Sylvia Jurewitz-Freischmidt Krone und Schafott Maria Stuart und ...

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Sylvia Jurewitz-Freischmidt Krone und Schafott Maria Stuart und ...

Pressestimmen zu : Sylvia Jurewitz-Freischmidt, Krone und Schafott

Sylvia Jurewitz-Freischmidt

Krone und Schafott

Maria Stuart und Elisabeth I. –

Eine Doppelbiographie

2008, 480 Seiten,

Farb- und SW- Abbildungen,

Register, gebunden,

ISBN 978-3-938047-39-2,

24,80 Euro/ 43,50 sfr

Inhalt:

• Karfunkel 79, Dez. 2008/ Jan. 2009

• www.literaturmarkt.info

• Oberösterreichische Nachrichten, 24.Dez. 2008

• Buchprofile, Jg. 54, Heft 1, 2009

• G/Geschichte 2/2009

Karfunkel 79, Dez. 2008/ Jan. 2009

Von Claudia Beckers-Dohlen

Endlich gibt es wieder Nachschub auf dem Büchermarkt von Sylvia Jurewitz-Freischmidt! Kaum

eine Autorin vermag so gekonnt Geschichte quasi in Romanform interessant und lebendig zu

vermitteln.

Diesmal geht es um die beiden wohl berühmtesten Kontrahentinnen um die Macht auf den

Britischen Inseln: Maria Stuart und Elisabeth I. Das Leben beider Königinnen ist so eng

miteinander verflochten, daß die eine kaum etwas tun kann, was sich nicht auf das Schicksal der

anderen auswirkt. Das tragische Ende ist allgemein bekannt: Elisabeth behält die Krone, Maria

endet auf dem Schafott. Was aber bis zu diesem bitteren Ausgang zwischen den beiden und

in ihrem jeweiligen Umfeld geschieht, erzählt die Autorin spannend und mitreißend, dabei stets

absolut quellennah und bis ins Detail genau recherchiert. „Geschichte erleben" ist das Motto des

Casimir Katz Verlags, und dem wird dieses Buch voll und ganz gerecht. Das sollte man sich nicht

entgehen lassen!

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www.literaturmarkt.info

Rivalinnen bis zum Tode

Von Susann Fleischer

Ende des 18. Jahrhundert schrieb Friedrich Schiller sein Drama "Maria Stuart". Thematisiert wird die

seit Generationen herrschende Rivalität Englands (dargestellt durch die amtierende Königin

Elizabeth l.) und Schottlands (vertreten durch die vertriebene Königin Maria Stuart). Maria sieht sich

als rechtmäßige Nachfolgerin Elizabeths auf dem englischen Thron. Aus diesem Grunde wird sie

gefangen genommen und muss künftig um ihr Leben bangen. Die in diesem Drama inszenierte

Problematik beruht auf den Lebensgeschichten beider Königinnen, die sich als Monarchinnen

beweisen müssen. Interessant sind hierbei sowohl die Parallelen als auch Unterschiede beider

Biographien. Einen ausführlichen Einblick gibt das Buch "Krone und Schafott. Maria Stuart und

Elisabeth l. Eine Doppelbiographie" von Sylvia Jurewitz-Freischmidt.

Den Mittelpunkt dieses Buches bilden die beiden britischen Herrscherinnen Elizabeth l. und Maria

Stuart, beginnend mit dem Zeitpunkt kurz vor ihrer Geburt und endend mit dem Tod beider. Die

Lebensgeschichten dieser Monarchinnen beginnen grundverschieden. Maria Stuart gilt als legitime

Nachfolgerin ihres Vaters James V., welcher der Neffe Heinrich des VIII. von England ist. Seine

Schwester hat zuvor den schottischen Thronfolger geheiratet. Maria tritt als Einjährige die Nachfolge

ihres Vaters an und folgt ihm auf dem Thron Schottlands. Allerdings geht sie unter anderem aus

Gründen der Bildung nach Frankreich. Im Jahre 1558 heiratet sie den zukünftigen König

Frankreichs. Doch angesichts seines frühen Todes beschließt Maria, zurück nach Schottland zu

gehen und dort ihren Herrschaftsanspruch als "Queen of Scots" durchzusetzen, ihr Land und ihre

Untertanen zu rekatholisieren, die nun zumeist Anhänger der reformierten "Kirk" sind. Die sieben

Jahre ihrer Regentschaft sind geprägt durch vielerlei Aufstände, Taktierungen und Ängsten um ihr

Leben. Nach der Ermordung ihres zweiten Ehemanns Henry Stewart, auch bekannt als Lord

Darnley, heiratet sie ihren womöglich treuesten Anhänger James Hepburn, Earl of Bothwell. Doch

diese Verbindung führt zum Sturz Marias und deren unumgängliche Flucht nach England. Dort wird

sie allerdings gefangen gesetzt und schließlich im Jahre 1587 auf dem Schafott hingerichtet.

Ganz anders hingegen gestaltet sich das Leben der englischen Thronfolgerin Elizabeth t. Sie gilt in

der katholischen Welt als Bastard Heinrichs VIII. mit Anne Boleyn, die wegen angeblichen

Ehebruchs geköpft wird. Aus dieser Vergangenheit heraus hat sie nach Ansicht des Papstes und

anderer katholischer Herrscher Europas (so unter anderem der französische König, der Maria als

Königin Englands proklamiert) kein Anrecht auf den Thron. Bereits in ihrer Kindheit muss sie ständig

um ihr Leben fürchten, bis sie schließlich 1558, nach dem Tod ihrer Halbschwester Maria l. Tudor,

Staatsoberhaupt Englands wird. Elizabeth ist fortan Oberhaupt der von ihrem Vater gegründeten

anglikanischen Kirche, die protestantisch geprägt ist. Allerdings strebt sie eine Toleranzpolitik

zwischen Protestanten und Katholiken an. Nicht nur in dieser Angelegenheit betätigt sie sich als

Vorreiterin, sondern sie etabliert England als Seemacht und kulturelles Zentrum (geprägt durch die

berühmten Dramatiker William Shakespeare und Christopher Marlowe). Elizabeth l. geht als "Virgin

Queen" in die Geschichte ein.

Obwohl beide Herrscherinnen grundverschieden sind (Maria Stuart ist katholisch und Elizabeth l.

protestantisch; Maria ist insgesamt dreimal verheiratet, während Elizabeth nie einen Mann ehelicht;

Maria greift eher durch, während Elizabeth eine Verzögerungstaktik verfolgt), müssen sie sich als

weibliche Herrscherinnen auf dem europäischen Polit-Parkett bewähren. Dabei haben sie nicht nur

Freunde um sich herum, sondern ziehen sich auch Feinde zu. Aber letztendlich gehen sie als

großartige Herrscherinnen in die Weltgeschichte ein.

Jurewitz-Freischmidt zeigt mit ihrem Buch ein detailliertes Bild dieser beiden Regentinnen, die ihrer

Zeit weit voraus waren. Dabei werden alle wichtigen Ereignisse von Beginn bis Ende beider

Königinnen ganz genau auf- und nachgezeichnet. Doch nicht nur deren Leben wird mit all seinen

Vorkommnissen und Besonderheiten wiedergegeben, sondern auch das ihrer Anhänger und auch

Feinde. So gibt es eine Fülle von Namen und englischen/schottischen Titeln. Zwar gibt es am Ende

des Buches eine Stammtafel, die verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den Tudors (die

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Herrscher Englands) und den Stuarts (die Herrscher Schottlands) aufzeigen, doch wäre ein Glossar

gleichfalls wünschenswert gewesen. Auf diese Weise wären die vielen Informationen diverser

Nebenpersonen besser verständlich.

Deutlich erkennbar ist die ständige Rivalität beider Königinnen, die Jurewitz-Freischmidt an vielen

Stellen anhaltend hervorhebt. Sie macht den Zugang zu diesen zwei Persönlichkeiten leichter und

verleitet dazu, Näheres über die damalige Zeit erfahren zu wollen. Das Buch ist für jene leichter zu

verstehen, die sich mit der Problematik schon auf dem einen oder anderen Wege beschäftigt haben

und denen aus diesem Grunde die agierenden Personen bereits geläufig sind. Für andere empfiehlt

sich ein schrittweises Herangehen, um alles genau verstehen zu können.

Oberösterreichische Nachrichten, 24. Dez. 2008

Zwei Königinnen im Spannungsfeld

Heuer jährten sich zum 450. Mal: die Heirat von Maria Stuart, Königin der Schotten, in Frankreich,

und die Krönung von Elizabeth Tudor zur englischen Königin in London. Diese zeitliche Parallelität

prägte die beiden Cousinen ebenso wie ihre politische Lebensgeschichte und Rivalität. Die Vita der

beiden Frauen war miteinander verwoben. Ein Grund mehr für diese detailreiche, fundierte

Doppelbiographie.

Buchprofile, Jg. 54, Heft 1, 2009

Doppelbiographie von Elisabeth I. von England und Maria Stuart von Schottland

Von Heinrich Pleticha

Seit Schiller gehören wohl Elisabeth I. und Maria Stuart in Deutschland zu den bekanntesten

europäischen Fürstinnen, und vor allem das tragische Schicksal der schottischen Königin hat immer

wieder zu literarischen Darstellungen in Biographien oder Romanen gereizt. Insofern bietet dieses

Buch stofflich nichts Neues oder zumindest selten Dargestelltes, wohl aber lässt die Art der

Gestaltung aufmerken. Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte der beiden Frauen vor dem

Hintergrund ihrer Zeit im Nebeneinander und zeigt die Verbindungen und Verknüpfungen bis zum

tragischen Höhepunkt auf. Sie analysiert dabei nicht episch breit oder dozierend, sondern triebt ihre

Leser bewusst vorwärts. Fast 500 Seiten im Präsens sind gewiss nicht nach jedermanns

Geschmack, und man muss sich erst einmal einlesen. Dazu kommt noch eine betonte Dramatik

durch die zahlreichen Zwischenüberschriften, die uns fast auf jeder Seite begegnen und der

Darstellung schon rein äußerlich eine unruhigen Charakter geben. Aber die Autorin hat sich

gründlich mit den Schicksalen der beiden Fürstinnen auseinandergesetzt, sie versteht es geschickt,

Details aufzuarbeiten, und liefert so ein stoffreiches Zeitbild, wie es gerade einen breiteren historisch

interessierten Leserkreis ansprechen wird.

G/Geschichte 2/2009

Von Claudia Mylius

Im selben Jahr 1558, als die 25-jährige Elisabeth Tudor den englischen Thron bestieg, heiratete ihr

15-jährige Kusine Maria den französischen Thronfolger. Nichts deutete darauf hin, dass sich ihrer

beider Wege jemals, und dann mit tödlichem Ausgang, kreuzen würden. Maria war aber nicht nur

Königin des ewigen Rivalen Schottland; sie war auch beim traditionellen katholischen Glauben

geblieben. Für Elisabeths Gegner, die den „Bastard“ und die „Ketzerin“ auf dem Thron ablehnten,

wurde die Stuart zum Zielpunkt ihrer Hoffnungen auf einen Umsturz. Und dann manövrierte sich

Maria durch eine Folge törichter Entscheidungen in die Situation, dass sie ausgerechnet zu ihrer

Kusine fliehen musste… Damit war die Bühne für das fast 20 Jahre dauernde Drama errichtet, an

deren Ende das Schafott stand. Die Autorin zeichnet dieses Drama und die so gegensätzlichen

Protagonistinnen mit Verständnis und Einfühlungsvermögen nach.

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