Gegen den Strom - Diakonie Dresden

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Gegen den Strom - Diakonie Dresden

Geerdet und im WachstumDie blühenden Kirschbäume schmücken denGarten mit rosa Tupfern, eine Hummelköniginsammelt an den Blüten. In den noch unbestelltenBeeten buddeln Kinder auf der Suche nachRegenwürmern. Es ist Erdbewohner-Woche;die Kinder haben zuvor Regenwürmer ausKnete geformt; nun begeben sie sich auf dieSuche nach dem Original. Man könnte meinen,die Kita „Centrum Galerie“ sei von ihremStandort auf dem Dach des Kaufhauses hinunterauf den Erdboden umgezogen. Das stimmtnatürlich nicht und stimmt doch. Vier Jahrenach dem Start dieses ungewöhnlichen Projektesmit vielen Bedenken, Diskussionen undMythen ist die Kita längst auf dem Boden derRealität angekommen.Im Treiben der Dresdner Innenstadt ist die Kitaein Stück unauffällige Normalität. Für Kinderund Eltern ist die Fahrstuhlreise aufs Dach einalltäglicher Weg. Der Besuch von Neugierigen,die „Oh“ und „Ah“ sagen, ist schon lange abgeebbt.Beziehungen zu den Händlern, zurKreuzkirchgemeinde oder auch zum TheaterJunge Generation sind entstanden. Eine Elternschafthat sich gefunden, die „ihren“ Kindergartenin Besitz genommen hat und engagiertund sehr konstruktiv mit dem Kita-Teamdas Leben auf dem Dach gestaltet. Die Räumeder, mit nur 50 Kindern recht kleinen und familiärenKita, haben in den fast vier Jahren auchschon alles erlebt, was so dazugehört: Kindersind auf dem Kaufhausdach ihre ersten SchritteAussengelände vor der Fertigstellung 2009gegangen, haben ihre Windel ausgemustert,haben zum ersten Mal den Namen ihrer Erzieherinausgesprochen. Geburtstage wurdengefeiert, Vorschulkinder verabschiedet. Lachenund Tränen, Kooperation und Streit, Stolpernund Gelingen bei Kleinen und Großen hat esin diesen Jahren gegeben – eine ganz normaleKita eben.Zum Kita-Leben in der Stadt gehört auch derkurze Weg aus der Stadt hinaus: Mit der Straßenbahnvor der Tür finden sich die Kinder in20 min im Wald in der Dresdner Heide wieder.Die Naturpädagogik ist auf dem besten Wegeein konzeptioneller Schwerpunkt zu werden.Die Kita ist also gut „geerdet“. Aufguter Erde bleibt Wachstum nicht aus.So freuen wir uns mit den Eltern, dass dieKita ab Juni wachsen wird: In die Räumeder bisherigen Kundenkinderbetreuungkönnen 20 neue Kinder einziehen.Zu „Sternen“, „Regenbogen“ und „Sonne“kommt auf dem Dresdner Kita-Dach-Himmel also eine Gruppe hinzu: Die„Wolken“.Thomas LangLeiter Kita Centrumgaleriegestaltetes Aussengelände auf dem Dach der Centrum Galerie17

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