Einkommens- und Sozialpolitik Vorschläge für ... - SGB - CISL

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60 Jahre SGBCISLDer SGBCISL lässt seine Werte hoch lebenAm 17. Oktober feierte der SGBCISL im Kolpinghaus in Bozen im Beisein von vielen Mitarbeitern undGästen, darunter Cisl-Generalsekretär Raffaele Bonanni, sein 60jähriges Bestehen. Bei der Festveranstaltungwurde gemeinsam auf die wechselvolle Geschichte zurückgeblickt, aber auch die Bedeutungder tragenden Werte hervorgehoben.150 Mitarbeiter und Gäste warenam Nachmittag des 17. Oktober2008 im Kolpinghaus in Bozen zusammengekommen,um den 60.Geburtstag des SGBCISL zu feiern.Im selben Gebäude hatten SandroPanizza und Alfons Benedikter aufden Tag genau vor 60 Jahren denSüdtiroler Gewerkschaftsbundals Arbeitnehmervertretung allerSprachgruppen gegründet.Landessekretär Anton von Hartungeneröffnete die Veranstaltung.In seiner Ansprache spannte er denBogen von den Gewerkschaftsgründungin der Nachkriegszeit bis zurheutigen Rolle der Gewerkschaft imZeitalter der Globalisierung und Mobilität.Über die Jahre hätten sich dieWerte Solidarität, Parteiunabhängigkeit,Pluralismus sowie die Sprachgruppenübergreifende Zusammenarbeitbewährt. „Der SGBCISL isteines der besten Beispiele für dasfriedliche Zusammenleben und füreine große interethnische Interessenvertretungin Südtirol.“ Die interethnischeAusrichtung als Ausdruck derSolidarität unter den Sprachgruppenhabe den SGBCISL zum mitgliederstärkstenGewerkschaftsbundin Südtirol gemacht, der in allenethnischen Gruppen gleichermaßenZuspruch findet. Heute sei dieMarktwirtschaft sozialer Prägungin Gefahr, mahnte von Hartungen,„wir müssen uns damals wie heuteeinsetzen für das Gemeinwohl, füreine solidarische und demokratischeGesellschaft. Es braucht unsere Gewerkschaft,unsere Werteund unserenEinsatz auchheute noch,sogar mehrdenn je!“Cisl-GeneralsekretärRaffaele Bonanni,der eigens für die 60-Jahrfeierfür vier Stunden nach Bozengekommen war, schätzte die interethnischeBesonderheit des SGB-CISL als eine wertvolle Erfahrungund verwies darauf, dass nur dieCisl wirklich unabhängig von Parteienund Institutionensei, was sie zu einerglaubhaften Interessenvertretungmache, diesich ausschließlich für dieAnliegen und das Wohlder ArbeitnehmerInneneinsetzen könne. Die aktuelleFinanzkrise machedeutlich, dass ein Kapitalismusohne Regeln undohne Rücksicht für die Menschensogar sich selbst zerstöre, so Bonanni.Europa müsse sich für ein besseresWirtschaftsmodell einsetzen undvor allem den fernöstlichen ModellenEinhalt gebieten, in denen dieMitsprache und die Würde der Arbeitnehmerkaum Platz haben.Die ehemaligen LandessekretäreKlaus Reider und Gigi Apolloniblickten in ihren Erinnerungen vorallem auf ihre Amtszeit in den 70erund 80er Jahren zurück. In diesenSchlüsseljahren erfolgte - nach derAbspaltung des ASGB 1964 undder kommissarischen Verwaltung1974-1977 aufgrund interner Konflikte– die entscheidende organisatorischeNeuorientierung und Weichenstellungdes SGBCISL. Hierbeispielten u.a. die Stärkung des interethnischenGewerkschaftsmodells,eine pragmatische Haltung zur Südtirolautonomiesowie die Dezentralisierungder Strukturen und Diensteeine wichtige Rolle.Landesrat Richard Theiner sprachdie Grußworte in Vertretung vonLandeshauptmann Luis Durnwalder,der sein Kommen kurzfristig abgesagthatte.Im Anschluss an den offiziellen Teilder Feierlichkeiten folgte das frauenpolitischeKabarett „Im Namendes Apfels“ mit gewerkschaftlichenAkzenten. Bei einem gemeinsamenUmtrunk ließen die Anwesendendie Veranstaltung ausklingen.im Bild: Raffaele Bonanni (3.v.l.) mit aktuellen und ehemaligen SGBCISL-Landessekretären7

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