Schloss Eberstein

casimirkatzverlag

Schloss Eberstein

Pressestimmen zu : Wolfgang Froese/Martin Walter (Hrsg.), Schloss Eberstein

Wolfgang Froese/Martin Walter (Hrsg.)

Schloss Eberstein

Menschen, Geschichte, Architektur

2009, 192 Seiten, gebunden,

zahlreiche, meist farbige Abbildungen,

Sonderveröffentlichung des Kreisarchivs Rastatt Bd. 7

26,80 €

ISBN: 978-3-938047-46-0

Inhalt:

• Badische Neueste Nachrichten, 18.9.2009

• Badisches Tagblatt, 18.9.2009

• Der Sonntag, 11.9.2009

Badische Neueste Nachrichten, 18.9.2009

Schloss Eberstein: Historie und Aktualität

Bauliches Kleinod in Wort und Bild ausgeleuchtet / Froese und Walter stellten

Basiswerk vor

Von Rainer Wollenschneider

Stilecht fand die Vorstellung des fast 200 Seiten umfassenden Buches: „Schloss Eberstein -

Menschen, Geschichte, Architektur", im Ebersteinsaal des baulichen Kleinods hoch über der

Murg bei Gernsbach statt. Zahlreichen „Premierengästen" konnten die Herausgeber Wolfgang

Froese und Martin Walter, dank der Kooperation des Casimir Katz Verlages und des

Landkreises Rastatt, ein Buch vorstellen, das schon sehr lange fällig war.

Der Band Sieben der Sonderveröffentlichungen des Kreisarchivs Rastatt enthält ein Dutzend

Aufsätze eines namhaften Autorenteams, die als Basiswerk Historie und Aktualität des

einstigen Adelssitzes erfreulich erhellen können.

Mit der Äußerung: „Das Buch ist anspruchsvoll, aber gut zu lesen", brachte die Verlegerin

Sabine Katz den Inhalt von „Schloss Eberstein" auf den Punkt. Für den Landkreis wies

Dezernent Klaus Haberecht darauf hin, dass kein zweites Bauwerk die Murgtalregion so

entscheidend mitgeprägt hätte. Erfreulich für den Landkreis Rastatt sei, dass man gemeinsam

mit einem Verlag Regionalgeschichte attraktiv vermitteln könne. Nach Haberecht sei der

„Spagat zwischen wissenschaftlichem Arbeiten und Attraktivität" gelungen und der „Landkreis

als Bildungsträger" konnte sich wieder einmal vorstellen.

Kreisarchivar Martin Walter gab wertvolle Hinweise zum Inhalt. So hat sich Marco Müller der

Geschichte des Schlosses Eberstein angenommen, zu der er einen ausführlichen

wissenschaftlichen Apparat liefert, der zum Weiterforschen auffordert. Sehr viele neue

Erkenntnisse zur Baugeschichte des derzeitigen Schlossbaues seit 1800 kann Martin Walter

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Pressestimmen zu : Wolfgang Froese/Martin Walter (Hrsg.), Schloss Eberstein

beisteuern. Überraschend, dass der berühmte Friedrich Weinbrenner, „das Schloss Eberstein

neu erfunden" hatte. Irene Schneid-Horn ging auf das Leben im markgräflichen Bauwerk ein,

das beispielsweise 1689 als Fluchtburg diente.

Im Ebersteinband widmete sich Uwe A. Oster wechslungsreich dem Schloss im 19. und 20.

Jahrhundert mit schönen Bildern. Autor Klaus Goebes ging auf den Weinbau beim Schloss seit

2002 ein. Man vermisst einen Hinweis, dass der Ebersteiner Wein in Rastatt gekeltert wird.

Sicher ließe sich auch das Kapitel von Cornelia Renger-Zorn zu Sage und Literatur um

manches „sagenhafte" Detail erweitern. Dafür überrascht die Autorin mit bekannten Gästen,

wie Victor Hugo und Alexandre Dumas. Während zum Beitrag von Elke Osterloh und

„Malerische Ansichten" mehr Bilder nicht geschadet hätten, bringt Sigrid Preuss-Fieting

fundiert das Arboretum, einem Lehrpfad beim Schloss nahe. Auch Ausführungen von Martin

Walter zu den Schlossbergrennen lockern das Ganze auf. Ein Genuss zu lesen sind die

beiden Aufsätze von Schlossherr Gerd Overlack, dessen 101-jährige Mutter Anneliese es sich

nicht nehmen ließ, bei der Buchvorstellung dabei zu sein. Einmal bringt er die

Spitzengastronomie des Pächterehepaares Werner nahe, um dann spannend unbekannte

Details zur Restaurierung von 2000 bis 2008 einzugehen.

Gerd Overlack macht Lust auf mehr, denn ergänzend zu seinen Ausführungen im

Ebersteinbuch berichtete er von Speicherfunden, wie dem „Mann mit dem goldenen Helm" und

20 Gipsbüsten.

Ein ausführlicher Anhang wertet das Buch „Schloss Eberstein" zudem auf, das zu einem

Preis von 26,80 Euro im Buchhandel oder beim Casimir Katz Verlag in Gernsbach erhältlich

ist.

Badisches Tagblatt, 18.9.2009

Die Geschichte des Schlosses wird lebendig

Vorstellung des neuen Buchs über Schloss Eberstein im Rittersaal / Autorenteam erstellt

erstmals moderne Gesamtdarstellung

Von Veronika Gareus-Kugel

Den Ort für diese Buchvorstellung hätte man nicht besser wählen können: Das

hochherrschaftliche Ambiente des Rittersaals auf Schloss Eberstein sprach für sich. „Schloss

Eberstein - Menschen, Geschichte, Architektur" heißt dieses Buch verschiedener Autoren. Es

sei „eine Tour de Force durch die Region", so Kreisarchivar Martin Walter am Mittwochabend.

Mit diesem Buch werden erstmals das Schloss und seine wechselhafte Geschichte in einer

modernen Gesamtdarstellung gewürdigt. Es mache seine Geschichte lebendig, dessen

Erbauer das Grafengeschlecht der Ebersteiner und später das Haus Baden waren, so Claus

Haberecht vom Amt für Strukturförderung im Landratsamt Rastatt. Er freue sich, mit diesem

siebten Band der Sonderveröffentlichungen des Kreisarchivs Rastatt (in der Verantwortung

von Martin Walter und Wolfgang Froese vom Casimir-Katz-Verlag) eine Publikation vorstellen

zu können, die sich nahtlos in eine Reihe von kommunalgeschichtlichen Werken des Verlags

einreihe.

Verlegerin Sabine Katz führte aus, dass es schon immer der Wunsch ihres verstorbenen

Vaters, Verlagsgründer Dr. Casimir Katz, gewesen sei, ein Buch über das auf einem

markanten Felssporn über der Murg thronende Gebäude zu schreiben. Es war mit größter

Wahrscheinlichkeit bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung 1272 vom Grafenhaus

Eberstein als Neueberstein errichtet worden und diente bis zum Aussterben des Geschlechts

als Stammsitz.

Geschichte spannend zu erzählen war auch der Anspruch der Autoren, stellte Kreisarchivar

Walter das Buch vor. In kurzweiligen und charmant verfassten Abhandlungen stellen die zehn

Buchautoren Menschen vor, die dort lebten und wirkten, beschreiben die vielfältigen

Nutzungen von Burg und Schloss, gehen der Baugeschichte nach und schildern die

Bedeutung von Eberstein in Sage, Literatur und Kunst. Denn es gibt kein Bauwerk in

Mittelbaden, das seit rund 750 Jahren nahezu ununterbrochen genutzt und bewohnt wird.

Entsprechend groß ist auch der Schatz an Erzählungen und Geschehnissen. Erzählt wird auch

die Geschichte von der Wandlung der mittelalterlichen Burg zur Sommerresidenz der

badischen Markgrafen und Großherzöge sowie zum Luxushotel und Gourmetrestaurant.

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Pressestimmen zu : Wolfgang Froese/Martin Walter (Hrsg.), Schloss Eberstein

Mit dem Erwerb der Schlossanlage durch Katharina und Gerd Overlack endet die lange und

wechselvolle Geschichte des Gemäuers vorerst. Während der rund achtjährigen

Restaurierungsphase ging es zum Teil sehr abenteuerlich zu, erläuterte der Schlossherr den

Besuchern. Ein wenig Entdeckerstolz schwang mit, als er von einigen Funden auf dem

Dachboden erzählte. Versehen mit witzigen Fußnoten, sprach der gebürtige Gernsbacher von

den Erlebnissen, die das Ehepaar während der Bau- und Restaurierungsphase hatte. Ein

Bauherr kann nur so erzählen, wenn er weiß, dass vielleicht nicht alles überstanden ist, was

das Bauwerk betrifft, der sich aber über das gelungene Ergebnis einer langjährigen Bau- und

Restaurierungsphase freuen kann.

Der Sonntag, 11.9.2009

„Wir waren verliebt in das Ambiente“

Beliebtes Ausflugziel hoch über der Murg

Von Annette Borchardt-Wenzel

Es begann in Spanien mit dem üblichen Smalltalk. Der Mann, mit dem der Kölner Unternehmer

Gerd Overlack ins Gespräch kam, war der ehemalige Geschäftsführer des Auktionshauses,

das 1995 für den Markgrafen von Baden das Inventar des Neuen Schlosses in Baden-Baden

versteigert hatte. Overlack, der in Gernsbach aufgewachsen ist, nutzte die Gelegenheit, sich

nach dem Schicksal des markgräflichen Schlosses Eberstein zu erkundigen. „Wollen Sie

Schloss Eberstein kaufen?“, fragte der andere. Für Overlack war das unvorstellbar und so

antwortete er: „Quatsch“. Ein gutes Jahr später, im Juni 2000, war er Schlossbesitzer. Über die

Kosten merkt Overlack im neuen Buch über Schloss Eberstein lediglich an: „Wer glaubt, der

Käufpreis hätte die berühmte symbolische Mark betragen, der irrt gründlich. Unsere

Bargeldreserven waren zum überwiegenden Teil aufgezehrt.“ Seine Frau und er, so erzählt

Overlack, hatten keine Ahnung, was auf sie zukommen würde: „... aber wir waren verliebt

in das Ambiente, den unglaublichen Charme des eng auf dem Felssporn über Gernsbach und

Obertsrott zusammengedrängten Gebäudekompexes aus verschiedenen Jahrhunderten und

über seine Lage mit dem unvergleichlichen Blick in den sich aufbauenden Nordschwarzwald

und in der anderen Richtung auf das immer breiter werdende Murgtal bis Rastatt und über den

Rhein bis zu den Pfälzer Bergen.“

Das Schloss, das Overlack in einer fast acht Jahre währenden Bauzeit sanieren ließ,

beherrscht seit rund 750 Jahren nicht nur optisch das mittlere Murgtal. Die Grafen von

Eberstein hatten im 13. Jahrhundert den steil abfallenden Bergsporn, etwa 130 Meter über der

Murg, als Standort für eine neue Burg ausgewählt. Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss,

das 1272 erstmals als „novum castrum Eberstein“ urkundlich erwähnt wurde, allerdings erst im

19. Jahrhundert – die berühmten badischen Baumeister Friedrich Weinbrenner und Heinrich

Hübsch haben es regelrecht „neu erfunden“. Als sie sich an die Arbeit machten, war das einst

mächtige Geschlecht der Ebersteiner schon lange ausgestorbenen. Markgraf Karl Friedrich

von Baden, der spätere erste Großherzog, hatte die Ruine seinem zweitgeborenen Sohn

Friedrich überlassen, der sie zum Sommersitz umbauen ließ. Als der Schlossherr 1829 starb,

ließ sich sein Halbbruder Leopold von der romantischen Szenerie verführen. Leopold, der

1830 Großherzog von Baden wurde, lebte auf Schloss Eberstein seinem „Traum vom

Mittelalter“ aus.

Weil Leopold das Schloss aus seinem Privatvermögen erworben hatte, blieb es im Besitz der

ehemaligen Herrscherfamilie, als 1918 die Monarchie endete. Wegen der finanziellen Nöte der

markgräflichen Familie wurde es schließlich verkauft – nicht an einen ausländischen Investor,

wie das Neue Schloss in Baden-Baden, sondern an Gerd Overlack. Heute ist Schloss

Eberstein eine Stätte der Spitzengastronomie, aber auch der regionalen Küche, die viele

Ausflügler anlockt; es beherbergt ein Hotel und seit 2002 wird auch wieder Wein angebaut.

Freilich teilt Gerd Overlack das große Problem aller Schlossbesitzer. Obwohl die

Restaurierung erst Ende 2008 abgeschlossen wurde, blättert an einigen Stellen bereits wieder

die Farbe ab: Der Satz, „sobald man hinten fertig ist, fängt man vorne wieder an,“ scheint sich

auch auf Eberstein zu bewahrheiten.

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Pressestimmen zu : Wolfgang Froese/Martin Walter (Hrsg.), Schloss Eberstein

Das neue Buch über Schloss Eberstein

Von Annette Borchardt-Wenzel

Zum Teil recht persönliche Einblicke in die Restaurierung von Schloss Eberstein in den Jahren 2000 bis

2008 sowie in das Hotel- und Gastronomiekonzept gibt Schlossbesitzer Gerd Overlack im neuen

Buch über das beliebte Ausflugsziel bei Gernsbach. Zehn Autoren, darunter viele Historiker, beleuchten

in der lesenswerten Gesamtdarstellung Schloss Eberstein. Dabei legen sie den Fokus nicht nur auf die

Baugeschichte. Sie stellen die Menschen vor, die hier lebten und wirkten, beschreiben die vielfältigen

Nutzungen von Burg und Schloss während der vergangenen Jahrhunderte und zeigen die Bedeutung

von Eberstein in Kunst und Literatur auf. So erfährt der Leser etwa, welcher Die Herren von Eberstein

spielten bei der Erschließung und Besiedelung des Nordschwarzwalds – vor allem des Murgtals – eine

wichtige Rolle. Das erste Machtzentrum der bis zum Ende des 11. Jahrhunderts namenlosen

Adelsfamilie ist im Raum um Ottersweier, Bühl und Sinzheim nachweisbar. Benannt haben sich die

Ebersteiner nach ihrer Burg (Alt-) Eberstein bei Baden-Baden. Einen neuen Stammsitz errichteten sie

auf dem Bergsporn bei Gernsbach – Neu-Eberstein ist erstmals 1272 urkundlich erwähnt. Die Grafen

von Eberstein, die unter anderem die Klöster Herrenalb und Frauenalb gründeten, erwarben auch

umfangreichen Besitz im oberen Pfinztal, am Buhrrain und im Kraichgau. Im 12. und in historische Kern

in den Sagen von der „Rose von Eberstein“ und dem „Grafensprung“ steckt. Auch der Baumlehrpfad

sowie die Schlossbergrennen, die von 1970 bis 1989 stattfanden, werden beleuchtet.

Ein eigenes Kapitel ist dem Weinbau auf Schloss Eberstein seit 2002 gewidmet. Das von Wolfgang

Froese und dem Rastatter Kreisarchivar Martin Walter herausgegebene Buch nimmt die Leser mit auf

einen spannenden Streifzug durch acht Jahrhunderte.

Wer waren eigentlich die Grafen von Eberstein?

Vom Niedergang profitierten die Badener

Von Annette Borchardt-Wenzel

Die Herren von Eberstein spielten bei der Erschließung und Besiedelung des Nordschwarzwalds

– vor allem des Murgtals – eine wichtige Rolle. Das erste Machtzentrum der bis zum Ende

des 11. Jahrhunderts namenlosen Adelsfamilie ist im Raum um Ottersweier, Bühl und Sinzheim

nachweisbar. Benannt haben sich die Ebersteiner nach ihrer Burg (Alt-) Eberstein bei Baden -

Baden. Einen neuen Stammsitz errichteten sie auf dem Bergsporn bei Gernsbach – Neu-Eberstein

ist erstmals 1272 urkundlich erwähnt. Die Grafen von Eberstein, die unter anderem die Klöster

Herrenalb und Frauenalb gründeten, erwarben auch umfangreichen Besitz im oberen Pfinztal,

am Buhrrain und im Kraichgau. Im 12. und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts befanden

sie sich auf dem Höhepunkt ihrer Macht – sie standen zu dieser Zeit durchaus auf Augenhöhe

mit den Markgrafen von Baden. Es kam zu Heiratsverbindungen zwischen den konkurrierenden

Adelshäusern. Doch bereits 1283 fiel die Burg Alt-Eberstein mit Rastatt, Kuppenheim und

Rotenfels an die Badener; der Niedergang der Ebersteiner begann. Vom Zerfall ihrer Herrschaft

profitierten die Markgrafen von Baden kräftig; sie konnten sich während der nächsten Jahrhunderte

große Teile des Ebersteinischen Besitzes einverleiben. Als die Ebersteiner 1660 im Mannesstamm

ausstarben, war der Glanz des einst mächtigen Geschlechts längst verblasst.

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