Geschäftsbericht 2003 - E+S Rück

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Geschäftsbericht 2003 - E+S Rück

Geschäftsbericht 2003e+s rück


Veranstaltungskalender 200430. April 2004 Personenschaden-Regulierungim europäischen AuslandRegulierungspraxis in Frankreichund Großbritannien29./30. April 2004 Rückversicherungs-Seminar I17. Juni 2004 Hannover Forum„Senioren – Ein neuer Markt“?17. Juni 2004 Examenskonzert derE+S Rückversicherungs-AGBeginn 18.00 Uhr24./25. Juni 2004 Rückversicherungs-Seminar II9./10. September 2004 Rückversicherungs-Seminar III28. September 2004 Runder Tisch „Allgemeine Haftpflicht“6. Oktober 2004 Fachtagung „Arzt- undKrankenhaushaftpflicht zwischenhippokratischem Eid undVerrechtlichung der Medizin“11./12. November 2004 Rückversicherungs-Seminar IV


INHALTSVERZEICHNIS1 Vorwort3 Verwaltungsorgane4 Vorstand6 80 Jahre E+S Rück/Wissenschaft und Praxis10 Lagebericht10 Wirtschaftliches Umfeld11 Geschäftsverlauf13 Prämien- und Ergebnisentwicklung24 Kapitalanlagen26 Risikobericht29 Personalbericht30 Ausblick32 Verbundene Unternehmen33 Sonstige Angaben33 Garantiemittel33 GewinnverwendungsvorschlagJahresabschluss34 Jahresbilanz38 Gewinn- und Verlustrechnung40 Anhang43 Erläuterungen zu den Aktiva47 Erläuterungen zu den Passiva52 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung54 Sonstige Angaben56 Bestätigungsvermerk57 Bericht des Aufsichtsrats59 Glossar


KENNZAHLENder E+S Rückversicherungs-AGin Mio. EUR2003 +/- Vorjahr 2002 2001 2000 1999Gebuchte Bruttoprämien 2 232,9 -10,1 % 2 483,1 1 904,5 1 550,4 1 272,3Verdiente Nettoprämien 1 464,3 +5,8 % 1 384,3 1 04 1,3 904,6 727,0Versicherungstechnisches Ergebnis 211,6 +932,2 % 20,5 -148,6 -1 19,0 -57,5Veränderung der Schwankungsrückstellungu. ä. 201,9 +661,9 % 26,5 -23,1 17,4 19,5Kapitalanlageergebnis 189,6 +11,9 % 169,5 223,3 229,6 160,1Vorsteuerergebnis 80,8 +72,6 % 46,8 27,8 27,8 19,0Jahresüberschuss 39,0 +95,0 % 20,0 12,0 1,6 9,8Kapitalanlagen 4 283,4 -2,4 % 4 390,8 3 603,3 3 166,8 3 074,2Eigenkapital einschließlichGenussrechtskapital 461,2 – 461,2 16 1,2 161,2 161,2Schwankungsrückstellung u. Ä. 498,5 +68,1 % 296,6 270,1 293,2 275,8VersicherungstechnischeRückstellungen (netto) 3 533,8 +7,7 % 3 282,3 2 952,0 2 543,1 2 372,1Gesamte Garantiemittel 4 493,5 +11,2 % 4 040,1 3 383,3 2 997,5 2 809,1Mitarbeiter 220 +5 215 198 193 207Selbstbehalt 65,8 % 58,2 % 57,0 % 59,6 % 56,9 %Schadenquote* 67,0 % 75,5 % 91,7 % 78,4 % 83,1 %Kostenquote* 17,1 % 18,8 % 23,9 % 26,9 % 25,1 %Kombinierte Schaden-/Kostenquote* 84,1 % 94,3 % 1 15,6 % 105,3 % 108,2 %*ohne Lebensrückversicherung


Sehr geehrte Kunden, verehrte Aktionäre,gemeinsam können wir wiederum auf ein erfolgreiches Geschäftsjahrder E+S Rück, dem Spezialrückversicherer für den deutschen Markt, zurückblicken.Dieses hervorragende Geschäftsergebnis fällt mit dem 80. Geburtstag der E+S Rückzusammen und unterstreicht in vielerlei Hinsicht die bemerkenswerte Entwicklungunserer Gesellschaft.Im Jubiläumsjahr ist es in einem nicht immer einfachen wirtschaftlichenUmfeld gelungen, unsere Marktposition als drittgrößter Rückversicherer im zweitgrößtenNicht-Lebensrückversicherungsmarkt der Welt weiter auszubauen. Wirkonnten erneut die Anzahl unserer Kunden erhöhen.In der vergangenen Erneuerungssaison stellten wir wiederholt unsere Eigenkapitalstärkeunter Beweis. Während die (Rück-)Versicherungswirtschaft mit dernegativen Beurteilung der Ratingagenturen zu kämpfen hatte, ist es uns gelungen,unser „AA-“-Rating von Standard & Poor’s zu verteidigen – eine wichtige Voraussetzung,um profitables Geschäft in einem attraktiven Marktzyklus zeichnen zukönnen. Hierbei legten wir großen Wert auf Qualität statt Quantität. Getreuunserer Zeichnungsstrategie haben wir uns von unprofitablem Geschäft getrenntund Kapazitäten in ertragsschwächer werdenden Marktsegmenten abgebaut.Während die Bruttoprämien um rund 10 % auf 2,2 Mrd. EUR zurückgingen, spiegeltsich in einem gesteigerten versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellungvon 211,6 Mio. EUR die Werthaltigkeit unseres Portefeuilles wider.Die in den vergangenen Jahren von den Erstversicherern durchgeführten Sanierungsmaßnahmen,sowohl in der industriellen Feuerversicherung als auch im Haftpflichtgeschäft,begannen zu greifen. Die Schadenfrequenz in der Kraftfahrtversicherungerreichte einen historischen Tiefstand und führte zu einem herausragenden technischenErgebnis.In der Personen-Rückversicherung haben wir unsere Position als einer derführenden Lebensrückversicherer im deutschen Markt gefestigt. Im Rahmen unseresCustomer Relationship Managements haben wir bestehende Kundenbeziehungenweiter ausgebaut und neue hinzugewonnen. Unserem Ruf als innovativerRückversicherer sind wir durch die Einführung eines Personenschaden-Schnelldiensteszur sofortigen Leistungsbeurteilung nach Unfällen gerecht geworden.Während sich nicht zuletzt die unklaren Vorgaben aus der Sozialpolitik auf dieEntwicklung der Prämien auswirkten, konnten wir das versicherungstechnischeErgebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern.Ein Highlight des Jahres war im September 2003 die Veröffentlichung derErgebnisse der bis dahin weltweit einzigartigen Polytrauma-Studie. In Zusammenarbeitmit Wissenschaft, Kunden und der E+S Rück wurden Patienten nach Spätfolgenvon Unfällen untersucht und der Behandlungserfolg analysiert.1


Das Kapitalanlageergebnis haben wir trotz der unverändert schwierigenSituation an den Kapitalmärkten um 12 % auf 189,6 Mio. EUR steigern können.Die vorgenommenen Bereinigungen im Aktienportefeuille konnten durch die damitüber dem Vorjahr liegenden Kapitalanlageerträge mehr als ausgeglichen werden.Die E+S Rück erzielte im Berichtsjahr mit 39,0 Mio. EUR den höchsten Jahresüberschussihrer 80jährigen Firmengeschichte. Dieses Ergebnis wäre ohne eineverlässliche Partnerschaft von Kunden, Aktionären und motivierten Mitarbeiternnicht möglich gewesen. Mit unserem Dank für dieses Vertrauen verbinden wir dieZuversicht auf eine weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit in den kommendenJahren.Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zukunft mit Ihnen.Mit freundlichen GrüßenWilhelm ZellerVorsitzender des Vorstands2


VERWALTUNGSORGANEder E+S Rückversicherungs-AGAufsichtsratWolf-Dieter BaumgartlHannoverVorsitzenderGerd KettlerMünsterStellv. VorsitzenderVorsitzender des VorstandsTalanx AGHDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V.a.G.Vorsitzender des VorstandsLVM Landwirtschaftlicher VersicherungsvereinMünster a.G.Manfred Bieber*Hannover(bis 11. November 2003)Dr. Heinrich DickmannFreiburgDr. Heiner FeldhausHannoverHerbert K. HaasBurgwedelEhemaliger Vorsitzender des VorstandsVHV Vereinigte HannoverscheHaftpflichtversicherung V. a. GVorsitzender des VorstandsCONCORDIA Versicherungs-Gesellschaft a.G.Mitglied des VorstandsTalanx AGHDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V.a.G.Frauke Heitmüller*HannoverAss. jur. Tilman Hess*HannoverRolf-Peter HoenenCoburgSprecher der VorständeHUK-Coburg VersicherungsgruppeBeiratDr. Edo BenedettiTrientWolfgang BitterItzehoeDieter HollStuttgartDr. Erwin MöllerHannoverPräsidentITAS Istituto Trentino-Alto Adigeper Assicurazioni, Trient, ItalienVorsitzender des VorstandsItzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 Versicherungsverein a.G.Ehemaliger Vorsitzender des VorstandsWürttembergische Gemeinde-Versicherung a.G.Ehemaliges Mitglied des VorstandsHDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V.a.G.*Arbeitnehmervertreter3


VORSTANDder E+S RückDr. Elke KönigDr. Wolf BeckeWilhelm ZellerAndré ArragoVorsitzenderFinanz- und Rechnungswesen;Kapitalanlagen;Informationsverarbeitung;Allgemeine VerwaltungPersonen-RückversicherungweltweitControlling, Revision; InvestorRelations, Public Relations;Unternehmensentwicklung;Personal; Underwriting &Actuarial Services;ProgrammgeschäftVertragsgeschäft der Schaden-Rückversicherung arabische,romanische und lateinamerikanischeLänder sowieNord- und Osteuropa, Asienund Australasien


VerwaltungsorganeVorstandJürgen GräberDr. Michael PickelUlrich WallinKoordination der gesamtenNichtleben-Rückversicherung;Vertragsgeschäft der Schaden-Rückversicherung Nordamerikaund anglophones Afrika;Finanz-RückversicherungweltweitVertragsgeschäft der Schaden-Rückversicherung Deutschland,Österreich, Schweiz und Italien;Kredit- und Kautionsrückversicherungweltweit; Group LegalServices; Run Off SolutionsSpecialty Division (weltweitesfakultatives Geschäft HUK- undSachsparten; weltweites Vertragsundfakultatives Geschäft derLuft- und Raumfahrt- sowieTransportversicherung);Vertragsgeschäft der Schaden-Rückversicherung Großbritannienund Irland; Retrozessionen undSchutzdeckungen


80 Jahre E+S Rück80 Jahre E+S Rück – der Spezialrückversichererfür den deutschen MarktDas Berichtsjahr 2003 gab der E+S Rückals Spezialrückversicherer für den deutschenMarkt mehrere Gründe zum Feiern. Neben einemhervorragenden Geschäftsergebnis wurde dieE+S Rück im August 2003 80 Jahre jung. Dieserscheint uns Anlass genug, die erfolgreicheUnternehmensgeschichte Revue passieren zulassen, denn es gibt nur noch wenige Rückversicherer,die auf eine solche Historie zurückblickenkönnen und gleichermaßen profitabel sind.Diktatur. 1945 lag Deutschland in Schutt undAsche, und wieder war seine Währung zerrüttet.Erst die Währungsreform 1949 stellte die Weichenfür einen neuen wirtschaftlichen Aufstieg.Nicht zuletzt mit Hilfe des „Marshall“-Planeskam die Wirtschaft der jungen Bundesrepublikin Schwung. Damit stieg der Bedarf und dieNachfrage nach Erst- und Rückversicherung.Am 23. August 1923 wurde die E+S Rückvom Haftpflichtverband der Deutschen EisenundStahlindustrie V.a.G. und der Gerling-KonzernAllgemeine Versicherungs-AG unter demNamen Eisen und Stahl Versicherung AG in Kölngegründet. Die Gesellschaft fungierte zunächstals Erstversicherer mit dem Ziel, vorrangig – nebenanderen Sparten – eine Feuerversicherungzu angemessenen Prämien und Konditionen fürdie Industriekunden des Haftpflichtverbandes anzubieten.Im Jahre 1937 wurde das Unternehmenin eine Rückversicherung umgewandelt.Deutschland litt im Gründungsjahr derEisen und Stahl noch unter den Folgen des1. Weltkrieges. Eine Inflation unvorstellbarenAusmaßes lähmte die gesamte Wirtschaft. MitInkrafttreten der Währungsreform Mitte November1923 war das Schlimmste überstanden. Esfolgten die so genannten goldenen 20er Jahre,die in die weltweite Wirtschaftskrise der Jahre1929 bis 1932 mündeten.Die junge Weimarer Republik war am Ende,und es begann 1933 die schwärzeste Zeit in derdeutschen Geschichte: die nationalsozialistische1966verlegte die Eisen und Stahl ihren Verwaltungssitzvon Düsseldorf nach Hannover, und ihrAktionärskreis veränderte sich erheblich. An derEisen und Stahl beteiligten sich neben dem Haftpflichtverbandder Deutschen Industrie (HDI)namhafte Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit.Die Rückversicherung der Aktionärsgesellschaftenbildete seit dieser Zeit den Schwerpunktdes Geschäfts der Gesellschaft und istnach wie vor eine feste Grundlage ihrer Unternehmensphilosophie.1973zeichnete die Eisen und Stahl in Verwaltungsgemeinschaftmit der damaligen SchwestergesellschaftHannover Rück die Rückversicherungsabgabenihrer Aktionäre und retrozediertediese in den weltweiten Rückversicherungsmarkt.Die dadurch geknüpften Beziehungen zu ausländischenGesellschaften führten zu einem stärkerenHineinwachsen in das internationale Geschäft.Unter dem Vorstandsvorsitz von Claus Bingemerab 1978 entwickelte sich die Eisen und Stahlrasch weiter.6


80 Jahre E+S Rück1984konnte die Eisen und Stahl zusammen mitder Hannover Rück in ein eigenes Verwaltungsgebäudean der Karl-Wiechert-Allee einziehen.Auf Grund des rasanten Wachstums erwies diesessich nach kurzer Zeit nicht mehr als ausreichend,den Platzbedarf für alle Mitarbeiter zu decken,und wurde in der Folge um zwei weitere Bauabschnitteergänzt.1995erwarb die Hannover Rück die Mehrheit derEisen und Stahl. Damit wurde der Verbund zwischenbeiden Unternehmen und ihre starkeMarktposition national wie international weitergefestigt.1988wurde die seit den 70er Jahren bestehendeVerwaltungsgemeinschaft zwischen der HannoverRück und der Eisen und Stahl mit Wirkungzum 1. Januar 1988 durch Gründung einerZeichnungsgemeinschaft gefestigt. Damit wurdenalle Akzepte nach einem vorab vereinbartenModus zwischen den Gesellschaften aufgeteilt.Während die Hannover Rück ursprünglichihren Schwerpunkt im Sachgeschäft und vornehmlichim Ausland gesetzt hatte, dominiertenbei der Eisen und Stahl die Haftpflicht-, UnfallundKraftfahrtsparten, und hier vor allem dasdeutsche Geschäft.1992gründete die Eisen und Stahl die Eisen undStahl Reinsurance (Ireland) Ltd. in Dublin, womitsich die Vorteile des internationalen Finanzdienstleistungszentrumsin Irland öffneten.1994erwarb die Eisen und Stahl 50 % des Aktienkapitalsder Life Reinsurance of AustralasiaLtd., Sydney.Nachdem Wilhelm Zeller den Vorstandsvorsitzder Hannover Rück und der Eisen und Stahlim Januar 1996 übernommen hatte, wurde derKonzern neu geordnet. Wichtigstes Ereignis warim Sommer 1997 die neue Marktaufteilung. Unterihrem neuen Namen E+S Rück betreut dieGesellschaft seitdem exklusiv den deutschenMarkt, während die Hannover Rück ausschließlichim Ausland tätig ist.199875 Jahre E+S Rück – ein Grund zum Feiern!Mit Stolz konnte die Gesellschaft auf ihreErfolgsbilanz zurückblicken. Im Königlichen Gartenzu Herrenhausen fand am 28. August eineFestveranstaltung für Kunden statt. Den Festvortraghielt Roland Berger von der gleichnamigenUnternehmensberatungsagentur zum Thema „Isbig really beautiful – Auswege aus der Merger-Manie“. Am Abend feierten die Mitarbeiter unterdem Motto „It’s party time“ ein fröhliches Fest.Zunehmende internationale Verflechtungenund Übernahmen haben die deutsche Rückversicherungslandschaftin den letzten Jahren grundlegendverändert. Die E+S Rück ist eine der we-7


E+S RückWissenschaft und Praxisnigen deutschen Gesellschaften geblieben undgarantiert ihren Kunden nach wie vor Verlässlichkeitund Kontinuität.2000wurden der E+S Rück höchste Qualitätsmerkmalezuerkannt. Der Marktbereich Deutschland,Österreich und Schweiz wurde als ersterRückversicherungsbereich nach der Norm DINEN ISO 9001 zertifiziert. Diese Zertifizierung istsichtbarer Ausdruck der Geschäftspolitik derE+S Rück, sich ohne Wenn und Aber am Kundennutzenauszurichten.2002führte die E+S Rück eine Kapitalerhöhungum insgesamt 300 Mio. EUR durch. Mit dieserKapitalerhöhung, 4,0 Mrd. EUR Garantiemittelund einem „AA-“-Rating ist die Gesellschaft gutgerüstet, ihre Marktchancen auch in Zukunftvoll und ganz wahrzunehmen.E+S Rück – Erfolgreiche Zusammenarbeitzwischen Wissenschaft und PraxisDem Geburtstag im August 2003 folgteim September die Vorstellung einer weltweit einzigartigenPolytrauma-Studie, die eine gelungeneZusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Kundenund der E+S Rück abrundet. Gemeinsam mitder Medizinischen Hochschule Hannover und derProvinzial Nord wurde im Verwaltungsgebäudeder E+S Rück am 17. September 2003 die Ergebnissevorgestellt.Beim Polytrauma kommt es zu Verletzungenverschiedener Körperregionen oder Organsystemen,die einzeln oder in Kombination lebensbedrohlichsind.In seiner Eröffnungsrede hob Dr. MichaelPickel die Auswirkungen der Ergebnisse auf dieErst- und Rückversicherer hervor: „Für die Assekuranzist diese Studie von hoher Bedeutung.Die Erst- und Rückversicherer haben wichtigeDaten gewonnen, um Schadensverläufe und Kostenbesser vorhersagen zu können. Darüber hinaushat sich gezeigt, dass die derzeitigen Produktein der Unfallversicherung nicht in vollemMaße eine adäquate Absicherung gewährleisten.Mit den vorliegenden Ergebnissen könnenwir wertvolle Impulse zur Risikoabsicherung undProduktentwicklung geben.“Unter der Leitung von Professor Dr. ChristianKrettek, MHH, und Dr. Nicola-AlexanderSittaro, E+S Rück, untersuchte ein Team 637 Patientenmit einem Polytrauma, die vor mindestenszehn Jahren schwer verletzt und in der MHHversorgt worden waren. Die meisten Studienteilnehmerhatten durch den Unfall schwere Verletzungenan den unteren Extremitäten (insgesamt82,7 Prozent der Beteiligten) oder schwereKopfverletzungen (65,5 Prozent) erlitten. Die statistischeAuswertung erfolgte durch die E+S Rück.8


E+S RückWissenschaft und PraxisDie Studie ist die weltweit einzige, in der eineso große Zahl von Patienten länger als zehnJahre nach dem Unfall beobachtet wurde.Die Studie beleuchtete neben den medizinischenAspekten auch das soziale Umfeld, denBeruf, die Rentensituation, Sport und Hobbys derPatienten, die finanzielle Situation, Rehabilitationsmaßnahmenund Versicherungsbelange.den Betroffenen gelungen war, in das Berufslebenzurückzukehren, dauerte die Rehabilitationlänger als zwei Jahre. Trotz der negativen Einflüssebewerteten die Teilnehmer ihre derzeitigeSituation als gut oder befriedigend. Dennochgaben 56 Prozent der Patienten an, nach demUnfall Probleme mit ihrer Lebenssituation zuhaben.Die Auswertung zeigte unter anderem, dasseine höhere Zahl von Verstorbenen zu registrierenwar als ursprünglich angenommen. Besondersauffällig waren soziale Probleme. Fast dieHälfte der Patienten hatte nach dem Unfall wenigerFreunde als zuvor, bei mehr als 60 Prozentschränkten die Unfallverletzungen die Freizeitaktivitätenein. Nahezu 40 Prozent beklagten,dass ihre Partnerschaft oder das Familienlebenunter den Folgen des Unfalls gelitten haben.Eine gleich hohe Zahl steht nach der Schwerstverletzungfinanziell schlechter da als vor demUnfall.Die Verletzungen wirkten sich auch gravierendauf das Berufsleben aus. 16,6 Prozentder Patienten mussten umgeschult werden, undetwa 20 Prozent waren als Folge des Unfalls erwerbsunfähigund mussten in Rente gehen. Fürdie Berufsunfähigkeit waren meist Verletzungendes Beckens oder der unteren Extremitäten verantwortlich.30 Prozent der Patienten waren inFolge des Unfalls arbeitslos geworden. Wenn es9


LAGEBERICHTder E+S Rückversicherungs-AGWirtschaftliches UmfeldAuch im Berichtsjahr erfuhr die deutscheWirtschaft keine nachhaltige Belebung. Gemessenam realen Bruttoinlandsprodukt fandin Deutschland nahezu ein Nullwachstum statt.Dringend notwendige Reformen des Arbeitsmarktesund Änderungen an den Sozialsystemenverzögerten sich. Zu dieser lähmenden Situationkamen außenwirtschaftliche Turbulenzen hinzu,wie z. B. der stark gestiegene Ölpreis, der Irak-Krieg, die Lungenkrankheit Sars und die Angstvor neuen Terroranschlägen, die einer wirtschaftlichenErholung im Wege standen. Die dann imVerlauf des Jahres 2003 sich andeutende Wendeder Weltkonjunktur versprach auch an den Euro-Raum Impulse weiterzugeben. Erste Anzeicheneiner zyklischen Erholung waren im verarbeitendenGewerbe ab dem dritten Quartal erkennbar.Niedrigere Zinsen und eine stabile Kostensitua-In der Kraftfahrtversicherung wird für dasBerichtsjahr erstmals seit 1996 wieder mit einemversicherungstechnischen Überschuss gerechnet.Getragen wird das positive Ergebnis von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtspartemit einem versichetionsollten gute Voraussetzungen sein, um Unternehmenzu Investitionen anzuregen. Die EuropäischeZentralbank senkte die Refinanzierungssätzeim Rahmen ihrer Aufgabe, für Preisstabilitätzu sorgen, zweimal im Jahresverlauf.Nach einem schwachen ersten Halbjahr gewannder Export deutlich an Fahrt. Trotz Euro-Aufwertung nahm der Optimismus der Unternehmenzu. Hingegen beurteilen die privatenHaushalte die Zukunft wesentlich pessimistischer.Bei wachsender Arbeitslosigkeit zum Jahresendebetrug die Arbeitslosenquote in Deutschland10,4 %. Die privaten Haushalte kompensiertensteigende Abgabenlasten über eine höhere Sparquote.Die Konsumausgaben nahmen angesichtsgesunkener real verfügbarer Einkommen deutlichab.Die deutsche VersicherungswirtschaftTrotz der anhaltenden Konjunkturflautewurden Versicherungsprodukte gut nachgefragt.Das Prämienaufkommen in der deutschen Erstversicherungist laut dem Gesamtverband derDeutschen Versicherungswirtschaft e. V. im Berichtsjahrum 4,0 % auf 146,9 Mrd. EUR angestiegen.Im Oktober 2003 konnte die Auffanggesellschaftfür ins Wanken geratene Lebensversicherer,Protektor, erstmals ihre Funktionsfähigkeitunter Beweis stellen. An Protektor sind allein Deutschland tätigen Lebensversicherer entsprechendihres Marktanteils beteiligt. Die Gesellschaftübernimmt den Bestand einer Lebensversicherungmit dem Ziel, ihn innerhalb vonzwei Jahren an einen Käufer abzugeben. ÄhnlicheZiele werden mit der im Juli 2003 gegründetenGesellschaft Medikator AG verfolgt. Siefungiert als Auffanggesellschaft für in finanzielleNotlage geratene Krankenversicherungsunternehmen.Das Marktumfeld war für die deutsche Lebensversicherungim Berichtsjahr schwierig. Insgesamtkonnten die deutschen Lebensversicherernicht an die Wachstumszahlen des Vorjahresanschließen. Beeinflusst von den Diskussionender Steuer- und Sozialpolitik und der Entwicklungder Kapitalmärkte nahmen die Prämien nurum 3,5 % (Vj. 4,3 %) zu. Angesichts der Problemein der gesetzlichen Rentenversicherung ist derBedarf an privater Altersvorsorge unverkennbar.Die unbefriedigende Situation am Arbeitsmarktund hohe Steuer- und Abgabenbelastungensorgten hier jedoch nicht für einen Stimmungsumschwung.In der Schaden- und Unfallversicherungkonnten auch im Berichtsjahr wieder positive Prämienzuwächseverbucht werden. Nach einem vonElementarschäden geprägten Jahr 2002 fand imBerichtsjahr eine Normalisierung auf der Schadenseitestatt. Der Schadenaufwand ging um gut5% zurück, während die Bruttoprämien im Berichtsjahrum rund 3 % (3,6 %) zulegten.10


LageberichtGeschäftsverlaufrungstechnischen Ergebnis von ca. 500 Mio. EUR,wohingegen die Kaskoversicherung mit annähernd200 Mio. EUR versicherungstechnischemVerlust trotz rückläufiger Schadenaufwendungendas Gesamtergebnis der Kraftfahrtversicherungbelasten wird.Die erfreuliche Schadenentwicklung in derSachversicherung konnte die im Vergleich zumVorjahr moderate Prämienentwicklung ausgleichen.In der industriellen Feuerversicherung stiegendie Bruttoprämieneinnahmen um rund 20 %(31,1 %) auf 2,8 Mrd. EUR. In den allgemeinenSachsparten verlangsamte sich das Wachstummit 1,1 % leicht gegenüber dem Vorjahr (1,9 %),während in den technischen Versicherungen dasWachstum mit 3 % (0,7 %) gesteigert werdenkonnte. Auf Grund der geringen Schadenaufwendungenwurde das Gesamtergebnis 2003 in derSachversicherung erheblich verbessert. Die Schadenaufwendungenwerden in allen Sach-Teilspartengeringer als die Prämieneinnahmen ausfallen.Das Bruttoprämienvolumen in der Haftpflichtversicherungist im Berichtsjahr im Vergleichzum Vorjahr leicht angestiegen. Mit 6,1Mrd. EUR betrug der Prämienzuwachs 2,9 %(3,8 %). Der rückläufige Trend bei den Geschäftsjahresschädensetzte sich mit einem Anstieg um5,6 % (-7,9 %) im Berichtsjahr nicht fort.Die Konditionen im Rückversicherungsmarktstanden auch im Jahre 2003 im Zeichen einesharten Marktumfeldes. Sowohl bei der Prämienentwicklungals auch in den Vertragsbedingungenhaben sich die Tendenzen aus dem Jahr2002 weiter fortgesetzt. Der deutliche Rückgangin den Schadenaufwendungen führte beiden meisten Marktteilnehmern zu befriedigendenversicherungstechnischen Ergebnissen.Der Preisverfall an den Aktienmärkten imersten Quartal drohte zunächst das nichtversicherungstechnischeErgebnis nachhaltig zu belasten.Im Jahresverlauf setzte jedoch eine überzeugendeGegenbewegung ein, die die anfänglichenVerluste vergessen ließ. Uneinheitlich sahes hingegen auf der Zinsseite aus. Während imzweiten Quartal Wiederanlagen nur zu äußerstniedrigen Renditen vorgenommen werden konnten,ist das Renditeniveau der langfristigen Anleihenzum Jahresende leicht angestiegen.GeschäftsverlaufIm Gegensatz zum Jahr 2002, wo Naturkatastrophenund ihre Auswirkungen auf dieVersicherungswirtschaft im Zentrum der Berichterstattungstanden, wurde Deutschland im Berichtsjahrvon größeren Katastrophenereignissenweitgehend verschont. Zahlreiche kleinere Ereignissebelasteten die Ergebnisse der Erstversicherer,während unsere Portefeuilles auf Grund vorwiegendnichtproportionaler Deckungen in denElementarrisiken kaum belastet wurden. Mit 2,2Mrd. EUR erreichten unsere Bruttoprämieneinnahmenwiederum ein mehr als erfreuliches Volumen,auch wenn ein leichter Rückgang im Vergleichzum Vorjahr eingetreten ist.Wir haben den harten Markt dazu genutzt,unser Portefeuille nach langfristigen Profitabilitätsgesichtspunktenauszurichten und vereinzeltauch Zeichnungen reduziert. Des Weiteren zeichnenwir seit dem 1. Januar 2003 nicht mehr dasgesamte Rückversicherungsvolumen des HDI,sondern nur noch den Teil, den wir in unserenSelbstbehalt übernehmen möchten.SpartenstrukturDie Schaden-Rückversicherungerlebte im Berichtsjahr einrelativ schadenarmes Jahr. Miteinem Anteil von 72,3 % an dergesamten Bruttoprämie bzw.1,6 Mrd. EUR ist die Schaden-Rückversicherung ohne Krankengeschäftder größte Prämienträger.Substanzielle Prämien- undKonditionenverbesserungen ineinzelnen Sparten konnten angesichtsdes „harten Marktes“Transport3,5 %Luftfahrt5,9 %Feuer9,8 %Unfall2,9 %durchgesetzt werden. Wachstumsstärkste Branchewar Allgemeine Unfall. Die Sanierungsbemühungender vergangenen Jahre in der industriellenLeben25,3 %Sonstige14,9 %Kraftfahrt21,2 %Haftpflicht16,5 %11


LageberichtGeschäftsverlaufFeuerversicherung begannen Früchte zu tragen.Getreu unserer internen Vorgabe, Geschäftnur unter strikter Berücksichtigung der Profitabilitätzu zeichnen, verringerten wir den Anteilan proportionalem Geschäft weiter. Bei einemSelbstbehalt von 73,9 % stieg die verdienteNettoprämie in der Schaden-Rückversicherungum 25,9 % auf 1,2 Mrd. EUR (0,9 Mrd. EUR).Die geringen Elementarschäden und die Sanierungserfolgeim Bereich der Haftpflichtversicherungsorgten für einen moderaten Schadenaufwand.Während bereits im letzten Jahrdie Schadenquote den niedrigsten Stand dervergangenen fünf Jahre erreichte, konnte diesesErgebnis noch einmal übertroffen werden.Mit 66,8 % ist die Nettoschadenquote in derNichtlebensrückversicherung auf einem historischenTiefstand. Des Weiteren bewährtesich unsere generell konservative ZeichnungsundReservierungspolitik. Weder für asbestbedingteSchäden noch für Umwelthaftpflichtversicherungenbestand ein Nachreservierungsbedarf.In der Personen-Rückversicherung habenwir unsere Marktposition weiter ausgebaut. AufGrund von gezielten Marketingaktivitäten unddem Ausbau unserer Serviceleistungen ist es unsgelungen, neue Kundenverbindungen anzubahnen.In einem eher verhaltenen Wachstumsumfeldkonnten wir das Prämienvolumen jedoch nichtauf dem hohen Vorjahresniveau halten. Mit 563,9Mio. EUR (727,2 Mio. EUR) ist die Lebensrückversicherungunsere wichtigste Sparte. Unser Lebensportefeuillebesteht im Wesentlichen ausVerträgen, bei denen die Vorfinanzierung von Abschlussprovisionenaus dem Neugeschäft im Vordergrundsteht, wenngleich der Anteil ohne Finanzierungskomponentenmit 37 % stetig zunimmt.Unser zurückhaltendes Engagement in Aktienund unser konservativ strukturiertes Anleiheportefeuillesorgten im Jahresverlauf für eingutes Kapitalanlageergebnis. Die Kapitalanlageerträgestiegen um 36,4 Mio. EUR auf 277,7Mio. EUR, während die Kapitalanlageaufwen-Entwicklung der Garantiemittel und Prämien für eigene Rechnungin Mio. EUR4 5004 0003 5003 0002 5002 0001 5001 00050001994199519961997199819992000200120022003GarantiemittelSchwankungsrückstellung u.ä.Technische ReservenEigenkapital (ohne Bilanzgewinn)Prämien für eigene Rechnung12


LageberichtPrämien- und Ergebnisentwicklungdungen um 16,3 Mio. EUR auf 88,1 Mio. EURzunahmen. Insgesamt verbesserte sich dasKapitalanlageergebnis um 20,1 Mio. EUR auf189,6 Mio. EUR.Grund des günstigen Schadenverlaufs haben wirunsere Schwankungsrückstellung weiter gestärkt.Im Berichtsjahr wurden 196,3 Mio. EUR zusätzlicheRückstellungen gebildet.Das gute Ergebnis des Vorjahres wurde miteinem Jahresüberschuss in Höhe von 39,0 Mio.EUR (20,0 Mio. EUR) nahezu verdoppelt. AufPrämien- und ErgebnisentwicklungDer Bruttoprämienrückgang um 10 % auf2,2 Mrd. EUR (2,5 Mrd. EUR) ist auf unsere ertragsorientierteZeichnungspolitik, rückläufigesNeugeschäft in der Lebensrückversicherung undgeänderte Übernahme und Weitergabe von HDI-Geschäft zurückzuführen. Unser Standing nutzend,haben wir sowohl unsere Position imdeutschen Markt selektiv ausgebaut, als auch dasim Rahmen von internen Retrozessionen mit derHannover Rück bestehende Portefeuille durchdie Hinzunahme ausländischer Risiken geografischund risikotechnisch diversifiziert. Insgesamthat sich das versicherungstechnische Ergebnisvor Schwankungsrückstellung äußerst erfreulichentwickelt. Mit 211,6 Mio. EUR haben wir dasVorjahresergebnis von 20,5 Mio. EUR um einVielfaches übertroffen.Entwicklung der Bruttoprämien –Aufteilung nach Deutschland und Auslandin Mio. EUR2 6002 4002 2002 0001 8001 6001 4001 2001 00080060040020001 404,22 483,11 078,9 1 100,21 132,72002 20032 232,9Deutschland Ausland GesamtEntwicklung der versicherungstechnischen Ergebnisse* –Aufteilung nach Deutschland und Auslandin Mio. EUR400300200100027,0118,6145,6190,5164,62002 2003355,1*Versicherungstechnisches Ergebnis: Brutto, vor internen Verwaltungskosten,technischem Zinsertrag und Veränderung der Schwankungsrückstellung13


LageberichtPrämien- und ErgebnisentwicklungSpartenentwicklung in DeutschlandIm Folgenden werden die Geschäftsverläufepro Sparte dargestellt. Da wir als Spezialrückversichererfür den deutschen Markt ausgerichtetsind, haben wir unsere Berichterstattung zum versicherungstechnischenGeschäft zweigeteilt: Diefolgenden Spartenkommentare beziehen sichausschließlich auf unser Deutschlandgeschäft,während das von der Hannover Rück in Retrozessionübernommene internationale Geschäftanschließend dargestellt wird. Das Luftfahrtgeschäftkommentieren wir wegen seines Volumensim deutschen Markt als auch wegen des internationalenCharakters innerhalb des Auslandsblocks.FeuerFeuerin Mio. EUR2003In der industriellen Feuerversicherung, einerder prämienstärksten Sparten im Bereich derdeutschen Sachversicherung, setzte sich die inden vergangenen Jahren eingeleitete Sanierungweiter fort. Prämienerhöhungen sowie die Einführunghöherer Franchisen imSchadenfall konnten durchgesetzt2002Gebuchte Bruttoprämie 53,1 52,1Schadenquote (%) 54,5 91,5Versicherungstechn.Ergebnis (brutto) 10,8 -10,6werden. Auf der Bedingungsseitewar ein Rückgang von intransparentenMehrgefahrendeckungenzu beobachten. Auch die in denvergangenen Jahren vermehrt offeriertenMehrjahrespolicen wurdenkaum noch angeboten. Anden beeindruckenden Prämienzuwachsdes Vorjahres von 31,1 % konnte allerdingsnicht angeschlossen werden. Ein Bruttoprämienzuwachsvon rund 20 % auf rund 2,8Mrd. EUR sorgte jedoch bei einer gegenüber demVorjahr unveränderten Großschadenlage für einauskömmliches Gesamtergebnis.Unser Feuer-Portefeuille entwickelte sichim Berichtsjahr zu unserer Zufriedenheit. Die Situationin der industriellen Feuerversicherung hatsich auf Grund einer normalen Schadenentwicklungbei weitgehend bedarfsgerechten Prämienerheblich verbessert. Zusätzliche Franchisenund die Selbstbehalte der Versicherten im Originalgeschäftwirkten sich positiv auf die Schadenfrequenzaus. Eine relativ niedrige Rückversicherungskostenerstattungsowie die Einführungvon Schadenselbstbeteiligungsklauseln in denRückversicherungsverträgen führten zu positivenErgebnissen, die angesichts der Verluste inden vergangenen Jahren dringend notwendigwaren.In der industriellen Feuerversicherung wareine Rückbesinnung auf klassische Produkte spürbar.Feuer/FBU und EC-Deckungen verdrängtendie in den letzten Jahren beliebten All-Risk-Deckungen. Moderate Schadenaufwendungen,die Berechnung von bedarfsgerechten Prämienund die Rückkehr zu klassischen Vertragsbedingungenbescherten uns ein auskömmliches versicherungstechnischesErgebnis in Höhe von10,8 Mio. EUR (-10,6 Mio. EUR).Neben der Vertragsrückversicherung betreibenwir das Feuer-Geschäft auch auf fakultativerBasis. Die fakultative Rückversicherung ist einSpiegelbild des Originalmarktes. Verträge werdenvorwiegend auf proportionaler Basis gezeichnetund sind eng mit dem Schicksal des Zedentenverbunden. Ähnlich der Entwicklung in derVertragsrückversicherung führten Ratensteigerungen,verbesserte Franchiseregelungen aufSeiten der Versicherten und veränderte Deckungsumfängevon All-risk zu Extended Coverage beieinem akzeptablen Schadenverlauf zu einemzufrieden stellenden versicherungstechnischenErgebnis.Der Schwankungsrückstellung haben wireinen Betrag von 35,0 Mio. EUR zugeführt.14


LageberichtPrämien- und ErgebnisentwicklungHaftpflichtDie Haftpflichtversicherung ist im deutschenMarkt mit einem Prämienwachstum von2,9 % knapp unter dem Zuwachs des Vorjahresgeblieben. Die gebuchte Bruttoprämie erhöhtesich damit auf rund 6,1 Mrd. EUR. Die Aufwendungenfür Geschäftsjahresschäden steigen um5,6 % an, nach einem Rückgang im Vorjahr um7,9 %. Die Prämienentwicklung in den einzelnenSparten war uneinheitlich. Im industriellenHaftpflichtgeschäft stabilisierten sich die Prämien,wohingegen im gewerblichen Geschäftder Wettbewerb dafür sorgte, dass die Prämieneinnahmenunter Berücksichtigung der Kostenquotenweiterhin nicht auskömmlich waren. DasSchadenaufkommen in der Haftpflichtversicherungwurde durch Großschäden aus US-Schadenfällenund deren kostspielige Regulierung sowiedurch Rückrufaktionen der Autohersteller bestimmt.Verschärfend auf die Haftungsumfängeim Pharmabereich wirkte das im Jahr 2002 verabschiedeteZweite Gesetz zur Änderung schadenersatzrechtlicherVorschriften (Schadensersatz-Änderungsgesetz).Zunehmend wurde dasversicherungsauslösende Ereignis bei PharmaundChemierisiken von Schadenereignis- auf Ansprucherhebungsprinzipumgestellt.Der Schadenverlauf in der Haftpflichtversicherungist auch in unserem Portefeuille imBerichtsjahr günstiger als im Vorjahr. Großschädensind weitgehend ausgeblieben. Allerdingssahen unsere Zedenten eine steigende Anzahlvon kleinen Schäden. Da wir das Haftpflichtgeschäftvorwiegend auf nichtproportionaler Basiszeichnen, blieben wir hiervon weitgehend verschont,da die Selbstbehalte der Zedenten nichtüberschritten wurden.In der industriellen Haftpflichtversicherungkonnten wir mit dem Markttrend weiter anziehendePrämien verzeichnen. Des Weiteren habenwir an unserer umsichtigen Zeichnungspolitikfestgehalten. Wir führten unter den Rückversicherungsverträgenzum 1. Januar 2004 einenAusschluss für asbestbedingte Schäden ein. InDeutschland ist die Exponierung auf Grund asbestbedingterSchäden allerdings nicht mit derSituation in den USA vergleichbar, da Berufskrankheitenüber die Berufsgenossenschaftenabgewickelt werden. Unsere konservative Reservierungspolitiksorgte in der Vergangenheit dafür,dass sich ein Nachreservierungsbedarferübrigte.HaftpflichtDer harte Rückversicherungsmarkthat sich auch auf Gebuchte Bruttoprämie 109,0 160,3in Mio. EUR 2003 2002unser vorwiegend aus Industrierisikenbestehendes fakul-Schadenquote (%) 56,3 78,4Versicherungstechn.tatives Portefeuille günstig Ergebnis (brutto) 23,5 -2,0ausgewirkt. In den Vertragsbedingungenfanden notwendigeBereinigungen statt, die die Haftung desRückversicherers angemessen widerspiegeln.Sich verringernde Kapazitäten und ein vorteilhafterSchadenverlauf sorgten für ein befriedigendesversicherungstechnisches Ergebnis.Unsere umsichtige Zeichnungspolitik zeigtesich auch bei der Veränderung des Bruttoprämienvolumens.Insgesamt reduzierte sich dieBruttoprämie in der Haftpflichtversicherung gegenüberdem Vorjahr auf 109,0 Mio. EUR (160,3Mio. EUR). Unsere Schadenquote hat sich gegenüberdem Vorjahr erheblich verbessert. Sie sankum 22,1 Prozentpunkte auf 56,3 %. Der deutlichrückläufige Schadenaufwand sorgte für ein gutestechnisches Brutto-Ergebnis in Höhe von23,5 Mio. EUR (-2,0 Mio. EUR).Auf Grund des guten Schadenverlaufs konntenwir der Schwankungsrückstellung 27,8 Mio.EUR zuführen. Die Spätschadenreserve wurde zuLasten des allgemeinen Geschäfts um 39,4 Mio.EUR verstärkt.15


LageberichtPrämien- und ErgebnisentwicklungAllgemeine UnfallAllgemeine Unfallin Mio. EUR20032002Bruttoprämie 51,5 38,7Schadenquote (%) 43,2 32,0Versicherungstechn.Ergebnis (brutto) 0,4 4,5Der deutsche Unfallversicherungsmarkt istein relativ stetiger Markt ohne größere Schwankungen.Leicht rückläufige Prämienzuwächsesorgten bei einem stabilen Schadenaufkommenfür zufrieden stellende Ergebnisse. Mit nahezu5,7 Mrd. EUR konnten die Unfallversichereran das Prämienniveaudes Vorjahres anschließen.Neue Impulse kommenderzeit vorwiegend aus der demografischenEntwicklung inDeutschland.In diesem Geschäftssegmentversteht sich die E+SRück als ein innovativer Rückversicherer, derServiceleistungen für seine Kunden anbietet.Wir entwickeln und berechnen Produkte für unsereKunden und unterstützen sie bei der Risikobewertung.Ein besonderes Angebot an unsereKunden ist unser Personenschadenschnelldienstfür eine sofortige Leistungsprüfung nach Unfällen.Das im Vorjahr entwickelte Senioren-Un-fall-Produkt mit Assistance-Leistung wurde imBerichtsjahr abgerundet. Hervorzuheben ist, dasswir einen Anbieter von Assistance-Leistungenzur exklusiven Zusammenarbeit mit der E+S Rückgewinnen konnten.Im Berichtsjahr nahmen die Schadenzahlungenim Vergleich zum Vorjahr zu. Mit einertraditionell niedrigen Schadenquote von 43,2 %(32,0 %) lagen wir wieder im Marktmittelfeld.Zusätzliche Möglichkeiten boten sich durch dieAuflösung des Deutschen Luftfahrtpools. Wirkonnten erstmals Luftfahrtunfalldeckungen ausdem deutschen Markt rückversichern. Insgesamthat sich das Bruttoprämienvolumen um 33,1 %auf 51,5 Mio. EUR verbessert. In Verbindung mitgestiegenen Schadenaufwendungen erzielten wirein versicherungstechnisches Ergebnis in Höhevon 0,4 Mio. EUR (4,5 Mio. EUR).Die Schwankungsrückstellung haben wirmit einer Zuführung von 5,6 Mio. EUR weitergestärkt.KraftfahrtKraftfahrtin Mio. EUR20032002Gebuchte Bruttoprämie 358,3 407,9Schadenquote (%) 72,2 89,1Versicherungstechn.Ergebnis (brutto) 58,2 -18,3Die deutsche Kraftfahrtversicherungwird das Berichtsjahrerstmals seit 1996wieder mit einem versicherungstechnischenErtrag abschließen.Bei einer weiterhinsinkenden Schadenhäufigkeitauf historischen Tiefstand undder Umsetzung von nötigenTarifmaßnahmen lag die kombinierte Schaden-Kostenquote bei rund 98 %.Getragen wurde das erfreuliche Ergebnisvon der Kraftfahrzeug-Haftpflichtsparte, wohingegendie Kaskoversicherung trotz weniger Unwettereinen versicherungstechnischen Verlust erwirtschaftete.Das gute Ergebnis in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungwar hauptsächlichauf den Rückgang der Schadenhäufigkeit um ca.3% zurückzuführen. Ursächlich könnte hier dieauf Grund der schwachen Konjunktur niedrigeFahrleistung im gewerblichen Sektor sein. DerGDV rechnet deshalb damit, dass sich dieserTrend mit einem Beleben der wirtschaftlichenAktivitäten wieder umkehren wird. In der Vollkaskoversicherungwurden die Prämiensteigerungenin Höhe von 4,5 % auf 6,7 Mrd. EURweitgehend von Schadenaufwendungen auf Vorjahresniveauin Höhe von 5,7 Mrd. EUR kompensiert.Viele kleine Naturkatastrophen, wieHagel und Sturm, sorgten in den Kasko-Spartenfür eine Schadenfrequenz auf hohem Niveau.Auch in der Teilkasko wurde wieder ein versicherungstechnischerVerlust von rund 20,0 Mio.EUR ausgewiesen.Die gesamten Prämieneinnahmen in derdeutschen Kraftfahrt-Versicherung stiegen imBerichtsjahr um rund 2,0 % auf 22,4 Mrd. EUR,nach 22,0 Mrd. EUR im Vorjahr.16


LageberichtPrämien- und ErgebnisentwicklungDie deutsche Kraftfahrtrückversicherungist mit 32,6 % der gesamten inländischen Bruttoprämienunsere größte Nicht-Lebenssparte. Dieerfreuliche Entwicklung im Originalgeschäft spiegeltesich auch in unserem Portefeuille wider.Bei einem Rückgang der Bruttoprämien im Berichtsjahrum 12,2 % auf 358,3 Mio. EUR (407,9Mio. EUR) konnten wir hinsichtlich der Ergebnisseeine sehr erfreuliche Entwicklung feststellen.Während sich die Schadenquote um fast 17 Prozentpunkteauf 72,2 % (89,1 %) verbesserte,konnte ein hervorragendes technisches Brutto-Ergebnis von 58,2 Mio. EUR (-18,3 Mio. EUR) erzieltwerden.Die ertragreichste und größte Teilsparteist das Kraftfahrzeug-Haftpflichtgeschäft, in demvorwiegend proportionale Verträge das Rückversicherungsgeschäftdominieren. Durch dieproportionalen Verträge nahmen wir uneingeschränktam Wachstum und der Qualitätsverbesserungim Originalgeschäft teil. Allerdingsspielten auch die nichtproportionalen Kraftfahrzeug-Haftpflichtverträgeeine wichtige Rolle inunserem Portefeuille. Unser Marktbeobachtungsanteilvon annähernd 55 % erlaubt es in diesemGeschäftssegment, die Schäden zu beobachten,sie auszuwerten und in angemessener Weise indie Preisfindung einzubeziehen. Das Bruttoprämienvolumenim Kraftfahrzeug-Haftpflichtgeschäftlag mit 264,6 Mio. EUR (291,0 Mio. EUR)unter dem Vorjahresvolumen, wohingegen eindeutlich günstigerer Schadenverlauf zu einemversicherungstechnischen Gewinn von 35,6 Mio.EUR (-34,2 Mio. EUR) verhalf.Neben den proportionalen Deckungen habendie nichtproportionalen Deckungen einehohe Bedeutung in unserem Kaskobestand. DieSchadenhöhen pro Ereignis überstiegen gewöhnlichnicht die vereinbarten Prioritäten, wodurchdie von uns gezeichneten Deckungen nicht zumZuge kamen. Der allgemeine Trend zu höherenSelbstbehalten bei den Schadenexzedentendeckungenhielt weiter an. Die Profitabilität des Geschäftsverdeutlicht sich im versicherungstechnischenErgebnis von 21,9 Mio. EUR (15,1 Mio.EUR) und einer Schadenquote von 70,9 %.Auf Grund der günstigen Ergebnissituationhaben wir der Schwankungsrückstellung 103,6Mio. EUR zugeführt. Die Spätschadenreservewurde zu Lasten des allgemeinen Geschäfts um24,7 Mio. EUR verstärktTransportDie deutsche Transportversicherung erholtsich langsam. Da diese Sparte stark von derEntwicklung des Welthandels abhängt, wirdeine durchgreifende Erholung erst mit einernachhaltigen Belebung der Weltwirtschaft stattfinden.Die in den letzten Jahren eingeleitetenSanierungsmaßnahmen trugen bereits die erstenFrüchte. Während im Jahr 2002 die Bruttoprämiennoch um 2,7 % stiegen, waren es imBerichtsjahr deutlich über 3 %. Des Weiterenzeichnete sich eine Neuerung bei der Formulierungdes Deckungsumfangs ab. Marktweit wurdeeine neue Klausel zur Behandlung von Terror- undNuklearrisiken eingeführt. Wie auch in anderenSparten ist die Schadenbelastung unterdurchschnittlich.Die Schadenquote vor Abwicklungder Vorjahresrückstellung von rund 67 % liegtin der deutschen Transportversicherung unterdem Niveau des Vorjahres (70 %).Die Bestrebungen der vergangenenJahre nach angemessenenRückversicherungsratenwaren im Berichtsjahrerfolgreich.Transportin Mio. EUR20032002Gebuchte Bruttoprämie 11,9 10,7Schadenquote (%) 70,8 85,9Wir verzeichneten einenZuwachs unserer Bruttoprämieauf 11,9 Mio. EUR (10,7 Mio.Versicherungstechn.Ergebnis (brutto) 1,2 -0,8EUR). Bei den Vertragserneuerungen haben wirunsere strategische Ausrichtung hin zu nichtproportionalenDeckungen weiter ausgebaut.Unser Gesamtbestand besteht inzwischen nahezuvollständig aus nichtproportionalen Deck-17


LageberichtPrämien- und Ergebnisentwicklungungen. Insgesamt führten unsere selektive undvorsichtige Zeichnungspolitik und die Konzentrationauf profitables Neugeschäft zu einemversicherungstechnischen Ergebnis über dem Niveaudes Vorjahres. Mit 1,2 Mio. EUR (-0,8 Mio.EUR) konnten wir in Folge das Ergebnis verbessernund verzeichneten wieder einen versicherungstechnischenGewinn.Der Schwankungsrückstellung führten wir18,4 Mio. EUR zu.LuftfahrtDie deutschen Luftfahrtversicherer konntensich dank der härteren Marktbedingungen vonden unauskömmlichen Ratenniveaus der Vorjahrelösen. Die in 2002 erzielten Sanierungserfolgesowie die Kriegszuschläge wirktenunterstützend.Luftfahrtin Mio. EUR 2003 2002In den GeschäftssegmentenAirline und Industrie ist inGebuchte Bruttoprämie 31,1 26,8Schadenquote (%) 23,5 82,9 den Beitragszuwächsen jedochVersicherungstechn.bereits eine GegenbewegungErgebnis (brutto) 22,4 -1,8 eingetreten. Der LufttransportundLuftfahrtindustriesektor littunter anderem unter den Auswirkungendurch den Krieg im Irak, der anhaltendenTerrorgefahr sowie der Sars-Epidemie in China.Bei einem auskömmlichen Ratenniveau undeiner geringen Schadenfrequenz entwickelte sichunser deutsches Luftfahrt-Portefeuille sehr zufriedenstellend. Durch die angekündigte Auflösungdes Deutschen Luftpools im Jahr 2004ergaben sich bereits im Berichtsjahr neue Geschäftsmöglichkeiten,die dazu führten, dass wirunsere Position am deutschen Luftfahrtmarkterheblich verbessern konnten. Insgesamt verbessertesich das versicherungstechnische Bruttoergebnisnach einem Verlust von 1,8 Mio. EURim Vorjahr auf 22,4 Mio. EUR.LebenLebenin Mio. EURGebuchte Bruttoprämie 367,3 575,5Versicherungstechn.Ergebnis (brutto) 70,5 69,8Die anhaltenden Diskussionen in der Sozialpolitikund die zögerliche Umsetzung vonneuen Alterssicherungskonzepten haben sichdeutlich auf die Geschäftsergebnisse in der deutschenLebensversicherung ausgewirkt. Währendim Geschäftsjahr 2002 die laufenden Beiträgenoch um 4,3 % stiegen, betrug der Anstieg imBerichtsjahr 2003 nur noch 3,3 %. Im Bereichder klassischen Kapital- und Rentenversicherungkonnte ein deutlicher Anstiegdes Neugeschäfts verzeichnet20032002werden. Beispielsweise nahmendie Neuzugänge in der Kapitalversicherungum über 30% zu.Ebenso stieg das Neugeschäftbei der Berufsunfähigkeitsversicherungum knapp 10 %. ImGegensatz dazu waren die Neuabschlüssein der Fondsgebundenen LebensundRentenversicherung deutlich rückläufig.Der Versicherungsbestand ist im Wesentlichengleich geblieben. Die Auszahlungen an dieLebensversicherungskunden haben sich um14,4 % auf annähernd 64,4 Mrd. EUR erhöht.Daneben ist für den Versicherungsnehmer dieReservebildung seiner Lebensversicherungsgesellschaftwichtig. Vor dem Hintergrund einesniedrigen Renditeniveaus und teilweise massiverAbschreibungen auf Aktien konnten die Lebensversichererin 2003 weniger Rückstellungen undÜberschussguthaben für künftige Leistungsauszahlungenbilden. Die Lebensversicherung gewinntweiter an Bedeutung als Absicherung imAlter, für den Invaliditätsfall und zur Versorgungvon Hinterbliebenen.Für den deutschen Lebensrückversicherungsmarktist innerhalb der E+S Rück der ZentralbereichPersonen-Rückversicherung verantwortlich.Im Jahresverlauf nutzten wir unsere guteMarktposition und bauten unsere Kundenverbindungenweiter aus. Insbesondere aus dem18


LageberichtPrämien- und ErgebnisentwicklungKreis der großen Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeitist es uns gelungen, neue Kundenzu akquirieren.Unsere Bestrebungen der vergangenen Jahrefortsetzend, haben wir unser Customer RelationshipManagement (CRM-)Konzept weiter ausgebaut.Mit diesem lnstrument wollen wir unserenKunden einen erkennbaren Mehrwert bieten undim Rahmen von langfristigen Partnerschaftenloyale Kunden gewinnen. Realisiert wird diesebereits 1997 eingeführte Konzeption durch densystematischen Einsatz von Maßnahmen aus demBereich CRM. Dazu gehört u. a. auch das Konzeptdes Customer Lifetime Value, den wir jährlichfür alle bedeutenden Kunden bestimmen.Im Berichtsjahr haben wir unsere Serviceleistungenfür unsere Kunden erweitert. Ein Aktivitätsschwerpunktbetraf den deutschen Seniorenmarkt,den wir als interessanten Zukunftsmarktansehen. Gemeinsam mit unseren Kundenhaben wir, abgestellt auf die besonderenBedürfnisse von Senioren, maßgeschneiderte Produktemit Zusatzleistungen entwickelt.Bewegung war auch in unseren in denvergangenen Jahren aufgelegten Verbriefungenvon Abschlusskosten zu verzeichnen. Ende Juni2003 haben wir die Fazilität L4 geschlossen, denretrozedierten Bestand von deutschen fondsgebundenenPolicen zurückgekauft und in denSelbstbehalt genommen.Mit einer unveränderten und mit externenAktuaren abgestimmten Methodik haben wirauch im Berichtsjahr den so genannten Nettoportefeuillewertzum Bilanzstichtag ermittelt.Hierbei handelt es sich um den Barwert der zukünftigenversicherungstechnischen Ertragsströmefür eigene Rechnung. Mit 214,3 Mio. EURschloss der deutsche Lebens-Nettoportefeuillewertannähernd an das Niveau des Vorjahres(228,0 Mio. EUR) an.Die Prämieneinnahmen blieben mit 367,3Mio. EUR (575,5 Mio. EUR) hinter dem Vorjahrzurück. Der Großteil der Prämien kommt aus mehrerenvolumenintensiven Finanzierungsverträgenfür Fondsgebundene Lebens- und Rentenprodukte.Die Ursachen für den Rückgang sind im Wesentlicheneine Reduktion bedeutender Abgabeneinzelner Zedenten sowie ein verhaltenes Neugeschäftinnerhalb bestehender Vertragsbeziehungenentsprechend der allgemeinen Marktlage,insbesondere im Bereich der FondsgebundenenLebensversicherung. Der versicherungstechnischeVerlauf war in allen Komponenten wie erwartetgünstig, so dass sich ein über den Vorjahreswertenliegendes technisches Ergebnis in Höhe von70,5 Mio. EUR einstellte.Sonstige ZweigeUnter den sonstigen Versicherungszweigenfassen wir in Entsprechung der deutschen Rechnungslegungsvorschriftendie Sparten Kranken,Rechtsschutz, Einbruchdiebstahl und Raub, Leitungswasser,Glas, Sturm, Verbundene Hausrat,Verbundene Wohngebäude, Hagel, Tier, TechnischeVersicherungen, Einheit, Kredit und Kaution,Extended Coverage, Beistandsleistung, Atomanlagen-Sach,Sonstige Sachschaden, Feuer-Betriebsunterbrechung,Sonstige und TechnischeBetriebsunterbrechungen, Sonstige Vermögensschadensowie Vertrauensschaden zusammen.Der Geschäftsverlauf in der Kredit- undKautionsversicherung ist mit dem wirtschaftlichenUmfeld in Deutschland eng verbunden.Die anhaltend schwache Konjunktur und weitersteigende Insolvenzzahlen haben die Ergebnisseder deutschen Kreditversicherer stark beeinträchtigt.Um so erfreulicher ist es,dass wir uns von diesem negativenKreditzyklus im Originalgeschäftabkoppeln konnten.Das teilweise rückläufige Prämienvolumenkonnten wir mitdem Aufbau neuer Marktanteileannähernd ausgleichen.Traditionell überwiegen aufSonstige Zweigein Mio. EURGebuchte BruttoprämieSchadenquote (%)Versicherungstechn.Ergebnis (brutto)2003118,074,63,62002132,382,7-13,8dem deutschen Kredit-Kautionsmarkt proportionaleVertragsarten. Gemäß unserer strategischenAusrichtung steigerten wir den Anteil dernichtproportionalen Deckungen weiter.19


LageberichtPrämien- und ErgebnisentwicklungDeutschland wurde im Berichtsjahr von größerenStürmen verschont. Der Schadenverlauf inder Elementarschädenversicherung war eher unterdurchschnittlich.Lediglich zum Jahresendetraten gehäuft Stürme auf, von denen unsere aufnichtproportionalen Deckungen basierenden Portefeuilleskaum berührt wurden. Bei stabilen Ratenentwickelte sich das technische Ergebnis ausgewogen.Insgesamt haben wir der Schwankungsrückstellung2,2 Mio. EUR entnommen.Ergebnisse unseres AuslandsgeschäftsAls Mitglied des Hannover Rück-Konzernssind wir in Form gruppeninterner Retrozessionenan den Verläufen der internationalen (Rück-) Versicherungsmärktebeteiligt. Über die Hinzunahmeausländischer Geschäftsblöcke in unser Portefeuillestellen wir eine verbesserte geografischeDiversifizierung sicher, die sich in einer mittel- bislangfristigen Betrachtung ertragsstabilisierendauswirkt. Weiterhin wird zu einem hohen Anteilrentables Personen-Rückversicherungsgeschäftbeigesteuert.Im Folgenden kommentieren wir die prämienstärkstenMärkte, wobei wir wesentlicheSparten hervorheben.EuropaGroßbritannienin Mio. EURGebuchte Bruttoprämie 228,6 206,0Versicherungstechn.Ergebnis (brutto) 39,5 17,5GroßbritannienIm britischen Kraftfahrtgeschäft ist eineAbflachung der seit zwei Jahren andauerndenRatenerhöhungen zu verzeichnen. In den Sachspartenlagen im Berichtsjahr die Raten und Konditionenauf dem höchsten Niveau seit Jahrzehnten,und ähnlich entwickelte sich auch der Marktfür Berufshaftpflichtdeckungen.20032002Diese Rahmenbedingungenspiegeln sich auch im Rückversicherungsmarktwider, woin fast allen Sparten positiveMarktbedingungen vorherrschten.Großbritannien ist mit einem Bruttoprämienvolumenvon 228,6 Mio. EUR das größtePortefeuille in Europa. Im Berichtsjahr konnte dieStellung in diesem Markt ausgebaut und dasPrämienvolumen um 22,6 Mio. EUR gesteigertwerden. Insbesondere im attraktiven Haftpflichtgeschäftwar Hannover Rück ein stark gefragterPartner. Gründe hierfür liegen in der verringertenMarktkapazität und dem exzellenten Rating.Dank der Fortführung der konsequenten Zeichnungspolitikkonnte sowohl verstärkt vom hartenMarkt im Haftpflichtgeschäft profitiert, alsauch die Marktposition im Sachgeschäft konsolidiertwerden.Ein bedeutender Teil des Transport- undLuftfahrtgeschäfts wird im Londoner Markt gezeichnet.Trotz gestiegener Kapazität konnte diePosition gut behauptet werden. Die Zeichnungspolitikist hierbei nach wie vor auf nichtproportionalesGeschäft für mittlere und obere Deckungsabschnitteausgerichtet. In diesem Bereichist Hannover Rück einer der Marktführer. Obwohldie Exponierung – insbesondere im Luftfahrtbereich– teilweise etwas reduziert wurde,ist die Marktdurchdringung optimal. Auch imTransportgeschäft ist Hannover Rück einer derwichtigsten Anbieter. Insgesamt war es ein sehrerfolgreiches Berichtsjahr, in dem auch in dieserSparte keine außergewöhnlichen Großschädenzu verzeichnen waren.Damit konnte an die erfreuliche Entwicklungdes Vorjahres angeschlossen und das versicherungstechnischeErgebnis auf 39,5 Mio. EUR(17,5 Mio. EUR) gesteigert werden.FrankreichIm Gegensatz zum schwierigen wirtschaftlichenUmfeld in Frankreich entwickelte sich derVersicherungsmarkt außerordentlich gut. Dasgesamte Prämienvolumen stieg im Berichtsjahrum 8,5 % auf 143,4 Mrd. EUR. Bedeutende Neuerungengab es vornehmlich im Bereich derHaftpflichtversicherung. Der französische Gesetz-20


LageberichtPrämien- und Ergebnisentwicklunggeber verabschiedete zwei neue Haftpflicht-Gesetze.Im Berichtsjahr konnte das Portefeuille weiterausgebaut werden. Dies erfolgte vor allem imKraftfahrt- und Kredit-/Kautionsgeschäft.Wie auch in anderen europäischen Ländernhat die Kreditversicherung in Frankreichim Berichtsjahr von der Sanierung der Erstversichererprofitiert. In einem sehr harten Markt,geprägt durch den Rückzug zweier führenderRückversicherer, konnte ein sehr zufrieden stellendesJahr verzeichnet werden.Das technische Ergebnis wurde durch Schädennicht nennenswert belastet. Als einzigergrößerer Marktschaden sind die Überflutungenim Süden Frankreichs im Dezember 2003 zunennen. Da ein Großteil dieses Schadens von derstaatlichen Flutversicherung in Frankreich getragenwurde, belief sich dieFrankreichSchadenbelastung auf unter1,0 Mio. EUR .in Mio. EUR20032002Insgesamt stiegen dieBruttoprämien um 14,7 % auf46,9 Mio. EUR. Bei einer allgemeingünstigen SchadenentwicklungGebuchte BruttoprämieVersicherungstechn.Ergebnis (brutto)46,910,640,96,3konnte wiederum mit 10,6 Mio.EUR (6,3 Mio. EUR) ein positives versicherungstechnischesErgebnis erzielt werden.NordamerikaDie Ergebnisentwicklung bei den nordamerikanischenSchadenerstversicherern war ähnlichdem Vorjahr nicht zufrieden stellend. Insbesonderedas Haftpflichtgeschäft litt erneut unterweiterem Nachreservierungsbedarf für asbestundumweltbedingte Schäden.Für die Rückversicherer verlief das Jahr hingegenwesentlich erfolgreicher. Oft konnte einzweistelliges Prämienwachstum bei gleichzeitighoher Zeichnungsdisziplin festgestellt werden.Getreu dem Zyklusmanagement wurde derharte Markt genutzt und die Marktposition besondersim Haftpflichtgeschäft in Nordamerikaausgebaut, während das Engagement in einigenweniger profitablen Segmenten des Sachgeschäftsbereits wieder zurückgeführt wurde.Im Berichtsjahr wurde die Strategie, proportionaleVerträge durch nichtproportionale Deckungenzu ersetzen, weiter fortgeführt. Der Schadenexzedenten-Vertragist die hier wichtigsteRückversicherungsform. Gemessen an der Anzahlder Verträge beträgt der Anteil dieser attraktiverenDeckungsform bereits über 90 %.Das Prämienwachstum in der Sachrückversicherungbetrug im Berichtsjahr nach dem starkenAnstieg der Vorjahre nur noch knapp 10 %,während es sich im Haftpflichtgeschäft auf über20 % belief. Insgesamt konnte das Prämienvolumenin Nordamerika auf 507,2 Mio. EUR(467,3 Mio. EUR) erhöht werden.Unverändert bleibt dieindustrielle Feuerversicherungdie wichtigste Sparte in derSachversicherung in Nordamerika.Im Haftpflichtbereich stehtdie kommerzielle und Berufshaftpflichtversicherungim Vordergrund.Nordamerikain Mio. EURDie vielen kleineren und mittleren Katastrophenschädendes Berichtsjahres mussten größtenteilsvon den Erstversicherern selbst getragenwerden, da die meisten Schäden für sich genommennicht die Haftungsabschnitte der Rückversicherungerreichten. Das Schaden-Rückversicherungsportefeuillewurde daher nur von einemgrößeren Katastrophenschaden betroffen. DerSchaden durch Hurrikan „Fabian“, der im Septemberauf Bermuda wütete, wird sich nach derzeitigenSchätzungen auf maximal 2,5 Mio. EURbelaufen.Nachreservierungen für zurückliegendeZeichnungsjahre waren auf Grund der konservativenReservierungspolitik sowie des reduziertenEngagements in den Jahren des weichen Markteserfreulicherweise nicht notwendig. Dies ist ein20032002Gebuchte Bruttoprämie 507,2 467,3Versicherungstechn.Ergebnis (brutto) 24,8 37,821


LageberichtPrämien- und Ergebnisentwicklungwesentlicher Unterschied zu vielen Wettbewerbern.Der Anteil an asbestosebedingten Schädenist auf Grund des späten Markteintritts in den80er Jahren des vorigen Jahrhunderts gering.Auch der Anteil am World Trade Center-Schadenhat sich nicht erhöht.In der Transportrückversicherung stagniertendie Raten und Konditionen auf hohem Niveau.Die Ergebnisse profitierten von den kräftigenRatensteigerungen der letzten beiden Jahrebei gleichzeitiger Reduzierung des Deckungsumfangs.Die Schadenfrequenz bewegte sich aufeinem normalen Niveau, Großschäden bliebenim Jahre 2003 hingegen aus. In allen Segmentender Transportrückversicherung gab es ausreichendeKapazitäten.Die USA sind in diesem Segment der mitAbstand größte geografische Einzelmarkt. Traditionellwerden Katastrophenrisiken vorwiegendauf nichtproportionaler Basis gezeichnet.Das versicherungstechnische Ergebnis inNordamerika entwickelte sich auch im zweitenJahr nach den Belastungen durch den 11. Septemberwieder erfreulich, wenn auch der versicherungstechnischeGewinn von 24,8 Mio. EURnicht das gute Brutto-Ergebnis des Vorjahres erreichenkonnte (37,8 Mio. EUR).AsienAsienin Mio. EURGebuchte Bruttoprämie 64,1 75,7Versicherungstechn.Ergebnis (brutto) -4,4 -3,7Die Bilanzen der japanischen Erstversichererwurden im Berichtsjahr durch drei größereErdbeben im Mai, Juni und September belastet.Keiner der genannten Schäden führte allerdingszu nennenswerten Rückversicherungsschäden.20032002Im asiatischen Raum ist Japan der größteMarkt. Die Erneuerung des japanischen Geschäftsfindet in Anlehnung an das abweichende Bilanzjahrjeweils zum 1. April statt.Insgesamt verlief die Erneuerungssaisonrecht erfolgreich.Als so genannter „Core Reinsurer“bei vier der fünf wichtigstenErstversicherer schreibt HannoverRück sowohl proportionalesals auch nichtproportionalesGeschäft.China, Taiwan und Hongkong gelten weiterhinals schwierig. In diesen Märkten hat sichnoch kein harter Markt entwickelt. Trotz zweierbeachtlicher Schäden in Hongkong und Shanghaizeichneten sich sogar weitere Verschlechterungender Raten und Konditionen zu den Erneuerungenab.Angesichts der Marktbeschaffenheit wurdedas Bruttoprämienvolumen auf 64,1 Mio. EUR(75,7 Mio. EUR) reduziert. Der versicherungstechnischeVerlust beläuft sich im Berichtsjahr 2003auf 4,4 Mio. EUR.Der koreanische Markt musste 2003 dieAuswirkungen von Taifun „Maemi“ verdauen,einem Jahrhundertereignis, das zu einem versichertenSchaden von 600 Mio. USD führte. DerSchadenanteil blieb mit 1,4 Mio. EUR unter derGroßschadengrenze von 5,0 Mio. EUR.22


LageberichtPrämien- und ErgebnisentwicklungInternationales Personen-RückversicherungsgeschäftDas internationale Personen-Rückversicherungsgeschäftmacht mit einem Prämienvolumenvon 196,6 Mio. EUR in der Lebensrückversicherungund von 54,5 Mio. EUR im Krankengeschäftmehr als ein Drittel der gesamten Lebensrückversicherungsprämieaus. In Europa ist Großbritannieneiner der wichtigsten Märkte. Neben demklassischen Geschäft Leben und Critical Illnesswurden seit zehn Jahren besondere Erfahrungenals Anbieter für Policen für sofort beginnendeRenten gesammelt und mehrere größere Programmedieser Art in Großbritannien betreut.Die romanischsprachigen Märkte gehörenunverändert zu den Schwerpunktmärkten, mitHaupttätigkeit im Bereich der Bancassurance undder unabhängigen Großvertriebe. Bancassuranceist ein sich entwickelnder Markt in einigen arabischenLändern. Mit einer großen Geschäftsbankin Saudi-Arabien wurde eine mit islamischen Prinzipienkompatible Innovation für Lebensversicherungen,so genannte Takafol-Produkte, realisiert.In Nordamerika gehören kleinere bis mittelgroßeLebensversicherer zu den Zielkunden, diein Nischenmärkten der Sparten Leben, Rentenund Kranken tätig sind. Diesen Gesellschaftenwird eine umfangreiche Palette von Rückversicherungsproduktenangeboten, von der Übernahmevon Spitzenrisiken über Underwriting-Serviceund Audit-Programme bis zur Optimierung derSolvabilität und Liquidität. Ebenso wie in Deutschlandist der US-Seniorenmarkt ein Zielmarkt. ImRahmen von Ausschnittsdeckungen der SparteKranken werden medizinische Zusatzdeckungenangeboten, deren Ergebnisse durch eine hoheStabilität gekennzeichnet sind. Das Krankengeschäftwird maßgeblich von der Hannover LifeRe of America betrieben.Das afrikanische Geschäft ist auf die englischsprachigenMärkte des südlichen Afrikas konzentriert,mit einem eindeutigen Schwerpunktauf der Republik Südafrika. Als zweitgrößter RückversichererAfrikas zeichnet die Hannover LifeRe Africa in Johannesburg ein risikoorientiertesPortefeuille in Leben und Kranken. Auf Grundeiner nicht zufrieden stellenden Ergebnissituationin den beiden Vorjahren wurde das Portefeuillegrundlegend saniert. DieSanierungserfolge werden sichin den technischen Ergebnissender nächsten Jahre widerspiegeln.In den ASEAN-MärktenGebuchte Bruttoprämie 251,1 225,7konnten im Berichtsjahr erheblicheFortschritte in MalaysiaVersicherungstechn.Ergebnis (brutto)und Singapur sowie in derVolksrepublik China verzeichnet werden, in derder erste Finanzierungsvertrag mit einem großenZedenten abgeschlossen werden konnte.2,1 -3,7Das Prämienvolumen wird hauptsächlichin den Märkten Hongkong, Japan und Malaysiageneriert. Der Risikoverlauf fiel im Berichtsjahrsehr unterschiedlich aus. Während bei einemwichtigen japanischen Lebensvertrag eine unerwartethohe Anzahl von Schäden eintrat, warder versicherungstechnische Verlauf in GreaterChina sehr gut, in den ASEAN-Märkten sogarexzellent.Die Hannover Life Re Australasia schreibtin Australien und Neuseeland aktiv Geschäftund konnte auch im Berichtsjahr trotz eines Prämienrückgangsihre Position als Marktführer inAustralien verteidigen. Das übernommene Geschäftist primär risikoorientiert, mit Schwerpunktenin den Zweigen Leben, Invaliditätsrenten undCritical Illness-Policen. Als Spezialität ist das direkteGruppenlebensgeschäft zu nennen, in demsich die Gesellschaft als einer der führenden Anbieterfür die betriebliche Altervorsorge in Australienprofiliert hat.InternationalesPersonen-Rückversicherungsgeschäftin Mio. EUR2003200223


LageberichtKapitalanlagenKapitalanlagenNach drei ausgesprochen schwachen Börsenjahrenentwickelten sich die wichtigsten Aktienindizesim Berichtsjahr auf breiter Front positiv.Dabei hatte das Berichtsjahr bis Mitte Märzden bis dahin gültigen Abwärtstrend zunächstbestätigt. Im Februar und März setzte ein wahrerAusverkauf in Aktien ein. Banken und Versicherungentrennten sich massiv von ihren Beständen,um Schieflagen zu vermeiden. Am 12.März stürzte der Dax auf 2.188 Punkte, den tiefstenStand seit acht Jahren. Der im März einsetzendeAufwärtstrend mündete im Dezember ineine Jahresendrally. Bestätigt wurde der Optimismusan den Aktienmärkten von den Wachstumszahlenaus Amerika. Im Windschatten derKonjunktur-Erholung in den USA gelangen auchden europäischen Indizes deutliche Zuwächse.Der Euro-Stoxx 50 gewann 15,7 %, der deutscheLeitindex Dax stieg sogar um 37,1 % bis zumJahresende.Die Bondmärkte profitierten im erstenQuartal von der schlechten Stimmung am Aktienmarkt.Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihenfiel im März auf 3,8 %, gefolgt von einemkräftigen Renditeanstieg nach Beginn desIrak-Krieges. Aufkeimende Deflationsängste sorgtenin den folgenden Monaten für eine Trendwende.Am 13. Juni 2003 erreichte die Renditeder 10-jährigen Bundesanleihen mit 3,47 % ihrenJahrestiefstand. Beendet wurde der Abwärtstrendmit einer geringer als erwartet ausgefallenenZinssenkung der amerikanischen Notenbank. Deflationsängsteschwanden mit zunehmend positivenKonjunkturaussichten in den USA undsorgten auch in Deutschland für einen Renditeanstiegbis Jahresende auf 4,29 %.In diesem schwierigen Marktumfeld undvor dem Hintergrund der ungünstigen Währungskurssituationentwickelten sich unsere Kapitalanlagebeständezufrieden stellend. Währendunsere Depotforderungen durch den Aus-Kapitalanlagenin Mio. EUR4500400035003000250020001500100050001994199519961997199819992000200120022003InsgesamtDepotforderungenÜbrige KapitalanlagenAktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowieInhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WerpapiereAusleihungen an verbundene Unternehmen und Sonstige Ausleihungen24


LageberichtKapitalanlagenbau des US-Geschäfts um 10,3 % auf 1,3 Mrd.EUR anstiegen, wurde der Nettozuwachs unsererKapitalanlagen von den Währungskurseffektenüberlagert. Unsere gesamten Kapitalanlagebeständegingen leicht auf 4,3 Mrd. EUR (4,4 Mrd.EUR) zurück.Erfreulicherweise haben unsere Bewertungsreservendank der ausgewogenen Portefeuillestrukturnach 105,6 Mio. EUR im Vorjahr auf162,6 Mio. EUR zugenommen.Im Jahresverlauf haben wir den turbulentenAktienmarkt genutzt und unsere Aktienquotesukzessive von 10,7 % auf 13,4 % aufgestockt.Unsere Anlagen in Aktien bildeten wir vorwiegendüber passive Strukturen ab, d. h. wir konzentriertenuns nicht auf Einzelwerte, sondern orientiertenuns an der Zusammensetzung der europäischenund amerikanischen Leitindizes. Da derSchwerpunkt unseres Portefeuilles in Euro undUS-Dollar investiert ist, waren der Euro-Stoxx50 und der Dow Jones die präferierten Leitindizes.Der größte Teil unserer Kapitalanlagen istjedoch in festverzinsliche Wertpapiere investiert.Mit 1.646,6 Mio. EUR – dies entspricht 55,6 %der selbst verwalteten Kapitalanlagen ohne Depotforderungen– machen die Inhaberschuldverschreibungenden größten Teil unseres Gesamtportefeuillesaus. Freie Liquidität haben wir vorzugsweisein Titel mit guter Qualität investiertund unser traditionell konservativ strukturiertesPortefeuille weiter ausgebaut. Mit dem Renditerückgangim ersten Halbjahr haben wir diedurchschnittliche Restlaufzeit des Portefeuillesvon 3,9 Jahren zum Vorjahresende auf 3,1 Jahreverkürzt, um bei einem Renditeanstieg das Verlustpotenzialzu minimieren. Die Qualität unsererAnlagen ist unverändert hoch. Mehr als80 % der Rentenpapiere sind besser als „AA“bewertet, trotz der breit gestreuten Herabstufungenim Jahresverlauf.Während wir zum Ende des vorangegangenenJahres hohe Kassenbestände hielten, uman zukünftigen, günstigen Marktsituationen partizipierenzu können, eröffneten sich uns Investitionsgelegenheitenim Berichtsjahr unterjährig,so dass die Einlagen bei Kreditinstituten zumJahresende mit 48,6 Mio. EUR wieder im langjährigenDurchschnitt lagen.Die Renditerückgänge an den Rentenmärktenim ersten Halbjahr haben wir zu Gewinnrealisierungengenutzt. Die erzielten Kursgewinneaus dem Abgang von Kapitalanlagen lagenmit 96,7 Mio. EUR weit über dem Vorjahreswert(53,7 Mio. EUR). Allerdings haben wir uns auchvon Papieren, insbesondere Aktien, getrennt,deren mittelfristige Zukunftschancen wir kritischsehen. Per Saldo haben wir durch den Abgangvon Kapitalanlagen einen außerordentlichen Ertragvon 38,1 Mio. EUR (50,6 Mio. EUR) erzielt.Die ordentlichen Erträge aus Zins- und Dividendenzahlungensind im Berichtsjahr gegenüberdem Vorjahr um 9,2 Mio. EUR auf 174,0Mio. EUR (183,2 Mio. EUR) zurückgegangen. Ursachefür diesen Rückgang war das im Vergleichzum Vorjahr deutlich gesunkene Renditeniveau;die Durchschnittsrendite der fünfjährigen Staatsanleihenist von 4,3 % im Jahr 2002 auf 3,3 %im Berichtsjahr gesunken. Mit annähernd 90 %Zinsträgern einschließlich Depotforderungenkonnten auch wir uns dieser Bewegung nichtentziehen.Gemäß § 341 b HGB sind Wertpapiere jenach Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögenunterschiedlich zu bewerten. Unsere Kapitalanlagensind vorwiegend dem Umlaufvermögenzugeordnet. Zusätzlich zu den auf Grunddes Niederstwertprinzips angefallenen Abschreibungenhaben wir unser Anlagevermögen aufWerthaltigkeit überprüft und im Bereich der InhaberschuldverschreibungenBereinigungen vorgenommen.Insgesamt liegen die außerplanmäßigenAbschreibungen mit 12,1 Mio. EUR deutlichunter dem Vorjahresniveau von 39,2 Mio. EUR.Angesichts der nicht einfachen Situationan den Aktienmärkten, den gesunkenen Wiederanlagerenditender Inhaberschuldverschreibungenund auch des starken Euro sind wir mitdem Nettokapitalanlageergebnis sehr zufrieden.Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir das Ergebnisum 11,8 % auf 189,6 Mio. EUR (169,5Mio. EUR) steigern. Die laufende Bruttoverzin-25


LageberichtRisikoberichtsung unserer Kapitalanlagen – ohne Berücksichtigungvon Depotforderungen und Zinsen auf Depotforderungen– ging auf noch erfreuliche 4,4 %zurück nach 4,7 % im Vorjahr.RisikoberichtAlle Bereiche der E+S Rück sind durch ihreAktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt,die untrennbar mit dem unternehmerischenHandeln verbunden sind. Die Übernahme vonRisiken und deren professionelles Managementist unser Kerngeschäft als Rückversicherungsunternehmen.Risiken wollen wir also nicht grundsätzlichvermeiden, sondern gehen sie auf Basisfortschrittlicher Methoden und Verfahren gezieltein, soweit die damit verbundenen Chanceneine entsprechende Steigerung des Unternehmenswerteserwarten lassen. Das Risikomanagementsystemzielt ab auf die systematischeIdentifikation, Beurteilung, Kontrolle und Dokumentationvon Risiken. Das zentrale Risikocontrollingder E+S Rück, im Berichtsjahr erstmalignach EN DIN ISO 9001:2000 zertifiziert,belegt die Verlässlichkeit und die Vertrauenswürdigkeitunseres Risikomanagementsystems.Durch Solvency II wird das Thema Risikomanagementeinen neuen, sehr hohen Stellenwerterhalten. Ihm kommt daher eine maßgeblicheBedeutung bei der wertorientierten Unternehmenssteuerungder E+S Rück zu. Als professionellerRückversicherer – integriert in eine der fünfgrößten Rückversicherungsgruppen der Welt, denHannover Rück-Konzern – konzentrieren wir unsexklusiv auf den deutschen Markt. Die HannoverRück ihrerseits zeichnet gemeinsam mit ihrenTochtergesellschaften das internationale Geschäft.Um einen insgesamt vorteilhaften internationalenRisikoausgleich zu erzielen, beteiligensich beide Gesellschaften gegenseitig anihren jeweiligen Geschäftsfeldern. Über dieseRetrozessionen wird unser Geschäft somit auchvon den Risiken der internationalen Rückversicherungbeeinflusst.Organisation des RisikomanagementsDas Risikomanagement der E+S Rück wirdzentral koordiniert, basiert aber auf dezentralerVerantwortung in den jeweiligen Bereichen.Risikoverantwortliche sind dort für die Überwachungder Risiken und der risikopolitischen Maßnahmenzuständig, und ebenfalls dezentral eingesetzteRisikocontroller haben die Aufgabe –auf der Ebene der einzelnen Geschäftsfelder –erhöhte Risikopotenziale schnellstmöglich zuidentifizieren und unverzüglich Maßnahmen einzuleiten.Das zentrale Risikocontrolling betreibtdie Steuerung des gesamten Prozesses sowiedie geschäftsfeldübergreifende Darstellung derRisikosituation des Gesamtunternehmens. Durchdie Struktur der dezentralen Verantwortung istgewährleistet, dass wir Risiken schnellstmöglichidentifizieren und steuern können, um das Gefährdungspotenzialwirkungsvoll zu verringern.Die Entscheidungsträger werden primär onlineüber Standard- und Ad-hoc-Berichte informiert.Darüber hinaus erfolgt jährlich eine Risikoinventur.Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementssind in Richtlinien niedergelegt. Unabhängigvon diesen installierten Verfahrenprüft die interne Revision in allen Funktionsbereichenunseres Hauses, ob die festgelegten Prozesseauch eingehalten werden. Darüber hinauskontrollieren die Abschlussprüfer, ob das in dasRisikomanagementsystem integrierte Risikofrüherkennungssystemgeeignet ist, Entwicklungen,die den Fortbestand des Unternehmens gefährdenkönnen, frühzeitig zu erkennen.Die Risikolage der E+S Rück ist im Wesentlichendurch die Gesamtbetrachtung der folgendenRisikokategorien geprägt:• globale Risiken,• strategische Risiken• operative Risiken; diese unterteilen wir in- versicherungstechnische Risiken,- Kapitalanlagerisiken sowie- operationale Risiken.26


LageberichtRisikoberichtGlobale RisikenGlobale Risiken resultieren beispielsweiseaus Gesetzgebung und Rechtsprechung, aus Politikund gesellschaftlichen Veränderungen, ausHaftungsfragen, Naturkatastrophen sowie Umweltveränderungen.Risiken dieser Art lassen sichkaum reduzieren und auch nur bedingt vermeiden,weil sie nicht im Einflussbereich des Unternehmensliegen. Wir begegnen diesen Risikopotenzialenu. a. durch eine laufende Überwachungvon Schadentrends sowie Schaden- undGroßschadenanalysen. Darauf aufbauend erfolgteine regelmäßige Anpassung der Zeichnungspolitik,z. B. durch entsprechende vertraglicheAusschlüsse oder durch eine sachliche und geografischeDiversifizierung des Portefeuilles.Die Entwicklung der jeweiligen nationalenRahmenbedingungen wird durch unsere Marktverantwortlichenbeobachtet. Globale Veränderungenhingegen verfolgen wir innerhalb unsererdarauf spezialisierten Servicebereiche. Beispielsweiseuntersucht der Bereich Group LegalServices die Entwicklungen in der weltweitenRechtsprechung, z. B. die versicherungstechnischenAuswirkungen der EU-Osterweiterung, asbestbedingteRisiken in Europa oder auch dieRechtsprechung im Zusammenhang mit demWorld Trade Center-Ereignis. Ein zentrales Problemder Rückversicherungswirtschaft ist die weltweitzunehmende Zahl der Naturkatastrophenund das damit verbundene hohe Schadenpotenzial.Mit Hilfe von präzisen Simulationsmodellenwerden bei uns die Erhöhung der Frequenzund des Schadenumfangs von Naturkatastrophendurch Klimaveränderungen weltweit analysiert.Basierend auf diesen Auswertungen bestimmenwir das maximale Engagement, das wir fürderartige Risiken übernehmen wollen sowieunseren eigenen Rückversicherungsbedarf.Strategische RisikenStrategische Risiken sind durch einen Bezugzu den Zielen des Unternehmens gekennzeichnet.Sie entstehen vor allem dann, wennes zu einem Missverhältnis zwischen der definiertenUnternehmensstrategie und den sichkontinuierlich ändernden ökonomischen Rahmenbedingungenkommt. Um die strategischenUnternehmensziele erreichen zu können, müssenWert- und Kostentreiber transparent sein. Diesgelingt nur mit optimalen Organisations- sowieEntscheidungs- und Berichtsstrukturen. Das Risikomanagementkoordiniert die Aktivitäten undunterstützt dadurch die Steuerung von Chancenund Risiken. Um im harten Wettbewerb zu bestehen,überprüfen wir alle drei Jahre unsereStrategie grundlegend und passen unsere Strukturenund Prozesse entsprechend an. Die letzteÜberprüfung wurde im Jahr 2002 durchgeführt.Operative versicherungstechnische RisikenDas versicherungstechnische Risiko bestehtdarin, dass das tatsächliche Schadenaufkommenvom erwarteten abweichen und die Summe derzur Verfügung stehenden Prämieneinnahmen(inkl. Sicherheitsmittel) übersteigen kann. MöglicheUrsachen hierfür können z. B. eine falscheRisikoeinschätzung oder Risikostreuung sein, zuhohe Abhängigkeiten zwischen den Risiken, oderauch der Ausfall von Retrozessionären. Bei derE+S Rück existieren verschiedene übergreifende,aber auch pro Geschäftsfeld individuelle Mechanismenzur Steuerung der versicherungstechnischenRisiken.In der Schaden-Rückversicherung werdendie Schadenreserven auf aktuarieller Basis ermittelt.Diese Reserven werden für Schäden gebildet,die eingetreten sind und dem Erstversicherergemeldet wurden, deren Höhe aber nochnicht feststeht und die daher auch noch nichtbezahlt werden können. Darüber hinaus gibt esSchäden, die sich erst spät manifestieren unddeshalb erst längere Zeit nach ihrem Eintritt vomVersicherungsnehmer an den Versicherer und vondiesem an seine Rückversicherer gemeldet werden.Auch für solche so genannten Spätschädenmüssen Rückstellungen gebildet werden, weilbis zur endgültigen Abwicklung dieser Schadenkomplexeoft Jahre oder sogar Jahrzehnte vergehen.Dies gilt vor allem für Haftpflichtschäden.Unsicherheiten bei der Reservierung sind somitunvermeidlich, nicht zuletzt deshalb, weil dasRückversicherungsunternehmen am Ende der Informationskettesteht und letztlich von den Angabenseiner Zedenten abhängig ist.In den letzten Jahren häuften sich weltweitgerichtliche Klagen wegen Personenschäden ausdem Gebrauch von Asbest. Die Exponierung derE+S Rück im Hinblick auf Asbest- und Umwelt-27


LageberichtRisikoberichtschäden ist allerdings relativ gering. Trotzdemhaben wir angesichts erhöhter Risiken bezüglichder Asbest- und Umweltschäden unsere Reservenweiter gestärkt. Wir erwarten in Zukunft ausdiesem Bereich keine wesentlichen Risiken.Im Bereich der Personen-Rückversicherungbemessen sich die Rückstellungen prinzipiell nachden Aufgaben der Zedenten. Die Angemessenheitder für die Berechnung der Deckungsrückstellungverwendeten Rechnungsgrundlagen (Zins,Biometrie, Kosten) sowie die Bewertung der darinenthaltenen Sicherheitsspannen wird durch aktuarielleUntersuchungen sicher gestellt. Zusätzlichüberwachen die lokalen Aufsichtsbehörden,dass diese von den Zedenten errechneten Rückstellungenallen lokalen Anforderungen hinsichtlichBerechnungsmethoden und Annahmen (z. B.Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln,Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit etc.)genügen.Das von uns übernommene Geschäft verbleibtnicht vollständig im Selbstbehalt, sondernwird nach Bedarf retrozediert. Durch die gezielteRetrozession von Einzelrisiken, gefährdeten Spartenoder Beständen können wir das Risikoportefeuilleverkleinern und streuen sowie das Ergebnisstabilisieren. Von besonderer Bedeutungist es daher, die Retrozessionäre unter Bonitäts-Gesichtspunkten sorgfältig auszuwählen. Bei derFinanzkraft-Beurteilung unserer Retrozessionärerichten wir uns nach den Einschätzungen derinternational anerkannten Rating-Agenturen, diewir durch eigene Bilanz- und Marktanalysen ergänzen.Die von der E+S Rück verwendeten Rückversichererwerden durch unseren Security-Ausschussverbindlich klassifiziert. Die Ausfallquoteder letzten Jahre war zwar sehr gering, dennochhaben wir die zum 31. Dezember 2003 bestehendenForderungen zu großen Teilen durch Depotsoder Letter of Credits besichert. Und schließlichlassen sich Forderungen mit entsprechendenVerbindlichkeiten aus der jeweiligen Geschäftsverbindungverrechnen, so dass das verbleibendeRestrisiko deutlich minimiert ist.Operative KapitalanlagerisikenOberste Maxime unserer Kapitalanlagestrategieist der Kapitalerhalt bei ausreichenderBerücksichtigung der Sicherheit, Liquidität,Mischung und Streuung der Kapitalanlagen. Hierbeigelten die Grundsätze der Risikodiversifikationund der kongruenten Währungsbedeckung.Dem Kapitalerhalt untergeordnet ist das Zieleiner hohen Rentabilität. Die Risiken im Kapitalanlagebereichumfassen primär das Markt-,das Bonitäts- sowie das Liquiditätsrisiko. Für dieE+S Rück bestehen Kapitalanlagerichtlinien, derenEinhaltung laufend überwacht wird. Einwesentlicher Baustein des Risikomanagementsist zudem das durchgängig angewandte Prinzipder Funktionstrennung von Handel, Abwicklungund Risikocontrolling. Den Risiken im Kapitalanlagebereichbegegnen wir mit einer Vielzahleffizienter Steuerungs- und Kontrollmechanismen,die sich an den von der Bundesanstaltfür Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)erlassenen Vorschriften orientieren. Beispielsweisesteuern wir das Liquiditätsrisiko dadurch,dass wir jedem Wertpapier eine Liquiditätskennzifferzuordnen. Die Verteilung der Kapitalanlagenüber die verschiedenen Liquiditätsklassenwird sodann in den monatlichen Kapitalanlageberichtendargestellt und durch Limite gesteuert.Auch das Beteiligungsrisiko ist für unsvon Bedeutung. Unsere Beteiligungen werdendurch ein straffes System mit pro Einheit aufgestelltenund regelmäßig abgeglichenen Plänengeleitet und beobachtet.Für die Rückversicherung ist das Asset LiabilityManagement (ALM) von besonderer Bedeutung.Wir steuern die Aktiva und Passiva durchein wissenschaftlich fundiertes ALM und könnenso die Gesamtposition der E+S Rück im Hinblickauf ein finanzwirtschaftliches Rendite-Risiko-Zieloptimieren. Die Steuerung erfolgt unterBerücksichtigung der vom Vorstand festgelegtenRisikopräferenzen. Ein Steuerungselement ist dabeidie dynamische Finanzanalyse auf US GAAP-Basis. Mit Hilfe dieser Finanzanalysen lassen sichje nach den Simulationsergebnissen die risikopolitischenMaßnahmen priorisieren.Operationale RisikenUnter operationalen Risiken verstehen wirdie Gefahr von unmittelbaren oder mittelbarenVerlusten, die auf die Unangemessenheit oderdas Versagen von technischen Systemen, Menschen,Verfahren oder auf organisatorische Defizitezurückzuführen sind. Insbesondere der Aus-28


LageberichtPersonalberichtfall der datenverarbeitenden Infrastruktur und derdamit verbundenen Verfügbarkeit der Anwendungenstellt ein wesentliches Risiko für unserUnternehmen dar. Um diese Risiken zu minimieren,investieren wir konsequent in die Verbesserungder Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie.Für die Mitarbeiter gibtes unternehmensweite Richtlinien für den Umgangmit Informationen und für die sichere Nutzungvon Informationssystemen. Wichtiger Bestandteilder Sicherungsmaßnahmen ist dasInterne Kontrollsystem, das alle aufeinander abgestimmtenund miteinander verbundenen Kontrollen,Maßnahmen und Regelungen umfasst.Die Bedeutung einer risiko-adäquaten Steuerungder operationalen Risiken wird auch durch dieaufsichtsrechtlichen Entwicklungen verstärkt. Esist davon auszugehen, dass im Rahmen der Entwicklungenvon Solvency II die operationalen Risikenkünftig mit Eigenkapital unterlegt werdenmüssen. Die Beherrschung dieser Risiken wirddaher zu einem der bestimmenden Wettbewerbsfaktoren.Als Rückversicherungsunternehmen müssenwir in der Lage sein, Projekte professionellund zeitgerecht durchzuführen, um neue Rückversicherungsprodukte/-konzepte,Dienstleistungenund gesetzliche Erfordernisse in hoher Qualitätumzusetzen. Durch ein mehrstufiges Projektmanagementstellen wir sicher, dass alleProjekte entsprechend ihrer Priorisierung zeitgerechtund zu den geplanten Kosten durchgeführtwerden.Einschätzung der RisikolageInsgesamt zeichnen sich gegenwärtig keineEntwicklungen ab, die einen erheblichen Einflussauf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslageder E+S Rück haben könnten. BestandsgefährdendeRisiken sind derzeit nicht erkennbar.PersonalberichtIm Berichtsjahr haben wir unser strategischesPersonalmanagement zielstrebig weiterausgebaut. Dabei nimmt die Personalentwicklungnach wie vor breiten Raum ein. Neben derRekrutierung qualifizierter Mitarbeiter* wendenwir uns mit einem neuen Potenzialerkennungsverfahren,dem Personalentwicklungsworkshop(PEW), an die bereits tätigen Mitarbeiter. Mit diesemVerfahren wollen wir den Qualifikationsbedarfunserer Mitarbeiter ermitteln und Klarheitüber persönliche Entwicklungsmöglichkeiten hinsichtlichFach- und Führungskompetenz sowieGrundlage und Akzeptanz für Nachfolgeplanungenschaffen. So unterstützen wir die Führungskräfteund geben ihnen wertvolle Hinweise fürdie Förderung ihrer Mitarbeiter.Zur zusätzlichen Unterstützung der Führungsleistungentstanden in den letzten Jahrendas Führungsfeedback und das 270°-Feedback.Unter Führungsfeedback verstehen wir die Beurteilungder Führungsleistung aus Sicht des unterstelltenMitarbeiters im Gegensatz zur Mitarbeiterbeurteilungdurch den Vorgesetzten. Das270°-Feedback geschieht aus der Sicht des Vorgesetztenund der Sicht der Kollegen. Beide Systemehaben wir in einem Instrument zusammengefasst.Die Kriterien, die für eine systematischeBeurteilung herangezogen werden, sind Werte(z. B. Kundenorientierung, Profitabilität und Vertrauenswürdigkeit),Wissen (z. B. Sprach- undFachkenntnisse) sowie Fähigkeiten (z. B. Kommunikation,Entscheidungsfreude und Organisationsfähigkeit).Durch diese Maßnahmen wollen wirein verbessertes Führungsverhalten erzielen undPositions- und Personenprofil miteinander abgleichen.So überprüfen wir systematisch die Qualitätder Kernkompetenzen, ermitteln Schulungsbedarfund identifizieren gleichzeitig Karrieremöglichkeitenim Rahmen der Nachfolgeplanung.Das Personalmarketing hat die Aufgabe,qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen zufinden. Diese Aufgabe ist auf Kontinuität ausge-* Der Ausdruck „Mitarbeiter“ steht für weiblicheund männliche Angestellte29


LageberichtAusblickrichtet und orientiert sich nicht an arbeitsmarktbezogenenEinflüssen. In internen und externenStudien haben wir die Attraktivität des Unternehmensals Arbeitgeber untersucht und darausHandlungsfelder definiert: Einführungsveranstaltungen,Einarbeitungspläne und Patensystemesind hier die wesentlichen Schlagworte.Wir betreiben ein Zielgruppen- und Hochschulmarketing,um motivierte und gut ausgebildeteHochschulabsolventen zu finden. Mit denfür uns relevanten Hochschulen unterhalten wirdeshalb enge Kontakte. Mit Fachvorträgen allerArt werben wir direkt bei den Studenten undschaffen dauerhafte Verbindungen zu den Lehrstühlen.Außerdem sind wir bei den Hochschulmessenund einschlägigen Recruiting-Events vertretenund nutzen die Gelegenheit zur Darstellungunseres Unternehmens und unserer Branche.Die Verdoppelung des Eingangs qualifizierter Bewerbungenführen wir zum Teil auf diese Aktivitätenzurück.Employee Self Service (ESS) und ManagerSelf Service (MSS) sind wichtige Komponentenunserer Personalarbeit: mit dem ESS können unsereMitarbeiter online auf ausgewählte Datenzu ihrer Person zugreifen und erhalten Informationenzu ihrem Zeitkonto, ihrem Entgeltnachweisund zum Veranstaltungsmanagement. Das MSSgibt den Führungskräften Einsicht in führungsrelevanteDaten der ihnen unterstellten Mitarbeiter.Unsere betriebliche Alterssicherung habenwir durch eine versicherungstechnische Rückdeckungaußerhalb des Konzerns zusätzlich abgesichert.Außerdem haben wir ausreichend Vorsorgegegen biometrische Risiken und die notwendigenRentenanpassungen getroffen. Dasgegenwärtige Modell ist das einer beitragsorientierten,rückgedeckten Unterstützungskasse,die im Jahr 2000 gegründet wurde.Der Personalbestand ist im Berichtsjahrum 2,3 % auf 220 (215) Mitarbeiter gestiegen.58 % dieser Mitarbeiter sind Frauen.Wir danken unseren Mitarbeitern für ihr persönlichesEngagement und ihre Einsatzbereitschaft.Dem Betriebsrat und dem Sprecherausschussdanken wir für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.AusblickDie sich in den vergangenen Monaten abzeichnendewirtschaftliche Erholung in Deutschlanderhielt durch den leichten Rückgang desIfo-Geschäftsklimaindex für das verarbeitendeGewerbe im Februar 2004 einen Dämpfer. Wir erwartenjedoch, dass die industrielle Produktionim Jahresverlauf von der anziehenden Weltkonjunkturprofitieren wird. Sollte sich die Aufwertungdes Euro fortsetzen, beinhaltet dies einengewissen Unsicherheitsfaktor. Ohne eine nachhaltigewirtschaftliche Belebung und strukturelleSanierungsmaßnahmen wird der Arbeitsmarktim Jahr 2004 nicht in Bewegung kommen. Entsprechendwird für das reale Bruttoinlandsproduktim Jahresdurchschnitt nur ein Anstieg von1,7 % prognostiziert.Angesichts sich erholender Aktienmärktedürfte sich der Abschreibungsbedarf auf Kapitalanlagenim laufenden Jahr in dem dagewesenenUmfang nicht wiederholen. Durch die niedrigenKapitalanlagezinsen gewinnt das versicherungstechnischeErgebnis erheblich an Bedeutung.Dies gilt besonders in der Lebens- und Krankenversicherung,wo die Kunden verstärkt auf die Finanzkraftder Versicherer achten. Die Auswirkungender Gesundheitsreform sind noch abzuwarten.Hingegen dürfte sich der Trend zu privaterVorsorge in der Altersversorgung ungebrochenfortsetzen.In der Rückversicherung erwarten wir nachden Ergebnissen der letzten Erneuerung einestabile Prämien- und Ergebnisentwicklung. Wirprofitierten auf Grund unseres guten „AA-“-Ratingsvon Standard & Poor's von dem „Flight toQuality“-Bedürfnis der Erstversicherer und konntenin den meisten Bereichen das Geschäft aufdem hohen Niveau des Vorjahres fortschreiben.30


LageberichtAusblickIn unserem deutschen Kraftfahrzeughaftpflicht-Portefeuillerechnen wir für das Geschäftsjahr2004 mit einem leicht über Vorjahresniveauliegenden Bruttoprämienvolumen. Dies beruhtauf den Prämien aus der Kraftfahrzeughaftpflicht,die das proportionale Rückversicherungsgeschäftähnlich positiv wie im Jahr 2003 beeinflussenwerden. Daneben konnten im nichtproportionalenRückversicherungsgeschäft weitere Ratenerhöhungendurchgesetzt werden. Bei einemähnlich günstigen Schadenverlauf wie im Berichtsjahrsollten insgesamt auch die technischenErgebnisse zufrieden stellend ausfallen.In der Kaskoversicherung verharren diePrämien unseres vorwiegend aus nichtproportionalenDeckungen bestehenden Portefeuillesauf dem hohen Vorjahresniveau, wobei vereinzelterste Ratenrückgänge zu beobachten sind. Da derSchadenverlauf in der kurzlebigen Kaskoversicherungstark von der Entwicklung im Elementarschadenbereichabhängig ist, lassen sich Ergebnisseschwer vorhersagen.Steigende Prämienniveaus kennzeichnendie Ertragssituation in unserem Haftpflicht-Portefeuille.Für ein großes, zum 1. Juli zu erneuerndes,Industrieprogramm erwarten wir eine Bestätigungder festen Prämienentwicklung. Das Inkrafttreteneiner neuen Produktsicherheitsrichtliniegemäß dem Gesetz zur Neuordnung der Sicherheitvon technischen Arbeitsmitteln und Verbraucherprodukten(GPSG) zum 1. Mai 2004sowie neue Haftungsregelungen in der Landwirtschaftund Lebensmittelbranche bei gentechnischbehandeltem Saatgut und Nahrungsmitteln undeine verschärfte EU-Umwelthaftung werdeneinen noch nicht absehbaren Einfluss auf dieHaftpflichtversicherung haben.In Deutschland erwarten wir in der Directors& Officers-Versicherung eine verstärkte Inanspruchnahmebei mittelgroßen Unternehmen.Wir haben dem Rechnung getragen, indem wiruns mit der Zeichnung obligatorischer Deckungensehr zurückgehalten und das Risiko nur vereinzeltfakultativ gezeichnet haben.In der Personen-Rückversicherung wird dasGeschäftsjahr 2004 vor allem von der anhaltendenSteuerdiskussion, von der eine Belebung desGeschäfts erwartet wird, geprägt sein. Für 2005wird eine neue Rententafel erwartet, die zu einerVerstärkung der Rentenreserven führen wird. Beider Bewältigung der hieraus entstehenden finanziellenBelastungen werden wir unsere Zedentendurch geeignete Rückversicherungslösungen unterstützen.Im Kredit- und Kautionsgeschäft sehenwir trotz schwacher Konjunkturaussichten guteGewinnchancen. Neben einem harten Rückversicherungsmarktwird sich die Sanierung derPortefeuilles durch Reduzierung der Limite undEinführung von Franchisen positiv auf die Ergebnisentwicklungauswirken. Des Weiteren sind wirbestrebt, den Anteil proportionaler zugunstennichtproportionaler Deckungen weiter abzubauen.In den übrigen europäischen Ländern versprichtdas Jahr 2004 eine positive Entwicklungzu nehmen. Für Großbritannien wird ein sich weiterverhärtender Rückversicherungsmarkt im BereichHaftpflicht erwartet. Im nichtproportionalenKraftfahrtgeschäft sollte der Ratenanstieg imzweistelligen Prozentbereich liegen. Auch inFrankreich konnten bei den Erneuerungen zum1. Januar 2004 in großen Teilen des Geschäftsweitere Raten- und Konditionenverbesserungenerzielt werden. Eine Verhärtung erfolgte unteranderem im Kraftfahrzeuggeschäft sowie in derHaftpflichtversicherung, während in der Sachrückversicherungerste Ratenrückgänge zu verzeichnensind.In Nordamerika müssen sich die Rückversichererauf Grund der relativ geringen Schadenaufwendungendes Berichtsjahres vermutlich aufzunehmende Konkurrenz in den Sachsparten einrichten.Im Haftpflichtbereich wird allerdings einedeutlich andere Entwicklung erwartet. Die Zedentenwerden weiterhin ihre Deckungen nur beiden besten und sichersten Rückversicherern platzieren,insbesondere auch angesichts der teilweisedeutlichen Notwendigkeit zur Nachreservierungaus vergangenen Zeichnungsjahren.In einigen Märkten Asiens finden dieHaupt-Erneuerungsrunden jährlich zum 1. Aprilstatt. In Japan wird erneut mit stabilen Verhältnissengerechnet und das Geschäft wird plan-31


LageberichtVerbundene Unternehmenmäßig weiter ausgebaut. In Korea sollten sich alsFolge des Taifuns „Maemi“ die Erneuerungen imSchadenexzedenten-Geschäft zum 1. April 2004positiv gestalten; insbesondere sind eine weitereVerhärtung sowie höhere Selbstbehalte im Katastrophengeschäftzu erwarten. In Taiwan wurdehingegen die Exponierung zum 1. Januar 2004 alsReaktion auf ein eher weiches Marktumfeld reduziert.In Süd- und Südostasien wurden zum gleichenZeitpunkt einige proportionale Verträge erfolgreichin Exzedentenverträge umgewandelt,in einem insgesamt weiterhin sehr zufrieden stellendenMarktumfeld.Im internationalen Personen-Rückversicherungsportefeuillewird insbesondere in den wichtigenVersicherungsmärkten USA, Japan, aberauch Kontinentaleuropa ein erhöhtes Neugeschäftim Bereich der fondsgebundenen Produkte,speziell der fondsgebundenen Rentenversicherung,erwartet. Eine unverändert hohe Bedeutungkommt den klassischen Produkten derRisikoabsicherung wie Risikolebensversicherung,Invaliditätsdeckungen und Produkten zur Absicherungbei schwerwiegenden Krankheiten zu.In diesem Umfeld erwarten wir leichtsteigende langfristige Renditen. Konsequenterweisehaben wir die Zinssensitivität unseres Rentenportefeuillesreduziert und tätigen Wiederanlagenvorzugsweise in qualitativ hochwertigeTitel mit mittleren Laufzeiten. Die Aktienmärktewerden mit dem zurückkehrenden Vertrauen derVerbraucher und des produzierenden Gewerbesin einer sich belebenden Konjunktur Aufwind erhaltenund an Stärke gewinnen. Im Rahmen unserertaktischen Asset-Allokation werden wir aufsich ändernde Marktsituationen reagieren undunsere Aktienquote flexibel im Rahmen unsererstrategischen Gesamtausrichtung steuern. Insgesamtgehen wir von einem auskömmlichenKapitalanlageergebnis auf Niveau des Vorjahresaus.Bei einem Schadenverlauf im langjährigenMittel und ausgeglichenen Kapitalmärkten werdenwir wiederum einen guten Jahresüberschusserwirtschaften. Unter diesen Voraussetzungenwerden wir auch im Geschäftsjahr 2004 unsereErtragsziele erfüllen und unseren Aktionären eineangemessene Dividende ausschütten können.Das Geldmengenwachstum und die Inflationsrateüben derzeit keinen Druck auf die europäischeZentralbank (EZB) aus. Es besteht einegute Chance, dass die EZB die Refinanzierungssätzeim Jahr 2004 unverändert lassen wird.Verbundene UnternehmenFür alle mit verbundenen Unternehmen getätigtenRechtsgeschäfte haben wir nach denUmständen, die uns zum Zeitpunkt der Vornahmeder Rechtsgeschäfte bekannt waren, eineangemessene Gegenleistung erhalten. AuszugleichendeNachteile im Sinne des § 311 (1)AktG sind uns nicht entstanden.32


LageberichtSonstige AngabenSonstige AngabenZwischen unserem Unternehmen und derHannover Rückversicherung AG besteht eine Verwaltungsgemeinschaft,die sich auf alle Funktionenbeider Unternehmen erstreckt.Unsere Kapitalanlagen werden von der AmpegaAsset Management GmbH, unsere Grundstücksangelegenheitenvon der Ampega ImmobilienManagement GmbH verwaltet.Steuerangelegenheiten werden von der TalanxAG weitgehend zentral für den Konzernbearbeitet.GarantiemittelDie Garantiemittel stellen das in unseremUnternehmen theoretisch verfügbare Gesamtkapitalzur Deckung tatsächlicher und möglicherVerpflichtungen dar. Entspricht die Hauptversammlungunseren Vorschlägen für die Verwendungdes Bilanzgewinns, so setzen sich dieGarantiemittel wie folgt zusammen:in Mio. EUR2003 2002Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 420,3 420,3Genussrechtskapital 40,9 40,9Schwankungsrückstellung u. Ä. 498,5 296,6Versicherungstechnische Rückstellungen 3 533,8 3 282,3Garantiemittel insgesamt 4 493,5 4 040,1Die Garantiemittel betragen 305,9 %(279,7 %) der Prämien für eigene Rechnung; hier-in ist das Eigenkapital (einschließlich Genussrechtskapital)mit 31,4 % (31,9 %) enthalten.GewinnverwendungsvorschlagVorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen,der Hauptversammlung folgende Verwendungdes Bilanzgewinns vorzuschlagen:EURAusschüttung einer Dividende auf das gewinnberechtigte, eingezahltegezeichnete Kapital von EUR 42 621 941, 81 39 000 000,0033


JAHRESBILANZzum 31. Dezember 2003in TEUR2003 2002AktivaA. Immaterielle Vermögensgegenstände:sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 273 –B. KapitalanlagenI. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauteneinschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42 064 44 361II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmenund Beteiligungen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 209 640 206 1142. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40 000 250 0003. Beteiligungen 17 755 17 755267 395 473 869III. Sonstige Kapitalanlagen1. Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 597 210 565 0062. Inhaberschuldverschreibungen und anderefestverzinsliche Wertpapiere 1 646 567 1 542 3553. Hypotheken-, Grundschuld- undRentenschuldforderungen 612 9354. Sonstige Ausleihungena) Namensschuldverschreibungen 96 163 138 225b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 198 185 228 171c) übrige Ausleihungen 64 429 67 090358 777 433 4865. Einlagen bei Kreditinstituten 48 627 132 2376. Andere Kapitalanlagen 5 52 651 798 2 674 024IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckungübernommenen Versicherungsgeschäft 1 322 118 1 198 5054 283 375 4 390 75934


JahresabschlussBilanzin TEUR2003 2002PassivaA. EigenkapitalI. Gezeichnetes Kapital 42 622 42 622II. Kapitalrücklage 372 166 372 166III. Gewinnrücklagen1. gesetzliche Rücklage 256 2562. andere Gewinnrücklagen 5 237 5 2375 493 5 493VI. Bilanzgewinn 39 000 20 000459 281 440 281B. Genussrechtskapital 40 903 40 903C. Versicherungstechnische RückstellungenI. Beitragsüberträge1. Bruttobetrag 231 428 234 5422. davon ab: Anteil für das in Rückdeckunggegebene Versicherungsgeschäft 51 711 34 411179 717 200 131II. Deckungsrückstellung1. Bruttobetrag 1 117 865 1 0614842. davon ab: Anteil für das in Rückdeckunggegebene Versicherungsgeschäft 389 230 431 149728 635 630 335III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle1. Bruttobetrag 3 407 682 3 555 7392. davon ab: Anteil für das in Rückdeckunggegebene Versicherungsgeschäft 811 464 1 147 2312 596 218 2 408 508IV. Rückstellung für erfolgsabhängige underfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung1. Bruttobetrag 1 459 1 1802. davon ab: Anteil für das in Rückdeckunggegebene Versicherungsgeschäft 15 1 121 444 1 068V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 498 463 296 609VI.Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen1. Bruttobetrag 33 122 48 7222. davon ab: Anteil für das in Rückdeckunggegebene Versicherungsgeschäft 5 286 6 46027 836 42 2624 032 313 3 578 91335


JahresabschlussBilanzin TEUR2003 2002AktivaC. ForderungenI. Abrechnungsforderungen aus demRückversicherungsgeschäft 854 657 491 531davon an verbundene Unternehmen:TEUR 555 485 (2002: TEUR 325 546)II. Sonstige Forderungen 19 923 14 787davon an verbundene Unternehmen: 874 580 506 318TEUR 13 941 (2002: TEUR 10 593)D. Sonstige VermögensgegenständeI. Sachanlagen und Vorräte 7 10II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten,Schecks und Kassenbestand 6 892 12 2936 899 12 303E. RechnungsabgrenzungspostenI. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 42 278 44 954II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 509 1 12142 787 46 075F. Voraussichtliche Steuerentlastung nachfolgenderGeschäftsjahre gemäß § 274 Abs. 2 HGB 4 929 4 9485 212 843 4 960 40336


JahresabschlussBilanzin TEUR2003 2002PassivaD. Andere RückstellungenI. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12 053 1 1 305II. Steuerrückstellungen 46 901 37 476III. Sonstige Rückstellungen 13 409 14 35172 363 63 132E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckunggegebenen Versicherungsgeschäft 369 841 495 753F. Andere VerbindlichkeitenI. Abrechnungsverbindlichkeiten ausdem Rückversicherungsgeschäft 228 371 315 184davon gegenüber verbundenen Unternehmen:TEUR 156 110 (2002: TEUR 231 346)II. Sonstige Verbindlichkeiten 9 627 24 022davon 237 998 339 206aus Steuern:TEUR 137 (2002: TEUR 155)im Rahmen der sozialen Sicherheit:TEUR 202 (2002: TEUR 234)gegenüber verbundenen Unternehmen:TEUR 5 800 (2002: TEUR 20 191)G. Rechnungsabgrenzungsposten 144 2 2155 212 843 4 960 40337


GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGfür die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2003in TEUR2003 20021.1.–31.12. 1.1.–31.12.I. Versicherungstechnische Rechnung1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnunga) Gebuchte Bruttobeiträge 2 232 870 2 483 052b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 763 747 1 038 3571 469 123 1 444 695c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -22 923 -56 031d) Veränderung des Anteils der Rückversichereran den Bruttobeitragsüberträgen 18 093 -4 381-4 830 -60 4121 464 293 1 384 2832. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 23 258 31 4863. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung – 14. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnunga) Zahlungen für Versicherungsfälleaa) Bruttobetrag 1 300 302 1 259 140bb) Anteil der Rückversicherer 738 495 497 677561 807 761 463b) Veränderung der Rückstellung für noch nichtabgewickelte Versicherungsfälleaa) Bruttobetrag 33 198 -155 786bb) Anteil der Rückversicherer -309 706 61 440-276 508 -94 346838 315 855 8095. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungena) Netto-Deckungsrückstellung -215 193 -280 176b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 254 320-214 939 -279 8566. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängigeBeitragsrückerstattung für eigene Rechnung 574 457. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnunga) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 475 589 491 748b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungenaus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 255 192 233 883220 397 257 8658. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 1 708 1 6949. Zwischensumme 211 618 20 50110. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen -201 854 -26 53111. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 9 764 -6 03038


JahresabschlussGewinn- und Verlustrechnungin TEUR2003 2002Übertrag 9 764 -6 030II. Nichtversicherungstechnische Rechnung1.1.–31.12. 1.1.–31.12.1. Erträge aus Kapitalanlagena) Erträge aus Beteiligungen 13 978 15 426davon aus verbundenen Unternehmen:TEUR 13 978 (2002: TEUR 12 926)b) Erträge aus anderen Kapitalanlagendavon aus verbundenen Unternehmen:TEUR 43 413 (2002: TEUR 41064)aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten undBauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4 343 4 322bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 155 645 163 414159 988 167 736c) Erträge aus Zuschreibungen 7 085 4 442d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 96 674 53 719277 725 241 3232. Aufwendungen für Kapitalanlagena) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungenund sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 9 903 8 353b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 19 707 60 320davon außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 (2) S. 3 HGB:TEUR 12 096 (2002: TEUR 39 203)c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 58 532 3 11688 142 71789189 583 169 5343. Technischer Zinsertrag -32 775 -35 895156 808 133 6394. Sonstige Erträge 19 748 14 6355. Sonstige Aufwendungena) Sonderzuführungen an die Rückstellung fürnoch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 64 149 53 964b) übrige Aufwendungen 41 344 41 455105 493 95 419-85 745 -80 7846. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 80 827 46 8257. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 43 436 26 720zuzüglich vom Organträger belastet -1 725 –41 711 26 7208. Sonstige Steuern 129 118zuzüglich vom Organträger belastet -13 -13116 10541 827 26 8259. Bilanzgewinn 39 000 20 00039


ANHANGBewertung AktivaDie Bewertung erfolgte nach den Vorschriften der §§ 341 ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB).Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindertum planmäßige Abschreibungen entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit der zu Grunde liegendenVerträge bewertet.Die Grundstücke wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der steuerlich zulässigenAbschreibungen bewertet.Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind nach dem Anschaffungskostenprinzipbewertet. Abschreibungen waren nicht erforderlich.Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennwert abzüglich Tilgungen bzw. zum niedrigerenbeizulegenden Wert bewertet.Der Wertpapierbestand wurde je nach Zweckbestimmung dem Anlage- bzw. Umlaufvermögen zugewiesenund entsprechend den Vorschriften des § 341b HGB bewertet.Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungenund andere festverzinsliche Wertpapiere sind je nach Zweckbestimmung nach dem strengenoder gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.Die Bewertung derivativer Instrumente erfolgte auf der Mark-to-Market Basis.Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungenund Darlehen sowie die übrigen Ausleihungen wurden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskostenunter Berücksichtigung von Tilgungen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.Zuschreibungen wurden gemäß § 280 (1) HGB vorgenommen.Andere Kapitalanlagen, Einlagen und laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Depot- und Abrechnungsforderungenaus dem Rückversicherungsgeschäft und die sonstigen Forderungen wurden mitden Nominalbeträgen angesetzt. Für Ausfallrisiken wurden Wertberichtigungen gebildet.Sachanlagen und Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer oder degressiverAbschreibungen bewertet.Bewertung PassivaDie Beitragsüberträge, die Deckungsrückstellung, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle,die Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung sowie die sonstigen versicherungstechnischenRückstellungen wurden grundsätzlich nach den Aufgaben der Zedenten bewertet.40


AnhangBewertung PassivaDie Bemessungsgrundlage für die Beitragsüberträge ist nach dem Erlass NRW vom 29. Mai 1974der Rückversicherungsbeitrag nach Abzug von 92,5 % der Rückversicherungsprovisionen. In der Transportversicherungwurden die Beitragsüberträge und die Schadenrückstellung als Einheit betrachtet undals Schadenrückstellung ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte in Anlehnung an das so genannte englischeSystem. Spätestens nach dem dritten auf das Zeichnungsjahr folgende Jahr wird die Rückstellungdurch eine nach den allgemeinen Grundsätzen ermittelte Rückstellung ersetzt.Sofern die von Zedenten aufgegebenen Rückstellungen voraussichtlich nicht ausreichend sind,wurden sie um angemessene Zuschläge erhöht. Sofern keine Aufgaben vorlagen, wurden die Rückstellungen,orientiert am bisherigen Geschäftsverlauf, geschätzt; Neuverträge wurden ergebnismäßig zumindestneutralisiert. Teilweise sind Rückstellungen aktuarisch ermittelt worden. Bei fehlenden Zedentenabrechnungenmit größerem Beitragsvolumen wurden gegebenenfalls ergänzende oder vollständigeSchätzungen der entsprechenden Bestands- oder Erfolgsposten vorgenommen. Fehlende Zedentenabrechnungenmit geringem Beitragsvolumen werden im Folgejahr erfasst. Das geschätzte Bruttobeitragsvolumenfür Verträge des Zeichnungsjahres 2003 beläuft sich auf 17,5 %.In den Sparten Haftpflicht und Kraftfahrzeug-Haftpflicht sind Spätschadenrückstellungen für Schadenexzedentenverträgegebildet worden. Die Berechnung erfolgte weitgehend nach mathematischstatistischenVerfahren.Die Anteile der Retrozessionäre an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden aufGrund der Rückversicherungsverträge ermittelt.Die Bildung der Schwankungsrückstellung erfolgte gemäß der Anlage zu § 29 der Verordnung überdie Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV), die der Schwankungsrückstellungähnlichen Rückstellungen gemäß § 30 RechVersV.Der Berechnung der Atomanlagenrückstellung lag § 30 (2) RechVersV zu Grunde.Die Großrisikenrückstellung für die Produkthaftpflicht von Pharmarisiken haben wir gemäß § 30 (1)RechVersV ermittelt.Die Berechnung der Großrisikenrückstellung für Terrorrisiken erfolgte nach § 30 (2a) RechVersV.Die Pensionsrückstellung wurde nach dem Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG ermittelt. Dabeilagen die Richttafeln 1998 von Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 6 % zu Grunde.Die Pensionszusagen sind in der Höhe entsprechend dem Anwartschaftsbarwert gebildet unddurch Versicherungsverträge rückgedeckt.Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen unseres Erachtensalle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Für Steueraufwand, der nach den steuerrechtlichenVorschriften das Geschäftsjahr und Vorjahre betrifft, für den sich jedoch in Folgejahren einevoraussichtliche Steuerentlastung ergeben wird, wurde gemäß § 274 (2) HGB ein Aktivposten gebildet.Er betrifft die Körperschaftsteuer unter Zugrundelegung eines unveränderten Steuersatzes von25 % sowie die Gewerbeertragsteuer.41


AnhangWährungsumrechnungDie sonstigen Rückstellungen wurden in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme bzw.gemäß versicherungsmathematischer Gutachten gebildet.Für virtuelle Aktienoptionsrechte wurde eine Rückstellung nach versicherungsmathematischenGrundsätzen auf Basis anerkannter finanzwirtschaftlicher Optionsbewertungsmodelle (Black-Scholes-Modell mit Hilfe eines Trinominalbaum-Verfahrens) gebildet.Die anderen Verbindlichkeiten sind mit Rückzahlungsbeträgen angesetzt.WährungsumrechnungDie in fremden Währungen gebuchten Geschäftsvorfälle werden im Zeitpunkt der Erfassung mit demjeweils gültigen Monatskurs in die Berichtswährung umgerechnet. Die in die Bilanz eingestellten Aktivaund Passiva werden zu den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.Um die Währungsrisiken möglichst gering zu halten, erfolgte weitestgehend eine kongruenteDeckung der Passivposten durch entsprechende Aktivposten bei den einzelnen Währungen. Für Fremdwährungen,in denen Kapitalanlagen gehalten werden, sind die sich aus der Umbewertung ergebenenGewinne nach Verrechnung mit unterjährigen Verlusten als nicht realisiert der Rückstellung für Währungsrisikenzugewiesen worden. Währungskursverluste aus diesen Anlagewährungen wurden – soweitmöglich – durch Rückstellungsauflösung neutralisiert. Darüber hinaus wird diese Rückstellung jahrgangsweiseaufgelöst.SonstigesDer technische Zins resultiert im Wesentlichen aus den auf Basis der Deckungsrückstellung erwirtschaftetenZinserträgen. Die Berechnung erfolgte nach den hierfür üblichen Methoden.42


AnhangErläuterungen AktivaErläuterungen zu den Aktivain TEUR2002 2003Entwicklungder Aktivposten A., BI. bis B.III.Bilanzwerte31.12.Zugänge Abgänge ZuschreibungenAbschreibungenBilanzwerte31.12.A. Immaterielle Vermögensgegenständesonstige immaterielle Vermögensgegenstände – 545 – – 272 273B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechteund Bauten einschließlich der Bautenauf fremden Grundstücken 44 361 – – – 2 297 42 064B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmenund Beteiligungen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 206 114 8 465 4 939 – – 209 6402. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250 000 40 000 250 000 – – 40 0003. Beteiligungen 17 755 – – – – 17 7554. Summe B. II. 473 869 48 465 254 939 – – 267 395B. III. Sonstige Kapitalanlagen1. Aktien, Investmentanteile und anderenicht festverzinsliche Wertpapiere 565 006 292 445 258 074 3 914 6 081 597 2102. Inhaberschuldverschreibungen undandere festverzinsliche Wertpapiere 1 542 355 1 227 046 1 114 766 1 070 9 138 1 646 5673. Hypotheken-, Grundschuld- undRentenschuldforderungen 935 – 323 – – 6124. Sonstige Ausleihungena) Namensschuldverschreibungen 138 225 – 42 062 – – 96 163b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 228 171 17 500 45 339 – 2 147 198 185c) übrige Ausleihungen 67 090 10 000 12 661 – – 64 4295. Einlagen bei Kreditinstituten 132 237 7 677 91 287 – – 48 6276. Andere Kapitalanlagen 5 – – – – 57. Summe B. III. 2 674 024 1 554 668 1 564 512 4 984 17 366 2 651 798Insgesamt 3 192 254 1 603 678 1 819 451 4 984 19 935 2 961 530Grundstücke und grundstücksgleiche RechteDas Unternehmen besaß am 31. Dezember 2003 drei bebaute Grundstücke mit Geschäfts- undanderen Bauten in Bad Cannstatt, Bielefeld und Leipzig. Des Weiteren verfügte das Unternehmen überAnteile an drei bebauten Grundstücken in Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart in Höhe von 17.956TEUR und einen Anteil von 1.275 TEUR an einem unbebauten Grundstück in Hannover.43


AnhangErläuterungen AktivaAngaben über AnteilsbesitzDie für uns wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind nachfolgendaufgeführt. Auf die Darstellung von Gesellschaften von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutungohne wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wir verzichtet.Eine vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist gemäß § 287 HGB gesondert erstellt wordenund wird beim Handelsregister hinterlegt (Hannover HRB 6117).Name und Sitz des UnternehmensAngaben der Beträge injeweils 1 000 WährungseinheitenHöhe desAnteils amKapital (in %)Eigenkapital(§ 266 (3) HGB)Ergebnisdes letztenGeschäftsjahresAnteile an verbundenen UnternehmenUnternehmen mit Sitz in DeutschlandGbR Hannover Rückversicherung AG/E+S Rückversicherung AG Grundstücksgesellschaft,Hannover/Deutschland 45,00 EUR 59 108 EUR 1 207Unternehmen mit Sitz im AuslandE+S Reinsurance (Ireland) Ltd., Dublin/Irland 100,00 EUR 226 844 EUR 104 091hält 33,33 % der Anteile an:Hannover Re Advanced Solutions Ltd.,Dublin/Irland EUR 797 EUR 218Hannover Life Re of Australasia Ltd,Sydney/Australien 50,00 AUD 177 160 AUD 13 940BeteiligungenWeHaCo Unternehmensbeteiligungs-AG,Hannover/Deutschland 25,00 EUR 106 971 EUR 37 543Sonstige Angaben zu den KapitalanlagenVermögensgegenstände im Bilanzwert von122.858 TEUR (268.739 TEUR) sind zu Gunsten vonZedenten gesperrt. Wertpapierdepots wurden zeitweise Banken für Wertpapierleihgeschäfte zu GunstenDritter zur Verfügung gestellt.Zeitwertangaben nach § 54 RechVersVDie Zeitwerte des Grundvermögens wurden nach einem kombinierten Ertrags- und Substanzwertverfahrenermittelt.Für die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden Ertragswerte bzw. bei LebensversicherungsgesellschaftenEmbedded Values berechnet. In Einzelfällen wurden Buchwerte angesetzt.44


AnhangErläuterungen AktivaBei der Bewertung der Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und der anderenWertpapiere wurden Marktwerte herangezogen. Bei Sonderinvestments, bei denen kein Börsenkurs vorlag,erfolgte die Bewertung zu Anschaffungskosten oder zum Net-Asset-Value (NAV).Die Zeitwerte der sonstigen Ausleihungen wurden anhand von Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigungder Bonität des jeweiligen Schuldners sowie der Währung der Ausleihung ermittelt.Die übrigen Kapitalanlagen wurden mit den Nominalwerten und in Einzelfällen zum Buchwert angesetzt.in TEUR2003Zeitwertangaben nach § 54 RechVersVder Aktivposten B.I. bis B.III.Bilanzwerte31.12.Zeitwerte31.12.Differenz31.12.B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechteund Bauten einschließlich der Bauten auffremden Grundstücken 42 064 69 617 27 553B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmenund Beteiligungen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 209 640 258 491 48 8512. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40 000 40 000 –3. Beteiligungen 17 755 18 575 8204. Summe B. II. 267 395 317 066 49 671B. III. Sonstige Kapitalanlagen1. Aktien, Investmentanteile und anderenicht festverzinsliche Wertpapiere 597 210 646 103 48 8932. Inhaberschuldverschreibungen undandere festverzinsliche Wertpapiere 1 646 567 1 665 384 18 8173. Hypotheken-, Grundschuld- undRentenschuldforderungen 612 612 –4. Sonstige Ausleihungena) Namensschuldverschreibungen 96 163 101 409 5 246b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 198 185 208 290 10 105c) übrige Ausleihungen 64 429 66 788 2 3595. Einlagen bei Kreditinstituten 48 627 48 627 –6. Andere Kapitalanlagen 5 5 –7. Summe B. III. 2 651 798 2 737 218 85 420Insgesamt 2 961 257 3 123 901 162 64445


AnhangErläuterungen AktivaAngaben zu § 341b HGBVon den unter den Sonstigen Kapitalanlagen in der Position Aktien, Investmentanteile und anderenicht festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesenen Investmentanteilen von insgesamt 561.150 TEUR(543.185 TEUR) sind dem Anlagevermögen 347.994 TEUR (430.874 TEUR) zugewiesen. Insoweit wurdenAbschreibungen in Höhe von 15.461 TEUR (66.367 TEUR) nicht vorgenommen.Von den Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren wurden Wertpapieremit einem Buchwert von 7.768 TEUR (17.131 TEUR) dem Anlagevermögen zugewiesen. Dienicht vorgenommenen Abschreibungen belaufen sich auf 1.139 TEUR (6.878 TEUR).Sonstige Forderungenin TEUR2003 2002Forderungen an verbundene Unternehmen 13 941 10 593Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen 5 505 –Forderungen an Finanzbehörden 261 3 487Fällige Zins- und Mietforderungen 199 172Forderungen aus Dividendenansprüchen – 390Forderungen aus Anzahlungen Kapitalanlagen – 85Übrige Forderungen 17 60Insgesamt 19 923 14 787RechnungsabgrenzungspostenDer Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zinsen und Mieten sowie aktivierte Agiobeträgein Höhe von 384 TEUR (1.098 TEUR).Voraussichtliche Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahregemäß § 274 (2) HGBIm Geschäftsjahr wurde der Abgrenzungsposten für voraussichtliche Steuerentlastung nachfolgenderGeschäftsjahre gemäß § 274 (2) HGB in Höhe von 4.929 TEUR (4.948 TEUR) gebildet. Davon entfallen2.424 TEUR (2.434 TEUR) auf Körperschaftsteuer und 2.505 TEUR (2.514 TEUR) auf Gewerbesteuer.46


AnhangErläuterungen PassivaErläuterungen zu den PassivaGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2003 42.622 TEUR. Es isteingeteilt in 75.783 auf den Namen lautende Stückaktien.GenussrechtskapitalDas im Jahr 1993 begebene Genussrechtskapital in Höhe von 40.903 TEUR hat eine Laufzeitvon 10 Jahren. Der zurückzuzahlende Betrag ist am 2. November 2004 fällig. Die Verzinsung beträgt7,75 %.Beitragsüberträgein TEURVersicherungszweig2003 2002brutto netto brutto nettoFeuer 40 076 35 731 41 833 38 185Haftpflicht 57 937 53 924 48 173 45 426Allgemeine Unfall 5 133 4 157 6 323 5 726Kraftfahrt 20 098 14 413 25 973 22 850Luftfahrt 23 792 21 828 32 184 28 677Leben 39 314 17 255 27 601 20 230Sonstige Zweige 45 078 32 409 52 455 39 037Insgesamt 231 428 179 717 234 542 200 131Deckungsrückstellungin TEURVersicherungszweig2003 2002brutto netto brutto nettoAllgemeine Unfall 402 402 422 422Leben 1 113 065 723 835 1 054 787 623 638Sonstige Zweige 4 398 4 398 6 275 6 275Insgesamt 1 117 865 728 635 1 061 484 630 33547


AnhangErläuterungen PassivaRückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfällein TEURVersicherungszweig2003 2002brutto netto brutto nettoRückstellung für Entschädigungenund Rückkäufe (außer Renten)Feuer 175 621 146 076 233 483 141 707Haftpflicht 1 107 177 817 539 1 095 447 715 478Allgemeine Unfall 70 641 58 700 65 738 58 722Kraftfahrt 1 289 016 1 035 186 1 376 302 991 620Luftfahrt 219 549 133 416 226 648 113 937Transport 100 904 86 408 115 946 91 989Leben 100 781 88 210 101 514 86 790Sonstige Zweige 308 658 204 605 308 634 183 989Renten-Deckungsrückstellung3 372 347 2 570 140 3 523 712 2 384 232Haftpflicht 2 078 2 011 1 529 1 466Allgemeine Unfall 1 744 1 479 895 861Kraftfahrt 31 513 22 588 29 603 21 94935 335 26 078 32 027 24 276Insgesamt 3 407 682 2 596 218 3 555 739 2 408 50848


AnhangErläuterungen PassivaSchwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungenin TEUR2003VersicherungszweigStand am1.1.ZuführungEntnahme u.AuflösungStand am31.12.SchwankungsrückstellungFeuer 30 371 37 354 2 324 65 401Haftpflicht 83 787 27 846 – 111 633Allgemeine Unfall 12 427 5 575 – 18 002Kraftfahrt 40 524 103 795 197 144 122Luftfahrt 13 392 8 119 – 21 511Transport 25 050 18 368 – 43 418Sonstige Zweige 81 001 10 581 12 775 78 807286 552 211 638 15 296 482 894Rückstellungen, die der Schwankungsrückstellungähnlich sind – Großrisiken –Feuer – 3 956 – 3 956Haftpflicht 3 858 430 – 4 288Kraftfahrt – 9 – 9Transport – 280 – 280Sonstige Zweige 6 199 837 – 7 036Insgesamt 296 609 217 150 15 296 498 46349


AnhangErläuterungen PassivaSonstige versicherungstechnische Rückstellungenin TEURRückstellungsart2003 2002brutto netto brutto nettoGewinnanteile 32 388 27 060 44 275 38 591Beitragsstorno 418 406 1 418 659Provisionen 316 370 3 029 3 012Insgesamt 33 122 27 836 48 722 42 262Versicherungstechnische Rückstellungen – insgesamtin TEURVersicherungszweig2003 2002brutto netto brutto nettoFeuer 289 005 255 018 308 096 212 575Haftpflicht 1 292 142 998 325 1 241 867 859 032Allgemeine Unfall 96 157 82 937 85 833 78 141Kraftfahrt 1 489 971 1 221 441 1 489 784 1 093 481Luftfahrt 266 575 177 486 273 885 156 015Transport 145 512 130 976 141 691 117 701Leben 1 253 958 830 097 1 184 876 731 401Sonstige Zweige 456 699 336 033 472 244 330 567Insgesamt 5 290 019 4 032 313 5 198 276 3 578 913Andere Rückstellungenin TEUR2003 2002Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12 053 11 305Steuerrückstellungen 46 901 37 476Sonstige RückstellungenRückstellungen für Währungsrisiken 5 192 7 459Rückstellungen für noch zu zahlende Vergütungen 3 304 2 883Rückstellungen für Zinsen 2 804 2 346Rückstellungen für Jahresabschlusskosten 1 071 1 025Rückstellungen für Lieferantenrechnungen 357 –Rückstellungen für Prozessrisiken 331 354Rückstellungen für Rechtsverfolgungskosten 208 102Übrige Rückstellungen 142 18213 409 14 351Insgesamt 72 363 63 13250


AnhangErläuterungen PassivaSonstige Verbindlichkeitenin TEUR2003 2002Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5 800 20 191Verbindlichkeiten aus Zinsen auf Genussrechtskapital 3 170 3 170Verbindlichkeiten aus noch abzuführenden Sozialabgaben 202 234Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen 155 132Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden 137 155Verbindlichkeiten aus Überzahlungen 121 99Übrige Verbindlichkeiten 42 41Insgesamt 9 627 24 022Rechnungsabgrenzungspostenin TEUR2003 2002Disagio 118 2 128Übrige Rechnungsabgrenzungsposten 26 87Insgesamt 144 2 215HaftungsverhältnisseBei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Sonderinvestments bestehen Resteinzahlungsverpflichtungenin Höhe von 62.844 TEUR (78.163 TEUR). Weitere, aus der Jahresbilanz nicht ersichtlicheHaftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung derFinanzlage von Bedeutung sind, bestanden nicht.51


AnhangErläuterungen Gewinn- und VerlustrechnungErläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnungin TEUR2003 2002 2003 2002 2003 2002 2003 2002GebuchteBruttobeiträgeVerdienteBruttobeiträgeVerdienteNettobeiträgeVersicherungstechn.Ergebnis für eigeneRechnungFeuer 218 243 228 721 215 459 214 897 152 507 145 226 3 718 -6 046Haftpflicht 369 517 365 163 351 884 349 187 301 290 237 450 -13 547 -7 840Allgemeine Unfall 64 710 55 781 65 801 54 777 42 924 44 149 1 316 -2 399Kraftfahrt 473 040 506 939 475 412 502 187 375 654 230 586 -29 471 12 087Luftfahrt 131 911 136 150 135 252 126 266 92 862 81 246 15 915 12 350Transport 78 165 86 294 78 165 86 294 64 014 71 031 4 309 -3 508Sonstige Versicherungszweige 333 372 376 776 336 971 361 620 211 006 207 282 14 858 19 156Summe Schaden- und Unfallversicherungen 1 668 958 1 755 824 1 658 944 1 695 228 1 240 257 1 016 970 -2 902 23 800Leben 563 912 727 228 551 003 731 793 224 036 367 313 12 666 -29 830Gesamtes Versicherungsgeschäft 2 232 870 2 483 052 2 209 947 2 427 021 1 464 293 1 384 283 9 764 -6 030Gesamtes Versicherungsgeschäftin TEUR2003 2002Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 1 267 104 1 414 926Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 475 589 491 748Rückversicherungssaldo 61 673 249 738Aufwendungen für Personalin TEUR2003 20021. Löhne und Gehälter 13 646 12 9232. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 2 282 2 0653. Aufwendungen für Altersversorgung 1 152 9134. Aufwendungen insgesamt 17 080 15 90152


AnhangErläuterungen Gewinn- und VerlustrechnungAufwendungen für Kapitalanlagenin TEUR2003 2002Festverzinsliche Wertpapiere 36 198 12 998Aktien, Investmentanteile 25 542 46 046Futures und Optionsgeschäfte 14 158 –Verwaltungskosten 8 738 6 522Grundstücke 2 966 3 567Depot-, Bankgebühren und Beratungskosten 496 561Depotforderungen 44 2 095Insgesamt 88 142 71 789Sonstige Erträgein TEUR2003 2002Währungskursgewinne 12 741 7 371Erträge aus Dienstleistungen 5 480 5 624Zinserträge 576 668Auflösung nichtversicherungstechnischer Rückstellungen 262 446Erträge aus Verwaltungskostenumlage 205 –Auflösung von Wertberichtigungen 69 193Übrige Erträge 415 333Insgesamt 19 748 14 63553


AnhangSonstige AngabenSonstige Aufwendungenin TEUR2003 2002Sonderzuweisung an die Rückstellung für nochnicht abgewickelte Versicherungsfälle 64 149 53 964Depotzinsen 12 467 11 254Währungskursverluste 12 228 9 197Aufwendungen für das Gesamtunternehmen 6 652 5 033Aufwendungen aus Dienstleistungen 5 565 5 703Einzelwertberichtigung auf Abrechnungsforderungen 4 264 6 676Zinsen Genussrechtskapital 3 170 3 170Zuführung Zinsrückstellung 3 050 819Akkreditivkosten 1 065 1 266Zinsen aus dem Rückversicherungsverkehr 746 616Zinsen Altersversorgung 673 624Abschreibungen auf Forderungen 568 910Finanzierungszinsen 58 439Übrige Zinsen und Aufwendungen 354 157115 009 99 828davon ab: Technischer Zins 9 516 4 409Insgesamt 105 493 95 419Sonstige AngabenDie Mitglieder des Aufsichtsrats, des Beirats und des Vorstands sind auf den Seiten 3 bis 5 namentlichaufgeführt.Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 141 TEUR, die des Beirats 52 TEUR, die desVorstands 836 TEUR und die früherer Mitglieder des Vorstands 352 TEUR. Für laufende Pensionenfrüherer Vorstandsmitglieder wurden 3 957 TEUR passiviert.Organmitgliedern wurden keine Hypothekendarlehen gewährt.54


AnhangSonstige AngabenDie Gesellschaft ist für Organmitglieder keine Haftungsverhältnisse eingegangen.Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 219.Die Hannover Rückversicherung AG, Hannover, hat ihre Mehrheitsbeteiligung mit Wirkung zum19. November 2002 (Altbestand der Aktien) bzw. 20. Januar 2003 (Aktien aus der Kapitalerhöhung)auf die neu gegründete Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH, Hannover, übertragen. DieHannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH hat uns mitgeteilt, dass sie eine Mehrheitsbeteiligung(§16 (1) AktG) an unserem Unternehmen hält.Die Hannover Rückversicherung AG bezieht die Zahlen unseres Jahresabschlusses in ihren Konzernabschlussein. Der Abschluss der Hannover Rückversicherung AG wird in den Konzernabschluss derTalanx AG, Hannover, einbezogen. Der Konzernabschluss der Talanx AG wird beim Amtsgericht Hannoverhinterlegt. Die Talanx AG gehört zu 100 % dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G.,Hannover.Hannover, den 18. März 2004Der VorstandZellerArragoDr. BeckeGräberDr. KönigDr. PickelWallin55


BESTÄTIGUNGSVERMERKdes AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der E+SRückversicherungs-Aktiengesellschaft, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember2003 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschenhandelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung der Gesellschaftliegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage dervon uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung derBuchführung und über den Lagebericht abzugeben.Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut derWirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßigerBuchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- undErtragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegungder Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftlicheund rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internenKontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lageberichtüberwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandtenBilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigungder Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung,dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.Nach unserer Überzeugung vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßigerBuchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellungvon der Lage der Gesellschaft und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.Hannover, den 19. März 2004KPMG Deutsche Treuhand-GesellschaftAktiengesellschaftWirtschaftsprüfungsgesellschaftDr. DahlWirtschaftsprüferSchusterWirtschaftsprüfer56


BERICHT DES AUFSICHTSRATSder E+S Rückversicherungs-AGWir haben die Geschäftsführung der Gesellschaftwährend des Jahres 2003 auf der Grundlageschriftlicher und mündlicher Berichterstattungdes Vorstands regelmäßig überwacht undin zwei Sitzungen sowie zweimal im Wege desschriftlichen Verfahrens nach § 12 Abs. 4 der Satzungdie anstehenden Beschlüsse gefasst. Darüberhinaus tagte zweimal der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten.Zudem ließen wir unsvom Vorstand quartalsweise schriftlich über denGang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaftinformieren. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurdevom Vorstandsvorsitzenden ferner laufend überwichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungenunterrichtet. Insgesamt haben wirim Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsgemäßenZuständigkeit an den Entscheidungendes Vorstands mitgewirkt. Die Entwicklung derwesentlichen Tochter- und Beteiligungsgesellschaftenwar in die Beratungen einbezogen.Die Auswahl des Abschlussprüfers für dieAbschlussprüfung 2003 erfolgte durch den Aufsichtsrat,der Aufsichtsratsvorsitzende erteilteden konkreten Prüfungsauftrag. Der Prüfungsberichtwurde allen Aufsichtsratsmitgliedern ausgehändigt,und die Abschlussprüfer nahmen ander Bilanzaufsichtsratssitzung teil.Anknüpfend an die Beratungen des Vorjahresbefasste sich der Aufsichtsrat erneut mitder Neustrukturierung und Erweiterung des Aktionärskreisesder Gesellschaft. Weiterhin ließenwir uns die Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr2003 und die operative Planung für dasGeschäftsjahr 2004 vom Vorstand erläutern. DerHauptversammlung wurde die Neuregelung undVereinfachung der Ausübung des Stimmrechtsin der Hauptversammlung vorgeschlagen. Nachentsprechender Beschlussfassung beginnt nunmehrdas Stimmrecht mit der vollständigen Leistungder Einlage, wobei jede Stückaktie eineStimme gewährt.Die Buchführung, der Jahresabschluss undder Lagebericht sind von der KPMG DeutscheTreuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft(KPMG DTG), Hannover,geprüft worden. Diese Prüfung hat keinenAnlass zur Beanstandung ergeben; dementsprechendwurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerkerteilt. Nach dem abschließenden Ergebnisder vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfungdes Jahresabschlusses und des Lageberichtshaben wir uns dem Urteil der Abschlussprüferangeschlossen und den vom Vorstand aufgestelltenJahresabschluss gebilligt.Der vom Vorstand erstellte Bericht über dieBeziehungen der Gesellschaft zu verbundenenUnternehmen wurde gleichfalls von der KPMGDTG geprüft und mit dem folgenden uneingeschränktenBestätigungsvermerk versehen:„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfungund Beurteilung bestätigen wir, dass1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtigsind,2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäftendie Leistung der Gesellschaft nichtunangemessen hoch war.“Wir haben unsererseits sowohl den Berichtdes Vorstands als auch den Bericht des Abschlussprüfersüber die Beziehungen der Gesellschaftzu verbundenen Unternehmen geprüft.Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Nachdem abschließenden Ergebnis unserer Prüfungerhoben wir gegen die Erklärung des Vorstandsam Schluss des Berichts über die Beziehungen zuverbundenen Unternehmen keine Einwendungen.57


Bericht des AufsichtsratsMit der Billigung des Jahresabschlusses istdieser festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandsüber die Verwendung des Bilanzgewinns 2003stimmen wir zu.Mit Wirkung zum 11. November 2003 legteHerr Bieber sein Aufsichtsratsmandat als Vertreterder Arbeitnehmer nieder.Mit Wirkung vom 1. September 2003 wurdenHerr André Arrago und Herr Ulrich Wallinzu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands ernannt.Frau Dr. Elke König wurde mit Wirkungvom 1. Januar 2004 ebenfalls zum ordentlichenMitglied des Vorstands ernannt.Hannover, den 24. März 2004Für den AufsichtsratWolf-Dieter BaumgartlVorsitzender58


GLOSSARAlternative Risikofinanzierung: Nutzung der Kapazität der Kapitalmärkte zur Abdeckung von Versicherungsrisiken,z. B. durch Verbriefung von Risiken aus Naturkatastrophen.Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung: Summe aus bezahlten Schäden und denRückstellungen für Schadenereignisse, die im Geschäftsjahr eingetreten sind, ergänzt um das Ergebnisder Abwicklung der Rückstellungen für Schadenereignisse der Vorjahre, jeweils nach Abzug der eigenenRückversicherungsabgaben.Beitragsüberträge: Vgl. ➞ PrämienüberträgeBlock-Assumption-Transaktion (BAT): Proportionaler Rückversicherungsvertrag auf das Lebens- oderKrankenversicherungsportefeuille eines Zedenten, mit dem dieser zukünftige Gewinne bereits vorzeitigrealisieren kann, um damit auf effiziente Weise finanz- oder solvenzpolitische Zielvorstellungen sicherzustellen.Bonität (auch: Kreditwürdigkeit): Fähigkeit eines Schuldners, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.Brutto/Retro/Netto: Bruttopositionen stellen die jeweilige Summe aus der Übernahme von ErstoderRückversicherungsverträgen dar, Retropositionen die jeweilige Summe der eigenen Rückversicherungsabgaben.Die Differenz bildet die jeweilige Nettoposition (Brutto - Retro = Netto, auch: füreigene Rechnung).Deckungsrückstellung: Nach mathematischen Methoden entwickelter Wert für zukünftige Verpflichtungen(Barwertsumme künftiger Verpflichtungen abzüglich der Barwertsumme künftig eingehenderPrämien), vor allem in der Lebens- und Krankenversicherung.Depotforderungen/Depotverbindlichkeiten: Sicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeitenzwischen Erst- und Rückversicherer. Das einbehaltende Unternehmen weist in diesemFall eine Depotverbindlichkeit, das gewährende Unternehmen eine Depotforderung aus.Derivate, derivative Finanzinstrumente: Hierzu zählen die aus Basisinstrumenten wie Aktien, festverzinslichenWertpapieren und Devisen abgeleiteten Finanzprodukte, deren Preis u.a. anhand des jeweilszu Grunde liegenden Wertpapiers oder sonstigen Referenzwerts festgestellt wird. Zu den Derivatenzählen insbesondere Swaps, Optionen und Futures.Emittent: Privates Unternehmen oder öffentlich rechtliche Körperschaft, die Wertpapiere ausgibt, z. B.bei Bundesanleihen der Bund und bei Aktien die Aktiengesellschaft.Erstversicherer: Gesellschaft, die Risiken gegen eine Versicherungsprämie übernimmt und in einemdirekten Vertragsverhältnis zum Versicherungsnehmer (Privatperson, Unternehmen, Organisation) steht.Exponierung: Gefährdungsgrad eines Risikos oder Risikobestands; Grundlage für die Prämienermittlungin der Erst- und Rückversicherung.Fair Value: Preis, zu dem ein Finanzinstrument zwischen zwei Parteien frei gehandelt würde.Fakultative Rückversicherung: Beteiligung des Rückversicherers an einem bestimmten, vom Erstversichererübernommenen Einzelrisiko. Steht im Gegensatz zur ➞ obligatorischen (auch: Vertrags-)Rückversicherung.59


GlossarFinanz-Rückversicherung: Rückversicherung mit einem begrenzten Gewinn- und Verlustpotenzial. Inerster Linie wird der Risikoausgleich über die Zeit angestrebt. Dieser wirkt bilanzstabilisierend für die➞ Zedenten.Führungsposition: Sind mehrere (Rück-)Versicherer an einem Vertrag beteiligt, so übernimmt eineGesellschaft die Führung. Der Versicherungsnehmer verkehrt nur mit dieser führenden Gesellschaft.Üblicherweise übernimmt der führende (Rück-)Versicherer den höchsten Prozentsatz des Risikos.Garantiemittel: Eigenkapital eines Versicherers unter Hinzurechnung der durch das versicherungstechnischeGeschäft gebundenen Rückstellungen sowie der Schwankungsrückstellung. Summe derMittel, die maximal zum Ausgleich von Verbindlichkeiten zur Verfügung stehen.Großschaden: Schaden, der auf Grund seiner Höhe eine besondere Bedeutung für den Erst- bzw. Rückversichererhat und gemäß einer festgelegten Schadenhöhe oder anderer Kriterien als Großschadendefiniert wird.IBNR (Incurred but not reported): Vgl. ➞ SpätschadenrückstellungKongruente Währungsbedeckung: Bedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten infremder Währung mit entsprechenden Kapitalanlagen derselben Währung, um Wechselkursrisiken zuvermeiden.Kostenquote: Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im Verhältnis zu den verdienten (BruttooderNetto-)Prämien.Kreditwürdigkeit: Vgl. ➞ BonitätKumulschaden: Summe von mehreren einzelnen, bei unterschiedlichen Versicherungsnehmern eingetretenenSchäden, die durch das gleiche Schadenereignis (z. B. Sturm, Erdbeben) verursacht wurden.Führt dann zu einer erhöhten Belastung des Erst- oder Rückversicherers, wenn mehrere betroffeneVersicherungsnehmer bei ihm versichert sind.LOC (Letter of Credit): Bankbürgschaft; Die Bank ist auf Anforderung des Bürgschaftsempfängerszur Leistung an selbigen bis zu der Höhe der im LOC genannten Summe verpflichtet. Beispielsweise inden USA eine übliche Form der Sicherheitsleistung im Rückversicherungsgeschäft.Mark-to-Market-Bewertung: Bewertung von Finanzinstrumenten zum Marktwert bzw. zum ➞ Fair Value.Netto: Vgl. ➞ Brutto/Retro/NettoNettoportefeuillewert: Barwert der erwarteten zukünftigen Erträge aus bereits abgeschlossenemGeschäft im Selbstbehalt, diskontiert mit einem währungsabhängigen Risikozinssatz. Er wird auf Basisjeweiliger lokaler Rechnungslegung berechnet.Nichtproportionale Rückversicherung: Rückversicherungsvertrag, bei dem der Rückversicherer deneinen bestimmten Betrag ( ➞ Priorität) übersteigenden Schadenaufwand zu tragen hat. Steht im Gegensatzzur ➞ proportionalen Rückversicherung.60


GlossarObligatorische Rückversicherung (auch: Vertragsrückversicherung): Rückversicherungsvertrag, beidem sich der Rückversicherer an einem gesamten, genau definierten Versicherungsbestand eines➞ Zedenten beteiligt. Steht im Gegensatz zur ➞ fakultativen Rückversicherung.Personen-(Rück-)versicherung: Zusammenfassung von Sparten, die die Versicherung von Personen zumGegenstand haben, also Lebens-, Renten-, Kranken- und Unfallversicherungen.Portefeuille: a) Alle von einem Erst- oder Rückversicherer in einem definierten Teilsegment (z. B. Sparte,Land) oder insgesamt übernommenen Risiken; b) Nach bestimmten Kriterien gegliederte Gruppe vonKapitalanlagen.Prämie: Vereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken. Die gebuchten(auch: verrechneten) Prämien (auch: Beiträge) sind im Gegensatz zu den verdienten Prämien(auch: Beiträge) zeitlich nicht abgegrenzt ( ➞ Beitragsüberträge).Prämienüberträge (auch: Beitragsüberträge): In einem Bilanzjahr gebuchte Prämien (auch: Beiträge),die periodengerecht dem Folgezeitraum zuzurechnen sind. Mittel zur zeitlichen Abgrenzung der gebuchten(auch: verrechneten) Prämien (auch: Beiträge).Priorität: Im Rahmen von ➞ nichtproportionalen Rückversicherungsverträgen festgelegter Schadenbetrageines Erstversicherers, bei dessen Überschreitung der Rückversicherer leistungspflichtig wird.Die Priorität kann sich auf einen Einzelschaden, einen ➞ Kumulschaden oder die Summe der gesamtenJahresschäden beziehen.Programmgeschäft: Im amerikanischen Erstversicherungsmarkt fest etabliertes Geschäftsmodell. Eswird von Erstversicherern (Programmversicherern) in engster Zusammenarbeit mit spezialisiertenZeichnungsagenturen (Managing General Agents, MGAs) betrieben. Gegenstand sind eng definierte,homogene Erstversicherungsportefeuilles (Programme), wobei es sich typischerweise um Nischen- undNichtstandardgeschäft, also um bei Standardversicherern nicht oder nur schwer platzierbare Risiken,handelt. Die üblichen Funktionen des Erstversicherers wie Vertrieb, Vertragsabschluss, Policierung, Inkasso,Policenverwaltung und Schadenabwicklung werden von den MGAs bzw. sonstigen externenDienstleistern übernommen.Proportionale Rückversicherung: Rückversicherungsverträge, auf deren Basis Anteile eines Risikosoder ➞ Portefeuilles zu den Konditionen des Erstversicherers in Rückversicherung gegeben werden.➞ Prämien sowie Schäden werden anteilsmäßig in einem proportionalen Verhältnis geteilt. Steht imGegensatz zur ➞ nichtproportionalen Rückversicherung.Quotenrückversicherung: Form der proportionalen Rückversicherung, in der der prozentuale Anteilam gezeichneten Risiko vertraglich festgelegt wird. Da der Erstversicherer Akquisition, Prämienkalkulation,Vertragsverwaltung und Schadenbearbeitung übernimmt, ist der Verwaltungsaufwand beimRückversicherungsunternehmen sehr gering. Deshalb beteiligt sich dieser über eine Rückversicherungsprovisionan den genannten Kosten. Diese Provision kann je nach Markt- und Kostenlage 15 % – 50 %der Originalprämie betragen.Rate: Prozentsatz (in der Regel vom Prämienvolumen) des rückversicherten Portefeuilles, der bei einer➞ nichtproportionalen Rückversicherung als Rückversicherungsprämie an den Rückversicherer zuzahlen ist.61


GlossarRating: Ein Rating ist die systematische Einschätzung von Unternehmen hinsichtlich ihrer ➞ Bonitätbzw. der Bonität von ➞ Emittenten bezüglich einer bestimmten Anleihe durch eine Ratingagenturoder Bank.Reservequote: Verhältnis der versicherungstechnischen (Brutto- oder Netto-) Reserven zu den (BruttooderNetto-) Prämien.Retro: Vgl. ➞ Brutto/Retro/NettoRetrozession: Abgabe von Risiken oder Anteilen an Risiken, die in Rückdeckung übernommen wordensind. Die Abgabe erfolgt an andere Rückversicherer gegen eine anteilige oder gesondert kalkuliertePrämie.Risiko, versichertes: Unter Risiko versteht man die Gefahr, die zum Eintritt eines Schadens führen kann.Das versicherte Risiko ist Gegenstand des Versicherungsvertrags.Rückstellung: Passivposten am Bilanzstichtag zur Erfüllung von Verbindlichkeiten, die dem Grundenach bestehen, wobei die Höhe und/oder der Zeitpunkt der Fälligkeit noch nicht bekannt sind. Versicherungstechnischz. B. für bereits eingetretene, jedoch noch nicht oder nur teilweise regulierte Versicherungsfälle(= Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, kurz: Schadenrückstellung).Rückversicherer: Gesellschaft, die gegen eine vereinbarte Prämie Risiken bzw. Portefeuillesegmentevon einem ➞ Erstversicherer oder einem anderen Rückversicherer übernimmt.Schadenexzedentenvertrag: Vgl. ➞ Nichtproportionale RückversicherungSchaden-/Kostenquote, kombinierte: Summe der Schaden- und KostenquoteSchadenquote: Verhältnis der Schadenaufwendungen im ➞ Selbstbehalt zu den verdienten (BruttooderNetto-)Prämien.Schaden-(Rück-)versicherung: Zusammenfassung aller Sparten, bei denen im Versicherungsfall nichteine fest vereinbarte Versicherungssumme (wie z. B. in der Lebens- und Unfallversicherung) bezahlt,sondern lediglich der entstandene Schaden ersetzt wird. Dieses Prinzip hat Gültigkeit in allen Spartender Sach- und Haftpflichtversicherung.Schutzdeckung: Abdeckung von Portefeuillesegmenten eines Versicherungsunternehmens gegen Großschäden(per risk/per event), hauptsächlich auf nichtproportionaler Basis.Schwankungsrückstellung: Rückstellung zum Ausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlaufeinzelner Sparten über mehrere Jahre.Selbstbehalt: Der Teil der übernommenen Risiken, den der (Rück-)Versicherer nicht in Rückdeckung gibt,also ➞ netto ausweist. (Selbstbehaltsquote: Prozentualer Anteil des Selbstbehalts an den gebuchtenBruttoprämien.)Spätschadenrückstellung (auch: IBNR – Incurred but not reported): Rückstellung für bereits eingetretene,aber noch nicht gemeldete Schäden.62


GlossarSummenexzedentenrückversicherung: Form der proportionalen Rückversicherung, bei der die Risikoaufteilungzwischen Erst- und Rückversicherer nicht an Hand einer vorab vereinbarten festen Quotevorgenommen wird. Vielmehr bestimmt der Erstversicherer eine Versicherungssumme, bis zu der erpro Risiko maximal haften möchte. Die das Maximum übersteigenden Risiken (Exzedenten) werdenvom Rückversicherungsunternehmen getragen. Die Anteile des Rückversicherers variieren deshalb inAbhängigkeit von der Höhe des Maximums und der Versicherungssumme des rückversicherten Vertrags.Häufig wird die Haftung des Rückversicherers auch auf ein Vielfaches des Maximums beschränkt.Underwriting: Die Prüfung und Einschätzung von (Rück-)Versicherungsrisiken zur Festsetzung einerangemessenen Prämie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungsrisikoso zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-)Versicherten recht und billig, andererseitsfür den (Rück-)Versicherer profitabel ist.Versicherter Schaden: Gibt den Gesamtbetrag der von der Versicherungswirtschaft insgesamt (Erst- undRückversicherer) gedeckten Schäden wieder.Versicherungspool: Der Versicherungspool ist eine Risikogemeinschaft, zu der sich rechtlich und wirtschaftlichselbständige Erst- und Rückversicherer zusammenschließen, um für besonders große oderunausgeglichene Risiken eine breitere versicherungstechnische Grundlage zu schaffen. Dem Versicherungspoolliegt eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu Grunde. Im Poolvertrag verpflichten sichdie Mitglieder, bestimmte Risiken nur im Rahmen des Versicherungspools zu zeichnen. Sie bringendiese Risiken – unter Aufrechterhaltung ihrer geschäftlichen Selbständigkeit – gegen Provision in denVersicherungspool ein. Die Geschäftsführung des Versicherungspools obliegt entweder einem Mitgliedsunternehmenoder einem speziellen Poolsekretariat. An dem Gewinn oder Verlust des Versicherungspoolsist jeder Versicherer gemäß seiner Quote beteiligt. Zur weiteren Risikoverteilung werdenhäufig Rückversicherungen abgegeben oder genommen. Poolarten sind Mitversicherungspools, beidenen alle Mitglieder mit ihren Anteilen als Erstversicherer auftreten und Rückversicherungspools,bei denen ein Erstversicherer die Risiken zeichnet und diese dann über Rückversicherung an die beteiligtenVersicherer verteilt.Versicherungstechnisches Ergebnis: Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäftzugeordnet und in der versicherungstechnischen Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenwerden (nach zusätzlicher Berücksichtigung der Zuführung/Entnahme zur/aus der Schwankungsrückstellung:Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung).Vertragsrückversicherung: Vgl. ➞ Obligatorische RückversicherungVolkswirtschaftlicher Schaden: Gesamter, auf Grund eines Schadenereignisses für die betroffeneVolkswirtschaft eingetretener Wertverlust. Der volkswirtschaftliche Schaden ist vom ➞ versichertenSchaden zu unterscheiden.Zedent: Erst- oder Rückversicherer, der Anteile der von ihm versicherten oder rückversicherten Risikengegen eine Prämie an einen Rückversicherer abgibt (zediert).Zession: Abtretung eines Risikos durch den Erstversicherer an den Rückversicherer.63


E+SRückversicherungs-AGKarl-Wiechert-Allee 5030625 HannoverTelefon 05 11/56 04-0Fax 05 11/56 04-11 88info@es-rueck.dewww.es-rueck.de

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