Hermann Schreiber Ritter, Tod und Teufel Kaiser Maximilian und ...

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Hermann Schreiber Ritter, Tod und Teufel Kaiser Maximilian und ...

Pressestimmen zu : Hermann Schreiber, Straßburg

Hermann Schreiber

Ritter, Tod und Teufel

Kaiser Maximilian und seine Zeit

2008, 349 Seiten, Farb- und SW-Abbildungen,

Register, gebunden

ISBN 978-3-938047-34-7,

24,80 Euro/ 43,50 sfr

Inhalt:

• Kulturpolitische Korrespondenz 1263/2008

• Südtirolerin 10/2008

• G/Geschichte 6/2009

• Karfunkel 84/2009

Kulturpolitische Korrespondenz 1263/2008

Kaiser im Zwielicht der Zeitenwende

Von Klaus Prinz

Der Philologe und renommierte Sachbuchautor Hermann Schreiber wurde 1920

in Wiener Neustadt geboren, also dem Ort, an dem auch der spätere Kaiser

Maximilian I. das Licht der Welt erblickte, allerdings 461 Jahre vor dem Autor.

Neben dieser coincidentia loci bietet das Jahr 2008 noch ein zeitliches

Jubiläum, da das Adelsgeschlecht der Habsburger diesen Namen seit

mindestens 900 Jahren trägt, denn die erste urkundliche Erwähnung der

Habsburg geht auf das Jahr 1108 zurück. Dem Buch liegt noch eine dritte

Besonderheit zugrunde, denn der Autor beschäftigte sich bereits vor rund 60

Jahren mit diesem Thema, wie die Erwähnung einer Vorlesung Hans Rupprichs

aus dem Jahr 1938 belegt.

Der Titel des Buches "Ritter, Tod und Teufel" geht auf einen Meisterstich

Dürers gleichen Namens aus dem Jahr 1513 zurück, der neben 19 weiteren

meist farbigen Abbildungen den Text aufwertet.

Maximilian wurde 1459 in Wiener Neustadt geboren und starb 1519 in Wels.

Dazwischen lagen fast 60 Jahre in einer unruhigen Zeit, die er ab 1486 als

Deutscher König und die letzten elf Jahre auch noch als Kaiser des Heiligen

Römischen Reiches mit gestaltete. Aus unserer heutigen Distanz und mit dem

Wissen um längerfristige Strömungen haben wir ein recht deutliches Bild dieser

Zeit. Das Mittelalter lag in seinen letzten Zügen, die Lichter der Renaissance

flackerten bereits, doch auch das Lodern der Scheiterhaufen war noch deutlich

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zu vernehmen. Der thüringische Schwan begann die böhmische Gans

abzulösen, um eine Metapher des Jan Hus aus dem Jahre 1414 zu verwenden.

Die Begeisterung der Europäer für die Dynastie der Habsburger und ihren

Anspruch hielt sich in engen Grenzen. Der Norden Italiens beschäftigte sich -

wie seit Jahrhunderten - mit sich selbst. Der Kirchenstaat mischte tüchtig mit,

die Franzosen suchten der habsburgischen Umklammerung zu entfliehen, und

aus dem Südosten näherten sich Türken. Die Bauernkriege brachten große

Unruhe in den deutschen Südwesten, und die Reformation spaltete das halbe

Regnum. Inmitten all dieser Ereignisse und Entwicklungen versuchte

Maximilian I. sein Reich zusammenzuhalten und zu konsolidieren.

Kann man auf 300 Seiten eine Biografie und ein stimmiges Zeitenbild

unterbringen? Der Autor hat sein Archiv durchforstet und ein großes Gemälde

Maximilians I. und seiner Zeit gezeichnet. Das ist der Vorzug oder das Problem

des Buches, denn es ergibt sich kein akzentuiertes und scharf konturiertes

Porträt Maximilians, sondern ein Sittengemälde einer Epoche. Er kann es sich

gelegentlich nicht verkneifen, dem großen Maximilian-Forscher Hermann

Wiesflecker zu widersprechen, wobei er mit Wiesflecklers Gattin Inge

Wiesflecker-Friedhuber wesentlich zurückhaltender verfährt. Der Rezensent

betont, das Buch mit großem Interesse und großer Freude gelesen zu haben,

denn der Autor ist ein überaus gebildeter Mensch und hat eine profunde

Kenntnis von Ort und Zeit anzubieten. Das Problem an dieser eher

essayistischen Herangehensweise ist jedoch, dass man als Leser über

belastbare Vorkenntnisse verfügen muss, um Meinung von Information immer

sauber trennen zu können. (…)

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Südtirolerin 10/2008

Ein Kaiser zwischen Mittelalter und Neuzeit

Von Carla Wild

Der bekannte Sachbuchautor Hermann Schreiber hat vor kurzem ein neues

Buch herausgebracht. Es trägt den wohlklingenden Titel „Ritter, Tod und

Teufel“, eine Anlehnung an einen Meisterstich Albrecht Dürers. Erst mit dem

Untertitel wird deutlich, dass sich im Buch alles um Kaiser Maximilian und seine

Zeit dreht. Zur Auffrischung der Geschichtskenntnisse werden in diesem

Zusammenhang einige wichtige Stationen aus dem Leben des Regenten

angeführt.

Er kommt im Jahr 1459 zur Welt und wird auf den Namen Maximilian getauft.

Als Kind macht er den Spekulationen zufolge eine „langsame Sprach- und

Sprechentwicklung“ durch. Es kommt einem Wunder gleich, wenn Maximilian

später, als Regent, neben der Muttersprache auch Latein, Französisch und

Italienisch beherrscht. In seine Jugendzeit fallen die vielen türkischen

Militäraktionen hinein. Mit 18 Jahren wirbt er um die Tochter Karls des Kühnen,

Maria, Erbin von Burgund. Bereits nach einem Ehejahr wird ein Sohn geboren:

Philipp. Maria stirbt früh an den Folgen eines Sturzes vom Pferd. 1586 findet

die Wahl zum deutschen König statt. Wiederum später heiratet Maximilian

Bianca Maria Sforza aus Mailand. Der traditionelle Romzug zur Kaiserkrönung

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wird durch die feindselige Haltung der Venezianer unmöglich, so dass sich

Maximilian am 4. Februar 1508 im Dom zu Trient zum Kaiser des Heiligen

Römischen Reiches ausrufen lässt.

In seiner Ehe kommt es zu einer „Entfremdung“. Maximilian hat viele

uneheliche Kinder, keines der Kinder wird später Geschichte schreiben. Wohl

aber sein Enkel Karl V. Maximilian durchlebt Jahre etlicher Kriege, verbunden

mit hohen Ausgaben. Er stirbt 1519 in Wels, viele Jahrzehnte lang hat er als

Deutscher König und als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches die Politik

und Wirtschaft Europas maßgeblich mit gestaltet.

Seine Beinamen „der letzte Ritterund „Vater der Landsknechte“ sind berühmt

geworden. Sie verdeutlichen die Auseinandersetzungen zwischen Altem und

Neuem, zwischen Tradition und Moderne. Maximilian wird früh mit der neuen

Welt konfrontiert, er interessiert sich weniger für die Entdeckungen, dafür

weitaus mehr für die neuen Handelswege. Ungeklärt bleibe, so die Meinung

des Autors, ob der Kaiser den neuen Umbruch des Weltbildes und des

Welthandels tatsächlich erkannt habe. Für den Kaiser war es auf jeden Fall

eine große Zerreißprobe, in jener wechselvollen Zeit das große Reich

zusammenzuhalten.

G/Geschichte 6/2009

Ritter, Tod und Teufel

Von Claudia Mylius

Zu den vielen Jubilaren dieses Jahres gehört auch der Habsburger Maximilian

I., der vor 550 Jahren in Wiener Neustadt geboren wurde - aus der Familienresidenz

Wien war sein Vater, Friedrich III., vertrieben worden. Während dieser

als »des Reiches Erzschlafmütze« wenig ruhmreich in die Geschichtsbücher

einging, wird Maximilian dort als »der letzte Ritter« gefeiert, wobei freilich auch

der Unterton mitschwingt, einer damals rasch vergehenden Zeit anzugehören.

Jedenfalls brachte Maximilian dem Kaisertum alten Glanz und neues Ansehen

zurück, und wenn er als Herrscher des Reichs auch immer wieder an schmerzhafte

Grenzen der Innen- wie der Außenpolitik stieß, so bleibt ihm das Verdienst,

die Grundlagen zur Weitbedeutung Habsburgs gelegt zu haben.

Hermann Schreiber schildert dieses farbige Herrscherleben mit seinen

Höhenflügen und Rückschlägen mit Schwung. Der Mensch Maximilian wird

durch die alten Quellen hindurch erlebbar, und der Autor versteht es zudem,

auch den zeitgenössischen Kontext der Welt im Umbruch zwischen Mittelalter

und Neuzeit allgemeinverständlich zu schildern.

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Pressestimmen zu : Hermann Schreiber, Straßburg

Karfunkel 84/2009

Ritter, Tod und Teufel

Von Britta Quebbemann

Kaiser Maximilian I. (1459-1519) war einer der faszinierendsten Menschen und

Herrscher der europäischen Geschichte. Als „letzter Ritter" war er selbst bei

Turnieren erfolgreich und repräsentierte die alte Tradition, als „Vater der

Landsknechte" stand er für modernere

Formen der Kriegsführung. Mit seinen Reformen im Bereich der Verwaltung

und des Militärs bereitete er den Weg in die Neuzeit vor. Er betrieb eine

bewußte Heiratspolitik und baute damit die Macht des Hauses Habsburg weiter

aus. Trotz seines Interesses für den Humanismus

und die sich neu etablierenden Wissenschaften, war er auch vom Magischen

und Okkulten fasziniert und ließ sich hier von mysteriösen „Wundermännern"

beraten, die sogar seine früh verstorbene Frau wieder vor seine Augen

„gezaubert" haben sollen. Hermann Schreiber, ein versierter Sachbuchautor

und Geschichtskenner, erzählt das ereignisreiche Leben Maximilians vor dem

Hintergrund der Zeitenwende vom Mittelalter zur Neuzeit. Der Autor selbst

wurde 1920 in Wiener Neustadt geboren, wo Maximilian Hof hielt und auch

bestattet wurde. In seiner persönlichen Annäherung an einen Menschen voller

Widersprüche entführt er die Leser in eine oft farbige, manchmal aber auch

düstere Epoche des Übergangs. Dabei bezieht er sich immer wieder auf die

umfangreiche Forschungsliteratur zu Maximilian und verweist Interessierte

auch auf die Quellen. Das Ergebnis seiner Arbeit ist ein angenehm zu lesendes

Buch über Kaiser Maximilian I. und seine Zeit.

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