jugendberufshilfe: einfache wege für schwierige jugendliche?

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jugendberufshilfe: einfache wege für schwierige jugendliche?

Good Practice CenterBenachteiligtenförderungDie Thesen des FachgesprächsIm Fachgespräch wollten das GPC und die Kolping Jugendberufshilfe gemeinsammit Gästen aus der Jugendberufshilfe die beruflichen Möglichkeiten vonbenachteiligten jungen Menschen diskutieren.In einem moderierten Gespräch standen sich zwei Gruppen gegenüber:1. Experten aus der Jugendberufshilfe mit vielfältigen Erfahrungen aus derJugendberufshilfe2. Bildungsexperten mit thematischen Erkenntnissen aus Forschung und PraxisDie Experten sollten jeweils ein kurzes Statement zur persönlichen Einschätzung derberuflichen Situation der Jugendlichen im Übergang Schule – Arbeitsweltvorbereiten. Die Basis dafür bildete die Frage: „Sind einfache Wege geeignet fürschwierige Jugendliche?“Die fachlichen Inputs der Bildungsexperten sollten dazu dienen, einen Aspekt derberuflichen Bildung von benachteiligten jungen Menschen im Übergang Schule –Arbeitswelt besonders zu beleuchten: „Sind einfache Wege geeignet für schwierigeJugendliche?“Zur Vorbereitung auf das Expertengespräch wurde den Teilnehmenden einThesenpapier zugesandt. Dies diente zur Einstimmung und Vorbereitung undbeinhaltete einige Anregungen für die Diskussion.1. Grundlagen• Ausbildungsberufe sind flexibel auf die betriebliche Praxis und die unterschiedlicheBegabung der Menschen auszurichten.• Jeder und jede Jugendliche soll das Abschlussniveau erreichen können, dassseinen/ihren Fähigkeiten am ehesten entspricht.• Durch die Beschränkung der Ausbildung auf die Vermittlung von beruflichenBasisqualifikationen werden kaum übergreifende Fähigkeiten undSchlüsselqualifikationen entwickelt.2. Positionen• Viele Ausbildungsordnungen sind heute so anspruchsvoll, dass Jugendliche mit oderohne Hauptschul-Abschluss den Ausbildungserfolg nicht erreichen werden.• Hauptschüler, weniger ausdauernde oder eher praktisch begabte junge Menschenbleiben bei der Jagd auf einen Ausbildungsplatz ohne Erfolg.• Mit neuen 2-jährigen Ausbildungsberufen werden keine zusätzlichenAusbildungspotentiale erschlossen.• Das Konzept der Schaffung von Einfachberufen steht dem Trend zurHöherqualifizierung und den ihm zugrunde liegenden Veränderungen entgegen.3. Herausforderungen• Die Lehrlingsausbildung ist für Unternehmen so unattraktiv geworden, dassLösungen außerhalb oder zusätzlich zur Berufsausbildung gesucht werden.• Die Verkürzung von Ausbildungszeiten und -inhalten sowie das Absenken desQualifikationsniveaus haben Konsequenzen für das Berufskonzept.• In der Regel mangelt es an Anrechenbarkeit zwischen den verschiedenenQualifikationen und unterschiedlichen Lernorten.6

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