Rhein-Sieg bleibt Wachstumsmarkt - GL VERLAGS GmbH

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SU •SERVICE GOLF

Am Lüderich: neues management mit neuen ideen?

Spicher gibt den Golfplatz ab –

Neuer Schwung im neuen Jahr

Was im Golfsport äußerst

selten vorkommt, ist jetzt

in RheinBerg passiert: Eine

ganze Golfanlage wechselt

den Besitzer. Ein Riesen-

grundstück und ein sport-

licher Geschäftsbetrieb.

Am Lüderich in Overath-

Steinenbrück.

Hermann-Josef Spicher, zehn

Jahre lang Eigentümer der

Anlage (vom Vater übernommen)

und Präsident des dort

beheimateten Clubs „Am Lüderich“,

ehemals Golf & Sport 2000, hat die

attraktive Anlage an seinen langjährigen

Freund Rolf Henrich-Bandis

(Bergisch Gladbach) verkauft.

In einem persönlichen Schreiben

hat Spicher dies allen 700 Mitgliedern

(ohne Begründung) mitgeteilt.

In Zeitungsberichten ist von „familiären

Planungen“ die Rede. Vom 1.

Januar an, so heißt es in dem Schreiben,

werde die Golfanlage von der neuen

Betriebsgesellschaft übernommen. Damit

endet eine Ära am Lüderich. Hermann-Josef

Spicher tritt auch als Präsident des Clubs zurück,

passives Mitglied aber will er bleiben.

Freunde unken: „Vielleicht will er ja endlich

auch mal selber Golf spielen...“

Mit Rolf Henrich-Bandis, der mit seinem

SU•kontakt 01/10

„Ist das nicht eine atemberaubende Anlage?“,

fragt Max Wilhelm Böntgen, der neue

Manager am Lüderich. Und er hat Recht.

Reifenhandel in Bergisch Gladbach einen

guten Namen hat, steigen auch Tochter Sabina

und Sohn Marcus am Lüderich ein. Die

ganze Familie gilt als „golfvernarrt“. Vater

Rolf ist „seit ewigen Zeiten“ Platzvorstand

beim Kölner Land- und Golf-Club Refrath.

Von dort bringt er auch seinen Manager

mit, Max Wilhelm Böntgen, einen der Er-

Hermann-Josef Spicher

fahrensten der Szene in

Deutschland. Für Böntgen

(„seit 38 Jahren mit der

Familie eng befreundet“)

gibt es zwar im Moment

noch keinen Titel, zusammen

mit Henrich-Tochter

Sabina wird er aber wohl

das Sagen haben am Lüderich.

Sabina wird Geschäftsführerin

und mindestens

die Verwaltung

übernehmen.

Gegenwärtig finden

diverse Gespräche über

die künftige Entwicklung

der Anlage statt. So

hat Böntgen seine

Vorstellungen, die

in vollem Einvernehmen

mit Hermann-

Josef Spicher erörtert

werden. Denn

darauf legen alle

Seiten Wert: Der Unternehmenswechsel

soll möglichst ge-

räuschlos und harmonisch verlaufen. Dennoch

lassen sich erste Änderungen bereits

erkennen.

Max Wilhelm Böntgen, der vom neuen

Inhaber Vollmachten hat, sieht Handlungsbedarf.

Im Gespräch mit „GL & LEV kontakt“

sagte Böntgen: „Die Platzpflege steht

absolut im Vordergrund.“ Darunter versteht

er nicht nur beste Grüns, sondern auch

Fairways, „die Spaß machen“. Böntgen will

„Schluchten“ verbreitern und den Blick auf

die Fahne erleichtern. Was nicht bedeutet,

dass der durchaus schwierige Kurs „geglättet“

wird. Böntgen: „Der Kurs muss seinen

Charakter und den Erlebniswert behalten.“

Aber der Spaßfaktor soll erhöht werden.

Dazu gehört auch eine Aufrüstung

der Elektrokarts und eine Umgestaltung

des Clubhauses samt Modernisierung der

Gastronomie. „Wobei wir den historischen

Hintergrund erhalten und sogar ausbauen

wollen“. Henrich-Sohn Marcus ist immerhin

gelernter Innenarchitekt. Da wird ihm

manches einfallen.

Böntgen, der aus Solingen stammt und

sich als Bergischer Jung auch am Lüderich

zu Hause fühlt, denkt auch an den Ausbau

der Nachbarschaftspflege und eine verstärkte

Einbindung der Clubmitglieder. eg

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