Präsentation des Vortrages - Eine Welt Netz NRW

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Präsentation des Vortrages - Eine Welt Netz NRW

Schwerpunkte der Zukunftsstiftung LandwirtschaftSaatgutfondsbiol. Züchtungsforschungu. SaatgutentwicklungAllgemeine ProjektförderungSchulbauernhöfe, Forschung,Tagungen,…Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftGeschmacksvielfaltoder Einheitsbrei ?Kann der Ökolandbaudie Welt ernähren?Weltagrarbericht 2008, Greenpeace Studie 2004Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftHunger / WelternährungKlima, Energie, Wasser,Biodiversität, Saatgut und BodenLandwirtschaft hat mit allen zukünftig relevantenThemen zu tun!Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftWarum hat Ldw. eine so hohe Relevanz?• nur ca. 30 % der Erdoberfläche ist Land!• 38 % der Landfläche (ca. 5 Mrd. ha) wird ldw. genutzt• 70 % der genutzten Fläche (ca. 3,4 Mrd. ha) istWeideland !!!• 30 % dienen dem Ackerbau (ca. 1,4 Mrd. ha)Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung Landwirtschaft• über 30 % dieser Ackerfläche dienen ???• …der Tierfütterung• Faustzahl: 80% der ldw. Fläche weltweit dient derTierernährung, 20 % des Pflanzenbaus für die direktemenschliche Ernährung (und Rohstoffe wie Baumwolleoder Biodiesel, etc.)• Demgegenüber: tierische Lebensmittel machen nur 17%der weltweiten Nahrungsversorgung aus! (FAOSTAT, 2008)Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


„A safeoperatingspace forhumanity“Der sichereBetriebs-Bereich derMenschheitRockstroem et. al.Nature Vol 461|24September 2009Willkommen im Anthropozän!10 ChemischeVerschmutzung9 Aerosolein derAtmosphäre8 Verlust anArtenvielfalt1 Klimawandel10 KritischeGlobale?Kreisläufe?fürdie Stabilitätdes Holozäns2 Versauerungder Ozeane3 Ozonloch4 Stickstoff-Kreislauf5 Phosphor-KreislaufIAASTD: „Die Rolle der Landwirtschaft 7 Veränderte als Ökosystem-Dienstleister 6 Süsswassernutzung wird für eineglobal nachhaltige Entwicklung an Bedeutung Landnutzung gewinnen und für das Überlebender Menschheit auf diesem Planeten eine zentrale Rolle spielen.“Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftBiodiversität – auch eine Frage des Anbausund der Kulturpflanzen!• Von 7.000 Pflanzenarten ernährten sich die Menschen• 30 Kulturarten liefern heute weltweit 90 % derLebensmittel• Bauern kultivierten ca. 4.000 Kartoffelvarietäten und100.000 Reissorten• Heute dominieren wenige Sorten den AckerbauFair Messe Dortmund, 08.09.2013


Konzentration auf dem SaatgutmarktMarktkonzentration im Saatgutmarkt• Vor 35 Jahren gab es weltweit noch 7.000 Saatgutfirmen. (eed3/2006)• Keine davon hatte einen Weltmarktanteil von über 1 %.• 2004 kontrollierten 10 Konzerne fast 50 % des Saatgutmarktes.(www.etcgroup.org)• Ende 2007 kontrollierten die „big ten“ schon 67% des Marktes• Inzwischen beträgt deren Weltmarktanteil 74% (etc group 2011)• Saatgutzüchtung für eine erdölgetriebene LandwirtschaftFair Messe Dortmund, 08.09.2013


1960 – 2000: Getreideproduktion ca. 250%Quelle:Source: David Tilman et. Al, Agricultural sustainability and intensive production practices, Nature 2002Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Pesticide production (mio tonnes / yr)Global pesticide imports (bioUS $ / yr)Pestizide ca. 400 %Nach David Tilman et. Al, Agricultural sustainability and intensive production practices, Nature 2002Quelle:Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Stickstoffverbrauch + 700%Ca. 5% der weltweiten Gas-Produktionca. 2% der weltweiten Energie-ProduktionFair Quelle: Messe Royal Society, Dortmund, 2009, 08.09.2013Reaping the benefits


Fair Messe Dortmund, 08.09.2013 Quelle: FAO Food Outlook, Juni 2009


Zukunftsstiftung LandwirtschaftEin entscheidender Hebel:Fleischverbrauch reduzieren!• Um die Erderwärmung unter 2 Grad C. zu halten, müssen wir bis2050 Treibhausgasemissionen um ca. 80 % senken• Die Massentierhaltung treibt jedoch den Klimawandel voran- durch vermehrte Freisetzung von Lachgas und Methan- durch Abholzung für Futterflächen- unnötigen Getreideverbrauch• Ethische Fragen?Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung Landwirtschaft….so geht es nicht weiter: Teller oder Trog?Verdreifachung des Fleischkonsums in 40 Jahren!Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Ernährungs-Effizienz: 44 %• 20 – 30% der indischenProduktion verrottetnach der Ernte• Die Kalorien, die bei derKonversion vonGetreide in Fleischverloren gehen,könnten theoretisch 3,5Milliarden Menschenernähren (UNEP)• In den USA werden c.a.50% aller Nahrungsmittelweggeworfen, inder EU ca 30 %13%26%WeltweiterDurchschnittohne Agrarsprit17%Fair Messe Dortmund, 08.09.2013Quelle: UNEP, The environmental food crisis, 2009


Zukunftsstiftung LandwirtschaftWeser-Ems-Gebiet,Niedersachsen: rund500 000 neueSchweinemastplätzeVerteilt auf ca. 500 mal 1000Tierplätze (TP)Produktionskosten:1,20- 1,30 €/kgSchweinefleischNeue Bundesländer/Beitrittsländer:Brandenburg: 125 000SchweineplätzeVerteilt auf wenige Anträgezu 20 000 bis 90 000 TPPolen: Smithfield-Anlagenmit 100 000 Tierplätzen undgrößerProduktionskosten:0,95 €/kgSchweinefleisch(Quelle: R. Benning, BUND)Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftWelche Folgen hat die zunehmende Industriealisierungder Landwirtschaft in Deutschland und Europa• Vernichtung bäuerlicher Existenzen1999: ca. 141.000 Schweinebauern in D2009: ca. 62.000 Schweinebauern in D• Zunahme der tierquälerischen Massentierhaltung• Überdüngung der Bödenheute immer noch ca. 100 kg N-Überschuss pro ha• zunehmender Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltungca. 780 Tonnen in der Veterinärmedizin!!!Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


„Business as usual is not an option“Die Herausforderungen der kommenden 40 Jahre sind mitden Methoden der letzten 40 Jahre nicht zu bewältigenWeiter wie bisher ist keine OptionFair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftWas kann politisch getan werden?• Kosten, die durch eine energieintensive Ldw. entstehenmüssen internalisiert werden: Preise müssen dieWahrheit sagen• Europaweit muss der Anbau von heimischenEiweißpflanzen gefördert werden• Einführung einer Stickstoffsteuer• Förderung einer vielseitigen Fruchtfolge• Verbot der MassentierhaltungFair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftWas kann jeder Mensch persönlich tun?• Fleisch- und Wurstverbrauch deutlich senken• Biofleisch (Bioland, Demeter, Naturland) oderQualitätsfleisch (Neuland) kaufen• Bio und Regional ist erste Wahl! („Wissen wo`sherkommt“)• Gute Einkaufsplanung – wenig wegwerfen (taste thewaste)Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftEin entscheidender Hebel:• Landwirtschaft umstellen auf Ökolandbau!• Landwirtschaftliche Betriebe als „weitestgehend in sichgeschlossene Betriebsorganismen“ gestalten.• Bodengebundene Tierhaltung• Vielseitige Betriebe (Fruchtfolge, Tierhaltung,Landschaftsgestaltung)Dies sind wesentliche Grundsätze des ökologischenLandbaus.Daher fördern wir auch nur Projekte des Ökolandbaus.Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftProjekte der ZSL zur Stärkung einer zukunftsfähigenEntwicklung (Beispiele)• Forschung für artgerechte TierzuchtStandortgerechte Rinderzucht GraubündenDas Projekt zur standortgerechten Rinderzucht wird vomForschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in der Schweizdurchgeführt: „Der Kuhtyp muss zum Betriebstyp passen“. OptimaleLeistung mit optimalem Grundfutter!Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftProjekte der ZSL zur Stärkung einer zukunftsfähigenEntwicklung (Beispiele)• Ökologische und gentechnikfreie ZüchtungsforschungBeispiel: Stinkbrand• Freilandversuch der ETH Zürich mit transgenemWeizen: Erhöhte die Widerstandfähigkeit der SorteVon 20% auf 30%.• Die Biozüchter Peter Kunz und Dr. Hartmut SpießKönnen heute schon Sorten mit99% Stinkbrand-Resistenz anbieten.Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftProjekte der ZSL zur Stärkung derGeschmacksvielfalt (Beispiel)• Geschmack bisher kein explizitesZuchtziel der konv. Gemüsezüchtung• Biozüchter Dieter Bauer hat 1999erstmals eine Möhrensorte beimBundessortenamt angemeldet,die u.a. „Geschmack“ als Unterscheidungsmerkmalaufwies.• Untersuchungen des Bundessortenamts zeigten:„Rodelika hatte den höchsten Zucker- und TS-Gehalt, hoheCarotinwerte und den besten Geschmack“. (Gemüse 9/2000)Fair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftProjekte der ZSL zur Stärkung einer zukunftsfähigenEntwicklung (Beispiele)• SchulbauernhöfeFair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung LandwirtschaftProjekte der ZSL zur Stärkung einer zukunftsfähigenEntwicklung (Beispiele)• SchulbauernhöfeFair Messe Dortmund, 08.09.2013


Zukunftsstiftung Landwirtschaft„Es ist zu spät um Pessimist zu sein!“ (Zitat aus dem Film „Home“http://www.youtube.com/user/homeprojectDE)„Weiter wie bisher ist keine Option“ www.weltagrarbericht.deFair Messe Dortmund, 08.09.2013

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