem Wasser zu haben. Der rundum das erweiterte Flussbecken reichende Damm dient alsWeg und Hochwasserschutz.Neben der Liegewiese befindet sich ein Sportplatz. Dortkönnen Fussball, Beachball und andere Sportarten betriebenwerden. Eine Verbindung dieser sportlichen Aktivitäten mitden Betrieben des Gebietes gehören zu den Gesundheitsförderungsmassnahmendes Kantons.Durch die Anbindung des Langsamverkehrsnetzes an die umliegendenGebiete und Gemeinden profitiert die ganze Regionvon dem neuen Entwicklungsgebiet. Das Naherholungsgebietam Fluss ist dabei auch besser erschlossen.Karte Nutzung und StädtebauNutzungskonzept 2030Bruttogeschossfläche GeschosszahlDienstleistung 380´200 m 2 7/ 5/ 3Industrie 155´060 m 2 3Kongresszentrum / Hotel 37´910 m 2 16Einkauf/ Freizeit 85´700 m 2 5/ 3Wohnen 36´200 m 2 5/ 3Parkhaus/ Tramdepot/ Velostation 147´300 m 2 7/ 5«Stadtgarten»/ extensiv bewirtschaftet 33´000 m 2Liegewiese 9´980 m 2Sportplatz 25´390 m 2Wald100m500mJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


43Konzept 2030NMannoBosco LuganeseVeziaBioggioJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


44Konzept 2030Entwicklungsphasen 2020 - 2050Nutzungskonzept 2030Entwicklung 2015 - 2025Entwicklung 2025 - 2035Entwicklung 2035 - 2050N NNDer neu geschaffene Gestaltungsplan für das Entwicklungsgebieterlaubt ein verdichtetes Bauen und eine höhere Ausnutzungder Baufelder. Damit wird ein Anreiz für private Investorengeschaffen, welcher die erwünschte bauliche Entwicklungbeschleunigt. Die Regulierung der Baulinien, der öffentlichenRäume und der Grünräume definiet die neuen Baufelder. Dassdie Neubauten nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards undökologischen Prinzipien gebaut werden, regelt der Gestaltungsplan.Bei der Planung des neuen Entwicklungsgebietes sind diealten Parzellierungen berücksichtigt worden. Abgesehen vonder neuen diagonalen Querverbindung von der «Piazza» zumFluss wurden keine Parzellen relevant zerschnitten. Somit istdie Flexibilität für ein prozesshaftes und individuelles Entstehendes neuen Gebietes gewährleistet. Die hohe Dichte dersiebengeschossigen und 25.50m hohen Reihenbebauung isteine Massnahme, um die Abgrenzung zum Strassenraum zubeschleunigen. Das Alter der Bauten ist mitbestimmend ob einGebäude erneuert wird oder nicht. In einem ersten Schritt werden,zusammen mit der neuen Tramlinie und den P+R-Anlagen,die Mischzonen (Einkauf und Freizeit) erstellt. In einem zweitenSchritt werden die Industriezonen durch Ersatzbauten erneuertund so verträglicher gemacht. Im dritten Schritt weicht der Güterumschlagsortden neuen Wohn- und Dienstleistungsgebäuden.Dieser Schritt muss jedoch anhand einer präzisen Kosten-Nutzen Analyse evaluiert werden. Der Umschlag könnte nachChiasso verlagert werdenDie einzelnen öffentlichen und privaten Bauvorhaben werdenanhand eines Privat-Public-Partnership entwickelt.65° Juni38° März/ September17° Dezember25.5019.5013.5026.50 50 28 120 16.50 100 16.50Querschnitt A - AKarte ParzellierungPRBaufelder/ neue ParzellenPark-and-Ride-Anlage/Intermodaler Umsteigeknoten100m500mNutzungskonzept 2030Aktuelle Nutzungen und Bauweise Stand 20111 Glasfabrik, Systembau in Beton, Baujahr 19892 Div. Dienstleistungsfirmen, Systembau in Beton, Baujahr 2008- 20103 Baugeschäft, Gelände mit kleinem Systembau aus Holz, Baujahr ca. 20004 Fachhochschule, Systembau in Beton, Baujahr ca. 19885 Div. Dienstleistungsfirmen, Systembau in Beton, Baujahr ca. 19886 Div. Dienstleistungsfirmen, Systembau in Beton, Baujahr ca. 19887 Cargo Verladestation, Massivbau und Systembau, Baujahr ca. 1970 - 20118 Verschiedene Firmen, Sytembau aus Stahl und Backstein, Baujahr ca. 19809 Betonwerk, Baujahr 200510 Verschiedene Firmen, Sytembau aus Stahl und Backstein, ca. 198011 Baumaterialhandel, grosse Hallen, Skelettbau aus Stahl, ca. 198012 Neuer Platz «Piazza»Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


45Konzept 2030NMannoBosco LuganesePR654Vezia379A A2282212Bioggio11011PRJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


46Konzept 2030Variante NutzungNutzungskonzept 2030In dieser Variante der Nutzung weicht der Güterumschlagknoteneiner neuen Streusiedlung. Diese Gebäude bietenWohnraum für Angestellte und Bewohner der Region an. Diezwölf viergeschossigen Wohnbauten bieten 96 Wohnungen an.Die Bauvolumen sind in einem englischen Park mit Bäumengestreut plaziert. Der Naturraum, der mit der extensiv bewirtschaftentenWiese beim Fluss anfängt, bewegt sich so biszum Boulevard vor. Eine markante doppelreihige Baumalleegrenzt den Park vom Boulevard ab.Ein Teil der bestehenden Industriezone wird in eine, mit demWohngebiet verträglichere, Dienstleistungszone umgewandelt.Somit halbiert diese Variante die heutige Industriezone.ImpressionenNutzungskonzept 2030Sicht von Süden nach Norden mit Hochhäuser im VordergrundJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


47Konzept 2030BeispieleNutzungskonzept 2030Novartis Campus, BaselDas Werkareal St. Johann in Basel mitseinen zahlreichen Bürogebäuden sowieForschungs- und Produktionsstätten wird ineinen Campus des Wissens, der Innovationund Begegnung verwandelt. ErstklassigeArchitektur und herausragendes Designsollen einen modernen Arbeitsort schaffen.Mit der Neugestaltung des St.-Johann-Arealswill Novartis einen Ort schaffen, der ihrezeitgemässe und innovative Unternehmensphilosophiezum Ausdruck bringt. Ein Rasteraus Bebauungen, Freiräumen, Plätzen undParks charakterisieren die städtebaulicheStruktur des Geländes. Die Umwandlungdes Werkgeländes ist ein langfristigesProjekt, das etappenweise verwirklicht wird.Beim Campus-Projekt handelt es sich umein Langzeitprojekt mit einem Planungshorizontbis zum Jahre 2030.Quelle: Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, 2005Richti Areal, WallisellenAuf dem ehemals industriell genutzten, brachliegenden Grundstück zwischen BahnhofWallisellen und Einkaufszentrum Glattentsteht ein Quartier gemischter Nutzungmit Wohnen, Dienstleistung, Gewerbe undVerkauf. Das Grundstück hat eine Fläche vontotal 72´000 Quadratmetern. Es entsteht einQuartier mit Wohnraum (Miet- und Eigentumswohnungen)für rund 1200 Bewohnerinnen undBewohner und mit über 3000 Arbeitsplätzen inBüros und Ladengeschäften. Die Blockrandbautenmit fünf Vollgeschossen und einemAttikageschoss stehen für den grosszügigenund eigenständigen Charakter des Quartierssowie für die hohe Qualität des Wohnraumsund der Arbeitsplätze. Das Bebauungsmusterermöglicht die Realisation von lärmgeschütztenInnenhofpärken. Der öffentliche Raumwird mit Plätzen, Alleen, Arkaden und Wohnstrassenausgestaltet. Sämtliche Gebäudeerfüllen den Minergie-Standard.Quelle: Richti Wallisellen, 2011Erlenmatt, BaselMit der Reorganisation der betrieblichenAbläufe der Deutschen Bahn AG wurdedas Areal des DB-Güterbahnhofs frei füreine neue Nutzung. Dieses Areal ist einesder letzten grösseren EntwicklungsgebieteBasels. Die Entwickler möchten ein lebendigesStadtquartier mit rund 700 Wohnungen,2´000 Arbeitsplätzen, einem Einkaufszentrumzwei Stadtplätzen und zwei grossenStadtparks realisieren. Ebenfalls ermöglichtdie Areal-Entwicklung für die angrenzendenKleinbasler Quartiere zusätzliche öffentlicheGrün- und Freiflächen zu schaffen. Zudem Stadtquartier Erlenmatt wird eine öffentlicheFuss- und Radwegverbindung zumNaherholungsgebiet Lange Erlen realisiert.Die Realisierung aller Hochbauten, Erschliessungsanlagensowie Frei- und Grünräumewird nach heutigem Planungsstandbis ca. 2025 dauern.Quelle: Stadtentwicklung Basel Nord, 2011Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


48Konzept 2030AllgemeinVerkehrskonzept 2030Die Fertigstellung des Basistunnels Alptransit (2016) und dieneue Bahnverbindung zwischen Stabio und Varese (2013) bindenden Kanton Tessin stärker an Mailand und den FlughafenMalpensa. Die verkürzten Zeitdistanzen, welche innerhalb desKantons aber auch des Mailänder Metropolitanraums entstehen,verändern in Zukunft das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung.Um den Berufs- und Ausbildungspendlerverkehr in den Agglomerationenzu verbessern, wird auf den drei Handlungsfeldern«Vermeiden, Verlagern und Verträglicher» machen agiert.«Vermieden» wird der motorisierte Individualverkehr durchdie nachhaltige Gebietsplanung des neuen Standortes. Diesgeschieht anhand der optimalen ÖV-Erschliessung der publikumsintensivenEinrichtungen und der autofreien Zone im Gebiet.Damit die Menschen nachhaltige Verkehrsmittel brauchen,wird eine Siedlung der kurzen Wege geplant, in der die verschiedenenStandorte des täglichen Lebens nahe beieinander liegen.«Verlagert» wird der motorisierte Verkehr auf den öffentlichenVerkehr, das Velo und den Fussverkehr. Das Tram und dasregionale Zugnetz werden an Park-and-Ride-Anlagen am Randeder Agglomerationsräume angeschlossen. So können dieBerufs- und Ausbildungspendler auf den öffentlichen Verkehrumsteigen.PREisenbahnnetzTramAgglomerationsräumeAgglomerationszentrenGewerbegebiet (Agglomerationszentrum)Park-and-Ride-AnlageLandesgrenzeSeen30km20kmBellinzona/ Nord Europa10kmPRGrenzgängerPR LuganoPRGrenzgängerMendrisioVaresePRPRComoGrenzgängerFlughafen MalpensaMailandJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


49Konzept 2030Tramstadt LyonVeloverleihsystemeAutobahn NetzRegionales MIV-NetzTramLangsamverkehr-NetzBaustrukturAutofreie ZonePark-and-Ride-Anlage/Intermodaler UmsteigeknotenNeue Fuss- und VelobrückeIm Entwicklungsgebiet entsteht eine autofreie Zone die mitdem Tram, dem Fahrrad oder zu Fuss durchquert werden kann.Zwei Parkhäuser konzentrieren dafür die für die Gewerbebautennötigen Parkplätze. Veloverleihstationen ermöglichen es,von dort aus das Gebiet mit dem Velo zu erreichen. Das Veloverleihsystemwird auf die ganze Region des «Vedeggios»ausgeweitet.«Verträglich» gemacht wird dort, wo es motorisierten Verkehrgibt. In den Gewerbe- und Industriezonen sind die Strassennach dem Prinzip der Koexistenz der verschiedenen Verkehrsteilnehmergestaltet. Dabei werdenTempo-30- und Begegnungszonengeschaffen.Eine kommunale Mobilitätsberatung für die Bevölkerung unddie Unternehmen helfen, individuelle Lösungen für einenachhaltige Mobilität zu finden.Die Anlieferungswege der Dienstleistungsgebäude in der autofreienZone sind von der Hauptverkehrsachse her geführt.In speziellen Fällen können jedoch Sondervorschriften undelektronisch gesteuerte Schranken den Zulass ins Gebieterlauben.Durch das neue Wohngebiet im Gewerbestrip sind Anreizegeschaffen, die zu einer Reduktion des Pendlerverhaltens derMitarbeiter führen. So kann man am gleichen Ort wohnen undarbeiten. Car-Sharing-Angebote führen zur Reduktion desmotorisierten Individualverkehrs. Die hohe bauliche Dichteund die grosse Bruttogeschossfläche verlangen viele Parkplätze.Durch das neue Tram im Gebiet wird eine ÖV-GüteklasseB erreicht, was den Parkplatzbedarf auf bis zu 40% derRichtwerte heruntersetzt.Die neuen Fussverkehrswege überdecken das Gebiet miteinem engmaschigen Netz. Die umliegenden Gemeinden sinddurch neue Hauptrouten für den Langsamverkehr erschlossen.Das bestehende Wanderwegnetz ist neu durch das undentlang dem Gebiet geführt. Eine neue Fussgänger- undVelobrücke verbindet die westlich der Autobahn gelegenenGemeinden mit denjenigen östlich der Autobahn.BioggioBosco LuganeseMannoP+RPonte TresaP+RP+RBahnhofLamoneLamoneAgnoBedanoChiassoBellinzonaBahnhof/ZentrumLuganoLuganoVezia/ LamoneJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


50Konzept 2030MIV KonzeptSchleifen-KonzeptPRPRVeloMIVAbbiegenMIVVelo/ FGMIVMIV1.50 3.50 3.50 3.50 3.00 6.50 5.0026.50Querschnitt HauptstrasseVelo/ FGMIVMIVVelo/ FG5.00 6.50 5.0016.50Querschnitt NebenstrassenVerkehrskonzept 2030Das neue Gebiet ist für den motorisierten Individualverkehrin Form einer Schleife erschlossen. Dadurch wird der motorisierteVerkehr aus dem Gebietskern verlagert. Die Innenseitedes Entwicklungsgebietes ist somit autofrei.Die westlich gelegenen Dienstleistungsgebäude sind vonder Hauptstrasse her erschlossen. Linksabbieger können aufeinem Abbiegestreifen warten ohne den Verkehrsfluss zu stören.Zwischen Hauptstrasse und Gebäude verläuft eine Verteilfahrbahnvon 6.50m (berechnet nach Begegnungsfall zweierLastwagen bei 30km/h). Rechtwinklig dieser Achse biegeneinzelne Stichstrassen in die Gassen zwischen den Gebäudenab. Diese dienen der Anlieferung der Dienstgebäude undlaufen bis an die Kante des Boulevards. Die östlich gelegeneIndustriezone wird über eine Schleife, welche den südlichenKnoten bei Bioggio überquert, rückwärtig erschlossen. ZweiStichstrassen von 6.50m Breite mit je einem Kehrplatz amEnde erschliessen diese Zone. In den Innenhöfen der Industrieblöckebefinden sich die Anlieferungen der Gebäude. Dieautofreie Zone ist für den motorisierten Verkehr durch versenkbarePoller gesperrt. Transporte mit Bewilligung könnendiese Zone zu Anlieferungszwecken befahren.Die zwei Parkhäuser an den Enden des Gebiets sind intermodaleUmsteigeknoten (Projekt Piano dei trasporti Luganesi,PTL), die zum Konzept der Verlagerung des motorisiertenVerkehrs gehören. Die Parkhäuser dienen daneben den Angestelltendes Gebietes. Diese parkieren ihre Fahrzeuge dort,um dann zu Fuss, mit dem Fahrrad oder dem Tram zu ihrenArbeitsplätzen zu gelangen. Menschen aus der Umgebungbenützen diese Parkhäuser um ins Stadtzentrum von Luganozu gelangen. Anhand eines Fahrtenmodels wir die Anzahl derPlätze für das Gebiet beschränkt.Auf der Höhe der Wohngebäude und des Parks wird eineLärmschutzwand gegen die Autobahn errichtet.Parkierung und AnlieferungKarte MIVOben: Kantonsstrassemit parallelerVerteilerfahrbahnund Stichstrasse fürdie Anlieferung derDienstleistungsgebäudeUnten: ErschliessungsstrassebeiFluss, Innenhof mitSchleifenstichstrassefür AnlieferungenIndustriegebäudeVerkehrskonzept 2030Neben den beiden Parkhäusern gibt es verschiedene Kurzzeitparkplätzeum das Gebiet, jedoch keine im Gebietskern.Die Anwohnerparkplätze der Wohnhäuser befinden sich inFusswegdistanz zum Parkhaus.Die Anlieferungen für die Dienstleistungsgebäude werdenvon der Hauptstrasse her getätigt (siehe Schema «Oben»)oder von der Flussseite über die Innenhöfe der Industriegebäude(siehe Schema «unten»). Mit einer Bewilligung könnenauch in der Fussgängerzone Anlieferungen getätigt werden.Verkehrskonzept 2030PRNationalstrasse A2HauptverkehrsstrasseErschliessungsstrasseFür Anlieferung gestattetVerteilfahrbahn 30km/hAutofreie ZoneZone 30km/hKurzzeitparkierungszoneLärmschutzmassnahmePark-and-Ride-Anlage/Intermodaler Umsteigeknoten12345Parkhaus mit Parkplätzen für Angestellte des GebietesStichstrassen für Anlieferung DienstleistungsgebäudeSchleifenstichstrasse für Anlieferung IndustriegebäudeBarriere für motorisierten Verkehr mit versenkbaren PollernKehrplatz100m500mJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


51Konzept 2030NMannoBosco Luganese1PR224 55Vezia43243343Bioggio31PRJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


52Konzept 2030ÖV KonzeptPRTramachse verläuft auf BoulevardPRPRPRAktuelle Lösung Gruppe LU-NA (Stand 2011)1.00 1.006.003.00Verkehrskonzept 2030Die von Lugano kommende Tramlinie (siehe Seite 12) teiltsich nach dem intermodalen Knotenpunkt (Park-and-Ride-Anlage) in eine Strecke, die nach Süden Richtung Ponte Tresaund eine die nach Norden Richtung Manno-Lamone führt.Die nördliche Strecke, die im aktuellen Projekt der GruppeLU-NA parallel der Hauptstrasse geführt wird, ist im ÖV-Konzept der vorliegenden Arbeit auf den Boulevard verlegtworden. Das neue Tram erschliesst das Gebiet somit rückwärtig.Die Gebäude, die an der Hauptstrasse liegen, besitzenzwei Hauptfassaden: eine gegen den Boulevard und einegegen die Hauptstrasse. Das Tram ist auf der ganzen Streckedoppelgleisig geführt. Dadurch kann es im 7-Minuten-Taktverkehren und ist eine effiziente Alternative zum motorisiertenVerkehr.Im Entwicklungsgebiet gibt es drei Haltestellen. Diese sindanhand eines 300 Meter Fusswegradius angeordnet, so dassman in maximal 4 Minuten von fast jedem Punkt des Gebietesbei einer Haltestelle ist. Das doppelgleisige Tram fährt,mit einer Gesamtbreite von 6 Meter, in der Mitte des autofreienBoulevards. An den beiden Eckpunkten des Boulevardsüberquert das Tram jeweils einen Platz. Diese Plätze werdenals Mischflächen gestaltet. So wird im Sinne von «sharedspaces» die Aufmerksamkeit der einzelnen Verkehrsteilnehmer(Fussgänger, Velo, Tram) geweckt.An den Gebietsenden befinden sich zwei Parkhäuser. Diesefunktionieren als Umsteigeknotenpunkt vom motorisiertenauf den öffentlichen Verkehr. Freizeit- und Berufspendler, dievon der nördlichen Seite kommen, brauchen das nördlichgelegene Parkhaus, diejenigen, welche aus der südlichenRichtung kommen, das südlich gelegene. Die Parkhäuserdienen denMenschen, die nach Lugano oder aber ins Entwicklungsgebietkommen.Im nördlich gelegenen Parkhaus befindet sich, im Erdgeschoss,das neue Tramdepot. Somit werden in diesem Gebäudealle verkehrstechnisch wichtigen Funktionen bedient.Das neue Tram dient vor allem den Berufspendlern aus demangrenzenden italienischen Raum. Das Mobilitätsmanagementder Gemeinden unterstützt die Berufspendler beimUmsteigen auf den öffentlichen Verkehr.Querschnitt des geplanten TramsQuelle: Tracciato tram - viabilità, 2011Karte ÖV-NetzVerkehrskonzept 2030PRDoppelgleisiges TramnetzTramhaltestelle300m FussgängerdistanzPark-and-Ride-Anlage12TramdepotIntermodaler Umsteigeknoten100m500mJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


53Konzept 2030NMannoBosco LuganesePR1VeziaBioggio2PRJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


54Konzept 2030VelonetzQuerschnitt Hauptstrasse MIVVeloMIVMIVVelo/ FG1.50 3.50 3.50 3.50 3.00Querschnitt BoulevardFGVeloTramVeloFG9.00 2.00 6.00 2.00 9.00Querschnitt NebenstrassenVelo/ FGMIVMIVVelo/ FG5.00 6.50 5.00Verkehrskonzept 2030Das Velonetz besteht aus drei Primärrouten, die das Entwicklungsgebietvon Norden nach Süden durchqueren. Zwei davonsind neue Routen, die dritte ist die bestehende nationale Veloroute,die am Fluss entlang führt. Rechtwinklig zum Primärnetz,in einem durch die Parzellierung vorgegebenem Raster,verläuft das Sekundärnetz. Parallel zur Hauptstrasse läuft eingemeinsamer Rad- und Fussweg von drei Meter Breite. Parallelzu dieser sekundären Route verläuft im Inneren des neuenGebietes ein autofreier Boulevard. Dieser ist dem Langsamverkehrund dem öffentlichen Verkehr vorbehalten.Auf dem Boulevard befinden sich, beidseitig der Tramlinie,separate Fahrradwege, welche Konfliktsituationen zwischenFussgänger und Velofahrer verhindern. Auf den Nebenstrassenwird der Veloverkehr zusammen mit dem MIV (Zone30km/h) auf der gleichen Fahrbahn geführt. Der Velofahrerdarf jedoch auch auf dem fünf Meter breiten Gehweg fahren.Der Binnenverkehr im Gebiet wird so durch ein engmaschigesNetz gefördert.Das Velonetz ist an vier Stellen an die nationale Veloroute angeschlossen.Anhand einer neuen Fussgänger- und Velobrückeüber die Autobahn wird das Gebiet mit den gegenüberliegendenGemeinden verbunden. Diese Massnahme steigertdie Attraktivität für den touristischen Veloverkehr, kann aberauch von Berufspendlern und als Naherholungszweck genutztwerden. Das Velonetz des Gebietes ist nördlich und südlichmit den angrenzenden Gebieten verbunden. So kann manohne Netzunterbruch mit dem Fahrrad zu der zirka ein Kilometerentfernten Bahnstation fahren.Die über die Region verteilten Veloverleihstationen bietenan strategischen Orten und Haltestellen des öffentlichenVerkehrs Gratisvelos an. An den Eckpunkten des Gebietes,unterhalb der beiden Parkhäuser, befinden sich «Bike + Ride»Stationen für die Berufspendler der Unternehmen. So kann,wer mit dem Auto kommt, die letzten Meter zu seinem Arbeitsplatzmit dem Velo fahren. Die Gemeinde fördert dieseMassnahme über ihr Mobilitätsmanagemet. Dieses hat zumZiel, den motorisierten und öffentlichen Verkehr mit dem Veloverkehrzu kombinieren. Eine strengere Parkplatzpolitik derUnternehmen geht dabei Hand in Hand mit der Wirkung derVerlagerung vom MIV zum ÖV und Langsamverkehr.Karte VelonetzVerkehrskonzept 2030Nationale VeloroutePrimärnetzSekundärnetzBike-and-Ride-Anlage(Veloverleih)1234Boulevard/ autofreie ZoneNeue Fussgänger- und VelobrückeNeue Veloroute nach VeziaTunnelverbindung nach Lamone oberhalb des bestehenden Bachlaufes100m500mJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


55Konzept 2030NManno4Bosco Luganese1Vezia23BioggioJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


56Konzept 2030FussgängernetzQuerschnitt Hauptstrasse MIVMIVVelo/FGMIVFG3.50 3.00 6.50 5.00Querschnitt BoulevardFGFGVeloTramVelo3.00 9.00 6.00 2.00Querschnitt NebenstrassenVelo/ FGMIVMIVVelo/ FG5.00 6.50 5.00Querschnitt Strasse bei FlussVerkehrskonzept 2030Wie das Velonetz besteht auch das Fussgängernetz aus dreiHauptsträngen welche das Entwicklungsgebiet von Nordennach Süden durchqueren. Zwei Hauptrouten führen entlangder neuen städtebaulichen Struktur des Gebietes. Der neueautofreie Boulevard, welcher parallel zur Kantonsstrasseverläuft, kann als Herzstück des Fussgängernetzes betrachtetwerden. Der Boulevard nützt dem Binnen- wie dem Durchgangsverkehrder Fussgänger. Er dient auch als Flanier- undAufenthaltszone. Die Häuser besitzen Säulengänge, die alshalböffentliche Räume begehbar sind. Durch die Trennungvon Fussgängerverkehr, Veloverkehr und öffentlichem Verkehrwerden die Koexistenz-Probleme auf dieser Achse entschärft.Die Nebenrouten des untergeordneten Netzes verbinden dieHauptstränge untereinander und schaffen ein durchlässigesNetz für die Fussgänger. Auf den weniger frequentiertenGehwegen teilen sich Fussgänger und Velofahrer den Raum.Die Innenhöfe der Blockrandbauten sind der Öffentlichkeitzu Fuss zugänglich. Der auf wenigen Achsen zirkulierendemotorisierte Individualverkehr, wird durch Temporeduktionverträglicher gemacht, was dem problemlosen flächigen Querender Fussgänger dient.Das ganze Gebiet ist mit den umliegenden Gemeinden undQuartieren vernetzt, so dass diese auf direktestem Weg zuFuss zu erreichen sind.Auch das Wanderwegnetz ist erweitert worden. Eine neueStrecke führt im Naherholungsgebiet dem Fluss entlang.Diese Strecke liegt parallel der nationalen Veloroute. Ein weitererneuer Wanderweg liegt auf der gegenüber der Autobahnliegenden Landwirtschaftszone. Spazierwege führen durchdiesen grossen, unbebauten Naturraum. Dieses Gebiet istdurch die neue Fussgänger- und Velobrücke, welche die Autobahnüberquert, erschlossen. Das Wanderwegnetz ist überdas Entwicklungsgebiet mit dem alten Wanderweg der «Stradaregina» verbunden. Somit bietet das neue Fussgängernetzden verschiedenen Nutzern verschiedene Möglichkeiten an.Spaziergänger, Sportler, Pendler, Touristen, Arbeiter undKinder bekommen für ihre Ansprüche einen Weg.Velo/ FGMIVVelo/ FGFluss5.00 6.50 5.00Karte FussgängernetzVerkehrskonzept 2030PRHauptnetzNebennetzWanderwegnetzPlatzTramhaltestelle300m FussgängerdistanzPark-and-Ride-Anlage/Intermodaler Umsteigeknoten12345Boulevard und autofreie ZoneNeuer Wanderweg «Vedeggio»Neue Fussgänger- und VelobrückeNeuer Wanderweg «tenuta Bally»Tunnelverbindung nach Lamone oberhalb des bestehenden Bachlaufes100m500mJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


57Konzept 2030NManno5Bosco LuganesePR21Vezia34BioggioPRJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


58Konzept 2030Variante MIV-KonzeptPRVerkehrskonzept 2030Diese Variante des MIV-Konzepts basiert ebenfalls auf demSchlaufen-Prinzip, welches den Innenraum des Entwicklungsgebietesautofrei gestaltet. In dieser Variante wird dieautofreie Zone bis an den Flussraum ausgeweitet. Es ist dieseine radikalere Lösung des Schleifen-Konzepts und bedarfeiner tieferen Untersuchung betreffend der Machbarkeit. DerVorteil dieser Lösung ist, dass der Innenraum des Gebietessomit komplett autofrei und nur für den Langsamverkehr undden öffentlichen Verkehr zugänglich ist. Diese Lösung wäreein modellhaftes nachhaltiges Verkehrskonzept. Der Zugangzwecks Anlieferungsverkehr ist auch in dieser Lösung anhandvon automatisch versenkbaren Pollern gelöst.PRBeispieleVerkehrskonzept 2025Autofreies Wohnen in Westerpar,GWL_Gelände, AmsterdamIm Jahr 1997 wurde das Wohnungsbauprojektim Stadtteil Westerpark in Amsterdamauf dem ehemaligen Standort des KommunalenWasserversorgungsbetriebes fertiggestellt. Das Projekt ist nach ökologischenPrinzipien gestaltet. Das Innengelände istso gestaltet, dass es für die Bewohner vieleBegengnungsorte gibt und autofrei ist. Esgibt viele Grünanlagen und die alten Bäumewurden erhalten. Obwohl das GWL-Geländevor allem ein Ort zum Wohnen ist, sind dortauch Unternehmen ansässig. Etwa fünfzigUnternehmen, die insgesamt mehr alszweihundert Menschen beschäftigen, habenihren Betriebssitz auf dem Gelände.Quelle: DW Die Wohnungswirtschaft, 2010Tramstadt, LyonDie Strassenbahn Lyon wurde 2000 als Ergänzungder Métro von Lyon wiedereröffnet.Die Basis dieses Ausbauprojektes bildet derPDU (Plan de Déplacements Urbains), welchereine nachhaltige Mobilitätsentwicklungfür Agglomerationen mit über 100´000 Personengesetzlich verankert hat. Der zweitgrösstefranzösische Ballungsraums verfügtüber ein 55 Kilometer langes Strassenbahnnetz,auf dem fünf Linien verkehren. Anden Streckenenden wurden Park-and-Ride-Anlagen gebaut, die das Umsteigen auf denöffentlichen Verkehr fördern.Bereits von 1894 bis 1957 gab es in Lyoneinen Trambahnbetrieb.Quelle: Wikipedia, Straßenbahn Lyon, 2011Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


59Konzept 2030Sihlcity, ZürichDie Grossüberbauung umfasst rund 100´000m² Fläche mit Angeboten aus Gastronomie,Einkaufszentrum, Multiplexkino, Unterhaltung,Fitness/Wellness- und Gesundheitsbereich,Diskothek, Hotel, Kapelle mitSeelsorgeangebot, Dienstleistungsflächenund 16 Wohnungen. Anhand des ZürcherFahrtenmodells und der guten Erschliessungdurch den ÖV konnte, trotz der vielenNutzer, das Parkhaus auf 850 Parkplätzereduziert werden. Neben der in unmittelbarerNähe verkehrenden Buslinien wurde eineLinie direkt in die Tiefgarage von Sihlcityverlängert. In nächster Nähe verkehrt aucheine Tramlinie und eine zweite Tramliniewurde verlängert, um somit eine weitereVerbindung herzustellen und die Kapazitätzu verdoppeln. Durch die Haltestelle derSihltalbahn ist das Areal direkt mit demHauptbahnhof verbunden.Quelle: Wikipedia, Sihlcity, 2010Velostadt, MünsterDie Stadt Münster in Westfalen gilt alsVelostadt. Das Velo prägt das Stadtbild derMetropole und das Leben der Menschen. Aufgrundder vielen Vorteile, die die Velofahrer imVerkehr geniessen, gewann die Stadt bereitsmehrmals den Fahrradklimatest des ADFC(Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club). Etwa35 - 40 % der Fahrten werden mit dem Velozurückgelegt. Das Velowegenetz innerhalb derStadt erstreckt sich auf eine Gesamtlänge vonüber 300 km. Der Gebrauch des Fahrrads istauch deshalb so beliebt, weil es in der Stadtkeine Steigungen gibt. Auch die Parkplatzpolitikder Stadt ist sehr streng, so dass es in derInnenstadt keine Gratisparkplätze gibt. DieBerufstätige können über Veloachsen die insZentrum führen, und über eine 4.5 km langeRingstrasse bequem zu ihrem Arbeitsplatzpendeln. Münster besitzt auch das grössteVeloparkhaus Deutschlands.Quelle: Wikipedia, Fahrradstadt Münster, 2011Nachhaltige StadterweiterungRieselfeld, FreiburgZwecks einer Stadterweiterung wurde 1992 einWettbewerb für einen Masterplan des neuenAreals geplant. Dabei wurden nachhaltigeVorschläge gesucht. Entstanden ist ein Wohnquartiermit verschiedenen Mischnutzungen.Das Verkehrskonzept versucht geschickt, dieverschiedenen Bedürfnisse der Verkersteilnehmerzu berücksichtigen. Dabei ist das Tram daswichtigste Verkehrsmittel. Es gibt drei Haltestellen,die über den Stadtteil verteilt sind. Umden Stadtteil familienfreundlich und ruhig zugestalten und das motorisierte Individualverkehrsaufkommengering zu halten, gilt auf allenStrassen ein Tempolimit von 30 km/h. Auchein gutes Velowegenetz und regelmässigeBusverbindungen machen die AnwohnerInnenohne PKW mobil. Die Langsamverkehrsachsensind mit den anschliessenden Quartierenverbunden.Quelle: Stadterweiterung Freiburg Riesefeld,1997Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


60Konzept 2030KonzeptKonzeptskizze öffentlicher RaumKonzept öffentlicher Raum 2030Die Grundlage des Konzepts für den öffentlichen Raum bildetdie Verminderung des motorisierten Verkehrs und die neuestädtebauliche Struktur. Die grossen zwei Parkhäuser amAnfang und Ende des Gebietes machen es möglich, rückwärtigzur Hauptstrasse einen grossen autofreien Boulevard mitbeidseitiger Baumallee zu schaffen.Die Sequenz der drei im Gebiet gelegenen Plätze beginntam südwestlichen Zipfel mit einem kleinen 1400 m 2 grossen«Eingangsplatz», der gleichzeitig als Vorplatz des 50 Meterhohen Hochhauses und als Gebietsanfangsmarkierung funktioniert.Von diesem Platz verläuft diagonal eine FussgängerachseRichtung Boulevard und stösst auf den Hauptplatz.Diese «Piazza» ist der Begegnungs- und Aufenthaltsort deranliegenden Einkaufsgeschäfte und Freizeitpaläste. Am Tagwird dieser Ort von arbeitenden und einkaufenden Menschenbelebt. Am Abend dient er dem Nachtleben.Der Boulevard kann mit seinen beiden neun Meter breitenFussgängerzonen verschiedene Funktionen als Aufenthalts-und Gastroraum erfüllen. Dieser wird vor allem vonden Angestellten der Dienstleistungsbetriebe benutzt. DieVerbindungen zu den Innenhofpärken bieten die Möglichkeit,Naturräume in unmittelbarer Nähe zu finden. Am nördlichenEnde des Boulevards befindet sich ein grosser funktionellerPlatz (11´100 m 2 ), der für grosse Veranstaltungen genutzt wird.In der Verlängerung diese Platzes befindet sich eine grosseLiegewiese zum Sonnenbaden. Der neue Flusszugang bietetdie Möglichkeit zum Baden. Südlich der Liegewiese befindetsich ein grosser Naturraum, welcher Tieren und PflanzenPlatz bietet. Nördlich davon befindet sich eine Sportwiese,die verschiedener Sportlern Platz bietet.Auch im Gewerbegebiet ist der bestehende Bach zugänglichund als Pausenraum nutzbar. Auf dem Boulevard wird dieserzur Wasserrinne.Karte Öffentlicher RaumKonzept öffentlicher Raum 2030Neue Aufgewertete Aussenräume,Plätze, MischflächenBaulinien und Planungsgebietmit GestaltungsplanpflichtBaumreihenPark- und GartenanlagenWaldFluss/ Bach100m500m1234567891011Eingangsplatz, 1´400 m 2Hauptplatz «Piazza», sozialer Treffpunkt und Aufenthaltsraum, 9´350 m 2Gebrauchsplatz für Veranstaltungen, 11´100m 2Boulevard und autofreie Zone«Stadtgarten» mit extensiv genutzter WieseLiegewiese, ErholungsraumZugänglicher FlussraumWiese für verschiedene sportliche AktivitätenHalb-öffentlich genutzte Innenhöfe, verbunden mit angrenzendem Raum(anhand Gestaltungsplan geregelt)Wasserrinne auf BoulevardAufenthaltsraum und gestalteter FlussraumJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


61Konzept 2030NMannoBosco Luganese89367959Vezia4991091112Bioggio11Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


62Konzept 2030VarianteKonzept öffentlicher Raum 2030Die städtebauliche Variante spielt mit der Idee von zwölfWohneinheiten, die in einem «englischen Garten» liegen. DieserGarten oder Park ist von einer Vielzahl gewundener Wegeund Baumgruppen durchdrungen. In dieser Variante wird dieextensiv genutze Wiese, die an den Fluss grenzt, die bis anden Boulevard verlängert. Zusätzlich wird auf eine AnzahlGewerbebauten zugunsten von Wohnbauten verzichtet. DerRest des Konzepts bleibt dem auf Seite 60 und 61 beschriebenengleich.ImpressionenKonzept öffentlicher Raum 2030Blick auf den BoulevardJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


63Konzept 2030BeispieleKonzept öffentlicher Raum 2030Treffpunkt und PlatzSchouwburgplein, RotterdamDer Schouwburgplatz liegt mitten imZentrum von Rotterdam. Er wurde 1997 nacheinem Wettbewerbsentwurf fertig gestellt.Der Platz wird durch das Stadttheater,eine Konzerthalle, ein Multiplex-Kino undbewegliche Lichtmasten begrenzt. Diesevier beweglichen, hydraulischen Lichtmasten,je 35 Meter hoch, wechseln jede Stundeautomatisch ihre Einstellung und Gestalt.Nach Einwurf einer Münze können auch diePassanten die Position der Lichter ändern,so dass die Leuchten den öffentlichen Platzfür eine kurze Zeit in ein privates Terrainverwandeln. Der Platz ist der Begegnungsortfür die Stadtbevölkerung. Er bietet Raumfür spielende Kinder, skateboardfahrendeJugendliche, Geschäftsmänner, die zu Mittagessen und alte Leute die auf den langenBänken sitzen und beobachten.Quelle: Wikipedia, Schouwburgplein, 2011GebrauchsplatzTurbinenplatz, Zürich«Der Turbinenplatz in Zürich-West ist mitrund 14’000 Quadratmetern Zürichs grössterPlatz. Die industrielle Vergangenheit desQuartiers beeinflusste die Planer bei derGestaltung des Platzes. So ist der Bodenbelagwie auf den meisten Industriearealenaus Beton. Schienen aus Gusseisen unterteilenden Platz optisch und führen dasWasser in spezielle Regenbecken, wo es aufnatürliche Weise versickert und gleichzeitigdie Pflanzen versorgt. Durch die Beleuchtungerhält der Turbinenplatz nachts einemarkante Ausstrahlung. Die Strassen sindblau beleuchtet, während auf den Birken undKiesflächen orange und violette Lichtkegelerscheinen.»Quelle: Tiefbau- und Entsorgungsdepartement,2011Erholungs- und FreizeitparkLiebefeldpark, KönizDer Liebefeldpark ist ein Wohn- und Erholungsort.Die Architektur der Turm- undZeilenbauten wurde unter Berücksichtigungdes bestehenden Wohnquartiers neu interpretiertund integriert, was ein harmonischesGesamtbild des Dorfteils schafft. DieParkanlage und die grosszügigen, begrüntenWohnhöfe bieten höchste Lebensqualitätin einer Ruheoase mit urbanemCharakter. Mit 36 000 Quadratmetern ist dieöffentliche Parkanlage so gross wie fünfFussballfelder. Bäume, Wiesen, Promenadenund ein grosser Teich am nördlichenEnde des Parks laden zum Verweilen ein.Spielplätze und Sitzplätze bieten idealeAufenthaltsorte für die Bevölkerung.Die Parkanlage wurde von der Gemeinderealisiert dank, Unterstützung von Firmenund Privatpersonen konnten zusätzlicheElemente umgesetzt werden.Quelle: Gemeinde Köniz, 2011Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


64Konzept 2030KonzeptKonzeptideeUmfassung durch BebauungEindringender GrünraumDie Innenhöfe werden über den Boulevardund die angrenzenden Strassen und Wege,anhand von Durchgängen, zugänglich gemacht.Als halb-öffentliche Räume werdensie über den Gestaltungsplan geregelt. Soentstehen individuelle Lösungen der Verbindungzwischen privatem und öffentlichemRaum.Landschaftsbild 2030Der Landschaftsraum breitet sich vom Flussraum ins Inneredes Entwicklungsgebietes aus. An der Flusskante wächstein Waldstreifen, der durch einen abgestuften Waldrand ineine extensiv bewirtschaftete Blumenwiese übergeht. DieseWiese ist der «Stadtgarten», der durch zwei parallel laufendeFuss und Radwege eingegrenzt ist. In ihm befindet sich einegrosse Bienenzucht, die Blütenhonig produziert und dem aktuellenBinnenschwund entgegenwirkt. Daneben befindet sicheine Liegewiese, die als Naherholungszone fungiert. DieseWiese hat in ihrer Verlängerung einen Flussanschluss, welcherdurch einen Damm umgrenzt ist. Die drei Gebäude mitihren begrünten Innenhöfen verbinden sich mit dem Stadtgartenzu einem erweiterten Grünraum. Dieser Grünraumsetzt sich anhand der im Erdgeschoss der Blockrandbautenbefindlichen Durchgänge in dessen Innenhöfen fort. DieInnenhöfe sind halb-private Pärke, die individuell gestaltetsind. Sie dienen als Aufenthalts- und Ruhezone aber auch alsNaturraum für Pflanzen. Sie werden anhand von Gestaltungsplänengeregelt. Auf dem Boulevard setzt sich der Grünraumanhand der beidseitig der Fassaden folgenden Alleebäumefort. Er endet in einem urban gestalteten Bach, der als Aufenthaltsortfür die Angestellten und Besucher fungiert.Alle Neubauten haben ein begrüntes Flachdach. Diese Massnahmemacht die von den Anhöhen aus sichtbare Auswirkungder dichten Bebauung verträglich. Die Dachbegrünung wirdüber den Gestaltungsplan geregelt.Die auf der gegenüber der Autobahn liegende Landwirtschaftszoneist durch die neue Fuss- und Velobrücke für dieBevölkerung zugänglich. Sie fördert somit das Bewusstseindes Bezugs zum natürlichen Umfeld und dessen Ressourcen.Querschnitt Flussraum 3Die punktuelle ausweitung des Flussraumprofilsermöglicht den Zugang zum Wasser.Karte LandschaftLandschaftsbild 2030Extensiv genutzte WieseLiegewieseSportwieseBlockrandbau mit Innenhof und DachbegrünungAlleebäume/ BaumgruppenFluss/ Bach12345678910«Stadtgarten» mit extensiv genutzter Wiese, 33´000 m 2Liegewiese als Erholungsraum, 10´000 m 2Zugänglicher Flussraum mit begehbarem DammhügelWiese für verschiedene sportliche Aktivitäten, 25´400 m 2BaumalleeHalb-öffentlich genutzte Innenhöfe, verbunden mit angrenzendem Raum(anhand Gestaltungsplan geregelt)Alle Neubauten mit Gründächern (anhand Gestaltungsplan geregelt)Wasserrinne auf BoulevardAufenthaltsraum und gestalteter FlussraumErlebbarer Landwirtschatsraum «tenuta Bally»100m500mJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


65Konzept 2030NMannoBosco Luganese42376616Vezia610567786655Bioggio9Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


66Konzept 2030VarianteLandschaftsbild 2030Die städtebauliche Variante spielt mit der Idee von zwölfWohneinheiten, die in einem «englischen Garten» liegen. DieGebäude liegen in einem Naturraum, der aus einer Wiesebesteht, welche extensiv genutzt wird. Somit dehnt sich dieseWiese vom Fluss bis fast an den Boulevard aus. Zusätzlichwird auf eine Anzahl Industriebauten zugunsten von Wohnbautenund Wiesenfläche verzichtet. Der Rest des Konzeptsbleibt jedoch dem auf Seite 64 und 65 beschriebenen gleich.ImpressionenLandschaftsbild 2030Blick von der Sportwiese auf die WohnhäuserJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


67Konzept 2030BeispieleLandschaftsbild 2030StadtparkOpfikerpark, Glattpark OpfikonDer Opfikerpark mit seinen grosszügigenFreiflächen, dem attraktiven See und denPromenaden zum Flanieren und Spazierenist ein Kernstück des grössten Entwicklungsgebietesder Schweiz. Angesichts derverdichteten Bauweise leistet der Opfikerparkeinen entscheidenden Beitrag zurNaherholung und Freizeitgestaltung. DieGrundeigentümer in Glattpark (Opfikon)und die Stadt Opfikon teilen sich diese Kosten.Der See wird primär durch Dachwasseraus dem Baugebiet gespiesen. Das Seewasserhat Badequalität. Als Fortsetzung derStege führen Wege über die Rasenflächenzum angrenzenden Waldbereich, von wo ausman zum Ufer der Glatt gelangt. Im Nordendes Parks wurde gegen die Autobahn einnatürlicher Lärmschutzwall erstellt.Quelle: Gebietsmarketing Glattpark, 2003Wohnen in der BlumenwieseWohnüberbauung Rietfeld BülachDie Grünflächen der Wohnüberbauung sindmit einem extensiven Blumenrasen erstellt.Je nach Bedarf können einzelne Flächenintensiver geschnitten werden, um Spielflächenfür Ballspiele zu erhalten. Den Erdgeschosswohnungenist ein zwei Meter breiterKiesbereich vorgelagert, der den Mietern/Eigentümerneinen privaten Anteil an Aussenraumzuordnet. Der Riedbach wurde saniertund mit einer Zone für gemeinschaftlicheZwecke (Schwerpunkt Ruhe- und Erholungsfläche)erweitert. Das Areal ist anden öffentlichen Weg und den Riedbachangebunden. Unterschiedliche Nutzungsmöglichkeitenwie grilieren, liegen undsitzen sind vorhanden. Die Fläche zwischendem öffentlichen Weg und den Häuserzeilenist mit einer Extensivwiese begrünt.Quelle: Fahrni LandschaftsarchitektenGmbH, 2008FlussaufweitungReuss, EmmenDie Flussaufweitungen der Reuss in Emmenschaffen neuen Raum für Tiere und Pflanzenund tragen zu einem wirksamen Hochwasserschutzbei. Gleichzeitig wertet er dieFlusslandschaften auf. Das Fliessgewässererhält durch die Flussaufweitung wiedereinen natürlicheren Charakter.Die Flussaufweitungen geben dem Gewässermehr Raum für eine natürliche Entwicklungder Sohle und des Ufers. Der aufgeweiteteBereich unterscheidet sich dabei in derBreite deutlich von den sonst korrigiertenFlussabschnitten.Durch eine Flussaufweitung können somitdie ökologische Funktionalität und derHochwasserschutz miteinander vereint bzw.deutlich gesteigert werden.Quelle: Nationale Plattform NaturgefahrenPLANAT, 2011Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


68Konzept 2030Offene FragenDa diese Arbeit nur einen allgemeinen Überblick einer Gebietsentwicklungaufzeigt, lässt sie einige Fragen offen. Im folgendenKapitel sindThemen aufgelistet, welche einer vertieften Studiebedürften.WirtschaftsstandortEine wirtschaftliche Studie zu den vorhandenen und zukünftigenBetriebsstätten des Gebietes ist eine wichtige Entwicklungsgrundlage.Ein Immobilienökonom sollte diese erstellen umeine Strategie für die wirtschaftliche Zukunft des Gebietes zuerabeiten.Entwicklung und RegulierungDie einzelnen Parzellen bedürften einer Analyse der Wünscheund Ziele der Besitzer. Vertiefte Studien zur Regulierung derräumlichen und zeitlichen Entwicklung wären Vorstudien füreinen zukünftigen Gestaltungsplan. Die Sonderbauvorschriftenwürden den Prozess über die Zeit von ca. 40 Jahren steuern.GebäudeparkDer heutige Gebäudepark soll inventarisiert und analysiertwerden. Für die Neubauten des Entwicklungsgebietes sollenökologische Standards und Kriterien festgelegt werden. Diesewerden in die Sondervorbauschriften des Gestaltungsplanesaufgenommen.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


69Zukunft GüterumschlagsplatzEine Studie soll die heutige Lage des Gütterumschlagsplatzesanalysieren. Zusammen mit der SBB Cargo und SBB Immobilienmuss evaluiert werden, ob und wie lange dieser Standort alsUmschlagsort gebraucht wird.Machbarkeitsstudie autofreie ZoneDie Machbarkeit einer Variante mit einer vollkommen autofreienZone im Innenbereiches des Entwicklungsgebietes müssteanhand einer Studie überprüft werden.MobilitätsmanagementDer Entwurf eines kommunalen Mobilitätsmanagements sollStrategien zu einer zukünftigen nachhaltigen Mobilitätsentwicklungaufzeigen. Darin werden Lösungen zur Verlagerung desmotorisierten Indivualverkehrs auf den ÖV und den Langsamverkehrentwickelt.Landschafts- undGewässerentwicklungskonzeptAnhand eines regionalen Landschaftsentwicklungskonzeptes(LEK) soll eine Bestandsaufnahme der verschiedenen Sachebenender Landschaft und eine Strategie für die zukunftigeEntwicklung dessen erstellt werden. Ein Gewässerentwicklungskonzept(GEK) soll die Flussverbreiterung überprüfen und dieZukunft der regionalen Gewässer koordinieren.HochwasserschutzIm kantonalen Richtplan ist das Gewerbegebiet als Überschwemmungsgebietausgeschieden. Eine vertiefte Analysesollte das Risiko evaluieren und eventuelle Massnahmen vorschlagen.Der Kanton Tessin führt zur Zeit Arbeiten aus, welchedas Flussprofil verbreitern. Wie weit diese Massnahmen dasneue Gewerbegebiet schützen würde, müsste in einer Studiegeklärt werden.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


70Kritische ReflexionDie Projektierung des neuen Tramnetzes für den LuganerAgglomerationsraum war die Ausgangslage der Arbeit. DieArbeit wollte anfänglich den Zusammenhang zwischen denFreiräumen und den, durch die neue Tramlinien entstehenden,Haltestellen herstellen. Sogleich stellte sich jedoch heraus,dass das Thema erweitert werden musste. Die Tramprojektierungwurde dabei ein Teilaspekt des Oberthemas Mobilität.Die Mobilität sollte jedoch auch in den Kontext der zukünftigenSiedlungsentwicklung gestellt werden, um eine relevanteAussagen betreffend der neuen Tramlinie zu erhalten. Dabeisollte die Studie den Planenden Akteuren einen Überblicküber die vielen Teilaspekte dieser Gebietsentwicklung aufzeigen.Eine vertiefte Betrachtung der Freiräume um dieHaltestellen, wie anfänglich vorgesehen war, wurde somitvernachlässigt. Ebenfalls wurde in Kauf genommen die Entwicklungsthemennur andeutungsweise und konzeptionelleanzudeuten.Die Gliederung Analyse, Vision und Konzept sollte denUmfang der Arbeit einschränken. Das Thema der zukünftigenEntwicklung, welches im Teil «Vision» abgehandelt wurde,hätte durch eine andere Technik, wie das arbeiten mit Szenarienumfangreicher und differenzierter evaluiert werden können.Dies sprengte jedoch den vorgegebenen Aufwand derArbeit. Das Ziel, aufzuzeigen welche Auswirkungen die neueTramlinie auf die Siedlungsentwicklung haben können, wurdetrotzdem erreicht. Nachdem lesen der Arbeit sollte dies, nachErachten des Autors, nachvollziehbar sein.Die Hoffnung besteht, dass die Studie Anregungen schaffteine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Studie wendetsich spezifisch an die Planer, Politiker und Privateigentümerdieser Region, jedoch auch an die Bundesbehörden welchesich mit der räumlichen Entwicklungen der Schweiz auseinandersetzen.Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


71AnhangJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


72AnhangBibliografieAllreal Generalunternehmung AGRichti WallisellenZürich, 2011URL: http://www.richti.chBasel StadtStadtentwicklung Basel Nord -ErlenmattBasel, 2011URL: http://www.baselnord.bs.ch/erlenmattErnst Basler + Partner AGStadtraum HB - Erläuterungsberichtzum GestaltungsplanZürich, 2006URL: http://www.europaallee.chLars Bölling und Thomas SievertsMitten am Rand. Auf dem Weg vonder Vorstadt über die Zwischenstadtzur regionalen StadtlandschaftVerlag Müller + Busmann KG,Wuppertal, 2004Bundesamt für RaumentwicklungAREKonzept zur Siedlungsentwicklungnach innen - Arbeitshilfezur Erarbeitung derAgglomerationsprogramme Verkehrund SiedlungBern, 2009Bundesamt für RaumentwicklungARELandschaftstypologie Schweiz - Teil 2,Beschreibung der LandschaftstypenBern, 2011Bundesamt für RaumentwicklungAREModellvorhaben NachhaltigeRaumentwicklungBern, 2011URL: http://www.are.admin.ch/themen/raumplanung/modellvorhabenBundesamt für StatistikStat@las, Interaktiver StatistischerAtlas der SchweizBern, 2011URL: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/regionen/thematische_karten/02.htmlCantone Ticino Dipartimentodel territorio und Città di LuganoDicastero del territorioNodo intermodale di Molinazzo enavetta Molinazzo – CittaStudio di fattibilità tecnica/urbanisticae di sostenibilità economica -Rapporto conclusivoLugano, 2005Cantone Ticino, Dipartimento delterritoriomobilità nel TicinoBellinzoa, 2004Cantone Ticino, Dipartimentodel territorio und Commissioneregionale dei trasporti del LuganesePiano dei trasporti del LuganesePiano della viabilità del PoloBellinzona, 2007Cantone Ticino, Dipartimento delterritorioRegolamento cantonale posteggiprivati RCCPBellinzona, 2011, URL: www.ti.ch/dtCantone Ticino, Dipartimento delterritorio und Gemeinde Agno,Bioggio, Manno «Commissioneregionale dei trasporti del luganese»Sistema tram-treno del LuganeseTratto Basso Vedeggio - Studio difattibilitaLugano, 2008Comuni di Agno, Bioggio e Manno -Gruppo sviluppo del territorio abmPiano d´indirizzo - progetto «il futurodel piano del Vedeggio»Manno, 2011DW Die WohnungswirtschaftÖkologisches Bauen in Amsterdam- Nachhaltiges Experiment:Zwischenbilanz nach dreizehn JahrenHamburg, Ausgabe vom 5. Mai 2010/63. JahrgangJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


73AnhangDirektion für Entwicklung undZusammenarbeit (DEZA), Eidg.Departement für auswärtigeAngelegenheiten (EDA),Bundesamt für Raumentwicklung(ARE), Eidg. Departement fürUmwelt, Verkehr, Energie undKommunikation (UVEK)Die Nachhaltige Entwicklung in derSchweiz: Methodische GrundlagenBern, 2004URL: http://www.are.admin.chRoger Diener, Jacques Herzog,Marcel Meili, Pierre de Meuron undChristian SchmidDie Schweiz - Ein städtebaulichesPortraitBirkhäuser Verlag, Basel, 2006Eidgenössisches Departementfür Umwelt, Verkehr, Energieund Kommunikation UVEK undBundesamt für Raumentwicklung ARWeisung über die Prüfungund Mitfinanzierung derAgglomerationsprogramme der 2.GenerationBern, 2010Eidgenössisches Departementfür Umwelt, Verkehr, Energieund Kommunikation UVEK undBundesamt für RaumentwicklungARERaumkonzept SchweizBern, 2011Eidgenössische SteuerverwaltungKörperschaftssteuern 2010Bern, 2011URL: http://www.efd.admin.ch/ETH Studio BaselMetro Basel - Ein Modell einereuropäischen Metropolitan-RegionBirkhäuser Verlag, Basel, 2009ETH Wohnforum – ETH CASE, Dept.Architektur, ETH ZürichS5-Stadt. Agglomeration im Zentrum- Forschungsberichtehier+jetzt, Verlag für Kultur undGeschichte, Baden, 2010Fahrni LandschaftsarchitektenGmbHWohnüberbauung Rietfeld BülachLuzern, 2008URL: http://www.fahrnilandschaftsarchitekten.chBassel Farra und Olivier Fazanouest lausannois - secteur arc en cielBureau du Schéma directeur del’Ouest lausannois, Renens, 2009URL: http://www.ouest-lausannoischPierre Feddersen, RainerKlostermann, Lukas Kueng undChristian BlumStädtebauliche Entwicklung für denRheinhafen Klybeck-KleinhüningenBasel, 2006Foster PartnersMasterplan for Mexican health cityLondon, 2009URL: http://www.fosterandpartners.com/News/399/Default.aspxFoster PartnersMasdar Development, Abu Dhabi,United Arab EmiratesLondon 2007URL: http://www.fosterandpartners.com/Projects/1515/Default.aspxFrancesco Saverio Fera und LucaContiFabio Reinhart - Architettura dellaCoerenzaCooperativa Libraria Universitariaeditrice, Bologna, 2007Fussverkehr SchweizBaden ist. Zukunft - FusswegkonzeptZürich, 2007Garten + LandschaftFreiraum für alleMünchen, Juli 2011Markus Gasser, Carolin zur Brüggeund Mario TvrtkovicRaumpilot - ArbeitenKarl Krämer Verlag, Stuttgart undZürich, 2010Gemeinde KönizLiebefeld Park - Wo sich Menschentreffen, bewegen und erholenKöniz, 2011URL: http://www.koeniz.chArmin von GerkanDie Stadtmauern - Milet Band 2 Heft 3De Gruyter Verlag, Berlin, 1935Gebietsmarketing GlattparkGesamtplanung von GlattparkOpfikon, 2003URL: http://www.glattpark.chKurt GilgenKomunale Richt- undNutzungsplanung - Ein Lehrbuchvdf Hochschulverlag AG, ETHZürich, 2006Kurt GilgenKomunale Raumplanung in derSchweiz - Ein Lehrbuchvdf Hochschulverlag AG, ETHZürich, 2005Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


74AnhangKantonales Finanzamt TessinIndici di forza finanziariaBellinzona, 2011URL: http://www.ti.ch/selGrün Stadt ZürichDas Grünbuch der Stadt Zürich -integral planen - wirkungsorientierthandelnZürich, 2006Gruppo SceredGreenskyrolo - Masterplan -Rapporto esplicativoLugano, 2009URL: http://www.pianscairolo.chGruppo di studio LU-NA LuganoTracciato tram - viabilitàLugano, 2011HochparterreDie Bahn erobert die GlattstadtZürich, Beilage No. 12/ 2006HochparterreDie Lenker des Verkehrs -Management für den knappenStrassenraumZürich, Beilage No. 10/ 2009Klaus HumpertStadterweiterung: Freiburg Riesefeld -Modell für eine wachsende Stadtavedition GmbH, Stuttgart, 1997Thomas Jocher und Sigrid LochRaumpilot - GrundlagenKarl Krämer Verlag, Stuttgart undZürich, 2010Vittorio Magnago Lampugnani undMatthias NoellHandbuch zum Stadtrand -Gestaltungsstrategien für densuburbanen StadtraumBirkhäuser Verlag, Basel, 2007Peter LorenzGewerbebau/ Industriebau -Architektur/ Planen/ GestaltenVerlagsanstalt Alexander Koch,Leinfelden-Echterdingen, 1993Nationale Plattform NaturgefahrenPLANAT, Bundesamt für UmweltBAFUFlussaufweitung Reuss, EmmenBern, 2011URL: http://www.planat.chNovartis Interantional AGCampus PlusBasel, 2011URL: http://www.novartis.ch/aboutnovartis/campus/campus-plus.shtmlOberste Baubehörde im BayerischenStaatsministerium des InnernGewerbegebiete - Arbeitsblätter fürdie Bauleitung Nr.14München, 1996URL: http://www.verwaltung.bayern.de/Broschueren-bestellen-.196-1628605/index.htmFederico Oliva AssociatiMasterplan - Nuovo QuartiereCornaredo - LuganoLugano, 2005URL: http://www.cornaredo.chFranz Josef RademacherWelt mit Zukunft - Überleben im 21.JahrhundertMurmann Verlag GmbH, Hamburg,2007Regierungsrat des Kantons Basel-StadtRatschlag betreffend Realisierungdes Projekts „Neunutzung Hafen St.Johann – Campus Plus“Basel, 20.09.2005URL:http://www.baselnord.bs.ch/campus-plus/Repubblica e Cantone TicinoPiano direttoreBellinzona, Beschluss vom 20. Mai2009URL: http://www.ti.ch/pdRepubblica e Cantone TicinoDipartimento del territorioPAL - Programma d´agglomerato delLuganese - Rapporto finaleBellinzona, 2007Repubblica e Cantone TicinoDipartimento del territorioPiano dei Trasporti del LuganeseBellinzona, Zuletzt geändert am 21.Mai 2010URL: http://www.ti.ch/ptlSchweizerische Bundesbahnen SBBImmobilienStadtraum HB Zürich - ÖffentlicherRaum - Studienauftrag imselektiven Verfahren Bericht desBeurteilungsgremiumsZürich, 2006Camillo SitteDer Städtebau - Nach seinenKünstlerischen GrundsätzenBirkhäuser Verlag, Basel, 2002Peter SloterdijkSpähren I- BlasenSuhrkamp Verlag, Frankfurt am Main,2004Jordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


75AnhangPeter SloterdijkSpähren III- SchäumeSuhrkamp Verlag, Frankfurt am Main,2004Stadt Baden und Diener & DienerArchitektenBaden Nord - EntwicklungsplanBaden, 1999Stadt Zürich Hochbaudepartementund Amt für StädtebauRäumliche Entwicklungsstrategie desStadtrats für die Stadt ZürichZürich, 2010Schweizerischer Ingenieur- undArchitektenverein SIATech21 Nr.10 «Standortpotenziale»Zürich, 2007Schweizerischer Ingenieur- undArchitektenverein SIATech21 Nr.9 «Mustersiedlungen»Zürich, 2008Schweizerischer Ingenieur- undArchitektenverein SIATech21 Nr.11 «Natur in der Stadt»Zürich, 2009Schweizerischer Ingenieur- undArchitektenverein SIATech21 Nr.13 «Ticino città diffusa»Zürich, 2010Schweizerischer Ingenieur- undArchitektenverein SIATech21 Nr.44 «Netzstadt Glattal»Zürich, 2010Schweizerischer Ingenieur- undArchitektenverein SIATech21 Nr.48 «Zukunft der Regionen»Zürich, 2010Gerhard Steinebach und DietmarSchaadtStadtökologie in neuenGewerbegebietenBauverlag, Wiesbaden undBerlin, 1996Ramona TesturiAlpTransit e il Ticino: miglioramentodell’accessibilità e possibili effetti sulterritorioAbschlussarbeit MAS ETH inRaumplanung, Zürich, 2009Tiefbau- undEntsorgungsdepartementÖffentlicher Raum - Plätze -TurbinenplatzZürich, 2011URL: http://www.stadt-zuerich.ch/ted/de/index/oeffentlicher_raum/erleben_und_erholen/stadt_und_natur/plaetze.html#Tram Museum ZürichTram LuganoZürich, aufgeruffen am 27.05.2011URL: http://www.tram-museumarchiv.ch/Seiten_Zeitreise/Schweiz/lugano-D.htmlFranziska UllmannBasics - Architektur und DynamikSpringer Verlag, Wien, 2010urbass fgmNPV Nuovo Polo Vedeggio - Progettodi sviluppo urbano per il Piano delVedeggio - Rapporto intermedio per laconsultazioneManno, 2009Vereinigung SchweizerStrassenfachleute VSSSchweizer NoremwerkZürichVerkehrsbetriebe Glattal AGDie Glattalbahn - Neue Wege durchneue StadträumeGalttbrugg, 2010Verkehrsbetriebe Glattal AGDie Glattalbahn - ÜbersichtsplanStadtraum und Landschaft -«Le fille rouge» im Kontext derstadtentwicklung im GlattalGalttbrugg, 2008Ed Wall und Tim WatermanBasics - Landscape Architecture 01AVA Publishing SA, Lausanne, 2010WikipediaFahrradstadt MünsterZuletzt geändert am 23. Juli 2011URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradstadt_M%C3%BCnsterWikipediaSchouwburgplein (Rotterdam)Zuletzt geändert am 19. August 2011URL: http://en.wikipedia.org/wiki/Schouwburgplein_%28Rotterdam%29yWikipediaSihlcityZuletzt geändert am 26. Oktober 2010URL: http://de.wikipedia.org/wiki/SihlcityWikipediaStraßenbahn LyonZuletzt geändert am 16. Januar 2011URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_LyonJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes


76AnhangAngaben zum AutorJordi Riegg, Jg. 1974, Hochbauzeichnerlehre,Vorkurs Schule fürGestaltung, Innenarchitekturstudiumin Lugano; Promotion 2002; seit2002 freier Mitarbeiter bei ArchitektLorenzo Custer als Gestalter vonöffentlichen Räumen und Strassenräumen;seit 2011 freier Mitarbeiterbeim Tiefbauamt Zürich im Fachbereich«Gestaltung Stadträume»,2004 - 2006 Assistenz StudiengangInnenarchitektur an der TessinerFachhochschule SUPSI, 2009 - 2010CAS Strassenraumgestaltung, zurzeitim Teilzeitstudium an der HSRHochschule für Technik RapperswilMSE Master of science in engineeringin «Public Planning“; LogistischeOrganisation und Szenografienfür Grossveranstaltungen; Gründungdes Kulturvereins Nuove ProposteCulturali; diverse Zusammenarbeitenmit den Künstlern Sidi Vanettiund Andreas GysinJordi Riegg HSR, Public PlanningTram Lugano - Nachhaltige Stadt- und Mobilitätsentwicklung eines Siedlungsgebietes

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