Sicherheitsratschläge - Medienangebot der Sparte Einzelhandel ...

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Sicherheitsratschläge - Medienangebot der Sparte Einzelhandel ...

Sicherheitsratschläge

Ein Leitfaden für sicheres Arbeiten


Sicherheitsratschläge

Ein Leitfaden für sicheres Arbeiten


Sicherheitsratschläge

Arbeitssicherheit ein Thema für „alle“ (nicht nur für neue Mitarbeiter/innen).

Auszubildende und neu eingestellte Mitarbeiter/innen fi n den hier Ratschläge zur Vermeidung

von Arbeitsun fällen; allen anderen Mit ar bei ter/innen dient die Schrift zur Auffrischung

ihrer Kenntnisse über sicheres Ver halten bei der Arbeit.

Viele Arbeitsunfälle sind heute verhaltensbedingt.

Beim Arbeiten wird meist an die zu erfüllende Arbeitsaufgabe, an den Zeitdruck, an fi nanzielle

Aspekte und natürlich an den Feierabend gedacht. Die Ar beits sicher heit ist oft nur

ein ungeordnetes Thema - nach dem Motto: „Es wird schon nichts passieren!“

Dies ist ein Trugschluss - Unfallbeispiele wie diese sind typisch

für den Handel:

- Treppensturz durch Sichtbehinderung

- Auf frisch gereinigtem Fußboden

ausgerutscht.

- Sturz von der Leiter (ungeeigneter Aufstieg)

- Fußverletzung (falsche Schuhe) durch Handhubwagen.

Viele Unfälle im Betrieb sind stressbedingt. Die meisten neuen Mitarbeiter/innen werden

in der Anfangszeit stark in Anspruch genommen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass

gerade sie ein viel fach höhe r es Unfallrisiko aufweisen als andere. Dies bedeutet, dass

neue Mit ar bei ter/innen infolge eines Arbeits un falls gleich wieder ausfallen. Lassen Sie

es nicht so weit kommen!

Die vorliegende Schrift soll bei der Durch führung eines sicheren und gesunden Ar bei tens

im Betrieb unterstützen.

5


Inhalt

Allgemeines 07

Sicherheitskennzeichnung 08

Brandschutz 13

Erste Hilfe und Verhalten bei Unfällen 14

Tätigkeit im Verkauf, Hautschutz 15

Lager- und Transportarbeiten 16

PSA (= persönliche Schutzausrüstung)

– Augenschutz

– Gehörschutz

– Schutzhandschuhe

– Rumpfschutz (Metzgerei)

17

Sichere Schuhe 19

Umgang mit elektrischen Betriebsmitteln 20

Umgang mit Gefahrstoffen 21

Umgang mit Leitern und Tritten 22

Umgang mit Kartonmessern 23

Raubüberfall 25

Alkohol/Drogen/Medikamente 28

Arbeitsweg/Verkehr 29

Medien und Schriften 30

6


Allgemeines

• Halten Sie Ihren Arbeitsplatz sauber und in Ord nung.

• Beachten Sie die zu Ihrer Sicherheit gegebenen Weisungen, auch die Aushänge, Verbots-,

Warn-, Gebots- und Hinweiszeichen.

• Betreten Sie nur die Betriebsbereiche, in denen Sie

Auf gaben zu erfüllen haben. Be achten Sie die Zu -

trittsverbote für Unbefugte.

• Benutzen Sie nur Maschinen und Geräte, an denen Sie

eingewiesen sind (z.B. Flei sche rei maschinen, Flurförderzeug,

Kreissäge etc.). Beachten Sie die Betriebsanweisungen

und die Bedienungsanleitungen der Hersteller.

Arbeitsgeräte dürfen nur bestimmungsgemäß verwendet

werden.

• Achten Sie auf Schäden an Arbeitsgeräten. Melden Sie

alle Sicherheitsmängel oder Gefah ren zu stände, die Sie

nicht un verzüglich beseitigen können.

• Lassen Sie sich neue Arbeitsverfahren von Ihrem Chef

zeigen. Beachten Sie die Betriebsanweisungen und die

in den Unterweisungen vermittelten Inhalte. Machen

Sie sich mit den von Ihnen benutzten Ein rich tungen

vertraut. Sicher heits widrige Weisungen dürfen nicht

befolgt werden.

• Versperren Sie keine Verkehrswege durch Ab stellen oder

Lie gen lassen von Ge gen ständen. Ver stellen Sie nie mals

Trep pen und Notaus gangs türen, halten Sie Rettungswege

und Not aus gänge frei (siehe Bilder).

• Beseitigen Sie Stolper- und Rutschgefahren so fort.

So bitte nicht! – Waren sta pel

ver sperren den Not aus gang

und die Kenn zeich nung ist verwirrend.

Gut gekennzeichneter und freier

Notaus gang – so ist es richtig!

• Werfen Sie gefährliche Abfälle, z.B. Scherben, spitze Ge ge n stän de, ölige Putzlappen,

nur in die dafür be stimmten Behälter.

• Unterlassen Sie Spieler eien o.ä., mit denen Sie sich oder andere gefährden können.



7


Sicherheitskennzeichnung

• Machen Sie sich mit der Bedeutung der Sicher heitszeichen vertraut.

• Sorgen Sie dafür, dass Sicherheitszeichen nicht zugehängt oder verstellt werden.

Verbotszeichen

8

Verbot Rauchen verboten Feuer, offenes Licht

und Rauchen verboten

Für Fußgänger

verboten

Zutritt für Unbefugte

verboten

Mit Wasser löschen

verboten

Für Flurförderzeuge

verboten

Essen und Trinken verboten

Nichts abstellen

oder lagern


Warnung vor einer

Gefahrenstelle

Warnung vor

ätzenden Stoffen

Warnung vor

Laserstrahl

Warnung vor Gefahren

durch Batterien

Warnung vor feuergefährlichen

Stoffen

Warnung vor

giftigen Stoffen

Warnung vor

schwebender Last

Warnung vor explosionsfähiger

Atmosphäre

Warnzeichen

Warnung vor

Flurförderzeugen

Warnung vor gefährlicher

elektrischer Spannung

Warnung vor Rutschgefahr

9


Gebotszeichen

Falls mehrere persönliche Schutzausrüstungen am Kopf getragen werden müssen, können

zwei Sym bole auf einem Gebotszeichen kombiniert sein z.B. „Augenschutz und

Schutzhelm zugleich benutzen“.

10

Augenschutz benutzen Schutzhelm benutzen

Gehörschutz benutzen Fußschutz benutzen

Sicherheitsgurt benutzen Handschuhe benutzen Für Fußgänger


Richtungsangabe

zur Ersten Hilfe

Defi brillator

Richtungsangabe für Rettungswege/Notausgänge

Augenspüleinrichtung

Rettungszeichen

Richtungsangabe

zu einer Krankentrage

Sammelstelle

11


12

Brandschutz -

zeichen

Gefahrenken nzeichnung

Die Gefahrenkennzeichnung

muss durch gelbschwarze

oder rot-weiße

Streifen deutlich erkennbar

und dauerhaft ausgeführt

werden.

Richtungsangaben Feuerlöschergerät

Löschschlauch Brandmelder (manuell)

Es wird empfohlen:

ständige Gefahrstellen und Hindernisse zu kennzeichnen,

die sich durch technische oder organisatorische Maßnahmen

nicht vermeiden lassen

Kennzeichnung zeitlich begrenzter Hindernisse oder

Gefahrstellen, z.B. Baustellen oder Absperrungen

Weitere Sicherheitszeichen fi nden Sie im Merkblatt „Sicherheitszeichen“ (Bestell-Nr. M 83).


Brandschutz

• Informieren Sie sich, wo im Betrieb Feuerlöscher und sonstige Löschgeräte

sowie Feuer mel der vorhanden sind und wie sie bedient werden.

Machen Sie sich mit Alarmplänen, Rettungs wegen, Not ausgängen

und Not ruf mög lich keiten vertraut.

• In Räumen, in denen entzündliche oder selbstentzündliche

Stoffe lagern oder anfallen, sind

das Rau chen und der Umgang mit offenem

Feuer zu unterlassen. Beachten Sie die Sicherheitszeichen.

leicht entzündlich

hoch entzündlich

Gefahrensymbol bis 2015 Gefahrensymbol GHS

• Halten Sie Brandschutztüren ständig geschlossen. Türen, die bei Brandausbruch selbsttätig

schlie ßen, dürfen offen stehen. Verstellen Sie diese Türen nicht mit Ware oder anderen

Gegen stän den.

• Sorgen Sie dafür, dass leicht entzündliche Stoffe, wie loses Papier und gebrauchtes Verpackungs

ma terial, mindestens täglich vom Arbeitsplatz entfernt und an den vorgesehenen

Lagerplatz gebracht werden.

• Sorgen Sie beim Umgang mit brennbaren Flüssig keiten für ausreichende Belüftung des

Raumes.

• Entleeren Sie Aschenbecher nicht in Pa pier körbe oder in brennbare Behälter.

• Lagern Sie keine entzündlichen Stoffe in der Nähe von Leuchten. Ach ten Sie besonders

beim Einsatz von Punkt strahlern auf ausreichenden Ab stand zu Waren und De ko ra tionen,

da mit diese nicht entzündet werden können. Wickeln Sie kein Papier um Glühlampen.

• Stellen Sie wärmeerzeugende Gerä te wie Bü gel eisen und Kochgeräte auf hitzefeste

Un terlagen.

• Melden Sie Mängel an elektrischen An lagen und Geräten sofort dem Vor ge setzten.

• Sorgen Sie dafür, dass Feuerlösch ein rich tungen und Rettungszeichen nicht verstellt

sind.

13


Erste Hilfe und Verhalten bei Unfällen

Wenn es trotz aller Maßnahmen zum Arbeits schutz

dennoch zum Arbeitsunfall kommt ist schnelles und

richtiges Handeln äußerst wichtig. Machen Sie sich

daher im Vorfeld mit den organisatorischen Maßnahmen

zur Ersten Hilfe in Ihrem Betrieb vertraut -

und nicht erst im Ernstfall.

• Beachten Sie den Aushang „Anleitung zur Er sten

Hilfe bei Unfällen“ mit den Angaben über Notruf

einrichtungen sowie Personal der Ersten Hilfe,

Arzt und Krankenhaus.

• Informieren Sie sich, wo Erste-Hilfe-Material bereitgehalten

wird und wer Erste Hilfe leisten kann.

• Denken Sie bei einem Unfall daran, nicht nur den

Verletzten zu retten und Erste Hilfe zu leisten,

son dern erforderlichenfalls auch die Un fall stelle

abzusi chern.

• Lassen Sie auch Ihre kleineren Verletzungen so fort

versorgen.

• Suchen Sie einen Durch gangs arzt/Augen arzt/HNO-Arzt auf, wenn auf grund der Ver letzung

mit Arbeitsunfähigkeit oder mehr als eine Woche Be hand lungs bedürftigkeit zu

re ch nen ist.

• Melden Sie jeden Unfall un verzüglich

Ihrem Vor ge setzten.

• Achten Sie darauf, dass über

jede Erste-Hilfe-Lei stung Auf -

zeich nungen gemacht werden,

z.B. in einem Ver bandbuch.

• Lassen Sie sich zum Ersthelfer

ausbilden, damit Sie auch anderen

helfen können.

14

→ Person aus dem Gefahrenbereich

bringen

→ wenn möglich, Notruf durch

dritte Person veranlassen

Eine ausführliche Anleitung zur Ersten Hilfe

finden Sie in jedem Verbandkasten oder

können Sie bestellen (Bestell-Nr. BGI 503)

• kleine Stückzahl (kostenfrei):

Telefon 0228 5406-5854, Fax 5406-5899

• große Stückzahl (kostenpflichtig):

Fax 2631 801-2223, Wolters Kluwer

Deutschland, Neuwied

Bestell-Nr. A1 (BN) – 01/2011

→ Bewusstsein prüfen

laut ansprechen, anfassen,

vorsichtig an der Schulter

schütteln

vorhanden

Nicht

vorhanden

Um Hilfe

rufen!

Absichern/Eigenschutz

Notruf

Rettungsdienst

– so stark wie ihr

schwächstes Glied

→ Atmung prüfen

Atemwege freimachen,

Kopf nackenwärts beugen,

Kinn anheben, sehen/hören/fühlen

→ Situationsgerecht helfen

→ Stabile Seitenlage

z. B. Wunden versorgen,

Brüche ruhig stellen

✆ Notruf

Bewusstsein und Atmung überwachen

normale

Atmung

* Sofern verfügbar – den Anweisungen des „Automatisierten Externen Defibrillators“ (AED) folgen

→ 30 x Herzdruck-Massage

Hände in Brustmitte,

Drucktiefe 5 – 6 cm,

Arbeitstempo 100 – 120/min

Die Rettungskette –

Sofortmaßnahmen

→ im Wechsel mit 2 x Beatmung

1 sec lang Luft in Mund

oder Nase einblasen

Erste Hilfe

Krankenhaus

Dieser Betrieb gehört zur

Regionaldirektion West,

Standort Bonn

Keine normale

Atmung

✆ Notruf,

AED* holen (lassen)!

✆ Notruf: _________________________

Wichtig: → Ruhe bewahren → Unfallstelle sichern → eigene Sicherheit beachten

Notruf so früh wie möglich situationsgerecht absetzen! Bitte entsprechend informieren:

Wo geschah es? Was geschah? Wie viele Verletzte? Welche Art von Verletzungen? Warten auf Rückfragen!

Rufnummer Rettungsleitstelle Giftnotruf Betriebliche Unfallmeldestelle

Ersthelfer Verbandkasten bei

Durchgangsärzte** Telefon Adresse

Telefon Adresse

HNO-Arzt Telefon Adresse

Augenarzt Telefon Adresse

Unfallkrankenhaus Adresse

** Durchgangsärzte finden Sie im Internet unter www.dguv.de/landesverbaende/de/datenbank/index.jsp

53102 Bonn

Telefon 0228 5406-0

Fax 0228 5406-61500

bonn@bghw.de

www.bghw.de

(Bestell-Nr. A 1)


Tätigkeit im Verkauf, Hautschutz

• Halten Sie die Verkehrswege frei von Waren, Leergut oder sonstigen Gegenständen.

• Schaffen Sie keine Stolperstellen. Sorgen Sie für die Beseitigung vorhandener Stolperstel

len, z.B. auf dem Fußboden herumliegende

Anschluss- und Verlängerungsleitungen,

Verpackungsmaterial wie leere Kartons, Schnüre, Bänder oder Folien.

• Sorgen Sie für die Beseitigung verschütteter Flüs sigkeiten oder heruntergefallener

Lebens mittelreste, damit niemand darauf ausrutscht.

• Verwenden Sie zum Öffnen von Kisten, Kartons, Verschnürungen, Dosen,

Flaschen usw. nur dafür geeignetes und einwandfreies Werkzeug

(siehe auch Kartonmesser, Seite 21/22).

• Benutzen Sie auf Treppen den Hand lauf, nehmen Sie nicht mehrere Stufen auf einmal.

• Verdecken Sie Rettungszeichen nicht mit Werbung.

• Achten Sie darauf, dass Feuerlöscheinrichtungen nicht mit Waren, Einkaufswagen etc.

verstellt sind.

• Benutzen Sie bei haut gefähr denden

Tätig kei ten die zur Ver fügung

ge stellten Haut schutz creme, Hautschutzmittel

und Haut reini gungsmittel.

Haut gefährdete Tätig keiten

sind der Um gang mit Blumen und

Pfl an zen, der Umgang mit Frischfl

eisch (häufi ges Waschen, Tragen

von feuchtigkeitsdichten Handschuhen),

Arbeiten in der Werkstatt

(Umgang mit Öl, Fett, Farben, Lacken

etc.).

23 1Hautschutz vor der Arbeit Hautreinigung nach der Arbeit Hautpflege vor dem Heimweg

HAUTSCHUTZ RICHTIG ANWENDEN

Hautschutzcreme

auftragen ...

Bestell-Nr. W 4 (BGHW - Sparte Einzelhandel)

auf Handrücken und Hand-

innenflächen gut verteilen ...

Fingerzwischenräume

nicht vergessen ...

das Nagelbett will auch

gepflegt werden.

(Bestell-Nr. P 49)

• Stellen Sie Druckgasdosen nicht auf Heiz körper und nicht ins Schaufenster. Schützen

Sie Druckgasdosen vor direkter Sonnen einstrahlung.

• Beachten Sie, dass Verkaufsstände von Druck gas dosen nicht an Ausgängen oder Rettungswegen

aufgestellt werden.

15


Lager- und Transportarbeiten

• Achten Sie beim Transport darauf, dass Sie freie Sicht haben.

• Heben und tragen Sie nicht zu schwere Lasten. Lassen Sie sich helfen oder gehen Sie

zweimal. Be nutzen Sie geeignete Hilfsmittel.

• Heben Sie Lasten mit gebeugten Knien und mög lichst nah am Körper. Die Wirbelsäule

muss möglichst gerade bleiben.

Beim Anheben und Tragen von Lasten

verteilen Sie die Last möglichst auf beide Hände,

lassen Sie den Rücken gestreckt,

be hindern Sie nicht Ihre Sicht auf den Verkehrsweg.

• Beladen Sie Fahrzeuge stets so sicher, dass Trans portgüter

bei der Fahrt nirgends an stoßen und nicht herabfallen

können. Sichern Sie das Ladegut gegen Kippen,

Rol len und Rutschen.

• Fahren Sie auf Fahrzeugen nur mit, wenn ein geeigneter

Sitz vorhanden ist. Springen Sie auf rollende Fahr zeuge

nicht auf und springen Sie wäh rend der Fahrt nicht ab.

• Befahren Sie nur die für Fahr zeuge freigegebenen Verkehrswege.

• Bedienen Sie Flurförderzeuge mit Fahrersitz oder Fahrer

stand (z.B. Gabelstapler) nur, wenn Sie darin ausgebildet

und dazu schriftlich beauftragt sind.

• Berücksichtigen Sie beim Lagern die Trag fähigkeit des

Bodens, der Re gale und der Schränke.

• Stapeln Sie Ware so, dass sie nicht umstürzen oder herabfallen kann.

• Verstellen Sie nicht den Zugang zu Feuer lösch ern, Schal tern, Schaltschränken,

Maschinen räumen.

• Halten Sie sich nicht unter schwebenden Las ten auf (Flurförderzeug, Kran).

• Stellen Sie Paletten nicht hochkant auf.

• Benutzen Sie die zur Verfügung gestellten Schutz hand schuhe und Sicherheitsschuhe.

• Beachten Sie bei der Benutzung von Aufzügen die zu lässige Trag fähigkeit. Halten Sie

bei Auf zügen ohne Fahrkorbtür (Innentür) beim Transport von Wagen, Hub wagen und

Sack kar ren ausreichend Abstand zwischen Deichseln und HoI men der Geräte und der

Schacht wand.

16

bis die ersten

Beschwerden auftreten.

Warten Sie

nicht ab,


PSA (= persönliche Schutzausrüstung)

• Benutzen Sie die zur Verfügung gestellte persönliche Schutz aus rüs tung, z.B.:

- Fußschutz beim Umgang mit Flurförderzeugen (nähere Infor ma tionen enthält das

Merkblatt „Sichere Schuhe im Handel, Bestell-Nr. M 90).

- Stechschutzschürzen bei Ausbeinarbeiten (siehe auch Merkblatt „Sicher arbeiten in der

Fleischvorbereitung und an der Bedientheke“, Bestell-Nr. M 22)

Gefahrstoff-Kennzeichnung am Arbeitsplatz

Kennzeichnung

Rettungszeichen für Erste-Hilfe-Einrichtungen

Erste Hilfe

Augenspüleinrichtung

Augen- und Gesichtsschutz

(Brille, Schutzschild)

Handschutz

(Schutzhandschuhe)

Leicht

entzündlich

Xi Reizend

Ätzend

Xn Gesundheitsschädlich

T

Giftig

F

C

Verbotszeichen

Rauchen verboten

Feuer, offenes Licht und

Rauchen verboten

Mit Wasser

löschen verboten

Essen und Trinken

verboten

Bestell-Nr.: P 12

(Bestell-Nr. P 12)

Gefährdung der Augen, des Gesichts durch

ätzende oder heiße Flüssigkeiten (z.B. beim

Umgang mit ätzenden Reini gungs- und Desinfektionsmitteln);

bzw. wegfl iegende Teile (z.B.

Funkenfl ug beim Flexen)

Schutz der Hände und Arme vor Verletzungen

durch Schnei den, Quetschen, Verbrennen, ätzenden

Stoffen, elektrischer Strom (z.B. Backshop:

hitzefeste Hand schuhe; Metzgerei: Schutzhandschuh

aus Metall ring ge fl echt; Leergutannahme:

schnittfeste Handschuhe; Um gang mit ätzenden/

reizenden Reinigungsmitteln: säurefeste Handschuhe;

Kommissionieren: Ar beits hand schuhe)

17


Rumpfschutz

(Schürze, Stechschutzschürze)

Fuß- und Beinschutz

(Sicherheitsschuhe, Schutzschuhe)

Kälteschutz

(Handschuhe, Jacken)

Gehörschutz

(Stöpsel, Gehörschützer)

Gegebenenfalls besteht noch Bedarf für folgende PSA:

Kopfschutz

(Helm, Haarnetz)

Atemschutz

(Filter, Masken)

18

Gefährdung durch Stechen, Schneiden (Metzgerei:

beim Ausbeinen), ätzende Stoffe (z.B. durch

Batteriesäure bei der Wartung der Notstromversorgung),

Schweißfunken etc.

Gefährdung durch schwere mechanische Einwirkungen

wie Überrollen, Einklemmen oder

herabfallende Lasten, Hinein treten in spitze/

scharfe Gegenstände oder Kontakt mit heißen/

ätzenden Flüssigkeiten (z.B. beim Warentransport

mit Elektroameisen; beim Um gang mit

Hochdruckreinigern)

Schutz der Hände, des Körpers vor Unterkühlung,

Er frie r un gen (Kälteschutzkleidung z.B. bei

Arbeiten in Kühlräumen und -häusern, Handschuhe

bei der Befüllung von Tiefkühl truhen)

Bei Arbeiten in Lärmbereichen (z.B. Baumarkt:

Plattensäge; Metzgerei: Kutter)

Schutz vor herabfallenden Teilen (z.B. Helm

im Lager- und Verladebereich) oder vor dem

Aufwickeln lose hängender Haare (z.B. durch

Bohrmaschinen)

Schutz vor gesundheitsgefährlichen Stoffen, die

durch die Atemwege aufgenommen werden

(z.B. wenn zu Reinigungszwecken ätzende Stoffe

versprüht werden)

PSA gegen Absturz Bei Arbeiten in luftiger Höhe (z.B. bei der Antennenmontage)

PSA gegen Absturz


Sichere Schuhe

• Tragen Sie nur Schuhe, die fest am Fuß sitzen. San dalen müssen einen Fersenriemen

haben.

• Tragen Sie nur Schuhe, die eine rutschfeste Sohle haben (Ledersohlen sind wegen der

Rutschgefahr für die Tätigkeit im Verkauf ungeeignet).

• Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe biegsame Sohlen haben, die sich der Bewegung des

Fußes beim Gehen anpassen.

• Sicheren Halt geben Schuhe mit niedrigen Ab sätzen und ausreichend großer Auftrittsfl

äche.

• Benutzen Sie die Ihnen zur Verfügung gestellten Sicherheits- bzw. Schutzschuhe.

� ☺

Sandaletten sind keine geeigne ten

Schuhe


Tragen Sie beim Benutzen von Leitern nur

Schuhe, die fest am Fuß sitzen.

Beim Transportieren und Lagern schwerer

Lasten sind Sicherheitsschuhe Pfl icht.

19


Umgang mit elektrischen Betriebsmitteln

• Gehen Sie sorgfältig mit elektrischen Betriebs mitteln um.

• Vergewissern Sie sich, dass von Ihnen benutzte elektrische Betriebsmittel nicht beschädigt

sind.

• Reparieren Sie defekte elektrische Betriebsmittel nicht selbst. Melden Sie Schäden sofort

Ihrem Vor gesetzten.

• Sorgen Sie dafür, dass Zuleitungen keine Stolper stellen bilden.

• Ziehen Sie Geräteanschluss- oder Verlängerungs leitungen stets am Stecker aus der

Steckdose, nie an der Leitung selbst.

• Schalten Sie die Geräte stets mit dem Schalter ein und aus, nicht

durch Einstecken oder Herausziehen des Steckers.

• Schalten Sie keine Mehrfachsteckdosen in Reihe, da dies zu Überlastungen der elektrischen

Leitung führen kann.


20


So bitte nicht! Durch die Überlastungen der elektrischen Leitungen besteht Brandgefahr!

Ein

Aus


Umgang mit Gefahrenstoffen

• Beachten Sie beim Umgang mit

Gefahrstoffen die auf dem Be hältnis

bezeichneten Gefahren hinweise

und Sicherheits ratschläge.

• Benutzen Sie beim Transport oder

Um- und Abfül len die vorhandenen

technischen Einrichtungen

und die persönliche Schutz ausrüs

tung.

Im Einzelhandel typische Gefahrensymbole

• Transportieren Sie Gefahrstoffe nur in bruch siche ren Gefäßen.

• Füllen Sie gesundheitsgefährliche Flüs sig keiten niemals in Trink ge fäße, Ge tränkefl aschen

oder Ge fäße, die für die Aufbewahrung von Lebens- oder Ge nussmitteIn bestimmt sind.

Geeignete Gefäße zur Aufbewahrung von

Gefahr stoffen aus bruchsicherem Kunst stoff

• Sorgen Sie dafür, dass BehäIter mit Ge fahrstoffen oder Zubereitungen nach dem Gebrauch

gut ver schlossen werden.

• Bewahren Sie in Räumen, in denen Ge fahrstoffe gelagert werden, niemals Nah rungs -

mittel auf.

• Beachten Sie das Rauchverbot in den entspre chend ge kennzeichneten Bereichen.

• Sammeln Sie Abfälle oder Reste von Gefahrstoffen als Sondermüll in geeig neten und

hierfür gekennzeichneten Be hältern. Geben Sie sie nicht in nor male Müllbehälter und

gießen Sie sie nicht in den Ausguss.

ätzend

gesundheitsschädlich

Gefahrensymbole bis 2015

Gefahrensymbole GHS

21


Umgang mit Leitern und Tritten

• Steigen Sie nie auf Hocker, Stühle, Tische

oder Kisten, holen Sie sich einen Tritt

oder eine Leiter.

• Verwenden Sie eine Stehleiter nie als An le ge leiter.

• Stellen Sie Leitern stets auf ebenem Untergrund und vollständig aufgeklappt auf.

• Benutzen Sie keine beschädigten Leitern.

• Lehnen Sie sich auf der Leiter nicht zu weit seitlich hinaus.

• Steigen Sie nicht von Stehleitern auf höher gele gene Arbeitsplätze über.

• Versuchen Sie Arbeiten auf im Verkehrsweg

aufgestellten Leitern außerhalb der Haupt geschäfts

zeit zu erledigen – falls dies nicht möglich

ist, sichern Sie die Leiter durch eine 2. Person

oder eine Absperrung.

• Tragen Sie beim Benutzen von Leitern festes, den Fuß umschließendes Schuhwerk.

• Achten Sie darauf, dass Sie beim Tragen von Leitern keine anderen Per sonen gefährden.

22


Umgang mit Kartonmessern

Messer mit selbsttätiger Klingensicherung

• Benutzen Sie nur Kartonmesser mit selbsttätiger Klingensicherung.

• Nehmen Sie bei Kartonmessern mit Klingen schieber den Daumen vom Klingenschieber,

so bald die Klinge in den Karton eingedrungen ist. Anderen falls setzen Sie die

Schutz ein richtung außer Kraft.

• Benutzen Sie nur einwandfreie Messer, insbesondere mit sicher funktionierendem Mechanismus

und scharfer Klinge.

• Trennen Sie Kartondeckel etwa 1-2 cm unterhalb der Kartonoberkante ab und ziehen

Sie dabei den Daumen auf dem Deckel entlang. So können Sie das Messer gerade führen.

Halten Sie mit der anderen Hand den Karton so, dass er nicht rutschen und insbesondere

nicht kippen kann.

• Beim Durchtrennen von Verschnürungen aus Kunststoffbändern heben Sie das Band

in der Nähe der Schnittstelle mit einer Hand an und halten Sie es fest, damit es nicht

wegschnellen und Sie dabei nicht verletzen kann.

☺ ☺

Falsch Richtig

Benutzen Sie zum Öffnen von Kartons keine Scheren sondern Messer mit selbsttätiger

Klingensicherung

23


Folienschneider

• Verwenden Sie zum Aufschneiden von Schrumpffolie bzw. Bandverschnürungen einen

Folien schneider.

24

!Mit Scheren,

Messern und

Abbrech klingen

geht’s nicht!

Mach’s mit ... Kartonmesser ...

In unserem Betrieb

nur mit Sicherheitskartonmesser!

Oh, wunderbares

Werkzeug – hier klappt’s

sicher und wie von selbst!

Nicht alle Wege

führen zum Ziel!

Bestell-Nr. P 20 (BGHW - Sparte Einzelhandel) (Bestell-Nr.

P 20)

Folienschneider/Folienmesser zum Schneiden einer Bandver

schnürung.


Raubüberfall

Sicherer Umgang mit der Tageseinnahme

• Kassenlade immer und sofort verschließen.

• Geld nur in nicht einsehbaren Räumen und hinter verschlossenen Türen zählen.

• Geldtransporte möglichst zu zweit und mit unauffälliger Kleidung durchführen und

beim Weg zur Bank belebte Straßen bevorzugen. Dabei Route und Zeitpunkt immer

wieder wechseln.

Bei einem Überfall gilt:

• Leben und Gesundheit ist wichtiger als materielle Werte.

• Keine Gegenwehr leisten oder Waffen benutzen.

• Täter nicht verfolgen.

• Ruhe bewahren, nicht um Hilfe schreien.

• Anweisungen des Täters befolgen.

• Merkmale für Täterbeschreibung merken.

• Erste Hilfe leisten, ggf. nach psychologischer Erstbetreuung fragen, ggf. Arzt, Krankenwagen

und Polizei rufen.

• Schnelle Unfallmeldung an die BGHW.

Gelegenheit macht Diebe… Geldtransport zu zweit

25


26

Überfallmeldung Nach einem Überfall

Bitte gut lesbar ausfüllen (Kugelschreiber) und an die für

Sie zuständige Regionaldirektion senden oder faxen.

Tag des Überfalls

Name der betroffenen Person + Telefonnummer

Anschrift der betroffenen Person

Betrieb

Straße

PLZ, Ort

Name und Telefonnummer des Ansprechpartners im Betrieb

Mitgliedsnummer (soweit zur Hand)

Einzelhandel / Großhandel

Betrieb gehört zum BGHW-Bereich (nicht Zutreffendes bitte streichen)

Hier fi nden Sie die für Sie zuständigen Regionaldirektionen.

Die Überfallmeldung kann telefonisch, schriftlich (formlos) oder

mit diesem Vordruck erfolgen.

Bereich Großhandel

Regionaldirektion West:

Standort Essen

Kurt-Jooss-Str. 11, 45127 Essen

Telefon: (0201) 12506 - 0

Telefax: (0201) 12506 - 7200

E-Mail: essen@bghw.de

Regionaldirektion Nord:

Standort Bremen

Falkenstraße 7, 28195 Bremen

Telefon: (0421) 30170 - 0

Telefax: (0421) 30170 - 2583

E-Mail: bremen@bghw.de

Standort Hamburg

Große Elbstraße 134, 22767 Hamburg

Telefon: (040) 30613 - 0

Telefax: (040) 30613 - 2899

E-Mail: hamburg@bghw.de

Regionaldirektion Südost:

Standort München

Arnulfstr. 291, 80639 München

Telefon: (089) 178786 - 0

Telefax: (089) 178786 - 9599

E-Mail: muenchen-g@bghw.de

Bereich Einzelhandel

Regionaldirektion West:

Standort Bonn

Langwartweg 103-105, 53129 Bonn

Telefon: (0228) 5406 - 0

Telefax: (0228) 5406 - 61500

E-Mail: bonn@bghw.de

Regionaldirektion Nord:

Standort Bremen

Falkenstraße 7, 28195 Bremen

Telefon: (0421) 30170 - 0

Telefax: (0421) 30170 - 2421

E-Mail: bremen@bghw.de

Regionaldirektion Südwest:

Standort Mannheim

N 4, 18 - 20, 68161 Mannheim

Telefon: (0621) 183 - 0

Telefax: (0621) 183 - 3200

E-Mail: mannheim@bghw.de

Standort Mainz

Haifa-Allee 36, 55128 Mainz

Telefon: (06131) 4993 - 0

Telefax: (06131) 4993 - 3703

E-Mail: mainz@bghw.de

Regionaldirektion Ost:

Standort Berlin:

Bundesallee 57/58, 10715 Berlin

Telefon: (030) 85301 - 0

Telefax: (030) 85301 - 4609

E-Mail: berlin@bghw.de

Standort Gera

Bahnhofstraße 22, 07545 Gera

Telefon: (0365) 77330 - 0

Telefax: (0365 )77330 - 4861

E-Mail: gera@bghw.de

Regionaldirektion Südost:

Standort München

Linprunstraße 52, 80335 München

Telefon: (089) 126002 - 0

Telefax: (089) 126002 - 9299

E-Mail: muenchen-e@bghw.de

Regionaldirektion Ost:

Standort Berlin:

Bundesallee 57/58, 10715 Berlin

Telefon: (030) 85301 - 0

Telefax: (030) 85301 - 4609

E-Mail: berlin@bghw.de

BGHW

Postfach 12 08, 53002 Bonn

Internet: www.bghw.de

Bestell-Nr. F 5 (01/11)

Die BGHW hilft

nach einem Überfall

Erstbetreuung und

Psychologische Soforthilfe


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(Bestell-Nr. F 5)

Was ist zu tun? � Erstbetreuung vor Ort �

Psychologische Soforthilfe

Gewaltereignisse, wie beispielsweise Raubüberfälle, sind

für die Betroffenen durch die unmittelbare Bedrohung von

Leib und Leben sowie das Gefühl der Hilfl osigkeit und des

völligen Ausgeliefertseins extrem belastende Ereignisse,

die nicht selten zu einer psychischen Verletzung (Trauma)

führen.

Wie körperliche Wunden bedürfen auch sie besonderer

Hilfe zur Heilung und dies möglichst rasch nach dem Gewaltereignis,

um der Entstehung von psychischen Erkrankungen

mit Langzeitfolgen entgegen zu wirken und die

natürlichen Selbstheilungskräfte eines jeden Menschen zu

unterstützen. Wichtig ist daher eine schnelle Betreuung

nach dem Gewaltereignis durch die:

��Erstbetreuung vor Ort

��Psychologische Soforthilfe – falls erforderlich mit anschließender

ambulanter Betreuung

Zielsetzung

• Schnelle und effektive Hilfe für die Betroffenen

• Individuelle und unbürokratische Betreuung

• Vermeidung von Langzeitschäden

• Sicherung des berufl ichen und sozialen Umfeldes

(Arbeitsplatzerhalt)

Insbesondere in der ersten Zeit nach einem Überfallereignis

benötigen die Betroffenen Sicherheit und Unterstützung,

um Abstand zu gewinnen und ihre innere Stabilität

wiederzufi nden.

Diese Unterstützung zu geben ist Aufgabe der Erstbetreuung

durch eine geeignete Kollegin oder Kollegen vor Ort

im Betrieb.

Als vertrauenswürdige und stabile Persönlichkeit verfügt

sie/er über die notwendigen Kompetenzen, um der betroffenen

Person unmittelbar nach dem Überfallereignis das

notwendige Sicherheitsgefühl zu geben. Gegebenenfalls

können auch Vorgesetzte für diese Aufgabe sensibilisiert

werden.

Die Aufgaben der betrieblichen Erstbetreuer

• Betroffene Person vom Tatort wegbringen

• Zum Arzt begleiten (soweit auch körperliche Verletzungen

vorliegen, zum Durchgangsarzt / selbst wenn

keine körperlichen Verletzungen vorliegen, zu einem

Arzt des Vertrauens)

• Zur Polizei begleiten

• Nach Hause oder in eine aus Sicht der betroffenen

Person sichere Umgebung begleiten

• Familienangehörige der betroffenen Person

informieren

• Ansprechpartner/in im Betrieb und zu Hause sein

• Vorgesetzte informieren

• Sofortige Mitteilung an die BGHW sicherstellen

• Bei Formalitäten unterstützen

Nach der Meldung des Überfalls nehmen wir rasch telefonisch

Kontakt mit den betroffenen Mitarbeitern auf und

bieten diesen eine psychologische Soforthilfe durch geschulte

Psychologen an.

Die Inhalte der Psychologischen Soforthilfe

• Persönliche Beratung der Betroffenen durch speziell

auf dem Gebiet der Traumaverarbeitung ausgebildete

Psychologen

• Information und Aufklärung über die natürlichen Reaktionen

des Menschen nach einem Gewaltereignis

• Hilfen zum Stressabbau, um Ruhe und Abstand zu

gewinnen

• Psychische Stabilisierung

Bei Bedarf organisieren wir über die psychologische Soforthilfe

hinaus notwendige therapeutische Gespräche.

Die Kosten dieser Maßnahmen trägt die BGHW.

Übrigens: Sie wirken sich nicht auf das Beitragsausgleichsverfahren

aus, soweit eine eventuelle Arbeitsunfähigkeit

drei Tage nicht überschreitet.


Alkohol/Drogen/Medikamente

Durch Alkoholgenuss und Drogen am Arbeitsplatz gefährden Sie sich und Ihre Kollegen

erheblich:

Schon bei geringen Mengen von Alkohol oder Drogen steigt die Unfallgefahr erheblich

an. Bei nur 0,3 Promille ist das Unfallrisiko doppelt so hoch. Gefahren:

• Da die Reaktionszeit steigt, sind Alkohol und andere Rauschmittel besonders für Gabelstap

ler- und Autofahrer gefährlich.

• Der Gleichgewichtssinn wird gestört. Sturzunfälle (z.B. von der Leiter) können die Folge

sein.

• Hörvermögen und Sehleistung (z.B. Tunnelblick )werden herabgesetzt, Entfernungen

und Geschwindigkeiten können nicht mehr richtig eingeschätzt werden.

• Tunnelblick

• Sprechstörungen

Maßnahmen:

• Finger weg von Alkohol, Drogen und anderen berauschenden Mitteln.

• Sorgen Sie dafür, dass niemand im Betrieb im berauschten Zustand ein Fahrzeug steuert

oder eine gefährliche Maschine bedient (ggf. ziehen Sie Ihren Vorgesetzten hinzu).

Nähere Informationen zu diesem Thema enthält

die Broschüre „Suchtmittel im Betrieb – Intervention

und Prävention“ (Bestell-Nr. B 11).

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Suchtmittel im Betrieb -

Intervention und Prävention


Arbeitsweg, Verkehr

Ein Unfall von und zur Arbeit ist im Allgemeinen zwar durch die Berufsgenossenschaft

versichert, zu einem Wegeunfall sollten Sie es aber gar nicht kommen lassen. Zu Ihrer

eigenen Sicherheit beherzigen Sie folgende Regeln:

• Nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer und bleiben Sie geduldig.

• Die Sicherheit geht vor:

- Legen Sie den Sicherheitsgurt an.

- Kratzen Sie im Winter immer die ganze Scheibe frei- und nicht nur ein Guckloch.

- Verwenden Sie der Jahreszeit angepasste Reifen mit einem ordentlichen Profi l.

- Halten Sie die Wartungsintervalle ein.

- Überqueren Sie als Fußgänger nicht bei „rot“ die Straße.

- Fahren Sie als Motorradfahrer immer mit Helm und Schutzkleidung.

• Planen Sie sich Zeitpolster für Ihren Arbeitsweg ein, denn Stress kann Unfälle

verursachen.

• Machen Sie sich sichtbar:

- Blinken Sie beim Abbiegen und Überholen.

- Fahren Sie mit Licht.

• Seien Sie aufmerksam:

- Telefonieren Sie am Steuer nur, wenn es unbedingt notwendig ist und nur mit

Freisprecheinrichtung. Verschieben Sie längere Gespräche auf eine Pause.

- Halten Sie sich an die StVO.

- Halten Sie einen ausreichenden Sicherheitsabstand.

Nähere Informationen zu diesem Thema enthält die Broschüre

„Verkehrssicherheit - Ein Leit faden für Unternehmer und

Führungskräfte“ (Bestell-Nr. B 20)

Verkehrssicherheit

ein Leitfaden für Unternehmer und Führungskräfte

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Medien und Schriften

Broschüren

• B 11 „Suchtmittel im Betrieb - Intervention und Prävention“

• B 18 „Erste Hilfe – Ein Leitfaden für Unternehmer, betriebliche Vorgesetzte und

Be triebs ärzte“

• B 20 „Verkehrssicherheit - Ein Leitfaden für Unternehmer und Führungskräfte“

• B 36 „Unterweisungen/Betriebsanweisungen – Ein Leitfaden für sicheres Arbeiten“

Merkblätter

• M 2 „Gefahrstoffe im Handel“

• M 3 „Prävention und Nachsorge von Raubüberfällen“

• M 4 „Umgang mit Flurförderzeugen“

• M 11 „Innerbetriebliche Verkehrswege“

• M 12 „Leitern und Tritte im Handel“

• M 18 „Brandschutz im Handel“

• M 20 „Spraydosen und Gaskartuschen“ (BGI 654)

• M 22 „Sicher arbeiten in der Fleischvorbereitung und an der Bedientheke“

• M 35 „Feuerlöscher“

• M 36 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“

• M 44 „Sicherheit auf Treppen“

• M 57 „Blumen und Pfl anzen“

• M 63 „Kartonmesser“

• M 83 „Sicherheitszeichen“

• M 90 „Sichere Schuhe im Handel“

• M 100 „Hautschutz“

• M 101 „Hautschutz beim Umgang mit Lebensmitteln“

• M 103 „Heben und Tragen“

• M 106 „Hautschutz in Werkstätten“

Faltblätter

• F 5 „Die BGHW hilft nach einem Überfall - Erstbetreuung und Psychologische Soforthilfe“

Unfallverhütungsvorschriften

• BGV K „UVV Kleinausgabe“

Arbeitsmittel

• A 1 „Aushang über die berufsgenossenschaftliche Zugehörigkeit“

• CBT 1 „Sicher arbeiten – Gesundheit schützen; Unterweisungen im Handel“

(Computer Lernprogramm)

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Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution

Prävention, Postfach 12 08, 53002 Bonn

Telefax 02 28 / 54 06 - 58 99

Bestellung per E-Mail: medien@bghw.de

Internet: www.bghw.de

Bestell-Nr. B 19 Ausgabe April 2012 Druck: Brandt GmbH, Bonn (04.12)

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